Progressionsvorbehalt berechnen

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    Progressionsvorbehalt-Rechner

    Progressionsvorbehalt

    Entgelt-, Lohn- und Einkommensersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld oder das Elterngeld, der Aufstockungsbetrag bei Altersteilzeit und bestimmte Einkünfte bleiben bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens zwar außer Ansatz. Durch ihre Berücksichtigung im Rahmen des sog. Progressionsvorbehalts beeinflussen sie jedoch den Steuersatz und damit die Einkommensteuer.

    Der Progressionsvorbehalt-Rechner ermittelt die einkommensteuerliche Belastung (Einkommensteuer ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) unter Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts und informiert über die prozentuale und betragsmäßige Mehrbelastung.

    Welche Leistungen und Einkünfte im einzelnen dem Progressionsvorbehalt unterliegen und mit welchem Betrag diese anzusetzen sind (z. B. ggf. Verminderung durch den Abzug von Werbungskosten), regelt § 32b des Einkommensteuergesetzes.

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    Copyright: Bayerisches Landesamt für Steuern – Letzte Änderung: 12.09.2017 – 09:18

    Progressionsvorbehalt Rechner

    Steuerfreie Einkünfte, welche dem Progressionsvorbehalt unterliegen, erhöhen zwar nicht das zu versteuernde Einkommen, sie beeinflussen aber den Einkommensteuersatz und damit auch die Höhe der Einkommensteuer. Unter den Progressionsvorbehalt fallen etwa Lohn- und Einkommensersatzleistungen, wie Elterngeld, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld oder das Krankengeld. Aber auch ausländische Einkünfte können dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Der Progressionsvorbehalt kann entweder die Steuer erhöhen oder als sogenannter negativer Progressionsvorbehalt diese auch verringern. Für den letzteren Fall können zur Veranschaulichung im Progressionsvorbehalt-Rechner entsprechende negative ausländische Einkünfte eingegeben werden. Durch die Regelung zum Progressionsvorbehalt soll es zu einer leistungsgerechteren Besteuerung kommen, da auch von der Steuer freigestellte Einkünfte die Leistungsfähigkeit steigern können.

    Progressionsvorbehalt Rechner

    Progressionsvorbehalt berechnen

    Progressionsvorbehalt bei Ehegatten

    Im Allgemeinen ist die Zusammenveranlagung für Ehegatten günstiger als eine getrennte Einzelveranlagung. Die Berücksichtigung von Progressionseinkünften kann aber dazu führen, dass die getrennte Veranlagung bei Ehegatten günstiger ist.

    Einkünfte unter Progressionsvorbehalt

    -Aufstockungsbeträge oder Zuschläge nach dem ATZG

    -Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

    -Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz

    -Zuschüsse zum Arbeitsentgelt

    Zudem können auch Einkünfte Unter Progressionsvorbehalt stehen, welche nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung steuerfrei sind.

    Höhere Steuern trotz steuerfreier Einkünfte

    So funktioniert der Progressionsvorbehalt

    • Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2015
    • Von: Andrea Wekenborg

    Das sollten Sie wissen

    • Bestimmte Einkünfte sind zwar selbst steuerfrei, erhöhen aber durch den Progressionsvorbehalt Ihre Steuerlast.
    • Gemäß dem Progressionsvorbehalt werden Einnahmen wie Arbeitslosen- oder Elterngeld zur Berechnung Ihres Steuersatzes mit herangezogen, ohne dass sie selbst versteuert werden müssen.
    • Es gibt auch einen negativen Progressionsvorbehalt, der Ihre Steuerlast entsprechend mindert.
    • Alle steuerfreien Sozialleistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, sind im Einkommensteuergesetz aufgezählt.
    • Werden Sie gemeinsam mit Ihrem Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner veranlagt, werden Ihre steuerfreien Einkünfte dem Einkommen Ihres Partners hinzugerechnet.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Viele staatliche Sozialleistungen sind steuerfrei. Sie können dennoch Ihre Steuerlast erhöhen. Das liegt am sogenannten Progressionsvorbehalt: Einnahmen, die ihm unterliegen, werden zur Berechnung Ihres Steuersatzes herangezogen, wobei die Einnahmen selbst nicht besteuert werden. Sie zahlen dann einen höheren Steuersatz auf die von Ihnen erzielten regulären Einnahmen, als Sie es ohne Progressionsvorbehalt tun müssten.

    Steuerfrei, aber nur unter Progressionsvorbehalt

    Einer Reihe von Sozialleistungen, Beihilfen und Ausgleichszahlungen rechnet der Fiskus zu Ihren regulären Einkünften hinzu, wenn er die Berechnungsgrundlage für Ihre Steuerschuld bestimmt. Wegen der Progression bedeutet das höhere Steuern für Sie – denn das zusätzlich eingenommene Geld rückt die Summe aller Ihrer Einnahmen näher an die nächste Progressionsstufe. Jeder Euro darüber wird nach dem jeweils höheren Stufentarif stärker besteuert.

