Steuer abgabetermin

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    Abgabefrist Steuererklärung

    Am 31. Mai endet die Frist für die Steuererklärung

    • Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss die Formulare bis zum 31. Mai des Folgejahres einreichen.
    • Ist abzusehen, dass Sie diesen Termin nicht einhalten können, sollten Sie beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.
    • Wer sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lässt, hat grundsätzlich länger Zeit.
    • Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 haben Sie für die Abgabe zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli des Folgejahres. Dies regelt das Steuermodernisierungsgesetz.
    • Ab 2019 werden Fristverstöße strenger verfolgt. Dann verlangt das Finanzamt auf jeden Fall einen Verspätungszuschlag. Dieser beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.
    • Wer seine Steuererklärung elektronisch abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei Monate mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Alle Jahre wieder: Ende Mai, wenn meist schönes Wetter ins Freie lockt, macht sich bei vielen Steuerpflichtigen Unruhe breit. Am 31. Mai endet die allgemeine Abgabefrist für jährliche Steuererklärungen – zumindest für diejenigen, die eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Wer nicht pünktlich abliefert, muss eventuell eine Strafgebühr zahlen.

    Zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind

    • diejenigen, die einen individuellen Freibetrag haben, der die Lohnsteuer senkt, die sie monatlich abführen müssen (Ausnahme: Behinderten-Pauschbetrag);
    • ein zusammenveranlagtes Paar, das die Steuerklassenkombination 3 und 5 beziehungsweise 4 mit Faktor hat, oder von denen einer die Steuerklasse 6 hat;
    • Steuerpflichtige, die mehr als 410 Euro an Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld erhielten oder
    • Menschen, die Vermietungs- oder Kapitaleinkünfte haben, die 410 Euro übersteigen.

    Sieben Monate mehr Zeit für den, der sich beraten lässt

    Wer sich professionelle Hilfe beim Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein holt, bekommt automatisch sieben Monate Aufschub. So gilt statt des 31. Mai der 31. Dezember als Abgabefrist für Steuerpflichtige, die sich beraten lassen. Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine können darüber hinaus nochmals zwei Monate Fristverlängerung beantragen, also bis Ende Februar des Folgejahres.

    Eine Sonderregelung gibt es in Hessen: Dort ist von vornherein bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit.

    Dort und auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gilt für die Steuererklärung 2016 zudem eine weitere Sonderregelung: Für die elektronisch abgegebene Steuererklärung gibt es zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli 2017. Voraussetzung hierfür ist, dass sich Steuerpflichtige bis Ende Mai 2017 im Elster-Online-Portal registrieren und bis Ende Juli eine Online-Steuererklärung abgeben. Sie können natürlich das kostenlose Programm Elster-Formular der Finanzverwaltung nutzen. Doch diese bietet keinerlei Steuertipps. Anders hingegen Steuersoftware, die Sie bereits zum regulären Preis ab 15 Euro kaufen können und die komplett als Steuerberatungskosten absetzbar sind.

    Vier Jahre Zeit für freiwillige Steuererklärung

    Was viele nicht wissen: Die meisten Arbeitnehmer sind gar nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Das betrifft beispielsweise Ehepartner, die beide die Steuerklasse 4 haben. In solchen Fällen bleiben vier Jahre Zeit, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben, die sogenannte Antragsveranlagung.

    Beispiel: Für das Jahr 2016 gilt Silvester 2020 als Stichtag. Bis dahin muss die Steuererklärung beim Finanzamt eingetroffen sein, entweder als Papierformular im Behördenbriefkasten oder elektronisch via Elster. Im Finanzamts-Deutsch ist von der vierjährigen Festsetzungsverjährungsfrist die Rede. Wer diese versäumt, kann danach keine Steuererstattung mehr erwarten.

    Spätere Abgabetermine ab 2019

    Anfang 2017 ist das Steuermodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Es verlängert erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2018 die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung. Diejenigen, die selbst eine Steuererklärung für das Jahr 2018 erstellen, haben dann zwei Monate mehr Zeit, nämlich bis zum 31. Juli 2019. Wer sich vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beraten lässt, für den läuft die Frist sogar erst am 2. März 2020 ab.

