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Fahrtkosten bewerbung steuererklärung

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Lohnsteuer kompakt FAQs

Die ganze Welt des Steuerwissen

Bewerbungskosten

Welche Kosten kann ich als Bewerbungskosten absetzen?

Sie bewerben sich um eine neue Stelle? Dann können Sie die dabei entstehenden Kosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Ob Sie sich dabei aus einer bestehenden Beschäftigung heraus bewerben oder arbeitssuchend sind, ist nicht relevant. Auch der Erfolg der Bewerbung spielt keine Rolle.

Bewerbungskosten können bei Lohnsteuer kompakt im Bereich „Arbeitnehmer> Ausgaben > Bewerbungskosten“ angegeben werden. Sie können dann alle Aufwendungen absetzen, die Ihnen im Zusammenhang mit der Bewerbung entstanden sind.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Ausgaben für Passfoto
  • Fotokopien
  • Schnellhefter, Klarsichthüllen
  • Porto
  • amtliche Beglaubigungen
  • Briefpapier, Briefumschlag
  • Bücher oder Computer-Programme zum Thema Bewerbung und Vorstellung
  • Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch
  • Kosten für Stellenanzeigen
  • Wochenendausgaben von überregionalen Tageszeitungen, die bekannt für einen großen Stellenmarkt sind, z.B. die FAZ oder die Süddeutsche Zeitung

Sind Belege nicht mehr vollständig vorhanden, können die Aufwendungen in der Steuererklärung auch mit Pauschalbeträgen glaubhaft gemacht werden.

Finanzbeamte sind bei Bewerbungskosten oft etwas großzügiger, was die Nachweispflicht angeht. So akzeptieren viele Finanzämter auch eine Pauschale. Allerdings haben Sie auf eine solche Pauschale keinen Anspruch.

Bei höheren Kosten kommen Sie in keinem Fall um einen Nachweis herum, denn dann ist die so genannte Nichtaufgriffsgrenze in der Regel überschritten. Sie müssen folglich davon ausgehen, dass der Sachbearbeiter einen Nachweis über die Aufwendungen verlangen kann. Die Kosten können Sie zum Beispiel durch eine Kopie der Bewerbung, durch Einladungsschreiben zu Vorstellungsgesprächen oder auch durch Zusagen/Absagen der Firma nachweisen.

Wie viel kann ich als Bewerbungskosten pauschal absetzen?

Finanzbeamte sind bei Bewerbungskosten allerdings oft etwas großzügiger, was die Nachweispflicht angeht. So akzeptieren viele Finanzämter auch eine Pauschale. Allerdings haben Sie auf eine solche Pauschale keinen Anspruch. Wollen Sie eine Pauschale je Bewerbung ansetzen, kommt es auf das Verständnis des jeweiligen Sachbearbeiters an.

Bei höheren Bewerbungskosten kommen Sie in keinem Fall um einen Nachweis herum, da dann die so genannte Nichtaufgriffsgrenze in der Regel überschritten ist.

Wenn Sie die einzelnen Posten nicht nachweisen können, sollten Sie diese schätzen. Das Finanzgericht Köln hält dabei folgende Beträge für angemessen (FG Köln vom 7.7.2004, 7 K 932/03):

  • für eine Bewerbung mit Bewerbungsmappe 9,00 Euro,
  • für eine Bewerbung ohne Bewerbungsmappe 2,50 Euro.

Kann ich Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch absetzen?

Sie können die Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch mit 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer geltend machen. Um die Fahrtkosten mit Erfolg absetzen zu können, notieren Sie – entweder auf dem Einladungsschreiben oder einer Bestätigung des einladenden Unternehmens – die Anzahl der gefahrenen Kilometer für den Hin- und den Rückweg. Um die Fahrtkosten (0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer) für das Veranlagungsjahr 2017 zu erfassen, legen sie auf der Seite „Bewerbungskosten“ einfach einen Punkt „Fahrtkostenpauschale: X km am TT.MM.JJJJ“ an. Als Betrag geben Sie dann das Ergebnis Ihrer eigenen Berechnung an, z.B. Fahrtkosten: 70 km am 04.05.2017 >>> 70*0,30 = 21,00 Euro = abzugsfähige Fahrtkosten.

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  • Schnelle Antworten bei Fragen

Bewerbungskosten

Summe aller Bewerbungskosten, die Sie bisher erfasst haben.

Bezeichnung

Geben Sie an, welche Bewerbungskosten Ihnen entstanden sind.

Sie können dann alle Aufwendungen absetzen, die Ihnen im Zusammenhang mit der Bewerbung entstanden sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Ausgaben für Passfoto
  • Fotokopien
  • Schnellhefter, Klarsichthüllen
  • Porto
  • amtliche Beglaubigungen
  • Briefpapier, Briefumschlag
  • Bücher oder Computer-Programme zum Thema Bewerbung und Vorstellung
  • Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch
  • Kosten für Stellenanzeigen
  • Wochenendausgaben von überregionalen Tageszeitungen, die bekannt für einen großen Stellenmarkt sind, z.B. die FAZ oder die Süddeutsche Zeitung

Finanzbeamte sind bei Bewerbungskosten oft etwas großzügiger, was die Nachweispflicht angeht. So akzeptieren viele Finanzämter auch eine Pauschale. Allerdings haben Sie auf eine solche Pauschale keinen Anspruch.

  • Pauschal 9,00 Euro pro Bewerbungsmappe
  • Pauschal 2,50 Euro pro einfacher Bewerbungsmappe (z.B. bei Online-Bewerbung)

Berufen können Sie sich bei diesen Beträgen auf das FG Köln (Urteil vom 7.7.2004, 7 K 932/03).

Geben Sie an, in welcher Höhe Ihnen Bewerbungskosten entstanden sind.

Sind Ihnen Reisekosten im Rahmen der Bewerbung entstanden?

Wenn Ihnen Reisekosten im Rahmen einer Bewerbung entstanden sind, können Sie diese in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Setzen Sie in diesem Fall hier ein Häkchen.

Lohnsteuer kompakt FAQs

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Kann ich Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch absetzen?

Sie können die Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch mit 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer geltend machen. Um die Fahrtkosten mit Erfolg absetzen zu können, notieren Sie – entweder auf dem Einladungsschreiben oder einer Bestätigung des einladenden Unternehmens – die Anzahl der gefahrenen Kilometer für den Hin- und den Rückweg. Um die Fahrtkosten (0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer) für das Veranlagungsjahr 2017 zu erfassen, legen sie auf der Seite „Bewerbungskosten“ einfach einen Punkt „Fahrtkostenpauschale: X km am TT.MM.JJJJ“ an. Als Betrag geben Sie dann das Ergebnis Ihrer eigenen Berechnung an, z.B. Fahrtkosten: 70 km am 04.05.2017 >>> 70*0,30 = 21,00 Euro = abzugsfähige Fahrtkosten.

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    PC Magazin (05.04.2016)

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    Bewerbungskosten können Sie von der Steuer absetzen

    Briefmarke, Fahrtkosten, Hotel: Jeden Cent, den Sie für die Jobsuche ausgeben, können Sie in Ihre Steuererklärung eintragen.

    Christine hat gerade ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau beendet. Seit ein paar Wochen schreibt sie fleißig Bewerbungen. Endlich hat sie eine große Baumarkt-Kette zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Christine freut sich und nimmt die gut 300 Kilometer Wegstrecke nach Frankfurt gerne in Kauf. Weil ihr Vorstellungstermin bereits um 8 Uhr morgens ist, hat sie sich für eine Nacht in einem kleinen Hotel eingemietet. Sie hofft, dass sich ihre Mühen für sie lohnen. Immerhin – egal ob sie genommen wird oder nicht – sie kann sämtliche Bewerbungskosten von der Steuer absetzen.

    Jobsuche: Was Sie genau absetzen können

    Christine zählt alle Bewerbungskosten am Jahresende zusammen und zieht sie von ihrem Jahreseinkommen ab. Nur auf das, was übrig bleibt, muss sie Steuern zahlen. Zu den Bewerbungskosten gehören:

    • Einfache und beglaubigte Kopien
    • Briefpapier, BriefumschlГ¤ge und Briefmarken
    • Hefte, Klarsichtfolien und PrГ¤sentationsmappen
    • Bewerbungsfotos und Musterarbeiten
    • BГјcher mit Tipps zur Bewerbung oder auch Bewerbungsseminare
    • Stellenanzeigen und Internet- oder Telefonkosten
    • Kosten fГјrs Probearbeiten, wenn der potentielle Arbeitgeber diesen Kosten nicht ersetzt
    • Fahrtkosten mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer, wenn der potentielle Arbeitgeber die Kosten nicht Гјbernimmt

    В Alle wichtigen Infos erfahren Sie auch in Sekundenschnelle in unserem Video:

    Unser Tipp:

    Egal, ob die Bewerbung Erfolg hatte oder nicht, sammeln Sie alle Quittungen und Belege Ihrer Ausgaben und legen Sie diese Ihrer Steuererklärung bei.

    Und auch wenn Ihnen Belege verloren gegangen sind oder Sie gar keine gesammelt haben, können Sie Ihre Bewerbungskosten von der Steuer absetzen: Für eine Bewerbung per Post und mit Bewerbungsmappe gibt es pauschal 8,70 Euro, für eine Online-Bewerbung können Sie 2,55 Euro in die Steuererklärung eintragen. Manche Finanzämter genehmigen pauschal 10 bis 15 Euro pro Bewerbung und wollen dafür als Nachweis lediglich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch oder einen Absagebrief.

    Inhalt teilen:

    Гњberblick

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    Источники: http://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2017/125/bewerbungskosten, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2017/961/kann_ich_fahrtkosten_zum_vorstellungsgespraech_absetzen, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/bewerbungskosten-koennen-sie-von-der-steuer-absetzen.html

Brille von der steuer absetzen

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Kann man das absetzen?

Brille absetzen

Kann man Brille bei der Steuer absetzen?

Die Kosten einer Brille können Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen. Wichtig ist, dass Sie ein ärztliches Attest vorlegen können. Wenn es sich um eine Schutzbrille, Bildschirmbrille oder Lupenbrille handelt, die Sie für Ihren Beruf benötigen, können Sie die Kosten für eine Brille als Werbungskosten bei Ihren Einkünften als Arbeitnehmer abziehen,

Steuerrechner

Weitere Informationen zum Thema Brille absetzen

Eine Brille (oder Kontaktlinsen) inklusive laufender Kosten (etwa für Pflegemittel) gilt als technisches Hilfsmittel im Rahmen von Krankheitskosten. Da es sich um sogenannte zwangsläufige Kosten handelt (wie etwa Operationen, Zahnbehandlungen, Medikamente oder Krankenhausaufenthalte) sind die Kosten unter den außergewöhnlichen Belastungen einzuordnen.

Die Finanzämter verlangen allerdings entsprechende Nachweise. Im Krankheitsfall heißt das: Verordnung eines Arztes oder eines Heilpraktikers für Arznei-, Heil- oder Hilfsmittel. Bei außergewöhnlichen Maßnahmen fordert das Finanzamt auch die Vorlage eines amtsärztlichen Attests.

Außergewöhnliche Belastungen werden bei der Berechnung der Einkommensteuer nur insoweit berücksichtigt, als die Kosten die zumutbare Belastung übersteigen. Die Höhe der zumutbaren Belastung ist in der Übersicht dargestellt:

Sie haben für Zahnbehandlungen eine Zahnarztrechnung über insgesamt 2.400 € erhalten.

Sie sind verheiratet und Eltern von zwei Kindern. Der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte beträgt 27.500 €. Daraus ergibt sich eine zumutbare Belastung abgerundet 671,00 € (2% von 15.340 € = 306,80 und 3% von 12.160 € = 364,80 €). 1.729,00 € können Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen.

Sie sind ledig und haben eine Tochter. Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte beläuft sich auf 25.000 €. Damit beträgt die zumutbare Belastung abgerundet 596,00 € (2% von 15.340 € = 306,80 und 3% von 9.660 € = 289,80 €). Sie haben abziehbare außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 1.804,00 €.

Sie sind verheiratet, kinderlos und werden zusammen veranlagt. Ihr gemeinsamer Gesamtbetrag der Einkünfte ist 45.000 €. Somit haben Sie eine gemeinsame zumutbare Belastung abgerundet von 2.096,00 € (4% von 15.340 € = 613,60 und 5% von 29.660 € = 1.483,00 €). Die zumutbare Belastung wird um 304,00 € überschritten, die Sie als außergewöhnliche Belastung abziehen können.

Sie benötigen ein ärztliches Attest (bei außergewöhnlichen Belastungen) und die Rechnung über die Kosten der Brille.

In Einzelfällen können Brillen auch zu den Werbungskosten oder Betriebsausgaben zählen, wenn es sich um eine typische Berufskrankheit handelt oder ein Zusammenhang mit dem Beruf eindeutig feststeht.

Lina arbeitet als Sekretärin. Sie muss feststellen, dass sie die Zahlen auf dem Bildschirm nicht mehr richtig lesen kann. Lina erhält vom Augenarzt ein Rezept, dass sie eine Brille für die Arbeit benötigt. Die Kosten für die Brille in Höhe von 500 € kann Lina in ihrer Einkommensteuererklärung als Werbungskosten bei den Einkünften als Arbeitnehmer berücksichtigen.

Brille, Medikamente, Gehilfen, Fahrten zum Arzt: Diese Krankheitskosten kann man steuerlich absetzen

Brille, Medikamente, Therapien : Diese Gesundheitskosten können Sie steuerlich absetzen

Von Falk Zielke

Manche Ausgaben zur Linderung von Krankheiten lassen sich in der Steuererklärung absetzen.

Medikamente gegen den lästigen Heuschnupfen, eine teure Brille wegen der Sehschwäche und dann noch eine Zahnprothese – Gesundheit ist manchmal teuer. Doch es gibt eine gute Nachricht:

Sie können das Finanzamt an diesen Ausgaben oft beteiligen. Denn Ausgaben für die Gesundheit sind grundsätzlich steuerlich absetzbar.

Was gilt als Krankheitskosten?

„Krankheitskosten sind Aufwendungen, die zur Heilung oder zur Linderung einer Krankheit getragen werden müssen“, erklärt Nöll. Kosten, die entstehen, um eine Krankheit erträglicher zu machen, gehören ebenfalls dazu. Vorbeugende Krankheitskosten können hingegen nicht abgesetzt werden. Auch Behandlungen, die lediglich aus kosmetischen Erwägungen heraus vorgenommen werden, sind keine steuerlich relevanten Ausgaben.

Das Finanzamt erkennt die Aufwendungen zwar als außergewöhnliche Ausgaben an, berichtet die Stiftung Warentest in dem «Finanztest Spezial Steuern 2017». Allerdings müssen die Kosten über der zumutbaren Eigenbelastung liegen.

Erst ab einer bestimmten Grenze beteiligt sich der also Fiskus. „Außergewöhnliche Belastungen liegen grundsätzlich dann vor, wenn dem Steuerzahler größere Aufwendungen erwachsen, als sie der überwiegenden Mehrzahl von Steuerzahlern gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes entstehen“, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Das heißt: Das Finanzamt erkennt nicht den vollen Betrag an, sondern rechnet eine sogenannte zumutbare Belastung an.

Wie berechnet sich die Höhe der „zumutbaren Belastungen“?

Die Höhe der zumutbaren Belastung wird individuell berechnet. Sie richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. «Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 40 000 Euro wird der zumutbare Eigenanteil beispielsweise bei 1200 Euro im Jahr überschritten», rechnet Klocke vor.

Denn dieser liegt hier bei drei Prozent der Einkünfte. Singles ohne Kinder, die im vergangenen Jahr mehr als 51 130 Euro verdient haben, müssen mehr aus eigener Tasche zahlen: Sie können erst Kosten geltend machen, die sieben Prozent ihrer Einkünfte übersteigen – also über etwa 3579 Euro liegen.

Welche Kosten können Steuerzahler einreichen?

Der Fiskus erkennt zum Beispiel Ausgaben an für den Zahnarzt, die Geburt eines Kindes, für eine Brille oder für die Krankengymnastik, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Auch wer sich das Rauchen abgewöhnt, kann die Kosten dafür eventuell steuerlich absetzen. Bedingung ist hier: Die Krankenkasse hat die Kosten nicht übernommen. Zudem müssen Raucher ihre Nikotinsucht mit einem ärztlichen Attest belegen.

Abzugsfähig sind laut Stiftung Warentest auch Zuzahlungen zu rezeptpflichtigen Medikamenten. Als Nachweis genügt meist der Zahlungsbeleg der Apotheke. Übernimmt die Kasse die Medikamente nicht, sollte der Arzt sie mit einem grünen Rezept verordnen. Dies kann später als Nachweis dienen. Chronisch Kranke können eine Dauerverordnung vorlegen. Manche Apotheken erstellen auch eine Jahresübersicht über die Zahlungen des Patienten.

Abzugsfähig sind nicht nur Ausgaben für schulmedizinische Therapien. Auch die Kosten für alternative Behandlungen, zum Beispiel homöopathische Therapien, können Patienten unter Umständen absetzen. Vorausgesetzt: Die Behandlung ist medizinisch notwendig und wurde verordnet. Ebenfalls anerkannt werden in der Regel die Kosten Rollstühle, Krücken oder Rollatoren.

Wann können Krankheitskosten Betriebsausgaben sein?

Wurde eine Krankheit durch den Beruf bedingt, können die entstandenen Kosten auch Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten sein. Das kann laut BDL beispielsweise bei typischen Berufskrankheiten oder durch einen betrieblich bedingten Unfall der Fall sein.

Zuletzt bestätigte der BFH 2013, dass Aufwendungen zur Wiederherstellung der Gesundheit als Werbungskosten abziehbar sind, wenn es sich um eine Berufskrankheit handelt (Az.: VI R 37/12). Der Vorteil: „Hierbei gibt es das Kriterium der zumutbaren Eigenbelastung nicht“, erklärt Nöll. „Das heißt: Die Aufwendungen sind ab dem ersten Euro berücksichtigungsfähig.“ (dpa/red)

Durchblick: Lässt sich eine Brille von der Steuer absetzen? (Serie, Teil 33)

Die älteren unter den Lesern können sich vielleicht noch an den Werbespruch einer großen deutschen Optikerkette erinnern. „Und mein Papi hat keinen Pfennig dazu bezahlt!“, ließ ein kleines Mädchen mit lang gezogenem „keinen“ darin verlauten. Lang, lang ist es her. Wenigstens mein Vater konnte sich noch daran erinnern, war ja auch in den 80er Jahren.

Heutzutage gehen Brillen schnell richtig ins Geld, wenn man mal von den einfachen Lesebrillen für ein paar Euro im Drogeriemarkt absieht. Da wäre es doch schön, wenn man die Kosten für eine Brille irgendwie von der Steuer absetzen könnte. Als Werbungskosten zum Beispiel, schließlich braucht man die ja meist auch, um überhaupt arbeiten zu können.

So viele Menschen tragen eine Brille

Gründlich wie ich bin, habe ich erstmal ein bisschen im Thema recherchiert. Und fand, zumindest für mich, recht Erstaunliches. Mehr als 23 Millionen der über 14 Jahre alten Personen in Deutschland tragen ständig eine Brille! Über 18 Millionen gelegentlich, etwa als Lesebrille oder beim Autofahren (siehe Grafik, Quelle: www.statista.de). Gute 3 Millionen tragen zudem Kontaktlinsen.

Brille als Werbungskosten absetzen

Ich bin nicht nur gründich, sondern auch ehrlich. Deshalb: Die Chancen, eine Brille (oder gar Kontaktlinsen) als Werbungskosten absetzen zu können, sind klein. Sehr klein, um genau zu sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Brille ausschließlich bei der Arbeit verwenden. Das ist höchstrichterlich entschieden, schon 2005 vom Bundesfinanzhof (Az VI R 50/03). Kurz gesagt heißt es da, dass eine Brille nur nötig ist, weil man eine Sehschwäche hat. Und die Ausgaben, um diesen körperlichen Mangel zu korrigieren, gehören zur privaten Lebenssphäre. Klingt ein bisschen hart, denn im damaligen Fall ging es sogar um eine spezielle Computer-Arbeitsbrille. Nutzte aber auch nichts.

Die Kosten für eine Brille lassen sich nur als Werbungskosten absetzen, wenn Ihre Sehschwäche eindeutig auf Ihre Arbeit an einem Bildschirm zurückzuführen ist. Der Vollständigkeit halber erwähne ich auch noch Spezialbrillen, die sich absetzen lassen. Dazu gehören zum Beispiel Schutzbrillen im Labor – aber die haben ja nichts mit Brillen im Alltag zu tun.

Ausweg: Brille als außergewöhnliche Belastung absetzen

Immerhin lässt sich eine Brille dann doch noch absetzen, zumindest prinzipiell. Aufmerksame Leser meiner Serie erinnern sich vielleicht an Teil 19, den Beitrag über Krankheitskosten.

Kurz zusammengefasst stand da: Alle Kosten, die mit Krankheiten zusammenhängen – und dazu gehören auch Brillen – lassen sich als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Aber, und jetzt kommt das große Aber: Das funktioniert erst ab einer „zumutbaren Belastung“. Das heißt: Wenn Sie in einem Kalenderjahr zum Beispiel 800 Euro für Brille und andere Krankheitskosten ausgegeben haben, Ihre zumutbare Belastung aber bei 1.000 Euro liegt, können Sie gar nichts absetzen. Haben Sie aber 1.500 Euro Kosten, könnten Sie zwar absetzen, aber nicht die ganze Summe, sondern nur das, was über der zumutbaren Belastung liegt. Also hier 1.500 – 1.000 = 500 Euro. (Bei den Werbungskosten geht das Absetzen übrigens ab dem ersten Euro!)

Und, Sie fragen natürlich völlig zu Recht: Wie hoch ist meine zumutbare Belastung? Die beträgt zwischen 1 und 7 Prozent Ihres Jahreseinkommens und hängt vom Familienstand und der Anzahl der Kinder ab. Sie können das zum Beispiel mit diesem Online-Rechner nachprüfen.

Zusammenfassung: Brillen lassen sich in der Regel nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen, sondern nur als außergewöhnliche Belastung. Absetzen können Sie dann aber nur die Ausgaben, die über Ihrer zumutbaren Belastung liegen.

Geschrieben von: Theresa Voigt

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

vielen lieben Dank für den spannenden und hilfreichen Artikel. Ich habe bisher nie darüber nachgedacht, ob man die Brille in der Steuererklärung als Werbungskosten einbeziehen kann. Allerdings scheinen die Chancen auch ziemlich klein zu sein. Ich selber trage schon seit mehreren Jahren eine Brille und werde sie auch wahrscheinlich nicht wieder los werden. Eigentlich finde ich es auch gar nicht so schlimm, da es heute viele stylische Modelle gibt.

Das man seine eigene Brille steuerlich geltend machen kann, war mir bislang nicht bewusst. Würde ich diese von der Steuer absetzen, könnte ich rein theoretisch auch Kinderbrillen absetzen? Meine beiden Kinder tragen Brillen und daher kam mir der Gedanken. Umso mehr man absetzen kann, umso günstiger wird es im Endeffekt.

Hallo Frau Rosenbaum,

Voraussetzung ist meist ein ärztliches Attest. Vielleicht finden Sie in unserem Portal noch viele weitere Hinweise, was Sie absetzen können: http://www.kann-man-das-absetzen.de/

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Источники: http://www.kann-man-das-absetzen.de/brille/, http://mobil.ksta.de/ratgeber/finanzen/geld/brille–medikamente–therapien-diese-gesundheitskosten-koennen-sie-steuerlich-absetzen-1487544, http://www.smartsteuer.de/blog/2015/11/12/durchblick-laesst-sich-eine-brille-von-der-steuer-absetzen-serie-teil-33/

Lst karte

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Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

So funktioniert Elstam

  • Zuletzt aktualisiert: 21. November 2016
  • Von: Ludwig Heinz

Das sollten Sie wissen

  • Die Elektronischen Lohnsteuermerkmale, kurz Elstam, haben die Lohnsteuerkarte ersetzt.
  • Zum Datensatz gehören Ihre Steuerklasse, die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge, ob Sie Kirchensteuer zahlen und gegebenenfalls Ihr Freibetrag.
  • Ihr Arbeitgeber kann Ihre Daten elektronisch abrufen. Die beim Bundeszentralamt für Steuern gespeicherten Informationen sind verbindlich.
  • Bei einem Jobwechsel müssen Sie keine Lohnsteuerkarte mehr abgeben, sondern nur noch Ihre Steueridentifikationsnummer, Ihr Geburtsdatum und möglicherweise einen Lohnsteuerfreibetrag angeben.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Seit 2013 hat die alte Lohnsteuerkarte aus Karton endgültig ausgedient: Arbeitgeber und Finanzamt stützen sich auf die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, kurz Elstam. Dieses Verfahren ist praktisch eine elektronische Lohnsteuerkarte.

Elstam hat vor allem für Arbeitgeber zu organisatorischen Änderungen geführt. Es bringt allerdings auch für Arbeitnehmer Veränderungen mit sich: Wenn sich Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale ändern, ist zum Beispiel nicht mehr das Einwohnermeldeamt, sondern das Finanzamt Ihres Wohnorts dafür zuständig. Wollen Sie als Arbeitnehmer die Steuerklasse wechseln oder einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen, müssen Sie sich nun ebenfalls an das Finanzamt wenden. Änderungen melderechtlicher Daten hingegen, zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder -austritt, müssen Sie aber nach wie vor durch das Einwohnermeldeamt vornehmen lassen.

Helfer für die Steuererklärung

Das sind die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale

Bei den Elstam handelt es sich um die Informationen, die früher auf der Vorderseite Ihrer Lohnsteuerkarte aus Karton zu finden waren:

  • Steuerklasse
  • Kirchensteuermerkmal
  • Zahl der Kinderfreibeträge
  • Lohnsteuerfreibetrag

Diese Daten sind beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert und können vom Arbeitgeber per Computer abgerufen werden. Für den Arbeitgeber sind grundsätzlich nur noch die elektronisch gespeicherten Daten verbindlich: Sie sind für die Dauer des Arbeitsverhältnisses von ihm anzuwenden. Änderungen, beispielsweise ein Wechsel der Steuerklasse des Arbeitnehmers, stellt die Finanzverwaltung dem Arbeitgeber zur Verfügung. Mit der entsprechenden Software können nicht nur Daten abgerufen werden, sie aktualisieren sich nach Änderungen auch automatisch. Ihr Arbeitgeber muss also selbst nichts weiter tun.

Um die Elstam seiner Arbeitnehmer abrufen zu können, müssen sich Arbeitgeber für das Elster-Onlineportal registrieren. In der Regel besteht eine solche Anmeldung schon, weil dieser Weg für die Übermittlung von Lohnsteuerbescheinigungen bereits seit Längerem gesetzlich vorgeschrieben ist. Werden diese Aufgaben durch einen Steuerberater oder einen anderen Dienstleister wahrgenommen, erfolgt der Abruf der Daten über dessen Registrierung. In diesen Fällen ist die Registrierung des Arbeitgebers nicht erforderlich.

Was Sie beim Jobwechsel beachten müssen

Wenn Sie eine neue Stelle antreten, brauchen Sie zu Beginn dem Arbeitgeber nur folgende Informationen geben:

  • Ihr Geburtsdatum
  • Ihre Steueridentifikationsnummer
  • Ob es sich um ein Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt
  • Ob und in welcher Höhe ein Lohnsteuerfreibetrag besteht

Mithilfe dieser Angaben kann Ihr neuer Arbeitgeber Sie in der Elstam-Datenbank anmelden. Daraufhin erhält er vom Bundeszentralamt für Steuern eine sogenannte Anmeldebestätigungsliste mit Ihren aktuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Damit kann Ihr neuer Arbeitgeber den individuellen Lohnsteuerabzug für Sie vornehmen.

Wer die Daten abrufen kann

Informationssperre

Hat ein Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach der ungünstigsten Steuerklasse VI zu besteuern.

Nur Ihr aktueller Hauptarbeitgeber ist zum Abruf der Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale berechtigt. Haben Sie weitere Arbeitgeber, können auch diese die für die Lohnsteuerberechnung notwendigen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht aber nur ein Teil der Elstam zur Verfügung, nämlich der mögliche Abzug von Kirchensteuer, gegebenenfalls ein Freibetrag und die Steuerklasse VI, die Sie automatisch für jeden Arbeitgeber außer dem Hauptarbeitgeber zugewiesen bekommen.

