Steuererklärung fahrgeld

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    Entfernungspauschale

    30 Cent pro Kilometer für den Weg zur Arbeit

    • Zuletzt aktualisiert: 1. November 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Finanzamt erkennt für die Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke als Fahrtkosten an, und zwar pauschal mit 30 Cent.
    • Sie können in Ihrer Steuererklärung für Fahrten zur Arbeit grundsätzlich bis zu 4.500 Euro im Jahr ansetzen.
    • Die Entfernungspauschale ist verkehrsmittelunabhängig, das heißt sie gilt gleichermaßen für Fußgänger, Radler, Motorrad-, Bus- und Bahnfahrer sowie für Autofahrer und ihre Beifahrer. Ausgenommen sind Flüge.
    • Sonderregeln gelten für behinderte Menschen sowie für diejenigen, die Park & Ride nutzen, und für Fahrgemeinschaften.

    So gehen Sie vor

    • Wenn Sie an mehreren Orten arbeiten, muss Ihr Arbeitgeber einen davon als Ihre „erste Tätigkeitsstätte“ festlegen. Fahrten zu anderen Arbeitsorten können Sie als Dienstreise abrechnen – das heißt, Sie können Hin- und Rückfahrt statt nur die Entfernung ansetzen.
    • Nutzen Sie ausschließlich die Entfernungspauschale, müssen Sie grundsätzlich keine Belege sammeln.
    • Wohnen Sie weit weg vom Arbeitsplatz und fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kann sich das Belege-Sammeln doch lohnen. Denn es gibt Ausnahmen vom 4.500 Euro-Höchstbetrag im Jahr.
    • Diese Ausnahmen gelten, wenn Sie einen privaten Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, bei Familienfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung und wenn die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher sind.
    • Als Arbeitnehmer tragen Sie Ihre Angaben auf der zweiten Seite der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein.

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    Das tägliche Pendeln zur Arbeit kostet nicht nur Zeit und Nerven – es geht bei großen Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz auch so richtig ins Geld. Für die meisten Arbeitnehmer sind Fahrtkosten die größte Abzugsposition bei der Steuer. Diese dürfen Sie als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung absetzen, allerdings grundsätzlich nur pauschal.

    Für Ihre Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können Sie eine Entfernungsspauschale in Höhe von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung von der Steuer absetzen. Die Pauschale gehört zu den Werbungskosten und ist unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit und wieder nach Hause gelangen. Gesetzlich geregelt ist die Entfernungspauschale in Paragraf 9 Absätze 1 bis 4. Details mit Beispielen hat die Finanzverwaltung zusammengestellt (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014, Gz. IV C 6 – S 2145/10/10005).

    Diese Grundsätze gelten

    Einfache Entfernungsstrecke: Natürlich fahren Sie täglich zweimal die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, nämlich hin und zurück. Manche fahren über die Mittagspause oder als Schichtarbeiter mehrmals nach Hause. Den Fiskus interessiert dies aber alles nicht. Pauschal dürfen Sie für jeden Arbeitstag nur einmal die einfache Wegstrecke abrechnen.

    Kürzeste Straßenverbindung: Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung maßgebend, wobei das Finanzamt nur volle Entfernungskilometer berücksichtigt. Eine andere als die kürzeste Straßenverbindung können Sie aber angeben, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und Sie sie regelmäßig gefahren sind. Verkehrsgünstiger ist eine Strecke, sofern Sie Ihre regelmäßige Arbeitsstätte trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen normalerweise schneller und pünktlicher erreichen.

    Welches Verkehrsmittel Sie tatsächlich genutzt haben, spielt keine Rolle. Das heißt, die kürzeste Straßenverbindung zählt, auch wenn eine (Teil-)Strecke länger sein sollte, die Sie beispielsweise mit der Bahn zurückgelegt haben.

