Pauschbeträge für verpflegungsmehraufwand

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    Berufliche Reisekosten

    Reisekosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Waren Sie aus beruflichen Gründen unterwegs, können Sie Ihre Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
    • Für Fahrtkosten mit Ihrem privaten Fahrzeug setzen Sie entweder einen Pauschalbetrag oder – nachgewiesene – höhere Kosten je gefahrenen Kilometer an.
    • Auch für Ihren Verpflegungsmehraufwand gelten Pauschalen, die je nach Dauer der Abwesenheit gestaffelt sind. Ihr Arbeitgeber kann alternativ die Verpflegungspauschalen steuerfrei erstatten.
    • Die reinen Übernachtungskosten können Sie ebenfalls steuermindernd geltend machen. Weil es dafür keine Pauschbeträge gibt, müssen Sie aber Belege sammeln.

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    Wenn Sie aus beruflichen Gründen unterwegs waren, können Sie die Kosten, die Ihnen dadurch entstanden sind, als Reisekosten bei den Werbungskosten von der Steuer absetzen. Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Typische Beispiele für beruflich veranlasste Reisen sind Seminar-, Kunden- oder Messebesuche.

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Reisekosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn sie durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit entstanden sind. Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn Sie vorübergehend außerhalb Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig geworden sind.

    Ob Ihre Auswärtstätigkeit beruflich veranlasst war, müssen Sie nachweisen. Sie sollten daher die Reisedauer und den Reiseweg genau aufzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen belegen, beispielsweise durch ein Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen oder Schriftverkehr.

    Das können Sie absetzen – und das nicht

    Fahrtkosten: Sind Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug gefahren, können Sie für Ihre Fahrten – ohne Nachweise – pauschal für jeden gefahrenen Kilometer folgende Beträge ansetzen:

    • beim Pkw 30 Cent
    • beim Motorrad oder Motorroller 13 Cent
    • beim Moped oder Mofa 8 Cent
    • beim Fahrrad 5 Cent

    Wenn Sie in Ihrem Auto einen oder mehrere Arbeitskollegen mitgenommen haben, erhöht sich der Betrag von 30 Cent um 2 Cent. Auch die in der Realität vielleicht nicht allzu verbreitete Möglichkeit, dass Sie bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit mit dem Motorrad oder dem Motorroller einen Arbeitskollegen mitnehmen, ist im Reisekostenrecht abgebildet: In diesem Fall erhöht sich der Betrag von 13 Cent auf 14 Cent.

    Dienst- und Firmenwagen

    Für Fahrstrecken, die Sie mit Ihrem Dienst- oder Firmenwagen oder im Rahmen einer steuerfreien Sammelbeförderung zurückgelegt haben, ist kein Werbungskostenabzug möglich.

    Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer überstiegen haben, können Sie auch höhere Kilometerkosten angeben, sofern Sie sie im Einzelnen durch Nachweise belegen können. Dazu müssen Sie Ihre jährlichen Gesamtkosten für Ihr Fahrzeug ermitteln und können dann den Teilbetrag ansetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht. Wenn Sie für Ihre beruflich veranlassten Reisen öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben, brauchen Sie zum Nachweis jeweils Einzelbelege für Bus-, Bahn- oder Taxifahrten.

    Verpflegungsmehraufwand: Weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Sie auf Reisen mehr Geld für Ihre Verpflegung ausgeben müssen als zu Hause, können Sie Mehraufwendungen für Essen und Trinken von der Steuer absetzen. Dafür sind pauschal feste Beträge vorgesehen, je nachdem, wie lange Sie von Ihrer Wohnung und Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend waren. Seit 2014 gelten hierfür nur noch zwei pauschale Sätze: 24 Euro für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer mindestens 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist beziehungsweise 12 Euro für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen. Bei Dienstreisen ohne Übernachtung, die nicht länger als 24 Stunden andauert gelten 12 Euro. Diese Pauschalen darf der Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Maßgeblich ist die Abwesenheit von der ersten Tätigkeitsstätte.

    Zahlt der Arbeitgeber mehr, muss er die Beträge pauschal versteuern.