Sie selbst können in einer Positivliste festlegen, welchem Ihrer Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon teilweise oder ganz ausgeschlossen sein sollen. So können Sie sicherstellen, dass nur das über Sie bekannt wird, was Ihr Arbeitgeber auch tatsächlich für Ihre Lohnabrechnung braucht. Einen Antrag müssen Sie beim für Sie zuständigen Finanzamt stellen.

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So nutzen Sie Ihr Auskunftsrecht

Auskünfte darüber, welche Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale beim Bundeszentralamt für Steuern für Sie gespeichert sind und welche Arbeitgeber sie in den letzten zwei Jahren abgerufen haben, erhalten Sie im Elster-Onlineportal. Dazu müssen Sie zwecks Registrierung Ihre Steuer-ID eingeben. Sie finden Ihre Daten meistens auch auf Ihrer Gehaltsabrechnung, sodass sie die Informationen abgleichen können. Darüber hinaus können Sie Auskünfte bei Ihrem zuständigen Finanzamt einholen.

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Artikel verfasst von

ehemaliger freier Finanztip-Mitarbeiter

Ludwig Heinz hat als freier Finanztip-Redakteur zu Themen rund um Verbraucherfinanzen geschrieben. Zuletzt arbeitete er als Teamleiter Anlagestrategie für Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien in Frankfurt, davor als Ressortleiter Wirtschaft und Politik bei der Anlegerzeitschrift Börse Online in München. Zudem war er in unterschiedlichen Positionen für mehrere Banken tätig, überwiegend im Research. Ludwig Heinz studierte nach einer Bankausbildung Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in München.

FAQ zur elektronischen Lohnsteuerkarte / ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM)

Die Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 1. Januar 2013 durch das Verfahren der Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt. Bei den ELStAM handelt es sich um die Angaben, die bisher auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen wurden (zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal). Mit der erstmaligen Anwendung der ELStAM in 2013 wurde das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Seitdem Ihr Arbeitgeber das elektronische Verfahren nutzt, werden steuerlich bedeutsame Änderungen nach ihrer Eintragung im Melderegister (zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder Kirchenaustritt) automatisch für Ihren Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Warum wurde die Lohnsteuerkarte abgeschafft?

Die Lohnsteuerkarte war bislang ein unverzichtbares Mittel, um dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Mit der Produktion, Versendung und Verwaltung der Lohnsteuerkarten war immer ein hoher Aufwand verbunden. Durch den technischen Fortschritt lässt sich die Bereitstellung der notwendigen Informationen besser organisieren. Durch die Umstellung auf das elektronische Verfahren wurde das Lohnsteuerabzugsverfahren schneller, sicherer und effizienter. Die bisherige Lohnsteuerkarte war daher nicht mehr notwendig.

Welche Daten umfassen die ELStAM?

ELStAM steht für ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale. Dabei handelt es sich um die Angaben, die letztmals auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte 2010 standen:

  • Steuerklasse,
  • Faktor (bei Steuerklasse IV),
  • Kirchensteuermerkmal,
  • Kirchensteuermerkmal des Ehepartners/Lebenspartners,
  • Zahl der Kinderfreibeträge,
  • Frei- und Hinzurechnungsbetrag.

In späteren Ausbaustufen werden hinzukommen:

  • auf Antrag des Arbeitnehmers die Höhe der privaten Krankenversicherungs- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge für die Dauer von zwölf Monaten,
  • auf Antrag des Arbeitnehmers oder Arbeitgebers die Mitteilung über nach Doppelbesteuerungsabkommen steuerfreien Arbeitslohn.

Was benötigt mein Arbeitgeber für die Lohnabrechnung von mir?

Anstelle der Lohnsteuerkarte benötigt Ihr Arbeitgeber nur noch einmalig Ihre steuerliche Identifikationsnummer, Ihr Geburtsdatum sowie eine Auskunft darüber, ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt.

Wo finde ich meine steuerliche Identifikationsnummer?

Ihre steuerliche Identifikationsnummer wurde Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern ( BZS t) schriftlich mitgeteilt und ist bereits auf Ihrer Lohnsteuerkarte 2010, auf einer entsprechenden Ersatzbescheinigung oder auf Einkommensteuerbescheiden Ihres Finanzamts aufgedruckt. Zusätzlich ist Ihr Arbeitgeber ab dem 01. Juli 2013 verpflichtet, die Identifikationsnummer auf der Lohnabrechnung auszuweisen.

Verfügen Sie nicht mehr über Ihre Identifikationsnummer (zum Beispiel Anschreiben ist nicht mehr auffindbar), haben Sie die Möglichkeit, beim Bundeszentralamt für Steuern die Übersendung eines Schreibens mit der Identifikationsnummer erneut zu veranlassen. Auf den Internetseiten des BZS t steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung. Die Nutzung dieses Formulars beschleunigt die Bearbeitung.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen die IdNr. aus datenschutzrechtlichen Gründen nur per Brief mitgeteilt werden kann. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.identifikationsmerkmal.de . Das neue Mitteilungsschreiben wird Ihre im BZS t gespeicherte Anschrift versendet. Ansprechpartner ist grundsätzlich das BZS t, das Finanzamt kann die Identifikationsnummer aber ebenso schriftlich mitteilen.

Anschrift des Bundeszentralamts für Steuern:

Bundeszentralamt für Steuern

Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert?

Es werden keine zusätzlichen persönlichen Daten erhoben. Bei der Finanzverwaltung werden nur die steuerrechtlichen Informationen gespeichert, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren sowie die melderechtlichen Daten, die wie bisher von den Gemeinden an die Finanzverwaltung übermittelt werden (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Die steuerlichen Informationen werden auch als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.

Welche aktuellen ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie jederzeit über das ElsterOnline-Portal abrufen. Dazu ist eine Authentifizierung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer im ElsterOnline-Portal notwendig.

Darüber hinaus ist Ihr zuständiges Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte zu Ihren gespeicherten ELStAM.

Wie werden dem Arbeitnehmer seine ELStAM mitgeteilt?

Die erstmalig gebildeten Lohnsteuerabzugsmerkmale wurden den Arbeitnehmern im Herbst 2011, in Form eines gesonderten Anschreibens durch das zuständige Finanzamt mitgeteilt. Alle künftigen Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale sind aus der Lohnabrechnung des Arbeitgebers ersichtlich und gelten damit als bekannt gegeben. Auskünfte zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen erteilt auch das zuständige Finanzamt . Jeder Arbeitnehmer kann seine persönlichen ELStAM auch im ElsterOnline-Portal abfragen. Voraussetzung hierfür ist eine kostenlose Registrierung mit Identifikationsnummer. Einzelheiten zur Registrierung finden Sie hier

Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich dem Finanzamt anzeigen?

Grundsätzlich gilt, dass alle antragsgebundenen Merkmale und Freibeträge jährlich neu zu beantragen sind. Den entsprechenden Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung können Sie für das Folgejahr ab Oktober des laufenden Jahres beim zuständigen Finanzamt stellen. Änderungsanträge für das laufende Kalenderjahr können nur bis zum 30. November gestellt werden. Änderungen, die im Dezember eintreten, können somit nicht mehr im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren des laufenden Kalenderjahres berücksichtigt werden.

Sie haben eine Anzeigepflicht, wenn

  • bei Ihnen die Voraussetzung für eine ungünstigere Steuerklasse eingetreten ist (zum Beispiel die Eintragung der Steuerklasse I, weil Sie sich getrennt haben und seit dem „dauernd getrennt leben“ und somit die Voraussetzung für die Steuerklasse III ab dem auf die Trennung folgenden Jahr weggefallen ist).
  • eine geringere Zahl der Kinderfreibeträge zu berücksichtigen ist.
  • die Voraussetzungen für eine bescheinigte Steuerklasse II entfallen sind.

Ändern sich Ihre Verhältnisse in der Art, dass ein bisher eingetragener Freibetrag verringert oder gestrichen werden muss (z. B. geringere Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Verringerung eines Verlustes aus Vermietung und Verpachtung), kann dies ohne eine Korrektur zu erheblichen Nachzahlungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung führen. Sie sind daher verpflichtet, eine Herabsetzung des Freibetrags dem Finanzamt anzuzeigen.

Freibeträge können für längstens zwei Kalenderjahre ab Beginn des Kalenderjahres, für das diese erstmals gelten oder geändert werden, beantragt werden.

Ein Pauschbetrag für behinderte Menschen und Hinterbliebene muss nur dann neu beantragt werden, wenn er nicht bereits gewährt wurde und sich der Grad der Behinderung bzw. die Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises geändert hat. Auch Kinderfreibeträge für minderjährige Kinder müssen nicht neu beantragt werden, da diese (anders als bei volljährigen Kindern) automatisch berücksichtigt werden.

Wer kann meine Daten abrufen und welchen Einfluss habe ich darauf?

Nur Ihr aktueller Arbeitgeber (Hauptarbeitgeber) ist zum Abruf der ELStAM berechtigt. Haben Sie mehr als einen Arbeitgeber, dürfen auch alle weiteren Arbeitgeber (Nebenarbeitgeber) die für die Lohnsteuerberechnung erforderlichen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht nur ein Teil der ELStAM zum Abruf zur Verfügung (Steuerklasse 6, Kirchensteuerabzugsmerkmale und gegebenenfalls ein Freibetrag).

Sie können selbst bestimmen, welchem Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon ausgeschlossen sein sollen (Positivliste/Teilsperrung/Vollsperrung). Den dafür erforderlichen Antrag (ELStAM – Änderung Lohnsteuerabzugsmerkmale) können Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen.

Hat der aktuelle Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach Steuerklasse 6 zu besteuern.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob die ELStAM korrekt sind?

Nein. Der Arbeitgeber ist an die mitgeteilten ELStAM gebunden. Sollten die ELStAM unzutreffend sein, können diese nur nach Antrag des Arbeitnehmers vom/über das Finanzamt geändert werden.

Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer aber (insbesondere vor erstmaliger Anwendung der ELStAM) auf ihm bekannt gewordene Abweichungen zwischen den Eintragungen im Lohnkonto und den abgerufenen ELStAM hinweisen.

Wozu benötigt mein Arbeitgeber diese Daten?

Ihr Arbeitgeber benötigt diese Daten (Lohnsteuerabzugsmerkmale) ausschließlich für die Berechnung und Abführung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags sowie gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Ist der Arbeitgeber berechtigt, die IdNr. des Arbeitnehmers beim Finanzamt abzufragen?

Nein. Die IdNr. kann ausschließlich über den Arbeitnehmer erlangt werden.

Wo beantrage ich, dass keine Kinderfreibeträge ausgewiesen werden?

Durch den Abruf der ELStAM des Arbeitnehmers bei der Finanzverwaltung erhält der Arbeitgeber auch Auskünfte über die Anzahl der Kinderfreibeträge des Arbeitnehmers. Dies kann jedoch auf Wunsch unterdrückt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt .

Was muss ich tun, wenn ich feststelle, dass meine ELStAM fehlerhaft sind?

Sollten Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Hinzurechnungsbetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal, Faktor) von Ihrer vorherigen Lohnabrechnung abweichen und sollte diese Abweichung nicht auf einer Änderung Ihrer persönlichen Lebensverhältnisse beruhen (zum Beispiel Heirat, Scheidung, Geburt eines Kindes), wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt.

Soweit der Fehler dort aufgrund der Meldedaten technisch nicht richtig gestellt werden kann, stellt Ihnen Ihr Finanzamt eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber aus und sperrt die elektronische Abrufmöglichkeit des Arbeitgebers. Damit ist bis zur Beseitigung des technischen Problems der richtige Lohnsteuerabzug gewährleistet.

Lohnsteuerkarte

Jeder Arbeitnehmer hat bis 2010 jährlich vom Finanzamt eine Lohnsteuerkarte in Papierform erhalten. Diese war die Grundlage für das Lohnsteuer-Abzugsverfahren und beinhaltete allgemeine Angaben wie beispielsweise Name, Finanzamt, Konfession und Steuerklasse. Falls du erst nach 2010 berufstätig geworden bist, wirst du die bunten Karten nicht mehr kennen, sondern eine Ersatzbescheinigung erhalten haben oder schon mit dem neuen elektronischen Verfahren Bekanntschaft gemacht haben.

Die Papier-Lohnsteuerkarte wurde 1925 eingeführt und ein letztes Mal für das Kalenderjahr 2010 ausgestellt. Hiernach war dieses Dokument auch noch für die Jahre 2011, 2012 und teilweise auch für 2013 gültig, da es bei der Umstellung auf das elektronische Verfahren einige Probleme gab. Man musste zu Beginn eines neuen Kalenderjahres die Karte bei seinem Arbeitgeber vorlegen oder auch wenn man einen neuen Job antrat. Auf dem Dokument wurden für die Lohnsteuer wichtige Merkmale des Arbeitnehmers festgehalten. So befanden sich folgende Daten darauf: Anschrift, Geburtsdatum, zuständiges Finanzamt, die Steuerklasse, die Zahl der Kinderfreibeträge, Religionszugehörigkeit, eventuell Freibeträge, der Hinzurechnungsbetrag, der amtliche Gemeindeschlüssel und die Identifikationsnummer. 2008 begann man, sich auf das elektronische Verfahren vorzubereiten und verschickte fortan die Steuer ID an alle Arbeitnehmer, welche ein Leben lang gültig ist.

2013 ersetze die elektronische Lohnsteuerkarte endgültig die bisherige Papierform. Das Verfahren nennt sich Elektronische Lohn Steuer Abzugs Merkmale, kurz ELStAM. Hiermit kann dein Arbeitgeber ab sofort mittels deiner Steuer Identifikationsnummer und deines Geburtsdatums auf deine Lohnsteuer-Angaben, wie Steuerklasse oder Freibeträge, elektronisch zugreifen. Hierzu muss sich dein Chef erst einmal beim Elster-Portal registrieren. Dieses dient zur Kommunikation mit dem Finanzamt. Alternativ kann dein Boss aber auch eine Buchhaltungssoftware verwenden. Jeden Monat muss er oder sie dann eine elektronische Liste abrufen, auf der alle lohnsteuerrelevanten Änderungen von dir und anderen Mitarbeitern vermerkt sind. Tut dein Chef das mal nicht, bekommt er vom Finanzamt gleich eine Abmahnung. Vorteil dieses neuen Verfahrens ist der geringere bürokratische Aufwand für dich als Arbeitnehmer. Wenn du jetzt einen neuen Job startest, musst du deinem Arbeitgeber lediglich dein Geburtsdatum und deine Identifikationsnummer geben und nicht wie zuvor die Steuerkarte von 2010 oder die entsprechende Ersatzbescheinigung. Die Verwaltung deiner Steuermerkmale ist seit 2011 Angelegenheit der zuständigen Finanzämter. Sie sind dafür verantwortlich Änderungen an Steuerklassen, Religionszugehörigkeit oder Name entsprechend in das System einzutragen.

Nun ist die ganze Zeit die Rede von der Steueridentifikationsnummer. Aber wo findest du diese eigentlich? Deine Steuer ID kannst du entweder von deiner Lohnsteuerkarte 2010, der Ersatzbescheinigung für die Jahre 2011/ 2012 und 2013, von einem Einkommenssteuerbescheid oder von deinem Infoschreiben des Finanzamtes vom November 2011 entnehmen. Da sie lebenslang gültig ist, solltest du sie auf jeden Fall gut aufbewahren.

Источники: http://www.finanztip.de/elstam/, http://www.berlin.de/sen/finanzen/steuern/informationen-fuer-steuerzahler-/faq-steuern/artikel.16762.php, http://www.karista.de/ratgeber/gehalt/glossar/lohnsteuerkarte/

Spende steuererklärung

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Spenden absetzen – Wie viel Steuern können Sie durch eine Spende sparen!?

Wenn Sie für einen guten Zweck Geld spenden, erwarten Sie hierfür in der Regel keine Gegenleistung. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich die Spende bescheinigen zu lassen, denn in vielen Fällen ist sie bei der Steuererklärung hilfreich. Mit diesem Spenden-Rechner erfahren Sie, ob Sie durch Ihre geleisteten Spenden bereits einen Teil Ihrer Steuerschuld indirekt getilgt haben und somit nicht mehr so viel an das Finanzamt überweisen müssen.

Der Rechner wird geladen .

Hinweis zur Berechnung bei Parteispenden

Der Spenden-Rechner ist konzipiert für Spenden an alle gemeinnützigen Organisationen. Parteispenden hingegen werden steuerlich anders behandelt und benötigen daher auch eine andere, hier nicht berücksichtigte Rechenlogik. Denn bei einer Parteispende erhalten Sie eine echte Steuerermäßigung. D.h. bis zu einer Höhe von 1.650 Euro (Ehepaare 3.300 Euro) erhalten Sie den halben Betrag der Parteispende von der Steuer zurück. Der Anteil der Parteispenden, der über diese 1.650 Euro (3.300 Euro) hinaus geht, kann wiederum bis zu diesem Höchstbetrag als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Zur Berechnung des steuerlichen Vorteils dieser letztgenannten Sonderausgaben könnten Sie dann unseren Steuer-Sparrechner einsetzen.

An wen ging die Spende?

Vom Finanzamt werden sowohl Spenden an politische Parteien als auch an gemeinnützige Vereine anerkannt. Ob Sie die Spende geltend machen können, hängt aber in erster Linie von deren Rechtsform ab. So sind zum Beispiel Sportvereine jederzeit anerkennungswürdig. Doch nur, wenn der Verein sich darauf einlässt, die komplizierte Buchhaltung eines gemeinnützigen Vereins zu führen, ist er auch berechtigt, entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen. Eine weitere Bedingung wird an unabhängige Wählervereinigungen gestellt. Diese Vereinigungen sind zwar selbst keine politische Partei, können aber dennoch aktiv am politischen Geschehen teilnehmen. Nur wenn dies in der letzten Wahl auch der Fall war, sind die Vereinigungen berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Spenden absetzen – Wie viel wurde gespendet

Sie dürfen als Privatperson bis zu 20 % Ihres Jahreseinkommens als Sonderausgabe in Form einer Spende geltend machen. Der nachgewiesene Betrag wird dann von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Wenn Sie als Leiter eines Unternehmens eine Spende tätigen, dürfen Sie bis zu vier Promille des Jahresumsatzes geltend machen. In diesem Fall zählen auch alle gezahlten Löhne und Gehälter zum Jahresumsatz. Einen tatsächlichen Höchstbetrag gibt es nur für Spenden an politische Parteien, da diese gesondert angerechnet werden. Bis zu 1650 Euro pro Person dürfen zur Hälfte direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Die Spenden werden also mit einem höheren Prozentsatz als dem aktuellen Steuersatz angerechnet.

Spenden absetzen – Wie sieht es mit Sachspenden aus

Sachspenden werden vor dem Finanzamt nicht von finanziellen Spenden unterschieden. Aus diesem Grund existieren spezielle Vordrucke, in denen neben dem gespendeten Gegenstand auch dessen Wert angegeben werden kann. Zur Wertermittlung können zum Beispiel Kaufbelege herangezogen werden. Wenn Sie die Sachspende selbst gefertigt haben, können Sie statt dessen auch Vergleichsangebote heranziehen, die belegen, welche Ausgabe nötig gewesen wäre, um den Gegenstand zu kaufen. Bei der Spende von gebrauchten Gegenständen ist ein realistischer Wertverfall seit dem ursprünglichen Kauf mit heranzuziehen. Eine weitere Möglichkeit, einem Verein etwas zu spenden, ist das Aufbringen von Zeit. Wer in einem Ehrenamt tätig ist, leistet oft sehr viel, damit der unterstützte Verein seine Aufgabe erfüllen kann. Wer für besondere Tätigkeiten vom Verein eine Aufwandsentschädigung erhält, kann diese bis zu einer Höhe von 2100 Euro steuerfrei erhalten. Zusätzlich gilt in manchen Bundesländern, dass Angestellte sich für ein Ehrenamt in der Jugendarbeit von der Arbeit vorübergehend freistellen lassen können. Der Ausfall wird dem Arbeitgeber in diesem Fall vom Land ersetzt.

Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Spenden

Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Spenden

Spenden und Steuern: Wann kann ich Spenden und Mitgliedsbeiträge in der Steuererklärung angeben?

Spenden sind freiwillige Leistungen, die Sie an wohltГ¤tige Einrichtungen, Hilfsorganisationen, aber auch an politische Parteien oder unabhГ¤ngige WГ¤hlervereinigungen geben. Bei der Einkommensteuer kГ¶nnen Sie Spenden steuerlich absetzen – zwar nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben.

Aber das heißt noch nicht, dass Sie sie nicht steuermindernd ansetzen können. Denn soziales Engagement in Form von Spenden und auch Mitgliedsbeiträgen ist gesellschaftlich erwünscht. Die Kosten dafür fallen unter den Sammelbegriff der "Zuwendungen" und sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abziehbar.

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Гњbersicht Spenden und Steuern: Diese Zuwendungen unterscheidet das Steuerrecht

Spenden steuerlich absetzen: Was gilt für Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen?

Bei Ihrer Einkommensteuer dürfen Sie 50 % der Zuwendungen, also der Mitgliedsbeiträge und Spenden, an politische Parteien und an unabhängige Wählervereinigungen direkt abziehen, höchstens jeweils 825 EUR. Dabei können Sie beide Steuerermäßigungen für Parteien und Wählervereinigungen nebeneinander steuerlich geltend machen.

Für zusammen veranlagte Ehegatten/Lebenspartner verdoppeln sich die Höchstbeträge auf jeweils 1.650 EUR.

Nur bei Zuwendungen an politische Parteien dürfen Sie zusätzlich den Betrag, der über 1.650 EUR (bzw. bei Zusammenveranlagung über 3.300 EUR) hinausgeht, als Sonderausgabe abziehen. Hier gelten folgende Höchstbeträge: bis insgesamt 1.650 EUR bei Einzelveranlagung oder 3.300 EUR bei zusammen veranlagten Ehegatten.

Beispiel: Ein unverheirateter Steuerzahler zahlt im Jahr 2017 Beiträge und Spenden an eine politische Partei in Höhe von 4.000 EUR. Außerdem gibt er eine Spende von 2.000 EUR an eine unabhängige Wählervereinigung.

Was gilt für sonstige Zuwendungen für gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke in Sachen Steuern und Spende?

Wenn Sie Zuwendungen an einen begünstigten Zuwendungsempfänger für steuerbegünstigte Zwecke geleistet und einen Zuwendungsnachweis dafür erhalten haben, können Sie den Sonderausgabenabzug nutzen und die Spenden steuerlich absetzen.

Was sind die Voraussetzungen fГјr den Sonderausgabenabzug bei Spenden?

Damit Sie die Zuwendungen als Sonderausgaben abziehen können, müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es sind nur Leistungen ohne Gegenleistung (Spenden und evtl. MitgliedsbeitrГ¤ge) zu berГјcksichtigen.
  • Die Zuwendungen kГ¶nnen in Geld oder Sachleistungen bestehen. Sachzuwendungen, z.B. fГјr eine Tombola des Vereins, sind mit dem gemeinen Wert, das ist der Verkehrswert einschlieГџlich Umsatzsteuer, zu bewerten. Bei GegenstГ¤nden, die aus einem Betrieb entnommen wurden, ist der Entnahmewert anzusetzen.
  • Der Wert ist ggf. ausgehend vom Anschaffungspreis, der QualitГ¤t, dem Alter und dem Erhaltungszustand zu schГ¤tzen.

Keine begünstigten Aufwendungen sind kostenlose Nutzungen, z. B. Verzicht des Gebäudeeigentümers auf Miete, und unentgeltliche Leistungen, also ehrenamtliche Tätigkeiten. Anders liegt der Fall, wenn Sie nach Vertrag oder Satzung Anspruch auf eine Vergütung (z. B. Fahrtkostenpauschale, Aufwandspauschale für die Mithilfe beim Sommerfest) haben, der eingeräumt wurde, bevor die zum Aufwand führende Tätigkeit begonnen worden ist, und Sie auf die Auszahlung verzichten (sog. Aufwandsspende). Der Anspruch darf dann aber nicht unter der Bedingung eingeräumt sein, dass Sie darauf verzichten werden.

Spenden steuerlich absetzen: Wer zählt zu den begünstigten Zuwendungsempfängern?

Begünstigte Empfänger nach Steuerrecht sind:

  • GebietskГ¶rperschaften (Bund, LГ¤nder, Landkreise, Gemeinden) oder deren Dienststellen (z. B. Schulen) oder andere juristische Personen des Г¶ffentlichen Rechts (z. B. UniversitГ¤t, Kirchen) und
  • steuerbegГјnstigte Organisationen (hГ¤ufig: gemeinnГјtzige oder mildtГ¤tige Vereine) im Inland oder EU-/EWR-Ausland.

Spenden und Steuern: Was sind steuerbegГјnstigte Zwecke von Spenden?

Begünstigt sind Ausgaben zur Förderung

  • gemeinnГјtziger Zwecke, z. B. FГ¶rderung der Wissenschaft, des Sports, der Kultur, der Bildung, der Jugend- und Altenhilfe, des Tierschutzes, des Naturschutzes
  • mildtГ¤tiger Zwecke oder
  • kirchlicher Zwecke.

Begünstigt sind Spenden und meistens auch Mitgliedsbeiträge.

Was gilt für die Abziehbarkeit von Mitgliedsbeiträgen?

  • MitgliedsbeitrГ¤ge sind nicht abzugsfГ¤hig bei FГ¶rderung des Sports und bei kulturellen BetГ¤tigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen.
  • Auch nicht abziehbar sind die BeitrГ¤ge an Vereine, die die FГ¶rderung der Heimatpflege und Heimatkunde, der Tierzucht, der Pflanzenzucht, der KleingГ¤rtnerei, des Brauchtums, des Karnevals, des Amateurfunkens, des Modellflugs und des Hundesports als Satzungszweck haben. Dies gilt auch fГјr entsprechende FГ¶rdervereine.
  • Dagegen sind MitgliedsbeitrГ¤ge an Kulturvereine ohne Freizeitcharakter und deren FГ¶rdervereine (z. B. Museen oder Theater) auch dann abziehbar, wenn diese Einrichtungen ihren Mitgliedern VergГјnstigungen, z. B. in Form verbilligter Eintrittskarten, gewГ¤hren.

Was gilt fГјr Zuwendungen fГјr kirchliche Zwecke?

Zuwendungen für kirchliche Zwecke können ganz oder teilweise als Kirchensteuer abziehbar sein. Erhebt eine als Kirche anerkannte Religionsgemeinschaft keine gesetzliche Kirchensteuer (z. B. Neuapostolische Kirche, Heilsarmee, Zeugen Jehovas), können Zuwendungen an diese Kirche bis zur Höhe einer vergleichbaren gesetzlichen Kirchensteuer als Sonderausgabe abgezogen werden. Übersteigende Zuwendungen stellen Spenden dar.

Spenden und Steuern: In welcher Höhe gibt es einen Sonderausgabenabzug für steuerbegünstigte Zwecke?

Die Spenden für steuerbegünstigte Zwecke dürfen Sie in tatsächlicher Höhe bis zu bestimmten Höchstbeträgen als Sonderausgabe abziehen.

Zuwendungen zur Förderung mildtätiger, kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke: Sonderausgabenabzug von insgesamt bis zu 20 % des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte.

Wenn Sie Gewinneinkünfte haben: Sonderausgabenabzug für alle Zuwendungen, alternativ bis zu einer Grenze von 4 Promille aus der Summe von Umsatz, Löhnen und Gehältern.

Beispiel: Ein lediger Steuerbürger spendet im Jahr 2017 2.000 EUR an eine Universität, 1.000 EUR an den örtlichen Musikverein (kultureller Zweck), an den er auch 50 EUR Mitgliedsbeitrag entrichtet hat, und 1.400 EUR an die Lebensrettungsgesellschaft (gemeinnützig). Seine Einkünfte betragen insgesamt 45.000 EUR.

Spenden steuerlich absetzen: Was gilt bei größeren Spenden?

Zuwendungen, die wegen Überschreitens der Höchstbeträge im Jahr der Zahlung nicht abgezogen werden können, werden im Rahmen des Einkommensteuerbescheids gesondert festgestellt und in die folgenden Jahre zeitlich unbefristet vorgetragen und dort im Rahmen der Höchstbeträge als Sonderausgaben berücksichtigt. Auf diese Weise geht nichts verloren, und Sie können später diese Spenden steuerlich absetzen.

Wie geht das mit dem Zuwendungsnachweis richtig?

