Steuererklärung fahrtkosten wo eintragen

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    Steuererklärung Anlage N

    Steuerformular für Angestellte

    • Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angestellte, die eine Steuererklärung machen, müssen die Anlage N ausfüllen. Zusammenveranlagte müssen dieses Formular zweimal abgeben.
    • In der Anlage N machen Sie Angaben zu Ihrem Einkommen, die Sie sich aus der Lohnsteuerbescheinigung holen. So wird Ihr zu versteuerndes Einkommen ermittelt.
    • Sobald Sie berufsbedingte Ausgaben von mehr als 1.000 Euro haben, können Sie weitere Werbungskosten geltend machen. Ansonsten wird die Pauschale von 1.000 Euro automatisch vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.
    • Wer aus beruflichen Gründen einen weiteren Wohnsitz benötigt, kann Ausgaben für Fahrten, Unterkunft und Verpflegung über die Anlage N von der Steuer absetzen.
    • Wer hohe Werbungskosten hat, sollte eine Steuererklärung abgeben, egal, ob er dazu vom Finanzamt aufgefordert wird oder nicht.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Es gibt sicher Schöneres, als eine Steuererklärung auszufüllen. Aber es lohnt sich in den meisten Fällen, weil Sie sich zu viel gezahlte Steuern zurückholen können. Viele Steuerzahler müssen die jährliche Steuererklärung ohnehin abgeben: beispielsweise Ehepaare und eingetragene Lebenspartner mit der Steuerklassenkombination III/V. Auch wer Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld bekommt, muss das Finanzamt über seine Einkünfte informieren. Die Abgabepflicht zur Steuererklärung ist in § 46 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

    Es zahlt sich jedoch oft aus, die Steuererklärung auch ohne Aufforderung abzugeben. Etwa, wenn Sie berufsbedingt hohe Fahrtkosten haben oder Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerkosten geltend machen wollen. Wer eine Steuererklärung macht und nicht freiberuflich arbeitet oder ein Gewerbe hat, der kommt an der Anlage N nicht vorbei. Wir führen Sie Schritt für Schritt hindurch und geben Tipps, wie Sie die Anlage N am besten für sich nutzen.

    Die Anlage N besteht aus drei Seiten. Auf der ersten Seite tragen Sie Ihre Einkünfte ein, auf der zweiten können Sie Ihre Werbungskosten angeben und auf der dritten Seite Ihre Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung geltend machen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Seite 1: Ihr Einkommen

    Im Kopf des Formulars geben Sie zunächst Ihre persönlichen Daten ein (Zeile 1 bis 4): Namen, Steuernummer und die sogenannte e-TIN, kurz für electronic Taxpayer Identification Number, die Sie auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung finden. Hatten Sie eine weitere Tätigkeit, können Sie eine zweite e-TIN eintragen.

    Angaben zum Arbeitslohn – Was Sie auf der ersten Seite zu Ihren Einkünften eintragen müssen, finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung, die entsprechende Zeile ist dort angegeben. Außerdem tragen Sie dort Lohnersatzleistungen sowie steuerfreien Arbeitslohn für Auslandstätigkeit ein.

    Für Arbeitnehmer (Zeilen 5 bis 10)

    Verschiedene Renten (Zeilen 11 bis 15)

    Achtung: Die Versorgungsfreibeträge sinken seit 2006 schrittweise je nach Jahr des Renteneintritts. Wer 2014 in Rente ging, erhält einen Versorgungsfreibetrag von 25,6 Prozent und einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 576 Euro. Ab 2040 gibt es für Neurentner dann überhaupt keine Freibeträge mehr, sie müssen ihre Rente voll versteuern.

