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    Spenden absetzen

    So profitieren Sie bei der Steuer von Spenden als Sonderausgaben

    • Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Spenden an eine gemeinnützige Organisation können Sie bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend machen.
    • Wenn Sie an politische Parteien spenden, sind pro Person bis zu 3.300 Euro absetzbar. Für die ersten 1.650 Euro bekommen Sie die Hälfte als Steuererstattung zurück, der Rest ist als weitere Sonderausgabe zusätzlich absetzbar.
    • Wer kein Geld spenden will, kann auch Sachspenden leisten. Sie können sogar Ihren Zeitaufwand im Ehrenamt als Spende absetzen.
    • Spenden in das Vermögen einer Stiftung lassen sich mit bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben geltend machen.

    So gehen Sie vor

    • Verschiedene Spendensiegel helfen bei der Suche nach einer vertrauenswürdigen Organisation. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Richtig spenden“.
    • Jede Spendenquittung zahlt sich aus, denn Sonderausgaben mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Der Pauschalbetrag, den jeder Steuerpflichtige ohne Spendenquittungen erhält, beträgt nämlich nur 36 Euro.
    • Für Spenden bis 200 Euro gelten vereinfachte Nachweispflichten. Ab der Steuererklärung 2017 müssen Sie beim Finanzamt nicht mehr grundsätzlich Spendenbelege einreichen, sondern nur noch auf Verlangen.
    • Falls Sie in einem Jahr so viel gespendet haben, dass Sie die 20-Prozent-Grenze überschreiten, dann profitieren Sie im Folgejahr vom sogenannten Spendenvortrag. Das heißt, der bislang nicht abziehbare Teil reduziert Ihre Steuern ein Jahr danach oder noch später.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    5,5 Milliarden Euro haben die Bundesbürger 2015 laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gespendet. Die kleinen oder großen Gaben kommen nicht nur Menschen in Not zugute: Vereine und Stiftungen finanzieren ihre tägliche Arbeit mit dem Geld, viele künstlerische oder wissenschaftliche Einrichtungen sind auf diese Unterstützung angewiesen, und auch politische Parteien nehmen gerne Spenden an.

    Der Staat fördert Steuerzahler, die spenden wollen, durch den Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung. Das heißt: Sie können Ihre Spenden von der Steuer absetzen.

    Der Fiskus unterscheidet drei Arten: Spenden zur Förderung gemeinnütziger und steuerbegünstigter Zwecke, Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung sowie Zuwendungen an politische Parteien. Damit der Sonderausgabenabzug greifen kann, gibt es in allen drei Fällen eine Voraussetzung: Der Spender muss das Geld freiwillig geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

    Höchstgrenze für den Abzug als Sonderausgaben

    Spenden und Mitgliedsbeiträge an steuerbegünstigte und gemeinnützige Vereine, die ihre Arbeit der Kunst und Kultur widmen, können Sie bis zu einer Höhe von 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte in der Steuererklärung geltend machen (§ 10b EStG). Das gilt auch für kirchliche, religiöse oder wissenschaftliche Organisationen. Wenn Sie beispielsweise einem Jugendprojekt in der Nachbarschaft oder der Deutschen Aids-Hilfe Geld spenden, mindert dieser Betrag als Sonderausgabe Ihr zu versteuerndes Einkommen, sobald Ihre gesamten Sonderausgaben den Pauschbetrag übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 36 Euro, für zusammen veranlagte Ehegatten und eingetragene Lebenspartner das Doppelte. Was Sie neben Spenden noch absetzen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Sonderausgaben.

    Nicht zu den Sonderausgaben zählen Mitgliedsbeiträge für Vereine, die vor allem der Freizeitgestaltung dienen, beispielsweise Sportvereine, Heimatvereine oder Karnevalsvereine.

    Wohin in der Steuererklärung?

    Spenden und Mitgliedsbeiträge tragen Sie im Mantelbogen auf Seite 2 in den Zeilen 45 bis 56 ein.

    Nachweis für die Steuererklärung

    Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge für steuerbegünstigte Zwecke müssen Sie anhand der „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster“ nachweisen, vormals Spendenbescheinigung. Die Bestätigung bekommen Sie vom Empfänger der Spende, dieser kann die Bescheinigung auch direkt elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ab 2017 soll das der Standard sein. Vorteil für den Spender: Er muss die Zuwendungsbestätigung nur aufbewahren und erst auf Verlangen des Finanzamts einreichen – also Aufbewahrungspflicht statt Vorlagepflicht. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums (BMF) gibt es die amtlichen Vordrucke für Spendenempfänger.

