Reparaturkosten steuererklärung

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    Tipps für die Steuererklärung: Diese Kfz-Ausgaben können Sie absetzen

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    Tipps für die Steuererklärung

    Düsseldorf . Autofahren ist teuer, nicht zuletzt durch die hohen Mineralöl- und Kfz-Steuern. Doch einmal im Jahr ist Tag der Abrechnung – bei der Steuererklärung. Dann kann man sich ganz legal einige, manchmal sogar ein paar hundert Euro wieder vom Staat zurückholen.

    So sollten beispielsweise im Bereich Sonderausgaben die Beiträge der Kfz-Haftpflichtversicherungen abgesetzt werden. Den größten Posten macht aber die sogenannte Pendlerpauschale aus. Den Arbeitsweg können Berufspendler steuerlich als Werbungskosten geltend machen.

    Die Pauschale beträgt 30 Cent pro einfach gefahrenen Kilometer – und zwar unabhängig vom Verkehrsmittel. Auch Zugreisende, Fahrradfahrer und Mitglieder einer Fahrgemeinschaft können die Werbungskosten absetzen. Der Höchstbetrag liegt bei 4500 Euro pro Jahr.

    Pauschalbetrag steht jedem zu

    Für die Steuererklärung multipliziert man die Zahl der jährlichen Arbeitstage mit der Entfernung zum Arbeitsplatz, allerdings nur in eine Richtung und nicht etwa hin und zurück. Beispielsweise 230 Tage mal 20 Kilometer einfache Fahrt mal 30 Cent, macht 1380 Euro an Werbungskosten. Wie groß die tatsächliche Steuerersparnis ist, hängt dann vom Einkommen und vom persönlichen Steuersatz ab.

    Und ob der jedem Arbeitnehmer sowieso zustehende Pauschalbetrag von 1.000 Euro überhaupt überschritten wird. Übt man mehrere Jobs aus und hat daher mehrere Arbeitsstätten, kann man die Wege auch gesondert berechnen.

    Arbeitnehmer, die an mehreren Standorten ihres Unternehmens tätig sind, sollten mit ihrem Arbeitgeber klären, welcher davon ihr erster Einsatzort ist. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW. Der Grund: Während das Finanzamt bislang die „regelmäßige Arbeitsstätte“ als Bezugspunkt für die Berechnung der Entfernungspauschale angesetzt hat, wird dies ab Januar 2014 an der „ersten Tätigkeitsstätte“ festgemacht.

    Wer von seiner Wohnung zu den anderen Einsatzorten fährt, kann künftig jedes Mal die Hin- und Rückfahrt mit 30 Cent pro Kilometer ansetzen – also sehr viel höhere Beträge als bislang. Die „erste Tätigkeitsstätte“ muss nur eine ortsfeste Einrichtung sein, der der Arbeitnehmer auf Dauer zugeordnet ist.

    Keine Rolle spielt es, wie oft und in welchem Umfang dort gearbeitet wird. Dauerhaft heißt, dass er der ersten Tätigkeitsstätte während des gesamten Vertragsverhältnisses oder länger als 48 Monate zugeordnet ist.

    Paare sind wie Fahrgemeinschaften

    Wer mit einem Auto zu einer Bahnhaltestelle und von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter fährt, kann die Strecke aufteilen. Einmal die Fahrt zum Parkplatz mit 30 Cent pro Kilometer, und dann noch die tatsächlichen Kosten für das Jobticket. Paare, die einen gemeinsamen Arbeitsweg haben, sind genauso gestellt wie Mitglieder von Fahrgemeinschaften. Sie alle können den regulären Satz von 30 Cent pro Kilometer pro Kopf abrechnen. Umwege zur Abholung zählen allerdings nicht.

    Hat ein Arbeitnehmer einen längeren Weg zur Arbeit und kommt über den jährlichen Höchstbetrag von 4500 Euro, kann er mittels eines exakt geführten Fahrtenbuchs auch höhere Kosten beim Finanzamt abrechnen. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen Belege für Glaubwürdigkeit. Wird das Privatfahrzeug auch für dienstliche Fahrten eingesetzt, können die tatsächlichen Kosten abgerechnet werden.