    Einmalzahlungen für mehrere Jahre (Zeilen 16 bis 19)

    Haben Sie nicht monatsweise, sondern für mehrere Jahre auf einmal Einkommen erhalten, beispielsweise Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, eine Abfindung oder Übergangsgelder? Sie müssen diese Einmalzahlung zwar als Arbeitslohn versteuern, sie wirkt sich aber nur zu einem Fünftel auf Ihren Steuersatz aus (sogenannte Fünftelregelung). Wenn Ihr Arbeitgeber die vollen Steuern abgezogen hat, tragen Sie Ihre Daten ein und legen Sie die Vertragsunterlagen bei. So machen Sie die Ermäßigung geltend.

    Arbeitslohn ohne Steuerabzug (Zeile 20)

    Arbeit im Ausland (Zeilen 21 bis 25)

    Ehrenamt und Nebentätigkeit (Zeile 26)

    Lohnersatzleistungen (Zeilen 27 bis 30)

    Achtung: Dies sind zwar steuerfreie Einnahmen, aber sie erhöhen den Steuersatz für die übrigen Einkünfte nach dem sogenannten Progressionsvorbehalt. So ist es möglich, dass Sie wegen der Lohnersatzleistungen, die Sie übers Jahr erhalten, Steuern nachzahlen müssen.

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    Seite 2: Werbungskosten sammeln kann sich lohnen

    Der eigentlich interessante Teil der Anlage N beginnt für Arbeitnehmer mit den Werbungskosten. Hier können Sie berufliche Ausgaben eintragen und so Ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Das Finanzamt billigt Ihnen den Werbungskostenpauschbetrag (auch Arbeitnehmerpauschbetrag genannt) von 1.000 Euro zu. Dieser Freibetrag wird bei jedem Arbeitnehmer automatisch vom Einkommen abgezogen. Wenn Sie keine Werbungskosten haben oder mit den Kosten unter der 1.000-Euro-Schwelle bleiben, können Sie sich die Mühe des Ausfüllens also sparen. Aber rechnen Sie noch einmal nach: Es kann sich lohnen, weil Sie sich auf diese Weise mehr Geld vom Finanzamt zurückholen können. Werbungskosten sind in § 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt.

    Tipp: Sammeln Sie Quittungen auf Verdacht und gehen Sie die Anlage N durch: Haben Sie Bewerbungen geschrieben, einen Sprachkurs an der Volkshochschule besucht oder sind Sie zu Vorstellungsgesprächen gefahren? Haben Sie sich einen neuen Computer, Schreibtisch oder Fachzeitschriften gekauft? Das sind Werbungskosten, mit denen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen drücken und so Ihre Steuerschuld senken können.

    Sie müssen sich beim Eintragen in der Anlage N auch nicht auf den Platz im Formular beschränken. Tragen Sie zusätzliche Ausgaben unter den „Weiteren Werbungskosten“ ein und vermerken Sie „Siehe Anlage“ für weitere Posten, die Sie auf einem separaten Papier auflisten. Kürzen kann im Zweifelsfall immer noch der Finanzbeamte.

    Fahrtkosten (Zeilen 31 bis 39)

    Unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit kommen, steht Ihnen eine Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer zu. Das Finanzamt erkennt pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke an. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel, Ihren Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, kann die Summe auch höher ausfallen.

    Arbeitnehmer, die täglich 15 Kilometer zur Arbeit fahren, kommen allein mit ihren Fahrtkosten meist schon über den Pauschbetrag. Jeder zusätzlich ausgegebene Euro macht sich hier bezahlt.

    Wie hoch sind die Fahrtkosten? Ihre Arbeitstage müssen Sie genau ermitteln. Dazu ziehen Sie Ihre Urlaubs- und Krankheitstage von den jährlichen Arbeitstagen in Ihrem Bundesland ab. In Berlin gibt es 2014 beispielsweise 252 Arbeitstage. Wenn Sie einen Urlaub von 24 Tagen abziehen, bleiben 228 Arbeitstage.

    Das ergibt folgende Rechnung: 15 km x 0,30 Euro x 228 Tage = 1.026 Euro Werbungskosten. Sie liegen also bereits mit 26 Euro über dem Pauschbetrag und können diese als Werbungskosten geltend machen.

