Richtige steuerklasse

    0
    68

    Arbeitslos – Welche ist die richtige Steuerklasse?

    Wer arbeitslos wird, denkt oft darüber nach, ob die bisherige Steuerklasse in der neuen Situation überhaupt noch Sinn macht.

    Allgemein gilt zunächst jedoch: Ist eine Person arbeitslos und bezieht daher die gesetzlichen Unterstützungsleistungen nach ALG I (Arbeitslosengeld) oder ALG II (Hartz IV), hat dies erst einmal keinerlei Auswirkungen auf die eigene Steuerklasse.

    Denn durch die Arbeitslosigkeit und die Unterstützungszahlungen entfällt die Steuerpflicht, allerdings nicht der Zwang zur Abgabe einer Steuererklärung.

    Welche Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit?

    Welche ist die richtig Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit? Auf die Steuerklasse hat der Status arbeitslos zunächst keinen Einfluss. Allein, wer zuvor durch Ausübung eines Zweitjobs in Steuerklasse 6 veranlagt war, muss mit einer Änderung rechnen. Die Klasse 6 entfällt bei Arbeitslosen in der Regel. Wer arbeitslos und ledig ist, bleibt in Klasse 1. Verheiratete bleiben in der Steuerklasse, die sie mit dem Ehepartner ausgesucht haben. Die Einordnung der Steuerklasse nach Familienstand ist auch bei der Arbeitslosigkeit maßgeblich.

    Je nach Familienstand ändert sich die Einordnung in die verschiedenen Steuerklassen. Wie die folgende Tabelle zeigt, ist der Familienstand wichtig für die Steuerklasse. Ein kurzer Überblick über die Steuerklassen nach Familienstand:

    Verheiratet und arbeitslos: Steuerklasse nur mit Genehmigung wechseln

    Für Ehepaare kann sich ein frühzeitiger Wechsel lohnen, wenn die Partner die Steuerklassenkombination 3/5 gewählt haben.

    • Weiß ein Ehepaar rechtzeitig, dass ein Partner arbeitslos wird, macht es Sinn, über einen Steuerklassenwechsel nachzudenken. Der Grund: Das ALG I wird vom Nettogehalt berechnet. Ist der betroffene Partner zur Zeit der Berechnung in Steuerklasse 3, fällt das Arbeitslosengeld höher aus als in Steuerklasse 5.

    Auch ein Wechsel in die Klassen 4/4 kann hilfreich sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, mit einem Steuerklassenrechner alle Optionen durchzuspielen.

    Ein Steuerklassenwechsel ist einmal im Jahr bis spätestens zum 30. November möglich.

    Kommt die Arbeitslosigkeit hingegen überraschend, ist ein Wechsel nicht so einfach möglich. Wer staatliche Leistungen bezieht, brauch bei einem Wechsel der Steuerklasse die Zustimmung der Arbeitsagentur bzw. der zuständigen Institution.

    Die Behörde wird den Wechsel dann erlauben, wenn die Leistungen an die arbeitslose Person sinken. Wer aber versucht, durch den Wechsel ein höheres Einkommen zu erzielen, kann unter Umständen keine Zustimmung erhalten. Sofern also die Möglichkeit besteht, sollte ein Wechsel vor Eintritt der Arbeitslosigkeit vollzogen werden.

    Stirbt der Ehepartner, so wechselt der Arbeitslose automatisch in die Steuerklasse 3 und bleibt hier für den Rest des Jahres sowie für das folgende Jahr. Anschließend wird er automatisch in Klasse 1 eingestuft, sollte sich seine Situation nicht erneut verändert haben. Dies kann beispielsweise durch Adoption eines Minderjährigen (dann Klasse 2) oder eine erneute Hochzeit passieren.

    Arbeitslos und Nebenjob

    Wer arbeitslos ist, möchte nicht selten sein Einkommen mit einem Nebenjob aufstocken. Doch ist das überhaupt möglich? Grundsätzlich ja, doch es muss einiges beachtet werden.

    Im Fall eines 450 Euro Jobs gelten folgende Regelungen:

    • Es dürfen maximal 14 Stunden und 59 Minuten pro Woche in dem Minijob gearbeitet werden. Wer 15 Stunden und mehr tätig ist, gilt nicht mehr als arbeitslos.
    • Die Nebentätigkeit sollte der Agentur für Arbeit so früh wie möglich gemeldet werden, spätestens aber am ersten Tag der Aufnahme des Jobs.
    • Das Nettoeinkommen aus dem Minijob darf die Freibetragsgrenze von 165 Euro nicht überschreiten.
    • Die eigentliche Arbeitssuche darf durch den Nebenwerber nicht vernachlässigt werden.

