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Wann muss man seine steuererklärung abgeben

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Wer muss was, wann und wo abgeben? Steuererklärung für Einsteiger

Nicht nur Ersttäter sind manchmal etwas ratlos, wenn es um die Steuererklärung geht. Muss man wirklich eine abgeben? Sollte man? Ist nach einem Umzug noch das bisherige Finanzamt zuständig? Und warum kann sich trödeln bei der Steuererklärung lohnen?

Bis zum 31. Mai muss sie Steuererklärung fertig sein. So liest man es zumindest überall. Der Stichtag gilt aber längst nicht für alle. Wer kann sich wie lange Zeit lassen? Wer kann sich die Arbeit komplett sparen? Welche Belege braucht man? Und welches Finanzamt ist überhaupt zuständig, wenn man im letzten Jahr woanders gewohnt hat? Hier ist alles, was man als Steuererklärungs-Einsteiger wissen sollte:

Wer muss die Steuererklärung machen und bis wann?

Der 31. Mai ist Abgabestichtag für alle, die eine Steuererklärung machen müssen und sich dabei keine fremde Hilfe holen. Was Manche nicht wissen: Längst nicht jeder ist zur Steuererklärung verpflichtet. Für Arbeitnehmer ist der 31. Mai ist nur wichtig, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Man hatte steuerpflichtige Nebeneinkünfte über 410 Euro, etwa Mieteinnahmen oder eine Rente.
  • Man hat Lohnersatzleistungen über 410 Euro bezogen, etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Elterngeld.
  • Man hat einen Freibetrag eintragen lassen und so während des Jahres weniger Steuern abgeführt.
  • Man hat parallel für mehrere Arbeitgeber gearbeitet.
  • Ein Ehe- oder Lebenspartner war zeitweise oder durchgängig in Steuerklasse fünf oder sechs veranlagt.
  • Es gab Kapitalerträge, auf die man noch keine Abgeltungssteuer gezahlt hat.
  • Das Finanzamt hat im Vorjahr einen Verlust festgestellt.

Auch wenn man die Steuererklärung abgeben muss, ist man nicht starr auf den 31. Mai festgelegt. Normalerweise ist es kein Problem, etwas Aufschub zu bekommen. Kümmert sich ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Frist ohnehin bis zum Jahresende.

Wer sollte freiwillig abgeben?

Alle, die nicht zur Steuererklärung verpflichtet sind, können sich freiwillig veranlagen lassen. In vielen Fällen lohnt sich das, weil man sich Geld zurückholen kann. Zum Beispiel in diesen hier:

Ohne das Sortieren von Belegen geht es leider nicht. Doch oft lohnt sich die Arbeit.

  • Die Werbungskosten lagen über 1000 Euro. Das ist normalerweise schon der Fall, wenn man mindestens 16 Kilometern zur Arbeit pendelt.
  • Die Sonderausgaben lagen über dem Pauschbetrag von 36 Euro. Als Sonderausgaben zählen beispielsweise Unterhaltszahlungen, Spenden und Kirchensteuer, aber auch Vorsorgeaufwendungen für die Altersvorsorge und andere Versicherungen.
  • Man hat haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerker im Haus bezahlt. Mieter können beispielsweise den Hausmeister oder den Reinigungsservice geltend machen.
  • Man hat Verluste gemacht, beispielsweise bei Vermietungsgeschäften.

Wenn man die Steuererklärung freiwillig macht, ist der 31. Mai unwichtig. Man hat vier Jahre Zeit, sich Geld zurückzuholen, danach sind sie Ansprüche verjährt. Wer sich für 2012 noch eine Rückzahlung sichern will, muss die Steuererklärung bis zum 31. Dezember 2016 einreichen. Wird wider Erwarten eine Nachzahlung fällig, kann man den Antrag zur Veranlagung immer noch zurücknehmen, wenn der Steuerbescheid da ist.

Es kann sogar sein Gutes haben, die Steuererklärung auf die lange Bank zu schieben. 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahrs beginnt nämlich der Verzugszeitraum. Ab dann werden Zinsen fällig – für jene, die Steuern nachzahlen müssen, aber auch für das Finanzamt, das Steuern zurückerstattet. Mit sechs Prozent p.a. ist der Zinssatz ist weit besser als bei jedem Festgeldkonto. Für jeden Monat im Verzugszeitraum gibt es 0,5 Prozent Zinsen auf die Rückerstattung. Ob man selbst für den Verzug verantwortlich ist, weil man die Steuererklärung nicht früher abgegeben hat, ist dabei übrigens unerheblich. Ausgezahlt werden die Zinsen aber nur, wenn mindestens 10 Euro zusammenkommen.

Welches Finanzamt ist nach einem Umzug zuständig?

Für die Steuererklärung ist immer das Finanzamt des aktuellen Wohnorts zuständig, egal, wo man im jeweiligen Steuerjahr gelebt hat. Wenn man umzieht, muss man das dem Finanzamt zwar nicht melden. Um Rückfragen zu vermeiden kann das aber nicht schaden.

Schon Neugeborene bekommen seit 2008 eine Steuer-Identifikationsnummer, die sie dann ihr Leben lang begleitet. Beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) werden die elfstelligen IDs verwaltet, zusammen mit den dazugehörigen Daten wie Name, Geburtstag und –ort und Anschrift. Die persönliche ID hat man irgendwann per Brief bekommen. Sie steht aber auch auf dem letzten Steuerbescheid. Wer die ID nicht mehr findet, kann sie beim BZSt anfordern.

Welche Unterlagen braucht das Finanzamt, welche nicht?

Egal, ob am Rechner oder per Hand: Wer die Steuererklärung ausfüllen will, muss erstmal Unterlagen sortieren. Schließlich muss man wissen, was man eintragen kann. Ein Trost: Viele dieser Papiere und Belege muss man gar nicht oder nur auf Nachfrage beim Finanzamt einreichen.

Mit abgeben muss man – so vorhanden: Spendenbescheinigungen, Nachweise über Behinderungen, Bescheinigungen über vermögenswirksame Leistungen und, wenn man die Anlage U ausfüllt, auch Nachweise zur Unterhaltsbedürftigkeit. Auch bei bestimmten Werbungskosten will das Finanzamt normalerweise Unterlagen sehen. Wer beruflich bedingte Umzugskosten absetzen möchte oder zum ersten Mal doppelte Haushaltsführung oder ein häusliches Arbeitszimmer angibt, kann die jeweiligen Belege gleich einreichen, um Rückfragen zu vermeiden.

Alle anderen Quittungen und Nachweise, etwa zu Arbeitsmitteln, Versicherungsprämien und Beiträgen zu Berufsverbänden, muss man nur abgeben, wenn das Finanzamt einen dazu auffordert.

Dass man die Unterlagen nicht einreichen muss, heißt aber nicht, dass man sie gleich wegwerfen kann. Das sollte man frühestens dann machen, wenn der Steuerbescheid da ist und rechtskräftig geworden ist. Das gilt auch für Kontoauszüge. Handwerkerrechnungen muss man – unabhängig von der Steuererklärung – zwei Jahre lang aufbewahren.

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Abgabefrist für die Steuererklärung ist derzeit noch der 31. Mai. Wie die Frist zukünftig aussieht und wie Sie diese verlängern können, erfahren Sie hier.

Steuerzahler haben bald zwei Monate mehr Zeit für Ihre Steuererklärung. Das haben im Juni 2016 Bundestag und Bundesrat in einem neuen Gesetz beschlossen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und seine Steuererklärung selbst erstellt, für den verschiebt sich der Stichtag vom 31. Mai auf den 31. Juli.

Doch ab wann gilt die neue Abgabefrist? In den kommenden Jahren 2017 und 2018, in denen Sie die Einkommensteuererklärung 2016 bzw. 2017 abgeben müssen, ist offiziell noch der 31. Mai der Stichtag. Im Jahr 2019 gilt dann aber für alle, die ihre Einkommensteuererklärung selbst erstellen, der 31. Juli 2019 als verbindlicher Abgabetermin für die Steuererklärung 2018.

Wie kann ich die Frist verlängern?

Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum Abgabetermin schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu. Das wird auch in den Jahren 2017 und 2018 noch gelten.

Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung jedoch nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Die Fristverlängerung muss zudem stets schriftlich begründet werden.

Gilt die Abgabefrist fГјr alle?

Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Frist. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Einkommensteuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen. Da das neue Besteuerungsgesetz auch die Verlängerung der Fristen für Profis, also Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine, vorsieht, gilt auch hier: Um die Steuererklärung ihrer Mandanten für das Jahr 2018 einzureichen, haben Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine theoretisch Zeit bis Ende Februar 2020.

Alle aktuell geltenden Fristen Гјbersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung 2015 oder 2016 auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick zum Thema Abgabefrist:

Mit dem neuen Gesetz haben sich jedoch auch Г„nderungen beim VerspГ¤tungszuschlag ergeben: Bislang liegt es im Ermessen der SteuerbehГ¶rden, ob und in welcher HГ¶he VerspГ¤tungszuschlГ¤ge oder Zwangsgelder festgesetzt werden. Ab Januar 2018 wird der Prozess jedoch automatisiert: Jeder, der seine SteuererklГ¤rung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraumes abgibt und keine FristverlГ¤ngerung beantragt hat, muss einen VerspГ¤tungszuschlag zahlen. Die HГ¶he des Zuschlags ist gesetzlich festgelegt und betrГ¤gt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspГ¤tetem Monat. Die maximale HГ¶he des VerspГ¤tungszuschlags bleibt bei 25.000 Euro.В

Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.

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Lohnsteuer kompakt FAQs

Die ganze Welt des Steuerwissen

Bis wann muss ich meine Steuererklärung abgeben?

Im Juni 2018 herrscht in den Finanzämtern Hochbetrieb: Denn bis dahin müssen alle die Steuererklärungen für 2017 bearbeitet werden, die zum Stichtag 31. Mai 2018 eingegangen sind. Ihre ist noch nicht dabei? Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie langsam in die Puschen kommen! Jedenfalls dann, wenn Sie zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind. Das sind Sie beispielsweise, wenn Sie im letzten Jahr:

  • gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren.
  • unversteuerte Einkünfte über 410 Euro hatten, etwa Honorare, Renten oder Mieten.
  • einen Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eingetragen hatten.
  • mit Ihrem berufstätigen Ehepartner zusammenveranlagt waren und einer von Ihnen nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder wenn Sie beide mit der Steuerklassenkombination IV/IV das Faktorverfahren gewählt haben.
  • Lohnersatzleistungen bezogen haben, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, zum Beispiel Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld.

Steuerberater sorgt für Fristverlängerung

Wenn Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt haben, sind Sie fein raus. Dann verlängert sich die Frist automatisch auf den 31. Dezember 2018, sofern das Finanzamt nicht ausdrücklich eine frühere Abgabe verlangt. Der Grund für den späteren Termin ist simpel: Den Steuerexperten ist es nicht zuzumuten, die ganze Arbeit in den ersten fünf Monaten des Jahres zu erledigen.

Fristverlängerung beantragen

Können Sie jedoch absehen, dass Ihre Steuererklärung auch in den nächsten Wochen nicht fertig wird, bemühen Sie sich besser heute als morgen um eine Fristverlängerung. Diesen Antrag sollte man eigentlich schon vor dem 31. Mai 2018 einreichen und man hat auch keinen Anspruch darauf, dass das Finanzamt ihm stattgibt. Beantragen Sie am besten eine stillschweigende Fristverlängerung, wenn Sie dann nichts mehr hören, ist Ihr Antrag genehmigt. Wichtig ist, dass Sie Gründe für Ihr Anliegen nennen. Dazu zählen beispielsweise ein Umzug, eine Dienstreise, Krankheiten oder fehlende Unterlagen. Akzeptiert das Finanzamt die Verlängerung, haben Sie in der Regel höchstens bis zum 30. September 2018 Zeit.

Irgendwann kommt die Mahnung

Lassen Sie nichts von sich hören, wird Ihnen das Finanzamt früher oder später eine Mahnung schicken und Ihnen eine Frist setzen. Diesen Termin sollten Sie ernst nehmen, sonst kann ein Zwangsentgelt festgesetzt werden, außerdem droht ein happiger Versäumniszuschlag. Besser also, Sie melden sich rechtzeitig.

Wer freiwillig abgibt, hat länger Zeit

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, muss Sie das alles gar nicht interessieren. Der Fiskus erwartet kein Geld von Ihnen, sondern muss wahrscheinlich welches zurückzahlen. Gerade deshalb tun Sie aber gut daran, die Einkommensteuererklärung nicht auf die lange Bank zu schieben. Von Rechts wegen hätten Sie lange genug Zeit: Bei freiwilliger Veranlagung bleiben grundsätzlich vier Jahre, in denen die Steuererklärung abgegeben werden kann (nicht muss).

Ihre Steuererklärung für 2017 müsste also bis zum 31. Dezember 2021 eingehen – keinen Tag später, sonst ist die ganze Arbeit für die Katz. Ende 2018 läuft die Frist für die Steuererklärung des Jahres 2014 aus. Besser ist es jedoch, man reizt den Spielraum nicht aus, sondern kümmert sich frühzeitig. Erfahrungsgemäß ist es leichter, die nötigen Unterlagen im Folgejahr zusammenzustellen, als drei Jahre später. Außerdem geht es ums Geld – wer will schon vier Jahre lang auf die Rückzahlung warten?

Abgabefristen für die Steuererklärung

Besondere Regelung in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen: In diesen Bundesländern wurde für die Steuererklärung 2016 die Abgabefrist auf den 31. Juli 2017 verlängert, falls die Steuererklärung 2016 elektronisch per ELSTER übermittelt wurde. Man darf annehmen, dass diese Regelung auch für die Steuererklärung 2017 gelten wird.

Für die Steuererklärung 2018 und folgende werden die Abgabefristen gesetzlich um zwei Monate verlängert:

  • Für Bürger, die ihre Steuererklärung selber anfertigen, verlängert sich die Abgabefrist um 2 Monate vom 31. Mai auf den 31. Juli des Folgejahres, d.h. erstmals für das Jahr 2018 bis zum 31.7.2019 (§ 149 Abs. 2 AO).
  • Bürger, die von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beraten werden, bekommen ebenfalls zwei Monate mehr Zeit zur Abgabe ihrer Erklärung. Während nach dem bisherigen „Fristenerlass“ eine Fristverlängerung über den 31. Dezember des Folgejahres nur aufgrund begründeter Einzelanträge möglich war, besteht nunmehr Zeit bis Ende Februar des Zweitfolgejahres, d.h. für das Jahr 2018 bis zum 28.2.2020 (§ 149 Abs. 3 und 4 AO).
  • Arbeitstage-Rechner: Mit unserem Arbeitstage-Rechner ermitteln Sie ganz einfach die Zahl der Arbeitstage in einem beliebigen Zeitraum.
  • Arbeitslosengeld-Rechner: Wie hoch Ihr voraussichtliches Arbeitslosengeld sein wird, können Sie mit unserem Arbeitslosengeld-Rechner ermitteln.
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    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Steuererklaerung-fuer-Einsteiger-article17370946.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/bis-wann-muss-die-steuererklaerung-abgegeben-werden.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2017/2012/bis_wann_muss_ich_meine_steuererklaerung_abgeben

Steuererklärung rückwirkend wie lange

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Steuererklärung rückwirkend abgeben: darum lohnt es sich

Wusstest Du schon, dass Du die Steuererklärung rückwirkend abgeben kannst? Und zwar bis zu 4 Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres! Du brauchst nichts weiter zu tun, als eine freiwillige Steuererklärung (sog. Antragsveranlagung) auszufüllen und einzureichen – und kannst dann in aller Ruhe auf die Steuerrückerstattung warten. Denn in 9 von 10 Fällen erhältst Du mit einer Antragsveranlagung Geld zurück. Und zwar durchschnittlich 1.000 EUR. Wie und warum das geht, erklären wir Dir hier.

Grundsätzlich können alle Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, ihre Steuererklärung auch rückwirkend abgeben – und zwar bis zu vier Jahre später. Wenn Du also beispielsweise für das Steuerjahr 2014 noch keine Steuererklärung abgegeben hast, kannst Du noch bis zum 31.12.2018 eine Antragsveranlagung einreichen – und die Steuererstattung einstreichen. Das geht ganz einfach, vor allem mit der richtigen Steuersoftware.

Mit der Online-Lösung smartsteuer kannst Du Deine Steuererklärung direkt im Browser erledigen, eine Installation der Software ist nicht erforderlich. Der Interviewmodus von smartsteuer leitet Dich problemlos durch die Steuererklärung und sorgt dafür, dass alle Steuerformulare korrekt ausgefüllt sind. Das Beste daran: Du musst erst bezahlen, wenn Du Deine Steuererklärung tatsächlich ans Finanzamt schickst. Da Du vorher Deine Steuerrückerstattung berechnen kannst, musst Du also nur bezahlen, wenn sich die Abgabe der Steuererklärung auch wirklich für Dich lohnt. Deswegen: jetzt smartsteuer testen!

Steuererklärung rückwirkend einreichen: Frist beachten

Steuererklärung rückwirkend beantragen: Das müssen Sie beachten

19.04.2016, 11:10 Uhr | nz (CF)

Ihre Steuererklärung können Sie rückwirkend bis zu vier Jahren abgeben (Quelle: McPHOTO/imago)

Sie können Ihre Steuererklärung rückwirkend abgeben, wenn Sie nicht zu dem Personenkreis gehören, der zur Abgabe verpflichtet ist. Als Arbeitnehmer haben Sie bereits monatlich Ihre Lohnsteuer entrichtet. Sie können allerdings trotzdem freiwillig eine Erklärung abgeben. Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen erfüllt und welche Fristen beachtet werden müssen.

Die Steuererklärung rückwirkend abgeben

Sie haben sich Ihre Unterlagen aus dem Vorjahr angesehen und festgestellt, dass Sie eventuell zu viel Steuern gezahlt haben? Dann ist es möglich, dass Sie Ihre Steuererklärung rückwirkend abgeben. Die Frist dafür beträgt vier Jahre.

Das bedeutet, Sie können noch bis zum 31.12.2016 rückwirkend eine Steuererklärung für das Jahr 2012 einreichen. Der Bundesfinanzhof hatte per Gesetz 2009 die Frist für rückwirkende Steuererklärungen von zwei auf vier Jahre angehoben. Die Richter orientierten sich bei dem Urteil an der Verjährungsfrist für Steuern. Wenn diese für Bürger vier Jahre betrage, muss dies auch für den Staat gelten, so das Online-Portal „Steuerklassen.com“.

Steuererklärung

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Einhaltung der Fristen ist notwendig

Allerdings kann nicht jeder diese Frist für sich in Anspruch nehmen. Möglich ist das nur, wenn Sie nicht per Gesetz verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Wenn Sie Hilfe bei der Erstellung der Unterlagen benötigen oder grundsätzliche Fragen haben, dann wenden Sie sich an einen Lohnsteuerhilfeverein oder direkt an einen Steuerberater.

Eine Steuererklärung rückwirkend einreichen

  • Eine Steuererklärung kann vier Jahre rückwirkend eingereicht werden.
  • Allerdings ist dies nur bestimmten Personen erlaubt.
  • Besonders für Studenten kann es sich lohnen, sie nachzureichen.

Steuererklärung rückwirkend einreichen – Wer darf das?

Wer nicht jedes Jahr dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, kann diese auch rückwirkend nachreichen.

Der normale Arbeitnehmer, der monatlich seine Steuern über die Lohnsteuer bezahlt und keinen Ausgleich am Jahresende beantragt, kann dies also tun – der Freiberufler, der jedes Jahr seine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben muss, nicht.

  • Eine Einkommensteuererklärung kann für jedes Jahr nur einmal abgegeben werden. Ist dies bereits geschehen, ist es nicht möglich, dies noch einmal zu tun.

Häufig gestellte Fragen zu Steuererklärung rückwirkend einreichen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Steuererklärung rückwirkend einzureichen?

  • Steuerjahr liegt maximal vier Jahre zurück (in 2015 also bis 2011)
  • Man ist nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.
  • Für das Steuerjahr hat man noch keine Erklärung abgegeben.

Wie lange kann man eine Steuererklärung rückwirkend abgeben?

Im Jahr 2009 (Az. VI R 1/09) legte der Bundesfinanzhof (BHF) fest, dass die Abgabe vier Jahre rückwirkend möglich sein müsse. Grundlegend stützte sich der BHF dabei auf die Verjährungsfrist für Steuern.

Wenn diese für den Bürger vier Jahre betrage, müsse dies auch für den Staat so sein, argumentierten die Richter.

  • 2015 konnte man deshalb auch noch rückwirkend für Steuererklärung für 2014, 2013, 2012 und 2011 abgeben.

Steuererklärung rückwirkend einreichen – Lohnt sich für Studenten

Während des Studiums müssen Studenten in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Danach sollten sie aber nachträglich eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen. Denn bei einem Zweitstudium können nachträglich Ausbildungskosten abgesetzt werden – und zwar unbegrenzt als Werbungskosten.

Diese können nach dem Einstieg ins Berufsleben mit den Steuern auf die ersten Gehälter laut BHF verrechnet werden.

  • Wichtig dabei ist, dass man alle Werbungskosten (also für Bücher, Druckerpapier, etc.) mit Belegen nachweisen kann. Es lohnt sich also, die Kassenzettel aufzubewahren.

Auszubildende, die keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten haben, können ebenfalls ihre Einkommensteuererklärung nachträglich beim Finanzamt einreichen.

Auch sie dürfen die damals gezahlten Werbungskosten mit den aktuellen Steuern verrechnen.

Wer allerdings eine finanzielle Vergütung für seine Ausbildung erhalten hat, darf dies nicht.

Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuerfragen/steuererkklaerung-rueeckwirkend-abgeben-darum-lohnt-es-sich.html, http://www.t-online.de/finanzen/id_54764000/steuererklaerung-rueckwirkend-einreichen-frist-beachten.html, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/ratgeber/steuererklaerung-rueckwirkend-einreichen/

Steuererklärung fahrtkosten wo eintragen

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Steuererklärung Anlage N

Steuerformular für Angestellte

  • Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2016
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Angestellte, die eine Steuererklärung machen, müssen die Anlage N ausfüllen. Zusammenveranlagte müssen dieses Formular zweimal abgeben.
  • In der Anlage N machen Sie Angaben zu Ihrem Einkommen, die Sie sich aus der Lohnsteuerbescheinigung holen. So wird Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt.
  • Sobald Sie berufsbedingte Ausgaben von mehr als 1.000 Euro haben, können Sie weitere Werbungskosten geltend machen. Ansonsten wird die Pauschale von 1.000 Euro automatisch vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.
  • Wer aus beruflichen Gründen einen weiteren Wohnsitz benötigt, kann Ausgaben für Fahrten, Unterkunft und Verpflegung über die Anlage N von der Steuer absetzen.
  • Wer hohe Werbungskosten hat, sollte eine Steuererklärung abgeben, egal, ob er dazu vom Finanzamt aufgefordert wird oder nicht.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Es gibt sicher Schöneres, als eine Steuererklärung auszufüllen. Aber es lohnt sich in den meisten Fällen, weil Sie sich zu viel gezahlte Steuern zurückholen können. Viele Steuerzahler müssen die jährliche Steuererklärung ohnehin abgeben: beispielsweise Ehepaare und eingetragene Lebenspartner mit der Steuerklassenkombination III/V. Auch wer Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld bekommt, muss das Finanzamt über seine Einkünfte informieren. Die Abgabepflicht zur Steuererklärung ist in § 46 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

Es zahlt sich jedoch oft aus, die Steuererklärung auch ohne Aufforderung abzugeben. Etwa, wenn Sie berufsbedingt hohe Fahrtkosten haben oder Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerkosten geltend machen wollen. Wer eine Steuererklärung macht und nicht freiberuflich arbeitet oder ein Gewerbe hat, der kommt an der Anlage N nicht vorbei. Wir führen Sie Schritt für Schritt hindurch und geben Tipps, wie Sie die Anlage N am besten für sich nutzen.

Die Anlage N besteht aus drei Seiten. Auf der ersten Seite tragen Sie Ihre Einkünfte ein, auf der zweiten können Sie Ihre Werbungskosten angeben und auf der dritten Seite Ihre Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung geltend machen.

Helfer für die Steuererklärung

Seite 1: Ihr Einkommen

Im Kopf des Formulars geben Sie zunächst Ihre persönlichen Daten ein (Zeile 1 bis 4): Namen, Steuernummer und die sogenannte e-TIN, kurz für electronic Taxpayer Identification Number, die Sie auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung finden. Hatten Sie eine weitere Tätigkeit, können Sie eine zweite e-TIN eintragen.

Angaben zum Arbeitslohn – Was Sie auf der ersten Seite zu Ihren Einkünften eintragen müssen, finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung, die entsprechende Zeile ist dort angegeben. Außerdem tragen Sie dort Lohnersatzleistungen sowie steuerfreien Arbeitslohn für Auslandstätigkeit ein.

Für Arbeitnehmer (Zeilen 5 bis 10)

Verschiedene Renten (Zeilen 11 bis 15)

Achtung: Die Versorgungsfreibeträge sinken seit 2006 schrittweise je nach Jahr des Renteneintritts. Wer 2014 in Rente ging, erhält einen Versorgungsfreibetrag von 25,6 Prozent und einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 576 Euro. Ab 2040 gibt es für Neurentner dann überhaupt keine Freibeträge mehr, sie müssen ihre Rente voll versteuern.

Einmalzahlungen für mehrere Jahre (Zeilen 16 bis 19)

Haben Sie nicht monatsweise, sondern für mehrere Jahre auf einmal Einkommen erhalten, beispielsweise Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, eine Abfindung oder Übergangsgelder? Sie müssen diese Einmalzahlung zwar als Arbeitslohn versteuern, sie wirkt sich aber nur zu einem Fünftel auf Ihren Steuersatz aus (sogenannte Fünftelregelung). Wenn Ihr Arbeitgeber die vollen Steuern abgezogen hat, tragen Sie Ihre Daten ein und legen Sie die Vertragsunterlagen bei. So machen Sie die Ermäßigung geltend.

Arbeitslohn ohne Steuerabzug (Zeile 20)

Arbeit im Ausland (Zeilen 21 bis 25)

Ehrenamt und Nebentätigkeit (Zeile 26)

Lohnersatzleistungen (Zeilen 27 bis 30)

Achtung: Dies sind zwar steuerfreie Einnahmen, aber sie erhöhen den Steuersatz für die übrigen Einkünfte nach dem sogenannten Progressionsvorbehalt. So ist es möglich, dass Sie wegen der Lohnersatzleistungen, die Sie übers Jahr erhalten, Steuern nachzahlen müssen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Seite 2: Werbungskosten sammeln kann sich lohnen

Der eigentlich interessante Teil der Anlage N beginnt für Arbeitnehmer mit den Werbungskosten. Hier können Sie berufliche Ausgaben eintragen und so Ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Das Finanzamt billigt Ihnen den Werbungskostenpauschbetrag (auch Arbeitnehmerpauschbetrag genannt) von 1.000 Euro zu. Dieser Freibetrag wird bei jedem Arbeitnehmer automatisch vom Einkommen abgezogen. Wenn Sie keine Werbungskosten haben oder mit den Kosten unter der 1.000-Euro-Schwelle bleiben, können Sie sich die Mühe des Ausfüllens also sparen. Aber rechnen Sie noch einmal nach: Es kann sich lohnen, weil Sie sich auf diese Weise mehr Geld vom Finanzamt zurückholen können. Werbungskosten sind in § 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

Tipp: Sammeln Sie Quittungen auf Verdacht und gehen Sie die Anlage N durch: Haben Sie Bewerbungen geschrieben, einen Sprachkurs an der Volkshochschule besucht oder sind Sie zu Vorstellungsgesprächen gefahren? Haben Sie sich einen neuen Computer, Schreibtisch oder Fachzeitschriften gekauft? Das sind Werbungskosten, mit denen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen drücken und so Ihre Steuerschuld senken können.

Sie müssen sich beim Eintragen in der Anlage N auch nicht auf den Platz im Formular beschränken. Tragen Sie zusätzliche Ausgaben unter den „Weiteren Werbungskosten“ ein und vermerken Sie „Siehe Anlage“ für weitere Posten, die Sie auf einem separaten Papier auflisten. Kürzen kann im Zweifelsfall immer noch der Finanzbeamte.

Fahrtkosten (Zeilen 31 bis 39)

Unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit kommen, steht Ihnen eine Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer zu. Das Finanzamt erkennt pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke an. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel, Ihren Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, kann die Summe auch höher ausfallen.

Arbeitnehmer, die täglich 15 Kilometer zur Arbeit fahren, kommen allein mit ihren Fahrtkosten meist schon über den Pauschbetrag. Jeder zusätzlich ausgegebene Euro macht sich hier bezahlt.

Wie hoch sind die Fahrtkosten? Ihre Arbeitstage müssen Sie genau ermitteln. Dazu ziehen Sie Ihre Urlaubs- und Krankheitstage von den jährlichen Arbeitstagen in Ihrem Bundesland ab. In Berlin gibt es 2014 beispielsweise 252 Arbeitstage. Wenn Sie einen Urlaub von 24 Tagen abziehen, bleiben 228 Arbeitstage.

Das ergibt folgende Rechnung: 15 km x 0,30 Euro x 228 Tage = 1.026 Euro Werbungskosten. Sie liegen also bereits mit 26 Euro über dem Pauschbetrag und können diese als Werbungskosten geltend machen.

Achtung: Seit 2014 gilt ein neues Reisekostenrecht für Ihre Steuererklärung. Haben Sie mehrere Arbeitsstätten, müssen Sie eine davon als Ihre „erste Arbeitsstätte“ definieren. Für diese können Sie weiterhin die einfache Entfernungspauschale geltend machen, für weitere Arbeitsstätten sowohl den Hin- als auch den Rückweg als Dienstreise.

Hohe Werbungskosten? Freibetrag eintragen lassen

Werbungskosten können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Bei erwartungsgemäß hohen Werbungskosten von mehr als 1.000 Euro können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen.

Als weitere Werbungskosten können Sie eintragen

Mitgliedsbeiträge für Berufsverbände (Zeile 40)

Wenn Sie Mitglied einer Berufsvereinigung wie der Handwerkskammer, der Ärztekammer oder einer Gewerkschaft sind, können Sie Ihren Mitgliedsbeitrag eintragen. Aufwendungen, die Ihnen wegen einer Tätigkeit für den Berufsverband entstehen, sind ebenfalls als Werbungskosten absetzbar.

Berufskleidung und Fachbücher (Zeile 41 und 42)

Alles, was Sie überwiegend für Ihre berufliche Tätigkeit nutzen, gilt als Arbeitsmittel und lässt sich steuerlich absetzen. Dazu gehören zum Beispiel Berufsbekleidung, Computer, Software, ein Bücherregal und Fachliteratur.

Belege aufheben

Sofern es sich nicht um Pauschbeträge handelt, die der Fiskus ohnehin von Ihrem Einkommen abzieht, müssen Sie Ihre Ausgaben belegen können, notfalls per Eigenbeleg. Das Finanzamt versucht jedoch, sich vor der Flut mitgeschickter Quittungen und Kopien zu schützen und fasst in diesem Dokument zusammen, was Sie sofort nachweisen müssen und was eventuell erst auf Nachfrage – beispielsweise die Belege für Arbeitsmittel.

Arbeitszimmer (Zeile 43)

Achtung: Teilen Sie sich mit einem Mitbewohner oder Ehepartner das Arbeitszimmer in Ihrer Wohnung, dürfen Sie die Kosten nur zur Hälfte eintragen und auch den Höchstbetrag insgesamt nur einmal pro Zimmer ausschöpfen.

Fortbildung (Zeile 44)

Haben Sie einen Lehrgang, einen Computerkurs oder ein Seminar besucht und selbst finanziert, dann tragen Sie die Kosten als Fortbildungskosten ein. Auch Fahrtkosten zum Kurs oder Ausgaben für Material und die Prüfungsgebühr können Sie ohne Einschränkung geltend machen.

Tipp: Auch Erststudium eintragen

Weitere Werbungskosten (Zeile 45 bis 48)

Bewerbungskosten wie Porto, Zeugniskopien oder Bewerbungsbilder, Kontoführungsgebühren oder beruflich motivierte Umzugskosten können Sie unter den weiteren Werbungskosten eintragen. Kontoführungsgebühren bis 16 Euro pro Jahr werden generell ohne Nachweis anerkannt.

Tipp: Sie müssen nicht unbedingt umziehen, weil Sie eine neue Stelle in einer anderen Stadt antreten oder Ihr Arbeitgeber den Standort wechselt, um die Umzugskosten abzusetzen. Es reicht, wenn sich Ihr (einfacher) Arbeitsweg durch den Wohnungswechsel um mindestens eine halbe Stunde verkürzt.

Reisekosten (Zeile 49 bis 57)

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Ausgaben für Dienstreisen nicht steuerfrei ersetzt, können Sie diese Reisekosten in der Anlage N eintragen. Für die Verpflegung werden Pauschalen je nach Dauer der Abwesenheit ohne zusätzlichen Nachweis anerkannt, für Übernachtungen und Fahrtkosten die tatsächlichen Aufwendungen. Sie können aber auch je nach Fahrzeug eine feste Kilometerpauschale geltend machen.

Wenn Sie außerhalb Ihres eigentlichen Wohnorts keine weitere Wohnung nutzen oder zur Arbeit pendeln, dann sind Sie nun fertig mit der Anlage N. Ansonsten wenden Sie sich noch der dritten Seite zu.

Seite 3: Ausgaben für doppelte Haushaltsführung

Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Arbeitsort führt, kann seine Ausgaben dafür über die Anlage N von der Steuer absetzen, sofern der Arbeitgeber sie nicht steuerfrei erstattet (Zeilen 61 bis 69).

Fahrtkosten (Zeile 70 bis 78)

Unterkunft (Zeilen 81 bis 86)

Tipp: Wenn Sie häufiger pendeln, können Sie statt der doppelten Haushaltsführung auch Fahrtkosten für mehr als eine Heimfahrt wöchentlich geltend machen. Diese geben Sie in Zeile 69 an, in Zeile 31 bis 39 tragen Sie die Strecken ein, die Sie zwischen Arbeitsstätte und Erstwohnsitz zurücklegen. Die gesetzliche Regelung können Sie in § 9 Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes nachlesen.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

Reisekosten absetzen

Dienstreisen gehören in vielen Beschäftigungsverhältnissen dazu. Die anfallenden Reisekosten kannst du von der Steuer absetzen. Wie du das machst, erklären wir dir im Folgenden.

Hat dein Arbeitgeber Reisekosten übernommen?

Zuerst ist zu klären, ob dein Arbeitgeber bereits für Reisekosten aufgekommen ist. Hat er diese beglichen, kannst du deine Aufwendungen nicht mehr von der Steuer absetzen.

Hat dein Arbeitgeber anteilig Kosten übernommen hat, kannst du jedoch die überschüssigen Reisekosten absetzen. In diesem Fall musst du dem Finanzamt genau offenlegen, was du und was dein Arbeitgeber übernommen hat.

Hat der Arbeitgeber deine Ausgaben nicht kompensiert, kannst du alle Reisekosten absetzen.

Tatsächliche Fahrtkosten oder Reisekostenpauschale nutzen?

Du kannst deine Reisekosten in der Steuererklärung unterschiedlich angeben. Als erstes geht das mit den tatsächlichen entstandenen Fahrtkosten. Bist du beispielsweise mit Bus, Bahn oder Flugzeug angereist, gibst du die Beträge an, die auch auf deinen Rechnungen für die Fahrkarten und Tickets stehen.

Wenn du jedoch mit dem eigenen Auto gefahren bist, gestaltet sich der Nachweis der Fahrtkosten etwas schwieriger. Hier solltest du die Reisekostenpauschale nutzen, wenn du dir das Leben erleichtern möchtest. Sie beträgt, wie bei den Fahrtkosten zum Arbeitsort, 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Doch bei einer Dienstreise kannst du sie für den Hin- und Rückweg nutzen.

Als Nachweis empfiehlt es sich, entsprechende Tankrechnungen aufzubewahren oder die Kilometerstände zu dokumentieren.

Bei einer Dienstreise von Berlin nach Hamburg können 2 x (289 Km x 0,30 Cent) = 173,40 Euro Reisekosten von der Steuer abgesetzt werden.

Sind Reisekosten angefallen?

Zusätzlich zu den Reisekosten können auch einige Nebenkosten anfallen. Diese sind beispielsweise:

  • Parkgebühren
  • Mautgebühren
  • Kosten für Mietwagen, Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel
  • Gepäckgebühren
  • Eintrittskosten aus beruflichem Anlass wie Messen oder Veranstaltungen
  • Trinkgelder

Die richtige Anlage in der Steuererklärung bei ELSTER hinzufügen

Das Formular Anlage N befindet sich in der Elster-Software unter dem Reiter weitere Vordrucke.

Mit einem Rechtsklick auf das Feld Anlage N und der Auswahl Anlage N zu meiner Steuererklärung hinzufügen kannst du dieses Formular anschließend bearbeiten.

Reisekosten absetzen – Anlage N hinzufügen

Reisekosten unter den Werbungskosten eintragen

Von Zeile 49 bis 51 trägst du wie folgt deine Reisekosten ein. Auch Übernachtungskosten werden in diesen Zeilen eingetragen. In einer gesonderten Anleitung für Verpflegungsmehraufwand und Übernachtungskosten kannst du nachlesen, wie das im Einzelnen geht.

Zuerst ankreuzen, ob ein Firmenwagen oder eine unentgeltliche Sammelbeförderung vom Arbeitgeber zur Verfügung stand. Im Beispiel unten gibt es diese nicht.

Dann müssen die einzelnen Posten und ihre Kosten eingetragen werden. Das kann wie folgt aussehen:

Zum Schluss werden noch eventuelle Arbeitgebererstattungen bei den Reisekosten eingetragen. Falls es keine Erstattungen vom Chef gab, musst du dort, wie im Beispiel unten, eine 0 eintragen.

Damit sind alle Reisekosten deiner Geschäftsreise in der Steuererklärung eingetragen.

Belege und Rechnungen aufbewahren

Auch wenn du größtenteils Pauschalbeträge für die Absetzung deiner Reisekosten nutzen kannst, solltest du darauf achten, alle Rechnungen, Quittungen und Belege aufzubewahren. Es kann sein, dass das Finanzamt nochmals Nachfragen hat.

Hakt das Finanzamt nach, kannst du deine geordneten Quittungen nachreichen.

Steuererklärung abgeben

Die angefallenen Kosten für eine Dienstreise kannst du also ganz einfach von der Steuer absetzen und bleibst nicht auf ihnen sitzen, falls dein Arbeitgeber diese nicht bezahlt. Sie mindern das zu versteuernde Einkommen und senken somit die eigene Steuer.

Anlage N: Tipps zu Arbeitsmitteln und Fahrtkosten

Die Anlage N mit den Werbungskosten Foto: Ralf Guenther / BILD / BZ

Steuerklärung 2014 – die Anlage N, mit den Werbungskosten, muss von Arbeitnehmern, Beamten und Rentnern ausgefüllt werden.

Die große Steuer-Serie in der B.Z. Dieses Mal dreht sich alles um die wichtige Anlage N für die Steuererklärung 2014. Das N steht für „nicht selbstständige Arbeit“. Sie muss z.B. von Arbeitnehmern, Beamten oder Rentnern ausgefüllt werden, wenn sie zu viel gezahlte Steuern zurückhaben wollen oder wenn Ruheständler eine Betriebsrente erhalten.

Dieses Jahr müssen Sie hier besonders aufpassen, denn es gab einige Änderungen bei den Werbungskosten. Auch die Nummerierung der Zeilen hat sich teilweise geändert.

Die B.Z. und Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) geben Tipps, wie Sie das Formular richtig ausfüllen.

Seite 1: Angaben zum Arbeitslohn

Zeilen 1 bis 3: Notieren Sie Namen, Vornamen und Steuernummer. Bei Zusammenveranlagung dahinter ankreuzen, für wen die Anlage abgegeben wird.

Zeile 4: Hier schreiben Sie die eTIN-Nummer rein. Sie finden sie auf der Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber.

Zeilen 5 bis 15: Machen Sie die Eintragungen getrennt nach der Lohnsteuerklasse. Die Angaben dazu finden Sie auf der Lohnsteuerbescheinigung. Dort finden Sie auch wichtige Angaben zu Lohn und Versorgungsbezügen, die Sie für die Steuererklärung benötigen.

Tipp: Sie müssen die Lohnsteuerbescheinigung beim Finanzamt nicht abgeben, denn die Daten wurden schon vom Arbeitgeber elektronisch ans Finanzamt übermittelt.

Zeilen 11 bis 15: Hat Ihr Chef Ihnen eine Betriebsrente oder eine Werkspension gesponsert, müssen Sie das hier eintragen. Die Angaben zu den Versorgungsbezügen lesen Sie auf der Lohnsteuerbescheinigung.

Sind Sie 2014 in Pension gegangen, haben Sie einen Versorgungsfreibetrag von höchstens 1920 Euro plus einen Zuschlag von 576 Euro.

Zeilen 16 bis 19: Haben Sie 2014 eine Abfindung oder Übergangsgelder erhalten? Dafür winken Steuervergünstigungen. Wurden Lohnsteuer, Kirchensteuer und Soli-Zuschlag abgezogen, tragen Sie das hier ein.

Zeile 20: Nur ausfüllen, wenn vom steuerpflichtigen Arbeitslohn noch keine Steuer abgezogen wurde (z. B. wenn vom ausländischen Arbeitgeber der Lohn noch nicht versteuert wurde).

Zeilen 21 bis 25: Nur interessant, wenn Sie im Ausland gearbeitet haben. Lassen Sie sich am besten von einem Steuerexperten beraten, denn die Sachlage ist sehr kompliziert. Außerdem muss zusätzlich die Anlage N-AUS ausgefüllt werden.

Zeile 26: Sie sind ein engagierter Mensch und arbeiten nebenbei noch für einen Verein oder eine andere Einrichtung, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt? Dann können Sie eine steuerfreie Aufwandsentschädigung in Anspruch nehmen. Bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten bleiben bis zu 2400 Euro steuerfrei.

Den Übungsleiter-Freibetrag gibt es z. B. für künstlerische oder pflegerische Tätigkeiten, für Übungsleiter, Betreuer, Ausbilder, Erzieher und für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Auch Vormünder und rechtliche Betreuer gehören dazu, wenn sie ehrenamtlich arbeiten.

Wer andere gemeinnützige Tätigkeiten ausübt, z. B. als Kassenwart, kann eine Pauschale bis 720 Euro im Jahr geltend machen. Wichtig: Sie können nur eine Pauschale für dieselbe Tätigkeit geltend machen.

Tipp: Haben Sie mehr als die Pauschalen von 2400 Euro/720 Euro an Werbungskosten ausgegeben, müssen Sie dies belegen (Rechnung, Quittung).

Zeilen 27 bis 30: Wenn Sie Lohnersatzleistungen (Leistungen, die es statt Lohn gibt) erhalten haben, notieren Sie das hier. Das sind z. B. Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Mutterschafts-, Krankengeld. Auch die Aufstockungsbeträge zur Altersteilzeit zählen dazu.