    Helfer für die Steuererklärung

    Einfacher Nachweis bis 200 Euro

    Bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen bis zu 200 Euro je Zahlung ist ein vereinfachter Nachweis möglich: Ist der Empfänger eine sogenannte juristische Person des öffentlichen Rechts, beispielsweise eine Universität oder eine „öffentliche Dienststelle“ wie Schulen, reicht als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg. Auch die Buchungsbestätigung genügt: Sie können die Spende an den Förderverein der Schule einfach mit einem Kontoauszug oder dem Barzahlungsbeleg nachweisen.

    Diese vereinfachte Regelung bis 200 Euro gilt neben den Spenden an staatliche Behörden und gemeinnützige Organisationen auch für Katastrophenfälle und Spenden an politische Parteien.

    Haben Sie an gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine und Stiftungen gespendet, brauchen Sie zusätzlich einen Beleg, aus dem unter anderem hervorgeht, dass diese Einrichtung von der Körperschaftsteuer befreit ist und wie sie die Mittel verwendet.

    Zusammengefasst gelten für die Vereinfachungsregelung für Kleinspenden bis 200 Euro folgende Voraussetzungen (§ 50 Abs. 2 Einkommensteuerdurchführungsverordnung):

    • Der Einzahlungsbeleg als Ausdruck muss Name, Kontonummer, Buchungstag, die tatsächliche Durchführung der Zahlung und den Betrag der Spende enthalten.
    • Auf dem Beleg muss der steuerbegünstigte Zweck, für den die Spende verwendet wird, vermerkt sein: zum Beispiel „Flüchtlingshilfe“ als mildtätiger Zweck.
    • Falls Sie aufgefordert werden, die Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt abzugeben, achten Sie darauf, dass aus dem hervorgeht, dass der Verein von der Körperschaftsteuer befreit ist.
    • Es muss erkennbar sein, ob es sich um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt.

    Auch im Lastschriftverfahren muss die Buchungsbestätigung Angaben enthalten über Spendenzweck und über die Steuerbegünstigung des Vereins. Falls Sie über Ihr Paypal-Konto spenden möchten, genügt ein Kontoauszug und ein Ausdruck, der die Transaktion belegt.

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    Spenden für Flüchtlinge

    Grundsätzlich sind Geld-­ und auch Sachspenden steuerlich abzugsfähig. Die beeindruckende Spendenbereitschaft für die vielen Flüchtlinge, die aktuell nach Deutschland kommen, unterstützt auch das BMF.

    Es weist in einem Schreiben vom 22. September 2015 und in einem weiteren Schreiben vom 6. Dezember 2016 alle Finanzämter an, eine großzügige Spendenpraxis zu akzeptieren. Für Flüchtlingshilfsmaßnahmen zwischen dem 1. August 2015 und dem 31. Dezember 2018 gelten folgende Ausnahmeregelungen:

    • Der vereinfachte Spendennachweis gilt auch für Beträge von mehr als 200 Euro.
    • Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen Spenden sammeln; außerdem gibt es für sie Nachweiserleichterungen.
    • Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden sammeln. Werden die gesammelten Gelder an eine gemeinnützige Organisation für Flüchtlingshilfe weitergeleitet, dann sind sie steuerlich als Sonderausgaben abziehbar. Das gilt etwa für mehrere Vereine, die sich zusammengetan haben, um im Rahmen einer Spendenaktion Geld für Flüchtlinge auf einem einheitlichen Konto zu sammeln.
    • Arbeitnehmer können einen Teil ihres Lohns spenden. Wenn der Arbeitgeber diesen vom Bruttogehalt einbehält und direkt an eine gemeinnützige Einrichtung zugunsten der Flüchtlingshilfe überweist, muss darauf weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung entrichtet werden.
    • Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken sind wie bisher schon schenkungsteuerfrei (§ 13 Absatz 1 Nummer 17 Erbschaftsteuergesetz).

    Aktion Deutschland hilft

    Recht einfach Gutes tun und dabei Steuern sparen können Sie, wenn Sie sich an das Bündnis von 24 großen deutschen Hilfsorganisationen wenden: www.aktion-deutschland-hilft.de. Sie können entweder einmalig oder ab 5 Euro monatlich spenden. Bei Spenden ab 50 Euro erhalten Sie automatisch eine Spendenquittung. Regelmäßige Spender erhalten im Januar des Folgejahres ihrer Spenden automatisch eine Sammel-Spendenbescheinigung. Den Vordruck für den vereinfachten Spendennachweis können Sie direkt von der Homepage herunterladen.

    Spendennachweis bei Beträgen über 200 Euro

    Für Spenden über 200 Euro benötigen Sie grundsätzlich immer eine Spendenbescheinigung vom Empfänger. Ausnahme: Bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Nepal waren die Finanzämter bislang großzügig und akzeptierten bei einer Einzahlung auf ein entsprechendes Sonderkonto innerhalb eines festen Zeitraums den vereinfachten Nachweis auch bei höheren Spendensummen.

