Spenden von steuer absetzen

    0
    48

    Spenden absetzen

    So profitieren Sie bei der Steuer von Spenden als Sonderausgaben

    • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Spenden an eine gemeinnützige Organisation können Sie bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend machen.
    • Wenn Sie an politische Parteien spenden, sind pro Person bis zu 3.300 Euro absetzbar. Für die ersten 1.650 Euro bekommen Sie die Hälfte als Steuererstattung zurück, der Rest ist als weitere Sonderausgabe zusätzlich absetzbar.
    • Wer kein Geld spenden will, kann auch Sachspenden leisten. Sie können sogar Ihren Zeitaufwand im Ehrenamt als Spende absetzen.
    • Spenden in das Vermögen einer Stiftung lassen sich mit bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben geltend machen.

    So gehen Sie vor

    • Verschiedene Spendensiegel helfen bei der Suche nach einer vertrauenswürdigen Organisation. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Richtig spenden“.
    • Jede Spendenquittung zahlt sich aus, denn Sonderausgaben mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Der Pauschalbetrag, den jeder Steuerpflichtige ohne Spendenquittungen erhält, beträgt nämlich nur 36 Euro.
    • Für Spenden bis 200 Euro gelten vereinfachte Nachweispflichten. Ab der Steuererklärung 2017 müssen Sie beim Finanzamt nicht mehr grundsätzlich Spendenbelege einreichen, sondern nur noch auf Verlangen.
    • Falls Sie in einem Jahr so viel gespendet haben, dass Sie die 20-Prozent-Grenze überschreiten, dann profitieren Sie im Folgejahr vom sogenannten Spendenvortrag. Das heißt, der bislang nicht abziehbare Teil reduziert Ihre Steuern ein Jahr danach oder noch später.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    5,5 Milliarden Euro haben die Bundesbürger 2015 laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gespendet. Die kleinen oder großen Gaben kommen nicht nur Menschen in Not zugute: Vereine und Stiftungen finanzieren ihre tägliche Arbeit mit dem Geld, viele künstlerische oder wissenschaftliche Einrichtungen sind auf diese Unterstützung angewiesen, und auch politische Parteien nehmen gerne Spenden an.

    Der Staat fördert Steuerzahler, die spenden wollen, durch den Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung. Das heißt: Sie können Ihre Spenden von der Steuer absetzen.

    Der Fiskus unterscheidet drei Arten: Spenden zur Förderung gemeinnütziger und steuerbegünstigter Zwecke, Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung sowie Zuwendungen an politische Parteien. Damit der Sonderausgabenabzug greifen kann, gibt es in allen drei Fällen eine Voraussetzung: Der Spender muss das Geld freiwillig geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

    Höchstgrenze für den Abzug als Sonderausgaben

    Spenden und Mitgliedsbeiträge an steuerbegünstigte und gemeinnützige Vereine, die ihre Arbeit der Kunst und Kultur widmen, können Sie bis zu einer Höhe von 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte in der Steuererklärung geltend machen (§ 10b EStG). Das gilt auch für kirchliche, religiöse oder wissenschaftliche Organisationen. Wenn Sie beispielsweise einem Jugendprojekt in der Nachbarschaft oder der Deutschen Aids-Hilfe Geld spenden, mindert dieser Betrag als Sonderausgabe Ihr zu versteuerndes Einkommen, sobald Ihre gesamten Sonderausgaben den Pauschbetrag übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 36 Euro, für zusammen veranlagte Ehegatten und eingetragene Lebenspartner das Doppelte. Was Sie neben Spenden noch absetzen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Sonderausgaben.

    Nicht zu den Sonderausgaben zählen Mitgliedsbeiträge für Vereine, die vor allem der Freizeitgestaltung dienen, beispielsweise Sportvereine, Heimatvereine oder Karnevalsvereine.

    Wohin in der Steuererklärung?

    Spenden und Mitgliedsbeiträge tragen Sie im Mantelbogen auf Seite 2 in den Zeilen 45 bis 56 ein.

    Nachweis für die Steuererklärung

    Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge für steuerbegünstigte Zwecke müssen Sie anhand der „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster“ nachweisen, vormals Spendenbescheinigung. Die Bestätigung bekommen Sie vom Empfänger der Spende, dieser kann die Bescheinigung auch direkt elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ab 2017 soll das der Standard sein. Vorteil für den Spender: Er muss die Zuwendungsbestätigung nur aufbewahren und erst auf Verlangen des Finanzamts einreichen – also Aufbewahrungspflicht statt Vorlagepflicht. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums (BMF) gibt es die amtlichen Vordrucke für Spendenempfänger.

