Steuerberatungskosten werbungskosten

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    Steuererklärung 2014: So setzen Sie Ihren Steuerberater ab

    Steuererklärung So setzen Sie Ihren Berater von der Steuer ab

    V iel zu kompliziert, nerven- und zeitraubend: Die meisten Bürger halten die jährliche Steuererklärung für das pure Grauen. Zwar könnten sich auch Privatleute von Profis wie Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen bequem unter die Arme greifen lassen.

    Doch viele sind häufig unsicher, ob sie sich die Hilfe der Steuerfachleute überhaupt leisten und den Aufwand absetzen können. Was früher mal 40 Jahre lang schön einfach möglich war, ist seit 2006 abgeschafft. „Aber oft geht da immer noch was, auch wenn man die Kosten mittlerweile nicht mehr als Sonderausgaben geltend machen kann“, erklärt Tobias Gerauer, Steuerberater bei der Lohnsteuerhilfe Bayern. Die Gretchenfrage lautet nur: Wer kann die Steuersparchance nutzen und wie geht das?

    Grundsätzlich gilt: Steuerberatungskosten, die beruflich bedingt sind, dürfen in voller Höhe in die Steuererklärung hinein, die privat veranlassten gar nicht, wie Gerauer erläutert. Zu den Beratungskosten zählt nicht nur die Unterstützung durch einen Steuerberater oder der Beitrag für die Mitgliedschaft im Lohnsteuerhilfeverein.

    Auch die Fahrten zum Steuerberater, das Briefporto oder Telefongebühren sind Steuerberatungskosten. Außerdem komplett absetzbar sind Rechnungen bis 100 Euro für Steuersoftware, Ratgeber oder Bücher, die bei der Steuererklärung helfen, wie Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler erklärt.

    Klare Unterscheidung zwischen beruflichen und privaten Kosten

    Das Auseinanderhalten zwischen beruflich und privat veranlassten Kosten sei für Steuerlaien oft gar nicht so einfach, sagt Gerauer. Vom Finanzamt problemlos akzeptiert wird in jedem Fall die Ermittlung der Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis. Hilft ein Steuerberater beim Erstellen der Anlage N, also dem Ermitteln des zu versteuernden Einkommens, können Angestellte die Ausgaben dafür als Werbungskosten geltend machen.

    Wer eine Wohnung vermietet oder ein Grundstück verpachtet und sich bei diesen Einkünften vom Steuerberater helfen lässt, darf auch hier auf die Mithilfe des Finanzamts bauen, wenn er die Kosten dafür geltend macht. Gleiches gilt für Kapitalerträge, Renten sowie Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft.

    Bei privat veranlassten Aufwendungen winkt der Fiskus dagegen ganz bestimmt ab. Solche Rechnungen müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Das gilt zum Beispiel, wenn sich jemand vom Steuerprofi helfen lässt, den so genannten Mantelbogen bei der Steuererklärung auszufüllen.

    Das gilt auch fürs Erstellen der Anlagen „Kind“, „Unterhalt“, „Altersvorsorge“ und „vermögenswirksame Leistungen“. All das hat nach Ansicht der Finanzverwaltung nichts mit dem Job zu tun, sondern zählt zu den Aufwendungen der privaten Lebensführung. Keine Unterstützung gibt es zudem, wenn man sich etwa über die Erbschafts- und Schenkungssteuer, über Ansetzen haushaltsnaher Dienstleistungen, Handwerkerkosten oder zur Kirchensteuer beraten lässt.

    Trennung ist nicht immer einfach

    Auch für Freiberufler und Selbstständige gilt: Macht ihnen der Steuerberater die Einnahmeüberschussrechnung, nimmt er ihnen die Buchführung ab oder erstellt Bilanzen, dürfen sie die Rechnungen dafür als Betriebsausgaben absetzen. Auch für die professionelle Beratung rund um Steuerthemen wie Gewerbe-, Umsatz- oder Grundsteuern, zu Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie Kapitalvermögen dürfen sie das Finanzamt in ihrer Steuererklärung zur Kasse bitten.

    Wer einen Steuerberater engagiert, bekommt eine fein säuberliche Abrechnung nach beruflichen und privat veranlassten Kosten vorgelegt. Der Fachmann teilt in der Regel bereits von sich aus auf, welcher Teil des Honorars abzugsfähig ist und was der Steuerbürger darüber hinaus aus der eigenen Tasche zahlen muss.

