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Lohnsteuer selber machen

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Steuererklärung selber machen – es lohnt sich!

Du wolltest schon immer mal Geld geschenkt bekommen? Davon schön Urlaub machen? Oder endlich das kaufen, was Du schon lange haben willst? Das geht schneller als Du denkst: Gib einfach Deine Steuererklärung ab. Wenn Du die Steuererklärung selber machst, sparst Du noch mehr! Du brauchst dafür keinen teuren Steuerberater – mit unseren Hinweisen kann nichts mehr schiefgehen. Im Durchschnitt bekommt jeder, der eine Steuererklärung abgibt, Geld zurück. Das kann sich sehen lassen!

Steuererklärung selber machen: So geht´s – schnell und bequem

Damit es mit der Rückzahlung klappt, wenn Du die Steuererklärung selber machst, musst Du Abgabefristen beachten. Dabei macht es einen Unterschied, ob Du die Steuererklärung abgeben musst oder dies freiwillig tun.

Wenn Du die Steuererklärung freiwillig abgibst, hast Du theoretisch 4 Jahre Zeit. Die Steuererklärung von 2015 muss also spätestens am 31.12.2019 beim Finanzamt sein. Dieser Termin ist zwingend – sobald Du ihn um nur einen Tag verpasst, wird die Steuererklärung nicht mehr bearbeitet. Dann war die Mühe, die Steuererklärung selber zu machen, umsonst. Praktisch wäre Dir zu empfehlen, schon früher damit anzufangen. Du wirst sehen: Nach einem Jahr findest Du die benötigten Unterlagen schneller, als wenn Du erst 3 Jahre danach damit anfängst.

Du bist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, wenn Du

  • gleichzeitig mehrere Arbeitgeber hattest.
  • unversteuerte Einkünfte über 410 EUR bekommen hast (Rente, Honorare, Mieteinnahmen).
  • einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hast.
  • Lohnersatzleistungen bezogen hast (Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld).
  • verheiratet bist und beide Partner in Steuerklasse IV eingetragen sind oder ein Ehepartner in Steuerklasse V ist.

Dann gelten für Dich andere Fristen, auch wenn Du deine Steuererklärung selber machen willst. Bei einer verpflichtenden Steuererklärung musst Du diese bis zum 31.5. im folgenden Jahr abgeben. Die Steuererklärung von 2017 muss also bis zum 31.5.2018 eingegangen sein. Wenn dieser Tag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, verlängert sich die Abgabefrist bis zum Montag.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Zwar ist der 31.5. der offizielle Termin für die Abgabe, allerdings bekommst du noch keine Strafe, wenn Du ein paar Tage später dran bist. Wenn es nur ein paar Tage sind, hast Du also keinen Grund zur Sorge. Falls Du deutlich länger brauchst, solltest Du vor dem 31.5. eine Fristverlängerung beantragen. Wenn Du die Steuererklärung nicht selber machst, sondern einen Steuerberater beauftragst, verlängert sich die Frist automatisch auf den 31.12.

smartsteuer – Die Online-Lösung für meine Steuererklärung

  • Steuererklärung in maximal 90 Minuten
  • Online ausfüllen
  • Keine Software oder Installation notwendig
  • Sichere Übermittlung Deiner Daten direkt ans Finanzamt
  • Bezahlt wird erst am Ende

Steuererklärung selber machen: 2 Möglichkeiten

Du hast 2 Möglichkeiten, wenn Du Deine Steuererklärung selber machen willst:

  • die verkürzte Steuererklärung

Die verkürzte Steuererklärung macht dann Sinn, wenn Du Student oder Ferienjobber bist. Dann hast Du meistens Werbungskosten unter 920 EUR und keine weiteren Ausgaben, die Du versteuern musst. Falls Du dann die Steuererklärung selber machst, benötigst du nur den Mantelbogen und das Formular N.

Wenn Du andere Einkünfte hast, die Du versteuern musst, benötigst Du mehrere Formulare und Anlagen. Aber keine Angst, Du kannst trotzdem Deine „normale“ Steuererklärung selber machen. Professionelle Softwarelösungen wie beispielsweise smartsteuer von Lexware können Dich dabei unterstützen. Der Aufwand ist überschaubar – und es lohnt sich!

Wenn Du mit Deiner Steuererklärung beginnst, musst Du zuerst die passenden Formulare besorgen. Die gibt es zum Download im Internet. Damit Du weißt, welche Du brauchst, gibt es ein paar Faustregeln:

  • Anlage N: für Arbeitnehmer (Lohn, Werbungskosten, Arbeitnehmersparzulage etc.)
  • Anlage KAP: für alle, die sparen (Kapitalvermögen)
  • Anlage R: für Rentner (Rente und wiederkehrende Leistungen)
  • Anlage AV: für die Altersvorsorge (Beiträge zur Altersvorsorge)
  • Anlage V: für Vermieter (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)
  • Anlage Kind: für Eltern (Angaben zum Kind/zu Kindern)
  • Anlage VL: für alle, die sparen (vermögenswirksame Leistungen)

Außerdem musst Du auch immer einen Mantelbogen ausfüllen. Dort trägst Du die Angaben zu Deiner Person, die Steuernummer und Deine Bankverbindung ein.

Wenn Du eine Steuererklärung selber machen willst, solltest Du außerdem die Begriffe Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen kennen. Unter Sonderausgaben werden Kosten zur Kranken- und Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Altersvorsorge, Kirchensteuer, Unterhalt, Spenden, Kosten für die erste Ausbildung und Schuldgeld verstanden. Außergewöhnliche Belastungen sind Krankheitskosten (Zuzahlung Medikamente, Arztkosten, Fahrtkosten), Pflegekosten für die Eltern und auch Beerdigungskosten. Diese Kosten musst Du bei Deiner Steuererklärung angeben.

Damit Du auch wirklich das Geld zurückbekommst, was Dir zusteht, musst Du schon ein paar Dinge beachten, bevor Du Deine Steuererklärung selber machst: Vermeide beispielsweise, Handwerker bar zu bezahlen. Es kann sein, dass das Finanzamt Belege als Beweis fordert. Bei Barzahlung bekommt man in der Regel keinen Beleg und kann den bezahlten Betrag nicht nachweisen.

Oftmals wohnt man in der Wohnung seiner Eltern oder der größeren Verwandtschaft. Setze auch hier unbedingt einen rechtlich korrekten Mietvertrag auf. Denn nur so können Deine Eltern oder Verwandten die Mieten von der Steuer absetzen. Als Mieter hast Du steuerlich zwar keinen Vorteil, wohnst dafür aber meistens günstiger. Um die Kosten erstattet zu bekommen, achte bitte darauf, dass die Miete mindestens 75% des Mietdurchschnitts in deiner Gegend beträgt.

Steuererklärung selber machen: Mit einer Software noch schneller zum Geld

Neben der Möglichkeit, eine Steuererklärung selber zu machen, gibt es auch die Möglichkeit, eine Software dazu zu nutzen. Diese hat den Vorteil, dass Du wie in einem Interview nach den benötigten Daten abgefragt wirst. So ist die Wahrscheinlichkeit, etwas zu vergessen, für Dich weitaus geringer und Du bekommst somit mehr Geld vom Finanzamt zurück. Außerdem sammeln und sortieren solche Softwarelösungen auch Belege – damit sind alle Nachweise griffbereit, falls das Finanzamt anfragt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Programm alle Formulare bereitstellt, die Du benötigst. So ersparst Du Dir die Suche im Internet und bekommst immer die passenden Formulare vorgeschlagen. Auch um die Übermittlung zum Finanzamt musst Du Dir keine Sorgen machen – auch dies übernimmt beispielsweise die Software smartsteuer von Lexware, der Marktführer auf dem Gebiet Steuern. Mach problemlos Deine Steuererklärung selber und das Geld für die nächste Traumreise ist gesichert!

So machen Sie Ihre Steuererklärung 2017

Mit einer Software geht es schnell und einfach

Mit der Software SteuerSparErklärung haben Sie Ihre Steuererklärung schnell und bequem vom Tisch. Der Rote Faden führt per Interviewmodus auch den Steuerlaien sicher durch die Steuererklärung. Und nach der Steuererklärung lassen wir Sie nicht allein: Mithilfe der Software kann der Steuerbescheid des Finanzamts überprüft werden. Unstimmigkeiten werden dabei exakt aufgelistet und Formulierungsvorschläge für den Einspruch beim Finanzamt gegeben.

Beachten Sie die Abgabefristen

  • Sie einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug beantragt haben,

Wichtige Steueränderungen für 2017

Grundfreibetrag wird erhöht

Der Grundfreibetrag beträgt seit dem 1.1.2017 8.820 Euro. Als Ausgleich der 2014 und 2015 entstandenen kalten Progression werden zusätzlich die Eckwerte des Steuertarifs um 0,73 % angehoben. Das entspricht der Inflationsrate des Jahres 2016 und führt ab 2017 zu einer zusätzlichen Steuerentlastung. Der Eingangssteuersatz von 14 Prozent bleibt konstant.

Schreib- und Rechenfehler: Korrektur möglich

Hat der Steuerpflichtige bei der Erstellung seiner Steuererklärung einen Schreib- oder Rechenfehler eingebaut und dies nicht innerhalb der Einspruchsfrist gemerkt, war bisher keine Änderung des Steuerbescheids mehr möglich.

Durch die neue Vorschrift des § 173a AO können Steuerpflichtige ab dem 1.1.2017 ihre Fehler korrigieren lassen. Danach muss das Finanzamt Steuerbescheide aufheben oder ändern, soweit dem Steuerpflichtigen bei Erstellung seiner Steuererklärung Schreib- oder Rechenfehler unterlaufen sind und er deshalb dem Finanzamt Tatsachen unzutreffend mitgeteilt hat.

Steuerbescheide: Bekanntgabe auch elektronisch erlaubt

Wer seine Steuererklärung per ELSTER abgibt, wird normalerweise vom Finanzamt per E-Mail informiert, wenn der Steuerbescheid im ELSTER-Portal abgerufen werden kann. Zusätzlich erhält der Steuerpflichtige seinen Steuerbescheid auf Papier per Post zugeschickt. Für den Beginn der Einspruchsfrist war die Benachrichtigung durch die E-Mail bisher unerheblich. Erst mit Bekanntgabe des Papier-Steuerbescheids begann die Einspruchsfrist zu laufen.

Das wird sich ändern, denn Steuerbescheide dürfen ab 2017 elektronisch bekannt gegeben werden. Der neu eingeführte § 122a AO macht es möglich. Allerdings geht das nur, wenn Sie der elektronischen Bekanntgabe zustimmen. Auch Einspruchsentscheidungen dürfen – mit Ihrer Zustimmung – zukünftig elektronisch bekannt gegeben werden.

Der elektronische Bescheid gilt am dritten Tag nach Absendung der elektronischen Benachrichtigung über die Bereitstellung der Daten als bekannt gegeben.

Spendenbescheinigungen: Vorlage nur noch auf Anforderung des Finanzamts

Selbst wer seine Steuererklärung per ELSTER und Zertifikat und damit komplett elektronisch versendet, musste bisher bestimmte vorgeschriebene Belege auf dem Postweg hinterherschicken. Damit soll es nun vorbei sein. Denn das Finanzamt fordert die Belege, die es sehen will, nur noch bei Bedarf an. Sie müssen von sich aus also keine Belege mehr einreichen. Das gilt insbesondere für Spendenquittungen, die Sie bisher zwingend vorlegen mussten.

Aus der Vorlagepflicht wird damit eine Aufbewahrungspflicht. Belege, die nicht vom Finanzamt angefordert werden, müssen Sie ab Erhalt des Steuerbescheids noch ein Jahr aufheben (§ 50 Abs. 8 EStDV). Die Vorschrift gilt für alle Zuwendungen, die ab 1.1.2017 dem Spendenempfänger zufließen.

Belege: Elektronische Übermittlung erlaubt

Fordert das Finanzamt ausnahmsweise Belege an, dürfen Sie diese auch elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Das gilt zum Beispiel für Bescheinigungen der Kapitalertragssteuer (§ 45a EStG). Diese Regelung gilt bereits seit dem 23.7.2016.

Automatisch erlassene Steuerbescheide werden möglich

Die Zeiten, dass ein Sachbearbeiter jede Steuererklärung persönlich bearbeitet und Punkt für Punkt prüft, sind endgültig vorbei. Besteht für das Finanzamt kein Anlass zu einer individuellen Prüfung, darf die Prüfung der Steuererklärung, Steuerberechnung und Steuerfestsetzung vollständig automationsgestützt erfolgen. Die Finanzbeamten sollen sich dadurch auf die wirklich prüfungsbedürftigen Steuerveranlagungen konzentrieren können (§ 155 Abs. 4 und 5 AO).

Erlaubt ist deshalb der Einsatz eines Risikomanagementsystems, mit dem einzelne Fälle für eine individuelle Prüfung ausgewählt werden. Eine Steuererklärung muss auch dann individuell geprüft werden, wenn der Steuerpflichtige in seiner Steuererklärung entsprechende Angaben macht (§ 88 Abs. 5 AO).

Verbindliche Auskunft: Finanzamt muss schneller entscheiden und darf nur einmal Gebühren erheben

Über einen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft soll das Finanzamt in Zukunft (Eingang des Antrags ab dem 1.1.2017) innerhalb von sechs Monaten ab Eingang des Antrags entscheiden. Ist in dieser Zeit eine Entscheidung nicht möglich, müssen dem Antragsteller die entsprechenden Gründe mitgeteilt werden.

Gibt es mehrere Antragsteller, wird für eine einheitlich erteilte verbindliche Auskunft nur eine Gebühr erhoben (§ 89 Abs. 2 und 3 AO).

Falsche Daten der Rentenversicherung oder einer anderen Stelle können korrigiert werden

Viele Daten der Steuerpflichtigen werden heute bereits elektronisch an das Finanzamt übermittelt, so zum Beispiel die Höhe der Rentenzahlungen, Lohnersatzleistungen und Krankenversicherungsbeiträge. Eine neue Korrekturvorschrift sorgt zugunsten der Steuerpflichtigen für mehr Rechtssicherheit. Denn stellt sich heraus, dass die übermittelten Daten falsch sind, muss der Steuerbescheid aufgehoben oder geändert werden – und zwar auch dann, wenn die Einspruchsfrist schon längst abgelaufen ist (§ 175b AO).

Behinderten-Pauschbetrag: Nachweis einer Behinderung wird erleichtert

Wenn Sie den Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie dem Finanzamt entsprechende Unterlagen zu Ihrer Behinderung vorlegen. In Zukunft ist dieser Nachweis nicht mehr jedes Jahr nötig, sondern nur noch erforderlich, wenn Sie den Behinderten-Pauschbetrag zum ersten Mal beantragen oder sich etwas ändert (z. B. Grad der Behinderung) oder das Finanzamt diesen anfordert.

Ab 2017 gibt es für das erste und zweite Kind ein Kindergeld in Höhe von 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind je 223 Euro.

Der Kinderfreibetrag fällt ab 2017 mit 4.716 Euro ebenfalls etwas höher aus. Der Erziehungsfreibetrag bleibt unverändert bei 2.640 Euro.

Der Kinderzuschlag wird ab dem 1.1.2017 auf 170 Euro monatlich angehoben, 2016 lag er bei 160 Euro. Ihn erhalten Eltern, die zwar ihren eigenen Lebensunterhalt selbst bestreiten können, aber nicht genug Geld haben, um auch den Bedarf für ihre Kinder zu decken.

Für Kinder von bis zu fünf Jahren gibt es ab 1.1.2017 einen Unterhaltsvorschuss von 152 Euro pro Monat, für ältere Kinder von 203 Euro pro Monat.

Entsprechend der Änderung beim Grundfreibetrag erhöht sich auch der Unterhaltshöchstbetrag ab 2017. Er beträgt dann 8.820 Euro. Durch die Erhöhung können auch höhere Unterhaltsleistungen steuerlich geltend gemacht werden.

Steueränderungen für Selbstständige ab 2017

Am 29.6.2016 hat das Bundeswirtschaftsministerium den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie vorgelegt. Das Gesetzgebungsverfahren läuft noch und wird voraussichtlich im Februar 2017 abgeschlossen.

Grenze für die Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen

Die Grenze für die vierteljährliche Lohnsteuer-Anmeldung soll von bisher 4.000 Euro auf 5.000 Euro angehoben werden. Dadurch bleibt einigen Unternehmern die monatliche Lohnsteuer-Anmeldung erspart.

Aufbewahrungspflicht von Lieferscheinen

Die bisherige Aufbewahrungspflicht von Lieferscheinen soll entfallen. Sie soll jeweils mit Erhalt oder Versand der Rechnung enden.

Anhebung der Kleinbetragsgrenze bei Rechnungen

Für Rechnungen bis zu 150 Euro gelten bisher einfachere Vorschriften: Auf Name und Adresse des Käufers, Rechnungsnummer sowie Ausweis des Nettobetrags und der Umsatzsteuer wird hier verzichtet. Es genügt die Angabe des Bruttobetrags und des Umsatzsteuersatzes (7 % oder 19 %). Das ist vor allem bei Bargeschäften eine große Erleichterung. Diese sogenannte Kleinbetragsgrenze soll nun auf 200 Euro erhöht werden.

Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge bei Arbeitgebern

Seit 1996 sind die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber an die Einzugsstellen zahlen müssen, früher fällig. Das bringt große Probleme bei der Lohnabrechnung mit sich. Eine „vereinfachte Lösung“ in Bezug auf die Fälligkeit und Berechnung der Beiträge soll den Unternehmern Entlastung bringen.

Wichtige Muster-Briefe

Wer nicht muss, der kann – die freiwillige Steuererklärung

Wenn es schnell gehen muss: Unvollständige Steuererklärung

Lexikon-Begriffe

Wenn es noch schneller gehen muss: Versand per Elster

Ihre Steuererklärung senden Sie am schnellsten elektronisch per ELSTER via Internet ans Finanzamt. Dadurch ersparen Sie auch dem Finanzamt das Erfassen der Daten. Das hat Vorteile für Sie: Erstens geht die Bearbeitung schneller. Und zweitens können beim Finanzamt keine Eingabefehler mehr auftreten.

Müssen Sie die Abgabefrist einhalten, heißt es aber aufgepasst: Versenden Sie Ihre Steuererklärung elektronisch per ELSTER ohne digitale Signatur, zählt bei dieser Versandart nicht der Zeitpunkt der elektronischen Übermittlung. Entscheidend ist der Eingang der komprimierten Steuererklärung. Wenn diese erst nach dem 31.12. beim Finanzamt eingeht, haben Sie die Frist versäumt. Versenden Sie mit digitaler Signatur, haben Sie Ihre Steuererklärung mit erfolgreicher Übersendung wirksam abgegeben und damit Ihre Pflicht als Steuerzahler getan.

Form der Steuererklärung: Handschriftlich oder mit PC – beides geht

Belege und Nachweise: Finger weg von Manipulationen und erfundenen Aufwendungen

Wenn Sie bestimmte Aufwendungen von der Steuer absetzen wollen, müssen Sie diese nachweisen. Das geht am einfachsten mit Quittungen und Rechnungen oder anderen Belegen. Sammeln und sortieren Sie diese am besten schon während des Jahres. Wenn Sie am Jahresende vor unzähligen Ordnern stehen, die Sie erst nach steuerlich relevanten Belegen durchsuchen müssen, oder Sie eine ungeordnete Schachtel voller Quittungen vor sich haben, vergeht Ihnen die Lust auf die Steuererklärung.

Verwenden Sie nur eigene Quittungen, die Sie selbst oder Ihr Ehepartner bezahlt haben. Von einem Tausch von Belegen unter Freunden oder Kollegen oder gar von einem Kauf fremder Quittungen lassen Sie besser die Finger! Denn das ist verboten! Auch das Ausstellen unrichtiger Belege oder das „Berichtigen“ eines Belegs kann eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung nach sich ziehen.

Machen Sie es sich leichter: Wertvolle Arbeitshilfen

Ihr Steuerbescheid kommt: Sorgfältig prüfen

Nachdem Ihre Steuererklärung bei der Steuerverwaltung bearbeit wurde erhalten Sie Ihren Steuerbescheid per Post oder via Elsteronline. Lesen Sie Ihren Steuerbescheid von vorne bis hinten ganz genau durch? Eher nicht, oder? Wichtig ist doch nur, ob unter dem Strich das rauskommt, was Sie sich an Erstattung oder Nachzahlung ausgerechnet haben. Aber was, wenn da ein ganz anderer Betrag steht und Sie im schlimmsten Fall statt der erwarteten Erstattung kräftig Steuern nachzahlen müssen?

Abweichungen von der Einkommensteuererklärung sind allerdings leider nicht immer so offensichtlich. Der Teufel steckt oft im Detail. Nehmen Sie deshalb nicht nur Ihren Steuerbescheid genau unter die Lupe. Ein wichtiger Punkt, den Sie besonders sorgfältig prüfen sollten, ist der Vorläufigkeitsvermerk. Denn in diesen Punkten bleibt Ihr Steuerbescheid offen und kann später noch zu Ihren Gunsten geändert werden, auch wenn die einmonatige Einspruchsfrist schon längst abgelaufen ist.

Fehler im Steuerbescheid: Einspruch einlegen

Einspruchsfrist abgelaufen (I): Antrag auf Wiedereinsetzung

Haben Sie die Einspruchsfrist versäumt, kann ein „Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ helfen. Dieser kann aber nur dann Erfolg haben, wenn Sie die Einspruchsfrist ohne Verschulden versäumt haben. Geht Ihr Einspruchsschreiben auf dem Postweg verloren, sind Sie längere Zeit wegen Urlaub oder Dienstreise abwesend oder erkranken Sie plötzlich schwer, kann dies eine Wiedereinsetzung rechtfertigen und Sie können trotz Fristversäumung doch noch Einspruch einlegen.

Hier hängt viel von den Umständen des Einzelfalls ab. Mal urteilen die Gerichte ziemlich streng, mal großzügig – wie in diesem Fall: Ein Familienvater hatte seine drei Kinder im Alter von 13 bis 17 Jahren angewiesen, nach der Schule den Briefkasten zu leeren, die Post sorgfältig von der Reklame zu trennen und auf seinen Schreibtisch zu legen. Den Steuerbescheid übersahen die Kinder jedoch. Der Vater fand ihn im Altpapier, nachdem die Einspruchsfrist bereits abgelaufen war. Die Kinder bestätigten vor Gericht diese Darstellung. Dem Gericht reichte das als Nachweis, dass der Vater ohne Verschulden die Einspruchsfrist versäumt hatte. Ihm wurde Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt.

Einspruchsfrist abgelaufen (II): Antrag auf Änderung eines bestandskräftigen Steuerbescheids

Der SteuerBerater für jeden

Wenn die Steuererklärung ansteht, ist es meist schon zu spät, um alle Steuersparmöglichkeiten auszuschöpfen. Treffen Sie rechtzeitig die richtigen steuerlichen Entscheidungen und nutzen Sie die Gestaltungsmöglichkeiten zu Ihrem Steuervorteil. Steuerfälle werden lebensnah und praxisgerecht abgebildet. Sofort umsetzbare Steuertipps, Mustereinsprüche und Beispiele zeigen Ihnen klipp und klar, wie Sie Steuern sparen können.

Finanzamt ändert Steuerbescheid zu Ihrem Nachteil: Einspruch

Für eine Änderung zu Ihren Gunsten hat der Gesetzgeber die Hürden sehr hoch gelegt. Aber auch das Finanzamt kann einen bestandskräftigen Steuerbescheid nicht so einfach ändern. Und das ist gut so, denn das ist natürlich immer eine Änderung zu Ihrem Nachteil.

Und wenn Ihnen doch mal ein geänderter Steuerbescheid vom Fiskus ins Haus flattert? Gegen die Änderung Ihres Steuerbescheids sollten Sie zum einen Einspruch einlegen, wenn Sie damit nicht einverstanden sind. Zum anderen sollten Sie aber gleichzeitig überprüfen, ob nicht auch eine Änderung zu Ihren Gunsten möglich ist. Ändert das Finanzamt zum Beispiel einen Steuerbescheid wegen nachträglich festgestellter Einnahmen bei einem Steuer-Sparer, können mit einem Einspruch gegen die Änderung alle im Zusammenhang mit diesen Einnahmen stehenden Aufwendungen steuermindernd geltend gemacht werden.

Das Finanzamt macht einen Fehler: Schadensersatz?

Gesetze und Erlasse

Die Klage vor dem Finanzgericht: Nur was für Profis?

Das Finanzamt hat Ihren Einspruch ganz oder teilweise mit einer Einspruchsentscheidung abgelehnt. Wer jetzt zu seinem Recht kommen will, muss den nächsten Schritt gehen: Das ist die Klage vor dem Finanzgericht. Klagen oder nicht? Das ist die Frage, die Sie sich stellen müssen. Denn anders als der Einspruch entstehen bei einer Klage teilweise erhebliche Kosten.

Gegen welche Bescheide kann ich klagen? Wann beginnt die Klagefrist, wann endet sie und was kann ich tun, wenn ich die Klagefrist versäumt habe? Wie formuliere ich eine Klage richtig? Verschicke ich die Klage per Fax, per E-Mail oder per Post? Wann muss ich vor Gericht erscheinen und wann verzichtet das Gericht auf eine mündliche Verhandlung? In welchen Fällen entscheidet das Gericht durch Urteil und wann erhalte ich einen Gerichtsbescheid? Warum ist eine Erledigung besser als eine Rücknahme der Klage? Mit diesen und noch mehr Fragen müssen Sie sich ebenfalls auseinander setzen. Klingt kompliziert und ist es auch. Unser kleiner Ratgeber zur Klage vor dem Finanzgericht zeigt Ihnen mit vielen Steuertipps, was Sie bei einer solchen Klage beachten müssen.

Selbstanzeige: Das Wichtigste in Kürze

Wenn Sie Steuern hinterzogen haben und eine Selbstanzeige planen, dann raten wir auf jeden Fall dazu, einen Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzuzuziehen! Die wichtigsten Grundlagen, die Sie natürlich selbst kennen sollten, haben wir in einem kostenlosen Ratgeber für Sie zusammengefasst: Wir erklären Ihnen, wann eine Selbstanzeige möglich ist, wer sie einreichen kann und wo, was angezeigt werden muss, ob es Formvorschriften gibt und was nach der Selbstanzeige passiert.

Ist die Steuererklärung für 2017 dann in trockenen Tüchern, heißt es es erstmal „zurücklehnen und entspannen“. Aber leider folgt auf jede Steuererklärung die des nächsten Jahres, und da heißt es gut gerüstet sein und jeden Steuertipp mitnehmen. Deswegen haben wir Ihnen auch hier die wichtigsten Neuigkeiten zur Steuererklärung 2018 zusammengestellt.