    Höchstbetrag 4.500 Euro: Grundsätzlich ist die Entfernungspauschale auf einen Höchstbetrag von 4.500 Euro gedeckelt. Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie mit Ihrem eigenen oder einem zur Nutzung überlassenen Pkw, also einem Dienstwagen, zur Arbeit gefahren sind. Höhere Kosten müssen Sie jedoch nachweisen können. Weitere Ausnahmen sind Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung sowie tatsächlich höhere Kosten bei Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Mehrere Wohnungen: Wer nicht nur von einer Wohnung aus zur Arbeit fährt, kann Fahrten von der weiter entfernt liegenden Wohnung nur dann für die Entfernungspauschale zugrunde legen, wenn diese den Lebensmittelpunkt bildet und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird. Ein Reizthema war hierbei immer wieder beispielsweise das ehemalige Kinderzimmer bei den Eltern. Deshalb gilt seit 2014 als eine Bedingung, damit eine Wohnung als Ort des Lebensmittelpunkts gelten kann, dass Sie sich mit mindestens 10 Prozent der Lebenshaltungskosten für Miete, Lebensmittel und Ähnlichem beteiligen.

    Doppelte Haushaltsführung: Auch die Kosten für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung können über die Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4.500 Euro gilt bei Familienheimfahrten übrigens nicht. Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen steuerfreie Leistungen für Ihre Familienheimfahrten gezahlt haben, werden diese Zahlungen auf die für diese Fahrten anzusetzende Entfernungspauschale angerechnet.

    Was Sie absetzen können – und was nicht

    Verkehrsmittel spielt keine Rolle: Das Finanzamt berücksichtigt die Kilometerpauschale von 30 Cent grundsätzlich unabhängig vom Verkehrsmittel. In welcher Höhe Ihnen tatsächlich Aufwendungen entstanden sind, ist unerheblich.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu den Wegen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N in den Zeilen 31 bis 39.

    Öffentliche Verkehrsmittel: Die Entfernungspauschale können Sie also auch ansetzen, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen – dazu gehören auch Taxis. Falls Ihre Kosten für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale anzusetzenden Betrag übersteigen, können Sie die tatsächlichen Kosten stattdessen ansetzen. Seit 2012 überprüfen die Finanzämter nicht mehr tageweise, ob die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel die Pauschale übersteigen. Es wird nur noch jahresbezogen ermittelt, ob die Entfernungspauschale oder die Summe der Fahrtkosten höher ist. (FG Münster, Urteil vom 1. April 2014, Az. 11 K 2574/12 E). Als pauschale Kosten sind maximal 4.500 Euro absetzbar.

    Mischfall Park & Ride: Viele Arbeitnehmer nutzen für den Weg zur Arbeit verschiedene Verkehrsmittel, beispielsweise außer ihrem eigenen Auto auch Bus und Bahn. Auch in solchen Mischfällen ermitteln Sie erst einmal die Entfernung, die für die kürzeste Straßenverbindung maßgebend ist. Danach geben Sie nur noch an, wie viele Kilometer Sie mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt haben. Sie können dabei auch einen höheren Betrag als 4.500 Euro ansetzen.

    Folgendes Berechnungsbeispiel zeigt die beiden Optionen Pauschale und tatsächliche Kosten: Ein Arbeitnehmer fährt an 220 Arbeitstagen im Jahr zunächst 12 Kilometer mit dem Auto zum Bahnhof und fährt von dort weitere 100 Kilometer mit dem Zug zur Arbeit. Für die Bahncard 100, 2. Klasse, hat er 4.190 Euro selbst bezahlt. Im ersten Schritt ermittelt er seine Kosten für die beiden Teilstrecken nach der Pendlerpauschale:

    Autofahrt: 220 * 12 km * 0,30 Euro = 792 Euro

    Zugfahrt: 220 * 100 km * 0,30 Euro = 6.600 Euro, aber maximal bis zum Höchstbetrag 4.500 Euro

    Dann rechnet er beides zusammen:

    Entfernungspauschale: 792 Euro + 4.500 Euro = 5.292 Euro

    Nachdem dieser Betrag höher ist als die tatsächlichen Kosten für die Bahnfahrten (4.190 Euro), berücksichtigt das Finanzamt die Entfernungspauschale von 5.292 Euro.

    Fahrgemeinschaften: Jeder Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft kann die Entfernungspauschale entsprechend der für ihn maßgeblichen Entfernungsstrecke ansetzen. Wer einen Umweg fahren muss, um Mitfahrer abzuholen, darf diese Strecke allerdings nicht in die Entfernungsermittlung einbeziehen. Der Höchstbetrag für die Entfernungspauschale von 4.500 Euro gilt auch bei einer wechselseitigen Fahrgemeinschaft, und zwar für die Mitfahrer der Fahrgemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihr eigenes Fahrzeug nicht einsetzen.