    Bis 2013 galten noch drei Pauschalsätze:

    Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand bis 2013

    Diese Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand sind verbindlich. Selbst wenn Sie also aus Nachweisgründen unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie keine höheren Kosten geltend machen. Anders ist das nur, wenn Sie auf Reisen Geschäftspartner bewirtet haben. Eine Ausnahme ist außerdem für die Bewirtung von (Team-)Kollegen möglich, sofern Ihr Gehalt variable erfolgsabhängige Bestandteile enthält.

    Wenn Sie beruflich im Ausland unterwegs waren, gelten je nach Staat unterschiedliche Pauschbeträge, die sogenannten Auslandstagegelder. Diese Beträge passt das Bundesfinanzministerium in regelmäßigen Abständen an die Preisentwicklung in den einzelnen Ländern an, für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2012 mit Schreiben vom 8. Dezember 2011 und für Auslandsreisen ab dem 1. Januar 2013 mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 (Az. IV C 5 – S 2353/08/10006 :003).

    Bei Übernachtung im Doppelzimmer

    setzen Sie die Kosten an, die im selben Haus entstanden wären, wenn Sie ein Einzelzimmer genommen hätten. Fragen Sie im Hotel nach, ob Sie eine Rechnung über ein Einzelzimmer bekommen können. Oder Sie errechnen die Differenz zwischen den Preisen für Einzel- und Doppelzimmer selbst und bewahren als Nachweis beispielsweise eine Preisliste des Hotels auf.

    Übernachtungskosten: Als Übernachtungskosten gelten die tatsächlichen Kosten, die Ihnen für die persönliche Inanspruchnahme einer Unterkunft entstanden sind. Anders als bei den Verpflegungsmehraufwendungen verlangt das Finanzamt bei den Übernachtungskosten Einzelnachweise. Falls Sie nicht allein gereist sind, lässt sich der Fiskus leider nicht an den Mehrkosten beteiligen, die aufgrund der Mitnutzung etwa eines Hotelzimmers durch eine Begleitperson entstehen. Sofern die an Sie adressierte Hotelrechnung auch den Preis für das Frühstück, Mittag- oder Abendessen enthält, kürzt das Finanzamt den abziehbaren Betrag von sich aus prozentual.

    Soweit höhere Übernachtungskosten angefallen sind, weil Sie eine Unterkunft gemeinsam mit Personen genutzt haben, die in keinem Dienstverhältnis zu Ihrem Arbeitgeber stehen, können Sie nur diejenigen Aufwendungen ansetzen, die angefallen wären, wenn Sie die Unterkunft allein genutzt hätten. Nicht abziehbar sind somit Mehrkosten, die aufgrund der Mitnutzung der Übernachtungsmöglichkeit durch eine Begleitperson entstehen, insbesondere wenn die Begleitung privat und nicht beruflich veranlasst ist. Bei Mitnutzung eines Mehrbettzimmers (z. B. Doppelzimmer) können die Aufwendungen angesetzt werden, die bei Inanspruchnahme eines Einzelzimmers im selben Haus entstanden wären.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu den Reisekosten machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N zur Einkommensteuererklärung 2015 ab Zeile 49. Die Aufwendungen senken Ihr zu versteuerndes Einkommen und sorgen so dafür, dass Ihre Steuerlast geringer ausfällt.

    Auch wenn Sie Übernachtungskosten für den Werbungskostenabzug grundsätzlich einzeln nachweisen müssen, kann es passieren, dass Sie keine Übernachtungsbelege (mehr) haben. In diesem Ausnahmefall dürfen Sie Ihre Kosten schätzen, wenn sie Ihnen zweifelsfrei entstanden sind.

    Reisenebenkosten: Sie sollten zusätzlich die Kosten ansetzen, die Ihnen für die Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck, Telefonate und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Geschäftspartner, für Straßenbenutzung und Parkplatz sowie eventuelle Schadensersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen entstanden sind. Wenn Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen haben, gehören auch diese Kosten zu den Reisenebenkosten, ebenso Wertverluste infolge eines Diebstahls Ihres persönlichen – notwendigen – Reisegepäcks. Geld und Schmuck bleiben dabei außen vor.

    Als Privatvergnügen gelten dagegen Ihre Aufwendungen für private Telefonate, Massagen, Minibar oder Pay-TV – an diesen Kosten lässt sich der Fiskus nicht beteiligen. Das Gleiche gilt für Kosten, die Ihnen für die Anschaffung von Bekleidung, Koffern und anderen Reiseausrüstungen entstanden sind.