    Achtung: Seit 2014 gilt ein neues Reisekostenrecht für Ihre Steuererklärung. Haben Sie mehrere Arbeitsstätten, müssen Sie eine davon als Ihre „erste Arbeitsstätte“ definieren. Für diese können Sie weiterhin die einfache Entfernungspauschale geltend machen, für weitere Arbeitsstätten sowohl den Hin- als auch den Rückweg als Dienstreise.

    Hohe Werbungskosten? Freibetrag eintragen lassen

    Werbungskosten können Ihre Steuerlast auch sofort senken und nicht erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Bei erwartungsgemäß hohen Werbungskosten von mehr als 1.000 Euro können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dieser wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber automatisch berücksichtigt – so erhöht sich Ihr monatliches Nettoeinkommen.

    Als weitere Werbungskosten können Sie eintragen

    Mitgliedsbeiträge für Berufsverbände (Zeile 40)

    Wenn Sie Mitglied einer Berufsvereinigung wie der Handwerkskammer, der Ärztekammer oder einer Gewerkschaft sind, können Sie Ihren Mitgliedsbeitrag eintragen. Aufwendungen, die Ihnen wegen einer Tätigkeit für den Berufsverband entstehen, sind ebenfalls als Werbungskosten absetzbar.

    Berufskleidung und Fachbücher (Zeile 41 und 42)

    Alles, was Sie überwiegend für Ihre berufliche Tätigkeit nutzen, gilt als Arbeitsmittel und lässt sich steuerlich absetzen. Dazu gehören zum Beispiel Berufsbekleidung, Computer, Software, ein Bücherregal und Fachliteratur.

    Belege aufheben

    Sofern es sich nicht um Pauschbeträge handelt, die der Fiskus ohnehin von Ihrem Einkommen abzieht, müssen Sie Ihre Ausgaben belegen können, notfalls per Eigenbeleg. Das Finanzamt versucht jedoch, sich vor der Flut mitgeschickter Quittungen und Kopien zu schützen und fasst in diesem Dokument zusammen, was Sie sofort nachweisen müssen und was eventuell erst auf Nachfrage – beispielsweise die Belege für Arbeitsmittel.

    Arbeitszimmer (Zeile 43)

    Achtung: Teilen Sie sich mit einem Mitbewohner oder Ehepartner das Arbeitszimmer in Ihrer Wohnung, dürfen Sie die Kosten nur zur Hälfte eintragen und auch den Höchstbetrag insgesamt nur einmal pro Zimmer ausschöpfen.

    Fortbildung (Zeile 44)

    Haben Sie einen Lehrgang, einen Computerkurs oder ein Seminar besucht und selbst finanziert, dann tragen Sie die Kosten als Fortbildungskosten ein. Auch Fahrtkosten zum Kurs oder Ausgaben für Material und die Prüfungsgebühr können Sie ohne Einschränkung geltend machen.

    Tipp: Auch Erststudium eintragen

    Weitere Werbungskosten (Zeile 45 bis 48)

    Bewerbungskosten wie Porto, Zeugniskopien oder Bewerbungsbilder, Kontoführungsgebühren oder beruflich motivierte Umzugskosten können Sie unter den weiteren Werbungskosten eintragen. Kontoführungsgebühren bis 16 Euro pro Jahr werden generell ohne Nachweis anerkannt.

    Tipp: Sie müssen nicht unbedingt umziehen, weil Sie eine neue Stelle in einer anderen Stadt antreten oder Ihr Arbeitgeber den Standort wechselt, um die Umzugskosten abzusetzen. Es reicht, wenn sich Ihr (einfacher) Arbeitsweg durch den Wohnungswechsel um mindestens eine halbe Stunde verkürzt.