    Zwischen Privat- und Firmenfahrten trennen

    Wichtig dabei ist, dass zwischen Privat- und Firmenfahrten sauber getrennt wird. Das geht am besten mit einem penibel geführten Fahrtenbuch und ausreichend vielen Tank- und Reparaturbelegen. Erstattet der Arbeitgeber aber die Kosten, dürfen sie natürlich nicht in der Steuererklärung aufgeführt werden.

    Muss wegen eines neuen Jobs der Wohnort gewechselt werden, können die Umzugskosten voll abgesetzt werden. Das gleiche gilt, wenn man zwar umzieht, aber immer noch zur gleichen Arbeitsstätte fährt und sich der Weg danach um mehr als eine halbe Stunde verkürzt. Die Kosten werden am besten per Rechnung nachgewiesen.

    Auch Unfallkosten und Ausgaben für die Kasko-Selbstbeteiligung, den Abschleppdienst oder Anwalts- oder Gerichtsgebühren können unter Umständen von der Steuer abgesetzt werden. Das gilt allerdings nur für Unfälle, die auf dem Arbeitsweg passiert sind und die nicht durch die eigene oder gegnerische Versicherung abgedeckt wurden.

    Wie hoch sind die Kosten beim Auto Anmelden, Ummelden und Abmelden? Hier sehen Sie die Kosten für Ihre KfZ-Zulassung

    Die Steuererklärung soll demnächst weniger Nerven kosten und bald nur noch alle zwei Jahre fällig sein. Finanzminister Schäuble möchte Erleichterungen für die Bürger. Einziger Haken: Dann gibt es nur alle zwei Jahre eine mögliche Rückzahlung vom Finanzamt.

    Die finanziellen Folgen eines Unfalls mit dem eigenen Auto können Arbeitnehmer nicht von der Steuer absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden.

    Handwerkerleistungen

    So setzen Sie den Handwerker von der Steuer ab

    • Zuletzt aktualisiert: 27. November 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lassen Sie Handwerker in Ihrer selbst genutzten Eigentumswohnung, Ihrem selbst bewohnten Eigenheim oder dem dazu gehörigen Grundstück für sich arbeiten, dürfen Sie 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer absetzen. Anfahrtskosten und Verbrauchsmaterialien zählen auch dazu.
    • Bis zu 1.200 Euro Steuern im Jahr können Sie damit sparen.
    • Absetzen dürfen Sie nur Arbeiten, die dem Erhalt oder der Renovierung dienen – nicht aber solche, die etwas Neues schaffen. Zu den abzugsfähigen Handwerkerleistungen gehören beispielsweise die kompletten Schornsteinfegerkosten.

    So gehen Sie vor

    • Das Finanzamt erkennt den Steuerabzug nur an, wenn Sie die Rechnung überwiesen haben. Barzahlung zählt auch dann nicht, wenn Sie eine Quittung einreichen.
    • Sie können die Steuerermäßigung mit anderen Vorteilen kombinieren, zum Beispiel mit dem Abzug der Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen oder für die Beschäftigung einer 450-Euro-Kraft in Ihrem Haushalt.
    • Als Mieter können Sie Teile Ihrer Nebenkostenabrechnung geltend machen. Für Vermieter gelten andere Regeln.

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    Das Kinderzimmer müsste mal wieder gestrichen, die Türen renoviert, das Bad gekachelt werden, und ein neuer Teppich könnte auch nicht schaden. Doch vielen fehlt die Zeit oder auch die Lust, solche kleinen Verschönerungen selbst zu erledigen. Oder die Arbeiten sind zu kompliziert, zum Beispiel die Reparatur der Waschmaschine oder des Fernsehers. Beauftragen Sie damit einen Handwerker, sollte die Frage nicht lauten: mit oder ohne Rechnung?

