Steuerberater von steuer absetzen

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    Einkommensteuer-Tipps: Was Steuerzahler alles absetzen können

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    Arbeitsmittel: Jeder Gegenstand, der ganz überwiegend für berufliche Zwecke genutzt wird, ist ein steuerlich absetzbares Arbeitsmittel. Ganz typisch sind etwa Aktentasche, PC, Schreibtisch, Bücherregal und Fachliteratur. Wenn das einzelne Arbeitsmittel netto nicht mehr als 410 Euro kostet (Rechnungsbetrag also höchstens 487,90 Euro), können Steuerpflichtige den Anschaffungspreis sofort und voll steuerlich absetzen, statt über mehrere Jahre abzuschreiben.

    Steuerberatungskosten: Seit 2006 fallen Steuerberatungskosten für den Privatbereich (z. B. Mantelbogen, Anlage Kind etc.) unter den Tisch: Der Sonderausgabenabzug dieser Kosten wurde kurzerhand gestrichen. Jetzt ist – bei entsprechend aufgeschlüsselten Rechnungen – nur noch ein Abzug als Werbungskosten oder Betriebsausgaben möglich. Diese Gesetzesänderung war allerdings von Anfang an umstritten. Dazu ist schon länger ein Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof anhängig (Az. X R 10/08), Einkommensteuerbescheide ergehen insoweit nur noch vorläufig.

    Damit Sie später von einem möglichen positiven Ausgang des Verfahrens profitieren können, müssen Sie den Sonderausgabenabzug für Ihre privaten Steuerberatungskosten im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung ausdrücklich beantragen. Der amtliche Erklärungsvordruck lässt Sie dabei allerdings alleine, weil er dafür keinen Platz vorsieht. Fügen Sie Ihrer Erklärung deshalb einfach eine formlose Anlage bei, auf der Sie den Abzug beantragen.

    Nicht aufgeschlüsselte Rechnungen, z. B. für Steuerfachliteratur, Steuersoftware, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein, können Sie durch Schätzung aufteilen: Sie können pauschal 50 Prozent als Werbungskosten absetzen. Das gilt auch für mit der Steuerberatung verbundene Nebenkosten, wie Fahrt- und Telefonkosten. Übrigens teilen die Finanzämter Beträge (so genannte gemischte Steuerberatungskosten) bis zu 100 Euro nicht auf – bis zu dieser Höhe ist der volle Betrag als Werbungskosten abziehbar.

    Lesen Sie weiter auf Seite 5: Steuerlast mindern mit Werbungskosten

    Steuerberatungskosten

    Kosten für Steuerberatung absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 7. November 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ausgaben für den Steuerberater, den Lohnsteuerhilfeverein, für Fachbücher oder eine Online-Steuererklärung mithilfe von Steuersoftware können Sie zumindest teilweise als Steuerberatungskosten absetzen.
    • Kosten für die Steuerberatung sind als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar, wenn sie zur Ermittlung Ihrer Einkünfte anfallen, also beruflich veranlasst sind.
    • Privat veranlasste Steuerberatungskosten können Sie nicht von der Steuer absetzen. Dies betrifft beispielsweise die Unterstützung bei der Anlage „Kind“ oder beim Mantelbogen.

    So gehen Sie vor

    • Ihr Steuerberater sollte beruflich und privat veranlasste Kosten in seiner Rechnung getrennt ausweisen.
    • Das Finanzamt akzeptiert Ausgaben, die sowohl dem beruflichen als auch dem privaten Bereich zugeordnet werden können, bis zu einer Höhe von 100 Euro als Mischkosten. Die Kosten für Steuersoftware und Fachliteratur können Sie meist komplett absetzen.
    • Statt 100 Euro abzusetzen dürfen Sie dank einer Vereinfachungsregelung der Finanzämter auch die Hälfte der tatsächlichen Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen. Interessant ist dies vor allem für Beiträge an Lohnsteuerhilfevereinen ab 202 Euro.

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    Die Steuererklärung selbst machen? Vielen Steuerzahlern ist das zu kompliziert, daher lassen sie sich von einem Steuerberater oder dem Lohnsteuerhilfeverein beim Ausfüllen der Formulare unterstützen. Das kostet natürlich etwas.

    Zumindest einen Teil dieser Steuerberatungskosten dürfen Sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen, nämlich den Betrag, der auf den beruflichen Teil entfällt.

    Erklärung selbst ausfüllen

    Wer es sich zutraut, kann viel sparen, indem er die Steuererklärung selbst erledigt, zum Beispiel mithilfe des kostenlosen Steuer-E-Books von Finanztip oder einer vergleichsweise günstigen Steuersoftware.

