Steuererklärung anlage s

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    Selbstständige Arbeit: Die Anlage S der Steuererklärung

    Die Anlage S der Steuererklärung ist immer dann auszufüllen, wenn man seine Einkünfte durch selbstständige Arbeit erwirtschaftet. Das gilt auch, wenn man einer hauptberuflichen Tätigkeit im Angestelltenverhältnis nachgeht.

    Auch wenn eine selbständige Tätigkeit nebenberuflich ausgeführt wird, muss diese Anlage ausgefüllt werden. Allerdings gibt es bestimmte steuerfreie Nebenbeschäftigungen.

    Selbstständige und Freiberufler füllen die Anlage S aus

    Selbstständige Arbeit ist mit freiberuflicher Arbeit gleichzusetzen und erfasst dabei die

    1. wissenschaftlichen,
    2. künstlerischen,
    3. unterrichtenden und
    4. erzieherischen Tätigkeit.

    Zusätzlich hinzu gerechnet werden berufliche Tätigkeiten aus:

    • Dem Gesundheitsbereich
    • Der Juristerei
    • Der Architektur
    • Der Beratung und Prüfung (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, etc.)
    • Dem Journalismus
    • Der Arbeit als Dolmetscher oder Übersetzer
    • Der Arbeit als Lotsen und vergleichbaren Berufen

    Zudem ist auch der Gewinn aus einer staatlichen Lotterie eine Einnahme, die durch selbstständige Arbeit erzielt wurde und mit deshalb in die Anlage S der Steuererklärung eingetragen werden. Gleiches gilt für sonstige selbstständige Arbeit.

    Hierunter fällt beispielsweise die Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied. Zu beachten ist, dass, wenn die Einnahmen 17.500 Euro übersteigen, nicht nur die Anlage S, sondern auch eine gesonderte Anlage EÜR mit der Steuererklärung eingereicht werden muss.

    Die Angaben für Gewinne

    In der Anlage S müssen die Gewinne, die Betriebseinnahmen sowie die Betriebsausgaben (Werbungskosten) ersichtlich werden. Der einfachste Weg hierzu ist, die Gewinne als den Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben darzustellen.

    Gesondert anzugeben sind Veräußerungsgewinne, die durch Verkauf der gesamten Firma oder eines Mitunternehmeranteils (auch von anderen Firmen) entstanden sind.

    Diese Gewinne müssen unbedingt vor dem Abzug von Freibeträgen angegeben werden. Denn die Freibeträge müssen auf der Anlage S gesondert beantragt werden.

    Wurden Gewinne erzielt, die unter das Teileinkünfteverfahren fallen, gehören diese in Anlage G, werden aber trotzdem in Zeile 16 noch einmal vermerkt. Alle sonstigen steuerfreien Einnahmen sind trotzdem in der Anlage für selbstständige Arbeit aufzulisten.

    Die Betriebsausgaben

    Die Betriebsausgaben werden in der Anlage S der Steuererklärung nicht gesondert als solche bezeichnet. Ganz am Ende werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Investitionsabzugsbeträge vermerkt.

    Zudem können hier auch Schuldzinsen für Finanzierungen angegeben werden. Zu den Betriebsausgaben, die hier vermerkt werden dürfen, zählen auch Kosten für ein Arbeitszimmer, ein Home Office sowie für die Arbeitsmittel.

    Die Kranken- und Pflegeversicherung darf zwar im vollen Umfang abgesetzt werden, gehört jedoch zu den Sonderausgaben.

    Sonderfälle der steuerfreien Nebenbeschäftigung

    Auch wenn die selbstständige Arbeit als Nebenbeschäftigung ausgeübt wurde, muss eine Anlage für selbstständige Arbeit mit der Steuererklärung abgegeben werden. Bestimmte Tätigkeiten sind bis zu einer Höhe von 2100 Euro insgesamt steuerfrei.

    Steuererklärung: Anlage S für Selbstständige im Überblick

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    Steuererklärung

    Berlin. Der 31. Mai ist der Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung – auch für Selbstständige. Wer seine Buchhaltung im Griff hat, kann steuerliche Gestaltungsspielräume ausnutzen und viel Geld sparen.

    Grundsätzlich gilt: Den Mantelbogen und die Anlage S müssen alle Selbstständigen und Freiberufler ausfüllen. Wenn die Betriebseinnahmen unter 17 500 Euro im Jahr liegen, reicht es, eine plausible Übersicht der Einnahmen und Ausgaben per Post an das Finanzamt zu schicken.

    Wann eine Einnahmenüberschussrechnung fällig wird

    Jeder Freiberufler, der mehr als 17 500 Euro verdient, muss eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen und seine Steuererklärung elektronisch über die Plattform Elster an das Finanzamt übermitteln, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt). Wer gewerblich tätig sei, müsse eine Bilanz erstellen, ergänzt Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin der Bundessteuerberaterkammer (BstBK).

    Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband (DstV) warnt: „Seit 2015 muss eine ordnungsgemäße Aufzeichnungspflicht zeitnah erfolgen.“ Das Einnahmen und Ausgaben müssen wöchentlich erfasst werden. So behalte man den Überblick und könne einer Betriebsprüfung gelassen entgegenschauen.

