Steuererklärung arbeitnehmer

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    Steuererklärung machen Das können Arbeitnehmer absetzen

    Eine Steuererklärung sollte jeder abhängig Beschäftigte einreichen. Denn viele Vergünstigungen werden beim Abzug der Lohnsteuer nicht berücksichtigt. Auch in diesem Jahr hat der Gesetzgeber wieder für kleine und große Änderungen gesorgt.

    Wollen Arbeitnehmer Steuern sparen, sind für sie drei Kostenarten von zentraler Bedeutung: Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. In diesem Jahr gibt es dazu teilweise Änderungen, die Steuerzahler beachten müssen.

    Hurra, endlich fertig mit der Steuererklärung! Auch eine freiwillige Abgabe kann sich lohnen, den häufig bekommen Steuerpflichtige dann Geld vom Fikus zurück.

    Der größte Posten bei den Sonderausgaben sind Vorsorgeaufwendungen wie die geförderte Altersvorsorge, aber auch regelmäßige Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, erklärt Andreas Peters, Einkommenssteuer-Experte der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen. Die Pauschale für Sonderausgaben ist extrem niedrig – für Singles liegt sie bei 36 Euro und für Ehepaare bei 72 Euro. Somit gilt für Steuerpflichtige: Meist lohnt es sich, exakte Beträge anzugeben. Etwa die Kosten für eine erste Berufsausbildung. Dabei berücksichtigt das Finanzamt bis zu 6000 Euro als Sonderausgaben. Doch: "Ab 2015 muss die Erstausbildung mindestens zwölf Monate dauern und mit einer Abschlussprüfung enden", erklärt Peters. Sonst erkenne der Fiskus sie nicht an.

    Eltern können bis zu 4000 Euro für die Kinderbetreuung als Sonderausgaben geltend machen. Seit diesem Jahr fördert es der Staat zusätzlich, wenn die Firma einen Teil der Kosten übernimmt – bis zu 600 Euro pro Jahr kann der Arbeitnehmer vom Chef erhalten, ohne dafür Einkommensteuer zu bezahlen, erklärt Christina Georgiadis von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe.

    Der zweite Posten sind Werbungskosten – also Ausgaben rund um den Job. Das Finanzamt berücksichtigt pauschal rund 1000 Euro pro Jahr. Das bedeutet: Die Auflistung einzelner Aufwendungen lohnt sich nur, wenn die Gesamtkosten weit über der Pauschale liegen. "Werbungskosten können immer dann abgesetzt werden, wenn sie selbst bezahlt wurden", sagt Armin Heßler vom Steuerberaterverband Hessen. Die Anschaffungen darf man außerdem nicht oder kaum privat nutzen. Dann können Arbeitnehmer etwa Aufwendungen für Weiterbildungen oder Fachbücher beim Fiskus angeben. Das gilt auch für ihre Berufsbekleidung oder für Arbeitsmittel wie die Frisörschere oder den beruflich genutzten Laptop. Auch Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit berücksichtigt das Finanzamt – und zwar unabhängig, ob sie mit dem Auto oder anderen Verkehrsmittel unterwegs waren.

    Die dritte Kostengruppe sind außergewöhnliche Belastungen – etwa Ausgaben aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder auch für Unterhaltszahlungen. Dazu gebe es keine konkrete Liste, sagt Georgiadis. Der Staat vergleiche vielmehr Menschen mit gleichem Familienstand und ähnlichen Einkünften. Für ein Ehepaar mit Kindern liegt die "zumutbare Belastung" etwa bei sechs Prozent des Einkommens. Übersteigen die finanziellen Aufwendungen diese Belastungsgrenze, können Eltern sie von der Steuer absetzen.

    Für Unterhaltszahlungen ist die Grenze in diesem Jahr auf 8472 Euro gestiegen. "Wer Unterhalt leistet und diesen in der Steuererklärung geltend macht, muss ab 2015 auch die Steuernummer des Unterhaltsempfängers angeben", sagt Peters.

    Eine weitere Änderung für Arbeitnehmer: Wer Freibeträge beantragt, kann davon neuerdings zwei Jahre lang profitieren, wenn sich in diesem Zeitraum beruflich oder steuerlich ändert. Das betrifft etwa den Kinderfreibetrag, der auf 2256 Euro pro Elternteil gestiegen ist.

    Steuererklärung: Ist die Abgabe freiwillig oder Pflicht?

    Nicht jeder muss eine Steuererklärung abgeben – aber jeder darf! Und oft erhalten genau diejenigen Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, eine Steuererstattung.

    Arbeitnehmer, was gilt ohne Job

    hohe Kosten bei niedrigen Einnahmen, Heirat, wenn das Finanzamt plötzlich Geld will

    Kontrollmitteilung, Sozialleistungen, Erbschaft, Schenkung

    Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    Arbeitnehmer, was gilt ohne Job

    Abgabepflicht bei Arbeitnehmern

    Bei Arbeitnehmern zieht der Arbeitgeber Monat für Monat Lohnsteuer ab und bezahlt so Deine Steuerschuld. Für Dich ist steuerlich damit eigentlich alles erledigt und Du musst Dich nicht weiter mit dem Finanzamt auseinandersetzen. Erst wenn weitere Einnahmen, bestimmte Kombinationen von Lohnsteuerklassen oder andere Besonderheiten vorliegen, kannst zur Abgabe verpflichtet sein.

    Der Gesetzgeber vermutet in diesen Fällen, dass er trotz Lohnsteuerabzug und / oder Vorauszahlungen während des Jahres von Dir zu wenig Einkommensteuer bekommen hat. Deshalb musst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben.