Tipp: Legen Sie die Leistungsnachweise der Steuererklärung bei (z. B. vom Arbeitgeber, Arbeitsamt, von der Kranken- oder Familienkasse) und vergleichen Sie die Daten später mit dem Steuerbescheid. Diese Zahlungen sind zwar steuerfrei, können Ihren Steuersatz jedoch indirekt erhöhen (sog. Progressionsvorbehalt). Deshalb kann es zu Nachzahlungen kommen.

Wichtig: Ehe-/Lebenspartner müssen jeweils eine eigene Anlage N abgeben, wenn beide Lohn- oder Lohnersatzleistungen erhalten haben.

Seite 2: die Werbungskosten

Wer 2014 weniger als 1000 Euro für den Beruf ausgegeben hat, kann die Zeilen 31 bis 87 überspringen. Denn alle Ausgaben unter diesem Betrag werden von der Werbungskostenpauschale abgedeckt, die automatisch jedem Arbeitnehmer ohne Nachweis angerechnet wird.

Waren Ihre Kosten für den Job höher als 1000 Euro, lohnt es sich, zu rechnen sowie Belege und Nachweise für die Ausgaben zu sammeln.

Info: Ab 2014 können viele Arbeitnehmer bei Auswärtstätigkeit höhere Fahrt- und Verpflegungskosten geltend machen.

Deshalb heißt es hier besonders aufpassen, denn es gibt dazu viele Änderungen.

Zeilen 31 bis 39: Hier geht es um den kürzesten oder schnellsten Weg zur Arbeit. Egal ob Sie in den Betrieb radeln, joggen, mit dem Auto fahren oder eine Fahrgemeinschaft gebildet haben. Sie erhalten pro Kilometer 30 Cent (einfache Entfernung, also entweder Hin- oder Rückfahrt). Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf 4500 Euro beschränkt (außer für Pkw-Nutzer).

Zeilen 31 und 32: Hier notieren Sie die erste Tätigkeitsstätte, sie ersetzt den bisherigen Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte“ (Ort und Straßenname), die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage und ganz rechts die Urlaubs- und Krankheitstage.

Zeilen 33 und 34: Hier geht es erstmals um den neuen Begriff Sammelstelle (siehe Erklärung im Extra-Kasten).

Zeilen 35 bis 38: Hier notieren Sie die Arbeitstage und die Entfernungskilometer, die je nach benutztem Verkehrsmittel angefallen sind.

Wenn Sie behindert sind, müssen Sie das in der letzten Spalte ankreuzen.

Wer mal mit dem Auto und mal mit dem Bus zur Arbeit fährt, kann entweder die Entfernungspauschale oder die Bustickets absetzen. Der Fiskus erkennt den höheren Betrag an.

Tipp: Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit, die die Versicherung nicht ersetzt hat, können Sie zusätzlich absetzen.

Zeile 39: Hier notieren Sie, wenn der Arbeitgeber oder die Agentur für Arbeit zu den Fahrtkosten Zuschüsse gezahlt hat.

Zeile 40: Hier notieren Sie Beiträge zu Berufsverbänden oder Gewerkschaften. Beim ersten Mal sollten Sie den Beleg mit einreichen, das erspart Rückfragen.

Zeilen 41 bis 56: Hier notieren Sie weitere Ausgaben, die Sie für Ihren Beruf hatten. Z. B. für Weiterbildung, Fachbücher, Reisekosten, häusliches Arbeitszimmer, Arbeitskleidung, Werkzeug oder Laptop.

Tipp: Arbeitsmittel, die mit Umsatzsteuer bis 487,90 Euro gekostet haben, können Sie im Jahr der Anschaffung voll als Werbungskosten absetzen. Haben Aktenschrank oder Laptop mehr gekostet, müssen Sie über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Das sind beim Schreibtisch 13 Jahre, beim PC oder Tablet drei Jahre und beim Handy fünf Jahre.

Anmerkung: Sie dürfen nur Werbungskosten von der Steuer absetzen, die sie auch tatsächlich selbst gezahlt haben (also nicht vom Arbeitgeber ersetzt wurden).

Tipp: Die Rechnungen/Quittungen müssen Sie der Steuererklärung nicht beifügen. Allerdings kann das Finanzamt sie jederzeit verlangen.

Lesen Sie im nächsten Teil:

Noch mehr Werbungskosten. Sparen Sie mit Umzug, Weiterbildung und Kochmütze

Источники: http://www.finanztip.de/steuererklaerung-anlage-n-1/, http://taxfix.de/anleitungen/reisekosten-absetzen/, http://www.bz-berlin.de/ratgeber/steuern-finanzen-recht/steuererklaerung-2014-anlage-n-tipps-zu-arbeitsmitteln-und-fahrtkosten

Steuer arbeitstage

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Werbungskosten: Fahrten zur Arbeit

Für die Wege zur Ihrer Arbeitsstätte können Sie die Entfernungspauschale nutzen. Die Pauschale berücksichtigt 0,30€ pro km der einfachen Entfernung (also nicht für Hin- und Rückweg).

Tätigkeitsstätte

Der Begriff »Arbeitsstätte« wird ab 2014 durch den Begriff »erste Tätigkeitsstätte« ersetzt. Die erste Tätigkeitsstätte entspricht bei den meisten Arbeitnehmern der früheren Arbeitsstätte. Es ist meist das Büro bzw. der Ort, wo man arbeitstäglich hinfährt. Sie wird in der Regel vom Arbeitgeber festgesetzt.

Reisekosten – Fahrtkostenpauschale

Für Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte wird die Fahrtkostenpauschale angesetzt. Für weitere Wege, zum Beispiel zu weiteren Tätigkeitsstätten oder auch für Dienstreisen gilt werden Reisekosten angesetzt. Für jeden, der sich nicht hinsichtlich seiner Tätigkeitsstätte nicht sicher ist, gibt es in smartsteuer einen Tätigkeitsstätten-Assistenten.

Transportmittel

Mit welchem üblichen Transportmittel Sie zur Arbeit kommen, oder ob Sie sogar hinlaufen, ist für die Anwendung der Pauschale egal. Auch wenn Sie mit einer Fahrgemeinschaft zur Arbeit gefahren werden, ist die Pauschale anwendbar. Für Flugkosten kann die Pauschale nicht angewendet werden. Hier werden die tatsächlichen Kosten des Flugtickets erfasst. Für den Weg zum Flughafen kann die Pauschale allerdings angewendet werden.

Maximal wird ein Höchstbetrag von 4.500€ für die pauschale Berechnung der Fahrtkosten anerkannt. Diese Kostendeckelung gibt es nicht für Wege mit den eigenen oder Firmen-PKW oder sonstigem zur Nutzung überlassenen PKW.

Für Wege zur Arbeit, für die ein Arbeitgeber eine steuerfreie Sammelbeförderung gem. § 3 Nr. 32 EStG durchführt, wird kein Werbungskostenabzug für Fahrtkosten gewährt.

Minderungen

Viele Arbeitgeber zahlen Ihren Mitarbeitern steuerfreie Zuschüsse zu den Fahrtkosten oder übernehmen einen Teil der Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr. Diese Zuschüsse werden von den Fahrtkosten abgezogen, da der Steuerpflichtige in der Höhe der Zuschüsse nicht belastet ist. Die Zuschüsse sind auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung aufgeführt und werden von Ihrem Arbeitgeber an das Finanzamt elektronisch gemeldet.

Angenommen, Sie fahren täglich 23 km zur Arbeit hin und zwar an 230 Tagen im Jahr. Die Entfernungspauschale wird dann wie folgt berechnet:

23 km * 230 T * 0,3 € = 1.587 €

Einfache Entfernung * Arbeitstage * 0,30 € = Fahrtkosten nach Fahrtkostenpauschale

Arbeitstage

Für die weit verbreitete 5-Tage Woche werden 230 Arbeitstage im Jahr anerkannt, für eine 6-Tage Woche sind es 280 Tage. Häufig müssen Arbeitstage nachgewiesen werden, wenn diese höher sind als die üblichen Arbeitstage pro Jahr. Die Fahrten zur Arbeit sind nur 1x pro Arbeitstag ansetzbar, selbst wenn die Arbeitsstätte mehrmals angefahren wird (z.B. wenn die Mittagspause zu Hause verbracht wird).

Entfernung

Anerkannt wird die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Eine längere Strecke wird nur vom Finanzamt akzeptiert, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist (z.B. nutzen Sie eine Umgehungsstrasse statt des direkten Weges durch die Innenstadt).

Tatsächliche Kosten

Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen und oft weit fahren und öfters auch auf ein Taxi angewiesen sind, dann kann sich der Vergleich der Pauschale mit den tatsächlichen Kosten lohnen. Ist der Betrag für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel höher, so setzen Sie diesen an. Eine Kostendeckelung für tatsächliche Fahrtkosten gibt es nicht.

Bsp: Sie fahren 5 Tage in der Woche zu Ihrem Arbeitsplatz in 40km (Straßen)Entfernung. Hierfür nutzen Sie die erste Klasse der Bahn und zahlen 250€ pro Monat für die Fahrkarten.

Eine Pauschale würde 230*40*0,3= 2.760€. Tatsächliche Kosten fallen von 250*12= 3.000€ an. In diesem Fall wären die tatsächlichen Kosten für die Tickets höher und damit als Werbungskostenansatz günstiger.

Sie fahren an 5 Tagen in der Woche zu Ihrer Arbeitsstätte, die in 6km kürzester Straßenentfernung liegt. Da die S-Bahn, die Sie nutzen, aber nicht direkt fährt, sondern Sie einmal ins Zentrum der Stadt fahren müssen, um umzusteigen, legen Sie wesentlich mehr km zurück.

Diese sind für die Pauschale nicht erheblich. Fahrtkostenpauschale: 230 * 6 * 0,3€ = 414€. Da Sie mit Ihrer Monatskarte fahren, für die Sie 65€ mtl. bezahlen, ergeben sich tatsächliche Kosten von 65€ * 12 = 780€.

Behinderung

Behinderte Menschen können unter bestimmten Voraussetzungen tatsächliche Aufwendungen für Fahrtkosten geltend machen.

  • Grad der Behinderung von 70% und höher, oder
  • Grad der Behinderung mind. 50% und in der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich eingeschränkt

können auch höhere Fahrtkosten als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Die Voraussetzungen müssen gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden können.

Fahrgemeinschaft

Nutzen Sie eine umweltfreundliche Fahrgemeinschaft, um zur Arbeit zu gelangen, so steht Ihnen auch die Fahrtkostenpauschale für die Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu. Umwege, um einen Mitfahrer abzuholen, dürfen nicht berücksichtigt werden. Für Mitfahrer gilt die Kostendeckelung von 4.500€, für den Fahrer der Fahrgemeinschaft wird diese nicht angewandt.

Im Normalfall wird das Finanzamt nicht prüfen, ob Sie wirklich mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind. Für den Fall, dass das Finanzamt nachfragt, heben Sie bitte Unterlagen auf, auf denen Km-Stand und Datum vermerkt sind (z.B. Werkstattrechnungen). Mit Hilfe dieser können Sie gefahrene km nachweisen.

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Wie viele Arbeitstage kann ich bei der Steuererklärung angeben?

Viele veranschlagen fГјr ihre Fahrten zur Arbeit immer 220 Arbeitstage pro Jahr. Aber Vorsicht: Das Finanzamt schaut genau hin, ob das auch stimmt.

Wozu brauche ich die Anzahl meiner Arbeitstage?

Als Berufstätiger dürfen Sie die Kosten für Ihre Fahrt zur Arbeit von der Steuer absetzen. Für jeden Kilometer einer einzigen Fahrtstrecke bekommen Sie 30 Cent Steuervergünstigung vom Staat. Das klingt erstmal nach wenig Geld, aber tatsächlich kann dadurch eine ziemlich hohe Steuerrückerstattung zustande kommen. Schon wer jeden Tag 16 Kilometer zur Arbeit fährt, kann allein für die Kosten der Fahrten über 1.000 Euro Werbungskosten absetzen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie Ihre Steuererklärung abgeben.

Steuer ABC

Wie viel absetzbare Werbungskosten für den Arbeitsweg bei Ihnen zusammenkommen, ermitteln Sie so: Sie multiplizieren die Anzahl der Arbeitstage mit der Kilometerzahl und mit 30 Cent – das Ergebnis ist Ihre persönliche Pendlerpauschale.

Wie viele Arbeitstage Sie in Ihrer Steuererklärung angeben können, erklärt Ihnen unser Video in Sekundenschnelle:

Wie viel Arbeitstage kann ich angeben?

Das Jahr hat 365 Tage. Davon sind etwa 104 Tage ein Samstag und Sonntag. Hinzu kommen pro Bundesland zwischen neun und 13 Feiertage pro Jahr. AuГџerdem stehen jedem Angestellten mit einer 5-Tage-Woche mindestens 20 Tage Urlaub zu. Die meisten haben mehr, manche sogar bis zu 35 Urlaubstage.

Abgezogen werden müssen außerdem Krankheitstage, Betriebsausflüge, Fehltage für eine Fortbildung oder ein Meeting außer Haus. Je nachdem, wie diese Zahlen bei Ihnen aussehen, fällt auch die Höhe Ihrer Arbeitstage aus.

Wichtig ist, dass Sie genau so viele Arbeitstage angeben, wie Sie auch tatsächlich hatten.

Wie kann ich die exakte Anzahl meiner Arbeitstage berechnen?

Wenn sie sich nicht sicher sind, wie viele Wochenend- und Feiertage es in Ihrem Bundesland gibt und wie viele Arbeitstage Sie in einem Jahr hatten, hilft Ihnen unser Arbeitstage-Rechner 2016 weiter:

Was passiert, wenn ich mehr Arbeitstage angebe als ich hatte?

Die Finanzbeamten schauen genau hin: Haben Sie zum Beispiel viele Fortbildungskosten in Ihrer Steuererklärung eingetragen? Oder etliche Arztrechnungen? Passt das zu der Anzahl Ihrer Arbeitstage, die Sie angegeben haben? Wenn nicht, wird der Finanzbeamte schnell stutzig.

Dann kann er Sie dazu auffordern, dass Sie die Anzahl Ihrer Arbeitstage nachweisen müssen, zum Beispiel durch ein Schreiben vom Arbeitgeber. Im schlimmsten Fall – wenn Sie zum Beispiel in Ihrer Steuererklärung immer wieder zu viele Arbeitstage angegeben haben – droht Ihnen ein Strafverfahren.

Was passiert, wenn ich weniger Arbeitstage angebe als ich hatte?

In diesem Fall haben Sie Pech gehabt: Sie bekommen für Ihre Fahrten zur Arbeit weniger Steuern zurück als Ihnen zustehen. Die Finanzbeamten werden Sie jedenfalls nicht darauf aufmerksam machen und für eine höhere Steuerrückerstattung für Sie sorgen.

Wie viele Arbeitstage für Sie zusammen kommen, welche weiteren Steuervorteile Ihnen zustehen und wie hoch Ihre persönliche Steuerrückerstattung für Sie ausfällt, das ermittelt Ihr persönlicher VLH-Berater für Sie. Interessiert? Hier finden Sie eine VLH-Beratungsstelle Ihrer Nähe: Beratersuche.

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Arbeitstage in der Steuererklärung richtig eintragen

In Anlage N der Steuererklärung müssen in den Zeilen 31 bis 40 die geleisteten Arbeitstage vermerkt werden.

Das Finanzamt benötigt diese beispielsweise dazu, um die in der Steuererklärung eingetragenen Fahrkosten überprüfen zu können.

Die Arbeitstage werden dreistufig vermerkt: Ab Zeile 32 werden zuerst die wöchentlichen Arbeitstage und dann die Urlaubs- sowie Krankheitstage vermerkt.

Ab Zeile 36 werden die Arbeitstage des ganzen Jahres eingetragen. Hier sind die Urlaubs- und Krankheitstage bereits abgezogen.

Muss man die Arbeitstage tatsächlich berechnen?

In der Regel ist es nicht notwendig, die exakte Zahl der Arbeitstage für die Einkommensteuererklärung zu berechnen, denn auch das Finanzamt nutzt Richtwerte.

  • Bei einer Fünf-Tages-Woche werden 230 Tage anerkannt. Bei einer Sechs-Tages-Woche werden 280 anerkannt.

Will man jedoch mehr, als diesen Richtwert an Arbeitstagen in der Steuererklärung geltend machen, dann muss dies begründet werden. Eine mögliche Begründung für mehr Arbeitstage in der Steuererklärung ist beispielsweise der Zwang zur Wochenendarbeit.

Will man also mehr Arbeitstage in der Steuererklärung geltend machen, muss man neben der exakten Anzahl an Arbeitstagen in der Steuererklärung auch das Dokument (z.B. der Arbeitsvertrag), auf dem diese Pflicht zur Wochenendarbeit vermerkt ist, der Steuererklärung in Kopie als Beleg beifügen.

Wie kommen die Richtwerte zustande?

Die Richtwerte für Arbeitstage in der Steuererklärung basieren auf Durchschnittsberechnungen. So gibt es beispielsweise durchschnittlich neun Feiertage in den deutschen Bundesländern. Wer fünf Mal die Woche arbeitet, kommt abzüglich des Wochenendes auf 257 Tage pro Jahr.

Werden noch die Feiertage, der Urlaub sowie die Krankheitstage abgezogen, landet man eigentlich bei 220 Tagen. Zu Gunsten des Arbeitnehmers erkennt das Finanzamt aber auch 230 Arbeitstage in der Steuererklärung ohne Überprüfung an.

Bei einer Sechs-Tages-Woche liegt der Richtwert bei 307 Tagen. Nach allen Abzügen würde man eigentlich bei 260 Tagen landen, doch auch hier räumt das Finanzamt einen gewissen Spielraum nach oben ein, um dem Arbeitnehmer zu helfen.

Dies ist allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass es für das Finanzamt selbst deutlich zu schwierig wäre, alle in der Steuererklärung erklärten Besuche bei der Arbeitsstätte präzise nachzuprüfen.

Unter bestimmten Umständen kann es zu Streichungen kommen

Allerdings kann es in bestimmten Situationen dazu kommen, dass die Finanzämter die Zahl der Arbeitstage in der Steuererklärung reduzieren oder gar zusammenstreichen.

Ein klassisches Beispiel für diese Reduzierung der Arbeitstage sind Lehrer: Hier glauben viele Sachbearbeiter nicht, dass diese täglich die Fahrt zur Schule antreten müssen und rechnen deshalb mit einer Vier-Tages-Woche.

Auch Arbeitnehmer, deren Betrieb im Laufe des Jahres geschlossen worden ist, müssen damit rechnen, dass die Richtwerte bei ihnen kleiner ausfallen.

Wer diesbezüglich gefährdet ist, sollte automatisch entsprechende Nachweise erbringen, die beweisen, dass die angegebene Zahl der Arbeitstage auch tatsächlich geleistet worden ist. Lehrer können beispielsweise ihre Stundenpläne in Kopie der Steuererklärung beilegen.

Wie wird eine halbe Stelle behandelt?

Personen, die nur eine halbe Stelle haben, machen häufig einen Fehler in der Einkommensteuererklärung: Im Anflug von vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Finanzamt halbieren sie einfach die Zahl ihrer Arbeitstage.

Dies ist jedoch nicht notwendig. Denn ausschlaggebend für die Berechnung der Arbeitstage in der Steuererklärung sind einzig die Tage, die man tatsächlich an seinem Arbeitsplatz verbracht hat, nicht die genaue Stundenanzahl. Wer 20 Stunden arbeitet, aber fünf Mal pro Woche seinen Arbeitsplatz aufgesucht hat, darf hierfür eine reguläre Fünf-Tages-Woche in der Steuererklärung vermerken.

Источники: http://www.smartsteuer.de/online/steuertipps/werbungskosten-fahrten-zur-arbeit/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wie-viele-arbeitstage-kann-ich-bei-der-steuererklaerung-angeben.html, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/anlage-n/arbeitstage-richtig-eintragen/

Steuererklärung umzug

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Umzugskostenpauschale für Ausgaben rund um den Umzug in 2016/2017

Sie kennen bestimmt den Spruch: Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt. Doch trotz der teilweise hohen Kosten muss ein Umzug nicht dazu führen, dass Sie danach im umgangssprachlichen Sinne ‚abgebrannt’ sind. Falls Sie für die Karriere umziehen, können Sie alle anfallenden Belastungen von der Steuer absetzen – solange Sie Ihre Ausgaben belegen können. Sogenannte ‚sonstige Ausgaben’ können Sie mit Hilfe der Umzugskostenpauschale ohne Belege steuerlich geltend machen. Hier informieren wir Sie ausführlich.

1. Was ist die Umzugskostenpauschale?

„Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen“, sagte bereits der Dichter Hugo von Hofmannsthal im 19. Jahrhundert. Die Bundesregierung erkennt diesen Umstand mit zahlreichen steuerlichen Vergünstigungen beim Umzug an. Hierzu zählt auch die Umzugskostenpauschale. Die Pauschale umfasst Ausgaben, die mit dem Finden und Einrichten einer neuen Wohnung und dem Verlassen der alten Wohnung zusammenhängen.

Falls Sie Ihre Belege nicht vollständig gesammelt haben, können Sie die Umzugskostenpauschale statt der jeweiligen Einzelleistungen bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Diese Pauschale wird ständig erhöht.

Pauschale seit 01.03.2014

Alleinerziehende mit Kind, Verwitwete und Geschiedene erhalten den Partnerbetrag. Dazu kommt zusätzlich die Pauschale für andere, im gleichen Haushalt lebende Personen, zum Beispiel Kinder.

Wichtig: Falls Sie in den vergangenen 2 Jahren bereits einmal aus beruflichen Gründen umgezogen sind, erhöht sich die Pauschale um 50 Prozent.