    Und auch, wer ALG II (Hartz IV) bezieht, sollte über eine Nebentätigkeit nachdenken. Bis zu einem Freibetrag von 100 Euro können Minijobber ihr ALG II ohne Abschläge aufstocken.

    Beträgt das monatliche Nebenjob-Einkommen – wie im Fall eines 450 Euro Jobs – zudem weniger als 1000 Euro, bleiben zusätzlich zum Freibetrag weitere 20 Prozent des Bruttolohnes unbeachtet.

    Ist man arbeitslos und verheiratet, wird man bei einem Nebenjob wahrscheinlich in die Steuerklasse 5 einsortiert. Es sei denn, der Partner ist auch arbeitslos. In seltenen Fällen darf man bei Arbeitslosigkeit zwei Nebenjobs ausüben.

    In diesem Fall wird man mit der zweiten Nebenbeschäftigung in Klasse 6 eingestuft. Die hier zu viel gezahlten Leistungen erhält man über die Steuererklärung zurück.

    Verlustnachtrag bei Arbeitslosigkeit

    Das Arbeitslosengeld kann sich sowohl rückwirkend als auch auf die folgenden Steuererklärungen steuermindernd auswirken.

    Hat man über ein gesamtes Jahr Arbeitslosengeld bezogen, dann ergibt sich hieraus bei den Ausgaben ein Verlust. Dieser wird bei Verheirateten von den Einkünften des Partners abgezogen. Ist man nicht verheiratet, dann kann dieser Verlust in das Vorjahr zurückgetragen werden.

    Alternativ kann dieser Verlust auch im kommenden Jahr geltend gemacht werden. Auf diese Weise können Ausgaben, die während der Arbeitslosigkeit erfolgt sind, in anderen Kalenderjahren in die Steuererklärung eingebracht werden.

    • Eine derartige Verlusterstellung kann dabei bis zu vier Jahre rückwirkend geltend gemacht werden.

    Arbeitslos: Lohnersatzleistungen in der Steuererklärung eintragen

    Ersatzleistungen wie das Arbeitslosengeld müssen in der Steuererklärung in Anlage N eingetragen werden. Hier muss dies entweder in Zeile 28 erfolgen im Falle von Insolvenzgeld oder in Zeile 29, die für „andere Ersatzleistungen“ gedacht ist. Zu den anderen Lohn-/Entgeltersatzleistungen zählen Übergangsgeld, Arbeitslosengeld, Mutterschafts – oder Krankengeld oder auch Insolvenzgeld.

    Ersatzleistungen, die vom Arbeitgeber bezahlt wurden wie zum Beispiel Winterausfallgeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Verdienstausfallentschädigung oder auch Kurzarbeitergeld, müssen ebenfalls in Anlage N und hier in Zeile 27 eingetragen werden.

    Muss man das Arbeitslosengeld versteuern?

    Grundsätzlich muss das Arbeitslosengeld nicht versteuert werden. Allerdings, und dies darf keinesfalls übersehen werden, unterliegt es dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

    Progressionsvorbehalt heißt, dass das Arbeitslosengeld zwar nicht direkt, aber indirekt versteuert werden kann. Wer arbeitslos ist und neben dem Arbeitslosengeld noch andere Einkünfte hat, kann aufgrund des Arbeitslosengeldbezugs einer höheren Versteuerung unterliegen.

    Um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln, werden zum steuerpflichtigen Einkommen die Arbeitslosengeldbezüge addiert. Aufgrund des sich aus der Addition ergebenden gesamten zu versteuernden Einkommens wird der Steuersatz ermittelt.

    Der sich aus der Berechnung ergebende Steuersatz wird auf das zu versteuernde Einkommen angewendet. Das Arbeitslosengeld bleibt hiervon jedoch ausgenommen.

    Doch wie wird das Arbeitslosengeld versteuert?

    • Hans ist ledig und 45 Jahre alt. Bisher verdiente er 3.000 Euro im Monat. Seit mehr als 23 Jahren war er für ein und dasselbe Unternehmen tätig.

