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    Kindergeld ab Januar 2016 | Wo finde ich die Steuer-ID

    Familienkassen zahlen ab 2016 nur noch Kindergeld, wenn ihnen die Steueridentifikationsnummer des Kindes vorliegt. Die eigne Steuernummer haben die Eltern meist noch zur Hand. Doch wie findet man die Nummern der Kinder?

    BILD erklärt, was Sie jetzt noch tun müssen.

    Wo finde ich die Steueridentifikationsnummer?

    Sie finden Ihre Nummer auf der Lohnbescheinigung. Auf Ihrem Steuerbescheid 2015 müsste zusätzlich auch die Steuer-ID Ihrer Kinder zu finden sein.

    Falls Sie ihre Steuer-ID oder die ihres Kindes nicht mehr zur Hand haben, können Sie diese vom Bundeszentralamt für Steuern per Post zuschicken lassen. Sie können dies per E-Mail ([email protected]) oder direkt auf der Webseite beantragen. Achtung: Die Bearbeitungszeit des Bundeszentralamt für Steuern dauert bis zu sechs Wochen..

    Warum muss ich diese Nummer angeben?

    Der Staat unterbindet damit Doppelzahlungen und ungerechtfertigte Zahlungen ins Ausland. Die Steuer-ID wird jedem bei der Geburt zugeteilt, so gibt es zukünftig nur noch eine Auszahlung pro Steueridentifikationsnummer.

    Im Kindergeldantrag sind bereits seit mehreren Jahren Felder für die Angabe der Steuer-ID vorgesehen. Falls Sie diese bereits der Familienkasse mitgeteilt haben, brauchen Sie nichts mehr tun.

    Tipp: Wenn Sie sich nicht mehr erinnern können, ob Sie dieses Feld ausgefüllt haben, schicken Sie sicherheitshalber Ihre Steueridentifikationsnummer an die Familienkasse.

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    Wie teile ich der Familienkasse die Steuer-IDs mit?

    Diese Nummern kann der Familienkasse nur schriftlich mitgeteilt werden. Hier finden Sie die Adresse ihrer zuständigen Familienkasse.

    Was passiert, wenn ich das nicht bis Januar schaffe?

    Die Familienkassen sind angehalten, dass die Steuer-ID in 2016 noch nachgereicht werden kann. Wenn Sie bereits Kindergeld beziehen, wird auch gezahlt, wenn noch keine Nummern vorliegen.

    Achtung: Das heißt aber nicht, dass Sie die Nummer nicht mitteilen müssen! Die Familienkasse ist in dem Fall gesetzlich verpflichtet, das ab Januar 2016 gezahlte Kindergeld zurückzufordern.

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    Beide Elternteile müssen für den Kindesunterhalt aufkommen. Dieser teilt sich in Betreuungsunterhalt und Barunterhalt.

    Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

    Grundsätzlich bekommt jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld.

    Absolviert das Kind eine Ausbildung oder ein Studium, verlängert sich der Zeitraum bis zum 25. Lebensjahr. Arbeitslosen Jugendlichen steht das Kindergeld bis zum 21. Lebensjahr zu.

    In welcher Höhe wird Kindergeld bezahlt?

    Sie richtet sich nach der Anzahl der Kinder.

    Die Summe für das erste und zweite Kind beträgt 188 Euro, für das dritte Kind 194 Euro und ab dem vierten Kind 219 Euro monatlich.

    Für die Berechnung gilt das älteste Kind immer als das erste.

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    Was versteht man unter einem Zählkind?

    Kinder, die beim Ex-Partner leben, sind sogenannte Zählkinder. Sie spielen bei der Höhe des Kindergeldes eine große Rolle und sind nach deutschem Gesetz nur als rechnerische Größe zu verstehen.

    Ein Beispiel vereinfacht die komplizierte Regelung:

    Mutter A und Vater A haben zwei gemeinsame Kinder. Doch die Ehe scheitert. Vater A zieht aus, die Kinder bleiben bei Mutter A.

    Sie bekommt monatlich Kindergeld in Höhe von 188 Euro + 188 Euro = 376 Euro.

    Wenig später hat Vater A mit einer neuen Frau (Mutter B) zwei weitere Kinder. Die beiden Kinder aus erster Ehe sind nun Zählkinder.

