Private rentenversicherung sonderausgaben

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    Rente, Pension und Altersvorsorge: Jetzt kümmern und später Bescheid wissen!

    Mit Beginn des Ruhestands ist das Thema "Steuererklärung" noch nicht vorbei: Altersbezüge sind nicht steuerfrei, und deshalb müssen Pensionäre und auch viele Rentner weiterhin eine Steuererklärung abgeben.

    Pensionen sind in voller Höhe steuerpflichtig als (nachträgliche) Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit. Renten dagegen sind meist nur mit einem bestimmten Anteil steuerpflichtig. Betriebsrenten aus einer Pensionszusage oder Unterstützungskasse, die ehemalige Angestellte von ihrem früheren Arbeitgeber erhalten, werden steuerlich wie Pensionen behandelt.

    Altersvorsorge-Aufwendungen sind Vorsorgeaufwendungen, bei denen gesichert ist, dass sie tatsächlich für die Altersvorsorge verwendet werden (Altersbasisversorgung). Sie sind in der Steuererklärung im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig.

    Im Folgenden geben wir Ihnen einen ersten Überblick über die Themen

    1. Gesetzliche Rente, private Renten und Betriebsrenten

    Steuerlich gesehen gibt es verschiedene Gruppen von Renten:

    • Renten, die nachgelagert besteuert werden, wie etwa die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier bestimmt das Jahr des Rentenbeginns über den sogenannten Besteuerungsanteil der Rente;
    • nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtige Renten, wie Renten aus privaten Versicherungen oder Zusatzversorgungsrenten nach dem öffentlichen Dienst;
    • Renten, die in voller Höhe steuerpflichtig sind, soweit sie auf steuerfreien bzw. steuerlich geförderten Beiträgen beruhen. Davon betroffen sein können Renten aus der betrieblichen Altersvorsorge oder eine Riester-Rente;
    • Renten, die in voller Höhe steuerfrei sind, wie die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

    Maßgebend für die Besteuerung einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung der Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn. Rentenbeginn ist der Zeitpunkt, ab dem die Rente, ggf. auch nach rückwirkender Zubilligung, tatsächlich bewilligt wird. Wann der Rentenantrag gestellt wird oder erstmals die Rente gezahlt wird, spielt für den Rentenbeginn keine Rolle. Auch das Datum des Rentenbescheids ist ohne Bedeutung. Auch bei Rentennachzahlungen ist unter Rentenbeginn der Zeitpunkt zu verstehen, in dem der Rentenanspruch entstanden ist.

    Der Beginn der Rente wird im Rentenbescheid genannt und muss in Zeile 7 auf der Vorderseite der Anlage R eingetragen werden.

    Empfehlung der Redaktion

    Für in 2005 bereits bestehende Renten (Bestandsrenten) beträgt der Besteuerungsanteil 50 %. Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen nach 2005 sind aber in voller Höhe steuerpflichtig.

    Für Renten, die ab 2006 beginnen, steigt der Besteuerungsanteil abhängig vom Jahr des Rentenbeginns (Rentnerjahrgang) bis zum Jahr 2020 schrittweise um zwei Prozentpunkte jährlich auf 80 % und danach um einen Prozentpunkt jährlich auf 100 % ab dem Jahr 2040.

    Leibrenten aus privaten Versicherungen meist mit dem günstigen Ertragsanteil besteuert. Dazu gehören zum Beispiel Renten aus einer privaten Rentenversicherung, aus einer privaten Unfallversicherung und aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

    In der Regel sind Rentenzahlungen aus einer privaten Versicherung an das Leben einer Person gebunden (Leibrente). Je nach Zeitdauer der Rente gibt es zwei verschiedene Rentenarten:

    • Die (lebenslange) Leibrente wird so lange gezahlt, wie der Rentenbezieher oder eine andere Person lebt.
    • Die abgekürzte Leibrente ist zwar auch an das Leben des Rentenbeziehers oder einer anderen Person gebunden, wird aber nur für eine bestimmte Dauer gezahlt. Dazu gehören zum Beispiel eine private Erwerbsminderungsrente oder eine Waisenrente aus einer privaten Versicherung.

