Parkgebühren steuerlich absetzbar

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    Parkgebühren in der Steuererklärung absetzen

    Wer viel unterwegs ist, sammelt in aller Regel unzählige Parkbelege. Und die Parkgebühren können sich zu einer stattlichen Summe addieren. In bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit, diese Kosten in der Steuererklärung unterzubringen.

    Allerdings sind hierfür verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Wann lassen sich Parkgebühren absetzen? Welche Besonderheiten haben Steuerpflichtige im Rahmen der Steuererklärung zu beachten?

    Parkgebühren: Wie sind die Ausgaben entstanden?

    Eine der wichtigste Fragen im Zusammenhang mit dem Absetzen der Parkgebühren über die Steuererklärung betrifft die Frage, wie die Aufwendungen entstanden sind. Hat es sich um eine rein private Fahrt – etwa zum Einkaufen in die Innenstadt am Wochenende gehandelt – ist ein Abzug über die Steuererklärung nicht möglich.

    Anders sieht die Situation aus, wenn die Kosten im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit entstehen. Hier können die Parkgebühren einen Ansatz in der Steuererklärung rechtfertigen – und zwar über die Werbungskosten.

    Aber: Selbst dann gelten besondere Rahmenbedingungen. Hat man den Parkplatz beispielsweise direkt am Büro angemietet und stellt jeden Morgen den Pkw hier ab, sind die Kosten bereits abgegolten. Schließlich zieht man seinen Vorteil aus der Entfernungspauschale.

    Steuererklärung – Parkgebühr auf Dienstreisen

    Anders sieht die Situation aus, wenn Gebühren fürs Parken bei einer Auswärtstätigkeit entstehen. Wer im Rahmen einer Dienstreise Parkgebühren auslegt, kann diese sehr wohl über die Steuererklärung geltend machen. Hierbei handelt es sich schließlich um Reisenebenkosten.

    Eines sollte man aber immer im Auge behalten: Sobald der Arbeitgeber Reisenebenkosten übernimmt, schrumpft die Möglichkeit, diese über die Steuer abzusetzen. Letztlich kann nur noch die Summe zum Ansatz gebracht werden, welche nach Abzug der steuerfreien Zuwendungen übrig bleibt.

    • Um späteren Ärger mit dem Finanzamt über die Parkgebühren zu vermeiden, ist das Führen eines Fahrtenbuchs anzuraten.

    Sofern der Unternehmer selbst auf einer Dienstreise mit dem Auto unterwegs ist und beim Kunden einen kostenpflichtigen Parkplatz in Anspruch nimmt, handelt es sich natürlich nicht mehr um einen Abzug in Zusammenhang mit Werbungskosten. Der Unternehmer lässt die Parkgebühren den Betriebsausgaben zufallen und kann damit den steuerpflichtigen Gewinn mindern.

    Aber auch hier gilt: Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind ein Fall für die Entfernungspauschale.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Krankheitskosten in der Steuererklärung angeben

    • Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ausgaben für Brillen, Zahnersatz, Physiotherapie oder Akupunktur sind typische Krankheitskosten, die Sie als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen können.
    • Allerdings müssen Sie dafür Ihre individuelle Belastungsgrenze (zumutbare Belastung) überschritten haben. Diese hängt von der Höhe Ihrer Einkünfte, Ihrem Familienstand und der Zahl Ihrer Kinder ab.
    • Nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs ist die zumutbare Belastung für jeden Steuerpflichtigen gestaffelt nach Einkommensstufen zu ermitteln (Az. VI R 75/14). Folglich sind höhere Beträge abzugsfähig.
    • Prophylaxe lohnt sich für die Steuer nicht: Kosten für vorbeugende Maßnahmen erkennt der Fiskus nicht an.

    So gehen Sie vor

    • Erst das Attest, dann die Behandlung – diese Reihenfolge erhöht Ihre Chancen, dass das Finanzamt Ihre Ausgaben anerkennt.
    • Auch selbst getragene Rezeptkosten, Zuzahlungen zu Heilmitteln sowie Fahrtkosten zu Ärzten und Kliniken sind absetzbar.
    • Die Krankheits-, Kur- und Pflegkosten geben Sie im Hauptvordruck Ihrer Steuererklärung an (Erklärung 2016: in Zeile 67).
    • Falls Sie die Kosten nicht bei Ihrer privaten Krankenkasse (PKV) geltend gemacht haben, um eine Beitragsrückerstattung zu bekommen, bringt dies steuerlich nichts.