2. Welche Leistungen fallen unter die Pauschale?

Im Rahmen der Umzugskostenpauschale können Sie alle Ausgaben steuerlich geltend machen, die mit dem Suchen und Einrichten einer neuen Wohnung zusammenhängen.

  • Anzeigen für die Wohnungssuche in Zeitungen und anderen Medien
  • Schönheitsreparaturen für die alte Wohnung, falls Sie vertraglich dazu verpflichtet sind
  • Ummeldegebühren für Personalausweis, Pkw, Telefon und Internetanschluss
  • Elektrische Arbeiten in der neuen Wohnung
  • Ein- und Aufbau von elektrischen Geräten und Kücheneinrichtungen
  • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer
  • Ändern von Vorhängen und Montieren von Rollos
  • Anbringen von Lampen

Tipp: Sie sind sicher, dass Ihre Ausgaben für die oben genannten Leistungen die Umzugskostenpauschale übersteigen? Sammeln Sie alle Belege und Quittungen, die mit dem Umzug zu tun haben. Sie sind nicht verpflichtet, die Umzugskostenpauschale in Anspruch zu nehmen. Sie können auch einzelne Leistungen beim Finanzamt geltend machen.

3. Was sind die Voraussetzungen für die Umzugskostenpauschale?

Die Umzugskostenpauschale kann in erster Linie von Personen genutzt werden, die aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt umziehen. Sie ziehen am gleichen Ort um? Werfen Sie noch nicht die Flinte ins Korn. Vielleicht trifft eine der folgenden Voraussetzungen für Sie zu:

  • Die neue Wohnung liegt näher an Ihrer Arbeitsstätte. Das Finanzamt erkennt diesen Grund an, wenn sich die Dauer des täglichen Arbeitswegs (Hin- und Rückfahrt) um mindestens eine Stunde verkürzt.
  • Sie können durch den Umzug Ihren Arbeitsplatz leichter erreichen.
  • Sie beginnen ein Studium oder eine Ausbildung.
  • Sie vermeiden durch den Umzug eine doppelte Haushaltsführung.
  • Ihr Unternehmen wünscht den Umzug, zum Beispiel, weil dadurch eine Dienstwohnung frei wird.

Umzug aus medizinischen Gründen

Eine weitere Voraussetzung für die Umzugskostenpauschale sind hohe Belastungen durch Krankheit oder Behinderung. In diesem Fall gelten die normalen Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung. Als Nachweis für die medizinische Notwendigkeit benötigen Sie ein Attest vom Amtsarzt.

Vorsicht vor Giftstoffen in der Wohnung

Wenn Sie unter Giftstoffen in Ihrer Wohnung leiden, erfüllen Sie die Voraussetzung für die Umzugskostenpauschale. Schimmel in Ihrer Wohnung hat zu einer Allergie geführt? In Ihrem Haus wurde Asbest entdeckt? Sie leiden an Osteoporose und können die Treppen zu Ihrer Wohnung nicht mehr bewältigen? Das sind Gründe für den Wohnungswechsel aus medizinischen Gründen.

4. Gilt die Umzugskostenpauschale auch bei Auslandsumzügen?

Auslandsumzüge werden in Umzüge innerhalb, beziehungsweise außerhalb der Europäischen Union aufgeteilt. Die Beträge errechnen sich auf Grundlage des Grundeinkommens nach Besoldungsstufe A13, Stufe 8. Folgende Beträge können geltend gemacht werden:

Umzugskostenpauschale für Auslandsumzüge 2017

Die Umzugskostenpauschale bei einem Umzug ins Ausland wird für mitumziehende Personen (Sprich: Ehegatte, Lebenspartner, Kinder, etc..) weiter erhöht. Genauere Informationen zu den Erhöhungen finden Sie hier.

Bei Rückumzügen – also bei einem Umzug aus dem Ausland ins Inland – können 80 % der oben genannten Beträge als Pauschale geltend gemacht werden.

5. Welche Nachweise benötigen Sie?

Die Anwendung der Pauschale erlaubt es Ihnen, auf Belege zu verzichten. Wenn Sie sich vom Papierkrieg überfordert fühlen, eignet sich das Nutzen der Umzugskostenpauschale für die unter Punkt 2 genannten Leistungen. Sie sind ein Perfektionist und führen genau Buch? Wenn Sie Ihre Ausgaben genau dokumentieren können und Sie die Beträge der Pauschale übersteigen, machen Sie bei Ihrer Einkommensteuererklärung besser Einzelbeträge geltend.

6. Wie nutzen Sie die Umzugskostenpauschale bei der Steuererklärung?

Seite 2 der Anlage N, Zeile 45 bis 48: Das ist die magische Formel, um Ihre Umzugskosten von der Steuer bei der Steuererklärung abzusetzen. Sie sind mit dem Ausfüllen des Formulars hoffnungslos überfordert? Kein Problem. Im Elsterforum, der offiziellen Webseite der deutschen Finanzämter für das Ausfüllen der Steuererklärungen online, können Sie jederzeit Hilfe finden. Sie müssen sich nicht registrieren, um die Beiträge im Forum zu lesen. Das Forum verfügt zudem über eine Suchfunktion, mit der Sie nach Erklärungen suchen können.

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Sie bekommen nervöse Zustände beim Anblick von Formularen? Sammeln Sie alle Belege und Quittungen und suchen Sie sich einen Steuerberater. Er nimmt Ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung ab und weiß mit Sicherheit über alle absetzbaren Kosten Bescheid. Nach dem Kraftakt Umzug entspannt ein Steuerberater die Nerven.

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    Umzugskosten

    So setzen Sie Ihre Kosten für den beruflichen Umzug ab

    • Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das sollten Sie wissen

    • Wechseln Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort, können Sie die Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten geltend machen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie durch einen neuen Arbeitsweg insgesamt mindestens eine Stunde Fahrzeit einsparen.
    • Kosten für einen Umzug aus privaten Gründen können Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Pro Jahr sind es 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal jedoch 4.000 Euro.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Ob neuer Job, Familiennachwuchs oder der Wunsch nach Veränderung: Es gibt viele Gründe für einen Wohnortwechsel – und meistens geht der Umzug ins Geld. Gut, dass das Finanzamt Teile der Kosten übernimmt. Sie können die Ausgaben als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung ansetzen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bundesumzugskostengesetz.

    Diese Voraussetzungen muss der Umzug erfüllen

    Wenn Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln, können Sie die anfallenden Kosten in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Das gilt in folgenden Fällen:

    Verkürzter Arbeitsweg – Nach dem Umzug benötigen Sie für die Wege zur Arbeit und zurück jeweils mindestens eine halbe Stunde weniger. Es kommt nicht auf die Länge des Weges an, sondern auf die Zeitersparnis.

    Kürzerer Arbeitsweg

    Für den Nachweis einer Zeitersparnis beim Pendeln zum Job ist es nicht nötig, den Wohnort zu wechseln – auch innerhalb einer Stadt oder Gemeinde gilt der verkürzte Arbeitsweg. Dies betrifft vor allem Umzüge innerhalb von Großstädten wie beispielsweise Hamburg oder Berlin. Als Fahrzeit geben Sie einen durchschnittlichen Wert an, den zum Beispiel ein Routenplaner im Internet ermittelt.

    Ehepartner, die beide berufstätig sind, betrachten jeweils einzeln ihre Arbeitswege. Gibt es einen gemeinsamen Arbeitsweg, ist es nicht möglich, die jeweils eingesparte Zeit zusammenzurechnen, um so auf einen Wert von insgesamt einer Stunde zu kommen.

    Wechsel des Arbeitsplatzes – Beruflich veranlasst ist Ihr Umzug auch dann, wenn Sie Ihre erste Stelle in einer anderen Stadt antreten oder für Ihren Job den Wohnort wechseln, weil beispielsweise die Firma umzieht.

    Verbesserung der Arbeitsbedingungen – In Einzelfällen erkennt das Finanzamt verbesserte Arbeitsbedingungen alsberufsbedingten Grund für einen Umzug an. So gab der Bundesfinanzhof beispielsweise einem Krankenhausarzt recht, der aus freien Stücken in die Nähe des Krankenhauses zog, um stationär aufgenommene Patienten leichter betreuen zu können (Az. IV R 42/86).

    Rückkehr aus dem Ausland – Wenn Sie im Ausland gelebt haben und für eine neue Stelle zurück nach Deutschland ziehen, können Sie die anfallenden Umzugskosten ebenfalls steuerlich geltend machen (FG Niedersachsen, Az. 4 K 6/12).

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    Diese Kosten können Sie absetzen

    Die meisten Posten Ihrer Umzugsrechnung müssen Sie belegen. Weitere Kosten werden von einer Pauschale erfasst, die Sie von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen dürfen. Grundsätzlich können Sie geltend machen:

    Kein Abzug für Möbel

    Die Einrichtung Ihres neuen Heims gilt als Privatsache. Sie können daher nicht bei den Umzugskosten steuerlich abgesetzt werden. Sind Renovierungsmaßnahmen erforderlich, können Sie unter Umständen 20 Prozent der Lohnaufwendungen und der Fahrtkosten als Handwerkerkosten in Form einer Steuererstattung zurückholen.

    • 30 Cent pro Kilometer für Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen,
    • Maklergebühren für Mietimmobilien, aber nicht für Eigentum – diese Kosten zählen wie beispielsweise die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungskosten und müssen über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden,
    • doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate, falls Sie Ihre alte Wohnung nicht sofort kündigen können oder wollen,
    • maximal drei Monatsmieten für die neue Wohnung, die noch nicht genutzt werden kann,
    • Kosten für den Transport des Hausrats,
    • Kosten für einen Kochherd bis zu 230 Euro sowie für Öfen bis zu 164 Euro und
    • Reparaturen von Transportschäden.

    Belege von privaten Helfern

    Umzugskostenpauschale

    Für sonstige Umzugskosten können Sie zusätzlich einen Pauschalbetrag ansetzen, ohne Einzelnachweise erbringen zu müssen. Die Umzugskostenpauschalen erhöht das Bundesfinanzministerium in der Regel jährlich (zuletzt per BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016, Az. IV C 5 – S 2353/16/10005). Zu den sonstigen Umzugskosten zählen:

    • Renovierung der alten Wohnung,
    • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer,
    • Ändern von Vorhängen,
    • fachgerechtes Anbringen von Lampen,
    • Einbau von Küche und anderen elektrischen Geräten,
    • Umschreiben des Personalausweises,
    • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung,
    • Ummelden des Pkw und die
    • Änderung des Telefonanschlusses.

    Verpflegungspauschale

    Im Rahmen der doppelten Haushaltsführung können Sie für Ihren Umzug auch die Pauschale für Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen. Das sind 24 Euro pro Tag, die Sie für maximal drei Monate abrechnen können.

    Falls Sie höhere Aufwendungen als die Pauschale für sonstige Umzugsauslagen hatten, können Sie auf die Pauschale verzichten und stattdessen Ihre höheren Kosten mit entsprechenden Quittungen belegen. Einen Einzelnachweis verlangt das Finanzamt üblicherweise bei

    • einem Umzug, durch den eine doppelte Haushaltsführung anfängt, endet oder gewechselt wird oder
    • wenn ein Arbeitnehmer seine doppelte Haushaltsführung beendet, indem er ins Ausland zieht, wo er zuvor schon einmal gelebt hat.

    Für den Umzug können Sie allerdings nur die Kosten angeben, die Sie tatsächlich tragen. Bezahlt Ihr Arbeitgeber zum Beispiel das Umzugsunternehmen, können Sie diese Ausgaben nicht absetzen.

    Tipp: Wechseln Sie wegen eines neuen Jobs Ihren Wohnort, sollten Sie bei den Vertragsverhandlungen bei Ihrem Arbeitgeber nachfragen, ob er die Umzugskosten übernimmt; denn er kann die gesamten steuerlich absetzbaren Kosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Für die Firma sind das Betriebsausgaben. Wenn Sie keine Aufwendungen zu tragen haben, entstehen für Sie natürlich keine Werbungskosten.

    Umzugskostenpauschalen

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Kosten für Nachhilfeunterricht

    Oftmals müssen Kinder, die in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland umziehen, Unterrichtsstoff nachholen. An den Kosten für die Nachhilfe beteiligt sich das Finanzamt, wenn die Behörde den Umzug als berufsbedingt anerkennt.

    Als Nachweis gelten beispielsweise der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers. Wenn Sie die Rechnungen für den Unterricht einreichen, können Sie die Kosten bis zu den folgenden Höchstbeträgen geltend machen:

    Höchstbeträge für Nachhilfekosten

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Erstattungsfähig ist die Hälfte des in der Tabelle genannten Höchstbetrags der umzugsbedingten zusätzlichen Unterrichtskosten für ein Kind. Falls die Unterrichtskosten diesen erstattungsfähigen Betrag übersteigen, sind bis zu 75 Prozent des Höchstbetrags steuerlich absetzbar.

    Umzug aus privaten Gründen

    Selbst wenn Sie aus rein privaten Gründen umziehen, können Sie die Kosten dafür zum Teil steuerlich geltend machen. Im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie pro Jahr 20 Prozent der Ausgaben, maximal jedoch 4.000 Euro absetzen.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen

    Die Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 71 ein. Listen Sie die einzelnen Posten auf einem Extrablatt auf und fügen Sie Rechnungen und Kontoauszüge für die Überweisungen als Belege bei.

    Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung

    Ziehen Sie aus gesundheitlichen Gründen um, zum Beispiel nach einem Unfall oder wegen einer Behinderung, erkennt das Finanzamt die Kosten als außergewöhnliche Belastungen an, soweit sie einen zumutbaren Eigenanteil übersteigen. In diesem Fall brauchen Sie als Nachweis für das Finanzamt unbedingt ein ärztliches Attest.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Ausgaben für außergewöhnliche Belastungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 67 und 68 ein. Die einzelnen Posten listen Sie auf einem Extrablatt auf und heften es an.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

    Umzug aus beruflichen GrГјnden: Kosten absetzen

    Sie mГјssen aus Job-GrГјnden umziehen? Setzen Sie die Kosten fГјr zum Beispiel Umzugswagen oder den Pack-Service von der Steuer ab.

    Das Vorstellungsgespräch war ein Erfolg. Sie haben einen neuen Job, allerdings in einer 300 Kilometer entfernten Stadt. Die Kosten für die Fahrten zu einer Wohnungsbesichtigung, den Makler, den Transport von Kisten und Möbeln und vieles mehr können Sie von der Steuer absetzen – wenn Ihr neuer Arbeitgeber diese Ausgaben nicht für Sie übernimmt. Das gilt auch, wenn Sie aus anderen beruflichen Gründen umziehen.

    Berufliche GrГјnde fГјr einen Umzug

    Die Kosten für einen Umzug können Sie auch dann absetzen, wenn Ihr Chef Sie an einen neuen Arbeitsort versetzt. Oder Sie aus betrieblichen Gründen in eine Dienstwohnung ziehen müssen, zum Beispiel weil Sie als Hausmeister arbeiten. Sie sind Berufspendler? Wenn Sie durch Ihren Umzug mindestens eine Stunde Fahrt zur Arbeit sparen, können Sie die Umzugskosten ebenfalls in der Steuererklärung eintragen.

    Sie wollen in Sekundenschnelle wissen, wie Sie Ihren Umzug aus beruflichen Gründen absetzen können? Dann schauen Sie sich unser Video an. Für detailliertere Informationen lesen Sie einfach weiter.

    Kosten zählen zu den Werbungskosten

    Ausgaben rund um den Job, also auch für den job-bedingten Umzug, gehören im Steuerrecht zu den sogenannten Werbungskosten. Es gibt zwei Gruppen: Zum einen die allgemeinen Umzugskosten und zum anderen die sonstigen.

    Zu den allgemeinen Umzugskosten gehören:

    • Fahrten zur Suche und Besichtigung der neuen Wohnung,
    • die erste Fahrt zur neuen Wohnung,
    • Fullservice einer Umzugsfirma wie Pack-, Trage- oder Transportservice,
    • den Makler, der die alte Wohnung weitervermittelt hat,
    • die Miete fГјr die bisherige Wohnung, die Sie zusГ¤tzlich zur neuen Wohnung zahlen (fГјr bis zu sechs Monate).

    Zu den sonstigen Umzugskosten zählt unter anderem:

    • Zeitungsannoncen,В
    • Telefonanschluss,
    • GebГјhr fГјr neue Kfz-Kennzeichen,
    • GebГјhr fГјr das Ummelden bei der Gemeinde und das Г„ndern des Personalausweises,
    • Trinkgelder fГјr das Umzugspersonal.

    Benötigen Ihre Kinder am neuen Wohnort Nachhilfe-Unterricht aufgrund des Umzugs, können Sie auch diese Kosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

    Allgemeine Kosten: Tatsächliche Kosten absetzen

    Die allgemeinen Kosten, also Fahrtkosten, Kosten für Makler, Spedition und Doppelmiete, können Sie in voller Höhe angeben. Sammeln Sie alle Quittungen und Rechnungen, addieren Sie die Ausgaben und tragen Sie die Summe in Ihrer Steuererklärung ein. Zusätzlich dazu können Sie noch die sonstigen Kosten absetzen – entweder mit der Umzugskostenpauschale oder den tatsächlichen Kosten.

    Sonstige Kosten: Umzugskostenpauschale nutzen

    Für die sonstigen Umzugskosten müssen Sie keine Quittungen oder Rechnungen sammeln. Sie können die Umzugskostenpauschale nutzen. Seit Februar 2017 liegt die Pauschale bei 764 Euro für Ledige und bei 1.528 Euro für Verheiratete. Für jede weitere Person, die im Haushalt lebt, gibt es zusätzlich 337 Euro.

    Das Bundesfinanzministerium erhöht regelmäßig die Umzugskostenpauschale. Wichtig: Es kommt exakt auf den Tag an, an dem Sie Ihren Umzug beenden. Lassen Sie zum Beispiel Ihre Möbel am 31. Januar 2017 ein- und am 1. Februar ausladen, haben Sie Anspruch auf den höheren Pauschalbetrag.

    Verwitwete, Geschiedene und Alleinerziehende nutzen Partner-Pauschale

    Die Umzugskostenpauschale für Verheiratete dürfen nicht nur Verheiratete nutzen. Auch sogenannte gleichgestellte Personen haben einen Anspruch darauf. Dazu gehören Sie zum Beispiel, wenn Sie verheiratet waren – also jetzt geschieden oder verwitwet sind. Auch Alleinerziehende mit Kind im eigenen Haushalt dürfen die Umzugskostenpauschale für Verheiratete nutzen. Das erste Kind wird steuerlich wie ein Ehegatte behandelt.

    Sonstige Kosten: Wann es besser ist, die Kosten einzeln nachzuweisen

    Ihre sonstigen Kosten sind höher als die Pauschale? Sammeln Sie alle Quittungen, Kassenbons und Rechnungen, die direkt etwas mit Ihrem Umzug zu tun haben. Rechnen Sie alles zusammen und tragen Sie den Gesamtbetrag in Ihrer Steuererklärung ein. Sie sind sich unsicher, was Sie alles von der Steuer absetzen können? Die VLH-Berater sind Experten in Sachen Umzug. Finden Sie hier einen Berater in Ihrer Nähe: Beratersuche.

    Umzugskosten fГјr Zweitwohnung absetzen

    Wenn Sie aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung am Arbeitsort mieten, können Sie die Kosten des Umzugs ebenfalls absetzen – und noch vieles mehr wie zum Beispiel die Kosten für notwendige Einrichtungsgegenstände. Unser Artikel Doppelte Haushaltsführung: Diese Kosten können Sie absetzen zeigt Ihnen detailliert, welche Steuervorteile Ihnen als Besitzer einer Zweitwohnung zustehen.

    Umzug aus privaten Gründen – Steuerabzug nur eingeschränkt möglich

    Wer der Liebe wegen oder aus einem anderen privaten Grund umzieht, kann nur wenige Kosten des Umzugs steuerlich geltend machen. Nämlich die Kosten einer Umzugsspedition – abzüglich etwaiger Erstattungen. Die Kosten für ein angemietetes Umzugsauto, das Sie selbst fahren, können Sie dagegen nicht geltend machen.

    Warum? Nun, einen privaten Umzug können Sie nur unter den haushaltsnahen Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen verbuchen. Engagieren Sie eine Spedition, die Ihre Möbel von A nach B bringt, ist das eine haushaltsnahe Dienstleistung. Bauen die Spediteure Ihre Möbel auch noch auf, zählen Ihre Kosten zu den Handwerkerleistungen. Das Finanzamt entscheidet bei einem privaten Umzug mit Spedition also durchaus im Einzelfall, wo die Kosten geltend gemacht werden können. Ziehen Sie privat und ohne fremde Hilfe um, gehen Sie steuerlich gesehen leider leer aus.

    Falls Sie in Ihrer alten Wohnung unmittelbar nach dem Umzug Schönheitsreparaturen zum Beispiel durch einen Maler machen lassen, gilt diese Leistung noch als in Ihrem Haushalt erbracht – Sie können die Kosten also absetzen. Anders sieht die Sache aus, wenn Sie vor dem Einzug ins neue Heim dort zum Beispiel den Garten verschönern lassen. Die Ausgaben für den neuen Haushalt können Sie erst in Ihrer Steuererklärung eintragen, wenn Sie den neuen Haushalt "begründet" haben – also erst nach dem Einzug.