    Bei lebenslangen Leibrenten hängt die Höhe des steuerpflichtigen Ertragsanteils vom Lebensalter bei Rentenbeginn ab. Dabei gilt: Je früher die Rente beginnt, desto länger ist (statistisch gesehen) Ihre Lebenserwartung und damit die Laufzeit Ihrer Rente. Und umso höher ist folglich der Ertragsanteil.

    Betriebliche Altersvorsorge liegt vor, wenn der Arbeitgeber Leistungen zur Alters-, Hinterbliebenen- oder Invaliditätsversorgung zusagt. Diese Versorgungszusage erfüllen Arbeitgeber im Rahmen von fünf möglichen Durchführungswegen: Direktzusage (Pensionszusage), Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds.

    Bei der Besteuerung von Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge ist abhängig vom Durchführungsweg zu unterscheiden:

    • Die Zahlungen werden wie die Pension eines Beamten in voller Höhe als nachträgliche Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit versteuert (Werkspensionen). Dazu zählen Leistungen aus einer Direktzusage (Pensionszusage) oder Unterstützungskasse.
    • Die Zahlungen werden wie Renten besteuert. Das gilt für Betriebsrenten aus einer Direktversicherung, Pensionskasse oder einem Pensionsfonds.

    2. Besteuerung von Pensionen

    Pensionen sind grundsätzlich in voller Höhe steuerpflichtig als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.

    Anders als bei einem Rentenbezieher ändert sich also im Grundsatz für Pensionäre beim Übergang in den Ruhestand steuerlich nicht viel: Der (ehemalige) Arbeitgeber behält monatlich Lohnsteuer ein, in der Steuererklärung wird das Ruhegehalt in der Anlage N eingetragen – wie bisher das Gehalt aus der aktiven Dienstzeit.

    Einen steuerlichen Vorteil haben Pensionäre im Vergleich zu aktiven Arbeitnehmern: Ihr Ruhegehalt zählt zu den Versorgungsbezügen, für die es den Versorgungsfreibetrag und den Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag gibt. Dadurch wird die Steuerbelastung zumindest ein wenig abgemildert.

    3. Altersvorsorge

    Altersvorsorgeaufwendungen und viele sonstige Vorsorgeaufwendungen sind nur begrenzt steuerlich abziehbar. Es gibt eine alte und eine neue Berechnungsmethode. Das Finanzamt wendet immer die für den Steuerzahler finanziell bessere Methode an (Günstigerprüfung).

    Zur abziehbaren "Altersbasisversorgung" gehören ausschließlich

    • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (die allgemeine und die knappschaftliche Rentenversicherung);
    • Beiträge an die landwirtschaftliche Alterskasse;
    • Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen;
    • und Beiträge für eine private "Rürup-Rente" (Basisrente-Alter, seit 2014 auch Basisrente-Erwerbsminderung).

    4. Riester-Rente

    Mit der Riester-Rente werden vor allem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer und Beamte gefördert.

    Riester Rente

    Darüber hinaus können die gesamten Aufwendungen für den Altersvorsorgevertrag als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wobei die Altersvorsorgezulage angerechnet wird.

    Die Förderung gibt es vor allem für zertifizierte (private) Altersvorsorgeverträge, aber auch für eine betriebliche Altersvorsorge. Sie endet mit dem Übergang in die Altersrente bzw. den Ruhestand, spätestens mit der Vollendung des 67. Lebensjahres.

    Das angesparte Kapital wird in der Regel als Rente ausbezahlt, die Rentenzahlungen müssen grundsätzlich in voller Höhe versteuert werden.

    5. Rürup-Rente

    Bei einer Rürup-Rente (Basisrente) handelt es sich um einen Vertrag zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung, ggf. ergänzt um eine Absicherung des Eintritts der verminderten Erwerbsfähigkeit, der Berufsunfähigkeit oder von Hinterbliebenen (Basisrente-Alter). Seit 2014 wird auch die die Absicherung gegen den Eintritt der verminderten Erwerbsfähigkeit im Versicherungsfall, ggf. verbunden mit einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gefördert (Basisrente-Erwerbsminderung).

    Der Rürup-Vertrag muss eine monatliche, gleichbleibende oder steigende, lebenslange Leibrente vorsehen.