Voraussetzung für den Spendenabzug ist die Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster. Liegt eine solche Zuwendungsbestätigung nicht vor – z. B. bei Haus- und Straßensammlungen –, sind die Aufwendungen nicht abziehbar.

Seit 2017 kann der Empfänger die Bestätigung auch elektronisch an den Zuwendenden übersenden und dieser druckt sie aus. Es muss jedoch eine dem amtlichen Muster entspreche Zuwendungsbestätigung in Form einer schreibgeschützten Datei (z.B. PDF) sein.

Bei Zuwendungen von höchstens 200 EUR genügt der Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung (Kontoauszug), wenn die Zahlung an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder deren Dienststelle geleistet wird. Dasselbe gilt, wenn der Empfänger der Zuwendungen eine Organisation ist, die als steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt ist. Hier muss aber ein vom Zuwendungsempfänger hergestellter Überweisungsbeleg verwendet werden, der mit einem Hinweis auf die Steuerbegünstigung versehen ist.

In Katastrophenfällen (z. B. Erdbeben) genügt, unabhängig von der Höhe der Zuwendungen, der Bareinzahlungsbeleg oder der Kontoauszug, wenn die Spenden innerhalb eines von den Länderfinanzbehörden bestimmten Zeitraums auf ein speziell eingerichtetes Sonderkonto erfolgen.

Haben Sie Zuwendungen von insgesamt nicht mehr als 200 EUR geleistet, reicht es, wenn Sie Ihrer Steuererklärung eine Liste mit den Empfängern und der Höhe der Einzelzuwendungen beilegen. Bei Zuwendungen an politische Parteien muss ein Zuwendungsnachweis immer vorliegen.

Was gilt fГјr Spenden an Stiftungen?

Spenden in das zu erhaltende Vermögen einer Stiftung des öffentlichen oder privaten Rechts zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke können Sie zusätzlich zu den o. g. Höchstbeträgen im Jahr der Zahlung und in den 9 folgenden Jahren in Höhe von bis zu insgesamt 1.000.000 EUR als Sonderausgaben abziehen.

Den Abzugsbetrag können Sie aber nur einmal innerhalb von 10 Jahren in Anspruch nehmen. Der Höchstbetrag steht bei zusammen veranlagten Ehegatten jedem Ehegatten einzeln zu, wenn formal beide Ehepartner spenden.

Spenden in das zu verbrauchende Vermögen einer Stiftung werden wie andere steuerbegünstigte Zwecke im Rahmen des § 10b Abs. 1 EStG berücksichtigt.

Was gilt bei nebenberuflichen Tätigkeiten für gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke?

  • im Dienst oder Auftrag einer inlГ¤ndischen juristischen Person des Г¶ffentlichen oder privaten Rechts,
  • nebenberuflich (max. 1/3 einer vergleichbaren Vollzeitarbeitskraft),
  • zur FГ¶rderung gemeinnГјtziger, mildtГ¤tiger oder kirchlicher Zwecke

tätig sind, können Sie einen Steuerfreibetrag für Einnahmen von bis zu 2.400 EUR bzw. 720 EUR in Anspruch nehmen.

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Spenden absetzen

So profitieren Sie bei der Steuer von Spenden als Sonderausgaben

  • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Spenden an eine gemeinnützige Organisation können Sie bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend machen.
  • Wenn Sie an politische Parteien spenden, sind pro Person bis zu 3.300 Euro absetzbar. Für die ersten 1.650 Euro bekommen Sie die Hälfte als Steuererstattung zurück, der Rest ist als weitere Sonderausgabe zusätzlich absetzbar.
  • Wer kein Geld spenden will, kann auch Sachspenden leisten. Sie können sogar Ihren Zeitaufwand im Ehrenamt als Spende absetzen.
  • Spenden in das Vermögen einer Stiftung lassen sich mit bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben geltend machen.

So gehen Sie vor

  • Verschiedene Spendensiegel helfen bei der Suche nach einer vertrauenswürdigen Organisation. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Richtig spenden“.
  • Jede Spendenquittung zahlt sich aus, denn Sonderausgaben mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Der Pauschalbetrag, den jeder Steuerpflichtige ohne Spendenquittungen erhält, beträgt nämlich nur 36 Euro.
  • Für Spenden bis 200 Euro gelten vereinfachte Nachweispflichten. Ab der Steuererklärung 2017 müssen Sie beim Finanzamt nicht mehr grundsätzlich Spendenbelege einreichen, sondern nur noch auf Verlangen.
  • Falls Sie in einem Jahr so viel gespendet haben, dass Sie die 20-Prozent-Grenze überschreiten, dann profitieren Sie im Folgejahr vom sogenannten Spendenvortrag. Das heißt, der bislang nicht abziehbare Teil reduziert Ihre Steuern ein Jahr danach oder noch später.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

5,5 Milliarden Euro haben die Bundesbürger 2015 laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gespendet. Die kleinen oder großen Gaben kommen nicht nur Menschen in Not zugute: Vereine und Stiftungen finanzieren ihre tägliche Arbeit mit dem Geld, viele künstlerische oder wissenschaftliche Einrichtungen sind auf diese Unterstützung angewiesen, und auch politische Parteien nehmen gerne Spenden an.

Der Staat fördert Steuerzahler, die spenden wollen, durch den Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung. Das heißt: Sie können Ihre Spenden von der Steuer absetzen.

Der Fiskus unterscheidet drei Arten: Spenden zur Förderung gemeinnütziger und steuerbegünstigter Zwecke, Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung sowie Zuwendungen an politische Parteien. Damit der Sonderausgabenabzug greifen kann, gibt es in allen drei Fällen eine Voraussetzung: Der Spender muss das Geld freiwillig geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Höchstgrenze für den Abzug als Sonderausgaben

Spenden und Mitgliedsbeiträge an steuerbegünstigte und gemeinnützige Vereine, die ihre Arbeit der Kunst und Kultur widmen, können Sie bis zu einer Höhe von 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte in der Steuererklärung geltend machen (§ 10b EStG). Das gilt auch für kirchliche, religiöse oder wissenschaftliche Organisationen. Wenn Sie beispielsweise einem Jugendprojekt in der Nachbarschaft oder der Deutschen Aids-Hilfe Geld spenden, mindert dieser Betrag als Sonderausgabe Ihr zu versteuerndes Einkommen, sobald Ihre gesamten Sonderausgaben den Pauschbetrag übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 36 Euro, für zusammen veranlagte Ehegatten und eingetragene Lebenspartner das Doppelte. Was Sie neben Spenden noch absetzen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Sonderausgaben.

Nicht zu den Sonderausgaben zählen Mitgliedsbeiträge für Vereine, die vor allem der Freizeitgestaltung dienen, beispielsweise Sportvereine, Heimatvereine oder Karnevalsvereine.

Wohin in der Steuererklärung?

Spenden und Mitgliedsbeiträge tragen Sie im Mantelbogen auf Seite 2 in den Zeilen 45 bis 56 ein.

Nachweis für die Steuererklärung

Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge für steuerbegünstigte Zwecke müssen Sie anhand der „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster“ nachweisen, vormals Spendenbescheinigung. Die Bestätigung bekommen Sie vom Empfänger der Spende, dieser kann die Bescheinigung auch direkt elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ab 2017 soll das der Standard sein. Vorteil für den Spender: Er muss die Zuwendungsbestätigung nur aufbewahren und erst auf Verlangen des Finanzamts einreichen – also Aufbewahrungspflicht statt Vorlagepflicht. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums (BMF) gibt es die amtlichen Vordrucke für Spendenempfänger.

Helfer für die Steuererklärung

Einfacher Nachweis bis 200 Euro

Bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen bis zu 200 Euro je Zahlung ist ein vereinfachter Nachweis möglich: Ist der Empfänger eine sogenannte juristische Person des öffentlichen Rechts, beispielsweise eine Universität oder eine „öffentliche Dienststelle“ wie Schulen, reicht als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg. Auch die Buchungsbestätigung genügt: Sie können die Spende an den Förderverein der Schule einfach mit einem Kontoauszug oder dem Barzahlungsbeleg nachweisen.

Diese vereinfachte Regelung bis 200 Euro gilt neben den Spenden an staatliche Behörden und gemeinnützige Organisationen auch für Katastrophenfälle und Spenden an politische Parteien.

Haben Sie an gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine und Stiftungen gespendet, brauchen Sie zusätzlich einen Beleg, aus dem unter anderem hervorgeht, dass diese Einrichtung von der Körperschaftsteuer befreit ist und wie sie die Mittel verwendet.

Zusammengefasst gelten für die Vereinfachungsregelung für Kleinspenden bis 200 Euro folgende Voraussetzungen (§ 50 Abs. 2 Einkommensteuerdurchführungsverordnung):

  • Der Einzahlungsbeleg als Ausdruck muss Name, Kontonummer, Buchungstag, die tatsächliche Durchführung der Zahlung und den Betrag der Spende enthalten.
  • Auf dem Beleg muss der steuerbegünstigte Zweck, für den die Spende verwendet wird, vermerkt sein: zum Beispiel „Flüchtlingshilfe“ als mildtätiger Zweck.
  • Falls Sie aufgefordert werden, die Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt abzugeben, achten Sie darauf, dass aus dem hervorgeht, dass der Verein von der Körperschaftsteuer befreit ist.
  • Es muss erkennbar sein, ob es sich um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt.

Auch im Lastschriftverfahren muss die Buchungsbestätigung Angaben enthalten über Spendenzweck und über die Steuerbegünstigung des Vereins. Falls Sie über Ihr Paypal-Konto spenden möchten, genügt ein Kontoauszug und ein Ausdruck, der die Transaktion belegt.

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Spenden für Flüchtlinge

Grundsätzlich sind Geld-­ und auch Sachspenden steuerlich abzugsfähig. Die beeindruckende Spendenbereitschaft für die vielen Flüchtlinge, die aktuell nach Deutschland kommen, unterstützt auch das BMF.

Es weist in einem Schreiben vom 22. September 2015 und in einem weiteren Schreiben vom 6. Dezember 2016 alle Finanzämter an, eine großzügige Spendenpraxis zu akzeptieren. Für Flüchtlingshilfsmaßnahmen zwischen dem 1. August 2015 und dem 31. Dezember 2018 gelten folgende Ausnahmeregelungen:

  • Der vereinfachte Spendennachweis gilt auch für Beträge von mehr als 200 Euro.
  • Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen Spenden sammeln; außerdem gibt es für sie Nachweiserleichterungen.
  • Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden sammeln. Werden die gesammelten Gelder an eine gemeinnützige Organisation für Flüchtlingshilfe weitergeleitet, dann sind sie steuerlich als Sonderausgaben abziehbar. Das gilt etwa für mehrere Vereine, die sich zusammengetan haben, um im Rahmen einer Spendenaktion Geld für Flüchtlinge auf einem einheitlichen Konto zu sammeln.
  • Arbeitnehmer können einen Teil ihres Lohns spenden. Wenn der Arbeitgeber diesen vom Bruttogehalt einbehält und direkt an eine gemeinnützige Einrichtung zugunsten der Flüchtlingshilfe überweist, muss darauf weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung entrichtet werden.
  • Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken sind wie bisher schon schenkungsteuerfrei (§ 13 Absatz 1 Nummer 17 Erbschaftsteuergesetz).

Aktion Deutschland hilft

Recht einfach Gutes tun und dabei Steuern sparen können Sie, wenn Sie sich an das Bündnis von 24 großen deutschen Hilfsorganisationen wenden: www.aktion-deutschland-hilft.de. Sie können entweder einmalig oder ab 5 Euro monatlich spenden. Bei Spenden ab 50 Euro erhalten Sie automatisch eine Spendenquittung. Regelmäßige Spender erhalten im Januar des Folgejahres ihrer Spenden automatisch eine Sammel-Spendenbescheinigung. Den Vordruck für den vereinfachten Spendennachweis können Sie direkt von der Homepage herunterladen.

Spendennachweis bei Beträgen über 200 Euro

Für Spenden über 200 Euro benötigen Sie grundsätzlich immer eine Spendenbescheinigung vom Empfänger. Ausnahme: Bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Nepal waren die Finanzämter bislang großzügig und akzeptierten bei einer Einzahlung auf ein entsprechendes Sonderkonto innerhalb eines festen Zeitraums den vereinfachten Nachweis auch bei höheren Spendensummen.

Tipp: Bis 100 Euro können die Finanzämter Ihre Spenden auch ohne Belege anerkennen, wenn Sie eine Auflistung der einzelnen Ausgaben und der Empfänger beilegen. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es allerdings nicht, es handelt sich nur um eine interne Anweisung der Finanzämter, um die Papierflut durch mitgeschickte Belege einzudämmen. Ab 2017 müssen generell Belege erst auf Nachfrage des Finanzamts eingereicht werden.

Unterhaltsleistung als außergewöhnliche Belastung

Wollen Sie eine bestimmte Person finanziell unterstützen, können Sie Ihre Zuwendung nicht als Sonderausgabe absetzen. Wer Menschen in Not dauerhaft finanziell unterstützt, hat jedoch eine andere Möglichkeit des steuerlichen Abzugs: als außergewöhnliche Belastung. Nehmen Sie einen Flüchtling in Ihrem Haushalt auf, dann können Sie für das Jahr 2016 den Höchstbetrag von 8.652 Euro (2015: 8.472 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) als Unterhaltsleistung geltend machen. Das Finanzamt verlangt, dass Sie schriftlich erklären, alle Kosten für den Lebensunterhalt der aufgenommenen Person zu tragen. Sammeln Sie alle Quittungen, um diese bei Verlangen einreichen zu können.

Freibetrag für Spenden in der Lohnsteuerkarte eintragen lassen

Spenden können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Sie können die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag für Ihre Sonderausgaben beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihre Sonderausgaben zusammen mit den außergewöhnlichen Belastungen mindestens 600 Euro im Jahr betragen.

Sachspenden in der Steuerklärung angeben

Sie können sogar Sachspenden wie Kleidung oder Spielzeug in der Steuererklärung als Sonderausgabe angeben. Veranstaltet ein gemeinnütziger Verein im Zweckbetrieb eine behördlich genehmigte Tombola, bei der der Überschuss unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der steuerbegünstigten Zwecke verwendet wird, sind Ihre Sachspenden abzugsfähig. Das gilt dagegen nicht, wenn Ihre Sachspende im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins verlost oder verkauft wird – etwa auf einem Vereinsfest oder Flohmarkt.

Der Wert der Sachspende muss auf der Zuwendungsbestätigung eingetragen sein. Es bietet sich an, den Neupreis, die Nutzungsdauer und den Zustand zum Zeitpunkt der Spende zu dokumentieren, damit Sie den Marktwert der Sachspende nachweisen können.

Hohe Spenden später absetzen

Wenn Sie so großzügig waren, dass Ihre Spenden in einem Jahr den Höchstbetrag von 20 Prozent Ihrer Gesamteinkünfte überschreiten, können Sie das, was darüber liegt, später absetzen. Das ist der sogenannte Spendenvortrag. Das Finanzamt berücksichtigt diesen automatisch in den folgenden Jahren.

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Spenden an Stiftungen

Spenden in das zu erhaltende Vermögen einer Stiftung – auf Amtsdeutsch in den Vermögensstock – sind unabhängig vom Einkommen bis zu 1 Million Euro (2 Millionen Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern) begünstigt. Die Spende kann der Geber entweder im Jahr der Zuwendung oder in den neun folgenden Jahren steuerlich geltend machen.

Spenden an politische Parteien

Den größten Steuereffekt haben Sie mit einer Parteispende. Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien können Sie zur Hälfte direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen – bis zu einem Höchstbetrag von 825 Euro im Jahr, bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder Lebenspartnern das Doppelte (§ 34g EStG). Sie können als Paar gemeinsam bis 6.600 Euro steuerlich geltend machen. Bis zum Betrag von 3.300 Euro bekommen sie die Hälfte ihrer Spende als Steuererstattung zurück. Der darüber liegende Betrag ist bis maximal 3.300 Euro zusätzlich als Sonderausgabe abzugsfähig.

Beispiel: Sie zahlen als zusammenveranlagtes Ehepaar insgesamt 4.000 Euro im Jahr 2017 an die Partei Ihres Vertrauens. Die Hälfte von 3.300 Euro, also 1.650 Euro bekommen Sie direkt als Erstattung mit Ihrer Steuererklärung zurück. Und die restlichen 700 Euro setzen Sie als Sonderausgaben (§ 10b Absatz 2 EStG) auch noch ab.

Achtung: Eine kommunale Wählervereinigung gilt nicht als Partei. Deshalb bringt eine Spende oder ein Mitgliedsbeitrag dafür höchstens 825 Euro Steuerersparnis. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 20. März 2017 (Az. X R 55/14).

Spenden Sie Zeit und Unterstützung

Arbeiten Sie ehrenamtlich als Trainer für den Fußballverein, leiten Sie den Kirchenchor oder fahren Sie regelmäßig Ihre Kinder und deren Sportsfreunde zu Wettbewerben? Dann können Sie Ihren Aufwand unter Umständen als Spende geltend machen. Dazu brauchen Sie eine schriftliche Vereinbarung, aus der hervorgeht, dass Sie Anspruch auf einen Aufwendungsersatz haben, beispielsweise für die Fahrtkosten, oder einen Vergütungsanspruch wie die Übungsleiterpauschale und förmlich darauf verzichten. Auch in der Vereinssatzung muss der Anspruch enthalten sein. Weitere Einzelheiten lesen Sie in diesem Schreiben des BMF. Mit Schreiben vom 24. August 2016 hat das BMF ergänzt, dass bei einem monatlichen Zahlungsanspruch eine jährliche Verzichtserklärung genügt. Zuvor forderte es eine dreimonatige Erklärung.

Mehr Transparenz durch Spendensiegel

Wenn Sie nicht wissen, an welchen Verein Sie spenden sollen oder welche Organisation seriös ist und mit Ihrem Geld verantwortungsvoll umgeht, können Sie sich an Spendensiegeln orientieren. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet unter anderem die Verwendung der Spenden sowie die Ausgaben für Werbung und Verwaltung. Spendenempfänger, die ein vertretbares Maß einhalten, dürfen das – allerdings kostenpflichtige – DZI-Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Ein kostenfreies Siegel vergibt die gemeinnützige Phineo AG, die sich für gesellschaftliches Engagement einsetzt. Organisationen, die vertrauensvoll mit dem Geld der Spender umgehen, können das „Wirkt-Siegel“ von Phineo erhalten. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber Richtig spenden.

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Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

Источники: http://www.smart-rechner.de/spenden/rechner.php, http://www.steuern.de/spenden-steuer.html, http://www.finanztip.de/spenden-als-sonderausgaben/

Freibetrag lohnsteuerkarte

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Kinderbetreuungskosten

So machen Sie Betreuungskosten für Kinder geltend

  • Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017
  • Von: Sabine Himmelberg

Das sollten Sie wissen

  • Kinderbetreuungskosten können Sie als Sonderausgaben geltend machen – allerdings nur zu zwei Dritteln und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro im Jahr.
  • Ihr Kind darf das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, außer es kann sich aufgrund einer Behinderung nicht selbst versorgen. Dann wird bei der Altersgrenze eine Ausnahme gemacht, die allerdings Einschränkungen hat.
  • Nicht alle Aufwendungen dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung angeben: Sport- und Nachhilfekosten fallen zum Beispiel weg. Welche Kosten Sie absetzen können, lesen Sie hier.
  • Bewahren Sie Rechnungen und Überweisungsbelege immer auf. Denn Sie müssen Ihre Aufwendungen möglicherweise dem Finanzamt nachweisen.

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Zwei Drittel der Kosten, die für die Betreuung Ihrer Kinder anfallen, können Sie als Sonderausgaben geltend machen und von der Steuer absetzen. Pro Kind können Sie höchstens 4.000 Euro abziehen. Die Voraussetzungen dafür:

  • Das Kind muss in Ihrem Haushalt leben. Sind Sie getrennt oder geschieden, ist entscheidend, wo das Kind gemeldet ist.
  • Für das Kind muss Ihnen Kindergeld oder ein Freibetrag für Kinder zustehen.
  • Das Kind darf sein 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wenn sich Ihr Kind nicht selbst unterhalten kann

Die Altersgrenze entfällt, falls Ihr Kind körperlich, geistig oder seelisch behindert ist und nicht für sich selbst sorgen kann. Das gilt nur für eine Behinderung, die vor Vollendung des 25. Lebensjahrs eingetreten ist, mit einer Ausnahme: die Altersgrenze gilt auch nicht für Kinder, deren Behinderung vor dem 1. Januar 2007 im Alter zwischen 25 Jahren und vor Vollendung des 27. Lebensjahrs eingetreten ist.

Betreuungskosten für Ihr Kind, die im laufenden Jahr anfallen, können Sie als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen. Dadurch erhöht sich Ihr Nettogehalt.

Was Sie absetzen können

Diese Aufwendungen für die Kinderbetreuung können Sie in Ihrer Steuererklärung angeben:

  • die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen
  • die Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern
  • die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie Kinder betreuen
  • die Beaufsichtigung von Kindern bei der Erledigung der häuslichen Schulaufgaben

Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für:

  • die Vermittlung besonderer Fähigkeiten, zum Beispiel Musikunterricht
  • sportliche und andere Freizeitbetätigungen
  • Nachhilfeunterricht
  • Verpflegung des Kindes

Nachweise für die Betreuungskosten aufbewahren

Rechnungen und die Zahlungsnachweise

müssen Sie zwar nur auf Verlangen des Finanzamts vorlegen. Für diesen Fall sollten Sie die Belege aber aufbewahren.

Damit Sie die Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen können, müssen Sie Rechnungen erhalten haben. Außerdem muss die Rechnungssumme an den Dienstleister auf dessen Konto überwiesen worden sein – Barzahlungen und Barschecks erkennt das Finanzamt nicht an. Auch das Taschengeld für ein Au-Pair sollten Sie deshalb auf ein Konto überweisen, wenn Sie es steuerlich absetzen wollen (FG Köln, Urteil vom 10.01.2014, Az. 15 K 2882/13).

Sind Sie selbst der Arbeitgeber der Betreuungsperson Ihrer Kinder, zum Beispiel im Rahmen eines Minijobs oder eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses, müssen Sie lediglich den Arbeitsvertrag vorlegen.

Wenn das Kind einen Kindergarten oder Hort besucht, reicht ein Bescheid der Einrichtung, in dem die Kosten für die Betreuung festgehalten sind, und ein Überweisungsbeleg.

Wenn Ihre (Schwieger-)Mutter oder andere nahe Angehörige auf Ihr Kind aufpassen und die Betreuung entgeltlich erfolgt, dann können Sie auch diese Kosten von der Steuer absetzen. Dafür müssen allerdings klare und eindeutige Vereinbarungen getroffen worden sein, die Sie tatsächlich umsetzen. Wohnt Ihre Betreuungsperson mit Ihnen und Ihrem Kind in einem Haushalt zusammen, sind die Kinderbetreuungskosten nicht absetzbar.

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Hierhin in der Steuererklärung

Ihre Kinderbetreuungskosten tragen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung in der Anlage Kind auf Seite 3 in die Zeilen 67 bis 73 ein.

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freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Freibetrag lohnsteuerkarte

Ein Freibetrag ist ein Betrag, der von Brutto-Einkommen abgezogen wird und nicht besteuert wird.

Nur für das restliche Brutto-Einkommen müssen Steuern gezahlt werden. Durch die entsprechend geringere Lohnsteuer kann dem Arbeitnehmer ein höheres Nettogehalt ausgezahlt werden. Der Lohnsteuerfreibetrag wird auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Ein Link funktioniert nicht? Bitte meldet uns den Fehler an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. !

Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung

So bekommen Sie ein höheres Nettogehalt am Monatsende

  • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Freibeträgen bei der Lohnsteuer sichern Sie sich ein höheres Nettoeinkommen schon ab dem nächsten Monat – durch einen Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag.
  • Steuerpflichtige können individuelle Freibeträge beantragen, die zwei Jahre gültig sind.
  • Ein höheres Nettogehalt kann Ihnen bei Sozialleistungen wie dem Elterngeld finanzielle Vorteile bringen. Sie müssen dafür bestimmte Fristen beachten.
  • Haben Sie einen Freibetrag eintragen lassen, dann müssen Sie im Folgejahr fast immer eine Steuererklärung abgeben.

So gehen Sie vor

  • Den „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ stellen Sie bis spätestens Ende November beim Finanzamt auf einem amtlichen Vordruck.
  • Bei einem neuen Antrag müssen Sie für die meisten Aufwendungen einen Betrag von mindestens 600 Euro nachweisen. Handwerkerkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen zählen hingegen ab dem ersten Euro.
  • Für Freibeträge, die ab 2018 gelten sollen, gibt es seit Oktober 2017 neue Formulare. Im Hauptvordruck ist der vereinfachte Antrag integriert. Dieser genügt, wenn sich nur der steuerfreie Jahresbetrag ändert oder die Zahl der Kindefreibeträge. Sie müssen dem Hauptvordruck noch die entsprechende Anlage beifügen, zum Beispiel die Anlage Werbungskosten.
  • Haben Sie einen Freibetrag, der nach einer Zeit nicht mehr gerechtfertigt ist, müssen Sie das dem Finanzamt mitteilen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Mit einem Freibetrag sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und Ihr Arbeitgeber muss weniger Lohnsteuer einbehalten. Dadurch erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Um die Vorteile des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens zu nutzen, beantragen Sie beim Finanzamt einen Freibetrag. Ausgaben, die Ihre Steuerlast mindern, werden sofort berücksichtigt und nicht erst, nachdem Sie im Folgejahr Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

Den Antrag können Sie noch bis Ende November des laufenden Jahres stellen – Sie profitieren dann ab dem kommenden Monat von den geringeren Abzügen. Besonders interessant ist es für diejenigen, die Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld erhalten – meist mit dem Novembergehalt. Diejenigen Arbeitnehmer sollten bis spätestens Ende Oktober den Freibetrag beantragen, damit sie bereits mit der Novemberauszahlung davon profitieren können. Der Kauf von Weihnachtsgeschenken lässt sich so entspannter angehen. Gesetzlich geregelt ist das Verfahren in Paragraf 39a Einkommensteuergesetz.

Dafür gibt es Freibeträge

Sie können sich einen Freibetrag für die Werbungskosten aus Ihrer Arbeitnehmertätigkeit, für Sonderausgaben oder für außergewöhnliche Belastungen eintragen lassen.

Mehr Elterngeld

Falls bei Ihnen im Lohnsteuerabzugsverfahren ein Freibetrag berücksichtigt wird, kann sich das aufgrund Ihres höheren Nettogehalts auch positiv auf andere staatliche Leistungen wie das Elterngeld auswirken. Für das höhere Elterngeld müssen Sie jedoch den Steuerklassenwechsel spätestens sieben Monate vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt, beantragen. Auch für andere sozialen Leistungen wie Mutterschutz, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld und Krankengeld sind die jeweiligen Fristen einzuhalten.

Beispiele für Werbungskosten:

  • Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte (Entfernungspauschale),
  • Reisekosten (soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei ersetzt),
  • Aufwendungen für Arbeitsmittel wie Fachliteratur, Werkzeug oder typische Berufskleidung,
  • Beiträge zu Berufsverbänden und
  • berufliche Fortbildungskosten.

Beispiele für Sonderausgaben:

  • Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe- oder Lebenspartner,
  • Kinderbetreuungskosten,
  • Schulgeld,
  • Kosten von bis zu 6.000 Euro jährlich für Ihre eigene Berufsausbildung (Erststudium, erstmalige Berufsausbildung) und
  • gezahlte Kirchensteuer (Ausnahme: Kirchensteuer auf Abgeltungssteuer).

Beispiele für außergewöhnliche Belastungen:

Generell gelten individuelle Freibeträge maximal zwei Steuerjahre. Ausnahmen hiervon sind ein Behinderten- oder Hinterbliebenenpauschbetrag. Sobald der Pauschbetrag als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert ist, muss er nicht neu beantragt werden. Diese beiden Freibeträge führen nicht automatisch dazu, dass Sie eine Steuererklärung erstellen müssen.

Daneben ist die Eintragung eines Freibetrags auch möglich für:

  • negative Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter das Verlustausgleichsverbot fallen,
  • eine negative Summe der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit, Vermietung und Verpachtung sowie der sonstigen Einkünfte,
  • die Steuerermäßigung wegen Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.

