Private krankenversicherung steuer

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    Vorsorgeaufwendungen

    So setzen Sie Altersvorsorge und Versicherungen von der Steuer ab

    • Zuletzt aktualisiert: 6. März 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Machen Sie Ihre Vorsorgeaufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend, können Sie viel Geld sparen.
    • Zu steuermindernden Sonderausgaben gehören insbesondere die Ausgaben für die Altersvorsorge, aber auch Riester-Verträge, Kranken- und Pflegeversicherung, Betreuung und Unterhalt für Kinder sowie Aufwendungen für die Berufsausbildung.
    • Ausgaben für die private und gesetzliche Rentenversicherung und ihr gleichgestellte Aufwendungen können Sie 2016 bis zu einem Höchstbetrag von 22.767 Euro (das Doppelte für Ehepaare) von der Steuer absetzen. Für 2016 erkennt das Finanzamt aber nur 82 Prozent der Aufwendungen an.
    • Wenn Sie rentenversicherungspflichtig sind, wird Ihnen der Abzug um den Arbeitgeberteil gekürzt.
    • Die Basiskrankenversicherung ist grundsätzlich in voller Höhe absetzbar. Wenn dadurch der jährliche Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen von 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beamte oder 2.800 Euro für Selbstständige nicht ausgeschöpft ist, können Sie die Ausgaben für weitere Versicherungen geltend machen.
    • Die Beiträge können Sie zusätzlich zu Ihren Aufwendungen für die Altersvorsorge anrechnen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Aufwendungen für die Altersvorsorge oder die Krankenversicherung gehören zu den Sonderausgaben, die vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt sind. Weil Sie mehrere verschiedene Steuerformularen ausfüllen müssen, ist allerdings Geduld gefragt. Sie sollten sich davon nicht abschrecken lassen: Die Mühe lohnt sich.

    Helfer für die Steuererklärung

    Die Vorsorgeaufwendungen unterteilen sich in drei Bereiche:

    • Basisversorgung (gesetzliche Renten, berufsständische Versorgungswerke, landwirtschaftliche Alterskassen und Rürup-Renten),
    • sonstige Vorsorgeaufwendungen (beispielsweise Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- und klassische private Lebensversicherung mit Abschluss vor 2005) und
    • Zusatzversorgung (Riester-Rente).

    So setzen Sie die Basisversorgung ab

    Die Basisversorgung setzt sich aus Beiträgen für den Aufbau einer Altersversorgung zusammen. Darunter fällt die gesetzliche Rentenversicherung, ihr gleichgestellte Aufwendungen wie berufliche Versorgungswerke und die Rürup-Rente (Basisrentenvertrag). Diese Aufwendungen können Sie als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

    Grundsätzlich gilt dafür im Jahr 2016 ein Höchstbetrag von 22.767 Euro im Jahr – Ehepaare und Lebenspartner, die zusammen veranlagt sind, können den doppelten Betrag geltend machen, also 45.534 Euro. 2017 steigt dieser Betrag auf 23.362 Euro beziehungsweise 46.724 Euro bei einer gemeinsamen Veranlagung an.

    Allerdings können Sie erst ab dem Jahr 2025 vom vollen Höchstbetrag profitieren. In den kommenden Jahren wird der Anteil der jährlich abziehbaren Basisvorsorgeaufwendungen langsam angehoben – pro Jahr um zwei Prozentpunkte. Im Umkehrschluss werden Renteneinkünfte vollständig besteuert – allerdings erst ab 2040. Fachleute sprechen vom Prinzip der nachgelagerten Besteuerung.

    In der Steuererklärung für 2016 berücksichtigt das Finanzamt höchstens 82 Prozent der Höchstbeträge, also 18.669 Euro für Alleinstehende und 37.338 Euro für Paare. 2017 können Sie 84 Prozent des Höchstbetrags absetzen, also 19.624 Euro für Alleinstehende und 39.248 Euro für Paare

    Davon abzuziehen ist der steuerfreie Arbeitgeberanteil: Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die Rentenversicherung einzuzahlen, bekommen ihre Vorsorgeaufwendungen um diesen Betrag gekürzt. In der folgenden Rechnung zeigen wir an einem Beispiel, wie Sie sich das vorstellen müssen:

    Beispiel Altersvorsorge absetzen für 2016

    Der Arbeitnehmer kann also – wie im Beispiel errechnet – Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von 4.290 Euro als Sonderausgaben geltend machen.

