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Lohnsteuertabelle prozent

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Lohnsteuer

Auf Ihrer Gehaltbescheinigung können Sie ihn jeden Monat nach verfolgen: den Betrag, den Sie als Lohnsteuer an den Fiskus abführen. Der Betrag kann, wenn man ihn mit anderen Ländern vergleicht, recht beträchtlich ausfallen und hängt vom jeweiligen Einkommen ab. Genau genommen spricht man vom Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, eben den Lohn. Andere Formen des Einkommens sind zum Beispiel Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Zinseinnahmen. Letztere werden nicht mit der Lohnsteuer, sondern mit der Kapitalertragsteuer, besteuert.

Progressiver Einkommenssteuertarif

Als angestellter Arbeitnehmer schulden Sie dem Fiskus die Lohnsteuer direkt, sie ist also eine direkte Steuer. Jedoch regelt der Arbeitgeber die Abwicklung für Sie und hat bei jeder Lohnabrechnung die Lohnsteuer zu berechnen, vom Bruttolohn einzubehalten und abzuführen. Das ist der Betrag, den Sie auf der Gehaltsbescheinigung sehen können. Maßgeblich für die Höhe der abzuführenden Steuer ist der Einkommenssteuertarif, der für Löhne gilt, aber auch beispielsweise für Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Der ist progressiv gestaltet. Das bedeutet, je mehr Sie verdienen, desto höher ist der prozentuale Anteil der Einkommenssteuer. Gleichzeitig ist ein Minimaleinkommen von der Steuer befreit.

Steuerfreibetrag und Steuersätze

Aktuell (2017) sind:

  • i.d.R. jährliche Einkommen bis 8.820 Euro steuerfrei, das ist der Grundfreibetrag,
  • steigt der Steuertarif von 14 Prozent das Einkommen über 8.820 Euro (d.h. das Einkommen, der diesen Wert überschreitet wird besteuert) bis auf 42 Prozent bei einem Einkommen ab 53.666 Euro.
  • gilt zusätzlich ein Tarif der so genannten Reichensteuer, der derzeit 45 Prozent des Einkommens über 250.731 Euro beträgt.

Grundfreibetrag beeinflussbar

Der Grundfreibetrag von 8.820 Euro ist aber durch die Lohnsteuerklasse beeinflussbar. Je höher der Freibetrag, desto mehr Einkommen ist steuerfrei und desto geringer damit die Steuerlast. Eine Steuerklasse, die den Freibetrag für den Steuerzahler erhöht ist finanziell gesehen für diesen vorteilhaft. Die Lohnsteuerklasse wird auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Hinzu kommen weitere Freibeträge, wie ein Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro oder ein Pauschalbetrag für Sonderausgaben von 36 Euro.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Zusätzlich zur Lohnsteuer werden vom Arbeitgeber noch Kirchensteuer, sofern der Steuerzahler Mitglied einer Kirche ist und der Solidaritätszuschlag einbehalten und abgeführt. Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent der Einkommenssteuer und der Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent der Einkommenssteuer. Beide Steuern hängen also nur indirekt, nämlich über die Einkommenssteuer, mit dem eigenen Einkommen zusammen.

Für den angestellten Arbeitnehmer ist es meist ärgerlich, dass die Lohnsteuer im Voraus bezahlt wird. Die dabei einbehaltene Summe kann zum Teil die tatsächliche Steuerschuld erheblich überschreiten. Viele noch Steuer mindernde Freibeträge und Ausgaben, wie Werbungskosten, können erst im Nachhinein beim so genannten Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden. Oft ist nach einem Lohnsteuerjahresausgleich eine Steuerrückzahlung die Folge. Für den Lohnsteuerjahresausgleich muss der Arbeitnehmer für das vorangegangene Jahr eine Einkommenssteuererklärung vornehmen, die zum Teil auch verpflichtend ist.

Welche Steuerklasse – Übersicht der Lohnsteuerklassen 1, 2, 3, 4, 5, 6

Steuerklassen Übersicht

Gemäß dem Einkommensteuergesetz existieren derzeit in Deutschland sechs Steuerklassen, die sich aus dem Lohnsteuerabzug, der Kirchensteuer, den Familienverhältnissen und dem Solidaritätszuschlag ergeben. Je nach Konstellation ergibt sich eine bestimmte Lohnsteuerklasse, die in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) eingetragen ist. Das ELStAM-Verfahren ersetzt seit dem 01. Januar 2013 die Lohnsteuerkarte aus Papier.

Die Ermittlung der Lohnsteuerklasse wird anhand maschineller Lohnabrechnungsverfahren oder anhand einer Lohnsteuertabelle durchgeführt. Bei der Lohnsteuertabelle handelt es sich um eine Tabelle, die für jede Lohnsteuerklasse und Verdienst die Lohnsteuer ausweist.

Generell werden zuzüglich der Lohnsteuer ebenso der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer durch den Arbeitgeber direkt vom Bruttoverdienst an das zuständige Finanzamt abgeführt. Je nach Lohnhöhe und persönlichen Verhältnissen wird ein Steuerfreibetrag vom Verdienst abgezogen.

Die Lohnsteuerklassen

Steuerklassen Übersicht

Wechsel der Steuerklasse

Seit dem 01. Januar 2012 sind die Finanzämter beauftragt, die Lohnsteuerabzugsmerkmale zu ändern. Vorab waren die Meldeämter in der Zuständigkeit. Gemäß § 39 Abs. 1 und 2 EstG führt das zuständige Finanzamt einen Lohnsteuerwechsel auf schriftlichem Antrag hin durch. Grundsätzlich ist ein Wechsel der Steuerklasse nur einmal im Jahr bis auf wenige Ausnahmen durchführbar. Eine Ausnahme bildet dabei der Tod eines Ehegatten.

Steuerklassenkombinationen

Steuerklassen können je nach persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen kombiniert werden. Die beiden häufigsten Kombinationen sind IV/IV und III/V.

Faktorverfahren

Das Faktorverfahren kann ergänzend zur Steuerkombination IV/IV oder statt der Kombination III/V gewählt werden. Dadurch wird erreicht, dass der Grundfreibetrag beim Lohnsteuerabzug bei jedem Partner als sogenanntes Splittingverfahren berücksichtigt wird. Der Faktor ist immer geringer als 1. Durch die Anwendung des Faktors wird die Lohnsteuer minimiert. Dies ist besonders von Vorteil, wenn beide Partner unterschiedlich hohe Einkünfte haben.

Lohnsteuertabelle 2017

Bei der Lohnsteuertabelle wird zwischen zwei Tabellenarten unterschieden. Der allgemeine Teil ist für alle rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer gültig. Bei der besonderen Lohnsteuertabelle handelt es sich um eine Tabelle, die für den Rest der Beschäftigten gültig ist, die eine Vorsorgepauschale entrichten und in keinem Bereich der Sozialversicherungen einzugruppieren sind. Quasi obligatorisch ist eine private Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Dazu gehören beispielsweise Beamte.

Allgemeine Lohnsteuertabelle

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Besondere Lohnsteuertabelle 2017

Kinderfreibeträge und Steuerfreibeträge 2017 und 2018

Je nach Lohnsteuerklasse ergibt sich ein entsprechender Steuerfreibetrag, der der Einkommensteuerveranlagung zugrunde gelegt wird. Grundsätzlich liegt der Steuerfreibetrag im Jahr 2017 bei 8.820 Euro und 2018 bei 9.000 Euro.

Bei der Lohnsteuer Anrechnung finden Kinderfreibeträge nur dann, wenn die Ersparnis bei der Steuer das gezahlte Kindergeld übersteigt. Die Steuerfreibeträge werden grundsätzlich bei der Kirchsteuer und dem Solidaritätszuschlag berücksichtigt.

Zu den anrechenbaren Kindern gehören leibliche und angenommene Kinder sowie Pflegekinder. Nicht anrechenbar sind Kinder, die nur aus finanziellen Gründen in den Haushalt aufgenommen worden sind.

Generell wird jedes Kind mit 0,5 berechnet. Der Faktor erhöht sich auf 1, wenn die Eltern des Kindes im Inland wohnhaft sind und nicht dauernd getrennt leben. Dies ist ebenso bei Pflegekindern der Fall. Eine Erhöhung des Faktors auf 1 erfolgt ebenso, wenn ein Kind durch den Lebenspartner angenommen wird und beide Partner nicht dauernd getrennt im Inland leben. Das Gleiche gilt bei Partnerschaften und Ehen, die nicht dauernd getrennt im Inland leben und beide zusammen ein Kind annehmen. Sofern ein Partner vor dem Beginn des Jahres 2017 verstorben ist oder ein Beschäftigter allein ein Kind angenommen hat, gilt ebenso die Regelung der Faktorerhöhung auf 1. Sollte es sich um ein Pflegekind handeln, bei dem das Verhältnis der Pflegekindschaft nur zu einem Beschäftigten besteht, wird der Faktor ebenso erhöht. Das Gleiche ist anwendbar, wenn der Wohnsitz des einen Elternteils nicht ermittelbar ist oder der biologische Vater amtlich nicht festzustellen ist. Sollte ein Elternteil im Jahr 2017 voraussichtlich keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, so ist ebenso der Faktor 1 zugrunde zu legen.

Anhebung der Grundfreibeträge, Kindergeld, Kinderzuschlag und Kinderfreibeträge in 2017 und 2018

Die Anhebung von Grund- und Kinderfreibeträgen wurde im 11. Existenzminimumberichts der Bundesregierung beschlossen. Zu den Verbesserungen gehören unter anderem eine Vermeidung von Mehraufwand und zusätzlicher Bürokratie für Verwaltung und Arbeitgeber. Zudem wurde eine Entlastung des Steuerpflichtigen vorgenommen, was bedeutet, dass der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und das Kindergeld in den Jahren 2017 und 2018 angehoben werden sowie ein Ausgleich der „kalten Progression“ durch eine Tarifverschiebung alle Steuerpflichtigen um rund 10 Milliarden Euro stattfinden wird.

Im Einzelnen wurden im Gesetzentwurf folgende Anpassungen vorgenommen:

  1. Erhöhung des Grundfreibetrags von 8.652 Euro (2016) um 168 Euro auf 8.820 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018)
  2. Erhöhung des Kinderfreibetrags von 4.608 Euro (2016) um 108 Euro auf 4.716 Euro (2017) und um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro (2018)
  3. Erhöhung des monatlichen Kindergeldes um jeweils 2 Euro in den Jahren 2017 und 2018
  • für das 1.und 2. Kind von 190 Euro (2016) auf 192 Euro (2017) und 194 Euro (2018)
  • für das 3. Kind von 196 Euro (2016) auf 198 Euro (2017) und 200 Euro (2018)
  • für das 4. und jedes weitere Kind von 221 Euro (2016) auf 223 Euro (2017) und 225 Euro (2018)
  1. Erhöhung des Kinderzuschlags zum 1. Januar 2017 um 10 Euro pro Monat von 160 Euro auf 170 Euro pro Kind
  2. Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrags (§ 33a EStG) entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags von 8.652 Euro (2016) um 168 Euro auf 8.820 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018)
  3. Ausgleich der „kalten Progression“ durch Verschiebung nach rechts der übrigen Tarifeckwerte in 2017 um die prognostizierte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,73 %) und in 2018 um die prognostizierte Inflationsrate des Jahres 2017 (1,65 %). Eien weitere Anpassung ist nach Vorlage des 2. Steuerprogressionsberichts zu erwarten.

Verpartnerung und Eheschließung 2017

Im Falle einer Eheschließung im Jahr 2017 wird seitens des zuständigen Finanzamtes eine automatische Zuweisung der Steuerklasse IV erfolgen. Dies ist auch der Fall, wenn einer der Ehepartner arbeitssuchend gemeldet ist. Eine Änderung der Steuerklasse ist nur mittels Antrag möglich. Bei einer Verpartnerung erfolgt im Jahr 2017 noch keine automatische Zuweisung. Hier muss vorab ein Antrag gestellt werden.

Im Nachfolgenden finden Sie eine Übersicht über den durchschnittlichen Brutto-Netto-Verdienst im Zeitraum von 2005 bis 2012 in Deutschland.

Brutto-Netto-Verdienst: Übersicht der Jahre 2005 – 2012

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Lohnsteuer

Auf Ihrer Gehaltbescheinigung können Sie ihn jeden Monat nach verfolgen: den Betrag, den Sie als Lohnsteuer an den Fiskus abführen. Der Betrag kann, wenn man ihn mit anderen Ländern vergleicht, recht beträchtlich ausfallen und hängt vom jeweiligen Einkommen ab. Genau genommen spricht man vom Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, eben den Lohn. Andere Formen des Einkommens sind zum Beispiel Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Zinseinnahmen. Letztere werden nicht mit der Lohnsteuer, sondern mit der Kapitalertragsteuer, besteuert.

Progressiver Einkommenssteuertarif

Als angestellter Arbeitnehmer schulden Sie dem Fiskus die Lohnsteuer direkt, sie ist also eine direkte Steuer. Jedoch regelt der Arbeitgeber die Abwicklung für Sie und hat bei jeder Lohnabrechnung die Lohnsteuer zu berechnen, vom Bruttolohn einzubehalten und abzuführen. Das ist der Betrag, den Sie auf der Gehaltsbescheinigung sehen können. Maßgeblich für die Höhe der abzuführenden Steuer ist der Einkommenssteuertarif, der für Löhne gilt, aber auch beispielsweise für Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Der ist progressiv gestaltet. Das bedeutet, je mehr Sie verdienen, desto höher ist der prozentuale Anteil der Einkommenssteuer. Gleichzeitig ist ein Minimaleinkommen von der Steuer befreit.

Steuerfreibetrag und Steuersätze

Aktuell (2017) sind:

  • i.d.R. jährliche Einkommen bis 8.820 Euro steuerfrei, das ist der Grundfreibetrag,
  • steigt der Steuertarif von 14 Prozent das Einkommen über 8.820 Euro (d.h. das Einkommen, der diesen Wert überschreitet wird besteuert) bis auf 42 Prozent bei einem Einkommen ab 53.666 Euro.
  • gilt zusätzlich ein Tarif der so genannten Reichensteuer, der derzeit 45 Prozent des Einkommens über 250.731 Euro beträgt.

Grundfreibetrag beeinflussbar

Der Grundfreibetrag von 8.820 Euro ist aber durch die Lohnsteuerklasse beeinflussbar. Je höher der Freibetrag, desto mehr Einkommen ist steuerfrei und desto geringer damit die Steuerlast. Eine Steuerklasse, die den Freibetrag für den Steuerzahler erhöht ist finanziell gesehen für diesen vorteilhaft. Die Lohnsteuerklasse wird auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Hinzu kommen weitere Freibeträge, wie ein Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro oder ein Pauschalbetrag für Sonderausgaben von 36 Euro.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Zusätzlich zur Lohnsteuer werden vom Arbeitgeber noch Kirchensteuer, sofern der Steuerzahler Mitglied einer Kirche ist und der Solidaritätszuschlag einbehalten und abgeführt. Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent der Einkommenssteuer und der Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent der Einkommenssteuer. Beide Steuern hängen also nur indirekt, nämlich über die Einkommenssteuer, mit dem eigenen Einkommen zusammen.

Für den angestellten Arbeitnehmer ist es meist ärgerlich, dass die Lohnsteuer im Voraus bezahlt wird. Die dabei einbehaltene Summe kann zum Teil die tatsächliche Steuerschuld erheblich überschreiten. Viele noch Steuer mindernde Freibeträge und Ausgaben, wie Werbungskosten, können erst im Nachhinein beim so genannten Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden. Oft ist nach einem Lohnsteuerjahresausgleich eine Steuerrückzahlung die Folge. Für den Lohnsteuerjahresausgleich muss der Arbeitnehmer für das vorangegangene Jahr eine Einkommenssteuererklärung vornehmen, die zum Teil auch verpflichtend ist.

Источники: http://www.steuerklassen.net/steuererklaerung/lohnsteuer.html, http://www.oeffentlichen-dienst.de/steuerklassen.html, http://www.steuerklassen.net/steuererklaerung/lohnsteuer.html

Steuererklärung erstellen

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Steuererklärung 2016 einfach online erstellen.

Deine Online-Steuererklärung – kinderleicht!

Steuern sind negativ konnotiert, sie erinnern an langweilige Steuerformulare, Frust und Unverständnis. Oft lohnt es sich aber, eine Steuererklärung zu machen, weil Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den meisten Fällen Geld vom Staat zurückbekommen. Die sich summierenden berufsbezogenen Kosten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf sich nehmen, können nämlich verrechnet werden. Wenn du nicht besonders scharf darauf bist, dich stundenlang mit dem Thema Steuern und Steuererklärung auseinanderzusetzten, kommt hier die Rettung: Wir bieten dir ein auf Arbeitnehmer zugeschnittenes Steuer-Tool, mit dem du innerhalb von weniger als 30 Minuten deine Steuererklärung machen kannst. Kinderleicht!

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So funktioniert die Online-Steuererklärung

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Was muss ich zur Steuererklärung 2016 wissen?

Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2016 für Steuerpflichtige ist der 31. Mai 2017.

Steuerfreiwillige haben mehr Zeit, ihre Abgabefrist ist der 31. Dezember 2017. Als Arbeitnehmer bist du in der Regel steuerpflichtig.

• Mit der Steuererklärung für 2016 kann eine Umzugskostenpauschale beantragt werden. Diese ist abhängig vom Zeitpunkt des Umzuges. Wenn der beruflich bedingte Umzug nach März 2016 stattgefunden hat, beträgt sie 746€, davor 730€.

Wer kann eine Steuererklärung für 2016 machen?

• Wer in 2016 Einkünfte von über 8.820 Euro (Grundfreibetrag) hatte, muss eine Steuererklärung abgeben.

• Wer vom Finanzamt dazu aufgefordert wird, muss ebenfalls eine Steuererklärung einreichen.

• Eine Steuererklärung für 2016 ist besonders ratsam, wenn andere Werbungskosten abgesetzt werden sollen, z.B. entstandene Kosten für einen Umzug oder den Kauf eines neuen Laptops.

• Wer Pauschalen in Anspruch nehmen will, muss natürlich auch eine Steuererklärung für 2016 abgeben.

Wo gibt es die Steuerformulare für 2016?

Wer seine Steuererklärung gerne zu Papier bringen möchte, kann dies auf vielen verschiedenen Wegen tun. Es gibt staatlich bereitgestellten Hilfestellungen und private Steuerberater. Leider sind die staatlichen oft nicht ausreichend, um eine Steuererklärung schnell abzuschließen und die privaten sehr teuer. Die Formulare sind sehr kompliziert und beanspruchen Geduld und Zeit sowie ein gewisses Vorwissen. Auf der Webseite vom Bundesministerium der Finanzen finden sich alle Steuerformulare zum Download.

Mittlerweile gibt es auch Online-Anbieter, die sich auf Steuererklärungen spezialisiert haben. Anders als Steuerberater sind diese finanzierbar und ermöglichen dir als Arbeitnehmer, bequem von überall aus deine Steuererklärung zu erstellen. Eine speziell auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zugeschnittene Steuer-Software bietet dir exklusiv Arbeitnehmersteuererklaerung.de.

Wer kann mir helfen?

Auf unserer Plattform haben wir komplizierte Steuerformulare in zugängliche Sprache und einfache Fragen übersetzt, mit denen wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Windeseile durch alle relevanten Schritte einer Steuererklärung führen. Unser Tool ist explizit auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern zugeschnitten. Wir zeigen dir, welche Arbeitskosten du absetzten und welche Aufwandspauschalen du steuerlich geltend machen kannst. Das Ergebnis ist deine persönliche Steuererklärung, die du dir als PDF anzeigen lassen und herunterladen kannst. Du kannst den Entwurf deiner Steuererklärung nochmal prüfen und dann unterschrieben ans Finanzamt schicken. Selbstverständlich wird die Steuererklärung auch elektronisch an dein Finanzamt übermittelt.

Unser Hauptziel ist die maximale Erstattung deiner beruflichen Kosten. Darüber hinaus wollen wir das Thema Steuern von seinem negativen Image lösen und beweisen, dass es auch anders geht!

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Die Geschichte von arbeitnehmersteuererklaerung.de

Unsere Plattform ist seit Dezember 2015 in Deutschland online. Seit unserem Start haben viele tausend Arbeitnehmer unser eigens entwickeltes Tool in Anspruch genommen. Wir freuen uns, dass die Zahl unserer Nutzerinnen und Nutzer täglich steigt und unsere Bemühungen, Steuererklärungen so einfach wie möglich zu gestalten, Anklang finden.

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Steuererklärung selber machen – es lohnt sich!

Du wolltest schon immer mal Geld geschenkt bekommen? Davon schön Urlaub machen? Oder endlich das kaufen, was Du schon lange haben willst? Das geht schneller als Du denkst: Gib einfach Deine Steuererklärung ab. Wenn Du die Steuererklärung selber machst, sparst Du noch mehr! Du brauchst dafür keinen teuren Steuerberater – mit unseren Hinweisen kann nichts mehr schiefgehen. Im Durchschnitt bekommt jeder, der eine Steuererklärung abgibt, Geld zurück. Das kann sich sehen lassen!

Steuererklärung selber machen: So geht´s – schnell und bequem

Damit es mit der Rückzahlung klappt, wenn Du die Steuererklärung selber machst, musst Du Abgabefristen beachten. Dabei macht es einen Unterschied, ob Du die Steuererklärung abgeben musst oder dies freiwillig tun.

Wenn Du die Steuererklärung freiwillig abgibst, hast Du theoretisch 4 Jahre Zeit. Die Steuererklärung von 2015 muss also spätestens am 31.12.2019 beim Finanzamt sein. Dieser Termin ist zwingend – sobald Du ihn um nur einen Tag verpasst, wird die Steuererklärung nicht mehr bearbeitet. Dann war die Mühe, die Steuererklärung selber zu machen, umsonst. Praktisch wäre Dir zu empfehlen, schon früher damit anzufangen. Du wirst sehen: Nach einem Jahr findest Du die benötigten Unterlagen schneller, als wenn Du erst 3 Jahre danach damit anfängst.

Du bist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, wenn Du

  • gleichzeitig mehrere Arbeitgeber hattest.
  • unversteuerte Einkünfte über 410 EUR bekommen hast (Rente, Honorare, Mieteinnahmen).
  • einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hast.
  • Lohnersatzleistungen bezogen hast (Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld).
  • verheiratet bist und beide Partner in Steuerklasse IV eingetragen sind oder ein Ehepartner in Steuerklasse V ist.

Dann gelten für Dich andere Fristen, auch wenn Du deine Steuererklärung selber machen willst. Bei einer verpflichtenden Steuererklärung musst Du diese bis zum 31.5. im folgenden Jahr abgeben. Die Steuererklärung von 2017 muss also bis zum 31.5.2018 eingegangen sein. Wenn dieser Tag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, verlängert sich die Abgabefrist bis zum Montag.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Zwar ist der 31.5. der offizielle Termin für die Abgabe, allerdings bekommst du noch keine Strafe, wenn Du ein paar Tage später dran bist. Wenn es nur ein paar Tage sind, hast Du also keinen Grund zur Sorge. Falls Du deutlich länger brauchst, solltest Du vor dem 31.5. eine Fristverlängerung beantragen. Wenn Du die Steuererklärung nicht selber machst, sondern einen Steuerberater beauftragst, verlängert sich die Frist automatisch auf den 31.12.

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Steuererklärung selber machen: 2 Möglichkeiten

Du hast 2 Möglichkeiten, wenn Du Deine Steuererklärung selber machen willst:

  • die verkürzte Steuererklärung

Die verkürzte Steuererklärung macht dann Sinn, wenn Du Student oder Ferienjobber bist. Dann hast Du meistens Werbungskosten unter 920 EUR und keine weiteren Ausgaben, die Du versteuern musst. Falls Du dann die Steuererklärung selber machst, benötigst du nur den Mantelbogen und das Formular N.