    Sonderfall Leiharbeitnehmer

    Ein vom Lohnsteuerhilfeverein „Steuerring“ erstrittenes Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 30. November 2016 (Az. 9 K 130/16; Revision beim Bundesfinanzhof unter Az. VI R 6/17) eröffnet weitere Steuersparmöglichkeiten für Leiharbeiter: Nicht nur die Entfernungspauschale, sondern die Fahrtkosten für jeden gefahrenen Kilometer zum Arbeitsort dürfen Leiharbeitnehmer abrechnen. Es zählt also nicht nur die einfache Wegstrecke, sondern jeder gefahrene Kilometer auf Hin- und Rückfahrt wie bei einer Dienstreise. Dies trifft dann zu, wenn der Arbeitsvertrag vorsieht, dass der Leiharbeitnehmer kurzfristig woanders eingesetzt werden kann, also nicht dauerhaft einem sogenannten Entleiher zugeordnet ist. Im konkreten Fall arbeitete der Leiharbeitnehmer ganzjährig im selben Betrieb, doch im Vertrag stand, dass er „bis auf Weiteres“, also eben nicht dauerhaft, in einer betrieblichen Einrichtung des Entleihers tätig werden soll. Der Betrieb des Entleihers stellt in solchen Fällen keine erste Tätigkeitsstätte dar.

    Ab 1. April 2017 haben Leiharbeitnehmer noch bessere Argumente, weil dann das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz den Einsatz beim selben Entleiher auf höchstens 18 Monate begrenzen wird. Für alle Angestellten, bei denen das Arbeitsverhältnis danach weitergeht, sind von Beginn an Reisekosten zu berücksichtigen. Leiharbeitnehmer sollten deshalb ihre Fahrtkosten aufzeichnen. Autofahrer können 30 Cent je gefahrenen Kilometer absetzen, Bus- und Bahnkunden hingegen die Kosten für ihre gekauften Fahrscheine. Zusätzlich können Leiharbeitnehmer für die ersten drei Monate eines neuen Einsatzes Mehraufwendungen für die Verpflegung geltend machen.

    So können Sie Steuern sparen

    Jobwechsel in Planung: Auch Reisen zu Vorstellungsgesprächen zählen zu den beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten. Sie können Ihre Kosten, die Ihnen durch die Reise zu einem Bewerbungsgespräch entstanden sind, daher als Werbungskosten ansetzen.

    Berufliches und Privates gemischt: Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit in einem mehr als geringfügigen Umfang auch private Angelegenheiten erledigt haben, muss das nicht heißen, dass Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Allerdings müssen Sie die beruflich veranlassten von den privat veranlassten Aufwendungen trennen (können). Ist das nicht – auch nicht durch Schätzung – möglich, gehören Ihre gesamten Aufwendungen zu den nicht abziehbaren Aufwendungen für die Lebensführung. Als Aufteilungsmaßstab kommen in der Praxis meist die zeitlichen Anteile in Frage, die auf den beruflich und privat veranlassten Teil der Reise entfallen.

    Beispielrechnung für gemischte Aufwendungen

    Sie haben einen Fachkongress in London besucht und sind Samstagfrüh angereist. Die Veranstaltung fand ganztägig von Dienstag bis Donnerstag statt. Am Sonntagabend sind Sie nach Hause zurückgereist.

    In diesem Fall können Sie die Kosten für zwei Übernachtungen (von Dienstag bis Donnerstag) und die Kongressgebühren vollständig als Werbungskosten abziehen. Die Flugkosten sind gemischt veranlasst und entsprechend den Veranlassungsbeiträgen aufzuteilen. Sachgerechter Aufteilungsmaßstab ist das Verhältnis der beruflichen und privaten Zeitanteile der Reise (beruflich veranlasst sind drei Neuntel). Ihre Verpflegungskosten können Sie nur in Höhe der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für die beruflich veranlassten drei Tage als Werbungskosten abziehen.

    Nur eine regelmäßige Arbeitsstätte: Der Bundesfinanzhof hat 2011 entschieden, dass Arbeitnehmer nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben können. Der Fiskus folgt dieser Rechtsprechung (vgl. Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 15. Dezember 2011, Az. IV C 5 – S 2353/11/10010). Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie die Kosten, die Ihnen für Ihre Fahrten zu anderen Tätigkeitsstätten entstehen, als Reisekosten ansetzen können.