    Umstritten ist die gesetzliche Berechnungsweise deshalb, weil rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer einen Großteil ihrer Vorsorgeaufwendungen nicht absetzen können. Der Abzug von Vorsorgeaufwendungen ist Streitgegenstand juristischer Musterverfahren. Oft erlassen Finanzämter Einkommensteuerbescheide, in denen sie geltend gemacht werden, daher nur vorläufig.

    Rückerstattung möglich

    Werden Ihre Vorsorgeaufwendungen, zum Beispiel für eine Haftpflichtversicherung, nur in begrenztem Maße vom Finanzamt anerkannt, wird der Sachverhalt gekennzeichnet und Ihre Einkommensteuererklärung gilt als vorläufig. Später haben Sie aber möglicherweise die Chance auf eine Rückerstattung, falls ein entsprechendes Musterverfahren zugunsten der Steuerzahler ausgeht.

    Kürzungen nicht nur für Rentenversicherungspflichtige

    Der Abzug bei den Vorsorgeaufwendungen gilt auch für Beamte, Richter, Berufssoldaten und Geistliche, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstandmitglieder einer Aktiengesellschaft müssen die Kürzungsregelungen ebenfalls akzeptieren. Der Anteil, der dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Rentenversicherung entspricht, wird auch von den Vorsorgeaufwendungen abgezogen, die sie geltend machen könnten.

    Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf Seite 1 in die Zeilen 4 bis 10 ein.

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    Rürup-Beitrag anpassen

    2017 steigt der Höchstbeitrag für die Basisversorgung von 22.767 Euro auf 23.362 Euro.

    Tipp: Insbesondere Selbstständige, die diesen noch nicht ausschöpfen, können die maximale Steuerentlastung erzielen, wenn sie ihren Beitrag in einen laufenden Rürup-Vertrag dementsprechend erhöhen. Die Zahlungen müssen bis Jahresende 2017 erfolgen, damit sie für die Steuererklärung 2017 berücksichtigt werden können.

    Basiskrankenversicherung in voller Höhe absetzen

    Zu den Sonderausgaben, die Sie in voller Höhe von der Steuer absetzen können, gehören auch die Beiträge für Pflegeversicherung und Krankenkasse – aber nur die, die Sie auf sozialhilfegleichem Niveau absichern. Das ist die sogenannte Basiskrankenversicherung.

    Zahlen Sie mehr, gelten diese Beiträge als sonstige Vorsorgeaufwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Aufwendungen für Wahlleistungen der Kassen. Sind Sie gesetzlich krankenversichert und haben somit Anspruch auf Krankengeld, wird Ihr abzugsfähiger Beitrag um vier Prozent vermindert.

    Ihre Aufwendungen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf den Seiten 1 und 2 in die Zeilen 11 bis 45 ein.

    Bonuszahlung der Krankenkasse

    Für gesetzlich Krankenversicherte, die an einem Gesundheitsprogramm ihrer Krankenkasse teilgenommen und dafür einen Bonus erhalten haben, gibt es eine gute Nachricht: Sie können in der Regel die ungekürzten Beiträge für die Krankenversicherung in der Steuererklärung angeben. Der Bonus kann als Zuschuss der Krankenkasse für gesundheitsbewusstes Verhalten gelten. Konsequenz: Der Zuschuss gilt nicht als Erstattung von gezahlten Krankenversicherungsbeiträgen. Deshalb muss der Sonderausgabenabzug – entgegen der Ansicht der Finanzverwaltung – nicht reduziert werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 1. Juni 2016 (Az. X R 17/15, veröffentlicht am 14. September 2016).

    Im entschiedenen Fall nahm eine Krankenversicherte am Bonusprogramm ihrer gesetzlichen Krankenkasse teil. Die BKK zahlte im Jahr bis zu 150 Euro als Bonus an sie aus. Dies war eine Belohnung für gesundheitsbewusstes Verhalten. Denn die Versicherte verpflichtete sich, an einer Reihe von kostenfreien Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen sowie weitere Gesundheitsmaßnahmen wie Brillen, Osteopathie, Massagen und Heilpraktikerbehandlungen selbst zu finanzieren.

