Steuer arbeitstage

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    Werbungskosten: Fahrten zur Arbeit

    Für die Wege zur Ihrer Arbeitsstätte können Sie die Entfernungspauschale nutzen. Die Pauschale berücksichtigt 0,30€ pro km der einfachen Entfernung (also nicht für Hin- und Rückweg).

    Tätigkeitsstätte

    Der Begriff »Arbeitsstätte« wird ab 2014 durch den Begriff »erste Tätigkeitsstätte« ersetzt. Die erste Tätigkeitsstätte entspricht bei den meisten Arbeitnehmern der früheren Arbeitsstätte. Es ist meist das Büro bzw. der Ort, wo man arbeitstäglich hinfährt. Sie wird in der Regel vom Arbeitgeber festgesetzt.

    Reisekosten – Fahrtkostenpauschale

    Für Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte wird die Fahrtkostenpauschale angesetzt. Für weitere Wege, zum Beispiel zu weiteren Tätigkeitsstätten oder auch für Dienstreisen gilt werden Reisekosten angesetzt. Für jeden, der sich nicht hinsichtlich seiner Tätigkeitsstätte nicht sicher ist, gibt es in smartsteuer einen Tätigkeitsstätten-Assistenten.

    Transportmittel

    Mit welchem üblichen Transportmittel Sie zur Arbeit kommen, oder ob Sie sogar hinlaufen, ist für die Anwendung der Pauschale egal. Auch wenn Sie mit einer Fahrgemeinschaft zur Arbeit gefahren werden, ist die Pauschale anwendbar. Für Flugkosten kann die Pauschale nicht angewendet werden. Hier werden die tatsächlichen Kosten des Flugtickets erfasst. Für den Weg zum Flughafen kann die Pauschale allerdings angewendet werden.

    Maximal wird ein Höchstbetrag von 4.500€ für die pauschale Berechnung der Fahrtkosten anerkannt. Diese Kostendeckelung gibt es nicht für Wege mit den eigenen oder Firmen-PKW oder sonstigem zur Nutzung überlassenen PKW.

    Für Wege zur Arbeit, für die ein Arbeitgeber eine steuerfreie Sammelbeförderung gem. § 3 Nr. 32 EStG durchführt, wird kein Werbungskostenabzug für Fahrtkosten gewährt.

    Minderungen

    Viele Arbeitgeber zahlen Ihren Mitarbeitern steuerfreie Zuschüsse zu den Fahrtkosten oder übernehmen einen Teil der Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr. Diese Zuschüsse werden von den Fahrtkosten abgezogen, da der Steuerpflichtige in der Höhe der Zuschüsse nicht belastet ist. Die Zuschüsse sind auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung aufgeführt und werden von Ihrem Arbeitgeber an das Finanzamt elektronisch gemeldet.

    Angenommen, Sie fahren täglich 23 km zur Arbeit hin und zwar an 230 Tagen im Jahr. Die Entfernungspauschale wird dann wie folgt berechnet:

    23 km * 230 T * 0,3 € = 1.587 €

    Einfache Entfernung * Arbeitstage * 0,30 € = Fahrtkosten nach Fahrtkostenpauschale

    Arbeitstage

    Für die weit verbreitete 5-Tage Woche werden 230 Arbeitstage im Jahr anerkannt, für eine 6-Tage Woche sind es 280 Tage. Häufig müssen Arbeitstage nachgewiesen werden, wenn diese höher sind als die üblichen Arbeitstage pro Jahr. Die Fahrten zur Arbeit sind nur 1x pro Arbeitstag ansetzbar, selbst wenn die Arbeitsstätte mehrmals angefahren wird (z.B. wenn die Mittagspause zu Hause verbracht wird).

    Entfernung

    Anerkannt wird die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Eine längere Strecke wird nur vom Finanzamt akzeptiert, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist (z.B. nutzen Sie eine Umgehungsstrasse statt des direkten Weges durch die Innenstadt).