    Beantragt Vater A Kindergeld für alle Kinder, gelten die beiden Sprösslinge aus zweiter Ehe nicht mehr als Kind eins und zwei, sondern als Kind drei und vier.

    Die Rechnung sieht dann so aus: 194 Euro + 219 Euro = 413 Euro.

    Vater A bekommt durch die Zählkinder-Regelung 37 Euro mehr Kindergeld pro Monat. Beantragen die Mütter nur für ihre Kinder das Kindergeld, so würden beide jeweils nur 376 Euro bekommen. Das wären im Jahr immerhin insgesamt 444 Euro weniger.

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    Wie bekommt man Kindergeld?

    Das Kindergeld muss schriftlich beantragt werden. Den Antrag wird bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit gestellt.

    Als Nachweis müssen eine Bescheinigung vorlegen, dass das Kind mit im Haushalt lebt oder innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt eine Geburtsbescheinigung.

    Ab 18 Jahren wird eine Schul-, Ausbildungs- oder Hochschulbescheinigung verlangt.

    Da war doch was . 2017: Kein Kindergeld ohne Steuer-IdNr.?

    Vor einem Jahr hieß es, dass Eltern, die weiter Kindergeld beziehen möchten, bis Ende 2016 unbedingt die Steuer-Identifikationsnummer bei der Familienkasse angeben müssen. Ansonsten droht im neuen Jahr ein Zahlungsstopp. Was ist dran?

    Es stimmt schon: damit Eltern weiterhin Kindergeld beziehen möchten, muss der zuständigen Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-IdNr.) des Nachwuchses vorliegen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass das Kindergeld für jedes Kind tatsächlich nur einmal ausgezahlt wird und keine ungerechtfertigten Auszahlungen ins Ausland vorgenommen werden. Dies kann durch die Steuer-IdNr. besser geprüft werden.

    Diese gesetzliche Voraussetzung gilt eigentlich seit Jahresbeginn. Die Frist zum Einreichen der Nummer wurde aber auf Ende 2016 verlängert. Damit drängt sich die Frage auf, ob sich die letztjährige Aufregung um die Kindergeldzahlung wiederholt. Damals waren viele Eltern verunsichert, ob die Steuer-IdNr. tatsächlich dem Amt vorliegt.

    Die Antwort ist ebenso eindeutig wie beruhigend. Nach Informationen der Arbeitsagentur, welche auch für die Familienkassen zuständig ist, liegen bereits die meisten Steueridentifikationsnummern vor. In den wenigen Fällen, wo dies nicht der Fall ist, wird auch ab 2017 weiterhin Kindergeld gezahlt. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen, müssen sich also um die monatliche Zuwendung nicht sorgen. Die Familienkasse wird dann zur Meldung der Steuer-ID auffordern. Dem sollten Eltern dann aber auch unbedingt nachkommen. Ansonsten droht nicht nur der Zahlungsstopp, sondern auch die Rückzahlung der erhaltenen Kindergeldzahlungen für das Jahr 2016. Neuanträge werden hingegen ohne die ID gar nicht erst angenommen.

    Die Steuer-IdNr. muss schriftlich der jeweiligen Familienkasse mitgeteilt werden. Die Anschrift findet sich auf dem Kindergeldbescheid der Familienkasse. Sollte dieser nicht auffindbar sein, kann die zuständige Familienkasse hier gesucht werden. Eine telefonische Durchgabe der Nummer ist nicht möglich.

    Wenn die Steueridentifikationsnummer nicht gesondert verwahrt wird, ist diese auf der Gehaltsabrechnung, der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers und im Steuerbescheid zu finden. Bei Letzterem ist auch die ID-Nummer der Kinder vermerkt. Sie kann aber auch beim Bundeszentralamt für Steuern erneut schriftlich (BZSt, Referat St II 3 in 53221 Bonn) oder via E-Mail unter [email protected] angefordert werden.

    Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 190 Euro pro Monat (ab 2017 192 Euro), für das dritte Kind 196 Euro (ab 2017 198 Euro) und für jedes weitere Kind 221 Euro (ab 2017 223 Euro).