    Reisekosten (Zeile 49 bis 57)

    Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Ausgaben für Dienstreisen nicht steuerfrei ersetzt, können Sie diese Reisekosten in der Anlage N eintragen. Für die Verpflegung werden Pauschalen je nach Dauer der Abwesenheit ohne zusätzlichen Nachweis anerkannt, für Übernachtungen und Fahrtkosten die tatsächlichen Aufwendungen. Sie können aber auch je nach Fahrzeug eine feste Kilometerpauschale geltend machen.

    Wenn Sie außerhalb Ihres eigentlichen Wohnorts keine weitere Wohnung nutzen oder zur Arbeit pendeln, dann sind Sie nun fertig mit der Anlage N. Ansonsten wenden Sie sich noch der dritten Seite zu.

    Seite 3: Ausgaben für doppelte Haushaltsführung

    Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Arbeitsort führt, kann seine Ausgaben dafür über die Anlage N von der Steuer absetzen, sofern der Arbeitgeber sie nicht steuerfrei erstattet (Zeilen 61 bis 69).

    Fahrtkosten (Zeile 70 bis 78)

    Unterkunft (Zeilen 81 bis 86)

    Tipp: Wenn Sie häufiger pendeln, können Sie statt der doppelten Haushaltsführung auch Fahrtkosten für mehr als eine Heimfahrt wöchentlich geltend machen. Diese geben Sie in Zeile 69 an, in Zeile 31 bis 39 tragen Sie die Strecken ein, die Sie zwischen Arbeitsstätte und Erstwohnsitz zurücklegen. Die gesetzliche Regelung können Sie in § 9 Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes nachlesen.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Reisekosten absetzen

    Dienstreisen gehören in vielen Beschäftigungsverhältnissen dazu. Die anfallenden Reisekosten kannst du von der Steuer absetzen. Wie du das machst, erklären wir dir im Folgenden.

    Hat dein Arbeitgeber Reisekosten übernommen?

    Zuerst ist zu klären, ob dein Arbeitgeber bereits für Reisekosten aufgekommen ist. Hat er diese beglichen, kannst du deine Aufwendungen nicht mehr von der Steuer absetzen.

    Hat dein Arbeitgeber anteilig Kosten übernommen hat, kannst du jedoch die überschüssigen Reisekosten absetzen. In diesem Fall musst du dem Finanzamt genau offenlegen, was du und was dein Arbeitgeber übernommen hat.

    Hat der Arbeitgeber deine Ausgaben nicht kompensiert, kannst du alle Reisekosten absetzen.

    Tatsächliche Fahrtkosten oder Reisekostenpauschale nutzen?

    Du kannst deine Reisekosten in der Steuererklärung unterschiedlich angeben. Als erstes geht das mit den tatsächlichen entstandenen Fahrtkosten. Bist du beispielsweise mit Bus, Bahn oder Flugzeug angereist, gibst du die Beträge an, die auch auf deinen Rechnungen für die Fahrkarten und Tickets stehen.

    Wenn du jedoch mit dem eigenen Auto gefahren bist, gestaltet sich der Nachweis der Fahrtkosten etwas schwieriger. Hier solltest du die Reisekostenpauschale nutzen, wenn du dir das Leben erleichtern möchtest. Sie beträgt, wie bei den Fahrtkosten zum Arbeitsort, 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Doch bei einer Dienstreise kannst du sie für den Hin- und Rückweg nutzen.

    Als Nachweis empfiehlt es sich, entsprechende Tankrechnungen aufzubewahren oder die Kilometerstände zu dokumentieren.

    Bei einer Dienstreise von Berlin nach Hamburg können 2 x (289 Km x 0,30 Cent) = 173,40 Euro Reisekosten von der Steuer abgesetzt werden.

    Sind Reisekosten angefallen?

    Zusätzlich zu den Reisekosten können auch einige Nebenkosten anfallen. Diese sind beispielsweise:

    • Parkgebühren
    • Mautgebühren
    • Kosten für Mietwagen, Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel
    • Gepäckgebühren
    • Eintrittskosten aus beruflichem Anlass wie Messen oder Veranstaltungen
    • Trinkgelder

    Die richtige Anlage in der Steuererklärung bei ELSTER hinzufügen

    Das Formular Anlage N befindet sich in der Elster-Software unter dem Reiter weitere Vordrucke.