    Was als Steuerberatungskosten zählt

    Die Ausgaben für die professionelle Unterstützung bei der Steuererklärung durch einen Steuerberater oder die Mitgliedschaft im Lohnsteuerhilfeverein zählen zu den Steuerberatungskosten. Auch PC-Programme, Online-Software und Fachliteratur gehören dazu. Selbst die Fahrten zu Ihrem Steuerberater und Briefporto oder Telefongebühren sind Steuerberatungskosten.

    Lange Zeit konnte man Steuerberatungskosten als Sonderausgaben in der Steuererklärung eintragen und so sein zu versteuerndes Einkommen senken. Die Ausgaben mussten keiner bestimmten Einkunftsart zugeordnet werden. Seit 2006 lassen sich Ausgaben, die im Zusammenhang mit einer Steuerberatung entstehen, nur auf konkrete Einkunftsarten bezogen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen.

    Das hat auch der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Urteil bestätigt (BFH-Urteil vom 4. Februar 2010, Az. X R 10/08). Dennoch galten die Steuerbescheide noch einige Zeit als vorläufig in diesem Punkt. Steuerzahler konnten also ihre Ausgaben für die Beratung weiter als Sonderausgaben eintragen und auf ein neues Urteil hoffen. Doch seit 2013 ist auch diese Möglichkeit dahin: Das Bundesfinanzministerium hat die Vorläufigkeit aufgehoben. Die Rechnung des Steuerberaters ist nur noch absetzbar, wenn man sie seinen Betriebsausgaben oder Werbungskosten zuordnen kann.

    Helfer für die Steuererklärung

    Absetzbar: Ermittlung der Einkünfte

    Absetzen können Sie die Ausgaben für die Steuerberatung als Werbungskosten oder Betriebsausgaben, wenn sie bei der Ermittlung Ihrer Einkünfte entstehen. Als Angestellter können Sie beispielsweise die Ausgaben unter den Werbungkosten eintragen, die bei der Erstellung Ihrer Anlage N entstehen, weil damit Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt wird.

    Wenn Sie eine Wohnung vermieten oder ein Grundstück verpachten, sind auch das Einkünfte. Sofern Sie sich also bei deren Ermittlung von einem Steuerberater helfen lassen, können Sie das als Werbungskosten absetzen (Anlage V). Das gilt auch für Kapitalerträge (Anlage KAP), Renten (Anlage R) sowie Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft (Anlage L). Gewerbetreibende (Anlage G) und Freiberufler (Anlage S) können die steuerliche Beratung als Betriebsausgaben absetzen, insbesondere das Erstellen der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR), die Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie Umsatzsteuer- und Gewerbesteuer-Erklärungen.

    Ihre Ausgaben für die Steuerberatung tragen Sie bei der jeweiligen Einkunftsart ein. Als Vermieter tragen Sie also die Steuerberatungskosten unter den Werbungskosten in der Anlage V ein.

    Kosten für das Erstellen folgender Formulare können Sie absetzen

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    Nicht absetzbar: Hilfe für Steuer im privaten Bereich

    Was nicht zur Ermittlung der Einkünfte gehört, hat der Fiskus 2006 zur Privatsache erklärt – einen Steuernachlass gibt es dafür nicht. Wer sich beispielsweise helfen lässt, den Mantelbogen auszufüllen, muss die Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein oder den Steuerberater selbst tragen. Das gilt auch für die Anlagen „Kind“, „Unterhalt“, „Altersvorsorge“ und „Vermögenswirksame Leistungen“. Diese Anlagen haben nichts mit der Ermittlung Ihrer Einkünfte zu tun und sind demzufolge auch keine Werbungskosten. Leisten Sie sich dennoch einen Steuerberater, um diese Formulare auszufüllen, sind das laut BFH keine unvermeidbaren Ausgaben, sondern „Kosten der privaten Lebensführung“ (§12 Absatz 1 EStG).

    Auch haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten sowie Kirchen-, Erbschaft- oder Schenkungsteuer werden dem privaten Bereich zugeordnet. Wenn der Steuerberater hilft, diese Aufwendungen zusammenzustellen, dürfen Sie seine Rechnung nicht absetzen, weil es keine Werbungskosten (BFH-Urteil vom 16. Februar 2011, Az. X R 10/10) sind. Das gilt nicht für die Anlage EÜR zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung, in diesem Fall gehört das Ausfüllen des Formulars zur Ermittlung der Einnahmen.