    Helfer für die Steuererklärung

    Einfacher Nachweis bis 200 Euro

    Bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen bis zu 200 Euro je Zahlung ist ein vereinfachter Nachweis möglich: Ist der Empfänger eine sogenannte juristische Person des öffentlichen Rechts, beispielsweise eine Universität oder eine „öffentliche Dienststelle“ wie Schulen, reicht als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg. Auch die Buchungsbestätigung genügt: Sie können die Spende an den Förderverein der Schule einfach mit einem Kontoauszug oder dem Barzahlungsbeleg nachweisen.

    Diese vereinfachte Regelung bis 200 Euro gilt neben den Spenden an staatliche Behörden und gemeinnützige Organisationen auch für Katastrophenfälle und Spenden an politische Parteien.

    Haben Sie an gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine und Stiftungen gespendet, brauchen Sie zusätzlich einen Beleg, aus dem unter anderem hervorgeht, dass diese Einrichtung von der Körperschaftsteuer befreit ist und wie sie die Mittel verwendet.

    Zusammengefasst gelten für die Vereinfachungsregelung für Kleinspenden bis 200 Euro folgende Voraussetzungen (§ 50 Abs. 2 Einkommensteuerdurchführungsverordnung):

    • Der Einzahlungsbeleg als Ausdruck muss Name, Kontonummer, Buchungstag, die tatsächliche Durchführung der Zahlung und den Betrag der Spende enthalten.
    • Auf dem Beleg muss der steuerbegünstigte Zweck, für den die Spende verwendet wird, vermerkt sein: zum Beispiel „Flüchtlingshilfe“ als mildtätiger Zweck.
    • Falls Sie aufgefordert werden, die Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt abzugeben, achten Sie darauf, dass aus dem hervorgeht, dass der Verein von der Körperschaftsteuer befreit ist.
    • Es muss erkennbar sein, ob es sich um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt.

    Auch im Lastschriftverfahren muss die Buchungsbestätigung Angaben enthalten über Spendenzweck und über die Steuerbegünstigung des Vereins. Falls Sie über Ihr Paypal-Konto spenden möchten, genügt ein Kontoauszug und ein Ausdruck, der die Transaktion belegt.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Spenden für Flüchtlinge

    Grundsätzlich sind Geld-­ und auch Sachspenden steuerlich abzugsfähig. Die beeindruckende Spendenbereitschaft für die vielen Flüchtlinge, die aktuell nach Deutschland kommen, unterstützt auch das BMF.

    Es weist in einem Schreiben vom 22. September 2015 und in einem weiteren Schreiben vom 6. Dezember 2016 alle Finanzämter an, eine großzügige Spendenpraxis zu akzeptieren. Für Flüchtlingshilfsmaßnahmen zwischen dem 1. August 2015 und dem 31. Dezember 2018 gelten folgende Ausnahmeregelungen:

    • Der vereinfachte Spendennachweis gilt auch für Beträge von mehr als 200 Euro.
    • Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen Spenden sammeln; außerdem gibt es für sie Nachweiserleichterungen.
    • Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden sammeln. Werden die gesammelten Gelder an eine gemeinnützige Organisation für Flüchtlingshilfe weitergeleitet, dann sind sie steuerlich als Sonderausgaben abziehbar. Das gilt etwa für mehrere Vereine, die sich zusammengetan haben, um im Rahmen einer Spendenaktion Geld für Flüchtlinge auf einem einheitlichen Konto zu sammeln.
    • Arbeitnehmer können einen Teil ihres Lohns spenden. Wenn der Arbeitgeber diesen vom Bruttogehalt einbehält und direkt an eine gemeinnützige Einrichtung zugunsten der Flüchtlingshilfe überweist, muss darauf weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung entrichtet werden.
    • Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken sind wie bisher schon schenkungsteuerfrei (§ 13 Absatz 1 Nummer 17 Erbschaftsteuergesetz).