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    Diese Tipps helfen Ihnen, Steuern zu sparen

    Entfernungen bestimmen: Nutzen Sie kostenfreie Internetkartendienste wie Google Maps, um die kürzeste Entfernung zwischen Ihrem Wohn- und Ihrem Arbeitsort zu bestimmen. Die Finanzbeamten werden das voraussichtlich ebenfalls tun, sollten sie Ihre Angaben überprüfen.

    Antrag auf Lohnsteuerermäßigung: Um schon im Laufe des Jahres weniger Lohnsteuer zahlen zu müssen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Dann werden Ihre Werbungskosten – beispielsweise für Ihre Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte – als Freibetrag schon jeden Monat beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Das ist möglich, wenn Ihre Werbungskosten über 1.000 Euro liegen und zusammen mit anderen Beträgen, beispielsweise Sonderausgaben, der Grenzbetrag von 600 Euro überschritten wird.

    Botengänge

    Sind Sie während der Arbeitszeit für Ihren Arbeitgeber mit Ihrem eigenen Auto beispielsweise zur Post gefahren, um anschließend in die Mittagspause zu gehen, können Sie für diese Fahrten pauschal 0,30 Euro pro Kilometer ansetzen. Voraussetzung ist, dass Sie nicht privat einen Umweg gefahren sind und Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihre Kosten nicht erstattet hat. Grundsätzlich dürfen Sie für Dienstfahrten, die Ihnen nicht erstattet werden, 30 Cent pro gefahrenem Kilometer ansetzen.

    Erste Tätigkeitsstätte: Arbeitnehmer können nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben: die erste Tätigkeitsstätte. Wenn jemand an mehreren Orten arbeitet, muss der Arbeitgeber festlegen, welcher davon die erste Tätigkeitsstätte ist. Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn der Arbeitnehmer einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers vertraglich dauerhaft zugeordnet ist oder im Betrieb des Arbeitgebers täglich, einen vollen Tag pro Woche oder mindestens 20 Prozent seiner Arbeitszeit tätig ist.

    Fahrt zum Job als Dienstreise: Berufliche Fahrten, die Sie zu einer anderen Arbeitsstelle unternehmen, gelten dann als Dienstreisen und können mit 30 Cent für jeden Kilometer der Hin- und Rückfahrt als Reisekosten abgerechnet werden. Bei den Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte zählt nur die einfache Strecke, bei der Sie für jeden Kilometer 30 Cent als Entfernungspauschale ansetzen können.

    Unfallkosten: Falls Sie auf der Fahrt zur Arbeit oder auf dem Rückweg nach Hause einen Unfall hatten, können Sie die Folgekosten als außergewöhnliche Aufwendungen neben der Entfernungspauschale von der Steuer absetzen. Das gilt für alle Aufwendungen, die Ihr Arbeitgeber, Ihr Unfallgegner oder Ihre eigene Versicherung Ihnen nicht ersetzt hat. Sofern Sie Ihre Kfz-Kaskoversicherung in Anspruch genommen haben, ergeben sich die abziehbaren Werbungskosten meist aus den Reparaturkosten nach Abzug der Zahlungen Ihres Versicherers. Das entspricht häufig der Selbstbeteiligung.

    Pauschale für Unfallkosten?

    Aktuell ist die Finanzverwaltung bei Unfallkosten kulant. Passiert dieser auf dem Weg zur Arbeit, dürfen Sie die Reparaturkosten als außergewöhnliche Werbungskosten geltend machen.

    Behinderte Menschen: Behinderte können für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte statt der Entfernungspauschale ihre tatsächlichen Kosten ansetzen. Nutzen sie ihr eigenes Fahrzeug oder einen Dienst-/Firmenwagen, können sie ihre Fahrtkosten ohne Einzelnachweis pauschal mit 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer geltend machen, also doppelt so viel wie nicht-behinderte Arbeitnehmer. Unfallkosten, die auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte entstanden sind, können sie neben dem pauschalen Kilometersatz angeben. Nutzen sie unterschiedliche Verkehrsmittel, können sie ihr Wahlrecht (Entfernungspauschale oder tatsächliche Kosten) für sämtliche Teilstrecken allerdings nur einheitlich ausüben.

