Pauschalen für verpflegung

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    Berufliche Reisekosten

    Reisekosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Waren Sie aus beruflichen Gründen unterwegs, können Sie Ihre Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
    • Für Fahrtkosten mit Ihrem privaten Fahrzeug setzen Sie entweder einen Pauschalbetrag oder – nachgewiesene – höhere Kosten je gefahrenen Kilometer an.
    • Auch für Ihren Verpflegungsmehraufwand gelten Pauschalen, die je nach Dauer der Abwesenheit gestaffelt sind. Ihr Arbeitgeber kann alternativ die Verpflegungspauschalen steuerfrei erstatten.
    • Die reinen Übernachtungskosten können Sie ebenfalls steuermindernd geltend machen. Weil es dafür keine Pauschbeträge gibt, müssen Sie aber Belege sammeln.

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    Wenn Sie aus beruflichen Gründen unterwegs waren, können Sie die Kosten, die Ihnen dadurch entstanden sind, als Reisekosten bei den Werbungskosten von der Steuer absetzen. Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Typische Beispiele für beruflich veranlasste Reisen sind Seminar-, Kunden- oder Messebesuche.

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Reisekosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn sie durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit entstanden sind. Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn Sie vorübergehend außerhalb Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig geworden sind.

    Ob Ihre Auswärtstätigkeit beruflich veranlasst war, müssen Sie nachweisen. Sie sollten daher die Reisedauer und den Reiseweg genau aufzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen belegen, beispielsweise durch ein Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen oder Schriftverkehr.

    Das können Sie absetzen – und das nicht

    Fahrtkosten: Sind Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug gefahren, können Sie für Ihre Fahrten – ohne Nachweise – pauschal für jeden gefahrenen Kilometer folgende Beträge ansetzen:

    • beim Pkw 30 Cent
    • beim Motorrad oder Motorroller 13 Cent
    • beim Moped oder Mofa 8 Cent
    • beim Fahrrad 5 Cent

    Wenn Sie in Ihrem Auto einen oder mehrere Arbeitskollegen mitgenommen haben, erhöht sich der Betrag von 30 Cent um 2 Cent. Auch die in der Realität vielleicht nicht allzu verbreitete Möglichkeit, dass Sie bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit mit dem Motorrad oder dem Motorroller einen Arbeitskollegen mitnehmen, ist im Reisekostenrecht abgebildet: In diesem Fall erhöht sich der Betrag von 13 Cent auf 14 Cent.

    Dienst- und Firmenwagen

    Für Fahrstrecken, die Sie mit Ihrem Dienst- oder Firmenwagen oder im Rahmen einer steuerfreien Sammelbeförderung zurückgelegt haben, ist kein Werbungskostenabzug möglich.

    Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer überstiegen haben, können Sie auch höhere Kilometerkosten angeben, sofern Sie sie im Einzelnen durch Nachweise belegen können. Dazu müssen Sie Ihre jährlichen Gesamtkosten für Ihr Fahrzeug ermitteln und können dann den Teilbetrag ansetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht. Wenn Sie für Ihre beruflich veranlassten Reisen öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben, brauchen Sie zum Nachweis jeweils Einzelbelege für Bus-, Bahn- oder Taxifahrten.

    Verpflegungsmehraufwand: Weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Sie auf Reisen mehr Geld für Ihre Verpflegung ausgeben müssen als zu Hause, können Sie Mehraufwendungen für Essen und Trinken von der Steuer absetzen. Dafür sind pauschal feste Beträge vorgesehen, je nachdem, wie lange Sie von Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend waren. Seit 2014 gelten hierfür nur noch zwei pauschale Sätze: 24 Euro für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer mindestens 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist beziehungsweise 12 Euro für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen. Bei Dienstreisen ohne Übernachtung, die nicht länger als 24 Stunden andauert gelten 12 Euro. Diese Pauschalen darf der Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Maßgeblich ist die Abwesenheit von der ersten Tätigkeitsstätte.

    Zahlt der Arbeitgeber mehr, muss er die Beträge pauschal versteuern.