    Aktion Deutschland hilft

    Recht einfach Gutes tun und dabei Steuern sparen können Sie, wenn Sie sich an das Bündnis von 24 großen deutschen Hilfsorganisationen wenden: www.aktion-deutschland-hilft.de. Sie können entweder einmalig oder ab 5 Euro monatlich spenden. Bei Spenden ab 50 Euro erhalten Sie automatisch eine Spendenquittung. Regelmäßige Spender erhalten im Januar des Folgejahres ihrer Spenden automatisch eine Sammel-Spendenbescheinigung. Den Vordruck für den vereinfachten Spendennachweis können Sie direkt von der Homepage herunterladen.

    Spendennachweis bei Beträgen über 200 Euro

    Für Spenden über 200 Euro benötigen Sie grundsätzlich immer eine Spendenbescheinigung vom Empfänger. Ausnahme: Bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Nepal waren die Finanzämter bislang großzügig und akzeptierten bei einer Einzahlung auf ein entsprechendes Sonderkonto innerhalb eines festen Zeitraums den vereinfachten Nachweis auch bei höheren Spendensummen.

    Tipp: Bis 100 Euro können die Finanzämter Ihre Spenden auch ohne Belege anerkennen, wenn Sie eine Auflistung der einzelnen Ausgaben und der Empfänger beilegen. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es allerdings nicht, es handelt sich nur um eine interne Anweisung der Finanzämter, um die Papierflut durch mitgeschickte Belege einzudämmen. Ab 2017 müssen generell Belege erst auf Nachfrage des Finanzamts eingereicht werden.

    Unterhaltsleistung als außergewöhnliche Belastung

    Wollen Sie eine bestimmte Person finanziell unterstützen, können Sie Ihre Zuwendung nicht als Sonderausgabe absetzen. Wer Menschen in Not dauerhaft finanziell unterstützt, hat jedoch eine andere Möglichkeit des steuerlichen Abzugs: als außergewöhnliche Belastung. Nehmen Sie einen Flüchtling in Ihrem Haushalt auf, dann können Sie für das Jahr 2016 den Höchstbetrag von 8.652 Euro (2015: 8.472 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) als Unterhaltsleistung geltend machen. Das Finanzamt verlangt, dass Sie schriftlich erklären, alle Kosten für den Lebensunterhalt der aufgenommenen Person zu tragen. Sammeln Sie alle Quittungen, um diese bei Verlangen einreichen zu können.

    Freibetrag für Spenden in der Lohnsteuerkarte eintragen lassen

    Spenden können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Sie können die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag für Ihre Sonderausgaben beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihre Sonderausgaben zusammen mit den außergewöhnlichen Belastungen mindestens 600 Euro im Jahr betragen.

    Sachspenden in der Steuerklärung angeben

    Sie können sogar Sachspenden wie Kleidung oder Spielzeug in der Steuererklärung als Sonderausgabe angeben. Veranstaltet ein gemeinnütziger Verein im Zweckbetrieb eine behördlich genehmigte Tombola, bei der der Überschuss unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der steuerbegünstigten Zwecke verwendet wird, sind Ihre Sachspenden abzugsfähig. Das gilt dagegen nicht, wenn Ihre Sachspende im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins verlost oder verkauft wird – etwa auf einem Vereinsfest oder Flohmarkt.

    Der Wert der Sachspende muss auf der Zuwendungsbestätigung eingetragen sein. Es bietet sich an, den Neupreis, die Nutzungsdauer und den Zustand zum Zeitpunkt der Spende zu dokumentieren, damit Sie den Marktwert der Sachspende nachweisen können.

    Hohe Spenden später absetzen

    Wenn Sie so großzügig waren, dass Ihre Spenden in einem Jahr den Höchstbetrag von 20 Prozent Ihrer Gesamteinkünfte überschreiten, können Sie das, was darüber liegt, später absetzen. Das ist der sogenannte Spendenvortrag. Das Finanzamt berücksichtigt diesen automatisch in den folgenden Jahren.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Spenden an Stiftungen

    Spenden in das zu erhaltende Vermögen einer Stiftung – auf Amtsdeutsch in den Vermögensstock – sind unabhängig vom Einkommen bis zu 1 Million Euro (2 Millionen Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern) begünstigt. Die Spende kann der Geber entweder im Jahr der Zuwendung oder in den neun folgenden Jahren steuerlich geltend machen.