    Tatsächliche Kosten

    Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen und oft weit fahren und öfters auch auf ein Taxi angewiesen sind, dann kann sich der Vergleich der Pauschale mit den tatsächlichen Kosten lohnen. Ist der Betrag für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel höher, so setzen Sie diesen an. Eine Kostendeckelung für tatsächliche Fahrtkosten gibt es nicht.

    Bsp: Sie fahren 5 Tage in der Woche zu Ihrem Arbeitsplatz in 40km (Straßen)Entfernung. Hierfür nutzen Sie die erste Klasse der Bahn und zahlen 250€ pro Monat für die Fahrkarten.

    Eine Pauschale würde 230*40*0,3= 2.760€. Tatsächliche Kosten fallen von 250*12= 3.000€ an. In diesem Fall wären die tatsächlichen Kosten für die Tickets höher und damit als Werbungskostenansatz günstiger.

    Sie fahren an 5 Tagen in der Woche zu Ihrer Arbeitsstätte, die in 6km kürzester Straßenentfernung liegt. Da die S-Bahn, die Sie nutzen, aber nicht direkt fährt, sondern Sie einmal ins Zentrum der Stadt fahren müssen, um umzusteigen, legen Sie wesentlich mehr km zurück.

    Diese sind für die Pauschale nicht erheblich. Fahrtkostenpauschale: 230 * 6 * 0,3€ = 414€. Da Sie mit Ihrer Monatskarte fahren, für die Sie 65€ mtl. bezahlen, ergeben sich tatsächliche Kosten von 65€ * 12 = 780€.

    Behinderung

    Behinderte Menschen können unter bestimmten Voraussetzungen tatsächliche Aufwendungen für Fahrtkosten geltend machen.

    • Grad der Behinderung von 70% und höher, oder
    • Grad der Behinderung mind. 50% und in der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich eingeschränkt

    können auch höhere Fahrtkosten als Werbungskosten geltend gemacht werden.

    Die Voraussetzungen müssen gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden können.

    Fahrgemeinschaft

    Nutzen Sie eine umweltfreundliche Fahrgemeinschaft, um zur Arbeit zu gelangen, so steht Ihnen auch die Fahrtkostenpauschale für die Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu. Umwege, um einen Mitfahrer abzuholen, dürfen nicht berücksichtigt werden. Für Mitfahrer gilt die Kostendeckelung von 4.500€, für den Fahrer der Fahrgemeinschaft wird diese nicht angewandt.

    Im Normalfall wird das Finanzamt nicht prüfen, ob Sie wirklich mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind. Für den Fall, dass das Finanzamt nachfragt, heben Sie bitte Unterlagen auf, auf denen Km-Stand und Datum vermerkt sind (z.B. Werkstattrechnungen). Mit Hilfe dieser können Sie gefahrene km nachweisen.

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    Wie viele Arbeitstage kann ich bei der Steuererklärung angeben?

    Viele veranschlagen fГјr ihre Fahrten zur Arbeit immer 220 Arbeitstage pro Jahr. Aber Vorsicht: Das Finanzamt schaut genau hin, ob das auch stimmt.

    Wozu brauche ich die Anzahl meiner Arbeitstage?

    Als Berufstätiger dürfen Sie die Kosten für Ihre Fahrt zur Arbeit von der Steuer absetzen. Für jeden Kilometer einer einzigen Fahrtstrecke bekommen Sie 30 Cent Steuervergünstigung vom Staat. Das klingt erstmal nach wenig Geld, aber tatsächlich kann dadurch eine ziemlich hohe Steuerrückerstattung zustande kommen. Schon wer jeden Tag 16 Kilometer zur Arbeit fährt, kann allein für die Kosten der Fahrten über 1.000 Euro Werbungskosten absetzen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie Ihre Steuererklärung abgeben.

    Steuer ABC

    Wie viel absetzbare Werbungskosten für den Arbeitsweg bei Ihnen zusammenkommen, ermitteln Sie so: Sie multiplizieren die Anzahl der Arbeitstage mit der Kilometerzahl und mit 30 Cent – das Ergebnis ist Ihre persönliche Pendlerpauschale.