    Kosten aufteilen: beruflich oder privat veranlasst

    Lassen Sie die Steuererklärung von einem Steuerberater machen, teilt er sein Honorar auf in den Teil, der abzugsfähig ist, und in den Teil, den Sie nicht absetzen können. Anhand der Rechnung können Sie die einzelnen Teile des Honorars entsprechend zuordnen, sodass Sie die berufsbedingten Beratungskosten in der Anlage N unter „Sonstiges“ (Zeile 46 bis 48) eintragen können. In der Regel übernimmt aber der Steuerberater diese Aufgabe für Sie.

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    Mischkosten bis 100 Euro als Werbungskosten

    Die Ausgaben für eine Steuersoftware, ein Fachbuch oder den Mitgliedsbeitrag des Lohnsteuerhilfevereins können Sie unter den Werbungskosten geltend machen, ohne sie aufzuteilen. Denn diese Kosten lassen sich nicht eindeutig dem privaten oder dem beruflichen Bereich zuordnen. Als sogenannte Mischkosten akzeptiert das Finanzamt die kompletten Ausgaben für die Beratung bis 100 Euro als Werbungskosten.

    Höhere Mischkosten werden gestaffelt: Liegen Ihre Steuerberatungskosten zwischen 100 und 200 Euro, können Sie davon 100 Euro einer Einkommensart Ihrer Wahl, beispielsweise als Vermieter oder Rentner, den Werbungskosten zuordnen. Den Rest können Sie nicht absetzen.

    Bei höheren Mischkosten können Sie von einer Option profitieren. Die Finanzämter akzeptieren nämlich, wenn Sie pauschal die Hälfte der Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein, Fachliteratur oder die Steuersoftware als Werbungskosten geltend machen. Haben Sie beispielsweise Steuerberatungskosten von 150 Euro, können Sie davon 100 Euro absetzen, bei Kosten von 250 Euro können Sie 125 Euro absetzen. Ab Kosten von 202 Euro im Jahr ist die Vereinfachungsregelung, dass Sie die Hälfte absetzen können, die günstigere Variante. Dies ist eine Option, von der beispielsweise Mitglieder eines Lohnsteuerhilfevereins profitieren können.

    Pauschbeträge überschreiten

    Steuerberaterkosten als Werbungskosten einzutragen, lohnt sich bei einigen Einkunftsarten erst, wenn Ihre Werbungskosten insgesamt einen bestimmten Betrag erreichen. Diesen Pauschbetrag zieht der Fiskus bei jedem Steuerzahler automatisch ab:

    – bei nichtselbstständiger Arbeit: Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro,

    – bei Kapitalvermögen: Sparerpauschbetrag von 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro (Ehepaare),

    – bei Renten: Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro.

    Steuerberatungskosten für Mieteinnahmen oder betriebliche Einkünfte können Sie sofort geltend machen. Dabei gibt es keine Pauschbeträge.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Kann man das absetzen?

    Steuerberatung absetzen

    Kann man Steuerberatung bei der Steuer absetzen?

    Steuerberatungskosten sind in der Einkommensteuererklärung eigentlich nicht mehr zu berücksichtigen. Sie sind nur noch abzugsfähig, wenn sie im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Einkünften entstanden sind. Dieser Teil der Steuerberatungskosten kann bei der jeweiligen Einkunftsart als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgezogen werden.

    Steuerrechner

    Weitere Informationen zum Thema Steuerberatung absetzen

    Ihre Steuerberatungskosten, die Sie im Steuerjahr gezahlt haben, sind nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben bei den zugehörigen Einkunftsarten abzugsfähig. Ein Abzug der privat veranlassten Steuerberatungskosten ist nicht möglich

    Zu den Steuerberatungskosten gehören alle Aufwendungen, die in sachlichem Zusammenhang mit dem Besteuerungsverfahren stehen. Hierzu gehören:

    • die Kosten des Steuerberaters,
    • Beiträge an Lohnsteuerhilfevereine,
    • Kosten für Fachliteratur (z.B. Steuergesetze, Kommentare, Zeitschriften etc.)
    • sowie die Fahrten zum Steuerberater
    • und andere individuelle Aufwendungen, wie z.B. für ein Programm
    • Aufwendungen für ein Einspruchs- oder durch ein anschließendes Finanzgerichtsverfahren

    Müssen Sie mithilfe eines Steuerberaters einen fehlerhaften Steuerbescheid korrigieren lassen, haben Sie gegen das Finanzamt einen Anspruch auf Ersatz des Beraterhonorars.