    Spenden an politische Parteien

    Den größten Steuereffekt haben Sie mit einer Parteispende. Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien können Sie zur Hälfte direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen – bis zu einem Höchstbetrag von 825 Euro im Jahr, bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder Lebenspartnern das Doppelte (§ 34g EStG). Sie können als Paar gemeinsam bis 6.600 Euro steuerlich geltend machen. Bis zum Betrag von 3.300 Euro bekommen sie die Hälfte ihrer Spende als Steuererstattung zurück. Der darüber liegende Betrag ist bis maximal 3.300 Euro zusätzlich als Sonderausgabe abzugsfähig.

    Beispiel: Sie zahlen als zusammenveranlagtes Ehepaar insgesamt 4.000 Euro im Jahr 2017 an die Partei Ihres Vertrauens. Die Hälfte von 3.300 Euro, also 1.650 Euro bekommen Sie direkt als Erstattung mit Ihrer Steuererklärung zurück. Und die restlichen 700 Euro setzen Sie als Sonderausgaben (§ 10b Absatz 2 EStG) auch noch ab.

    Achtung: Eine kommunale Wählervereinigung gilt nicht als Partei. Deshalb bringt eine Spende oder ein Mitgliedsbeitrag dafür höchstens 825 Euro Steuerersparnis. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 20. März 2017 (Az. X R 55/14).

    Spenden Sie Zeit und Unterstützung

    Arbeiten Sie ehrenamtlich als Trainer für den Fußballverein, leiten Sie den Kirchenchor oder fahren Sie regelmäßig Ihre Kinder und deren Sportsfreunde zu Wettbewerben? Dann können Sie Ihren Aufwand unter Umständen als Spende geltend machen. Dazu brauchen Sie eine schriftliche Vereinbarung, aus der hervorgeht, dass Sie Anspruch auf einen Aufwendungsersatz haben, beispielsweise für die Fahrtkosten, oder einen Vergütungsanspruch wie die Übungsleiterpauschale und förmlich darauf verzichten. Auch in der Vereinssatzung muss der Anspruch enthalten sein. Weitere Einzelheiten lesen Sie in diesem Schreiben des BMF. Mit Schreiben vom 24. August 2016 hat das BMF ergänzt, dass bei einem monatlichen Zahlungsanspruch eine jährliche Verzichtserklärung genügt. Zuvor forderte es eine dreimonatige Erklärung.

    Mehr Transparenz durch Spendensiegel

    Wenn Sie nicht wissen, an welchen Verein Sie spenden sollen oder welche Organisation seriös ist und mit Ihrem Geld verantwortungsvoll umgeht, können Sie sich an Spendensiegeln orientieren. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet unter anderem die Verwendung der Spenden sowie die Ausgaben für Werbung und Verwaltung. Spendenempfänger, die ein vertretbares Maß einhalten, dürfen das – allerdings kostenpflichtige – DZI-Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Ein kostenfreies Siegel vergibt die gemeinnützige Phineo AG, die sich für gesellschaftliches Engagement einsetzt. Organisationen, die vertrauensvoll mit dem Geld der Spender umgehen, können das „Wirkt-Siegel“ von Phineo erhalten. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber Richtig spenden.

    Sollen wir Sie

    Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps – kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung

    Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

    1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
    2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
    3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

    Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

    Das könnte Sie auch interessieren

    Noch mehr sparen mit Finanztip

    Weitere Themen

    Finanztip Newsletter

    • Jede Woche die besten Tipps
    • Absolut kostenlos
    • 100% werbefrei

    Kostenlos anmelden

    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Spenden von der Steuer absetzen

    Geldspenden oder Sachspenden an gemeinnützige Organisationen können Sie in der Steuererklärung geltend machen. Bei Spenden bis 200 € geht das sogar ohne offizielle Spendenbescheinigung.

    Spenden sind steuerlich absetzbar, wenn sie

    freiwillig und ohne Gegenleistung

    für steuerbegünstigte Zwecke

    an steuerbegünstigte Organisationen geleistet und

    mit einer Zuwendungsbestätigung nachgewiesen werden.

    Zuwendungen direkt an bedürftige Personen sind keine steuerlich abzugsfähigen Spenden. Auch Spenden an steuerbegünstigte Organisationen, die mit der Auflage geleistet werden, die Zuwendung an eine bestimmte Person weiterzuleiten, werden nicht akzeptiert.