    Tipp: Bis 100 Euro können die Finanzämter Ihre Spenden auch ohne Belege anerkennen, wenn Sie eine Auflistung der einzelnen Ausgaben und der Empfänger beilegen. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es allerdings nicht, es handelt sich nur um eine interne Anweisung der Finanzämter, um die Papierflut durch mitgeschickte Belege einzudämmen. Ab 2017 müssen generell Belege erst auf Nachfrage des Finanzamts eingereicht werden.

    Unterhaltsleistung als außergewöhnliche Belastung

    Wollen Sie eine bestimmte Person finanziell unterstützen, können Sie Ihre Zuwendung nicht als Sonderausgabe absetzen. Wer Menschen in Not dauerhaft finanziell unterstützt, hat jedoch eine andere Möglichkeit des steuerlichen Abzugs: als außergewöhnliche Belastung. Nehmen Sie einen Flüchtling in Ihrem Haushalt auf, dann können Sie für das Jahr 2016 den Höchstbetrag von 8.652 Euro (2015: 8.472 Euro; 2017: 8.820 Euro; 2018: 9.000 Euro) als Unterhaltsleistung geltend machen. Das Finanzamt verlangt, dass Sie schriftlich erklären, alle Kosten für den Lebensunterhalt der aufgenommenen Person zu tragen. Sammeln Sie alle Quittungen, um diese bei Verlangen einreichen zu können.

    Freibetrag für Spenden in der Lohnsteuerkarte eintragen lassen

    Spenden können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Sie können die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag für Ihre Sonderausgaben beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihre Sonderausgaben zusammen mit den außergewöhnlichen Belastungen mindestens 600 Euro im Jahr betragen.

    Sachspenden in der Steuerklärung angeben

    Sie können sogar Sachspenden wie Kleidung oder Spielzeug in der Steuererklärung als Sonderausgabe angeben. Veranstaltet ein gemeinnütziger Verein im Zweckbetrieb eine behördlich genehmigte Tombola, bei der der Überschuss unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der steuerbegünstigten Zwecke verwendet wird, sind Ihre Sachspenden abzugsfähig. Das gilt dagegen nicht, wenn Ihre Sachspende im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins verlost oder verkauft wird – etwa auf einem Vereinsfest oder Flohmarkt.

    Der Wert der Sachspende muss auf der Zuwendungsbestätigung eingetragen sein. Es bietet sich an, den Neupreis, die Nutzungsdauer und den Zustand zum Zeitpunkt der Spende zu dokumentieren, damit Sie den Marktwert der Sachspende nachweisen können.

    Hohe Spenden später absetzen

    Wenn Sie so großzügig waren, dass Ihre Spenden in einem Jahr den Höchstbetrag von 20 Prozent Ihrer Gesamteinkünfte überschreiten, können Sie das, was darüber liegt, später absetzen. Das ist der sogenannte Spendenvortrag. Das Finanzamt berücksichtigt diesen automatisch in den folgenden Jahren.

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    Spenden an Stiftungen

    Spenden in das zu erhaltende Vermögen einer Stiftung – auf Amtsdeutsch in den Vermögensstock – sind unabhängig vom Einkommen bis zu 1 Million Euro (2 Millionen Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern) begünstigt. Die Spende kann der Geber entweder im Jahr der Zuwendung oder in den neun folgenden Jahren steuerlich geltend machen.

    Spenden an politische Parteien

    Den größten Steuereffekt haben Sie mit einer Parteispende. Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien können Sie zur Hälfte direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen – bis zu einem Höchstbetrag von 825 Euro im Jahr, bei zusammen veranlagten Ehepaaren oder Lebenspartnern das Doppelte (§ 34g EStG). Sie können als Paar gemeinsam bis 6.600 Euro steuerlich geltend machen. Bis zum Betrag von 3.300 Euro bekommen sie die Hälfte ihrer Spende als Steuererstattung zurück. Der darüber liegende Betrag ist bis maximal 3.300 Euro zusätzlich als Sonderausgabe abzugsfähig.

    Beispiel: Sie zahlen als zusammenveranlagtes Ehepaar insgesamt 4.000 Euro im Jahr 2017 an die Partei Ihres Vertrauens. Die Hälfte von 3.300 Euro, also 1.650 Euro bekommen Sie direkt als Erstattung mit Ihrer Steuererklärung zurück. Und die restlichen 700 Euro setzen Sie als Sonderausgaben (§ 10b Absatz 2 EStG) auch noch ab.

    Achtung: Eine kommunale Wählervereinigung gilt nicht als Partei. Deshalb bringt eine Spende oder ein Mitgliedsbeitrag dafür höchstens 825 Euro Steuerersparnis. Dies entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 20. März 2017 (Az. X R 55/14).