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    Haben Sie in einem Jahr sehr hohe Ausgaben wegen Gesundheitsproblemen, dann stehen die Chancen gut, dass Sie im Gegenzug weniger Steuern zahlen müssen. Allerdings müssen Sie dafür eine magische Schwelle überschreiten, die sogenannte zumutbare Eigenbelastung.

    Die zumutbare Belastung ist eine sowohl vom Gesamtbetrag der Einkünfte und der Anzahl unterhaltsberechtigter Kinder abhängige Rechengröße. Erst wenn diese überschritten wird, mindert der darüber hinausgehende Betrag als außergewöhnliche Belastung die Steuer. Das heißt: Menschen mit hohem Einkommen und ohne Kinder müssen mehr Geld für medizinische Leistungen ausgeben als Durchschnittsverdiener, um ihre Steuerlast zu verkleinern.

    Wie die zumutbare Eigenbelastung zu ermitteln ist

    Es gibt drei Einkunftsstufen, in denen je nach Familienstand unterschiedlich hohe Prozentanteile der Einkünfte (1 bis 7 Prozent) als zumutbare Belastung aufgewendet werden müssen (§ 33 EStG). So sieht die Abstufung aus:

    • bis 15.340 Euro,
    • mehr als 15.340 Euro bis 51.130 Euro sowie
    • mehr als 51.130 Euro.

    Bis Anfang 2017 herrschte bei den Finanzbehörden und vielen Juristen die Auffassung, dass für die gesamten Einkünfte (Gehalt, aber auch Miet- oder Zinseinnahmen) jeweils der höhere Prozentsatz als zumutbare Belastung gilt, auch wenn die Schwelle zur nächsten Stufe nur um wenige Euro überschritten ist. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied anders: Gerade in Grenzbereichen der Einkunftsstufen könne dieses starre Festhalten zu einer ungerechtfertigten Besteuerung führen (Urteil vom 19. Januar 2017, Az. VI R 75/14).

    Ein Beispiel: Sie haben zwei unterhaltsberechtigte Kinder und gemeinsam mit Ihrem Partner Einkünfte von insgesamt 58.550 Euro. Bisher wurden gemäß Paragraf 33 EStG 4 Prozent davon als zumutbare Belastung angesehen, also 2.342 Euro. Erst wenn Sie diesen Betrag überschritten hatten, wirkte sich der darüber hinausgehende Betrag als außergewöhnliche Belastung aus.

    Jede der drei Einkunftsstufen müsse aber für sich betrachtet werden, um eine gerechte Besteuerung herbeizuführen, urteilten die obersten Finanzrichter. Das bedeutet in unserem Beispiel:

    Gegenüber der alten Regelung ergibt sich eine um 664,70 Euro geringere zumutbare Belastung beziehungsweise 665 Euro mehr, die Sie als außergewöhnliche Belastung absetzen können.

    Der BFH bestätigt in dieser Entscheidung zudem, dass generell die außergewöhnlichen Belastungen im Krankheitsfall um die zumutbare Belastung reduziert werden dürfen. Einen Verfassungsverstoß konnten die Richter nicht erkennen, dass der Gesetzgeber an den Gesamtbetrag der Einkünfte anknüpft. Das Bundesverfassungsgericht hat zuletzt am 23. November 2016 eine dementsprechende Verfassungsbeschwerde erst gar nicht angenommen (Az. 2 BvR 180/16). Bislang wurden Steuererklärungen in diesem Punkt nur vorläufig festgesetzt.

    Tipp: Geben Sie in Ihrer Steuererklärung alle Krankheitsausgaben an, die Sie selbst bezahlt haben. Wer allerdings eine Diät macht, um Gelenkprobleme im späteren Alter zu verhindern, spart damit keine Steuern. Dasselbe gilt für die Ausgaben für Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel und selbst getragenen Kosten einer Zahnreinigung. Die Kosten für vorbeugende, der Gesundheit ganz allgemein dienenden Maßnahmen, sind nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar (§ 33 EStG).