    Denn wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie bei der Rechnung einen Teil des Arbeitslohns, den Sie dem Maler, Tischler oder Fliesenleger bezahlen, direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen. So können Sie diese um bis zu 1.200 Euro verringern.

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Helfer für die Steuererklärung

    Selbst genutzte Wohnung – Wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie den Auftrag als Privatperson vergeben und dass die Arbeiten in Ihrer selbst genutzten Wohnung, Ihrem eigenen Haus oder auf dem dazu gehörenden Grundstück ausgeführt werden. Es kann auch die Zweitwohnung, eine Ferienwohnung oder ein Wochenendhaus sein. Falls die Wohnung von den eigenen Kindern zeitweilig genutzt wird, ist das auch in Ordnung. Die Förderung erstreckt sich auf die Wiederherstellung, Renovierung und Verschönerung von Räumen, Einrichtung oder Haushalts- und Elektrogeräten. Auch die kompletten Kosten für Ihren Schornsteinfeger fallen darunter. Nicht steuerlich gefördert wird die Schaffung von neuer Wohn- oder Nutzfläche. Wenn Sie eine neue Garage anbauen wollen, unterstützt Sie der Fiskus dabei also nicht – wohl aber, wenn Sie Ihre alte Garage neu streichen oder ihr ein neues Dach verpassen lassen. Lassen Sie eine ausfahrbare Markise über Ihrer Terrasse anbringen, können Sie die Kosten teilweise von der Steuerlast abziehen. Das gilt aber nicht, wenn Sie dort einen komplett neuen Wintergarten errichten lassen.

    Rechnung per Überweisung zahlen – Ob es sich um einen eingetragenen Handwerksbetrieb handelt, ist für den Steuerabzug nicht entscheidend — wohl aber, dass die Arbeiten legal sind. Schwarzarbeit zählt selbstverständlich nicht. Sie müssen eine offizielle Rechnung vorweisen können, die Sie nicht bar, sondern per Überweisung beglichen haben. Nur dann erkennt das Finanzamt Ihren Beleg an.

    Höchstgrenze – Von dem Lohn, den Sie gezahlt haben, können Sie 20 Prozent von Ihrer Steuerschuld abziehen. Die Mehrwertsteuer setzen Sie mit an. Ebenfalls anrechnen können Sie Fahrt- und Maschinenkosten sowie Verbrauchsmittel, also etwa Klebeband und Abdeckplane, die der von Ihnen beauftragte Maler verwendet. Dabei gilt eine Höchstgrenze von 6.000 Euro jährlich. Damit können Sie bis zu 1.200 Euro im Jahr zurückerhalten (§ 35a Einkommensteuergesetz).

    Was Sie absetzen können und was nicht

    Hierhin in der Steuererklärung

    Tragen Sie die Summe auf Seite 3 des Mantelbogens der Steuererklärung für 2016 in der Zeile 73 ein – und zwar inklusive Mehrwertsteuer. Der Betrag, den Sie geltend machen, mindert direkt Ihre Steuerschuld. Er dient nicht dazu, Ihr zu versteuerndes Einkommen zu senken und dadurch den Steuersatz zu drücken. Es handelt sich auch nicht um eine außergewöhnliche Belastung, sondern um eine Steuerermäßigung.

    Lohn und Fahrtkosten sind absetzbar – Steuerlich geltend machen können Sie den Lohn für handwerkliche Arbeiten. Auch Fahrt- und Gerätekosten fallen darunter. Gleiches gilt für Verbrauchsmittel, die für die Arbeiten nötig sind sowie die Entsorgung von Abfällen – aber nur dann, wenn das Teil Ihres Auftrags für Modernisierungsarbeiten ist. Nicht absetzen können Sie die Materialien, die für die Arbeiten nötig sind. Tapeten, Farben und Fliesen zahlen Sie also ganz allein.