    Spenden Sie Zeit und Unterstützung

    Arbeiten Sie ehrenamtlich als Trainer für den Fußballverein, leiten Sie den Kirchenchor oder fahren Sie regelmäßig Ihre Kinder und deren Sportsfreunde zu Wettbewerben? Dann können Sie Ihren Aufwand unter Umständen als Spende geltend machen. Dazu brauchen Sie eine schriftliche Vereinbarung, aus der hervorgeht, dass Sie Anspruch auf einen Aufwendungsersatz haben, beispielsweise für die Fahrtkosten, oder einen Vergütungsanspruch wie die Übungsleiterpauschale und förmlich darauf verzichten. Auch in der Vereinssatzung muss der Anspruch enthalten sein. Weitere Einzelheiten lesen Sie in diesem Schreiben des BMF. Mit Schreiben vom 24. August 2016 hat das BMF ergänzt, dass bei einem monatlichen Zahlungsanspruch eine jährliche Verzichtserklärung genügt. Zuvor forderte es eine dreimonatige Erklärung.

    Mehr Transparenz durch Spendensiegel

    Wenn Sie nicht wissen, an welchen Verein Sie spenden sollen oder welche Organisation seriös ist und mit Ihrem Geld verantwortungsvoll umgeht, können Sie sich an Spendensiegeln orientieren. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet unter anderem die Verwendung der Spenden sowie die Ausgaben für Werbung und Verwaltung. Spendenempfänger, die ein vertretbares Maß einhalten, dürfen das – allerdings kostenpflichtige – DZI-Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Ein kostenfreies Siegel vergibt die gemeinnützige Phineo AG, die sich für gesellschaftliches Engagement einsetzt. Organisationen, die vertrauensvoll mit dem Geld der Spender umgehen, können das „Wirkt-Siegel“ von Phineo erhalten. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber Richtig spenden.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Mitgliedsbeiträge

    Mitgliedsbeiträge an Kammern, Verbände, Vereine oder Gewerkschaften können Betriebsausgaben oder Werbungskosten sein. Hierfür wird jedoch vorausgesetzt, dass die Mitgliedschaft berufsbedingt ist und im betrieblichen Interesse liegt. Diese Voraussetzung ist zum Beispiel bei Mitgliedsbeiträgen an Berufsständekammern gegeben. Nicht abzugsfähig sind zum Beispiel Beiträge für die Mitgliedschaft im Lions-Club oder Rotarier-Club, denn die Mitgliedschaft erfolgt hier im Wesentlichen aus Prestige.

    Mitgliedsbeiträge können zudem als Sonderausgaben abzugsfähig sein, wenn die Gelder einem förderungswürdigen Zweck dienen. Der Mitgliedsbeitrag kann dann wie eine Spende zum Abzug gebracht werden. Nicht abziehbar sind Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die

    kulturellen Betätigungen, in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen,

    die Heimatpflege oder Heimatkunde oder

    Zwecke im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 23 AO fördern.

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    Ein Wohnungswechsel ist eine kostspielige Angelegenheit. Erfreulicherweise beteiligt sich das Finanzamt auch dann an den Kosten, wenn der Umzug privat veranlasst ist. Grund: Die Finanzverwaltung will einen Anreiz bieten, auch private Umzüge mit »offiziellen« Umzugsunternehmen und nicht in Schwarzarbeit durchführen zu lassen.

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    Lohnsteuer kompakt FAQs

    Die ganze Welt des Steuerwissen

    Spenden und Mitgliedsbeiträge

    Steuern sparen mit Spenden

    Mit einer Spende kann nicht nur die Arbeit einer Hilfsorganisation unterstützt werden. Der Steuerzahler mindert damit auch die eigene Steuerlast. Trotzdem sollte die wohltätige Geste im Vordergrund stehen. Deshalb ist wichtig zu wissen, wer die Spende erhält und was diese mit dem Geld macht.

    Eine Orientierung bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Die Nicht-Regierungsorganisation vergibt an seriöse Organisationen ein Spendensiegel. Dafür müssen die Spendensammler müssen dabei bestimmte Kriterien erfüllen. So bewertet das DZI die Verwendung der Spendengelder, die Kosten der Spendenwerbung sowie die Verwaltungskosten. Werbe- und Verwaltungsausgaben dürfen beispielsweise ein „vertretbares Maß“ nicht übersteigen. Gemessen an den Gesamtausgaben einer gemeinnützigen Organisation ist ein Anteil von über 35 Prozent nicht mehr vertretbar.

    Hat eine Organisation das Spendensiegel erhalten, darf sie damit auf ihrer Internetseite und anderen Publikationen werben. Die DZI listet derzeit rd. 250 Spendenorganisationen, von A wie „action medeor“ bis Z wie „Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe“. Sollte eine Organisation das Siegel nicht tragen, bedeutet das nicht, dass diese unseriös arbeitet, denn für den freiwilligen „Spenden-TÜV“ müssen die Antragssteller jedes Jahr Gebühren an die DZI zahlen.