    Nicht zulässig sind also beispielsweise ein Kapitalwahlrecht oder eine (teilweise) Kapitalauszahlung, ein Auszahlungsplan, eine Auszahlung durch die regelmäßige Gutschrift einer gleichbleibenden oder steigenden Anzahl von Investmentanteilen oder ein planmäßiges Sinken der Rentenhöhe.

    Eine Mindestrente muss der Anbieter nicht garantieren. Deshalb kommt auch eine fondsgebundene Rentenversicherung infrage.

    Damit die Beiträge als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich abzugsfähig sind, muss im Versicherungsvertrag eine auf das Leben des Versicherten bezogene lebenslange Rente vereinbart sein. Der Vertrag muss zudem nach § 5a AltZertG zertifiziert sein und der Versicherte einwilligen, dass der Anbieter bestimmte Daten an die Finanzverwaltung elektronisch übermittelt. Die Ansprüche aus dem Vertrag dürfen zudem

    • nicht vererblich,
    • nicht übertragbar,
    • nicht beleihbar,
    • nicht veräußerbar und
    • nicht kapitalisierbar sein.

    Interessante Beiträge zu diesem Thema:

    Seit 2005 gelten für Renten neue Steuerregeln. Eine Rentensteuer wie häufig zu lesen ist, wurde durch das Alterseinkünftegesetz aber nicht eingeführt. Ob Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben und Steuern zahlen müssen, hängt vor allem davon ab, wie hoch der steuerpflichtige Anteil Ihrer Rente(n) ist. Denn Renten werden höchst unterschiedlich besteuert:

    Die Renten und Pensionen steigen in Zukunft langsamer, das Versorgungsniveau sinkt in den kommenden Jahren. Dadurch entsteht im Alter eine Versorgungslücke. Die Devise lautet also: Sie müssen selbst für das Alter vorsorgen. Als Anreiz zum Sparen erhalten Sie eine staatliche Förderung: die sog. Riester-Rente .

    Jeder zahlt Versicherungsbeiträge , zur gesetzlichen Sozialversicherung, privaten Kranken-, Pflege-, Haftpflicht-. Lebensversicherung usw. Nur, welche Beiträge sind steuerlich absetzbar, mit welchem Anteil in welcher Höhe und wie werden die Beiträge richtig in die Anlage Vorsorgeaufwand der Steuererklärung eingetragen, damit das Finanzamt den höchstmöglichen Betrag steuerlich anerkennt?

    News zum Thema

    Keine Steuerermäßigung für vertragsgemäße Kapitalauszahlung aus einer Pensionskasse

    [05.10.2017] Die einmalige Kapitalabfindung laufender Ansprüche gegen eine Pensionskasse führt nicht zu ermäßigt zu besteuernden außerordentlichen Einkünften, wenn das Kapitalwahlrecht schon in der ursprünglichen Versorgungsregelung enthalten war. mehr

    Gesetzliche Rente: Wie hoch ist der Besteuerungsanteil?

    [05.05.2017] Der Besteuerungsanteil bestimmt sich grundsätzlich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Rentenbeginn ist der Zeitpunkt, ab dem die Rente, ggf. auch nach rückwirkender Zubilligung, tatsächlich bewilligt wird. Auch bei Rentennachzahlungen ist unter Rentenbeginn der Zeitpunkt zu verstehen, in dem der Rentenanspruch entstanden ist. mehr

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    Wann ist die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar über die Steuererklärung?

    Dass die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen wird, davon berichtet auch dieser erschreckende Beitrag von Umschau im MDR. Weiteres Info´s zur steuerlichen Absetzbarkeit der privaten Rentenversicherung sowie über die staatlichen Förderungen und Zuschüsse finden Sie unten.

    Veröffentlicht unter Altersvorsorge | Publiziert am 28. März 2013 von Marco Mahling

    private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

    Wann ist eine private Rentenversicherung steuerlich absetzbar?