    Instandhaltungsleistung Während viele Gutachtertätigkeiten nicht abzugsfähig sind, sieht dies bei handwerklichen Tätigkeiten zur Instandhaltung anders aus. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die Dichtheitsprüfung einer Abwasseranlage durch einen Handwerker eine steuerbegünstigte Leistung sein kann (Urteil vom 6. November 2014, Az. VI R 1/13). Schließlich erhöhe die regelmäßige Überprüfung von Geräten und Anlagen auf deren Funktionsfähigkeit die Lebensdauer. Selbst wenn dafür eine Bescheinigung „für amtliche Zwecke“ erstellt werde, sei dies keine gutachterliche Tätigkeit.

    Im November 2016 hat sich die Finanzverwaltung an diese Sichtweise des BFH angeschlossen. Die Finanzverwaltung ist nach einer Reihe von steuerzahlerfreundlichen Urteilen großzügiger geworden. Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 9. November 2016 (Az. IV C 8 – S 2296-b/07/10003 :008) erlaubt nun den Steuerabzug, wenn Anlagen auf ihre ordnungsgemäße Funktion hin überprüft werden – unabhängig, ob damit einem Schaden vorgebeugt werden soll oder ob es der Schadensbeseitigung dient. Konkret fallen folgende Maßnahmen darunter:

    • TÜV-Kontrolle beim Fahrstuhl,
    • Überprüfung einer Blitzschutzanlage,
    • Legionellenprüfung,
    • Dichtheitsprüfung bei Abwasserleitungen und
    • Hausanschlusskosten an die Versorgungs- und Entsorgungsnetze, sofern es sich nicht um Herstellungskosten handelt.

    In rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland kommt regelmäßig der Schornsteinfeger. Früher mussten die Kaminkehrer ihre Rechnung aufsplitten in einen absetzbaren Teil – für Reinigungs- und Kehrarbeiten – und einen nicht absetzbaren Teil – für Mess- und Überprüfarbeiten sowie die Feuerstättenschau. Das ist jetzt auch nicht mehr nötig.

    Schornsteinfegerkosten

    Seit November 2015 müssen die Finanzämter die kompletten Schornsteinfegerkosten als Handwerkerkosten absetzen.

    Liste der Handwerkertätigkeiten

    Die Finanzämter erkennen unter anderem an:

    • Malerarbeiten in der Wohnung oder am Haus,
    • Austausch oder Renovierung von Fenstern und Türen,
    • Dach- oder Fassadenarbeiten,
    • Wartung der Heizungsanlage,
    • Pflasterarbeiten auf dem Hof vor dem Haus,
    • Gebühren für den Schornsteinfeger oder die Kontrolle des Blitzableiters,
    • Verlegung von Bodenbelägen wie Fliesen, Teppich oder Parkett,
    • Modernisierung der Einbauküche oder des Badezimmers,
    • Reparatur von Haushalts- und Elektronikgeräten wie Wasch- und Geschirrspülmaschinen sowie Computern, sofern sie der Handwerker im Haushalt repariert hat. Wenn das Gerät in einer Hausratversicherung mitversichert werden kann, ist es grundsätzlich möglich, dass die Reparaturkosten als Handwerkerleistungen absetzbar sind.

    Eine umfassende Liste finden Sie in diesem PDF des Bundesfinanzministeriums.

    Abzug von Straßenausbaubeiträgen ist noch nicht geklärt

    Dieses BMF-Schreiben regelt, dass die Kosten für Maßnahmen der öffentlichen Hand nicht steuerlich gefördert werden dürfen. Das ist jedoch umstritten, eine einheitliche Rechtsprechung fehlt. Das Finanzgericht (FG) Nürnberg akzeptierte – anders als das FG Berlin-Brandenburg (Az. 11 K 11018/15) – die Erschließungskosten für den Ausbau einer öffentlichen Straße als Handwerkerkosten (FG Nürnberg, Urteil vom 24. Juni 2015, Az. 7 K 1356/14). Weil im Gebührenbescheid keine separaten Arbeitskosten ausgewiesen wurden, schätzten die Richter deren Anteil an den Gesamtkosten.