    Es ist aber möglich, die Spende mit der Bitte um spezielle Verwendung oder einem Verwendungsvorschlag zu versehen. Zweckbindung einer Spende kann auch dadurch erreicht werden, dass eine steuerbegünstigte Körperschaft ein Spendenkonto für eine bestimmte geplante Maßnahme einrichtet.

    Für die steuerliche Anerkennung von Spenden an inländische Spendenempfänger verlangt das Finanzamt eine Spendenbescheinigung, fachlich korrekt Zuwendungsbestätigung genannt. Diese muss nach amtlich vorgeschriebenem Muster vom Spendenempfänger ausgestellt werden. Dazu hat die Finanzverwaltung je nach Empfänger und Art der Zuwendung unterschiedliche Muster geschaffen.

    Die Zuwendungsbestätigung ist nicht nur ein Spendennachweis, sondern Voraussetzung für den steuerlichen Abzug Ihrer Spende. Ohne Zuwendungsbestätigung wird das Finanzamt Ihre Spende also grundsätzlich nicht anerkennen. Keine Steuerersparnis haben Sie deshalb zum Beispiel für Spenden bei Straßen- oder Haussammlungen, wenn dafür keine ordnungsgemäße Zuwendungsbestätigung ausgestellt wird.

    In der Steuererklärung machen Sie Ihre Spenden im Mantelbogen auf Seite 2 im unteren Abschnitt geltend.

    Kleinbetragsspenden bis 200 €

    Von der strengen Anforderung an die formelle Zuwendungsbestätigung gibt es erfreulicherweise in folgenden vier Fällen eine Vereinfachungsregelung:

    Spenden zur Hilfe in Katastrophenfällen;

    Spenden bis 200 € an gemeinnützige Organisationen;

    Spenden bis 200 € an eine staatliche Behörde;

    Spenden bis 200 € an eine politische Partei.

    Als Spendennachweis genügt hier dem Finanzamt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung der Bank (Kontoauszug, Lastschrifteinzugsbeleg oder der PC-Ausdruck bei Onlinebanking), wenn darauf Name und Kontonummer von Auftraggeber und Empfänger sowie Betrag und Buchungstag ersichtlich sind.

    Für Spenden über Online-Zahlungsservices gilt: Statt Name und Kontonummer genügt auch ein Identifizierungsmerkmal des Auftraggebers und des Empfängers. Betrag, Buchungstag sowie die tatsächliche Durchführung der Zahlung müssen aber ebenfalls aus der Buchungsbestätigung ersichtlich sein. So erkennt das Finanzamt den vereinfachten Spendennachweis nun auch für Zahlungen über das Online-Bezahlsystem PayPal an. Als Buchungsbestätigung genügen ein Kontoauszug des PayPal-Kontos und ein Ausdruck über die Transaktionsdetails der Spende. Auf dem Kontoauszug müssen der Kontoinhaber und dessen E-Mail-Adresse ersichtlich sein

    Bei Kleinspenden bis 200 € ist Bedingung für die Vereinfachungsregelung, dass neben dem Bareinzahlungsbeleg bzw. der Buchungsbestätigung zusätzlich auf einem Beleg der Empfängerorganisation

    Angaben über den steuerbegünstigten Zweck und die Steuerfreistellung der Organisation gemacht werden und

    angegeben ist, ob es sich bei der Zuwendung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt.

    Diese Angaben können als Beleg für das Finanzamt z.B. auf der Durchschrift des Überweisungsträgers oder auf einem dem Überweisungsträger anhängenden Abschnitt stehen.

    Auch Sachspenden sind steuerlich abziehbar. Voraussetzung: Die gespendete Sache wird für steuerbegünstigte Satzungszwecke verwendet. Und das ist nur dann der Fall, wenn

    die Sachspende unmittelbar für die ideellen steuerbegünstigten Zwecke des Vereins oder

    einen sogenannten Zweckbetrieb verwendet wird. Dazu gehört beispielsweise eine Tombola, wenn die Lotterie oder Ausspielung von den zuständigen Behörden genehmigt wurde und der Reinertrag unmittelbar und ausschließlich zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke verwendet wird.

    Nicht begünstigt sind hingegen Spenden für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins. Dazu gehören beispielsweise Vereinsfeste, Basare und Flohmärkte.