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Freibetrag für Dienstleistungen im Haushalt

Die Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in Privathaushalten können in Höhe des vierfachen Betrags der sich daraus ergebenden Ermäßigung als Freibetrag berücksichtigt werden. Das gilt, soweit sie nicht von dritter Seite (wie einer Versicherung) erstattet werden. Bei Handwerkerleistungen beträgt die maximale Steuerermäßigung 20 Prozent der tatsächlichen Ausgaben, begrenzt auf 1.200 Euro; als Freibetrag wird dann 4.800 Euro festgesetzt. Bei den haushaltsnahen Dienstleistungen ist die Steuerermäßigung auf 510 Euro begrenzt und der Freibetrag somit auf 2.040 Euro (= 4 x 510 Euro).

Diese Fristen gelten

Ihren Antrag für 2017 können Sie noch bis zum 30. November 2017 stellen. Dieser gilt grundsätzlich bis zum Jahresende. Das kann sich insbesondere dann für Sie lohnen, wenn Sie zum Jahresende Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld erwarten.

Der Freibetrag wird ab dem 1. des Folgemonats zu einem Ihrer Merkmale auf der elektronischen Variante der Steuerkarte, genannt Elstam (kurz für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale). Generell beginnt das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren im Oktober des Vorjahres, für den der Freibetrag gelten soll. Seit Oktober 2017 können Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für 2018 stellen, der bis Ende 2019 gültig sein kann.

Sie können einen Freibetrag für zwei Jahre statt nur für ein Jahr beantragen. Dies spart etwas Arbeit. Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag und wird auf die der Antragstellung folgenden Monate verteilt.

Beispiel: Freibetrag 1.200 Euro, beantragt am

  • 30. Oktober 2017 für 2017 = für November und Dezember 2017 jeweils 600 Euro,
  • 30. November 2017 für 2017 = für Dezember 2017 die gesamten 1.200 Euro,
  • 30. November 2017 für 2017 und 2018 = im Dezember 2017 1.200 Euro und für Januar 2018 bis Dezember 2018 jeweils 100 Euro,
  • 15. Juni 2018 für 2018 und 2019 = Juli bis Dezember 2018 jeweils 200 Euro und Januar bis Dezember 2019 jeweils 100 Euro.

Ihr zuständiges Finanzamt

Den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung müssen Sie auf einem Papierformular bei dem Finanzamt stellen, in dessen Bezirk Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung wohnen. Haben Sie mehrere Wohnungen, ist das Finanzamt jenes Wohnsitzes zuständig, an dem Sie sich vorwiegend aufhalten. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern mit mehreren Wohnsitzen ist das Finanzamt zuständig, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält.

Eine Besonderheit gilt für den Fall, dass Sie den Antrag im Januar 2018 stellen: Dann wird der Freibetrag rückwirkend zum 1. Januar 2018 gebildet.

Falls sich bei Ihnen im Dezember 2017 etwas ändert und Sie deshalb erst nach dem 30. November 2017 Ihren Antrag stellen, werden diese Änderungen nicht mehr im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren des laufenden Jahres berücksichtigt. Eine Steuerermäßigung können Sie dann nur noch im Rahmen Ihrer Steuererklärung für 2017 geltend machen.

Sie können sich Ihre Elstam auf Antrag vom Finanzamt für Ihre Unterlagen ausdrucken lassen. Ihrem Arbeitgeber brauchen Sie den Ausdruck aber nicht vorzulegen, weil er die Freibeträge und alle weiteren Änderungen Ihrer Besteuerungsmerkmale in einem elektronischen Abrufverfahren erfährt.

Wenn Sie Ihren Freibetrag beispielsweise erst Ende November für das laufende Jahr beantragen, können Sie auf Nummer sicher gehen und der Lohnbuchhaltung Ihres Arbeitgebers mitteilen, dass diese in der Lohnabrechnung für Dezember den Freibetrag anwenden soll.

Wie Sie die Antragsgrenze überwinden

Versicherungen zählen nicht

Vorsorgeaufwendungen wie die Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wirken sich beim Freibetrag nicht aus. Sie werden beim laufenden Lohnsteuerabzug über die Vorsorgepauschale berücksichtigt.

Damit Ihnen das Finanzamt einen Freibetrag einträgt, müssen Ihre Aufwendungen 600 Euro übersteigen. Um diese Grenze zu ermitteln, zieht die Behörde bei den Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro (beziehungsweise 102 Euro bei Versorgungsbezügen) ab.

Bestimmte Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art sowie Unterhaltszahlungen an Ehegatten und andere Angehörige sind Aufwendungen, die für die Berechnung der Antragsgrenze herangezogen werden. Bei den Sonderausgaben berücksichtigt das Finanzamt mindestens den Pauschbetrag von 36 Euro bei Singles und 72 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren sowie Lebenspartnerschaften. Bevor Sie den Antrag stellen, sollten Sie überschlägig berechnen, ob Sie über die 600-Euro-Grenze kommen.

Diese Grenze gilt nicht für haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten, Haushaltshilfen, Verlustvorträge, einen Verlust (beispielsweise aus Vermietung), den Behindertenpauschbetrag und den Hinterbliebenenpauschbetrag. Hier zählt jeder Euro für einen Freibetrag.

Fiktives Beispiel – Variante 1:

Freibetrag wird im Oktober beantragt

Quelle: Eigene Berechnung

Freibetrag wird erst im November beantragt

Quelle: Eigene Berechnung

Ergebnis: Herr Müller hat immerhin ein um 615,30 Euro höheres Nettogehalt, weil er den Freibetrag nutzt. Da er diesen aber nicht schon Ende Oktober beantragt hat (siehe Variante 1), gibt er dem Finanzamt de facto einen unverzinsten Kredit in Höhe von 316,78 Euro. Dieses Geld kann er sich erst mit der nächsten Einkommensteuererklärung zurückholen.

Für 2017 ergeben sich wegen des veränderten Steuertarifverlaufs und eines höheren Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung geringfügig andere Zahlen.

Diese Unterlagen brauchen Sie

Je nachdem, ob Sie erstmals einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen oder ob Sie Ihren bestehenden Antrag ändern wollen, müssen Sie unterschiedliche Formulare ausfüllen.

  • Wenn Sie erstmals einen Freibetrag für das Kalenderjahr 2017 beantragen oder sich Ihr für das vergangene Kalenderjahr gültiger Freibetrag erhöht, verwenden Sie den amtlichen Vordruck „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“. Den Antrag für die Kalenderjahre 2017/2018 können Sie noch bis Ende November 2017 stellen.
  • Diesen ausführlichen Antrag müssen Sie auch ausfüllen, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wünschen. Den Faktor erhalten Sie aber jeweils nur für ein Jahr. Sie müssen ihn jedes Jahr neu beantragen. Ab 2018 geht dies nicht mehr über den Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag. Stattdessen müssen Sie einen Antrag auf Steuerklassenwechsel stellen.
  • Wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen ändern möchten, können Sie das grundsätzlich einmal im Jahr beantragen. Dafür müssen Sie den „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Ab 2018 kann jedoch ein Partner mit der Steuerklasse III oder V auch alleine einen Wechsel in die Klasse IV beantragen. Das gilt dann für beide Partner.
  • Wollen Sie 2017 höchstens den Freibetrag beantragen, der für das Kalenderjahr 2016 ermittelt wurde? Oder möchten Sie nur die Zahl der Kinderfreibeträge oder die Steuerklasse I in II ändern lassen? Dann brauchen Sie nur den zweiseitigen amtlichen Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2017“, den Sie im „Formular-Management des Bundesfinanzministeriums“ finden. Ab 2018 ist der vereinfachte Antrag im Hauptvordruck integriert.
  • Für Anträge ab 2018 gibt es neu gestaltete Formulare, die jetzt ähnlich gestaltet sind wie die für die Steuererklärung. Sie müssen den Hauptvordruck und nur die Anlagen ausfüllen, die Sie für den Antrag benötigen. Es gibt die Anlage Kinder, Anlage Werbungskosten und die Anlage Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen.
  • Den Antrag müssen Sie auf der ersten Seite des Hauptvordrucks unterschreiben.

Steuerklassenkombination IV mit Faktor

Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können anstelle der Steuerklassenkombination III/V beantragen, dass sie die Eintragung der Steuerklassenkombination IV/IV in Verbindung mit einem Faktor bekommen. Beim Faktorverfahren werden Freibeträge in die Berechnung des Faktors einbezogen. Das Faktorverfahren können Sie mit einem „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ beantragen.

Die Formulare können Sie direkt am Bildschirm ausfüllen oder sich als leere PDF-Datei herunterladen. Beachten Sie bitte, dass Sie das Formular unterschreiben müssen. Daher können Sie es nicht einfach per E-Mail schicken. Das Finanzamt akzeptiert folgende drei Möglichkeiten, damit das ausgefüllte ausgedruckte und unterschriebene Formular korrekt ankommt: Entweder Sie versenden es per Post oder Sie gehen beim Finanzamt vorbei und erledigen die Sache persönlich. Alternativ können Sie einen Bevollmächtigten schicken, der sich ausweisen muss und dem Sie vorher schriftlich eine formlose Vollmacht erteilt haben. Bei Ehepaaren und Verpartnerten muss bei einer persönlichen Antragstellung nur einer von beiden Partnern anwesend sein, wenn beide den Antrag unterschrieben haben.

Wer den Antrag zum ersten Mal stellt, muss seine Angaben glaubhaft machen und – soweit vorhanden – entsprechende Nachweise (zum Beispiel den Ausbildungsnachweis eines Kindes) vorlegen. Beim vereinfachten Antrag verlangt das Finanzamt nicht erneut Nachweise über Ihre Aufwendungen, wenn Sie versichern, dass sich nichts Wesentliches geändert hat.

Sonderfall Grenzgänger

Der sechsseitige Antrag ist auch für Arbeitnehmer vorgesehen, die nicht in Deutschland wohnen, wenn

  • deren Einkünfte mindestens zu 90 Prozent der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder
  • die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als den Grundfreibetrag (2015: 8.472 Euro; 2016: 8.652 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) betragen. Dieser Betrag wird gegebenenfalls nach den Verhältnissen Ihres Wohnsitzstaates gemindert.

Gehören Sie zur Gruppe dieser sogenannten Grenzpendler, müssen Sie Ihrem Antrag auch die „Anlage Grenzpendler EU/EWR“ oder die „Anlage Grenzpendler außerhalb EU/EWR“ beifügen.

Steuererklärung ist Pflicht

Wenn das Finanzamt Ihnen aufgrund Ihres Antrags einen Steuerfreibetrag gewährt, müssen Sie für das abgelaufene Jahr unaufgefordert eine Einkommensteuererklärung abgeben. Von dieser Verpflichtung gibt es drei Ausnahmen:

Nur die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge hat sich geändert.

Ihr im Kalenderjahr insgesamt erzielter Arbeitslohn übersteigt 2016 nicht 11.000 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepaaren/Lebenspartnern 20.900 Euro).

Alleinerziehende

Wer Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (Steuerklasse II) hat, muss dem Finanzamt umgehend mitteilen, wenn die Voraussetzungen dafür wegfallen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie einen Partner haben, der bei Ihnen einzieht. Der Entlastungsbetrag wurde rückwirkend für das Jahr 2015 auf 1.908 Euro erhöht. Alleinerziehenden Arbeitnehmern mit mindestens zwei Kindern steht ab dem zweiten Kind ein Zuschlag zum Entlastungsbetrag von 240 Euro je Kind zu. Auch diesen können Sie mit einem Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beantragen, falls dies noch nicht berücksichtigt ist. Alternativ holen Sie sich den kompletten Entlastungsbetrag, indem Sie in Ihrer Steuererklärung die entsprechenden Felder in der Anlage Kind ausfüllen.

Freibeträge für Menschen mit Behinderungen und Hinterbliebene

Beeinträchtigte Menschen können wegen der mit ihrer Behinderung zusammenhängenden erhöhten Aufwendungen einen nach dem Grad der Behinderung gestaffelten Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen (§ 33b Absatz 3 EStG). Alternativ können sie die Pauschbeträge im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer ansetzen. Auch die Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene fließen in die Elstam ein.

Den Freibetrag für behinderte Menschen müssen Sie deshalb nur dann neu beantragen, wenn der Gültigkeitszeitraum abgelaufen ist oder sich der Grad der Behinderung geändert hat. Falls ein solcher Pauschbetrag Ihrem Kind zusteht und auf Sie übertragen werden soll, setzt auch das einen neuen Antrag voraus.

Pauschbeträge für Behinderte

Quelle: § 33b Absatz 3 Einkommensteuergesetz, Stand: Oktober 2015

Beträgt Ihr Grad der Behinderung weniger als 50, aber mindestens 25, steht Ihnen der jeweilige Pauschbetrag unter diesen weiteren Voraussetzungen zu:

  • Sie haben wegen einer Behinderung einen gesetzlichen Anspruch auf Rente (zum Beispiel Unfallrente, nicht aber aus der gesetzlichen Rentenversicherung) oder andere laufende Bezüge.
  • Oder Ihre Behinderung hat zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt oder beruht auf einer typischen Berufskrankheit.

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Diese Papiere reichen Sie ein

Als Nachweise akzeptiert das Finanzamt:

  • bei einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr: Schwerbehindertenausweis oder Bescheid des Versorgungsamts.
  • bei einem Grad der Behinderung von zwischen 25 und 50: Bescheinigung des Versorgungsamts oder Rentenbescheid.

Besonderheiten für blinde und hilflose Menschen

Blinde (BI) und dauernd hilflose behinderte Menschen (H) erhalten – unabhängig vom Grad ihrer Behinderung – einen Pauschbetrag von 3.700 Euro jährlich. Als Nachweise erkennt die Finanzverwaltung entweder einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen Bl oder H an. Beim Merkmal H reicht ab 2017 auch ein Bescheid über die Einstufung in die Pflegegrade 4 und 5.

Außergewöhnliche Belastungen

Der Pauschbetrag für behinderte Menschen soll nur die laufenden und typischen Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf abgelten. Das sind Aufwendungen, die behinderten Menschen erfahrungsgemäß durch ihre Krankheit beziehungsweise Behinderung entstehen und deren alleinige behinderungsbedingte Veranlassung nur schwer nachzuweisen ist. Alle übrigen behinderungsbedingten Aufwendungen (etwa Operationskosten sowie Heilbehandlungen, Kuren, Arznei- und Arztkosten, Fahrtkosten) kann der Steuerpflichtige daneben als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen lassen – auch wenn er einen Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend macht (R 33b Einkommensteuer-Richtlinien).

Der Pauschbetrag für Hinterbliebene beträgt 370 Euro jährlich. Davon profitieren Menschen, denen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt worden sind, zum Beispiel nach dem Bundesversorgungsgesetz oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Helfer für die Steuererklärung

Weitere Tipps

Der „Kleine Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017", den die obersten Finanzbehörden der Länder auf ihren Internetseiten zur Verfügung stellen, enthält weitere Hinweise. Darin finden sich unter anderem diese Tipps:

Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufteilen

Ob und in welcher Höhe Ihr Arbeitgeber einen beantragten und vom Finanzamt ermittelten Freibetrag bei Steuerklasse VI abrufen soll, können Sie selbst entscheiden. Allein für eine solche Verteilung auf die einzelnen Dienstverhältnisse ist kein Antrag beim Finanzamt erforderlich. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber lediglich zusätzlich zu Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum den abzurufenden Freibetrag mitteilen.

Soll ein aus anderen Gründen (etwa wegen erhöhter Werbungskosten) gebildeter Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufgeteilt werden, ist ein formloser Antrag beim Finanzamt erforderlich. Das Finanzamt ordnet die Freibetragsanteile den einzelnen Dienstverhältnissen zu. Sie müssen dem Arbeitgeber in diesem Fall weder Angaben zur Anwendung des Freibetrags machen noch dessen Höhe mitteilen.

Kinder berücksichtigen lassen

Im Rahmen des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens können Sie Kinder, die zu Beginn des Kalenderjahres 2018 das 18. Lebensjahr vollendet haben und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, berücksichtigen lassen. Einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung sollten Sie stellen, wenn für das Kalenderjahr 2018 Kinderfreibeträge berücksichtigt werden sollen für

  • vor dem 2. Januar 1999 geborene Kinder,
  • nicht in Ihrer Wohnung gemeldete minderjährige Kinder oder
  • Pflegekinder

und diese Kinder nicht bereits im Ermäßigungsverfahren für das Kalenderjahr 2017 berücksichtigt worden sind.

Mitteilungspflicht bei Änderungen

Wenn die genehmigte Lohnsteuer-Ermäßigung nicht mehr der Realität entspricht, dann sind Sie verpflichtet, dies dem Finanzamt mitzuteilen. Das gilt beispielsweise, falls Sie nach einem Jobwechsel eine geringere Entfernungspauschale haben, Sie die doppelte Haushaltsführung aufgeben oder Sie keinen Unterhalt mehr zahlen müssen. Auch wenn der Sonderfreibetrag für auswärts wohnende Kinder in der Ausbildung oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Ihnen nicht mehr zusteht, müssen Sie das dem Finanzamt unverzüglich mitteilen.

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Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Источники: http://www.finanztip.de/kinderbetreuungskosten/, http://www.vibelle.de/deine-rechte/vertraege-und-finanzen/lohnsteuer/4082-was-ist-ein-freibetrag, http://www.finanztip.de/lohnsteuerermaessigung/

Freibetrag auf lohnsteuerkarte

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Steuerfreibetrag

Welche Frei- und Pauschbeträge Sie entlasten

  • Zuletzt aktualisiert: 6. Dezember 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt feste Frei- und Pauschbeträge, die Ihr zu versteuerndes Einkommen reduzieren. Denn Sie müssen nur den Betrag oberhalb des Freibetrags versteuern.
  • Wichtige Pauschbeträge für alle Arbeitnehmer sind die Werbungskostenpauschale sowie die Entfernungspauschale.
  • Wenn Sie Kinder haben, können Sie von weiteren Freibeträgen profitieren. Alleinerziehende erhalten einen zusätzlichen Freibetrag: den Entlastungsbetrag.
  • Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen fördern ein freiwilliges Engagement.
  • Pflege-, Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge unterstützen Steuerzahler in schwierigen Lebenslagen.

So gehen Sie vor

  • Einige Freibeträge zieht der Fiskus automatisch ab, andere müssen Sie in Ihrer Steuererklärung beantragen.
  • Für eine Pauschale benötigen Sie keine Kostennachweise.
  • Haben Sie höhere Kosten, dann können Sie diese statt der Pauschale geltend machen. Sie müssen die Aufwendungen jedoch belegen können.
  • Einen individuellen Steuerfreibetrag können Sie sich mit einem Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag eintragen lassen. Dann wird bereits bei der Gehaltsauszahlung weniger Lohnsteuer einbehalten.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Ob haushaltsnahe Dienstleistungen oder Fachliteratur: Wer sich private oder berufliche Ausgaben über die Steuererklärung zurückholen will, muss diese oft auch belegen können. Doch um die Bürokratie ein wenig einzudämmen, gibt es im deutschen Steuerrecht viele Frei- und Pauschbeträge, die Sie als Steuerzahler ohne Quittung oder Rechnung nutzen können.

Helfer für die Steuererklärung

Freibetrag, Pauschbetrag und Freigrenze

Die Finanzämter haben millionenfach Steuerfälle zu bewältigen. Freibeträge und Pauschbeträge vereinfachen die Bearbeitung und entlasten die Masse der Steuerzahler, insbesondere wenn sie keine hohen abzugsfähigen Kosten haben. Denn wenn Ihnen der Abzug in der Höhe des Frei- oder Pauschbetrags genügt, müssen Sie Ihre Aufwendungen nicht belegen. Frei- und Pauschbeträge funktionieren gleich. Davon zu unterscheiden sind jedoch Freigrenzen.

Freibetrag – Er markiert die Höhe, bis zu der ein bestimmtes Einkommen steuerfrei bleibt. Alles, was darüber liegt, müssen Sie versteuern. Ein Beispiel hierfür ist der Sparerfreibetrag in Höhe von 801 Euro für jeden Steuerpflichtigen. Sie müssen nur Steuern auf Kapitaleinkünfte zahlen, die diesen Betrag übersteigen.

Pauschbetrag – Den Pauschbetrag erkennt das Finanzamt ohne Nachweis an, um einen bestimmten Teil des Einkommens steuerfrei zu stellen. Haben Sie Ausgaben, die über dem Pausch- oder Freibetrag liegen, können Sie diese meist zusätzlich geltend machen. Sind Ihre Ausgaben niedriger, wird auf jeden Fall der Pauschbetrag von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Bekanntestes Beispiel: der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro.

Freigrenze – Überschreiten Sie hingegen eine Freigrenze, so müssen Sie den gesamten Betrag versteuern. Das gilt beispielsweise für private Veräußerungsgeschäfte wie den Verkauf von Edelmetall und Kunst innerhalb eines Jahres. Ein Gewinn bis 600 Euro (= Freigrenze) im Jahr bleibt steuerfrei. Ein Cent mehr führt dazu, dass Sie den kompletten Gewinn versteuern müssen.

Arbeit und Einkommen

Dieser Freibetrag wird nach dem Sozialhilferecht ermittelt und soll das Existenzminimum für jeden Steuerzahler sichern. Der Grundfreibetrag ist bereits in die Steuertabellen eingearbeitet und wird automatisch berücksichtigt, so macht es auch der Arbeitgeber bereits bei der Berechnung der Lohnsteuer. Sie müssen also nichts tun, um ihn zu erhalten.

Der Klassiker unter den Pauschbeträgen ist der Arbeitnehmerpauschbetrag, auch als Werbungskostenpauschale bekannt. Der Fiskus zieht von Ihrem zu versteuernden Einkommen automatisch 1.000 Euro als Werbungskosten ab. So werden beruflich veranlasste Kosten ohne Nachweis anerkannt. Erst wenn Sie Werbungskosten über der 1.000-Euro-Grenze haben, lohnt es sich, diese in der Steuererklärung einzutragen (Anlage N). Diese Ausgaben werden dann zusätzlich anerkannt.

Belege sammeln lohnt sich

Auch wenn Sie zu Jahresbeginn vermuten, dass Sie nicht über die Werbungskostenpauschale kommen, lohnt es sich, alle Quittungen für beruflich veranlasste Kosten zu sammeln. Denn erst am Ende des Jahres wissen Sie, wie hoch Ihre Werbungskosten tatsächlich sind.

Viele Arbeitnehmer knacken bereits mit den Fahrtkosten ihren Werbungskostenpauschbetrag und können alles, was darüber liegt, zusätzlich absetzen. Fahren Sie beispielsweise an 228 Tagen im Jahr 15 Kilometer zur Arbeit, kommen 1.026 Euro an Fahrtkosten zusammen. Haben Sie noch eine Weiterbildung besucht oder Fachliteratur gekauft, können Sie diese Kosten dann ebenfalls geltend machen. Um die Entfernungspauschale zu erhalten, müssen Sie Ihre Fahrten zur Arbeit in der Steuererklärung eintragen (Anlage N).

Tipp: Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer übersteigen, können Sie auch höhere Fahrtkosten angeben, sofern Sie diese belegen können.

Frei- und Pauschbetrag für Renten und Versorgungsbezüge

Die gesetzliche Rente ist teilweise steuerfrei. Für jeden Rentner wird ein individueller Freibetrag berechnet. Bezieht er beispielsweise 2017 erstmals eine Rente, sind davon 26 Prozent steuerfrei. Dieser Betrag in Euro wird als Rentenfreibetrag für die Folgejahre festgeschrieben. Darüber liegende Beträge und künftige Rentenerhöhungen sind voll steuerpflichtig.

Rentnern steht eine Werbungskostenpauschale von 102 Euro zu. Haben sie höhere Werbungskosten, können sie stattdessen diese in der Steuererklärung ansetzen.

Wer Versorgungsbezüge erhält, also eine Pension, Witwengeld oder eine Betriebsrente, dem steht dafür ebenfalls ein Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro zu. Dieser wird automatisch vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen. Die beiden Pauschbeträge von 1.000 Euro und 102 Euro können Sie nebeneinander erhalten, wenn Sie gleichzeitig Arbeitslohn und Versorgungsbezüge beziehen.

Lohnsteuerpflichtige Firmen- und Beamtenpensionen, beispielsweise Zahlungen aus Unterstützungskassen und Pensionszusagen, sind teilweise steuerfrei gestellt. Dafür gibt es einen Versorgungsfreibetrag sowie einen Zuschlag darauf. Den Rest müssen Sie versteuern. Tragen Sie dazu Ihre Bezüge in die Anlage N der Steuererklärung ein.

Die Freibeträge richten sich nach dem Jahr des Zahlungsbeginns laut Tabelle im Einkommensteuergesetz und gelten für die gesamte Laufzeit. Sowohl der Versorgungsfreibetrag als auch der Zuschlag schmelzen bis 2040 ab. Wer 2017 erstmals eine Pension erhält, dem steht ein Versorgungsfreibetrag von 20,8 Prozent bis höchstens 1.560 Euro zu, sowie ein Zuschlag von 468 Euro. Für das Jahr 2018 liegt der Versorgungsfreibetrag bei 19,2 Prozent bis maximal 1.440 Euro, hinzu kommt der Zuschlag von 432 Euro.

Sind Sie beruflich viel unterwegs oder auf Dienstreisen, können Sie auch für die Verpflegung eine Pauschale geltend machen. Es gibt feste Pauschalen, je nachdem, wie lange Sie auf Reisen sind: Bei mehr als 8 Stunden Abwesenheit erhalten Sie 12 Euro, ab 24 Stunden 24 Euro. Für den An- und den Abreisetag können Sie immer 12 Euro geltend machen – unabhängig von der Dauer der Abwesenheit. Tragen Sie die Dauer Ihrer Abwesenheit in der Steuererklärung ein (Anlage N). Höhere Kosten können Sie nicht geltend machen, auch nicht, wenn Sie unterwegs Restaurant-Rechnungen gesammelt haben.

Viele Ausgaben, etwa für das Renovieren der alten Wohnung oder den Kabelanschluss in der neuen Wohnung, müssen Sie nicht einzeln belegen. Ehepaare, die ab März 2017 aus beruflichen Gründen umgezogen sind, können in der Steuererklärung pauschal 1.528 Euro geltend machen. Für Ledige gilt eine Pauschale von 764 Euro. Tragen Sie einfach „Pauschale für Umzugskosten“ in Ihrer Steuererklärung ein (Anlage N). Die Umzugskostenpauschalen passt das Bundesfinanzministerium regelmäßig an.

Zusätzlich zur Pauschale können Sie viele weitere Ausgaben für Ihren Umzug absetzen, die Sie aber belegen müssen. Dazu gehören beispielsweise die Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen, der Transport des Hausrats oder eine doppelte Miete.

Freibeträge für Kinder

Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag

Der Staat unterstützt auch Familien und Alleinerziehende mit Freibeträgen. So gibt es einen sächlichen Kinderfreibetrag, der das Existenzminimum des Kinds absichern soll. Für 2017 beträgt dieses 2.358 Euro pro Kind und Elternteil, für Zusammenveranlagte sind das 4.716 Euro. Ab 2018 steigt der Kinderfreibetrag um 36 Euro pro Kind und Elternteil, sodass ein Ehepaar dann 4.788 Euro erhält. Hinzu kommt der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) von 2.640 Euro. Ehepaaren stehen 2017 somit insgesamt 7.356 Euro und 2018 dann 7.428 Euro zu.

Die Freibeträge berücksichtigt der Fiskus allerdings nur, wenn die Ersparnis daraus höher ist als das Kindergeld, das Sie während des Jahres erhalten haben. Was für Sie vorteilhafter ist, ermittelt das Finanzamt in der sogenannten Günstigerprüfung. Dazu müssen Sie nur die Anlage Kind ausfüllen. Das monatliche Kindergeld für das erste und zweite Kind beträgt 2017 jeweils 192 Euro, 2018 steigt das Kindergeld um zwei Euro auf 194 Euro.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Wenn Sie alleinstehend sind und ein Kind erziehen, für das Sie Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise einen Kinderfreibetrag haben, können Sie einen Entlastungsbetrag von 1.908 Euro steuerlich geltend machen. Für jedes weitere im Haushalt gemeldete Kind gibt es seit 2015 einen zusätzlichen Entlastungsbetrag von 240 Euro je Kind. Den Entlastungsbetrag zieht das Finanzamt von der Summe Ihrer Einkünfte ab. Diesen beantragen Sie über Ihre Steuererklärung (Anlage Kind, Seite 2, Zeile 44 bis 49). Sind Sie der Steuerklasse II zugeordnet, wird der Entlastungsbetrag schon im laufenden Jahr beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

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Nebentätigkeiten und Ehrenämter

Wenn Sie sich als Ausbilder, Künstler oder Pfleger nebenberuflich etwas dazuverdienen, können Sie in vielen Fällen vom Übungsleiterfreibetrag profitieren: Von Ihrem Einkommen wird eine Pauschale von 2.400 Euro abgezogen. Nur den darüber liegenden Betrag müssen Sie versteuern. Wichtig ist, dass Sie nebenberuflich für eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Organisation tätig sind. Gefördert werden Beschäftigungen mit einer pädagogischen Ausrichtung. Auch Hausmänner, Rentner oder Arbeitslose können diesen Freibetrag nutzen.

