Steuererklärung fragen

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    Der Expertenrat zusammengefasst Fragen und Antworten zur Einkommen-Steuererklärung

    Hauptinhalt

    Zu Gast im Studio: Steffen Freyboth, Steuerberater

    Wer muss eine Steuererklärung machen?

    Steuerberater Steffen Freyboth: Nicht jeder ist verpflichtet eine Steuererklärung zu machen. Nur Arbeitnehmer, die in der Steuerklasse 5/3 unterwegs sind und natürlich alle, die unternehmerische Einkünfte haben. Dazu zählen Menschen mit Vermietungseinkünften, Gewerbliche und Selbständige. Auch wer höhere Spekulationsgewinne hat, muss eine Steuererklärung abgeben.

    Kann man die Steuererklärung auch auf Papier ausfüllen und abgeben?

    Es gibt einen großen Anteil von Menschen, die ihre Erklärung nicht online, sondern in Papierform abgeben. Man darf das auch, das ist kein Problem. Wie lange das noch so sein wird, werden wir sehen.

    Welche Wegstrecke von der Wohnung bis zur Arbeitsstätte ist absetzbar?

    Die Fahrten zur Arbeitsstätte sind vollständig absetzbar, egal wie weit sie sind. Es gibt aber eine Pauschale, die bis zu 4.500 Euro pro Jahr gedeckelt ist. Haben Sie höhere Kosten, müssten Sie die dem Finanzamt nachweisen. Die wären aber auch absetzbar. Es muss der kürzeste Weg angesetzt werden. Wer zweimal am Tag zur Arbeit fährt, kann auch zwei Strecken täglich absetzen.

    Was tun, wenn die Betriebskostenabrechnung für 2016 erst Ende 2017 zugestellt wird? Kann diese zur Steuererklärung nachgereicht werden oder erst im nächsten Jahr?

    Die Betriebskostenabrechnung gehört mit in die Steuererklärung. Da aber viele Vermieter diese erst zum Jahresende aushändigen, akzeptiert das Finanzamt in aller Regel, dass man die Abrechnung des Vorjahres einreicht.

    Eine Hörerin ist seit 25 Jahren im Außendienst. Plötzlich möchte das Finanzamt das Arbeitszimmer nicht mehr anerkennen, da sie ja mehr unterwegs ist, als im Büro. Dabei benötigt sie das Zimmer für Vor- und Nacharbeiten. Kann das sein?

    Das ist nicht ganz einfach. Das Finanzamt sagt, dass ein Arbeitszimmer nur absatzfähig ist, wenn man 50 Prozent der Arbeitszeit darin verbringt und beim Arbeitgeber kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Wenn man das Zimmer nutzt, kann man in Berufung gehen. Es kann in dieser Hinsicht aber immer wieder Nachfragen geben. Keine Probleme gibt es, wenn es sich um Tätigkeiten handelt, die ausschließlich in dem Arbeitszimmer stattfinden, z.B. bei Schriftstellern, Journalisten, aber auch bei Dozenten. Ein Arbeitszimmer ist ein Raum, der für nichts anderes, als für die Arbeit genutzt wird.

    Kurios: Ein Mann wollte die Friedhofskosten für seine verstorbene Frau, also die Kosten für die Handwerker, die das Grab angelegt haben, steuerlich absetzen. Geht das?

    Das Finanzamt hat abgelehnt. Die Begründung: Das Grab ist nicht in seinem Haushalt. Wenn es hinter seinem Haus wäre, würde es gehen. So aber nicht.

    Können bei einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst auch die Kosten für den Friseur steuerlich geltend gemacht werden?

    Man könnte meinen, Friseurkosten sind Werbungskosten, aber dem ist nicht so. Das sind Kosten der normalen Lebensführung und die sind für jeden zwingend und nicht absetzbar.

    Welche Aufwendungen für den Beruf können generell geltend gemacht werden? Zum Beispiel Kosten für Stahlkappenschuhe und andere Arbeitskleidung.