    In unserer Zeit wird die private Altersvorsorge (PAV) unverzichtbar , um nach einem ertragreichen Arbeitsleben seinen Ruhestand genießen zu können. Längst fordert auch der Staat dazu auf, privat vorzusorgen, denn die gesetzlichen Bezüge werden in 20 Jahren nicht mehr reichen, da sich die Demographie zu Ungunsten der aktuell werktätigen Bevölkerung verschiebt. Häufig wird deshalb die Frage gestellt, ob die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist? Die Antwort muss geteilt ausfallen.

    In diesen Fällen sind die Beiträge in die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

    Der Staat fördert die Beiträge in die private Rentenversicherung als Altersvorsorge für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer über Produkte mit der Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge in der Altersvorsorge Schicht 2, sowie für Selbstständige bzw. Freiberufler über Angebote der Basis-Rente (auch als Rürup-Rente bekannt) in der Schicht 1. Bei der Basis-Rente (=Rürup-Rente) kann man im Jahr 2013 insgesamt 15.200 € für Ledige und 30.400 € für verheiratete Paare absetzen. Das entspricht 76% von den Höchstgrenzen 20000 € Ledige/40000 Ehepaare. Von den Höchstgrenzen muss man aber noch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu den Versorgungswerken abziehen, d amit man die max. Höhe für die Rürup-Rente bekommt. Die prozentuale Absetzbarkeit in Bezug auf die Höchstgrenzen steigt jährlich um 2% an, die max. Absetzbarkeit ist im Jahr 2025 erreicht. In all diesen Fällen schießt der Staat entweder selbst Geld dazu oder fördert die private Rentenversicherung als Altersvorsorge durch steuerliche Absetzbarkeit der geleisteten Beiträge. Diese Entscheidung liegt allerdings nicht im Ermessen des Vorsorgenden. Das Finanzamt führt mit dem Ende eines jeden Jahres bei der Steuererklärung die sogenannte „Günstiger-Prüfung“ durch, bei der es ermisst, ob es für den Vorsorgenden besser wäre, direkt unterstützt zu werden oder die Förderung über Abschläge bei der Steuer zu erhalten. Eine Übersicht sowie die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit der unterschiedlichen Schichten finden Sie weiter unten im Artikel (links als Bild). In der Rentenphase müssen die Leistungen aus der Schicht 1 und Schicht 2 voll versteuert werden, weil man den Steuervorteil in der Ansparphase hat und den Steuernachteil in der Leistungsphase (=Rentenbezug).

    Wie man die Beiträge zur privaten Rentenversicherung in der Schicht 3 während der Ansparphase steuerlich absetzen kann, können Sie weiter unten im Beitrag nachlesen unter „Beiträge zur priv. Rentenversicherung Schicht 3 in der Steuererklärung angeben“.

    Bei der Riester-Rente kann man max. 2.100 € p.a. steuerlich absetzen (nachlesen können Sie das auch hier: Riester Rente Steuererklärung). Wie hoch die staatliche Förderung bei der Riester-Rente ausfallen kann in Bezug auf die Steuerrückerstattung und staatliche Zulage , das wird Ihnen in dieser Musterberechnung dargestellt (Musterkunde Ledig, Bruttogehalt 60.000 €, mtl. Beitrag 162,17 €, keine Kinder):

    Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 in der Steuererklärung angeben

    Bei der jährlichen Steuererklärung ist es möglich, die Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 im Rahmen der Sonderausgaben anzusetzen und so die Einkommenssteuer zu reduzieren. Die private Rentenversicherung ist also nicht voll steuerlich absetzbar , nur im Rahmen der Sonderausgaben und diese sind oft schon aufgebraucht durch die Beiträge z.B. zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, Krankentagegeldversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Solange man Beiträge bezahlt für die Krankenversicherung sowie Pflegeversicherung kann ein Arbeitnehmern max. 1900 Euro davon absetzen. Ist der entrichtete Betrag für die genannten Versicherungen kleiner, können dafür die Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 bis zur Höchstgrenze eingesetzt und somit abgesetzt werden. Sollten Ihnen keine steuerfreien Zulagen wie zum Beispiel der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung zufließen, können sogar bis zu 2800 Euro als Höchstgrenze genommen werden. Das betrifft vor allem Beamte und Selbständige, da sie häufig Angehörige der privaten Krankenversicherung sind und ihre Beiträge alleine tragen müssen (ohne Arbeitgeberanteil).