Sind Sie im Hauptberuf Arbeitnehmer, tragen Sie den Übungsleiterfreibetrag in der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein (Seite 1, Zeile 26 als „steuerfrei erhaltene Aufwandsentschädigungen/Einnahmen“). Selbstständige geben den Freibetrag als „steuerfreie selbstständige Tätigkeiten im Nebenberuf“ in der Anlage S, Zeile 36 und 37 an.

Helfen Sie nebenberuflich und ehrenamtlich im ideellen Bereich, zum Beispiel in einem Altenheim, einer Jugendherberge oder in einer Behindertenwerkstatt, können Sie den Ehrenamtsfreibetrag nutzen. Ehrenamtliche dürfen für ihre freiwillige Mitarbeit steuerfrei 720 Euro im Jahr als Aufwandspauschale annehmen. Auch diesen Betrag gibt es nur, wenn Sie ihn in der Steuererklärung eintragen. Dies machen Sie entweder in der Anlage N oder in der Anlage S.

So erhalten Sie beide Freibeträge

Sie können beide Pauschalen nutzen, aber nicht für dieselbe Tätigkeit. Üben Sie verschiedene Ehrenämter aus, die separat bezahlt werden, können Sie sowohl vom Übungsleiter- als auch vom Ehrenamtsfreibetrag profitieren. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie als Trainer für einen Sportverein arbeiten und zusätzlich die Vereinskasse verwalten.

Kapitalerträge und Sonderausgaben

Dafür müssen Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einreichen. Ohne Freistellungauftrag oder wenn die Kapitalerträge über den Sparerpauschbetrag hinausgehen, zieht das Kreditinstitut grundsätzlich 25 Prozent Abgeltungssteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) ab und leitet sie ans Finanzamt weiter. Diese unfreiwillige Zahlung können Sie sich nur über die Steuererklärung wieder zurückholen.

Für verschiedene Ausgaben des privaten Lebens gilt der Sonderausgaben-Pauschbetrag. 36 Euro beziehungsweise 72 Euro bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern zieht Ihnen das Finanzamt automatisch von Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Erst Sonderausgaben, die darüber liegen, müssen Sie in der Steuererklärung eintragen und nachweisen, beispielsweise Kinderbetreuungskosten. Weil der Pauschbetrag relativ niedrig ist, können Sie oft weitere Posten wie Spenden oder Vorsorgeaufwendungen absetzen. Was Sie in die verschiedenen Formulare eintragen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Sonderausgaben.

Pauschbeträge für Pflegende, Behinderte und Hinterbliebene

Wer einen Angehörigen im häuslichen Bereich ohne Bezahlung pflegt, kann dafür pauschal 924 Euro geltend machen. Das gilt auch bei der Pflege eines nahestehenden Menschen, der hilflos oder schwerstpflegebedürftig ist (Pflegegrad 4 und 5). Den Pauschbetrag müssen Sie im Mantelbogen, Zeile 65 und 66, beantragen.

Der Pauschbetrag ist personenbezogen: Teilen Sie sich beispielsweise die Pflege der Mutter mit Ihrer Schwester, müssen Sie auch den Pflegepauschbetrag aufteilen. Auch wenn Sie den Pflegebedürftigen nicht das ganze Jahr über gepflegt haben, haben Sie Anspruch auf den vollen Pauschbetrag.

Liegen Ihre Ausgaben für die Pflege des Angehörigen über dem Pauschbetrag, können Sie die tatsächlichen Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Der Fiskus erkennt sie allerdings erst an, wenn sie über einer zumutbaren Eigenbelastung liegen.

Anstatt den Behindertenpauschbetrag zu nutzen, können Sie höhere Aufwendungen, die Ihnen wegen der Behinderung entstehen, einzeln nachweisen und in voller Höhe als außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art geltend machen. Auch an dieser Stelle kürzt das Finanzamt die Ausgaben um die zumutbare Eigenbelastung. Weiterhin können Sie die Kosten für die Betreuung eines behinderten oder pflegebedürftigen Familienmitglieds in Ihrem Haushalt auch als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen (Mantelbogen).

Behindertenpauschbetrag übertragen lassen

Sie können beantragen, dass der Behinderten-Pauschbetrag für ein Kind oder Enkelkind auf Sie übertragen wird, wenn Sie für den Nachwuchs Anspruch auf Kindergeld haben. Das ist vor allem sinnvoll, wenn das Kind kein eigenes Einkommen hat. Diesen Antrag stellen Sie, indem Sie in der Anlage Kind die Zeilen 64 bis 66 ausfüllen.

In bestimmten Fällen können Witwen, Witwer, Waisen und Halbwaisen den Hinterbliebenen-Pauschbetrag von 370 Euro erhalten. Er wird als Jahresbetrag auch von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen, wenn die Voraussetzungen nicht während des gesamten Jahres vorlagen.

Bedingung ist, dass Sie Hinterbliebenenbezüge nach dem Bundesversorgungsgesetz oder vergleichbarer Versorgungsgesetze erhalten. Den Hinterbliebenen-Pauschbetrag müssen Sie im Mantelbogen unter den außergewöhnlichen Belastungen in Zeile 61 bis 64 beantragen.

Freibeträge eintragen lassen

Um schon im laufenden Jahr weniger Lohnsteuer zu zahlen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Ihre Werbungskosten – beispielsweise für die Fahrten zur Arbeit – können als eingetragener Freibetrag jeden Monat den Lohnsteuerabzug reduzieren. Dies ist allerdings erst möglich, wenn die Werbungskosten über 1.000 Euro liegen und zusammen mit anderen Beträgen, beispielsweise den Sonderausgaben, einen Mindestbetrag von 600 Euro überschreiten.

Andere Freibeträge, wie den Behinderten- und den Hinterbliebenen-Pauschbetrag, können Sie ohne Mindestbetrag eintragen lassen und profitieren sofort von einem geringeren Steuerabzug. Wer Freibeträge eintragen lässt, muss in den meisten Fällen eine Steuererklärung abgeben.

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Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

Kinderbetreuungskosten

So machen Sie Betreuungskosten für Kinder geltend

  • Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017
  • Von: Sabine Himmelberg

Das sollten Sie wissen

  • Kinderbetreuungskosten können Sie als Sonderausgaben geltend machen – allerdings nur zu zwei Dritteln und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro im Jahr.
  • Ihr Kind darf das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, außer es kann sich aufgrund einer Behinderung nicht selbst versorgen. Dann wird bei der Altersgrenze eine Ausnahme gemacht, die allerdings Einschränkungen hat.
  • Nicht alle Aufwendungen dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung angeben: Sport- und Nachhilfekosten fallen zum Beispiel weg. Welche Kosten Sie absetzen können, lesen Sie hier.
  • Bewahren Sie Rechnungen und Überweisungsbelege immer auf. Denn Sie müssen Ihre Aufwendungen möglicherweise dem Finanzamt nachweisen.

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Zwei Drittel der Kosten, die für die Betreuung Ihrer Kinder anfallen, können Sie als Sonderausgaben geltend machen und von der Steuer absetzen. Pro Kind können Sie höchstens 4.000 Euro abziehen. Die Voraussetzungen dafür:

  • Das Kind muss in Ihrem Haushalt leben. Sind Sie getrennt oder geschieden, ist entscheidend, wo das Kind gemeldet ist.
  • Für das Kind muss Ihnen Kindergeld oder ein Freibetrag für Kinder zustehen.
  • Das Kind darf sein 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wenn sich Ihr Kind nicht selbst unterhalten kann

Die Altersgrenze entfällt, falls Ihr Kind körperlich, geistig oder seelisch behindert ist und nicht für sich selbst sorgen kann. Das gilt nur für eine Behinderung, die vor Vollendung des 25. Lebensjahrs eingetreten ist, mit einer Ausnahme: die Altersgrenze gilt auch nicht für Kinder, deren Behinderung vor dem 1. Januar 2007 im Alter zwischen 25 Jahren und vor Vollendung des 27. Lebensjahrs eingetreten ist.

Betreuungskosten für Ihr Kind, die im laufenden Jahr anfallen, können Sie als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen. Dadurch erhöht sich Ihr Nettogehalt.

Was Sie absetzen können

Diese Aufwendungen für die Kinderbetreuung können Sie in Ihrer Steuererklärung angeben:

  • die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen
  • die Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern
  • die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie Kinder betreuen
  • die Beaufsichtigung von Kindern bei der Erledigung der häuslichen Schulaufgaben

Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für:

  • die Vermittlung besonderer Fähigkeiten, zum Beispiel Musikunterricht
  • sportliche und andere Freizeitbetätigungen
  • Nachhilfeunterricht
  • Verpflegung des Kindes

Nachweise für die Betreuungskosten aufbewahren

Rechnungen und die Zahlungsnachweise

müssen Sie zwar nur auf Verlangen des Finanzamts vorlegen. Für diesen Fall sollten Sie die Belege aber aufbewahren.

Damit Sie die Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen können, müssen Sie Rechnungen erhalten haben. Außerdem muss die Rechnungssumme an den Dienstleister auf dessen Konto überwiesen worden sein – Barzahlungen und Barschecks erkennt das Finanzamt nicht an. Auch das Taschengeld für ein Au-Pair sollten Sie deshalb auf ein Konto überweisen, wenn Sie es steuerlich absetzen wollen (FG Köln, Urteil vom 10.01.2014, Az. 15 K 2882/13).

Sind Sie selbst der Arbeitgeber der Betreuungsperson Ihrer Kinder, zum Beispiel im Rahmen eines Minijobs oder eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses, müssen Sie lediglich den Arbeitsvertrag vorlegen.

Wenn das Kind einen Kindergarten oder Hort besucht, reicht ein Bescheid der Einrichtung, in dem die Kosten für die Betreuung festgehalten sind, und ein Überweisungsbeleg.

Wenn Ihre (Schwieger-)Mutter oder andere nahe Angehörige auf Ihr Kind aufpassen und die Betreuung entgeltlich erfolgt, dann können Sie auch diese Kosten von der Steuer absetzen. Dafür müssen allerdings klare und eindeutige Vereinbarungen getroffen worden sein, die Sie tatsächlich umsetzen. Wohnt Ihre Betreuungsperson mit Ihnen und Ihrem Kind in einem Haushalt zusammen, sind die Kinderbetreuungskosten nicht absetzbar.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Hierhin in der Steuererklärung

Ihre Kinderbetreuungskosten tragen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung in der Anlage Kind auf Seite 3 in die Zeilen 67 bis 73 ein.

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Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung

So bekommen Sie ein höheres Nettogehalt am Monatsende

  • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
  • Von: Udo Reuß

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Freibeträgen bei der Lohnsteuer sichern Sie sich ein höheres Nettoeinkommen schon ab dem nächsten Monat – durch einen Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag.
  • Steuerpflichtige können individuelle Freibeträge beantragen, die zwei Jahre gültig sind.
  • Ein höheres Nettogehalt kann Ihnen bei Sozialleistungen wie dem Elterngeld finanzielle Vorteile bringen. Sie müssen dafür bestimmte Fristen beachten.
  • Haben Sie einen Freibetrag eintragen lassen, dann müssen Sie im Folgejahr fast immer eine Steuererklärung abgeben.

So gehen Sie vor

  • Den „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ stellen Sie bis spätestens Ende November beim Finanzamt auf einem amtlichen Vordruck.
  • Bei einem neuen Antrag müssen Sie für die meisten Aufwendungen einen Betrag von mindestens 600 Euro nachweisen. Handwerkerkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen zählen hingegen ab dem ersten Euro.
  • Für Freibeträge, die ab 2018 gelten sollen, gibt es seit Oktober 2017 neue Formulare. Im Hauptvordruck ist der vereinfachte Antrag integriert. Dieser genügt, wenn sich nur der steuerfreie Jahresbetrag ändert oder die Zahl der Kindefreibeträge. Sie müssen dem Hauptvordruck noch die entsprechende Anlage beifügen, zum Beispiel die Anlage Werbungskosten.
  • Haben Sie einen Freibetrag, der nach einer Zeit nicht mehr gerechtfertigt ist, müssen Sie das dem Finanzamt mitteilen.

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Mit einem Freibetrag sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und Ihr Arbeitgeber muss weniger Lohnsteuer einbehalten. Dadurch erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Um die Vorteile des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens zu nutzen, beantragen Sie beim Finanzamt einen Freibetrag. Ausgaben, die Ihre Steuerlast mindern, werden sofort berücksichtigt und nicht erst, nachdem Sie im Folgejahr Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

Den Antrag können Sie noch bis Ende November des laufenden Jahres stellen – Sie profitieren dann ab dem kommenden Monat von den geringeren Abzügen. Besonders interessant ist es für diejenigen, die Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld erhalten – meist mit dem Novembergehalt. Diejenigen Arbeitnehmer sollten bis spätestens Ende Oktober den Freibetrag beantragen, damit sie bereits mit der Novemberauszahlung davon profitieren können. Der Kauf von Weihnachtsgeschenken lässt sich so entspannter angehen. Gesetzlich geregelt ist das Verfahren in Paragraf 39a Einkommensteuergesetz.

Dafür gibt es Freibeträge

Sie können sich einen Freibetrag für die Werbungskosten aus Ihrer Arbeitnehmertätigkeit, für Sonderausgaben oder für außergewöhnliche Belastungen eintragen lassen.

Mehr Elterngeld

Falls bei Ihnen im Lohnsteuerabzugsverfahren ein Freibetrag berücksichtigt wird, kann sich das aufgrund Ihres höheren Nettogehalts auch positiv auf andere staatliche Leistungen wie das Elterngeld auswirken. Für das höhere Elterngeld müssen Sie jedoch den Steuerklassenwechsel spätestens sieben Monate vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt, beantragen. Auch für andere sozialen Leistungen wie Mutterschutz, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld und Krankengeld sind die jeweiligen Fristen einzuhalten.

Beispiele für Werbungskosten:

  • Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte (Entfernungspauschale),
  • Reisekosten (soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei ersetzt),
  • Aufwendungen für Arbeitsmittel wie Fachliteratur, Werkzeug oder typische Berufskleidung,
  • Beiträge zu Berufsverbänden und
  • berufliche Fortbildungskosten.

Beispiele für Sonderausgaben:

  • Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe- oder Lebenspartner,
  • Kinderbetreuungskosten,
  • Schulgeld,
  • Kosten von bis zu 6.000 Euro jährlich für Ihre eigene Berufsausbildung (Erststudium, erstmalige Berufsausbildung) und
  • gezahlte Kirchensteuer (Ausnahme: Kirchensteuer auf Abgeltungssteuer).

Beispiele für außergewöhnliche Belastungen:

Generell gelten individuelle Freibeträge maximal zwei Steuerjahre. Ausnahmen hiervon sind ein Behinderten- oder Hinterbliebenenpauschbetrag. Sobald der Pauschbetrag als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert ist, muss er nicht neu beantragt werden. Diese beiden Freibeträge führen nicht automatisch dazu, dass Sie eine Steuererklärung erstellen müssen.

Daneben ist die Eintragung eines Freibetrags auch möglich für:

  • negative Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter das Verlustausgleichsverbot fallen,
  • eine negative Summe der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit, Vermietung und Verpachtung sowie der sonstigen Einkünfte,
  • die Steuerermäßigung wegen Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.

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Freibetrag für Dienstleistungen im Haushalt

Die Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in Privathaushalten können in Höhe des vierfachen Betrags der sich daraus ergebenden Ermäßigung als Freibetrag berücksichtigt werden. Das gilt, soweit sie nicht von dritter Seite (wie einer Versicherung) erstattet werden. Bei Handwerkerleistungen beträgt die maximale Steuerermäßigung 20 Prozent der tatsächlichen Ausgaben, begrenzt auf 1.200 Euro; als Freibetrag wird dann 4.800 Euro festgesetzt. Bei den haushaltsnahen Dienstleistungen ist die Steuerermäßigung auf 510 Euro begrenzt und der Freibetrag somit auf 2.040 Euro (= 4 x 510 Euro).

Diese Fristen gelten

Ihren Antrag für 2017 können Sie noch bis zum 30. November 2017 stellen. Dieser gilt grundsätzlich bis zum Jahresende. Das kann sich insbesondere dann für Sie lohnen, wenn Sie zum Jahresende Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld erwarten.

Der Freibetrag wird ab dem 1. des Folgemonats zu einem Ihrer Merkmale auf der elektronischen Variante der Steuerkarte, genannt Elstam (kurz für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale). Generell beginnt das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren im Oktober des Vorjahres, für den der Freibetrag gelten soll. Seit Oktober 2017 können Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für 2018 stellen, der bis Ende 2019 gültig sein kann.

Sie können einen Freibetrag für zwei Jahre statt nur für ein Jahr beantragen. Dies spart etwas Arbeit. Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag und wird auf die der Antragstellung folgenden Monate verteilt.

Beispiel: Freibetrag 1.200 Euro, beantragt am

  • 30. Oktober 2017 für 2017 = für November und Dezember 2017 jeweils 600 Euro,
  • 30. November 2017 für 2017 = für Dezember 2017 die gesamten 1.200 Euro,
  • 30. November 2017 für 2017 und 2018 = im Dezember 2017 1.200 Euro und für Januar 2018 bis Dezember 2018 jeweils 100 Euro,
  • 15. Juni 2018 für 2018 und 2019 = Juli bis Dezember 2018 jeweils 200 Euro und Januar bis Dezember 2019 jeweils 100 Euro.

Ihr zuständiges Finanzamt

Den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung müssen Sie auf einem Papierformular bei dem Finanzamt stellen, in dessen Bezirk Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung wohnen. Haben Sie mehrere Wohnungen, ist das Finanzamt jenes Wohnsitzes zuständig, an dem Sie sich vorwiegend aufhalten. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern mit mehreren Wohnsitzen ist das Finanzamt zuständig, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält.

Eine Besonderheit gilt für den Fall, dass Sie den Antrag im Januar 2018 stellen: Dann wird der Freibetrag rückwirkend zum 1. Januar 2018 gebildet.

Falls sich bei Ihnen im Dezember 2017 etwas ändert und Sie deshalb erst nach dem 30. November 2017 Ihren Antrag stellen, werden diese Änderungen nicht mehr im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren des laufenden Jahres berücksichtigt. Eine Steuerermäßigung können Sie dann nur noch im Rahmen Ihrer Steuererklärung für 2017 geltend machen.

Sie können sich Ihre Elstam auf Antrag vom Finanzamt für Ihre Unterlagen ausdrucken lassen. Ihrem Arbeitgeber brauchen Sie den Ausdruck aber nicht vorzulegen, weil er die Freibeträge und alle weiteren Änderungen Ihrer Besteuerungsmerkmale in einem elektronischen Abrufverfahren erfährt.

Wenn Sie Ihren Freibetrag beispielsweise erst Ende November für das laufende Jahr beantragen, können Sie auf Nummer sicher gehen und der Lohnbuchhaltung Ihres Arbeitgebers mitteilen, dass diese in der Lohnabrechnung für Dezember den Freibetrag anwenden soll.

Wie Sie die Antragsgrenze überwinden

Versicherungen zählen nicht

Vorsorgeaufwendungen wie die Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wirken sich beim Freibetrag nicht aus. Sie werden beim laufenden Lohnsteuerabzug über die Vorsorgepauschale berücksichtigt.

Damit Ihnen das Finanzamt einen Freibetrag einträgt, müssen Ihre Aufwendungen 600 Euro übersteigen. Um diese Grenze zu ermitteln, zieht die Behörde bei den Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro (beziehungsweise 102 Euro bei Versorgungsbezügen) ab.

Bestimmte Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art sowie Unterhaltszahlungen an Ehegatten und andere Angehörige sind Aufwendungen, die für die Berechnung der Antragsgrenze herangezogen werden. Bei den Sonderausgaben berücksichtigt das Finanzamt mindestens den Pauschbetrag von 36 Euro bei Singles und 72 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren sowie Lebenspartnerschaften. Bevor Sie den Antrag stellen, sollten Sie überschlägig berechnen, ob Sie über die 600-Euro-Grenze kommen.

Diese Grenze gilt nicht für haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten, Haushaltshilfen, Verlustvorträge, einen Verlust (beispielsweise aus Vermietung), den Behindertenpauschbetrag und den Hinterbliebenenpauschbetrag. Hier zählt jeder Euro für einen Freibetrag.

Fiktives Beispiel – Variante 1:

Freibetrag wird im Oktober beantragt

Quelle: Eigene Berechnung

Freibetrag wird erst im November beantragt

Quelle: Eigene Berechnung

Ergebnis: Herr Müller hat immerhin ein um 615,30 Euro höheres Nettogehalt, weil er den Freibetrag nutzt. Da er diesen aber nicht schon Ende Oktober beantragt hat (siehe Variante 1), gibt er dem Finanzamt de facto einen unverzinsten Kredit in Höhe von 316,78 Euro. Dieses Geld kann er sich erst mit der nächsten Einkommensteuererklärung zurückholen.

Für 2017 ergeben sich wegen des veränderten Steuertarifverlaufs und eines höheren Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung geringfügig andere Zahlen.

Diese Unterlagen brauchen Sie

Je nachdem, ob Sie erstmals einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen oder ob Sie Ihren bestehenden Antrag ändern wollen, müssen Sie unterschiedliche Formulare ausfüllen.

  • Wenn Sie erstmals einen Freibetrag für das Kalenderjahr 2017 beantragen oder sich Ihr für das vergangene Kalenderjahr gültiger Freibetrag erhöht, verwenden Sie den amtlichen Vordruck „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“. Den Antrag für die Kalenderjahre 2017/2018 können Sie noch bis Ende November 2017 stellen.
  • Diesen ausführlichen Antrag müssen Sie auch ausfüllen, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wünschen. Den Faktor erhalten Sie aber jeweils nur für ein Jahr. Sie müssen ihn jedes Jahr neu beantragen. Ab 2018 geht dies nicht mehr über den Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag. Stattdessen müssen Sie einen Antrag auf Steuerklassenwechsel stellen.
  • Wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen ändern möchten, können Sie das grundsätzlich einmal im Jahr beantragen. Dafür müssen Sie den „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ ausfüllen und gemeinsam unterschreiben. Ab 2018 kann jedoch ein Partner mit der Steuerklasse III oder V auch alleine einen Wechsel in die Klasse IV beantragen. Das gilt dann für beide Partner.
  • Wollen Sie 2017 höchstens den Freibetrag beantragen, der für das Kalenderjahr 2016 ermittelt wurde? Oder möchten Sie nur die Zahl der Kinderfreibeträge oder die Steuerklasse I in II ändern lassen? Dann brauchen Sie nur den zweiseitigen amtlichen Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2017“, den Sie im „Formular-Management des Bundesfinanzministeriums“ finden. Ab 2018 ist der vereinfachte Antrag im Hauptvordruck integriert.
  • Für Anträge ab 2018 gibt es neu gestaltete Formulare, die jetzt ähnlich gestaltet sind wie die für die Steuererklärung. Sie müssen den Hauptvordruck und nur die Anlagen ausfüllen, die Sie für den Antrag benötigen. Es gibt die Anlage Kinder, Anlage Werbungskosten und die Anlage Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen.
  • Den Antrag müssen Sie auf der ersten Seite des Hauptvordrucks unterschreiben.

Steuerklassenkombination IV mit Faktor

Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können anstelle der Steuerklassenkombination III/V beantragen, dass sie die Eintragung der Steuerklassenkombination IV/IV in Verbindung mit einem Faktor bekommen. Beim Faktorverfahren werden Freibeträge in die Berechnung des Faktors einbezogen. Das Faktorverfahren können Sie mit einem „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“ beantragen.

Die Formulare können Sie direkt am Bildschirm ausfüllen oder sich als leere PDF-Datei herunterladen. Beachten Sie bitte, dass Sie das Formular unterschreiben müssen. Daher können Sie es nicht einfach per E-Mail schicken. Das Finanzamt akzeptiert folgende drei Möglichkeiten, damit das ausgefüllte ausgedruckte und unterschriebene Formular korrekt ankommt: Entweder Sie versenden es per Post oder Sie gehen beim Finanzamt vorbei und erledigen die Sache persönlich. Alternativ können Sie einen Bevollmächtigten schicken, der sich ausweisen muss und dem Sie vorher schriftlich eine formlose Vollmacht erteilt haben. Bei Ehepaaren und Verpartnerten muss bei einer persönlichen Antragstellung nur einer von beiden Partnern anwesend sein, wenn beide den Antrag unterschrieben haben.

Wer den Antrag zum ersten Mal stellt, muss seine Angaben glaubhaft machen und – soweit vorhanden – entsprechende Nachweise (zum Beispiel den Ausbildungsnachweis eines Kindes) vorlegen. Beim vereinfachten Antrag verlangt das Finanzamt nicht erneut Nachweise über Ihre Aufwendungen, wenn Sie versichern, dass sich nichts Wesentliches geändert hat.

Sonderfall Grenzgänger

Der sechsseitige Antrag ist auch für Arbeitnehmer vorgesehen, die nicht in Deutschland wohnen, wenn

  • deren Einkünfte mindestens zu 90 Prozent der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder
  • die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als den Grundfreibetrag (2015: 8.472 Euro; 2016: 8.652 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) betragen. Dieser Betrag wird gegebenenfalls nach den Verhältnissen Ihres Wohnsitzstaates gemindert.

Gehören Sie zur Gruppe dieser sogenannten Grenzpendler, müssen Sie Ihrem Antrag auch die „Anlage Grenzpendler EU/EWR“ oder die „Anlage Grenzpendler außerhalb EU/EWR“ beifügen.

Steuererklärung ist Pflicht

Wenn das Finanzamt Ihnen aufgrund Ihres Antrags einen Steuerfreibetrag gewährt, müssen Sie für das abgelaufene Jahr unaufgefordert eine Einkommensteuererklärung abgeben. Von dieser Verpflichtung gibt es drei Ausnahmen:

Nur die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge hat sich geändert.

Ihr im Kalenderjahr insgesamt erzielter Arbeitslohn übersteigt 2016 nicht 11.000 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepaaren/Lebenspartnern 20.900 Euro).

Alleinerziehende

Wer Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (Steuerklasse II) hat, muss dem Finanzamt umgehend mitteilen, wenn die Voraussetzungen dafür wegfallen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie einen Partner haben, der bei Ihnen einzieht. Der Entlastungsbetrag wurde rückwirkend für das Jahr 2015 auf 1.908 Euro erhöht. Alleinerziehenden Arbeitnehmern mit mindestens zwei Kindern steht ab dem zweiten Kind ein Zuschlag zum Entlastungsbetrag von 240 Euro je Kind zu. Auch diesen können Sie mit einem Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beantragen, falls dies noch nicht berücksichtigt ist. Alternativ holen Sie sich den kompletten Entlastungsbetrag, indem Sie in Ihrer Steuererklärung die entsprechenden Felder in der Anlage Kind ausfüllen.

Freibeträge für Menschen mit Behinderungen und Hinterbliebene

Beeinträchtigte Menschen können wegen der mit ihrer Behinderung zusammenhängenden erhöhten Aufwendungen einen nach dem Grad der Behinderung gestaffelten Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend machen (§ 33b Absatz 3 EStG). Alternativ können sie die Pauschbeträge im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer ansetzen. Auch die Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene fließen in die Elstam ein.

Den Freibetrag für behinderte Menschen müssen Sie deshalb nur dann neu beantragen, wenn der Gültigkeitszeitraum abgelaufen ist oder sich der Grad der Behinderung geändert hat. Falls ein solcher Pauschbetrag Ihrem Kind zusteht und auf Sie übertragen werden soll, setzt auch das einen neuen Antrag voraus.

Pauschbeträge für Behinderte

Quelle: § 33b Absatz 3 Einkommensteuergesetz, Stand: Oktober 2015

Beträgt Ihr Grad der Behinderung weniger als 50, aber mindestens 25, steht Ihnen der jeweilige Pauschbetrag unter diesen weiteren Voraussetzungen zu:

  • Sie haben wegen einer Behinderung einen gesetzlichen Anspruch auf Rente (zum Beispiel Unfallrente, nicht aber aus der gesetzlichen Rentenversicherung) oder andere laufende Bezüge.
  • Oder Ihre Behinderung hat zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt oder beruht auf einer typischen Berufskrankheit.