    Weil die steuerliche Bewertung von Bonuszahlungen der Krankenkassen seit Jahren umstritten ist, erteilen die Finanzämter die Steuerbescheide in diesem Punkt seit einiger Zeit vorläufig. Wer also die vollen Sonderausgaben in seiner Steuererklärung angegeben hat, der kann eventuell auf eine nachträgliche Steuererstattung hoffen. Denn sollten sich die zusätzlichen Sonderausgaben im konkreten Berechnungsfall auswirken, muss das Finanzamt Steuern erstatten.

    Änderung des Steuerbescheids beantragen

    Nach Ansicht des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine haben die meisten Finanzämter die Bonuszahlungen automatisch berücksichtigt, weil sie hierüber elektronische Meldungen von den Krankenkassen erhalten. In diesen Fällen sollten Sie eine Änderung aller betroffenen Steuerbescheide beantragen. Dies gilt zumindest für einen Bonus für Gesundheitsmaßnahmen, die über den Basisschutz hinausgehen; nicht jedoch für echte Beitragsrückerstattungen. Diese mindern tatsächlich den Abzug von Sonderausgaben.

    Sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen

    Als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden im Grunde alle Beiträge zur Absicherung von Arbeitslosigkeit, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit sowie Unfall-, Haftpflicht-, Renten- und Lebensversicherungen. Für Arbeitnehmer und Beamte gilt der Höchstbetrag von 1.900 Euro, Selbstständige können 2.800 Euro geltend machen. Auch die Beiträge für Rentenversicherungen, für die Sie vor 2005 erstmals eingezahlt haben, können Sie hier eintragen. Ihre Aufwendungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand auf der Seite 2 in die Zeilen 46 bis 52 ein.

    Das entlastet aber nur wenige Steuerzahler. Wenn Sie die Beiträge für Basiskranken- und gesetzliche Pflegeversicherung abgesetzt haben, bleibt von Ihrem Höchstbetrag meist nicht mehr viel übrig.

    Sonderausgaben für Versicherungen Ihres Kindes

    Beiträge zur inländischen privaten Kranken- und Pflegeversicherung tragen Sie auf der Seite 1 ab Zeile 23 ein. Haben Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder, können Sie auch die Kranken- und Pflegeversicherung Ihres Kindes als Sonderausgaben geltend machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie selbst der Versicherungsnehmer sind oder Ihr Kind. Beiträge können aber nicht zweimal abgesetzt werden: Ihr Kind hat nicht die Möglichkeit, dass die Versicherungsbeiträge als Sonderausgaben in seiner Steuererklärung berücksichtigt werden, wenn Sie selbst die Beiträge geltend machen.

    Dies können Sie, indem Sie die übernommenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der Anlage Kind, Seite 2, Zeilen 31-37 eintragen.

    Falls Sie keinen Anspruch auf Kindergeld haben und als Versicherungsnehmer die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge übernehmen – zum Beispiel für Ihre Kinder –, dann können Sie diese in der Anlage Vorsorgeaufwendungen, Seite 2 ab Zeile 40 eintragen. Sie benötigen auch die Steuer-Identifikationsnummer der „anderen Person“.

    Profitieren vom Riester-Vertrag

    Gehören Sie zum förderberechtigten Kreis der Sparer, die Zulagen für die Riester-Rente erhalten, können Sie im günstigsten Fall bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen. Vor allem Beamte und Arbeitnehmer, die verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, profitieren von diesem Abzug.

    Damit Sie die volle Förderung erhalten, müssen Sie 4 Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens abzüglich der Zulagen sparen. Die Zulagen betragen im Einzelnen:

    • bis zu 154 Euro Grundzulage,
    • einmalig 200 Euro Zuschuss für junge Sparer, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wird, bevor der Riester-Sparer 25 Jahre alt wird,
    • für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt es 185 Euro Kinderzulage, für später geborene 300 Euro. Das gilt aber nur für Kinder, für die ein Kindergeldanspruch besteht.