    Denken Sie bei Ihrer Altersvorsorge auch an Ihre Arbeitskraft

    Jeder vierte Mann und jede fünfte Frau wird berufsunfähig in Deutschland und die Frage an Sie lautet dann: Können Sie sich Ihre Altersvorsorge noch leisten? Wie hoch die Absicherung bei Erwerbungsfähigkeit über die Rentenversicherung? Laden Sie sich meinen Leitfaden herunter, darin erfahren Sie alles:

    Die Rentenphase bei sonstigen Produkten der privaten Altersvorsorge (PAV) in der Schicht 3

    Es stellt sich somit die Frage, ob auch andere Angebote in der Altersvorsorge Schicht 3 für die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar sind bzw. vom Staat zumindest ähnlich behandelt werden? Dies ist nicht der Fall . Im Prinzip ist eine solche private Altersvorsorge nichts anderes als ein Sparkonto, das aus freien Stücken von dem Sparenden befüllt wird und die Beiträge in der Ansparphase sind nur über die Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar .

    Allerdings hat diese Form der Altersvorsorge in der Schicht 3 den Vorteil, dass zum Rentenbeginn auf die Erträge (=Gewinne) keine Abgeltungssteuer anfällt, nur im Falle einer vorzeitigen Kündigung. Die Erträge müssen bei dieser Form der Altersvorsorge bei einer Auszahlung mit dem Halbeinkünfteverfahren versteuert werden und bei einer Verrentung mit dem Ertragsanteil versteuert werden (weitere Info´s siehe unten). Beides ist i.d.R. um einiges günstiger als eine Versteuerung über die Abgeltungssteuer . In diesem Fall ist es ratsam, über die Zinsen einen Vergleich der unterschiedlichen Produkte der PAV zu machen, um auf diese Weise festzustellen, ob ein Wechsel ins Riester- bzw. Rürup-System nicht ratsamer wäre. Die meisten Anbieter entsprechender Produkte offerieren einen problemlosen Wechsel, wenn das ursprüngliche Angebot abgeschlossen wurde, bevor es die staatlichen geförderten Möglichkeiten gab.

    Anbei eine detaillierte Übersicht über alle Schichten der Altersvorsorge (incl. private Rentenversicherung steuerlich absetzbar) zum Download als PDF :

    Steuerliche Absetzbarkeit bei der Auszahlung in der Schicht 3

    Schichten der Altersvorsorge

    Die Frage, ob die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, wird zum Zeitpunkt der Auszahlung (=Rentenbeginn) wieder interessanter , denn ab dann müssen nur noch die Hälfte der Erträge (Ertrag = Gesamtkapital zur Auszahlung abzgl. die eingezahlten Beiträge) versteuert werden mit dem persönlichen Steuersatz, wenn man sich das Kapital auf einmal komplett auszahlen lässt (Halbeinkünfteverfahren). Im Falle einer mtl. Verrentung muss man den Ertragsanteil aus der mtl. Rente mit dem persönlichen Steuersatz versteuern (Ertragsanteilbesteuerung). Der Rest darf so behalten werden. Ist die private Altersvorsorge PAV bis Ende 2004 abgeschlossen worden, so sind die Erträge unter gewissen Voraussetzungen sogar komplett von der Steuer befreit (Vertragsdauer mind. 12 Jahre, mind. 5 Jahre Beiträge bezahlt, Todesfallschutz mind. 60% der Beitragssumme (nicht bei Rentenversicherungen), Police wurde nicht steuerschädlich zur Absicherung eines Darlehens eingesetzt) . Eine grobe Übersicht zum Altersvorsorgesystem seit 2005 finden Sie auf dem Bild links.

    Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Email ([email protected]) zur Verfügung, nutzen Sie auch mein Kontaktformular.

    Weitere Artikel aus meinem Blog:

    Rückfragen / weitere Unterlagen private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

    Wenn Sie dazu weitere Fragen haben zur private Rentenversicherung steuerlich absetzbar oder Unterlagen wünschen, so senden Sie mir bitte eine Email zu ([email protected]) oder nutzen mein Kontaktformular.

    Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

    4 Kommentare zu “Wann ist die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar über die Steuererklärung?”

    Hallo würde gerne den Newsletter abonnieren. Aber meine Email wird nicht akzeptiert. Könnte man manuell eingetragen werden? Besten Dank.

    Gut recherchierter Artikel, der selbst für den Laien leicht verständlich ist! Trotzdem würde ich beim Thema Altersvorsorge immer einen Profi zur Beratung ziehen!

    ich zähle neben meinen Sozialversicherungen noch in eine private Altersvorsorge Euro 6000 jährlich ein. Es soll ja steuerlich absetzbar sein. Tatsächlich werden als vorsorgeaufwendungen aber nur Euro 1900 für das ganze Jahr anerkannt. Diese pauschale wird aber bereits durch die Sozialversicherungen ueberschritten. Was tun also?

    Kategorien

    Finanzdienstleistungen Marco Mahling GmbH & Co. KG

    Welche private Rentenversicherung ist steuerlich absetzbar?

    Wer privat vorsorgt und Beiträge in eine private Rentenversicherung einzahlt, kann diese steuerlich absetzen. Wie hoch die Steuerminderung ausfällt, hängt jedoch von der Art der in Anspruch genommenen Förderung und der Art des Vertrages ab, wie Finanzberater.net im Folgenden zeigt.

    Die Beiträge zur Riester- und Rürup-Rente können als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden Da die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, verringert sich zugleich das zu versteuernde Einkommen. © Andreas Morlok / pixelio.de

    Im Zuge des Einkünftegesetzes aus dem Jahr 2005 haben sich einige Änderungen bei der Behandlung der privaten Rentenversicherung ergeben. Der deutsche Staat fördert seitdem Privatrenten-Versicherte mit den sogenannten Sonderausgaben. Um die Beiträge für Ihre private Rentenversicherung in der Steuererklärung anzugeben, benötigen Sie zusätzlich zu den üblichen Formularen der Steuererklärung die Anlage V für den Vorsorgeaufwand und die Unterlagen zur Versicherung. Im Formular müssen Sie die eingezahlten Versicherungsbeiträge abzüglich der Rückerstattungen, Zuschüsse und Gewinnanteile angegeben. Wurde Ihr Vertrag allerdings noch vor dem Jahr 2005 abgeschlossen, so können Sie die Beiträge weiterhin als Sonderausgaben bzw. als sonstige Vorsorgeaufwendungen absetzen. Wie die Beiträge einer Riester- bzw. Rürup-Rente als private Rentenversicherung genau steuerlich absetzbar sind, darüber informiert Sie Finanzberater.net nun im folgenden Artikel.

    Private Rentenversicherung: Riester-Rente steuerlich absetzbar

    Bei der Riester-Rente gibt es zur Förderung staatliche Zulagen oder eine Steuerminderung in Form der steuerlichen Absetzbarkeit der eingezahlten Beiträge. Während Familien und Geringverdiener eher die Zulagen in Anspruch nehmen, ist bei einem höheren Einkommen die steuerliche Absetzbarkeit interessant. Der Abzug der Sonderausgaben in der Steuererklärung wird seit 2008 bis 2.100 Euro anerkannt. Da die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, verringert sich zugleich das zu versteuernde Einkommen. Ein zusätzlicher Sonderausgabenabzug wird vom Finanzamt gewährt, wenn er für den Steuerpflichtigen günstiger als der Anspruch auf Zulage ist. Bei der Veranlagung zur Einkommenssteuer wird diese sogenannte Günstigerprüfung von Amts wegen vorgenommen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Sie den zusätzlichen Sonderausgabenabzug im Rahmen Ihrer Einkommenssteuererklärung beantragt haben. Fällt die steuerliche Ersparnis durch den Sonderausgabenabzug größer als die Zulage aus, wird der Differenzbetrag vom Finanzamt erstattet bzw. mit der Steuerschuld bei der Steuererklärung verrechnet.

    Da die Beiträge zur Riester-Rente in der Ansparphase durch steuerliche Vorteile begünstigt werden, erfolgt die Besteuerung der privaten Rentenversicherung nachgelagert in der Auszahlphase. Der Versicherte profitiert dabei in der Regel von einem niedrigen Steuersatz im Ruhestand, denn in der Ansparphase waren sein Einkommen und somit auch der persönliche Steuersatz höher.

