Sparer pauschalbetrag

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    Sparerpauschbetrag

    801 Euro sind bei

    • Zuletzt aktualisiert: 18. November 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kapitaleinkünfte sind seit 2009 pauschal mit 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zu versteuern.
    • Dazu gehören unter anderem Zinseinnahmen, Gewinne aus Aktienverkäufen und Dividenden.
    • Für Kapitaleinkünfte bis 801 Euro im Jahr müssen Sie keine Steuern zahlen. Dieser sogenannte Sparerpauschbetrag wird bei der gemeinsamen Veranlagung von Ehegatten verdoppelt.
    • Im Gegenzug für die Pauschalbesteuerung dürfen Sie keine Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapitalerträgen als Werbungskosten abziehen.
    • Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent, sollten Sie freiwillig die Anlage KAP in der Steuererklärung ausfüllen. Kapitaleinkünfte werden dann mit Ihrem niedrigeren Steuersatz besteuert.
    • Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung verhindern Sie, dass die Bank Abgeltungssteuer einbehält. Beantragen können Sie dies, wenn Sie aufgrund Ihrer geringen Einkünfte vermutlich keine Steuern zahlen müssen. Das gilt vor allem für Rentner, Studenten und Schüler.

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    Jeder Privatanleger darf von seinen Einkünften aus Kapitalvermögen bis zu 801 Euro steuerfrei behalten. Für ein Ehepaar, das sich zusammen veranlagen lässt, gilt der doppelte Betrag, also 1.602 Euro. Diesen sogenannten Sparerpauschbetrag gibt es seit 2009. Er wurde zusammen mit der Abgeltungsteuer eingeführt. Er umfasst nicht nur Zinsen und Dividenden, sondern auch Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen und Termingeschäften.

    Private Anleger dürfen seither keine Werbungskosten wie Depotgebühren mehr von der Steuer absetzen. Auch wenn sie für den Wertpapierkauf ein Kredit aufgenommen haben, sind die Zinskosten nicht abzugsfähig.

    Die Abgeltungssteuer von 25 Prozent (plus Solidarzuschlag und Kirchensteuer) behält die Bank direkt ein und führt sie an das Finanzamt ab.

    Kurzinformation zur Abgeltungsteuer

    Die Abgeltungssteuer (Zinssteuer) gilt für Zinsen, Dividenden und Erlöse aus Wertpapierverkäufen, die seit dem 1. Januar 2009 zufließen. Der Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent (plus Solidarzuschlag und Kirchensteuer) wird von der Bank direkt einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

    Sparerpauschbetrag direkt bei der Bank berücksichtigen

    Damit die Bank, die die Kapitalerträge auszahlt, auch den Sparerpauschbetrag direkt berücksichtigt, müssen Sie als Anleger der Bank einen Freistellungsauftrag übersenden. Ab 2016 benötigen Sie dafür zwingend Ihre Steueridentifikationsnummer.

    Hinweise zu den Freistellungaufträgen sowie entsprechende Anträge stellen nahezu alle Banken und Sparkassen auf ihren Internetseiten bereit. Falls weder ein Freistellungauftrag noch eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt oder die Kapitalerträge über den Sparerpauschbetrag hinausgehen, zieht das Kreditinstitut 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer von den Erträgen ab. Zusammen veranlagte Ehegatten können Freistellungsanträge grundsätzlich nur gemeinsam stellen.

    Niedrigverdiener sollten Anlage KAP ausfüllen

    Liegt Ihr persönlicher Einkommensteuersatz unter 25 Prozent, so wäre die Abgeltungssteuer für Sie „zu teuer“. Diese können Sie vermeiden und stattdessen Ihre Kapitaleinkünfte mit Ihrem normalen, niedrigeren Steuersatz versteuern. Dafür müssen Sie jedoch Ihre Kapitaleinkünfte in der Anlage KAP Ihrer Steuererklärung auflisten.

    Volle Steuer auf Kapitaleinkünfte im Betriebsvermögen

    Für im Betriebsvermögen von Unternehmen oder Selbstständigen gehaltenes Kapitalvermögen gilt die Abgeltungssteuer nicht. Das bedeutet, dass die Zinsen und Dividenden im Betriebsvermögen voll zu versteuern sind. Andererseits können Betriebsausgaben (zum Beispiel Finanzierungskosten für den Erwerb der Wertpapiere) aber auch komplett abgesetzt werden.

    Nichtveranlagungsbescheinigung bei niedrigem Einkommen

    Wenn Sparer eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) vorlegen, können sie sogar Zinsen und Dividenden oberhalb des Sparerpauschbetrags ohne Steuerabzug erhalten. Die Nichtveranlagungsbescheinigung kommt für Geringverdiener und damit insbesondere für Rentner, Schüler und Studenten in Betracht. Mit diesem Dokument bescheinigt das Finanzamt, dass der Sparer voraussichtlich keine Einkommensteuer zahlen muss. Liegt es einer Bank vor, braucht diese die Abgeltungssteuer nicht einzubehalten.