    Aufwendungen für die Riester-Rente tragen Sie in der Anlage AV ein. Das Finanzamt berechnet, ob der Sonderausgabenabzug oder die Zulagengewährung für Sie günstiger ist.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Private Krankenversicherung Steuerlich Absetzbar

    Als Vorsorgeaufwendungen sind die Beiträge für die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar. Die Basis dafür ist das Bürgerentlastungsgesetz, das der Bundestag nach den Weisungen des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen hatte. Seit Anfang 2010 können deshalb Beiträge, die Bürger für ihre Krankenkasse und für die Pflegeversicherung zahlen, steuerlich viel besser geltend gemacht werden. Die Vorgaben der obersten Richter in Deutschland gelten für Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) genau so, wie für Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bis Ende 2009 konnten die Beiträge für die Kranken- und Pflegekasse nur begrenzt als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden.

    steuerlich absetzbar. Seit dem Jahr 2010 zählen alle Aufwendungen in der steuerlichen Erklärung. Vorausgesetzt, sie dienen dazu, bei den Leistungen ein Niveau zu sichern, das GKV entspricht. Das ermöglicht die so genannte Basiskrankenversicherung.

    Beitragsanteil muss ermittelt werden

    Für privat Versicherte bedeutet das unter Umständen, dass nicht ihre gesamten Prämien in der Jahressteuerklärung vom Fiskus akzeptiert werden. Denn viele Tarife in der PKV sichern weit mehr Leistungen ab, als die Gesetzlichen für ihre Mitglieder bereithalten. Deshalb zählen nur Prämienteile als Vorsorgeaufwendungen, die nicht höher liegen als der Beitrag, den diese Basisversorgung kostet. Der Teil, der nicht absetzbar ist, wird auf eine spezielle Weise ermittelt. Sie ist in einer gesonderten Verordnung des Steuerrechts niedergelegt. Der Berechnung der Beitragsteile, die für die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar sind, muss der Versicherte nicht selbst vornehmen. Das erledigt das Finanzamt auf der Basis einer jährlichen Meldung des Versicherungsunternehmens, bei dem der Steuerzahler Kunde ist. Die Meldung geht an das zuständige Finanzamt und als ein Schreiben für die Unterlagen an den Steuerzahler selbst. Damit erfährt er, was für seine private Krankenversicherung steuerlich absetzbar ist.

    Basisbeitrag zählt

    Die Gesetzgebung hat erreicht, dass durch das Bürgerentlastungsgesetz alle Krankenversicherten gleich behandelt werden. Das gilt unabhängig davon, ob sie in der PKV oder in der GKV versichert sind. Auch die Ehepartner, die Partner in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft und die Kinder erfahren die gleiche Berücksichtigung bei der steuerlichen Behandlung der Beiträge. Gesetzlich Versicherte werden im Verhältnis zu den Mitgliedern der PKV jedoch bei der Steuer etwas besser behandelt. Sie können den gesamten GKV Beitrag in ihrer Steuererklärung geltend machen. Das geht für PKV Versicherte nicht. So gehören etwa die Kosten für eine Behandlung durch den Chefarzt nicht zu einer Basisversorgung. Sie sind deshalb nicht abzugsfähig. Die gesetzliche Kasse kommt ohnehin nicht für solche Leistungen auf.

    RГјckerstattungen sind nicht mehr attraktiv

    Die PKV belohnt ihre Versicherten mit einem besonderen Service. Nehmen sie in einem Jahr gar keine Leistungen in Anspruch, zahlt die Gesellschaft Teile der Beiträge zurück. Auch wer nur in einem geringen Maß beim Arzt war, Kosten für Medikamente aus der eigenen Tasche beglichen hat und keine Behandlung im Krankenhaus nutzte, kann von dieser Beitragsrückerstattung in der PKV profitieren. Viele Tarife arbeiten mit diesen Rückzahlungen, um Versicherte zu ermuntern, bei den Leistungen zurückhaltend zu sein. Für eine Reihe PKV Versicherte sind solche Tarife nach der Verbesserung der steuerlichen Absetzbarkeit nicht mehr in dem Maße attraktiv. Die Beitragsteile werden nämlich im Folgejahr an den Versicherten überwiesen. Im Jahr der Zahlung mindern sie die Sonderausgaben, die in dem betreffenden Jahr für die Private Krankenversicherung steuerlich absetzbar wären. Wer seine Medikamente oder Rechnungen für den Arzt selber zahlt, macht unter Umständen kein Plus mehr. Ob stattdessen eine andere Form beim Selbstbehalt günstiger ist, muss ein Steuerberater prüfen.