    Am 1. Juli wurde Hans gekündigt. Für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres hat Hans damit 18.000 Euro verdient. Für die Zeit von Juli bis Dezember erhält Hans Arbeitslosengeld in Höhe von 10.800 Euro. Die Höhe des monatlichen Arbeitslosengeldes beruht auf den 60 Prozent des bisherigen Einkommens von 3.000 Euro monatlich, also 1.800 Euro x 6 Monate.

    Um die fällig Steuer zu berechnen, werden das Arbeitslosengeld und das Einkommen der ersten sechs Monate addiert. Das Ergebnis: Hans hat Einnahmen in Höhe von 28.800 Euro erzielt. Diese 28.000 Euro sind nun die Basis zur Ermittlung des Steuersatzes. Der Steuersatz beträgt damit 18,23 Prozent.

    Nachdem das Arbeitslosengeld nicht versteuert werden muss, wird der Steuersatz von 18,23 Prozent lediglich auf die 18.000 Euro, die Hans im ersten Halbjahr erzielt hat, angewendet. Daraus ergibt sich: Hans muss insgesamt 5.250 Euro Steuern für sein zu versteuerndes Einkommen zahlen.

    Führt man sich nun vor Augen, dass Hans eigentlich für 18.000 Euro nur einen Steuersatz von 12,06 Prozent hätte zahlen müssen, wird deutlich, was es bedeutet, wenn beim Arbeitslosengeld versteuern von einer indirekten Besteuerung gesprochen wird.

    Aufgrund des Progressionsvorbehalts muss Hans insgesamt 3.080 Euro.

    Lohnsteuerklassen

    Lohnsteuerklassen: Die wichtigsten Fakten

    • Lohnsteuerklassen regeln die Besteuerung von Arbeitseinkommen.
    • In Deutschland gibt es sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.
    • Welche Lohnsteuerklasse man erhält, entscheidet in erster Linie der Familienstand.
    • In bestimmten Fällen kann man die Lohnsteuerklasse wechseln.
    • Ehepaare haben mehrere Möglichkeiten bei der Wahl der Lohnsteuerklasse.

    Lohnsteuerklassen Übersicht

    Lohnsteuerklasse 1

    Lohnsteuerklasse 1 gilt für Arbeitnehmer, die unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind. Wer nicht verheiratet ist und in einer Partnerschaft lebt, die aber nicht eingetragen ist, wird ebenfalls in die Lohnsteuerklasse 1 eingeordnet. Nach einer Scheidung oder Trennung sowie nach dem Tod des Ehepartners wird man wieder nach Steuerklasse 1 besteuert. Ein Verbleib in Steuerklasse 1 nach Heirat ist nicht möglich. Steuerklasse 1 ist die gängige Lohnsteuerklasse für Ledige und Singles, die angestellt sind.

    Lohnsteuerklasse 2

    Wer nach einer Trennung alleinerziehend ist, kann in die Lohnsteuerklasse 2 eingeordnet werden. Das gilt aber nur, wenn kein anderer Erziehungsberechtigter im Haushalt lebt. Die Steuerklasse 2 bedeutet für Alleinerziehende eine Steuerentlastung durch einen zusätzlichen Freibetrag. Der Antrag auf den Entlastungsbetrag bei der Berechnung der Lohnsteuer muss allerdings gesondert beim Finanzamt gestellt werden. Hier greift der Paragraf 24b, der einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende regelt. Fällt die Grundlage für dieses Recht weg, beispielsweise in einer neuen Partnerschaft, muss wieder in eine andere Steuerklasse gewechselt werden. Die Steuerklasse 2 stellt für viele Alleinerziehende eine wichtige Entlastung im finanziellen Bereich dar.