    All das gehört zu Werbungskosten und ist ein breites Feld, laut Gesetz aber absetzbar. Dazu gehört auch der Blaumann des Kfz-Mechanikers oder der Kittel der Krankenschwester. Alles, was ich unbedingt kaufen muss, um meine Arbeit zu erledigen, ist steuerlich absetzbar.

    Kann man Bewerbungskosten für einen neuen Job geltend machen?

    Ja. Man sollte Nachweise aufheben, wie die Einladung des Unternehmens zum Vorstellungsgespräch, z.B. für die Erstattung der Reisekosten.

    Welche Ausgaben für Gesundheit, die Zuzahlung von Arzneimitteln, für Brillen und Zähne, sind steuerlich absetzbar?

    Prinzipiell ist alles absetzbar, was mit Gesundheit zu tun hat. Auch Kurkosten, Pflegekosten oder Kfz-Kosten bei Gehbehinderten fallen darunter. Es ist ein weites Feld. Man sollte sich die Rezepte aufheben, dass man nachweisen kann, dass die Medikamente tatsächlich vom Arzt empfohlen wurden. Wer Geld erstattet haben möchte, muss eine gewisse Kostenschwelle überschreiten. Tipp: Wenn man in einem Jahr eine neue Brille braucht, wäre es günstig, auch in diesem Jahr die anstehende Zahnerneuerung über sich ergehen zu lassen oder das neue Hörgerät anzuschaffen. Wenn man einmal eine gewisse Kostengrenze überschritten hat, können Gesundheitskosten auch steuerlich abgesetzt werden.

    Steuererklärung fragen

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    Häufige Fragen/FAQ

    Einkommensteuererklärung

    Bin ich verpflchtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben?

    Frage: Welche Unterlagen/Belege sind beizufГјgen

    Bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, die auf der Anlage N zu erklären sind, müssen keine Belege eingereicht werden. In der Regel sind nur die gesetzlich vorgeschriebenen Belege der Steuererklärung im Original als Anlage beizufügen:

    • Spendenbescheinigungen
    • Steuerbescheinigungen fГјr Kapitalertragsteuer, Zinsabschlagsteuer und KГ¶rperschaftsteuer

    Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass Belege zwecks Überprüfung nachträglich vom Finanzamt angefordert werden. Insbesondere bei der Geltendmachung von Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen nach § 35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) oder bestimmte außergewöhnliche Belastungen kann der Nachweis angefordert werden. Sie sollten daher die entsprechenden Nachweise auch nach Abgabe der Steuererklärung aufbewahren und auf Nachfrage dem Finanzamt übersenden. Bei Anträgen nach§ 32d Abs. 4 oder Abs. 6 EStG ist es ausreichend, wenn die Steuerbescheinigung auf Verlangen des Finanzamts vorgelegt wird.

    Frage: Wie lange dauert die Bearbeitung meiner Steuererklärung?

    Die Finanzämter sind bemüht, die Steuererklärungen möglichst schnell zu bearbeiten. Eine allgemeingültige Aussage zur Bearbeitungszeit ist aber nicht möglich, weil diese Zeit im Einzelfall von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Geht die Steuererklärung beispielsweise in einer Zeit ein, in der besonders viele Steuerbürger ihre Erklärungen abgeben, kann es durch die hohe Arbeitsbelastung zu Verzögerungen kommen.

    Frage: Wenn ich die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt persönlich abgeben möchte, muss ich dann einen Termin vereinbaren?

    Grundsätzlich brauchen Sie keinen Termin zu vereinbaren. Bitte beachten Sie aber die Öffnungszeiten der Finanzämter. Diese finden Sie auf den Info-Seiten zu den Finanzämtern.

    Sollten Sie allerdings mit Ihrem zuständigen Bearbeiter/Bearbeiterin sprechen wollen, ist es ratsam, einen Termin zu vereinbaren.

    Frage: Wird meine Steuererklärung schneller bearbeitet, wenn ich Sie persönlich im Finanzamt abgebe?

    Nein. Die Steuererklärungen werden grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Eingangs beim Finanzamt bearbeitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Erklärung persönlich abgegeben oder mit der Post übersandt worden ist.