    Das Finanzamt errechnet auf dieser Grundlage den durchschnittlichen persönlichen Steuersatz. Erhöht sich dieser aufgrund Ihrer steuerfreien Einkünfte, müssen Sie mehr Steuern zahlen – allerdings nicht auf die steuerfreien Leistungen selbst. Der Grund für dieses Vorgehen ist das Prinzip der leistungsgerechten Besteuerung. Denn auch Transferleistungen erhöhen Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit.

    Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld

    Alle steuerfreien Einkünfte unter Progressionsvorbehalt sind in § 32b Einkommensteuergesetz aufgezählt. Die Liste umfasst zum Beispiel:

    Grundlage vieler Ersatzleistungen ist das Sozialgesetzbuch (SGB). Dem Progressionsvorbehalt unterliegen aber auch Auslandseinkünfte, die gemäß Doppelbesteuerungsabkommen hierzulande steuerfrei sind. Die Aufzählung ist abschließend. Das heißt: Alles, was nicht aufgeführt ist wie beispielsweise steuerfreies Geld aus der Pflegekasse, steht nicht unter Progressionsvorbehalt.

    Auswirkung rechtzeitig einplanen

    Der Progressionsvorbehalt kann auch dazu führen, dass Sie zur Steuerzahlung aufgefordert werden, obwohl Sie Ihr Einkommen unterhalb des Grundfreibetrags lag und deswegen dem Fiskus gar nichts hätten zahlen müssen. Die Freigrenze dafür beträgt derzeit 8.354 Euro für Alleinstehende. Haben Sie zwar weniger verdient, aber zusätzlich Kranken- oder Elterngeld erhalten, kann es passieren, dass Sie wegen des Progressionsvorbehalts die Grenze dieses Grundfreibetrags überschreiten und nach dem Eingangssteuertarif besteuert werden.

    Sind Sie als Ehepaar gemeinsam veranlagt, werden die steuerfreien Leistungen ohnehin immer dem Einkommen Ihres Ehepartners hinzugerechnet. Deshalb sollten Sie mögliche Steuernachforderungen einkalkulieren und möglichst etwas Geld dafür zurücklegen, selbst wenn Sie steuerfreie Einnahmen erzielen.

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    Beispielrechnung für 2014

    Wie sich der Progressionsvorbehalt auswirkt, zeigt ein Beispiel für die Einkommenssteuer 2014: Angenommen, das Einkommen beträgt nach Abzug von Werbungskosten und Sonderausgaben 20.000 Euro, sind in Steuerklasse 1, unverheiratet, 2.634 Euro Steuern fällig. Kommen 10.000 Euro Arbeitslosengeld hinzu, steigt der Durchschnittssteuersatz von 13,17 Prozent auf 18,53 Prozent. Das Arbeitslosengeld selbst bleibt aber steuerfrei. Versteuert werden zum höheren Satz nur die 20.000 Euro reguläres Einkommen. Zu zahlen sind damit 3.706 Euro – 1.072 Euro mehr als ohne die Einkünfte aus dem steuerfreien Arbeitslosengeld.

    Beispiel für 2014, Steuerklasse I, unverheiratet, ohne Kirchensteuer Quelle: eigene Berechnung

    Umkehrfall: negativer Progressionsvorbehalt

    Einkünfte unter Progressionsvorbehalt können auch negativ sein. Bringen Ihnen etwa Geldanlagen im Ausland Verluste ein, werden diese bei der Berechnung des Steuersatzes von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Das gilt auch, wenn der Staat gezahlte Transferleistungen zurückfordert. Dann tritt die umgekehrte Wirkung ein: Der negative Progressionsvorbehalt drückt Ihren Steuersatz und mindert somit Ihre Steuerlast.

    Progressionsvorbehaltsrechner gibt Auskunft

    Um zu erfahren, wie sich der Progressionsvorbehalt auf Ihre Steuerlast auswirkt und wie viel Sie zu zahlen haben, können Sie den Progressionsvorbehaltsrechner des Bayerischen Landesamts für Steuern nutzen. Beachten Sie dabei, dass sich der Rechner eher für einfache Sachverhalte eignet. In komplexeren Fällen haben Sie damit jedoch immerhin einen ungefähren Anhaltspunkt. Details kann nur ein Lohnsteuerhilfeverein oder ein Steuerberater klären.

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    Источники: http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Steuerberechnung/Progressionsvorbehalt/, http://steuerrechner.com.de/Progressionsvorbehalt.php, http://www.finanztip.de/progressionsvorbehalt/

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