    Zahlung durch den Arbeitgeber

    Als Werbungskosten sind Ihre Reisekosten nur dann abziehbar, wenn Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht ersetzt hat. Meistens oft zahlt dieser steuer- und sozialversicherungsfrei den Verpflegungsmehraufwand in Höhe der Pauschalen.

    Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn Sie dienstrechtlich oder arbeitsvertraglich einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers dauerhaft zugeordnet sind oder in einer betrieblichen Einrichtung Ihres Arbeitgebers

    • arbeitstäglich,
    • je Arbeitswoche einen vollen Arbeitstag oder
    • mindestens 20 Prozent Ihrer vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit

    tätig werden sollen.

    Ein Arbeitnehmer ist grundsätzlich auswärts tätig, wenn er außerhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Betriebsstätte tätig wird. Das ist vor allem bei Leiharbeitnehmern der Fall (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15. Mai 2013, Az. VI R 18/12). Beispiele für Tätigkeitsstätten außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte sind auch verschiedene Filialen desselben Arbeitgebers.

    Reisekosten in der Steuererklärung

    Wie Sie Ihre Reisekosten in der Steuererklärung absetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Ihre Reisekosten richtig ab.

    Wenn Sie sich über Einzelheiten informieren möchten, können Sie einen Blick in das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Oktober 2014 (IV C 5 -S 2353/14/10002) werfen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 -S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen.

    Beide Dokumente enthalten zum besseren Verständnis zahlreiche Beispiele.

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    Doppelte Haushaltsführung seit 2014: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung für das Jahr 2014 weiterhin die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Während die Wohnungsgröße von höchstens 60 Quadratmetern anders als bis einschließlich 2013 keine Rolle mehr spielt, werden ab 2014 allerdings nur noch Kosten bis zu 1.000 Euro berücksichtigt. Außerdem wird künftig eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung am Lebensmittelpunkt verlangt. Wenn Ihre Barleistungen mehr als zehn Prozent der monatlich regelmäßig anfallenden laufenden Kosten der Lebensführung betragen – zum Beispiel Miete, Mietnebenkosten, Kosten für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs –, geht der Fiskus von einer finanziellen Beteiligung aus.Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber So setzen Sie Kosten der doppelten Haushaltsführung ab.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Verpflegungsmehraufwand bei Auswärtstätigkeiten

    Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen ab 2014

    Bisher war der Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen in § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 EStG (Bereich der Betriebsausgaben) geregelt und über den Verweis in § 9 Absatz 5 EStG auch im Rahmen der Werbungskosten anwendbar. Ab 2014 werden Reisekosten umfassend in § 9 EStG geregelt. Der Bereich der Verpflegungsmehraufwendungen wurde in den neuen Absatz 4a überführt und ein entsprechender Verweis in § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 EStG aufgenommen.

    Um den Bereich der Verpflegungsmehraufwendungen zu vereinfachen, wurde die dreistufige Staffelung der abziehbaren Pauschalen und Mindestabwesenheitszeiten durch eine zweistufige Staffelung ersetzt. Im Zuge der Vereinfachung wird auf einen Teil der Berücksichtigung von Mindestabwesenheitszeiten verzichtet und die Berechnung der Dreimonatsfrist vereinfacht.

    Grundsätzliches

    Verpflegungsmehraufwendungen gehören zu den Reisekosten. Diese Kosten müssen durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Mitarbeiters entstehen.

    Als Verpflegungsmehraufwand bezeichnet man die zusätzlich anfallenden Kosten, wenn sich eine Person aus beruflichen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung und außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte (bis 2013 regelmäßige Arbeitsstätte) aufhält.

    In diesem Fall kann man sich nicht so günstig wie zu Hause oder am Betriebssitz verpflegen.

    Verpflegungsmehraufwendungen (In- und Auslandsreisen) dürfen seit 1996 nur noch mit festen Pauschbeträgen angesetzt werden. Ein Einzelnachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist nicht zulässig.