    Frage: Können die Mitarbeiter des Finanzamts mir bei der Erstellung der Steuererklärung helfen und mich beraten?

    Viele Bereiche der Steuererklärung betreffen persönliche Angaben, die Sie am besten kennen und auch ohne besondere Steuerrechtskenntnisse eintragen können. Sollten Sie dennoch einmal unsicher sein, was einzutragen ist, sind die Mitarbeiter der Finanzamts gern bereit, Ihnen Hilfestellung zu geben. Eine umfassende Beratung ist jedoch nicht möglich. Hierfür stehen Ihnen die Angehörigen der steuerberatenden Berufe zur Verfügung.

    Bei Fragen zur SteuererklГ¤rung kГ¶nnen Sie sich auch an die Mitarbeiter der Info-Hotline der niedersГ¤chsischen FinanzГ¤mter wenden. Diese stehen Ihnen unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 998 0 997 (Mo. – Do. von 8 – 18 Uhr und Fr. von 8 – 15 Uhr (auГџer an gesetzl. Feiertagen)) zur Beantwortung Ihrer Fragen gern zur VerfГјgung.

    Frage: Ab wann muss ich Steuern zahlen, wie hoch ist der Grundfreibetrag?

    Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer beträgt für Ledige 2002/2003 7.235 €, ab 2004 7.664 €, ab 2010 8.004 €, ab 2013 8.130 €, ab 2014 8.354 €, ab 2015 8.472 € und ab 2016 8.652 € für Verheiratete, die die Zusammenveranlagung gewählt haben, 2002/2003 14.470 €, ab 2004 15.328 € ab 2010 16.008 €, ab 2013 16.260 €, ab 2014 16.708 €, ab 2015 16.944 € und ab 2016 17.304 €. Sie können mit den interaktiven Abgabenrechnern des Bundesministeriums für Finanzen die Berechnung der Einkommensteuer selber ausführen.

    Frage: Ich habe eine Aufforderung zur Abgaben der Einkommensteuererklärung 2015 erhalten. Ich war aber das ganze Jahr über arbeitslos. Muss ich eine Steuererklärung abgeben?

    Zur Abgabe der Steuererklärung 2015 sind Sie, wenn Sie keine Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit erzielt haben, nur verpflichtet, wenn der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte 8.472 € übersteigt. Da Arbeitslosengeld (Arbeitslosengeld I und II) steuerfrei sind und allenfalls im Rahmen des Progressionsvorbehalts in die Berechnung der Einkommensteuer einfließen, müssen Sie für 2015 keine Steuererklärung abgeben. Bitte setzen Sie sich dennoch mit Ihrem Finanzamt in Verbindung, damit Sie klären können, aus welchem Grund Ihnen die Aufforderung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung zugesandt wurde.

    Frage: Bin ich verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben?

    Grundsätzlich ist jeder Steuerbürger verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben, der mit seinen steuerpflichtigen Einkünften über dem steuerlichen Grundfreibetrag von z.Zt. 8.472,- Euro (2015) (bei zusammenveranlagten Ehegatten 16.944,- Euro) liegt oder Einkünfte aus verschiedenen Einkunftsarten erzielt oder aber vom Finanzamt hierzu aufgefordert wird. Bei einem Rentner kann sich eine Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung also ergeben, wenn er mit dem steuerpflichtigen Teil seiner Rente über dem Grundfreibetrag liegt oder er oder sein Ehegatte außer Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung noch andere Einkünfte erzielt, z.B. Lohneinkünfte, Beamtenpensionen, Werkspensionen, Betriebsrenten oder Mieteinkünfte.

    Frage: Muss ich eine Einkommensteuererklärung für 2015 abgeben, obwohl ich für 2014 noch keinen Bescheid erhalten habe?

    Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer. Aus diesem Grund erfolgt für jedes Kalenderjahr (Veranlagungszeitraum) eine Veranlagung zur Einkommensteuer, unabhängig von anderen Jahren. Die Einkommensteuererklärung ist daher ungeachtet des Bearbeitungsstandes der Einkommensteuererklärungen anderer Veranlagungszeiträume fristgerecht (grundsätzlich bis zum 31. Mai des auf den Veranlagungszeitraum folgenden Kalenderjahres) einzureichen.