Interessante Beiträge zu diesem Thema:

Der Blick in Gesetze und Durchführungsverordnungen könnte wahrscheinlich oft helfen – wären sie denn bloß verständlich geschrieben! Die Akademische Arbeitsgemeinschaft hat es sich schon seit den 1970er Jahren zur Aufgabe gemacht, Steuer-Kauderwelsch in verständliche Sprache und konkrete Tipps zu übersetzen. Und das mit großem Erfolg. Profitieren auch Sie von unserem Wissen! Einige wichtige Beispiele finden Sie im folgenden Text.

Das Finanzamt hat Ihren Einspruch ganz oder teilweise mit einer Einspruchsentscheidung abgelehnt. Wer jetzt zu seinem Recht kommen will, muss den nächsten Schritt gehen: Das ist die Klage vor dem Finanzgericht. Sind Sie sich nicht sicher, ob die Klage für Sie der richtige Weg ist? Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung. In dieser Broschüre erfahren Sie,

Die Steuererklärung – oft lästige Pflicht, der man aber gerne nachkommt, wenn am Ende eine schöne Steuererstattung winkt. In dieser Broschüre lesen Sie alles zu den Formalien, die Sie bei der Einkommensteuererklärung beachten müssen.

Lesen Sie Ihren Steuerbescheid von vorne bis hinten durch? Eher nicht, oder? Wichtig ist doch nur, ob unter dem Strich das herauskommt, was Sie sich an Erstattung oder Nachzahlung ausgerechnet haben. Und wenn da ein ganz anderer Betrag steht oder Sie im schlimmsten Fall statt der erhofften Erstattung kräftig Steuern nachzahlen müssen?

Wenn Sie Steuern hinterzogen haben und eine Selbstanzeige planen, dann raten wir auf jeden Fall dazu, einen Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzuzuziehen! Die wichtigsten Grundlagen – beispielsweise wann, wo und wie – sollten Sie natürlich selbst kennen. Aber die Untiefen des deutschen Steuerrechts sind mitunter tückisch, und bevor alles ganz furchtbar schief geht und die Situation noch schlimmer wird, sollten Sie sich unbedingt von einem Fachmann unterstützen lassen.

Als Arbeitnehmer ist die Lohnsteuer Ihr täglicher Begleiter. Haben Sie sich nicht auch schon mal gewünscht am Monatsende etwas mehr Geld übrig zu haben? Gerade wenn Sie verheiratet sind, kann ein Steuerklassenwechsel Bares bringen. Wenn Sie wissen wollen, was Sie beim ändern der Steuerklasse zu beachten haben und wie ein solcher Wechsel funktioniert, hilft Ihnen diese kleine Broschüre.

News zum Thema

Neue Steuerleitlinien sollen grenzübergreifendes Anlegen erleichtern

[15.12.2017] Die EU-Kommission hat neue Quellensteuer-Leitlinien vorgelegt, die die Verfahren für grenzübergreifend tätige Anleger in der EU vereinfachen sollen. mehr

Jetzt noch freiwillig die Steuererklärung für 2013 abgeben!

[13.12.2017] Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, sondern diese freiwillig einreicht, hat dafür vier Jahre Zeit. Also nichts wie ran an die Steuererklärung für 2013! mehr

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Steuererklärung selber machen: Die besten Tipps!

Manche Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, scheuen die Kosten für einen Steuerberater und verzichten damit häufig auf eine Steuererstattung. Der Grund: In 9 von 10 Antragsveranlagungen gibt es Geld zurück.

Der Ausweg: SteuererklГ¤rung selber machen. Mit den richtigen Tipps und Tools ist das kein Problem – und als steuerlicher Laie mГјssen Sie selbst dann keine Angst vor dem Finanzamt haben, wenn Ihnen mal ein Fehler unterlГ¤uft.

Packen Sie es an und holen Sie sich Ihr Geld zurГјck. Wir zeigen Ihnen hier, wie einfach es ist!

Schritt für Schritt die Steuererklärung 2015 online ausfüllen

Die Steuerklärung 2015 am Beispiel smartsteuer ausfüllen und abgeben. Eine Steuererklärung abzugeben muss nicht kompliziert sein.

Steuererklärung selber machen: Wann sich der Aufwand lohnt

Gerade für Arbeitnehmer, von denen das Finanzamt keine Steuererklärung erwartet, lohnt es sich in der Regel, eine Steuererklärung selber zu machen. Denn durchschnittlich erhalten Steuerpflichtige mit Antragsveranlagung knapp 1.000 EUR zurück. Das liegt v. a. daran, dass das Finanzamt bei sämtlichen steuermindernden Ausgaben (z. B. Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Außergewöhnliche Belastungen, aber auch Mitgliedsbeiträge, Spenden etc.) nur die pauschalen Sätze bzw. Freibeträge abzieht. Wenn Ihre individuellen Ausgaben höher sind, können Sie diese nur in einer Steuererklärung geltend machen, ansonsten fallen sie unter den Tisch.

Und: Wer die Ausgaben für Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine scheut, kann seine Steuererklärung auch selber machen. Das ist kein Hexenwerk und lohnt sich besonders in folgenden Fällen:

  • Wenn Sie sehr hohe Werbungskosten haben und den Werbungskostenpauschbetrag Гјberschreiten.
  • Wenn Ihre auГџergewГ¶hnlichen Belastungen besonders hoch sind.
  • Wenn Sie verheiratet sind und trotz sehr unterschiedlicher Einkommen die Steuerklassenkombination IV/IV gewГ¤hlt haben.
  • Wenn Sie Ausgaben fГјr haushaltsnahe Dienst- oder Handwerkerleistungen haben.
  • Wenn Sie eine Haushaltshilfe beschГ¤ftigen.

Derartige Aufwendungen kann Ihr Arbeitgeber bei der Berechnung Ihrer monatlichen Lohnsteuer und des Lohnsteuerjahresausgleichs im Dezember nicht berücksichtigen. Daher ist zu erwarten, dass diese Kosten zu einer Steuererstattung führen, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben. Als Arbeitnehmer können Sie die Steuererklärung ohne Schwierigkeiten selber machen. Aber auch Arbeitnehmer und Selbstständige, die der Einkommenssteuerpflicht unterliegen, können Ihre Steuererklärung selber machen. Alles Wichtige dazu haben wir im Beitrag Steuererklärung 2015 (umgangssprachlich auch Lohnsteuererklärung 2015) für Sie zusammengefasst.

Sie haben wenig Ahnung von Steuern und Steuererklärung, möchten aber gerne Ihr Geld zurück haben? Dann nutzen Sie eine professionelle Steuersoftware. Für Angestellte ohne Einkünfte aus selbstständiger Arbeit reicht eine günstige Steuersoftware. Dies ist auch viel einfacher als die Nutzung von Elster-Formular.

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Steuererklärung selber machen ist einfach

Die Antragsveranlagung (wenn man nicht verpflichtet ist eine Steuererklärung zu machen) erfordert keine besonderen Kenntnisse im Steuerrecht und auch keinen gesonderten Antrag. Es genügt schon, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben, auch eine vereinfachte Steuererklärung ist ausreichend. Das dazu notwendige Formular umfasst gerade einmal 2 Seiten, sodass Sie die Steuererklärung problemlos selber machen können. In das Formular tragen Sie neben den Daten aus Ihrer elektronischen Lohnsteuerkarte die Höhe der entsprechenden Kosten ein. Dieses Formular müssen Sie unterschreiben und gegebenenfalls zusammen mit Belegen an das für Ihren Wohnort zuständige Finanzamt schicken oder persönlich dort abgeben.

Steuererklärung selber machen: ELSTER versus Steuersoftware

Aber auch wenn Sie zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung verpflichtet sind, können Sie Ihre Steuererklärung selber machen. Als Privatperson haben Sie die Wahl zwischen der Verwendung der Steuerformulare, die Sie bei den Finanzämtern sowie in Kommunalbehörden erhalten, oder der elektronischen Abgabe der Steuererklärung. Dieses Verfahren können Sie mithilfe der komplizierten Software ohne Hilfefunktion der Finanzbehörden, ELSTER-Formular, durchführen oder auf professionelle Steuersoftware zurückgreifen.

Mit diesen Programmen können Sie auch als Laie einfach und sicher eine inhaltlich richtige und vor allem in Bezug auf Ihre Ausgaben steueroptimierte Steuererklärung abgeben. Über die sogenannte ELSTER-Schnittstelle wird am Ende Ihrer Erstellung die Steuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermittelt.

Die Website "Meine erste Steuererklärung" bietet Hilfe für alle die noch nie eine Steuererklärung abgegeben haben! Hier findet sich auch eine einfache Schritt für Schritt Anleitung!

Ideal für den Fall, dass Sie Ihre Steuererklärung selber machen möchten, ist die Verwendung einer komfortablen Steuersoftware wie TAXMAN oder einer anderen Lösung aus unserem Steuersoftware Test. Die Software führt Sie Schritt für Schritt durch Ihre Steuererklärung und gibt Ihnen zu jedem Punkt ausführliche Erläuterungen. Dabei erhalten Sie auch Tipps, welche Steuersparmöglichkeiten Sie nutzen können. Detaillierte Hinweise erinnern Sie an die Berücksichtigung einzelner Punkte, Alternativrechnungen tragen zur Optimierung bei. Einige Programme zeigen Ihnen im Verlauf der Eingaben die voraussichtliche aktuelle Steuererstattung oder Nachforderung des Finanzamts an.

Besonders komfortabel sind Belegmanager, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Belege unter Zuordnung zu einzelnen Kategorien zu erfassen, und diese später automatisch den jeweiligen Bereichen zuordnen. Dadurch sparen Sie Zeit und Mühe für das Durchsuchen Ihrer Belege. Zur Berechnung der Kosten, die für Dienstreisen, ein häusliches Arbeitszimmer oder andere Aufwendungen geltend gemacht werden, stehen Ihnen in der Steuersoftware entsprechende Tabellen zur Verfügung, die auf Wunsch auch ausgedruckt und der Steuererklärung als Anlage beigefügt werden können. Da die kommerziellen Steuerprogramme über eine Schnittstelle zum ELSTER-Portal verfügen, haben Sie außerdem die Möglichkeit, aus dem Steuerprogramm heraus die Steuererklärung online an das Finanzamt zu übermitteln.

Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererklaerung-selber-machen.html, http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt, http://www.steuern.de/steuererklaerung-selber-machen.html

Steuererklärung anlage kap

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Steuererklärung anlage kap

Anlage KAP zur Steuererklärung 2012

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Steuerformular Anlage KAP – Einkünfte aus Kapitalvermögen:

Download / Ausfüllen für Steuererklärung 2012 an Finanzamt (Veranlagung):

Anlage KAP oder alternativ Steuerformular Anlage KAP – Einkünfte aus Kapitalvermögen oder zur Startseite der Steuerformulare Einkommensteuer, wo Sie auch Steuervordrucke der Vorjahre finden. Klicken Sie im interaktiven Steuerformular für weitere (amtliche) Informationen und Hinweise auf den Button "Anleitung".

Pflicht zur Abgabe: Die Anlage KAP ist in den folgenden Fällen einzureichen, wenn

  • die Kapitalerträge nicht dem Steuerabzug (Abgeltungsteuer) unterlegen haben (z.B. bei ausländischen Kapitalerträgen oder Zinserträgen aus privat gewährten Darlehen)
  • keine Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, obwohl Sie kirchensteuerpflichtig wegen Religionszugehörigkeit sind
  • Sie den Steuereinbehalt dem Grunde oder der Höhe nach überprüfen lassen möchten
  • durch Sie ein Antrag auf Günstigerprüfung gestellt wird. Das Finanzamt wird dann prüfen, ob sich eine niedrigere Besteuerung Ihrer Kapitalerträge ergibt
  • die abgeltende Wirkung des Steuerabzugs aufgrund der Ausnahmeregelung des § 32 d Abs. 2 EStG nicht in Betracht kommt
  • Guthabenzinsen aus Bausparverträgen erzielen, die im Zusammenhang mit einem Darlehen für eine Vermietung stehen

Die Anlage KAP ist ebenfalls einzureichen, wenn einbehaltene inländische Kapitalertragsteuer, einbehaltener Solidaritätszuschlag oder einbehaltene Kirchensteuer im Zusammenhang mit anderen Einkunftsarten anzurechnen oder zu erstatten ist. Da die Finanzverwaltung per Gesetz durchgesetzt hat, dass auch Erstattungszinsen wegen vom Finanzamt zu spät zurückgezahlter Steuern als Kapitalvermögen zu versteuern sind, ist auch in diesen Fällen die Anlage KAP auszufüllen.

Nutzung von steuerlichen Vergünstigungen

Die Abgabe der Anlage KAP kommt in Betracht, wenn bestimmte steuerliche Vergünstigungen wie außergewöhnliche Belastungen (zum Beispiel Unterhaltszahlungen an bedürftige Personen) geltend gemacht werden. Bei der Ermittlung der Einkünfte und Bezüge eines auszubildenden volljährigen Kindes sind im Hinblick auf das Kindergeld Zinseinnahmen über dem Sparerpauschbetrag letztmalig für den Veranlagungszeitraum 2011 anzugeben.

  • Kapitalerträge, die dem Steuerabzug unterlegen haben
  • Kapitalerträge, die nicht dem Steuerabzug unterlegen haben
  • Kapitalerträge, die der tariflichen Einkommensteuer unterliegen
  • Erträge aus Beteiligungen, die gesondert und einheitlich festgestellt werden
  • Steuerabzugsbeträge, anzurechnende Steuern aus Kapitalerträgen, Beteiligungen und anderen Einkunftsarten sowie anzurechnende Quellensteuern nach der Zinsinformationsverordnung (ZIV)

Helfer für die Steuererklärung

Veranlagungswahlrecht

Für die Abgeltungsteuer gilt das so genannte Veranlagungswahlrecht. Wer meint, dass die Veranlagung der Kapitaleinkünfte zu einer niedrigeren Steuerbelastung führt, kann eine Einbeziehung der Kapitaleinkünfte in die Einkommensteuerveranlagung und damit die Besteuerung mit dem allgemeinen progressiven Einkommensteuertarif beantragen. Das Finanzamt prüft beide Alternativen und wendet die für den Steuerpflichtigen günstigere Variante an (sog. Günstigerprüfung). In der Regel kommt dies in Betracht, wenn die Steuerprogression in der Spitze unter dem Steuersatz für die Abgeltungsteuer liegt. Ein wichtiger Grund für das Einreichen der Anlage Kap zur Steuererklärung ist mithin, dass Sie den Steuereinbehalt dem Grunde oder der Höhe nach überprüfen lassen möchten. Die Finanzverwaltung gibt hierzu selber ein Beispiel:

Kapitalerträge, die der tariflichen Einkommensteuer unterliegen

Nicht immer beträgt der Steuersatz 25 Prozent. Nach § 32 d EStG unterliegen laufende Kapitalerträge aus sonstigen Kapitalforderungen jeder Art, aus stiller Gesellschaft und aus partiarischen Darlehen sowie – bei Beantragung – die Kapitalerträge aus einer unternehmerischen Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, der tariflichen Einkommensteuer. Zu den laufenden Kapitalerträgen aus sonstigen Kapitalforderungen jeder Art gehören auch die Zinsen aus einem Darlehen, das Sie an eine Ihnen nahe stehenden Person gewähren, wenn diese Person die Kreditzinsen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen kann. Mit der Ausnahme will der Gesetzgeber verhindern, dass die Parteien als nahestehende Personen einen so genannten Gestaltungsmissbrauch betreiben. Ein Sparer-Pauschbetrag wird auf diese Erträge nicht gewährt.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Sparerpauschbetrag

Mit der Einführung der Abgeltungsteuer ist der Sparerfreibetrag entfallen. Im wesentlichen hat er jedoch nur einen neuen Namen bekommen und er nennt sich jetzt Sparerpauschbetrag (§ 20 Abs. 9 EStG). Im Sparerpauschbetrag sind der frühere Sparerfreibetrag und der Werbungskostenpauschbetrag zusammengefasst worden. Der Sparerpauschbetrag beträgt 801 Euro bzw. 1.602 Euro bei Zusammenveranlagung. Der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Anlage KAP 2016 ausfüllen

Wie füllt man die Anlage KAP der Steuererklärung richtig aus?

Die Anlage KAP in der Steuererklärung ist für Einkünfte aus Kapitalvermögen vorgesehen und somit das wichtigste Formular für Anleger.

Die Abgabe der Anlage KAP zur Steuererklärung ist mittlerweile zwar nur noch für einen Teil der Privatanleger zwingend erforderlich, da mit der Abgeltungssteuer die Abgaben an den Fiskus auf Kapitalerträge bereits abgegolten sind, für manche Anleger könnte sich ein genauer Blick trotzdem lohnen.

Anlage KAP zwingend erforderlich

Verpflichtet zur Einreichung der Anlage KAP sind Investoren, die ihre Kirchenmitgliedschaft bei ihrer Bank nicht angegeben haben. Ein Muss ist die Abgabe der Anlage KAP auch für Anleger mit ausländischen thesaurierenden Fonds oder ausländischen Wertpapierdepots. Auch Kapitalerträge, die nicht der Abgeltungssteuer unterlegen haben, müssen in das Formular mit aufgenommen werden.

Günstigerprüfung ausnutzen

Für viele Investoren kann auch die freiwillige Abgabe der Anlage KAP durchaus sinnvoll sein. Vor allem Steuerpflichtige mit einem niedrigen Einkommen kann die so genannte Günstigerprüfung zu einem deutlichen Steuervorteil verhelfen.

Anlage KAP bei gemeinsamer Steuererklärung

Bei einer gemeinsamen Steuererklärung muss jeder Ehegatte eine eigene Anlage KAP ausfüllen. Bei Gemeinschaftkonten hat eine Aufteilung der Kapitalerträge zu erfolgen.

Anlage KAP richtig ausfüllen

Mit der nachfolgenden Übersicht erhalten Sie Zeile für Zeile kurze Erläuterungen, wie Sie die Anlage KAP richtig ausfüllen:

Quelle: Bundesministerium der Finanzen Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Ggf. zu viel entrichtete Abgeltungssteuer wird erstattet.

Hinweis: Auf einem Zusatzblatt muss die Ersatzbemessung erläutert und die richtigen Werte durch Belege nachgewiesen werden.

Hinweis: Wenn der Bank oder der Fondsgesellschaft zu den Beträgen in den linken Spalten der Zeilen 7 bis 11 Fehler unterlaufen sind, können in den jeweils rechten Spalten die korrigierten Beträge eingetragen werden.

Hinweis: Für Kapitalerträge, die dem normalen Steuertarif unterliegen, kann kein Sparerpauschbetrag angesetzt werden. Allerdings können bei diesen, anders als bei abgeltungssteuerpflichtigen Erträgen, Werbungskosten geltend gemacht werden. In die Zeilen 20 bis 24 müssen deshalb die um die Werbungskosten reduzierten Einnahmen eingetragen werden.

Anlage SO für Private Veräußerungsgeschäfte

Die Abrechnung privater Veräußerungsgeschäfte erfolgt über die Anlage SO. Gewinne unter der Freigrenze von 600 Euro bleiben allerdings steuerfrei.

Der gewinnbringende Verkauf einer vermieteten Immobilie ist innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerpflichtig. Für diesbezügliche Erträge sind die Zeilen 31 bis 40 vorgesehen. Der Verkauf eines selbstgenutzten Eigenheims bleibt steuerfrei.

Bei dem Verkauf anderer Wirtschaftsgüter, wie zum Beispiel hochwertiger Antiquitäten, Oldtimer oder Edelmetallen wie Goldbarren oder –münzen, müssen die Zeilen 41 bis 48 berücksichtigt werden. Allerdings sind diese nur steuerpflichtig, sofern zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt.

1. Bundesministerium der Finanzen (http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Home/home.html)

2. Formulare Anlage KAP: https://www.formulare-bfinv.de/

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VAA Newsletter – Ausgabe Mai 2012

Gesamten Newsletter als PDF laden

Steuererklärung: Wann ist die Anlage „KAP“ Pflicht?

In der Rubrik Steuer-Spar-Tipp des VAA Newsletters geben die Experten des VAA-Kooperationspartners Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag jeden Monat Ratschläge zur Steuer-Optimierung.

Mit Einführung der Abgeltungsteuer sollte das Besteuerungsverfahren für Einkünfte aus Kapitalvermögen vereinfacht werden und die Angabe von Kapitalerträgen in der Einkommensteuererklärung entfallen. Ganz ist dieses Ziel nicht erreicht worden. Es gibt noch immer zahlreiche Fälle, in denen die Kapitalerträge in der Steuererklärung angegeben werden müssen – und auch ohne Verpflichtung kann die Abgabe der Anlage KAP sinnvoll sein.

Es wurde keine Abgeltungsteuer auf die Kapitaleinkünfte erhoben: Kann auf die Kapitalerträge keine Abgeltungsteuer erhoben werden und liegen die Kapitalerträge insgesamt über dem Sparer-Pauschbetrag, müssen Steuerzahler diese Erträge in der Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP angeben. Das betrifft zum Beispiel Wertpapiere, die bei einer ausländischen Depotbank verwaltet werden oder Einkünfte aus ausländischen thesaurierenden Fonds.

Die Kapitalerträge werden individuell versteuert: Trotz Abgeltungsteuer gibt es weiterhin Kapitaleinkünfte, die mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern sind. Das ist zum Beispiel der Fall bei einer Kapitallebensversicherung, die nach 2004 abgeschlossen und jetzt als Einmalbetrag ausgezahlt wurde, sowie bei Zinsen aus Darlehen an Angehörige (Familiendarlehen).

Es werden Steuervergünstigungen oder Sozialleistungen beantragt: Wenn bestimmte Sozialleistungen in Anspruch genommen oder in der Steuererklärung bestimmte Vergünstigungen genutzt werden sollen, hängen diese vom Einkommen ab. Die Kapitaleinkünfte zählen dann mit zum Einkommen, das als Grundlage für die Berechnung möglicher Leistungen oder Vorteile herangezogen wird. Da die Finanzverwaltung nicht mehr automatisch mit der Steuererklärung von diesen Einnahmen erfährt, müssen die Kapitaleinkünfte nachgewiesen werden.

Eine steuerbegünstigte Lebensversicherung wurde ausbezahlt: Die Besteuerung der Erträge aus einer Lebensversicherung ist in den letzten Jahren recht umfassend geregelt worden. Steuerfrei, und damit nicht von Abgeltungsteuer betroffen, sind lediglich Altverträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden und deren Mindestlaufzeit 12 Jahre beträgt.

Kirchensteuerkorrekturen: Wer seiner Bank keine Religionszugehörigkeit mitgeteilt und keinen Auftrag zur Abführung von Kirchensteuer gegeben hat, muss bei der Einkommensteuererklärung für eine Veranlagung zur Kirchensteuer sorgen. Dazu wird die abgeführte Abgeltungsteuer in der Anlage KAP angegeben.

Wenn bei der anonymen Abführung der Abgeltungsteuer nicht alle Sachverhalte in der günstigsten Weise erfasst wurden, ist eine freiwillige Abgabe der Anlage KAP ratsam.

Wird die Anlage KAP eingereicht, prüft das Finanzamt, ob bei Versteuerung mit dem persönlichen Steuersatz eine geringere Steuerbelastung auf die Kapitaleinkünfte angefallen wäre. Dann wird die Besteuerung zum persönlichen Steuersatz durchgeführt und zu viel gezahlte Steuer erstattet. Steuerzahler müssen dabei keine Sorge haben, dass sich durch die Angabe der Kapitaleinkünfte in der Steuererklärung die Steuerbelastung auf diese Einkünfte erhöht: Die Prüfung des Finanzamtes ist eine sogenannte Günstigerprüfung. Das bedeutet: Bei der Festsetzung der Steuer wird immer der für den Steuerzahler günstigere Weg gewählt.

Niedriger persönlicher Steuersatz: Liegt der persönliche Steuersatz sehr niedrig, kann eine Versteuerung der Kapitalerträge mit diesem Steuersatz deutlich günstiger ausfallen als die pauschale Abgeltungsteuer. Das ist zum Beispiel der Fall bei Kindern, die ohne sonstige Einkünfte größeres Kapitalvermögen besitzen, beispielweise weil im Rahmen einer vorweggenommenen Erbfolge bereits frühzeitig Vermögen übertragen wurde.

Ungünstig verteilte Freistellungsaufträge: Wer Konten oder Depots bei verschiedenen Banken hat, kann bei Erteilung des Freistellungsauftrages oft noch nicht absehen, wie sich spätere Erträge auf die einzelnen Institute verteilen werden. So kann es vorkommen, dass bei einer Bank der erteilte Freistellungsbetrag bereits überschritten ist und es zu einer Einbehaltung von Abgeltungsteuer kommt, während der einem anderen Institut erteilte Freistellungsauftrag nicht in voller Höhe ausgenutzt wird. Hier kann eine volle Nutzung des Freistellungsauftrages durch die Abgabe einer Anlage KAP erreicht werden.

Kindergeld für volljährige Kinder

In der März-Ausgabe des VAA Newsletters haben wir bereits auf die zahlreichen Fallstricke bei der Neuregelung des Kindergelds für volljährige Kinder hingewiesen. Wer es genauer wissen möchte, kann sich jetzt direkt auf Steuertipps.de eingehender informieren. Unser Partner in Sachen Steuerrecht bietet zu diesem Thema einen etwa 100 Seiten umfassenden PDF-Beitrag an (kostenpflichtiges Angebot).

VAA Geschäftstelle Köln: Mohrenstraße 11-17, 50670 Köln, Telefon 0221 160010, E-Mail: [email protected] remove-this. vaa.de

VAA Büro Berlin: Kaiserdamm 31, 14057 Berlin, Tel. 030 3069840, E-Mail: [email protected] remove-this. vaa.de

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Gerhard Kronisch | Newsletter-Redaktion: Christoph Janik

Der VAA Newsletter erscheint jeden Monat neu. Wenn Sie möchten, benachrichtigen wir Sie regelmäßig per E-Mail über die Themen der aktuellen Ausgabe.

Источники: http://www.finanztip.de/steuererklaerung-anlage-kap/, http://www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/anlage-kap.html, http://www.vaa.de/ausgabe-052012/steuererklaerung-wann-ist-die-anlage-kap-pflicht/

Bafög in der steuererklärung

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Ausbildungskosten in der Steuererklärung

Absetzbarkeit von Ausbildungskosten, unterschiedliche Behandlung von Erst- und Zweitausbildung (und Kriterien für die Einordnung Deiner Ausbildung in die richtige Kategorie), was alles zu den Ausbildungskosten dazugehört usw.

Ausbildung oder Fortbildung und was der Unterschied steuerlich bedeutet

neue und gebraucht gekaufte Arbeitsmittel, Auslandssemester, Fahrtkosten, Lerngruppe, Praktika usw.

Darlehensrückzahlung, Zinsen, Stipendien usw.