    Eine Schätzung der Arbeitskosten ließ auch der BFH in einem Fall zu: Der Haushalt eines Steuerpflichtigen wurde nachträglich an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen. Die Kosten für den Wasseranschluss erkennt der BFH als Handwerkerleistungen an – auch den Teil, der auf den öffentlichen Straßenraum entfällt (BFH, Urteil vom 20. März 2014, Az. VI R 56/12).

    Ob auch Straßenausbaubeiträge als Handwerkerleistungen absetzbar sind, muss der BFH noch entscheiden. Das FG Berlin-Brandenburg hat einen Abzug der Erschließungsbeiträge abgelehnt, weil der räumliche Zusammenhang zum Haushalt fehle (Az. 3 K 3130/17). Das Gericht räumte allerdings ein, dass es bei einem Abzug von Handwerkerkosten keine Rolle spiele, dass die Baumaßnahme von der öffentlichen Hand abgerechnet wird und ließ die Revision beim BFH zu (Az. VI R 50/17).

    Der Bund der Steuerzahler unterstützt die Grundstückseigentümer bei ihrem Musterprozess. Er empfiehlt betroffenen Hauseigentümern, die Erschließungskosten in der Steuererklärung anzugeben, selbst wenn die Kommune die Straße ausgebaut hat. Lehnt das Finanzamt den Steuerabzug ab, sollten Sie innerhalb eines Monats Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen; das müssen die Finanzämter gewähren. Ergänzend können Sie sich auf ein weiteres Verfahren vor dem BFH berufen, in dem es um die Abwasserversorgung geht (Az. VI R 18/16). Sollte der BFH zugunsten der Immobilienbesitzer entscheiden, kann der Steuerbescheid geändert werden, und die zu viel gezahlten Steuern werden erstattet.

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    Diese Tipps helfen Steuern sparen

    Auf die Rechnung achten – Besprechen Sie mit Ihrem Handwerker bereits vorher, dass Sie seinen Lohn absetzen wollen. Er wird dann sicherlich schon Bescheid wissen und Lohn- und Materialkosten getrennt ausweisen. Prüfen Sie bei Erhalt der Rechnung dennoch unbedingt, ob das auch geschehen ist. Wenn nicht, verlangen Sie eine neue. Ihr Handwerker darf den Rechnungsbetrag auch prozentual in Arbeits- und Materialkosten aufteilen, solange er dabei realistisch bleibt. Bei Wartungsaufträgen etwa für Ihre Heizung akzeptieren die Finanzämter auch eine Anlage zur Rechnung, aus der hervorgeht, wie hoch der anteilige Arbeitslohn ist.

    Handwerkerportal – Immer öfter finden und beauftragen Bürger einen Handwerker online über ein Handwerkerportal. Auch dort gelten dieselben Spielregeln: Sie benötigen eine Rechnung mit Angaben über den Dienstleister (Name, Anschrift und Steuernummer des Handwerkers), Informationen über die Art und den Inhalt der erbrachten Leistung an Sie, dem Zeitpunkt der Leistungserstellung sowie das auf Lohn und Material jeweils entfallende Entgelt. Zudem müssen Sie den Betrag überweisen.

    Weitere Vergünstigungen nutzen – Handwerkliche Tätigkeiten können sich mit Arbeiten überschneiden, die der Staat durch die Absetzbarkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen oder der Beschäftigung von Minijobbern fördert. Wenn Sie geschickt alle drei möglichen Höchstgrenzen voll ausschöpfen, winkt Ihnen ein Steuerabzug von bis zu 5.710 Euro. Einen Posten bei mehreren dieser Möglichkeiten anzusetzen, ist nicht möglich.