    Bis 2013 galten noch drei Pauschalsätze:

    Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand bis 2013

    Diese Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand sind verbindlich. Selbst wenn Sie also aus Nachweisgründen unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie keine höheren Kosten geltend machen. Anders ist das nur, wenn Sie auf Reisen Geschäftspartner bewirtet haben. Eine Ausnahme ist außerdem für die Bewirtung von (Team-)Kollegen möglich, sofern Ihr Gehalt variable erfolgsabhängige Bestandteile enthält.

    Wenn Sie beruflich im Ausland unterwegs waren, gelten je nach Staat unterschiedliche Pauschbeträge, die sogenannten Auslandstagegelder. Diese Beträge passt das Bundesfinanzministerium in regelmäßigen Abständen an die Preisentwicklung in den einzelnen Ländern an, für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2012 mit Schreiben vom 8. Dezember 2011 und für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2013 mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 (Az. IV C 5 – S 2353/08/10006 :003).

    Bei Übernachtung im Doppelzimmer

    setzen Sie die Kosten an, die im selben Haus entstanden wären, wenn Sie ein Einzelzimmer genommen hätten. Fragen Sie im Hotel nach, ob Sie eine Rechnung über ein Einzelzimmer bekommen können. Oder Sie errechnen die Differenz zwischen den Preisen für Einzel- und Doppelzimmer selbst und bewahren als Nachweis beispielsweise eine Preisliste des Hotels auf.

    Übernachtungskosten: Als Übernachtungskosten gelten die tatsächlichen Kosten, die Ihnen für die persönliche Inanspruchnahme einer Unterkunft entstanden sind. Anders als bei den Verpflegungsmehraufwendungen verlangt das Finanzamt bei den Übernachtungskosten Einzelnachweise. Falls Sie nicht allein gereist sind, lässt sich der Fiskus leider nicht an den Mehrkosten beteiligen, die aufgrund der Mitnutzung etwa eines Hotelzimmers durch eine Begleitperson entstehen. Sofern die an Sie adressierte Hotelrechnung auch den Preis für das Frühstück, Mittag- oder Abendessen enthält, kürzt das Finanzamt den abziehbaren Betrag von sich aus prozentual.

    Soweit höhere Übernachtungskosten angefallen sind, weil Sie eine Unterkunft gemeinsam mit Personen genutzt haben, die in keinem Dienstverhältnis zu Ihrem Arbeitgeber stehen, können Sie nur diejenigen Aufwendungen ansetzen, die angefallen wären, wenn Sie die Unterkunft allein genutzt hätten. Nicht abziehbar sind somit Mehrkosten, die aufgrund der Mitnutzung der Übernachtungsmöglichkeit durch eine Begleitperson entstehen, insbesondere wenn die Begleitung privat und nicht beruflich veranlasst ist. Bei Mitnutzung eines Mehrbettzimmers (z. B. Doppelzimmer) können die Aufwendungen angesetzt werden, die bei Inanspruchnahme eines Einzelzimmers im selben Haus entstanden wären.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu den Reisekosten machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N zur Einkommensteuererklärung 2015 ab Zeile 49. Die Aufwendungen senken Ihr zu versteuerndes Einkommen und sorgen so dafür, dass Ihre Steuerlast geringer ausfällt.

    Auch wenn Sie Übernachtungskosten für den Werbungskostenabzug grundsätzlich einzeln nachweisen müssen, kann es passieren, dass Sie keine Übernachtungsbelege (mehr) haben. In diesem Ausnahmefall dürfen Sie Ihre Kosten schätzen, wenn sie Ihnen zweifelsfrei entstanden sind.

    Reisenebenkosten: Sie sollten zusätzlich die Kosten ansetzen, die Ihnen für die Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck, Telefonate und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Geschäftspartner, für Straßenbenutzung und Parkplatz sowie eventuelle Schadensersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen entstanden sind. Wenn Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen haben, gehören auch diese Kosten zu den Reisenebenkosten, ebenso Wertverluste infolge eines Diebstahls Ihres persönlichen – notwendigen – Reisegepäcks. Geld und Schmuck bleiben dabei außen vor.

    Als Privatvergnügen gelten dagegen Ihre Aufwendungen für private Telefonate, Massagen, Minibar oder Pay-TV – an diesen Kosten lässt sich der Fiskus nicht beteiligen. Das Gleiche gilt für Kosten, die Ihnen für die Anschaffung von Bekleidung, Koffern und anderen Reiseausrüstungen entstanden sind.

