Schenkungssteuer kinderfreibetrag

    0
    73

    Freibeträge bei der Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer

    Die Höhe der Freibeträge und die Steuerklasse, nach der die Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer ermittelt wird, hängen ab vom Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Erblasser/Schenker und dem Erben/Beschenkten. Wir haben alle Zahlen der Erbschafts- und Schenkungssteuer im Überblick für Sie zusammengefasst.

    Die Steuerschuld entsteht am Tag der wirtschaftlichen Bereicherung. Bei Erbschaften ist das der Todestag des Erblassers, bei Schenkungen der Tag der Schenkung. Wenn also zum Beispiel Aktien vererbt werden und deren Kurs nach dem Todestag des Erblassers steigt, gilt trotzdem der Kurs am Todestag.

    Wie hoch sind die Freibeträge und welche Steuerklasse gilt?

    für Ehepartner und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft*

    für Kinder und Enkelkinder, deren Eltern verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder

    für Eltern und Großeltern beim Erwerb durch Erbschaft

    für Eltern und Großeltern beim Erwerb durch Schenkung, für Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehepartner und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft

    für alle anderen Empfänger einer Schenkung oder Erbschaft

    *Eingetragene Lebenspartner werden wie weiter entfernte Verwandte in Steuerklasse III eingestuft. Das führt zu deutlich höheren Steuersätzen als bei Ehegatten. Um eine Gleichstellung mit Ehepartnern zu erreichen, gilt für Lebenspartner ein Freibetrag von 500.000 € – also genauso viel wie bei Ehegatten.

    Wie hoch ist die Erbschafts-/Schenkungssteuer?

    Nur was nach Abzug der Freibeträge vom Vermögenswert übrig bleibt, ist erbschafts- bzw. schenkungssteuerpflichtig. Jeder steuerpflichtige Erwerb wird auf volle 100 € nach unten abgerundet. Die Steuersätze der Erbschafts- und Schenkungssteuer sind – genau wie die persönlichen Freibeträge – abhängig von den Steuerklassen und zusätzlich progressiv gestaffelt.

    Für Erbschaften und Schenkungen, bei denen die Steuer nach dem 1.1.2009 entstanden ist, gelten die nachfolgend genannten Steuersätze. Eine Besonderheit gilt in der Steuerklasse II: Für Erbschaften und Schenkungen, bei denen die Steuer ab dem 1.1.2010 entsteht, gelten niedrigere Steuersätze.

    Wert des steuerpflichtigen Erwerbs bis einschließlich

    Steuersatz in der Steuerklasse

    Für Betriebsnachfolger gelten immer die Steuersätze der Steuerklasse I, unabhängig vom Verwandtschaftsverhältnis.

    Mit dem Schenkungs- und Erbschaftssteuer-Rechner können Sie ganz einfach ausrechnen, welche Steuern bei einer Erbschaft oder Schenkung abzuführen sind.

    Früh planen und Steuern sparen

    Für zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und Sonderfälle bei der Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer bieten wir weiterführende Informationen an:

    Ähnliche Themen

    Verwandte Lexikon-Begriffe

    Weitere News zum Thema

    Steuervorauszahlungen für Zeiträume nach dem Tod: Nachlassverbindlichkeiten

    [ 26.10.2017 ] Wenn das Finanzamt gegenüber einem inzwischen verstorbenen Steuerpflichtigen Einkommensteuervorauszahlungen festsetzt für ein Kalendervierteljahr, das erst nach seinem Tod beginnt, können diese Vorauszahlungen vom Erben als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden. mehr

    Erbschaft: Abfindung für den Verzicht auf einen künftigen Pflichtteilsanspruch

    [ 11.08.2017 ] Der BFH ändert seine Rechtsprechung und sagt: Verzichtet ein gesetzlicher Erbe gegen eine von seinen Geschwistern zu zahlende Abfindung auf seinen Pflichtteilsanspruch, ist künftig danach zu unterscheiden, ob der Verzicht bereits zu Lebzeiten oder erst nach dem Tod des Erblassers vereinbart wird. mehr