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Diese Papiere reichen Sie ein

Als Nachweise akzeptiert das Finanzamt:

  • bei einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr: Schwerbehindertenausweis oder Bescheid des Versorgungsamts.
  • bei einem Grad der Behinderung von zwischen 25 und 50: Bescheinigung des Versorgungsamts oder Rentenbescheid.

Besonderheiten für blinde und hilflose Menschen

Blinde (BI) und dauernd hilflose behinderte Menschen (H) erhalten – unabhängig vom Grad ihrer Behinderung – einen Pauschbetrag von 3.700 Euro jährlich. Als Nachweise erkennt die Finanzverwaltung entweder einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen Bl oder H an. Beim Merkmal H reicht ab 2017 auch ein Bescheid über die Einstufung in die Pflegegrade 4 und 5.

Außergewöhnliche Belastungen

Der Pauschbetrag für behinderte Menschen soll nur die laufenden und typischen Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf abgelten. Das sind Aufwendungen, die behinderten Menschen erfahrungsgemäß durch ihre Krankheit beziehungsweise Behinderung entstehen und deren alleinige behinderungsbedingte Veranlassung nur schwer nachzuweisen ist. Alle übrigen behinderungsbedingten Aufwendungen (etwa Operationskosten sowie Heilbehandlungen, Kuren, Arznei- und Arztkosten, Fahrtkosten) kann der Steuerpflichtige daneben als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen lassen – auch wenn er einen Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren geltend macht (R 33b Einkommensteuer-Richtlinien).

Der Pauschbetrag für Hinterbliebene beträgt 370 Euro jährlich. Davon profitieren Menschen, denen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt worden sind, zum Beispiel nach dem Bundesversorgungsgesetz oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Helfer für die Steuererklärung

Weitere Tipps

Der „Kleine Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2017", den die obersten Finanzbehörden der Länder auf ihren Internetseiten zur Verfügung stellen, enthält weitere Hinweise. Darin finden sich unter anderem diese Tipps:

Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufteilen

Ob und in welcher Höhe Ihr Arbeitgeber einen beantragten und vom Finanzamt ermittelten Freibetrag bei Steuerklasse VI abrufen soll, können Sie selbst entscheiden. Allein für eine solche Verteilung auf die einzelnen Dienstverhältnisse ist kein Antrag beim Finanzamt erforderlich. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber lediglich zusätzlich zu Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum den abzurufenden Freibetrag mitteilen.

Soll ein aus anderen Gründen (etwa wegen erhöhter Werbungskosten) gebildeter Freibetrag auf mehrere Dienstverhältnisse aufgeteilt werden, ist ein formloser Antrag beim Finanzamt erforderlich. Das Finanzamt ordnet die Freibetragsanteile den einzelnen Dienstverhältnissen zu. Sie müssen dem Arbeitgeber in diesem Fall weder Angaben zur Anwendung des Freibetrags machen noch dessen Höhe mitteilen.

Kinder berücksichtigen lassen

Im Rahmen des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens können Sie Kinder, die zu Beginn des Kalenderjahres 2018 das 18. Lebensjahr vollendet haben und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, berücksichtigen lassen. Einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung sollten Sie stellen, wenn für das Kalenderjahr 2018 Kinderfreibeträge berücksichtigt werden sollen für

  • vor dem 2. Januar 1999 geborene Kinder,
  • nicht in Ihrer Wohnung gemeldete minderjährige Kinder oder
  • Pflegekinder

und diese Kinder nicht bereits im Ermäßigungsverfahren für das Kalenderjahr 2017 berücksichtigt worden sind.

Mitteilungspflicht bei Änderungen

Wenn die genehmigte Lohnsteuer-Ermäßigung nicht mehr der Realität entspricht, dann sind Sie verpflichtet, dies dem Finanzamt mitzuteilen. Das gilt beispielsweise, falls Sie nach einem Jobwechsel eine geringere Entfernungspauschale haben, Sie die doppelte Haushaltsführung aufgeben oder Sie keinen Unterhalt mehr zahlen müssen. Auch wenn der Sonderfreibetrag für auswärts wohnende Kinder in der Ausbildung oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Ihnen nicht mehr zusteht, müssen Sie das dem Finanzamt unverzüglich mitteilen.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

Источники: http://www.finanztip.de/freibetraege-pauschbetraege/, http://www.finanztip.de/kinderbetreuungskosten/, http://www.finanztip.de/lohnsteuerermaessigung/

Lohnsteuererklärung tipps

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Steuererklärung selber machen: Die besten Tipps!

Manche Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, scheuen die Kosten für einen Steuerberater und verzichten damit häufig auf eine Steuererstattung. Der Grund: In 9 von 10 Antragsveranlagungen gibt es Geld zurück.

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Packen Sie es an und holen Sie sich Ihr Geld zurГјck. Wir zeigen Ihnen hier, wie einfach es ist!

Schritt für Schritt die Steuererklärung 2015 online ausfüllen

Die Steuerklärung 2015 am Beispiel smartsteuer ausfüllen und abgeben. Eine Steuererklärung abzugeben muss nicht kompliziert sein.

Steuererklärung selber machen: Wann sich der Aufwand lohnt

Gerade für Arbeitnehmer, von denen das Finanzamt keine Steuererklärung erwartet, lohnt es sich in der Regel, eine Steuererklärung selber zu machen. Denn durchschnittlich erhalten Steuerpflichtige mit Antragsveranlagung knapp 1.000 EUR zurück. Das liegt v. a. daran, dass das Finanzamt bei sämtlichen steuermindernden Ausgaben (z. B. Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Außergewöhnliche Belastungen, aber auch Mitgliedsbeiträge, Spenden etc.) nur die pauschalen Sätze bzw. Freibeträge abzieht. Wenn Ihre individuellen Ausgaben höher sind, können Sie diese nur in einer Steuererklärung geltend machen, ansonsten fallen sie unter den Tisch.

Und: Wer die Ausgaben für Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine scheut, kann seine Steuererklärung auch selber machen. Das ist kein Hexenwerk und lohnt sich besonders in folgenden Fällen:

  • Wenn Sie sehr hohe Werbungskosten haben und den Werbungskostenpauschbetrag Гјberschreiten.
  • Wenn Ihre auГџergewГ¶hnlichen Belastungen besonders hoch sind.
  • Wenn Sie verheiratet sind und trotz sehr unterschiedlicher Einkommen die Steuerklassenkombination IV/IV gewГ¤hlt haben.
  • Wenn Sie Ausgaben fГјr haushaltsnahe Dienst- oder Handwerkerleistungen haben.
  • Wenn Sie eine Haushaltshilfe beschГ¤ftigen.

Derartige Aufwendungen kann Ihr Arbeitgeber bei der Berechnung Ihrer monatlichen Lohnsteuer und des Lohnsteuerjahresausgleichs im Dezember nicht berücksichtigen. Daher ist zu erwarten, dass diese Kosten zu einer Steuererstattung führen, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben. Als Arbeitnehmer können Sie die Steuererklärung ohne Schwierigkeiten selber machen. Aber auch Arbeitnehmer und Selbstständige, die der Einkommenssteuerpflicht unterliegen, können Ihre Steuererklärung selber machen. Alles Wichtige dazu haben wir im Beitrag Steuererklärung 2015 (umgangssprachlich auch Lohnsteuererklärung 2015) für Sie zusammengefasst.

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Steuererklärung selber machen ist einfach

Die Antragsveranlagung (wenn man nicht verpflichtet ist eine Steuererklärung zu machen) erfordert keine besonderen Kenntnisse im Steuerrecht und auch keinen gesonderten Antrag. Es genügt schon, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben, auch eine vereinfachte Steuererklärung ist ausreichend. Das dazu notwendige Formular umfasst gerade einmal 2 Seiten, sodass Sie die Steuererklärung problemlos selber machen können. In das Formular tragen Sie neben den Daten aus Ihrer elektronischen Lohnsteuerkarte die Höhe der entsprechenden Kosten ein. Dieses Formular müssen Sie unterschreiben und gegebenenfalls zusammen mit Belegen an das für Ihren Wohnort zuständige Finanzamt schicken oder persönlich dort abgeben.

Steuererklärung selber machen: ELSTER versus Steuersoftware

Aber auch wenn Sie zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung verpflichtet sind, können Sie Ihre Steuererklärung selber machen. Als Privatperson haben Sie die Wahl zwischen der Verwendung der Steuerformulare, die Sie bei den Finanzämtern sowie in Kommunalbehörden erhalten, oder der elektronischen Abgabe der Steuererklärung. Dieses Verfahren können Sie mithilfe der komplizierten Software ohne Hilfefunktion der Finanzbehörden, ELSTER-Formular, durchführen oder auf professionelle Steuersoftware zurückgreifen.

Mit diesen Programmen können Sie auch als Laie einfach und sicher eine inhaltlich richtige und vor allem in Bezug auf Ihre Ausgaben steueroptimierte Steuererklärung abgeben. Über die sogenannte ELSTER-Schnittstelle wird am Ende Ihrer Erstellung die Steuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermittelt.

Die Website "Meine erste Steuererklärung" bietet Hilfe für alle die noch nie eine Steuererklärung abgegeben haben! Hier findet sich auch eine einfache Schritt für Schritt Anleitung!

Ideal für den Fall, dass Sie Ihre Steuererklärung selber machen möchten, ist die Verwendung einer komfortablen Steuersoftware wie TAXMAN oder einer anderen Lösung aus unserem Steuersoftware Test. Die Software führt Sie Schritt für Schritt durch Ihre Steuererklärung und gibt Ihnen zu jedem Punkt ausführliche Erläuterungen. Dabei erhalten Sie auch Tipps, welche Steuersparmöglichkeiten Sie nutzen können. Detaillierte Hinweise erinnern Sie an die Berücksichtigung einzelner Punkte, Alternativrechnungen tragen zur Optimierung bei. Einige Programme zeigen Ihnen im Verlauf der Eingaben die voraussichtliche aktuelle Steuererstattung oder Nachforderung des Finanzamts an.

Besonders komfortabel sind Belegmanager, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Belege unter Zuordnung zu einzelnen Kategorien zu erfassen, und diese später automatisch den jeweiligen Bereichen zuordnen. Dadurch sparen Sie Zeit und Mühe für das Durchsuchen Ihrer Belege. Zur Berechnung der Kosten, die für Dienstreisen, ein häusliches Arbeitszimmer oder andere Aufwendungen geltend gemacht werden, stehen Ihnen in der Steuersoftware entsprechende Tabellen zur Verfügung, die auf Wunsch auch ausgedruckt und der Steuererklärung als Anlage beigefügt werden können. Da die kommerziellen Steuerprogramme über eine Schnittstelle zum ELSTER-Portal verfügen, haben Sie außerdem die Möglichkeit, aus dem Steuerprogramm heraus die Steuererklärung online an das Finanzamt zu übermitteln.

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Steuererklärung 2016 mit SteuerSparErklärung 2017 – Steuersoftware

Steuertipps liefert wertvolle Hinweise zum Steuern Sparen und Unterstützung bei der Steuererklärung. Aktuelle News informieren über das Steuergeschehen – Steuerrechner und Beiträge erläutern Sachverhalte rund um das Thema Steuern.

Praktische Steuertipps

Steuererklärung und Finanzamt

Die Steuererklärung – oft lästige Pflicht, der man aber gerne nachkommt, wenn am Ende eine schöne Steuererstattung winkt. Bis es aber so weit ist, gilt es, etliche formale Hindernisse zu überwinden. Oft ist der Steuerbescheid dann auch noch fehlerhaft. Trotzdem: Der Umgang mit dem Finanzamt ist viel leichter als man denkt und ein Einspruch ist schnell selbst gemacht, wenn man weiß, wie.

Selbstständigkeit

Als Selbstständiger kann man alles absetzen – so denken viele. Ganz so einfach ist es nicht. Ob Betriebs-PKW, GWG oder Umsatzsteuer – um die steuerlichen Möglichkeiten zu nutzen, ist Vorsicht geboten. Aber richtig ist: Der Spielraum ist groß.

Ausbildung und Beruf

Ausgaben rund um den Beruf – für Arbeitnehmer immer noch die besten Möglichkeit, Steuern zu sparen. Haben Sie bei den Werbungskosten erst einmal die neue Pauschbetragsgrenze von 1.000 € überschritten, sinkt Ihre Steuerlast mit jeder weiteren Ausgabe.

Haus, Wohnung und Vermietung

Immobilienbesitz bindet Kapital auf lange Sicht. Egal ob Haus oder Wohnung in Eigennutzung oder um Vermietungseinkünfte zu erzielen, die steuerlichen und finanziellen Entscheidungen sind kaum revidierbar – hier gilt es, sich genau zu informieren.

Rente, Pension und Altersvorsorge

Wer glaubt, Ruhestand bedeutet auch Ruhe vor dem Finanzamt, irrt leider. Denn Altersbezüge sind nicht steuerfrei und deshalb müssen Pensionäre und immer mehr Rentner weiterhin jährlich eine Steuererklärung abgeben. Und die ist meist komplexer als während der aktiven Berufstätigkeit.

Kapital anlegen, vererben, spenden

Bei Kapitaleinkünften oder vererbtem Vermögen kann steuerlich scheinbar nichts schief laufen. Aber trotz Abgeltungsteuer ist eine Erklärung der Kapitaleinkünfte oft ratsam. Und bei Erbschaft und Schenkung spart frühzeitige Planung viel Geld.

Kinder, Familie und Ehe

Wer ein Kind bekommt, heiratet oder sich scheiden lässt, hat normalerweise anderes und besseres zu tun, als sich um das Thema Steuern zu kümmern. Doch Vorsicht: Wer die steuerlichen Aspekte in diesen Lebenssituationen außer Acht lässt, zahlt am Ende mehr Steuern als er eigentlich müsste. Es lohnt sich also, sich wohl überlegt der Optimierung der Steuerlast zu nähern.

Gesundheit, Krankheit und Pflege

Pflegekosten, Ausgaben für Gesundheitsvorsorge, chronische Erkrankungen oder Behinderungen sind ein großer Kostenblock. Eine frühzeitige Planung ist hier wichtig, denn schon kleine Fehler haben langfristig Auswirkungen auf Ihre steuerliche Situation.

Die erste Steuererklärung

Mit einer Steuererklärung könnt Ihr Euch einen Teil der abgezogenen Steuern vom Staat zurückholen. Das ist gar nicht so schwierig, wie viele Leute behaupten. Bei Studenten, Azubis und Berufsanfängern ist die Steuererklärung sogar oft in weniger als einer Stunde erledigt.

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[10.12.2017] – Dass ein Fahrtenbuch steuerlich nur dann erkannt wird, wenn es fortlaufend und zeitnah geführt wird, ist scheinbar noch immer nicht jedem bekannt. Anders lässt sich der folgende Fall kaum erklären. mehr

Erwerbstätigkeit bei Elterngeld Plus

[09.12.2017] – Eltern, die beim Bezug von Elterngeld Plus gemeinsam den viermonatigen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen möchten, müssen beide gleichzeitig ihre Arbeitszeit auf 25 bis 30 Wochenstunden reduzieren. Das bestätigte das Landessozialgericht Baden-Württemberg. mehr

Haushaltsersparnis von Ehepartnern im Altenheim und Pflegeheim

[08.12.2017] – Kosten für eine krankheitsbedingte Unterbringung in einem Alten- und Pflegeheim können nach Kürzung um eine Haushaltsersparnis als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Sind beide Ehegatten krankheitsbedingt in einem Alten- und Pflegeheim untergebracht, ist für jeden von ihnen eine Haushaltsersparnis anzusetzen. mehr

Zugbegleiterin hat keine regelmäßige Arbeitsstätte

[07.12.2017] – Eine Zug-Servicemitarbeiterin, die ihren Dienst täglich am selben Bahnhof beginnt und beendet, hat dort dennoch keine regelmäßige Arbeitsstätte: Ihre Haupttätigkeit erbringt sie im Zug, sagt das FG Rheinland-Pfalz. mehr

Kein verlängerter Kindergeldanspruch bei Dienst im Katastrophenschutz

[06.12.2017] – Die Ableistung eines Dienstes im Katastrophenschutz führt zwar nach dem Zivildienstgesetz zur Befreiung vom Zivildienst. Der Dienst ist aber nicht im Katalog des § 32 Absatz 5 EStG enthalten, und führt daher nicht zur Gewährung von Kindergeld über das 25. Lebensjahr des Kindes hinaus. mehr

Erst Einspruch, dann Änderungsantrag geht nicht

[05.12.2017] – Gibt es mit dem Finanzamt Streit über einen Sachverhalt in der Steuererklärung, so kann der Steuerzahler nicht gleichzeitig mit zwei Mitteln gegen die aus seiner Sicht falschen Bewertungen angehen. mehr

Straßensanierung von der Steuer absetzen

[04.12.2017] – Wenn die Kommunen die Straße sanieren, wird es für die Anlieger oft teuer. Ob diese Kosten dann zumindest bei der Steuer abgesetzt werden können, wird mit Unterstützung des Bundes der Steuerzahler vor dem BFH überprüft. mehr

Abzugsfähigkeit von Schulgeld bei Privatschulen

[03.12.2017] – Der Sonderausgabenabzug für Schulgeld beim Besuch von Privatschulen setzt nicht voraus, dass die zuständige Schulbehörde in einem Grundlagenbescheid bescheinigt, die Privatschule bereite ordnungsgemäß auf einen anerkannten Schul- oder Berufsabschluss vor. mehr

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    21. Mai 2016, 19:45 Uhr

    Finanzamt Das sind die kleinen Tricks bei der Steuererklärung

    Das Ausfüllen der Einkommensteuererklärung kann lästig sein. Wer die richtigen Tricks kennt, kann allerdings eine Menge Geld sparen.

    Wie Steuerzahler von eher unbekannten und neuen Regeln profitieren.

    Pendler wissen, dass sie für ihre Fahrtkosten Geld vom Staat zurück bekommen und Freiberufler oder Angestellte im Home-Office setzen Jahr für Jahr Stifte, Fachliteratur oder Software von der Steuer ab. Daneben können Verbraucher aber auch von eher unbekannten oder neuen Regelungen profitieren.

    Wer für Arbeiten Zuhause einen Klempner oder Gärtner beauftragt oder eine Putzkraft beschäftigt, kann die Kosten in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Das gilt auch für die Leistungen eines Hausmeisters. Die Regelungen bei diesen sogenannten Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen betreffen nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter. Sie können dann die anteiligen Kosten von der Steuer absetzen.

    Anders als zwischenzeitlich geregelt, können Eigentümer wie Mieter die Kosten für den Schornsteinfeger mittlerweile wieder in voller Höhe als Handwerkerleistung geltend machen. Eine weitere Neuerung: Wenn Haustierbesitzer beispielsweise während eines Urlaubs auf einen professionellen Tierbetreuer setzen, können sie auch diese Aufwendung absetzen.

    Eigentümer, die Geld in ihre Wohnung stecken, können Renovierungs-, Erhaltung- und Modernisierungsarbeiten absetzen, wenn dabei neuer Wohnraum geschaffen wird. Wer beispielsweise ans Wohnzimmer noch einen Wintergarten anbaut, kann die Kosten geltend machen. Egal, ob Steuerzahler nun einen Handwerker, eine Putzkraft oder auch ein Au-Pair beauftragen, eine Regel gilt immer: nicht in bar bezahlen. Das Finanzamt erstattet nur dann Geld zurück, wenn eine Rechnung für die Dienstleistung und ein Beleg der Überweisung vorliegen.

    Hohe Steuern? Empört euch!

    Beruf und Arbeitsplatz

    Einen Teil der Kosten, die über das Jahr im Zusammenhang mit dem Beruf entstanden sind, können sich Steuerzahler als Werbungskosten zurückholen. Diese Aufwendungen reichen vom Schreibmaterial über Kosten für Bewerbungsfotos bis hin zu den Gebühren für das Girokonto – schließlich bekommt heute niemand mehr sein Gehalt per Lohntüte in die Hand gedrückt.

    Berufstätige, die wegen ihres Jobs umziehen, können die Kosten des Umzugs steuerlich geltend machen. Seit 2015 können Singles einen Pauschalbetrag von 730 Euro angeben, bei Verheirateten sind es 1460 Euro. Als „beruflich veranlasst“ gilt ein Umzug beispielsweise dann, wenn sich die Fahrtzeit zwischen Wohnung und Arbeitsplatz um insgesamt mindestens eine Stunde reduziert. Falls sich dies durch eine Adressänderung wie beispielsweise von Berlin nach München nicht von selbst erklärt, sollten Betroffene den Umzug im Anschreiben kurz erläutern, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

    In Stuttgart zu Hause, in München berufstätig? Steuerzahler, die in der Stadt, in der sie arbeiten, eine zweite Wohnung bezahlen, können diese sogenannte doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Sie müssen aber belegen, dass sie sich an den Kosten für die Erstwohnung mit mehr als zehn Prozent beteiligen. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern mit der Steuerklasse III, IV oder V ist dieser Nachweis nicht notwendig.

    Kurz mal eine Mail an die Chefin schreiben oder die Präsentation für morgen vorbereiten: Zumindest ab und zu arbeiten viele Menschen von Zuhause aus. Berufstätige können dann die Kosten für einen auch privat genutzten, neuen PC zu 50 Prozent als Werbungskosten absetzen. Falls er mehr als 410 Euro netto gekostet hat, muss man den Betrag über den Zeitraum der Nutzungsdauer abschreiben. Bei Computern sind das in der Regel drei Jahre.

    Die Steuerspar-Tricks bei Gesundheit, Sport und Bildung

    Gesundheit und Sport

    Wer viel Geld in Medizin, Zahnersatz oder Schuheinlagen stecken muss, hat die Chance, durch die Steuererklärung zumindest einen Teil davon zurückzubekommen. Auch Brillen, Kuren oder orthopädische Hilfsmittel können Verbraucher theoretisch als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Doch im Namen steckt bereits die Krux: Bares gibt es nur zurück, wenn die Eigenbelastung für den Steuerzahler außergewöhnlich hoch und nicht mehr zumutbar ist. Wo die Grenze liegt, richtet sich nach Kriterien wie Einkommen und Familienstand. Um sich die Möglichkeit auf Rückzahlung zu bewahren, empfiehlt der Bund der Steuerzahler, alle Belege zu sammeln und die Krankheitskosten in der Steuererklärung anzugeben.

    Wenn Crosstrainer, Hanteln und Sit-ups nachweislich dabei helfen, eine Verletzung oder Krankheit zu heilen, dann können Steuerzahler auch die Beiträge fürs Fitnessstudio absetzen. Allerdings ist das ziemlich kompliziert. Die Betroffenen müssen ein amtsärztliches Attest einreichen, das vorliegen muss, noch bevor der Vertrag im Fitnessklub unterschrieben ist. Außerdem muss ein Arzt oder Heilpraktiker das Training regelmäßig fachmännisch beaufsichtigen. Heißt im Klartext, er muss dem Patienten während der Übungen über die Schulter schauen, wie Christina Georgiadis vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe bestätigt. Und das ist wohl nur in Einzelfällen praktikabel.

    Wer alle haushaltsnahen Leistungen abgesetzt hat und weiß, wie man Werbungskosten geltend macht, kennt sich schon ganz ordentlich aus mit der Steuererklärung. Zeit für die nächste Herausforderung, das Studium. Hier wird das deutsche Steuersystem seinem Ruf gerecht, es ist kompliziert.

    Studenten, die sich im Erststudium befinden, in der Regel also im Bachelor, dürfen die anfallenden Kosten nur als Sonderausgaben absetzen. Wer sich bereits im Zweitstudium, zum Beispiel im Master, befindet oder eine klassische Berufsausbildung absolviert, kann die Aufwendungen als berufsbedingte Werbungskosten geltend machen. Der Unterschied: Werbungskosten wirken sich deutlich günstiger auf den Steuerzahler aus, es gibt beispielsweise keinen Höchstbetrag, bis zu dem maximal Kosten abgesetzt werden können.

    Da derzeit einige Klagen gegen die aktuelle Regelung laufen, empfiehlt Steuerfachfrau Klocke allen Bachelorstudenten, ihre Aufwendungen in der Steuererklärung bei den Werbungskosten anzugeben. So halte man sich alle Chancen offen, sollte sich die Rechtslage ändern. „Allerdings sollten die Studenten im Anschreiben vermerken, dass sie im Erststudium sind“, betont Klocke. Sonst liefen sie Gefahr, am Ende noch unbewusst zu Steuerhinterziehern zu werden.

    Источники: http://www.steuern.de/steuererklaerung-selber-machen.html, http://www.steuertipps.de/, http://www.sueddeutsche.de/geld/finanzamt-das-sind-die-kleinen-tricks-bei-der-steuererklaerung-1.2998909

    Kosten arbeitszimmer

    0

    Arbeitszimmer.de

    So beteiligen Sie das Finanzamt an den Kosten Ihres häuslichen Arbeitszimmers

    Viele Kunden, Auftrag- und Arbeitgeber erwarten kurze Reaktionszeiten – oft sogar nach Feierabend und am Wochenende.

    Immer mehr Menschen möchten Beruf, Familie und Freizeitaktivitäten besser miteinander verbinden: Um flexibler zu sein und mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben, nehmen sie billigend in Kauf, auch daheim „always on“ zu sein.

    Kein Wunder also, dass die steuerliche Berücksichtigung eines „häuslichen Arbeitszimmers“ für immer mehr Steuerpflichtige an Bedeutung gewinnt. Leider gehört die Anerkennung von Arbeitszimmerkosten neben Reise- und Bewirtungskosten zu den häufigsten Streitanlässen zwischen Steuerpflichtigen und Finanzämtern.

    Definition "häusliches Arbeitszimmer"

    Im Einkommensteuergesetz ist der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers nicht definiert. Im BMF-Schreiben vom 2. März 2011 (PDF, 64 KB) haben die Finanzbehörden ihre Sicht der aktuellen Rechtslage konkretisiert. Demnach handelt es sich bei einem häuslichen Arbeitszimmer vereinfacht gesagt um einen Raum, der …

    seiner Lage, Funktion und Ausstattung nach in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen eingebunden ist,

    vorwiegend der Erledigung gedanklicher, schriftlicher, verwaltungstechnischer oder organisatorischer Arbeiten dient und

    ausschließlich oder nahezu ausschließlich zu betrieblichen und/oder beruflichen Zwecken genutzt wird:

    Was es mit der Einbindung in die „häusliche Sphäre“ im Einzelnen auf sich hat, erfahren Sie in Kapitel 3 „Räumliche Voraussetzungen“.

    Wichtig: Verwaltungspraxis und Rechtsprechung geben nur den allgemeinen Rahmen vor – ob die Aufwendungen für ein Arbeitszimmer anerkannt werden, hängt letztlich immer von der „Gesamtschau des Einzelfalls“ ab. Die Details Ihres Steuerfalls besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater.

    Steuer-Sparpotenzial

    Vor der Anerkennung des Steuerabzugs müssen vergleichsweise hohe Hürden überwunden werden. Immerhin bietet ein (Zweit-)Büro in den eigenen vier Wänden vielen Steuerpflichtigen attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Angesichts hoher Mieten, Energie-, Finanzierungs- und Erhaltungskosten kommen pro Jahr schnell Aufwendungen von mehreren tausend Euro zustande. Kein Wunder, dass der Gesetzgeber vor ein paar Jahren versucht hat, Ausgaben für häusliche Arbeitszimmer bis auf wenige Ausnahmen die steuerliche Anerkennung komplett zu versagen.

    Zum Glück erklärte das Bundesverfassungsgericht Mitte 2010 die zwischenzeitlich geltende restriktive Gesetzeslage für verfassungswidrig. Trotzdem gehören „Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung“ laut § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG zunächst einmal zu den Ausgaben, die den Gewinn nicht mindern dürfen:

    Allerdings lässt der Gesetzestext zwei bedeutsame Ausnahmen zu (in der Abbildung grün markiert):

    Wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, dürfen die Raum- und Ausstattungskosten in voller Höhe als Betriebsausgabe oder Werbungskosten geltend gemacht werden.

    Wenn es sich zwar nicht um den Mittelpunkt der gesamten Betätigung handelt, für die Tätigkeit aber kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In dem Fall ist die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250 Euro begrenzt.