    Das sind die besten Steuerprogramme für den Computer

    Es lohnt sich, Kosten für das Büromaterial, Fahrtkosten sowie Ausgaben für Weiterbildung, Vorsorge oder Beiträge für Berufsverbände in der Steuererklärung anzugeben. Sie werden als Betriebsausgaben gegen die Einnahmen verrechnet „Dadurch sinkt der zu versteuernde Gewinn“, sagt Klocke. „Die Belege müssen im Original vorliegen beziehungsweise nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung elektronisch abgelegt werden“, so Klocke. Kassenbons mit Thermo-Papier verblassen schnell. Deshalb rät Klocke, sie zu kopieren.

    Von einem Geschäftsessen dürften Selbstständige beispielsweise 70 Prozent der Kosten absetzen. „Wichtig ist es, dass sie schriftlich nachweisen, wann, wo, mit wem und aus welchem Anlass das Treffen stattgefunden hat“, sagt Klocke. Das alles stehe auf einem richtig ausgefüllten Bewirtungsbeleg.

    Privates und berufliches in der Steuererklärung trennen

    Bei Telefon- und Internetkosten ist laut Klocke eine Trennung der beruflichen und privaten Nutzung wichtig. Wer zwei Telefonverträge habe, könne dies leichter nachweisen. Wenn Selbstständige hauptsächlich zu Hause arbeiten, können sie die Kosten für das Arbeitszimmer vollständig absetzen. Wird in der eigenen Wohnung nur ab und zu gearbeitet, können bis zu 1250 Euro angegeben werden.

    „Wer seinen PKW mehr als 50 Prozent betrieblich nutzt, muss ihn in sein Betriebsvermögen aufnehmen“, sagt Wawro. Beim Kauf dürfe er dann die Umsatzsteuer abziehen, bei den Tankrechnungen von dem Vorsteuerabzug profitieren und das Auto über mehrere Jahre abschreiben. „Allerdings muss er dann jeden Monat ein Prozent des Neuwertpreises – des Listenpreises ab Werk – versteuern oder ein genaues Fahrtenbuch führen“, sagt Wawro. Klocke warnt: „Beim Verkauf des Fahrzeuges verlangt das Finanzamt Steuern auf den dadurch entstandenen Gewinn.“

    Berufliche Ausgaben senken die Steuerlast. „Kosten für bewegliche Wirtschaftsgüter bis 410 Euro netto, also abzüglich der Vorsteuer, können im Jahr der Anschaffung vollständig als Betriebsausgaben abgezogen werden“, sagt Schmidt-Kesseler. Wirtschaftsgüter mit einem Nettobetrag von 150 Euro bis 1 000 Euro kann man Klocke zufolge je nach Nutzungsdauer über mehrere Jahre abschreiben: einen Teppich fürs Büro über acht Jahre und einen PKW über sechs Jahre. Die Angaben finden Selbstständige in der amtlichen Liste „Absetzung für Abnutzung“ (AfA).

    Wer sich einen PC für 999 Euro kauft, könne ihn entweder unter dem Punkt AfA oder als Sammelposten eintragen, sagt Klocke. „Der Unterschied besteht darin: Bei der AfA-Liste schreibt er den Rechner über drei Jahre ab, sonst sind es fünf Jahre.“ Das sei eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Wawro rät: „In der Regel ist es günstiger einen Computer über drei Jahre abzuschreiben.“

    Nur für Existenzgründer oder Unternehmer, die ein schlechtes Betriebsjahr oder Verluste hätten, könne es steuerlich sinnvoll sein, die Ausgaben über die Sammelposten abzuschreiben und damit in spätere Jahre zu schieben, in denen man mehr einnehme, sagt Wawro. Klocke mahnt: „Wer die Variante Sammelposten wählt, hat eine Aufzeichnungspflicht und muss ein genaues Verzeichnis führen, wann er was zu welchem Preis angeschafft hat.“ Die Steuerexpertin rät: „Gerade am Anfang der Selbstständigkeit lohnt es sich, einen Steuerberater aufzusuchen. Er kann helfen, die finanzielle Situation zu analysieren und passende Tipps geben.“ Der Abgabetermin für die Steuererklärung verlängert sich dann automatisch bis zum 31.

    Uli Hoeneß liebt es, Erster zu sein. Doch in diesem Fall hätte er wohl liebend gerne darauf verzichtet: Hoeneß ist der erste Prominente, der nach einem wegweisenden Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ins Visier der Steuerfahnder geraten ist. Erst seit der Entscheidung von 2012 gilt verbindlich, dass ab einer hinterzogenen Summe von einer Million Euro keine Haft auf Bewährung mehr möglich ist. Alle anderen prominenten Steuersünder wurden vor dieser Verschärfung ertappt.

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Wir haben Reaktionen gesammelt.

    Wenn Arbeitnehmer für ihr Unternehmen auf Reisen gehen, dann müssen sie diese Kosten nicht selbst tragen. Der Chef kann Reisekosten und Spesen erstatten. Selbstständige können Reisekosten als Betriebsausgaben geltend machen.