    Beispiel: Ein Student hat im Jahr 2016 Lohneinkünfte von höchstens 9.652 Euro. Abzüglich des 1.000 Euro umfassenden Arbeitnehmer-Pauschbetrags verbleiben ihm genau 8.652 Euro. Dies entspricht exakt dem Grundfreibetrag für 2016. Im Jahr 2015 betrug dieser 8.472 Euro. Wer keine höheren Einkünfte hat, muss überhaupt keine Steuern zahlen.

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    Was ist der Sparerpauschbetrag und wie spare ich damit Steuern?

    Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag bei Kapitaleinkünften, zum Beispiel Zinsen, Dividenden und Aktien. Grundsätzlich sind Einnahmen aus Kapitalvermögen steuerpflichtig. Der Sparer-Pauschbetrag sorgt dafür, dass ein Teil dieser Einnahmen bei der Veranlagung der Einkommensteuer nicht berücksichtigt wird, also steuerfrei bleibt (§ 20 Absatz 9 EStG).

    Dieser Freibetrag wird auch bei der pauschalen Abgeltungsteuer berücksichtigt, wenn Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank einreichen oder ihn mit mehreren Freistellungsaufträgen auf mehrere Kreditinstitute verteilen.

    Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für zusammenveranlagte Eheleute. Er ersetzt seit Einführung der Abgeltungssteuer zum 1. Januar 2009 den früheren Sparerfreibetrag (750 Euro pro Person) und den früheren Werbungskostenpauschbetrag (51 Euro pro Person). Entgegen der früheren Regelung ist ein Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ausgeschlossen.

    Wenn die Kapitaleinnahmen weniger als 801 Euro betragen, ist der Sparer-Pauschbetrag auf die Höhe der Einnahmen beschränkt. Es können also keine negativen Kapitaleinkünfte entstehen, die mit anderen Einkünften verrechnet werden könnten.

    Wie viel Sie vom Sparerpauschbetrag haben

    Wie viel bringt 1 x Sparerpauschbetrag? Rechnung: 801 Euro Kapitalerträge pro Jahr sind steuerfrei. Das heißt, dass Sie keine 25 Prozent Steuern darauf zahlen müssen. 25 Prozent auf 801 Euro sind fast genau 200 Euro. So viel Geld sparen Sie also jedes Jahr durch den Freibetrag.

    Lohnt sich der Betrag für Sie? Bei der Antwort auf diese Frage ist zu berücksichtigen, dass das Finanzamt den Sparerpauschbetrag automatisch anwendet – kaum Arbeitsaufwand für Sie. Am meisten profitieren Sie allerdings, wenn Sie den Freibetrag jedes Jahr voll ausschöpfen können. Im folgenden Steuer-Trick 1 steht, wie das geht. Eine weitere sinnvolle Möglichkeit ist, zusätzlich den Sparerpauschbetrag Ihres Ehegatten oder Lebenspartners zu nutzen und gegebenenfalls die Freibeträge Ihrer Kinder (Steuertrick Nr. 2), letzteres ist aber aufwändiger einzurichten und birgt Gefahren.

    Querverweis: Falls Sie Geringverdiener unterhalb des Grundfreibetrags sind, ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) sinnvoller für Sie, als nur den Sparerpauschbetrag zu nutzen.

    Steuer-Trick 1: Kapitalerträge auf mehrere Jahre verteilen

    Der Sparerpauschbetrag steht Ihnen jedes Jahr aufs Neue zu. Daraus ergibt sich ein einfacher Steuer-Tipp: Nutzen Sie ihn auch jedes Jahr! Wenn möglich, verteilen Sie Ihre Kapitalerträge auf mehrere Jahre, statt sie in einem Jahr gesammelt einzustreichen.

    Beispiel: a) Sie sind ledig und erhalten einmalig Zinsen über 1.602 Euro. Dank des Sparerpauschbetrags sind 801 Euro steuerfrei und nur die restlichen 801 Euro zu versteuern. Was wäre jedoch, wenn Sie folgende Möglichkeit hätten: b) Statt heute die vollen 1.602 Euro einzustreichen, lassen Sie sich dieses Jahr nur 801 Euro auszahlen und im nächsten Jahr noch mal 801 Euro. Angenommen, sie hätten in beiden Jahren keine anderen Kapitalerträge, dann nutzten Sie in beiden Jahren ihre Sparerpauschbeträge voll aus. Ihre Kapitalerträge wären komplett steuerfrei.

    Die Frage ist daher, wie Sie den Zeitpunkt beeinflussen, zu dem Sie Ihre Kapitalerträge erwirtschaften. Lassen Sie folgende Ideen auf sich wirken. Beachten Sie dabei die Grundregel: Eine Steuerersparnis sollte nicht der vorrangige Grund für Ihre Anlageentscheidungen sein!

    Möglichkeit 1: Aktien

    Bei Aktien bestimmten Sie den Zeitpunkt der Veräußerung selbst. Vereinfachtes Beispiel: Anstatt Aktien am 27. Dezember mit 1.600 Euro Gewinn zu verkaufen, kann es sinnvoll sein, nur 800 Euro Gewinn einzustreichen. Die restlichen Papiere stoßen Sie am ersten Börsentag des neuen Jahres ab – ebenfalls mit 800 Euro Gewinn, falls der Kurs sich nicht nennenswert ändert.