    Wie viele Arbeitstage Sie in Ihrer Steuererklärung angeben können, erklärt Ihnen unser Video in Sekundenschnelle:

    Wie viel Arbeitstage kann ich angeben?

    Das Jahr hat 365 Tage. Davon sind etwa 104 Tage ein Samstag und Sonntag. Hinzu kommen pro Bundesland zwischen neun und 13 Feiertage pro Jahr. AuГџerdem stehen jedem Angestellten mit einer 5-Tage-Woche mindestens 20 Tage Urlaub zu. Die meisten haben mehr, manche sogar bis zu 35 Urlaubstage.

    Abgezogen werden müssen außerdem Krankheitstage, Betriebsausflüge, Fehltage für eine Fortbildung oder ein Meeting außer Haus. Je nachdem, wie diese Zahlen bei Ihnen aussehen, fällt auch die Höhe Ihrer Arbeitstage aus.

    Wichtig ist, dass Sie genau so viele Arbeitstage angeben, wie Sie auch tatsächlich hatten.

    Wie kann ich die exakte Anzahl meiner Arbeitstage berechnen?

    Wenn sie sich nicht sicher sind, wie viele Wochenend- und Feiertage es in Ihrem Bundesland gibt und wie viele Arbeitstage Sie in einem Jahr hatten, hilft Ihnen unser Arbeitstage-Rechner 2016 weiter:

    Was passiert, wenn ich mehr Arbeitstage angebe als ich hatte?

    Die Finanzbeamten schauen genau hin: Haben Sie zum Beispiel viele Fortbildungskosten in Ihrer Steuererklärung eingetragen? Oder etliche Arztrechnungen? Passt das zu der Anzahl Ihrer Arbeitstage, die Sie angegeben haben? Wenn nicht, wird der Finanzbeamte schnell stutzig.

    Dann kann er Sie dazu auffordern, dass Sie die Anzahl Ihrer Arbeitstage nachweisen müssen, zum Beispiel durch ein Schreiben vom Arbeitgeber. Im schlimmsten Fall – wenn Sie zum Beispiel in Ihrer Steuererklärung immer wieder zu viele Arbeitstage angegeben haben – droht Ihnen ein Strafverfahren.

    Was passiert, wenn ich weniger Arbeitstage angebe als ich hatte?

    In diesem Fall haben Sie Pech gehabt: Sie bekommen für Ihre Fahrten zur Arbeit weniger Steuern zurück als Ihnen zustehen. Die Finanzbeamten werden Sie jedenfalls nicht darauf aufmerksam machen und für eine höhere Steuerrückerstattung für Sie sorgen.

    Wie viele Arbeitstage für Sie zusammen kommen, welche weiteren Steuervorteile Ihnen zustehen und wie hoch Ihre persönliche Steuerrückerstattung für Sie ausfällt, das ermittelt Ihr persönlicher VLH-Berater für Sie. Interessiert? Hier finden Sie eine VLH-Beratungsstelle Ihrer Nähe: Beratersuche.

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    Arbeitstage in der Steuererklärung richtig eintragen

    In Anlage N der Steuererklärung müssen in den Zeilen 31 bis 40 die geleisteten Arbeitstage vermerkt werden.

    Das Finanzamt benötigt diese beispielsweise dazu, um die in der Steuererklärung eingetragenen Fahrkosten überprüfen zu können.

    Die Arbeitstage werden dreistufig vermerkt: Ab Zeile 32 werden zuerst die wöchentlichen Arbeitstage und dann die Urlaubs- sowie Krankheitstage vermerkt.

    Ab Zeile 36 werden die Arbeitstage des ganzen Jahres eingetragen. Hier sind die Urlaubs- und Krankheitstage bereits abgezogen.

    Muss man die Arbeitstage tatsächlich berechnen?

    In der Regel ist es nicht notwendig, die exakte Zahl der Arbeitstage für die Einkommensteuererklärung zu berechnen, denn auch das Finanzamt nutzt Richtwerte.