    Die BFH-Richter entschieden in dem Urteil vom 19. Januar 2017 außerdem, dass der Gesamtbetrag der Einkünfte als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der zumutbaren Belastung nicht um Beiträge an eine berufsständische Versorgungseinrichtung zu kürzen ist. Geklagt hatte ein angestellter Steuerberater, der in das Versorgungswerk der Steuerberater einzahlte.

    Quittungen sammeln

    Sammeln Sie über das Jahr sämtliche Quittungen von Apotheken, Optikern oder anderen Gesundheitsdienstleistern. Notieren Sie sich zudem alle Fahrten, die Sie aus entsprechenden medizinischen Gründen unternommen haben. Auch diese können Sie steuerlich absetzen. Übrigens: Viele Apotheken bieten inzwischen auch an, für ihre Kunden ein Konto zu führen und ihnen eine Jahresabrechnung zu erstellen.

    Diese Kosten sind absetzbar

    Grundsätzlich gilt: Krankheitskosten werden zum Zweck der Heilung oder Linderung einer Krankheit aufgewendet. Alles, was darunter fällt, können Sie in Zeile 67 des Mantelbogens in der Einkommensteuererklärung 2016 als außergewöhnliche Belastung ansetzen.

    Arztkosten – Dazu zählen auch Aufwendungen die beim Zahnarzt, Heilpraktiker, Logopäden, Psycho- oder Physiotherapeuten entstanden sind. Voraussetzung: Ihr Behandler hat eine Zulassung.

    Rezeptpflichtige Medikamente – Damit Sie Krankheitskosten absetzen können, benötigen Sie vom Arzt ein Rezept. Wer sich in der Apotheke auf eigene Rechnung das ärztlich verordnete Potenzmittel Viagra kauft, sollte die Rechnungen übers Jahr sammeln und kann die Kosten in seiner Steuererklärung bei den außergewöhnlichen Belastungen eintragen. Die Antibabypille ist normalerweise nicht absetzbar, weil sie als Form der Schwangerschaftsverhütung typische Kosten der Lebensführung verursacht. Im Einzelfall kann die Pille jedoch aus medizinischer Sicht geboten sein, zum Beispiel bei Zyklusstörungen, hormonell bedingter Akne oder Erbkrankheiten wie Schizophrenie. Eine ärztliche Verordnung in solchen Fällen kann Geld sparen, weil es sich dann um selbst getragene abzugsfähige Krankheitskosten handelt.

    Nicht rezeptpflichtige Arzneimittel – Diese sind genauso abzugsfähig wie Naturheilmittel, für die die Krankenkasse keine Kosten übernimmt. Voraussetzung: Der Arzt verordnet sie. Bei einer andauernden Erkrankung mit anhaltendem Verbrauch bestimmter Arznei-, Heil- und Hilfsmittel reicht die einmalige Vorlage einer Verordnung.

    Rezeptgebühren – Sie sind in vollem Umfang als Krankheitskosten abzugsfähig. Sie müssen sich dann allerdings für sämtliche Rezeptgebühren eine Quittung ausstellen lassen.

    Hilfsmittel – Dazu zählen Brillen, Zahnersatz, Hörgeräte, Rollstühle und andere „Hilfsmittel im engeren Sinn“, wie es im Steuerjargon heißt. Bei Spezialbetten, Massagegeräten und anderen „Hilfsmittel im weiteren Sinn“ müssen Sie die medizinische Notwendigkeit durch ein Attest eines Amtsarztes oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nachweisen.

    Fahrten – Sie können die Fahrkosten zu einer Behandlung absetzen. Unter bestimmten Umständen gilt das auch, wenn Sie zu einem kranken Verwandten fahren, um ihn zu besuchen.

    Alternative Behandlungsmethoden – Akupunktur oder eine Sauerstofftherapie muss das Finanzamt nach der Rechtsprechung anerkennen und darf keine zu strengen Voraussetzungen an den Abzug der einzelnen Kosten stellen.

    Nicht ersetzte Kosten im Ausland – Wenn Sie während einer privaten oder geschäftlichen Auslandsreise krank geworden sind, sollten Sie diese Kosten auch in der Steuererklärung angeben. Dazu reicht Ihre Kreditkartenabrechnung. Besser ist aber eine Rechnung des Arztes oder Krankenhauses. Haben Sie in einer anderen Währung als Euro gezahlt, erfolgt die Umrechnung zum jeweiligen Tageskurs, mit dem die Ausgaben bei Ihnen abgerechnet wurden.