    Natürlich, dieses vereinfachte Beispiel blendet Ihre individuellen, übrigen Rahmenbedingungen aus. Zum Beispiel werden etwaige weitere Kapitalerträge im neuen Jahr nicht berücksichtigt. Aber der Ansatz zur Steuerersparnis sollte klar geworden sein.

    Möglichkeit 2: Anleihen

    Bei Anleihen bestimmen Sie den Zeitpunkt, wann Zinsen fließen. Die Zahlungen können sich gleichmäßig über die gesamte Laufzeit erstrecken. Oder sie fallen in den letzten Jahren der Laufzeit an (Kombizins-Anleihen) oder komplett gesammelt bei der Rückzahlung (Nullkuponanleihen/Zero-Bonds).

    Steuer-Trick 2: Mehrere Sparerpauschbeträge nutzen

    Wenn 1 Sparerpauschbetrag 200 Euro echte Ersparnis pro Jahr bringt (siehe oben), was bringen dann 10 Sparerpauschbeträge für Ihre Partner, Kinder, Hunde und Katzen? Nun gut, keine 2.000 Euro, außer Sie sind hauptberuflicher Steuerjongleur oder machen sich einen Sport daraus, noch den letzten Cent legal am Finanzamt vorbei zu manövrieren (falls Letzteres: Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen!).

    Sie sollten die nachfolgenden Sparmöglichkeiten aber zumindest kennen und darüber nachdenken. Einmal erfolgreich eingerichtet, machen sie in den Folgejahren kaum zusätzliche Arbeit. So läppert sich dann doch eine satte Ersparnis zusammen.

    Wie der Sparerpauschbetrag bei Ehepaaren funktioniert

    Erzielen beide Ehepartner Kapitaleinkünfte und dabei ein Ehegatte weniger als 801 Euro Kapitalerträge, wird der Rest des anteiligen Sparerpauschbetrags beim anderen Partner berücksichtigt.

    Beispiel 1: Max Sparsam ist ledig und erzielt 500 Euro Zinseinnahmen.

    Ergebnis 1: Der Sparerfreibetrag von 801 Euro verringert sich auf 500 Euro und gleicht die Zinseinnahmen aus. Max Sparsam erzielt nun Kapitaleinkünfte in Höhe von 0 Euro. (Es entsteht also kein Verlust von 500 – 801 = -301 Euro.)

    Beispiel 2: Max Sparsam und seine Frau Petra Weniger-Sparsam haben getrennte Sparkonten. Max Sparsam erzielt 1.101 Euro Zinseinnahmen. Seine Ehefrau erzielt 501 Euro Zinseinnahmen. Die beiden beantragen eine Zusammenveranlagung.

    Ergebnis 2: Petra Weniger-Sparsam muss keine Kapitaleinkünfte versteuern, da sie unter dem Sparerpauschbetrag liegt. Die verbleibenden 300 Euro (801 Euro – 501 Euro) werden automatisch bei ihrem Mann abgezogen, so dass auch hier keine Zinsnahmen zu versteuern sind (1.101 Euro Zinsen – 801 Euro "eigener anteiliger Sparer-Pauschbetrag" – 300 Euro Sparer-Pauschbetrag von seiner Ehefrau).

    Übertragung auf die eigenen Kinder

    Der Sparerpauschbetrag lässt sich ausreizen, indem Sie Ihr Kapital auf Ihre Kinder übertragen, es in deren Namen anlegen und deren Freibeträge ausnutzen. Dieser Steuer-Trick lohnt sich jedoch nur bei einer besonders hohen Anlagesumme. Zudem sind mögliche Nachteile damit verbunden, zum Beispiel beim Bafög, bei Krankenkassenbeiträgen, beim Kindergeld und natürlich bei der Kontrolle über das Kapital. Besprechen Sie sich daher unbedingt mit einem Steuerberater, bevor Sie ein solches Modell nutzen.

    Kein Freistellungsauftrag abgegeben? Wenden Sie Ihren Sparerpauschbetrag über die Steuererklärung an

    Steuer-Tipp: Sollten Sie bisher keinen Freistellungsauftrag bei der Bank abgegeben haben, führt dieses dazu, dass die Bank bereits ab dem ersten Euro Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchsteuer einbehält. In diesen Fällen lohnt es sich immer, eine Einkommensteuererklärung abzugeben und bei den Kapitaleinkünften die Günstigerprüfung zu beantragen. Dann berücksichtigt das Finanzamt beim Erstellen Ihres Einkommensteuerbescheids den Sparerpauschbetrag und erstattet Ihnen mehr als 200 Euro.

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    Источники: http://www.finanztip.de/sparerpauschbetrag/, http://www.steuer-schutzbrief.de/sparerpauschbetrag.html, http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/sparer-pauschbetrag.html

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