    Grundsätzlich ist in Zukunft der 31. Juli die neue allgemeine Abgabefrist für diejenigen, die ihre Erklärung allein erstellen, und der letzte Februartag des übernächsten Jahres für alle, die sich von Profis helfen lassen (in Schaltjahren gilt der 29. Februar als Stichtag). Falls der letztmögliche Abgabetag auf ein Wochenende fällt, ist erst der darauffolgende Montag Deadline.

    Diese Termine sollten Steuerzahler künftig noch viel ernster nehmen als bisher. Denn mit dem Steuermodernisierungsgesetz kommt ab der Steuererklärung für 2018 auch eine Verschärfung bei den Sanktionen. Wer bislang die Abgabefrist unentschuldigt versäumt, muss zwar einen Verspätungszuschlag seitens des Finanzamts fürchten. Doch weil die Behörde dabei einen Ermessensspielraum hat, kommt es deshalb immer wieder zu Streitigkeiten.

    Dem geht der Fiskus künftig aus dem Weg, indem er bei Fristversäumnis einen obligatorischen Mindest-Verspätungszuschlag festsetzt. Dieser liegt dann nicht mehr im Ermessen eines Finanzbeamten. Die Höhe des Verspätungszuschlags ist nunmehr gesetzlich geregelt: Er beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

    Rechtzeitig Fristverlängerung beantragen

    Noch aber gilt der Stichtag 31. Mai. Wer absieht, dass er diese aktuelle Abgabefrist nicht einhalten kann, sollte möglichst schriftlich eine Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Oft gewährt die Behörde eine solche bis Ende September – sogar ohne schriftliche Bestätigung. Auf diese Kulanz können vor allem Steuerpflichtige hoffen, bei denen keine sogenannten Steuerausfallrisiken bestehen und die wegen des Lohnsteuerabzugs eher mit einer Rückerstattung rechnen können.

    Wer seine Steuererklärung elektronisch über Steuersoftware oder Elster abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen zwei Monate

    mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Zinsen auf Steuererstattung

    Oft erhalten Steuerpflichtige erst recht spät zu viel bezahlte Steuern zurück, beispielsweise nach einem Finanzgerichtsurteil, das zu ihren Gunsten ergangen ist. 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, beginnt der Fiskus stattliche Zinsen auf die Steuererstattung zu zahlen: 0,5 Prozent für jeden vollen Monat, also 6 Prozent im Jahr. Achtung: Diesen Zinssatz müssen auch Sie zahlen, wenn das Finanzamt Sie zu Nachzahlungen verdonnert.

    Beratenen Steuerpflichtigen wird das Finanzamt künftig nur noch eine Fristverlängerung über Ende Februar des übernächsten Jahres hinaus gewähren, sofern sie das Säumnis nicht zu verschulden haben. Gründe dafür können eine längere Krankheit und ähnliche Vorfälle sein.

    Finanzamt darf Steuerklärung vorab anfordern

    Das Finanzamt kann sogar vorab vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Abgabe einer Steuererklärung verlangen. Allerdings muss es dies begründen – so ist die Rechtslage bis Ende 2017. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem Urteil übereifrige Finanzbeamte in seine Schranken verwiesen.

    Der Fall: Ein niedersächsisches Ehepaar hatte in den Vorjahren seine Steuererklärung immer wieder verspätet abgegeben, für 2010 aber einen Steuerberater damit beauftragt. Dieser hätte laut Gesetz bis zum 31. Dezember 2011 damit Zeit gehabt und reichte die Erklärung am 7. Dezember 2011 beim Finanzamt ein. Ein Finanzbeamter legte jedoch ohne konkrete Begründung die Abgabefrist auf den 31. August 2011 fest und verlangte dann 880 Euro Verspätungszuschlag, weil die Erklärung nach dem gesetzten Termin eintraf. Zu Unrecht, entschied der BFH (Urteil vom 17. Januar 2017, Az. VIII R 52/14).