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    Источники: http://www.movinga.de/hub/beratung/umzugskostenpauschale/, http://www.finanztip.de/umzugskosten/, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/umzug-aus-beruflichen-gruenden-kosten-absetzen.html

  • Wie hoch ist der freibetrag

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    Steuerfreibetrag

    Die wichtigsten Fakten

    • Steuerfreibetrag ist ein Sammelbegriff für alle geltenden Freibeträge.
    • Es gibt z.B. den Grundfreibetrag oder den Kinderfreibetrag.
    • Dank des Grundfreibetrags werden pro Person nur Einkommen über 8.820 Euro versteuert.
    • Neben Erwerbstätigen profitieren vor allem auch Studenten vom Grundfreibetrag.
    • Einige Steuerfreibeträge müssen über den Antrag zur Lohnsteuer-Ermäßigung beantragt werden.

    Steuerfreibetrag – Welche Freibeträge gibt es?

    Je nach Steuerart und Lebenssituation können viele unterschiedliche Freibeträge geltend gemacht werden. Es gibt allerdings drei Freibeträge, die am häufigsten genutzt werden: der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und der Erbschaftssteuerfreibetrag.

    Der Grundfreibetrag beträgt 8.820 Euro pro Person und Steuerjahr.

    Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag in Höhe von 17.640 Euro.

    Das bedeutet: Wer genau oder weniger als 8.820 Euro jährlich verdient, bleibt steuerfrei. Alles ab 8.820 Euro muss versteuert werden.

    • Der Grundfreibetrag gilt automatisch für jeden Steuerpflichtigen und muss nicht extra beantragt werden.

    Für den Kinderfreibetrag gilt, dass er alternativ zum Kindergeld genutzt werden kann. Es ist nicht möglich, Kindergeld zu beziehen und gleichzeitig den Kinderfreibetrag zu nutzen.

    • In der Steuerklasse 4 teilt sich dieser Betrag auf beide Ehepartner auf. Jeder hat also einen Anspruch auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro.

    Der Erbschaftssteuerfreibetrag ist abhängig vom Verwandschaftsgrad des Erben und kann bis zu 500.000 Euro im Jahr betragen.

    Weitere Steuerfreibeträge in der Übersicht

    Wer kann welchen Steuerfreibetrag nutzen?

    Das deutsche Steuerrecht kennt viele unterschiedliche Steuerfreibeträge und unterscheidet dabei auch zwischen den Steuerarten:

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Einkommensteuer

    Ehepaare: 1.602 Euro

    Ab dem zweiten Kind: 2.148 Euro (Erhöhung pro Kind jeweils um 240 Euro)

    Weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen:

    • Volljährigkeit des Kindes
    • Kind wohnt nicht im Haushalt
    • für das Kind besteht ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Erbschaftssteuer

    Bei der Erbschaftssteuerwird zwischen sachlichen und persönlichen Freibeträgen unterschieden. Die drei Steuerklassen für die Erbschaftssteuer sind nicht mit den normalen Steuerklassen 1-3 zu verwechseln.

    Die Steuerklassen für die Erbschaftssteuer

    Kinder, Enkelkinder (wenn deren Eltern verstorben sind), Stiefkinder, Adoptivkinder

    Sachliche Freibeträge
    Persönliche Freibeträge

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Gewerbesteuer

    Der Freibetrag kann nicht von Kapitalgesellschaften genutzt werden, denn bei diesen wird der Gesellschafterlohn als Betriebsausgabe berücksichtigt.

    Die wichtigsten Fragen zum Steuerfreibetrag

    Wie kann ich einen Steuerfreibetrag in der Steuererklärung eintragen?

    Einen Steuerfreibetrag muss man zunächst beantragen. Dafür reicht man beim zuständigen Finanzamt einen ausführlichen oder einen vereinfachten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.

    Der vereinfachte Antrag kann genutzt werden, wenn sich der Freibetrag gegenüber dem Vorjahr nicht geändert hat, er geringer ausfällt oder wenn sich nur der Kinderfreibetrag ändert.

    Danach kann man den Betrag in die entsprechende Anlage im Formular eintragen.

    • Wer bei seiner Steuererklärung Hilfe braucht oder noch Fragen hat, muss nicht unbedingt zu einem Steuerberater gehen oder lange im Internet nach Informationen suchen. Viele Finanzämter haben Beratungsstellen, in denen ein Mitarbeiter schnell und unkompliziert Fragen beantwortet und Tipps gibt.

    Wie wird der Grundfreibetrag steuerlich berücksichtigt?

    Der Freibetrag ist immer mit der Einkommensteuer verbunden: Hier wird er so behandelt, als hätte es die Einkünfte der entsprechenden Höhe gar nicht gegeben: Verdient eine Person weniger oder exakt die Summe des Freibetrags (8.820 Euro), entsteht für sie also keine Abgabepflicht.

    • Für Freiberufler: Der Freibetrag hat mit der Umsatzsteuer nichts zu tun! Den eigenen Umsatz darf man nicht mit dem Freibetrag verrechnen und auf diese Weise als geringer ausgeben.

    Welchen Zweck hat der Grundfreibetrag?

    Dieser Steuerfreibetrag dient zwei Zielen:

    • der Existenzsicherung
    • als Anreiz, um arbeiten zu gehen

    Überschreitet das Einkommen den Freibetrag, müssen im Gegensatz zur Freigrenze nicht alle Einnahmen versteuert werden, sondern nur die Einnahmen, die den Freibetrag übersteigen.

    Der Freibetrag beträgt 8.820 Euro, was einem monatlichen Betrag von 735 Euro entspricht.

    Diesen Betrag braucht man nach Schätzungen, um zu überleben. Gäbe es den Freibetrag nicht, wäre die Versuchung zu groß, sich auf die sozialen Sicherungssysteme zu verlassen, statt einer Arbeit nachzugehen.

    Für Eltern reicht diese Summe nicht aus: Wer Kinder hat, darf deshalb einen zusätzlichen Freibetrag in Anspruch nehmen. Als Alternative können sich die Eltern aber auch für das Kindergeld entscheiden.

    • Freibetrag und Kindergeld können nicht gleichzeitig genutzt werden! Eltern können nur entweder das eine oder das andere beantragen.

    Steuerfreibetrag – Vorteile und Nachteile

    • verschafft finanziellen Spielraum
    • erleichtert die Aufnahme von Nebentätigkeiten
    • schafft Arbeitsanreize
    • hilft in schwierigen Situationen: z.B. wenn man alleinerziehend ist
    • die Berechnung der Steuerschuld wird schwieriger
    • die unterschiedlichen Freibeträge verlangen Recherchearbeit
    • die Steuererklärungen werden fehleranfällig, weil sich viele Menschen fälschlich auf einen Freibetrag berufen
    • die Freibeträge verkomplizieren das Steuersystem und sorgen für mehr Bürokratie

    Häufig gestellte Fragen zum Steuerfreibetrag

    Warum gibt es Steuerfreibeträge?

    Steuerfreibeträge haben in erster Linie den Sinn, Steuerzahler zu entlasten. Für ihr Vorhandensein gibt es verschiedene Gründe. Die wohl wichtigsten sind:

    • Manche Steuerfreibeträge sollen die Besteuerung vereinfachen.
    • Andere sollen einen finanziellen Ausgleich für diejenigen Steuerzahler schaffen, die sich gemeinnützig engagieren.
    • Steuerfreibeträge können auch dazu dienen, Steuerzahler mit geringem Einkommen zu entlasten.

    Was ist der Gewerbesteuerfreibetrag?

    Die Steuergerechtigkeit verlangt, dass nicht nur normale Einkommensbezieher, sondern auch Gewerbe einen Freibetrag erhalten. Oft genug sind die Einnahmen einer solchen Firma in Wahrheit die Einkünfte des Besitzers.

    Der Gewerbesteuerfreibetrag berücksichtigt, dass einige Einzelunternehmer und Personengesellschaften den Lohn nicht vom Gewinn abziehen dürfen.

    • Der Gewerbesteuerfreibetrag hat eine Höhe von 24.500 Euro.

    Wie hat sich der Steuerfreibetrag historisch entwickelt?

    Die Geschichte der Einkommensteuer begann nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland aufgrund der Währungsreform neu. Von Anfang an war dabei für die Einkommensteuer auch ein Grundfreibetrag vorgesehen, der allerdings sehr tief lag.

    Der Freibetrag wurde erst 1996 mit dem Existenzminimum verknüpft. Seitdem stieg er stetig an: Im Jahr 2007 lag er beispielsweise noch bei 7664 Euro. Für das Jahr 2014 hat er eine Höhe von 8354 Euro. Innerhalb von sieben Jahren hat er also um rund 700 Euro zugelegt.

    Steuerfreibetrag für Rentner

    • Seit 2005 wird die Rente in Deutschland versteuert.
    • Auch Ruheständler haben Anspruch auf den Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro pro Person.
    • Die Altersbezüge müssen nicht vollständig versteuert werden, 2017 unterliegen 74% der Steuerpflicht.
    • Zu viel gezahlte Abgaben können bis zu vier Jahre zurückgefordert werden.
    • Zusätzliche Einnahmen, z.B. aus Kapitaleinkünften, vermindern den Grundfreibetrag.

    Steuerfreibetrag für Rentner: Höhe und zusätzliche Einkünfte

    Auch Rentner haben Anspruch auf den Grundfreibetrag. 2017 liegt der Freibetrag mit 8.820 Euro deutlich höher als noch 2016 mit 8.652 Euro pro Person.

    Die Besonderheit ist, dass die Altersbezüge allerdings nicht vollständig für die Besteuerung herangezogen werden müssen. Wer 2017 in Rente geht, für den werden 74% der Rente veranschlagt.

    Für das Jahr 2014 waren 68% der Rente steuerpflichtig. 2015 mussten Rentner 70% ihrer Altersbezüge versteuern. Im Jahr 2016 sind es schon 72% der Rente, die steuerlich veranschlagt werden.

    Wie man erkennen kann, steigt der Teil der Altersbezüge, die der Steuerpflicht unterliegen, sukzessive an. Dieser Prozess wird sich noch bis zum Jahr 2040 fortsetzen: Dann wird die Rente zu 100 Prozent versteuert. In diesem Moment kann nur noch der Grundfreibetrag als Steuerfreibetrag genutzt werden.

    • Viele Rentner machen Fehler beim anteiligen Versteuern ihrer Altersbezüge. Anfangs führten viele von ihnen zu wenig Abgaben ab und mussten hohe Nachzahlungen leisten. Inzwischen zahlen viele Ruheständler allerdings zu hohe Steuern, weil sie ihre Altersbezüge schon jetzt zu 100 Prozent versteuern.

    Die Ruheständler sollten ihre Einkommensteuererklärung deshalb genau kontrollieren. Bis zu vier Jahren können zu viel gezahlte Abgaben zurückgefordert werden. Allerdings kann der Fiskus über diesen Zeitraum auch Nachzahlungen verlangen.

    Viele Ruheständler verbuchen auch noch zusätzliche Einnahmen, weil sie beispielsweise Wohnräume vermieten, Kapitaleinkünfte haben oder noch arbeiten gehen.

    Mit Ausnahme der Einnahmen aus Minijobs oder der Einkünfte, die direkt der Abgeltungssteuer unterliegen, vermindern diese Gelder den Grundfreibetrag direkt.

    Bevor die Altersbezüge überhaupt herangezogen werden können, werden erst einmal die zusätzlichen Einkünfte vom Steuerfreibetrag abgezogen. Anschließend wird dieser um den zu versteuernden Teil der Altersbezüge reduziert.

    • Zusätzliche Einkünfte führen also dazu, dass entweder die Wahrscheinlichkeit steigt, überhaupt Steuern zahlen zu müssen, oder sich die Höhe der zu entrichtenden Abgaben steigert.

    Es ist deshalb ratsam, den Taschenrechner zu zücken und genau nachzurechnen, ob sich die zusätzlichen Einkünfte auf Sicht rentieren.

    Es darf nämlich vergessen werden, dass jedes Jahr ein größerer Anteil der Rente versteuert werden muss. Zusätzliche Einkünfte werden damit auch in jedem Jahr teurer.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie wird der Steuerfreibetrag für Rentner berechnet?

    Grundsätzlich unterliegt auch ein Rentner in Deutschland der Einkommenssteuerpflicht. Ob eine Steuererklärung abzugeben ist, richtet sich nach der Rentenhöhe. Wie viel Rente versteuert werden muss, wird durch den Renteneintritt beeinflusst.

    Der Rentenfreibetrag wird über die Jahre bis 2040 abgeschmolzen. Geht ein Beschäftigter 2016 in Rente, müssen bereits 72% der Rente versteuert werden – und zwar ein Leben lang. 2017 liegt die Steuerpflicht bei bereits 74%.

    Wo und wie kann der Steuerfreibetrag für Rentner beantragt werden?

    Wer eine Altersrente bezieht, bezahlt keine Lohnsteuer. Insofern ist an dieser Stelle auch keine Beantragung von Freibeträgen erforderlich. Ausnahme: Der Rentner geht weiterhin einer Beschäftigung nach.

    Abseits dieser Situation unterliegen auch Rentner dem geltenden Grundfreibetrag, der nicht beantragt werden muss. Der sogenannte Rentenfreibetrag – also der steuerfreie Anteil der Rentenbezüge – richtet sich nach dem Renteneintrittsalter. Dieser wird zum Renteneintritt festgelegt und bleibt lebenslang erhalten.

    Warum gibt es den Steuerfreibetrag für Renter und welche Vorteile bringt er?

    In Deutschland wurde 2005 die Besteuerung von Altersrenten reformiert (nachgelagerte Besteuerung). Ab 2040 unterliegen diese zu 100 Prozent der Einkommenssteuerbemessung. Im Rahmen einer Übergangsfrist schuf der Gesetzgeber die Möglichkeit einer stückweisen Anhebung des steuerrelevanten Rententeils.

    Die Folge: Jedes Jahr wird dieser um zwei Prozentpunkte angehoben. Auf der anderen Seite entsteht so der Steuerfreibetrag für Rentner. Entsprechend dem Jahr des Renteneintritts wird der steuerfreie Teil der Rente lebenslang festgeschrieben.

    • 2015 waren 30 Prozent der Rente steuerfrei. Erst wenn der steuerpflichtige Anteil den Grundfreibetrag übersteigt, ist eine Steuerzahlung fällig.

    Konkret bedeutet dies für 2015, das für Renten bis etwa 12.100 Euro (ohne Berücksichtigung von Freibeträgen und steuermindernden Faktoren) keine Einkommenssteuer zu zahlen ist.

    Was und wie hoch ist der Grundfreibetrag?

    Durch den steuerlichen Grundfreibetrag bleibt das Existenzminimum der Bundesbürger steuerfrei. Das gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Auszubildende und Rentner. Er liegt für das Jahr 2017 bei 8.820 Euro für Ledige und 17.640 Euro für zusammenveranlagte Verheiratete. 2016 waren es noch 8.652 Euro für Ledige und 17.304 Euro für zusammenveranlagte Verheiratete. Nur wenn das Einkommen nach verschiedenen Abzügen über dieser Grenze liegt, fallen Steuern an.

    Wichtiger Hinweis für Rentner und ihre Steuererklärung 2017 für das Steuerjahr 2016: Der Grundfreibetrag 2016 stieg geringer als die Rentenerhöhung ab 1. Juli 2016. Dadurch überschritten im Jahr 2016 rund 70.000 Rentner den Grundfreibetrag und wurden steuerpflichtig, müssen 2017 also eine Steuererklärung abgeben.

    Steuer-Tipp: Erfahren Sie rechtzeitig von solchen Steuererhöhungen und wie Sie gegensteuern, melden Sie sich dazu für unseren kostenlosen Steuer-Newsletter an – wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

    Der Grundfreibetrag ist bereits in die Steuertabellen eingearbeitet. Steuerzahler müssen nichts mehr tun, um ihn zu bekommen.

    * Grundfreibetrag 2015 ist rückwirkend gestiegen

    Die Bundesregierung hat am Mittwoch, 25. März 2015, beschlossen, den Grundfreibetrag 2015 sowie weitere Freibeträge nachträglich zu erhöhen. Der Bundestag hat die Gesetzesänderung im Juni 2015 beschlossen und der Bundesrat im Juli 2015 zugestimmt. Damit ist die Erhöhung wirksam.

    Für Ledige erhöhte sich der Grundfreibetrag 2015 um 118 Euro auf 8.472 Euro sowie der Grundfreibetrag 2016 um zusätzliche 180 Euro auf 8.652 Euro. Für zusammenveranlagte Ehepartner bedeutete das eine Erhöhung für 2015 um 236 auf 16.944 Euro und für das Steuerjahr 2016 um weitere 360 auf 17.304 Euro.

    Der Grundfreibetrag 2015 stieg rückwirkend zum 1. Januar 2015. Die Arbeitgeber berücksichtigten den neuen Freibetrag beim Lohnsteuerjahresausgleich in der Dezemberabrechnung.

    Mit dem zugrunde liegenden "Gesetz zum Abbau der kalten Progression und zur Anpassung von Familienleistungen" setzte die Bundesregierung die Mindestvorgabe des so genannten "Zehnten Existenzminimumberichts" um. In diesem wurde berechnet, dass der Grundfreibetrag 2015 und 2016 wenigstens um die oben genannten Beträge steigen müsse, um der Verfassung zu entsprechen. Denn der Staat darf nicht das Erwerbseinkommen besteuern, das zum Bestreiten des notwendigen Lebensunterhalts erforderlich ist.

    Grundfreibetrag 2013 rückwirkend erhöht

    Der Grundfreibetrag wurde im Februar 2013 rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf 8.130 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2014 stieg er um 224 auf 8.354 Euro. Diese beiden Erhöhungen gehen auf einen Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses zurück, nachdem das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Bekämpfung der kalten Progression im Mai 2012 an den SPD-geführten Ländern im Bundesrat gescheitert war.

    Wie der Grundfreibetrag bei Arbeitnehmern berücksichtigt wird

    Der Grundfreibetrag hängt von Ihrer Steuerklasse ab (hier berechnen Sie Ihre beste Lohnsteuerklasse):

    • Steuerklasse I: ein Grundfreibetrag
    • Steuerklasse III: zwei Grundfreibeträge für beide Ehepartner zusammen
    • Steuerklasse V: kein Freibetrag
    • Steuerklasse IV: jeweils ein eigener Grundfreibetrag für die einzelnen Ehepartner

    Er ist bereits in die monatlichen Lohnsteuertabellen und in die Steuerrechner eingearbeitet. Auch die Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftwares der Arbeitgeber berücksichtigen den Freibetrag automatisch.

    Um die Steuertabellen oder Steuerrechner zu nutzen, ermitteln Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen. Dazu ziehen Sie von der Summe Ihrer Einnahmen folgende Posten ab, falls vorhanden:

    Anhand dieses Ergebnisses lesen Sie in der folgenden Tabelle Ihre Steuerschuld ab. Es handelt sich um einen Auszug (**) der Steuertabelle für das Jahr 2013:

    ** Wir haben das zu versteuernde Einkommen in 1.000-Euro-Schritten aufgeführt, ab 20.000 Euro in 2.000-Euro-Schritten. Die ausführlichen Tabellen enthalten 1-Euro-Schritte.

    *** Beim Solidaritätszuschlag (SolZ) gibt es eine Freigrenze von 972 Euro für Ledige und 1.944 Euro für Verheiratete

    Stand: März 2013

    Beispiel für Grundfreibetrag und Steuerklassen-Tabelle

    Beispiel: Petra Hurtig ist Auszubildende und erhält 750 Euro brutto im Monat. Bei 13 Monatsgehältern verdient sie 9.750 Euro im Jahr. Ihre jährlichen tatsächlichen Werbungskosten summieren sich auf 1.750 Euro.

    Laut Grundtabelle 2013 beträgt für Ledige (Steuerklasse I) mit einem Jahreseinkommen von 8.000 Euro die Steuerschuld 0 Euro. Der in die Steuertabelle eingearbeitete Grundfreibetrag von 8.130 Euro sorgt automatisch dafür, dass die Auszubildende keine Steuern zahlen muss.

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    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/, http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/rentner/, http://www.steuer-schutzbrief.de/grundfreibetrag.html

    Ab wann muss man lohnsteuer zahlen

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    Diese Posten sind die Lohnnebenkosten

    Arbeit in Deutschland sei zu teuer, lautet ein in der Politik häufig geäußerter Satz.

    Dabei geht es weniger um die Höhe der Netto-Gehälter als vielmehr um die Lohnnebenkosten.

    Diese machen tatsächlich einen erheblichen Teil der Kosten aus, den ein Arbeitgeber zahlen muss, um Mitarbeiter zu beschäftigen.

    Was sind Lohnnebenkosten genau?

    Lohnnebenkosten sind alle Gelder, die ein Arbeitgeber zusätzlich zu dem regulären Gehalt bezahlen muss, um eine Person beschäftigen zu können. Grundsätzlich unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten:

    Zu den gesetzlichen Nebenkosten zum Lohn gehören die Krankenversicherung sowie die Beiträge zur Sozialversicherung. Die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag werden nicht hinzugerechnet.

    Diese Gelder werden zwar ebenfalls vom Arbeitgeber bezahlt, gehen jedoch zu Lasten des Arbeitnehmers und sind damit keine zusätzlichen Kosten.

    Zu den betrieblichen Nebenkosten zum Gehalt können unterschiedliche Punkte zählen. Beispielsweise sind dies

    • vermögenswirksame Leistungen
    • Weihnachtsgeld
    • ein 13.Monatsgehalt oder auch
    • Urlaubsgeld.

    Auch Beiträge für eine betriebliche Alters- und/oder Krankenversicherung, die der Arbeitgeber übernimmt, sind einzubeziehen.

    Welches Volumen haben die Lohnnebenkosten?

    Die tatsächliche Höhe der Nebenkosten hängt vom Gehalt ab und kann deshalb nur schwer verallgemeinert werden. Meist machen sie jedoch mehr als 21 Prozent des Bruttogehalts aus.