    Lohnsteuerklasse 3

    Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Paare. Steuerklasse 3 gilt für einen Partner, wenn der andere Partner keinen Arbeitslohn bezieht oder in die Steuerklasse 5 eingeordnet ist. Weiterhin gilt die Steuerklasse 3 dann, wenn eine Trennung, Scheidung oder der Tod des Partners erfolgt ist. Allerdings gilt die Steuerklasse 3 dann nur noch für das laufende Kalenderjahr. Stichtag hierbei ist der 30. November. Danach erfolgt ein Wechsel in eine andere Steuerklasse. Die Lohnsteuerklasse 3 ist für den Ehepartner geeignet, der ein höheres Einkommen (wenn die Verteilung bei 60/40 Prozent liegt) bezieht. Durch Steuerklasse 3 werden direkt geringere Abzüge fällig, die insgesamt keine Steuerersparnis bedeuten. Jedoch ist bei der Lohnsteuerklasse 3 für den Arbeitnehmer/Partner mit dem höheren Einkommen eine geringere Vorauszahlung zu tätigen. Die Steuerklassenkombination 3/5 ist beliebt bei Ehepaaren, die beide arbeiten und bei denen einer der Partner, mehr Geld verdient.

    Lohnsteuerklasse 4

    Die Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Paare, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel verdienen. Abzüge in dieser Steuerklasse 4 werden ähnlich zu den Abzügen der anderen Steuerklassen berechnet. Der Kinderfreibetrag wird in Steuerklasse 4 zwischen den Eltern aufgeteilt. Die Steuerklasse 4 erhält man automatisch nach einer Heirat. Das zuständige Finanzamt wird über den Familienstand informiert. Möglich ist bei Steuerklassenkombination 4 der Ehepartner auch die Kombination Steuerklasse 4 mit Faktor.

    Lohnsteuerklasse 5

    Die Lohnsteuerklasse 5 ist nur für verheiratete Partner möglich. In dieser Steuerklasse existieren so gut wie keine Freibeträge wie beispielsweise Kinderfreibetrag. Die Freibeträge sind dem Partner in der Kombination mit der Steuerklasse 3 vorbehalten. Die Steuerklasse 5 kommt nur in Kombination mit der Steuerklasse 3 beim Ehepartner zustande. Nach Trennung, Scheidung oder Tod des Ehepartners ist der Wechsel in eine andere Steuerklasse Pflicht. Das gemeinsam veranlagte Einkommen in der Steuerklassenkombination 3/5 führt dazu, dass dem Ehepaar nach direktem Lohnsteuerabzug monatlich etwas mehr Geld bleibt als bei der Kombination der Steuerklassen 4/4. Insgesamt ist aber keine Steuerersparnis beim Lohnsteuerjahresausgleich bzw. der Steuererklärung zu erwarten.

    Lohnsteuerklasse 6

    Die Steuerklasse 6 gilt für mehrere gleichzeitige Minijobs sowie für Arbeitnehmer, die noch einen Zweit- oder sogar Drittjob besitzen. Die Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen und geringsten Freibeträgen. In der Steuerklasse 6 gibt es keinen Kinderfreibetrag und keinen Grundfreibetrag. Sinnvollerweise wird der Zweitjob mit dem geringeren Einkommen in die Steuerklasse 6 eingeordnet.

    • Steuerklasse 1 ist für unbeschränkt steuerpflichtige Singles und Ledige (auch nach Scheidung oder Tod des Partners) vorgesehen.
    • Lohnsteuerklasse 1 ist auch für unbeschränkt steuerpflichtige Lebens-/Ehepartner, wenn die Lohnsteuerklassen 3 oder 4 nicht in Frage kommen, vorgesehen.
    • Auch Arbeitnehmer mit beschränkter Einkommenssteuerpflicht gehören in die Lohnsteuerklasse 1.

    • Die Lohnsteuerklasse 2 gilt für Arbeitnehmer, bei denen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Berücksichtigung findet.
    • Lohnsteuerklasse 2 bietet für Alleinerziehende mit Kindern einen Steuervorteil, da weniger Steuern gezahlt werden müssen.

    • Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) keinen Arbeitslohn bezieht.
    • Auch verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) in Lohnsteuerklasse 5 eingestuft ist, bekommen die Steuerklasse 3.
    • Ebenfalls gehören verwitwete Arbeitnehmer, sofern der Partner voll einkommenssteuerpflichtig war, über das auf den Tod folgende Kalenderjahr in diese Lohnsteuerklasse. Danach muss die Steuerklasse wieder gewechsel werden. Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.
    • Bei einem hohen Einkommen bedeutet Steuerklasse 3 für den Besserverdiener einen Steuervorteil.

    • Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen.
    • Die Steuerklasse 4 beinhaltet verschiedene Besonderheiten bei der Berechnung von Feibeträgen wie dem Kinderfreibetrag.
    • Die Lohnsteuerklassenkombination 4/4 ist die gängige Kombination von Ehepaaren, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel Lohn erhalten.