    Steuerlich absetzbare Beiträge

    Privat Versicherte, die ihre Jahressteuererklärung selbst machen, sollten sich zunächst genau notieren, was sie steuerlich für die private Krankenversicherung und andere Vorsorge absetzen können. Denn bei den Vorsorgeaufwendungen gibt es insgesamt ein paar Einschränkungen. Der Fiskus akzeptiert jeden Euro, den der Steuerpflichtige für eine Basiskrankenversicherung und für eine gesetzliche Pflegeversicherung zahlt. Berücksichtigt wird alles, was der Versicherte für sich selbst, für seinen Ehepartner oder eingetragenen Lebensgefährten und für seine Kinder ausgibt. Unter gewissen Umständen kommen auch Ausgaben für die Basisversorgung von getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten in Betracht. Zahlt der Steuerpflichtige für jemanden, dem er Unterhalt schuldet, Beiträge für eine Basispolice und zur Pflegekasse, darf er auch das absetzen. Hier zählen in erster Linie Kinder, die zwar bedürftig sind, aber kein Kindergeld mehr bekommen.

    Andere Vorsorgebeiträge werden gekürzt

    Während sich die steuerliche Absetzbarkeit der PKV Prämien verbessert hat, wurden die sonstigen Vorsorgeaufwendungen gekürzt. Konsequenzen hat das für alle, die gut verdienen. Denn sie können zwar Prämien für die private Krankenversicherung absetzen. Für die Prämien, die an eine Arbeitslosenversicherung oder an eine Haftpflicht- oder Unfallversicherung gezahlt werden, ist in der Steuererklärung kein Platz mehr. Auch wer sich mit einer wichtigen Berufsunfähigkeitspolice absichert, ist betroffen. Der Fiskus akzeptiert solche Ausgaben seit 2010 nur dann, wenn die Vorsorgeaufwendungen in der Summe unter einer Höchstgrenze bleiben. Für Single liegt diese Grenze bei 2.800 Euro, wenn sie ihre Beiträge zur PKV allein tragen, bei 1.900 Euro für Beihilfeberechtigte und Arbeitnehmer. Die Grenze für Paare liegt beim Doppelten dieser Beträge. Werden die Höchstgrenzen bereits durch Beiträge zu Basiskrankenversicherung und zu Pflegekasse erreicht, fällt die steuerliche Berücksichtigung aller anderen Vorsorgeaufwendungen steuerlich unter den Tisch.

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    PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

    Veröffentlicht unter Krankenversicherung | Publiziert am 2. Mai 2013 von Marco Mahling

    private Krankenversicherung von der Steuer absetzen

    PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

    Falls Sie Ihre Einkommensteuererklärung in der Regel selbst erstellen, sollten Sie wissen, dass Sie seit dem Januar 2010 in weit größerem Umfang als bisher Ihre private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzen können. Hintergrund ist das Bürgerentlastungsgesetz das eingeführt worden ist. Auf diese Weise sinkt Ihr zu versteuerndes Einkommen und Sie bekommen mehr Netto vom Brutto.

    Seit 1.1.2010 ist die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

    Die Verabschiedung des Bürgerentlastungsgesetzes hat dafür gesorgt, dass die Deutschen in Zukunft weniger Steuern zahlen müssen. Aktuell dürfen als Vorsorgeaufwendungen maximal 1.900 Euro in der jährlichen Steuererklärung geltend machen, falls Ihr Arbeitgeber einen Teil der Sozialbeiträge übernimmt. Müssen Sie beispielsweise als Selbstständiger allein für Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aufkommen, werden für Ihre Vorsorgeaufwendungen maximal 2.800 Euro vom Einkommen abgesetzt. Da zu den Vorsorgeaufwendungen auch die Beiträge für Haftpflicht-, Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen zählen, ist die private Krankenversicherung nur bedingt möglich bzw. schwer möglich .