    Die zunächst vom Finanzamt gelieferte formelhafte Begründung „es handele im Interesse einer ordnungsgemäßen Durchführung des Besteuerungsverfahrens“ sei nicht ausreichend. Die konkrete Begründung, dass die Steuerzahler öfter Fristen versäumten, wurde erst nach dem Einreichen der Steuererklärung nachgeschoben. Das war zu spät. Sowohl die Aufforderung zur vorzeitigen Abgabe der Steuererklärung als auch die Festsetzung des Verspätungszuschlags seien damit rechtswidrig. Das Finanzamt musste den Verspätungszuschlag zurückzahlen und die Prozesskosten der Kläger tragen.

    Steuertipp: Längere Fristen erst 2018 Steuererklärung: Diese Abgabefrist gilt 2017

    Als selbständiger Handwerker sind Sie zur Abgabe elektronischer Steuererklärungen verpflichtet. Doch wann erwartet das Finanzamt die Abgabe der Steuererklärungen 2016 eigentlich? Antwort: Es kommt darauf an. Hier die wichtigsten Spielregeln zur Abgabefrist für die Steuererklärungen 2016.

    Grundsatz: Stichtag für Abgabefrist ist der 31. Mai 2017

    Die Steuererklärungen für 2016 erwartet das Finanzamt von Steuerzahlern, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, normalerweise bis zum 31. Mai 2017. Doch diese Abgabefrist ist nicht in Stein gemeißelt. Denn mit einer guten Begründung (Krankheit Buchhalter, Arbeitsüberlastung, noch fehlende Steuerbelage für 2016) dürfte eine Fristverlängerung bis Ende September kein Problem sein. Damit Sie auf der sicheren Seite stehen, sollten Sie die Fristverlängerung stets schriftlich beantragen und um eine schriftliche Stellungnahme des Finanzamts bitten.

    Die längere Abgabefrist bis 31. Juli, über die Sie vielleicht schon etwas gelesen haben, gilt leider noch nicht für die Steuererklärungen 2016, sondern erstmals für die Abgabe der Steuererklärungen 2018.

    Steuerberater erstellt Steuererklärung: Abgabefrist ist der 31. Dezember 2017

    Lassen Sie Ihre Steuererklärungen 2016 durch einen Steuerberater anfertigen, zeigt sich das Finanzamt großzügig und gewährt eine automatische Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärungen 2016 bis zum Jahresende 2017. Beauftragen Sie erstmals für die Steuererklärungen 2016 einen Steuerberater, sollten Sie das dem Finanzamt umgehend schriftlich mitteilen. Denn nur wenn das Finanzamt weiß, dass Sie einen Steuerberater beauftragt haben, ergehen bis zum 31. Dezember 2017 keine Mahnungen.

    Steuertipp: Haben Sie keinen Steuerberater und schaffen es nicht, die Steuererklärungen 2016 bis zum 31. Mai 2017 beim Finanzamt einzureichen, sollten Sie nicht abwarten, bis das Finanzamt Sie mahnt und Ihnen schlimmstenfalls einen Schätzungsbescheid zuschickt. Denn hier setzt das Finanzamt normalerweise einen Verspätungszuschlag fest. Dieser lässt sich durch Fristverlängerungsanträge verhindern. dhz

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    Steuererklärung: Diese Fristen zur Abgabe gelten

    Allgemein gilt der 31. Mai als Abgabetermin für die Steuererklärung. Aber es gibt auch Ausnahmen. Wir erklären, wer wann seine Steuererklärung einreichen muss.

    Neue Fristen für die Steuererklärung – Ab wann gelten sie?

    Bundestag und Bundesrat haben im Jahr 2016 dem Gesetzentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens zugestimmt. Damit gelten – neben weiteren Änderungen – auch folgende neuen Abgabefristen:

    • Steuererklärungen müssen von Steuerpflichtigen, die sich nicht steuerlich beraten lassen, künftig nicht mehr bis Ende Mai, sondern erst bis Ende Juli abgegeben werden.
    • Steuerpflichtige, die von Steuerberatern beraten werden, erhalten zwei Monate mehr Zeit und müssen die Erklärung erst bis 28. Februar des übernächsten Jahres abgeben.

    Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung

    In den kommenden Jahren gilt erst einmal weiterhin der bekannte Termin: Die Steuererklärung muss bis zum 31. Mai eines Jahres beim Finanzamt sein.

    Dies ergibt folgende Abgabetermine:

    • Steuererklärung für 2016: 31. Mai 2017
    • Steuererklärung für 2017: 31. Mai 2018
    • Steuererklärung für 2018: 31. Juli 2019
    • Steuererklärung für 2019: 31. Juli 2020
    • Steuererklärung für 2020: 31. Juli 2021

    Daran merkst du, dass du eine Steuererklärung abgeben musst

    Außerdem musst du eine Steuererklärung einreichen, wenn dein Finanzamt dich dazu auffordert. Das kann es auch dann, wenn keiner der oben genannten Gründe auf dich zutrifft.

    Längere Frist mit Steuerberater

    Wer seine Steuererklärung mit einem Steuerberater anfertigt, bekommt mehr Zeit. Bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung muss die Steuererklärung weiterhin bis zum Jahresende des Folgejahres beim Finanzamt sein. Die Änderung sieht dann den 28. Februar des Folgejahres als neues Fristende vor.

    Das ergibt folgende Steuerberater-Abgabetermine:

    • Steuererklärung für 2016: 31. Dezember 2017
    • Steuererklärung für 2017: 31. Dezember 2018
    • Steuererklärung für 2018: 28. Februar 2020
    • Steuererklärung für 2019: 28. Februar 2021
    • Steuererklärung für 2020: 28. Februar 2022

    Freiwillige Steuererklärung

    Die oben genannten Fristen gelten natürlich nur für Leute, die eine Steuererklärung abgeben müssen.

    Alle anderen können sie freiwillig einreichen. Mit der freiwilligen Abgabe kann man sich vier Jahre Zeit lassen.

    Demzufolge gelten für die freiwillige Steuererklärung folgende Fristen:

    • Steuererklärung für 2013: 31. Dezember 2017
    • Steuererklärung für 2014: 31. Dezember 2018
    • Steuererklärung für 2015: 31. Dezember 2019
    • Steuererklärung für 2016: 31. Dezember 2020
    • Steuererklärung für 2017: 31. Dezember 2021

    Häufig lohnt sich die freiwillige Abgabe. Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn deine Werbungskosten den Betrag von 1.000 Euro übersteigen. Diese 1.000-Euro-Marke sprengst du bereits bei einem täglichen Arbeitsweg von 15 km – in einer Richtung. Dabei sind die weiteren Werbungskosten noch gar nicht eingerechnet.

    Übrigens ist es ein Mythos, dass die Abgabe zur Pflicht wird, wenn man seine Steuererklärung einmal freiwillig eingereicht hat.

    Abgabetermin verpasst? Keine Panik!

    Wer den Abgabetermin verpasst hat, sollte zuerst einmal Ruhe bewahren. In der Regel drückt das Finanzamt ein Auge zu, wenn die Steuererklärung ein paar Tage später eintrifft.

    Wenn du im Vorfeld schon weißt, dass du die Frist nicht einhalten kannst, weil dir zum Beispiel wichtige Unterlagen fehlen, kannst du eine Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen. Darauf besteht jedoch kein Anspruch. Du erhöhst deine Chancen jedoch mit einer plausiblen Begründung.

    Wenn das Finanzamt weder die Steuererklärung noch einen Antrag auf Fristverlängerung vorliegen hat, fordert es häufig zur Abgabe auf. Die in diesem Schreiben genannte Frist sollte man nicht verstreichen lassen, sonst droht ein Verspätungszuschlag.

    Strafe bei neuer Regelung

    Mit den neuen Abgabefristen gelten auch neue Regeln für den Verspätungszuschlag. 25 Euro pro angefangenem verspäteten Monat sind dann der Mindestbetrag. Pünktlich sein zahlt sich also aus.

    Источники: http://www.finanztip.de/steuererklaerung-abgabefrist/, http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/steuererklaerung-abgabefrist-auf-31-juli-2017-verlaengert/150/3098/329426, http://taxfix.de/steuertipps/fristen-zur-abgabe-der-steuererklaerung/

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