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      Fragen & Antworten zur Angabe der steuerlichen Identifikationsnummer ab 1. Januar 2016 beim Kindergeld

      Wer Kindergeld erhalten möchte, muss seiner Familienkasse seine steuerliche Identifikationsnummer und die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes angeben.

      Benötigt werden die steuerlichen Identifikationsnummern des Kindes, für das Kindergeld beantragt wird und des Elternteils, der den Kindergeldantrag stellt oder bereits Kindergeld bezieht.

      Kindergeld wird für jedes Kind nur einmal ausgezahlt. Über die steuerliche Identifikationsnummer kann die Familienkasse sicherstellen, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt.

      Bitte teilen Sie die steuerliche Identifikationsnummer der für Sie zuständigen Familienkasse mit. Ihre zuständige Familienkasse können Sie dem Kindergeldbescheid entnehmen.

      Wenn Sie ohnehin Belege oder Nachweise einreichen müssen oder aus anderen Gründen bereits in Kontakt mit Ihrer Familienkasse stehen, teilen Sie die ab 2016 erforderlichen steuerlichen Identifikationsnummern bei dieser Gelegenheit am besten gleich mit.

      Wir empfehlen Ihnen die schriftliche Weitergabe der steuerlichen Identifikationsnummer. Nur so ist sichergestellt, dass bei der Weitergabe der steuerlichen Identifikationsnummern keine Übermittlungsfehler auftreten.

      Neuanträge müssen die steuerlichen Identifikationsnummern enthalten. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen und die steuerlichen Identifikationsnummern noch nicht angegeben haben, können den Kindergeldbezug sicherstellen und Rückfragen vermeiden, indem sie ihrer Familienkasse ihre eigene und die steuerliche Identifikationsnummer ihrer Kinder mitteilen. Die Familienkassen werden es grundsätzlich nicht beanstanden, wenn die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden.

      Ihre zuständige Familienkasse wird Sie auffordern, die steuerlichen Identifikationsnummern anzugeben, wenn sie sie nicht bereits im Bestand hat. Wenn Sie Unterlagen oder Belege an Ihre Familienkasse senden, können Sie Ihre steuerlichen Identifikationsnummern aber auch gleich mit angeben.

      Um eine weitere Zahlung des Kindergeldes zu gewährleisten, ist kein erneuter Kindergeldantrag notwendig. Es reicht, wenn Sie Ihre steuerliche Identifikationsnummer und die Ihrer Kinder Ihrer zuständigen Familienkasse mitteilen.

      Grundsätzlich werden die Familienkassen es nicht beanstanden, wenn die steuerlichen Identifikationsnummern im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden. Ohne Vorliegen der steuerlichen Identifikationsnummern sind die gesetzlichen Voraussetzungen zum Kindergeldbezug jedoch nicht erfüllt. Erhält die Familienkasse die steuerlichen Identifikationsnummern nicht, ist sie gesetzlich verpflichtet, die Kindergeldfestsetzung aufzuheben und das seit Januar 2016 gezahlte Kindergeld zurückzufordern. Vor Aufhebung der Kindergeldfestsetzung muss die Familienkasse den Kindergeldberechtigten jedoch anhören.

      Ja. Die Regelung gilt ab 1. Januar 2016 unabhängig von dem Geburtsdatum des Kindes.

      Ja. Die Regelung gilt ab 1. Januar 2016 unabhängig von dem Geburtsdatum des Kindes.

      Ja. Eine steuerliche Identifikationsnummer wird unabhängig vom Geburtsdatum jeder Person zugeteilt, die mit Hauptwohnung oder alleiniger Wohnung in einem Melderegister in Deutschland erfasst ist. Personen, die nicht melderechtlich erfasst, aber in Deutschland steuerpflichtig sind, erhalten ebenfalls eine steuerliche Identifikationsnummer.

      Ihre steuerliche Identifikationsnummer und die Ihres Kindes finden Sie im jeweiligen Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern. Ihre steuerliche Identifikationsnummer ist auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers oder in Ihrem Einkommensteuerbescheid genannt.