    Sonderfall Leiharbeitnehmer

    Ein vom Lohnsteuerhilfeverein „Steuerring“ erstrittenes Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 30. November 2016 (Az. 9 K 130/16; Revision beim Bundesfinanzhof unter Az. VI R 6/17) eröffnet weitere Steuersparmöglichkeiten für Leiharbeiter: Nicht nur die Entfernungspauschale, sondern die Fahrtkosten für jeden gefahrenen Kilometer zum Arbeitsort dürfen Leiharbeitnehmer abrechnen. Es zählt also nicht nur die einfache Wegstrecke, sondern jeder gefahrene Kilometer auf Hin- und Rückfahrt wie bei einer Dienstreise. Dies trifft dann zu, wenn der Arbeitsvertrag vorsieht, dass der Leiharbeitnehmer kurzfristig woanders eingesetzt werden kann, also nicht dauerhaft einem sogenannten Entleiher zugeordnet ist. Im konkreten Fall arbeitete der Leiharbeitnehmer ganzjährig im selben Betrieb, doch im Vertrag stand, dass er „bis auf Weiteres“, also eben nicht dauerhaft, in einer betrieblichen Einrichtung des Entleihers tätig werden soll. Der Betrieb des Entleihers stellt in solchen Fällen keine erste Tätigkeitsstätte dar.

    Ab 1. April 2017 haben Leiharbeitnehmer noch bessere Argumente, weil dann das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz den Einsatz beim selben Entleiher auf höchstens 18 Monate begrenzen wird. Für alle Angestellten, bei denen das Arbeitsverhältnis danach weitergeht, sind von Beginn an Reisekosten zu berücksichtigen. Leiharbeitnehmer sollten deshalb ihre Fahrtkosten aufzeichnen. Autofahrer können 30 Cent je gefahrenen Kilometer absetzen, Bus- und Bahnkunden hingegen die Kosten für ihre gekauften Fahrscheine. Zusätzlich können Leiharbeitnehmer für die ersten drei Monate eines neuen Einsatzes Mehraufwendungen für die Verpflegung geltend machen.

    So können Sie Steuern sparen

    Jobwechsel in Planung: Auch Reisen zu Vorstellungsgesprächen zählen zu den beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten. Sie können Ihre Kosten, die Ihnen durch die Reise zu einem Bewerbungsgespräch entstanden sind, daher als Werbungskosten ansetzen.

    Berufliches und Privates gemischt: Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit in einem mehr als geringfügigen Umfang auch private Angelegenheiten erledigt haben, muss das nicht heißen, dass Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Allerdings müssen Sie die beruflich veranlassten von den privat veranlassten Aufwendungen trennen (können). Ist das nicht – auch nicht durch Schätzung – möglich, gehören Ihre gesamten Aufwendungen zu den nicht abziehbaren Aufwendungen für die Lebensführung. Als Aufteilungsmaßstab kommen in der Praxis meist die zeitlichen Anteile in Frage, die auf den beruflich und privat veranlassten Teil der Reise entfallen.

    Beispielrechnung für gemischte Aufwendungen

    Sie haben einen Fachkongress in London besucht und sind Samstagfrüh angereist. Die Veranstaltung fand ganztägig von Dienstag bis Donnerstag statt. Am Sonntagabend sind Sie nach Hause zurückgereist.

    In diesem Fall können Sie die Kosten für zwei Übernachtungen (von Dienstag bis Donnerstag) und die Kongressgebühren vollständig als Werbungskosten abziehen. Die Flugkosten sind gemischt veranlasst und entsprechend den Veranlassungsbeiträgen aufzuteilen. Sachgerechter Aufteilungsmaßstab ist das Verhältnis der beruflichen und privaten Zeitanteile der Reise (beruflich veranlasst sind drei Neuntel). Ihre Verpflegungskosten können Sie nur in Höhe der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für die beruflich veranlassten drei Tage als Werbungskosten abziehen.