    Sachspenden sind grundsätzlich mit dem Markt- bzw. Verkehrswert, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Gegenstandes zu erzielen wäre, abziehbar. Dieser Wert ist einfach zu ermitteln, wenn der gespendete Gegenstand noch neu ist: Dann ist der Wert identisch mit dem Einkaufspreis, den Sie gegenüber dem Aussteller der Zuwendungsbestätigung durch den Kaufbeleg nachweisen können. Bei gebrauchten Gegenständen wird der Wert durch den Preis bestimmt, der bei einem Verkauf zu erzielen wäre. Dabei spielen natürlich die Art des Gegenstandes und sein Zustand eine bedeutende Rolle. Vor allem aber richtet sich der Preis nach der Nachfrage, ob nämlich überhaupt jemand einen solchen Gegenstand kaufen und dafür einen Preis zahlen würde

    Ähnliche Themen

    Verwandte Lexikon-Begriffe

    Weitere News zum Thema

    Spenden an kommunale Wählervereinigungen

    [ 29.07.2017 ] Spenden an politische Parteien können im Rahmen der Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Das gilt aber nicht für kommunale Wählervereinigungen, die nicht an Bundestagswahlen oder Landtagswahlen teilnehmen. mehr

    Kirchensteuer bei tariflich besteuerten Kapitalerträgen

    [ 14.07.2017 ] Kirchensteuer, die auf tariflich besteuerte Kapitalerträge anfällt, ist als Sonderausgabe abzugsfähig. Das entschied das FG Düsseldorf. mehr

    Wie werden Parteispenden abgesetzt?

    [ 04.07.2017 ] Im September ist Bundestagswahl. Wenn Sie die von Ihnen favorisierte Partei mit einer Spende unterstützen möchten, vergessen Sie nicht, die Spende in der nächsten Steuererklärung geltend zu machen! mehr

    Britischer Private Equity Fonds: Einkünfte können steuerfrei sein

    [ 27.06.2017 ] Das FG Münster hat in zwei Urteilen zu der Frage Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen Einkünfte aus einem in Großbritannien ansässigen Private Equity Fonds der deutschen Besteuerung unterliegen. mehr

    Geschenktes Geld soll teilweise gespendet werden: kein Abzug!

    [ 16.02.2017 ] Wer Geld geschenkt bekommt mit der Auflage, einen Teil davon an einen gemeinnützigen Verein zu spenden, kann diese Spende nicht steuerlich geltend machen. Das entschied das FG Düsseldorf. Die Begründung ist – leider – juristisch nachvollziehbar. mehr

    Muster, Formulare, Steuerrechner & Checklisten

    Verwandte Beiträge

    Spenden: Gutes tun und dabei Steuern sparen

    Helfen Sie anderen mit einer Spende, können Sie das Finanzamt daran beteiligen. Absetzbar sind Geldspenden sowie Sachspenden, unter bestimmten Voraussetzungen auch Aufwandsspenden und sogar Ihre Arbeitsleistung bei einem Verein. mehr

    Trennung und Scheidung: Was passiert mit Haus und Wohnung?

    Eine Trennung wird umso komplizierter, je größer die gemeinsamen Interessen sind und je größer die gemeinsam angeschafften Vermögenswerte sind. mehr

    Steuergestaltung mit Angehörigen: So spielt das Finanzamt mit

    Der Gesetzgeber schränkt die Steuer-Spar-Möglichkeiten bei verschiedenen Anlage- und Beteiligungsformen immer weiter ein. mehr

    Kostenlosen E-Mail-Newsletter bestellen:

    Sie erhalten eine E-Mail, um die Anmeldung zu bestätigen.

    Unsere Empfehlung für Sie

    StarMoney 11

    Werde unser Fan auf Facebook

    Link empfehlen

    Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

    Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet – um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

    Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren

    Wenn Sie mehr über diese Themen erfahren möchten geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie erhalten unseren regelmäßigen Steuertipps-Newsletter.

    Spenden absetzen – Wie viel Steuern können Sie durch eine Spende sparen!?

    Wenn Sie für einen guten Zweck Geld spenden, erwarten Sie hierfür in der Regel keine Gegenleistung. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich die Spende bescheinigen zu lassen, denn in vielen Fällen ist sie bei der Steuererklärung hilfreich. Mit diesem Spenden-Rechner erfahren Sie, ob Sie durch Ihre geleisteten Spenden bereits einen Teil Ihrer Steuerschuld indirekt getilgt haben und somit nicht mehr so viel an das Finanzamt überweisen müssen.