    • Bei einer Fünf-Tages-Woche werden 230 Tage anerkannt. Bei einer Sechs-Tages-Woche werden 280 anerkannt.

    Will man jedoch mehr, als diesen Richtwert an Arbeitstagen in der Steuererklärung geltend machen, dann muss dies begründet werden. Eine mögliche Begründung für mehr Arbeitstage in der Steuererklärung ist beispielsweise der Zwang zur Wochenendarbeit.

    Will man also mehr Arbeitstage in der Steuererklärung geltend machen, muss man neben der exakten Anzahl an Arbeitstagen in der Steuererklärung auch das Dokument (z.B. der Arbeitsvertrag), auf dem diese Pflicht zur Wochenendarbeit vermerkt ist, der Steuererklärung in Kopie als Beleg beifügen.

    Wie kommen die Richtwerte zustande?

    Die Richtwerte für Arbeitstage in der Steuererklärung basieren auf Durchschnittsberechnungen. So gibt es beispielsweise durchschnittlich neun Feiertage in den deutschen Bundesländern. Wer fünf Mal die Woche arbeitet, kommt abzüglich des Wochenendes auf 257 Tage pro Jahr.

    Werden noch die Feiertage, der Urlaub sowie die Krankheitstage abgezogen, landet man eigentlich bei 220 Tagen. Zu Gunsten des Arbeitnehmers erkennt das Finanzamt aber auch 230 Arbeitstage in der Steuererklärung ohne Überprüfung an.

    Bei einer Sechs-Tages-Woche liegt der Richtwert bei 307 Tagen. Nach allen Abzügen würde man eigentlich bei 260 Tagen landen, doch auch hier räumt das Finanzamt einen gewissen Spielraum nach oben ein, um dem Arbeitnehmer zu helfen.

    Dies ist allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass es für das Finanzamt selbst deutlich zu schwierig wäre, alle in der Steuererklärung erklärten Besuche bei der Arbeitsstätte präzise nachzuprüfen.

    Unter bestimmten Umständen kann es zu Streichungen kommen

    Allerdings kann es in bestimmten Situationen dazu kommen, dass die Finanzämter die Zahl der Arbeitstage in der Steuererklärung reduzieren oder gar zusammenstreichen.

    Ein klassisches Beispiel für diese Reduzierung der Arbeitstage sind Lehrer: Hier glauben viele Sachbearbeiter nicht, dass diese täglich die Fahrt zur Schule antreten müssen und rechnen deshalb mit einer Vier-Tages-Woche.

    Auch Arbeitnehmer, deren Betrieb im Laufe des Jahres geschlossen worden ist, müssen damit rechnen, dass die Richtwerte bei ihnen kleiner ausfallen.

    Wer diesbezüglich gefährdet ist, sollte automatisch entsprechende Nachweise erbringen, die beweisen, dass die angegebene Zahl der Arbeitstage auch tatsächlich geleistet worden ist. Lehrer können beispielsweise ihre Stundenpläne in Kopie der Steuererklärung beilegen.

    Wie wird eine halbe Stelle behandelt?

    Personen, die nur eine halbe Stelle haben, machen häufig einen Fehler in der Einkommensteuererklärung: Im Anflug von vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Finanzamt halbieren sie einfach die Zahl ihrer Arbeitstage.

    Dies ist jedoch nicht notwendig. Denn ausschlaggebend für die Berechnung der Arbeitstage in der Steuererklärung sind einzig die Tage, die man tatsächlich an seinem Arbeitsplatz verbracht hat, nicht die genaue Stundenanzahl. Wer 20 Stunden arbeitet, aber fünf Mal pro Woche seinen Arbeitsplatz aufgesucht hat, darf hierfür eine reguläre Fünf-Tages-Woche in der Steuererklärung vermerken.

    Источники: http://www.smartsteuer.de/online/steuertipps/werbungskosten-fahrten-zur-arbeit/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wie-viele-arbeitstage-kann-ich-bei-der-steuererklaerung-angeben.html, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/anlage-n/arbeitstage-richtig-eintragen/

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