    Mehr als ein Arbeitgeber: Haben Sie mehrere Jobs bei verschiedenen Arbeitgebern, können Sie die Entfernungspauschale für jeden Weg zur Arbeit ansetzen, wenn Sie am Tag zwischenzeitlich in Ihre Wohnung zurückgekehrt sind. Fahren Sie von einer Arbeitsstätte gleich weiter zu Ihrem anderen Arbeitgeber, ohne zu Hause vorbeizuschauen, müssen Sie für die Entfernungsermittlung den Weg zur ersten Arbeitsstätte als Umwegstrecke zur nächsten Arbeitsstätte angeben. In diesem Fall gilt die Einschränkung, dass die für die Ermittlung der Entfernungspauschale anzusetzende Entfernung höchstens die Hälfte der Gesamtstrecke betragen darf.

    Kein eigener Aufwand bei Familienheimfahrten: Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil vom 18. April 2013 (Az. VI R 29/12) bestätigt, dass die Entfernungspauschale für eine wöchentliche Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung aufwandsunabhängig in Anspruch genommen werden kann. Steuerfreie Reisekostenvergütungen und Freifahrten des Arbeitgebers reduzieren jedoch den absetzbaren Betrag.

    Fahrten als Unternehmer

    Unternehmer können die Entfernungspauschale analog für ihre Wege zwischen Wohnung und Betrieb ansetzen.

    Flugstrecken und Sammelbeförderung: Die Entfernungspauschale gilt nicht für Flugstrecken und Strecken mit steuerfreier Sammelbeförderung. Für Flugstrecken setzen Sie Ihre tatsächlichen Kosten an. Falls Ihr Arbeitgeber eine steuerfreie Sammelbeförderung anbietet, dürfen Sie die so zurückgelegten Teilstrecken nicht in die Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte einbeziehen. Dagegen können Sie Ihre Kosten als Werbungskosten ansetzen, wenn Sie zu einer Sammelbeförderung Ihres Arbeitgebers etwas dazugezahlt haben.

    Arbeitgeberleistungen: Steuerfreie Sachbezüge und pauschal besteuerten Arbeitgeberersatz für Ihre Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte können Sie nicht als Werbungskosten ansetzen.

    Firmenwagen für Familienheimfahrten: Dürfen Sie für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung unentgeltlich einen Dienst- oder Firmenwagen ihres Arbeitgebers nutzen, ist ein Werbungskostenabzug ausgeschlossen (BFH, Urteil vom 28. Februar 2013, Az. VI R 33/11).

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Fahrtkosten in der Steuererklärung absetzen

    • Fahrtkosten sind die anfallenden Kosten für die einfache Fahrt zur Haupt-Arbeitsstätte.
    • Fahrtkosten können als Werbungskosten in der Anlage N steuerlich geltend gemacht werden.
    • Pauschal sind bis zu 4.500 Euro absetzbar.
    • Pro gefahrenem Kilometer mit dem eigenen PKW darf man 30 Cent in der Steuererklärung absetzen.

    Fahrtkosten absetzen: Der Fahrtkostenrechner hilft

    Die entsprechenden Werbungskosten für die Fahrten werden auch als Entfernungspauschale bezeichnet. Der wichtigste Wert für die Entfernungspauschale sind 30 Cent.

    • Wer mit dem eigenen PKW unterwegs ist, darf pro gefahrenem Kilometer 30 Cent in der Steuererklärung absetzen. Die Eintragungen werden in den Zeilen 31 bis 40 vorgenommen.

    Häufig gestellte Fragen zu Fahrtkosten

    Was ist mit Fahrtkosten über dem Pauschbetrag?

    Arbeitnehmer haben für die Werbungskosten einen Pauschbetrag in der Höhe von 1000 Euro. Dies bedeutet, dieser wird immer abgezogen. Entsprechende Nachweise müssen zur Steuererklärung nicht erbracht werden.

    Wer allerdings mehr Werbungskosten absetzen möchte, muss dafür die entsprechenden Belege beibringen. Dies kann durch die Entfernungspauschale leicht passieren.

    Wer einen Arbeitsweg von 15 Kilometern oder mehr hat, überschreitet bereits den Pauschbetrag. Wer täglich 50 Kilometer zur Arbeit und wieder zurückfahren muss, kommt bereits auf einen Abzugsbetrag von 3450 Euro.

    Können bei einem defektem PKW Taxifahrten abgesetzt werden?

    Ist der eigene PKW kaputt, muss man natürlich dennoch zur Arbeit kommen.