    In diesem Fall hilft ein Blick in den Jahresbericht des jeweiligen Vereins. Durch diese Zahlen erfährt man im Allgemeinen mehr über die Verwendung der Gelder, als durch ein Werbe-Info-Faltblatt.

    Neben einem ruhigen Gewissen hat der Spender den positiven Nebeneffekt, seine Steuerlast senken zu können, denn Spenden können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden.

    Die im Veranlagungsjahr 2017 gespendete Summe wird dafür in die Einkommensteuererklärung (Mantelbogen) eingetragen. Bis 2006 wurde bereits ab einer Spende in Höhe von 100 Euro ein Spendennachweis verlangt. Die Höhe dieser Nachweisgrenze wurde zum 1. Januar 2007 auf 200 Euro angehoben. In der Regel versenden die Spendenorganisationen unaufgefordert – am Anfang des darauf folgenden Jahres – die entsprechenden Nachweise an die finanziellen Unterstützer. Für Spenden unter 200 Euro fordert das Finanzamt vom Steuerzahler entsprechende Banknachweise, wie einen Überweisungsbeleg und einen Kontoauszug.

    Aber Vorsicht, der Finanzbeamte lässt nicht jede Spende und nicht jeden Mitgliedsbeitrag als Sonderausgabe gelten. Mitgliedsbeiträge für den Sportverein kann der Steuerzahler zum Beispiel nicht absetzen. Auch Beiträge für den Karnevals-, den Heimat-, den Tierzucht- oder den Gesangsverein erkennt das Finanzamt nicht an. Wenn Sie aber einem Verein angehören, der sich im Bereich Natur, Wohlfahrt, Gender, Tier- oder Denkmalschutz engagiert, dürfen Sie sowohl Ihre Spenden als auch Ihren Mitgliedsbeitrag von der Steuer absetzen.

    Im Gegensatz zu den Spenden an gemeinnützige Organisationen erhält man bei Parteispenden (oder Mitgliedsbeiträgen) eine unmittelbare Steuerermäßigung von 50 Prozent, allerdings höchstens 825 Euro (Ledige) bzw. 1.650 Euro (Verheiratete). Der darüber hinausgehende Spendenbetrag kann zusätzlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag liegt dabei für Ledige bei 1.650 Euro und für Verheiratete bei 3.300 Euro.

    Übrigens können neben Geld- auch Sachspenden steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Sie Ihre alten Kleider einer gemeinnützigen Organisation spenden möchten, benötigen Sie von dieser eine Spendenbescheinigung, die den Marktwert und den Zustand der Kleidungsstücke auflistet.

    Welche Kulanzregeln gibt es für Spenden zugunsten von Flüchtlingen?

    Deutschland wird 2015 von Hunderttausenden von Flüchtlingen überrollt. Tausende engagierte Bürger, Unternehmen, Initiativen und Organisationen helfen den ankommenden Flüchtlingen mit persönlichem und finanziellem Engagement, um deren Betreuung und Versorgung sicherzustellen.

    Aktuell gewährt die Finanzverwaltung zur Förderung und Unterstützung des gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge einige großzügige steuerliche Sonderregelungen. Sie gelten in der Zeit vom 1.8.2015 bis 31.12.2016 (BMF-Schreiben vom 22.9.2015).

    • Für Spenden auf Sonderkonten der Wohlfahrtsorganisationen genügt ein vereinfachter Spendennachweis – und zwar ohne betragsmäßige Begrenzung!
    • Begünstigt sind ausnahmsweise auch Spenden an private Spendensammler zugunsten von Flüchtlingen. Oftmals richten engagierte Bürger bei besonderen Anlässen, z. B. Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Beerdigung, Jubiläum, Spendenkonten ein und bitten anstelle von Geschenken um Spenden.
    • Unschädlich für die Gemeinnützigkeit von Vereinen ist es, wenn diese Spendenaktionen für Flüchtlinge durchführen.
    • Unschädlich für die Gemeinnützigkeit von Vereinen ist es auch, wenn diese selber freie Finanzmittel zugunsten der Flüchtlinge spenden.
    • Wenn Arbeitnehmer auf Teile ihres Arbeitslohns oder auf Teile eines angesammelten Wertguthabens verzichten und der Arbeitgeber eine Zahlung auf das Spendenkonto einer anerkannten Hilfsorganisation leistet, bleibt dieser Lohnanteil steuerfrei.

    Was kann ich als Spenden und Mitgliedsbeiträge absetzen?