    Freibetrag bei der Erbschaftsteuer, wenn die Eltern gepflegt wurden

    [ 11.07.2017 ] Wenn ein Kind einen pflegebedürftigen Elternteil zu Lebzeiten gepflegt hat, darf es nach dem Tod des Elternteils bei der Erbschaftsteuer den sogenannten Pflegefreibetrag in Anspruch nehmen. Das entschied der BFH – und stellt sich damit gegen die Auffassung der Finanzverwaltung! mehr

    Schenkung nicht angezeigt: Ab wann werden Hinterziehungszinsen fällig?

    [ 03.07.2017 ] In die Berechnung des Zinslaufs für Hinterziehungszinsen bei der Schenkungsteuer ist neben den Anzeigefristen und Erklärungsfristen die durchschnittliche Bearbeitungsdauer einzubeziehen. Das entschied das FG Münster. mehr

    Schenker und Beschenkte schulden beide die Schenkungsteuer

    [ 21.06.2017 ] Nach § 20 Abs. 1 Satz 1 ErbStG sind Schenker und Beschenkter bzw. Erwerber Gesamtschuldner einer entstehenden Schenkungsteuer. Insoweit kann sich die Finanzverwaltung aussuchen, von wem sie die Schenkungsteuer verlangt. mehr

    Muster, Formulare, Steuerrechner & Checklisten

    Verwandte Beiträge

    Erbschaft und Schenkung: Frühzeitig planen und so Steuern sparen

    Erbschaft-/Schenkungsteuer fällt immer an, wenn Vermögen ohne Gegenleistung übertragen wird und der Wert des Vermögens bestimmte Freibeträge übersteigt. mehr

    Kostenlosen E-Mail-Newsletter bestellen:

    Sie erhalten eine E-Mail, um die Anmeldung zu bestätigen.

    Unsere Empfehlung für Sie

    StarMoney 11

    Werde unser Fan auf Facebook

    Link empfehlen

    Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

    Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet – um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

    Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren

    Wenn Sie mehr über diese Themen erfahren möchten geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie erhalten unseren regelmäßigen Steuertipps-Newsletter.

    Schenkung Kinder

    In vielen Fällen versuchen potentielle Erblasser den Wert ihres Nachlasses noch zu Lebzeiten zu mindern, indem sie große Vermögenswerte im Rahmen einer Schenkung an ihre Kinder übertragen. Als Erben erster Ordnung würden diese die Vermögenswerte ohnehin bekommen, sodass eine Schenkung der herkömmlichen Erbfolge nicht selten aus steuerlichen Gründen bevorzugt wird. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass sich der Fiskus nicht so leicht um sein Geld bringen lässt. Um zu vermeiden, dass vorherige Schenkungen zur Minderung des Nachlasses und somit auch zur Verringerung der später fälligen Erbschaftssteuer erfolgen, entspricht die Schenkungssteuer hierzulande der Erbschaftssteuer. Demnach lassen sich Steuerersparnisse auf diese Art und Weise nicht erzielen.

    Schenkung Kinder zur Verminderung der Steuerbelastung

    Wer sich näher mit dieser Thematik befasst und eventuell auch einen Fachmann aufsucht, wird aber schnell erkennen, dass es durchaus legale Möglichkeiten zur Verminderung der Steuerlast gibt. Bei Schenkungen an die eigenen Kinder existieren gewisse Freibeträge, für die keine Schenkungssteuer fällig ist. So steht jedem Kind ein Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro zu. Eine solche Schenkung ist dann schenkungssteuerfrei und vermindert gleichzeitig das später zu versteuernde Erbe.