    Nur eine regelmäßige Arbeitsstätte: Der Bundesfinanzhof hat 2011 entschieden, dass Arbeitnehmer nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben können. Der Fiskus folgt dieser Rechtsprechung (vgl. Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 15. Dezember 2011, Az. IV C 5 – S 2353/11/10010). Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie die Kosten, die Ihnen für Ihre Fahrten zu anderen Tätigkeitsstätten entstehen, als Reisekosten ansetzen können.

    Zahlung durch den Arbeitgeber

    Als Werbungskosten sind Ihre Reisekosten nur dann abziehbar, wenn Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht ersetzt hat. Meistens oft zahlt dieser steuer- und sozialversicherungsfrei den Verpflegungsmehraufwand in Höhe der Pauschalen.

    Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn Sie dienstrechtlich oder arbeitsvertraglich einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers dauerhaft zugeordnet sind oder in einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers

    • arbeitstäglich,
    • je Arbeitswoche einen vollen Arbeitstag oder
    • mindestens 20 Prozent Ihrer vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit

    tätig werden sollen.

    Ein Arbeitnehmer ist grundsätzlich auswärts tätig, wenn er außerhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Betriebsstätte tätig wird. Das ist vor allem bei Leiharbeitnehmern der Fall (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15. Mai 2013, Az. VI R 18/12). Beispiele für Tätigkeitsstätten außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte sind auch verschiedene Filialen desselben Arbeitgebers.

    Reisekosten in der Steuererklärung

    Wie Sie Ihre Reisekosten in der Steuererklärung absetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Ihre Reisekosten richtig ab.

    Wenn Sie sich über Einzelheiten informieren möchten, können Sie einen Blick in das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Oktober 2014 (IV C 5 -S 2353/14/10002) werfen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 -S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen.

    Beide Dokumente enthalten zum besseren Verständnis zahlreiche Beispiele.

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    Doppelte Haushaltsführung seit 2014: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung für das Jahr 2014 weiterhin die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Während die Wohnungsgröße von höchstens 60 Quadratmetern anders als bis einschließlich 2013 keine Rolle mehr spielt, werden ab 2014 allerdings nur noch Kosten bis zu 1.000 Euro berücksichtigt. Außerdem wird künftig eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung am Lebensmittelpunkt verlangt. Wenn Ihre Barleistungen mehr als zehn Prozent der monatlich regelmäßig anfallenden laufenden Kosten der Lebensführung betragen – zum Beispiel Miete, Mietnebenkosten, Kosten für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs –, geht der Fiskus von einer finanziellen Beteiligung aus.Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Kosten der doppelten Haushaltsführung ab.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Die Verpflegungspauschale steuerlich geltend gemacht

    Verpflegungspauschale – die wichtigsten Fakten

    • Die Verpflegungspauschale gilt für alle, die innerhalb Deutschlands beruflich viel reisen.
    • Dadurch entstehen höhere Verpflegungskosten, die durch die Pauschale aufgefangen werden sollen.
    • Die Höhe der Pauschale hängt von der Reisedauer ab.
    • In der Steuererklärung gibt man die Verpflegungspauschale über die Werbungskosten an.
    • Für die Verpflegungspauschale besteht eine Nachweispflicht, deswegen – Belege aufbewahren!

    In der Steuererklärung findet man die Möglichkeit, eine Verpflegungspauschale einzutragen. Die meisten Menschen begegnen dieser Option zumeist mit zwei Fragen: Was sind Verpflegungspauschalen? Kann ich auch eine Verpflegungspauschale eintragen?

    Was ist eine Verpflegungspauschale?

    Die eingangs genannten Fragen entstehen vor allem dadurch, dass der Begriff nicht optimal gewählt ist: Geeigneter ist der Ausdruck Verpflegungsmehraufwand.

    Verpflegungspauschalen kommen dann zum Einsatz, wenn ein Arbeitnehmer aus dienstlichen Gründen im Inland auf Reisen unterwegs ist und sich deshalb nicht so günstig wie am Wohnort ernähren kann.

    Deshalb eignet sich der Begriff Verpflegungsmehraufwand auch besser, denn es entstehen höhere Kosten, die von Berufs wegen nicht zu vermeiden sind.

    Häufig gestellte Fragen zur Verpflegungspauschale

    Wie hoch ist die Verpflegungspauschale?

    Der Gesetzgeber hat zeitabhängige Verpflegungspauschalen eingeführt. Dies bedeutet, die Höhe der Summe richtet sich danach, wie lange man vom Wohnort entfernt ist.