Wenn Du andere Einkünfte hast, die Du versteuern musst, benötigst Du mehrere Formulare und Anlagen. Aber keine Angst, Du kannst trotzdem Deine „normale“ Steuererklärung selber machen. Professionelle Softwarelösungen wie beispielsweise smartsteuer von Lexware können Dich dabei unterstützen. Der Aufwand ist überschaubar – und es lohnt sich!

Wenn Du mit Deiner Steuererklärung beginnst, musst Du zuerst die passenden Formulare besorgen. Die gibt es zum Download im Internet. Damit Du weißt, welche Du brauchst, gibt es ein paar Faustregeln:

  • Anlage N: für Arbeitnehmer (Lohn, Werbungskosten, Arbeitnehmersparzulage etc.)
  • Anlage KAP: für alle, die sparen (Kapitalvermögen)
  • Anlage R: für Rentner (Rente und wiederkehrende Leistungen)
  • Anlage AV: für die Altersvorsorge (Beiträge zur Altersvorsorge)
  • Anlage V: für Vermieter (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)
  • Anlage Kind: für Eltern (Angaben zum Kind/zu Kindern)
  • Anlage VL: für alle, die sparen (vermögenswirksame Leistungen)

Außerdem musst Du auch immer einen Mantelbogen ausfüllen. Dort trägst Du die Angaben zu Deiner Person, die Steuernummer und Deine Bankverbindung ein.

Wenn Du eine Steuererklärung selber machen willst, solltest Du außerdem die Begriffe Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen kennen. Unter Sonderausgaben werden Kosten zur Kranken- und Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Altersvorsorge, Kirchensteuer, Unterhalt, Spenden, Kosten für die erste Ausbildung und Schuldgeld verstanden. Außergewöhnliche Belastungen sind Krankheitskosten (Zuzahlung Medikamente, Arztkosten, Fahrtkosten), Pflegekosten für die Eltern und auch Beerdigungskosten. Diese Kosten musst Du bei Deiner Steuererklärung angeben.

Damit Du auch wirklich das Geld zurückbekommst, was Dir zusteht, musst Du schon ein paar Dinge beachten, bevor Du Deine Steuererklärung selber machst: Vermeide beispielsweise, Handwerker bar zu bezahlen. Es kann sein, dass das Finanzamt Belege als Beweis fordert. Bei Barzahlung bekommt man in der Regel keinen Beleg und kann den bezahlten Betrag nicht nachweisen.

Oftmals wohnt man in der Wohnung seiner Eltern oder der größeren Verwandtschaft. Setze auch hier unbedingt einen rechtlich korrekten Mietvertrag auf. Denn nur so können Deine Eltern oder Verwandten die Mieten von der Steuer absetzen. Als Mieter hast Du steuerlich zwar keinen Vorteil, wohnst dafür aber meistens günstiger. Um die Kosten erstattet zu bekommen, achte bitte darauf, dass die Miete mindestens 75% des Mietdurchschnitts in deiner Gegend beträgt.

Steuererklärung selber machen: Mit einer Software noch schneller zum Geld

Neben der Möglichkeit, eine Steuererklärung selber zu machen, gibt es auch die Möglichkeit, eine Software dazu zu nutzen. Diese hat den Vorteil, dass Du wie in einem Interview nach den benötigten Daten abgefragt wirst. So ist die Wahrscheinlichkeit, etwas zu vergessen, für Dich weitaus geringer und Du bekommst somit mehr Geld vom Finanzamt zurück. Außerdem sammeln und sortieren solche Softwarelösungen auch Belege – damit sind alle Nachweise griffbereit, falls das Finanzamt anfragt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Programm alle Formulare bereitstellt, die Du benötigst. So ersparst Du Dir die Suche im Internet und bekommst immer die passenden Formulare vorgeschlagen. Auch um die Übermittlung zum Finanzamt musst Du Dir keine Sorgen machen – auch dies übernimmt beispielsweise die Software smartsteuer von Lexware, der Marktführer auf dem Gebiet Steuern. Mach problemlos Deine Steuererklärung selber und das Geld für die nächste Traumreise ist gesichert!

Steuererklärung selber machen: Die besten Tipps!

Manche Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, scheuen die Kosten für einen Steuerberater und verzichten damit häufig auf eine Steuererstattung. Der Grund: In 9 von 10 Antragsveranlagungen gibt es Geld zurück.

Der Ausweg: SteuererklГ¤rung selber machen. Mit den richtigen Tipps und Tools ist das kein Problem – und als steuerlicher Laie mГјssen Sie selbst dann keine Angst vor dem Finanzamt haben, wenn Ihnen mal ein Fehler unterlГ¤uft.

Packen Sie es an und holen Sie sich Ihr Geld zurГјck. Wir zeigen Ihnen hier, wie einfach es ist!

Schritt für Schritt die Steuererklärung 2015 online ausfüllen

Die Steuerklärung 2015 am Beispiel smartsteuer ausfüllen und abgeben. Eine Steuererklärung abzugeben muss nicht kompliziert sein.

Steuererklärung selber machen: Wann sich der Aufwand lohnt

Gerade für Arbeitnehmer, von denen das Finanzamt keine Steuererklärung erwartet, lohnt es sich in der Regel, eine Steuererklärung selber zu machen. Denn durchschnittlich erhalten Steuerpflichtige mit Antragsveranlagung knapp 1.000 EUR zurück. Das liegt v. a. daran, dass das Finanzamt bei sämtlichen steuermindernden Ausgaben (z. B. Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Außergewöhnliche Belastungen, aber auch Mitgliedsbeiträge, Spenden etc.) nur die pauschalen Sätze bzw. Freibeträge abzieht. Wenn Ihre individuellen Ausgaben höher sind, können Sie diese nur in einer Steuererklärung geltend machen, ansonsten fallen sie unter den Tisch.

Und: Wer die Ausgaben für Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine scheut, kann seine Steuererklärung auch selber machen. Das ist kein Hexenwerk und lohnt sich besonders in folgenden Fällen:

  • Wenn Sie sehr hohe Werbungskosten haben und den Werbungskostenpauschbetrag Гјberschreiten.
  • Wenn Ihre auГџergewГ¶hnlichen Belastungen besonders hoch sind.
  • Wenn Sie verheiratet sind und trotz sehr unterschiedlicher Einkommen die Steuerklassenkombination IV/IV gewГ¤hlt haben.
  • Wenn Sie Ausgaben fГјr haushaltsnahe Dienst- oder Handwerkerleistungen haben.
  • Wenn Sie eine Haushaltshilfe beschГ¤ftigen.

Derartige Aufwendungen kann Ihr Arbeitgeber bei der Berechnung Ihrer monatlichen Lohnsteuer und des Lohnsteuerjahresausgleichs im Dezember nicht berücksichtigen. Daher ist zu erwarten, dass diese Kosten zu einer Steuererstattung führen, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben. Als Arbeitnehmer können Sie die Steuererklärung ohne Schwierigkeiten selber machen. Aber auch Arbeitnehmer und Selbstständige, die der Einkommenssteuerpflicht unterliegen, können Ihre Steuererklärung selber machen. Alles Wichtige dazu haben wir im Beitrag Steuererklärung 2015 (umgangssprachlich auch Lohnsteuererklärung 2015) für Sie zusammengefasst.

Sie haben wenig Ahnung von Steuern und Steuererklärung, möchten aber gerne Ihr Geld zurück haben? Dann nutzen Sie eine professionelle Steuersoftware. Für Angestellte ohne Einkünfte aus selbstständiger Arbeit reicht eine günstige Steuersoftware. Dies ist auch viel einfacher als die Nutzung von Elster-Formular.

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Steuererklärung selber machen ist einfach

Die Antragsveranlagung (wenn man nicht verpflichtet ist eine Steuererklärung zu machen) erfordert keine besonderen Kenntnisse im Steuerrecht und auch keinen gesonderten Antrag. Es genügt schon, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben, auch eine vereinfachte Steuererklärung ist ausreichend. Das dazu notwendige Formular umfasst gerade einmal 2 Seiten, sodass Sie die Steuererklärung problemlos selber machen können. In das Formular tragen Sie neben den Daten aus Ihrer elektronischen Lohnsteuerkarte die Höhe der entsprechenden Kosten ein. Dieses Formular müssen Sie unterschreiben und gegebenenfalls zusammen mit Belegen an das für Ihren Wohnort zuständige Finanzamt schicken oder persönlich dort abgeben.

Steuererklärung selber machen: ELSTER versus Steuersoftware

Aber auch wenn Sie zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung verpflichtet sind, können Sie Ihre Steuererklärung selber machen. Als Privatperson haben Sie die Wahl zwischen der Verwendung der Steuerformulare, die Sie bei den Finanzämtern sowie in Kommunalbehörden erhalten, oder der elektronischen Abgabe der Steuererklärung. Dieses Verfahren können Sie mithilfe der komplizierten Software ohne Hilfefunktion der Finanzbehörden, ELSTER-Formular, durchführen oder auf professionelle Steuersoftware zurückgreifen.

Mit diesen Programmen können Sie auch als Laie einfach und sicher eine inhaltlich richtige und vor allem in Bezug auf Ihre Ausgaben steueroptimierte Steuererklärung abgeben. Über die sogenannte ELSTER-Schnittstelle wird am Ende Ihrer Erstellung die Steuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermittelt.

Die Website "Meine erste Steuererklärung" bietet Hilfe für alle die noch nie eine Steuererklärung abgegeben haben! Hier findet sich auch eine einfache Schritt für Schritt Anleitung!

Ideal für den Fall, dass Sie Ihre Steuererklärung selber machen möchten, ist die Verwendung einer komfortablen Steuersoftware wie TAXMAN oder einer anderen Lösung aus unserem Steuersoftware Test. Die Software führt Sie Schritt für Schritt durch Ihre Steuererklärung und gibt Ihnen zu jedem Punkt ausführliche Erläuterungen. Dabei erhalten Sie auch Tipps, welche Steuersparmöglichkeiten Sie nutzen können. Detaillierte Hinweise erinnern Sie an die Berücksichtigung einzelner Punkte, Alternativrechnungen tragen zur Optimierung bei. Einige Programme zeigen Ihnen im Verlauf der Eingaben die voraussichtliche aktuelle Steuererstattung oder Nachforderung des Finanzamts an.

Besonders komfortabel sind Belegmanager, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Belege unter Zuordnung zu einzelnen Kategorien zu erfassen, und diese später automatisch den jeweiligen Bereichen zuordnen. Dadurch sparen Sie Zeit und Mühe für das Durchsuchen Ihrer Belege. Zur Berechnung der Kosten, die für Dienstreisen, ein häusliches Arbeitszimmer oder andere Aufwendungen geltend gemacht werden, stehen Ihnen in der Steuersoftware entsprechende Tabellen zur Verfügung, die auf Wunsch auch ausgedruckt und der Steuererklärung als Anlage beigefügt werden können. Da die kommerziellen Steuerprogramme über eine Schnittstelle zum ELSTER-Portal verfügen, haben Sie außerdem die Möglichkeit, aus dem Steuerprogramm heraus die Steuererklärung online an das Finanzamt zu übermitteln.

Источники: http://www.steuererklaerung.de/steuererklaerung-2016-online, http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererklaerung-selber-machen.html, http://www.steuern.de/steuererklaerung-selber-machen.html

Private krankenversicherung steuer absetzen

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PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Veröffentlicht unter Krankenversicherung | Publiziert am 2. Mai 2013 von Marco Mahling

private Krankenversicherung von der Steuer absetzen

PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Falls Sie Ihre Einkommensteuererklärung in der Regel selbst erstellen, sollten Sie wissen, dass Sie seit dem Januar 2010 in weit größerem Umfang als bisher Ihre private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzen können. Hintergrund ist das Bürgerentlastungsgesetz das eingeführt worden ist. Auf diese Weise sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und Sie bekommen mehr Netto vom Brutto.

Seit 1.1.2010 ist die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Die Verabschiedung des Bürgerentlastungsgesetzes hat dafür gesorgt, dass die Deutschen in Zukunft weniger Steuern zahlen müssen. Aktuell dürfen als Vorsorgeaufwendungen maximal 1.900 Euro in der jährlichen Steuererklärung geltend machen, falls Ihr Arbeitgeber einen Teil der Sozialbeiträge übernimmt. Müssen Sie beispielsweise als Selbstständiger allein für Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aufkommen, werden für Ihre Vorsorgeaufwendungen maximal 2.800 Euro vom Einkommen abgesetzt. Da zu den Vorsorgeaufwendungen auch die Beiträge für Haftpflicht-, Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen zählen, ist die private Krankenversicherung nur bedingt möglich bzw. schwer möglich .

So ist Ihre PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Um Ihre private Krankenversicherung steuerlich absetzbar zu machen, brauchen Sie eine Bescheinigung nach §10 Abs. 1 Nr. 3 EStG Ihres Versicherers. Auch für Ihren Ehepartner und Ihre Kinder können Sie die Beiträge für die private Krankenversicherung absetzen. Unter dem Stichwort Vorsorgeaufwendungen ist nicht nur die private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzbar, hier werden auch die Beiträge für die private Haftpflicht, für die Unfallversicherungen aller Familienmitglieder, Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung, für die Risikolebensversicherung und für die Haftpflichtversicherungen für Ihre Fahrzeuge eingetragen. Der Basistarif der privaten Krankenversicherung PKV, der ungefähr dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, wird bei der Steuer ebenfalls berücksichtigt . Um diese Summe verringert sich das zu versteuernde Einkommen und Ihr persönlicher Steuersatz wird dadurch niedriger . Es auch möglich ihre persönliche Steuer ID-Nummer bei der Krankenversicherung zu hinterlegen und dann werden die Beiträge zur Kranken-und Pflegeversicherung direkt dem Finanzamt übermittelt. Ein Muster von dieser Bescheinigung finden Sie hier als Download:

PKV Private Krankenversicherung steuerlich absetzen lohnt sich

Am Beispiel eines jungen Familienvaters, der selbstständig tätig ist und für seine vierköpfige Familie pro Monat 732 Euro Krankenversicherungsbeiträge leistet, ergibt sich dadurch, dass die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar ist, eine monatliche Ersparnis von 183 Euro. Das private Krankenversicherung PKV absetzen lohnt sich also und sorgt tatsächlich dafür, dass die Bürger entlastet werden, wie es der Name des Gesetzes verspricht.

Steuertrick bei der privaten Krankenversicherung PKV

Wie Sie steuerlich noch mehr rausholen können bei der privaten Krankenversicherung, das können Sie hier auf meinem Blog nachlesen:

Spielräume nutzen und noch mehr sparen

Unter gewissen Umständen lassen sich durch die Tatsache, dass die private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzbar ist, noch mehr Steuern sparen. Freiberufler und Selbstständige dürfen bis zu 30 Monatsbeiträge als Einmalzahlung im Voraus leisten und können diesen Beitrag in einem Jahr geltend machen. Das ist besonders vorteilhaft, wenn das Einkommen in einem Kalenderjahr überdurchschnittlich hoch ist. Im kommenden Jahr werden dann die Beiträge für die restlichen Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht, die ansonsten nicht berücksichtigt werden könnten, weil die Krankenversicherungsbeiträge zu hoch sind. Allerdings sollte ein solches Vorgehen in jedem Fall mit dem Steuerberater besprochen werden.

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherunf für Ihre Kinder

Seit dem Jahr 2010 dürfen die Eltern auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ihrer Kinder, füe die die Eltern noch Kindergeld beziehen, als Sonderausgaben abziehen. Diesem Steuersparmodell hat die OFD Münster jetzt Grenzen gesetzt im Juli 2013, sodass Eltern und Kinder neu rechnen müssen. Den ganzen Beitrag dazu können Sie im WISO SteuerBrief nachlesen, hier der Link dazu:

Rückfragen / weitere Unterlagen

Wenn Sie dazu Fragen haben zur PKV steuerlich absetzbar oder weitere Unterlagen wünschen, so senden Sie mir bitte eine Email zu ([email protected]), nutzen mein Kontaktformular oder das Chat-Fenster unten rechts.

Weitere Beiträge zur PKV auf meinem Blog

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

2 Kommentare zu “PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar”

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Finanzdienstleistungen Marco Mahling GmbH & Co. KG

Private Krankenversicherung Steuerlich Absetzbar

Als Vorsorgeaufwendungen sind die Beiträge für die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar. Die Basis dafür ist das Bürgerentlastungsgesetz, das der Bundestag nach den Weisungen des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen hatte. Seit Anfang 2010 können deshalb Beiträge, die Bürger für ihre Krankenkasse und für die Pflegeversicherung zahlen, steuerlich viel besser geltend gemacht werden. Die Vorgaben der obersten Richter in Deutschland gelten für Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) genau so, wie für Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bis Ende 2009 konnten die Beiträge für die Kranken- und Pflegekasse nur begrenzt als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden.

steuerlich absetzbar. Seit dem Jahr 2010 zählen alle Aufwendungen in der steuerlichen Erklärung. Vorausgesetzt, sie dienen dazu, bei den Leistungen ein Niveau zu sichern, das GKV entspricht. Das ermöglicht die so genannte Basiskrankenversicherung.

Beitragsanteil muss ermittelt werden

Für privat Versicherte bedeutet das unter Umständen, dass nicht ihre gesamten Prämien in der Jahressteuerklärung vom Fiskus akzeptiert werden. Denn viele Tarife in der PKV sichern weit mehr Leistungen ab, als die Gesetzlichen für ihre Mitglieder bereithalten. Deshalb zählen nur Prämienteile als Vorsorgeaufwendungen, die nicht höher liegen als der Beitrag, den diese Basisversorgung kostet. Der Teil, der nicht absetzbar ist, wird auf eine spezielle Weise ermittelt. Sie ist in einer gesonderten Verordnung des Steuerrechts niedergelegt. Der Berechnung der Beitragsteile, die für die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar sind, muss der Versicherte nicht selbst vornehmen. Das erledigt das Finanzamt auf der Basis einer jährlichen Meldung des Versicherungsunternehmens, bei dem der Steuerzahler Kunde ist. Die Meldung geht an das zuständige Finanzamt und als ein Schreiben für die Unterlagen an den Steuerzahler selbst. Damit erfährt er, was für seine private Krankenversicherung steuerlich absetzbar ist.

Basisbeitrag zählt

Die Gesetzgebung hat erreicht, dass durch das Bürgerentlastungsgesetz alle Krankenversicherten gleich behandelt werden. Das gilt unabhängig davon, ob sie in der PKV oder in der GKV versichert sind. Auch die Ehepartner, die Partner in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft und die Kinder erfahren die gleiche Berücksichtigung bei der steuerlichen Behandlung der Beiträge. Gesetzlich Versicherte werden im Verhältnis zu den Mitgliedern der PKV jedoch bei der Steuer etwas besser behandelt. Sie können den gesamten GKV Beitrag in ihrer Steuererklärung geltend machen. Das geht für PKV Versicherte nicht. So gehören etwa die Kosten für eine Behandlung durch den Chefarzt nicht zu einer Basisversorgung. Sie sind deshalb nicht abzugsfähig. Die gesetzliche Kasse kommt ohnehin nicht für solche Leistungen auf.

RГјckerstattungen sind nicht mehr attraktiv

Die PKV belohnt ihre Versicherten mit einem besonderen Service. Nehmen sie in einem Jahr gar keine Leistungen in Anspruch, zahlt die Gesellschaft Teile der Beiträge zurück. Auch wer nur in einem geringen Maß beim Arzt war, Kosten für Medikamente aus der eigenen Tasche beglichen hat und keine Behandlung im Krankenhaus nutzte, kann von dieser Beitragsrückerstattung in der PKV profitieren. Viele Tarife arbeiten mit diesen Rückzahlungen, um Versicherte zu ermuntern, bei den Leistungen zurückhaltend zu sein. Für eine Reihe PKV Versicherte sind solche Tarife nach der Verbesserung der steuerlichen Absetzbarkeit nicht mehr in dem Maße attraktiv. Die Beitragsteile werden nämlich im Folgejahr an den Versicherten überwiesen. Im Jahr der Zahlung mindern sie die Sonderausgaben, die in dem betreffenden Jahr für die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar wären. Wer seine Medikamente oder Rechnungen für den Arzt selber zahlt, macht unter Umständen kein Plus mehr. Ob stattdessen eine andere Form beim Selbstbehalt günstiger ist, muss ein Steuerberater prüfen.

Steuerlich absetzbare Beiträge

Privat Versicherte, die ihre Jahressteuererklärung selbst machen, sollten sich zunächst genau notieren, was sie steuerlich für die private Krankenversicherung und andere Vorsorge absetzen können. Denn bei den Vorsorgeaufwendungen gibt es insgesamt ein paar Einschränkungen. Der Fiskus akzeptiert jeden Euro, den der Steuerpflichtige für eine Basiskrankenversicherung und für eine gesetzliche Pflegeversicherung zahlt. Berücksichtigt wird alles, was der Versicherte für sich selbst, für seinen Ehepartner oder eingetragenen Lebensgefährten und für seine Kinder ausgibt. Unter gewissen Umständen kommen auch Ausgaben für die Basisversorgung von getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten in Betracht. Zahlt der Steuerpflichtige für jemanden, dem er Unterhalt schuldet, Beiträge für eine Basispolice und zur Pflegekasse, darf er auch das absetzen. Hier zählen in erster Linie Kinder, die zwar bedürftig sind, aber kein Kindergeld mehr bekommen.

Andere Vorsorgebeiträge werden gekürzt

Während sich die steuerliche Absetzbarkeit der PKV Prämien verbessert hat, wurden die sonstigen Vorsorgeaufwendungen gekürzt. Konsequenzen hat das für alle, die gut verdienen. Denn sie können zwar Prämien für die private Krankenversicherung absetzen. Für die Prämien, die an eine Arbeitslosenversicherung oder an eine Haftpflicht- oder Unfallversicherung gezahlt werden, ist in der Steuererklärung kein Platz mehr. Auch wer sich mit einer wichtigen Berufsunfähigkeitspolice absichert, ist betroffen. Der Fiskus akzeptiert solche Ausgaben seit 2010 nur dann, wenn die Vorsorgeaufwendungen in der Summe unter einer Höchstgrenze bleiben. Für Single liegt diese Grenze bei 2.800 Euro, wenn sie ihre Beiträge zur PKV allein tragen, bei 1.900 Euro für Beihilfeberechtigte und Arbeitnehmer. Die Grenze für Paare liegt beim Doppelten dieser Beträge. Werden die Höchstgrenzen bereits durch Beiträge zu Basiskrankenversicherung und zu Pflegekasse erreicht, fällt die steuerliche Berücksichtigung aller anderen Vorsorgeaufwendungen steuerlich unter den Tisch.

AuslГ¤ndische BГјrger, die sich lГ¤ngere Zeit und nicht nur als Touristen in Deutschland aufhalten, …

WГ¤hrend sich die BeitragssГ¤tze der Krankenkassen allein an der LohnhГ¶he berechnen, spielen beim …

Die Krankenversicherung fГјr Arbeitnehmer ist in Deutschland per Gesetz geregelt. Dabei gilt, dass …

Wer prГјfen will, ob er bei der Wahl seiner gesetzlichen Kasse auch finanziell den richtigen Griff …

Ab wann lohnt sich Private Krankenversicherung (PKV), fragen sich viele, denen die MГ¶glichkeit …

Dient eine private Krankenversicherung dazu, die gesetzliche Krankenversicherung teilweise oder …

Mit dem Arbeitgeberanteil fГјr die Krankenversicherung wird sichergestellt, dass sich Arbeitnehmer …

Steuertrick bei der GKV und PKV – Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Veröffentlicht unter Krankenversicherung | Publiziert am 10. Mai 2013 von Marco Mahling

Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar – noch mehr rausholen durch einen Steuertrick

private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

Immer wieder gelangen neueste Fälle des Steuerbetrugs „ans Licht“ der Öffentlichkeit. Steuerhinterziehung ist schon seit mehreren Jahren ein Thema das sich „in aller Munde“ befindet, doch der Staat bietet allen Arbeitnehmern und Selbständigen die Möglichkeit auf ganz legalem Weg Steuern zu sparen . Wer bei der Kranken- und Pflegeversicherung geschickt vorgeht, kann Beträge in voller Höhe absetzen, nicht selten lassen sich auf diesem Weg bis zu 1000 Euro sparen. Steuerzahler dürften also positiv überrascht sein, wenn sie ihren Kontoauszug zum Jahresende ansehen und noch Geld für eine Reise zwischen Weihnachten und Neujahr übrig ist.

Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar – durch lukrative Tricks Geld sparen

Wer Beiträge zur privaten oder gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung im Voraus bezahlt ist gut beraten, durch eine Vorauszahlung für das kommende Jahr können die Sonderausgaben maximiert und Steuerersparnisse erzielt werden. Seit dem Jahr 2010 besteht durch den Gesetzgeber die Möglichkeit, Beiträge als Sonderausgaben für die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar zu machen, Gleiches gilt für die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Kosten für die Versicherungen können in voller Höhe von der Steuer abgezogen werden. Da die Kosten für die Pflege- und Krankenversicherung in voller Höhe von der Steuer abgezogen werden können, sind bei den Beiträgen zur Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherungen Einschränkungen vorgenommen worden. Da die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar ist, lohnt es sich beide Steuerabzüge in voller Höhe „einzusacken“, dazu sollten Berufstätige die keinen Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung gewährt bekommen, von der Möglichkeit der Vorauszahlung Gebrauch machen.

Wer die Krankenkasse steuerlich absetzen will sollte seine Beiträge in einem Jahr für zwei Jahre bezahlen. Wer die Krankenkasse steuerlich absetzen will, sollte sich merken: Der gesamte Krankenkassenbeitrag ist steuerlich absetzbar, die volle Summe kann abgesetzt und zusätzlich im folgenden Jahr in die Versicherungszahlung einbezogen werden. Von dem Trick Beiträge für zwei Jahre zu entrichten können alle profitieren die einePrivate Krankenversicherung steuerlich absetzbar machen können, dazu gehören alle private Versicherungsnehmer deren Partner nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist. Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar – auch dann, wenn eine gesetztliche Kranken- oder Pflegeversicherung vorliegt.

Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar machen – Höchstbetrag beachten

Alle Begünstigten die eine Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar machen wollen können sowohl Basis-Kranken- als auch gesetzliche Pflegeversicherungen unter den Sonderausgaben unbegrenzt abziehen. Die Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar machen ist auch dann möglich, wenn Beiträge für den Versicherungsschutz über das allgemeine Basisniveau herausgehen. In Verbindung mit einer Arbeitslosen-, Hafpflicht-, und Unfallversicherung können Sie die Krankenkasse steuerlich absetzen.

Hier ist zu beachten, das die Unfallversicherung und andere Vorsorgeaufwendungen in der Krankenkasse steuerlich absetzen lassen, wenn ein Höchstbetrag von 2800 Euro bei Selbständigen nicht überschritten wird, bei Beamten und Angestellten beträgt der Betrag 1900 Euro, den Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar machen über dem Höchstbetrag ist nicht möglich, denn der Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung mit dem Höchstbetrag ausgeschöpft ist, werden die Versicherungen nicht mehr anerkannt.

Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar machen – auf einfachem Weg mehr als 1000 Euro sparen

Der Jenige der seine Beiträge um ein Jahr im Voraus zahlt kann sich die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar machen. Das zu versteuernde Einkommen kann durch das Krankenkasse steuerlich absetzen bei Selbständigen um 2800 Euro gesenkt werden. Bei einem Steuersatz von 42 Prozent kann also einKrankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar gemacht und eine Ersparnis von 1240 Euro erzielt werden. Ehepaare die ihren Krankenkassenbeitrag steuerlich absetzbar machen wollen können sich sogar den doppelten Preisvorteil sichern. Der legale Steuertrick die Krankenkasse steuerlich absetzen zu lassen funktioniert alle zwei Jahre, sodass sich die effektive Ersparnis zwar reduziert, jedoch kann immer noch viel Geld gesparrt werden.

Angebot und Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Falls Sie einen ausführlichen Vergleich zur privaten Krankenversicherung wünschen anhand von einer PKV Spezialsoftware , wo man alle Tarife am deutschen Markt gegenüberstellen kann, so senden Sie mir bitte eine Email zu ([email protected]):

Veröffentlicht wurde das auch auf einem grossen Online-Portal, nachlesen können Sie das hier:

Weitere Beiträge zur PKV auf meinem Blog

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

4 Kommentare zu “Steuertrick bei der GKV und PKV – Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar”

habe ich nicht verstanden!

KV Beiträge können immer voll angesetzt werden – richtig?!

Wenn ich nun noch in 2017 für 2018 vorauszahle, dann kann ich 2018 meine anderen versicherungen reinnehmen? zB die BU -> weil dann 2018 der maximalbeitrag von 2800 nicht erreicht ist, weil die KV ja schon 2017 eingeflossen ist?

i.E. kann man so seine restlichen Versicherungen noch absetzen – außer der KV?!

Danke für die Informationen.

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Finanzdienstleistungen Marco Mahling GmbH & Co. KG

Источники: http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/pkv-private-krankenversicherung-steuerlich-absetzbar/, http://www.kvzentrale.com/thema/private-krankenversicherung-steuerlich-absetzbar, http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/private-krankenversicherung-steuerlich-absetzbar-steuertrick/

Kfz versicherung steuerlich absetzbar

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Steuererklärung: Kfz-Versicherung absetzen

So senkt die Autoversicherung die Steuern

Steuerzahler aufgepasst: Die Kosten fьr Kfz-Haftpflicht kann jeder beim Finanzamt geltend machen. Selbststдndige haben sogar noch mehr Mцglichkeiten, ihre Steuerlast zu senken.

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Was kцnnen Arbeitnehmer absetzen?

Lohnt es sich, die Versicherung von der Steuer abzusetzen?

Video: Kfz-Versicherung (2017)

10 Tipps zum Versicherungswechsel

Kцnnen Arbeitnehmer noch mehr von der Steuer absetzen?

Wie dьrfen Selbststдndige die Kfz-Versicherung absetzen?

Autor: Michael Gebhardt

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Kfz versicherung steuerlich absetzbar

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Steuererklärung: Kfz-Versicherung richtig absetzen

Lesen Sie, wie Sie die Ausgaben für eine Kfz-Versicherung als Arbeitnehmer sowie als Selbstständiger absetzen.

Allgemeine Bedingungen

Wer die Kosten für die Kfz-Versicherung steuerlich absetzen will, muss Versicherungsnehmer des Fahrzeuges sein. Arbeitnehmer können nur die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht vollständig von der Steuer absetzen. Die optionale Kaskoversicherung ist nur bei Selbstständigen für die Steuer relevant.

Das Finanzamt kann von Ihnen einen schriftlichen Nachweis über die im entsprechenden Steuerjahr gezahlten Beiträge zur Kfz-Versicherung verlangen, um Ihre Angaben in der Steuererklärung überprüfen zu können. Als Beleg dient eine Kopie der jährlichen Beitragsrechnung der Autoversicherung. Hier sind die Beiträge für die einzelnen Versicherungsarten aufgeschlüsselt.

Regelung für Arbeitnehmer

Das Finanzamt erkennt bei Arbeitnehmern lediglich die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie die in der Beitragsrechnung separat ausgewiesene Unfallversicherung an. Der Grund: Es werden nur Policen berücksichtigt, die persönliche Lebensrisiken des Steuerzahlers abdecken. Sie können diese Ausgaben in der Anlage "Vorsorgeaufwand" in der Zeile 50 ("Unfall- und Haftpflichtversicherung") angeben.

Ob dies tatsächlich am Ende zu einer Steuererleichterung führt, ist in den meisten Fällen fraglich. Denn hier fließen auch andere Vorsorgeaufwendungen ein, zum Beispiel die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Der Gesetzgeber hat hierfür einen Höchstbetrag festgelegt. Dieser liegt bei 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbstständige. Wenn die Aufwendungen diese Summen übersteigen, wird die Differenz steuerlich nicht berücksichtigt.

Berufliche Nutzung des Pkw

Arbeitnehmer, die ihr Auto auch beruflich oder dienstlich nutzen, können die über das Jahr gemachten Fahrtwege zusätzlich in der Steuererklärung in der Anlage N unter dem Punkt "Werbungskosten" ab Zeile 31 eintragen.

Sie können die Kosten für die berufliche Nutzung des Wagens aber nur in der Erklärung für die zuständige Steuerbehörde geltend machen, wenn der Arbeitgeber Ihnen diese nicht bereits steuerfrei etwa in Form von Kilometerpauschalen erstattet.

Regelung bei Selbstständigen

Setzen Sie Ihr Auto im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit ein, gelten die Beiträge zur Kfz-Versicherung als Betriebsausgaben und mindern so den zu versteuernden Gewinn bzw. das zu versteuernde Einkommen.

Hier werden neben den Kosten für die Kfz-Haftpflicht auch die Ausgaben für eine eventuell abgeschlossene Kaskoversicherung mit berücksichtigt. Sie geben diese Beträge in Ihrer separaten Einnahmen-Ausgaben-Rechnung an, die Sie dem Finanzamt zukommen lassen.

Keine doppelte Absetzung möglich

Die Ausgaben für die Kfz-Versicherung können nicht noch zusätzlich als Vorsorgeaufwand abgesetzt werden.

Haben Sie Fragen?

Mo. bis So. 8:00 – 22:00 Uhr

Über den Redakteur

Zuständig für den Bereich Kfz-Versicherung. Seine Schwerpunkte sind Telematik, Elektromobilität und autonomes Fahren.

© 2017 CHECK24 Vergleichsportal für Versicherungsprodukte GmbH

Lohnsteuer kompakt FAQs

Die ganze Welt des Steuerwissen

Wie kann ich die Beiträge für meine Kfz-Versicherung absetzen?

Die Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung können in der Steuererklärung angegeben werden, sie sind als Sonderausgaben absetzbar. Der Beitragsteil, der sich auf die Kaskoversicherung bezieht, wird dagegen nicht vom Finanzamt anerkannt.

Der Grund: Es werden nur Policen berücksichtigt, die persönliche Lebensrisiken des Steuerzahlers abdecken und damit unter die Kategorie „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ fallen. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung zählt hingegen zu den Sachversicherungen. Ein Kaskoschutz kann daher von Privatpersonen nicht steuerlich abgesetzt werden.

Wer zumindest den Anteil zum Kfz-Haftpflichtschutz bei der Steuererklärung angeben will, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Kfz-Versicherungsbeitrag als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzen

Wenn Sie das Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und für Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nutzen und diese Fahrten mit der Entfernungspauschale steuerlich abrechnen, so ist mit der Entfernungspauschale auch der anteilige Haftpflichtversicherungsbeitrag abgegolten. Aber die Finanzverwaltung zeigt sich hier großzügig: Erlaubt ist, dass Sie den Versicherungsbeitrag aus Vereinfachungsgründen doch in voller Höhe als Sonderausgaben absetzen dürfen (R 10.5 EStR).

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    Источники: http://www.autobild.de/artikel/steuererklaerung-kfz-versicherung-absetzen-11122949.html, http://www.check24.de/kfz-versicherung/steuererklaerung/, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2017/419/wie_kann_ich_die_beitraege_fuer_meine_kfz-versicherung_absetzen

Doppelten haushaltsführung

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Doppelte Haushaltsführung

So sparen Sie Steuern mit der Zweitwohnung

  • Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort führt, kann grundsätzlich seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
  • Voraussetzung ist, dass Sie weiterhin einen eigenen Haushalt an Ihrem ersten Wohnort haben. Dieser muss der Lebensmittelpunkt sein.
  • Bis zu 1.000 Euro der monatlichen Unterkunftskosten am Beschäftigungsort können Sie als Werbungskosten absetzen.
  • Das Finanzgericht Düsseldorf ist – anders als die Finanzämter – der Meinung, dass zusätzlich die nachweisbaren Aufwendungen für Möbel, Gardinen, Lampen und Haushaltsartikel absetzbar sind. Diese wären dann auch absetzbar, wenn die monatliche 1.000-Euro-Grenze schon ausgeschöpft ist.
  • Ihre Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (innerhalb der ersten drei Monate) und etwaige Umzugskosten wirken sich ebenfalls steuermindernd aus.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

In Hamburg wohnen und in Berlin arbeiten: Arbeitnehmer müssen heutzutage flexibel und mobil sein. Der Fiskus belohnt das: Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Doppelte Haushaltsführung heißt das im Fachjargon.

Vier Voraussetzungen

Für eine doppelte Haushaltsführung müssen diese vier Punkte erfüllt sein:

Helfer für die Steuererklärung

  • Die Wohnung wird aus beruflichen Gründen bezogen.
  • Der Arbeitnehmer nutzt diese Zweitwohnung am Ort der „ersten Tätigkeitsstätte“, dem Beschäftigungsort. Auf jeden Fall sollte er von dieser Wohnung aus den Arbeitsplatz schneller erreichen können als von der Hauptwohnung.
  • Der Arbeitnehmer unterhält weiterhin außerhalb des Beschäftigungsorts seinen Hauptwohnsitz.
  • Dieser Hauptwohnsitz bildet zugleich seinen Lebensmittelpunkt.

Das Finanzamt berücksichtigt dann die Kosten der Zweitwohnung, Fahrtkosten, innerhalb der ersten drei Monate Zusatzkosten für die Verpflegung (Verpflegungsmehraufwendungen) und Umzugskosten. Ihre Mehraufwendungen können Sie als Werbungskosten abziehen, soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei erstattet hat. Eine anerkannte doppelte Haushaltsführung gilt unbefristet, das heißt über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes).

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Details und Beispiele in einem Schreiben vom 24. Oktober 2014 zusammengestellt (IV C 5 – S 2353/14/10002). Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 – S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen. Schließlich sind auch Fahrtkosten absetzbar.

Sie beantragen die doppelte Haushaltsführung, indem Sie die dritte Seite der Anlage N ausfüllen.

Freibetrag eintragen lassen

Weil eine doppelte Haushaltsführung in der Regel mit dauerhaften Zusatzkosten verbunden ist, können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens für sich nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dann müssen Sie aber auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

Berufliche Gründe

Eine doppelte Haushaltsführung muss beruflich veranlasst sein. Als Gründe zählen vor allem:

  • ein Wechsel des Beschäftigungsorts, weil Sie versetzt wurden,
  • ein Wechsel des Arbeitsplatzes,
  • die Aufnahme eines Beschäftigungs- oder Dienstverhältnisses außerhalb Ihres bisherigen Wohnorts und dessen Umgebung.

Immer geht es darum, dass von der Zweitwohnung aus die Tätigkeitsstätte schneller zu erreichen ist. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Eine doppelte Haushaltsführung ist ebenfalls beruflich begründet, wenn Sie Ihre Hauptwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegen – und anschließend am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt gründen, um von dort aus weiter Ihrem bisherigen Job nachzugehen (sogenannte Wegverlegungsfälle).

Eigener Haushalt

Damit der Fiskus eine doppelte Haushaltsführung berücksichtigt, müssen Sie an Ihrem Beschäftigungsort eine Zweitwohnung haben und einen eigenen Haushalt an einem anderen Ort führen, der Ihren Lebensmittelpunkt darstellt.

Ein eigener Haushalt setzt eine Ihren Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung voraus. Diese Wohnung muss Ihnen gehören, von Ihnen gemietet sein, oder Sie dürfen sie als Partner oder Ehegatte nutzen. Außerdem bestimmen Sie die Haushaltsführung selbst oder tragen wesentlich dazu bei.

Seit 2014 ist zudem eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung vorgeschrieben. Diese muss nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF) die Bagatellgrenze von 10 Prozent der monatlich anfallenden Kosten überschreiten. Hierzu zählen: Miete, Mietnebenkosten, Aufwendungen für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Während das BMF bei Ehegatten mit den Steuerklassen III, IV oder V immer eine finanzielle Beteiligung annimmt, ist sie in anderen Fällen nachzuweisen. Kritisch hinterfragt werden in der Praxis die Fälle, bei denen volljährige Kinder ein Zimmer im Elternhaus als Erstwohnsitz angeben.

Zimmer bei Eltern genügt nicht

Wenn Sie unentgeltlich ein Zimmer in der elterlichen Wohnung nutzen, gilt das nicht als eigener Hausstand. Sie müssen belegen können, dass Sie sich an den laufenden Kosten mit mindestens 10 Prozent beteiligen. Auch wer sich in einem Wohnmobil aufhält, unterhält keinen eigenen Haushalt. Dagegen kann ein eigener Hausstand vorliegen, wenn Sie im Haus Ihrer Eltern eine abgeschlossene Wohnung allein nutzen und hierfür zahlen.

Lebensmittelpunkt bestimmt Erstwohnsitz

Der Mittelpunkt Ihres Lebensinteresses muss sich auf Dauer am Erstwohnsitz befinden. Bei Verheirateten gilt in der Regel die Familienwohnung als Lebensmittelpunkt, wenn der Arbeitnehmer sie mindestens sechsmal im Jahr aufsucht. Bei Singles gilt als Lebensmittelpunkt der Ort, zu dem sie die engere persönliche Bindung haben. Wer seine Wohnung an diesem Ort weniger als zweimal im Monat besucht, sollte beispielsweise mit den Beziehungen zu Eltern, zum Lebenspartner, zur Verwandtschaft und zu Freunden argumentieren können oder auch mit der Mitgliedschaft in einem Verein.

Sonderfall Ausland: Wenn sich Ihr eigener Hausstand im Ausland befindet und deshalb weit von Ihrer Zweitwohnung entfernt ist, sollten Sie einmal im Jahr mindestens eine Heimfahrt antreten. Bei größeren Entfernungen (beispielsweise Japan oder Australien) kann auch eine Heimreise innerhalb von zwei Jahren ausreichen, damit das Finanzamt davon ausgeht, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt dort befindet. Anders als im Inland ist Voraussetzung für den Lebensmittelpunkt im Ausland außerdem, dass dort hauswirtschaftliches Leben herrscht, die Wohnung also dauerhaft bewohnt ist.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Kosten der Zweitwohnung

Unterkunftskosten: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Es werden allerdings nur nachweisbare Kosten bis zu 1.000 Euro im Monat berücksichtigt, also bis zu 12.000 Euro im Jahr. Soweit der monatliche Höchstbetrag nicht ausgeschöpft wird, kann das übrigegebliebene Volumen in andere Monate des Bestehens der doppelten Haushaltsführung im selben Kalenderjahr übertragen werden.

Auf die Größe der Wohnung oder die ortsübliche Vergleichsmiete kommt es bei Wohnungen in Deutschland nicht an. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Ausland sind die Kosten jedoch auf eine Wohnung mit maximal 60 Quadratmetern begrenzt.

Als Haustand gilt eine Miet- oder Eigentumswohnung, ein möbliertes Zimmer, ein Hotelzimmer oder auch eine Gemeinschaftsunterkunft. Vergessen Sie auch nicht, die Kosten zum Suchen und Besichtigen der Wohnung am Arbeitsort steuerlich abzusetzen (zum Beispiel die Maklerkosten).

Der auf 1.000 Euro begrenzte Höchstbetrag für die Unterkunft umfasst folgende Aufwendungen:

  • Miete,
  • Nebenkosten zum Beispiel für Heizung und Wasser,
  • Reinigungskosten,
  • Kosten für Sondernutzungen beispielsweise für den Garten oder für den Autostellplatz,
  • Rundfunkbeitrag,
  • Zweitwohnungssteuer und
  • speziell für Eigentümer die Positionen Abschreibung und Schuldzinsen.

Kosten für Einrichtung der Zweitwohnung: Umstritten ist, wie die Kosten für Hausrat und Einrichtungsgegenstände behandelt werden. Dazu zählen die Aufwendungen für Möbel, Lampen, Gardinen und Haushaltswaren für die Zweitwohnung. Das BMF verpflichtet per Schreiben vom 24. Oktober 2014 die Finanzämter dazu, dass sie in die 1.000-Euro-Monatsgrenze auch die Einrichtungskosten einbeziehen. Das Finanzgericht Düsseldorf hält dies für falsch, weil es keine gesetzliche Begründung dafür erkennen kann (Urteil vom 14. März 2017, Az. 13 K 1216/16). Folglich wären solche Kosten zusätzlich – und zwar grundsätzlich unbegrenzt – absetzbar. Ob dies tatsächlich möglich ist, muss der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden.

Geben Sie daher Ihre Einrichtungskosten komplett in der Steuererklärung an. Lehnt das Finanzamt dies ab, legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein. Verweisen Sie dabei auf das anhängige BFH-Verfahren mit dem Aktenzeichen (Az.) VI R 18/17. So können Sie Ihren Fall bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung offenhalten.

Haben Sie die Wohnung am Beschäftigungsort gekauft, können Sie zusätzlich Erhaltungsaufwendungen, Grundbesitzabgaben und Versicherungsbeiträge absetzen.

Möbel sofort abschreiben — ab 2018 sogar bis 952 Euro

Die Kosten der Möblierung und die nötige Ausstattung mit sonstigem Hausrat für die Zweitwohnung können Sie möglicherweise unbegrenzt geltend machen (zum Beispiel die zweite Waschmaschine), soweit sich diese in angemessenem Rahmen bewegen. Wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Gegenstand nicht die Nettogrenze von 410 Euro überschreiten (Bruttorechnungsbetrag 487,90 Euro), sind sie sofort und in voller Höhe abziehbar. Höhere Kosten müssen Sie über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen und abschreiben. Für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die Sie ab 2018 anschaffen, wird der Nettowert auf 800 Euro (brutto 952 Euro) je Gegenstand erhöht, beispielsweise ein Schrank. Wer also mit der Einrichtung noch warten kann, der sollte erst ab Januar 2018 einkaufen, um davon zu profitieren. Die Aufwendungen müssen belegbar sein.

Fahrtkosten: Zu den abziehbaren Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung gehören auch die Fahrtkosten aus Anlass des Wohnungswechsels zu Beginn und am Ende der doppelten Haushaltsführung sowie für wöchentliche Heimfahrten zum Haupthaushalt. Für die erste und letzte Fahrt dürfen Sie die tatsächlichen Kosten abrechnen oder pro gefahrenen Kilometer 30 Cent.

Für Familienheimfahrten gilt hingegen die Entfernungspauschale: Pro Entfernungskilometer werden 0,30 Euro anerkannt, wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto gefahren sind (kein Dienst- oder Firmenwagen). Weil es sich um eine Pauschale handelt, müssen Sie hierfür keine Belege abgeben. Allerdings kann das Finanzamt Sie trotzdem dazu auffordern, insbesondere dann, wenn Sie für jede Woche Fahrtkosten geltend machen. Denn die Entfernungspauschale ist nur für tatsächlich durchgeführte Familienheimfahrten anwendbar.

Falls Sie nicht jede Woche nach Hause gefahren sind, sollten Sie für solche Wochen wenigstens die Telefonkosten für ein Ferngespräch mit Angehörigen (bis zu einer Dauer von 15 Minuten) ansetzen. Auch Anteile der Grundgebühr oder der Flatrate-Gebühr sind ansetzbar.

Bei Heimreisen mit dem Zug, Flugzeug oder Bus können Sie die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Reisekosten absetzen.