    Rürup-Beiträge als private Rente steuerlich absetzen

    Die Rürup-Rente ist bei Weitem nicht so bekannt wie die Riester-Rente. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die als private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist. Die Hauptzielgruppe dieser Altersvorsorge sind jedoch Selbstständige, Freiberufler und Angestellte bzw. Beamte mit hohem Einkommen. Versicherte können auf diese Weise auch höhere Beiträge in die Rürup-Rente einzahlen, als es für die Riester-Rente möglich wäre, die nur bis zu einem Maximalbetrag gefördert wird. Im Gegensatz zur Riester-Rente unterstützt der Staat diese Leibrente in erster Linie über steuerliche Absetzungsmöglichkeiten der Beiträge. Als Sonderausgaben im Rahmen der Steuererklärung mindern sie direkt das zu versteuernde Einkommen und die Steuerlast. Um die steuerliche Förderung nutzen zu können, muss der Versicherte in Deutschland vollständig einkommensteuerpflichtig sein, zudem muss der Rentenvertrag einige Voraussetzungen erfüllen:

    • Es muss eine lebenslange „Leibrente“ sein.
    • Die Rente darf frühestens ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden. (für Verträge ab 2012 ab 63 Jahren)
    • Die Rente darf nicht beleihbar, vererblich, veräußerbar und übertragbar sein.
    • Eine einmalige Komplettauszahlung ist ebenfalls nicht möglich.

    Wie viel bei der Rürup-Rente an Steuer gespart werden kann, richtet sich nach den geleisteten Einzahlungen. Feste monatliche Beträge müssen bei der Rürup-Rente nicht vereinbart werden. So ist es möglich am Jahresende eine Sonderzahlung zu leisten, um den höchstmöglichen Nutzen zu erhalten. Insgesamt können pro Jahr 20.000 Euro pro Person geltend gemacht werden, Ehepaare können 40.000 Euro ansetzen. Von heute bis ins Jahr 2025 können jedoch nicht die gesamten eingezahlten Beiträge bei der Steuer geltend gemacht werden, sondern nur ein bestimmter Prozentsatz. Dieser liegt für das Jahr 2012 bei 74 % und steigt pro Jahr um weitere 2 % an. Im Jahr 2040 können dann 100 % steuerlich geltend gemacht werden.

    Wer privat vorsorgt und Beiträge in eine private Rentenversicherung einzahlt, kann diese steuerlich absetzen. Wie hoch die Steuerminderung ausfällt, hängt jedoch von der Art der in Anspruch genommenen Förderung und der Art des Vertrages ab, wie Finanzberater.net im Folgenden zeigt.

    Die Beiträge zur Riester- und Rürup-Rente können als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden Da die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, verringert sich zugleich das zu versteuernde Einkommen. © Andreas Morlok / pixelio.de

    Im Zuge des Einkünftegesetzes aus dem Jahr 2005 haben sich einige Änderungen bei der Behandlung der privaten Rentenversicherung ergeben. Der deutsche Staat fördert seitdem Privatrenten-Versicherte mit den sogenannten Sonderausgaben. Um die Beiträge für Ihre private Rentenversicherung in der Steuererklärung anzugeben, benötigen Sie zusätzlich zu den üblichen Formularen der Steuererklärung die Anlage V für den Vorsorgeaufwand und die Unterlagen zur Versicherung. Im Formular müssen Sie die eingezahlten Versicherungsbeiträge abzüglich der Rückerstattungen, Zuschüsse und Gewinnanteile angegeben. Wurde Ihr Vertrag allerdings noch vor dem Jahr 2005 abgeschlossen, so können Sie die Beiträge weiterhin als Sonderausgaben bzw. als sonstige Vorsorgeaufwendungen absetzen. Wie die Beiträge einer Riester- bzw. Rürup-Rente als private Rentenversicherung genau steuerlich absetzbar sind, darüber informiert Sie Finanzberater.net nun im folgenden Artikel.