    • Lohnsteuerklasse 5 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen – sofern der Ehepartner Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat.
    • Der Ehepartner mit dem höheren Einkommen wählt die Lohnsteuerklasse 3, während der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen Lohnsteuerklasse 5 wählt.

    • Arbeitnehmer mit mehreren Dienst-/Arbeitsverhältnissen oder falls die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (schuldhaft) nicht zur Verfügung gestellt werden, werden in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft.
    • Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen.

    Welche Lohnsteuerklasse gilt für wen?

    Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner, die Alleinverdiener sind

    (Partner in Steuerklasse 5)

    (Partner in Steuerklasse 3)

    Lohnsteuerklasse Rechner

    Ändert sich der Familienstand eines Steuerpflichtigen, bringt das in der Regel einen Steuerklassenwechsel mit sich. Dies ist beispielsweise bei einer Heirat der Fall. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Wechsel der Klasse nicht zwingend erforderlich ist, aber von Vorteil sein kann. Erhält beispielsweise ein Ehepartner eine Gehaltserhöhung, die zur Folge hat, dass sich das Einkommensverhältnis des Paares ändert, kann ein Wechsel ratsam sein.

    Um besser einschätzen zu können, wann ein Wechsel Sinn macht, kann ein Lohnsteuerklassen Rechner genutzt werden. Mit wenigen Angaben kann das Tool berechnen, ob ein Wechsel für ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft Vorteile haben würde.

    • Als kostenloses Tool kann der Steuerklassenrechner Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern helfen, die geeignetste Steuerklassenkombination zu finden.

    Zur Berechnung der Steuerklassen müssen nur wenige Angaben in den Lohnsteuer Rechner eingetragen werden. Die Angaben zum Jahresbruttolohn sowie zum Bundesland genügen für ein aussagekräftiges Ergebnis.

    Lohnsteuerklassen Rechner: die Vorteile

    • schnelles Ergebnis, ob sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt
    • einfach zu bedienen
    • kostenlos
    • aktuelle gesetzliche Vorgaben werden bei Berechnung laufend berücksichtigt

    Lohnsteuerklassen ändern – das muss beachtet werden

    Während Alleinstehende in Bezug auf die Lohnsteuerklassen kaum Wahlrechte haben, sind Ehepaare und eingetragene Lebenspartner hier privilegiert. Sie können zwischen drei möglichen Steuerklassenkombinationen wählen.

    Grundsätzlich unterscheidet sich der Abzug in den einzelnen Lohnsteuerklassen erheblich. Besonders stark wirkt sich der Abzug in der Steuerklasse 5 aus. Gerade wenn die Einkommen weit auseinanderliegen, können Verheiratete und eingetragene Lebenspartner durch die Wahl der richtigen Lohnsteuerklasse eine hohe Steuerlast vermeiden.

    Erweist sich ein Wechsel der Streuerklasse für ein Paar als sinnvoll, können die Partner die Lohnsteuerklasse ändern, indem sie über ein Formular den Wechsel beim Finanzamt beantragen.

    Eine Änderung der Lohnsteuerklasse ist einmal im Jahr möglich. Stichtag ist der 30. November.

    Die Abzüge in der Steuerklasse 1

    • Die Abzüge in Steuerklasse 1 und in Steuerklasse 4 sind identisch.
    • Generell setzten sich die Abzüge in der Steuerklasse 1 wie in den anderen Steuerklassen zusammen.
    • Es werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen.
    • Die Steuerfreibeträge in Steuerklasse 1 fallen deutlich niedriger aus.

    Die Abzüge in Steuerklasse 1

    Vom Bruttogehalt werden Steuern abgezogen:
    • der Solidaritätszuschlag,
    • die Lohnsteuer,
    • und die Kirchensteuer.

    Zu beachten ist, dass es sich bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag um sogenannte indirekte Steuern handelt. Sie werden nicht auf das Bruttogehalt erhoben, sondern prozentual auf die Lohnsteuer.

    Es werden allgemeine Sozialabgaben abgezogen:

    Oftmals führt ein Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen ab. In diesem Fall verringert auch dies das Nettoeinkommen, das letztendlich ausgezahlt wird.

    Auf einen Blick: Abzüge in Steuerklasse 1

    Wer ist in Steuerklasse 1?