    Mit einem Rechtsklick auf das Feld Anlage N und der Auswahl Anlage N zu meiner Steuererklärung hinzufügen kannst du dieses Formular anschließend bearbeiten.

    Reisekosten absetzen – Anlage N hinzufügen

    Reisekosten unter den Werbungskosten eintragen

    Von Zeile 49 bis 51 trägst du wie folgt deine Reisekosten ein. Auch Übernachtungskosten werden in diesen Zeilen eingetragen. In einer gesonderten Anleitung für Verpflegungsmehraufwand und Übernachtungskosten kannst du nachlesen, wie das im Einzelnen geht.

    Zuerst ankreuzen, ob ein Firmenwagen oder eine unentgeltliche Sammelbeförderung vom Arbeitgeber zur Verfügung stand. Im Beispiel unten gibt es diese nicht.

    Dann müssen die einzelnen Posten und ihre Kosten eingetragen werden. Das kann wie folgt aussehen:

    Zum Schluss werden noch eventuelle Arbeitgebererstattungen bei den Reisekosten eingetragen. Falls es keine Erstattungen vom Chef gab, musst du dort, wie im Beispiel unten, eine 0 eintragen.

    Damit sind alle Reisekosten deiner Geschäftsreise in der Steuererklärung eingetragen.

    Belege und Rechnungen aufbewahren

    Auch wenn du größtenteils Pauschalbeträge für die Absetzung deiner Reisekosten nutzen kannst, solltest du darauf achten, alle Rechnungen, Quittungen und Belege aufzubewahren. Es kann sein, dass das Finanzamt nochmals Nachfragen hat.

    Hakt das Finanzamt nach, kannst du deine geordneten Quittungen nachreichen.

    Steuererklärung abgeben

    Die angefallenen Kosten für eine Dienstreise kannst du also ganz einfach von der Steuer absetzen und bleibst nicht auf ihnen sitzen, falls dein Arbeitgeber diese nicht bezahlt. Sie mindern das zu versteuernde Einkommen und senken somit die eigene Steuer.

    Anlage N: Tipps zu Arbeitsmitteln und Fahrtkosten

    Die Anlage N mit den Werbungskosten Foto: Ralf Guenther / BILD / BZ

    Steuerklärung 2014 – die Anlage N, mit den Werbungskosten, muss von Arbeitnehmern, Beamten und Rentnern ausgefüllt werden.

    Die große Steuer-Serie in der B.Z. Dieses Mal dreht sich alles um die wichtige Anlage N für die Steuererklärung 2014. Das N steht für „nicht selbstständige Arbeit“. Sie muss z.B. von Arbeitnehmern, Beamten oder Rentnern ausgefüllt werden, wenn sie zu viel gezahlte Steuern zurückhaben wollen oder wenn Ruheständler eine Betriebsrente erhalten.

    Dieses Jahr müssen Sie hier besonders aufpassen, denn es gab einige Änderungen bei den Werbungskosten. Auch die Nummerierung der Zeilen hat sich teilweise geändert.

    Die B.Z. und Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) geben Tipps, wie Sie das Formular richtig ausfüllen.

    Seite 1: Angaben zum Arbeitslohn

    Zeilen 1 bis 3: Notieren Sie Namen, Vornamen und Steuernummer. Bei Zusammenveranlagung dahinter ankreuzen, für wen die Anlage abgegeben wird.

    Zeile 4: Hier schreiben Sie die eTIN-Nummer rein. Sie finden sie auf der Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber.

    Zeilen 5 bis 15: Machen Sie die Eintragungen getrennt nach der Lohnsteuerklasse. Die Angaben dazu finden Sie auf der Lohnsteuerbescheinigung. Dort finden Sie auch wichtige Angaben zu Lohn und Versorgungsbezügen, die Sie für die Steuererklärung benötigen.