    Für Auswärtstätigkeiten im Inland können folgende Pauschbeträge steuerfrei ersetzt werden:

    Regelung im § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG

    Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts

    Regelung im § 9 Abs. 4a EStG

    Abwesenheit: mehr als 8 Stunden

    Gilt auch für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten (ohne Prüfung einer Mindestabwesenheitszeit).

    Ab 2014 wird statt der bisherigen dreistufigen Staffelung eine zweistufige Staffelung der Pauschalen (12 Euro und 24 Euro) eingeführt (Wegfall der niedrigsten Pauschale von 6 Euro). Der Pauschbetrag von 12 Euro wird bereits bei einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden gewährt. Dieser Betrag gilt ebenso für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten, und zwar ohne Prüfung einer Mindestabwesenheitszeit.

    Ausführliche Informationen zu den Themen:

    • Mitternachtsregelung
    • Kürzung der Verpflegungspauschalen
    • Dreimonatsfrist und Neubeginn der Dreimonatsfrist
    • Pauschalierung der Lohnsteuer bei höheren Beträgen

    finden Sie auf folgenden Unterseiten:

    Verpflegungsmehraufwendungen und Fahrtkosten für Leiharbeitnehmer

    Der Bundesfinanzhof hat mit seinem Urteil vom 17.06.2010 (VI R 35/08) entschieden, dass ein Leiharbeitnehmer typischerweise nicht über eine regelmäßige Arbeitsstätte verfügt und damit grundsätzlich Verpflegungsmehraufwand als Werbungskosten geltend machen kann. Das Gericht entschied dabei aber nur über kurzfristige Einsätze.

    Mit Urteil vom 15.05.2013 (VI R 41/12) hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass auch Leiharbeitnehmern nur Verpflegungsmehraufwand in den Grenzen der Dreimonatsfrist zusteht.

    Mit der Reisekostenreform zum 01.01.2014 ist die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs überholt.

    Ab 2014 können Leiharbeiter im Betrieb des Entleihers eine erste Tätigkeitsstätte haben, wenn die Tätigkeit

    • während des gesamten Leiharbeiterverhältnisses oder
    • über einen Zeitraum von mehr als 48 Monaten andauert.

    Dieser Auffassung tritt das Niedersächsische Finanzgericht mit Urteil vom 30.11.2016 (9 K 130/16) entgegen. Aufgrund der gesetzlichen Beschränkung der Arbeitnehmerüberlassung ist bereits aus Rechtsgründen bei Leiharbeitsverhältnissen keine dauerhafte Zuordnung zu einem Entleihbetrieb möglich. Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung und zur Fortbildung des Rechts zugelassen (Erste Tätigkeitsstätte für Leiharbeitnehmer).

    Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen

    Ein steuerfreier Ersatz der Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen ist wie bei Inlandsreisen nur noch in Form von festen Pauschbeträgen möglich. Für die einzelnen Länder sind die maßgebenden Auslandstagegelder festgelegt.

    Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht dazu (fast) jedes Jahr ein Schreiben und eine Übersicht. Die Schreiben gelten entsprechend für Geschäftsreisen in das Ausland und doppelte Haushaltsführungen im Ausland.

    Für die in der Übersicht nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Pauschbetrag maßgebend. Für die in der Übersicht nicht erfassten Übersee- und Außengebiete eines Landes ist der für das Mutterland geltende Pauschbetrag maßgebend.

    Der Arbeitgeber kann auch höhere Beträge als die maßgebenden Auslandstagegelder zahlen. Dabei kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer für zusätzlich vergütete Verpflegungsmehraufwendungen mit einem Pauschsteuersatz von 25% erheben, soweit diese Verpflegungsmehraufwendungen die steuerfrei erstattbaren Auslandstagegelder um nicht mehr als 100% übersteigen. Die Pauschalierung mit 25% löst Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus.

    Verpflegungsmehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung

    Verpflegungsmehraufwendungen dürfen seit 1996 nur noch mit festen Pauschbeträgen angesetzt werden. Ein Einzelnachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist nicht zulässig.

    Bei doppelter Haushaltsführung können die folgenden Pauschbeträge nur drei Monate lang steuerfrei ersetzt werden:

    Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts

    Abwesenheit: mehr als 8 Stunden

    Maßgebend ist die Dauer der Abwesenheit pro Kalendertag von der Wohnung, in der der Arbeitnehmer seinen eigenen Hausstand hat.