    Steuerlich absetzen können Sie Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke. Dazu zählen

    • Gemeinnützige Zwecke
    • Mildtätige Zwecke (z.B. Behindertenwerkstätten, Mahlzeitendienste oder Drogenberatungsstellen)
    • Kirchliche Zwecke
    • Politische Parteien
    • Unabhängige Wählervereinigungen
    • Gemeinnützige Vereine und Organisationen
    • öffentliche Dienststellen im Inland: z.B. Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstitute, Behörden, Schulen, staatliche Museen, staatliche Krankenhäuser
    • juristische Personen des öffentlichen Rechts im Inland: z.B. Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Verbandsgemeindeverwaltungen, Länder und Bund sowie die Kirchen

    Dagegen sind Spenden für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb eines Vereins nicht absetzbar. Spenden Sie beispielsweise die Getränke für das Vereinsfest, können Sie diese in Ihrer Steuererklärung nicht eintragen.

    Um Spenden von der Steuer absetzen zu können, müssen diese ohne Gegenleistung erbracht werden. Sie können dabei nicht nur Geldspenden absetzen. Als steuerlich relevant gelten auch Sachspenden, Aufwandsspenden und Vergütungsspenden.

    Wie viel kann ich als Spenden und Mitgliedsbeiträge absetzen?

    Zu den steuerbegünstigten Zwecken gehören gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke – sowie mit Besonderheiten die Förderung von Parteien und Wählervereinigungen. Seit 2007 sind die bisher besonders geförderten kulturellen und wissenschaftlichen Zwecke Teil der gemeinnützigen Zwecke.

    Zuwendungen für solche begünstigten Zwecke sind insgesamt bis 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben absetzbar. Sofern die Zuwendungen den Höchstbetrag übersteigen, kann der übersteigende Anteil in das Folgejahr vorgetragen und dort im Rahmen des Höchstbetrages berücksichtigt werden. Dieser Spendenvortrag gilt zeitlich unbegrenzt.

    Ebenso wie Spenden sind grundsätzlich auch Mitgliedsbeiträge im Rahmen des abzugsfähigen Spendenhöchstbetrages als Sonderausgaben absetzbar. Dies gilt allerdings nur für „altruistische“ Zwecke und Organisationen, die keine Vorteile für die Mitglieder selbst bieten, z. B. Caritas, Lebenshilfe, DLRG. Nicht absetzbar sind Mitgliedsbeiträge an Vereine, die freizeitnahe gemeinnützige Zwecke mit „Eigennutz“ fördern, z. B. Sportvereine, Musik- und Gesangvereine, Spielmannszüge, Theaterspielvereine, Heimatvereine, Trachtenvereine, Brauchtumsvereine, Fastnachtsvereine, Tierzucht- und Pflanzenzuchtvereine, Modellflugvereine, Hundesportvereine.

    Neben Geld- können Sie auch Sachspenden steuerlich geltend machen. Wenn Sie Ihre alten Kleider einer gemeinnützigen Organisation spenden möchten, benötigen Sie von dieser eine Spendenbescheinigung, die den Marktwert und den Zustand der Kleidungsstücke auflistet.

    Ihr steuerpflichtiger Bruttoverdienst: 45.000 Euro, abzüglich Werbungskosten: 3.000 Euro, Gesamtbetrag der Einkünfte: 42.000 Euro

    Sie können Spenden und Mitgliedsbeiträge bis zu 8.400 Euro (20 Prozent von 42.000 Euro) als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.

    Was ist eine Spende und was sind Mitgliedsbeiträge?

    Spenden werden generell freiwillig und unentgeltlich geleistet.

    Eine Spende ist frei von jeglicher Verpflichtung gegenüber der Einrichtung, welche beispielsweise gemeinnützige Zwecke verfolgt. Ihre Höhe wird vom Spender selbst bestimmt. Sie kann über Geld, Sachleistungen sowie bedingt auch über Arbeit (Zeitspenden) geleistet werden. Im letzten Fall sind aber nur direkte Aufwendungen wie nötige Fahrtkosten absetzbar.

    Mitgliedsbeiträge sind hingegen von der Einrichtung definiert und haben eine konstante Höhe. Sie werden zudem regelmäßig geleistet. In der Regel können sie nur über Geld geleistet werden. Zahlt ein Mitglied mehr als den Mitgliedsbeitrag an eine steuerlich begünstigte Einrichtung, so wird die Differenz als gespendet betrachtet.

    Mitgliedsbeiträge an Vereine mit „freizeitnahen“ gemeinnützigen Zwecken sind nicht absetzbar. Der Verein darf für die Beiträge auch keine Zuwendungsbestätigung ausstellen. Dies betrifft:

    • Sport-Vereine
    • Musik-Vereine
    • Gesangs-Vereine
    • Heimat-Vereine
    • Brauchtums-Vereine
    • Tierzucht-Vereine
    • Hundesport-Vereine
    • Karnevals-Vereine

    Was kann ich nicht als Spende absetzen?

    Der Finanzbeamte lässt nicht jede Spende und nicht jeden Mitgliedsbeitrag als Sonderausgabe gelten.