Verpflegungsmehraufwendungen: Für höchstens drei Monate nach dem Einzug am neuen Arbeitsort können Sie Pauschbeträge für Verpflegung von der Steuer geltend machen. Für jeden Kalendertag, an dem Sie von Ihrer Hauptwohnung abwesend waren, werden die auch bei Auswärtstätigkeiten absetzbaren Beträge anerkannt. Entscheidend ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung am Lebensmittelpunkt. Maßgeblich sind folgende Beträge:

Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

Tipp: Wird die Tätigkeit in den ersten drei Monaten für mindestens vier Wochen unterbrochen, beginnt die dreimonatige Frist für die Verpflegungsmehraufwendungen erneut zu laufen. Dies gilt auch bei Krankheiten oder Urlauben. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen sind zugleich Höchstbeträge. Selbst wenn Sie unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie damit keine höheren Kosten geltend machen.

Umzugskosten: Ihre nachweisbaren Umzugskosten setzen Sie in tatsächlicher Höhe an. Eine Pauschale wird im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nicht angesetzt.

Wahlrecht für Vielpendler

Wenn Sie außerhalb Ihres Erstwohnsitzes am Beschäftigungsort wohnen, können Sie wählen: Entweder machen Sie Ihre kompletten Aufwendungen anlässlich einer doppelten Haushaltsführung (Unterkunftskosten, Verpflegungspauschale und eine wöchentliche Heimfahrt) geltend. Oder Sie setzen sämtliche Fahrtkosten für Ihre tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnung und Beschäftigungsort im Rahmen der Entfernungspauschale an. Dieses Wahlrecht können Sie bezüglich derselben doppelten Haushaltsführung allerdings nur einmal im Jahr ausüben.

Interessant ist diese Option zum Beispiel, wenn Sie mehr als einmal pro Woche an Ihren Lebensmittelpunkt zurückkehren und Ihre dadurch entstehenden Fahrtkosten die laufenden Kosten Ihrer Unterkunft am Beschäftigungsort und nur einer Familienheimfahrt überschreiten. Eine überschlägige Berechnung im Vorfeld lohnt sich also. Zumindest in dem Jahr, in dem Sie erstmals die doppelte Haushaltsführung geltend machen, ist der Abzug der kompletten Kosten meist günstiger. Schließlich können dann auch die Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten drei Monate abgesetzt werden.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Doppelte Haushaltsführung: Diese Kosten können Sie absetzen

Wer aus beruflichen GrГјnden eine Zweitwohnung am Arbeitsort hat, also einen doppelten Haushalt fГјhrt, kann einen Teil der Kosten absetzen.

Tobias‘ Arbeitsplatz liegt viele Kilometer von seinem Wohnort entfernt, daher hat er sich eine zweite Wohnung am Arbeitsort gesucht. In einem solchen Fall, liegt in der Regel eine doppelte HaushaltsfГјhrung vor, das heiГџt: Tobias hatВ einen Hauptwohnsitz und einen Zweitwohnsitz bzw. Nebenwohnsitz. An beiden Orten muss er einen kompletten Haushalt finanzieren.

Da diese doppelten Ausgaben beruflich motiviert sind, kann er einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen.

Wann erkennt das Finanzamt die doppelte HaushaltsfГјhrung an?

Grundvoraussetzung, um die Kosten einer zusätzlichen Wohnung von der Steuer absetzen zu können, ist die Anerkennung der Wohnung als Zweitwohnsitz. Folgende drei Kriterien müssen dafür erfüllt sein:

1. Sie benötigen die Zweitwohnung aus beruflichen Gründen, weil Sie zu weit von Ihrem Arbeitsort weg wohnen, um täglich zur Arbeit fahren zu können.

Früher galt das Prinzip, dass der Weg zur Arbeit "zumutbar" sein muss. Aber was bedeutet "zumutbar"? Darüber kam es immer wieder zu Streitfällen zwischen Steuerzahlern und Finanzämtern. Daher hat der Gesetzgeber im Jahr 2014 definiert, dass der Nebenwohnsitz einen bestimmten Abstand vom Arbeitsplatz haben muss: Er darf nur halb so weit von der Arbeit entfernt liegen wie der Erstwohnsitz. Gerechnet wird dabei mit der kürzesten Straßenverbindung.

Beispiel: Im Fall von Tobias beträgt die Entfernung von seinem Hauptwohnsitz zur Arbeit 150 Kilometer, daher darf seine Zweitwohnung nur höchstens 75 Kilometer vom Arbeitsort entfernt liegen.

Eine Nebenwohnung, die lediglich als Ferienort dient und nur in der Urlaubszeit besucht wird, ist kein Zweitwohnsitz – schließlich ist die Anschaffung nicht beruflich motiviert. Bei einer Blockhütte in den Bergen, beim Wochenendhaus am See oder bei der Gartenlaube akzeptiert das Finanzamt also nicht die doppelte Haushaltsführung. Je nach Stadt oder Region in Deutschland müssen Sie für die zusätzliche Wohnung außerdem eine sogenannte Zweitwohnungssteuer zahlen.

2. Ihr Zweitwohnsitz ist nicht Ihr „Lebensmittelpunkt“

Doppelte HaushaltsfГјhrung

Laut Statistischem Bundesamt führen in Deutschland etwa 391.000 Arbeitnehmer einen doppelten Haushalt. Der Wohnort dieser Arbeitnehmer liegt so weit vom Arbeitsort entfernt, dass ein tägliches Pendeln nicht möglich ist und sie sich eine Zweitwohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes suchen müssen.

Die Kosten für eine weitere Wohnung können Sie immer dann als doppelte Haushaltsführung absetzen, wenn der Nebenwohnsitz nicht zum "Lebensmittelpunkt" bzw. zum Hauptwohnsitz wird. Die entscheidende Frage lautet: Ist die Wohnung am Heimatort der Lebensmittelpunkt oder die Wohnung am Beschäftigungsort?

Folgende Kriterien zieht ein Finanzbeamter zu Rate, um diese Frage zu beantworten:

  • Größe und Ausstattung der beiden Wohnungen
  • Dauer und HГ¤ufigkeit der Aufenthalte
  • Absehbarkeit und Dauer der auswГ¤rtigen BeschГ¤ftigung
  • soziale Kontakte zur Familie, zu Freunden und Bekannten

Ein Beispiel: Tobias Arbeitskollegin Judith hat am Beschäftigungsort eine Wohnung, die größer ist als an ihrem Heimatort. Zudem ist sie häufiger und länger an Ihrem Zweitwohnsitz. Aus diesem Grund gilt Judiths Zweitwohnung in den Augen des Finanzamts als Lebensmittelpunkt. Die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung werden ihr folglich nicht anerkannt.

Die VLH empfiehlt Argumente dafГјr zu sammeln, dass Ihr Lebensmittelpunkt weiterhinВ am Hauptwohnort ist:

  • Belegen Sie mГ¶glichst viele Fahrten nach Hause, nГ¤mlich durch ein Fahrtenbuch.
  • Nehmen Sie keine Wohnung als Zweitwohnsitz, die größer ist als Ihre Wohnung am Hauptwohnsitz.
  • Vorteile haben Sie, wenn Sie soziale Bindungen an Ihrem Heimatort belegen kГ¶nnen, z. B. Mitgliedschaften bei einem Verein, kulturelle AktivitГ¤ten oder soziale Kontakte.

Fügen Sie alle Belege – also Fahrtenbuch, Kopie des Mietvertrags der zweiten Wohnung, Kopie von Vereinsmitgliedschaften, Theaterkarten usw. – Ihrer Steuererklärung bei.

Das ist Ihnen zu aufwendig? Die Beraterinnen und Berater der VLH kennen sich in Sachen doppelter Haushaltsführung aus und helfen Ihnen gerne weiter. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Beratersuche.

3. Sie zahlen mindestens 10 Prozent der Kosten am Hauptwohnsitz

Seit einigen Jahren gilt die Regel: Als Mieter einer zweiten Wohnung müssen Sie mehr als 10 Prozent der laufenden Kosten (Miete, Nebenkosten) am Hauptwohnsitz bezahlen. Nur dann können Sie die Kosten für den Zweitwohnsitz als doppelte Haushaltsführung beim Finanzamt geltend machen. Die Regelung trifft zum Beispiel die meisten Azubis und einige Studierende. Diese können, weil sie kostenlos bei den Eltern leben, keine zweite Wohnung am Ausbildungsort steuerlich geltend machen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Student kann Miete absetzen.

Nicht nur Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner können einen doppelten Haushalt führen, auch bei Alleinstehenden ist das möglich. So beispielsweise bei wirtschaftlich selbstständigen und berufstätigen Kindern, die mit Ihren Eltern in einem gemeinsamen Haushalt leben. Wenn das Kind am weit entfernt liegenden Arbeitsplatz eine Zweitwohnung nutzt, die nur als Schlafplatz dient und es durchschnittlich zwei Mal im Monat nachhause fährt, können die Kosten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend gemacht werden. Das geht auf ein Urteil am Finanzgericht München zurück (Aktenzeichen 15 K 1981/12).

Gemietete Nebenwohnung: Folgende Ausgaben können Sie absetzen

Da Tobias alle drei Kriterien einer doppelten Haushaltsführung erfüllt, kann er einen Teil der Kosten, die er für seinen Zweitwohnsitz zahlt, als Werbungskosten in seiner Steuererklärung geltend machen. Wichtig: Als Kosten für eine Unterkunft in Deutschland sind seit 2014 nur maximal 1.000 Euro im Monat absetzbar. Dazu gehören folgende Kosten:

  • Miete
  • Nebenkosten (z. B. Heizung, Wasser, Strom)
  • Kosten fГјr die Reinigung von Keller oder Treppenhaus
  • Kosten fГјr die MГјllabfuhr, den Schornsteinfeger oder die StraГџenreinigung
  • RundfunkgebГјhren
  • Kosten fГјr einen Kfz-Stellplatz
  • Zweitwohnungssteuern: Die Zweitwohnungssteuer muss nur in bestimmten FГ¤llen gezahlt werden. Generell befreit von der Steuer sind beispielsweise Verheiratete, die nur aus beruflichen GrГјnden eine Nebenwohnung unterhalten. Das entschied das Bundesverfassungsgericht.
  • Kosten fГјr Sondernutzungen: Beispielsweise wenn ein Garten mit zur Zweitwohnung gehГ¶rt und Sie selbst die Kosten fГјr die Pflege des Gartens tragen mГјssen.

Zusätzlich zu den Unterkunftskosten kann Tobias weitere Werbungskosten steuerlich geltend machen:

  • Maklerkosten: Kosten fГјr die Suche Ihrer Zweitwohnung, also Anzeigen im Internet oder in der Zeitung sowie MaklergebГјhren.
  • Umzugskosten: Dazu gehГ¶ren Kosten fГјr Kartons, Umzugswagen oder EinrГ¤umhelfer. Weitere Details erfahren Sie in unserem Гњberblick Umzug aus beruflichen GrГјnden: Kosten absetzen.
  • Renovierungsarbeiten wie Streichen, Tapezieren, Teppich ausbessern oder Parkett abschleifen
  • Kosten fГјr "notwendige" EinrichtungsgegenstГ¤nde wie KГјche, Bett, Schrank, Tisch, StГјhle, KГјhlschrank, Duschvorhang oder Nachttisch. So entschied 2017 das FG DГјsseldorf (Aktenzeichen 3 K 1216/16 E). Das Urteil ist allerdings beim BFH zu Revision zugelassen. Dabei gilt: EinrichtungsgegenstГ¤nde, die nicht mehr als 410 Euro netto kosten, kГ¶nnen Sie noch im Anschaffungsjahr steuerlich geltend machen. EinrichtungsgegenstГ¤nde, die dagegen den Nettowert von 410 Euro Гјbersteigen, mГјssen Sie Гјber mehrere Jahre abschreiben. Das nennt sich auch Absetzung fГјr Abnutzung (AfA).
  • Kosten fГјr ein hГ¤usliches Arbeitszimmer
  • Fahrtkosten fГјr eineВ Fahrt nach Hause unter der Woche: 30 Cent fГјr die einfache StreckeВ oder stattdessen ein 15-minГјtiges TelefongesprГ¤ch einmal in der Woche zu einem Euro pro GesprГ¤chsminute.
  • Verpflegungsmehraufwand: Innerhalb der ersten drei Monate kГ¶nnen Sie fГјr jeden Tag, den Sie an Ihrem Zweitwohnsitz am Arbeitsort verbringen, pauschal 24 Euro fГјr Essen und Trinken als Werbungskosten geltend machen.

Für die Steuererklärungen 2014, 2015 und 2016 gelten die neuen Regeln. Erstellen Sie aber eine Steuererklärung für das Jahr 2013 oder die Jahre davor, werden die alten Regeln zur Entfernung und zur Höhe der absetzbaren Kosten berücksichtigt:

Bis Ende 2013 spielte es keine Rolle, wie weit die Zweitwohnung vom Arbeitsplatz entfernt war. Es galt lediglich, dass die Entfernung "zumutbar" sein musste.

Wenig konkret war auch die Obergrenze fГјr die Kosten der Zweitwohnung. Als Maximalwert fГјr die Mietkosten galt der Betrag, der fГјr eine 60 Quadratmeter groГџe Wohnung in der jeweiligen Wohngegend Гјblich war. Die Folge: Wer in der MГјnchner Innenstadt eine Nebenwohnung hatte, konnte mehr Kosten absetzen als ein Arbeitnehmer mit einer zweiten Wohnung in der brandenburgischen Provinz.

Gekaufte Nebenwohnung: Diese Kosten können Sie absetzen

Auch wenn Tobias seine Zweitwohnung kaufen statt mieten würde, könnte er die oben genannten Werbungskosten als doppelte Haushaltsführung von der Steuer absetzen. Hinzu kämen die jährliche Abschreibung der Anschaffungskosten, Zinsen für den Kauf der Wohnung aufgenommener Kredite, Renovierungskosten, Nebenkosten und die Zweitwohnungssteuer.

Wichtig: Auch hier gilt, dass maximal 1.000 Euro monatlich geltend gemacht werden dГјrfen.

Mit dem Partner in der zusätzlichen Wohnung wohnen – und trotzdem Kosten absetzen

Tobias ist verheiratet und lebt mit seiner Ehepartnerin gemeinsam am Zweitwohnsitz. Daher muss sein Finanzamt anhand des Einzelfalls prüfen, ob die Hauptwohnung noch der Lebensmittelpunkt ist und somit eine doppelte Haushaltsführung vorliegt (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 16/14). Das gilt sowohl, wenn er und seine Partnerin berufstätig sind, unter der Woche gemeinsam in Ihrer Zweitwohnung leben und von dort aus zu Ihrer Arbeitsstelle fahren, als auch, wenn ein Partner nicht berufstätig ist und dennoch die Woche über in der zweiten Wohnung lebt.

Erkennt das Finanzamt Ihren Zweitwohnsitz an, dann gilt:

  • Fall 1: Beide Eheleute bzw. Lebenspartner sind berufstГ¤tig

Dann kann jeder von Ihnen die Kosten für die Nebenwohnung von der Steuer absetzen, nämlich die Unterkunftskosten jeweils zur Hälfte. Das sind maximal 1.000 Euro pro Monat für jeden. Sie sowie Ihr Partner können außerdem in den ersten drei Monaten die vollen Verpflegungspauschbeträge geltend machen (BMF-Schreiben vom 30.9.2013 und BStBl. 2013 I S.1279, Tz. 100).

  • Fall 2: Nur ein Partner ist berufstГ¤tig, der andere nicht

    Dann trägt nur die berufstätige Person die Zweitwohnungskosten in die Steuererklärung ein.

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    Doppelte Haushaltsführung

    Bei einer doppelten Haushaltsführung unterhält der Steuerpflichtige neben seiner Wohnung, in der er seinen Hausstand führt oder seine Familie lebt, aufgrund einer beruflichen Veranlassung eine zweite Wohnung am Arbeitsort.

    In den meisten Fällen kommt es zu einer doppelten Haushaltsführung, wenn der Arbeitnehmer versetzt wird oder wenn er eine neue Arbeitsstelle außerhalb seines Wohnorts antritt. Eine doppelte Haushaltsführung wird auch dann anerkannt, wenn der bisherige Haupthausstand vom Beschäftigungsort wegverlegt wird und der Steuerpflichtige an seinem Beschäftigungsort eine Zweitwohnung mietet oder seinen bisherige Haupthausstand am Arbeitsort zu seiner Zweitwohnung macht (Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 10.12.2009, IV C 5 – S 2352/0).

    Aufwendungen, die aufgrund der doppelten Haushaltsführung entstehen, können Steuerpflichtige als Werbungskosten bei ihren Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend machen. Alternativ kann der Arbeitgeber den entstandenen Mehraufwand steuerfrei ersetzen.

    Als notwendiger Mehraufwand aufgrund einer doppelten Haushaltsführung kommen zum Beispiel folgende Aufwendungen in Betracht:

    eine wöchentliche Heimfahrt,

    Aufwendungen für Familien-Ferngespräche,

    Fahrtkosten zu Beginn und zum Ende der doppelten Haushaltsführung,

    Aufwendungen für die Zweitwohnung (z.B. Miete, Einrichtung),

    Verpflegungsmehraufwand für einen Zeitraum von drei Monaten.

    Falls der Tätigkeit am Beschäftigungsort eine Dienstreise vorangegangen war, ist deren Dauer auf die Dreimonatsfrist anzurechnen. Die Dreimonatsfrist beginnt erneut, wenn sie für mindestens einen Monat unterbrochen und die bisherige Wohnung am Beschäftigungsort nicht beibehalten worden war. Urlaub und Krankheit gelten jedoch nicht als Unterbrechung.

    Ein eigener Hausstand kann auch dann unterhalten werden, wenn der Erst- oder Haupthausstand gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil geführt wird. Einer gleichmäßigen Beteiligung des Kindes an den laufenden Haushalts- und Lebenshaltungskosten bedarf es hierfür nicht. Eine Beteiligung von mehr als 10 % an den Kosten wird als ausreichend angesehen (BFH, Urteil vom 16.1.2013, VI R 46/12).

    Bei einer aus privaten Motiven nicht angetretene wöchentliche Familienheimfahrt kann eine im Gegenzug erfolgte Besuchsfahrt des anderen Ehepartners nicht als Familienheimfahrt anerkannt werden (BFH, Beschluss vom 2.2.2011, VI R 15/10).

    Voraussetzung für eine doppelte Haushaltsführung ist nicht, dass dem Steuerpflichtige am Ort seines Lebensmittelpunktes eine eigene Küche zur Verfügung steht (BFH, Urteil vom 28.10.2009, VIII R 13/09).

    Eine doppelte Haushaltsführung bleibt beim Verlegen des Familienwohnsitzes von der Wohnung des einen Ehepartners zu der Wohnung des anderen Ehepartners weiter bestehen (BFH, Urteil vom 30.10.2008, VI R 10/07).

    Mit dem Flugzeug zurückgelegte Familienheimfahrten (= Wegstrecke zwischen dem Familienwohnsitz und der Wohnung am Beschäftigungsort) sind mit den tatsächlichen Flugkosten und nicht mit der Entfernungspauschale anzusetzen (Bundesfinanzhof, Urteil vom 18.7.2006, I R 51/05).

    Gesetze und Urteile (Quellen)

    BMF 30.9.2013, IV C 5 – S 2353/13/10004, Rz. 93 ff.

    BFH 18.4.2013, VI R 29/12

    BFH 16.1.2013, VI R 46/12

    Doppelte Haushaltsführung: Alle Steuervorteile für die Zweitwohnung am Arbeitsplatz

    Bei vielen Angestellten und Beamten befindet sich der Arbeitsplatz weiter entfernt von der Hauptwohnung. Da benötigt man am Beschäftigungsort eine Unterkunft oder Zweitwohnung und schon liegt eine doppelte Haushaltsführung nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG vor. Nach neuer Rechtsprechung gilt das auch, wenn Sie Ihre Hauptwohnung vom Arbeitsort wegverlegen.

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    Источники: http://www.finanztip.de/doppelte-haushaltsfuehrung/, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/pendeln/doppelte-haushaltsfuehrung-diese-kosten-koennen-sie-absetzen.html, http://www.steuertipps.de/lexikon/d/doppelte-haushaltsfuehrung

    Rente lohnsteuer

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    Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?

    Als Rentner müssen Sie nach den gleichen Regeln eine Steuererklärung abgeben wie alle anderen Steuerzahler auch: Unterschieden wird danach, ob Sie Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen oder nicht.

    Wenn Sie keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit haben

    Beziehen Sie oder Ihr Ehepartner eine Rente, regeln § 25 Abs. 3 EStG i. V. m. § 56 EStDV , ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen. Diese Vorschriften betreffen Sie auch, wenn Sie neben der Rente eventuell noch folgende Einkünfte haben:

    Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;

    Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit;

    nicht der Abgeltungsteuer unterliegende Kapitaleinkünfte;

    pauschal versteuerter oder steuerfreier Arbeitslohn.

    Maßgebend für die Abgabepflicht ist der Gesamtbetrag der Einkünfte.

    Abgabepflicht für Rentner ohne Arbeitslohn und Versorgungsbezüge:

    Alleinstehende müssen eine Steuererklärung abgeben

    für 2016, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 8.652 € beträgt;

    für 2015, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 8.472 € beträgt;

    für 2014, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 8.354 € beträgt.

    Verheiratete müssen eine Steuererklärung abgeben

    für 2016, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 17.304 € beträgt;

    für 2015, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 16.944 € beträgt;

    für 2014, wenn ihr Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr mehr als 16.708 € beträgt;

    Da Renten nicht in voller Höhe steuerpflichtig sind, bleiben viele Rentner ohne weitere Einkünfte mit ihren steuerpflichtigen Einkünften unter dieser Grenze, wo keine Steuer anfällt und deshalb keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht. Das aber ändert sich künftig: Denn für jeden neuen Rentnerjahrgang steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente. Deshalb werden künftig immer mehr Neurentner eine Steuererklärung abgeben müssen.

    Nicht immer fällt tatsächlich Einkommensteuer an!

    Aber selbst wenn Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte die Grenze des § 56 EStDV übersteigt, ist damit noch nicht gesagt, ob auch tatsächlich Einkommensteuer zu zahlen ist. Denn die meisten Rentner können Sonderausgaben abziehen (z. B. Spenden, Versicherungsbeiträge usw.) und häufig liegen auch noch außergewöhnliche Belastungen vor (z. B. Krankheitskosten oder Behinderten-Pauschbeträge), die das steuerpflichtige Einkommen weiter mindern. Deshalb müssen viele Rentner überhaupt keine Steuer mehr zahlen, weil ihr zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt.

    Mit Einkünften auf Lohnsteuerkarte

    Für Rentner, die neben ihrer Rente auch noch Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit beziehen, bestimmt sich die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung wie bei Arbeitnehmern nach § 46 EStG. Betroffen sind Rentner, die zu diesem Personenkreis gehören:

    sie beziehen eine Rente, daneben auch noch Versorgungsbezüge;

    ein Ehepartner bezieht Versorgungsbezüge, der andere eine Rente;

    ein Ehepartner ist bereits Rentner, der andere arbeitet noch;

    sie sind Rentner, beziehen aber zusätzlich Arbeitslohn.

    Nebeneinkünfte, die nicht höher sind als 410 €, bleiben steuerfrei – egal wie hoch das zu versteuernde Einkommen ist. Nebeneinkünfte zwischen 410 € und 820 € werden ermäßigt besteuert.

    Mit der SteuerSparErklärung für Rentner erstellen Sie nicht nur Ihre Steuererklärung im Handumdrehen, sondern Sie bekommen auch noch viele weitere hilfreiche Steuertipps speziell für Rentner und Pensionäre.

    Nebeneinkünfte und Altersentlastungsbetrag

    Bei der 410,00-Euro-Grenze gelten für Rentner die gleichen Vorschriften wie für Arbeitnehmer. Eine Besonderheit gibt es jedoch im Zusammenhang mit dem Altersentlastungsbetrag.