    Doch nicht immer lässt sich alles ganz einfach trennen. Lässt sich jemand vom Lohnsteuerhilfeverein bei der Steuer helfen, dann deckt sein Mitgliedsbeitrag ja beides ab, berufliche wie private Beratungskosten. In diesem Fall müssen Steuerbürger die 100-Euro-Regel beachten und ein wenig rechnen.

    Zahlt Herr Müller beispielsweise 230 Euro Jahresgebühr und bekommt dafür seine komplette Steuererklärung gemacht, dann hat er die Wahl: Entweder er setzt 100 Euro von der Gebühr steuerlich an. Oder er macht die Hälfte seiner Aufwendungen geltend, also 115 Euro.

    Herr Müller darf in jedem Fall die günstigere Variante wählen. Das gleiche Prinzip greift, sollte Herr Mayer eine teure Steuersoftware anschaffen, die 150 Euro kostet. Für ihn wird es dann vorteilhafter sein, er setzt 100 Euro voll als Werbungskosten an statt sich mit der 50-Prozent-Lösung zufrieden zu geben.

    Aber aufgepasst: Steuerberatungskosten geltend zu machen, lohnt sich in der Regel erst dann, wenn die Werbungskosten des Steuerzahlers insgesamt einen bestimmten Betrag geknackt haben, wie Gerauer betont. Diesen Pauschbetrag zieht das Finanzamt bei dem Steuerzahler automatisch ab. Für Arbeitnehmer liegt die Hürde beispielsweise bei 1.000 Euro, für Rentner bei 102 Euro. Ausnahme: Steuerberatungskosten für Mieteinnahmen oder betriebliche Einkünfte können ohne Einschränkung geltend gemacht werden. Hier gibt es keine Pauschbeträge.

    Die wichtigsten Informationen zu Ihrer Steuererklärung – zugeschnitten auf Ihre persönliche Situation – sowie Ratschläge von Experten und Rechner, mit denen Sie Ihre Steuerlast ermitteln können, finden Sie in unserem großen Steuer-Ratgeber.

    Ratgeber Steuern Anlagen

    • Von Kathrin Gotthold
    • 16.10.2015

    Ratgeber Steuern Dienstreisen

    • Von Midia Nuri
    • 25.08.2017

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    • Von Anne Kunz
    • 17.11.2017

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    • Von Dorothea Siems
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    • 17.11.2017

    • Von Anne Kunz
    • 09.11.2017
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    Steuerberatungskosten

    Kosten für Steuerberatung absetzen

    • Zuletzt aktualisiert: 7. November 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ausgaben für den Steuerberater, den Lohnsteuerhilfeverein, für Fachbücher oder eine Online-Steuererklärung mithilfe von Steuersoftware können Sie zumindest teilweise als Steuerberatungskosten absetzen.
    • Kosten für die Steuerberatung sind als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar, wenn sie zur Ermittlung Ihrer Einkünfte anfallen, also beruflich veranlasst sind.
    • Privat veranlasste Steuerberatungskosten können Sie nicht von der Steuer absetzen. Dies betrifft beispielsweise die Unterstützung bei der Anlage „Kind“ oder beim Mantelbogen.

    So gehen Sie vor

    • Ihr Steuerberater sollte beruflich und privat veranlasste Kosten in seiner Rechnung getrennt ausweisen.
    • Das Finanzamt akzeptiert Ausgaben, die sowohl dem beruflichen als auch dem privaten Bereich zugeordnet werden können, bis zu einer Höhe von 100 Euro als Mischkosten. Die Kosten für Steuersoftware und Fachliteratur können Sie meist komplett absetzen.
    • Statt 100 Euro abzusetzen dürfen Sie dank einer Vereinfachungsregelung der Finanzämter auch die Hälfte der tatsächlichen Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen. Interessant ist dies vor allem für Beiträge an Lohnsteuerhilfevereinen ab 202 Euro.

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    Die Steuererklärung selbst machen? Vielen Steuerzahlern ist das zu kompliziert, daher lassen sie sich von einem Steuerberater oder dem Lohnsteuerhilfeverein beim Ausfüllen der Formulare unterstützen. Das kostet natürlich etwas.

    Zumindest einen Teil dieser Steuerberatungskosten dürfen Sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen, nämlich den Betrag, der auf den beruflichen Teil entfällt.