Geldgeschenke zur Finanzierung Deiner Ausbildungskosten

So beteiligt sich das Finanzamt an den Kosten

Ausbildung oder Fortbildung und was der Unterschied steuerlich bedeutet

Das Finanzamt beteiligt sich an den Kosten, unterscheidet aber, ob es sich um eine Ausbildung oder um eine Fortbildung handelt:

Besuch einer allgemeinbildenden Schule,

erste Lehre oder Berufsausbildung, die in Deutschland oder einem anderen Mitgliedstaat der EU, in Norwegen, Liechtenstein, Island oder der Schweiz absolviert wird,

Erststudium (egal in welchem Land).

jede beruflich veranlasste Aus- und Weiterbildung nach Abschluss der ersten Ausbildung oder des Erststudiums, also z. B.

Studium nach einer Ausbildung (Lehre),

Masterstudium nach einem Bachelorstudium,

Diese Unterscheidung wirkt sich finanziell aus, denn die Kosten gehören in unterschiedliche Bereiche der Steuererklärung:

Kosten einer Fortbildung sind in unbegrenzter Höhe sogenannte Werbungskosten.

Aufwendungen für eine Berufsausbildung sind bis maximal 6.000 € pro Jahr als sogenannte Sonderausgaben abzugsfähig.

Wenn Du jetzt gerade feststellst, dass Du im Finanzamts-Sinn keine Ausbildung, sondern eine Fortbildung gemacht hast, dann lies bitte → hier weiter.

Wenn Du tatsächlich eine Ausbildung im steuerrechtlichen Sinn gemacht hast, dann musst Du fürs Steuersparen folgendes wissen:

Die Kosten für Deine Berufsausbildung gehören steuerlich zu den sogenannten Sonderausgaben . Abziehbar sind maximal 6.000 € pro Jahr.

Wichtig: Die Kosten der Berufsausbildung kann nur derjenige als Sonderausgaben abziehen, der die Ausbildung absolviert. Wenn Deine Ausbildung also von Deinen Eltern bezahlt wurde, dann kannst Du diese die Ausbildungskosten nicht steuerlich geltend machen. Fürs Finanzamt solltest Du also überlegen, ob es möglich ist, dass Du selbst für die Ausbildung aufkommst – und die Eltern zum Beispiel einfach nur Unterhalt bezahlen (den Du frei verwendet darfst – also zum Beispiel für Ausbildungskosten).

Die Kosten für die Berufsausbildung werden immer in dem Kalenderjahr geltend gemacht, in dem sie gezahlt worden sind. Du darfst also auch Aufwendungen für die Berufsausbildung abziehen, die erst nach deren Beendigung anfallen, zum Beispiel Zinsen für ein Ausbildungsdarlehen.

Klingt super – aber hier kommt der Haken

Oben haben wir geschrieben: Aufwendungen für eine Berufsausbildung sind bis maximal 6.000 € pro Jahr als sogenannte Sonderausgaben abzugsfähig. Genau da liegt der Haken: Sonderausgaben helfen nur beim Steuern sparen, wenn man auch über sogenannte positive Einkünfte verfügt, also Geld verdient. Denn das, was in der Steuererklärung im Bereich der Sonderausgaben angegeben wird, wird nur in genau dem Jahr berücksichtigt, für das die Steuererklärung gilt – so lange, bis man Null Steuern zahlen muss.

Wenn dann noch nicht verrechnete Sonderausgaben übrig sind, werden sie ignoriert. Das heißt: Du kannst die bisher nicht berücksichtigten Kosten nicht für die nächste Steuererklärung verwenden.

Kurz gesagt: Wenn Du kein Einkommen hast, brauchst Du hier gar nicht weiterzulesen.

Welche Kosten helfen beim Steuern sparen?

neue und gebraucht gekaufte Arbeitsmittel, Auslandssemester, Fahrtkosten, Lerngruppe, Praktika usw.

Deine Kosten für die Berufsausbildung kannst Du leider nur bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 € pro Jahr als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Folgende Ausgaben und Situationen werden dabei am meisten zum Steuern sparen beitragen:

Arbeitsmittel

Zu den Sonderausgaben gehören zum Beispiel Fachliteratur (z. B. Studienbücher), ein Computer oder Büromaterial, das Du für Deine Ausbildung kaufen musst. Im Steuerrecht fasst man das unter dem Begriff Arbeitsmittel zusammen.

Du darfst die Kosten für das Arbeitsmittel komplett bei den Sonderausgaben angeben, wenn es nicht mehr gekostet hat als

410 € (ohne MwSt.) bzw.

487,90 € (inkl. 19 % MwSt.) oder 438,70 € (inkl. 7 % MwSt.).

Für Dinge, die Du ab 2018 kaufst, gelten höhere Werte, nämlich:

800 € (ohne Mehrwertsteuer) bzw.

952 € (inkl. 19 % Mehrwertsteuer) oder 856 € (inkl. 7 % MwSt.).

Das Finanzamt spricht dabei von Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter: Sofort , weil der Betrag nicht auf mehrere Jahre verteilt werden muss, und geringwertig , weil die Kosten in den Augen der Finanzverwaltung verhältnismäßig niedrig sind.

Wenn Dein Arbeitsmittel teurer war, musst Du die Kosten auf mehrere Jahre aufteilen und darfst jedes Jahr nur einen Teil der Kosten bei den Sonderausgaben eintragen. Das ist die sogenannte Absetzung für Abnutzung , oder kurz: AfA. Umgangssprachlich spricht man von Abschreibung .

Die Dauer dieser Abschreibung richtet sich nach Tabellen der Finanzverwaltung, den sogenannten AfA-Tabellen. Die Tabellen gehen zum Beispiel davon aus, dass ein Computer drei Jahre genutzt wird (Steuer-Fachleute sprechen von Nutzungsdauer ). Eine dreijährige Nutzungsdauer bedeutet, dass in den nächsten Jahren jedes Jahr 1 / 3 des Kaufpreises bei den Sonderausgaben angegeben wird.

Das musst Du beim Kauf von gebrauchten Arbeitsmitteln beachten

Auch gebraucht gekaufte Arbeitsmittel kannst Du so bei den Sonderausgaben angeben. Allerdings kommt es doch auch ein bisschen darauf an, von wem Du die Sachen kaufst. Schuld daran ist die Umsatzsteuer: Privatleute geben auf ihren Quittungen keine Umsatzsteuer an (dürfen sie auch gar nicht). Kaufst Du im Second-Hand-Kaufhaus, wird auf der Rechnung 19 % Umsatzsteuer ausgewiesen.

Ob Du die Kosten für Dein Arbeitsmittel in der Steuererklärung auf einen Schlag angeben darfst oder über mehrere Jahre verteilen musst, hängt wieder von einem Höchstbetrag ab. Dieser ist – je nach dem, ob Umsatzsteuer ins Spiel kommt oder nicht – unterschiedlich hoch:

für Möbel, die ohne Umsatzsteuer gekauft wurden, beträgt er 410 €,

für Möbel, die mit Umsatzsteuer gekauft wurden, beträgt er 487,90 € (das entspricht 410 € plus 19 % Umsatzsteuer).

Arbeitsmittel, die Du für maximal diesen Betrag kaufst, gibst Du gleich in der Steuererklärung als Sonderausgaben an – mit dem vollen Kaufpreis, den Du gezahlt hast (auf keinen Fall mit dem Neupreis!).

Sollte ein gebraucht gekauftes Arbeitsmittel tatsächlich einmal mehr kosten als das, gilt: Auch bei gebrauchten Gegenständen gibt es eine Nutzungsdauer – da die Nutzung aber bereits angefangen hat, spricht man von Restnutzungsdauer .

Mit anderen Worten: Je nach dem, wie alt ein gebraucht gekauftes Arbeitsmittel ist und wie stark es bereits beansprucht wurde, kannst Du die Restnutzungsdauer schätzen. Je niedriger die Restnutzungsdauer ist, desto schneller hast Du das Arbeitsmittel auf die kommenden Steuererklärungen verteilt und abgeschrieben .

Geschenkte oder geerbte Arbeitsmittel

Auch Gegenstände, die Du geschenkt bekommen oder geerbt hast, kannst Du für berufliche Zwecke nutzen, also umwidmen . Dann darfst Du ab dem Zeitpunkt der Umwidmung für diese Gegenstände Sonderausgaben geltend machen – und zwar in der Höhe, in der der Schenker bzw. Erblasser bei beruflicher Nutzung des Gegenstands Sonderausgaben absetzen könnte, wenn er noch Eigentümer bzw. am Leben wäre.

Das bedeutet: Maßgebend für den Sonderausgabenabzug ist auch hier der Restwert zum Zeitpunkt der Umwidmung. Den Restwert und die Restnutzungsdauer berechnest Du so, wie wir es bei den gebraucht gekauften Arbeitsmitteln beschrieben haben.

Ausbildungsende vor Ende der Abschreibung

Achtung: Beendest Du Eure Ausbildung, bevor das Arbeitsmittel vollständig abgeschrieben ist, darfst Du den verbleibenden Restwert nicht mehr als Sonderausgaben geltend machen.

Auslandssemester, Auslandspraktika

Gilt das Studium als Berufsausbildung, sind auch die Kosten für Auslandssemester und Praktika im Ausland Sonderausgaben.

Das heißt: Solange Du Deinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hast, sind die Kosten für die Unterkunft im Ausland Sonderausgaben. Für die ersten drei Monate gibt es außerdem einen pauschalen Betrag für sogenannte Verpflegungsmehraufwendungen:

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: Kalendertägliche Abwesenheitsdauer 24 Stunden

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: An- und Abreistag, wenn die Abwesenheit vom Lebensmittelpunkt diesen, einen anschließenden oder vorhergehenden Tag umfasst (keine Mindestabwesenheit erforderlich)

Definition: Der Lebensmittelpunkt ist an dem Ort, an den Du persönlich gebunden bist. Dies ist regelmäßig dort, wo Deine Familie oder Deine / e Partner / in wohnt.

Fahrtkosten

Für die Fahrt zur Uni oder Ausbildungsstätte darfst Du Fahrtkosten geltend machen. Hier gilt: Das Finanzamt akzeptiert die sogenannte Entfernungspauschale, das sind 30 Cent pro Entfernungskilometer. Entfernungskilometer heißt: Nur die einfache Strecke spart Steuern.

Laut Routenplaner beträgt die Entfernung vom Studentenwohnheim zur Uni 6 Kilometer. Du darfst bei den Sonderausgaben Fahrtkosten in Höhe von 6 × 30 Cent= 1,80 € angeben für jeden Tag, den Du an der Uni verbracht has. Dabei ist es egal, ob Du den Bus nimmst, das Fahrrad oder mit dem Auto fährst. Du bekommst die Entfernungspauschale sogar dann, wenn Du nur Mitfahrer im Auto bist. Und auch, wenn Du zu Fuß gehst.

Ausgaben für Semester-, Studien-, Kurs-, Repetitoriums-, Lehrgangs-, Zulassungs-, Prüfungsgebühren usw. gehören zu den Ausbildungskosten und damit auch zu den Sonderausgaben.

Lerngruppen

Wenn Du Dich nach der Vorlesung oder am Wochenende mit Kommilitonen in einer privaten Lerngruppe triffst, um das Gelernte gemeinsam nachzubereiten, kann auch das beim Steuern sparen helfen. Voraussetzung dafür, dass Du hier Kosten in der Steuererklärung angeben darfst, ist, dass ihr euch nahezu ausschließlich aus Gründen der Ausbildung zusammensetzt – also nicht nebenbei Geburtstag feiern, Fußball gucken oder die nächste Party planen! Am besten schreibst Du für das Finanzamt genau auf, wann und wo ihr Euch getroffen und welche Themen ihr dabei wiederholt habt.

Dann kannst Du die Fahrt zur Lerngruppe bei den Sonderausgaben wie folgt angeben: 30 Cent pro Kilometer der Hin- und (!) Rückfahrt.

Wenn Du ein unbezahltes Praktikum machst, das zum Studium gehört (!), und es entstehen dafür Kosten, dann darfst Du diese im Rahmen der Sonderausgaben angeben. Dazu gehören zum Beispiel: Fahrtkosten (30 Cent für jeden Kilometer, also Hin- und Rückfahrt) oder → Arbeitsmittel, die Du extra für dieses Praktikum gekauft hast.

Bei einem bezahlten Praktikum, bei dem Du die Einnahmen versteuern musst (Indiz: Du hast bei der Praktikumsstelle Deine Steueridentifikationsnummer angeben müssen), können natürlich auch Kosten entstehen – die gehören dann aber nicht zu den Sonderausgaben, sondern sind Werbungskosten. Die Kosten werden genauso berechnet wie Sonderausgaben, sie werden aber in einem anderen Feld eingetragen.

Telefon und Internet

Internet- und Telefonkosten, die durch Ausbildung oder Studium entstehen, gehören ebenfalls zu den Sonderausgaben. Wie viel Du angeben darfst, berechnest Du anhand eines Einzelverbindungsnachweises selbst.

Wenn Du also beispielsweise mit Kommilitonen telefonierst, um Dich für eine → Lerngruppe zu verabreden, oder den Prof, seine Sekretärin, das Prüfungsamt, das Studentenwerk usw. anrufst, dann berechnest Du, wie viel Prozent Deiner insgesamt am Telefon verbrachten Zeit das war. Den entsprechenden Prozentsatz Deiner Rechnung bzw. Flatrate gibst Du bei den Sonderausgaben an.

Unfallkosten

Passiert auf einer Fahrt im Zusammenhang mit Deiner Ausbildung ein Unfall, z. B. bei der Fahrt zur Uni oder zu einer Lerngemeinschaft, kannst Du die dabei entstehenden Kosten wie bei einem Unfall auf einer beruflichen Fahrt absetzen.

Die Kosten ermittelst Du am besten in einer gesonderten Aufstellung, die Du der Steuererklärung beilegst. Einen Mustervordruck, mit dem Du Unfallkosten einfach und vollständig in der Steuererklärung geltend machen kannst, findest Du unter www.steuertipps.de im Bereich Service / Checklisten . Dabei geht es zwar um Unfälle von Berufstätigen, die die Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben können, aber letztendlich ist es das gleiche. Du rechnest den Betrag aber zu den Sonderausgaben dazu, nicht zu den Werbungskosten.

Ausbildungsdarlehen, Stipendien und BAföG in der Steuererklärung

Darlehensrückzahlung, Zinsen, Stipendien usw.

Ausbildungsdarlehen und BAföG-Darlehen

Zinsen für ein Ausbildungsdarlehen gehören zu den abziehbaren Kosten. Das gilt auch für Zinsen, die erst nach Abschluss der Bildungsmaßnahme gezahlt werden – sie werden dann eben erst nach Abschluss der Ausbildung in der Steuererklärung angegeben.

Die Rückzahlung (Tilgung) des Ausbildungsdarlehens dagegen darfst Du in der Steuererklärung nicht angeben – egal ob Du das Darlehen in Raten oder in einem Betrag zurückzahlst. Das gilt auch für die Raten zur Rückzahlung eines BAföG-Darlehens.

Öffentliche Arbeitgeber gewähren oft nicht nur ein Darlehen, sondern vergeben zusätzlich Studienplätze aus einem Studienplatzkontingent. Damit erhalten ihre Studenten über das Darlehen hinaus einen Vorteil. Um diesen Vorteil auszugleichen, müssen die Studenten einen höheren Betrag zurückzahlen, also einen Darlehenszuschlag. Wegen des engen Zusammenhangs mit dem Studium ist der Zuschlag bei den Sonderausgaben abziehbar.

BAföG und Stipendien

Bekommst Du zur Förderung Deiner Berufsausbildung steuer- und rückzahlfreie Zuschüsse, mit denen zum Beispiel Kosten für Arbeitsmittel und Fahrtkosten abgegolten werden, musst Du den entsprechenden Betrag von Deinen Ausbildungskosten abziehen. Das betrifft z. B. den Zuschussanteil beim Meister-BAföG und Leistungen für Weiterbildungsmaßnahmen nach §§ 79, 81 SGB III. Die Zuschüsse werden auch dann auf die Aufwendungen angerechnet, wenn Du sie erst nachträglich erhältst.

Sebastian absolvierte Ende des Jahres 01 eine Ausbildung. Die Kosten in Höhe von 300 € bezahlt er zunächst selbst. Anfang des Jahres 02 erstattet ihm die Arbeitsagentur 170 €. Obwohl Sebastian die Erstattung erst im Jahr 02 erhalten hat, muss er sie im Jahr 01 anrechnen. Deshalb darf er in 01 nur 130 € steuerlich geltend machen (= 300 € ./. 170 €).

Sind die steuerfreien Bezüge dagegen ausschließlich oder teilweise zur Deckung des Lebensunterhalts bestimmt (z. B. Schüler- und Studenten-BAföG nach § 12 und § 13 BAföG, Ausbildungsbeihilfen nach § 59 Nr. 3 SGB III, Unterhaltsgeld nach §§ 77, 153 SGB III), werden sie nicht auf die Ausbildungskosten angerechnet. Sie müssen also auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Wir sind der Meinung, dass das auch für das nicht rückzahlbare Deutschlandstipendium in Höhe von 300 € gilt. Allerdings: Bei bestimmten Konstellationen privater, staatlich anerkannter Hochschulen sind dabei Ausnahmen möglich. Am besten fragst Du direkt bei Deiner Hochschule nach.

Ein Stipendium aus öffentlichen Mitteln (auch aus EU-Förderprogrammen) ist im Gegensatz zu privaten Stipendien steuerfrei, wenn es zu Studienzwecken gewährt wird und der Empfänger (also Du) im Zusammenhang mit dem Stipendium nicht zu einer bestimmten Arbeitnehmertätigkeit verpflichtet ist. Bei Schülern und Studenten ist diese Voraussetzung normalerweise erfüllt. Die Prüfung, ob die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit der Stipendien vorliegen, hat das Finanzamt vorzunehmen, das für die Veranlagung des Stipendiengebers zur Körperschaftsteuer zuständig ist – also nicht Dein Finanzamt.

Deine Ausbildungskosten musst Du um diesen Betrag kürzen. Darf mit dem Geld dagegen der eigene Lebensunterhalt bestritten werden, muss keine Kürzung der Sonderausgaben und keine Angabe in der Steuererklärung erfolgen.

Geldgeschenke zur Finanzierung der Ausbildung

Bekommst Du Geld zur Finanzierung Deiner Ausbildungskosten von Verwandten oder Bekannten geschenkt, werden diese Mittel nicht auf die abziehbaren Ausbildungskosten angerechnet und müssen in der Steuererklärung nicht angegeben werden.

Muss das BAföG in die Steuererklärung?

Wann muss das BAföG in der Steuererklärung angeben werden?

Rund 610.000 Studenten erhielten laut Bildungsministerium in 2015 Unterstützung im Rahmen des "Bundesausbildungsförderungsgesetzes" (BAföG). Die BAföG-Zahlungen für Studenten setzen sich dabei je zur Hälfte aus einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und einem zinslosen Studienkredit zusammen. Da das Studenten-BAföG in erster Linie zur Finanzierung des Lebensunterhalts und nicht für die Ausbildung an sich gezahlt wird, ist die Förderung grundsätzlich steuerfrei und muss nicht als Einkommen in die Steuererklärung eingetragen werden.

Wer allerdings durch das sogenannte Aufstiegs-BAföG ("Meister-BAföG") seine Ausbildungskosten bezahlt bekommt, muss diese Förderungen in Teilen als Einkommen in der Steuererklärung angeben. HIerdurch reduziert sich die Steuererstattung für geltend gemachte Werbungskosten. Für Studenten kommt das Meister-BAföG in der Regel aber nicht in Betracht.

Kann ich die BAföG-Rückzahlung von der Steuer absetzen?

Der Teil des BAföG, der als zinsloser Kredit vergeben und später an den Staat zurückgezahlt werden muss, kann grundsätzlich nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Bundesfinanzhof hat bereits 2008 entschieden, dass bei Krediten zu Bildungszwecken ausschließlich die Kreditzinsen von der Steuer abgesetzt werden können. Da es sich beim BAföG um einen zinsfreien Kredit handelt, ist diese Möglichkeit aber von vornherhein ausgeschlossen.

Kann ich einen Studienkredit von der Steuer absetzen?

Studenten, die ein Bildungsdarlehen oder einen Studienkredit erhalten, können diese steuerlich geltend machen – die Zinsen können voll abgesetzt werden. Die reinen Tilgungsraten können aber wie beim BAföG nicht steuermindernd angegeben werden. Ob die Schuldzinsen für einen Studienkredit als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzbar sind, hängt von der Art der Ausbildung ab. Wer ein “ target=“_blank“>Erststudium macht (z.B. Bachelor), kann die Zinsen eigentlich nur als Sonderausgaben geltend machen. Studenten im “ target=“_blank“>Zweitstudium (z.B. Master oder Bachelor nach vorangegangener Berufsausbildung) können ihre Zinsen dagegen als Werbungskosten absetzen. Aufgrund aktuell beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Gerichtsverfahren sollten aber auch Bachelor-Studenten ihre Zinszahlungen als Werbungskosten angeben, da Werbungskosten im Vergleich zu Sonderausgaben viele Vorteile bieten.

Kreditzinsen als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen?

Werbungskosten

Zu den Werbungskosten zählen alle Ausgaben, die für eine Ausbildung bzw. ein Studium aufgewendet werden oder im Zuge einer beruflichen Tätigkeit entstehen.

  • voll von der Steuer absetzbar
  • Verlustvortrag möglich
  • können auch genutzt werden, wenn keine Steuern gezahlt werden

Sonderausgaben

Als Sonderausgaben werden Aufwendungen bezeichnet, die zur privaten Lebensführung zählen (z.B. Versicherungen und Altersvorsorge). Ein Erststudium zählt komischerweise auch zur privaten Lebensführung.

  • bis max. 6.000 Euro pro Jahr absetzbar
  • kein Verlustvortrag möglich
  • können nur genutzt werden, wenn Steuern gezahlt werden

Die Erststudienfrage vor dem Bundesverfassungsgericht

Wenn Masterstudenten ihre Studienkosten als Werbungskosten geltend machen und dadurch von einem Verlustvortrag profitieren können, warum sollte das bei Bachelor-Studenten anders sein? Diese Frage stellen sich Studenten, Steuerberater, Anwälte, Staatsanwälte und Richter schon seit Jahrzehnten. 2014 hat der Bundesfinanzhof (BFH) schließlich die steuerliche Ungleichbehandlung von Studenten im Erst- und Zweitstudium als verfassungswidrig eingestuft. Jetzt liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG), das als höchste Instanz entscheiden muss, ob zukünftig auch Studenten im Erststudium ihre Ausbildungskosten als Werbungskosten absetzen können.

Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Viele Rechtsexperten prognostizieren, dass das BVerfG die Entscheidung des BFH bestätigen wird. Ein finales Urteil wird wohl frühestens Anfang 2017 gefällt, doch schon jetzt müssen die Finanzämter dem Urteil des BFH Rechnung tragen. Wenn Bachelorstudenten ihre Studienkosten, also z.B. auch die Zinsen für einen Studienkredit, in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen, kann das Finanzamt dies nicht einfach mit Verweis auf die aktuelle Rechtslage ablehnen.

Studienkosten können auch von Studenten im Erststudium als Werbungskosten abgesetzt werden

Solange das BVerfG-Urteil noch aussteht, muss das Finanzamt auch die Studienausgaben von Studenten im Erststudium als Werbungskosten anerkennen. In der Praxis ist dies zwar oftmals nicht der Fall und im Steuerbescheid wird die Geltendmachung von Werbungskosten abgelehnt bzw. ein Verlustvortrag nicht bewilligt. Allerdings kann in diesem Fall problemlos Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. Das Finanzamt akzeptiert dann entweder die Werbungskosten oder erklärt den Steuerbescheid als vorläufig. Sobald das BVerfG sein Urteil fällt, wird der Steuerbescheid dann ggf. neu erlassen.

Damit Studenten im Erststudium sich nicht die Chance entgehen lassen, die Vorteile von Werbungskosten nutzen zu können, raten die meisten Steuerberater, Studienkosten grundsätzlich als Werbungskosten in der Steuererklärung anzugeben. Wer dies nicht tut und bei Ablehnung durch das Finanzamt keinen Einspruch einlegt, hat bei positivem Richterspruch keine Chance auf nachträgliche Anerkennung von Werbungskosten.

Muss das Bafög in die Steuererklärung?

Tausende von Studenten beginnen in jedem Jahr ihre Hochschulausbildung mit Hilfestellungen, die sie über das Bundesausbildungsförderungsgesetz oder kurz über Bafög erhalten.

Erfahrungen zeigen, dass sich eine Vielzahl dieser Studierenden anschließend intensiv Gedanken darüber macht, ob sie diese Zahlungen in der Steuererklärung vermerken müssen und falls ja, wo?

Wie muss Bafög in der Steuererklärung vermerkt werden?

Die Bafög-Zahlungen sind kein steuerpflichtiges Einkommen. Es handelt sich um Kredite, die später wieder zurückbezahlt werden müssen. Aus diesem Grund müssen die Zahlungen niemals in der Einkommensteuererklärung nachgewiesen werden.

Wer sich lediglich über diese Gelder finanziert, muss nicht einmal eine entsprechende Erklärung abgeben.

Die Situation ist damit vergleichbar, wenn man sein Konto überzogen hat und im Dispo landet. Die Dispo-Gelder sind auch kein steuerpflichtiges Einkommen.

Die Rückzahlung vom Bafög in der Steuererklärung nutzen

Die andere Frage, mit der sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Studierenden beschäftigt hat, dreht sich darum, ob es möglich ist, die Rückzahlung des Bafögs als Werbungskosten oder Sonderausgaben zu nutzen.

Eine ganze Reihe von Absolventen hat im Laufe der Jahre sogar schon auf dieses Recht geklagt. Allerdings vergeblich – überhaupt nur absetzbar wären die Zinskosten. Und diese sind es nur, wenn sie noch während der Berufsausbildung abfließen, wie der Bundesgerichtshof bestimmte.

Zahlungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz scheiden deshalb aus, allerdings kann es Situationen geben, wo man die entsprechenden Kosten beim Bildungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau oder bei ähnlichen Darlehen von Privatbanken absetzen kann. Interessant sind solche Möglichkeiten vor allem dann, wenn man berufsbegleitend studiert. Es ist daran zu denken, dass maximal 6000 Euro pro Jahr abgesetzt werden können.

Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/im-job/ausbildungskosten-in-der-steuererklaerung, http://www.studentensteuererklaerung.de/bafoeg-steuererklaerung, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/studium/bafoeg/

Einkommensteuererklärung nachzahlung

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Hier finden Sie weitere Tipps und Tricks zur Steuererklärung

Steuernachzahlung – was tun, wenn das Finanzamt mehr Geld fordert?

Warum muss ich Steuern nachzahlen?

Insgesamt müssen nur wenige Steuerpflichtige eine Nachforderung des Finanzamts befürchten. Nur bestimmte Personengruppen leben mit dem Risiko, dass der Staat sich mit einer nachträglichen Forderung an sie wendet.