      Nein. Die steuerliche Identifikationsnummer bleibt ein Leben lang gültig. Sollten Sie Ihre steuerliche Identifikationsnummer in den genannten Unterlagen nicht finden, können Sie mit dem Eingabeformular im Internetportal des Bundeszentralamts für Steuern um erneute Zusendung bitten. Das Bundeszentralamt für Steuern wird die steuerliche Identifikationsnummer dann schriftlich mitteilen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann die steuerliche Identifikationsnummer weder telefonisch noch per E-Mail übermittelt werden.

      Es empfiehlt sich, den Kindergeldantrag erst zu stellen, nachdem Ihnen das Bundeszentralamt für Steuern die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes mitgeteilt hat. Die Mitteilung erfolgt in der Regel sehr zeitnah, spätestens aber sechs Wochen nach der Anmeldung des Kindes bei der Meldebehörde. Ohne die steuerliche Identifikationsnummer des Kindergeldberechtigten und des Kindes kann grundsätzlich kein Kindergeld gezahlt werden.

      Nein. Für Sie ändert sich nichts. Im Kindergeldantrag sind bereits seit mehreren Jahren Felder für die Angabe der steuerlichen Identifikationsnummer vorgesehen. Deshalb liegen den Familienkassen bereits viele steuerliche Identifikationsnummern vor.

      Ja. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen und die sich nicht sicher sind, ob sie die steuerlichen Identifikationsnummern angegeben haben, können den Kindergeldbezug sicherstellen und Rückfragen vermeiden, indem sie die steuerlichen Identifikationsnummern der Familienkasse mitteilen.

      Wenn Sie in Deutschland gemeldet oder z. B. aufgrund Ihrer Erwerbstätigkeit in Deutschland steuerpflichtig sind, haben Sie vom Bundeszentralamt für Steuern auch eine steuerliche Identifikationsnummer erhalten und können damit einen Antrag auf Kindergeld stellen.

      Ein Anspruch auf Kindergeld besteht unter bestimmten Umständen auch für Kinder, die im EU-Ausland leben. Diese erhalten im Regelfall keine deutsche steuerliche Identifikationsnummer, da sie in Deutschland nicht steuerpflichtig sind. Deshalb ist ihre Identität auf andere geeignete Weise mit Hilfe der in den jeweiligen Ländern gebräuchlichen Personenidentifikationsmerkmale und Dokumente nachzuweisen. Welche Nachweise genau benötigt werden, erfahren Sie von Ihrer Familienkasse.

      Nach § 68 Absatz 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz hat das volljährige Kind an der Aufklärung des für die Kindergeldfestsetzung maßgebenden Sachverhalts mitzuwirken. Das Kind hat die Möglichkeit, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen, indem es seine steuerliche Identifikationsnummer direkt der Familienkasse mitteilt. Bringt das Kind zum Ausdruck, dass seine steuerliche Identifikationsnummer nicht dem Kindergeldberechtigten zur Kenntnis gelangen soll, dann hat die Familienkasse im Kontakt mit dem Berechtigten entsprechende Vorsorge zu treffen. Wenn die für die Identifikation gesetzlich vorgesehene steuerliche Identifikationsnummer des Kindes weder vorgelegt wird, noch von der Familienkasse ermittelbar ist, dann ist der Kindergeldantrag abzulehnen.

      Ja, anzugeben ist die steuerliche Identifikationsnummer des Berechtigten, also in der Regel eines Elternteils.

      In diesem Fall ist der Berechtigte verpflichtet, demjenigen, der ein berechtigtes Interesse an der Leistung des Kindergeldes hat, seine an ihn vergebene steuerliche Identifikationsnummer mitzuteilen (§ 67 Satz 4 Einkommensteuergesetz); der Dritte, der ein berechtigtes Interesse an der Leistung des Kindergeldes hat, muss die steuerliche Identifikationsnummer des Berechtigten angeben. Kommt der Berechtigte dieser Verpflichtung nicht nach, teilt die zuständige Familienkasse demjenigen, der ein berechtigtes Interesse an der Leistung des Kindergeldes hat, auf seine Anfrage die steuerliche Identifikationsnummer des Berechtigten mit (§ 67 Satz 5 Einkommensteuergesetz).

      Auch das Kind ist anhand der steuerlichen Identifikationsnummer zu identifizieren.

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