    Bei der Prüfung, ob Sie mit Ihren Nebeneinkünften unter der 410,00-Euro-Grenze liegen, wird der auf die Nebeneinkünfte entfallende Teil des Altersentlastungsbetrags abgezogen. Denn Nebeneinkünfte, die nach Abzug des Altersentlastungsbetrags unter 410 € liegen, sollen von vornherein nicht besteuert werden und auch zu keiner Veranlagungspflicht führen. Der nach dieser Saldierung verbleibende Betrag ist gleichzeitig der Betrag, der als Härteausgleich vom Einkommen abgezogen wird, also steuerfrei bleibt. Am Altersentlastungsbetrag selbst ändert sich dadurch nichts.

    Hiervon nicht betroffen sind Sie, wenn Ihnen der Altersentlastungsbetrag gar nicht zusteht, da Sie zu Beginn des Jahres noch nicht das 64. Lebensjahr vollendet haben, oder wenn ihre Nebeneinkünfte ausschließlich aus Renten bestehen. Denn für Renten gibt es keinen Altersentlastungsbetrag.

    Bestehen Ihre Nebeneinkünfte nicht (nur) aus Renten, so können sie auch durch den Altersentlastungsbetrag begünstigt sein. Das gilt für Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Suchen Sie aus den folgenden drei Varianten die auf Sie zutreffende heraus, und die Berechnung der 410,00-Euro-Grenze ist ganz einfach:

    Sie beziehen keinen Arbeitslohn aus einer aktiven Beschäftigung: In diesem Fall entspricht der auf die Nebeneinkünfte entfallende Altersentlastungsbetrag dem vollen Altersentlastungsbetrag, da dieser ausschließlich für die begünstigten Nebeneinkünfte gewährt wird.

    Ihr Arbeitslohn aus einer aktiven Beschäftigung liegt über 4.747 €: In diesem Fall wird der Altersentlastungsbetrag bereits durch den Arbeitslohn ausgeschöpft. Auf die Nebeneinkünfte entfällt somit überhaupt kein Altersentlastungsbetrag, da man immer davon ausgeht, dass dieser zunächst vom Arbeitslohn berechnet wird. Sie können daher bei Ermittlung der 410,00-Euro-Grenze den Altersentlastungsbetrag völlig weglassen.

    Ihr Arbeitslohn aus einer aktiven Beschäftigung liegt unter 4.748 €: In diesem Fall muss ermittelt werden, welcher Teil des Altersentlastungsbetrags auf den Lohn und welcher auf die Nebeneinkünfte entfällt. Der auf die Nebeneinkünfte entfallende Teil des Altersentlastungsbetrags ist die Differenz zwischen 40 % des Arbeitslohns und dem gesamten Altersentlastungsbetrag.

    Das Finanzamt berücksichtigt den Altersentlastungsbetrag aufgrund Ihres Geburtsdatums von sich aus. Sie brauchen ihn also in der Steuererklärung nicht extra beantragen.

    Hintergrund: Änderungen ab 2005 durch das Alterseinkünftegesetz

    Seit 2005 hat sich die Besteuerung von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung grundlegend geändert. Betroffen sind alle Rentenzahlungen – auch Renten, die bereits vor dem 1.1.2005 begonnen haben (sog. Bestandsrenten).

    Schrittweiser Übergang zur nachgelagerten Besteuerung:

    Alle Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden seit 2005 steuerlich gleich behandelt. Es wird nicht mehr danach unterschieden, ob es sich um eine lebenslange Leibrente (z. B. die Altersrente) oder um eine abgekürzte Leibrente (z. B. die Erwerbsminderungsrente) handelt.

    Maßgebend ist nicht mehr der Ertragsanteil, sondern der Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn. Der andere steuerfreie Teil der Jahresrente wird als Rentenfreibetrag vom Finanzamt festgeschrieben und gilt in dieser Höhe für die gesamte Laufzeit der Rente.

    Für in 2005 bereits bestehende Renten (Bestandsrenten) beträgt der Besteuerungsanteil 50 %. Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen nach 2005 sind aber in voller Höhe steuerpflichtig.

    Für Renten, die ab 2006 beginnen, steigt der Besteuerungsanteil – je nach Jahr des Rentenbeginns (Rentnerjahrgang) – bis zum Jahr 2020 schrittweise um zwei Prozentpunkte jährlich auf 80 % und danach um einen Prozentpunkt jährlich auf 100 % ab dem Jahr 2040. Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen in den Folgejahren sind aber in voller Höhe steuerpflichtig.

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    Wann muss ich als Rentner Steuern zahlen? Und wie viel?

    Sobald Sie als Rentner mit Ihrem Einkommen Гјber dem steuerfreien Grundfreibetrag liegen, mГјssen Sie Steuern zahlen. Immerhin: Ihnen steht ein sogenannter Rentenfreibetrag zu.

    Seit 1. Januar 2005 ist das AlterseinkГјnftegesetz in Kraft. Demnach gilt bei Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die nachgelagerte Besteuerung, auch Rentensteuer genannt.

    Wie viel Rente Sie tatsächlich versteuern müssen, hängt ausschließlich vom Jahr Ihres Renteneintritts ab:

    • Wer 2005 und frГјher in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern;
    • ab 2006 sind 52 Prozent der Rente steuerpflichtig;
    • ab 2007 sind es 54 Prozent;
    • ab 2010 sind es 60 Prozent;
    • ab 2015 sind es 70 Prozent;

    Aktuell mГјssen Rentner also nur einen Teil der Rente versteuern. Der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss, wird Rentenfreibetrag genannt. Das sind 2017 immerhin 26 Prozent der Rente. Der Rentenfreibetrag richtet sich Гјbrigens nur nach dem Jahr Ihres Rentenbeginns.

    Im Klartext: Wer bereits 2004 in Rente gegangen ist, hat einen Rentenfreibetrag von 50 Prozent der Jahresbruttorente 2005. Der Rentenfreibetrag ist ein fester Eurobetrag, der in den Folgejahren unverГ¤ndert bleibt – auch wenn die Rente durch Rentenanpassungen steigt.

    Auch derВ Bundesfinanzhof (BFH) hГ¤lt die Besteuerung von gesetzlichen Altersrenten fГјr verfassungskonform. In mehreren Urteilen kamen die obersten Richter zu dem Schluss, dassВ durch die Rentenbesteuerung grundsГ¤tzlichВ keine verfassungswidrige Doppelbesteuerung vorliegt.В

    Wann muss ich als Rentner eine Steuererklärung abgeben?

    Sie als Rentner müssen dann eine Steuererklärung abgeben, wenn Ihre Jahreseinnahmen über dem Grundfreibetrag liegen. Dieser Grundfreibetrag wird vom Gesetzgeber immer mal wieder angepasst, hier eine Übersicht der letzten Jahre:

    Wichtig: Jeder Rentner muss eine Steuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt ihn dazu auffordert. Anderslautende Mitteilungen des Finanzamts vor 2005 sind durch das Alterseinkünftegesetz hinfällig. Unser Rat: Erhalten Sie eine entsprechende Aufforderung vom Finanzamt, sollten Sie zügig reagieren. Das Finanzamt wird sonst Ihre steuerliche Situation schätzen – und das kann zu empfindlichen Steuernachzahlungen führen. Abhängig von der Höhe der Nachzahlungen kann außerdem ein Verspätungszuschlag oder Zwangsgeld festgesetzt werden.

    Einen schnellen Гњberblick gibt Ihnen auch unser Video zum Thema Rente und Steuern:

    Welche Steuersätze gelten für mich als Rentner?

    In Deutschland wird die Einkommensteuer nach dem progressiven Steuersatz berechnet. FГјr Rentner wie fГјr Arbeitnehmer heiГџt das: Je hГ¶her das Einkommen, desto hГ¶her ist der Steuersatz.В

    Sie als alleinstehender Rentner mГјssen keine Einkommensteuer zahlen. Ehepaare in Rente zahlen keine Einkommensteuer bei einem Jahreseinkommen von bis zu 17.640 Euro.

  • 8.821 Euro bis 13.469 Euro Jahreseinkommen

    Sie als alleinstehender Rentner mГјssen mit einer Einkommenssteuer zwischen einem Prozent und 7,2 Prozent rechnen. FГјr Ehepaare in Rente gilt der gleiche Steuersatz bei doppelt so hohem Jahreseinkommen.

  • 13.470 Euro bis 52.881 Euro Jahreseinkommen

    Sie als alleinstehender Rentner zahlen zwischen 7,2 undВ 26,5 Prozent Einkommensteuer. FГјr Ehepaare in Rente gilt der gleiche Steuersatz bei doppelt so hohem Jahreseinkommen.

  • 52.882 Euro bis 250.730 Euro Jahreseinkommen

    Sie als alleinstehender Rentner mГјssen 26,5 bis 38,7 Prozent Einkommensteuer zahlen. FГјr Ehepaare in Rente gilt der gleiche Steuersatz bei doppelt so hohem Jahreseinkommen.В

  • Ab 250.731 Euro Jahreseinkommen

    Sie als alleinstehender Rentner zahlen den Spitzensteuersatz von 45 Prozent. Ehepaare in Rente mГјssten ein Jahreseinkommen von mehr als 501.462 Euro beziehen, um den Spitzensteuersatz von 45 Prozent zu zahlen.

  • Ein Beispiel: Walter bekommt aktuell 18.000 Euro Rente im Jahr. Weil er 2005 in Rente gegangen ist, muss er 50 Prozent davon versteuern. Das sind 9.000 Euro. Walter und seine Ehefrau haben keine weiteren Einnahmen und liegen damit unter dem jГ¤hrlichen Grundfreibetrag von 17.640 Euro fГјr Ehepaare. Sie mГјssen keine Einkommensteuer zahlen.

    WГ¤re Walter unverheiratet, wГјrde er mit 9.000 Euro zu versteuernder Jahresrente knapp Гјber dem Grundfreibetrag von 8.820 Euro fГјr Singles liegen. FГјr 180В Euro mГјsste Walter Einkommensteuer zahlen, also ungefГ¤hr zwischen einem und 7 Prozent. (Ein Hinweis zu unserem Beispiel: RentenanpassungsbeitrГ¤ge bleiben hier unberГјcksichtigt.)В

    Stirbt die Ehefrau von Walter, so wird ihm im Todesjahr noch der doppelte Grundfreibetrag gewährt. Das gilt auch für das Folgejahr – erst im zweiten Jahr nach dem Tod des Ehepartners wird Walter vom Finanzamt einzeln veranlagt. Für ihn gilt dann nur noch der einfache Grundfreibetrag von 8.820 Euro.

    Dank RentenerhГ¶hung plГ¶tzlich steuerpflichtig – was nun?

    Jedes Jahr zum 1. Juli legt die Bundesregierung die Anpassung der Renten fest. So wurden im vergangenen Jahr 2015 die Renten um etwa 2 Prozent erhГ¶ht. Auch 2016В durften sich die RuhestГ¤ndler freuen: Zum Juli konnten sie mit etwa fГјnf Prozent mehr rechnen – das ist das stГ¤rkste Rentenplus seit 23 Jahren. Einige Rentner fГјrchten nun, dass sie durch die RentenerhГ¶hung plГ¶tzlich Steuern zahlen mГјssen. Doch diese Sorge ist meistens unbegrГјndet.В

    Ein Beispiel: Bernhard ist Single, wohnt in Mannheim und bekommt 1.400 Euro Rente im Monat. Da er vor 2005 in Rente gegangen ist, muss er 50 Prozent seiner Rente versteuern, also 700 Euro. Das sind 8.400 Euro im Jahr. Damit liegt er 2015 eigentlich unter dem Grundfreibetrag von 8.472 Euro. Er muss keine Steuern zahlen. (Ein Hinweis zu unserem Beispiel: RentenanpassungsbeitrГ¤ge bleiben hier unberГјcksichtigt.)В

    Im Sommer 2015 wurden jedoch die Renten für die alten Bundesländer um 2,1 Prozent angehoben (neue Bundesländer 2,5 Prozent). Mit der Rentenerhöhung bekommt Bernhard nun 29,40 Euro mehr, also insgesamt 1.429,40 Euro im Monat. Damit steigt sein Jahreseinkommen auf 16.976,40 Euro:

    Jan. – Juli: 1.400,00 Euro Rente x 6 = 8.400,00 Euro

    Juli – Dez.: 1.429,40 Euro Rente x 6 = 8.576,40 Euro

    8.400,00 Euro + 8.576,40 Euro = 16.976,40 Euro – 8.400 Euro (steuerfreier Teil) = 8.576,40 Euro

    Bernhard übersteigt den Grundfreibetrag 2015 nun um 104,40 Euro. Damit ist er zunächst zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Es bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Bernhard auch Steuern zahlen muss, denn von seinen Jahreseinnahmen kann er jetzt noch beispielsweise Krankheitskosten, Spenden und sogar Werbungskosten abziehen.

    Muss ich als Rentner zusätzliche Einnahmen versteuern?

    Ja, egal ob Sie eine gesetzliche Altersrente oder andere gesetzliche Renten beziehen – auf zusätzliche Einkünfte sind Steuern fällig, sobald Sie mit Ihrem Einkommen als Alleinstehender über 8.652 Euro im Jahr liegen. Wie hoch die Steuern tatsächlich sind, hängt dabei auch von der Art der Einkünfte ab. Denn Einnahmen aus selbständiger oder nicht selbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung, aus privaten Renten oder Kapitaleinnahmen werden steuerlich unterschiedlich behandelt.

    Welche Steuervorteile gibt es fГјr Rentner?

    Unabhängig davon, ob Sie Ihre Rente finanziell aufbessern wollen oder neu in Rente gehen, in den kommenden Jahren müssen immer mehr Ruheständler auf Ihre Rente Steuern zahlen. Doch genau wie Arbeitnehmer können auch Sie als Rentner Ihr zu versteuerndes Einkommen senken, etwa mit sogenannten Freibeträgen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Steuervorteile für Rentner:

    Dazu gehören zum Beispiel Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung oder auch zur privaten Haftpflichtversicherung und Spenden. Mehr dazu in unserem Steuer ABC Was sind Sonderausgaben?.

  • AuГџergewГ¶hnliche Belastungen

    Dazu gehören zum Beispiel Arzt- und Medikamentenrechnungen, Krankheits-, Pflegeheim- oder Beerdigungskosten. Mehr dazu in unserem Steuer ABC Was sind außergewöhnliche Belastungen?.

  • Werbungskosten

    Dazu gehören zum Beispiel Gewerkschaftsbeiträge oder Kosten für einen Renten- oder Versicherungsberater. Mehr dazu in unserem Steuer-Tipp Rentner können Werbungskosten von der Steuer absetzen.

  • Behinderten-Pauschbetrag

    Steuerlich entlastende Freibeträge gibt es auch speziell für behinderte Rentner. Der Behinderten-Pauschbetrag deckt alle regelmäßigen Kosten ab, die typisch für die Behinderung sind. Dazu gehören zum Beispiel Kosten für Medikamente oder für den erhöhten Wäschebedarf. Die Höhe des Pauschbetrages richtet sich nach dem Grad der Behinderung. Mehr dazu in unserem Steuer ABC Was ist der Behinderten-Pauschbetrag?.

  • Altersentlastungsbetrag

    Rentner, die über 64 Jahre alt sind, können mit dem Altersentlastungsbetrag Ihr zu versteuerndes Einkommen um gegebenenfalls maximal 1.900 Euro im Jahr senken. Wie hoch der Altersentlastungsbetrag für Sie ausfällt, hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Haben Sie zum Beispiel im Jahr 2009 Ihren 64. Geburtstag gefeiert, erhalten Sie einen Altersentlastungsbetrag von maximal 1.520 Euro. Eine Übersicht dazu können Sie hier einsehen: Einkommenssteuergesetz (EStG) § 24 Altersentlastungsbetrag. Wichtig: Für alle, die nach dem 1. Januar 1975 geboren sind, entfällt der Altersentlastungsbetrag.

    Wenn Sie als Rentner die volle Rente beziehen und einen Minijob – auch 450-Euro-Job genannt – ausГјben, mГјssen Sie darauf keine Steuern zahlen. Anders kann das aussehen, wenn es um einen sozialversicherungspflichtigen Nebenberuf geht. Alle Details dazu erfahren Sie in unserem Artikel Rente und Nebenjob: Was ist steuerlich zu beachten?.

    Zahle ich als Rentner auch Soli und Kirchensteuer?

    Ja, wie alle übrigen Steuerzahler in Deutschland kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 8 bis 9 Prozent Kirchensteuer zur Einkommensteuer hinzu. Weitere Details zu Kirchensteuer und Soli erhalten Sie in unserem Überblick Das wird Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen.

    Betrifft die Rentenbesteuerung nur die gesetzliche Rente?

    Nein, die Rentenbesteuerung gilt nicht nur für Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und die Hinterbliebenenrente. Schlechte Nachrichten auch für private Altersvorsorgler: Auch die Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist im Rentenalter voll steuerpflichtig und wird mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

    Sie als Rentner können etliche Steuervorteile nutzen. Sollten Sie Unterstützung dabei brauchen, können Sie sich über unsere Beratersuche eine Beraterin oder einen Berater auswählen und im persönlichen Gespräch beraten lassen.

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    Rechner für die Rentenbesteuerung

    Der Gesetzgeber hat im Jahr 2005 die Besteuerung der gesetzlichen Rente durch das Alterseinkünftegesetz neu geregelt. Seitdem ist ein festgelegter Anteil der Rente zu versteuern, der Rest bleibt (noch) steuerfrei. Sie müssen Ihre Einnahmen aus der Rente versteuern, das ist die so genannte nachgelagerte Besteuerung. Wie viel sie versteuern müssen, richtet sich nach dem Jahr Ihres Renteneintritts. Für Personen, die im Jahre 2005 oder vorher in Rente gingen, lag der steuerfreie Anteil bei 50 Prozent. Aus der nicht zu versteuernden Rente wird ein (persönlicher) Freibetrag gebildet, sodass dieseRentner ab 2005 einen „Rentenfreibetrag“ von 50 Prozent nutzen können. Dieser Rentenfreibetrag bleibt lebenslang unverändert.

    Seit 2005 steigt der sog. Besteuerungsanteil jährlich um zwei Prozentpunkte, ab 2021 um einen Prozentpunkt pro Jahr. So müssen Personen, die ab 2040 in Rente gehen, ihre gesetzlichen Renteneinnahmen voll versteuern.

    Beispiel: Hans Müller ging zum 1. Januar 2009 in Rente und bekam im letzten Jahr eine gesetzliche Rente von insgesamt 12.000 Euro. Für Hans Müller sind 58 Prozent seiner Rente steuerpflichtig, der Rentenfreibetrag liegt bei 42 Prozent. So müsste Müller für das Jahr 6.960 Euro beim Finanzamt als Einnahmen angeben. Hat er aber keine weiteren Einnahmen, dann muss er auch keine Steuererklärung abgeben, denn die Summe liegt unter dem Grundfreibetrag von 8.354 Euro (ab 2014). Der lebenslange Rentenfreibetrag für Hans Müller beträgt 5.040 Euro. Einnahmen über diesem Freibetrag müsste er jedoch erst versteuern, wenn sie auch über dem Grundfreibetrag liegen.

    Allerdings: Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalerträge müssen dem Einkommen zugerechnet werden. Würde Hans Müller dagegen erst 2017 in den Ruhestand gehen, dann müsste er 8.880 Euro (74 Prozent) von seiner Rente versteuern und demzufolge auch eine Steuererklärung abgeben, vorausgesetzt, der Grundfreibetrag würde sich bis dahin nicht ändern. Achtung: Bis zu seinem Lebensende bleibt der Rentenfreibetrag für Müller gleich. Auch wenn nach Rentenanpassungen seine Einnahmen durch die Rente steigen, blieben jedes Jahr nur 5.040 Euro steuerfrei. Der Freibetrag bezieht sich auf einen konkreten Geldbetrag nicht auf einen Anteil der jeweiligen Rente. So muss Herr Müller künftige Rentenanpassungen also voll versteuern.

    Tipp: Das Finanzamt zieht automatisch ohne weiteren Nachweis einen Pauschbetrag für Werbungskosten von 102 Euro ab. Wenn Sie höhere Aufwendungen haben, sollten Sie diese in der Steuererklärung angeben, um Ihr zu versteuerndes Einkommen nach unten zu drücken. Angeben können Sie beispielsweise Steuerberatungskosten (für die Anlage R), eine Rentenberatung oder einen Anwalt, wenn er Sie in Rentenfragen unterstützt. Diese höheren Ausgaben müssen Sie allerdings nachweisen.

    Das Alterseinkünftegesetz regelt die Besteuerung von Renten. Betroffen sind alle, sowohl die Rentner, die 2005 bereits in Rente waren, als auch alle zukünftigen. Die steuerliche Belastung für Neurentner steigt von Jahr zu Jahr – gleichzeitig wachsen aber auch die Vorteile für Arbeitnehmer.

    Steuerlich entlastete Altersvorsorge

    Neben der gesetzlichen Rentenversicherung werden auch private Rentenversicherungen als Altersvorsorge anerkannt (sog. Basis-Rente oder Rürup-Rente). Steuerlich begünstigt werden Beiträge zu privaten Rentenversicherungen allerdings nur, wenn die Versicherung auf eine lebenslange Rente des Steuerpflichtigen abzielt. Außerdem muss der Versicherte bei Beginn der Rentenzahlung mindestens 60 Jahre alt sein. Bei Vertragsabschluss ab 2012 darf die Rentenzahlung erst ab dem 62. Lebensjahr beginnen. So wird sichergestellt, dass es sich um Vorsorgeprodukte für die Altersvorsorge handelt. Zudem dürfen die Versorgungsansprüche nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein. Außerdem muss die Versicherungssumme als Leibrente ausgezahlt werden, Einmalauszahlungen sind grundsätzlich untersagt. Die steuerlich begünstigten Vorsorgeprodukte können aber mit einer Zusatzversicherung ergänzt werden – beispielsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Steuerlich nicht begünstigt werden Anlageprodukte, die nicht zwangsläufig der Altersvorsorge dienen. In der Regel sind das frei verfügbare Kapitalanlagen, zu denen auch Kapitallebensversicherungen gehören. Eine Ausnahme sind Kapitallebensversicherungen, die vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden. Sie bleiben weiterhin steuerfrei.

    Für Rentner bedeutet das Folgendes:

    Seit 2005 müssen 50 Prozent der Alterseinkünfte besteuert werden. Ab 2006 bis 2020 steigt der steuerpflichtige Anteil der Renten jährlich um zwei Prozentpunkte, ab 2021 steigt der Anteil dann nur noch um einen Prozentpunkt pro Jahr. Im Jahr 2040 ist die Rente zu 100 Prozent steuerpflichtig, demgegenüber sind dann Beiträge der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge zum großen Teil steuerfrei.

    Auch geregelt im Alterseinkünftegesetz: Zeitlich befristete Renten, wie beispielsweise Erwerbsminderungsrenten, und nicht befristete Renten, wie die Altersrente, werden seit 2005 steuerlich gleich behandelt. Und Renten aus Versicherungen, die in der Ansparphase steuerlich begünstigt werden, sind in der Auszahlphase steuerpflichtig.

    Die Besteuerung der Renten unterteilt sich in drei Gruppen:

    • Leibrenten aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen. Dazu gehören auch Renten aus eigenen zertifizierten Basisrentenverträgen (Rürup-Rente),
    • Leibrenten aus privaten Rentenversicherungsverträgen und
    • Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen (sog. Riester-Rente) und aus der betrieblichen Altersversorgung, auch soweit es sich um Leibrenten aus dem umlagefinanzierten Teil von Zusatzversorgungskassen, wie z. B. der VBL oder einer ZVK, handelt.

    Pensionen, z. B. Werkspensionen, für die Sie eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten haben, tragen Sie bitte in der Anlage N ein.