    Der Richter verurteilt den Angeklagten, einen festen Betrag an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen. Diese „unfreiwillige“ Spende kann der Verurteilte selbstverständlich nicht von der Steuer absetzen, weil sie nicht freiwillig und nicht ohne Gegenleistung erfolgt.

    Mitgliedsbeiträge für den Sportverein kann der Steuerzahler nicht absetzen.

    Auch Beiträge für den Karnevals-, den Heimat-, den Tierzucht- oder den Gesangsverein erkennt das Finanzamt nicht an.

    Allerdings gibt es eine Neuerung: Wenn Sie einem Verein angehören, der sich im Bereich Natur, Wohlfahrt, Gender, Tier- oder Denkmalschutz engagiert, dürfen Sie sowohl Ihre Spenden als auch Ihren Mitgliedsbeitrag von der Steuer absetzen.

    Nicht absetzbar sind Mitgliedsbeiträge an Vereine, die folgende Zwecke fördern: Sport, kulturelle Betätigungen zur Freizeitgestaltung (z. B. Gesang-, Musik-, Theaterverein), Heimatpflege und Heimatkunde, Tierzucht und Pflanzenzucht, Kleingärtnerei, traditionelles Brauchtum einschließlich Karneval, Fastnacht und Fasching, Soldaten- und Reservistenbetreuung, Amateurfunken, Modellflug und Hundesport.

    Der Verein A fördert Wissenschaft und Forschung, der Verein B fördert laut seiner Satzung daneben auch den Sport. An den Verein A sind Spenden und Mitgliedsbeiträge als Sonderausgaben absetzbar, bei Verein B dagegen nur Spenden, nicht aber die Mitgliedsbeiträge. Ausschlaggebend ist der Eintrag des Vereinszwecks in der Satzung, nicht die wirklichen Aktivitäten des Vereins.

    Wie muss ich Spenden beim Finanzamt nachweisen?

    Spenden und Mitgliedsbeiträge werden bisher nur dann steuermindernd anerkannt, wenn die Zuwendungsbestätigungen und Belege über gezahlte Mitgliedsbeiträge der Steuererklärung beigefügt bzw. bei elektronischer Abgabe ans Finanzamt nachgeschickt werden. In bestimmten Fällen genügt auch ein vereinfachter Nachweis, z.B. ein Kontoauszug.

    Ab 2017 wird die Belegvorlagepflicht in eine Belegvorhaltepflicht umgewandelt: Zuwendungsbestätigungen bzw. entsprechende Nachweise müssen nicht mehr zwingend mit der Steuererklärung eingereicht werden. Vielmehr müssen sie nur noch vorgelegt werden, wenn das Finanzamt dazu auffordert. Dies ist möglich bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheids. Solange also muss der Spender die Belege aufbewahren (§ 50 Abs. 8 EStDV 2017).

    Die neue Belegvorhaltepflicht gilt für Spenden, die ab dem 1.1.2017 geleistet werden. Gleichwohl ist der Erhalt einer Zuwendungsbestätigung nach wie vor Voraussetzung für den Spendenabzug. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie eine Bescheinigung erhalten. Aber die Bescheinigung müssen Sie nicht mehr mit der Steuererklärung einreichen, sondern erst nach Anforderung des Finanzamts.

    Der Spender kann den Spendenempfänger bevollmächtigen, die Zuwendungsbestätigung seinem zuständigen Finanzamt elektronisch zu übermitteln. Dazu muss er dem Spendenempfänger seine Identifikationsnummer mitteilen. Die Vollmacht kann nur mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Der Spendenempfänger hat dem Spender die so übermittelten Daten elektronisch oder auf dessen Wunsch als Ausdruck zur Verfügung zu stellen. Damit verbunden ist der Vorteil für den Spender, im eigenen Besteuerungsverfahren eine Zuwendungsbestätigung weder aufbewahren noch vorlegen zu müssen. Für den Spendenempfänger würde zugleich die Pflicht zur Aufbewahrung eines Doppels der Zuwendungsbestätigung entfallen (§ 50 Abs. 2 EStDV).

    Nicht immer ist eine förmliche Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster erforderlich. Als Nachweis genügt der Kontoauszug, Bareinzahlungsbeleg, Überweisungsbeleg oder Lastschrifteinzugsbeleg bei

    • Spenden bis 200 Euro, die an eine gemeinnützige, mildtätige, kirchliche oder religiöse Organisation oder an eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine inländische öffentliche Dienststelle geleistet werden.
    • Spenden in Katastrophenfällen, die auf ein spezielles Sonderkonto innerhalb eines bestimmten Zeitraums eingezahlt werden. Ein solches Sonderkonto dürfen nur die amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege und ihre Mitgliedsorganisationen sowie eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine inländische öffentliche Dienststelle einrichten. Bei diesen Spenden kommt es nicht auf deren Höhe an.