    Auf den ersten Blick mag dies einfach erscheinen, doch hierbei gibt es auch einiges zu beachten. Dem deutschen Gesetz entsprechend können solche Freibeträge nur alle zehn Jahre einmal angerechnet werden, was sich mitunter als problematisch erweist. So bleibt die Schenkung nur dann steuerfrei, wenn der Schenkende noch mindestens zehn Jahre lebt. Verstirbt dieser vor Ablauf dieser Frist, werden die Schenkung und das Erbe vom Fiskus zusammengefasst und sind somit, sofern sie gemeinsam den Freibetrag von 400.000 Euro übersteigen, erbschaftssteuerpflichtig.

    Schenkung Kinder – Steuerfreibeträge

    Der Gesetzgeber gesteht Kindern bei Schenkungen den doppelten Freibetrag zu, wenn beide Elternteile Schenkungen aus ihrem eigenen Vermögen vornehmen. So erweist sich eine sogenannte Kettenschenkung nicht selten als attraktives und zudem absolut legales Steuersparmodell. Falls beispielsweise die Mutter ihrem Kind 800.000 Euro schenken will, ohne dass Schenkungssteuer fällig wird, kann sie 400.000 Euro direkt auf ihr Kind übertragen und die anderen 400.000 Euro zuerst als Schenkung an den Vater übertragen, der dieses Geld dann wiederum seinem Kind schenkt. Auf diese Art und Weise erhält das Kind zwei Schenkungen im Gesamtwert von 800.000 Euro und ist hierfür nicht schenkungssteuerpflichtig.

    Artikel zum Thema Schenkung Kinder

    Die Schenkungssteuer Tabelle verstehen

    • Die Schenkungssteuer Tabelle ist ein Mittel zur Berechnung der Schenkungssteuer.
    • Hier sind die verschiedenen Freibeträge nach dem Verwandschaftsgrad gestaffelt.
    • Die Höhe der Freibeträge und der Besteuerung hängt vom Verwandschaftsgrad zwischen Schenker und Beschenktem ab.

    Die Schenkungssteuer Tabelle

    Hier finden Sie die Schenkungssteuer Tabelle mit Angaben zum Verwandschaftsgrad, der Steuerklasse sowie den Freibeträgen und Steuersätzen.

    • Die bei der Schenkungs- und Erbschaftssteuer verwendeten Steuerklassen sind von den normalen Steuerklassen 1, 2 und 3 zu unterscheiden!

    (Auch Stief- und Adoptivkinder)

    Geschwister, Nichten, Neffen, Schwiegerkinder und -eltern, Stiefeltern

    Der Fiskus gewährt den vollen Freibetrag nur einmal alle zehn Jahre, erlaubt aber Kettenschenkungen, bei denen man etwa an sein Kind auch über eine Zwischenschenkung an den Ehepartner mehrfach mit entsprechenden Freibeträgen arbeiten kann. Umgehen lässt sich die Schenkungssteuer durch geschickte Gestaltung.

    Sonderbegünstigungen gelten zum Beispiel für Hausrat und bei Schenkung von Wohneigentum an Kinder und Ehepartner, die später in der Immobilie selbst wohnen. Letzteren Fall hat der Gesetzgeber steuerfrei gestellt.

    Schenkungssteuer Freibeträge 2017

    Die Systematik der Schenkungssteuer Tabelle

    Das Schenkungssteuerrecht knüpft in erster Linie an das Verhältnis zwischen Schenker und Beschenktem an. Nach deren Verwandtschaftsgrad zueinander richten sich gewährte Freibeträge und Steuersätze.

    Beides ist in Form einer Tabelle gestaltbar und auch vom steuerlichen Laien relativ leicht seiner Lebenssituation zuzuordnen.

    Nur bei Immobilien können schwierigere Bewertungsfragen auftreten, die unter Umständen einer professionellen Steuerberatung bedürfen.

    Источники: http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/freibetraege-bei-der-erbschaftssteuer-und-schenkungssteuer, http://www.erbrecht-heute.de/Schenkung-Kinder.html, http://www.steuerklassen.com/erbschaftssteuer/schenkungssteuer/tabelle/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here