    Die meisten Renten müssen versteuert werden. Hierzu gehören die Altersrente und die Erwerbsminderungsrente, die (große und kleine) Witwen- oder Witwerrente, die Waisenrente, die Betriebsrente (aus einer Direktversicherung) und die Renten aus Lebensversicherungen. Je nach Art der Rente gilt eine unterschiedliche Versteuerung.

    Nicht versteuern müssen Sie hingegen eine Rente, die Sie aus der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) erhalten, eine Kriegsrente, die Schwerbeschädigtenrente sowie eine Wiedergutmachungsrente.

    Rentner, die eine Einkommensteuererklärung abgeben, können diverse Freibeträge und entstandene Kosten eintragen und somit ihr zu versteuerndes Einkommen senken.

    Der persönliche Rentenfreibetrag

    Der Rentenfreibetrag wird im zweiten vollen Jahr des Rentenbezugs ermittelt. Im Jahr des Rentenbeginns und im zweiten Rentenbezugsjahr wird die Rente mit dem sog. Besteuerungsanteil besteuert. Der Restbetrag im zweiten Jahr ist der persönliche Rentenfreibetrag, der dann zeitlebens unverändert steuerfrei bleibt. Ab dem dritten Jahr ist die Rente in voller Höhe nach Abzug des persönlichen Rentenfreibetrages und des Werbungskosten-Pauschbetrages von 102 Euro steuerpflichtig.

    Der Versorgungsfreibetrag für Beamte

    Wie der Rentenfreibetrag schmilzt auch der Versorgungsfreibetrag bis zum Jahr 2040 auf null Prozent. Der Versorgungsfreibetrag gilt aber nur für Pensionen und Betriebsrenten aus Direktzusage und aus Unterstützungskasse. Darüber hinaus erhalten Pensionäre einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. Auch dieser Zuschlag wird mit der Zeit geringer.

    So sehen die Zahlen bei Pensionsbeginn im Jahre 2014 aus:

    • Der Versorgungsfreibetrag beträgt 25,6 Prozent, höchstens 1.920 Euro.
    • Der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag beträgt 576 Euro.
    • Ferner wird der Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro abgezogen.
    • Insgesamt bleiben von Versorgungsbezügen somit 2.598 Euro steuerfrei – und zwar lebenslang.

    Den Altersentlastungsbetrag können Rentner oder Pensionäre nutzen, die zur ihrer Rente oder ihrer Pension Nebeneinkünfte oder Lohn erhalten. Unter Nebeneinkünfte fallen beispielsweise Einkünfte aus Vermietung, Kapitalvermögen, Selbständigkeit, privaten Veräußerungsgeschäften oder Riester-Renten. Vorher zieht das Finanzamt allerdings diverse Beträge (Sparerfreibetrag, Werbungskostenbetrag) ab. Die Höhe des Altersentlastungsbetrags ist abhängig vom Geburtsjahr des Rentners.

    So sehen die Zahlen aus, wenn der Ruheständler im Jahre 2013 sein 64. Lebensjahr vollendet hat:

    • Ab 2014 beträgt der Altersentlastungsbetrag lebenslang 25,6 Prozent, höchstens 1.216 Euro.

    Für die Rente oder die Pension erhält jeder Steuerzahler einen Werbungskostenpauschbetrag von jährlich 102 Euro.

    Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung können auch Rentner als Sonderausgaben in der „Anlage Vorsorgeaufwand“ eintragen. Rentner erhalten einen Krankenversicherungszuschuss von ihrem Rentenversicherungsträger, um den die Beiträge zu vermindern sind. Spenden kann man als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Die gesammelten Spendenquittungen drücken somit das zu versteuernde Einkommen. Spendet man nicht oder hat man sonst keine Sonderausgaben, zieht das Finanzamt eine Pauschale von 36 Euro ab.

    Besonders bei älteren und kranken Menschen fallen außergewöhnliche Belastungen an, die das zu versteuernde Einkommen senken können. Sei es die Unterbringung im Pflegeheim, die Beschäftigung einer Haushaltshilfe oder der Auftrag an einen Handwerker. Aber auch Krankheitskosten, wie Medikamente, Brille oder Zahnersatz können Rentner geltend machen.

    Wenn ein Rentner (über 65 Jahre) einem 450-Euro-Job nachgeht, sind diese Einnahmen für ihn steuerfrei.

    Tipp: Wenn Sie als Rentner mit den diversen Freibeträgen, Pauschalen und abziehbaren Kosten unter dem steuerlichen Grundfreibetrag von 8.354 Euro (ab 2014) bleiben, dann müssen Sie auch keine Steuern auf Ihr Einkommen zahlen. Im Jahre 2013 beträgt der Grundfreibetrag 8.130 Euro, in den Jahren 2010 bis 2012 waren es 8.004 Euro. Für Verheiratete gelten die verdoppelten Beträge.

    Ein Rentner ist zur Abgabe einer Steuererklärung 2014 verpflichtet, wenn er mit seinem Gesamtbetrag der Einkünfte den jährlichen Grundfreibetrag übersteigt. Ab 2014 beträgt der Grundfreibetrag 8.354 Euro für Ledige und 16.708 Euro für Verheiratete. Im Jahre 2013 waren es 8.130 Euro bzw. 16.300 Euro, und in den Jahren 2010 bis 2012 lag der Grundfreibetrag bei 8.004 Euro bzw. 16.008 Euro.

    Zu den steuerpflichtigen Einkünften von Rentnern, die anzugeben sind, zählen die private und gesetzliche Rente (Anlage R), aber auch Miet- und Kapitaleinnahmen (Anlage V und Anlage KAP) und vieles mehr.

    Nicht jeder Euro der gesetzlichen Rente gehört zu den steuerpflichtigen Einkünften eines Rentners. Das heißt: Wer eine gesetzliche Rente von monatlich 1.500 Euro erhält, muss nicht die ganze jährliche Summe von 18.000 Euro versteuern. Wie hoch die steuerpflichtige Rente tatsächlich ist, richtet sich nach dem Jahr, in dem der Arbeitnehmer in Rente gegangen ist. Der Besteuerungsanteil beträgt für alle Rentner des Jahres 2004 und für diejenigen, die im Jahre 2005 neu in Rente gingen, unabhängig vom Alter 50 % des Rentenbetrages. Wer im Jahre 2006 in Rente ging, musste 52 % des Rentenbetrages versteuern. Bei Renteneintritt im Jahre 2014 beträgt der Besteuerungsanteil 68 Prozent.

    Mit dem Besteuerungsanteil wird die Rente nur im Jahr des Rentenbeginns und im zweiten Rentenbezugsjahr besteuert. Der Restbetrag im zweiten Jahr ist der persönliche Rentenfreibetrag, der dann zeitlebens unverändert steuerfrei bleibt. Ab dem dritten Jahr ist die Rente in voller Höhe nach Abzug des persönlichen Rentenfreibetrages und des Werbungskosten-Pauschbetrages von 102 Euro steuerpflichtig. Der stets gleich bleibende Rentenfreibetrag führt dazu, dass Rentenerhöhungen ab dem dritten Rentenbezugsjahr in vollem Umfang steuerpflichtig werden.

    Beispiel: Für Manfred Mustermann, der 2005 in Rente ging, liegt die zu versteuernde Rente bei 50 Prozent. Er bekommt wie alle Rentner, die bis 2005 in den Ruhestand gingen, einen Freibetrag von 50 Prozent. Dieser ist nicht zu versteuern. Ab 2005 verringert sich dieser Rentenfreibetrag jährlich.

    Für Herrn Mustermann gilt: Er bekam 2005 eine Rente von 18.000 Euro. Sein Freibetrag liegt demnach bei 9.000 Euro. Dieser jährliche Freibetrag bleibt bis zu seinem Lebensende konstant. Der verheiratete Rentner Mustermann und seine Frau haben keine weiteren Einnahmen. Sie müssen deshalb keine Steuererklärung abgeben. Denn zusammen bleiben sie mit ihren Einnahmen unter dem Grundfreibetrag von 15.668 Euro. Wäre Max Mustermann ein Single, dann wäre das etwas anderes. Mit 9.000 Euro zu versteuernder Jahresrente läge er über dem Grundfreibetrag von 7.834 Euro und müsste somit eine Steuererklärung abgeben. Liegen beide Ehepartner über dem Grundfreibetrag müssen Sie jeweils ein separates Formular abgeben.

    Tipp: Wer als Rentner eine Steuererklärung abgeben muss, sollte auch darauf achten, dass er mögliche Werbungskosten geltend macht.

    Источники: http://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente/rentner-pensionaere/wann-muessen-rentner-eine-steuererklaerung-abgeben, http://www.vlh.de/krankheit-vorsorge/altersbezuege/wann-muss-ich-als-rentner-steuern-zahlen-und-wie-viel.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/rechner/rentenbesteuerung

  • Bafög rückzahlung steuererklärung

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    Muss das BAföG in die Steuererklärung?

    Wann muss das BAföG in der Steuererklärung angeben werden?

    Rund 610.000 Studenten erhielten laut Bildungsministerium in 2015 Unterstützung im Rahmen des "Bundesausbildungsförderungsgesetzes" (BAföG). Die BAföG-Zahlungen für Studenten setzen sich dabei je zur Hälfte aus einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und einem zinslosen Studienkredit zusammen. Da das Studenten-BAföG in erster Linie zur Finanzierung des Lebensunterhalts und nicht für die Ausbildung an sich gezahlt wird, ist die Förderung grundsätzlich steuerfrei und muss nicht als Einkommen in die Steuererklärung eingetragen werden.

    Wer allerdings durch das sogenannte Aufstiegs-BAföG ("Meister-BAföG") seine Ausbildungskosten bezahlt bekommt, muss diese Förderungen in Teilen als Einkommen in der Steuererklärung angeben. HIerdurch reduziert sich die Steuererstattung für geltend gemachte Werbungskosten. Für Studenten kommt das Meister-BAföG in der Regel aber nicht in Betracht.

    Kann ich die BAföG-Rückzahlung von der Steuer absetzen?

    Der Teil des BAföG, der als zinsloser Kredit vergeben und später an den Staat zurückgezahlt werden muss, kann grundsätzlich nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Bundesfinanzhof hat bereits 2008 entschieden, dass bei Krediten zu Bildungszwecken ausschließlich die Kreditzinsen von der Steuer abgesetzt werden können. Da es sich beim BAföG um einen zinsfreien Kredit handelt, ist diese Möglichkeit aber von vornherhein ausgeschlossen.

    Kann ich einen Studienkredit von der Steuer absetzen?

    Studenten, die ein Bildungsdarlehen oder einen Studienkredit erhalten, können diese steuerlich geltend machen – die Zinsen können voll abgesetzt werden. Die reinen Tilgungsraten können aber wie beim BAföG nicht steuermindernd angegeben werden. Ob die Schuldzinsen für einen Studienkredit als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzbar sind, hängt von der Art der Ausbildung ab. Wer ein “ target=“_blank“>Erststudium macht (z.B. Bachelor), kann die Zinsen eigentlich nur als Sonderausgaben geltend machen. Studenten im “ target=“_blank“>Zweitstudium (z.B. Master oder Bachelor nach vorangegangener Berufsausbildung) können ihre Zinsen dagegen als Werbungskosten absetzen. Aufgrund aktuell beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Gerichtsverfahren sollten aber auch Bachelor-Studenten ihre Zinszahlungen als Werbungskosten angeben, da Werbungskosten im Vergleich zu Sonderausgaben viele Vorteile bieten.

    Kreditzinsen als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen?

    Werbungskosten

    Zu den Werbungskosten zählen alle Ausgaben, die für eine Ausbildung bzw. ein Studium aufgewendet werden oder im Zuge einer beruflichen Tätigkeit entstehen.

    • voll von der Steuer absetzbar
    • Verlustvortrag möglich
    • können auch genutzt werden, wenn keine Steuern gezahlt werden

    Sonderausgaben

    Als Sonderausgaben werden Aufwendungen bezeichnet, die zur privaten Lebensführung zählen (z.B. Versicherungen und Altersvorsorge). Ein Erststudium zählt komischerweise auch zur privaten Lebensführung.

    • bis max. 6.000 Euro pro Jahr absetzbar
    • kein Verlustvortrag möglich
    • können nur genutzt werden, wenn Steuern gezahlt werden

    Die Erststudienfrage vor dem Bundesverfassungsgericht

    Wenn Masterstudenten ihre Studienkosten als Werbungskosten geltend machen und dadurch von einem Verlustvortrag profitieren können, warum sollte das bei Bachelor-Studenten anders sein? Diese Frage stellen sich Studenten, Steuerberater, Anwälte, Staatsanwälte und Richter schon seit Jahrzehnten. 2014 hat der Bundesfinanzhof (BFH) schließlich die steuerliche Ungleichbehandlung von Studenten im Erst- und Zweitstudium als verfassungswidrig eingestuft. Jetzt liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG), das als höchste Instanz entscheiden muss, ob zukünftig auch Studenten im Erststudium ihre Ausbildungskosten als Werbungskosten absetzen können.

    Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Viele Rechtsexperten prognostizieren, dass das BVerfG die Entscheidung des BFH bestätigen wird. Ein finales Urteil wird wohl frühestens Anfang 2017 gefällt, doch schon jetzt müssen die Finanzämter dem Urteil des BFH Rechnung tragen. Wenn Bachelorstudenten ihre Studienkosten, also z.B. auch die Zinsen für einen Studienkredit, in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen, kann das Finanzamt dies nicht einfach mit Verweis auf die aktuelle Rechtslage ablehnen.

    Studienkosten können auch von Studenten im Erststudium als Werbungskosten abgesetzt werden

    Solange das BVerfG-Urteil noch aussteht, muss das Finanzamt auch die Studienausgaben von Studenten im Erststudium als Werbungskosten anerkennen. In der Praxis ist dies zwar oftmals nicht der Fall und im Steuerbescheid wird die Geltendmachung von Werbungskosten abgelehnt bzw. ein Verlustvortrag nicht bewilligt. Allerdings kann in diesem Fall problemlos Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. Das Finanzamt akzeptiert dann entweder die Werbungskosten oder erklärt den Steuerbescheid als vorläufig. Sobald das BVerfG sein Urteil fällt, wird der Steuerbescheid dann ggf. neu erlassen.

    Damit Studenten im Erststudium sich nicht die Chance entgehen lassen, die Vorteile von Werbungskosten nutzen zu können, raten die meisten Steuerberater, Studienkosten grundsätzlich als Werbungskosten in der Steuererklärung anzugeben. Wer dies nicht tut und bei Ablehnung durch das Finanzamt keinen Einspruch einlegt, hat bei positivem Richterspruch keine Chance auf nachträgliche Anerkennung von Werbungskosten.

    BAföG-Rückzahlung: Als Werbungskosten abziehbar?

    Die Rückzahlung von BAföG wurde bisher von den Finanzämtern steuerlich nicht berücksichtigt. Grund: Es handelt sich lediglich um die Tilgung eines Darlehens. Die eigentlichen Kosten sind bereits während des Studiums entstanden. Gegen diese Beurteilung klagt nun ein Betroffener und Sie können von einem positiven Urteil profitieren.

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    Muss das BAföG in die Steuererklärung?

    Wann muss das BAföG in der Steuererklärung angeben werden?

    Rund 610.000 Studenten erhielten laut Bildungsministerium in 2015 Unterstützung im Rahmen des "Bundesausbildungsförderungsgesetzes" (BAföG). Die BAföG-Zahlungen für Studenten setzen sich dabei je zur Hälfte aus einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und einem zinslosen Studienkredit zusammen. Da das Studenten-BAföG in erster Linie zur Finanzierung des Lebensunterhalts und nicht für die Ausbildung an sich gezahlt wird, ist die Förderung grundsätzlich steuerfrei und muss nicht als Einkommen in die Steuererklärung eingetragen werden.

    Wer allerdings durch das sogenannte Aufstiegs-BAföG ("Meister-BAföG") seine Ausbildungskosten bezahlt bekommt, muss diese Förderungen in Teilen als Einkommen in der Steuererklärung angeben. HIerdurch reduziert sich die Steuererstattung für geltend gemachte Werbungskosten. Für Studenten kommt das Meister-BAföG in der Regel aber nicht in Betracht.

    Kann ich die BAföG-Rückzahlung von der Steuer absetzen?

    Der Teil des BAföG, der als zinsloser Kredit vergeben und später an den Staat zurückgezahlt werden muss, kann grundsätzlich nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Bundesfinanzhof hat bereits 2008 entschieden, dass bei Krediten zu Bildungszwecken ausschließlich die Kreditzinsen von der Steuer abgesetzt werden können. Da es sich beim BAföG um einen zinsfreien Kredit handelt, ist diese Möglichkeit aber von vornherhein ausgeschlossen.

    Kann ich einen Studienkredit von der Steuer absetzen?

    Studenten, die ein Bildungsdarlehen oder einen Studienkredit erhalten, können diese steuerlich geltend machen – die Zinsen können voll abgesetzt werden. Die reinen Tilgungsraten können aber wie beim BAföG nicht steuermindernd angegeben werden. Ob die Schuldzinsen für einen Studienkredit als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzbar sind, hängt von der Art der Ausbildung ab. Wer ein “ target=“_blank“>Erststudium macht (z.B. Bachelor), kann die Zinsen eigentlich nur als Sonderausgaben geltend machen. Studenten im “ target=“_blank“>Zweitstudium (z.B. Master oder Bachelor nach vorangegangener Berufsausbildung) können ihre Zinsen dagegen als Werbungskosten absetzen. Aufgrund aktuell beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Gerichtsverfahren sollten aber auch Bachelor-Studenten ihre Zinszahlungen als Werbungskosten angeben, da Werbungskosten im Vergleich zu Sonderausgaben viele Vorteile bieten.

    Kreditzinsen als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen?

    Werbungskosten

    Zu den Werbungskosten zählen alle Ausgaben, die für eine Ausbildung bzw. ein Studium aufgewendet werden oder im Zuge einer beruflichen Tätigkeit entstehen.

    • voll von der Steuer absetzbar
    • Verlustvortrag möglich
    • können auch genutzt werden, wenn keine Steuern gezahlt werden

    Sonderausgaben

    Als Sonderausgaben werden Aufwendungen bezeichnet, die zur privaten Lebensführung zählen (z.B. Versicherungen und Altersvorsorge). Ein Erststudium zählt komischerweise auch zur privaten Lebensführung.

    • bis max. 6.000 Euro pro Jahr absetzbar
    • kein Verlustvortrag möglich
    • können nur genutzt werden, wenn Steuern gezahlt werden

    Die Erststudienfrage vor dem Bundesverfassungsgericht

    Wenn Masterstudenten ihre Studienkosten als Werbungskosten geltend machen und dadurch von einem Verlustvortrag profitieren können, warum sollte das bei Bachelor-Studenten anders sein? Diese Frage stellen sich Studenten, Steuerberater, Anwälte, Staatsanwälte und Richter schon seit Jahrzehnten. 2014 hat der Bundesfinanzhof (BFH) schließlich die steuerliche Ungleichbehandlung von Studenten im Erst- und Zweitstudium als verfassungswidrig eingestuft. Jetzt liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG), das als höchste Instanz entscheiden muss, ob zukünftig auch Studenten im Erststudium ihre Ausbildungskosten als Werbungskosten absetzen können.

    Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Viele Rechtsexperten prognostizieren, dass das BVerfG die Entscheidung des BFH bestätigen wird. Ein finales Urteil wird wohl frühestens Anfang 2017 gefällt, doch schon jetzt müssen die Finanzämter dem Urteil des BFH Rechnung tragen. Wenn Bachelorstudenten ihre Studienkosten, also z.B. auch die Zinsen für einen Studienkredit, in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen, kann das Finanzamt dies nicht einfach mit Verweis auf die aktuelle Rechtslage ablehnen.

    Studienkosten können auch von Studenten im Erststudium als Werbungskosten abgesetzt werden

    Solange das BVerfG-Urteil noch aussteht, muss das Finanzamt auch die Studienausgaben von Studenten im Erststudium als Werbungskosten anerkennen. In der Praxis ist dies zwar oftmals nicht der Fall und im Steuerbescheid wird die Geltendmachung von Werbungskosten abgelehnt bzw. ein Verlustvortrag nicht bewilligt. Allerdings kann in diesem Fall problemlos Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. Das Finanzamt akzeptiert dann entweder die Werbungskosten oder erklärt den Steuerbescheid als vorläufig. Sobald das BVerfG sein Urteil fällt, wird der Steuerbescheid dann ggf. neu erlassen.

    Damit Studenten im Erststudium sich nicht die Chance entgehen lassen, die Vorteile von Werbungskosten nutzen zu können, raten die meisten Steuerberater, Studienkosten grundsätzlich als Werbungskosten in der Steuererklärung anzugeben. Wer dies nicht tut und bei Ablehnung durch das Finanzamt keinen Einspruch einlegt, hat bei positivem Richterspruch keine Chance auf nachträgliche Anerkennung von Werbungskosten.

    Источники: http://www.studentensteuererklaerung.de/bafoeg-steuererklaerung, http://www.steuertipps.de/beruf-job/werbungskosten/bafoeg-rueckzahlung-als-werbungskosten-abziehbar, http://www.studentensteuererklaerung.de/bafoeg-steuererklaerung

    Erste steuererklärung

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    Steuererklärung selber machen – es lohnt sich!

    Du wolltest schon immer mal Geld geschenkt bekommen? Davon schön Urlaub machen? Oder endlich das kaufen, was Du schon lange haben willst? Das geht schneller als Du denkst: Gib einfach Deine Steuererklärung ab. Wenn Du die Steuererklärung selber machst, sparst Du noch mehr! Du brauchst dafür keinen teuren Steuerberater – mit unseren Hinweisen kann nichts mehr schiefgehen. Im Durchschnitt bekommt jeder, der eine Steuererklärung abgibt, Geld zurück. Das kann sich sehen lassen!

    Steuererklärung selber machen: So geht´s – schnell und bequem

    Damit es mit der Rückzahlung klappt, wenn Du die Steuererklärung selber machst, musst Du Abgabefristen beachten. Dabei macht es einen Unterschied, ob Du die Steuererklärung abgeben musst oder dies freiwillig tun.

    Wenn Du die Steuererklärung freiwillig abgibst, hast Du theoretisch 4 Jahre Zeit. Die Steuererklärung von 2015 muss also spätestens am 31.12.2019 beim Finanzamt sein. Dieser Termin ist zwingend – sobald Du ihn um nur einen Tag verpasst, wird die Steuererklärung nicht mehr bearbeitet. Dann war die Mühe, die Steuererklärung selber zu machen, umsonst. Praktisch wäre Dir zu empfehlen, schon früher damit anzufangen. Du wirst sehen: Nach einem Jahr findest Du die benötigten Unterlagen schneller, als wenn Du erst 3 Jahre danach damit anfängst.

    Du bist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, wenn Du

    • gleichzeitig mehrere Arbeitgeber hattest.
    • unversteuerte Einkünfte über 410 EUR bekommen hast (Rente, Honorare, Mieteinnahmen).
    • einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hast.
    • Lohnersatzleistungen bezogen hast (Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld).
    • verheiratet bist und beide Partner in Steuerklasse IV eingetragen sind oder ein Ehepartner in Steuerklasse V ist.

    Dann gelten für Dich andere Fristen, auch wenn Du deine Steuererklärung selber machen willst. Bei einer verpflichtenden Steuererklärung musst Du diese bis zum 31.5. im folgenden Jahr abgeben. Die Steuererklärung von 2017 muss also bis zum 31.5.2018 eingegangen sein. Wenn dieser Tag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, verlängert sich die Abgabefrist bis zum Montag.

    Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Zwar ist der 31.5. der offizielle Termin für die Abgabe, allerdings bekommst du noch keine Strafe, wenn Du ein paar Tage später dran bist. Wenn es nur ein paar Tage sind, hast Du also keinen Grund zur Sorge. Falls Du deutlich länger brauchst, solltest Du vor dem 31.5. eine Fristverlängerung beantragen. Wenn Du die Steuererklärung nicht selber machst, sondern einen Steuerberater beauftragst, verlängert sich die Frist automatisch auf den 31.12.

    smartsteuer – Die Online-Lösung für meine Steuererklärung

    • Steuererklärung in maximal 90 Minuten
    • Online ausfüllen
    • Keine Software oder Installation notwendig
    • Sichere Übermittlung Deiner Daten direkt ans Finanzamt
    • Bezahlt wird erst am Ende

    Steuererklärung selber machen: 2 Möglichkeiten

    Du hast 2 Möglichkeiten, wenn Du Deine Steuererklärung selber machen willst:

    • die verkürzte Steuererklärung

    Die verkürzte Steuererklärung macht dann Sinn, wenn Du Student oder Ferienjobber bist. Dann hast Du meistens Werbungskosten unter 920 EUR und keine weiteren Ausgaben, die Du versteuern musst. Falls Du dann die Steuererklärung selber machst, benötigst du nur den Mantelbogen und das Formular N.

    Wenn Du andere Einkünfte hast, die Du versteuern musst, benötigst Du mehrere Formulare und Anlagen. Aber keine Angst, Du kannst trotzdem Deine „normale“ Steuererklärung selber machen. Professionelle Softwarelösungen wie beispielsweise smartsteuer von Lexware können Dich dabei unterstützen. Der Aufwand ist überschaubar – und es lohnt sich!

    Wenn Du mit Deiner Steuererklärung beginnst, musst Du zuerst die passenden Formulare besorgen. Die gibt es zum Download im Internet. Damit Du weißt, welche Du brauchst, gibt es ein paar Faustregeln:

    • Anlage N: für Arbeitnehmer (Lohn, Werbungskosten, Arbeitnehmersparzulage etc.)
    • Anlage KAP: für alle, die sparen (Kapitalvermögen)
    • Anlage R: für Rentner (Rente und wiederkehrende Leistungen)
    • Anlage AV: für die Altersvorsorge (Beiträge zur Altersvorsorge)
    • Anlage V: für Vermieter (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)
    • Anlage Kind: für Eltern (Angaben zum Kind/zu Kindern)
    • Anlage VL: für alle, die sparen (vermögenswirksame Leistungen)

    Außerdem musst Du auch immer einen Mantelbogen ausfüllen. Dort trägst Du die Angaben zu Deiner Person, die Steuernummer und Deine Bankverbindung ein.

    Wenn Du eine Steuererklärung selber machen willst, solltest Du außerdem die Begriffe Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen kennen. Unter Sonderausgaben werden Kosten zur Kranken- und Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Altersvorsorge, Kirchensteuer, Unterhalt, Spenden, Kosten für die erste Ausbildung und Schuldgeld verstanden. Außergewöhnliche Belastungen sind Krankheitskosten (Zuzahlung Medikamente, Arztkosten, Fahrtkosten), Pflegekosten für die Eltern und auch Beerdigungskosten. Diese Kosten musst Du bei Deiner Steuererklärung angeben.

    Damit Du auch wirklich das Geld zurückbekommst, was Dir zusteht, musst Du schon ein paar Dinge beachten, bevor Du Deine Steuererklärung selber machst: Vermeide beispielsweise, Handwerker bar zu bezahlen. Es kann sein, dass das Finanzamt Belege als Beweis fordert. Bei Barzahlung bekommt man in der Regel keinen Beleg und kann den bezahlten Betrag nicht nachweisen.

    Oftmals wohnt man in der Wohnung seiner Eltern oder der größeren Verwandtschaft. Setze auch hier unbedingt einen rechtlich korrekten Mietvertrag auf. Denn nur so können Deine Eltern oder Verwandten die Mieten von der Steuer absetzen. Als Mieter hast Du steuerlich zwar keinen Vorteil, wohnst dafür aber meistens günstiger. Um die Kosten erstattet zu bekommen, achte bitte darauf, dass die Miete mindestens 75% des Mietdurchschnitts in deiner Gegend beträgt.

    Steuererklärung selber machen: Mit einer Software noch schneller zum Geld

    Neben der Möglichkeit, eine Steuererklärung selber zu machen, gibt es auch die Möglichkeit, eine Software dazu zu nutzen. Diese hat den Vorteil, dass Du wie in einem Interview nach den benötigten Daten abgefragt wirst. So ist die Wahrscheinlichkeit, etwas zu vergessen, für Dich weitaus geringer und Du bekommst somit mehr Geld vom Finanzamt zurück. Außerdem sammeln und sortieren solche Softwarelösungen auch Belege – damit sind alle Nachweise griffbereit, falls das Finanzamt anfragt.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Programm alle Formulare bereitstellt, die Du benötigst. So ersparst Du Dir die Suche im Internet und bekommst immer die passenden Formulare vorgeschlagen. Auch um die Übermittlung zum Finanzamt musst Du Dir keine Sorgen machen – auch dies übernimmt beispielsweise die Software smartsteuer von Lexware, der Marktführer auf dem Gebiet Steuern. Mach problemlos Deine Steuererklärung selber und das Geld für die nächste Traumreise ist gesichert!

    Schritt für Schritt mit unserer Checkliste zu Deiner ersten Steuererklärung

    Lass Dir Deine zu viel bezahlten Steuern nicht entgehen und fang gleich an Deine Steuererklärung auszufüllen. Mit der Online Steuererklärung smartsteuer brauchst Du keine Angst vor Fehlern beim Ausfüllen haben.

    Durch die Steuererklärung mit dem Live-Assistenten

    Der Assistent begleitet Dich von Anfang bis zum Ende und beantwortet direkt offene Fragen, wenn nötig. Bezahlen musst Du erst am Ende und auch nur, wenn du zufrieden bist. Du kannst erstmal unverbindlich anfangen und ausprobieren. Du wirst feststellen, dass die Anwendung der Online-Lösung smartsteuer kinderleicht ist.

    Deine erste Steuererklärung ist damit in maximal 90 Minuten erledigt und die Rückerstattung vom Finanzamt schon so gut wie auf Deinem Konto. Zusätzlich übermittelt smartsteuer Deine Steuererklärung sicher verschlüsselt zum Finanzamt. Ganz ohne Papierchaos zur maximalen Steuerrückerstattung.

    Rückerstattung unverbindlich berechnen

    Um schon vor der Abgabe der Steuererklärung zu wissen, wie hoch Deine Rückerstattung vom Finanzamt sein kann, probiere unseren kostenlosen Steuerrechner aus. Erfahre hier, welche Unterlagen und Belege für Deine erste Steuererklärung unverzichtbar sind.

    Update der Abgabefristen für das Steuerjahr 2018

    Ab dem Steuerjahr 2018 gilt eine neue Frist für die Abgabe der Steuererklärung der 31. Juli des Folgejahres.

    Ein Beispiel: Für die Steuererklärung 2018 gilt die Abgabefrist bis 31. Juli 2019. Hilft Dir bei der Abgabe der Steuererklärung ein Steuerberater verlängert sich die Frist der Abgabe bis zum 28./29. Februar des Folgejahrs.

    Ganz wichtig! Schaffst du es nicht Deine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, wird ein Verspätungszuschlag fällig. Die Höhe ist 0,25% der Steuernachzahlung, jedoch mindestens 25€ je Monat.

    Finanztest: smartsteuer erhält Bestnote für die Bedienung/Benutzerführung

    „Unser Rat: Wenn Sie wenig Erfahrung mit Steuererklärungen haben, sollten Sie sich Smartsteuer anschauen. Laien kommen damit am besten zurecht.“ Finanztest Ausgabe (5/2016).

    Unterlagen-Checkliste für Deine erste Steuererklärung

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    In 7 Schritten zu Deiner ersten Steuererklärung

    Angst vor der ersten Steuererklärung? Das muss nicht sein. Das erste Mal kann ganz einfach sein oder furchtbar kompliziert. Willst Du Schmerz vermeiden, dann nimm smartsteuer. Smartsteuer hilft Dir und führt Dich Schritt für Schritt durch Deine erste Steuererklärung. Und am Ende wartet schließlich die Belohnung: Skifahren in Sölden, Kurztrip nach Capri. Das ist mit einer durchschnittlichen Steuererstattung locker drin. Deshalb: Schritt für Schritt – Geld zurück. Smartsteuer, weil es einfach ist!

    Deine Alternative? Wenn Du Schmerz liebst, dann nutze das Elster-Formular von der Finanzverwaltung – garantiert ohne Hilfe und Steuertipps. Wenn Du Dich gerne quälst, genau das richtige für Dich. Alle anderen nehmen smartsteuer – garantiert schmerzfrei und Geld zurück.

    1. Was ist eigentlich eine Steuererklärung?

    Die Steuererklärung ist eine detaillierte Auflistung Deiner Einnahmen und abzugsfähigen Ausgaben gegenüber dem Finanzamt. Anhand dieser Daten ermittelt das Finanzamt Deinen Steuersatz und die Höhe der Abgaben.

    Die erste Steuerklärung ist also nichts anderes als Deine ganz persönliche Abrechnung mit dem Finanzamt – und Deine Chance, Dir einen Teil der zuviel gezahlten Steuern am Jahresende zurückzuholen.Mache Deine Steuererklärung selber!

    2. Wer sollte eine Steuererklärung abgeben?

    Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Du bist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (Pflichtveranlagung), oder Du kannst selbst entscheiden, ob Du eine Steuererklärung einreichst (Antragsveranlagung).

    Bei der zweiten Gruppe stellt das Finanzamt bereits über die monatlichen Lohnsteuerabzüge sicher, dass es nicht zu kurz kommt – und verlangt daher keine Steuererklärung.

    Wenn Du zu dieser Gruppe gehörst, solltest Du auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben, weil Deine Chance auf eine Steuerrückzahlung sehr groß ist.

    3. Können Fehler bei der Steuererklärung Folgen für mich haben?

    Um die Steuererstattung nicht zu gefährden, ist es hilfreich, Fehler zu vermeiden – mit einer professionellen Steuersoftware wie smartsteuer kein Problem.

    Aber Du musst nicht gleich mit dem Besuch der Steuerfahndung rechnen, bloß weil Du die Entfernungspauschale falsch berechnet hast. Solange Du alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen machst, ist das Finanzamt steuerlichen Laien gegenüber nachsichtig und beschränkt sich bei Fehlern auf die Korrektur.

    4. Welche Unterlagen muss ich für meine erste Steuererklärung sammeln?

    Wer bereits während des Jahres Rechnungen und Belege sammelt und sortiert, spart Zeit bei der ersten Steuererklärung. Für Arbeitnehmer sind vor allem vier Arten von abzugsfähigen Kosten interessant: Werbungskosten, Sonderausgaben, Krankheitskosten und Steueranrechnungen.

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    • Bezahlt wird erst am Ende

    5. Welche Steuerformulare muss ich ausfüllen und wer hilft mir dabei?

    Obligatorisch für alle ist lediglich das Hauptformular (der Mantelbogen zur Einkommensteuererklärung). Für Arbeitnehmer kommt noch die Anlage N hinzu – das war’s.

    Und wenn Du Hilfe brauchst: Eine gute Software bietet fachliche Informationen und Ausfüllhilfen. Für Einsteiger besonders geeignet ist das sehr übersichtliche Programm smartsteuer.

    6. Wie lange dauert die Bearbeitung der Steuererklärung beim Finanzamt?

    Die Bearbeitungsdauer beträgt normalerweise zwischen zwei und vier Wochen. Grundsätzlich gilt: je früher Du Deine erste Steuererklärung abgibst, und je sorgfältiger Du sie ausgefüllt hast, umso kürzer ist die Bearbeitungsdauer.

    7. Wie prüfe ich meinen Steuerbescheid?

    Deine erste Steuererklärung ist eingetütet, und eines Tages liegt der Steuerbescheid im Briefkasten. Mit einer etablierten, übersichtlichen Steuersoftware wie smartsteuer ist es bis hierin nur ein kleiner Schritt.

    Aber jetzt solltest Du Dich nicht nur über die Erstattung freuen, sondern auch den Steuerbescheid noch einmal genau unter die Lupe nehmen, denn: Auch das Finanzamt macht Fehler.

    Schritt für Schritt mit unserer Checkliste zu Deiner ersten Steuererklärung

    Lass Dir Deine zu viel bezahlten Steuern nicht entgehen und fang gleich an Deine Steuererklärung auszufüllen. Mit der Online Steuererklärung smartsteuer brauchst Du keine Angst vor Fehlern beim Ausfüllen haben.

    Durch die Steuererklärung mit dem Live-Assistenten

    Der Assistent begleitet Dich von Anfang bis zum Ende und beantwortet direkt offene Fragen, wenn nötig. Bezahlen musst Du erst am Ende und auch nur, wenn du zufrieden bist. Du kannst erstmal unverbindlich anfangen und ausprobieren. Du wirst feststellen, dass die Anwendung der Online-Lösung smartsteuer kinderleicht ist.

    Deine erste Steuererklärung ist damit in maximal 90 Minuten erledigt und die Rückerstattung vom Finanzamt schon so gut wie auf Deinem Konto. Zusätzlich übermittelt smartsteuer Deine Steuererklärung sicher verschlüsselt zum Finanzamt. Ganz ohne Papierchaos zur maximalen Steuerrückerstattung.

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    Update der Abgabefristen für das Steuerjahr 2018

    Ab dem Steuerjahr 2018 gilt eine neue Frist für die Abgabe der Steuererklärung der 31. Juli des Folgejahres.

    Ein Beispiel: Für die Steuererklärung 2018 gilt die Abgabefrist bis 31. Juli 2019. Hilft Dir bei der Abgabe der Steuererklärung ein Steuerberater verlängert sich die Frist der Abgabe bis zum 28./29. Februar des Folgejahrs.

    Ganz wichtig! Schaffst du es nicht Deine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, wird ein Verspätungszuschlag fällig. Die Höhe ist 0,25% der Steuernachzahlung, jedoch mindestens 25€ je Monat.

    Finanztest: smartsteuer erhält Bestnote für die Bedienung/Benutzerführung

    „Unser Rat: Wenn Sie wenig Erfahrung mit Steuererklärungen haben, sollten Sie sich Smartsteuer anschauen. Laien kommen damit am besten zurecht.“ Finanztest Ausgabe (5/2016).

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    In 7 Schritten zu Deiner ersten Steuererklärung

    Angst vor der ersten Steuererklärung? Das muss nicht sein. Das erste Mal kann ganz einfach sein oder furchtbar kompliziert. Willst Du Schmerz vermeiden, dann nimm smartsteuer. Smartsteuer hilft Dir und führt Dich Schritt für Schritt durch Deine erste Steuererklärung. Und am Ende wartet schließlich die Belohnung: Skifahren in Sölden, Kurztrip nach Capri. Das ist mit einer durchschnittlichen Steuererstattung locker drin. Deshalb: Schritt für Schritt – Geld zurück. Smartsteuer, weil es einfach ist!

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    1. Was ist eigentlich eine Steuererklärung?

    Die Steuererklärung ist eine detaillierte Auflistung Deiner Einnahmen und abzugsfähigen Ausgaben gegenüber dem Finanzamt. Anhand dieser Daten ermittelt das Finanzamt Deinen Steuersatz und die Höhe der Abgaben.

    Die erste Steuerklärung ist also nichts anderes als Deine ganz persönliche Abrechnung mit dem Finanzamt – und Deine Chance, Dir einen Teil der zuviel gezahlten Steuern am Jahresende zurückzuholen.Mache Deine Steuererklärung selber!

    2. Wer sollte eine Steuererklärung abgeben?

    Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Du bist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (Pflichtveranlagung), oder Du kannst selbst entscheiden, ob Du eine Steuererklärung einreichst (Antragsveranlagung).

    Bei der zweiten Gruppe stellt das Finanzamt bereits über die monatlichen Lohnsteuerabzüge sicher, dass es nicht zu kurz kommt – und verlangt daher keine Steuererklärung.

    Wenn Du zu dieser Gruppe gehörst, solltest Du auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben, weil Deine Chance auf eine Steuerrückzahlung sehr groß ist.

    3. Können Fehler bei der Steuererklärung Folgen für mich haben?

    Um die Steuererstattung nicht zu gefährden, ist es hilfreich, Fehler zu vermeiden – mit einer professionellen Steuersoftware wie smartsteuer kein Problem.

    Aber Du musst nicht gleich mit dem Besuch der Steuerfahndung rechnen, bloß weil Du die Entfernungspauschale falsch berechnet hast. Solange Du alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen machst, ist das Finanzamt steuerlichen Laien gegenüber nachsichtig und beschränkt sich bei Fehlern auf die Korrektur.

    4. Welche Unterlagen muss ich für meine erste Steuererklärung sammeln?

    Wer bereits während des Jahres Rechnungen und Belege sammelt und sortiert, spart Zeit bei der ersten Steuererklärung. Für Arbeitnehmer sind vor allem vier Arten von abzugsfähigen Kosten interessant: Werbungskosten, Sonderausgaben, Krankheitskosten und Steueranrechnungen.

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    5. Welche Steuerformulare muss ich ausfüllen und wer hilft mir dabei?

    Obligatorisch für alle ist lediglich das Hauptformular (der Mantelbogen zur Einkommensteuererklärung). Für Arbeitnehmer kommt noch die Anlage N hinzu – das war’s.

    Und wenn Du Hilfe brauchst: Eine gute Software bietet fachliche Informationen und Ausfüllhilfen. Für Einsteiger besonders geeignet ist das sehr übersichtliche Programm smartsteuer.

    6. Wie lange dauert die Bearbeitung der Steuererklärung beim Finanzamt?

    Die Bearbeitungsdauer beträgt normalerweise zwischen zwei und vier Wochen. Grundsätzlich gilt: je früher Du Deine erste Steuererklärung abgibst, und je sorgfältiger Du sie ausgefüllt hast, umso kürzer ist die Bearbeitungsdauer.

    7. Wie prüfe ich meinen Steuerbescheid?

    Deine erste Steuererklärung ist eingetütet, und eines Tages liegt der Steuerbescheid im Briefkasten. Mit einer etablierten, übersichtlichen Steuersoftware wie smartsteuer ist es bis hierin nur ein kleiner Schritt.

    Aber jetzt solltest Du Dich nicht nur über die Erstattung freuen, sondern auch den Steuerbescheid noch einmal genau unter die Lupe nehmen, denn: Auch das Finanzamt macht Fehler.

    Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererklaerung-selber-machen.html, http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/schritt-fuer-schritt.html, http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/schritt-fuer-schritt.html

    Abfindung und steuern

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    Ratgeber Abfindung versteuern

    Weniger Steuern zahlen

    • Zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Arbeitnehmer, die für den Jobverlust eine Abfindung erhalten, müssen diese grundsätzlich voll versteuern.
    • Falls die Abfindung vollständig in einem Kalenderjahr ausgezahlt wurde, können Sie oft eine Steuerermäßigung beantragen: die Fünftel-Regelung.
    • Es kann sich lohnen, die Abfindungszahlung auf zwei Kalenderjahre aufzuteilen. Doch hierfür setzt die Finanzverwaltung eine 10-Prozent-Grenze.
    • Abfindungszahlungen sind grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Eine Ausnahme gibt es für freiwillig Krankenversicherte.
    • Sie können Steuern sparen, indem Sie die Abfindung freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung, in eine Direktversicherung oder in eine Rürup-Rente einbezahlen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Wer seinen Arbeitsplatz verliert, kann oft eine Abfindung herausholen. Manche Arbeitgeber bieten einen Aufhebungsvertrag an und zahlen freiwillig eine Abfindung. Auch wenn sich Ex-Mitarbeiter und Arbeitgeber im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses vor einem Arbeitsgericht vergleichen, erhält der gekündigte Mitarbeiter meist eine Entlassungsentschädigung. Das heißt, beide Seiten einigen sich darauf, dass das Dienstverhältnis endet, der Mitarbeiter jedoch eine Entschädigung erhält. Manchmal muss auch erst ein Arbeitsgericht ein Urteil fällen.

    Wer eine Abfindung erhält, muss diese jedoch grundsätzlich versteuern. Im Folgenden geht es um die Besteuerung der Abfindung, alles, was Sie dagegen über das Heraushandeln einer Entschädigung wissen müssen, lesen Sie in unserem Ratgeber Abfindungen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Eine Abfindung ist zwar steuerpflichtig, Sozialversicherungsbeiträge dagegen fallen in vielen Fällen nicht an (§ 14 SGB IV Sozialgesetzbuch). Das gilt für alle Zweige: für die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Eine Ausnahme besteht jedoch für freiwillig Krankenversicherte. Sie müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nachzahlen, sobald sie eine Abfindung erhalten.

    Abfindungen gelten als außerordentliche Einkünfte

    Durch die Auszahlung einer Abfindung erhält der entlassene ehemalige Mitarbeiter zusammengeballte Einkünfte in einem Veranlagungsjahr. Der Gesetzgeber hat für solche sogenannten außerordentlichen Einkünfte (§ 34 Einkommensteuergesetz) aber eine Steuerermäßigung geschaffen (§ 24 Nummer 1a EStG).

    Bis 2003 waren Abfindungen sogar steuerfrei, danach gab es eine Übergangsregelung und Freibeträge. Entschädigungen, die nach dem 1. Januar 2006 vereinbart und ausgezahlt wurden, sind in vollem Umfang zu versteuern. Die sogenannte Fünftel-Regelung ist aktuell die maßgebliche mögliche Steuererleichterung in diesem Bereich. Oft fällt die Linderung relativ bescheiden aus.

    Fünftel-Regelung mindert Steuerlast

    Die Einkommensteuersätze sind progressiv. Das heißt, mit steigenden Einkünften erhöht sich auch der Steuersatz. Insbesondere, wenn ein Arbeitnehmer am Ende einer langjährigen Tätigkeit eine Abfindung ausgezahlt bekommt, ist der Steuersatz durch das zusätzliche Gehalt besonders hoch. Um diesen Effekt zu mildern, gibt es die Fünftel-Regelung. Die Abfindung verteilt sich in der Steuerberechnung gleichmäßig auf fünf Jahre.

    So wird die Steuer berechnet

    Beispiel: Ein lediger Mann wird entlassen und erhält eine Abfindung über 20.000 Euro. Im Jahr 2016 hat er nach Abzug seiner gesamten Aufwendungen (Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen) ansonsten 50.000 Euro als Lohn zu versteuern. Bei der Fünftel-Regelung wird ein Fünftel der Abfindung dazugezählt. Die darauf entfallende Einkommensteuer wird mit derjenigen verglichen, die auf das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung anfällt. Der fünffache Unterschiedsbetrag aus beiden Beträgen gilt als Einkommensteuer für die Abfindung.

    So wirkt sich die Fünftel-Regelung aus

    ¹ Dieser Betrag entspräche der zu zahlenden Einkommensteuer bei einer Vollversteuerung von 50.000 Euro + 20.000 Euro Abfindung (= 70.000 Euro Jahresgehalt nach Werbungskosten).

    Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 9. März 2016)

    Den größten Steuerspar-Effekt haben diejenigen, die ein sehr hohes zu versteuerndes Einkommen haben und bei denen die Differenz zwischen der Abfindung und dem Gehalt groß ist.

    Arbeitgeber zieht Lohnsteuer ab

    Der Arbeitgeber muss diese Form der Lohnsteuerberechnung nur dann anwenden, wenn sie zu einer niedrigeren Lohnsteuer führt als die Besteuerung als nicht begünstigter Bezug. Er muss von der Abfindung die nach dieser Günstigerprüfung ermittelte Lohnsteuer sowie den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer einbehalten. Diese Abgaben muss er in den Gehaltsunterlagen gesondert bescheinigen.