    46 Prozent der gesamten Nebenkosten führen sich auf die gesetzlichen Verpflichtungen zurück. 54 Prozent der Nebenkosten sind damit betrieblich bedingt.

    Die Arbeitgeberanteile zu den Nebenkosten beim Gehalt:

    So funktioniert die Lohnberechnung

    Jeder Mensch, der sich schon einmal auf einen Job beworben hat, kennt das Problem:

    Man erhält eine Angabe über das Bruttogehalt, die einem aber bestenfalls einen Anhaltspunkt darüber gibt, wie hoch wohl das Nettogehalt sein wird.

    Eine Lohnberechnung ist unverzichtbar. Hier kommt es vor allem auf Vollständigkeit an.

    Oft wird vergessen, einen Posten abziehen und es wartet dann eine unerfreuliche Überraschung auf der ersten monatlichen Abrechnung.

    Was zieht man für die Lohnberechnung vom Bruttogehalt ab?

    Grundsätzlich müssen zwei Posten vom Bruttolohn abgezogen werden, um das Nettogehalt zu ermitteln. Zum einen handelt es sich um die Steuern, zum anderen um die Sozialabgaben.

    Beide Posten haben allerdings noch einmal einige Unterpunkte. Konkret werden die folgenden Dinge vom Bruttogehalt abgezogen:

    Die Versicherungsbeiträge hängen vom jeweiligen Bruttogehalt ab. Der einfachste Weg, diese zu kalkulieren und sein Nettogehalt zu recherchieren ist es, einen Gehaltsrechner in Anspruch zu nehmen.

    Die Rolle der Freibeträge und Steuerklassen für die Lohnberechnung

    Möchte man seinen tatsächlichen Nettolohn berechnen, wird man am meisten Zeit darauf verwenden, die Lohnsteuer zu ermitteln. Diese wird von den Steuerklassen und den Freibeträgen maßgeblich beeinflusst.

    Die günstigste Steuerklasse ist die Nummer 3, denn diese gewährt den höchsten Grundfreibetrag. Allerdings steht sie nur Verheirateten zu. Im Umkehrschluss muss der Partner allerdings die Steuerklasse 5 wählen, welches die schlechteste Steuerklasse ist.

    Gewöhnlich ist man in der Steuerklasse 1 (als Single) und hat einen Grundfreibetrag von 8.820 Euro (Stand: 2017).

    Weitere Freibeträge, die man erhalten kann und die entsprechend die Lohnsteuer reduzieren, sind der Kinderfreibetrag sowie die Unterstützung für Alleinerziehende. Letztere erhält man nur, wenn man sich für die Steuerklasse 2 qualifiziert.

    Diese kurzen Erläuterungen zeigen bereits, wie kompliziert die Lohnberechnung ohne Hilfsmittel ist. Ein Gehaltsrechner, der in ein paar Minuten das Nettogehalt anzeigen kann, ist deshalb die richtige Entscheidung für die Berechnung.

    Wer schon einmal schnell grob überschlagen möchte, kann eine gängige Faustformel verwenden: Das Nettogehalt liegt zwischen 60 und 70 Prozent des Bruttolohns. Bei niedrigen Einkünften sind es eher 70 Prozent, bei hohen eher 60 Prozent.

    Lohnsteuer

    • Die Lohnsteuer ist eine sogenannte Quellensteuer.
    • Nur Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer.
    • Es handelt sich bei ihr um eine Abgabe auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
    • Die Höhe hängt vom Verdienst und von der Steuerklasse ab.

    Wann ist in welcher Steuerklasse Lohnsteuer fällig?

    In den einzelnen Steuerklassen muss Lohnsteuer ab einem bestimmten monatlichen Verdienst gezahlt werden.

    • In Steuerklasse 6 wird Lohnsteuer nicht erst ab einer bestimmten Verdiensthöhe fällig. Hier muss immer Lohnsteuer gezahlt werden, unabhängig davon, wie hoch das Nebenverdienst ausfällt.

    Die Lohnsteuer berechnen

    Wer die Lohnsteuer berechnen möchte, muss sich hierfür die Steuerfreibeträge in seiner Steuerklasse notieren. Anschließend werden diese vom jährlichen Bruttoeinkommen abgezogen. Was davon übrig bleibt, ist das zu versteuernde Einkommen.

    Die Steuerlast wird gemäß der Einkommenshöhe berechnet und anschließend durch die Zahl der Monate geteilt.

    Aus Gründen der Einfachheit empfiehlt es sich insbesondere für Ehepaare, einen Lohnsteuer-Rechner zu verwenden. Denn beispielsweise durch das Ehegatten-Splitting oder den sogenannten Faktor (realistischer Ausgleich der zu zahlenden Steuer zwischen den beiden Ehegatten durch das Finanzamt) werden die Berechnungen erheblich verkompliziert.

    Die Lohnsteuerklassen und die zugehörigen Freibeträge

    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Freibeträge nur für Partner in Steuerklasse 3!
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Dies sind lediglich die Freibeträge, die grundsätzlich für alle Steuerpflichtigen in Frage kommen. Es gibt allerdings noch weitere Freibeträge. Mehr Infos .

    Wie läuft das mit der Lohnsteuer?

    Schuldner der Steuer ist der Arbeitnehmer, obwohl es weder seine Aufgabe ist, diese zu berechnen, noch sie ans Finanzamt abzuführen. Denn diese Aufgabe übernimmt der Arbeitgeber.

    Mit Hilfe der elektronischen Lohnsteuerkarte erkennt der Arbeitgeber, in welcher Lohnsteuerklasse sich sein Mitarbeiter befindet.

    Wichtig ist dies in Bezug auf die Freibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen, denn schon beim Lohnsteuerabzug werden diese berücksichtigt.

    • Der Arbeitgeber ist haftbar. Er ist dafür verantwortlich, dass der korrekte Betrag einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet wird. Sollte der Arbeitgeber einen Fehler beim Berechnen der Steuer gemacht haben, muss er ihn ausgleichen.

    Wenn ein Arbeitnehmer neu eingestellt wird, muss beim Finanzamt gemeldet werden, dass für ihn Lohnsteuer abgeführt wird. Aus Gründen der Einfachheit hat der Staat ein allgemeines System der Lohnsteuer-Anmeldung eingeführt, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen ist.

    Diese Aufgabe obliegt dem Arbeitgeber. Es kommt dabei darauf an, wie hoch die zu zahlende Steuer des gesamten Unternehmens ist.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/lohnnebenkosten/, http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/lohnberechnung/, http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/

    Lohnsteuern rechner

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    Lohnsteuer Rechner 2017 in Österreich – Lohnsteuer berechnen

    Natürliche Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Das bedeutet, dass auf sämtliche In- und ausländischen Einkünfte Einkommensteuer zu zahlen ist.

    Für die Arbeitnehmer, also die Mehrzahl der Österreicher, hält der Staat bereits bei der Lohnauszahlung seine Hand auf. Der Fiskus behält vom Bruttolohn monatlich einen Anteil an Lohnsteuer ein. Begrifflich kann man die Lohnsteuer also als Vorauszahlung auf künftige Steuerschulden sehen. Ziel ist es nämlich, durch den Lohnsteuereinbehalt die Einkommensteuer zu decken, die der Arbeitnehmer am Jahresende voraussichtlich zahlen muss.

    Der Vorteil für den Staat liegt darin, der geschuldeten Steuer nicht nachlaufen zu müssen. Im Vergleich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung liegt der Vorteil für die Arbeitnehmer klar im vereinfachten Verfahren.

    Wie tief greift der Fiskus in meine Tasche?

    Die Höhe, in der Einkommen als Lohnsteuer einbehalten wird, ist keineswegs willkürlich. Sie ist gesetzlich klar geregelt. Laien wie auch Kenner stellt die Berechnung der monatlichen Lohnsteuer gleichermaßen immer wieder vor Probleme, ist sie doch teilweise von jährlich anzupassenden Faktoren wie dem Einkommensteuertarif abhängig.

    Die unkomplizierteste Variante der Berechnung bietet dabei der Lohnsteuerrechner, der mit wenigen persönlichen Eingaben durch den Anwender die monatliche oder für das ganze Jahr einzubehaltende Lohnsteuer ermittelt. So ist es für jeden Arbeitnehmer möglich, den Steuerabzug vorauszuberechnen oder auch den aktuellen Gehaltszettel zu überprüfen.

    Wer? Womit? Wieviel? – Wenige Angaben genügen

    Eine Berechnung der Steuer ist für verschiedene Lohnzahlungszeiträume möglich – für das gesamte Jahr, wie auch für den einzelnen Monat. Achtung: Egal für welchen Zeitraum eine Berechnung vorgenommen werden soll, in jedem Fall ist das Monatsbrutto in der Eingabemaske zu erfassen.

    Neben dem Bruttolohn (also dem Lohn vor allen Abzügen) sind noch wenige persönliche Abzugsmerkmale des Anwenders anzugeben. Hierzu zählt neben dem Arbeitnehmerverhältnis (Angestellter, also Arbeitnehmer in kaufmännischer Tätigkeit, oder Arbeiter) noch der AVAB, der „Alleinerzieher- und Alleinverdienerabsetzbetrag“. Bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen erfordert die Eintragung zu Letzterem bloß die Angabe der zum Haushalt zählenden Kinder.

    Mit diesen überschaubaren Eingaben und einem Klick auf den „Berechnen“-Button erhält man so eine Übersicht über die Abzüge vom Bruttolohn und im Ergebnis die Berechnung des Nettolohns (anzumerken ist, dass in den meisten Fällen neben der Lohnsteuer noch weitere Beträge zur Sozialversicherung vom Bruttolohn einbehalten werden).

    3.000,- € Brutto monatlich – Was kommt auf meinem Konto an?

    Wer im Jahr 2017 als Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich (also: Angestellter) mit einem monatlichen Bruttogehalt von 3.000,- € ausgestattet wird und keine Kinder hat, muss die die Eingabemaske entsprechend mit folgenden Angaben füllen:

    AVAB Keine Kinder

    Das Ergebnis zeigt, dass von den 3.000,- € Lohn monatlich neben den Sozialversicherungsbeiträgen weitere 441,46 € Lohnsteuer einbehalten wird. Letztlich werden 2.014,76 € Monat für Monat auf das Bankkonto des Arbeitnehmers überwiesen. Dieser Betrag entspricht dem Nettolohn.

    Durch die Veränderung einer einzigen Eingabe ist die Berechnung auf das Jahresnetto auszuweiten. Mit den Angaben

    AVAB keine Kinder

    und einem weiteren Klick auf „Berechnen“ erfolgt die Hochrechnung auf das ganze Jahr. Das ermittelte Jahresnetto von 24.168,- € wird sofort ausgegeben und ist nicht zufällig das zwölffache des zuvor ermittelten monatlichen Nettolohns.

    Lohnsteuerrechner – Wo ist der Haken?

    Mit dem Lohnsteuerrechner erfolgt die Berechnung der monatlichen oder jährlichen Lohnsteuer sofort, kostenfrei und nach aktuell gültiger Rechtslage. Für die Ermittlung werden keine sensiblen Daten benötigt. Es besteht damit keinerlei Risiko für den Anwender.

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    Lohnsteuerrechner 2018 – Berechnen Sie Ihr Nettogehalt aus Ihrem Brutto Lohn

    Unser Online Lohnsteuerrechner ermöglicht Ihnen, sich einen Überblick zu ihren persönlichen Lohnsteuerabzügen zu verschaffen und schnell aus Ihrem Brutto-Gehalt Ihr Netto-Gehalt zu berechnen. Verschaffen Sie sich einen schnellen Einblick über Ihr Nettogehalt unter Berechnung des Faktorverfahren, der Kirchensteuer und Ihrer individuellen Steuerklasse.

    Der Rechner wird geladen .

    In unserem Lohnsteuerrechner für das Jahr 2018: Die Lohnsteuer als Quellensteuer

    Steuerpflichtige, die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (Lohn) beziehen, also beispielsweise in einem Büro oder Ladengeschäft als Angestellte tätig sind und einen Lohn erhalten, müssen eine Lohnsteuer entrichten. Diese wird jedoch direkt an der Quelle, dem Gehalt, einbehalten und von dem jeweiligen Arbeitgeber an die zuständige Finanzbehörde abgeführt. Die Höhe der zu zahlenden Lohnsteuer richtet sich dabei nach der Steuerklasse, in die jeder Steuerpflichtige eingeteilt wird. Testen Sie auch unseren Gehaltsrechner 2018, diese hilft Ihnen ebenfalls bei der Brutto Netto Berechnung.

    Lohnsteuerklassen und die Lohnsteuerkarte

    In der Lohnsteuerklasse 1 werden alle Steuerpflichtigen zusammengefasst, die unverheiratet, verwitwet oder geschieden sind und keine Kinder haben. Sobald mindestens ein Kind vorhanden ist, werden diese Steuerpflichtigen in der steuerlichen Klasse 2 geführt. Verheiratete Personen, die deutlich mehr Geld verdienen als ihr Ehepartner, werden in die Steuerklasse 3 eingestuft, während sich der Partner dann automatisch in der Lohnsteuerklasse 5 befindet. In der Steuerklasse 4 werden alle Ehepaare geführt, in denen beide Parteien über ein annähernd gleich hohes Einkommen von Ihrem Arbeitgeber verfügen. Die Steuerklasse 6 enthält schließlich Steuerpflichtige, die mehrere Beschäftigungen auf der Grundlage ihrer Lohnsteuerkarte ausüben. Die genauen Auswirkungen der Steuerklassen können Sie im obigen Lohnsteuerrechner sofort testen. Berechnen Sie, welches Nettogehalt von Ihrem Brutto Gehalt übrig bleibt. Gerne können Sie auch unseren Rechner zur Optimierung der Steuerklassen (mit und ohne Kinder) verwenden. Ihre Steuerklassenkombination wird in der wird in der Lohnsteuerkarte eingetragen, sie beruht in der Regel auf dem sog. Faktorverfahren.

    Tipp 1 zum Lohnsteuerrechner bzw. Einkommensteuerrechner: Summe der Steuerklassen immer 8

    Bei Ehepaaren muss die Gesamtzahl der Steuerklassen immer 8 ergeben. Sollten Ihre Einkünfte erheblich voneinander abweichen, so können Sie bereits sicher sein, dass der besser verdienende Partner in der Lohnsteuerklasse 3 und der geringer verdienende Partner in der Klasse 5 geführt werden wird, wenn Sie heiraten. In vielen Fällen lohnt sich der Gang zum Traualtar aus steuerlicher Sicht, jedoch sollte dies natürlich nicht der einzige Grund für eine Eheschließung sein.

    Lohnsteuer und Einkommensteuererklärung

    Für jeden Steuerpflichtigen lohnt sich die Abgabe einer Steuerklärung! Durch den festgelegten Arbeitnehmerpauschbetrag hat selbst ein Arbeitnehmer ohne weitere anfallende Werbungskosten die Möglichkeit, eine Steuererstattung zu erhalten. Kommen dann beispielsweise noch gezahlte Versicherungen, Krankenversicherung, geleistete Spenden oder ungewöhnlich hohe Krankheitskosten dazu, ist dem steuerpflichtigen Arbeitnehmer dringend zu raten, seine Steuererklärung bei der zuständigen Finanzbehörde einzureichen. Eine Abgabe ist bis zum 31.05. des jeweilige Folgejahres möglich.

    Tipp 2 zum obigen Lohnsteuerrechner : Verlängerung durch einen Steuerberater

    Nimmt der Steuerpflichtige die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch, so verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31.12. des jeweilige Folgejahres. Außerdem können auf diesem Weg beim Ausfüllen der durchaus komplizierten Formulare keine möglicherweise folgenschweren Missverständnisse und Fehleinträge entstehen.

    P.S.: Dieser Rechner ist sehr vergleichbar mit unserem Gehaltsrechner.

    News zum Lohnsteuerrechner

    22.11.2017: Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ab 2018 gesenkt

    Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Dies wurde vom Kabinett gemäß Pressemeldung der Bundesregierung beschlossen.

    14.11.2017: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2018. Folgende Änderungen für 2018 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 9.000 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.714 Euro bzw. 7.428 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2018 53.100 Euro (2017: 52.200 Euro)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 78.000 Euro (2017: 76.200 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 69.600 Euro (2017: 68.400 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2018 für die Rentenversicherung 72 % (2017: 68 %)

    01.11.2017: Geringerer kassenindividueller Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2018 liegt bei nunmehr 1,0 Prozent. Dieser jüngst im Bundesanzeiger veröffentlichte, allein vom Arbeitnehmer zu tragende Beitragsanteil hat sich somit im Durchschnitt um 0,1 Prozentpunkte gegenüber 2017 verringert.

    26.06.2017: Immer wieder erreichen uns Fragen zum Solidaritätszuschlag oder zum Thema Kinderfreibeträge:

    Viele Nutzer fragen uns, ob bei unserer Lohnsteuerberechnung auch der Solidaritätszuschlag, Kinderfreibeträge oder der Arbeitgeberzuschuss berücksichtigt werden. Die einfache Antwort ist: na klar. Wir brechnen nicht nur die Lohnsteuer. Wenn Sie den Rechner verwenden, erhalten Sie ein Ergebnisfenster mit detaillierten Werten zum Solidaritätszuschlag, zur Kirchensteuer und natürlich auch zum Thema Arbeitgeberzuschuss (zu Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung). Der Steuerrechner verwendet hierzu selbstverständlich die Kinderfreibeträge (siehe links) und als Grundlage die Lohnsteuertabelle.

    22.11.2016: Der Rechner unterstützt nun auch die Lohnsteuerberechnung für 2017. Folgende Änderungen für 2017 wurden unter anderem vorgenommen:

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.820 Euro und weitere Anpassungen des Einkommensteuertarifs
    • Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 3.678 Euro bzw. 7.356 Euro.
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2017 auf 52.200 Euro (2016: 50.850 Euro)
    • Anhebung des bundeseinheitlichen Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung auf 2,55 % (2016: 2,35 %)
    • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung auf 76.200 Euro (2016: 74.400 Euro) und für die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) auf 68.400 Euro (2016: 64.800 Euro)
    • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2017 für die Rentenversicherung 68 % (2016: 64 %)

    01.01.2016: Gestiegener kassenindividueller Zusatzbeitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung

    Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2016 liegt bei nunmehr 1,1 Prozent, wie im Bundesanzeiger vor kurzem publiziert wurde. Dieser Beitragsanteil, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist, hat sich daher im Mittel um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Zusatzbeitrag aus 2015 erhöht.

    01.12.2015: Tarifentlastung für 2015 komplett im Dezember 2015

    Mitte 2015 wurde rückwirkend zum Beginn des Jahres das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags beschlossen. Auf eine rückwirkende Korrektur der Lohnsteuer hat man dabei verzichtet. Stattdessen wurde einheitlich geregelt, die gesamte resultierende Tarifentlastung für 2015 nur bei der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung im Dezember 2015 zu berechnen. Im Lohnsteuerrechner kann zur Berechnung der Tarifentlastung im Feld "Steuerjahr" "2015 (Dez.)" ausgewählt werden.

    01.01.2015 : Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

    Während der neu festgelegte Beitragssatz von 14,6% zur gesetzlichen Krankenversicherung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich geteilt wird, können die Krankenkassen fortan einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag für deren Finanzierung erheben. Dieser ist vollständig vom Arbeitnehmer zu tragen. Laut Bundesanzeiger vom Oktober 2014 beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 0,9 Prozent und gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze. Sofern also Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht mehr als diesen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent erhebt, haben Sie als Arbeitnehmer keine höheren Beiträge als im letzten Jahr zu leisten. Denn auch im vergangenen Jahr wurde letztlich ein Anteil von 8,2 Prozent Ihres Bruttogehalts für die gesetzliche Krankenversicherung einbehalten. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich dieser Zusatzbeitrag in Zukunft entwickelt.

    Erstmals seit 1991 erzielte der Bund in einem ersten Halbjahr einen Überschuss an Steuereinnahmen. Dies wurde vor allem durch besonders hohe Zuwächse von 5 Prozent bei den Lohnsteuereinnahmen und 8,3 Prozent bei den Einkommensteuereinnahmen im zweiten Quartal 2014 erzielt. Jeder einzelne Arbeitnehmer verdiente im Durchschnitt brutto 2,7 Prozent mehr, netto waren es 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

    Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohnsteuer

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    Glossar

    Glossar

    VIDEO: Mit diesen Tricks holen Sie im Bewerbungsgespräch mehr Gehalt raus

    Wie hoch das zu versteuernde Einkommen tatsächlich ist, kann der Arbeitgeber ja nicht wissen: Zum einen erzielt der Arbeitnehmer möglicherweise weitere Einkünfte aus Nebentätigkeiten, hat Einkünfte aus Kapitalvermögen oder vermieteten Immobilien und so weiter, zum anderen reduzieren Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen das zu versteuernde Einkommen.

    Was vom Gehalt übrig bleibt

    Erst aus allem zusammen ergibt sich die Einkommensteuer, die in den meisten Fällen niedriger ist als die automatisch abgeführte Lohnsteuer. Nach Abgabe der Steuererklärung (häufig auch Lohnsteuerjahresausgleich genannt) erstattet das Finanzamt die zu viel entrichtete Lohnsteuer zurück – streng genommen also ein zinsloses Darlehen für den Fiskus.