    Impfungen – Sie können Impfungen vor Auslandsreisen absetzen, sofern diese ärztlich verordnet wurden.

    Massagen, Heißpackungen, Bäder und Einläufe – Mit einem amtsärztlichen Attest müssen Sie die medizinische Notwendigkeit dieser Behandlungen nachweisen. Das Attest muss vor dem Behandlungsbeginn ausgestellt worden sein.

    Pflegekosten für einen Verwandten im Altenheim – Voraussetzung für die Absetzbarkeit ist, dass Ihr Verwandter krankheitsbedingt ins Altenheim musste.

    Trinkgelder an Pflegepersonal – Diese sind im angemessenen Rahmen als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig. Bezeichnen Sie die einzelnen Empfänger und die Höhe des Trinkgelds genau und lassen Sie sich den Empfang quittieren.

    Bade- und Heilkuren – Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass sich mit der Kur eine drohende Krankheit abwenden lässt. Bei Klimakuren müssen der medizinisch angezeigte Kurort und die voraussichtliche Dauer bescheinigt werden.

    Begleitperson – Sie können die Kosten für eine Begleitperson eines hilflosen Angehörigen absetzen.

    Fitnessstudio – Beginnen Sie beispielsweise nach einem Bandscheibenvorfall mit Rückentraining, können Sie unter Umständen den dafür fälligen Mitgliedsbeitrag für das Fitnessstudio absetzen. Wichtig ist, dass dieses Training speziell der Linderung einer Erkrankung dient und von einem Arzt oder Heilpraktiker geleitet wird. Lassen Sie sich daher das Training von Ihrem Hausarzt attestieren. Vereinbaren Sie dann einen Termin mit dem Amtsarzt im Gesundheitsamt. Von diesem benötigen Sie eine amtsärztliche Bescheinigung, die Sie dem Finanzamt als Nachweis vorlegen können.

    Was bei kranken Kindern gilt

    Wenn Ihr Kind krank ist und das bei Ihnen ungewöhnlich hohe Kosten verursacht, können Sie sich einiges davon vom Fiskus zurückholen. So erkennt das Finanzamt die Aufwendungen für die Begleitung eines kranken Kinds an, wenn Sie die medizinische Notwendigkeit nachweisen können. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich Ihr Kind beide Beine gebrochen hat und deswegen vorübergehend im Rollstuhl sitzt. Das Finanzamt muss sogar die Kosten für Zwischenheimfahrten der Begleitperson anerkennen, wenn es dieser Person unzumutbar ist, die Behandlung abzuwarten.

    Zusätzlich zu den Steuervorteilen für Kinder in Ausbildung können Eltern Schulaufwendungen als außergewöhnliche Belastung geltend machen, wenn es sich um unmittelbare Krankheitskosten handelt. So lassen sich beispielsweise die Ausgaben für ein Internat absetzen, wenn das Kind dort wegen einer Legasthenie behandelt wird. Dies gilt zumindest für den Krankheitskostenanteil. Gleiches gilt für die Kosten einer logopädischen Therapie.

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    Besuchsfahrten

    Sie können Besuchsfahrten in eine Klinik absetzen, solange der Kranke ein Familienmitglied ist. Dabei ist es wichtig, dass der Besuch für die körperliche oder geistige Genesung des Patienten notwendig ist. Auch dafür sollten Sie sich die medizinische Notwendigkeit vom behandelnden Arzt bescheinigen lassen.

    Absetzbar sind die tatsächlichen Fahrtkosten beziehungsweise bei Fahrten mit dem privaten Fahrzeug pro Kilometer pauschal 0,30 Euro. Bei sehr schweren Erkrankungen oder bei großen Entfernungen zum Heimatort sind auch Übernachtungskosten absetzbar. So erkennt das Finanzamt beispielsweise die Rechnung einer Pension an, wenn ein Kind in einer Spezialklinik operiert wird, die 250 Kilometer entfernt liegt.