    Gartenarbeiten – Es gibt Ausnahmen vom Grundsatz, dass nur die Renovierung, nicht aber der Bau von etwas Neuem gefördert wird. Der BFH hat am 13. Juli 2011 entschieden (Az. VI R 61/10), dass bei umfangreichen Gartenarbeiten der Arbeitslohn auch dann absetzbar ist, wenn dabei eine neue Stützmauer errichtet wird. Gärtnerarbeiten können entweder als Handwerkerkosten oder als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden. Weil die Finanzämter keine klare Abgrenzung machen, haben Sie einen gewissen Gestaltungsspielraum. Rechnen Sie nach, ob Sie eine der beiden Abzugsmöglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft haben.

    Erben – Haben Sie eine Mietwohnung geerbt und bezahlen die vom Erblasser noch beauftragten Sanierungskosten, so dürfen Sie diese als eigene Handwerkerkosten steuerlich absetzen.

    Haushaltsgeräte reparieren lassen

    Wenn Sie sich fragen, welche Geräte Sie zu Hause von einem Handwerker reparieren lassen können, um später die Kosten teilweise abzusetzen, werfen Sie einfach einen Blick auf die Internetseite eines Hausratversicherers. Geräte, die dort durch eine Hausratversicherung versichert werden können, können Sie auch mit Steuerabzug reparieren lassen.

    Renovierung beim Umzug – Selbst wenn Sie noch nicht in Ihr neues Haus oder Ihre neue Wohnung eingezogen sind, können Sie sich die Kosten dafür teilweise vom Finanzamt zurückholen. Gleiches gilt für Löhne, die Sie für die Renovierung der Mietwohnung bezahlt haben, aus der Sie ausziehen. Auch die Lohnkosten für die Umzugsspedition können Sie sich teilweise zurückholen. Sie müssen sie allerdings als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Übrigens wird Ihr Haushalt auch als Ihr eigener anerkannt, wenn Sie wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit längere Zeit abwesend sind – allerdings nur, wenn Ihr Ehegatte oder Lebenspartner weiter dort wohnen bleibt.

    Steuerabzug für Mieter – Als Mieter können Sie die Steuervergünstigung nutzen, wenn Sie Handwerkerarbeiten im Haushalt selbst in Auftrag geben, zum Beispiel Schönheitsreparaturen. Auch Kosten, die sich in Ihrer Nebenkostenabrechnung verstecken, können Ihre Steuerschuld mindern. Hierzu können beispielsweise zählen: Hausmeisterleistungen, Schornsteinfegerkosten, Hausreinigung, Gartenarbeiten und Kosten für die Fahrstuhlwartung. Dabei gelten dieselben Voraussetzungen wie für Eigentümer. Die Summen dürften sich allerdings umso mehr in Grenzen halten, je mehr Parteien mit Ihnen im Mietshaus wohnen, denn die Kosten werden auf sie alle umgelegt. Damit Sie die Vergünstigung dennoch nutzen können, müssen diese Kosten detailliert auf der Jahresrechnung ausgewiesen sein. Oder Sie lassen sich von Ihrem Vermieter eine gesonderte Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt für Ihren Anteil an den Gesamtkosten ausstellen. Ein Muster dazu finden Sie hier. Falls Sie an den Vermieter Nebenkosten nachzahlen müssen, machen Sie diese Kosten in dem Jahr geltend, in dem Sie diese bezahlt haben.

    Steuerabzug für Vermieter

    Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus vermieten und darin Renovierungsarbeiten anfallen, können Sie die Kosten nicht als Handwerkerlohn absetzen. Sie können diese aber als Werbungskosten für die Erzielung von Mieten und Pachten geltend machen. Sie kommen auf die Seite zwei der Anlage V zu Ihrer Einkommensteuererklärung.

    Wohnungseigentümergemeinschaften – Wenn Sie eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus bewohnen, können Sie die Steuervorteile für Handwerkerleistungen ebenfalls geltend machen – vorausgesetzt, die Kosten dafür sind in der Jahresabrechnung nicht nur einzeln aufgeführt, sondern auch klar nach Material- und Arbeitsaufwand getrennt. Sie müssen zudem für die einzelnen Eigentümer jeweils gesondert berechnet sein. Haben Sie für die Bewirtschaftung Ihrer Wohnanlage einen gemeinsamen Verwalter bestellt, kann er Ihnen Ihren Anteil an den gemeinschaftlichen Kosten mit einer Bescheinigung bestätigen.