    Um dieses Darlehen möglichst gering zu halten, lohnt es sich, beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung zu stellen: Das geht immer dann, wenn fest kalkulierbare Ausgaben anfallen, beispielsweise den Arbeitnehmerpauschbetrag (1000 Euro) deutlich übersteigende Fahrtkosten zur Arbeitsstätte oder Unterhaltszahlungen. Durch den Freibetrag reduziert sich die vom Gehalt abgezogene Lohnsteuer. Insgesamt spart man dadurch zwar nichts, hat dafür aber von vornherein mehr Geld im Portmonee. Entfällt im Laufe des Jahres der Grund für den Freibetrag (zum Beispiel durch den Wechsel zu einer näher gelegenen Arbeitsstelle), muss man die zu wenig abgeführte Steuer natürlich nachzahlen.

    Источники: http://www.vknn.at/lohnsteuer-rechner/, http://www.smart-rechner.de/lohnsteuer/rechner.php, http://m.focus.de/finanzen/steuern/steuererklaerung/lohnrechner-2016-berechnen-sie-ihre-lohnsteuer-und-das-nettogehalt_id_3513725.html

    Steuererklärung nachträglich

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    Steuererklärung rückwirkend abgeben: darum lohnt es sich

    Wusstest Du schon, dass Du die Steuererklärung rückwirkend abgeben kannst? Und zwar bis zu 4 Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres! Du brauchst nichts weiter zu tun, als eine freiwillige Steuererklärung (sog. Antragsveranlagung) auszufüllen und einzureichen – und kannst dann in aller Ruhe auf die Steuerrückerstattung warten. Denn in 9 von 10 Fällen erhältst Du mit einer Antragsveranlagung Geld zurück. Und zwar durchschnittlich 1.000 EUR. Wie und warum das geht, erklären wir Dir hier.

    Grundsätzlich können alle Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, ihre Steuererklärung auch rückwirkend abgeben – und zwar bis zu vier Jahre später. Wenn Du also beispielsweise für das Steuerjahr 2014 noch keine Steuererklärung abgegeben hast, kannst Du noch bis zum 31.12.2018 eine Antragsveranlagung einreichen – und die Steuererstattung einstreichen. Das geht ganz einfach, vor allem mit der richtigen Steuersoftware.

    Mit der Online-Lösung smartsteuer kannst Du Deine Steuererklärung direkt im Browser erledigen, eine Installation der Software ist nicht erforderlich. Der Interviewmodus von smartsteuer leitet Dich problemlos durch die Steuererklärung und sorgt dafür, dass alle Steuerformulare korrekt ausgefüllt sind. Das Beste daran: Du musst erst bezahlen, wenn Du Deine Steuererklärung tatsächlich ans Finanzamt schickst. Da Du vorher Deine Steuerrückerstattung berechnen kannst, musst Du also nur bezahlen, wenn sich die Abgabe der Steuererklärung auch wirklich für Dich lohnt. Deswegen: jetzt smartsteuer testen!

    Steuerbescheid ändern lassen

    Bei Fehlern innerhalb eines Monats Einspruch einlegen

    • Zuletzt aktualisiert: 8. Dezember 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit einem schriftlichen Einspruch können Sie einen Steuerbescheid ändern lassen. Fast zwei Drittel aller Einsprüche sind erfolgreich.
    • Haben Sie nur einen punktuellen Änderungswunsch, weil Sie etwa einen Beleg vergessen haben, stellen Sie lieber einen „Antrag auf Änderung des Steuerbescheids“. Das geht sogar telefonisch oder per Mail.
    • Nach einem Einspruch überprüft das Finanzamt den kompletten Steuerbescheid und kann diesen sogar zu Ihren Ungunsten ändern (sogenannte Verböserung). Bei der „Änderung“ überprüft der Finanzbeamte nur den umstrittenen Sachverhalt.
    • In bestimmten Fällen darf das Finanzamt Steuerbescheide auch von sich aus ändern, zum Beispiel, falls der Bescheid unter Vorbehalt der Nachprüfung steht.
    • Irrt sich das Finanzamt zu Ihren Gunsten, müssen Sie nicht von sich aus darauf hinweisen – vorausgesetzt, Ihre Angaben in der Steuererklärung waren vollständig und richtig.

    So gehen Sie vor

    • Erstellen Sie Ihre Steuererklärung am besten mithilfe von Elster oder Steuersoftware auf elektronischem Weg. Mit der Funktion Bescheidprüfung können Sie später leicht Abweichungen zwischen Ihrer Erklärung und den vom Finanzamt anerkannten Werten feststellen.
    • Sobald Sie Ihren Steuerbescheid haben, sollten Sie ihn kritisch prüfen. Wenn Sie darin Fehler feststellen oder falls Sie Angaben in Ihrer Steuererklärung vergessen haben, müssen Sie innerhalb eines Monats aktiv werden.
    • Wenn Sie Einspruch einlegen, müssen Sie trotzdem die Steuerforderung bezahlen. Wollen Sie das nicht, müssen Sie zusätzlich eine „Aussetzung der Vollziehung“ beantragen.
    • Lehnt das Finanzamt Ihren Einspruch ab, dann können Sie beim zuständigen Finanzgericht Klage einlegen. Diese ist kostenpflichtig.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sofern Sie Ihre Steuererklärung pünktlich abgegeben haben, ist der Grundstein für mögliche Steuererstattungen gelegt. Ihr Finanzamt schickt Ihnen einige Wochen oder Monate danach per Brief einen Steuerbescheid. Bei einer elektronischen Steuererklärung mithilfe von Elster oder Steuersoftware können Sie freiwillig den Bescheid auch digital abholen.

    Sobald Sie dieses Dokument in den Händen halten, sollten Sie es umgehend prüfen. Weil das Steuerrecht immer komplizierter wird und Finanzbeamte auch nur Menschen sind, lassen sich Fehler im Steuerbescheid nie ausschließen.

    Falls das Finanzamt nicht alle Positionen in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt hat, können Sie sich dagegen wehren, indem Sie Einspruch einlegen. Auch vergessene Angaben und Unterlagen können Sie nachliefern, sofern Sie innerhalb eines Monats handeln.

    Frist und Begründung zählen

    Ein Einspruch ist auch möglich bei Kindergeldbescheiden der Familienkasse. Wollen Sie sich gegen den Bescheid einer kommunalen Steuer wie die Grundsteuer oder Hundesteuer wehren, so können Sie Widerspruch einlegen. Beachten Sie, dass die Begriffe „Einspruch" und „Widerspruch" in unterschiedlichen steuerlichen Zusammenhängen verwendet werden und daher nicht verwechselt werden sollten. Falls es doch passieren sollte, ist das kein Drama. Entscheidend ist, dass Sie die Fristen einhalten und baldmöglichst eine stichhaltige Begründung liefern.

    Einsprüche sind oft erfolgreich

    Ein Einspruch gegen den Steuerbescheid lohnt sich in den meisten Fällen. Laut Statistik des Bundesfinanzministeriums gingen 2015 fast 3,5 Millionen Einsprüche bei den deutschen Finanzämtern ein. Hinzu kommen noch die Einsprüche beispielsweise in Kindergeldfragen, für die die Familienkassen zuständig sind. In 65 Prozent der Fälle waren die Steuerzahler erfolgreich. In der Statistik heißt das „Erledigung durch Abhilfe“. Gemeint ist damit, dass der Bescheid danach geändert wurde.

    Erfasst werden unter „Abhilfe“ auch die Sachverhalte, in denen erst im Einspruchsverfahren Steuerpflichtige eine Steuererklärung abgeben oder Aufwendungen geltend machen. Insofern bedeutet das nicht, dass alle angefochtenen Bescheide fehlerhaft waren. Tatsächlich erfolglos sind nach der Statistik nur 13 Prozent der Einsprüche. In 22 Prozent der Fälle hat der Steuerpflichtige seinen Einspruch zurückgenommen.

    So prüfen Sie Ihren Steuerbescheid

    Vor dem Einspruch steht eine gründliche Analyse des Bescheids. Wenn Sie für Ihre Steuererklärung eine marktübliche Steuersoftware oder das kostenlose Programm der Finanzverwaltung Elster-Formular genutzt haben, können Sie Ihren Steuerbescheid recht leicht kontrollieren. Die Programme können die Steuer in der Regel berechnen und das Ergebnis auf ähnliche Weise wie im Steuerbescheid darstellen.

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    • Spezielle Varianten richten sich etwa an Selbstständige, Vermieter oder Rentner.

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    Falls es deutliche Abweichungen zwischen Ihrem Bescheid und dem Berechnungsergebnis gibt, sollten Sie den Bescheid auf jeden Fall genauer prüfen: Zunächst haken Sie die Beträge auf der ersten Seite Ihres Bescheids ab, die Ihre Steuerschuld vermindern. Prüfen Sie auch anhand Ihrer Lohnsteuerbescheinigung von Ihrem Arbeitgeber, ob das Finanzamt die einbehaltene Lohnsteuer – gegebenenfalls inklusive Kirchensteuer – und den Solidaritätszuschlag zutreffend berücksichtigt hat.

    Wenn Sie den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen beansprucht haben, lohnt sich der Blick auf Seite 2 des Steuerbescheids. Den Abzugsposten finden Sie in der Regel unter „Berechnung der Einkommensteuer“.

    Sie können Ihren Steuerbescheid natürlich nur detailliert prüfen, wenn Sie Kopien Ihrer Erklärungsformulare oder das Berechnungsergebnis Ihrer Steuersoftware aufbewahrt haben. Außerdem sollten Sie zu größeren Kostenblöcken (zum Beispiel Werbungskosten wie Fahrten zur Arbeit, Fachliteratur, Ausgaben während einer Dienstreise) Aufzeichnungen zur Hand nehmen, um erkennen zu können, ob der Fiskus alles berücksichtigt hat. Auch die etwas komplizierte Berechnung der Sonderausgaben wie Vorsorgeaufwendungen und außergewöhnliche Belastungen – zum Beispiel Krankheitskosten – finden Sie im Steuerbescheid.

    Originalbelege kopieren

    Manchmal erwartet das Finanzamt Originalbelege. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Unterlagen vor dem Einreichen zu kopieren. Sonst können Sie Ihren Steuerbescheid später nicht prüfen, ohne selbst beim Finanzamt vorbeizuschauen oder um die Rücksendung eines Teils Ihrer Unterlagen zu bitten. Ab der Steuererklärung 2017 müssen Sie Ihre Belege nur noch aufbewahren, aber nicht mehr direkt mitschicken.

    Was der Erläuterungsteil bedeutet

    Unter „Erläuterungen“ gibt das Finanzamt unter anderem sogenannte Vorläufigkeitsvermerke an. Das liegt daran, dass es im Steuerrecht immer offene Fragen gibt, zu denen Musterverfahren vor einem obersten Gericht (zum Beispiel Bundesverfassungsgericht, Bundesfinanzhof, Europäischer Gerichtshof) anhängig sind. So will der Fiskus vermeiden, dass massenhaft Einsprüche eingelegt werden. Das Finanzamt erlässt Ihren Steuerbescheid dann in diesen Punkten nur vorläufig.

    Falls das Musterverfahren positiv für Steuerzahler ausgeht, kann das Finanzamt Ihren Steuerbescheid später noch zu Ihren Gunsten ändern, ohne dass Sie extra Einspruch einlegen müssten. In diesen Fällen können Sie einfach abwarten und sich freuen, wenn es eventuell Jahre später eine Steuererstattung gibt. Dann können sogar stattliche Zinsen vom Finanzamt dazukommen.

    Im Erläuterungsteil muss das Finanzamt auch erklären, ob es von Ihren Angaben in der Steuererklärung abgewichen ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es Ihre Werbungskosten oder außergewöhnlichen Belastungen nicht ganz steuermindernd berücksichtigt hat. Es kann jedoch vorkommen, dass das Finanzamt vergisst, gestrichene Positionen zu erwähnen.

    Von anhängigen Verfahren profitieren

    Haben Sie beispielsweise Werbungskosten wie ein häusliches Arbeitszimmer, deren Abzug steuerrechtlich umstritten ist? Auf der Website des Bundesfinanzhofs (BFH) können Sie gezielt nach „anhängigen Verfahren“ suchen. Das sind Revisionsverfahren, über die der BFH entscheiden wird. In der ersten Instanz hat schon ein Finanzgericht geurteilt, der Rechtsstreit wird aber vor dem höchsten deutschen Steuergericht fortgesetzt.

    Falls Sie gleiche steuerrechtliche Problem haben, können Sie Ihren Einspruch mit dem Aktenzeichen des beim BFH anhängigen Verfahrens begründen. Sie müssen also nicht selbst klagen, sondern klinken sich in den Rechtsstreit eines anderen Steuerzahlers ein.

    Fragen Sie einen Profi, wenn Sie nicht weiterwissen

    Insbesondere dann, wenn das Finanzamt Positionen wie das häusliche Arbeitszimmer, doppelte Haushaltsführung, Erhaltungsaufwendungen bei Vermietern und dergleichen streicht oder nur teilweise anerkennt, können Sie recht schnell an die Grenzen Ihres steuerrechtlichen Fachwissens stoßen.

    Am besten bitten Sie im ersten Schritt den Sachbearbeiter im Finanzamt, Ihnen die Situation zu erläutern. Das ist kostenlos, und eventuell bemerkt er den Fehler schon von selbst. Zumindest kann er seine Rechenweise erklären, was es Ihnen einfacher machen dürfte, die Widersprüche zwischen Ihrer Berechnung und dem Bescheid zu klären.

    In komplexeren Fällen könnte es sich lohnen, professionellen Rat hinzuzuziehen. Einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein können Sie auch dann beauftragen, wenn Sie die Steuererklärung selbst gemacht haben. Damit sollten Sie aber nicht lange warten, denn die Einspruchsfrist läuft, sobald der Bescheid Sie erreicht hat.

    Legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein

    Ergibt die Prüfung Ihres Steuerbescheids, dass Sie benachteiligt worden sind, sollten Sie innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Ein Grund für einen Einspruch kann aber auch sein, dass Sie selbst etwas vergessen oder falsch gemacht haben. Dafür würde allerdings in vielen Fällen eine „schlichte Änderung“ statt eines Einspruchs genügen (§ 347 AO).

    Fristberechnung – Als Tag der Bekanntgabe Ihres Steuerbescheids gilt der dritte Tag ab dem Datum auf dem Bescheid – auch wenn Sie das Schreiben vielleicht schon früher erhalten haben. Danach, also am vierten Tag, beginnt die einmonatige Einspruchsfrist.

    Beispiel: Auf Ihrem Einkommensteuerbescheid für 2016 steht das Datum 19. September 2017 (Dienstag). Steuerlich bekannt gegeben gilt der Bescheid daher am 22. September 2016 (Freitag). Sie haben bis einschließlich 23. Oktober 2017 (Montag), 23:59 Uhr, Zeit für Ihren Einspruch, weil der eigentliche Fälligkeitstag am 22. Oktober ein Sonntag ist.

    Die Einspruchsfrist verlängert sich oft wegen der sogenannten Sa-So-Fei-Regelung. Wenn das Ende der einmonatigen Frist auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verlängert sie sich automatisch bis zum Ablauf des nächstfolgenden Werktags. Diese Regelung gilt auch für den Tag der Bekanntgabe.

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand – Das Finanzamt muss Abweichungen von Ihrer Steuererklärung grundsätzlich schriftlich im Steuerbescheid begründen. Manchmal vergisst die Behörde das aber. Vielleicht bemerken Sie deshalb erst später, dass Ihr Bescheid falsch ist, und dann ist die Einspruchsfrist schon abgelaufen. In einem solchen Fall können Sie „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ beantragen – dann ist auch ein „verspäteter“ Einspruch noch möglich. Wenn das Finanzamt einen Steuerbescheid erlässt, dem keine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt ist, verlängert sich die Einspruchsfrist automatisch auf ein Jahr.

    Schriftlich – Seit August 2013 gilt: „Der Einspruch ist schriftlich oder elektronisch oder zur Niederschrift zu erklären“ (§ 357 AO). Letzteres bedeutet, dass Sie persönlich beim Finanzamt Ihren Einspruch einlegen können. Ansonsten müssen Sie dies schriftlich erledigen. Dies geht zum Beispiel per Fax. Auch ein Einspruch per E-Mail – ohne qualifizierte elektronische Signatur – ist möglich, sofern Ihr Finanzamt darüber erreichbar ist.

    Auch unter Mein Elster im Elster-Portal können Sie mittlerweile elektronisch einen Einspruch senden. Für die Begründung haben Sie dort allerdings nur 500 Zeichen Platz. Eine Klage können Sie hingegen nicht über Elster einlegen. Sie können einen Einspruch zunächst ohne Begründung erheben, sollten diese aber baldmöglichst nachliefern.

    Damit beim Finanzamt keine Auslegungsprobleme aufkommen, sollten Sie den angefochtenen Steuerbescheid klar und unmissverständlich in Ihrem Einspruchsschreiben nennen sowie Ihren Standpunkt ausführlich erläutern. Außerdem müssen Sie unbedingt Ihre Steuernummer oder Steueridentifikationsnummer angeben.

    Wenn die Frist abgelaufen ist, wird es schwierig, noch erfolgreich Einspruch einzulegen. Sie müssen nämlich eine „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ erreichen. Das geht nur, wenn Sie nachweisen können, dass Sie unverschuldet – zum Beispiel durch einen längeren Krankenhausaufenthalt – verhindert waren, die Einspruchsfrist zu wahren.

    Das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht hat einem Steuerpflichtigen eine auf ein Jahr verlängerte Einspruchsfrist gewährt. Dieser hatte zuvor in einer Kindergeldangelegenheit verspätet Einspruch eingelegt. Die Finanzrichter rügten, dass keine korrekte Rechtsbehelfsbelehrung vorlag. In dieser fehlte nämlich der Hinweis, dass ein Einspruch elektronisch eingereicht werden könne (Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, Urteil vom 21. Juni 2017, Az. 5 K 7/16). Auf dem Briefbogen des angefochtenen Bescheids der Familienkasse stand zwar eine E-Mail-Adresse, doch dies genügte nicht für eine richtige Rechtsbehelfsbelehrung. Die Behörde hätte explizit darauf hinweisen müssen, dass ein Einspruch per E-Mail möglich sei.

    Klage – Falls das Finanzamt Ihren Einspruch ablehnt, wäre dies der folgerichtige Schritt, damit Sie zu Ihrem Recht kommen. Eine Klage können Sie nicht über Elster einlegen. Sie müssen sie schriftlich und unterschrieben beim zuständigen Finanzgericht einreichen. Dafür gibt es eigene rechtliche Regeln. Achtung: Eine Klage ist mit Kosten verbunden.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sie können die Aussetzung der Vollziehung beantragen

    Der Einspruch an sich hat keine aufschiebende Wirkung. Das bedeutet: Das Finanzamt muss den angefochtenen Steuerbescheid vollziehen und die festgesetzte Steuer einfordern. Für Sie heißt das: Die Steuer ist fällig und Sie müssen sie zahlen. Nur wenn Sie eine „Aussetzung der Vollziehung“ (AdV) beantragen, hemmen Sie Ihre sofortige Zahlungspflicht.

    Wenn das Finanzamt die AdV gestattet, dann müssen Sie vorerst keine Steuern nachzahlen. Dies teilt Ihnen die Behörde per Bescheid schriftlich mit. Bedenken Sie aber: Für den Fall, dass Ihrem Einspruch nicht stattgegeben wird, müssen Sie nicht nur die Steuer, sondern möglicherweise auch hohe Zinsen ans Finanzamt zahlen – 0,5 Prozent für jeden vollen Monat, also 6 Prozent im Jahr. Diese berechnet der Fiskus auf seine Forderungen allerdings erst ab dem 16. Monat der Fälligkeit. Bekommen Sie im Nachhinein doch Recht, können Sie umgekehrt Zinsen vom Finanzamt kassieren, die Sie aber versteuern müssen.

    Mit dem Finanzamt können Sie sich alternativ darauf einigen, das Verfahren ruhen zu lassen. Dann kann der Bescheid in diesem Punkt offen bleiben. Dies hat vor allem dann Sinn, wenn bald eine Klärung der Streitfrage durch den BFH ansteht. Sie müssen aber trotzdem die zunächst festgesetzte Steuer zahlen.

    Wann die Gefahr der „Verböserung“ besteht

    Das Finanzamt muss bei einem Einspruch den gesamten Bescheid überprüfen. Es kann Ihren Steuerbescheid aufgrund Ihres Einspruchs auch zu Ihrem Nachteil ändern („Verböserung“). Allerdings muss es Sie auf die Möglichkeit einer verbösernden Entscheidung hinweisen, dafür Gründe angeben und Ihnen die Chance geben, sich dazu zu äußern.

    Wichtig: Sie haben danach Gelegenheit, Ihren Einspruch zurückzuziehen, bis das Finanzamt die Entscheidung darüber bekannt gibt. Aber sobald Sie eine Einspruchsentscheidung erhalten, ist es dafür zu spät.

    Steht der Bescheid unter dem „Vorbehalt der Nachprüfung“, muss das Finanzamt Sie nicht auf die Möglichkeit der Verböserung hinweisen. In normalen Fällen ohne diesen Vorbehalt wäre es ausreichend, wenn es Sie telefonisch darüber informiert. Aus Nachweisgründen macht es dies aber in aller Regel doch schriftlich.

    Warum ein Antrag auf Änderung manchmal besser ist

    Dass das Finanzamt Ihre Steuerfestsetzung aufhebt oder ändert, erreichen Sie allerdings auch, ohne Einspruch einzulegen: Sie können eine sogenannte Änderung des Steuerbescheids (§ 172 Abs. 1 Nr. 2a AO) beantragen. Damit bewirken Sie eine bestimmte Änderung Ihres Steuerbescheids. Sie müssen in Ihrem Antrag genau benennen, in welchen Punkten der Steuerbescheid geändert werden sollte.