    Weiternutzung eines Dienstwagens

    Die Steuerermäßigung gibt es auch, wenn der gekündigte Mitarbeiter weiterhin ein Firmenauto oder eine Werkswohnung nutzt. Weitere wesentliche Leistungen des Arbeitgebers neben der Abfindungszahlung müsste der Arbeitnehmer aber voll versteuern.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Keine Fünftelregelung bei vertraglich vereinbarter Abfindung

    Die Entlassungsentschädigung darf nicht von vornherein arbeitsvertraglich vereinbart worden sein (Urteil des Finanzgerichts München vom 16. September 1999, Az. 16 K 4486/97).

    Wichtig ist außerdem, dass die Abfindungszahlung in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Entlassung beziehungsweise der endgültigen Auflösung eines Dienstverhältnisses steht – beispielsweise, weil der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter gekündigt hat oder weil ein entsprechendes Gerichtsurteil ergangen ist. Sie darf kein Entgelt für bereits verdiente Ansprüche wie noch nicht ausgezahltes Gehalt, Bonus-Zahlungen oder Tantiemen sein.

    Bei einer Änderungskündigung, einem Betriebsübergang, einer anderen Tätigkeit innerhalb eines Konzerns oder einer Versetzung gilt ein Dienstverhältnis nicht als aufgelöst. Damit eine Entlassungsentschädigung im Sinne des Paragrafen 24 Nummer 1a des Einkommensteuergesetzes vorliegt, muss diese für entgangene oder entgehende Einnahmen gewährt werden. Üblicherweise erhält ein Arbeitnehmer die Abfindung, weil er künftig keinen Lohn mehr erhalten wird.

    Vorsicht bei Zahlung in Raten

    Der ermäßigte Steuersatz auf die Abfindung ist grundsätzlich nur möglich, wenn sie in einem Betrag ausbezahlt wurde. Dabei wäre es in vielen Fällen steuerlich günstiger, wenn sie in zwei Raten bezahlt werden könnte. Schließlich hat der Gekündigte im Folgejahr – oft ohne neuen Arbeitsplatz – geringere Einkünfte zu versteuern, und der Grundfreibetrag (und gegebenenfalls weitere Freibeträge wie Kinderfreibeträge) führen zu einer niedrigeren Bemessungsgrundlage.

    Dass die Abfindung aufgespalten werden kann, haben die höchsten Steuerrichter abgesegnet (BFH, Urteil vom 11. November 2009, Az. IX R 1/09). Bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über die Abfindungshöhe ist mithin die darauf entfallende Einkommensteuer zu berücksichtigen.

    Wenn die Abfindung aufgespalten wird, kann die Fünftel-Regelung nicht mehr für alle Raten angewandt werden, es sei denn, es wird nicht mehr als fünf Prozent der Hauptsumme auf ein anderes Kalenderjahr verschoben (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 4. März 2016, Az. IV C 4 – S 2290/07/10007 :031). Diese 10-Prozent-Grenze akzeptieren Finanzämter in allen offenen Fällen. Damit setzt die Finanzverwaltung ein steuerzahlerfreundliches Urteil um (Bundesfinanzhof, Urteil vom 13. Oktober 2015, Az. IX R 46/14). Bislang durfte die Teilrate maximal 5 Prozent betragen, um den Steuervorteil nicht zu gefährden.

    Anlage der Abfindung fürs Alter spart Steuern

    Um Abfindungen möglichst günstig zu versteuern, gibt es noch eine Möglichkeit: die sofortige Einzahlung in eine

    • Direktversicherung,
    • in eine „Rürup-Rentenversicherung“ (Basisrente) gegen Einmalzahlung oder
    • in die gesetzliche Rentenversicherung.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sonderfall beschränkt Steuerpflichtige

    Als beschränkt Steuerpflichte gelten diejenigen, die in Deutschland weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt haben. Deren in Deutschland erzielte Einkünfte sind nur beschränkt steuerpflichtig. In Paragraf 49 EStG sind die inländischen Einkünfte aufgeführt, die in Deutschland zu versteuern sind.

    Nicht dazu gehören Abfindungen eines in die Schweiz verzogenen und zuvor in Deutschland tätigen Arbeitnehmers. Dies entschied der BFH in seinem Urteil vom 10. Juni 2015 (Az. I R 79/13; veröffentlicht am 30. September 2015). In dem Fall war entscheidend, dass in Artikel 15 Absatz 1 Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz kein deutsches Besteuerungsrecht für eine Abfindungszahlung vorgesehen ist.

    Abfindung und Einkommensteuer

    Bei einer Abfindung verdient sich das Finanzamt regelmäßig eine goldene Nase. Zwar ist eine Abfindung frei von Abzügen der Sozialversicherungen wie Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Aber die Abfindung ist immer eine Teilkompensation für in absehbarer Zukunft entgehenden Lohn, wird aber im Gegensatz zum Arbeitslohn sehr häufig als Einmalzahlung überwiesen. Da das Finanzamt nicht zwischen Abfindung und "normalem" Arbeitslohn unterscheidet, unterstellt es eine regelmäßige monatliche Zahlung in dieser Höhe, was zu erheblichen Lohnsteuerabzügen führt.

    In diesem Beitrag erfahren Sie,

    Abfindungsrechner

    Steuerrechner

    Pendlerpauschale

    Abfindung: Welche Regeln gibt es und was muss ich beachten?

    Abfindungen sind finanzielle Leistungen, die der Arbeitnehmer als Ausgleich für die Nachteile erhält, die mit der Auflösung oder Änderung seines Arbeitsverhältnisses verbunden sind. Häufigste Gründe sind der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine zeitliche Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Zufluss der Abfindung und Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht erforderlich. Ein erhebliches zeitliches Auseinanderfallen der beiden Ereignisse kann jedoch den sachlichen Zusammenhang infrage stellen. Abfindungen können in einer Summe, in Teilbeträgen oder in fortlaufenden Beträgen ausgezahlt werden. Oft ist dies individuelle Verhandlungssachen zwischen Ihnen und dem Arbeitgeber.

    Zahlungen zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche (z. B. rückständiger Arbeitslohn), die der Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis bis zum Zeitpunkt der Auflösung erlangt hat, sind nicht Teil der Abfindung. Im Regelfall kann davon ausgegangen werden, dass bei Zahlung einer Abfindung der Arbeitgeber die Auflösung veranlasst hat.

    Gibt es einen Anspruch auf eine Abfindung?

    Einen generellen Rechtsanspruch auf eine Abfindung gibt es in Deutschland nicht. Allerdings sind viele Arbeitgeber bereit, im Rahmen eines Aufhebungsvertrags eine Abfindung zu zahlen, wenn sie sich dadurch einen – hГ¤ufig langwierigen und in jedem Fall teuren – Gang vor das Arbeitsgericht ersparen kГ¶nnen. DarГјber hinaus gibt es auch zahlreiche FГ¤lle, in denen Arbeitnehmer einen echten Rechtsanspruch auf eine Abfindung haben. Solche anspruchsbegrГјndeten Abfindungsregelungen gibt es beispielsweise in folgenden FГ¤llen:

    • Vereinbarung in TarifvertrГ¤gen
    • Mit dem Betriebsrat vereinbarte SozialplГ¤ne
    • Entsprechend individuelle Vereinbarungen im Arbeitsvertrag (Гјblich v.a. bei FГјhrungspositionen, z. B. GeschГ¤ftsfГјhrern)

    In Verhandlungen um einen Aufhebungsvertrag "tauschen" Sie gewissermaßen den Bestandsschutz Ihres Arbeitsverhältnisses gegen eine Abfindung ein. Dabei sind Ihre Chancen, eine Abfindung in entsprechender Höhe durchzusetzen, umso besser, je höher der Bestandsschutz ihres Arbeitsverhältnisses ist. Die Faktoren für die juristische Bewertung des Bestandsschutzes sind sehr vielfältig, zu Ihnen gehören typischerweise die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die individuelle Situation/Position im Betrieb (z.B. Betriebsratszugehörigkeit), die private Situation (Alter, Kinder, Behinderungen etc.), der Grund für die (drohende) Kündigung (z.B. Wegfall des Arbeitsplatzes) und viele andere. Eine detaillierte, schematische Einordnung ist hier nicht allgemeingültig möglich, im Grundsatz aber gilt: Je höher der Bestandsschutz Ihres Arbeitsverhältnisses, umso eher wird der Arbeitgeber bereit sein, über eine entsprechende Abfindung zu verhandeln.

    Abfindungsrechner steuern.de

    Unser Abfindungsrechner, der auch Lohnersatzleistungen berücksichtigt, berechnet Ihnen die zu zahlende Einkommensteuer. Da Abfindungen frei von Sozialabgaben sind, bleibt bei Abfindungen mehr Geld übrig als bei regulärem Einkommen.

    Wie wird die Abfindung besteuert?

    Unser Abfindungsrechner berechnet die Steuern, die auf Abfindungen anfallen und berücksichtigt dabei auch Lohnersatzleistungen. Abfindungen sind zwar nicht sozialabgabenpflichtig, aber voll steuerpflichtig. Es ist allerdings unter bestimmten Voraussetzungen möglich, eine Steuerermäßigung in Form der sogenannten Fünftelregelung (Tarifermäßigung) zu erreichen. Die Anwendung der Tarifermäßigung hängt von folgenden Voraussetzungen ab:

    • Die Abfindung muss eine EntschГ¤digung im Sinne des В§ 24 Nr. 1 EStG (Einkommensteuergesetz) sein.
    • Es muss eine sogenannte Zusammenballung von EinkГјnften in einem Jahr vorliegen.

    Wann ist die Abfindung eine Entschädigung?

    Eine Entschädigung liegt dann vor, wenn die Abfindung als Folge einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses gezahlt wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie bereits vorher vertraglich vereinbart wurde. Weitere Voraussetzungen sind:

    • Dass anstelle der geschuldeten Leistung (z. B. Lohn) eine andere tritt. Diese andere Leistung muss auf einem anderen, eigenstГ¤ndigen Rechtsgrund beruhen, z. B. der AuflГ¶sungsvereinbarung.
    • Die Abfindung darf keine Abgeltung bereits erworbener AnsprГјche sein (also z.B. nicht bezahlter Arbeitslohn).

    Neben der Hauptentschädigung sind geringe Zusatzleistungen möglich, die aus sozialer Fürsorge für eine gewisse Übergangszeit in späteren Jahren geleistet werden. Derartige ergänzende Zusatzleistungen können beispielsweise die befristete Weiternutzung des Dienstwagens, die befristete Übernahme von Versicherungsbeiträgen oder befristete Zahlungen für die Altersvorsorge sein.

    Kriterien fГјr die Zusammenballung von EinkГјnften

    Eine Zusammenballung von Einkünften liegt vor, wenn die anlässlich der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gezahlte Entschädigung höher ist als der durch die Auflösung des Arbeitsverhältnisses entgehende Lohn. Die Voraussetzung ist nicht gegeben, wenn die Entschädigung nicht mit regulären Einkünften zusammentrifft und sich die Einkünfte trotz Entschädigung absenken.

    Verglichen werden die real verwirklichten Einkünfte mit den fiktiven Einkünften, die erzielt worden wären, wenn das Arbeitsverhältnis nicht beendet worden wäre. Hierbei werden auch Erkrankungen und darauf beruhende niedrigere Einkünfte berücksichtigt.

    Wichtig: Beziehen Sie weitere Einnahmen, die Sie bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses nicht bezogen hätten (z. B. aus einem neuen Arbeitsverhältnis) sind diese in die Berechnung der Zusammenballung einzubeziehen.

    Die Anwendung der begünstigten Tarifermäßigung setzt außerdem voraus, dass die Entschädigungsleistungen zusammengeballt in einem Veranlagungszeitraum zufließen (dass also nicht beispielsweise mehrere Teilbeträge in unterschiedlichen Jahren gezahlt werden). Ausnahme: die abweichenden Teilbeträge betragen insgesamt max. 5 % der Hauptleistung.

    Praxis-Beispiel: Ihr Arbeitsverhältnis wurde zum 1.12.2016 durch den Arbeitgeber beendet. Ihnen steht vertraglich eine Abfindung von 50.000 EUR zu. Davon wird Ihnen ein Teilbetrag von 2.500 EUR im Dezember 2016 ausbezahlt. Die Hauptzahlung von 47.500 EUR erfolgt im Februar 2017.

    Folge: Die Teilzahlung muss 2016, die Hauptzahlung 2017 voll versteuert werden. Eine Tarifermäßigung in Form der Fünftelregelung kommt nicht in Frage, weil die Teilzahlung ca. 5,26 % der Hauptleistung beträgt.

    Alternative: Wenn Sie stattdessen eine Teilzahlung in Höhe von 2.000 EUR und eine Hauptzahlung von 48.000 EUR vereinbaren, muss nur die Teilzahlung voll versteuert werden; die Hauptzahlung kann dagegen ermäßigt (nach der Fünftelregelung) besteuert werden. Der Grund: Die Teilzahlung beträgt lediglich rund 4,1 % der Hauptzahlung.

    Nicht schädlich ist es dagegen, wenn die Auflösungsvereinbarung von einem einmaligen Zufluss ausgeht, aber wegen versehentlich zu niedriger Auszahlung eine spätere Restzahlung erfolgt. Unschädlich ist auch eine Nachzahlung nach einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber.

    Achtung: Im Falle einer Nachzahlung mГјssen Sie einen Antrag auf abweichende Steuerfestsetzung bei Ihrem Finanzamt stellen. Die Nachzahlung wird dann im Jahr der Hauptleistung mitversteuert.

    So berechnen Sie die Einkommensteuer mit der FГјnftelregelung

    Bei der Fünftelregelung werden die begünstigten Einkünfte rechnerisch auf 5 Jahre verteilt. Das führt dazu, dass die Steuerlast erheblich geringer ausfällt, als wenn Sie die Abfindung als Einkommen innerhalb eines Jahres versteuern müssten. Das Finanzamt geht bei der Fünftelregelung folgendermaßen vor:

    • Die Einkommensteuer fГјr das zu versteuernde Einkommen – ohne die auГџerordentlichen EinkГјnfte – wird ermittelt (= Steuerbetrag 1).
    • AnschlieГџend wird dieses zu versteuernde Einkommen um ein FГјnftel der auГџerordentlichen EinkГјnfte erhГ¶ht und auch daraus die Steuer berechnet (= Steuerbetrag 2).
    • Der Differenzbetrag der beiden SteuerbetrГ¤ge (1 und 2) ist zu verfГјnffachen und stellt die ermäßigte Einkommensteuer fГјr die Abfindung dar (= Steuerbetrag 3).
    • Die festzusetzende Steuer fГјr das Jahr der Abfindung ergibt sich aus der Summe der SteuerbetrГ¤ge 1 und 3.

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    Abfindungsrechner 2018 –

    Rechner zur Besteuerung der Abfindung

    Um Ihnen die Berechnung der Abfindung zu erleichtern, finden Sie auf dieser Seite einen Online-Rechner, der Ihren Steuerbetrag für die Abfindung ermittelt. Sie benötigen lediglich die Ihnen bereits vorliegenden Daten und können auf diesem Weg ein sofortiges Ergebnis erhalten. Ermitteln Sie anhand Ihres Bruttojahresgehalts sowie der Höhe Ihrer Abfindung das entsprechende und detailliert aufgeführte Steueraufkommen. Nutzen Sie unseren Abfindungsrechner:

    Der Rechner wird geladen .

    Nach dem Abfindungsrechner – Zusatzinfos zu Abfindungen

    Möchte ein Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen, so wird häufig die Zahlung einer Abfindung angeboten. Diese richtet sich nach den gesetzlichen oder tariflichen Vorgaben, die sich beispielsweise aus der Länge der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers ergeben oder nach der Kulanz des Arbeitgebers. Die Abfindung darf frühestens in dem Monat ausgezahlt werden, in dem das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde und hat in jedem Fall sowohl eine Auswirkung auf die Zahlung von Arbeitslosengeld sowie auf die Besteuerung der Einkünfte.

    Besteuerung von Abfindungen nach der Fünftelregelung

    Früher wurden bei der Besteuerung von Abfindungen festgelegte Freibeträge berücksichtigt, die zwischen 7.200 Euro und 11.000 Euro lagen. Nach einer Gesetzesanpassung sind diese jedoch entfallen, dafür wird die so genannte Fünftelregelung angewandt. Es wird die Differenz der Steuer für das Einkommen ohne Abfindung und der Steuer für das Einkommen inklusive einem Fünftel der Abfindung gebildet. Diese Differenz bildet dann den Steuerbetrag für ein Fünftel der Abfindung und muss nur noch verfünffacht werden, um die Steuer für die gesamte Abfindung zu erhalten. So ergibt sich eine geringere Steuerprogression und damit eine deutlich geringere Steuerbelastung, als wenn der Gesamtbetrag in einer Summe der Steuer unterworfen würde. Dies leitet sich aus der Staffelung der Einkommensteuertabellen ab. Die genauen Auswirkungen der Besteuerung entnehmen Sie unserem Abfindungsrechner oben auf der Seite. Oder schauen Sie sich folgendes Beispiel zur Berechnung der Steuer auf die Abfindung an.

    Beispiel zur Besteuerung der Abfindung

    Herr Schulz hat 2018 ein Jahreseinkommen von 60.000 Euro und erhält eine Abfindung in Höhe von 100.000 Euro. Er ist ledig und ist aus der Kirche ausgetreten.

    (60.000 + 1/5 der Abfindung)

    Grundtarif oder Splittingtarif

    Der Grundtarif gilt für Unverheiratete und getrenntveranlagte Ehepaare. Der Splittingtarif wird bei zusammenveranlagten Ehepaaren angewendet.

    Tipp zur Auszahlung von Abfindungen

    Soll die betriebsbedingte Kündigung im November oder Dezember eines Jahres wirksam werden, so ist es möglich, den Auszahlungsbetrag auf zwei Jahre aufzuteilen. Somit hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, die anfallenden Steuerbeträge möglichst gering zu halten und ebenfalls aufzuteilen. Noch ein Tipp: Wenn Sie noch Unsicherheiten bzgl. Ihrer Lohnsteuer oder der zu erstellenden Steuererklärung haben, empfehlen wir immer den Kontakt mit einem Anwalt oder Steuerberater. Dieser berät Sie auch bei detaillierten Berechnungen der Nettoabfindung und einer möglichen Zusammenballung von Einkünften.

    Источники: http://www.finanztip.de/abfindung-steuerermaessigung/, http://www.steuern.de/abfindung.html, http://www.smart-rechner.de/abfindung/rechner.php

    Arbeitslosengeld ii progressionsvorbehalt

    0

    Einnahmen die dem Progressionsvorbehalt unterliegen:

    Achtung – Es gibt weitere Einnahmen – die zwar keine Lohnersatzleistungen sind – jedoch steuersatzerhöhend (Progressionseinkünfte) sind. Das sind z.B. ausländische Einkünfte. Diese sind meist kompliziert(er) im Handling, und werden von uns in einem eigenen Artikel erklärt.

    Steuerfreie Auslandseinkünfte unterliegen dem Progressionsvorbehalt:

    Die Freistellungsmethode mit Anwendung des Progressionsvorbehaltes, greift nach den deutschen DBA`s meist bei folgenden ausländischen Einkünften:

    • aus Gewerbebetrieb (Unternehmensgewinne aus Betriebsstätte, z.T. aber nur, wenn sie aus einer aktiven Tätigkeit stammen – sog. Aktivitätsvorbehalt),
    • aus nichtselbstständiger Tätigkeit,
    • aus selbstständiger Tätigkeit, die in einer festen Einrichtung ausgeübt wird,
    • aus unbeweglichem Vermögen, wenn kein Ausnahmefall vorliegt,
    • aus Schachteldividenden.

    Wie funktioniert der Progressionsvorbehalt?

    1. Ganz einfach gesagt (Besonderheiten ignoriert) wird im Ersten Schritt zunächst das zu versteuernde Einkommen (z.v.E.) ohne die Einkünfte die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, ermittelt.
    2. Danach wird das z.v.E. um die Einkünfte, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, erhöht und berechnet welcher Durchschnittssteuersatz (%) sich hierbei ergibt.
    3. Dieser etwas erhöhrte Steuersatz in % wird auf das Einkommen ohne die Progressionsvorbehaltseinkünfte angewendet und der sich ergebende €-Steuerbetrag bildet die zu zahlende Einkommensteuer.

    5 Kommentare zum Artikel "Welche Einnahmen unterliegen dem Progressionsvorbehalt ?":

    Bearbeitet am 23.01.2017 von S. Härtl

    Im Voraus besten Dank und freundliche Grüße

    der Zuschuss zur Krankenversicherung zählt zur Rente.

    Dieser wird mit dem gleichen Anteil steuerfrei und steuerpflichtig wie Ihre Rente selbst.

    Der Zuschuss der DRV zur KV unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt.

    (kostenlos und unverbindlich)

    Bearbeitet am 15.02.2017 von S. Härtl

    Bearbeitet am 16.08.2017 von S. Härtl

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    Progressionsvorbehalt

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    Progressionsvorbehalt bei der Arbeitnehmerveranlagung / 9 Einnahmen, die nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegen

    Der Katalog der Nr. 1 in § 32b Abs. 1 EStG ist abschließend; dort nicht aufgeführte Leistungen unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt. Die nachfolgende Aufstellung enthält eine beispielhafte Aufzählung von steuerbefreiten Leistungen, die nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegen:

    • Arbeitslosengeld II;
    • Aussperrungsunterstützungen;
    • Betreuungsgeld;
    • Ein-Euro-Jobs;
    • Eingliederungsbeihilfe;
    • Europagehalt bzw. Europazulage (neben dem nationalen Gehalt bezogene Vergütung) für Lehrer an europäischen Schulen;
    • HIV-Hilfeleistungen;
    • Höherversicherungsbeiträge des Arbeitgebers bei einer Altersteilzeit;
    • Krankentagegeld einer privaten Krankenversicherung;
    • Sozialhilfe;
    • Streikunterstützungen;
    • Überbrückungsgeld nach dem SGB III;
    • Unterhaltsgeld als Darlehen.

    Nach Auffassung der Verwaltung handelt es sich bei den folgenden Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen nicht um vergleichbare Lohnersatzleistungen i. S. d. § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG:

    • Verdienstausfall im Zusammenhang mit der Gewährung von Haushaltshilfe nach § 38 Abs. 4 Satz 2 SGB V, wenn es sich um Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad oder die Ehepartner oder die Lebenspartner i. S. d. Lebenspartnerschaftsgesetzes handelt;
    • Verdienstausfall bei häuslicher Krankenpflege nach § 37 Abs. 4 SGB V, wenn es sich bei der Pflegeperson um Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad oder die Ehepartner oder die Lebenspartner i. S. d. Lebenspartnerschaftsgesetzes handelt, und Mitaufnahme einer Begleitperson zur stationären Behandlung aus medizinischen Gründen nach § 11 Abs. 3 SGB V;
    • Verdienstausfall an Lebend-Organ-Spender;
    • Verdienstausfall im Fall der Gewährung häuslicher Pflege nach § 198 RVO bzw. Haushaltshilfe nach § 199 RVO bei Schwangerschaft und Mutterschutz, wenn es sich um Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad oder die Ehepartner oder die Lebenspartner i. S. d. Lebenspartnerschaftsgesetzes handelt.
    • Wehrsold;
    • Wintergeld;
    • Wohngeld.

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    Источники: http://www.steuerberater-muenchen24.de/Aktuelles/Welche_Einnahmen_unterliegen_dem_Progressionsvorbehalt, http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/progressionsvorbehalt.html, http://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/progressionsvorbehalt-bei-der-arbeitnehmerveranlagung-9-einnahmen-die-nicht-dem-progressionsvorbehalt-unterliegen_idesk_PI11525_HI2530847.html