    Vorteile zwei Jahre nutzen – Sollten Sie Ihren Handwerker zum Jahresende hin beauftragen, prüfen Sie, wie weit Sie Ihre Möglichkeiten zum Steuerabzug bereits wahrgenommen haben. Ist die Rechnung hoch und würde die Höchstsumme überschreiten, versuchen Sie, einen Teil der Zahlung ins neue Jahr zu verschieben. Denn für das Finanzamt zählt das Datum der Zahlung, nicht das der Arbeiten. Reden Sie vorher mit Ihrem Handwerker, damit Sie Ihren Vorteil auf zwei Jahre verteilen und noch besser nutzen können.

    Auch für Arbeiten im EU-Ausland nutzbar – Sie können die Kosten für Ihren Handwerker selbst dann anteilig von der Steuerzahlung absetzen, wenn Sie ihn für Arbeiten in Ihrer selbst genutzten Ferienimmobilie beschäftigt haben – sogar im Ausland. Dazu muss das Domizil allerdings innerhalb der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegen. Dazu gehören auch Island, Norwegen und Liechtenstein. Achten Sie unbedingt auf eine korrekte Rechnung.

    Darauf müssen Sie achten

    Keine Barzahlung – Lassen Sie sich nicht zur Barzahlung überreden, auch wenn es nur um eine vergleichsweise geringe Summe geht. Das Finanzamt erkennt nur Ausgaben an, die Sie überwiesen haben und die Sie anhand eines Kontoauszugs auch belegen können. Heben Sie die nötigen Unterlagen zudem mindestens zwei Jahre auf.

    Kein Steuerabzug bei staatlicher Förderung

    Wenn Sie für die Renovierung Ihres Eigenheims oder Ihrer Wohnung öffentliche Förderprogramme wie etwa ein KfW-Darlehen zur Einsparung von CO2 in Anspruch nehmen, können Sie keinen Steuerbonus bekommen.

    Arbeiten im eigenen Haushalt – Achten Sie darauf, dass die Rechnung die handwerklichen Tätigkeiten sehr präzise aufführt. Am besten findet sich dort sogar ein Hinweis, wo genau gewerkelt wurde. Denn wenn etwa ein Maler Ihre Türen neu streicht, sie dafür ausbaut und zum Abschleifen in seine Werkstatt mitnimmt, bekommen Sie vom Lohn für diesen Teil seiner Arbeitszeit nichts zurück. Details finden Sie in einem Urteil des FG München vom 14. Juli 2009 (Az. 13 K 55/08). Auch in diesem Zusammenhang zeigt das BMF-Schreiben vom 9. November 2016, dass Arbeiten auf dem angrenzenden Grundstück gefördert werden. Konkrete Beispiele dafür sind: der Winterdienst oder das Laubblasen auf öffentlichen Gehwegen vor dem eigenen Grundstück.

    Abzug gibt es nur einmal – Sie können nur Arbeiten als Handwerkerkosten geltend machen, die Sie nicht schon anderweitig angesetzt haben. Aber Sie sollten genau prüfen, ob Sie möglicherweise einige Tätigkeiten als haushaltsnahe Dienstleistungen angeben können. Dann können Sie Ihren Steuerabzug noch vergrößern.

    Einzelveranlagung – Steuerermäßigungen für Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen werden demjenigen Ehegatten oder Lebenspartner zugerechnet, der sie bezahlt hat (§ 26a Abs. 2 Einkommensteuergesetz). Will jeder eine eigene Steuererklärung abgeben, können beide alternativ beantragen, dass ihnen die Aufwendungen jeweils zur Hälfte zugerechnet werden. Hierzu reicht ein „übereinstimmender“ Antrag, ein „gemeinsamer“ Antrag ist nicht notwendig. Das heißt, es reicht der Antrag des Partners, der die Kosten getragen hat.