Ledige Menschen, die nur bei einem einzigen Arbeitgeber beschäftigt sind, müssen ebenso wie viele weitere Personengruppen i.d. Regel keine Steuern nachzahlen. In diesem Fall wird die Steuer monatlich bereits vom beschäftigenden Unternehmen an das Finanzamt abgeführt. Das bedeutet, dass sämtliche generierten Einnahmen durch die monatlich vom Lohn einbehaltenen Abschläge bereits korrekt versteuert wurden. Anders stellt sich die Sache dar, wenn im abgelaufenen Steuerjahr keine oder nicht genügend „Zahlungen“ an das Finanzamt geleistet wurden. Zu solchen steuerlich komplizierten Situationen kommt es z.B. dann, wenn unterschiedliche Einnahmequellen für den Lebensunterhalt in Anspruch genommen werden.

Wann erfolgt eine Nachzahlung? (5 Beispiele)

Die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung ist ein guter Indikator, um das Risiko auf eine Steuernachzahlung zu beurteilen. Der Staat hat ausschließlich jene Personengruppen von der Abgabepflicht befreit, die unter keinen bekannten Umständen zu wenig Steuern zahlen würden. In diesen Fällen ist die Abgabe der Erklärung freiwillig, da sie häufig zu einer Steuerrückerstattung führt. Anders stellt sich die Situation bei folgenden Personen dar:

Bei mehreren Einkunftsarten

Sämtliche Personen, die zusätzlich zu ihrem Arbeitslohn noch weitere Einkünfte erzielen (siehe Einkunftsarten), haben unter Umständen einen zu geringen Steuerbetrag abgeführt. Diese Situaution ist gegeben, wenn die zusätzlichen Einkünfte einen Wert von 410 Euro im Jahr überschreiten. In der Praxis wird diese Grenze häufig durch den Bezug einer Rente oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erreicht.

Bei Wahl der Steuerklassen 3 und 5

Weiterhin müssen auch verheiratete Menschen mit einer Nachforderung rechnen, wenn sie sich für die Steuerklassen drei und fünf entschieden haben. In der Praxis lohnt sich die Wahl dieser Steuerklassen nur dann, wenn ein Partner mehr als 60 Prozent des Gesamteinkommens verdient. Dabei kann jedoch die tatsächliche Verteilung des Einkommens nicht im Vorfeld steuerlich berücksichtigt werden. Darüber hinaus entsteht bei der Berechnung der abzuführenden Lohnsteuer ein Problem. Die zu zahlende Lohnsteuer wird anhand der Splittingtabellen in Abhängigkeit vom Gesamteinkommen eines Paares errechnet. Das beschäftigende Unternehmen darf die zur Berechnung benötigten Daten jedoch nicht erheben. Deshalb versteuert es den Lohn des Beschäftigten ohne Berücksichtigung des Einkommens seines Ehepartners. Aufgrund dieses „Rechenfehlers“ ist eine Steuernachzahlung häufig nicht zu vermeiden.

Bei Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren

Eine ähnliche Situation liegt bei Paaren vor, die eine Besteuerung mit Steuerklasse 4 und Faktor gewählt haben. Dabei ermittelt das Finanzamt einen Faktor, der kleiner als eins ist und drei Nachkommastellen besitzt, um die annähernd korrekte Lohnsteuer zu ermitteln. Dieser wird schließlich in die Lohnsteuerkarte eingetragen, und dem Unternehmen mitgeteilt. Da jedoch auch in diesem Fall aufgrund von Runden oder Änderungen im Laufe des Jahres keine korrekte Besteuerung gegeben sein kann, muss der Betroffene häufig Steuern nachzahlen.

Bei der Nutzung von Freibeträgen

Zu einer Nachzahlung kann es auch kommen, wenn bereits im Vorfeld vom Finanzamt ein Freibetrag in der Lohnsteuerkarte eingetragen wird. Dieser richtet sich meist nach den Fahrtkosten zur Arbeit oder den Kinderbetreuungskosten. Jedoch können sich auch hier viele Einflüsse im Laufe des Jahres ändern, sodass nur in wenigen Fällen ein korrekter Freibetrag eingetragen werden kann. Dadurch ist eine zu hohe Steuervergünstigung möglich, die schließlich in einer Nachforderung des Finanzamts endet.

Mehrere Arbeitgeber

Letztlich sind vor allem Selbstständige und Arbeitnehmer, die bei mehreren Arbeitgebern arbeiten, von Steuernachzahlungen betroffen. In diesen Fällen ist grundsätzlich keine korrekte Berechnung der Steuerschuld im Vorfeld möglich, sodass meist deutlich zu wenig gezahlt wird. Aus diesem Grund sind beide Personengruppen stets zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Was ist der Progressionsvorbehalt?

Neben den o.g. genannten Beispielen können auch durch den Progressionsvorbehalt Steuernachzahlungen auf die Betroffenen zukommen. Jedes Jahr sind insbesondere junge Mütter sehr erbost über diese Feinheit des deutschen Steuerrechts, da sie teilweise zu unerwarteten Nachzahlungen von über 1.000 Euro führt. Grundsätzlich ist in Deutschland der Bezug von Sozialleistungen gemäß § 32b des Einkommensteuergesetzes nicht steuerpflichtig. Dabei ist im Gesetz eindeutig geregelt, dass unter anderem die Erträge aus Krankengeld, Arbeitslosengeld und Elterngeld nicht versteuert werden müssen. In der Praxis ist dies jedoch nicht vollständig gegeben, da Sozialleistungen durch die Progression in vielen Fällen indirekt besteuert werden.

Was tun bei einer Steuernachzahlung?

In den meisten Fällen kommt eine Steuernachzahlung für die Betroffenen unerwartet. Das Finanzamt ist jedoch neben den Krankenkassen einer der unangenehmsten Gläubiger in Deutschland. Aus diesem Grund ist eine hohe Nachzahlung in den meisten Fällen existenzbedrohend. Kommt es zu einer unerwarteten Steuerforderung, sollten Betroffene in jedem Fall erst einmal Ruhe bewahren. Darüber hinaus sollte schnell gehandelt werden. Denn grundsätzlich steht nicht viel Zeit zur Verfügung, um die Schuld zu begleichen.

Steuerbescheid gründlich lesen

Als Erstes sollte der beigefügte Steuerbescheid gründlich gelesen werden. Ebenso wie Steuerpflichtigen Fehler bei Anfertigung der Steuererklärung passieren, unterlaufen auch Mitarbeitern des Finanzamts regelmäßig Fehler bei der Prüfung der Bescheide. Aus diesem Grund lohnt sich in den meisten Fällen die Überprüfung der Forderung durch einen Steuerberater.

Finanzierung sicherstellen

Während der Bescheid überprüft wird, sollten sich Steuerpflichtige schnellstmöglich um die Finanzierung der Nachzahlung kümmern. Selbst wenn sich herausstellt, dass der Steuerbescheid fehlerhaft war, so muss die Forderung des Finanzamts dennoch zunächst beglichen werden. Durch einen berechtigten Widerspruch verschiebt sich die Zahlungsfrist für Forderungen des Finanzamts in Deutschland erst mal nicht. Bei einem Einspruch muss eine ausführliche schriftliche Begründung vorgelegt werden, die im Idealfall mit zusätzlichen Belegen und Verweisen auf finanzgerichtliche Urteile untermauert wird.

Zinsen beachten

Unabhängig davon ob der Bescheid korrekt ist, sollten Betroffene daher in jedem Fall pünktlich zahlen. Ein Einspruch lohnt sich aktuell in jedem Fall. Bei einer Nachzahlung fordert das Finanzamt nicht nur die Steuerschulden, sondern ebenfalls Zinsen in Höhe von sechs Prozent pro Jahr ein. Mit der Unterstützung eines Steuerberaters kann dieser oft auf marktübliche zwei Prozent gesenkt werden.

Fristen beachten

Um teure Konsequenzen zu vermeiden, sollten bei einer Steuernachzahlung sämtliche Fristen auf den Tag genau beachtet werden. Dabei ist vor allem der Beginn der Frist von großer Bedeutung. Dies ist jeweils der Tag, an dem der Steuerbescheid verschickt wurde, nicht jedoch der Tag des postalischen Zugangs. Sowohl für die Nachzahlung als auch für den Einspruch wird Steuerpflichtigen eine Frist von insgesamt einem Monat gewährt. Sowohl das Datum des Fristbeginns als auch des Fristendes sind in der Regel auf dem Bescheid vermerkt.

Kein Geld für Nachzahlung – was tun?

Selbstständige können bei einer hohen Steuernachzahlung eine Herabsetzung der Steuervorauszahlung beantragen. Auf diese Weise senkt sich die Steuerlast in den meisten Fällen bereits erheblich. Arbeitnehmer können an der Höhe der zu leistenden Steuern jedoch zu diesem Zeitpunkt nichts mehr ändern. Wer seine Steuern bis zum Ende der gewährten Frist nicht bezahlen kann, sollte sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzen. Die Abgabenordnung sieht für diese Situation mehrere Möglichkeiten vor, wie mit Steuerschulden umzugehen ist. Eine Stundung der Steuerschuld ist immer dann möglich, wenn die Zahlung für den Schuldner eine „erhebliche Härte“ darstellen würde. Bei einem Aufschub handelt es sich um eine gewöhnliche Ratenzahlung der Steuerschulden. Diese wird jedoch nur im Ausnahmefall gewährt, wenn eine Vollstreckung droht. In Einzelfällen ist jedoch auch ein vollständiger Erlass der Steuerschuld möglich.

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2 Comments

ich hätte folgende Frage… ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Das Finanzamt hatte mich in diesem Jahr aufgefordert, eine Steuererklärung abzugeben. Warum habe ich ehrlich gesagt nicht genau verstanden, da ja alles schon vom Arbeitgeber abgeführt wird. Nun kam vor ein paar Wochen der Bescheid. Ich sollte 32 Euro nachzahlen.

Ich kann mir nicht so wirklich erklären, wie diese Nachzahlung zu Stande kommt. Ich bin ledig und Steuerklasse 1. Mein Verdienst ist eher gering… unter 20.000 in 2016.

es ist tatsächlich eher selten, dass man bei Steuerklasse 1 etwas nachzahlen muss. Ich kann mir aktuell 2 Szenarien für eine Steuernachzahlung in Steuerklasse 1 vorstellen.

1. Es liegt tatsächlich unversteuertes Geld vor. Das kann z.B. sein, wenn Sie in 2016 Lohnersatzleistungen oder Nebeneinkünfte aus einem Zweitjob bezogen haben. Daraus wurden dann möglicherweise gar keine Steuern abgeführt.

2. Der Steuerbescheid ist falsch. Mit anderen Worten: das Finanzamt hat sich verrechnet, und Ihnen zu viel abgezogen.

Ich rate Ihnen zunächst, Ihren Steuerbescheid genau zu lesen. Vielleicht finden Sie dort schon Hinweise. Wenn Sie der Meinung sind, der Bescheid könnte falsch sein, legen Sie Widerspruch ein. Bedenken Sie, dass Sie hierfür nur 4 Wochen nach Ausstellung des Bescheids Zeit haben.

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Freiwillige Steuererklärung Rückzieher bei Nachzahlung

Längst nicht jeder Arbeitnehmer muss eine Steuererklärung machen. Die meisten tun es dennoch, denn normalerweise lohnt sich der Aufwand. Allerdings nicht immer. Fordert das Finanzamt wider Erwarten Geld zurück, kann man die Steuererklärung einfach für null und nichtig erklären lassen.

Bis zum 31. Mai sollte die Steuererklärung für 2011 beim Finanzamt einlaufen, dann endet jedenfalls die Frist für alle, die sich ohne Hilfe eines Steuerberaters ans Werk machen. Viele Arbeitnehmer können sich den Aufwand allerdings sparen, denn längst nicht jeder ist zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

In rund zehn Prozent aller Fälle fordert das Finanzamt Geld nach. Meistens betrifft das aber jene, die zur Steuererklärung verpflichtet sind.

Bis zum Grundfreibetrag von 8004 Euro (bei Ehepaaren 16.008 Euro) sind ohnehin alle Einkünfte von der Steuer befreit. Hat man nicht mehr eingenommen – egal, auf welche Weise – braucht man auch keine Steuererklärung zu machen. Wer über den Freibetrag hinauskommt und Einnahmen aus selbstständiger Arbeit hat, muss die Steuererklärung auf jeden Fall abgeben.

Bei Arbeitnehmern wird die Lohnsteuer gleich bei der Gehaltsabrechnung einbehalten. Hier greift nur in bestimmten Fällen eine Abgabepflicht. Insbesondere dann, wenn man Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro erhalten hat, etwa Eltern-, Arbeitslosen- oder Krankengeld. Die 410 Euro-Grenze gilt auch für andere Einkünfte, etwa aus Mieteinnahmen oder einer gewerblichen Nebentätigkeit. Auch bei Abfindungen kommt man üblicherweise nicht um die Steuererklärung herum. Verpflichtend ist sie zudem für Angestellte, die bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt sind und für Ehegatten mit der Steuerklassenkombination III / V oder IV.

Vier Jahre Zeit

Es gibt noch diverse andere Fälle, in denen die Steuererklärung gesetzlich vorgeschrieben ist. Die meisten Steuerzahler geben ihre Steuererklärung aber freiwillig ab. Dazu hat man vier Jahre Zeit. Bis Ende 2012 kann man also noch die Steuererklärung für 2008 abgeben. In den meisten Fällen lohnt sich die Arbeit, oft schon allein wegen der Werbungskosten und absetzbarer Vorsorgeaufwendungen. Wer im vergangenen Jahr Nachwuchs bekommen oder geheiratet hat, darf ebenso mit einer Rückzahlung rechnen wie Ex-Paare, die sich haben scheiden lassen.

Im Schnitt hat die Steuererklärung im letzten Jahr rund 800 Euro eingebracht. Verlassen sollte man sich auf die Rückerstattung allerdings nicht. Im ungünstigsten Fall verlangt das Finanzamt eine Nachzahlung. Das Praktische daran: In diesem Fall kann man die Steuererklärung zurückziehen. Dazu genügt es, Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid einzulegen und den Antrag auf Veranlagung zurückzuziehen. Dazu hat man einen Monat nach Verkündung des Steuerbescheids Zeit. Bei einem Rückzug steht man so da, als hätte man die Erklärung nie abgegeben. Aber Vorsicht: Wahrscheinlich wird das Finanzamt in diesem Fall sehr genau prüfen, ob man nicht doch zur Steuererklärung verpflichtet ist.

Источники: http://m.rp-online.de/leben/ratgeber/steuern/die-11-haeufigsten-irrtuemer-bei-der-steuererklaertung-bid-1.2832897, http://www.brutto-netto-rechner24.de/steuernachzahlung-was-tun-wenn-das-finanzamt-mehr-geld-fordert.html, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Rueckzieher-bei-Nachzahlung-article5407481.html

Steuererklärung fahrtkostenpauschale

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Entfernungspauschale

30 Cent pro Kilometer für den Weg zur Arbeit

  • Zuletzt aktualisiert: 1. November 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Finanzamt erkennt für die Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke als Fahrtkosten an, und zwar pauschal mit 30 Cent.
  • Sie können in Ihrer Steuererklärung für Fahrten zur Arbeit grundsätzlich bis zu 4.500 Euro im Jahr ansetzen.
  • Die Entfernungspauschale ist verkehrsmittelunabhängig, das heißt sie gilt gleichermaßen für Fußgänger, Radler, Motorrad-, Bus- und Bahnfahrer sowie für Autofahrer und ihre Beifahrer. Ausgenommen sind Flüge.
  • Sonderregeln gelten für behinderte Menschen sowie für diejenigen, die Park & Ride nutzen, und für Fahrgemeinschaften.

So gehen Sie vor

  • Wenn Sie an mehreren Orten arbeiten, muss Ihr Arbeitgeber einen davon als Ihre „erste Tätigkeitsstätte“ festlegen. Fahrten zu anderen Arbeitsorten können Sie als Dienstreise abrechnen – das heißt, Sie können Hin- und Rückfahrt statt nur die Entfernung ansetzen.
  • Nutzen Sie ausschließlich die Entfernungspauschale, müssen Sie grundsätzlich keine Belege sammeln.
  • Wohnen Sie weit weg vom Arbeitsplatz und fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kann sich das Belege-Sammeln doch lohnen. Denn es gibt Ausnahmen vom 4.500 Euro-Höchstbetrag im Jahr.
  • Diese Ausnahmen gelten, wenn Sie einen privaten Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, bei Familienfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung und wenn die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher sind.
  • Als Arbeitnehmer tragen Sie Ihre Angaben auf der zweiten Seite der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuertipps immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Das tägliche Pendeln zur Arbeit kostet nicht nur Zeit und Nerven – es geht bei großen Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz auch so richtig ins Geld. Für die meisten Arbeitnehmer sind Fahrtkosten die größte Abzugsposition bei der Steuer. Diese dürfen Sie als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung absetzen, allerdings grundsätzlich nur pauschal.

Für Ihre Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können Sie eine Entfernungsspauschale in Höhe von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung von der Steuer absetzen. Die Pauschale gehört zu den Werbungskosten und ist unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit und wieder nach Hause gelangen. Gesetzlich geregelt ist die Entfernungspauschale in Paragraf 9 Absätze 1 bis 4. Details mit Beispielen hat die Finanzverwaltung zusammengestellt (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014, Gz. IV C 6 – S 2145/10/10005).

Diese Grundsätze gelten

Einfache Entfernungsstrecke: Natürlich fahren Sie täglich zweimal die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, nämlich hin und zurück. Manche fahren über die Mittagspause oder als Schichtarbeiter mehrmals nach Hause. Den Fiskus interessiert dies aber alles nicht. Pauschal dürfen Sie für jeden Arbeitstag nur einmal die einfache Wegstrecke abrechnen.

Kürzeste Straßenverbindung: Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung maßgebend, wobei das Finanzamt nur volle Entfernungskilometer berücksichtigt. Eine andere als die kürzeste Straßenverbindung können Sie aber angeben, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und Sie sie regelmäßig gefahren sind. Verkehrsgünstiger ist eine Strecke, sofern Sie Ihre regelmäßige Arbeitsstätte trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen normalerweise schneller und pünktlicher erreichen.

Welches Verkehrsmittel Sie tatsächlich genutzt haben, spielt keine Rolle. Das heißt, die kürzeste Straßenverbindung zählt, auch wenn eine (Teil-)Strecke länger sein sollte, die Sie beispielsweise mit der Bahn zurückgelegt haben.

Höchstbetrag 4.500 Euro: Grundsätzlich ist die Entfernungspauschale auf einen Höchstbetrag von 4.500 Euro gedeckelt. Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie mit Ihrem eigenen oder einem zur Nutzung überlassenen Pkw, also einem Dienstwagen, zur Arbeit gefahren sind. Höhere Kosten müssen Sie jedoch nachweisen können. Weitere Ausnahmen sind Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung sowie tatsächlich höhere Kosten bei Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Mehrere Wohnungen: Wer nicht nur von einer Wohnung aus zur Arbeit fährt, kann Fahrten von der weiter entfernt liegenden Wohnung nur dann für die Entfernungspauschale zugrunde legen, wenn diese den Lebensmittelpunkt bildet und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird. Ein Reizthema war hierbei immer wieder beispielsweise das ehemalige Kinderzimmer bei den Eltern. Deshalb gilt seit 2014 als eine Bedingung, damit eine Wohnung als Ort des Lebensmittelpunkts gelten kann, dass Sie sich mit mindestens 10 Prozent der Lebenshaltungskosten für Miete, Lebensmittel und Ähnlichem beteiligen.

Doppelte Haushaltsführung: Auch die Kosten für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung können über die Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4.500 Euro gilt bei Familienheimfahrten übrigens nicht. Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen steuerfreie Leistungen für Ihre Familienheimfahrten gezahlt haben, werden diese Zahlungen auf die für diese Fahrten anzusetzende Entfernungspauschale angerechnet.

Was Sie absetzen können – und was nicht

Verkehrsmittel spielt keine Rolle: Das Finanzamt berücksichtigt die Kilometerpauschale von 30 Cent grundsätzlich unabhängig vom Verkehrsmittel. In welcher Höhe Ihnen tatsächlich Aufwendungen entstanden sind, ist unerheblich.

Hierhin in der Steuererklärung

Ihre Angaben zu den Wegen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N in den Zeilen 31 bis 39.

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Entfernungspauschale können Sie also auch ansetzen, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen – dazu gehören auch Taxis. Falls Ihre Kosten für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale anzusetzenden Betrag übersteigen, können Sie die tatsächlichen Kosten stattdessen ansetzen. Seit 2012 überprüfen die Finanzämter nicht mehr tageweise, ob die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel die Pauschale übersteigen. Es wird nur noch jahresbezogen ermittelt, ob die Entfernungspauschale oder die Summe der Fahrtkosten höher ist. (FG Münster, Urteil vom 1. April 2014, Az. 11 K 2574/12 E). Als pauschale Kosten sind maximal 4.500 Euro absetzbar.

Mischfall Park & Ride: Viele Arbeitnehmer nutzen für den Weg zur Arbeit verschiedene Verkehrsmittel, beispielsweise außer ihrem eigenen Auto auch Bus und Bahn. Auch in solchen Mischfällen ermitteln Sie erst einmal die Entfernung, die für die kürzeste Straßenverbindung maßgebend ist. Danach geben Sie nur noch an, wie viele Kilometer Sie mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt haben. Sie können dabei auch einen höheren Betrag als 4.500 Euro ansetzen.

Folgendes Berechnungsbeispiel zeigt die beiden Optionen Pauschale und tatsächliche Kosten: Ein Arbeitnehmer fährt an 220 Arbeitstagen im Jahr zunächst 12 Kilometer mit dem Auto zum Bahnhof und fährt von dort weitere 100 Kilometer mit dem Zug zur Arbeit. Für die Bahncard 100, 2. Klasse, hat er 4.190 Euro selbst bezahlt. Im ersten Schritt ermittelt er seine Kosten für die beiden Teilstrecken nach der Pendlerpauschale:

Autofahrt: 220 * 12 km * 0,30 Euro = 792 Euro

Zugfahrt: 220 * 100 km * 0,30 Euro = 6.600 Euro, aber maximal bis zum Höchstbetrag 4.500 Euro

Dann rechnet er beides zusammen:

Entfernungspauschale: 792 Euro + 4.500 Euro = 5.292 Euro

Nachdem dieser Betrag höher ist als die tatsächlichen Kosten für die Bahnfahrten (4.190 Euro), berücksichtigt das Finanzamt die Entfernungspauschale von 5.292 Euro.

Fahrgemeinschaften: Jeder Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft kann die Entfernungspauschale entsprechend der für ihn maßgeblichen Entfernungsstrecke ansetzen. Wer einen Umweg fahren muss, um Mitfahrer abzuholen, darf diese Strecke allerdings nicht in die Entfernungsermittlung einbeziehen. Der Höchstbetrag für die Entfernungspauschale von 4.500 Euro gilt auch bei einer wechselseitigen Fahrgemeinschaft, und zwar für die Mitfahrer der Fahrgemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihr eigenes Fahrzeug nicht einsetzen.

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Diese Tipps helfen Ihnen, Steuern zu sparen

Entfernungen bestimmen: Nutzen Sie kostenfreie Internetkartendienste wie Google Maps, um die kürzeste Entfernung zwischen Ihrem Wohn- und Ihrem Arbeitsort zu bestimmen. Die Finanzbeamten werden das voraussichtlich ebenfalls tun, sollten sie Ihre Angaben überprüfen.

Antrag auf Lohnsteuerermäßigung: Um schon im Laufe des Jahres weniger Lohnsteuer zahlen zu müssen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Dann werden Ihre Werbungskosten – beispielsweise für Ihre Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte – als Freibetrag schon jeden Monat beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Das ist möglich, wenn Ihre Werbungskosten über 1.000 Euro liegen und zusammen mit anderen Beträgen, beispielsweise Sonderausgaben, der Grenzbetrag von 600 Euro überschritten wird.

Botengänge

Sind Sie während der Arbeitszeit für Ihren Arbeitgeber mit Ihrem eigenen Auto beispielsweise zur Post gefahren, um anschließend in die Mittagspause zu gehen, können Sie für diese Fahrten pauschal 0,30 Euro pro Kilometer ansetzen. Voraussetzung ist, dass Sie nicht privat einen Umweg gefahren sind und Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihre Kosten nicht erstattet hat. Grundsätzlich dürfen Sie für Dienstfahrten, die Ihnen nicht erstattet werden, 30 Cent pro gefahrenem Kilometer ansetzen.

Erste Tätigkeitsstätte: Arbeitnehmer können nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben: die erste Tätigkeitsstätte. Wenn jemand an mehreren Orten arbeitet, muss der Arbeitgeber festlegen, welcher davon die erste Tätigkeitsstätte ist. Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn der Arbeitnehmer einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers vertraglich dauerhaft zugeordnet ist oder im Betrieb des Arbeitgebers täglich, einen vollen Tag pro Woche oder mindestens 20 Prozent seiner Arbeitszeit tätig ist.

Fahrt zum Job als Dienstreise: Berufliche Fahrten, die Sie zu einer anderen Arbeitsstelle unternehmen, gelten dann als Dienstreisen und können mit 30 Cent für jeden Kilometer der Hin- und Rückfahrt als Reisekosten abgerechnet werden. Bei den Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte zählt nur die einfache Strecke, bei der Sie für jeden Kilometer 30 Cent als Entfernungspauschale ansetzen können.

Unfallkosten: Falls Sie auf der Fahrt zur Arbeit oder auf dem Rückweg nach Hause einen Unfall hatten, können Sie die Folgekosten als außergewöhnliche Aufwendungen neben der Entfernungspauschale von der Steuer absetzen. Das gilt für alle Aufwendungen, die Ihr Arbeitgeber, Ihr Unfallgegner oder Ihre eigene Versicherung Ihnen nicht ersetzt hat. Sofern Sie Ihre Kfz-Kaskoversicherung in Anspruch genommen haben, ergeben sich die abziehbaren Werbungskosten meist aus den Reparaturkosten nach Abzug der Zahlungen Ihres Versicherers. Das entspricht häufig der Selbstbeteiligung.

Pauschale für Unfallkosten?

Aktuell ist die Finanzverwaltung bei Unfallkosten kulant. Passiert dieser auf dem Weg zur Arbeit, dürfen Sie die Reparaturkosten als außergewöhnliche Werbungskosten geltend machen.

Behinderte Menschen: Behinderte können für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte statt der Entfernungspauschale ihre tatsächlichen Kosten ansetzen. Nutzen sie ihr eigenes Fahrzeug oder einen Dienst-/Firmenwagen, können sie ihre Fahrtkosten ohne Einzelnachweis pauschal mit 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer geltend machen, also doppelt so viel wie nicht-behinderte Arbeitnehmer. Unfallkosten, die auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte entstanden sind, können sie neben dem pauschalen Kilometersatz angeben. Nutzen sie unterschiedliche Verkehrsmittel, können sie ihr Wahlrecht (Entfernungspauschale oder tatsächliche Kosten) für sämtliche Teilstrecken allerdings nur einheitlich ausüben.