    Eine Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung besteht u. a. in diesen Fällen:

    Die steuerpflichtigen Nebeneinkünfte liegen über 410 €.

    Es wurde ein Freibetrag eingetragen.

    Es wurde Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld etc. über 410 € bezogen.

    Es bestanden parallel mit mehreren Arbeitgebern Arbeitsverhältnisse.

    Es liegen Kapitalerträge vor, bei denen keine Abgeltungsteuer erhoben werden konnte.

    Nicht verheiratete oder geschiedene Eltern wollen bestimmte Freibeträge für ein Kind übertragen.

    Ein Ehepartner hatte das ganze Jahr oder zeitweise die Steuerklasse 5 oder 6.

    Im Umkehrschluss heißt das: Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss auch keine abgeben. Du darfst aber auch → freiwillig eine Steuererklärung abgeben.

    Abgabepflicht, wenn Du keinen Job hast

    Wenn Du keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (also Arbeitslohn) hast und ggf. Dein / e Partner / in auch nicht, dann musst Du nur dann eine Steuererklärung abgeben, wenn Deine Einkünfte eine bestimmte Grenze überschreiten. Diese Einkünfte kannst Du zum Beispiel mit der Viermietung einer Wohnung erzielen oder als Gewerbetreibender, Freiberufler, Freelancer usw.

    Ob Du eine Steuererklärung abgeben musst, hängt in diesen Fällen vom sogenannten steuerfreien Grundfreibetrag ab: Liegst Du unter der Grenze, musst Du keine Steuererklärung abgeben. Überschreitest Du sie, machst Du eine Steuererklärung.

    So hoch darf Dein Gesamtbetrag der Einkünfte sein (das sind die Einnahmen abzüglich Werbungskosten bei Arbeitnehmern bzw. abzüglich Betriebsausgaben bei Selbstständigen):

    Wann lohnt sich die freiwillige Abgabe?

    hohe Kosten bei niedrigen Einnahmen, Heirat, wenn das Finanzamt plötzlich Geld will

    Die Abgabe der Steuererklärung ist freiwillig, wenn man nicht → per Gesetz zur Abgabe verpflichtet ist.

    Oft erhalten genau diejenigen Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, eine Steuererstattung. Die Abgabe der Steuererklärung lohnt sich besonders dann, wenn Du während eines Jahres zum Beispiel hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen hattest oder geheiratet hast. Dann ist eigentlich immer eine Steuererstattung drin.

    Will das Finanzamt wider Erwarten doch Geld sehen, kann die Steuererklärung zurückgenommen werden. Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben und das Finanzamt kann keine Steuernachzahlung verlangen.

    Warum fordert das Finanzamt Dich zur Abgabe auf?

    Kontrollmitteilung, Sozialleistungen, Erbschaft, Schenkung

    Du hast noch nie eine Steuererklärung abgegeben – und dann kommt plötzlich ein Brief vom Finanzamt, in dem Du zur Abgabe aufgefordert wirst. Warum? Und was musst Du jetzt tun?

    Vor allem darfst Du das Schreiben nicht ignorieren: Wenn das Finanzamt Dich auffordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, dann musst Du ihm Folge leisten. Durch die Aufforderung entsteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung, auch wenn Du sonst keine Steuererklärung hättest abgeben müssen.

    Eine solche Aufforderung ergeht zum Beispiel, wenn das Finanzamt eine Kontrollmitteilung wegen Einkünften aus Kapitalvermögen, von der Deutschen Rentenversicherung Bund oder bei einer Erbschaft oder Schenkung erhält, oder wenn ein Kontenabruf ergeben hat, dass Sozialleistungen geflossen sind, die sich steuerlich auswirken können.

    Lohnsteuer kompakt FAQs

    Die ganze Welt des Steuerwissen

    Kontoführungsgebühren

    Wann kann ich Kontoführungsgebühren absetzen?

    Das Finanzamt erkennt ohne Nachweise einen Pauschbetrag von 16 Euro pro Jahr für beruflich veranlasste Überweisungen als Werbungskosten an. Beträge, die darüber hinausgehen, sind als Werbungskosten nur mit dem Teil abzugsfähig, der auf die Buchung von Gehaltsgutschriften entfällt.

    Kann ich auch Gebühren für Kreditkarten absetzen?

    Ja, das ist möglich. Aber nur wenn Sie nachweisen können, dass Sie die Kreditkarte so gut wie ausschließlich bei Auswärtstätigkeiten nutzen. Ansonsten sollten Sie die Kosten Ihrer Kreditkarte in einen privaten und beruflichen Teil splitten.

    Ermitteln Sie den beruflichen Nutzungsanteil in Prozent. Den Kostenanteil, der auf die berufliche Nutzung entfällt, können Sie als Werbungskosten abziehen.

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    Kontoführungsgebühren

    Kontoführungsgebühren werden von den Finanzämtern immer mit einem Pauschbetrag in Höhe von 16 Euro pro Jahr als Werbungskosten ohne Nachweis anerkannt.

    Der Betrag von 16 Euro ist ein Jahresbetrag. Sie können den Betrag also auch dann absetzen, wenn Sie erst im Dezember ein Konto eröffnen. Diesen Betrag dürfen Sie auch dann geltend machen, wenn Ihnen der Arbeitgeber für die Kosten der Kontoführung einen Ersatz zahlt. Der Kostenersatz ist nämlich steuerpflichtig und wird zusammen mit Ihrem Gehalt versteuert.

    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Das-koennen-Arbeitnehmer-absetzen-article17294841.html, http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-ist-die-abgabe-freiwillig-oder-pflicht, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2017/135/kontofuehrungsgebuehren

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