    Eintragungen zu Verpflegungszuschüssen auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung

    Auszug aus dem Muster für den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung 2017:

    Unter Nummer 20 des Ausdrucks sind die steuerfreien Leistungen (Verpflegungszuschüsse oder geldwerte Vorteile aus gestellten Mahlzeiten) bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten zu bescheinigen.

    Sofern das Betriebsstättenfinanzamt nach § 4 Absatz 2 Nummer 4 Satz 2 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung für steuerfreie Vergütung für Verpflegung eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat, ist eine Bescheinigung dieser Beträge nicht zwingend erforderlich.

    Mehraufwendungen für Verpflegung in der Einkommensteuererklärung Anlage N

    Die Eintragung erfolgt auf der Anlage N (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit).

    Ausschnitt der Anlage N zur EST-Erklärung 2016:

    Mehraufwendungen für Verpflegung können auch nur pauschal geltend gemacht werden. Steuerfreie Arbeitgeberleistungen mindern die abzugsfähigen Werbungskosten.

    Verpflegungsmehraufwand 2017: Neuerungen und Hintergründe rund um Ihre Reisekostenabrechnung

    firma.de 7. February 2017 15 Minuten zu lesen

    Erfahren Sie auf firma.de, welche Pauschalen an Verpflegungsmehraufwand das Bundesfinanzministerium für 2017 vorsieht.

    Die Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand 2017 beinhalten einige bemerkenswerte Anpassungen, vor allem in den Hauptreiseländern USA und Russland.

    Was genau sind Pauschalbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Reisekosten?

    Laut Einkommenssteuergesetz (EStG) 9 Absatz 4a Satz 5 ff. können anstatt der tatsächlichen Kosten Pauschalbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Reisekosten angesetzt werden.

    Wann gilt welche Reisekostenpauschale?

    Auf Dienstreise befinden Sie sich, wenn Sie oder ihr Mitarbeiter von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr außer Haus ist. Bei mehrtägigen Reisen ins Ausland ist der Pauschbetrag des Landes zu wählen, das vor 24.00 Uhr erreicht wird.Die erste Pauschale ist dabei für eintägige Dienstreisen oder für den An- und Abreisetag zu wählen. Die zweite Pauschale ist wichtig für mehrtägige Dienstreisen, bei denen sie von 00.00 Uhr bis 24.00 Uhr geschäftlich unterwegs sind. Eine Abrechnung von tatsächlichen Verpflegungskosten ist nicht möglich, auch wenn ein entsprechender Beleg vorliegt. Lediglich die Pauschalen sind für die Abrechnung der Verpflegung auf Dienstreisen maßgebend.

    Die wichtigsten Infos zur Reisekostenpauschale für Auslandsreisen im Überblick

    1. Werden an einem Kalendertag Auswärtstätigkeiten im In- und Ausland durchgeführt, ist für diesen Tag das entsprechende Auslandstagegeld maßgebend. Dies ist selbst dann der Fall, wenn die überwiegende Zeit im Inland verbracht wird.2. Bei Reisen vom Inland in das Ausland ist der Tagegeldsatz für das vor 24 Uhr nach Ortszeit zuletzt erreichte Land bzw. die zuletzt erreichte gesondert in der Auslandsreisekostentabelle aufgeführte Stadt maßgebend.3. Bei Reisen innerhalb des Auslands ist der Tagegeldsatz für das vor 24 Uhr nach Ortszeit zuletzt erreichte Land bzw. die zuletzt erreichte gesondert in der Auslandsreisekostentabelle aufgeführte Stadt maßgebend.4. Bei Rückreisen vom Ausland in das Inland richtet sich der Tagegeldsatz nach dem Land bzw. der gesondert aufgeführten Stadt, wo der Arbeitnehmer zuletzt im Ausland tätig war.

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    Was ist das besondere an Verpflegungsmehraufwendungen?

    Für viel Verwirrung bei der Reisekostenabrechnung sorgt der Verpflegungsmehraufwand. Immer noch wird dieser gern häufig mit einem Ersatz für die angefallenen Verpflegungskosten verwechselt. Das ist leider falsch, denn wie das Wort Mehraufwendung schon sagt, beinhalten Verpflegungsmehraufwendungen eben Kosten, die über die festgelegte Reisekostenpauschale hinausgehen. Der Verpflegungsmehraufwand umfasst per Definition die zusätzlichen Kosten, die eine Person deswegen zu tragen hat, weil sie sich aus beruflichen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung oder außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte aufhält und daher höhere Kosten bei der Verpflegung zu tragen hat.