    Fahrtkosten zum Steuerberater

    Sie können folgende Fahrtkosten ansetzen:

    • Kosten für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anhand von Belegen (z.B. Fahrkarten)
    • die tatsächlichen Fahrtkosten mit anderen Fahrzeugen
    • die „tatsächlichen Fahrzeugkosten“ mit einer fahrzeugabhängigen Kilometer-Pauschale
    • Unfallkosten auf dem Weg zum Steuerberater

    Nicht abzugsfähige Steuerberatungskosten

    Zu den nicht abzugsfähigen Steuerberatungskosten gehören:

    • die Aufwendungen für das Übertragen der Ergebnisse aus der jeweiligen Einkunftsermittlung in die entsprechende Anlage zur Einkommensteuererklärung,
    • die Aufwendungen für die Erstellung und das übrige Ausfüllen der Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte (zu diesem Punkt gehören die Erstellung des Mantelbogens, der Anlagen Kind, U und Anlage Vorsorgeaufwand),
    • die Aufwendungen zur Erstellung der Erklärung zur gesonderten Feststellung der Einkünfte ohne Gewinnermittlung,
    • die Aufwendungen für die Erstellung der Erbschaft- und Schenkungsteuererklärung,
    • die Aufwendungen für die Erstellung des Eigenheimzulagenantrags,
    • die Aufwendungen, die durch einen Rechtsbehelf entstanden sind, sofern es sich nicht um Betriebsausgaben oder Werbungskosten handelt (zu diesem Punkt gehört z.B. ein Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid, weil der Kinderfreibetrag nicht gewährt wurde),
    • die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Beratung in Tarif- oder Veranlagungsfragen entstehen,
    • die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ermittlung von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen entstehen,
    • die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Beratung zu einem der folgenden der Privatsphäre zuzurechnenden Sachverhalte stehen:

    – im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen oder der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten,

    – Erbschaft- oder Schenkungsteuer,

    Bei der Zuordnung der Steuerberatungskosten zu den Betriebsausgaben, den Werbungskosten und den Kosten der privaten Lebensführung gibt es einen strengen Aufteilungsmaßstab.

    Aufteilung der Steuerberatungskosten

    Es gilt, dass Steuerberatungskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig sind, wenn und soweit sie bei der Ermittlung der Einkünfte, im Zusammenhang mit Betriebssteuern oder Investitionszulagen angefallen sind. Die Einkunftsermittlung umfasst demnach folgende Posten:

    • die Kosten der Buchführungsarbeiten und der Überwachung der Buchführung,
    • die Ermittlung von Einnahmen und Ausgaben,
    • die Anfertigung von Zusammenstellungen,
    • die Aufstellung von Bilanzen und von Einnahmen-Überschuss-Rechnungen, und
    • die Beantwortung der sich dabei ergebenden Steuerfragen,
    • die Kosten der Beratung in diesen Punkten, und
    • das Ausfüllen des Vordrucks EÜR.

    In den meisten Fällen sind Steuerberatungskosten betrieblich, beruflich und privat veranlasst. Hierzu gehören z.B.

    • Beiträge an Lohnsteuerhilfevereine,
    • Aufwendungen für steuerliche Fachliteratur zur Ermittlung der Einkünfte und des Einkommens,
    • Aufwendungen für steuerliche Software,
    • Aufwendungen bei Vereinbarung einer Pauschalvergütung
    • Beratungsgebühren für einen Rechtsstreit, der sowohl die Ermittlung von Einkünften als auch z.B. den Ansatz von außergewöhnlichen Belastungen umfasst.

    Diese Aufwendungen müssen richtig geschätzt werden um sie der jeweiligen Einkunftsart und dem privaten Bereich zuzuordnen.

    Kosten für steuerliche Fachliteratur und Software können mit einer besonderen Regelung abgezogen werden: Bei diesen Aufwendungen wird es nicht beanstandet, wenn 50% der Kosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten angesetzt werden.

    Unabhängig davon ist aus Vereinfachungsgründen für alle gemischt veranlassten Steuerberatungskosten bis zu einem Betrag von 100 € den Vorgaben des Steuerpflichtigen zu folgen. Wenn Sie von Ihrem Lohnsteuerhilfeverein eine Rechnung über 120 € erhalten haben und davon 100 € als Werbungskosten ansetzen, so wird das Finanzamt diese Zuordnung nicht beanstanden. Übersteigt der Rechnungsbetrag jedoch 200 €, so ist der 50%-ige Ansatz der Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben der Vereinfachungsregelung vorzuziehen.

    Denken Sie daran die Auslagen und die enthaltene Umsatzsteuer aus der Steuerberatungsrechnung oder der Rechnung des Lohnsteuerhilfevereins auch aufzuteilen.

    Источники: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/einkommensteuer-tipps-was-steuerzahler-alles-absetzen-koennen-seite-4/3383802-4.html, http://www.finanztip.de/steuerberatungskosten/, http://www.kann-man-das-absetzen.de/steuerberatung/

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