    Fragen über Fragen: Nicht nur im Hinblick auf den Tätigkeits-Mittelpunkt oder einen anderen (Haupt-) Arbeitsplatz ergeben sich bei der steuerlichen Anerkennung von Arbeitszimmerkosten eine Menge Zweifelsfragen. Leider passen die Antworten nicht immer zum gesunden Menschenverstand. Umso wichtiger ist es, den Überblick über die verschiedenen Aspekte der steuerlichen Absetzbarkeit zu behalten:

    Räumliche Voraussetzungen: Was macht aus einem Raum überhaupt ein „Arbeitszimmer“? Was ist bei der Abgrenzung gegenüber anderen häuslichen Bereichen und der privaten Nutzung zu beachten?

    Berufliche oder betriebliche Voraussetzungen: Wann bildet mein häusliches Arbeitszimmer aus Sicht des Finanzamts den „Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit? Unter welchen Bedingungen erkennt das Finanzamt das Fehlen eines anderen Arbeitsplatzes an?

    Ermittlung und Dokumentation der Kosten: Welche Ausgaben zählen zu den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer? Welche weiteren Aufwendungen können auf andere Weise steuerlich geltend gemacht werden – ganz gleich, ob das Arbeitszimmer anerkannt wird oder nicht? Wie berechne ich den Kostenanteil des Arbeitszimmers und wie dokumentiere ich das Ergebnis?

    Bevor wir uns in die Niederungen der Arbeitszimmer-Vorschriften begeben, zunächst noch zwei wichtige Abgrenzungen:

    Arbeitszimmer vs. häusliche Betriebsstätte

    Als Betriebstätte gilt laut § 12 Abgabenordnung „jede feste Geschäftseinrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient.“ Zu den Betriebsstätten eines Unternehmens oder Freiberuflers gehören unter anderem …

    die Stätte der Geschäftsleitung,

    Zweigniederlassungen und Geschäftsstellen,

    Werkstätten und Warenlager sowie

    Ein- oder Verkaufsstellen.

    In aller Regel unstrittig ist die Abgrenzung eines oder mehrerer Räume von der häuslichen Sphäre, wenn …

    es einen separaten Eingang gibt,

    Mitarbeiter beschäftigt werden,

    regelmäßiger Publikumsverkehr stattfindet und

    ein Wartebereich oder auch Besucher-Toiletten vorgehalten werden.

    Findet der gesamte Geschäftsbetrieb in einer derartigen räumlichen Umgebung innerhalb der häuslichen Sphäre eines Steuerpflichtigen statt, spricht man von einer häuslichen Betriebsstätte.

    Wichtig: Handelt es sich um eine häusliche Betriebsstätte, greifen die Abzugsbeschränkungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht. Die erforderlichen Raum- und Ausstattungs-Aufwendungen dürfen in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.

    Als typische häusliche Betriebsstätten gelten die Praxisräume und Kanzleien von Ärzten, Rechtsanwälten, Steuer- oder Unternehmensberatern mit Angestellten und Publikumsverkehr. Solche Standorte gelten auch dann als Betriebsstätten, wenn sie sich innerhalb der räumlichen Sphäre des Steuerpflichtigen befinden oder daran angrenzen.

    Doch auch bei anderen hauptberuflichen Solo-Selbstständigen, die selten Besucher haben und häufiger außerhalb ihres „Home Office“ im Einsatz sind, werden die Raumkosten einer (einzigen) Betriebsstätte normalerweise nicht moniert. Das gilt zum Beispiel für …

    Journalisten und Schriftsteller,

    Künstler und Kunsthandwerker,

    Trainern und Dozenten

    Coaches und Beratern oder auch

    Werbe- und IT-Fachleuten.

    Da es sich von vornherein nicht um ein (zusätzliches) häusliches Arbeitszimmer handelt, ist die komplizierte Prüfung des qualitativen Mittelpunkts der Tätigkeit entbehrlich. Wird dieselbe selbstständige Tätigkeit hingegen im Nebenberuf ausgeübt, kann in der Gesamtwürdigung des Einzelfalls die unbeschränkte Anerkennung der Raumkosten gefährdet sein, sofern das häusliche Arbeitszimmer nicht der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung ist. Mehr dazu weiter unten.

    Arbeitszimmer vs. Arbeitsmittel

    So viel schon jetzt vorweg: Falls Ihnen das Finanzamt die Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers zu Recht verwehrt, sind davon keineswegs alle Kosten betroffen. Denn als „Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer“ und „Kosten der Ausstattung“ gelten nur:

    die anteiligen Raumkosten (z. B. Miete, Heizung, Strom etc.) sowie

    die dekorative Ausstattung des Arbeitszimmers (z. B. Gardinen, Tapeten, Teppiche, Decken- und Wandlampen).

    Was viele Steuerpflichtige nicht wissen: Ausgaben für Büromöbel, Computer, Software, Telekommunikationsgeräte, Schreibtischlampen, Fachbücher, Werkzeuge und andere beruflich oder betrieblich genutzte Arbeitsmittel muss das Finanzamt auch dann als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkennen, wenn sie in Privaträumen genutzt werden! Auch die Kosten für betriebliche oder berufliche Telefonate dürfen Sie steuerlich geltend machen – ganz gleich, ob sie im häuslichen Arbeitszimmer oder im Wohnzimmer geführt werden.

    Der Nachweis des beruflichen Mittelpunktes einer Tätigkeit oder die Verfügbarkeit eines anderen Arbeitsplatzes spielt bei den Arbeitsmitteln keine Rolle. Sie müssen im Zweifel nur glaubhaft machen können, dass die betreffenden Arbeitmittel ausschließlich beruflich oder betrieblich genutzt worden sind.

    Alternativen zum häuslichen Arbeitszimmer

    Wichtig: Wenn Sie einen (zusätzlichen) Arbeitsplatz außerhalb Ihres Unternehmens benötigen, an dem Sie unterwegs, nach Feierabend und am Wochenende berufliche oder betriebliche Arbeiten erledigen, dürfen Sie das selbstverständlich auch außerhalb Ihrer Wohnung tun! Denken Sie nur an vorübergehend oder dauerhaft angemietete …

    Einzelbüros, Räume in Bürogemeinschaften oder Gemeinschaftsbüros,

    Co-Working-Spaces und ähnliche Formen des „Büro auf Zeit” oder auch

    leer stehende Räume bei Nachbarn, Kollegen oder Kooperationspartnern.

    Sofern der betreffende Arbeitsraum außerhalb Ihrer Wohnung liegt und ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wird, steht der steuerlichen Anerkennung der dazugehörigen Aufwendungen grundsätzlich nichts entgegen. Und zwar in voller Höhe: Die Fragen nach dem ominösen „Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit“ oder der Verfügbarkeit eines „anderen Arbeitsplatzes“ stellt sich nur bei den Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers!

    Arbeitszimmer.de

    Kostenarten: Ermittlung und Dokumentation der Arbeitszimmerkosten

    Leider genügt es nicht, alle Voraussetzungen für den beschränkten oder gar unbeschränkten steuerlichen Abzug der Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers zu erfüllen. Die Ausgaben müssen darüber hinaus …

    einzeln belegt und

    richtig in einen privaten und einen betrieblichen Anteil aufgeteilt werden.

    Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie auch wirklich alle Abzugsmöglichkeiten ausschöpfen.

    Abzug & Aufteilung von Raum-Aufwendungen

    Bei der Kostenermittlung unterscheiden Sie zunächst zwischen …

    den allgemeinen Raum-Aufwendungen (anteiliger Kostenabzug),

    den speziellen Raum-Aufwendungen für das Arbeitszimmer (kompletter Kostenabzug) und

    den Ausstattungs-Ausgaben für das Arbeitszimmer (kompletter Kostenabzug).

    Beispiele: Die Kosten eines Fassadenanstrichs oder einer neuen Heizungsanlage werden dem Arbeitszimmer nur anteilig im Verhältnis Raumfläche zu Gesamtwohnfläche zugerechnet. Demgegenüber stellen Reinigungs- und Renovierungskosten des häuslichen Arbeitszimmers zu 100 Prozent Werbungskosten oder Betriebsausgaben dar. Dasselbe gilt für Ausstattungsgegenstände.

    Allgemeine Raum-Aufwendungen (anteiliger Kostenabzug)

    Zu den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer gehören

    laut BMF-Schreiben bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen insbesondere die anteiligen Aufwendungen für:

    Finanzierungszinsen für Kauf, Erhalt und Reparatur der Immobilie,

    Grundsteuer, Müllabfuhrgebühren, Schornsteinfegergebühren, Gebäudeversicherungen,

    allgemeine Renovierungskosten aller Art am Haus (die anteiligen Kosten von Gartenarbeiten dürfen nur dann angesetzt werden, wenn der Garten durch Arbeiten am Haus in Mitleidenschaft gezogen wurde),

    Wasser- und Energiekosten oder auch

    Bei gemieteten Objekten sind viele Kostenpositionen bereits in der Miete enthalten. Die Liste der raumbezogenen Kostenpositionen ist dadurch kürzer:

    Kaltmiete plus Nebenkosten,

    allgemeine Renovierungskosten, die nicht vom Vermieter getragen werden,

    Hausrat- und andere wohnungsbezogenen Versicherungskosten, die nicht vom Vermieter getragen werden,

    Wasser- und Energiekosten und

    Tipp: Ganz gleich, ob Sie Ihre Wohnimmobilie gemietet oder gekauft haben: Auch beruflich veranlasste Umzugskosten können Sie anteilig als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen.

    Aufteilung allgemeiner Raum-Aufwendungen

    Maßstab für die Aufteilung der Raumkosten auf das Arbeitszimmer und den privaten Wohnbereich ist der prozentuale Arbeitszimmer-Flächenanteil an der gesamten Wohnfläche. Die Berechnung ist in vielen Fällen ganz einfach:

    Sie entnehmen Ihrem Miet- bzw. Kaufvertrag die Gesamt-Wohnfläche,

    ermitteln die Quadratmeter-Zahl des Arbeitszimmers (ausmessen oder aus dem Grundriss der Wohnung / Immobilie entnehmen),

    teilen die Arbeitzimmerfläche durch die Gesamtwohnfläche und

    multiplizieren das Ergebnis anschließend mit 100:

    Angenommen, Ihr Arbeitszimmer ist 15qm groß und die Gesamtwohnung misst 120qm. Dann beträgt der Arbeitszimmer-Anteil an der Gesamtwohnfläche 12,5 %:

    Weiter angenommen, die Summe sämtlicher allgemeinen Raumkosten beträgt 23.392,50 Euro. Dann entfallen davon 12,5 % (=2.924,06 Euro) aufs Arbeitszimmer.

    Spezielle Raum-Aufwendungen (kompletter Kostenabzug)

    Neben den anteiligen Raumkosten gibt es spezielle raumbezogene Aufwendungen, die sich dem häuslichen Arbeitszimmer direkt zuordnen lassen. Denken Sie nur an:

    Um- und Einbauten im Arbeitszimmer (z. B. Fenster, Türen, Elektroinstallationen),

    Renovierungsarbeiten am und im Arbeitszimmer (Tapezieren, Anstreichen, Verlegearbeiten) oder auch

    laufende Reinigungskosten des Arbeitszimmers.

    Sämtliche Raumkosten, die dem häuslichen Arbeitszimmer direkt zuzuordnen sind, werden in voller Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkannt.

    Ausstattungs-Aufwendungen (kompletter Kostenabzug)

    Auch die Ausgaben für die dekorative Ausstattung des Arbeitszimmers stellen zu 100 Prozent Werbungskosten oder Betriebsausgaben dar. Das BMF-Schreiben nennt als Beispiele:

    Üblicherweise steuerlich nicht berücksichtigt werden hingegen Luxusausstattungen wie Gemälde, Skulpturen und ähnliche Kunstobjekte. Immerhin spricht deren Vorhandensein nicht gegen die nahezu ausschließliche betriebliche oder berufliche Nutzung.

    Arbeitsmittel sind keine Arbeitszimmerkosten!

    Ganz gleich, ob Sie zur Miete wohnen oder Eigentümer sind: Nicht zu den Raum- und Ausstattungskosten eines häuslichen Arbeitszimmers gehören betrieblich oder beruflich genutzte Arbeitsmittel. Dazu zählen zum Beispiel:

    Computer und Software,

    Fachbücher und –Fachzeitschriften oder auch

    Die Kosten von Arbeitsmitteln muss das Finanzamt selbst dann als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkennen, wenn sie in Privaträumen genutzt werden! Auch die Kosten für betriebliche oder berufliche Telefonate dürfen Sie steuerlich geltend machen – ganz gleich, ob sie im häuslichen Arbeitszimmer oder im Wohnzimmer geführt wurden.

    Exkurs: Abschreibungen und GWG

    Ausgaben müssen grundsätzlich in dem Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in dem sie anfallen. Ausgerechnet für langlebige und besonders teure Wirtschaftsgüter gelten jedoch Sondervorschriften:

    Bei Wirtschaftsgütern, deren Netto-Anschaffungskosten höher als 410 Euro (=487,90 Euro brutto = inklusive Mehrwertsteuer / Umsatzsteuer) sind, müssen die Anschaffungskosten auf die „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer“ verteilt werden. Dieser Vorgang nennt sich „Abschreibung“ oder auch „Absetzung für Abnutzung“ (AfA).

    Bitte beachten Sie: Weil die Verteilung dabei in gleichmäßigen Jahresbeträgen erfolgt, spricht man auch von der linearen Abschreibung. Die früher zulässige degressive Abschreibung (= Abschreibung in fallenden Jahresbeträgen) ist seit einigen Jahren außer Kraft gesetzt.

    Besonders pingelig ist der Fiskus bei der Ermittlung der Abschreibungsbeträge im Jahr der Anschaffung: Hier sind Sie sogar verpflichtet, die unterjährige Nutzungsdauer monatsgenau zu ermitteln.

    Wie lang die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer insgesamt ist, hängt von der Art der Anschaffung ab: Während zum Beispiel die Anschaffungskosten von Notebooks, Smartphones oder Tablets üblicherweise auf drei Jahre verteilt werden, beträgt die Nutzungsdauer eines PKW sechs Jahre. Büromöbel werden nach Ansicht der Finanzbehörden normalerweise sogar 13 Jahre lang genutzt!

    Die genauen Einzelheiten haben die Finanzbehörden in allgemeinen und branchenspezifischen AfA-Tabellen festgelegt. Die meisten der in häuslichen Arbeitszimmern genutzten Gegenstände finden Sie in der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter (= AfA-Tabelle "AV")

    Bitte beachten Sie: Die Anschaffungskosten von langlebigen Wirtschaftsgütern, die nicht mehr als 410 Euro (netto) kosten, dürfen bereits im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben werden (= „geringwertige Wirtschaftsgüter“, GWG). GWG-Anschaffungskosten werden also in voller Höhe als Betriebsausgaben oder Werbungskosten anerkannt.

    Die korrekte Ermittlung der Abschreibungsbeträge unterscheidet sich je nach Umsatzsteuer-Status:

    Umsatzsteuerpflichtige Selbstständige und Unternehmer machen den Umsatzsteueranteil als Vorsteuer geltend und berechnen den Abschreibungsbetrag auf Grundlage der Netto-Anschaffungskosten.

    Arbeitnehmer und umsatzsteuerliche Kleinunternehmer berechnen den Abschreibungsbetrag auf Grundlage der Brutto-Anschaffungskosten (= inklusive Umsatz-/Mehrwertsteuer).

    Wichtig: Ausschlaggebend für die 410-Euro-Wertgrenze sind trotzdem auf jeden Fall die Netto-Anschaffungskosten! Das gilt auch dann, wenn Sie Ihre Abschreibungen auf Grundlage der Brutto–Anschaffungskosten berechnen dürfen!

    Ein Arbeitnehmer darf also beispielsweise einen Schreibtischstuhl zum Bruttopreis von 476 Euro (= 400 Euro netto plus 19 % Mehrwertsteuer) bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als GWG bei den Werbungskosten geltend machen!

    Die unterschiedlichen Berechnungsverfahren bei den verschiedenen Einkunftsarten entnehmen Sie den beiden folgenden Beispielrechnungen:

    Lektüretipp: Ausführliche Informationen zu Abschreibungen bietet der Abschreibungs-Leitfaden unter abschreibung.de.

    Abschreibungs-Beispiel I: Umsatzsteuerpflichtige Selbstständige und Unternehmer

    Berechnungsgrundlage der Abschreibungen bei den Betriebsausgaben von umsatzsteuerpflichtigen Selbstständigen und Unternehmern sind die Netto-Anschaffungskosten:

    Angenommen, Sie haben am 15. Mai 2015 ein neues Notebook gekauft, das sie ausschließlich betrieblich nutzen. Der Kaufpreis beträgt 599 Euro (inklusive Umsatz-/Mehrwertsteuer). Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Dann berechnen Sie die korrekten Abschreibungsbeträge über die Nutzungsdauer wie folgt:

    (Der Nettobetrag wird auch auf der Rechnung ausgewiesen!)

    betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer: 3 Jahre

    Mit anderen Worten: Da das Notebook im Anschaffungsjahr nur acht von zwölf Monaten im Einsatz war, wird der lineare Abschreibungsbetrag um 4/12 (= 1/3) gekürzt. Statt mit 167,79 Euro erscheint die Notebook-Abschreibung daher im ersten Jahr nur mit 111,86 Euro in den Betriebsausgaben des Jahres 2015. In den Jahren 2016 und 2017 wird dann die volle Jahres-AfA berücksichtigt. Die fehlenden 55,92 Euro schließlich dürfen erst am Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer im Jahr 2018 als Werbungskosten geltend gemacht werden:

    Wichtig: Der im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteueranteil in Höhe von 95,64 Euro wird bereits bei der Umsatzsteuervoranmeldung für Mai 2015 in voller Höhe als Vorsteuer berücksichtigt. Die Vorsteuer hat mit der Nutzungsdauer der dazugehörigen Anschaffung also nichts zu tun!

    Abschreibungs-Beispiel II: Arbeitnehmer und Kleinunternehmer

    Berechnungsgrundlage der Abschreibungen bei den Werbungskosten von Arbeitnehmern und den Betriebsausgaben von umsatzsteuerlichen Kleinunternehmern ist der Bruttobetrag:

    Angenommen, Sie haben am 15. Mai 2015 ein neues Notebook gekauft, das sie ausschließlich betrieblich oder beruflich nutzen. Der Kaufpreis beträgt 599 Euro (inklusive Umsatz-/Mehrwertsteuer). Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Als Arbeitnehmer und Kleinunternehmer berechnen Sie die korrekten Abschreibungsbeträge über die Nutzungsdauer wie folgt:

    Anschaffungskosten: 599 Euro (inklusive Umsatz-/Mehrwertsteuer)

    betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer: 3 Jahre

  • Nutzungsdauer im Jahr der Anschaffung (2015): 8 Monate (Mai bis Dezember):

    Mit anderen Worten: Da das Notebook im Anschaffungsjahr nur acht von zwölf Monaten im Arbeitszimmer-Einsatz war, wird der lineare Abschreibungsbetrag um 4/12 (= 1/3) gekürzt. Statt mit 199,67 Euro erscheint die Notebook-Abschreibung daher im ersten Jahr nur mit 133,11 Euro als „Arbeitsmittel“ in den Werbungskosten. Die restlichen gut 66 Euro dürfen erst am Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2018 als Werbungskosten geltend gemacht werden:

    Aufzeichnungen und Belege

    Am Jahresende machen Sie eine separate Aufstellung sämtlicher Raum- und Ausstattungskosten. Die sieht dann zum Beispiel so aus:

    Arbeitszimmer Martina Mustermann

    Es genügt übrigens, diese Kostenaufstellung zusammen mit den dazugehörigen Einzelbelegen und Flächenberechnung bei Ihren betrieblichen bzw. privaten Steuerunterlagen aufzubewahren.

    Bitte beachten Sie: Die obligatorische Pflicht zum Einreichen sämtlicher Belege ist inzwischen auch beim Werbungskostenabzug von Arbeitnehmern abgeschafft. Wenn das Finanzamt nachfragt, müssen Sie aber in der Lage sein, die Unterlagen vorzulegen. Falls Sie zum allerersten Mal Raum- und Ausstattungskosten eines häuslichen Arbeitszimmers geltend machen, kann es sinnvoll sein, die Kostenaufstellung und Flächenberechnung von vornherein unaufgefordert mitzuschicken.

    So lässt sich das Arbeitszimmer von der Steuer absetzen

    Der Bundesfinanzhof hat entschieden: In Sachen Arbeitszimmer bleiben die strengen Regeln erhalten. Was heißt das für Ihre nächste Steuererklärung?

    Dies ist ein Home Office: Die Regeln für die steuerliche Absetzbarkeit bleiben

    • Der Bundesfinanzhof hat darüber entschieden, wann sich ein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen lässt. Was muss man wissen?

    Alles bleibt beim Alten, aus Arbeitnehmersicht: leider. Das Urteil bedeutet, dass auch weiterhin die Ausgaben für ein Arbeitszimmer in der Wohnung nur dann bei der Steuer geltend gemacht werden können, wenn es nahezu ausschließlich beruflichen Zwecken dient. Hätte das oberste Steuergericht anders entschieden, wäre auch eine Aufteilung zulässig gewesen. Zum Beispiel: Wer ins Arbeitszimmer eine Schlafcouch stellt und es hin und wieder als Gästezimmer nutzt, hätte die Flächen aufteilen können und vielleicht ein 60-Prozent-Arbeitszimmer mit 40-Prozent-Gästebereich gehabt. Doch diese lebensnahe Herangehensweise wurde nun höchstrichterlich verworfen.

    • Warum wird ein Teilzeit-Arbeitszimmer nicht anerkannt?

    Nach Ansicht der Richter lässt sich kaum überprüfen, wie viel Zeit der Arbeitnehmer tatsächlich in dem Raum arbeitet. 20 Prozent seiner gesamten Arbeitszeit, oder doch eher 40 Prozent? Es wurde sogar über ein Zeitenbuch diskutiert, in dem der Steuerzahler seine Anwesenheit im häuslichen Arbeitszimmer dokumentiert, was aber aus Sicht der Richter keinen Beweiswert gehabt hätte. Das wäre vielleicht auch zu bürokratisch geworden.

    • Nochmal zum Mitschreiben: Wann kann ich ein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen?

    Ein Arbeitszimmer dient allein beruflichen Zwecken. Wer hin und wieder private Mails an seinem Computer beantwortet, hat damit noch kein Problem. Wer aber etwa einen großen Teil der Zeit nutzt, um die Webseite des Handballvereins zu pflegen, verstößt gegen geltende Bestimmungen. Auch eine Arbeitsecke im Wohnzimmer sieht der Fiskus nicht als Arbeitszimmer an. Im aktuellen Fall hatte ein Mann in seinem Arbeitszimmer nebenher mehrere vermietete Wohnungen verwaltet. Das gehört aber nicht zu seinen beruflichen Aufgaben.

    • Für wen ist das Arbeitszimmer damit absetzbar?

    Es wird zwischen zwei Varianten unterschieden.

    Bei Variante A erkennt das Finanzamt ein Heimbüro an, wenn es Dreh- und Angelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit ist. Arbeitet ein freier Journalist oder Buchautor zum Beispiel ausschließlich von daheim aus, kann er seine Kosten fürs heimische Arbeitszimmer in unbegrenzter Höhe in seine Steuererklärung hineinnehmen. Auch Hausfrauen und -männer können versuchen, all ihre Kosten anzusetzen, wenn sie sich etwa mit dem Verkauf von Versicherungen, Kosmetik oder anderem etwas dazu verdienen. Ebenso Rentner mit Nebenjob, die beispielsweise Arbeiten für die frühere Firma daheim am Computer erledigen. Dann ist ihr Heimbüro zwangsläufig Mittelpunkt ihrer Tätigkeit, und die Ausgaben für das Zimmer sind Werbungskosten.

    Variante B betrifft mehr Bürger: Fehlt ein fester, eigener Schreibtisch im Betrieb, dürfen Kosten für das eigene Arbeitszimmer von bis zu 1250 Euro pro Jahr in die Steuererklärung eingetragen werden. Von diesem Bonus können zum Beispiel Lehrer profitieren, aber auch etliche Außendienstmitarbeiter, Versicherungsmakler und Freiberufler quer durch alle Berufsgruppen. Ihren heimischen Arbeitsplatz absetzen könnten auch Steuerzahler, die in Aus- oder Fortbildung sind, ein Fernstudium oder sonstige Weiterbildungsmaßnahmen durchziehen. Kein Problem mit dem Finanzamt dürfte auch bekommen, wer am Arbeitsplatz zu Hause während der Elternzeit oder Arbeitslosigkeit für den künftigen Job lernt.

    • Muss man beim Zuschnitt des Zimmers etwas beachten?

    Für die Größe des Arbeitszimmers gibt es keine starren Vorgaben. Was zu beachten ist: Der Raum muss mit einer Tür abgetrennt sein, ein Durchgangszimmer geht nicht. Die Wohnung muss zudem so groß sein, dass noch genügend sonstiger Raum bleibt. Wer bei 48 Quadratmetern Wohnfläche ein 30 Quadratmeter großes Arbeitszimmer absetzen will, dürfte sich eine Abfuhr beim Finanzamt holen.

    Beruflich Notwendiges wie Schreibtisch, Stuhl, Regale, Bücherschrank sollte dominieren. Eine Sitzecke, Blumen und Bilder sind erlaubt. Heikel wird es, wenn Gästebett, Fernseher oder ein Kühlschrank im Arbeitszimmer stehen.

    Anrechenbar sind die anteilige Miete und Versicherungen, ebenso Schornsteinfeger- und Müllkosten, Aufwendungen für Lift, Strom, Wasser und Reinigung – alles bis maximal 1250 Euro. Zusätzlich dürfen Arbeitsmittel sowie Schreibtisch, Computer und Ähnliches geltend gemacht werden.

    • Und wenn ich ein Arbeitszimmer außerhalb meiner Wohnung miete?

    Das macht die Sache einfacher, denn die Rechtslage ist dann eindeutig: Das Finanzamt wird alle Kosten akzeptieren. Außerdem hat man es dann mit dem hübschen Steuerrechtswort „außerhäuslich“ zu tun. Außerhäuslich ist ein Arbeitszimmer schon dann, wenn es, getrennt von der Wohnung, in einer anderen Etage liegt.

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  • Anschreiben steuererklärung

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    Steuererklärung: Musterbriefe und Anträge ans Finanzamt

    Um Ihnen die Steuererklärung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Musterschreiben ans Finanzamt zusammengestellt. Laden Sie sich die benötigten Word-Dokumente herunter, tragen Sie am Bildschirm Ihre Daten ein und drucken Sie das Schreiben aus. Unterschreiben, abschicken – fertig.

    Sie dürfen diese Dateien unter folgenden Bedingungen weitergeben und auf Ihrer Internetseite zum Download veröffentlichen: Sie verlangen kein Geld für die Dateien; Sie verändern die Dateien nicht (vor allem nicht die Urheberangaben); Sie setzen neben Ihrem Download einen Link zu dieser Seite mit Musterschreiben.

    1. Fristverlängerung

    Haben Sie Ihre Steuererklärung nicht fristgerecht bis zum 31. Mai abgegeben oder wissen schon vorher, dass Sie die Frist nicht einhalten können? Dann ist der Antrag auf Fristverlängerung auf den 30. September eine von mehreren Möglichkeiten, um sich mehr Zeit zu verschaffen. So vermeiden Sie Unannehmlichkeiten mit dem Finanzamt, zum Beispiel eine Strafe oder Steuerschätzung.

    2. Unterlagen nachreichen

    Haben Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung irgendetwas vergessen und noch keinen Steuerbescheid vom Finanzamt bekommen? Dann reichen Sie die vergessenen Aufwendungen mit diesem Musterschreiben nach.

    3. Angaben berichtigen

    Haben Sie in Ihrer Steuererklärung einen Fehler gemacht? Mit diesem Schreiben berichtigen Sie ihn, solange Sie noch keinen Steuerbescheid erhalten haben.

    4. Änderung Ihrer Adresse

    Mit diesem Schreiben teilen Sie Ihrem bisherigen Finanzamt Ihre neue Adresse mit. Dadurch kann ein anderes Finanzamt zuständig werden.

    5. Änderung Ihrer Bankverbindung

    Mit diesem Schreiben benachrichtigen Sie Ihr Finanzamt über Ihre neue Bank und Konto.

    6. Eigenbeleg

    Es kommt vor, dass Steuerpflichtige einen Beleg verlieren oder gar nicht erst erhalten. In diesen Fällen kann ein Eigenbeleg helfen – sofern er nicht zur Gewohnheit wird.