    Tipp: Sie müssen die Lohnsteuerbescheinigung beim Finanzamt nicht abgeben, denn die Daten wurden schon vom Arbeitgeber elektronisch ans Finanzamt übermittelt.

    Zeilen 11 bis 15: Hat Ihr Chef Ihnen eine Betriebsrente oder eine Werkspension gesponsert, müssen Sie das hier eintragen. Die Angaben zu den Versorgungsbezügen lesen Sie auf der Lohnsteuerbescheinigung.

    Sind Sie 2014 in Pension gegangen, haben Sie einen Versorgungsfreibetrag von höchstens 1920 Euro plus einen Zuschlag von 576 Euro.

    Zeilen 16 bis 19: Haben Sie 2014 eine Abfindung oder Übergangsgelder erhalten? Dafür winken Steuervergünstigungen. Wurden Lohnsteuer, Kirchensteuer und Soli-Zuschlag abgezogen, tragen Sie das hier ein.

    Zeile 20: Nur ausfüllen, wenn vom steuerpflichtigen Arbeitslohn noch keine Steuer abgezogen wurde (z. B. wenn vom ausländischen Arbeitgeber der Lohn noch nicht versteuert wurde).

    Zeilen 21 bis 25: Nur interessant, wenn Sie im Ausland gearbeitet haben. Lassen Sie sich am besten von einem Steuerexperten beraten, denn die Sachlage ist sehr kompliziert. Außerdem muss zusätzlich die Anlage N-AUS ausgefüllt werden.

    Zeile 26: Sie sind ein engagierter Mensch und arbeiten nebenbei noch für einen Verein oder eine andere Einrichtung, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt? Dann können Sie eine steuerfreie Aufwandsentschädigung in Anspruch nehmen. Bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten bleiben bis zu 2400 Euro steuerfrei.

    Den Übungsleiter-Freibetrag gibt es z. B. für künstlerische oder pflegerische Tätigkeiten, für Übungsleiter, Betreuer, Ausbilder, Erzieher und für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Auch Vormünder und rechtliche Betreuer gehören dazu, wenn sie ehrenamtlich arbeiten.

    Wer andere gemeinnützige Tätigkeiten ausübt, z. B. als Kassenwart, kann eine Pauschale bis 720 Euro im Jahr geltend machen. Wichtig: Sie können nur eine Pauschale für dieselbe Tätigkeit geltend machen.

    Tipp: Haben Sie mehr als die Pauschalen von 2400 Euro/720 Euro an Werbungskosten ausgegeben, müssen Sie dies belegen (Rechnung, Quittung).

    Zeilen 27 bis 30: Wenn Sie Lohnersatzleistungen (Leistungen, die es statt Lohn gibt) erhalten haben, notieren Sie das hier. Das sind z. B. Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Mutterschafts-, Krankengeld. Auch die Aufstockungsbeträge zur Altersteilzeit zählen dazu.

    Tipp: Legen Sie die Leistungsnachweise der Steuererklärung bei (z. B. vom Arbeitgeber, Arbeitsamt, von der Kranken- oder Familienkasse) und vergleichen Sie die Daten später mit dem Steuerbescheid. Diese Zahlungen sind zwar steuerfrei, können Ihren Steuersatz jedoch indirekt erhöhen (sog. Progressionsvorbehalt). Deshalb kann es zu Nachzahlungen kommen.

    Wichtig: Ehe-/Lebenspartner müssen jeweils eine eigene Anlage N abgeben, wenn beide Lohn- oder Lohnersatzleistungen erhalten haben.

    Seite 2: die Werbungskosten

    Wer 2014 weniger als 1000 Euro für den Beruf ausgegeben hat, kann die Zeilen 31 bis 87 überspringen. Denn alle Ausgaben unter diesem Betrag werden von der Werbungskostenpauschale abgedeckt, die automatisch jedem Arbeitnehmer ohne Nachweis angerechnet wird.