    Keine Vor- und Rückträge – Nicht möglich ist der Übertrag entstandener Kosten in das folgende oder das Vorjahr. Das heißt, wenn Sie in einem Jahr keine Steuern zahlen, weil Ihre Einkünfte zu gering sind, können Sie auch den Steuervorteil nicht nutzen. Die Vergünstigung entfällt komplett.

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    Kann man das absetzen?

    KFZ-Reparatur absetzen

    Kann man KFZ-Reparatur bei der Steuer absetzen?

    Eine KFZ-Reparatur kann nicht in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden. Es handelt sich hier um Kosten der privaten Lebensführung. Anders ist es, wenn Ihnen auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit zurück, während einer Familienheimfahrt oder auf einer Dienstreise ein Unfall passiert oder sich Ihr Pkw im Betriebsvermögen Ihres Unternehmens befindet. In diesem Fall können Sie die KFZ-Reparatur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben ansetzen.

    Steuerrechner

    Weitere Informationen zum Thema KFZ-Reparatur absetzen

    Eine KFZ-Reparatur bzw. Autoreparatur kann meistens nicht in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden. Eine Ablehnung wird damit begründet, dass die Kosten mit dem Ansatz der Kilometerpauschale abgegolten seien. Und: E s handele sich um Kosten der privaten Lebensführung.

    Anders ist es, wenn Ihr Pkw zum Betriebsvermögen Ihres Unternehmens gehört. In diesem Fall können Sie die Auto-Reparatur bei den Betriebsausgaben ansetzen.

    Nutzen Sie Ihren privaten Pkw auch betrieblich, können Sie berufsbedingt gefahrene Kilometer als Betriebsausgabe ansetzen.

    • Erste Möglichkeit: Sie ermitteln einen individuellen Kilometersatz. Dabei fließen auch die Auto-Reparatur-Kosten in die Berechnung ein.
    • Zweite Möglichkeit: Sie legen den prozentualen Anteil der betrieblich gefahrenen Kilometer auf alle Kosten um. In diesem Fall müssen alle Kosten über das Jahr gesammelt werden. Das kann recht mühselig werden.

    Hatten Sie einen Unfall, können Sie neben der Entfernungs- und neben der Kilometer-Pauschale unter bestimmten Voraussetzungen auch die Kosten für die Reparatur Ihres Fahrzeuges absetzen. Dazu zählen Aufwendungen für die Beseitigung von Unfallschäden bei einem Verkehrsunfall am eigenen Fahrzeug

    • auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
    • auf einer Fahrt zur Einnahme des Mittagessens in einer Gaststätte in der Nähe der Einsatzstelle (Beachte: Gilt nicht bei einer Fahrt zur Einnahme des Mittagessens in einer Gaststätte in der Nähe der regelmäßigen Arbeitsstätte.
    • auf einer Umwegfahrt zum Betanken des Fahrzeugs,
    • auf einer Umwegstrecke zur Abholung der Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft unabhängig von der Gestaltung der Fahrgemeinschaft.

    Auch die Kosten für den Abschleppdienst, einen Mietwagen oder Verschrottungskosten zählen zu den Unfallkosten. Hiervon sind von einer Versicherung erstattete Kosten abzuziehen.

    Die Kosten für die Reparatur können Sie in dem Jahr ansetzen, in dem Sie die Kosten gezahlt haben. Der Zeitpunkt des Unfalls ist dabei unerheblich. Kosten, die Ihnen von der Versicherung oder von dritter Seite erstattet wurden, sind natürlich abzuziehen.

    Источники: http://m.rp-online.de/leben/auto/ratgeber/diese-kfz-ausgaben-koennen-sie-absetzen-aid-1.2409728, http://www.finanztip.de/handwerkerkosten/, http://www.kann-man-das-absetzen.de/kfz-reparatur/

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