Mehr als ein Arbeitgeber: Haben Sie mehrere Jobs bei verschiedenen Arbeitgebern, können Sie die Entfernungspauschale für jeden Weg zur Arbeit ansetzen, wenn Sie am Tag zwischenzeitlich in Ihre Wohnung zurückgekehrt sind. Fahren Sie von einer Arbeitsstätte gleich weiter zu Ihrem anderen Arbeitgeber, ohne zu Hause vorbeizuschauen, müssen Sie für die Entfernungsermittlung den Weg zur ersten Arbeitsstätte als Umwegstrecke zur nächsten Arbeitsstätte angeben. In diesem Fall gilt die Einschränkung, dass die für die Ermittlung der Entfernungspauschale anzusetzende Entfernung höchstens die Hälfte der Gesamtstrecke betragen darf.

Kein eigener Aufwand bei Familienheimfahrten: Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil vom 18. April 2013 (Az. VI R 29/12) bestätigt, dass die Entfernungspauschale für eine wöchentliche Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung aufwandsunabhängig in Anspruch genommen werden kann. Steuerfreie Reisekostenvergütungen und Freifahrten des Arbeitgebers reduzieren jedoch den absetzbaren Betrag.

Fahrten als Unternehmer

Unternehmer können die Entfernungspauschale analog für ihre Wege zwischen Wohnung und Betrieb ansetzen.

Flugstrecken und Sammelbeförderung: Die Entfernungspauschale gilt nicht für Flugstrecken und Strecken mit steuerfreier Sammelbeförderung. Für Flugstrecken setzen Sie Ihre tatsächlichen Kosten an. Falls Ihr Arbeitgeber eine steuerfreie Sammelbeförderung anbietet, dürfen Sie die so zurückgelegten Teilstrecken nicht in die Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte einbeziehen. Dagegen können Sie Ihre Kosten als Werbungskosten ansetzen, wenn Sie zu einer Sammelbeförderung Ihres Arbeitgebers etwas dazugezahlt haben.

Arbeitgeberleistungen: Steuerfreie Sachbezüge und pauschal besteuerten Arbeitgeberersatz für Ihre Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte können Sie nicht als Werbungskosten ansetzen.

Firmenwagen für Familienheimfahrten: Dürfen Sie für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung unentgeltlich einen Dienst- oder Firmenwagen ihres Arbeitgebers nutzen, ist ein Werbungskostenabzug ausgeschlossen (BFH, Urteil vom 28. Februar 2013, Az. VI R 33/11).

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

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Die Fahrtkosten sind die wichtigsten Reisekosten, da sie in der Regel die höchste Ersparnis bringen. Hier lesen Sie, wie Sie als Arbeitnehmer oder Selbstständige das meiste Geld herausholen. Achtung: Fahrtkosten sind etwas anderes als die Pendlerpauschale (Entfernungspauschale) für Fahrten zur Arbeit. Mit Fahrtkosten sparen Sie deutlich mehr Steuern als mit der Pendlerpauschale. Prüfen Sie deshalb genau, ob Ihre Fahrten als Reisekosten gelten oder ob Sie sich mit der Pendlerpauschale begnügen müssen.

Wann Fahrtkosten zu den Reisekosten gehören und wann nicht

Fahrtkosten sind dann Reisekosten, wenn ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger für berufliche Reisen.

  • . entweder sein eigenes oder geliehens privates Fahrzeug nutzt oder
  • mit einem öffentlichen Verkehrsmittel reist.

In diesen Fällen handelt es sich nicht um Reisekosten im Sinn des Steuerrechts:

  • Wenn der Arbeitnehmer mit einem Firmenwagen fährt.
  • Wenn der Arbeitnehmer von zu Hause zu seiner ersten Tätigkeitsstätte (früher: regelmäßige Arbeitsstätte) oder zurück fährt. Dies wären Fahrten zur Arbeit, die über die Pendlerpauschale abgegolten werden. Der finanzielle Unterschied: Bei der Pendlerpauschale gibt es nur Geld für die einfache Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, egal wie oft Sie pro Tag hin und zurück fahren. Bei den Reisekosten hingegen machen Sie jeden einzelnen Kilometer geltend.

Wie hoch Ihre Fahrtkosten sind

Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, lassen Sie sich den Fahrpreis samt Zuschläge erstatten. Heben Sie Ihre Tickets als Beleg auf.

Wenn Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug reisen, haben Sie zwei Möglichkeiten:

a) Sie ermitteln mit einem Fahrtenbuch, wie viele Kilometer Sie im Jahr dienstlich und wie viele privat gefahren sind. Im selben Verhältnis machen Sie den dienstlich gefahrenen Anteil an den jährlichen Gesamtkosten des Fahrzeugs geltend. Wenn Sie zu 65 Prozent dienstlich unterwegs waren, setzten Sie also 65 Prozent dessen an, was Sie im gesamten Jahr für Benzin, Autoversicherung, Verschleiß (steuerliche Abschreibung) etc. ausgegeben haben.

b) Sie nutzen die Pauschalmethode. Dazu schreiben Sie nur auf, wie viele Kilometer Sie dienstlich wohin gereist sind. Egal, wie viel Ihr Fahrzeug im Jahr kostet – Sie setzen immer diese pauschalen Kilometersätze des Bundesfinanzministeriums an:

  • 30 Cent pro Kilometer, wenn Sie mit einem Kfz gefahren sind. Zusätzlich 2 Cent pro Kilometer und pro Person, die Sie aus beruflichen Gründen mitgenommen haben.
  • 13 Cent pro Kilometer bei Fahrten mit einem Motorrad oder Motorroller plus 1 Cent pro Kilometer, wenn Sie eine Person mitgenommen haben.
  • 8 Cent pro Kilometer mit einem Moped oder Mofa.
  • 5 Cent pro Kilometer, wenn Sie mit einem Fahrrad gefahren sind.

Die pauschale Abrechnung ist deutlich einfacher, praktischer und deshalb beliebter als der Nachweis per Fahrtenbuch.

Wie Sie Ihre Fahrtkosten erstattet bekommen

Sie haben oben per Fahrtenbuch oder Kilometerpauschale ermittelt, wie hoch Ihre Fahrtkosten waren.

Als Arbeitnehmer lassen Sie sich den Betrag von Ihrem Unternehmen erstatten – steuerfrei und ohne Abgaben zur Sozialversicherung. Normalerweise brauchen Sie nur eine Kilometerabrechnung einzureichen, die Lohnbuchhaltung erledigt alles weitere.

Wenn ihr Chef Ihnen nicht alles ersetzt (was er aber meistens muss), dann geben Sie die Differenz zwischen Ausgaben und Erstattung in Ihrer Steuererklärung an, und zwar als Werbungskosten. So holen Sie sich wenigstens einen Teil des Gelds zurück.

Als Selbstständiger geben Sie Ihre Fahrtkosten als Betriebsausgaben an.

Hinweis: GmbH-Geschäftsführer gelten steuerlich als Arbeitnehmer, nicht als Unternehmer.

Steuer-Tipp: Für eine höchstmögliche Ersparnis müssen Sie die Pauschale für Werbungskosten überschreiten, die Ihnen pro Jahr zusteht.

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Die Pendlerpauschale fГјr Einsteiger

Für Pendler gibt es Geld vom Staat zurück. Oder wie war das? So ähnlich. In jedem Fall lohnt sich die Pendlerpauschale für alle, die berufstätig sind.

Ein Pendler ist steuerrechtlich gesehen ein Arbeitnehmer, der von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz geht oder fährt. Egal wie weit die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist oder ob er die Strecke zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Mofa oder Motorrad, mit Bus oder Bahn, dem eigenen Auto oder einem anderen Verkehrsmittel zurücklegt.

Pendler sind also BerufstГ¤tige, die nicht von Zuhause aus arbeiten. Die Fahrtkosten, die jedem Pendler fГјr seinen Weg zur Arbeit entstehen, kann er steuerlich geltend machen. Ob der Arbeitnehmer dabei Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, spielt keine Rolle.В

Wer mit einem Auto fährt, der kann prinzipiell alle Pendlerkosten von der Steuer absetzen. Wer allerdings mit dem Fahrrad, Motorrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit pendelt, darf nicht mehr als 4.500 Euro im Jahr angeben. Weitere Details dazu erfahren Sie in unserem Artikel Fahrtkosten – das müssen Sie wissen

So wird die Pendlerpauschale berechnet

Die meisten Berufstätigen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zur Arbeit fahren. Zum Beispiel Fabian, der frischgebackene Mediendesigner: Er pendelt täglich mit seinem Auto 25 Kilometer zur Arbeit hin und 25 Kilometer wieder nach Hause zurück.

FГјr jeden Kilometer der einfachen Fahrtstrecke, also entweder der Hin- oder der RГјckfahrt, bekommt Fabian 30 Cent SteuervergГјnstigung vom Staat. Bei 220 Arbeitstagen im Jahr sieht Fabians Berechnung der Pendlerpauschale so aus:

220 Arbeitstage x 25 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro PendlerpauschaleВ = 1.650 Euro

Wer sich nicht sicher ist, wie oft er in einem Jahr, abzГјglich Urlaub oder Krankheit, zur Arbeit gefahren ist, kann das dank unseres Arbeitstage-Rechners mit wenigen Klicks herausfinden.

Wie das mit der Pendlerpauschale funktioniert, zeigt Ihnen auch unser kurzes Video sehr anschaulich:

Die Pendlerpauschale ist nicht die einzige Steuererleichterung, die einem BerufstГ¤tigen zusteht. Fabian kann,В wie alle anderen Arbeitnehmer in Deutschland, auch seine Гјbrigen WerbungskostenВ in seine SteuererklГ¤rung eintragen.В

So wird die Pendlerpauschale erstattet

Fabian weiß jetzt, wie viel ihm das Finanzamt für seinen Weg zur Arbeit erstattet – aber wie kommt das Geld auf sein Konto? Überhaupt nicht, Fabian bekommt seine 1.650 Euro Pendlerpauschale nicht überwiesen oder ausgezahlt. Stattdessen zieht sein Finanzamt diesen Betrag von Fabians Jahreseinnahmen ab. Nur auf den restlichen Betrag muss Fabian Steuern zahlen.

Das klingt vielleicht nicht ganz so schГ¶n wie eine Гњberweisung, hilft Fabian aber beim Steuern sparen. Einzige Bedingung: Fabian muss seine SteuererklГ¤rung abgeben. Nur so weiГџ das Finanzamt genau, wie hoch seine Kosten sind und kann ihm die Pendlerpauschale als steuerfreien Vorteil anrechnen. Die 1.650 Euro Pendlerpauschale trГ¤gt er in der Anlage N auf Seite 2 gemeinsam mit der Adresse seiner ersten TГ¤tigkeitsstГ¤tte – also seines Arbeitsplatzes – ein. Sein Finanzbeamter wird kurz nachrechnen, ob Fabians Angaben stimmen.

Wer jedes Jahr viel pendelt und das auch die nächsten Jahre tun wird, kann sich die Fahrten zur Arbeit als Lohnsteuerfreibetrag beim Finanzamt eintragen lassen. Dann erhalten Sie ein höheres Nettogehalt.

Diese Ausnahmen werden vom Finanzamt anerkannt

Grundsätzlich gilt, dass nur der kürzeste Weg von zu Hause bis zur Arbeit anerkannt wird. Aber es gibt Ausnahmen. Nehmen wir an, auf dem Weg zu Fabians Arbeitsplatz ist seit einigen Wochen eine Großbaustelle. Jeden Morgen steht der Mediendesigner auf der Autobahn im Stau. Fährt Fabian über die Landstraße, um den Stau zu vermeiden, ist das ein Umweg von gut zehn Kilometern.

Dennoch ist er trotz Umweg schneller im Büro als über den rein rechnerisch kürzeren Weg via Autobahn. Fabian wird eine kleine Notiz in der Anlage N auf Seite 2 beifügen. Darin erklärt er dem Finanzbeamten kurz und formlos, warum er für einige Zeit einen Umweg gefahren ist und seine Pendlerpauschale deshalb höher ausfällt.

Wann lohnt sich die Pendlerpauschale?

Für alle, die einen langen Weg zur Arbeit haben, lohnt sich die Pendlerpauschale. Doch ab welcher Kilometerzahl profitiert der Berufstätige tatsächlich? Eine einfache Rechnung zeigt: Schon wer 220 Tage im Jahr arbeitet und 16 Kilometer von seinem Arbeitsort entfernt wohnt, kann am Jahresende allein für die Fahrtkosten zur Arbeit über 1.000 Euro in seiner Einkommensteuererklärung eintragen:

220 Arbeitstage x 16В Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro PendlerpauschaleВ = 1.056 Euro

Damit liegt der Berufstätige über der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro, die jedem Arbeitnehmer automatisch zusteht. Wenn der Arbeitnehmer jetzt noch weitere berufliche Ausgaben wie Fortbildungen oder Fachbücher hat, kann er diese zusätzlich geltend machen.

FГјr alle Arbeitnehmer, die nur 15 Kilometer oder weniger zur Arbeit fahren, heiГџt das umgekehrt aber nicht, dass sich die Pendlerpauschale fГјr sie prinzipiell nicht lohnt. Wichtig ist die HГ¶he der beruflichen Ausgaben insgesamt. Wer also zum Beispiel eine 14 Kilometer lange Strecke zur Arbeit fГ¤hrt und zusГ¤tzlich mehrere Fortbildungen im Jahr besucht, kann ebenfalls profitieren. Entscheidend ist immer die individuelle Situation. Ihre VLH-Beraterin oder Ihr VLH-Berater hilft Ihnen gerne, die vielfГ¤ltigen beruflichen Ausgaben steuerlich geltend zu machen und berГ¤t Sie, ob Sie von der Pendlerpauschale profitieren kГ¶nnen. Hier geht es zur Beratersuche.В

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Источники: http://www.finanztip.de/entfernungspauschale/, http://www.steuer-schutzbrief.de/reisekosten/fahrtkosten.html, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/pendeln/die-pendlerpauschale-fuer-einsteiger.html

Krankenkasse absetzen

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Vorsorgeaufwendungen

So setzen Sie Altersvorsorge und Versicherungen von der Steuer ab

  • Zuletzt aktualisiert: 6. März 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Machen Sie Ihre Vorsorgeaufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend, können Sie viel Geld sparen.
  • Zu steuermindernden Sonderausgaben gehören insbesondere die Ausgaben für die Altersvorsorge, aber auch Riester-Verträge, Kranken- und Pflegeversicherung, Betreuung und Unterhalt für Kinder sowie Aufwendungen für die Berufsausbildung.
  • Ausgaben für die private und gesetzliche Rentenversicherung und ihr gleichgestellte Aufwendungen können Sie 2016 bis zu einem Höchstbetrag von 22.767 Euro (das Doppelte für Ehepaare) von der Steuer absetzen. Für 2016 erkennt das Finanzamt aber nur 82 Prozent der Aufwendungen an.
  • Wenn Sie rentenversicherungspflichtig sind, wird Ihnen der Abzug um den Arbeitgeberteil gekürzt.
  • Die Basiskrankenversicherung ist grundsätzlich in voller Höhe absetzbar. Wenn dadurch der jährliche Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen von 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beamte oder 2.800 Euro für Selbstständige nicht ausgeschöpft ist, können Sie die Ausgaben für weitere Versicherungen geltend machen.
  • Die Beiträge können Sie zusätzlich zu Ihren Aufwendungen für die Altersvorsorge anrechnen.

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Aufwendungen für die Altersvorsorge oder die Krankenversicherung gehören zu den Sonderausgaben, die vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt sind. Weil Sie mehrere verschiedene Steuerformularen ausfüllen müssen, ist allerdings Geduld gefragt. Sie sollten sich davon nicht abschrecken lassen: Die Mühe lohnt sich.

Helfer für die Steuererklärung

Die Vorsorgeaufwendungen unterteilen sich in drei Bereiche:

  • Basisversorgung (gesetzliche Renten, berufsständische Versorgungswerke, landwirtschaftliche Alterskassen und Rürup-Renten),
  • sonstige Vorsorgeaufwendungen (beispielsweise Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- und klassische private Lebensversicherung mit Abschluss vor 2005) und
  • Zusatzversorgung (Riester-Rente).

So setzen Sie die Basisversorgung ab

Die Basisversorgung setzt sich aus Beiträgen für den Aufbau einer Altersversorgung zusammen. Darunter fällt die gesetzliche Rentenversicherung, ihr gleichgestellte Aufwendungen wie berufliche Versorgungswerke und die Rürup-Rente (Basisrentenvertrag). Diese Aufwendungen können Sie als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

Grundsätzlich gilt dafür im Jahr 2016 ein Höchstbetrag von 22.767 Euro im Jahr – Ehepaare und Lebenspartner, die zusammen veranlagt sind, können den doppelten Betrag geltend machen, also 45.534 Euro. 2017 steigt dieser Betrag auf 23.362 Euro beziehungsweise 46.724 Euro bei einer gemeinsamen Veranlagung an.

Allerdings können Sie erst ab dem Jahr 2025 vom vollen Höchstbetrag profitieren. In den kommenden Jahren wird der Anteil der jährlich abziehbaren Basisvorsorgeaufwendungen langsam angehoben – pro Jahr um zwei Prozentpunkte. Im Umkehrschluss werden Renteneinkünfte vollständig besteuert – allerdings erst ab 2040. Fachleute sprechen vom Prinzip der nachgelagerten Besteuerung.

In der Steuererklärung für 2016 berücksichtigt das Finanzamt höchstens 82 Prozent der Höchstbeträge, also 18.669 Euro für Alleinstehende und 37.338 Euro für Paare. 2017 können Sie 84 Prozent des Höchstbetrags absetzen, also 19.624 Euro für Alleinstehende und 39.248 Euro für Paare

Davon abzuziehen ist der steuerfreie Arbeitgeberanteil: Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die Rentenversicherung einzuzahlen, bekommen ihre Vorsorgeaufwendungen um diesen Betrag gekürzt. In der folgenden Rechnung zeigen wir an einem Beispiel, wie Sie sich das vorstellen müssen:

Beispiel Altersvorsorge absetzen für 2016

Der Arbeitnehmer kann also – wie im Beispiel errechnet – Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von 4.290 Euro als Sonderausgaben geltend machen.

Umstritten ist die gesetzliche Berechnungsweise deshalb, weil rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer einen Großteil ihrer Vorsorgeaufwendungen nicht absetzen können. Der Abzug von Vorsorgeaufwendungen ist Streitgegenstand juristischer Musterverfahren. Oft erlassen Finanzämter Einkommensteuerbescheide, in denen sie geltend gemacht werden, daher nur vorläufig.

Rückerstattung möglich

Werden Ihre Vorsorgeaufwendungen, zum Beispiel für eine Haftpflichtversicherung, nur in begrenztem Maße vom Finanzamt anerkannt, wird der Sachverhalt gekennzeichnet und Ihre Einkommensteuererklärung gilt als vorläufig. Später haben Sie aber möglicherweise die Chance auf eine Rückerstattung, falls ein entsprechendes Musterverfahren zugunsten der Steuerzahler ausgeht.

Kürzungen nicht nur für Rentenversicherungspflichtige

Der Abzug bei den Vorsorgeaufwendungen gilt auch für Beamte, Richter, Berufssoldaten und Geistliche, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstandmitglieder einer Aktiengesellschaft müssen die Kürzungsregelungen ebenfalls akzeptieren. Der Anteil, der dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Rentenversicherung entspricht, wird auch von den Vorsorgeaufwendungen abgezogen, die sie geltend machen könnten.

Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf Seite 1 in die Zeilen 4 bis 10 ein.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Rürup-Beitrag anpassen

2017 steigt der Höchstbeitrag für die Basisversorgung von 22.767 Euro auf 23.362 Euro.

Tipp: Insbesondere Selbstständige, die diesen noch nicht ausschöpfen, können die maximale Steuerentlastung erzielen, wenn sie ihren Beitrag in einen laufenden Rürup-Vertrag dementsprechend erhöhen. Die Zahlungen müssen bis Jahresende 2017 erfolgen, damit sie für die Steuererklärung 2017 berücksichtigt werden können.

Basiskrankenversicherung in voller Höhe absetzen

Zu den Sonderausgaben, die Sie in voller Höhe von der Steuer absetzen können, gehören auch die Beiträge für Pflegeversicherung und Krankenkasse – aber nur die, die Sie auf sozialhilfegleichem Niveau absichern. Das ist die sogenannte Basiskrankenversicherung.

Zahlen Sie mehr, gelten diese Beiträge als sonstige Vorsorgeaufwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Aufwendungen für Wahlleistungen der Kassen. Sind Sie gesetzlich krankenversichert und haben somit Anspruch auf Krankengeld, wird Ihr abzugsfähiger Beitrag um vier Prozent vermindert.

Ihre Aufwendungen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf den Seiten 1 und 2 in die Zeilen 11 bis 45 ein.

Bonuszahlung der Krankenkasse

Für gesetzlich Krankenversicherte, die an einem Gesundheitsprogramm ihrer Krankenkasse teilgenommen und dafür einen Bonus erhalten haben, gibt es eine gute Nachricht: Sie können in der Regel die ungekürzten Beiträge für die Krankenversicherung in der Steuererklärung angeben. Der Bonus kann als Zuschuss der Krankenkasse für gesundheitsbewusstes Verhalten gelten. Konsequenz: Der Zuschuss gilt nicht als Erstattung von gezahlten Krankenversicherungsbeiträgen. Deshalb muss der Sonderausgabenabzug – entgegen der Ansicht der Finanzverwaltung – nicht reduziert werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 1. Juni 2016 (Az. X R 17/15, veröffentlicht am 14. September 2016).

Im entschiedenen Fall nahm eine Krankenversicherte am Bonusprogramm ihrer gesetzlichen Krankenkasse teil. Die BKK zahlte im Jahr bis zu 150 Euro als Bonus an sie aus. Dies war eine Belohnung für gesundheitsbewusstes Verhalten. Denn die Versicherte verpflichtete sich, an einer Reihe von kostenfreien Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen sowie weitere Gesundheitsmaßnahmen wie Brillen, Osteopathie, Massagen und Heilpraktikerbehandlungen selbst zu finanzieren.

Weil die steuerliche Bewertung von Bonuszahlungen der Krankenkassen seit Jahren umstritten ist, erteilen die Finanzämter die Steuerbescheide in diesem Punkt seit einiger Zeit vorläufig. Wer also die vollen Sonderausgaben in seiner Steuererklärung angegeben hat, der kann eventuell auf eine nachträgliche Steuererstattung hoffen. Denn sollten sich die zusätzlichen Sonderausgaben im konkreten Berechnungsfall auswirken, muss das Finanzamt Steuern erstatten.

Änderung des Steuerbescheids beantragen

Nach Ansicht des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine haben die meisten Finanzämter die Bonuszahlungen automatisch berücksichtigt, weil sie hierüber elektronische Meldungen von den Krankenkassen erhalten. In diesen Fällen sollten Sie eine Änderung aller betroffenen Steuerbescheide beantragen. Dies gilt zumindest für einen Bonus für Gesundheitsmaßnahmen, die über den Basisschutz hinausgehen; nicht jedoch für echte Beitragsrückerstattungen. Diese mindern tatsächlich den Abzug von Sonderausgaben.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen

Als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden im Grunde alle Beiträge zur Absicherung von Arbeitslosigkeit, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit sowie Unfall-, Haftpflicht-, Renten- und Lebensversicherungen. Für Arbeitnehmer und Beamte gilt der Höchstbetrag von 1.900 Euro, Selbstständige können 2.800 Euro geltend machen. Auch die Beiträge für Rentenversicherungen, für die Sie vor 2005 erstmals eingezahlt haben, können Sie hier eintragen. Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf der Seite 2 in die Zeilen 46 bis 52 ein.

Das entlastet aber nur wenige Steuerzahler. Wenn Sie die Beiträge für Basiskranken- und gesetzliche Pflegeversicherung abgesetzt haben, bleibt von Ihrem Höchstbetrag meist nicht mehr viel übrig.

Sonderausgaben für Versicherungen Ihres Kindes

Beiträge zur inländischen privaten Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie auf der Seite 1 ab Zeile 23 ein. Haben Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder, können Sie auch die Kranken- und Pflegeversicherung Ihres Kindes als Sonderausgaben geltend machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie selbst der Versicherungsnehmer sind oder Ihr Kind. Beiträge können aber nicht zweimal abgesetzt werden: Ihr Kind hat nicht die Möglichkeit, dass die Versicherungsbeiträge als Sonderausgaben in seiner Steuererklärung berücksichtigt werden, wenn Sie selbst die Beiträge geltend machen.

Dies können Sie, indem Sie die übernommenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der Anlage Kind, Seite 2, Zeilen 31-37 eintragen.

Falls Sie keinen Anspruch auf Kindergeld haben und als Versicherungsnehmer die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge übernehmen – zum Beispiel für Ihre Kinder –, dann können Sie diese in der Anlage Vorsorgeaufwendungen, Seite 2 ab Zeile 40 eintragen. Sie benötigen auch die Steuer-Identifikationsnummer der „anderen Person“.

Profitieren vom Riester-Vertrag

Gehören Sie zum förderberechtigten Kreis der Sparer, die Zulagen für die Riester-Rente erhalten, können Sie im günstigsten Fall bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen. Vor allem Beamte und Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, profitieren von diesem Abzug.

Damit Sie die volle Förderung erhalten, müssen Sie 4 Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens abzüglich der Zulagen sparen. Die Zulagen betragen im Einzelnen:

  • bis zu 154 Euro Grundzulage,
  • einmalig 200 Euro Zuschuss für junge Sparer, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wird, bevor der Riester-Sparer 25 Jahre alt wird,
  • für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt es 185 Euro Kinderzulage, für später geborene 300 Euro. Das gilt aber nur für Kinder, für die ein Kindergeldanspruch besteht.

Aufwendungen für die Riester-Rente tragen Sie in der Anlage AV ein. Das Finanzamt berechnet, ob der Sonderausgabenabzug oder die Zulagengewährung für Sie günstiger ist.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Krankenkasse absetzen

Steuererklärung: Vorsorgeaufwendungen und Abzug der Krankenkassenbeiträge

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

Unter dem Namen Bürgerentlastungsgesetz hat der Bundestag die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Februar 2008 in die geforderten gesetzlichen Regelungen umgesetzt. Es geht um die verbesserte steuerliche Berücksichtigung bestimmter Vorsorgeaufwendungen wie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe einer Basiskrankenversicherung. Durch die Regelungen können seit dem 1. Januar 2010 die Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung steuerlich besser abgesetzt werden. Mehr finden Sie im Artikel Krankenversicherung als Sonderausgabe. Wie Sie Ihre Ausgaben richtig in die Steuererklärung eintragen, erfahren Sie im Artikel über die Anlage Vorsorgeaufwand.