    Verpflegungsmehraufwand in Ihrer Reisekostenabrechnung

    Der Verpfleungsmehraufwand errechnet sich unter Berücksichtigung der Dauer, des Landes und der Art Ihrer Dienstreise. Werden dem Reisenden vor Ort z. B. Frühstück oder Mittagessen gestellt, so sind die Tagespauschalen um 20 % für Frühstück bzw. 40 % für Mittagessen bzw. Abendessen zu kürzen. Achten Sie bitte bei der Berechnung darauf, dass Sie die 24 Stunden-Pauschale als Referenzwert wählen. Sofern ein Minusbetrag errechnet wird, wird dieser nicht angerechnet, sondern die Erstattung auf 0 gesetzt.

    Verpflegungsmehraufwendungen 2017 in Deutschland

    Für das Jahr 2017 ergeben sich keine Veränderungen der Sätze für Verpflegungsmehraufwendungen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Pauschalen für Reisekosten in Deutschland:

    Warum verändert sich die Pauschale für Verpflegungsmehraufwendungen im Inland nicht?

    Durch die konstant gebliebene Inflationsrate blieben in der Vergangenheit auch die Lebenshaltungskosten konstant, so dass die Pauschalen für Inlandsreisen nicht angepasst werden mussten.

    Beispiel für eine dreitägige Geschäftsreise innerhalb Deutschlands

    In diesem Beispiel handelt es sich um eine Geschäftsreise in Deutschland, die drei Tage andauert. Der Geschäftsreisende startet seine Geschäftsreise am 1. Tag um 17.30 Uhr. Den Morgen des 2. Tags beginnt er mit einem Frühstück, das auf Hotelrechnung ausgewiesen und vom Arbeitgeber beglichen wird. Den gesamten Tag verbringt der Arbeitnehmer auf einem Kongress. Am 3. Tag gegen 18.30 Uhr kommt er nach Hause zurück. Auch an diesem Tag nahm er das Frühstücksangebot im Hotel in Anspruch. Hieraus ergibt sich folgende Rechnung zum Verpflegungsmehraufwand 2017 in der Reisekostenabrechnung:Tag 1: Anreisetag. Eine zeitliche Betrachtung ist nicht notwendig, es werden 12 Verpflegungsmehraufwand abgerechnet.Tag 2: Für die ganztägige Abwesenheit stehen dem Geschäftsreisenden 24 als Verpflegungsmehraufwand zu. Allerdings muss das Frühstück aus den Pauschalen herausgerechnet werden. Entsprechend wird der Satz um 20% (also 4,80 ) gekürzt. Für Tag 2 kann unser Geschäftsreisender also Spesen in Höhe von 19,20 ausweisen.Tag 3: Abreise. Da der Reisende mehr als 8 Stunden abwesend ist und es sich ohnehin um den Abreisetag handelt, können für den 3. Tag wieder 12 Tagegeld angesetzt werden. Wieder werden 4,80 gekürzt, da der Arbeitnehmer das Frühstück wählt, welches vom Arbeitgeber finanziert wird. Es bleiben für Tag 3 also 7,20 übrig.In der Summe kann der Geschäftsreisende aus dem Beispiel 12 + 19,20 + 7,20 = 38,40 als Verpflegungsmehraufwand in seiner Reisekostenabrechnung für das Jahr 2017 geltend machen.