    In diesem Fall kann man die Taxikosten, welche für die Zeit der Reparatur des eigenen PKW anfallen, als Fahrtkosten absetzen.

    Wichtig hierbei ist, dass die angefallenen Kosten mittels Beleg nachweisbar sind und die Taxifahrten zu jener Zeit erfolgen, in der üblicherweise der Arbeitsweg erfolgt.

    • Taxikosten müssen mittels Beleg nachweisbar sein
    • Die Fahrten müssen zur selben Zeit stattgefunden habe
    • Taxikosten können nur für einen begrenzten Zeitraum abgesetzt werden

    Können Sammelbeförderungen auch abgesetzt werden?

    Wer Flugzeuge, Fähren oder Fortbewegungsmittel, die der Sammelbeförderung dienen, benötigt, um zur Arbeit zukommen, kann die Kosten nicht als Entfernungspauschale absetzen.

    Abzugsfähig bleiben Sie aber trotzdem, denn sie dürfen als reguläre Werbungskosten vermerkt werden. Allerdings ist man verpflichtet, die günstigste Variante auszuwählen.

    Die Entfernungspauschale geordnet nach Verkehrsmitteln

    Fahrtkosten: Definition und Anrechnungsgrenzen

    Mit dem Begriff Fahrtkosten werden die Aufwendungen für alle Fahrten bezeichnet, die man für den Weg zur Arbeitsstätte oder von dieser nach Hause absolvieren muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Arbeitnehmer die Fahrten mit dem eigenen PKW, den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, einem Dienstwagen oder in einer Fahrgemeinschaft absolviert.

    Die Aufwendungen darf er immer absetzen. Es verändert sich allerdings die Höhe des Betrags, die pro Kilometer für die Fahrkosten in der Steuererklärung abgesetzt werden dürfen. Die entsprechenden Eintragungen sind in den Zeilen 31 bis 40 der Anlage N der Steuererklärung vorzunehmen.

    • Eine Einschränkung gilt hierbei allerdings: Nur die Personen, die mit dem eigenen PKW unterwegs sind, dürfen die Fahrtkosten für die einfache Fahrt in der Steuererklärung unbegrenzt geltend machen. Ansonsten gilt eine Grenze in der Höhe von 4500 Euro.

    Das Finanzamt erkennt allerdings nicht unbegrenzt viele Fahrten zur Arbeit und wieder zurück an. Arbeitet man fünf Tage die Woche, so erkennt das Amt 220 bis zu 230 Fahrten an. Arbeitet man jedoch sechs Tage die Woche, so werden 260 bis 280 Fahrten anerkannt.

    • 5 Tage Arbeitswoche max. 230 Fahrten
    • 6 Tage Arbeitswoche max. 280 Fahrten

    Neben dieser Begrenzung der maximalen Anzahl an Fahrten, die man im Zuge der Steuererklärung als Fahrtkosten absetzen kann, gilt es jedoch zu beachten, dass man immer dazu angehalten ist den kürzesten Arbeitsweg zu wählen.

    Längere Fahrten werden allerdings anerkannt, sollten diese verkehrsgünstiger sein. Eine Fahrt ist dabei der Weg zur Arbeitsstätte und der Rückweg.

    Einzelnachweise

    Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG) §9 Werbungskosten

    Fahrtkosten: Das mГјssen Sie wissen

    Wie kann man Fahrtkosten absetzen? Was ist die Entfernungspauschale? Und was gilt bei Bahnfahrten? Unser Гњberblick beantwortet alle Fragen.

    Wer eine Ausbildung macht oder arbeiten geht, muss in der Regel einige Kilometer zum Betrieb oder ins Büro zurücklegen. Die meisten fahren mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, viele mit dem Motorrad oder Fahrrad und nur wenige Glückliche können zu Fuß gehen. Sie alle aber haben eines gemeinsam: Der Staat unterstützt sie mit einem ganz besonderen Steuervorteil, nämlich mit 30 Cent pro Kilometer für die einfache tägliche Fahrtstrecke zur Uni oder Arbeit. Das ist die sogenannte Entfernungspauschale, auch Pendlerpauschale oder Fahrtkostenpauschale genannt. Weitere Details hierzu und wie die Entfernungspauschale berechnet wird, erfahren Sie in unserem Artikel: Die Pendlerpauschale für Einsteiger.