    Waren Ihre Kosten für den Job höher als 1000 Euro, lohnt es sich, zu rechnen sowie Belege und Nachweise für die Ausgaben zu sammeln.

    Info: Ab 2014 können viele Arbeitnehmer bei Auswärtstätigkeit höhere Fahrt- und Verpflegungskosten geltend machen.

    Deshalb heißt es hier besonders aufpassen, denn es gibt dazu viele Änderungen.

    Zeilen 31 bis 39: Hier geht es um den kürzesten oder schnellsten Weg zur Arbeit. Egal ob Sie in den Betrieb radeln, joggen, mit dem Auto fahren oder eine Fahrgemeinschaft gebildet haben. Sie erhalten pro Kilometer 30 Cent (einfache Entfernung, also entweder Hin- oder Rückfahrt). Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf 4500 Euro beschränkt (außer für Pkw-Nutzer).

    Zeilen 31 und 32: Hier notieren Sie die erste Tätigkeitsstätte, sie ersetzt den bisherigen Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte“ (Ort und Straßenname), die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage und ganz rechts die Urlaubs- und Krankheitstage.

    Zeilen 33 und 34: Hier geht es erstmals um den neuen Begriff Sammelstelle (siehe Erklärung im Extra-Kasten).

    Zeilen 35 bis 38: Hier notieren Sie die Arbeitstage und die Entfernungskilometer, die je nach benutztem Verkehrsmittel angefallen sind.

    Wenn Sie behindert sind, müssen Sie das in der letzten Spalte ankreuzen.

    Wer mal mit dem Auto und mal mit dem Bus zur Arbeit fährt, kann entweder die Entfernungspauschale oder die Bustickets absetzen. Der Fiskus erkennt den höheren Betrag an.

    Tipp: Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit, die die Versicherung nicht ersetzt hat, können Sie zusätzlich absetzen.

    Zeile 39: Hier notieren Sie, wenn der Arbeitgeber oder die Agentur für Arbeit zu den Fahrtkosten Zuschüsse gezahlt hat.

    Zeile 40: Hier notieren Sie Beiträge zu Berufsverbänden oder Gewerkschaften. Beim ersten Mal sollten Sie den Beleg mit einreichen, das erspart Rückfragen.

    Zeilen 41 bis 56: Hier notieren Sie weitere Ausgaben, die Sie für Ihren Beruf hatten. Z. B. für Weiterbildung, Fachbücher, Reisekosten, häusliches Arbeitszimmer, Arbeitskleidung, Werkzeug oder Laptop.

    Tipp: Arbeitsmittel, die mit Umsatzsteuer bis 487,90 Euro gekostet haben, können Sie im Jahr der Anschaffung voll als Werbungskosten absetzen. Haben Aktenschrank oder Laptop mehr gekostet, müssen Sie über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Das sind beim Schreibtisch 13 Jahre, beim PC oder Tablet drei Jahre und beim Handy fünf Jahre.

    Anmerkung: Sie dürfen nur Werbungskosten von der Steuer absetzen, die sie auch tatsächlich selbst gezahlt haben (also nicht vom Arbeitgeber ersetzt wurden).

    Tipp: Die Rechnungen/Quittungen müssen Sie der Steuererklärung nicht beifügen. Allerdings kann das Finanzamt sie jederzeit verlangen.

    Lesen Sie im nächsten Teil:

    Noch mehr Werbungskosten. Sparen Sie mit Umzug, Weiterbildung und Kochmütze

    Источники: http://www.finanztip.de/steuererklaerung-anlage-n-1/, http://taxfix.de/anleitungen/reisekosten-absetzen/, http://www.bz-berlin.de/ratgeber/steuern-finanzen-recht/steuererklaerung-2014-anlage-n-tipps-zu-arbeitsmitteln-und-fahrtkosten

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