    Pauschale bis 12/2016

    Pauschale ab 01/2017

    Wer beispielsweise drei Tage vom Wohnort entfernt ist, darf folglich drei Mal 24 Euro steuerlich geltend machen. Ebenfalls gilt die Pauschale von 20€ für eine Übernachtung.

    Wie setzt man die Verpflegungspauschale von der Steuer ab?

    Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Verpflegungspauschalen von der Steuer abgesetzt werden können: Entweder trägt der Arbeitnehmer diese als Werbungskosten in seine Steuererklärung ein.

    Oder sie werden vom Arbeitgeber mit dem Gehalt überwiesen und unterliegen in diesem Fall nicht der Lohnsteuer.

    • Zu beachten ist dabei, dass eine Nachweispflicht besteht, die beispielsweise über die Hotelrechnung angetreten werden kann.

    Zusätzlich wichtig ist, dass der Arbeitgeber natürlich auch mehr als den Verpflegungsmehraufwand erstatten kann.

    Steuerfrei ist jedoch nur der entsprechende Pauschalbetrag für die Verpflegung. Höhere Beträge werden mit 25 Prozent besteuert.

    Gibt es eine Verpflegungspauschale für Auslandsreisen?

    • Es gibt keine einheitlichen Verpflegungspauschalen für Dienstreisen ins Ausland.

    Der Verpflegungsmehraufwand, der während einer Reise nach Albanien entsteht, ist beispielsweise sehr viel niedriger als der, mit dem man während eines Aufenthalts in der Schweiz rechnen muss.

    Aus Gerechtigkeitsgründen veröffentlicht das Bundesfinanzministerium immer wieder wechselnde Verpflegungspauschalen für die einzelnen Länder.

    Um eine entsprechende Pauschale für die Verpflegung zu ermitteln, die man in seiner Steuererklärung eintragen kann, empfiehlt sich die Benutzung eines entsprechenden Kostenrechners.

    Natürlich besteht auch bei Dienstreisen ins Ausland eine Nachweispflicht.

    Das sind die wichtigsten Pauschal- und Freibeträge im Überblick

    Kannst du dich noch an die gute alte Schulzeit erinnern? War es nicht nahezu idyllisch, über Schillers "Lied von der Glocke" fachsimpeln zu können, ohne dem Ernst des Lebens ausgesetzt zu sein? Oder wer erinnert sich nicht an Goethes "Faust", woraus wohl jeder noch ein paar Verse rezitieren kann?

    Die Blase der schönen Erinnerungen platzt plötzlich, sobald Begriffe wie "Steuererklärung", "Freibeträge" und "Pauschalbeträge" auf sie einprallen. Warum kann ich Aufsätze über Gedanken-Wirrwirr berühmter Dichter verfassen, aber keine Steuererklärung abgeben, ohne daran zu verzweifeln?

    Wir geben euch diesen Tipp: Ruhe bewahren! Mit unserer Übersicht über alle relevanten Frei- und Pauschalbeträge kann nichts mehr schief gehen.

    Freibeträge vs. Pauschalbeträge

    Vorab ein kleiner Exkurs: Freibeträge und Pauschalbeträge reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen. Einige dieser Beträge werden dir automatisch gestattet, andere wiederum müssen von dir extra beantragt werden.

    Zu den wichtigsten Pauschalbeträgen gehören Werbungskosten sowie Entfernungspauschalen. Eltern profitieren in erster Linie von Freibeträgen, die ihnen für die Kinder gewährt werden. Doch es gibt noch weitaus mehr.

    Mag ja alles sein und klingt so weit ganz logisch, doch was genau verbirgt sich denn nun hinter den Begriffen?

    Freibeträge markieren eine Grenze, bis zu der das Einkommen steuerfrei bleibt. Einkünfte, die über diesem Wert liegen, müssen versteuert werden.

    Pauschalbeträge werden in der Regel vom zuständigen Finanzamt ohne Nachweise anerkannt. Mit diesen Beträgen wird ein bestimmter Teil des Einkommens steuerfrei gestellt. Wer mehr Ausgaben hatte, als der Pauschalbetrag abdeckt, kann diese Kosten zusätzlich steuerlich geltend machen. Sind die Ausgaben jedoch geringer, dann wird jedem Bürger automatisch der jeweilige Pauschalbetrag gewährt.