    Wer nicht einfach nur zur Arbeit fГ¤hrt, sondern im Auftrag des Chefs oder im Rahmen der Ausbildung eine Dienstreise macht, wird ebenfalls unterstГјtzt: FГјr jeden einzelnen Kilometer kann man 30 Cent absetzen – also nicht nur eine einfache Fahrt am Tag wie bei der Entfernungspauschale, sondern sowohl die Hin- als auch die RГјckfahrt. Das sindВ die sogenanntenВ Dienstreisekosten.В

    Neben diesen beiden grundsätzlichen Regeln haben wir weitere wichtige Informationen zum Thema Fahrtkosten für Sie zusammengestellt:

    1. Auf Umwegen zur Arbeit: Auch längere, aber verkehrsgünstigere Wege sind absetzbar

    Autobahn, LandstraГџe oder Stadtverkehr: Meistens fГјhren mehrere Wege zur Arbeit. Doch nur fГјr die kГјrzeste Strecke gab es frГјher die Entfernungspauschale. Das hat sich mittlerweile geГ¤ndert: BerufstГ¤tige bekommen das Kilometergeld nun auch fГјr einen Umweg, wenn er verkehrsgГјnstiger ist. Ob man mit dem Umweg zur Arbeit 20 Minuten Zeit spart oder nur 10 Minuten spielt dabei keine Rolle.В

    Unser Tipp:

    Nutzen Sie eine längere, aber verkehrsgünstigere Strecke zum Arbeitsplatz, so fügen Sie Ihrer Steuererklärung eine formlos verfasste Begründung hinzu. Zum Beispiel: Auf der kürzeren Strecke befindet sich eine Großbaustelle. Anhand dieser Angaben berechnet der zuständige Finanzbeamte dann die persönlichen Fahrtkosten. Dabei wird der Weg berechnet, den der Berufstätige tatsächlich fährt – und nicht die kürzeste Strecke, die vom Routen-Planer empfohlen wird.

    2. Auto, Bus und Bahn: Unterschiedliche Verkehrsmittel fГјr eine Strecke

    Nicht jeder Arbeitnehmer fährt mit dem Auto direkt zur Arbeit. Viele Pendler müssen erst mit dem Auto, Fahrrad oder E-Bike zum Bahnhof und fahren von dort aus mit dem Zug weiter. Andere wechseln ihr Fahrzeug je nach Saison: Sie sind im Sommer mit dem Motorrad und im Winter mit dem Zug unterwegs.

    Wer unterschiedliche Verkehrsmittel für eine Wegstrecke benutzt, sollte bei der Berechnung der Entfernungspauschale Folgendes beachten: Für jede Teilstrecke wird die Entfernungspauschale einzeln ermittelt. Rechengrundlage ist immer die kürzeste Straßenverbindung, auch bei Zugfahrten. Die Kosten für die Teilstrecke, die Sie mit dem eigenen Fahrzeug zurücklegen, zum Beispiel die Fahrt mit dem Auto zum Bahnhof, können Sie in unbegrenzter Höhe von der Steuer absetzen. Die Fahrtkosten, die Sie für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geltend machen können, sind dagegen auf 4.500 Euro im Jahr begrenzt.

    Kristina arbeitet Vollzeit an 220 Tagen im Jahr. Mit Ihrem Pkw fährt sie 10 Kilometer zum Hauptbahnhof Stuttgart und von dort 90 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz nach Mannheim. Die Bahncard 100 für die 2. Klasse kostet 4.090 Euro im Jahr. Kristina berechnet erst sämtliche Fahrten mit der Entfernungspauschale:

    Pkw (nicht begrenzt auf 4.500 Euro):

    220 Arbeitstage x 10 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro Entfernungspauschale = 660 Euro

    В BahnВ (begrenzt auf 4.500 Euro):

    220 Arbeitstage x 90 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro Entfernungspauschale = 5.940 Euro

    Jetzt vergleicht sie das Ergebnis von 5.160 Euro (4.500 Euro + 660 Euro) mit den tatsächlichen Kosten für ihre Fahrten mit dem Zug, die bei 4.090 Euro im Jahr liegen. Der höhere von beiden Beträgen wird automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Im Fall von Kristina sind das 5.160 Euro, die als Werbungskosten abgezogen werden.