    Diese Variante kommt zum Beispiel infrage, falls Sie vergessen haben, einen bestimmten Posten als Werbungskosten geltend zu machen, das Finanzamt Ihre Werbungskosten fälschlicherweise nicht anerkannt hat oder es sich um Zahlendreher oder Falschberechnungen handelt. Der Antrag ist nicht an eine besondere Form gebunden. Sie können ihn schriftlich, telefonisch oder per E-Mail stellen.

    Der Unterschied zu einem Einspruch besteht darin, dass Ihr Steuerbescheid nur in den Punkten geprüft und zu Ihren Gunsten geändert wird, für die Sie Ihren Änderungsantrag gestellt haben. Legen Sie Einspruch ein, darf Ihr Sachbearbeiter sich den gesamten Bescheid beziehungsweise Ihren gesamten Steuerfall noch einmal genauer ansehen und Ihren Steuerbescheid schlimmstenfalls zu Ihrem Nachteil ändern. Daher ist der Antrag auf Änderung des Steuerbescheids in vielen Fällen die bessere Wahl.

    Auch diesen Antrag müssen Sie vor Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist stellen. Sollte Ihnen noch mehr einfallen, müssen Sie sich beeilen, denn erweitern können Sie diesen Antrag ebenfalls nur innerhalb der Einspruchsfrist. Sollte das Finanzamt die gewünschte Änderung ablehnen, können Sie dagegen immer noch Einspruch einlegen.

    Rechen- und Schreibfehler jederzeit korrigierbar

    Bislang mussten Steuerpflichtige einen Rechen- oder Schreibfehler in ihrer Steuererklärung innerhalb eines Monats melden – ansonsten war es für eine Korrektur des Steuerbescheids zu spät. Das hat sich 2017 mit dem Steuermodernisierungsgesetz geändert. Jetzt müssen Finanzämter solche offenkundigen Fehler auch später noch berücksichtigen und den Bescheid ändern.

    Das Finanzamt kann sich die Nachprüfung vorbehalten

    Wenn das Finanzamt Teile einer Steuererklärung noch einmal prüfen möchte, kann es die Steuer unter einem Vorbehalt der Nachprüfung (§ 164 AO) festsetzen. Der Steuerbescheid wird so lange nicht bestandskräftig, kann also noch geändert werden. Vor allem bei Arbeitnehmern ergehen Steuerbescheide häufig endgültig und stehen nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Deshalb sollten diese Steuerzahler ihren Bescheid umgehend gründlich prüfen.

    Wenn sich neue Tatsachen ergeben

    Steuerbescheide muss das Finanzamt aufheben oder ändern, wenn nachträglich Tatsachen oder Beweismittel bekannt werden, die zu einer höheren oder einer niedrigeren Steuer führen. Ändert sich etwas zu Ihren Gunsten, dürfen Sie aber nicht daran schuld sein, dass die Tatsachen oder Beweismittel erst nachträglich bekannt geworden sind.

    Wenn Sie eine im Steuererklärungsformular ausdrücklich gestellte Frage übersehen und nicht beantworten, gilt das als grobes Verschulden. Ihren Steuerbescheid können Sie in diesem Fall nur innerhalb der Monatsfrist mit einem Einspruch oder einem Antrag auf schlichte Änderung korrigieren lassen.

    Ein neues Gerichtsurteil, von dem Sie hätten profitieren können, wenn es schon gefällt worden wäre, bevor Sie Ihre Steuererklärung abgegeben haben, zählt übrigens nicht zu den neuen Tatsachen (§ 173 AO).

    Falls sich das Finanzamt zu Ihren Gunsten irrt

    Es kann sogar vorkommen, dass sich das Finanzamt beim Steuerbescheid zugunsten des Steuerpflichtigen irrt. Die gute Nachricht: Sie können in aller Regel auf die Richtigkeit des Bescheids vertrauen und müssen von sich aus das Finanzamt nicht über den Fehler aufklären. Ein Einspruch ist also nicht nötig. Dies gilt immer, wenn Sie selbst in Ihrer Steuererklärung korrekte und vollständige Angaben gemacht haben.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Steuererklärung nachträglich korrigieren

    Die Steuererklärung nachträglich korrigieren: wie funktioniert das?

    Die alljährliche Mühe der Erarbeitung der eigenen Steuererklärung nervt die meisten Bundesbürger.

    Jedenfalls jene, die sich keinen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein dafür nehmen.

    Fehler können schnell passieren

    Bei der Vielzahl der steuerlichen Gegebenheiten, die selbst in einem Privathaushalt anfallen, kann es jedem passieren, dass er den einen oder anderen Sachverhalt vergisst.

    Gemeint ist hier nicht das Vergessen des Schwarzgeldkontos in der Schweiz, sondern beispielsweise die Angabe einer Spende.

    Oftmals ist es auch so, dass steuerlich relevante Unterlagen, beispielsweise von der Bausparkasse oder einer mit einer Spende bedachten Organisation, erst eintreffen, wenn die Steuererklärung längst beim Finanzamt liegt. Was in dieser Situation tun?

    Online über Elster ist es einfach, die Steuererklärung nachträglich zu korrigieren

    Bei der immer häufiger verwendeten elektronischen Steuererklärung, bei dem der Steuerbürger mittels des Portals Elster vom eigenen Computer aus die Steuererklärung abgeben kann, ist eine nachträgliche Korrektur einfach möglich.

    Jedenfalls so lange, bis der Steuerbescheid im Briefkasten liegt. Die Abgabe der elektronischen Steuererklärung ist möglich, in dem der Steuerbürger die Elsterformulare am Computer ausfüllt.

    Auch andere Steuerprogramme machen eine Korrektur der Steuererklärung einfach möglich

    Auch spezielle Steuerprogramme haben eine Elsterschnittstelle. In diesen wird lediglich der neue Sachverhalt eingetragen und online an die Finanzämter übertragen.

    Dabei ist zu beachten, dass eine neue Transaktionsnummer vergeben wird. Wenn zusätzlich zu der elektronischen Übermittlung weitere Dokumente in Papierform dem Finanzamt zugesendet werden müssen, muss auf diesen ein Hinweis auf die neue Transaktionsnummer vorhanden sein.

    Sonst ist möglicherweise eine Zuordnung nicht möglich.

    Wie korrigiert man die Steuererklärung nachträglich bei Abgabe in Papierform?

    Wer den herkömmlichen Papierweg bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung verwendet, muss bei umfangreichen Änderungen ein neues Formular ausfüllen.

    Kleinere Änderungen können formlos als Zusatz zur Einkommensteuererklärung an das Finanzamt verschickt werden.

    Alles jedoch nur, wenn das Finanzamt noch nicht mit der Bearbeitung der Einkommensteuererklärung fertig ist.

    Widerspruch: ein probates Mittel, um die Steuererklärung nachträglich zu korrigieren

    Die häufigste und probateste Methode, eine Steuererklärung nachträglich zu korrigieren, ist der Widerspruch.

    Bis 4 Wochen nach Erhalt des Steuerbescheides kann diesem Bescheid widersprochen werden.

    In der Begründung dazu reicht der Steuerpflichtige dann die Ergänzungen, die er vergessen hat, ein.

    Das Finanzamt wird diese dann bei der Bearbeitung des Widerspruchs berücksichtigen. Wobei es stets zu empfehlen ist, statt eines Widerspruchs einen Antrag auf schlichte Änderung des Steuerbescheides zu stellen (formlos).

    Bei diesem wird lediglich der monierte Sachverhalt vom Finanzamt neu bewertet, nicht der ganze Steuerfall wieder geöffnet.

    Online Steuerberatung Steuererklärung nachträglich korrigieren

    Lohnsteuerhilfeverein Kosten Mitgliedschaft

    Lohnsteuerhilfeverein Kosten der Mitgliedschaft Die Erstellung der eigenen Steuererklärung ist für die meisten Mens-> Weiterlesen

    Was bedeutet steuerlich absetzbar?

    Eine Frage, die sich zu mancher stellt erklärt: was bedeutet steuerlich absetzbar? Was bedeutet steuerlich absetzba-> Weiterlesen

    Hilfe bei Einkommensteuererklärung

    Die beste Hilfe beim Erstellen der Einkommensteuererklärung Dass ein Unternehmen, ein Selbstständiger oder Freiberu-> Weiterlesen

    Lohnsteuerausgleich 2015

    Was Sie beim Lohnsteuerausgleich 2015 beachten sollten Der Begriff Lohnsteuerjahresausgleich bzw. Lohnsteuerausglei-> Weiterlesen

    Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuerfragen/steuererkklaerung-rueeckwirkend-abgeben-darum-lohnt-es-sich.html, http://www.finanztip.de/steuerbescheid-aendern/, http://www.spitzensteuersatz.com/steuererklaerung-nachtraeglich-korrigieren

    Kindergeld rechner

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    Kindergeld Rechner

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    Kindergeld Archiv

    Kindergeld Rechner

    Unser Kindergeld Rechner ist „up to Date“ bis Dezember 2017 und gibt Ihnen die aktuellen Kindergeldauszahlungstermine und Auszahlungssummen.

    Für das Jahr 2018 werden die Termine nach Veröffentlichung in den Rechner eingepflegt.

    Erläuterung der Eingabefelder

    der Kindergeld Rechners

    Kindergeldendziffer

    Die Kindergeldendziffer ist bei jeder Überweisung oder auch auf den Schreiben der Familienkasse aufgeführt.

    Eine Kindergeldnummer z.B. 728FK123456 –> hat die Endziffer 6.

    Eine Kindergeldnummer z.B. 728FK123457 –> hat die Endziffer 7.

    Anzahl der Kinder

    Hier ist die Anzahl der Kinder einzugeben für welches Sie Kindergeld erhalten.

    Kinder aus vergangenen Beziehungen, für welche sie kein Kindergeld erhalten sind als Zählkinder im nächsten Menüpunkt anzugeben.

    Zählkinder

    Zählkinder sind Kinder für welche sie keine Kindergeld erhalten, da jemand anderer Kindergeldberechtigt ist, diese Kinder aber bei der Berechnung des Kindergeldes bei Ihnen berücksichtigt werden.

    Grundsätzlich richtet sich die Zählweise der Kinder nach deren Geburt. So ist das erstgeborene Kind Nummer 1, das zweitgeborene Kind Nummer 2, usw .

    Diese Reihenfolge ist wichtig, denn Sie erhalten in Deutschland für das 3te Kind mehr als für das erste. Daher ist es wichtig welches Kind Ihr erstes , zweites, drittes .. ist. Ein höherer Kindergeldbezug kann bei Ihnen gegeben sein, wenn Sie für ein Kind zwar kein Kindergeld erhalten, da Sie für dieses Kind nicht bezugsberechtigt sind.

    Ein Zählkind kann dazu führen, zum Beispiel durch 2 Zählkinder, Ihr Kind als Kind Nummer 3 eingestuft wird und sie so mehr Kindergeld erhalten. Dies erhöht den monatlichen Kindergeldanspruch.

    Mann in zweiter Beziehung.

    Eine vorhergehenden Beziehung mit 2 Kinder, für welches der Exfrau das Kindergeld erhält.

    Jetzt – Ein neugeborenes Kind in der aktuellen Beziehung.

    Berechnunggrundlage für das Kindergeld:

    2 Zählkinder -> das neugeborenes Kind für die Berechnung des Kindergeldes Kind Nummer 3.

    Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes

    Sollten sie Beamter oder Angestellter des öffentlichen Dienstes sein, erfolgt die Auszahlung das Kindergeld nicht durch die Familienkasse, sondern durch die Besoldungsstelle des öffentlichen Dienstes. Somit wird das Kindergeld gemeinsam mit Ihrem Lohn bzw. Gehalt im jeweiligen Monats ausgezahlt.

    Kindergeldrechner

    Berechnung des Kindergeldes mit dem Online-Rechner

    Berechnung des Kindergeldes online auf kindergeld.org

    Mit unserem Kindergeldrechner können Sie die Höhe des Ihnen zustehenden Kindergeldes ermitteln. Hilfreich ist dieses Tool vor allem dann, wenn mehrere Kinder vorhanden sind, für die evtl. ein Kindergeldanspruch besteht. Der Rechner arbeitet mit den aktuellsten Zahlen, darin ist die letztmalige Kindergelderhöhung 2017 sowie die Anpassung der Einkommensgrenzen aus den vergangenen Jahren 2012/2013 inbegriffen.

    Hierfür müssen Sie je Kind Angaben machen, die anschließend auf eine Kindergeldberechtigung überprüft werden. Für minderjährige Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres müssen dabei keine Auflagen erfüllt werden. Bei volljährigen Kindern hängt der Anspruch davon ab, ob sich die Kinder in einer schulischen bzw. beruflichen Ausbildung befinden oder andere Voraussetzungen erfüllen, die zum Kindergeldbezug berechtigen.

    Kindergeldrechner für 2017 jetzt starten

    Um mit der Berechnung zu beginnen, müssen Sie zunächst die Anzahl der Kinder hinzufügen. Dabei wird jedes Kind einzeln hinzugefügt, über die Oberfläche „Kind hinzufügen“. Sollten Sie im Kindergeldrechner ein Kind zu viel hinzugefügt haben, können Sie dieses über das rote „x“ wieder entfernen.

    Kindergelderhöhung 2017

    Das Kindergeld wurde zum 01.01.2017 erneut um weitere 2 Euro je Kind erhöht. Diese Zahlen wurden rechtzeitig zum Jahreswechsel im Rechner eingepflegt.

    Kindergeld-Rechner

    Erläuterungen zum Rechner

    Minderjährige Kinder erfüllen die Anspruchsvoraussetzungen immer, so dass hier keine weitere Prüfung erfolgen muss.

    Volljährige Kinder

    Bei Kindern über das 18. Lebensjahr gibt es Unterscheidungen für Kinder

    • in allgemeiner Schulausbildung
    • auf der Suche nach Ausbildungsplatz
    • in erster Berufsausbildung/ Studium
    • in Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten
    • die einem Freiwilligendienst (z.B. FSJ, FÖJ etc.) ableisten
    • die arbeitslos sind
    • die behindert sind

    Kind in allgemeiner Schulausbildung/ erster Berufsausbildung/ Studium/ Suche nach Ausbildungsplatz

    In diesem Fall wird das Kindergeld bis höchstens zur Vollendung des 25. Lebensjahres weitergezahlt.

    Kinder in zweiter (weiterer) Berufsausbildung

    Auch für eine weitere Ausbildung kann Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr bezogen werden, sofern das Kind keine schädlichen Einkünfte erzielt, die aus einer Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden resultieren. Ein 450€ Job, die Ausbildungsvergütung selbst oder andere Einkünfte – die keine Erwerbseinkünfte sind – wie z-B. Kapitaleinkünfte, Mieteinkünfte etc. spielen dabei keine Rolle. Als weitere Ausbildung wird auch ein Master-Studium angesehen, da die erste Berufsausbildung bereits das Bachelor-Studium gewesen ist.

    Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

    Für einen Zeitraum von höchstens 4 Monaten kann auch Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr zwischen zwei Ausbildungsabschnitten, beispielsweise zwischen Abitur und Beginn des Studiums bezogen werden.

    Letzte Aktualisierung: 02.02.2017

    Kindergeldrechner :

    3,42 von 5 Punkten, basierend auf 218 abgegebenen Stimmen.

    Kindergeldrechner – Berechnung des Kindergelds

    In Zeiten von Patchworkfamilien und dualen Studiengängen ist die Berechnung des Kindergelds mehr als nur das Auslesen der aktuellen Kindergeldtabelle. Mit dem Kindergeldrechner berechnen Sie das Kindergeld auch für „komplizierte“ Familienkonstellationen . Dabei wird sowohl das Kindergeld für minderjährige Kinder als auch für volljährige Kinder berechnet. Auch die sogenannten Zählkinder, also Kinder aus einer anderen Beziehung, für das der andere Elternteil kindergeldberechtigt ist, werden bei der Berechnung des Kindergelds berücksichtigt. Zu jedem Kind wird im Ergebnis der Kindergeldbetrag anschaulich hergeleitet.

    Der Rechner wird geladen .

    Beispielberechnung

    • Grundlagen für das Beispiel
    • 1. Für wen besteht Kindergeldanspruch?
    • 2. Wer hat Anspruch auf Kindergeld?
    • 3. Wer wird als wievieltes Kind in der

    Eingabehilfe zum Kindergeldrechner

    Der Kindergeldrechner berechnet anhand der Geburtenfolge der Kinder und deren Status hinsichtlich Alter und Ausbildung das Kindergeld. Grundlage für die Berechnung des Kindergeldes ist der Familienleistungsausgleich. Folgende Angaben können Sie für die Berechnung eingeben.

    Kindergeldberechnung für.

    Wählen Sie bitte das Jahr aus, für das die Berech­nung des Kinder­gelds erfol­gen soll.

    Anzahl Kinder

    Geben Sie bitte die An­zahl Ihrer Kinder an. Dazu zählen auch Kinder aus einer anderen Beziehung, für das der andere Eltern­teil Kinder­geld bezieht (Zähl­kinder). Nach der Anzahl der Kinder und deren Geburten­folge ist die Höhe des Kinder­gelds je Kind gestaffelt. D.h. für das zuletzt geborene Kind gibt es ggf. mehr Kinder­geld als für das erstgeborene Kind.

    Alter und Status des Kindes

    Wählen Sie bitte eine der Möglich­keiten für das Kind aus. Beachten Sie bitte, die Kinder in der Rei­hen­folge ihrer Geburt anzu­geben, damit der Rechner die Staffelung des Kinder­gelds exakt berechnen kann.

    Als Zählkind wird bei der Berechnung des Kinder­geldes ein Kind aus einer anderen Beziehung bezeichnet, für das der andere Eltern­teil Kinder­geld bezieht. Für dieses Kind erhält man zwar kein Kinder­geld, es wird aber für die Kinder­geld­berechnung berück­sichtigt, also mitgezählt. Der Vorteil ist, dass die Anzahl der Kinder rechnerisch höher gesetzt wird. Dadurch erhöht sich das Kinder­geld, denn es wird ab dem 3. Kind und ab dem 4. Kind jeweils herauf­gesetzt. Indem das Zählkind mitgezählt wird, können somit jüngere (Halb-) Geschwister in der Kinder­geldhöhe aufrutschen.

    Falls das Kind noch minderjährig ist, besteht grund­sätz­lich Anspruch auf Kinder­geld. Bis zur Vollendung des 18. Lebens­jahres wird Kinder­geld für alle Kinder gezahlt. Darüber hinaus nur unter bestimmten zusätz­lichen Voraus­setzungen.

    Arbeit suchend und unter 21

    Es besteht Anspruch auf Kinder­geld, falls das voll­jährige Kind noch nicht 21 Jahre alt ist und bei der Agentur für Arbeit als Arbeit suchend gemeldet ist.

    Schüler, Azubi oder Student und unter 25

    Es besteht Anspruch auf Kinder­geld, falls das volljährige Kind noch nicht 25 Jahre alt ist und noch in allge­meiner Schul­ausbildung, erster Berufs­ausbildung, im Studium oder auf der Suche nach einem Ausbil­dungs­platz ist. Auch für eine weitere Ausbildung kann Kinder­geld bis zum 25. Lebens­jahr bezogen werden, sofern das Kind keiner Erwerbs­tätigkeit nachgeht. Ausnahme hiervon ist eine Erwerbs­tätigkeit bis zu 20 Wochen­stunden, ein Minijob oder die Ausbildungs­vergütung selbst. Auch bei einem dualen Studium wird Kinder­geld gezahlt. Ein Master­studium nach einem erreichten Bachelor-Abschluss ist als Erst­ausbildung zu werten.

    Behindert und erwerbslos

    Es besteht Kinder­geld­anspruch ohne altersmäßige Begrenzung für behinderte Kinder, die aufgrund ihrer Behinderung nicht selbst in der Lage sind, für ihren Unter­halt aufzukommen, Die Behinderung muss vor Vollendung des 25. Lebens­jahres vorhanden gewesen sein.

    Keine der Optionen trifft zu

    Falls das Kind keines der obigen Kriterien erfüllt, wird es nicht für das Kinder­geld berück­sichtigt.

    Beispiel für die Berechnung des Kindergelds

    Herr und Frau Berg führen eine sogenannte Patchworkfamilie und möchten wissen, wie viel Kindergeld ihnen zusteht

    • Herr Berg hat aus erster Ehe zwei Söhne: Adam (27 Jahre alt und Student) sowie Ben (22 Jahre alt und Student), der bei der Mutter lebt.
    • Frau Berg hat aus erster Ehe eine Tochter Corinna (19 Jahre alt und Arbeit suchend), die noch zu Hause bei den Bergs wohnt.
    • Das Nesthäkchen, die 5 Jahre alte Dana ist das gemeinsame Kind der Bergs.

    1. Prüfen, für welche Kinder ein Anspruch auf Kindergeld besteht

    2. Prüfen, wer den Anspruch auf Kindergeld hat

    3. Prüfen, welche Zeile der Kindergeldtabelle auf welches Kind zutrifft

    Die aktuelle Kindergeldtabelle sieht folgendermaßen aus:

    Doch wer ist im Falle von Familie Berg das erste, zweite und oder dritte Kind?

    4. Kindergeldtabelle auslesen

    Nun müssen die Werte nur noch aus der hier nochmals aufgeführten Kindergeldtabelle gelesen werden.

    Barer Vorteil durch Zählkind

    Dank des Zählkindes Ben erhalten die Bergs etwas mehr Kindergeld. Denn wegen Ben sind Corinna und Dana in der Tabelle weiter vorgerückt, wodurch letztlich für Dana ein monatlicher Anspruch von 200 € statt 194 € besteht.

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Kindergeld

    Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Kindergeld

    Источники: http://www.kindergeldinfo.de/kindergeld_rechner.php, http://www.kindergeld.org/kindergeldrechner.html, http://www.smart-rechner.de/kindergeld/rechner.php