    Fahrtkosten absetzen

    Die Kosten für Fahrten zum Arzt, zur Therapie oder zu sonstigen Behandlungen erkennt das Finanzamt an. Ansetzen können Sie entweder die tatsächlichen Aufwendungen – auch für ein Taxi – oder pauschal 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer. Benutzen Sie allerdings Ihren eigenen Wagen, sind die abzugsfähigen Fahrtkosten begrenzt: Sie sind nur in der Höhe absetzbar, die den Kosten für die Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel entspricht. Eine Ausnahme gilt nur, wenn es keine zumutbare öffentliche Verkehrsverbindung gibt.

    Erfolgreiches Streiten

    Natürlich gibt es auch bei Krankheitskosten Streitfälle. Es lohnt sich daher immer, zunächst einmal alle Krankheitskosten, die im Laufe des Jahres angefallen sind, in der Einkommenssteuererklärung geltend zu machen. Das zeigt der Fall einer nicht verheirateten Frau, die außergewöhnliche Belastung durch die Kosten einer künstlichen Befruchtung geltend gemacht hat und damit erfolgreich war. Der Bundesfinanzhof stimmte letztlich ihrer Argumentation zu (Urteil vom 10. Mai 2007, Az. III R 47/05).

    Was die Kasse übernommen hätte, ist nicht absetzbar

    Wenn Sie es versäumt haben, bei Ihrer Krankenversicherung die Erstattung zu beantragen, dann müssen Sie die Kosten komplett aus eigener Tasche zahlen. Krankheitskosten können Sie als außergewöhnliche Belastungen nur dann geltend machen, wenn diesen auch entsprechende Aufwendungen gegenüberstehen. Deshalb können Sie nichts absetzen, was Ihre Kasse übernommen hätte, wenn Sie es eingefordert hätten. So heißt es in einem Beschluss des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz: „Krankheitskosten sind bei der Einkommensteuer nicht abzugsfähig, wenn sie zur Wahrung eines Beitragsrückerstattungsanspruchs nicht bei der Krankenversicherung geltend gemacht worden sind“ (31. Januar 2012, Az. 2 V 1883/11).

    Weitere Tipps im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

    Annika Krempel

    Expertin für Versicherungen

    Leistungen meist gleich

    • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
    • Achten Sie auf Zusatzleistungen und Erstattungen.
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    • HEK
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    An das Attest denken

    Die medizinische Notwendigkeit Ihrer Aufwendungen für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel müssen Sie durch Attest nachweisen. Das gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Bei Kosten für Homöopathie, Bewegungstherapien oder für Pflanzenheilkunde reicht die Vorlage einer Bescheinigung des Arztes oder Heilpraktikers, der diese Behandlungen verordnet hat (BFH, Urteil vom 26. Februar 2014, Az. VI R 27/13).

    Bei einigen Heilmaßnahmen oder dem Kauf eines medizinischen Hilfsmittels reicht ein Attest des behandelnden Arztes allerdings nicht aus. Sie brauchen schon vorher ein amtsärztliches Gutachten oder eine ärztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (§ 64 EStDV). Das gilt unter anderem für Bade- und Heilkuren, psychotherapeutischen Behandlungen oder wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden wie Frischzellentherapie.

    Parkgebühren steuerlich absetzbar

    13 Jun Absetzbarkeit von Parkgebühren, Unfallkosten und Fahrtkosten

    Von Andreas Belz – Steuerberater, Wirtschaftsprüfer – veröffentlicht in der Mitarbeiterzeitung des Prosper-Hospitals

    Für die Fahrt von der privaten Wohnung zur Arbeitsstätte bzw. für Dienstreisen fallen oft hohe Fahrtkosten für zum Beispiel Benzin und Parkgebühren an. Hier stellt sich regelmäßig die Frage, wie diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden können. Für Fahrten zwischen der privaten Wohnung und der Arbeitsstätte kann nur die gesetzliche Entfernungspauschale von 0,30 € für jeden Entfernungskilometer (einfache Entfernung) steuerlich geltend gemacht werden. Ein steuerlicher Abzug darüber hinaus in Höhe der höheren tatsächlichen laufenden Kosten ist nicht möglich.