    Mit der Entfernungspauschale ist immer nur eine Fahrt zum Arbeitsplatz proВ Arbeitstag absetzbar. Fahren Sie beispielsweise zur Mittagspause nach Hause, um zu Essen, wird diese Mittagsheimfahrt steuerlich nicht berГјcksichtigt.

    3. Die Bahncard steuerlich absetzen

    Die Deutsche Bahn bietet verschiedene Möglichkeiten an, von ermäßigten Fahrpreisen zu profitieren. Die Bahncard ist eine davon. Sehr viele Bahnfahrer besitzen die Bahncard 25 oder die Bahncard 50. Für einige Vielfahrer lohnt sich sogar die Bahncard 100 mit der sie ein ganzes Jahr lang die Bahn nutzen können, egal wie oft und wie weit Sie in Deutschland fahren möchten.

    Ob Sie die Ausgaben für die Bahncard steuerlich geltend machen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unser Video gibt Ihnen in Sekundenschnelle einen Überblick:

    Oder aber Sie lesen hier weiter: Wenn Sie die Rabattkarte der Bahn selbst finanzieren und vorwiegend für die Fahrten zur Arbeit oder für Dienstreisen nutzen, können Sie die Kosten als Werbungskosten in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben und steuerlich geltend machen. Einzige Voraussetzung hierbei ist: Die Kosten der Bahncard sollten durch die Ersparnis kompensiert werden – der Kauf muss sich also lohnen. Die Preise für die regulären Tickets in einem Monat sollten also beispielsweise höher sein als die monatlichen Kosten für die Rabattkarte.

    Ist die oben genannte Voraussetzung erfüllt, dürfen Sie die Bahncard zusätzlich zu den regelmäßigen Fahrten zur Arbeit auch für private Fahrten nutzen.

    Steuerlich gesehen ist die Bahncard ein nicht ganz einfaches Thema. Das gilt nicht nur für den Fall, dass Sie Selbstzahler sind. Richtig kompliziert wird es, wenn Sie die Karte auf eigene Kosten anschaffen, manche Fahrten aber vom Arbeitgeber erstattet bekommen oder wenn der Arbeitgeber Ihre Bahncard komplett finanziert. Wenden Sie sich in solchen Fällen an die VLH-Beraterinnen und Berater – sie helfen Ihnen gerne weiter. Hier finden Sie einen geeigneten Berater in Ihrer Nähe.

    4. Probezeit: Fahrtkosten wie ein Arbeitnehmer absetzen

    Die Probezeit unterscheidet sich nicht von einem regulären Angestelltenverhältnis – zumindest nicht steuerrechtlich. Deshalb können Sie für Ihre Fahrten zum Job, bei dem Sie auf Probe eingestellt sind, nicht die Hin- und die Rückfahrt absetzen. Vielmehr ist nur die Entfernungspauschale erlaubt, also 30 Cent pro Kilometer für eine einfache Strecke.

    5. Menschen mit Behinderung: Berufliche und private Fahrtkosten absetzen

    Behinderte Arbeitnehmer erhalten Steuervergünstigungen für ihre Fahrten zur Arbeit. Das gilt für alle Arbeitnehmer, die einen Grad der Behinderung von mindestens 70 oder einen Grad der Behinderung von 50 bis 70 haben und gleichzeitig in ihrer Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt sind. Diese Arbeitnehmer dürfen die tatsächlichen Fahrtkosten von der Wohnung zum Arbeitsplatz als Werbungskosten absetzen, d.h. sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Artikel: Menschen mit Behinderung – die wichtigsten Vergünstigungen.

    Neben beruflichen Fahrten kГ¶nnen behinderte Menschen, die einen Behinderungsgrad von mindestens 80 haben, auch die Fahrtkosten fГјr private Fahrten von der Steuer absetzen – und zwar 30 Cent pro Kilometer fГјr bis zu 3.000 Kilometer im Jahr. Bestimmte Fahrten, zum Beispiel zum Arzt oder zum Therapeuten, kГ¶nnen zusГ¤tzlich zu den 3.000 Kilometern als auГџergewГ¶hnliche Belastung abgesetzt werden. MehrВ zum Thema erfahren Sie in unserem Artikel Behinderung: So setzen Sie Fahrtkosten fГјr Privatfahrten ab.

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    Источники: http://www.finanztip.de/entfernungspauschale/, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/ratgeber/fahrtkosten-absetzen/, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/pendeln/fahrtkosten-das-muessen-sie-wissen.html

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