    Der Rechner wird geladen .

    Hinweis zur Berechnung bei Parteispenden

    Der Spenden-Rechner ist konzipiert für Spenden an alle gemeinnützigen Organisationen. Parteispenden hingegen werden steuerlich anders behandelt und benötigen daher auch eine andere, hier nicht berücksichtigte Rechenlogik. Denn bei einer Parteispende erhalten Sie eine echte Steuerermäßigung. D.h. bis zu einer Höhe von 1.650 Euro (Ehepaare 3.300 Euro) erhalten Sie den halben Betrag der Parteispende von der Steuer zurück. Der Anteil der Parteispenden, der über diese 1.650 Euro (3.300 Euro) hinaus geht, kann wiederum bis zu diesem Höchstbetrag als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Zur Berechnung des steuerlichen Vorteils dieser letztgenannten Sonderausgaben könnten Sie dann unseren Steuer-Sparrechner einsetzen.

    An wen ging die Spende?

    Vom Finanzamt werden sowohl Spenden an politische Parteien als auch an gemeinnützige Vereine anerkannt. Ob Sie die Spende geltend machen können, hängt aber in erster Linie von deren Rechtsform ab. So sind zum Beispiel Sportvereine jederzeit anerkennungswürdig. Doch nur, wenn der Verein sich darauf einlässt, die komplizierte Buchhaltung eines gemeinnützigen Vereins zu führen, ist er auch berechtigt, entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen. Eine weitere Bedingung wird an unabhängige Wählervereinigungen gestellt. Diese Vereinigungen sind zwar selbst keine politische Partei, können aber dennoch aktiv am politischen Geschehen teilnehmen. Nur wenn dies in der letzten Wahl auch der Fall war, sind die Vereinigungen berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

    Spenden absetzen – Wie viel wurde gespendet

    Sie dürfen als Privatperson bis zu 20 % Ihres Jahreseinkommens als Sonderausgabe in Form einer Spende geltend machen. Der nachgewiesene Betrag wird dann von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Wenn Sie als Leiter eines Unternehmens eine Spende tätigen, dürfen Sie bis zu vier Promille des Jahresumsatzes geltend machen. In diesem Fall zählen auch alle gezahlten Löhne und Gehälter zum Jahresumsatz. Einen tatsächlichen Höchstbetrag gibt es nur für Spenden an politische Parteien, da diese gesondert angerechnet werden. Bis zu 1650 Euro pro Person dürfen zur Hälfte direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Die Spenden werden also mit einem höheren Prozentsatz als dem aktuellen Steuersatz angerechnet.

    Spenden absetzen – Wie sieht es mit Sachspenden aus

    Sachspenden werden vor dem Finanzamt nicht von finanziellen Spenden unterschieden. Aus diesem Grund existieren spezielle Vordrucke, in denen neben dem gespendeten Gegenstand auch dessen Wert angegeben werden kann. Zur Wertermittlung können zum Beispiel Kaufbelege herangezogen werden. Wenn Sie die Sachspende selbst gefertigt haben, können Sie statt dessen auch Vergleichsangebote heranziehen, die belegen, welche Ausgabe nötig gewesen wäre, um den Gegenstand zu kaufen. Bei der Spende von gebrauchten Gegenständen ist ein realistischer Wertverfall seit dem ursprünglichen Kauf mit heranzuziehen. Eine weitere Möglichkeit, einem Verein etwas zu spenden, ist das Aufbringen von Zeit. Wer in einem Ehrenamt tätig ist, leistet oft sehr viel, damit der unterstützte Verein seine Aufgabe erfüllen kann. Wer für besondere Tätigkeiten vom Verein eine Aufwandsentschädigung erhält, kann diese bis zu einer Höhe von 2100 Euro steuerfrei erhalten. Zusätzlich gilt in manchen Bundesländern, dass Angestellte sich für ein Ehrenamt in der Jugendarbeit von der Arbeit vorübergehend freistellen lassen können. Der Ausfall wird dem Arbeitgeber in diesem Fall vom Land ersetzt.

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Spenden

    Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Spenden

    Источники: http://www.finanztip.de/spenden-als-sonderausgaben/, http://www.steuertipps.de/anlegen-vererben-spenden/themen/spenden-von-der-steuer-absetzen, http://www.smart-rechner.de/spenden/rechner.php

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here