    Erklärung selbst ausfüllen

    Wer es sich zutraut, kann viel sparen, indem er die Steuererklärung selbst erledigt, zum Beispiel mithilfe des kostenlosen Steuer-E-Books von Finanztip oder einer vergleichsweise günstigen Steuersoftware.

    Was als Steuerberatungskosten zählt

    Die Ausgaben für die professionelle Unterstützung bei der Steuererklärung durch einen Steuerberater oder die Mitgliedschaft im Lohnsteuerhilfeverein zählen zu den Steuerberatungskosten. Auch PC-Programme, Online-Software und Fachliteratur gehören dazu. Selbst die Fahrten zu Ihrem Steuerberater und Briefporto oder Telefongebühren sind Steuerberatungskosten.

    Lange Zeit konnte man Steuerberatungskosten als Sonderausgaben in der Steuererklärung eintragen und so sein zu versteuerndes Einkommen senken. Die Ausgaben mussten keiner bestimmten Einkunftsart zugeordnet werden. Seit 2006 lassen sich Ausgaben, die im Zusammenhang mit einer Steuerberatung entstehen, nur auf konkrete Einkunftsarten bezogen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen.

    Das hat auch der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Urteil bestätigt (BFH-Urteil vom 4. Februar 2010, Az. X R 10/08). Dennoch galten die Steuerbescheide noch einige Zeit als vorläufig in diesem Punkt. Steuerzahler konnten also ihre Ausgaben für die Beratung weiter als Sonderausgaben eintragen und auf ein neues Urteil hoffen. Doch seit 2013 ist auch diese Möglichkeit dahin: Das Bundesfinanzministerium hat die Vorläufigkeit aufgehoben. Die Rechnung des Steuerberaters ist nur noch absetzbar, wenn man sie seinen Betriebsausgaben oder Werbungskosten zuordnen kann.

    Helfer für die Steuererklärung

    Absetzbar: Ermittlung der Einkünfte

    Absetzen können Sie die Ausgaben für die Steuerberatung als Werbungskosten oder Betriebsausgaben, wenn sie bei der Ermittlung Ihrer Einkünfte entstehen. Als Angestellter können Sie beispielsweise die Ausgaben unter den Werbungkosten eintragen, die bei der Erstellung Ihrer Anlage N entstehen, weil damit Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt wird.

    Wenn Sie eine Wohnung vermieten oder ein Grundstück verpachten, sind auch das Einkünfte. Sofern Sie sich also bei deren Ermittlung von einem Steuerberater helfen lassen, können Sie das als Werbungskosten absetzen (Anlage V). Das gilt auch für Kapitalerträge (Anlage KAP), Renten (Anlage R) sowie Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft (Anlage L). Gewerbetreibende (Anlage G) und Freiberufler (Anlage S) können die steuerliche Beratung als Betriebsausgaben absetzen, insbesondere das Erstellen der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR), die Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie Umsatzsteuer- und Gewerbesteuer-Erklärungen.

    Ihre Ausgaben für die Steuerberatung tragen Sie bei der jeweiligen Einkunftsart ein. Als Vermieter tragen Sie also die Steuerberatungskosten unter den Werbungskosten in der Anlage V ein.

    Kosten für das Erstellen folgender Formulare können Sie absetzen

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    Nicht absetzbar: Hilfe für Steuer im privaten Bereich

    Was nicht zur Ermittlung der Einkünfte gehört, hat der Fiskus 2006 zur Privatsache erklärt – einen Steuernachlass gibt es dafür nicht. Wer sich beispielsweise helfen lässt, den Mantelbogen auszufüllen, muss die Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein oder den Steuerberater selbst tragen. Das gilt auch für die Anlagen „Kind“, „Unterhalt“, „Altersvorsorge“ und „Vermögenswirksame Leistungen“. Diese Anlagen haben nichts mit der Ermittlung Ihrer Einkünfte zu tun und sind demzufolge auch keine Werbungskosten. Leisten Sie sich dennoch einen Steuerberater, um diese Formulare auszufüllen, sind das laut BFH keine unvermeidbaren Ausgaben, sondern „Kosten der privaten Lebensführung“ (§12 Absatz 1 EStG).

    Auch haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten sowie Kirchen-, Erbschaft- oder Schenkungsteuer werden dem privaten Bereich zugeordnet. Wenn der Steuerberater hilft, diese Aufwendungen zusammenzustellen, dürfen Sie seine Rechnung nicht absetzen, weil es keine Werbungskosten (BFH-Urteil vom 16. Februar 2011, Az. X R 10/10) sind. Das gilt nicht für die Anlage EÜR zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung, in diesem Fall gehört das Ausfüllen des Formulars zur Ermittlung der Einnahmen.