    Mittels freiwilliger Beiträge können auch Selbstständige die gesetzliche Rentenversicherung nutzen. Das kann sich oft lohnen, zeigen aktuelle Untersuchungen. Doch Interessenten sollten vorab einige Dinge beachten.

    Ausfüllhilfe für Anlage S

    Ausfüllhilfe für Anlage S

    Die Anlage S – Einkünfte aus selbständiger Arbeit wird auf jeden Fall von einem Freiberufler ausgefüllt.

    Wer bei seiner Gewinnermittlung durch die Einnahme-Überschuss-Rechnung feststellt, dass seine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit unter 17.500 Euro liegen, muss die Anlage EÜR nicht zwingend mit abgeben.

    Einige Finanzämter verlangen sie aber dennoch als Nachweis, auch wenn der Gewinn deutlich unter der genannten Grenze liegt.

    Download des Formulars:

    Allgemeine Angaben

    Wie bei jeder Anlage, die der Steuererklärung des Freiberuflers beigefügt wird, müssen im Kopfteil allgemeine Angaben gemacht werden. So wird in den ersten drei Zeilen nach dem Namen und dem Vornamen des Steuerpflichtigen gefragt. Außerdem muss die Steuernummer angegeben werden.

    Wichtig: Jeder Ehegatte, der Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit nachzuweisen hat, muss eine eigene Anlage S abgeben.

    Auf dem Formular wird angekreuzt, ob es sich um die Anlage S der Ehefrau handelt oder um Anlage S der steuerpflichtigen Person bzw. des Ehemannes.

    Die Zeilen 4 bis 14 der Anlage S

    In Zeile 4 muss die genaue Berufstätigkeit eingetragen werden, außerdem der steuerliche Gewinn in vollen Euro. Centangaben werden nicht benötigt. Hier wird auch der Gewinn eingetragen, der über die „Übungsleiterpauschale“ von 2.400 Euro hinausgeht.

    In Zeile 5 folgen die Gewinne laut gesonderter Feststellung. Diese Ausführungen sind sinngemäß mit denen der Anlage G vergleichbar. Eingetragen wird hier der Gewinn laut Gewinnfeststellungsbescheid, sofern sich das Unternehmen in einem Bezirk befindet, für den ein anderes Finanzamt zuständig ist. Auch das betreffende Finanzamt sowie die dort vergebene Steuernummer muss genannt werden.

    In den Zeilen 6 und 7 geht es um Gewinne aus Beteiligungen, wobei auch hier Finanzamt und Steuernummer genannt werden. Auch der Name der Gesellschaft muss eingetragen werden.

    Zeile 8 ist für diejenigen relevant, die an so genannten Verlustzuweisungs- oder Abschreibungsgesellschaften beteiligt. Hier wird der Verlustanteil eingetragen.

    Konkurs- oder Nachlassverwalter, Lotteriegewinner oder Aufsichtsratsmitglieder tragen ihren Gewinn in den Zeilen 9 und 10 ein.

    In Zeile 11 wird der steuerfreie Teil der Gewinne eingetragen, die sich durch die Beteiligung am Betriebsvermögen von Kapitalgesellschaften oder durch verdeckte Gewinnausschüttungen ergeben haben.

    Mit der Eintragung in Zeile 14 beantragen Sie eine ermäßigte Besteuerung für den Teil des Gewinns, der im Betrieb verbleibt. Dafür muss zusätzlich die Anlage 34a ausgefüllt werden.

    Die Zeilen 15 bis 37 der Anlage S

    In den Zeilen 15 bis 22 geht es um den Gewinn, der sich aus der Veräußerung des Betriebs oder durch eine Betriebsaufgabe ergeben hat. Eventuell kommt hier ein Freibetrag für Sie in Frage.

    Außerordentliche Erträge werden in Zeile 31 eingetragen, dazu zählen zum Beispiel Entschädigungszahlungen für entgangene Einnahmen. Hier erfolgt eine ermäßigte Besteuerung.

    Um den Schuldzinsenabzug geht es in den Zeilen 32 bis 35. Schuldzinsen für die Finanzierung von betrieblich notwendigen Investitionen können unbegrenzt als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

    Wichtig: Auch der Investitionsabzugsbetrag wird in den Zeilen 32 bis 35 vermerkt.

    Die Zeilen 36 und 37 schließlich widmen sich den Vergütungen, die Sie für ehrenamtliche Tätigkeiten erhalten haben.

    Auch Aufwandsentschädigungen für nebenberufliche Tätigkeiten, die bis zu einer Einkunftshöhe von 2.100 Euro (ab 2013: 2.400 Euro) pro Jahr steuerfrei sind, werden hier erfragt.

    Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

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    Diese Tipps und Hinweise für Freiberufler und Selbstständige stammen vom Autor: Jürgen Busch

    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/anlagen/anlage-s/, http://m.rp-online.de/leben/ratgeber/steuern/steuererklaerung-anlage-s-fuer-selbststaendige-im-ueberblick-aid-1.4939090, http://www.erfolg-als-freiberufler.de/ausfuellhilfe-fuer-anlage-s/

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