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KVBEVO – die Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung

Zahlungen in Höhe der Beiträge zu einer solchen Basiskrankenversicherung können als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Die Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Beiträge zum Erwerb eines Krankenversicherungsschutzes im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 3a EStG ist in der Rechtsverordnung mit dem Namen "Verordnung zur tarifbezogenen Ermittlung der steuerlich berücksichtigungsfähigen Beiträge zum Erwerb eines Krankenversicherungsschutzes im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes" (Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung – KVBEVO) geregelt. Dort ist festgelegt, mit welchem Anteil die Beiträge für die einzelnen Leistungen der Krankenversicherung anzusetzen sind. Der nach der KVBEVO zu ermittelte Betrag für die Basiskrankenversicherung darf nicht verwechselt werden mit dem besonderen Tarif in der Privaten Krankenversicherung, der als Basistarif der Krankenversicherung zum 1. Januar 2009 eingeführt wurde.

Basisbeitrag zur Krankenversicherung

Gesetzlich und privat Kranken- und Pflegepflichtversicherte, ihre Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner sowie ihre mitversicherten Kinder werden auch nach den steuerlichen Erleichterungen für Kassenbeiträge weitgehend gleichbehandelt. Als Sonderausgaben sind mindestens die sogenannten Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abzugsfähig. Privatversicherte erhalten von ihrem Anbieter eine Bescheinigung mit der Angabe des zu zahlenden Basisbeitrags an ihrer Prämie.

Welche Beiträge können steuerlich abgesetzt werden?

Ab dem 1. Januar 2010 können alle Aufwendungen eines Steuerpflichtigen zu einer Basiskrankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung abgesetzt werden. Darunter fallen sowohl Beiträge für den Versicherten selbst als auch für seinen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner wie auch für seine Kinder. Darüber hinaus können unter bestimmten Voraussetzungen die Zahlungen des Steuerpflichtigen für eine vergleichbare Kranken- und Pflegeversicherung des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten abgesetzt werden. Denn das Bürgerentlastungsgesetz hat den in diesem Zusammenhang für Unterhaltsleistungen geltenden Höchstbetrag erhöht.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen nur bis zur Höchstgrenze absetzbar

Gleichzeitig mit der erhöhten Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen sieht das Bürgerentlastungsgesetz eine Begrenzung des steuerlichen Abzugs von sonstigen Vorsorgeaufwendungen vor. Wer mehr als der Durchschnitt verdient, kann zwar die Beiträge bis zur Höhe der Basiskrankenversicherung absetzen, nicht aber mehr die Beiträge für eine Unfall-, Haftpflicht- und Arbeitslosenversicherung. Betroffen sind davon auch Versicherungsnehmer, die eine für sie wichtige Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben.

Solche Aufwendungen sind seit 2010 nur dann steuerlich abzugsfähig, wenn die Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen durch die Kranken- und Pflegekassenbeiträge noch nicht ausgeschöpft sind. Sie betragen 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beihilfeberechtigte und 2.800 Euro für Steuerpflichtige, die ihre Krankenversicherung allein tragen. Werden Verheiratete zusammen veranlagt, gilt der doppelte Betrag.

Ein konkretes Rechenbeispiel aus dem Bundesfinanzministerium

Herr Meier ist privat krankenversichert.

Er zahlt im Jahr einen Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 2.400 Euro, wovon 10 Prozent der Finanzierung von Komfortleistungen dienen.

Auf die Basiskrankenversicherung entfällt somit ein Beitragsanteil von 2.160 Euro.

Für eine Pflegepflichtversicherung hat er 200 Euro gezahlt und andere sonstige Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 200 Euro getätigt.

Angenommen, Herr Meier gibt deutlich mehr als 2.800 Euro für seine Krankenversicherung insgesamt aus, nämlich 4.000 Euro. Zehn Prozent davon entfallen wieder auf Komfortleistungen.

Die Basiskrankenversicherung kostet Herrn Meier also 3.600 Euro. Das heißt für Herrn Meier:

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Bürgerentlastungsgesetz und Günstigerprüfung

Das Bürgerentlastungsgesetz sieht für den Zeitraum 2010 bis 2019 eine sogenannte Günstigerprüfung vor. Das bedeutet, dass das Finanzamt in jedem Einzelfall prüft, ob die bisherige oder die neue Rechtslage ab 2010 für den Steuerpflichtigen günstiger ist. Die Günstigerprüfung bezieht das bis Ende 2004 geltende Recht ein. Hätte der Steuerpflichtige nach der alten Rechtslage höhere Beiträge als Vorsorgeaufwendungen geltend machen können, dann kann er diesen höheren Betrag bis zum Jahr 2019 weiterhin absetzen.

Fazit zur Umstellung durch das Bürgerentlastungsgesetz

Insbesondere Selbstständige, Personen mit separater Krankenversicherung für die Kinder und andere, die keinen Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung erhalten, profitieren besonders von der erweiterten steuerlichen Berücksichtigung ihrer Beiträge zur Krankenversicherung. Durch die Günstigerprüfung soll sichergestellt werden, dass niemand durch diese Änderungen schlechter steht als vorher.

Krankenversicherung absetzen: Bürgerentlastungsgesetz regelt Absetzbarkeit

Die monatlichen Kosten, die Arbeitnehmer, Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige für die Krankenversicherung aufbringen müssen, sind hoch. Im Jahr 2010 brachte die Bundesregierung das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz auf den Weg. Es ermöglicht es sowohl privat als auch gesetzlich versicherten Bürgern die Beiträge der Krankenversicherung steuerlich geltend zu machen. Allerdings gibt es Einschränkungen, die sich auf die Höchstsummen beziehen. Steuerlich absetzbar sind laut dem Gesetz die Kosten, die durch die Basiskrankenversicherung entstehen. Zur Definition und Ausgestaltung des Bürgerentlastungsgesetzes wurde die Bundesregierung durch das Bundesverfassungsgericht verpflichtet. Die Richter forderten eine bessere Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen auf steuerlicher Ebene.

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Absetzbare Beiträge im Überblick

In Deutschland sind Beiträge, die für die Basiskrankenversicherung sowie für die gesetzliche Pflegeversicherung gezahlt werden, steuerlich absetzbar. Sie werden als Gesamtsumme in der jährlichen Steuererklärung angegeben. Bei Ehepaaren, die sich für die Zusammenveranlagung entschieden haben, sind nicht nur die eigenen Beiträge, sondern auch die des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners absetzbar. Sind Sie geschieden oder leben Sie getrennt von Ihrem Ehegatten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch Unterhaltsleistungen steuerlich geltend machen, die Sie dafür entrichten. Darüber hinaus sind Beiträge absetzbar, die für Unterhaltsberechtigte gezahlt werden. Das gilt für

  • Kinder, die zwar als bedürftig angesehen werden, aber keinen Anspruch mehr auf Kindergeld haben
  • den nicht verheirateten Elternteil, wenn beide ein gemeinsames Kind haben
  • bedürftige Großeltern.

Krankenversicherungsausgaben dieser Art können in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen angegeben werden. Berücksichtigt werden hier neben den Ausgaben für die Basisversicherung ebenso die anfallenden Zusatzbeiträge der Krankenkassen. Nicht absetzbar sind dagegen die Kosten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Wahltarife entstehen sowie die Zusatzversicherungen der PKV.

Höchstgrenzen im Überblick

Um die Absetzbarkeit der Krankenkassenbeiträge für gesetzlich und privat Versicherte zu vereinfachen, hat die Bundesregierung im Bürgerentlastungsgesetz Höchstgrenzen definiert. Höchstens bis zu diesen Summen werden die KV-Kosten berücksichtigt. Liegen die eigens gezahlten Beiträge über dem Niveau, findet der entstandene Rest keine Berücksichtigung bei der Steuerberechnung.

Bei den Höchstsummen wird zwischen Arbeitnehmer und Selbständigen unterschieden. Arbeitnehmer können demnach Krankenversicherungsbeiträge von höchstens 1900 Euro steuerlich geltend machen. Für Selbständige und Freiberufler erhöht sich die Summe auf 2800 Euro. Die Differenzierung liegt den gesetzlichen Grundlagen zur Beitragszahlung zu Grunde. Arbeitnehmer und Beihilfeberechtigte müssen jeweils nur die Hälfte der monatlichen Krankenversicherungsbeiträge selbst zahlen. Den Rest übernehmen die Arbeitgeber. Selbständige, Gewerbetreibende und auch Freiberufler müssen die Kosten dagegen in vollem Umfang selbst übernehmen. Dadurch sind sie von einer stärkeren finanziellen Belastung betroffen.

Für Ehepaare mit Zusammenveranlagung verdoppelt sich dieser Betrag. Demnach können verheiratete Arbeitnehmer gemeinsam 2800 Euro geltend machen, für verheiratete Unternehmer sind bis zu 5600 Euro möglich.

Schöpfen Sie diesen Höchstbetrag durch die Krankenversicherungsbeiträge nicht aus, können Sie weitere Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt wird diese dann anteilig berücksichtigen. Vorsorgeaufwendungen, die berücksichtigt werden, sind beispielsweise Beiträge zu Altersvorsorge, Unfallversicherung und Haftpflichtversicherungen.

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Mitglieder der privaten Krankenversicherungen unterliegen Einschränkungen

Zwar können auch PKV-Mitglieder die Kosten für die Krankenversicherung absetzen, aber nur eingeschränkt. Private Krankenversicherungen zeichnen sich oft durch einen deutlich höheren Leistungsumfang aus. Die Mitglieder können hier beispielsweise auf Chefarztbehandlung und Einbettzimmer bei Klinikaufenthalten bauen. Das Leistungsplus schlägt sich meistens auch in den Beiträgen wieder, die dadurch anteilmäßig höher sind. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass nur Beiträge berücksichtigt werden, die den Kosten der Basisversicherung entsprechen. Die privaten Krankenkassen haben hierfür Basistarife mit entsprechenden Beiträgen definiert. Übersteigt der von Ihnen gewählte Tarif die Kosten für die Basisversicherung, müssen Sie die absetzbaren KV-Beiträge anteilig berechnen und entsprechend in der Steuererklärung aufführen. Betroffen davon sind übrigens auch Beiträge, die für die Absicherung des Krankengeldes gezahlt werden.

Oft werden im Zuge der privaten Krankenversicherung Selbstbehalte zwischen dem Versicherten und der Versicherungsgesellschaft vereinbart. Durch den Selbstbehalt kommen die Versicherten für einen Teil der Kosten, die im Rahmen der medizinischen Behandlung entstehen, selbst auf. Diese Aufwendungen sind ebenso steuerlich absetzbar. Sie werden aber nicht als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung aufgeführt, sondern als außergewöhnliche Belastung.

Welche Beiträge sind in der gesetzlichen Krankenversicherung absetzbar?

Die gesetzlichen Krankenkassen bilden das Grundgerüst der Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Millionen Bundesbürger sind hier pflichtversichert und zahlen einkommensabhängige Beiträge. Grundsätzlich sind die Beiträge, die monatlich an die gesetzlichen Krankenkassen entrichtet werden, auch steuerlich absetzbar. Es gibt zwei Ausnahmen:

  • Wahltarife: Die meisten Krankenkassen bieten sogenannte Wahltarife an. Hierbei handelt es sich um Zusatzversicherungen, die neben der Basisversicherung zur Leistungserweiterung abgeschlossen werden. Beiträge für diese Wahltarife werden steuerlich nicht berücksichtigt.
  • Krankengeld: Wie bei der privaten Krankenversicherung gilt auch bei den gesetzlichen Krankenkassen das Beiträge, die der Absicherung des Krankengelds dienen, nicht der Absetzbarkeit unterliegen.

Haben Sie von Ihrer Krankenkasse aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit Krankengeld erhalten, minimiert das die Summe, die Sie bei der Steuererklärung berücksichtigen dürfen. Haben Sie also beispielsweise KV-Beiträge in Höhe von 2600 Euro gezahlt und 700 Euro Krankengeld erhalten, werden von Seiten des Finanzamts nur Ausgaben von 1900 Euro anerkannt. Sowohl Mitglieder der PKV als auch der GKV erhalten jedes Jahr eine Bescheinigung über die Beiträge, die die Mitglieder gezahlt haben. Berücksichtigen Sie, dass eine Meldung dieser Summe an das Finanzamt geht. Demnach sollte die von Ihnen angegebene Summe mit dieser übereinstimmen.

Steuerliche Behandlung von Zusatzbeiträgen

Die Bundesregierung räumt den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland neben dem allgemeinen Beitragssatz ein, einen Zusatzbeitrag von den Versicherten zu verlangen. Dieser kann von den Krankenkassen individuell festgelegt werden und bezieht sich bereits auf die Basisversicherungen. Da mit dem Zusatzbeitrag keine Wahlleistungen finanziert werden, können die gesetzlich Krankenversicherten diesen ebenso als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung aufführen. Die Angabe kann direkt mit dem Krankenkassenbeitrag erfolgen. Sie sollten darauf aber explizit hinweisen. Der Zusatzbeitrag muss selbst von Arbeitnehmern und Beihilfeberechtigten in vollem Umfang selbst getragen werden.

Haben Sie als GKV-Mitglied Anspruch auf Krankengeld, wird von Seiten des Finanzamts eine Summe in Höhe von 4 Prozent der geleisteten Beiträge automatisch abgezogen. Dadurch minimiert das Finanzamt die Gesamtsumme auf die Aufwendungen, die für die Basiskrankenversicherung anfallen. Haben Sie einen Tarif ohne Krankengeld gewählt, bleiben Sie von diesem Abzug verschont.

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Fazit: Absetzbarkeit der Krankenversicherung mindert Steuerlast

Mit dem Bürgerentlastungsgesetz hat die Bundesregierung in Deutschland eine genaue Regelung zur Absetzbarkeit der Krankenversicherung bei der Einkommenssteuer auf den Weg gebracht. Demnach können sowohl PKV- als auch GKV-Mitglieder die Beiträge für die Krankenversicherung steuerlich geltend machen. Berücksichtigt werden als Vorsorgeaufwand nur Kosten für die Basisversicherungen. Für Arbeitnehmer ist die Höchstsumme auf 1900 Euro festgeschrieben (2800 Euro für Verheiratete). Ledige Selbständige können 2800 Euro und Verheiratete mit Zusammenveranlagung 5600 Euro von dem Einkommen abziehen und damit die Steuerlast mindern.

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Источники: http://www.finanztip.de/vorsorgeaufwendungen/, http://www.finanztip.de/buergerentlastungsgesetz/, http://info-krankenversicherung.com/krankenversicherung-absetzen

Außergewöhnliche belastungen steuer

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Unterhalt und Steuern: Außergewöhnliche Belastung

Unterhaltszahlungen können unter bestimmten Voraussetzungen als „außergewöhnliche Belastung“ bei der Einkommensteuer berücksichtigt werden. Dabei muss der Unterhalt an eine gesetzlich unterhaltsberechtigte Person (zum Beispiel Eltern, ältere Kinder, geschiedener oder dauernd getrennt lebender Ehegatte) gezahlt werden. Eine Zahlung an eine Person, bei der zum Unterhalt bestimmte öffentliche Mittel wegen der Unterhaltszahlungen gekürzt wurden (zum Beispiel eingetragene Lebenspartnerschaften) ist hierbei ebenfalls möglich.

Höhe der steuerlichen Entlastung

Der Unterhalt ist bis zu einem Höchstbetrag von 8.472 Euro im Kalenderjahr steuerlich absetzbar. Sollte die unterhaltene Person eigene Einkünfte oder Bezüge haben, so vermindert sich der Höchstbetrag entsprechend. Dies gilt jedoch nur, soweit die Einkünfte oder Bezüge 624 Euro im Kalenderjahr übersteigen.

Zudem mindern staatliche Zuschüsse (wie zum Beispiel Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, die nicht zurückgezahlt werden müssen) den Höchstbetrag ohne Anrechnung von 624 Euro.

Voraussetzung für die steuerliche Berücksichtigung

Um den Unterhalt als „außergewöhnliche Belastung“ geltend zu machen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • die unterstützte Person ist gesetzlich unterhaltsberechtigt;
  • niemand erhält für die unterstützte Person Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge für Kinder (zum Beispiel weil die Voraussetzungen für den Anspruch nicht oder nicht mehr bestehen, wie bei Überschreiten der entsprechenden Altersgrenze des Kindes);
  • die unterstützte Person besitzt kein oder nur ein geringes Vermögen.

Was sind außergewöhnliche Belastungen?

Kosten für Krankheit oder Unterhalt: Solche Ausgaben können Sie als außergewöhnliche Belastungen teilweise von der Steuer absetzen.

Die meisten von uns müssen für Dinge Geld ausgeben wie Miete, Essen und Trinken, ein Auto oder Versicherungen. Doch manche haben mit außergewöhnlichen Problemen und damit verbundenen Kosten zu kämpfen: Kosten für beispielweise eine schwere Krankheit oder Unterhalt an den Ex-Gatten. Diese außergewöhnlichen Probleme heißen im Steuerrecht außergewöhnliche Belastungen.

Der Staat definiert außergewöhnliche Belastungen so: "Aufwendungen erwachsen dem Steuerpflichtigen zwangsläufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann". So steht es im Einkommensteuergesetz Paragraf 33 Absatz 2.

Wer also aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen gezwungen ist, für besondere Umstände zu bezahlen, kann die Kosten dafür als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Überblick, was zu den außergewöhnlichen Belastungen gehört und was eine zumutbare Belastungsgrenze ist:

В Das ging Ihnen zu schnell? Jetzt folgen alle Informationen auch ganz ausfГјhrlich fГјr Sie.

Was gehört ganz allgemein zu außergewöhnlichen Belastungen?

Die wenig konkrete Definition im Einkommensteuergesetz lässt ahnen: Es gibt keine allgemeingültige Liste für sämtliche außergewöhnlichen Belastungen. Deshalb fassen wir hier nur die gängigsten Bereiche zusammen:

  • Krankheitskosten: Arztkosten, Fahrtkosten, Zuzahlungen fГјr Medikamente, sofern Ihre Krankenkasse diese Leistungen nicht Гјbernimmt
  • Pflegekosten und Pflegeheimkosten fГјr die eigenen Eltern, sofern die Pflegeversicherung diese Leistungen nicht Гјbernimmt
  • Unterhaltskosten
  • Beerdigungskosten
  • Augenoperationen, die eine Fehlsichtigkeit korrigieren
  • Pauschbetrag fГјr Kosten fГјr die Berufsausbildung des eigenen Kindes, wenn es volljГ¤hrig ist, nicht zu Hause wohnt und Anspruch aufВ Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht

Warum gibt es keine allgemeingГјltige Liste zum Nachschlagen?

Wie gesagt, es gibt keine konkrete Liste, in der Sie alle außergewöhnlichen Belastungen nachschlagen können und die für jeden Steuerbürger gleich gilt.

Der Gesetzgeber geht vielmehr von folgender Annahme aus: Ein Bankdirektor kann den Beitrag fГјr Omas Pflegeheim wahrscheinlich leichter aufbringen als ein kleiner Angestellter.

Wie ermittelt der Staat, ob ich etwas als außergewöhnliche Belastung absetzen kann?

Der Staat vergleicht Personen mit gleichem Familienstand, gleichen Einkommensverhältnissen und gleichen Vermögensverhältnissen miteinander: Einnahmen und Ausgaben werden zusammengezählt und alle Kosten, die am Ende des Jahres eine "zumutbare Belastung" übersteigen, gelten als außergewöhnliche Belastung.

Steuer ABC

Je nachdem wie hoch Ihre Jahreseinkünfte sind, wie viele Kinder und wie viele Ausgaben Sie haben, wird Ihr Finanzbeamter einen kleineren oder größeren Teil Ihrer außergewöhnlichen Belastungen am Ende des Jahres von Ihrem Jahreseinkommen abziehen. Nur den Rest müssen Sie voll versteuern.

Wie wird mein steuerfreier Anteil an den außergewöhnlichen Belastungen berechnet?

Das Finanzamt berГјcksichtigt den Gesamtbetrag IhrerВ EinkГјnfte, den Familienstand und die Anzahl der Kinder. FГјr jede Kombination gibt es eine bestimmte "zumutbare Belastungsgrenze". Der Staat hat dafГјr eigens eine Tabelle entworfen, die wir anschaulichВ aufbereitet haben:

Ein Beispiel, das Ihnen zeigt, wie Sie Ihre außergewöhnlichen Belastungen berechnen können: Nehmen wir an, Sie und Ihr Ehepartner haben zwei Kinder und verdienen gemeinsam 52.000 Euro im Jahr. Dann liegt Ihre "zumutbare Belastung" bei 1.415,30 Euro.

Das Besondere: Das Finanzamt errechnet schrittweise Ihre zumutbare Belastung. FГјr unser Ehepaar aus dem Beispiel geht das so:

  1. Wie Sie in der Tabelle ablesen können, gilt bis 15.340 Euro für das Ehepaar mit zwei Kindern 2 Prozent. Also errechnet das Finanzamt 2 Prozent von 15.340 Euro:

Jeden Cent, den das Ehepaar in einem Jahr für außergewöhnliche Belastungen ausgibt und der über diesen 1.415,30 Euro liegt, können sie von der Steuer absetzen.

Ein weiteres Rechenbeispiel finden Sie in unserer anschaulichen Infografik:

В

Früher war die Berechnung der außergewöhnlichen Belastungen einfacher, aber finanziell ungünstiger: Die "zumutbare Belastung" des Ehepaares aus unserem Beispiel lag früher bei 4 Prozent des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte, also knapp 2.080 Euro – es gab keine stufenweise Berechnung. Das Finanzamt hat also direkt 4 Prozent der 52.000 Euro errechnet.

Der Bundesfinanzhof (BFH), Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, hat am 19.01.2017 entschieden, dass die außergewöhnlichen Belastungen stufenweise berechnet werden müssen. Und sorgt damit für Entlastung bei den Steuerzahlern. Denn dank der neuen Berechnung überschreitet man nun früher die zumutbare Belastungsgrenze. Am 01.06.2017 bestätigte das Bundesministerium der Finanzen diese Rechtsprechung.

Wichtig: Sollte Ihr Finanzamt die geänderte Berechnung in Ihrer Steuererklärung noch nicht angewandt haben, legen Sie Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid ein und berufen Sie sich auf die Entscheidung des BFH mit dem Aktenzeichen VI R 75/14.

Was Sie beim Absetzen von Beerdigungskosten beachten mГјssen, haben wir Ihnen in einem Video zusammengefasst:

Wo trage ich meine außergewöhnlichen Belastungen ein?

Die Steuererklärung besteht aus mehreren vorgedruckten Formularen, die Sie ausfüllen müssen. Ihre außergewöhnlichen Belastungen tragen Sie im Mantelbogen auf Seite 3 ganz oben ein.

Inhalt teilen:

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Außergewöhnliche Belastung absetzen

Außergewöhnliche Belastungen laut EStG sind sogenannte zwangsläufige Aufwendungen, die höher sind als bei der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands. Aufwendungen sind zwangsläufig, wenn man sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aufwendungen, die zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben gehören, bleiben dabei außer Betracht.

Der Rechner bestimmt anhand Ihrer Angaben auch Ihre sogenannte „zumutbare Belastung“. Der Teil der außerordentlichen Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt ist absetzbar.

Der Rechner wird geladen .

Beispiele für außergewöhnliche Belastungen

Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen z.B. Krankheitskosten (Eigenanteil für Zahnersatz, Zahnkronen oder Zahnfüllungen, Medikamente, Praxisgebühren, Haussanierung aus Gesundheitsgründen, Laserbehandlung der Augen, etc.) , Beerdigungskosten, sofern sie über die Höhe der Erbschaft hinausgehen sowie Pflegekosten bzw. Pflegeheimkosten für die Eltern. Für alle Beispiele gilt, dass Sie nur geltend gemacht werden können, soweit sie nicht z.B durch Leistungen einer gesetzlichen oder privaten Pflege- bzw. Krankenversicherung gedeckt sind.

Zumutbare Belastungen

Bevor außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden können, müssen sie die sogenannte zumutbare Belastung überschreiten. Der die zumutbare Belastung übersteigende Teil der außergewöhnlichen Belastungen kann von der Steuer abgesetzt werden. Die zumutbare Belastung ist also als Eigenanteil für die außergewöhnlichen Belastungen zu verstehen.

Verheiratete ohne Kinder haben eine etwas geringere zumutbare Belastung als kinderlose Singles. Bei Eltern mit Kindern sind die Sätze der zumutbaren Belastung für Ledige und Verheiratete gleich hoch. Das Gesetz unterscheidet hier nur zwischen Steuerzahlern mit bis zu zwei Kindern und ab drei Kindern, wobei die letzte Gruppe die geringsten Sätze der zumutbaren Belastung hat. Sie bekommt also die höchsten Beträge der außergewöhnlichen Belastung anerkannt.

Änderung seit April 2017: Bundesfinanzhof sorgt für geringere Steuerlast

Die Finanzämter gingen bis Ende März 2017 davon aus, dass für die Jahreseinkünfte jeweils der höhere Prozentsatz als zumutbare Belastung gilt. Dies führte schon dann zu höheren zumutbaren Belastungen, wenn die Schwelle zur nächsten Stufe nur geringfügig überschritten war. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass diese Berechnung falsch ist. Demnach müsse jede der drei Einkunftsstufen der Tabelle für sich betrachtet werden. Es darf also jeweils nur der Teil der Einkünfte mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet werden, der den im Gesetz genannten Grenzbetrag übersteigt. Das folgende Beispiel verdeutlicht dies:

Beispiel für die Berechnung

Die Summe Ihrer Einkünfte beträgt im Jahr 2018 30.000 € bei einem Kirchensteuersatz von 9%. Sie haben ein Kind und sind mit Ihrer Frau gemeinsam veranlagt. Für eine aufwändige Laserbehandlung Ihrer Augen hatten Sie außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 3.000 €.

Daraus ergibt sich, dass Sie 2.253,40 € (statt bei der vorherigen Regelung 2.100 €) der außergewöhnlichen Belastungen steuerlich mindernd geltend machen können, denn Ihre zumutbare Belastung beträgt 746,60 €. Die Berechnung erfolgt gemäß Urteil des BFH vom 19.01.2017, so dass nur der Teil der Einkünfte, der den im Gesetz genannten Grenzbetrag übersteigt, mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet wird. Daher setzt sich die zumutbare Belastung, wie folgt zusammen:

Statt der jetzigen 746,60 € wurden vor dem BFH-Urteil noch 3 % vom gesamten Einkommen, also 900 € als zumutbare Belastung berechnet. Somit kann nun ein höherer Betrag abgesetzt werden, denn der darüber hinausgehende Anteil Ihrer Belastungen kann abgesetzt werden, was nach neuer Regelung zu einer Steuerersparnis von 622,88 € führt.