    Kosten aufteilen: beruflich oder privat veranlasst

    Lassen Sie die Steuererklärung von einem Steuerberater machen, teilt er sein Honorar auf in den Teil, der abzugsfähig ist, und in den Teil, den Sie nicht absetzen können. Anhand der Rechnung können Sie die einzelnen Teile des Honorars entsprechend zuordnen, sodass Sie die berufsbedingten Beratungskosten in der Anlage N unter „Sonstiges“ (Zeile 46 bis 48) eintragen können. In der Regel übernimmt aber der Steuerberater diese Aufgabe für Sie.

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    Mischkosten bis 100 Euro als Werbungskosten

    Die Ausgaben für eine Steuersoftware, ein Fachbuch oder den Mitgliedsbeitrag des Lohnsteuerhilfevereins können Sie unter den Werbungskosten geltend machen, ohne sie aufzuteilen. Denn diese Kosten lassen sich nicht eindeutig dem privaten oder dem beruflichen Bereich zuordnen. Als sogenannte Mischkosten akzeptiert das Finanzamt die kompletten Ausgaben für die Beratung bis 100 Euro als Werbungskosten.

    Höhere Mischkosten werden gestaffelt: Liegen Ihre Steuerberatungskosten zwischen 100 und 200 Euro, können Sie davon 100 Euro einer Einkommensart Ihrer Wahl, beispielsweise als Vermieter oder Rentner, den Werbungskosten zuordnen. Den Rest können Sie nicht absetzen.

    Bei höheren Mischkosten können Sie von einer Option profitieren. Die Finanzämter akzeptieren nämlich, wenn Sie pauschal die Hälfte der Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein, Fachliteratur oder die Steuersoftware als Werbungskosten geltend machen. Haben Sie beispielsweise Steuerberatungskosten von 150 Euro, können Sie davon 100 Euro absetzen, bei Kosten von 250 Euro können Sie 125 Euro absetzen. Ab Kosten von 202 Euro im Jahr ist die Vereinfachungsregelung, dass Sie die Hälfte absetzen können, die günstigere Variante. Dies ist eine Option, von der beispielsweise Mitglieder eines Lohnsteuerhilfevereins profitieren können.

    Pauschbeträge überschreiten

    Steuerberaterkosten als Werbungskosten einzutragen, lohnt sich bei einigen Einkunftsarten erst, wenn Ihre Werbungskosten insgesamt einen bestimmten Betrag erreichen. Diesen Pauschbetrag zieht der Fiskus bei jedem Steuerzahler automatisch ab:

    – bei nichtselbstständiger Arbeit: Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro,

    – bei Kapitalvermögen: Sparerpauschbetrag von 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro (Ehepaare),

    – bei Renten: Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro.

    Steuerberatungskosten für Mieteinnahmen oder betriebliche Einkünfte können Sie sofort geltend machen. Dabei gibt es keine Pauschbeträge.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Steuerberatungskosten: Welche Kosten fГјr den Steuerberater kann ich absetzen?

    Neben der Frage, wie viel der Steuerberater kostet, ist der zweite interessante Aspekt, ob und welche Steuerberatungskosten Sie wieder bei der Steuer abziehen und damit Ihre Steuerlast mindern dürfen. Die Faustformel lautet: Die meisten Steuerberaterkosten dürfen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung ansetzen. Sie können mit einzelnen Einkunftsarten in Zusammenhang stehen und als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten abziehbar sein. Steuerberatungskosten, die weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind, also zum Bereich der privaten Lebensführung gehören, sind hingegen nicht abziehbar (z. B. die Kosten der Erstellung des sog. Mantelbogens der Einkommensteuererklärung oder für die Anlage Kind).

    Was genau zГ¤hlt zu den Steuerberatungskosten? – Was kostet ein Steuerberater?

    Steuerberatungskosten sind Aufwendungen, die im sachlichen Zusammenhang mit einem Besteuerungsverfahren stehen.