    So ist Ihre PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar

    Um Ihre private Krankenversicherung steuerlich absetzbar zu machen, brauchen Sie eine Bescheinigung nach §10 Abs. 1 Nr. 3 EStG Ihres Versicherers. Auch für Ihren Ehepartner und Ihre Kinder können Sie die Beiträge für die private Krankenversicherung absetzen. Unter dem Stichwort Vorsorgeaufwendungen ist nicht nur die private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzbar, hier werden auch die Beiträge für die private Haftpflicht, für die Unfallversicherungen aller Familienmitglieder, Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung, für die Risikolebensversicherung und für die Haftpflichtversicherungen für Ihre Fahrzeuge eingetragen. Der Basistarif der privaten Krankenversicherung PKV, der ungefähr dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, wird bei der Steuer ebenfalls berücksichtigt . Um diese Summe verringert sich das zu versteuernde Einkommen und Ihr persönlicher Steuersatz wird dadurch niedriger . Es auch möglich ihre persönliche Steuer ID-Nummer bei der Krankenversicherung zu hinterlegen und dann werden die Beiträge zur Kranken-und Pflegeversicherung direkt dem Finanzamt übermittelt. Ein Muster von dieser Bescheinigung finden Sie hier als Download:

    PKV Private Krankenversicherung steuerlich absetzen lohnt sich

    Am Beispiel eines jungen Familienvaters, der selbstständig tätig ist und für seine vierköpfige Familie pro Monat 732 Euro Krankenversicherungsbeiträge leistet, ergibt sich dadurch, dass die private Krankenversicherung steuerlich absetzbar ist, eine monatliche Ersparnis von 183 Euro. Das private Krankenversicherung PKV absetzen lohnt sich also und sorgt tatsächlich dafür, dass die Bürger entlastet werden, wie es der Name des Gesetzes verspricht.

    Steuertrick bei der privaten Krankenversicherung PKV

    Wie Sie steuerlich noch mehr rausholen können bei der privaten Krankenversicherung, das können Sie hier auf meinem Blog nachlesen:

    Spielräume nutzen und noch mehr sparen

    Unter gewissen Umständen lassen sich durch die Tatsache, dass die private Krankenversicherung PKV steuerlich absetzbar ist, noch mehr Steuern sparen. Freiberufler und Selbstständige dürfen bis zu 30 Monatsbeiträge als Einmalzahlung im Voraus leisten und können diesen Beitrag in einem Jahr geltend machen. Das ist besonders vorteilhaft, wenn das Einkommen in einem Kalenderjahr überdurchschnittlich hoch ist. Im kommenden Jahr werden dann die Beiträge für die restlichen Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht, die ansonsten nicht berücksichtigt werden könnten, weil die Krankenversicherungsbeiträge zu hoch sind. Allerdings sollte ein solches Vorgehen in jedem Fall mit dem Steuerberater besprochen werden.

    Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherunf für Ihre Kinder

    Seit dem Jahr 2010 dürfen die Eltern auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ihrer Kinder, füe die die Eltern noch Kindergeld beziehen, als Sonderausgaben abziehen. Diesem Steuersparmodell hat die OFD Münster jetzt Grenzen gesetzt im Juli 2013, sodass Eltern und Kinder neu rechnen müssen. Den ganzen Beitrag dazu können Sie im WISO SteuerBrief nachlesen, hier der Link dazu:

    Rückfragen / weitere Unterlagen

    Wenn Sie dazu Fragen haben zur PKV steuerlich absetzbar oder weitere Unterlagen wünschen, so senden Sie mir bitte eine Email zu ([email protected]), nutzen mein Kontaktformular oder das Chat-Fenster unten rechts.

    Weitere Beiträge zur PKV auf meinem Blog

    Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

    2 Kommentare zu “PKV private Krankenversicherung steuerlich absetzbar”

    Kategorien

    Finanzdienstleistungen Marco Mahling GmbH & Co. KG

    Источники: http://www.finanztip.de/vorsorgeaufwendungen/, http://www.kvzentrale.com/thema/private-krankenversicherung-steuerlich-absetzbar, http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/pkv-private-krankenversicherung-steuerlich-absetzbar/

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