    Nicht davon betroffen sind ausnahmsweise Unfallkosten, diese können neben der Entfernungspauschale steuerlich angesetzt werden, da durch die Entfernungspauschale nur die üblichen Kosten abgegolten werden, nicht dagegen die außergewöhnlichen. Unfallkosten werden allerdings nur dann steuerlich berücksichtigt, wenn sich der Unfall auf einer beruflichen Fahrt ereignet hat. Dazu gehören auch Umwege zum Betanken des Fahrzeugs oder zum Abholen der Mitglieder einer Fahrgemeinschaft. Unerheblich ist grundsätzlich, ob der Arbeitnehmer den Unfall schuldhaft herbeigeführt hat. Die Kosten sind nur dann nicht abziehbar, wenn der Arbeitnehmer unter Alkoholeinfluss stand und dieser Umstand für den Unfall maßgeblich war. Erstattungen durch eine Versicherung sind selbstverständlich gegenzurechnen.

    Zu den Unfallkosten gehören alle Reparaturrechnungen der Autowerkstatt, daneben eventuelle Krankheitskosten sowie Aufwendungen wegen der Beschädigung privater Kleidung oder eventuell anderer privater Gegenstände, die im PKW mitgeführt wurden. Wird der PKW nicht repariert, ist der Wertverlust als Werbungskosten anzusetzen. Zu beachten ist ferner, dass die Entfernungspauschale nur für Fahrten zwischen der privaten Wohnung und der betrieblichen Arbeitsstätte gilt. Als Arbeitsstätte gilt nach den steuerlichen Vorschriften jeder feste Betriebssitz des Arbeitgebers. Fährt ein Arbeitnehmer beispielsweise von zu Hause aus direkt zu einem Patienten und dann erst zur Firma, liegt keine Arbeitsstätte des Arbeitgebers vor. Die Kosten können somit nach den Dienstreisegrundsätzen steuerlich geltend gemacht werden, Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte liegen in diesem Fall nicht vor.

    Dienstfahrten können mit 0,30 € pro gefahrenen Kilometer (tatsächlich zurückgelegte Kilometer) oder mit den tatsächlich angefallenen Kosten angesetzt werden. In den tatsächlich angefallenen Kosten werden sämtliche KfzKosten wie zum Beispiel Versicherung, Steuern, Benzin, Parkgebühren mit einbezogen. Aus den Jahresgesamtkosten ist ein Verhältnis zwischen den Jahresgesamtkilometern und den Kilometern für die Dienstreisen zu bilden. Die betrieblichen Fahrten sind durch geeignete Aufzeichnungen (Datum, Anlass der Fahrt, Ziel, gefahrene Kilometer) glaubhaft zu machen. Darüber hinaus kann für eine Abwesenheit von mehr als 8 Stunden zwischen der privaten Wohnung oder der regelmäßigen Arbeitsstätte und der Auswärtstätigkeit pauschal ein Verpflegungsmehraufwand in Höhe von 6 € geltend gemacht werden (ab 14 Stunden = 12 €, 24 Stunden = 24 €). Nach einem viel beachteten Urteil des Finanzgerichts Köln führt die unentgeltliche Überlassung von Parkplätzen durch den Arbeitgeber an seinen Arbeitnehmer grundsätzlich zu steuerpflichtigem Arbeitslohn.

    Die Finanzverwaltung folgt dieser Rechtsprechung allerdings glücklicherweise derzeit nicht. Ihrer Ansicht nach sind vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellte Parkplätze generell nicht zu besteuern, da annahmegemäß das Interesse des Arbeitgebers überwiegt. Etwas anderes gilt nur, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Parkgebühren erstattet. Sofern der Arbeitnehmer allerdings die Parkkosten selber trägt, selbst wenn sie deutlich verbilligt sind, liegt kein geldwerter Vorteil vor. Die Parkplatzgestellung ist somit nach

    Leistungsspektrum
    Korte & Partner

    Mo – Do: 07.30 – 17.00 Uhr

    Freitags: 07.30 – 14.00 Uhr

    Parkmöglichkeiten finden Sie direkt vor und hinter der Kanzlei

    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/ratgeber/parkgebuehren-absetzen/, http://www.finanztip.de/krankheitskosten/, http://www.korte-partner.de/absetzbarkeit-von-parkgebuhren-unfallkosten-und-fahrtkosten/

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