    Zu den Steuerberatungskosten gehören typischerweise:

    • Aufwendungen fГјr die mГјndliche oder schriftliche Beratung durch einen Steuerberater in betrieblichen/beruflichen Steuerangelegenheiten sowie fГјr die Erstellung der betreffenden Steuerformulare,
    • Aufwendungen fГјr steuerliche Gutachten, fГјr die Hilfeleistung bei der BuchfГјhrung und bei der Aufstellung von Bilanzen und Einnahme-Гњberschuss-Rechnungen sowie fГјr die Beantwortung der sich dabei ergebenden Rechtsfragen, fГјr die Mitarbeit bei durchgefГјhrten Betriebs- und AuГџenprГјfungen durch das Finanzamt, sowie die Begleitung eines evtl. Rechtsbehelfsverfahrens,
    • BeitrГ¤ge an Lohnsteuerhilfevereine.

    Zu den Steuerberatungskosten zählen als Nebenkosten auch:

    • Kosten fГјr steuerliche Fachliteratur, fГјr Steuertabellen und fГјr Software zur Erstellung von SteuererklГ¤rungen, z. B. SteuererklГ¤rungsprograme,
    • Kosten fГјr eine Steuer-Rechtsschutzversicherung, soweit sie von den Kosten einer Гјblichen Rechtsschutzversicherung abgegrenzt werden kГ¶nnen,
    • Fahrtkosten einschlieГџlich etwaiger Unfallkosten auf der Fahrt zum oder vom Steuerberater sowie Kosten fГјr Fahrten zum Finanzamt.

    In welcher Höhe kann ich Steuerberatungskosten absetzen?

    Steuerberatungskosten dürfen Sie in voller Höhe ansetzen. Dabei ist die Höhe durch die Steuerberatergebührenverordnung festgelegt, an die sich der Steuerberater halten muss.

    Stehen Steuerberatungskosten mit der Ermittlung der GewinneinkГјnfte, mit Betriebssteuern (Umsatzsteuer, Gewerbesteuer) oder Investitionszulagen in Zusammenhang, sind die Aufwendungen als Betriebsausgaben abziehbar.

    Steuerberaterkosten können als Werbungskosten abgezogen werden, wenn sie zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung oder aus sonstigen Einkünften dienen.

    Achtung: Andere Aufwendungen für die Steuerberatung (z. B. Kosten für die Erstellung des Mantelbogens zur Einkommensteuererklärung, der Anlage Kind, U, Unterhalt oder Vorsorgeaufwand) stellen Kosten der privaten Lebensführung dar und sind steuerlich nicht abziehbar. Der Bundesfinanzhof hat diese gesetzliche Regelung bestätigt und nicht als verfassungswidrig eingestuft.

    Sind die Aufwendungen sowohl durch die Einkünfte (Anlagen G, S, N, R, SO, V) als auch privat veranlasst (sog. gemischte Aufwendungen), müssen Sie durch sachgerechte Schätzung eine Zuordnung zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Kosten der Lebensführung vornehmen.

    Praxis-Tipp: Das Finanzamt akzeptiert es in der Regel, wenn Sie die Aufwendungen in Höhe von 50 % den Betriebsausgaben oder Werbungskosten zuordnen. Bei gemischten Steuerberatungskosten bis 100 EUR übernimmt es auch Ihre Zuordnung, so wie Sie sie vornehmen.

    Privat veranlasste sonstige Beratungskosten (z. B. in Finanzierungsangelegenheiten) sind keine Sonderausgaben, auch wenn diese durch den Steuerberater in Rechnung gestellt werden. Soweit diese betrieblich oder beruflich veranlasst sind, können sie aber als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden.

    Prozesskosten, z. B. in einem Steuerstrafverfahren, sind als Betriebsausgaben abziehbar, soweit der Rechtsstreit durch betriebliche Vorgänge (z. B. Umsatzsteuer und Gewerbesteuer) veranlasst ist. Soweit ein Zusammenhang mit Personensteuern (Einkommensteuer,Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer) vorliegt, ist ein Abzug ausgeschlossen, auch soweit die Steuererklärungspflicht sich nur aus Gewinneinkünften ergibt.

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    Marc mag es smart

    "Ich nutze smartsteuer, weil es flexibel für jedes Betriebssystem und Tablet passt und ich erst bezahle, wenn ich die fertige Steuererklärung via ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt übermittle."

    Источники: http://www.welt.de/finanzen/ratgeber-steuern/article141053113/So-setzen-Sie-Ihren-Berater-von-der-Steuer-ab.html, http://www.finanztip.de/steuerberatungskosten/, http://www.steuern.de/kosten-steuerberater.html

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