    Verpflegungsmehraufwendungen 2017 im Ausland

    Wie Sie wissen, variieren die Lebenhaltungskosten stark von Land zu Land. Das wird natürlich auch vom Gesetzgeber berücksichtigt und spielt bei der Festsetzung der Spesensätze eine große Rolle. Im Folgenden geben wir Ihnen eine Übersicht über die Pauschbeträge der jeweiligen Länder sowie Informationen über Änderungen der Pauschbeträge für Dienstreisen im Ausland für 2017, damit Sie für Ihre Auslandsdienstreisen 2017 gewappnet sind.Auch im Jahr 2017 gab es wieder zahlreiche Änderungen an den weltweiten Pauschbeträgen für Dienstreisende. So wurden bei rund 50 Ländern die Spesensätze angepasst. Freuen dürfen sich zum Beispiel Geschäftsreisende in die USA. Hier wurden die Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand 2017 für alle Regionen zum Teil sehr deutlich nach oben gesetzt. Reduziert wurden dagegen die Spesenpauschalen für Reisen nach Ungarn, in die Ukraine oder nach Serbien und für Griechenland. Außerdem wurde für Russland bzw. die russische Föderation, darunter auch speziell die Stadt Jekaterinburg, mit eigenen Spesensätzen versehen und auch für die Stadt Kanton in China gibt es ab diesem Jahr eigene Spesensätze, die sich vom Rest des Landes unterscheiden. Diese Differenzierungen in den Pauschbeträgen innerhalb eines Landes ist sehr sinnvoll, da beispielsweise New York City, USA höhere Lebenshaltungskosten aufweist als die meisten Provinzen der USA.

    Beispiel für eine dreitägige Geschäftsreise im Ausland

    Im Beispiel handelt es sich um eine Geschäftsreise im Ausland, die drei Tage andauert. Der Geschäftsreisende startet seine Geschäftsreise am 1. Tag um 14.30 Uhr nach Kapstadt, Südafrika und kommt um 20.00 Uhr in seinem Hotel an. Den Morgen des 2. Tags beginnt er mit einem Frühstück, das auf Hotelrechnung ausgewiesen wird, die vom Arbeitgeber beglichen wird. Den gesamten Tag verbringt der Arbeitnehmer auf einem Kongress und gegen Abend fliegt er weiter nach Riad, Marokko, wo er um 23.00 Uhr in seinem Hotel ankommt. Am 3. Tag gegen 18.30 Uhr kommt er nach Hause zurück. Auch an diesem Tag nahm er das Frühstücksangebot im Hotel in Anspruch und hatte ein Meeting am Nachmittag, bevor er nach Hause flog. Hieraus ergibt sich folgende Rechnung zum Verpflegungsmehraufwand 2017 in der Reisekostenabrechnung:Tag 1: Anreisetag. Eine zeitliche Betrachtung ist nicht notwendig, es werden 18 Verpflegungsmehraufwand abgerechnet.Tag 2: Für die ganztägige Abwesenheit stehen dem Geschäftsreisenden 42 als Verpflegungsmehraufwand zu, da er abends in Marokko ist. Allerdings muss das Frühstück aus den Pauschalen herausgerechnet werden. Entsprechend wird der Satz um *20 %* (also *8,40 *) gekürzt. Bitte beachten Sie, dass zur Wahl des richtigen Pauschbetrags, der zuletzt vor 24.00 Uhr erreichte Standort als Referenzort zu wählen ist. Für Tag 2 kann unser Geschäftsreisender also Spesen in Höhe von *33,60 * ausweisen.Tag 3: Abreise. Da der Reisende mehr als 8 Stunden abwesend ist und es sich ohnehin um den Abreisetag mit Meeting handelt, können für den 3. Tag wieder 28 Tagegeld angesetzt werden. Wieder werden 5,60 gekürzt, da der Arbeitnehmer das Frühstück zu sich nimmt, welches vom Arbeitgeber finanziert wird. Es bleiben für Tag 3 also 22,40 übrig.In der Summe kann der Geschäftsreisende aus dem Beispiel 18 + 33,60 + 22,40 = 74,00 als Verpflegungsmehraufwand in seiner Reisekostenabrechnung für das Jahr 2017 geltend machen.Im Folgenden finden Sie in alphabetischer Reihenfolge alle Länder und die dazugehörigen Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen 2017 (Stand 16.01.2017), die Sie für Ihre kommende Reisekostenabrechnung benötigen:

    *Bitte beachten Sie, dass wir folgende Zahlen aus der offiziellen Seite des Bundesfinanzministeriums entnommen haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

    Источники: http://www.finanztip.de/reisekosten-absetzen/, http://www.lohn-info.de/reisekosten_verpflegungsmehraufwand.html, http://www.firma.de/rechnungswesen/verpflegungsmehraufwand-2017-neuerungen-und-hintergruende-rund-um-ihre-reisekostenabrechnung/

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