    Private Rentenversicherung: Riester-Rente steuerlich absetzbar

    Bei der Riester-Rente gibt es zur Förderung staatliche Zulagen oder eine Steuerminderung in Form der steuerlichen Absetzbarkeit der eingezahlten Beiträge. Während Familien und Geringverdiener eher die Zulagen in Anspruch nehmen, ist bei einem höheren Einkommen die steuerliche Absetzbarkeit interessant. Der Abzug der Sonderausgaben in der Steuererklärung wird seit 2008 bis 2.100 Euro anerkannt. Da die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, verringert sich zugleich das zu versteuernde Einkommen. Ein zusätzlicher Sonderausgabenabzug wird vom Finanzamt gewährt, wenn er für den Steuerpflichtigen günstiger als der Anspruch auf Zulage ist. Bei der Veranlagung zur Einkommenssteuer wird diese sogenannte Günstigerprüfung von Amts wegen vorgenommen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Sie den zusätzlichen Sonderausgabenabzug im Rahmen Ihrer Einkommenssteuererklärung beantragt haben. Fällt die steuerliche Ersparnis durch den Sonderausgabenabzug größer als die Zulage aus, wird der Differenzbetrag vom Finanzamt erstattet bzw. mit der Steuerschuld bei der Steuererklärung verrechnet.

    Da die Beiträge zur Riester-Rente in der Ansparphase durch steuerliche Vorteile begünstigt werden, erfolgt die Besteuerung der privaten Rentenversicherung nachgelagert in der Auszahlphase. Der Versicherte profitiert dabei in der Regel von einem niedrigen Steuersatz im Ruhestand, denn in der Ansparphase waren sein Einkommen und somit auch der persönliche Steuersatz höher.

    Rürup-Beiträge als private Rente steuerlich absetzen

    Die Rürup-Rente ist bei Weitem nicht so bekannt wie die Riester-Rente. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die als private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist. Die Hauptzielgruppe dieser Altersvorsorge sind jedoch Selbstständige, Freiberufler und Angestellte bzw. Beamte mit hohem Einkommen. Versicherte können auf diese Weise auch höhere Beiträge in die Rürup-Rente einzahlen, als es für die Riester-Rente möglich wäre, die nur bis zu einem Maximalbetrag gefördert wird. Im Gegensatz zur Riester-Rente unterstützt der Staat diese Leibrente in erster Linie über steuerliche Absetzungsmöglichkeiten der Beiträge. Als Sonderausgaben im Rahmen der Steuererklärung mindern sie direkt das zu versteuernde Einkommen und die Steuerlast. Um die steuerliche Förderung nutzen zu können, muss der Versicherte in Deutschland vollständig einkommensteuerpflichtig sein, zudem muss der Rentenvertrag einige Voraussetzungen erfüllen:

    • Es muss eine lebenslange „Leibrente“ sein.
    • Die Rente darf frühestens ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden. (für Verträge ab 2012 ab 63 Jahren)
    • Die Rente darf nicht beleihbar, vererblich, veräußerbar und übertragbar sein.
    • Eine einmalige Komplettauszahlung ist ebenfalls nicht möglich.

    Wie viel bei der Rürup-Rente an Steuer gespart werden kann, richtet sich nach den geleisteten Einzahlungen. Feste monatliche Beträge müssen bei der Rürup-Rente nicht vereinbart werden. So ist es möglich am Jahresende eine Sonderzahlung zu leisten, um den höchstmöglichen Nutzen zu erhalten. Insgesamt können pro Jahr 20.000 Euro pro Person geltend gemacht werden, Ehepaare können 40.000 Euro ansetzen. Von heute bis ins Jahr 2025 können jedoch nicht die gesamten eingezahlten Beiträge bei der Steuer geltend gemacht werden, sondern nur ein bestimmter Prozentsatz. Dieser liegt für das Jahr 2012 bei 74 % und steigt pro Jahr um weitere 2 % an. Im Jahr 2040 können dann 100 % steuerlich geltend gemacht werden.

    Источники: http://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente, http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/private-rentenversicherung-steuerlich-absetzbar/, http://www.finanzberater.net/private-rentenversicherung-steuerlich-absetzbar-20131737

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