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    Musterbriefe

    Kategorie: Allgemeines

    Abgabe Anlage U

    Sie sind geschieden oder leben dauernd getrennt und möchten Unterhaltsleistungen als Sonderausgaben abziehen? Mit diesem Schreiben reichen Sie die hierzu nötige Anlage U beim Finanzamt ein.

    Abgabe Antrag auf Eigenheimzulage

    Sie möchten von der Eigenheimzulage profitieren? Die Eigenheimzulage wird noch für den vollen Förderzeitraum gewährt, wenn vor dem 1. Januar 2006 der notarielle Kaufvertrag beurkundet oder der Bauantrag für eine neu zu errichtende Wohnung gestellt wurde. Mit diesem Schreiben reichen Sie den Antrag ein.

    Abgabe der Einkommensteuererklärung in Papierform

    Sie sind verpflichtet, Ihre Einkommensteuererklärung elektronisch abzugeben, sind aber nicht in der Lage hierzu? Mit diesem Schreiben können Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Abgabe der Steuererklärung in Papierform beantragen.

    Abgabe der Einnahmen-Überschuss-Rechnung in Papierform

    Sie sind verpflichtet, Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung elektronisch abzugeben, sind aber nicht in der Lage hierzu? Mit diesem Schreiben können Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Abgabe der EÜR in Papierform beantragen.

    Abgabe der gesonderten Feststellung in Papierform

    Sie sind verpflichtet, Ihre Erklärung zur gesonderten Feststellung elektronisch abzugeben, sind aber nicht in der Lage hierzu? Mit diesem Schreiben können Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Abgabe der Feststellung in Papierform beantragen.

    Abgabe der Gewerbesteuererklärung in Papierform

    Sie sind verpflichtet, Ihre Gewerbesteuererklärung elektronisch abzugeben, sind aber nicht in der Lage hierzu? Mit diesem Schreiben können Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Abgabe der Steuererklärung in Papierform beantragen.

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    Sie sind verpflichtet, Ihre Umsatzsteuererklärung elektronisch abzugeben, sind aber nicht in der Lage hierzu? Mit diesem Schreiben können Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Abgabe der Steuererklärung in Papierform beantragen.

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    Abgabe Einkommensteuererklärung

    Sie haben Ihre Steuererklärung fertiggestellt und möchten sie jetzt einreichen? Mit diesem Schreiben reichen Sie die Steuererklärung und ergänzende Unterlagen beim Finanzamt ein.

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    Abgabe Einkommensteuererklärung per ELSTER und Anlage N-Gre

    Ihr zuständiges Finanzamt befindet sich in Baden-Württemberg und Sie haben Ihre Steuererklärung per ELSTER übermittelt? Wenn Sie in Frankreich, Österreich oder der Schweiz tätig waren und nach den Doppelbesteuerungsabkommen als Grenzgänger einzustufen sind, reichen Sie mit diesem Schreiben die komprimierte Steuererklärung, die Anlage N-Gre und ergänzende Belege beim Finanzamt ein.

    Abweichung Verlustberücksichtigung

    Die Angaben in Ihrem Einkommensteuerbescheid stimmen nicht mit dem Verlustvortrag bzw. Verlustrücktrag aus einem Feststellungsbescheid überein? Mit diesem Schreiben legen Sie Einspruch ein und verweisen auf den entsprechenden Feststellungsbescheid.

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    Sie möchten die Steuerakten beim Finanzamt einsehen? Mit diesem Schreiben beantragen Sie Akteneinsicht.

    Anforderung Rentenbezugsmitteilung

    Sie benötigen von Ihrem Rentenversicherungsträger die Kopie einer Rentenbezugsmitteilung? Mit diesem Schreiben fordern Sie diese an.

    Antrag auf Fristverlängerung

    Sie haben einen Abgabetermin oder eine Aufforderung zur Abgabe Ihrer Einkommensteuererklärung von Ihrem Finanzamt erhalten und können den Termin nicht einhalten? Mit diesem Schreiben beantragen Sie eine Fristverlängerung.

    Antrag auf Verrechnung

    Aus Ihrem Steuerbescheid ergibt sich eine Steuererstattung und es sind Zahlungen an das Finanzamt fällig? Mit diesem Schreiben lassen Sie die Erstattung mit den Nachzahlungen verrechnen.

    Aufhebung des Vorbehalts der Nachprüfung

    Die Außenprüfung durch das Finanzamt wurde durchgeführt und ist abgeschlossen? Mit diesem Schreiben beantragen Sie, dass der Vorbehalt der Nachprüfung für die betroffenen Steuerbescheide aufgehoben wird.

    Aufstockung Sozialversicherungsbeiträge

    Sie haben einen Angestellten, der bei Ihnen z.B. im Haushalt oder Garten geringfügig beschäftigt ist? Mit diesem Schreiben kommen Sie Ihrer Pflicht nach, über eine mögliche Teilnahme an der gesetzlichen Rentenversicherung zu informieren.

    Auskunft bei Lohnabrechnungen

    Ein Sachverhalt bei der monatlichen Lohnabrechung ist komplex oder Sie finden keine ausreichende Fachliteratur um sicherzustellen, dass Sachverhalte jeweils korrekt abgebildet sind? Mit diesem Schreiben bitte Sie das Finanzamt um Auskunft.

    Änderung der Anschrift

    Sie sind umgezogen? Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt Ihre neue Anschrift mit.

    Änderung der Bankverbindung

    Sie haben die Bank gewechselt oder eine neue Kontonummer? Mit diesem Schreiben teilen Sie die neue Bankverbindung dem Finanzamt mit.

    Berichtigung der eingereichten Steuererklärung

    Sie haben einen Fehler in einer Steuererklärung festgestellt, die Sie eingereicht haben? Mit diesem Schreiben beantragen Sie die Berichtigung der Steuererklärung beim Finanzamt.

    Berichtigung eingereichter Unterlagen

    Sie haben einen Fehler in Unterlagen festgestellt, die Sie eingereicht haben? Mit diesem Schreiben ändern oder ergänzen Sie die Unterlagen beim Finanzamt.

    Bescheid zu Direktversicherungsbeiträgen

    Sie haben eine Direktversicherung und die Krankenversicherungsbeiträge hierauf wurden neu festgesetzt? Mit diesem Schreiben beantragen Sie bei Ihrer Krankenversicherung einen rechtsmittelfähigen Bescheid.

    Bestätigung einer mündlichen Auskunft

    Sie haben von einem Sachbearbeiter des Finanzamts eine mündliche Auskunft erhalten und möchten sich diese bestätigen lassen? Mit diesem Schreiben bitten Sie das Finanzamt um eine schriftliche Bestätigung der Aussagen.

    Dienstaufsichtsbeschwerde

    Sie meinen, dass sich ein Amtsträger Ihres Finanzamtes nicht korrekt verhalten hat? Mit diesem Schreiben können Sie eine sogenannte Dienstaufsichtsbeschwerde erheben.

    Eigenbeleg

    Ihnen fehlt ein Zahlungsbeleg oder Sie haben keine Quittung erhalten? Mit diesem Schreiben erstellen Sie für das Finanzamt einen Eigenbeleg als Ersatz.

    Einschränkung des Einspruchs

    Sie haben einen Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid beim Finanzamt eingelegt, der zu umfangreich war? Mit diesem Schreiben schränken Sie den Einspruch ein.

    Einspruch gegen die Prüfungsanordnung

    Sie haben vom Finanzamt eine Prüfungsanordnung erhalten, die für Sie nicht nachvollziehbar ist? Mit diesem Schreiben legen Sie Einspruch ein, wenn eine Begründung in der Prüfungsanordnung fehlt oder der Sachverhalt vor Ort geklärt werden kann.

    Einspruch gegen Sicherheitsleistung

    Das Finanzamt fordert im Zuge eines Antrags auf Aussetzung der Vollziehung eine Sicherheitsleistung obwohl Sie zahlungsfähig sind? Mit diesem Schreiben legen Sie Einspruch gegen die Sicherheitsleistung ein.

    Einspruch gegen Zwangsgeldfestsetzung

    Das Finanzamt hat ein Zwangsgeld wegen Nichtabgabe der Steuererklärung festgesetzt? Mit diesem Schreiben legen Sie Einspruch ein und bitten um Aufhebung des Zwangsgeldes.

    Erhöhung Vorauszahlungen

    Ihre persönlichen Verhältnisse haben sich geändert und dadurch steigt Ihr Einkommen? Mit diesem Schreiben beantragen Sie die Heraufsetzung Ihrer Vorauszahlungen, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden.

    Erhöhung Vorauszahlungen wegen Scheidung

    Sie sind geschieden und Sie möchten die Steuervorauszahlungen erhöhen, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden? Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt alle notwendigen Angaben mit.

    Erhöhung Vorauszahlungen wegen Tod des Partners

    Ihr Partner ist verstorben und Sie möchten die Steuervorauszahlungen erhöhen, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden? Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt alle notwendigen Angaben mit.

    Erlass von Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis

    Sie können aufgrund einer unverschuldeten finanziellen Notsituation nicht Ihre Steuerschuld begleichen? Mit diesem Schreiben tragen Sie dem Finanzamt den Sachverhalt vor und stellen einen Antrag auf Erlass von Steuern.

    Erneute Abgabe Einkommensteuererklärung

    Sie haben Ihre Steuererklärung bereits per ELSTER übermittelt und haben aus Versehen die falsche Veranlagungsart gewählt. Mit diesem Schreiben reichen Sie die komprimierte Steuererklärung erneut ein und bitten Ihr Finanzamt die erforderlichen Korrekturen zu berücksichtigen.

    Herabsetzung der Vorauszahlungen

    Ihre persönlichen Verhältnisse haben sich geändert und dadurch sinkt Ihr Einkommen? Mit diesem Schreiben beantragen Sie die Herabsetzung Ihrer Vorauszahlungen, um hohe Erstattungen zu vermeiden.

    Herabsetzung der Vorauszahlungen wegen Heirat / Eintrag einer Lebenspartnerschaft

    Sie haben geheiratet oder eine Lebenspartnerschaft wurde eingetragen und Sie möchten durch die Anwendung der Splittingtabelle die Steuervorauszahlungen verringern, um hohe spätere Steuererstattungen zu vermeiden? Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt alle notwendigen Angaben mit.

    Herabsetzung der Vorauszahlungen wegen Kirchenaustritt

    Sie sind aus der Kirche ausgetreten und Sie möchten die Steuervorauszahlungen verringern, um hohe spätere Steuererstattungen zu vermeiden? Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt alle notwendigen Angaben mit.

    Irrtümlich nicht angesetzte Aufwendungen

    Sie haben fehlende Ausgaben in einer Steuererklärung festgestellt, die Sie eingereicht haben? Mit diesem Schreiben beantragen Sie die Berichtigung der Steuererklärung beim Finanzamt.

    Kommunikation per E-Mail, Steuergeheimnis

    Wenn Sie mit Ihrem Finanzamt per E-Mail kommunizieren, sind diese nicht verschlüsselt. Mit diesem Schreiben teilen Sie dem Finanzamt Ihr Einverständnis gemäß § 30 Absatz 4 Nr. 3 Abgabenordnung hierzu mit.

    Nachfrage Stand der Bearbeitung

    Sie haben Ihre Einkommensteuererklärung schon vor längerer Zeit abgegeben und noch keine Reaktion vom Finanzamt erhalten? Mit diesem Schreiben fragen Sie nach dem Bearbeitungsstand.

    Nachreichung angeforderter Belegen

    Das Finanzamt hat bei Ihnen ergänzende Belege zu Ihrer Einkommensteuererklärung angefordert? Mit diesem Schreiben müssen Sie nur noch die nachgeforderten Belege ergänzen.

    Nachreichung sonstiger Unterlagen

    Das Finanzamt hat bei Ihnen weiter Unterlagen zu Ihrer Einkommensteuererklärung angefordert? Mit diesem Schreiben müssen Sie nur noch die nachgeforderten Dokumente ergänzen.

    Online-Abgabe Einkommensteuererklärung per ELSTER
    Rücknahme der freiwilligen Steuererklärung

    Sie sind nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet? Mit diesem Schreiben können Sie eine abgegebene Steuererklärung zurücknehmen.

    Rücknahme des Einspruchs

    Nach einem Schriftwechsel mit Ihrem Finanzamt glauben Sie, dass Ihr Einspruch wenig Aussicht auf Erfolg hat? Mit diesem Schreiben nehmen Sie den Einspruch zurück. So ersparen Sie dem Finanzamt eine aufwendige Einspruchsentscheidung.

    Sachaufsichtsbeschwerde

    Sie sind der Auffassung, dass ein Sachbearbeiter einen Sachverhalt falsch beurteilt? Mit diesem Schreiben können Sie eine sogenannte Sachaufsichtsbeschwerde erheben.

    Schlichte Änderung

    Das Finanzamt hat in Ihrem Steuerbescheid einen Fehler gemacht? Entweder Sie schreiben einen Einspruch oder Sie stellen mit diesem Schreiben einen Antrag auf schlichte Änderung.

    Untätigkeitsbeschwerde

    Seit Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt sind bereits viele Monate vergangen und das Finanzamt hat bisher nicht reagiert? Wenn Sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen, können Sie mit diesem Schreiben Untätigkeitsbeschwerde erheben.

    Unterlagen zur Einkommensteuererklärung per ELSTER

    Sie haben Ihre Steuererklärung per ELSTER übermittelt und die komprimierte Steuererklärung bereits unterschrieben eingereicht? Mit diesem Schreiben reichen Sie die ergänzenden Belege beim Finanzamt ein.

    Verbindliche Auskunft

    Planen Sie eine größere Ausgabe, die Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit oder einen anderen komplexen Sachverhalt und finden in der Fachliteratur keine ausreichende steuerliche Behandlung dieses Themas? Mit diesem Schreiben bitten Sie das Finanzamt um Auskunft. Finanzämter können nach dem Jahressteuergesetz 2007 jedoch Gebühren für verbindliche Auskünfte an Steuerpflichtige verlangen. Die Auskunftsgebühr ist vorab zu zahlen und richtet sich nach dem Gegenstandswert, den der Steuerpflichtige selbst zu ermitteln hat. Kann der Gegenstandswert nicht bestimmt werden, so wird eine Gebühr von 50 Euro je angefangene halbe Stunde, mindestens aber 100 Euro berechnet.

    Verbindliche Zusage bei Außenprüfung

    Bei Ihnen hat eine Betriebsprüfung stattgefunden und sie wissen nicht, wie ein geprüfter Sachverhalt (z.B. Gesellschaftsverträge, Erwerb von Grundstücken) für die Zukunft wirkt. Mit diesem Schreiben bitten Sie das Finanzamt um verbindliche Klärung.

    Verschiebung des Prüfungstermins

    Das Finanzamt hat Ihnen eine Prüfungsanordnung inklusive Prüfungstermin zugesendet? Beantragen Sie mit diesem Schreiben die Verschiebung des Prüfungstermins und schlagen Sie dem Finanzamt gleich einen neuen Termin vor.

    Verschiebung eines Ortstermins

    Das Finanzamt hat Ihnen im Rahmen einer Betriebsprüfung oder für eine Nachschau einen Ortstermin mitgeteilt? Beantragen Sie mit diesem Schreiben die Verschiebung des Ortstermins und schlagen Sie dem Finanzamt gleich einen neuen Termin vor.

    Versicherung über Ausgaben ohne Beleg

    Eine Ausgabe in Ihrer Steuererklärung wurde laut Steuerbescheid nicht anerkannt, weil ein Beleg fehlt? Mit diesem Schreiben bestätigen Sie dem Finanzamt die Höhe der Kosten und die Gründe für das Fehlen des Beleges.

    Widerruf Zustimmung Anlage K

    Sie haben die Freibeträge für Kinder mit der Anlage K auf einen Stief- / Großelternteil übertragen? Mit diesem Schreiben widerrufen Sie Ihre Zustimmung zur Übertragung von Kinderfreibeträgen und Freibeträgen für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beim Finanzamt.

    Widerruf Zustimmung Anlage U

    Sie sind geschieden oder leben dauernd getrennt und haben mit der Anlage U dem Abzug von Unterhaltsleistungen als Sonderausgaben zugestimmt? Mit diesem Schreiben widerrufen Sie Ihre Zustimmung beim Finanzamt.

    Zulagenbescheid Eigenheimzulage

    Sie haben einen Zulagenbescheid für die Eigenheimzulage erhalten mit dem Sie nicht einverstanden sind? Mit diesem Schreiben legen Sie Einspruch ein.

    Anschreiben Belegnachsendung Steuererklärung

    Die Übermittlung Ihrer Einkommensteuererklärung erfolgt heutzutage in vielen Fällen elektronisch über das Anwendungsprogramm „ELSTER“. Übermittelt werden dabei lediglich die eingetragenen Daten, nicht jedoch die zugehörigen Belege. Handwerkerrechnungen, Gehaltsabrechnungen, Bescheinigungen über Spenden oder Versicherungen müssen daher auf dem Postweg nachgesendet werden. Fertigen Sie hiervon Kopien an, die Sie dem Finanzamt dann zuschicken.

    Um in wenigen Schritten ein Anschreiben für die Belegnachsendung zu erstellen, benutzen Sie einfach unsere kostenlose Vorlage. Tragen Sie hier nur Ihre Absenderangaben, die Empfängerdaten Ihres Finanzamtes und die Steuernummer ein – fertig.

    Titelbild: M. Schuppich – fotolia.com

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    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuererklaerung/musterschreiben.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/musterbriefe/uebersicht, http://www.kostenlose-vordrucke.de/anschreiben-belegnachsendung-steuererklaerung

    Warum zahle ich keine lohnsteuer

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    Lohnsteuer

    • Die Lohnsteuer ist eine sogenannte Quellensteuer.
    • Nur Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer.
    • Es handelt sich bei ihr um eine Abgabe auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
    • Die Höhe hängt vom Verdienst und von der Steuerklasse ab.

    Wann ist in welcher Steuerklasse Lohnsteuer fällig?

    In den einzelnen Steuerklassen muss Lohnsteuer ab einem bestimmten monatlichen Verdienst gezahlt werden.

    • In Steuerklasse 6 wird Lohnsteuer nicht erst ab einer bestimmten Verdiensthöhe fällig. Hier muss immer Lohnsteuer gezahlt werden, unabhängig davon, wie hoch das Nebenverdienst ausfällt.

    Die Lohnsteuer berechnen

    Wer die Lohnsteuer berechnen möchte, muss sich hierfür die Steuerfreibeträge in seiner Steuerklasse notieren. Anschließend werden diese vom jährlichen Bruttoeinkommen abgezogen. Was davon übrig bleibt, ist das zu versteuernde Einkommen.

    Die Steuerlast wird gemäß der Einkommenshöhe berechnet und anschließend durch die Zahl der Monate geteilt.

    Aus Gründen der Einfachheit empfiehlt es sich insbesondere für Ehepaare, einen Lohnsteuer-Rechner zu verwenden. Denn beispielsweise durch das Ehegatten-Splitting oder den sogenannten Faktor (realistischer Ausgleich der zu zahlenden Steuer zwischen den beiden Ehegatten durch das Finanzamt) werden die Berechnungen erheblich verkompliziert.

    Die Lohnsteuerklassen und die zugehörigen Freibeträge

    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Freibeträge nur für Partner in Steuerklasse 3!
    • Grundfreibetrag
    • Kinderfreibetrag
    • Dies sind lediglich die Freibeträge, die grundsätzlich für alle Steuerpflichtigen in Frage kommen. Es gibt allerdings noch weitere Freibeträge. Mehr Infos .

    Wie läuft das mit der Lohnsteuer?

    Schuldner der Steuer ist der Arbeitnehmer, obwohl es weder seine Aufgabe ist, diese zu berechnen, noch sie ans Finanzamt abzuführen. Denn diese Aufgabe übernimmt der Arbeitgeber.

    Mit Hilfe der elektronischen Lohnsteuerkarte erkennt der Arbeitgeber, in welcher Lohnsteuerklasse sich sein Mitarbeiter befindet.

    Wichtig ist dies in Bezug auf die Freibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen, denn schon beim Lohnsteuerabzug werden diese berücksichtigt.

    • Der Arbeitgeber ist haftbar. Er ist dafür verantwortlich, dass der korrekte Betrag einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet wird. Sollte der Arbeitgeber einen Fehler beim Berechnen der Steuer gemacht haben, muss er ihn ausgleichen.

    Wenn ein Arbeitnehmer neu eingestellt wird, muss beim Finanzamt gemeldet werden, dass für ihn Lohnsteuer abgeführt wird. Aus Gründen der Einfachheit hat der Staat ein allgemeines System der Lohnsteuer-Anmeldung eingeführt, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen ist.

    Diese Aufgabe obliegt dem Arbeitgeber. Es kommt dabei darauf an, wie hoch die zu zahlende Steuer des gesamten Unternehmens ist.

    Wann musst Du Steuern zahlen?

    Höhe der Ausbildungsvergütung, Lohnsteuerklasse, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag

    Steuern muss in Deutschland grundsätzlich jeder Arbeitnehmer bezahlen – dazu gehören auch Auszubildende. Ob Du als Azubi Steuern zahlen musst, hängt von der Höhe deiner Ausbildungsvergütung und Deiner Lohnsteuerklasse ab.

    In den folgenden Kapiteln gehen wir davon aus, dass Du ledig (nicht verheiratet) bist und keine Kinder hast. Dann bekommst Du vom Finanzamt Lohnsteuerklasse I (eins) zugewiesen. Du kannst das auf Deiner Lohnabrechnung überprüfen, dort steht irgendwo oben die Lohnsteuerklasse.

    Wenn Du Steuern zahlen musst, wird der entsprechende Betrag gleich von Deiner Ausbildungsvergütung abgezogen und von Deinem Arbeitgeber ans Finanzamt überwiesen. Du musst an dieser Stelle nichts tun – Dein Einsatz kommt erst, wenn es darum geht, Dir das Geld vom Finanzamt zurückzuholen: Dann musst Du eine Steuererklärung machen.

    Lohnsteuer

    Die Höhe der Lohnsteuer hängt von Deiner Lohnsteuerklasse ab. Bei Lohnsteuerklasse I musst Du bei einem monatlichen Brutto-Lohn von 950 € noch gar keine Lohnsteuer zahlen, bei 1.000 € fallen unter 2 € Lohnsteuer im Monat an und bei monatlich 1.100 € brutto bist Du mit fast 15 € Lohnsteuer monatlich dabei.

    Die Lohnsteuer musst Du nicht selbst ausrechnen und bezahlen – dafür gibt es Software, und der Arbeitgeber gibt Deine Lohnsteuer gleich ans Finanzamt weiter. Die genauen Zahlen erfährst Du dann in Deiner Lohnabrechnung, die Du jeden Monat von Deinem Arbeitgeber bekommst.

    Falls bei Dir im Betrieb Urlaubsgeld und / oder Weihnachtsgeld gezahlt wird, musst Du noch wissen, dass diese Zahlungen leider nicht lohnsteuerfrei sind. Das bedeutet: Sie erhöhen Dein Einkommen, und selbst wenn Du (ohne Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) monatlich unter 950 € verdienst, kann es sein, dass Du Lohnsteuer zahlen musst – weil Du mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld die Grenze zur Lohnsteuerpflicht überschreitest.

    Kirchensteuer

    Kirchensteuer musst Du nur dann bezahlen, wenn Du Mitglied der römisch-katholischen oder der evangelischen Kirche bist. Die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 %, in allen anderen Bundesländern 9 % der Lohnsteuer. Auch die Israelitischen Kultusgemeinden und die Altkatholiken dürfen Kirchensteuer erheben.

    Einige Kirchen dürfen zwar theoretisch Kirchensteuern erheben, verzichten aber darauf. Dazu gehören z. B. der Bund der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden, der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, die Evangelisch-methodistische Kirche, Orthodoxe Kirchen, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, Zeugen Jehovas und noch einige mehr.

    Auch als Muslim musst Du keine Kirchensteuer zahlen.

    Solidaritätszuschlag (Soli)

    Solidaritätszuschlag musst Du nur dann bezahlen, wenn Du mehr als 81 € Lohnsteuer pro Monat bezahlst – und selbst dann wird Dir auch noch nicht der volle Betrag berechnet. Erst ab einem Gehalt von ca. 1.600 € pro Monat (und Lohnsteuerklasse I) wird der Soli in voller Höhe fällig und Du bekommst ungefähr 5,5 % der Lohnsteuer als Soli abgezogen.

    Was sind die wichtigsten Fakten zur Lohnsteuer?

    Fast jeder Arbeitnehmer zahlt Lohnsteuer. Aber wie viel? Die wichtigsten Antworten im Гњberblick.

    Die Lohnsteuer ist eine Quellensteuer. Das heißt, dass sie nicht vom Steuerzahler selbst bezahlt wird, sondern ab der Quelle, also direkt vom Arbeitgeber an das Finanzamt geht. Geben Sie nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommensteuererklärung ab, wird die bereits bezahlte Lohnsteuer auf Ihre endgültige Einkommensteuerschuld angerechnet.

    Wer muss Lohnsteuer zahlen?

    Wer einen Minijob macht, muss in der Regel keine Lohnsteuer zahlen. Bei allen anderen angestellten Arbeitnehmern – egal ob sie halbtags, ganztags oder Teilzeit arbeiten – hängt es von zwei Faktoren ab: Erstens wie viel sie verdienen und zweitens welche Steuerklasse sie haben.

    Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben die Steuerklasse III und verdienen brutto nicht mehr als 1.907 Euro im Monat. Dann müssen Sie gar keine Lohnsteuer zahlen. Mit Steuerklasse I dürften Sie nur höchstens 1.006 Euro brutto monatlich verdienen, ohne dass Lohnsteuer fällig wird. (Stand: 2017)

    Insgesamt gibt es sechs Steuerklassen. Manche Berufstätige können sich eine Steuerklasse aussuchen, andere nicht. Das wichtigste zum Thema Steuerklassen erklärt unser Artikel Welche Steuerklassen gibt es und was bedeuten sie?

    Wie viel Lohnsteuer mussВ ich zahlen?

    Grundsätzlich gilt: Wer wenig verdient, zahlt auch wenig Lohnsteuer und wer viel verdient, zahlt mehr Lohnsteuer. Dieses Prinzip nennt man Steuerprogression. Kurz gesagt: Je höher das Einkommen, desto höher der Prozentsatz an Steuern. Der liegt zurzeit zwischen 14 und 45 Prozent des gesamten Einkommens in einem Jahr.

    Ein Beispiel: Sie haben Steuerklasse III, dürften also bis zu 1.907 Euro im Monat lohnsteuerfrei verdienen. Wenn Sie 2.003 Euro monatlich verdienen, wird auf die Differenz von 96 Euro Lohnsteuer fällig. Das sind ungefähr 11 Euro pro Monat. Mit Steuerklasse I wären es fast 200 Euro Lohnsteuer. (Stand: 2017)

    Klingt kompliziert, aber das Gute daran ist, dass Sie selbst nichts ausrechnen oder bezahlen mГјssen. Das Гјbernimmt Ihr Arbeitgeber. Er Гјberweist Ihnen nicht nur Ihr Gehalt, sondern auch die Lohnsteuer ans Finanzamt.

    Mit unserem Gehaltsrechner kГ¶nnen Sie sich schnell ausrechnen lassen, wie viel Lohnsteuer Sie vermutlich bezahlen. Die genaue Summe steht allerdings auch auf Ihrem Gehaltszettel, den Sie monatlich von Ihrem Arbeitgeber bekommen.В

    Woher weiГџ ich, welche Lohnsteuerklasse ich habe?

    Wer seine Steuerklasse wissen will, muss aufВ seinem letzten Gehaltszettel oder im ELSTER-Online-Portal nachschauen.

    Kann es sein, dass ich zu viel Lohnsteuer zahle?

    Ja. Die meisten Berufstätigen können sich einen Teil ihrer gezahlten Lohnsteuer vom Staat zurückholen. Nämlich indem sie ihre Werbungskosten wie die Fahrten zur Arbeite, ihre Sonderausgaben wie Krankenversicherungsbeiträge und ihre außergewöhnlichen Belastungen wie bestimmte Arztkosten von der Steuer absetzen.

    Sie sind sich unsicher, wie Sie Ihre Ausgaben in der Steuererklärung eintragen müssen? Kommen Sie zu uns, wir machen Ihre Steuererklärung und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/azubis/wann-musst-du-steuern-zahlen, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/was-sind-die-wichtigsten-fakten-zur-lohnsteuer.html