    Grundfreibetrag

    Vom Grundfreibetrag sollte jeder etwas gehört haben, der Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit erzielt hat. Seit 2017 beträgt der Freibetrag 8.820€ pro Jahr. Bis zu diesem Wert musst du dein Einkommen nicht versteuern. Der Grundfreibetrag für Verheiratete liegt derzeit bei 17.640€.

    Mit dem Grundfreibetrag soll das Existenzminimum für jeden sicher gestellt werden. Die Höhe des Freibetrags wird jährlich vom Sozialhilferecht bestimmt. Um diesen Freibetrag beanspruchen zu können, musst du nichts weiter unternehmen, da dieser Vorgang automatisch abläuft.

    Arbeitnehmerpauschalbetrag

    Vielleicht hast du schon mal was vom Arbeitnehmerpauschalbetrag gehört. Dabei handelt es sich um die Werbungskostenpauschale. Vater Staat zieht von deinem Einkommen automatisch einen Betrag in Höhe von 1.000€ als Werbungskostenpauschalbetrag ab. Das hat zur Folge, dass bestimmte Kosten ohne Nachweise berücksichtigt werden. Solltest du höhere Ausgaben haben, dann werden diese in der "Anlage N" festgehalten.

    Entfernungspauschale

    Die berühmt-berüchtige Entfernungspauschale. Wer sich auch nur ein bisschen auskennt, kann dazu fast einen Vortrag aus dem Stegreif halten. Sie ist Bestandteil der Werbungskosten. Fahrten zur Arbeit oder zur Bildungseinrichtung können mit der Entfernungspauschale steuerlich geltend gemacht werden. 30 Cent pro gefahrenem Kilometer (einfache Strecke, nicht Hin- und Rückweg) werden berücksichtigt. Zudem gibt es noch Pauschalen für Dienstreisen. Hierbei wird nicht nur die einfache Strecke, sondern der Hin- und Rückweg berücksichtigt (30 Cent pro Kilometer).

    Für diejenigen, die weitaus mehr Kosten haben, sollten Belege aufbewahren, da das Finanzamt bei diesem Punkt häufiger nachhakt.

    Versorgungsbezüge

    Solltest du Unterhalt, Witwengeld oder eine Pension erhalten, dann profitierst du von einem Pauschalbetrag in Höhe von 102€. Erhältst du also Arbeitslohn und Versorgungsbezüge, dann kann der Pauschbetrag der Werbungskosten (1.000€) zusammen mit den 102€ angesetzt werden.

    Verpflegungspauschale

    Es gibt Berufe, bei denen man mehr auf Reisen ist als in den eigenen trauten vier Wänden. Wer zu den (Un-)Glücklichen gehört, kann von der Verpflegungspauschale Gebrauch machen. Wer länger als 8 Stunden unterwegs ist, erhält 12€, ab 24 Stunden sind es 24€. Für An- und Abreisetage gelten jeweils 12€. Die Dauer der Abwesenheit muss in der "Anlage N" niedergeschrieben werden. Leider können in diesem Zusammenhang keine Belege für Restaurantbesuche eingereicht werden.

    Pauschale für Umzugskosten

    Von der sogenannten Umzugspauschale profiteren diejenigen, die berufsbedingt den Wohnort wechseln oder einfach näher an die Arbeitsstätte ziehen. Dabei muss sich der Arbeitsweg um mindestens 1 Stunde verkürzen.

    Umzugskosten werden unter dem Punkt "haushaltsnahe Dienstleistungen" aufgelistet. Bis zu 20% der Arbeitskosten, maximal jedoch 4.000€ können pro Jahr angesetzt werden. On top erhält jeder eine Umzugskostenpauschale in Höhe von 764€.

    In diesem Zusammenhang können auch Kosten für Renovierungen, Handwerkerarbeiten und Modernisierungen angesetzt werden. Des Weiteren werden Fahrten für Wohnungsbesichtungen oder doppelte Mieten berücksichtigt, sofern du entsprechende Belege deiner Steuererklärung beifügst.

    Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag

    Natürlich werden auch Eltern vom Staat unterstützt. Der Kinderfreibetrag liegt 2017 bei 4.716€. Des Weiteren können Eltern noch vom BEA-Freibetrag profitieren. Dabei handelt es sich um den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Der BEA-Freibetrag beläuft sich derzeit auf 2.640€.

    Diese Freibeträge können Eltern allerdings nur dann für sich beanspruchen, wenn die Ersparnis höher ist als das Kindergeld, das für das gesamte Jahr bezogen wird. Mit der Günstigerprüfung (Finanzamt pürft die für dich bessere Variante) wird automatisch der auf dich zutreffende Betrag angewandt.

    Entlastungsbetrag

    Alleinerziehende aufgepasst. Wer Anspruch auf Kindergeld bzw. den Kinderfreibetrag hat, kann den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 1.908€ von der Steuer absetzen. Für jedes weitere Kind werden zusätzlich 240€ gewährleistet.

    Die Entlastungsbeträge werden automatisch vom Einkommen abgezogen. Dafür muss der Entlastungsbetrag in der "Anlage Kind" beantragt werden.

    Ausbildungsfreibetrag

    Eltern können zusätzlich noch vom Ausbildungsfreibetrag profitieren. Dafür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Das Kind muss bereits volljährig sein und darf nicht mehr zu Hause wohnen. Vom Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924€ können Eltern Gebrauch machen, die Kindergeld beziehen. Der Freibetrag muss ebenfalls mit der "Anlage Kind" beim Finanzamt beantragt werden.

    Übungsleiterfreibetrag

    Noch nie was davon gehört? Dann bist du wahrscheinlich kein Ausbilder, Künstler oder Pfleger, der nebenberuflich etwas dazu verdient. Vom Einkommen eines Übungsleiters werden stolze 2.400€ abgezogen, die nicht versteuert werden müssen. Um vom Übungsleiterfreibetrag profitieren zu können, musst du für eine gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Organisation tätig sein.

    Hinweis: Auch Rentner, Hausmänner oder Arbeitslose können vom Freibetrag profitieren.

    Vom Ehrenamtsfreibetrag kann jeder Gebrauch machen, der ehrenamtlich in einem Altenheim, einer Jugendherberge oder einer Behindertenwerkstatt tätig ist. Immerhin 720€ können im Jahr steuerfrei dazu verdient werden. Der Ehrenamtsfreibetrag muss beim Finanzamt beantragt werden.

    Sparerpauschbetrag

    An dieser Stelle sollten Sparer ihre Lauscher sptizen. Wer Einkünfte aus Kapitalvermögen verzeichnet, kann davon bis zu 801€ steuerfrei für sich behalten, ohne dass der Betrag versteuert werden muss. Doppelt so hoch ist der Sparerpauschbetrag für Verheiratete.

    Pflegepauschbetrag

    Die Unterbringung in ein Altenheim kann schnell sehr kostspielig werden. Für viele ist daran überhaupt nicht zu denken, auch aus moralischer Sicht nicht. Daher versorgen Angehörige ihre Liebsten immer öfter von zu Hause aus. Wer dafür keine Bezahlung erhält, kann pauschal 924€ pauschal von der Steuer absetzen. Der Pflegende muss hilflos sein oder die Pfegestufe 3 beanspruchen. Pflegen mehrere Angehörige eine Person, dann muss der Pflegepauschbetrag aufgeteilt werden.

    Ausgaben, die höher sind als der Pauschbetrag, können als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

    Behindertenpauschalbetrag

    Menschen mit Handicap können von verschiedenen Pauschalbeträgen Gebrauch machen. Die Höhe richtet sich nach dem Grad der Behinderung. Mindestens 310€, maximal jedoch 3.700€ können pro Jahr angesetzt werden. Der Behindertenpauschalbetrag muss zudem beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

    Auch hier gilt: Wer höhere Kosten hat, führt die Ausgaben einzeln unter "außergewöhnliche Belastungen" auf.

    Источники: http://www.finanztip.de/reisekosten-absetzen/, http://www.steuerklassen.com/steuern/verpflegungspauschale/, http://www.studentensteuererklaerung.de/ratgeber-steuern/pauschalbetrag-freibetrag

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