Versuchen Sie, mehrere außergewöhnliche Belastungen in ein Steuerjahr zu legen, damit deren Summe die zumutbare Belastung möglichst weit überschreitet. Denn die Differenz zur zumutbaren Belastung können Sie steuerlich geltend machen.

Источники: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=93740.html, http://www.vlh.de/krankheit-vorsorge/pflege/was-sind-aussergewoehnliche-belastungen.html, http://www.smart-rechner.de/aussergew_belastung/rechner.php

Was braucht man alles für die steuererklärung

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Welche Unterlagen braucht man für die Steuererklärung?

Um die Formulare für die Steuererklärung ausfüllen zu können, müssen Sie einige Unterlagen griffbereit haben. Das sind die wichtigsten.

Gleich am Anfang Ihrer Steuererklärung brauchen Sie

Ihre Bankverbindung und

den Ausdruck Ihrer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

Wenn Sie Ihre Steuererklärung mit einer Software erstellen, brauchen Sie natürlich nicht auch noch die Formulare in Papierform – aber auch so wird der Schreibtisch ganz schön voll. Sie brauchen:

Unterlagen rund um die Arbeit, wie zum Beispiel Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Fahrtkosten, Fortbildung, Arbeitsmitteln usw.

Unterlagen rund um Versicherungen, also Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Riester-Rente, Rürup-Rente, privater Altersvorsorge, Zusatzversicherungen usw.

Weitere Unterlagen, die wichtig sein können, betreffen Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nebenkostenabrechnung bei Mietern, Handwerkerrechnungen usw.

Außerdem erklären wir Ihnen dort, was Sie machen müssen, wenn Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer nicht mehr finden (das ist nicht so schlimm!).

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Welche Unterlagen brauchst Du für die Steuererklärung?

Um die Formulare für die Steuererklärung ausfüllen zu können, musst Du einige Unterlagen griffbereit haben. Wir haben die wichtigsten davon für Dich aufgelistet.

Die wichtigsten Dinge, die Du gleich am Anfang Deiner Steuererklärung brauchst, sind

Deine Steuer-Identifikationsnummer (wenn Du die nicht mehr findest, lies bitte → hier weiter),

Deine Bankverbindung und

der Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

Falls Du Deine Steuererklärung mit einer Software erstellst, brauchst Du immerhin nicht die Formulare in Papierform – aber auch so wird der Schreibtisch ganz schön voll. Diese Unterlagen brauchst Du:

Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Fahrtkosten, Fortbildung, Arbeitsmitteln usw.

Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Riester-Rente, Rürup-Rente, privater Altersvorsorge, Zusatzversicherungen usw.

Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nebenkostenabrechnung bei Mietern, Handwerkerrechnungen usw.

Unterlagen rund um die Arbeit

Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Fahrtkosten, Fortbildung, Arbeitsmitteln usw.

Fahrtkosten Wohnung–Arbeitsplatz: Angabe der Entfernung, Anzahl der Arbeitstage, ggf. Übersicht zu Unfallkosten;

Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden;

Ausgaben für Arbeitsmittel (z. B. Fachliteratur, Laptoptasche, Werkzeug) und Berufsbekleidung (z. B. Sicherheitsschuhe);

Kosten für die berufliche Nutzung des eigenen Computers und Nachweis/Übersicht über den Anteil der beruflichen Nutzung;

Nachweise/Übersicht über beruflich bedingte Telefonkosten (Einzelverbindungsnachweis) und Internetkosten;

Übersicht über Fortbildungskosten und Nachweise zu Gebühren, Fahrtkosten, Lernmaterialien usw. mit genauer Angabe zu Zeit, Ort und Art der Fortbildung;

Nachweise zu Bewerbungskosten (Kopien, Bewerbungsfotos, Bewerbungsmappen, Porto, Fahrtkosten usw.);

bei → doppelter Haushaltsführung: Nachweise über Fahrtkosten, Familienheimfahrten, Kosten des Haushaltes am Arbeitsort usw.;

Aufstellung der Umzugskosten bei einem beruflich bedingten Umzug;

beruflich bedingter Anteil der Beiträge zu privaten Unfallversicherungen und Rechtsschutzversicherungen.

Unterlagen rund um Versicherungen

Quittungen, Belege und Bescheinigungen zu Riester-Rente, Rürup-Rente, privater Altersvorsorge, Zusatzversicherungen usw.

Beitragsnachweise zu privaten Rentenversicherungen;

Bescheinigung über Altersvorsorgebeiträge (Riester-Rente);

Beitragsnachweise zu Lebensversicherungen und Risiko- Lebensversicherungen;

Bescheinigungen der Krankenkassen über die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung (nur wenn die Angaben nicht in der Lohnsteuerbescheinigung auftauchen) – auch Bescheinigungen über Beitragserstattungen;

Beitragsnachweis zu Unfallversicherungen;

Beitragsnachweise zu Haftpflichtversicherungen (Privathaftpflicht, Kfz-Haftpflicht).

Weitere Unterlagen, die wichtig sein können

Spenden, Mitgliedsbeiträge, Nebenkostenabrechnung bei Mietern, Handwerkerrechnungen usw.

Belege zu Steuerberatungskosten (z. B. die Quittung für Eure → Steuer-Software);

Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen (VL-Bescheinigung);

Nachweise über Fehlzeiten wegen Arbeitslosigkeit, Mutterschaft oder Krankheit; Leistungsbescheide und Mitteilungen der Bundesagentur für Arbeit oder der Krankenkasse über geleistete Zahlungen;

Nachweise über Arzt- und Krankenhauskosten;

Quittungen für Zuzahlungen bei Brillen;

Übersicht zu Zuzahlungen bei ärztlich verordneten Medikamenten (wenn Du eine Kundenkarte Deiner Apotheke hast, kannst Du Dir vom Apotheker eine Liste aller Medikamentenzahlungen des betreffenden Jahres ausdrucken lassen);

Rechnungen und Überweisungsnachweise bei haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen – wenn Du zur Miete wohnst, tauchen einige dieser Kosten in der Nebenkostenabrechnung auf und dürfen in der Steuererklärung angegeben werden (z. B. Treppenhausreinigung, Winterdienst).

Steuer-Checkliste: wichtige Unterlagen für Ihre Steuererklärung

Ob Lohnsteuerbescheinigung, Fahrtkosten-Nachweis oder Kindergeld-Bescheinigung – damit wir als Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung optimal erstellen können, benötigen wir eine Reihe von Unterlagen von Ihnen. In der Steuer-Checkliste nennen wir Ihnen die wichtigsten Dokumente, die Sie für das Beratungsgespräch bereithalten sollten.

Nehmen Sie gerne auch solche Belege mit, von denen Sie selbst glauben, dass sie wichtig sind. Natürlich können Sie Unterlagen, die wir im Einzelfall zusätzlich brauchen, jederzeit nachreichen.

„Gut zu wissen: Unter ‚Zahlungsnachweis‘ ist immer eine Buchungsbestätigung der Bank oder ein Kontoauszug zu verstehen.“

Irmgard Seeger-Thiemann Steuerring-Mitarbeiterin

Unterlagen, die ihr Geld wert sind!

Allgemeine Angaben

  • Personalausweis oder Reisepass – muss aufgrund einer gesetzlichen Pflicht bei der Erstberatung zur Identifizierung vorgelegt und kopiert werden.
  • Steuernummer, Steueridentifikationsnummer
  • Einkommensteuerbescheid des Vorjahres / Vorauszahlungsbescheid
  • Gegebenenfalls Kontoauszüge des betroffenen Jahres

Einkommensnachweise

  • Lohnsteuerbescheinigung(en)
  • Bescheinigungen für erhaltenes Arbeitslosengeld, ersatzweise Bewilligungsbescheid
  • Bescheide über Krankengeld / Mutterschaftsgeld / Elterngeld
  • Bescheide über Übergangsgeld
  • Bescheide über erhaltenes Insolvenzausfallgeld (von Agentur für Arbeit)
  • Abfindung, Abfindungsvereinbarung / Auflösungsvertrag
  • Rentenbescheide / Rentenanpassungsmitteilungen / Rentenbezugsmitteilungen
  • Mieteinnahmen, Mietvertrag, Nachweis des Zahlungseingangs
  • Steuerbescheinigungen und Erträgnisaufstellungen über Zins- und andere Kapitaleinnahmen

Werbungskosten: nichtselbständige Arbeit

  • Nachweise über Fahrtkosten, Kilometernachweise
  • Beiträge zu Berufsverbänden (Gewerkschaften)
  • Belege / Quittungen für Arbeitsmittel
  • Belege / Quittungen für typische Berufsbekleidung
  • Aufwendungen für ein Arbeitszimmer
  • Reisekosten (Bescheinigung Arbeitgeber, Erstattungen)
  • Aufwendungen für berufliche Fortbildung, z. B. zum Meister oder Fachwirt
  • Bewerbungskosten
  • Doppelte Haushaltsführung (Mietvertrag Zweitwohnung und Zahlungsnachweise)
  • Steuerberatungskosten, z. B. Beitrag von Lohnsteuerhilfevereinen

Werbungskosten: Vermietung von Wohnraum

  • Darlehenszinsen
  • Erhaltungsaufwendungen
  • Grundsteuer, Wasser-, Abwasser-, Strom- und Müllabfuhrgebühren, Betriebskosten der Heizung – wie Wartung, Brennmaterial, Nebenkostenaufstellung (bei WEG)
  • Nebenkostenabrechnung mit dem Mieter
  • Kinderbetreuungskosten (Vertrag, Rechnung, Zahlungsnachweise)
  • Ausbildungsvertrag / Studienbescheinigung
  • Bescheinigung über geleisteten Wehr- oder Zivildienst
  • Eigene Einkünfte und Bezüge, z. B. Lohnsteuer-, Gehaltsbescheinigungen, Bafög-Bescheid
  • Aufhebungsbescheide zum Kindergeld
  • Gezahltes Schulgeld für begünstigte Schulen
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bei privat versicherten Kindern

Sonderausgaben

  • Versorgungsaufwendungen, wie Kranken- und Pflegeversicherung, Erwerbsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfall- und (Kfz-)Haftpflichtversicherung, Lebens- und Rentenversicherung
  • Verträge und Bescheinigungen zur privaten Altersvorsorge (Riester-Rente) und zur privaten Leibrentenversicherung (Rürup- bzw. Basis-Rente)
  • Spenden / Zuwendungen
  • Kosten für eigene Berufsausbildung (Teilnahmebescheinigung, Rechnung Teilnahmegebühr)

Außergewöhnliche Belastungen

  • Krankheitskosten, wie Medikamente, selbst gezahlte Arztkosten, Brille, Abrechnung mit Krankenversicherung und Beihilfestelle, Fahrtkosten
  • Beerdigungskosten / Scheidungskosten
  • Kurkosten (amtsärztliches Attest vor Kurbeginn)
  • Kosten für den Heilpraktiker
  • Unterhalt an Angehörige (Nachweise über Zahlungen, Nachweis eigener Einkünfte, Bezüge und Vermögen der unterstützten Person)
  • Ausweis für behinderte Menschen
  • Nachweis Pflegestufe bzw. Pflegegrad

Weitere Unterlagen

  • Handwerkerleistungen, z. B. Schornsteinfeger, Elektriker, Fensterbauer (Rechnung und Zahlungsnachweis erforderlich)
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen, z. B. Gartenarbeiten, Haushaltshilfen, Pflegedienst (Rechnung und Zahlungsnachweis erforderlich)
  • Nebenkostenabrechnung der Hausverwaltung / des Vermieters
  • Anlage VL
  • Antrag Wohnungsbauprämie

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    Источники: http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/welche-unterlagen-braucht-man-fuer-die-steuererklaerung, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/welche-unterlagen-brauchst-du-fuer-die-steuererklaerung, http://www.steuerring.de/mitgliedschaft/checkliste.html

  • Wieviel bekommt man von der steuer zurück

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    Weitere Antworten zur ersten Steuererklärung

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    Wie viel € bekommt ihr bei der Steuererklärung zurück?

    Ich bekomme ca. 130€ zurück, wenn ich keine Handwerkerrechnungen und so habe. Bei meinem Arbeitsweg komme ich nicht über 15 km. Das wird auch mit der Pauschale abgeglichen. Also ist es egal, ob ich 1 km oder 15km von der Arbeit weg wohne.

    Das einzigste könnte sein, dass sie ihren Hauptwohnsitz noch bei ihren Eltern hat, welche 600km weit weg wohnen. Vll. bringen die Heimfahrten ja was!?

    Wenn ich jetzt sagen würde dass ich ca 300 zurück bekommen habe, bringt dir das doch nichts. Das ist doch von vielen unterschiedlichen Parametern abhängig. Z.b. schon in erster linie vom Einkommen.

    Wir bekamen die letzten Jahre so zwischen 1000-2000€ zurück.

    Ich bekomme wenige 100,- zurück. So 500 oder so? Ich hab aber auch kaum was abzusetzen – eine ganz kurze Anfahrt und bei allem anderen fast nur die Pauschbeträge. Das einzige, was da zu Buche schlagen dürfte, ist das Riestern.

    Ich bekomme recht viel zurück – aber nahezu alles nur aufgrund der Wegepauschale (lange Anfahrt zur Arbeit). Ansonsten nur ein paar Euro Soli zurück und evtl. was wg. Riester.

    0,00 dies Jahr. Aber sonst hab ich immer bisschen wieder was wiederbekommen.

    740,- € dieses Jahr. Bringt dir jetzt aber relativ wenig ohne meine Steuerklasse und mein Einkommen.

    Letztes Jahr waren´s etwa 350 Euro.

    Hab kaum was anzusetzen, außer Rieserrente.

    Steuerrechner: Einkommensteuer, Rente und Steuererstattung berechnen

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    Steuerrechner

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    Alle Infos zur Gewerbesteuer

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    Hintergrundwissen zum Steuerrechner

    Die Bedienung des Einkommensteuerrechner ist recht einfach. Geben Sie einfach im Feld Absetzbare Ausgaben die Gesamtsumme Ihrer absetzbaren Ausgaben für das jeweilige Steuerjahr ein. Dazu zählen z.B. Werbungskosten, Sonderausgaben wie Kinderfreibeträge und Außergewöhnliche Belastungen abzüglich der zumutbaren Belastungen nach § 33 Abs. 3 EStG. Nach Eingabe Ihres Bruttojahreseinkommen (Bruttolohn) und der jeweiligen Kirchensteuer starten Sie die Berechnung durch einen Klick auf Berechnen.

    Als Ergebnis erhalten – getrennt fГјr den Grundtarif und den Splittingtarif – die steuerliche Belastung vor und nach der Ermäßigung aufgrund Ihrer absetzbaren Ausgaben. Die Differenz dieser beiden Ergebnisse liefert in der Zeile Steuererstattung Ihre Steuerersparnis. So zahlen Sie weniger Lohnsteuer. Um nicht bereits wГ¤hrend eines Jahres zu viel Lohnsteuer zu zahlen, empfehlen wir die richtige Steuerklasse zu wГ¤hlen.

    Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererstattung-dein-geld-zurueckbekommen.html, http://forum.glamour.de/threads/threads/threads/99231-Wie-viel-%E2%82%AC-bekommt-ihr-bei-der-Steuererkl%C3%A4rung-zur%C3%BCck, http://www.steuern.de/steuerrechner.html

    Ehegattensplitting berechnen

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    Ehegattensplitting Rechner –

    Welche steuerlichen Vorteile bietet das Ehegattensplitting

    Ehegattensplitting was genau ist das?

    Beim Ehegattensplitting handelt es sich um ein Verfahren, dass in Deutschland zur Anwendung gelangt, und Steuervorteile verdeutlich.

    Dann handelt es sich um Ehegatten oder Lebenspartner mit einer gemeinsamen Veranlagung. Genauer gesagt geht es um die Einstufung der Ehepartner in die entsprechenden Steuerklassen. Wählen beide die Kombination IV/IV aus oder nimmt ein Ehepartner die Steuerklasse III, während der andere Ehepartner sich in die Steuerklasse V einstufen lässt. In diesem Fall kommt es zur Splitting vom Einkommen (Ehegattensplitting). Um die Kosten im Rahmen der Veranlagung genau zu berechnen, kann die Nutzung der leicht bedienbaren Ehegattensplitting Rechner erfolgen. Es ist lediglich die Eingabe des Verdienstes von Ehemann und Ehefrau sowie der Satz der Kirchensteuer einzugeben.

    Infos zur Funktionsweise des Ehegattensplitting Rechners

    Bei der Berechnung können sich Ehepaare entscheiden, ob Sie den jährlichen Verdienst oder das monatliche Einkommen zugrunde legen. Hinsichtlich des Kirchensteuersatzes liegt eine Vorgabe von acht oder neun Prozent vor. Nach dem Betätigen des Buttons Berechnen erscheinen die jeweils angeforderten Werte, auf deren Basis die Ermittlung der Bemessungsgrundlage erfolgt. Es handelt sich um die Beträge für die Einkommensteuer oder die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, die Summe der Steuern, der Nettobetrag sowie die steuerliche Belastung in Prozent. Ermittelt werden außerdem die Gesamtbeträge für eine Einzelveranlagung und eine Zusammenveranlagung. Ehepartner können daraus eine mögliche Steuerersparnis erkennen. Die Rede ist bei diesem Rechner oft von einem Einkommensrechner oder einem Gehaltsrechner. Zur Anwendung gelangen kann der Rechner auch, wenn die Steuererklärung der Ehepartner ansteht. Damit lassen sich erste Werte ermitteln, die den Ausgang der Erklärung erahnen lassen.

    Das Ehegattensplitting einfach und verständlich erklärt

    Beispiel Nr.1 : Ehepartner haben das gleich/ähnliche Einkommen (Steuerklasse 4)

    Hier zeigen wir Ihnen die Ergebnisse des Ehegattensplitting am Beispiel von einem Ehepaar mit gleichem Einkommen (20.000 Euro brutto)

    Erkenntnis: Es wird eindeutig erkenntlich, das bei gleichem Einkommen beider Ehepartner eine Zusammenveranlagung keine Auswirkungen hat. Beide Ehepartner erhalten eine Nettobetrag von 17.221,13 Euro und zahlen auf Ihre Einkommen von 20.000 Euro 2.778,13 Euro Steuern.

    In diesem Fall haben beide Partner die Steuerklasse 4. Sollten die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen so herrscht meistens das Steuerklassen Verhältnis 3/5

    Beispiel Nr.2: Ehepartner haben unterschiedliches Einkommen (Steuerklasse 3/5)

    An diesem Beispiel verdeutlichen wir wie sich die Ergebnisse des Ehegattensplitting Rechners bei unterschiedlichen Einkommen auswirken. In diesem Fall hat der Ehemann ein Einkommen von 60.000 Euro (brutto) und die Ehefrau ein Einkommen von 20.000 Euro (brutto). Die Einkommen der Ehepartner sind sehr unterschiedlich

    Erkenntnis: In dem oben genannten Beispiel erhalten die Ehepaare kummuliert bei der Einzelveranlagung einen niedrigeren Nettobetrag (59.327,28 Euro) als bei der Zusammenveranlagung (61.136,60 Euro). Das Ehepaar profitiert in diesem Fall von der Zusammenverlagung. Das Ehepaar hat Netto 1809,32 Euro mehr zur Verfügung. Hier bietet sich die Zusammenveranlagung an.

    Es hat hier keinen Einfluss, ob der Ehemann oder die Ehefrau das höhere Einkommen hat.

    Der besser verdienende Partner hat in diesem Fall meist die Lohnsteuerklasse 3 und der Partner mit dem niedrigenen Einkommen die Lohnsteuerklasse 5.

    Diese Kombination macht sind, sobald 1 Partner 60% des Gesamteinkommens zusteuert.

    Um die Lohnsteuerklassen Kombination 3/5 zuerhalten, müssen die Ehepartner einen gemeinsame Steuererklärung abgeben.

    Vorteile des Ehegattensplittings

    Erfolgt eine Zusammenveranlagung von Ehegatten mit Splittingtarif wirkt sich dies auf die Einkünfte in der Regel günstiger aus, als wenn zu einer Einzelveranlagung kommt. Dadurch ist das Ausnutzen von Freibeträgen in einem optimalen Rahmen möglich. Von Vorteil ist das Splitting insbesondere für den Ehegatten, dessen Einkünfte ziemlich hoch ausfallen . Nach der Berechnung des zu versteuernden Einkommens fällt die Versteuerung des Einkommens des anderen Ehepartners niedriger aus. Somit spürt er einen deutlichen Steuervorteil. Jedoch können für den anderen Ehegatten wesentlich mehr Steuern anfallen. Ideal ist die Situation, wenn steuerlich relevante Einkünfte nur bei einem der Partner vorliegen. In diesem Fall ziehen beide den maximal möglichen Vorteil aus dem Ehegattensplitting. Eine Splittingtabelle vermittelt mehr Informationen zu den jeweiligen Werten.

    Die Splittingtabelle ( Splittingtarif ) von 1958 bis 2014 sieht wie folgt aus und stammt vom Bundesministerium für Finanzen.

    Wobei hilft die Splittingtabelle – der Splittingtarif?

    Die Splittingtabelle, auch Splittingtarif genannt, hilft bei zusammen veranlagten Ehepartner das Einkommenssteuer zuermitteln. Die oben dargestellte Splittingtabelle ist aufgeteilt in der linken Spalten in das Einkommen der Ehepaare sowie die einzelnen Jahre. Es lässt sich also links das Einkommen ermitteln und dann in dem jeweiligen Jahr die Einkommenssteuer die gezahlt werden muss.

    Was ist die Grundtabelle und was sagt die Grundtabelle aus?

    Die Grundtabelle gilt für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Einzelveranlagungen bzw. getrennter Veranlagung. Diese Tabelle ist genau so wie die Splittingtabelle aufgebaut, allerdings nur für getrennt veranlagte Ehepaare gedacht.

    Beschreibung des Verfahrens

    Innerhalb des deutschen Einkommensteuerrechts existiert der Begriff „Splittingtarif“, der als Steuertarif bei Ehepaaren zur Anwendung gelangt. Im § 32a Abs. 5 EStG ist die Rechtsgrundlage für das Ehegattensplitting zu finden, mitunter als Familiensplitting bekannt. Zur Anwendung kommt das folgende Splittingverfahren:

    Zunächst erfolgt die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, auch als zvE bekannt. Steht das Gesamt-Einkommen der Ehegatten fest, erfolgt die Splittung oder Halbierung des Einkommens. Im Anschluss erfolgt die Ermittlung der Einkommensteuer für das halbierte Einkommen . Maßgebend ist der jeweils geltende Einkommensteuertarif. Es kommt zur Verdopplung des errechneten Einkommensteuerbetrages. Beide Ehegatten tragen die gleiche Steuerlast. Zum Tragen kommt also nicht die Leistungsfähigkeit, sondern die Wirtschaftsgemeinschaft des Ehepaares. Beim Ehegattensplitting ist also nicht entscheidend, wer wie viel verdient hat. Jedoch kommt es darauf an, ob bei progressiven Steuertarifen eine Differenz zwischen dem Einkommen der Ehegatten besteht. Schließlich ist die Progression dafür verantwortlich, dass es zum Anstieg der Steuer kommt, wenn die Differenz des Einkommens immer mehr wächst. Kompensiert wird dieser Effekt für Ehepaare durch das Splittingverfahren. Zur Anwendung gelangt dieses Verfahren in Abhängigkeit vom Steuertarif, der Höhe des zu versteuernden Einkommens und der Verteilung dieses Einkommens.

    Die Besonderheiten beim Ehegattensplitting

    Es kann auf der Grundlage von § 32a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EStG zur Anwendung des so genannten Gnadensplittings kommen. Dieses greift, wenn einer der Ehepartner verstirbt. Dann wird diese Form des Splittings noch im darauffolgenden Jahr berücksichtigt. Außerdem kann bei einem nachehelichen Unterhalt das Splitting angewendet werden, wenn jemand erneut geheiratet hat. Dadurch kann ein Splittingvorteil erzielt werden. Dieser wird jedoch nicht auf das relevante Einkommen angerechnet, wenn es um die Ermittlung des nachehelichen Unterhaltes geht. Ein heikles Thema stellt zudem die Kombination Splitting und Kindesunterhalt dar. Da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch nicht vorliegt, wird derzeit die strittige Anrechnung vom Splittingvorteil bei erneuter Heirat auf das relevante Einkommen durchgeführt, das für die Ermittlung des Kindesunterhalts erforderlich ist. Auch das Kindergeld an sich ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Schließlich ist die Frage zu klären, ob es einen Kinderfreibetrag gibt.

    Im übrigen gibt es das Ehegattensplitting in dieser Form nur in Deutschland. In Frankreich gibt es ein ähnliches Verfahren welches Familiensplitting genannt wird.

    Weitere wissenswerte Informationen über de Ehegattensplitting Rechner

    Jeder hat sicherlich davon schon gehört, doch im Detail weiß keiner so richtig etwas damit anzufangen, die Rede ist vom Ehegattensplitting. Was der Gesetzgeber mit dem Ehegattensplitting bezwecken möchte, wurde oben schon ausführlich dargestellt. Vom Grundgedanke und der Anlage vom Ehegattensplitting ist es eine von vielen Maßnahmen des Staates zur Familienförderung, hier bei den Steuern. Doch ein Blick ins Internet und in die bekannten Diskussionsforen zeigt es, das Ehegattensplitting ist immer wieder Gegenstand von Fragen. Für viele Menschen ist das Ehegattensplittung ein Buch mit sieben Siegeln und nur schwer verständlich. Oft wird hierbei zum Beispiel nach den Unterschieden zwischen Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung und vieles mehr gefragt.

    Hat das Ehegattensplitting Zukunft?

    So findet man in den Diskussionsforen zum Beispiel auch Fragen ob das Ehegattensplitting noch eine Zukunft hat, schließlich gehen auch immer mehr Frauen arbeiten. Die Antwort hierauf ist denkbar einfach, ja natürlich. Auch wenn beide Ehepartner arbeiten, lohnt sich das Ehegattensplitting. Alleine schon aufgrund der Tatsache dass immer noch viele Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch deutlich weniger, zum Beispiel aufgrund von Fehlzeiten durch Elternzeit etc. verdienen. Auch ist im Vergleich zu Männern oftmals die Bezahlung deutlich schlechter. Unabhängig davon fallen für das Paar Steuern an, und genau diese Steuerlast kann man durch das Ehegattensplitting begrenzen. In welchem Umfang eine Begrenzung, also eine Reduzierung der Steuerlast möglich ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es kann durchaus auch Einzelfälle gibt, in denen das Ehegattensplitting keinen positiven Effekt hat.