    Die Steuerklasse 1 ist für alle Personen vorgesehen, die nicht oder nicht mehr verheiratet sind. Das heißt, folgende Personen sind der Steuerklasse 1 zuzuordnen:

    Wichtig für die Abzüge in Steuerklasse 1: Privat oder gesetzlich versichert?

    Für den Gesetzgeber macht es keinen Unterschied, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Die Abzüge vom Lohn finden immer statt. Doch wer nach Steuerklasse 1 veranlagt wird und seinen Nettolohn berechnen möchte, muss wissen, dass die prozentualen Abzüge schwanken.

    Gesetzlich Versicherte müssen 14,6 Prozent für die Krankenversicherung aufwenden. Dieser Beitragssatz ist bei allen Krankenkassen gleich. Des Weiteren ist ein Zusatzbeitrag vom Arbeitnehmer zu leisten, der von Krankenkasse zu Krankenkasse variiert.

    Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Steuerklasse 1 sind vom Tarif anhängig und richten sich in der Regel nach Alter, Beruf und ggf. Gesundheitszustand.

    Abzüge in Steuerklasse 1: Steuerfreibeträge machen den Unterschied

    Grundsätzlich setzen sich die Abzüge vom Lohn bei Steuerklasse 1 genauso zusammen, wie in anderen Steuerklassen auch. Wesentlicher Unterschied sind die Steuerfreibeträge. In der Steuerklasse 1 fallen die Steuerfreibeträge deutlich niedriger aus, als in den anderen Steuerklassen.

    • In fast allen Steuerklassen gibt es Freibeträge, die jedoch unterschiedlich hoch sind und nicht nur den Familienstand des Arbeitnehmers, sondern auch die Zahl seiner Kinder berücksichtigen.

    Beispiel: Abzüge in Steuerklasse 1

    Szenario: Keine Kinder, in der Kirche, gesetzlich versichert, Bruttogehalt von 2.500 Euro

    Um eine Vorstellung zu erhalten, wie sich die Abzüge in der Steuerklasse 1 auf das Nettogehalt auswirken, hier ein Beispiel. Gehen wir davon aus, dass eine steuerpflichtige Person keine Kinder hat, in der Kirche und gesetzlich versichert ist (Barmer GEK) und über ein Bruttoeinkommen von 2.500 Euro verfügt.

    Als Single ist die Person in Steuerklasse 1 eingestuft. Ihre Abzüge bei Steuerklasse 1 setzen sich in diesem Fall wie folgt zusammen:

    Die Person verdient demnach bei einer Einstufung in Steuerklasse 1 1.630,08 Euro netto.

    Häufig gestellte Fragen zu Abzüge in der Steuerklasse 1

    Was kann in der Steuererklärung abgesetzt werden?

    Es hängt immer vom Einzelfall ab, was in der Steuererklärung abgesetzt werden kann. Generell gilt: Absetzbar ist unter anderem eine benötigte Zweitwohnung. Steuerpflichtige haben aber auch die Möglichkeit, über den Posten der Werbungskosten Folgendes abzusetzen:

    • Dienstreisekosten
    • Aufwendungen für Berufsbekleidung
    • Gewerkschaftsbeiträge
    • Arbeitswege

    Auch möglich ist es, verschiedene Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsvorsorge oder die private Altersvorsorge abzusetzen. Die Abzüge in der Steuerklasse 1 vom Lohn lassen sich mit verschiedenen Rechnern berechnen.

    Wie kann die Steuerklasse 1 gewechselt werden?

    Anders als Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften haben Personen in Steuerklasse 1 keine Möglichkeit, die Steuerklasse zu wählen. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Steuerklassenwechsel hin zu einer anderen Steuerklasse sinnvoll bzw. sogar erforderlich ist.

    Bekommt eine alleinstehende Person ein Kind, hat sie – sofern sie nicht mit ihrem Partner zusammenlebt – das Anrecht, in die Steuerklasse 2 zu wechseln.

    Heiratet eine ledige Person, kommt sie nach der Heirat gemeinsam mit ihrem Ehepartner in Steuerklasse 4.

    Sind die Bedingungen für einen Steuerklassenwechsel erfüllt, kann dieser einmal jährlich vollzogen werden. Stichtag ist dabei der 30. November.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/arbeitslos/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-1-abzuege/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here