    Was versteht man unter Spenden an Empfänger im EU-/EWR-Ausland?

    Früher wurden Spenden steuerrechtlich nur anerkannt, wenn der Spendenempfänger seinen Sitz in Deutschland hatte. Der Bundesfinanzhof hat auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs reagiert und entschieden, dass auch Spenden an gemeinnützige Einrichtungen, die im EU-/EWR-Ausland ihren Sitz haben, in Deutschland von der Steuer abgesetzt werden können.

    Damit die Spende vom Finanzamt anerkannt wird, müssen Belege und Bescheinigungen vorgelegt werden können, und die Gemeinnützigkeit des Spendenempfängers muss ermittelbar sein.

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    Spenden für steuerbegünstigte Zwecke

    Setzen Sie hier ein Häkchen, um Angaben zu Ihren Spenden und Mitgliedsbeiträgen für steuerbegünstigte Zwecke zu machen. Steuerbegünstigte Zwecke sind gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke.

    Spenden zu diesem Zweck können bis zu einer Höhe von 20 % des Gesamtbetrages der Einkünfte als Sonderausgaben abgezogen werden.

    Bei Spenden bis 200 Euro genügt der Zahlungsbeleg oder der Kontoauszug.

    Beispiele für Organisationen, die als steuerbegünstigt gelten:

    • SOS Kinderdörfer e.V.
    • Deutsches Rotes Kreuz e.V.
    • Ärzte ohne Grenzen e.V.
    • Tierärzte ohne Grenzen e.V.
    • Aktion Deutschland Hilft e.V.
    • Aktionsgruppe Kinder in Not e.V.
    • Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V.
    • Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.
    • World Vision Deutschland e.V.
    • Deutscher Caritasverband e.V.
    • Deutscher Tierschutzbund e.V.
    • Kindernothilfe e.V.
    • Welthungerhilfe e.V.
    • UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
    • Deutsches Katholisches Blindenwerk e.V.
    • Deutsches Blindenhilfswerk e.V.
    • Beratungsstellen für Drogensüchtige
    • Forschungsinstitute
    • Kunstausstellungen
    • Kunstsammlungen
    • Museen
    • Theater
    • Universitäten
    • Gesangsvereine (nicht Mitgliedsbeiträge)
    • Musikvereine (nicht Mitgliedsbeiträge)

    Wichtig: Mitgliedsbeiträge für freizeitnahe Vereine, wie Sport-, Heimat-, Tierzucht-, Gesangs- und Musikvereine o.ä., werden steuerlich nicht berücksichtigt.

    Spenden an politische Parteien

    Setzen Sie hier ein Häkchen, um Angaben zu Spenden und Mitgliedsbeiträgen an politische Parteien zu machen.

    Die Zuwendungen an Parteien können bis zur Höhe von 1.650 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepartnern 3.300 Euro) zu 50% (maximal also 825 Euro bzw. 1.650 Euro) direkt von der zu zahlenden Einkommensteuer abgezogen werden.

    Der darüberhinausgehende Betrag ist bis max. 1.650 Euro (3.300 Euro) als Sonderausgaben abzugsfähig.

    Hier können Sie z.B. Spenden und Beiträge an folgende Parteien eintragen:

    • CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
    • SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
    • DIE LINKE – Die Linke
    • GRÜNE – Bündnis 90/Die Grünen
    • CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern
    • AfD – Alternative für Deutschland
    • FDP – Freie Demokratische Partei
    • PIRATEN – Piratenpartei Deutschland
    • FREIE WÄHLER – Freie Wähler
    • LKR – Liberal-Konservative Reformer
    • BVB / FREIE WÄHLER – Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler
    • SSW – Südschleswigscher Wählerverband
    • FAMILIE – Familien-Partei Deutschlands
    • BIW – Bürger in Wut
    • NPD – Nationaldemokratische Partei Deutschlands
    • ÖDP – Ökologisch-Demokratische Partei
    • Die PARTEI – Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

    Spenden an unabhängige Wählervereinigungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Spenden und Mitgliedsbeiträgen an unabhängige Wählervereinigungen geleistet haben.

    Diese Zahlungen können bis zur Höhe von 1.650 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepartnern 3.300 Euro) zu 50 % (maximal also 825 Euro bzw. 1.650 Euro) direkt von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden.

    Der darüberhinausgehende Betrag ist nicht begünstigt und somit nicht als Sonderausgaben absetzbar.

    Spenden an Stiftungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Zuwendungen in den Vermögensstock einer Stiftung geleistet haben.

    Источники: http://www.finanztip.de/spenden-als-sonderausgaben/, http://www.steuertipps.de/lexikon/m/mitgliedsbeitraege, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2017/63/spenden_und_mitgliedsbeitraege

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