    Ehegattensplitting in einfachen Worten

    Oft tauchen in den Diskussionsforen im Internet auch noch Fragen auf, in denen in einfachen Worten nach dem Sinn des Ehegattensplittings gefragt wird. Angesichts der Komplexität unseres Steuerrechts und der Art der Formulierung sind diese Nachfragen verständlich. Vom Prinzip ist auch diese Frage einfach zu beantworten. Jedes Ehepaar steht bei der Steuererklärung vor der Frage der getrennten oder der gemeinsamen Veranlagung. Dies bedeutet nichts anderes als Wahlmöglichkeit ob man eine gemeinsame oder eine getrennte Steuerklärung abgibt . Gibt man eine gemeinsame Steuererklärung ab, kommt das Ehegattensplitting zum Einsatz. Hierbei verdoppeln sich unter anderem die Freibeträge zur Einkommenssteuer, was unterm Strich einen steuerlichen Vorteil bedeuten kann.

    Ehengattensplitting und Elterngeld

    Und ist erstmal verständlich was man unter Ehegattensplitting versteht, stellen viele die Frage ob dieses sinnvoll ist oder nicht. Hier muss man ganz klar sagen, es kommt auf den Einzelfall an, in der Regel macht es aber Sinn. Gerade bei einem Einkommen das unter dem Progressionsvorbehalt steht, kann man mit dem Ehegattensplitting einen Vorteil haben. Unter Progressionsvorbehalt bedeutet, dies ist ein Einkommen was zwar Steuerfrei ist, aber bei der Einkommensteuer berücksichtig wird.

    Beispiel: Ehegattensplitting und Elterngeld

    Um dies zu verdeutlichen, die Mutter in einer Familie befindet sich in Elternzeit. Für die Elternzeit erhält sie Elterngeld und sie hat noch ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Dieses Einkommen aus selbstständiger Arbeit fällt während der Elternzeit mit 3000.00 Euro gering aus. Als Elterngeld hat sie 6000.00 Euro erhalten. Und genau jetzt kommt der Progressionsvorbehalt zum tragen, die 3000.00 Euro und die 6000.00 Euro werden zusammengerechnet. Mit der Folge dass sie den Freibetrag zur Einkommensteuer überschreitet und für die 3000.00 Euro Steuern anfallen.

    Dies kann man aber durch das Ehegattensplitting verhindern, da sich hierbei wie bereits erwähnt die Grundfreibeträge zur Einkommensteuer verdoppeln. In einem solchen Fall und der Anwendung vom Ehegattensplitting wären keine Steuern angefallen. Unterm Strich hätte man somit Steuern gespart.

    Für wen gilt das Ehegattensplitting?

    Auch ist immer wieder eine Frage, für wen gilt eigentlich das Ehegattensplitting? Ein Blick ins Steuerrecht genügt, das Ehegattensplitting gilt für alle Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Und das ganz egal ob es sich um hetero oder homosexuelle Paare handelt. Dass das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gilt, wurde erst im Jahr 2013 vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht klar und unmissverständlich in einem Urteil geklärt. Eine Homo-Ehe ist somit vollkommen gleichgestellt.

    Mit dem Urteil der Karlsruher Richter wurde aber nicht nur die Gleichstellung bestätigt, sondern die Richter gingen noch einen Schritt weiter. So können Paare bei denen bisher das Ehegattensplitting vom Finanzamt abgelehnt wurde, rückwirkend dieses einfordern. Eine rückwirkende Inanspruchnahme ist hierbei bis in Jahr 2001 möglich. Wobei die rückwirkende Inanspruchnahme voraussetzt, dass man seinen Steuerbescheiden widersprochen hat oder dass es sich um noch offene Erklärungen handelt. Für die Praxis bedeutet dieses konkret, dass man jedes Jahr seinem Steuerbescheid bis 2001 widersprochen haben musste. Ein Widerspruch gegen einen Steuerbescheid ist nur einem eng festgesetzten Rahmen von wenigen Wochen möglich.

    Paare die sich unsicher sind ob sie die rückwirkende Anerkennung vom Ehegattensplitting in Anspruch nehmen können, kann man nur empfehlen sich an einen Steuerberater zu wenden. Dieser kann dann anhand den Steuerunterlagen ermitteln in wie weit eine solche Anerkennung gegenüber dem Finanzamt noch möglich ist oder nicht.

    Ehegattensplitting bei getrennt lebenenden Paaren

    In den Diskussionsforen wird oft auch die Frage gestellt, kann das Ehegattensplitting auch von getrennt lebenden Paaren in Anspruch genommen werden? Einfache Antwort, Ja. Das Steuerrecht macht keinen Unterschied zwischen zusammen- und getrenntlebenden Paaren. Entscheidend für die Frage der Inanspruchnahme vom Ehegattensplitting ist ausschließlich die Frage ob das Paar verheiratet ist bzw. ob es sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft handelt. Somit können auch getrennt lebende Paare das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, was natürlich aber eine gemeinsame Veranlagung, Steuererklärung voraussetzt. Geschiedene Paare oder Paare die sich in Scheidung befinden, können natürlich das Ehegattensplitting nicht nutzen. Auch setzt natürlich das Ehegattensplitting immer voraus, das beide Partner mit einer gemeinsamen Veranlagung auch einverstanden ist.

    Wohnsitz im Ausland

    Zweitwohnsitz Ausland, viele Familien haben heute, sei es über die Wintermonate als Sommersitz oder zum Arbeiten, einen Zweitwohnsitz im Ausland. Natürlich stellt sich hierbei häufig auch die Frage nach dem Ehegattensplitting und der Nutzung. Maßgeblich in der Frage ob das Ehegattensplitting in einem solchen Fall von einem Ehepaar genutzt werden kann, ist nach Frage nach dem Lebensmittelpunkt. Nach deutschem Recht sind dies mind. 181 Tage im Jahr, die man sich in Deutschland aufhalten muss . Ist dies gewährleistet und man verfügt über eine angemeldeten Wohnsitz, kann man auch das Ehegattensplittung anwenden.

    Besonderheiten Kirchensteuer beim Ehegattensplitting

    Mit dem Ehegattensplitting will man sparen, nicht nur bei der Einkommensteuer, sondern auch beim Solidaritätszuschlag oder der Kirchensteuer. Doch Achtung, wie die Anfragen in Foren zeigen, lauert hier eine Falle in die viele Paare mit dem Ehegattensplitting hineintappen. Um die Kirchensteuer zu sparen, treten viele Menschen aus der Kirche aus. Doch nutzt man die gemeinsame Veranlagung, also die Zusammenveranlagung und somit das Ehegattensplitting, kann trotz Austritt aus der Kirche noch die Kirchensteuer anfallen.

    Möglich macht dies das sogenannte „besondere Kirchgeld“ das erhoben werden kann. Das Steuerrecht spricht hierbei auch von der sogenannten glaubensverschiedene Ehe. Diese Art der Steuer wird dann erhoben, wenn zum Beispiel bei einem Ehepaar, der Mann in der Kirche ist, die Frau aber ausgetreten ist. Es dient somit als Ausgleich für den Verlust der Kirchensteuer.

    Kirchgeld kann man absetzen

    Ist man als Ehepaar vom besonderen Kirchgeld betroffen, ist dies natürlich ärgerlich, aber kein Beinbruch und auch kein Grund zur Sorge. Denn das besondere Kirchgeld kann man in seiner Steuererklärung unter den Sonderausgaben in gleicher Höhe wieder abziehen. Unterm Strich hat man somit keine Verluste

    Muss man das Ehegattensplitting beantragen? Auch diese Frage aus einem Forum, ist eine einfache Frage. Nein, muss man nicht. Das Ehegattensplitting kommt dann zur Anwendung, wenn man im Rahmen der Veranlagung eine gemeinsame Veranlagung vornimmt und diese beim Finanzamt abgibt. In der Regel erhält man für die gemeinsame Veranlagung unmittelbar nach der Hochzeit eine eigene Steuernummer. Ob man diese für eine gemeinsame Veranlagung nutzt oder weiterhin getrennt veranlagt, bleibt jedem Ehepaar selbst überlassen.

    Ehegattensplitting bei Selbstständigen

    Und zu guter letzt, macht das Ehegattensplitting auch bei Selbstständigen einen Sinn? Ja, natürlich. Den schließlich erzielen auch Selbstständige ein Einkommen und unterliegen bei der Einkommensteuer denselben Freibeträgen und Steuerlasten. Dementsprechend können auch Selbstständige die Vorteile des Ehegattensplittungs zur Minimierung der Steuerlast nutzen.

    Glossar rund um das Thema Ehegattensplitting

    Der Begriff Splittingtarif stammt aus dem deutschen Einkommensteuerrecht. Er bezeichnet den Steuertarif. Dieser wird für zusammenveranlagte Ehepartner angewendet.

    Ehegattensplitting ist eine spezielle Art der Einkommensteuerberechnung

    Die Individualbesteuerung ist eine Besteuerungsmethode. Bei dieser Besteuerungsmethode wird das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert.

    Hier drunter versteht man die Steuererklärung einer einzelnen steuerpflichtigen Person.

    6 Steuerklassen finden in Deutschland Ihre Anwendung:

    Steuerklasse 1 – ledige und geschiedene

    Steuerklasse 2 – alleinerziehende, ledige und geschiedene

    Steuerklasse 3 – Verheiratete, wenn der Ehepartner in Klasse 5 ist bzw. kein Einkommen hat

    Steuerklasse 4 – Verheiratete, wenn beide Ehepartner ca. das gleiche Einkommen haben

    Steuerklasse 5 – Verheiratete, der andere Ehepartner hat die Steuerklasse 3

    Steuerklasse 6 – Personen die mit mehreren Arbeitsverhältnissen haben

    Als Splittingvorteil wird der Vorteil bezeichnet der durch einen progressiven Steuertarif entstehen kann.

    Abkürzung für „Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung“

    Die steuerpflichtigen Einkommen von Ehepartnern werden gemeinsam erfasst. Die Einkommen der beiden Ehepartner werden für die Steuerberechnung zusammengerechnet.

    Familiensplitting ist eine Form der Besteuerungsmethode, bei welcher die Einkünfte von den Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammenrechnet werden und dann gemeinsam versteuert werden.

    Ehemann und Ehefrau

    Der Grundfreibetrag ist ein bei der Steuerberechnung berücksichtigter Freibetrag von 8.004 Euro bei der Einzelveranlagung und bei der Zusammenveranlagung von 16.009 Euro.

    Summe der Einkünfte im Sinn des Einkommensteuerrechts. Hier runter fallen Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen gemäß § 16 SGB IV.

    Bei den Steuerklassenkombinationen III/V bzw. IV/IV besteht die Möglichkeit, auf der Lohnsteuerkarte eine Steuerklasse IV in Kombination mit einem Faktor zu hinterlegen. Dieser Faktor wirkt sich steuermindernd aus.

    Einkommensteuer-Veranlagungsrechner

    Optimieren Sie Ihre gemeinsame Einkommensteuer für

    Bei der Zusammenveranlagung geben beide Ehepartner gemeinsam eine Steuererklärung ab. Die Einkünfte beider Ehepartner werden zunächst zusammengezählt und dann halbiert. Für das halbierte zu versteuernde Einkommen wird die Einkommensteuer berechnet, die dann wiederum verdoppelt wird.

    Grundsätzlich können nur Ehepaare zusammen veranlagt werden. Frisch verheiratete und geschiedene Ehepartner können im Jahr der Hochzeit beziehungsweise im Jahr der Scheidung zwischen der Einzelveranlagung für Ehegatten und der Zusammenveranlagung wählen. Dasselbe Wahlrecht haben Verwitwete im Jahr, in dem der Ehepartner verstarb.

    Durch dieses Besteuerungsverfahren, auch Ehegattensplitting genannt, werden vor allem Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden begünstigt.

    Bei Verheirateten, die beide einkommenssteuerpflichtig sind, muss festgelegt werden, ob die Zusammenveranlagung oder die Einzelveranlagung für Ehegatten gewählt wird.

    Im Fall der Zusammenveranlagung geben beide Eheleute eine gemeinsame Steuererklärung ab. Zusammenveranlagung bedeutet, dass alle Einkünfte der Partner zusammengerechnet werden. Sie werden dann als ein Steuerpflichtiger behandelt.

    Dieses Ehegattensplitting ist immer dann vorteilhaft, wenn ein Partner mehr verdient als der andere. Im Fall der Einzelveranlagung für Ehegatten muss dagegen jeder Ehepartner eine eigene Steuererklärung beim Finanzamt abgeben.

    Gibt es einen Ehevertrag, so muss angegeben werden, ob eine Gütergemeinschaft vereinbart wurde. Bei einer vereinbarten Gütergemeinschaft wird aus dem getrennten Vermögen von Ehemann und Ehefrau gemeinschaftliches Vermögen beider Ehegatten. Dies hat zum Beispiel den Nachteil, dass das Finanzamt Arbeitsverträge zwischen Ehepartnern in der Regel nicht anerkennt.

    Bei der Zusammenveranlagung geben beide Ehepartner gemeinsam eine Steuererklärung ab. Die Einkünfte beider Ehepartner werden zunächst zusammengezählt und dann halbiert. Für das halbierte zu versteuernde Einkommen wird die Einkommensteuer berechnet, die dann wiederum verdoppelt wird. Durch dieses Besteuerungsverfahren, auch Ehegattensplitting genannt, werden vor allem Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden begünstigt, denn dadurch ergibt sich ein niedrigerer durchschnittlicher Steuersatz.

    Sind die Einkommen beider Ehepartner dagegen etwa gleich hoch, ergibt sich durch die Zusammenrechnung der Einkommen und Anwendung des Splittingtarifs kein Vorteil gegenüber der getrennten Besteuerung der Ehegatten.

    Voraussetzung für die Zusammenveranlagung ist, dass die Eheleute miteinander verheiratet und unbeschränkt steuerpflichtig sind sowie an mindestens einem Tag des Jahres zusammenleben.

    Wählen Sie auf dem Mantelbogen der Steuererklärung keine Veranlagungsart, wird vom Finanzbeamten automatisch eine Zusammenveranlagung durchgeführt.

    Ehepaare können sich in jedem Jahr entscheiden, ob sie die Zusammenveranlagung oder lieber die Einzelveranlagung für Ehegatten wählen. Ihre Wahl tragen Sie entweder auf der Steuererklärung ein oder geben eine einfache Erklärung ab.

    Bei der Nutzung von Lohnsteuer kompakt gibt Ihnen das Programm eine Empfehlung, welche Abgabeart lukrativer für Sie ist.

    Wenn nur ein Ehegatte steuerfreie Lohnersatzleistungen bezieht, der Partner jedoch nur steuerpflichtige Einkünfte hat, kann es sich lohnen, statt der gemeinsamen Veranlagung die getrennte Veranlagung zu nutzen. Durch die Lohnersatzleistung würde sich bei einer Zusammenveranlagung der Steuersatz für das zu versteuernde Einkommen erhöhen, dadurch erhöht sich auch der Steuerbetrag, den beide Ehepartner zahlen würden.

    Bei der getrennten Veranlagung werden beide Ehegatten steuerlich getrennt betrachtet und so wirkt sich der Progressionsvorbehalt nicht auf den Ehegatten aus, der keine steuerfreien Lohnersatzleistungen erhält. Diese Möglichkeit sollten Sie auf jeden Fall einmal durchrechnen, auch wenn in diesem Fall der günstige Splittingtarif für Zusammenveranlagung wegfällt.

    Der Solidaritätszuschlag wurde eingeführt, um die Lebensverhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland anzugleichen. Er wird sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern erhoben und fließt als direkte Steuer dem Bund zu. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Einkommensteuer.

    Die Kirchensteuer beträgt in Baden-Württemberg und Bayern 8 Prozent der Einkommensteuer, in allen anderen Bundesländern 9 Prozent der Einkommensteuer.

    Was ist das Ehegattensplitting?

    Das Ehegattensplitting eignet sich für Ehepaare mit unterschiedlich hohem Einkommen. Wer sich steuerlich für eine Zusammenveranlagung entscheidet, zahlt monatlich insgesamt weniger Steuern. Der Steuervorteil beim Splittingtarif gilt für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften, die nicht dauerhaft getrennt leben und uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Wer als Ehepaar steuern sparen will, fragt sich: Was ist das Ehegattensplitting genau? Wann sollte das Splittingverfahren angewendet werden? Wie kann ich Ehegattensplitting beantragen?

    Ehegattensplitting: Definition

    Grundsätzlich haben Ehepaare und eingetragene Lebenspartner die Wahl, wie sie veranlagt werden möchten. Folgende vier Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

    • Einzelveranlagung mit Grundtarif,
    • Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting,
    • Verwitwetensplitting,
    • Sondersplitting im Trennungsjahr

    Sobald sich ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft für die Zusammenveranlagung bei der Steuererklärung entscheidet, greift das sogenannte Ehegattensplitting. Auch bekannt unter dem Namen Splittingverfahren, kann bei der Zusammenveranlagung eine gerechte Verteilung der Steuerlast erreicht werden. Der Grund: Das Ehepaar wird beim Splitting als Wirtschaftsgemeinschaft gesehen, bei der es unerheblich ist, wie viel jeder Einzelne zum Gesamteinkommen beiträgt.

    • Beim Ehegattensplitting werden die Partner im Rahmen der Zusammenveranlagung als ein Steuerpflichtiger gesehen. Der Splittingtarif errechnet sich dann aus dem Gesamteinkommen beider Ehepartner.

    Ehegattensplitting Rechner als Hilfsmittel

    Bei Splittingverfahren werden zunächst die Einkünfte beider Partner addiert und durch zwei geteilt. Für das dabei errechnete Einkommen wird wiederum der Steuerbetrag berechnet, der dann mit zwei multipliziert wird.

    Möglich ist das Ehegattensplitting sowohl bei der Steuerklassenkombination 3/5, als auch bei der Variante 4/4. Der Steuervorteil beim Splittingtarif ergibt sich monatlich und nicht jährlich nach dem Lohnsteuerjahresausgleich.

    • Die größten steuerlichen Vorteile können Partner erzielen, deren Einkünfte sehr weit auseinander liegen und die sich daher in den Steuerklassen 3 und 5 befinden. Sind beide Einkommen hingegen gleich hoch und es wurde die Kombination 4/4 gewählt, ist die Wirkung des Splittingverfahrens sehr gering.

    Mit einer Steuertabelle für Splitting können Sie schnell berechnen, was für einen Steuervorteil beim Ehegattensplitting zu erreichen ist.

    Die Steuerklassen beim Ehegattensplitting

    Die Zusammenveranlagung für die Einkommenssteuer ist für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner möglich. Diese befinden sich in der Regel in der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4.

    • Das Ehegattensplitting kann bei der Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Große Vorteile bringt es jedoch nur bei der Variante 3/5.

    Liegen die Einkünfte weit auseinander und ein Paar entscheidet sich für die Steuerklassen 3 und 5, kann es mit dem Splittingverfahren einen großen Vorteil erzielen. Gehen die Einkünfte hingegen nicht weit auseinander und das Paar ist deshalb in den Steuerklassen 4 und 4, kann nur selten vom Ehegattensplitting profitiert werden.

    Die Splittingtabelle bei Ehegattensplitting

    Hat sich ein paar für die Zusammenveranlagung entschieden, wird mittels der Splittingtabelle die Einkommenssteuer berechnet. Im Falle der Einzelveranlagung würde die Grundtabelle greifen.

    Die Tabelle für das Ehegattensplitting ist folgendermaßen aufgebaut:

    • Steuerjahr
    • Höhe des gemeinsam zu versteuernden Einkommens
    • Steuerbelastung

    Die Splittingtabelle enthält folglich die Steuersätze und Steuerbeträge, die für das gemeinsame Einkommen gelten.

    Zusammenveranlagung abschaffen: das Verfahren auf dem Prüfstand

    Immer wieder kommt die Frage auf, ob das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form noch zeitgemäß ist. Die Diskussionen darüber gehen sogar so weit, dass von Gegnern des Splittingverfahrens die Abschaffung dessen gefordert wird. Doch was sind die Gründe, die gegen die Splittingmethode sprechen?

    Sinn und Zweck des Ehegattensplittings ist es, die Ehe und die Familie als eine Wirtschaftsgemeinschaft zu betrachten. Aus diesem Grund können Eheleute bzw. eingetragene Lebenspartner steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen, die allen anderen Personen nicht zur Verfügung stehen. Wer zwar in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen wohnt , aber weder verheiratet ist noch in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, kann nicht die Vorteile der Zusammenveranlagung genießen.

    Kritik wird auch hinsichtlich Ehepaaren mit Kindern laut. Erhält ein Partner ein gutes Einkommen, der andere hingegen keines, weil er aufgrund der Kinder nicht arbeitet, kann die Familie mittels der Zusammenlegung dennoch steuerliche Vorteile für sich erzielen.

    Familien hingegen, bei denen beide Partner trotz Kinder arbeiten möchten und in etwa gleich viel verdienen, können durch das Ehegattensplitting keine Vorteile für sich beanspruchen. Zudem sind sie durch die Erziehung der Kinder und die Berufstätigkeit beider Partner einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt.

    Im Rahmen der Diskussion zum Ehegattensplitting wird auch immer wieder die Abschaffung der Steuerklasse 5 gefordert. Der Grund: Viele Ehepaare verzichten durch das Ehegattensplitting und Wahl der Steuerklassenkombination 3 und 5 auch heute noch gänzlich auf die Berufstätigkeit der Frau. Obwohl viele Frauen nach der Geburt wieder arbeiten möchten, lassen sich Teile von ihnen durch die Steuerklasse 5 mit ihren hohen Abzügen abschrecken. Schenkt man den Aussagen einiger Politiker Glauben, würden Frauen stärker motiviert, eine Vollzeitbeschäftigung und nicht nur eine geringfügige Tätigkeit auszuüben, wenn es die Steuerklasse 5 nicht gäbe.

    Vor- und Nachteile des Splittingverfahrens

    Das Ehegattensplitting ist ein viel diskutiertes Thema, das für einige Personengruppen große Vorteile mit sich bringen kann, aber auch seine Nachteile hat.

    Ehegattensplitting – ein Beispiel

    Der Steuerexperte Frank Hechtner hat ein eindrucksvolles Beispiel aufgestellt, wie sich das Ehegattensplitting konkret auswirkt.

    Manuel hat 90.000 Euro zu versteuerndes Einkommen im Jahr und seine Ehefrau Lena keine Einkünfte. Es handelt sich also um einen Extremfall, der die Auswirkungen des Splittings sehr gut verdeutlicht.

    Der Steuervorteil beträgt durch das Splitting 7912 Euro pro Jahr (mit Solidaritätszuschlag sogar 8347,16 Euro. Kirchensteuer wurde als Null gesetzt). Die Steuerbelastung für eine Einzelveranlagung hätte 29.604 Euro (für 2013) betragen. Durch das Splitting sinkt sie auf 21.692 Euro.

    Werden die Gewichte im Beispiel noch deutlicher verschoben, dehnt sich auch das Splitting aus: Wenn der Alleinverdiener auf 114.000 Euro pro Jahr kommt, so steigt der Vorteil durch das Splitting auf über 8600 Euro. Nähern sich die Gehälter von Manuel und Lena hingegen an, so wird der Steuervorteil kleiner.

    • Verdient Manuel 5000 Euro Brutto monatlich und Lena 3000 Euro, so beträgt der jährliche Steuervorteil noch etwa 550 Euro.

    Ehegattensplitting beantragen: Welche Formulare sind nötig?

    Gewöhnlich muss das Splittingverfahren nicht extra beantragt werden. Das Ehegattensplitting ist identisch mit der gemeinsamen Veranlagung, die für frisch getraute Paare automatisch gewählt wird.

    Wer allerdings sicher gehen möchte oder für eine Zeit anders verlangt war und dies nun wieder ändern will, kann hierfür den Mantelbogen der Einkommensteuererklärung wählen: Bei der Frage nach der gewünschten Veranlagungsart reicht ein Kreuz bei der gemeinsamen Veranlagung.

    • Das Splittingverfahren muss nicht extra beantragt werden. Es gibt daher auch kein spezielles Formular, dass die Partner ausfüllen müssen.

    Darüber hinaus kann alternativ oder zusätzlich eine formlose Erklärung als Anlage beigelegt werden, um die gemeinsame Veranlagung zu beantragen. Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass man die rechtlichen Voraussetzungen laut § 32a Absatz 5 EStG erfüllt. Diese sind denkbar einfach:

    • Man muss verheiratet sein und darf das Trennungsjahr nicht hinter sich haben.
    • Zudem darf keiner der Partner seinen Wohnsitz dauerhaft im Ausland führen.

    Wann muss die Zusammenveranlagung beantragt werden?

    Hier macht der Gesetzgeber wenig Druck: Solange der Steuerbescheid nicht ergangen ist, kann man das Ehegattensplitting sogar noch nachträglich beantragen.

    Entscheidend ist die Abgabe der Einkommensteuererklärung bzw. der Erhalt des Steuerbescheids.

    Ehegattensplitting und eingetragene Lebenspartnerschaft

    Im Juni 2013 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Ehegattensplitting auch für Homo-Ehen gelten soll. Und das sogar rückwirkend ab Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 1. August 2001. Die Gleichstellung von Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern wurde damit auch einkommensteuerrechtlich vollzogen.

    • Im Regelfall kommen aufgrund der Verjährungsvorschriften für die rückwirkende Beantragung des Ehegattensplittings nur noch die letzten vier Jahre in Betracht.

    Grundvoraussetzungen für das Ehegattensplitting sind auch bei einer Homo-Ehe, dass die Personen in dieser

    • dauerhaft zusammenleben und
    • uneingeschränkt steuerpflichtig sind.

    Auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften kann das Ehegattensplitting bei den Steuerklassenkombinationen 3/5 oder 4/4 angewendet werden. Das heißt, es gilt auch hier: Die Steuerklassenkombination 3/5 bietet beim Splittingverfahren die meisten Vorzüge.

    Elterngeld und Ehegattensplitting: Was ist zu beachten?

    Viele Ehepaare, die sich für die Steuerklassen 3 und 5 und das damit verbundene Ehegattensplitting entschieden haben, kommen irgendwann in die Situation, dass Nachwuchs ins Haus steht und Elterngeld bezogen werden soll. Doch was müssen Paare in dieser Situation beachten?

    Da das Elterngeld vom Nettolohn berechnet wird, ist es in der Regel vorteilhaft, wenn der Partner, der das Elterngeld beziehen soll, sich zur Zeit der Berechnung in Steuerklasse 3 befindet. In dieser Klasse sind die Abzüge am geringsten.

    • Ein dementsprechender Steuerklassenwechsel sollte von der Mutter mindestens 7 Monate vor dem Mutterschutz vollzogen werden. Der Vater sollte spätestens 7 Monate vor der Geburt den Wechsel beantragen.

    Einzelnachweise

    1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 26 Veranlagung von Ehegatten

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien-Wegweiser, Steuern: Ehegattensplitting
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Splittingverfahren
  • Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.: Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die Top 5 Steuer-Infos
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG)

    § 32a Einkommensteuertarif

  • Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  • Источники: http://www.ehegattensplitting-rechner.de/, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/rechner/veranlagungsrechner, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/ehegattensplitting/