    Frage: Ich habe die Einkommensteuervordrucke erhalten, ich bin aber britischer Staatsbürger, wieso muss ich dann Einkommensteuererklärungen abgeben?

    Ob Sie einkommensteuerpflichtig sind, richtet sich nicht nach Ihrer Staatsangehörigkeit, sondern nach Ihrem Wohnsitz oder Ihrem gewöhnlichen Aufenthalt. Wenn Sie z.B. dauerhaft nach Deutschland gezogen sind, haben Sie Ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik und sind auch unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Daher können Sie verpflichtet sein, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Dasselbe gilt, wenn Sie sich länger als ein halbes Jahr in der Bundesrepublik aufgehalten haben und deswegen in diesem Jahr Ihren gewöhnlichen Aufenthalt hier hatten.

    Frage: Muss ich überhaupt eine Steuererklärung abgeben? Ich bin ledig, habe keine Lohnsteuer auf meinen Arbeitslohn zahlen müssen und habe sonst nur Arbeitslosengeld bekommen.

    Wenn für Sie kein Lohnsteuerabzug vorgenommen wurde und das Arbeitslosengeld nicht höher war als 410 € im Kalenderjahr und sie keinen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hatten, sind Sie nicht verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Wenn Sie dennoch einen Erklärungsvordruck zugesandt bekommen haben, sollten Sie sich mit Ihrem Finanzamt in Verbindung setzen, um eventuell nachfolgende Aufforderungen zur Abgabe der Erklärung zu vermeiden.

    Frage: Warum muss ich überhaupt eine Steuererklärung abgeben? Ich bin bereits seit 2010 Rentner und meine Frau seit 3 Jahren. Letztes Jahr haben wir auch keine Erklärung abgegeben.

    Sie sind nach dem Einkommensteuergesetz verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn Sie mit Ihrer Frau zusammenveranlagt werden, nur nicht dem Steuerabzug unterliegende Einkünfte (z. B. Renten) erzielen und der Gesamtbetrag dieser Einkünfte mehr als 16.944 Euro beträgt. Im Zweifel sollten Sie sich mit Ihrem Finanzamt in Verbindung setzen und klären, ob Sie noch verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben.

    Frage: Ich habe eine Aufforderung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung 2015 für meine Eltern erhalten, sie sind aber bereits verstorben. Was muss ich tun?

    Wenn Sie der alleinige Erbe sind und Ihre Eltern im Jahr 2015 noch Einkünfte erzielt haben und deswegen zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet waren, müssen Sie für Ihre Eltern die Einkommensteuererklärung abgeben. Sollten neben Ihnen noch weitere Erben vorhanden sein, müssen die Erben gemeinsam einen Bevollmächtigten bestellen, der die steuerliche Abwicklung vornimmt.

    Frage: Meine Mutter hat eine Aufforderung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung für 2015 erhalten. Muss Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben, obwohl sie schon über 80 Jahre alt ist und nur Rente bekommt?

    Wenn Ihre Mutter lediglich eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommt und wegen des niedrigen zu versteuernden Einkommens keine Einkommensteuer mehr entrichten muss, könnte Ihre Mutter von der Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung befreit werden. Bitte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Finanzamt, um die Einzelheiten zu klären.

    Frage: Haben Eheleute, die getrennt veranlagt werden, die gleiche Steuernummer?

    Nein. Aus organisatorischen Gründen erhält jeder Ehegatte eine eigene Steuernummer.

    Frage: Ab wann sind An- bzw. VerkГ¤ufe im Internet, z. B. bei „ebay“, einkommen- bzw. umsatzsteuerpflichtig?

    FГјr die Beurteilung der Steuerpflicht von VerГ¤uГџerungsgeschГ¤ften gelten grundsГ¤tzlich die allgemeinen steuerlichen Regelungen. FГјr An- und VerkГ¤ufe im Internet (z. B. ebay) gelten insoweit keine Besonderheiten. Einkommensteuerpflichtig ist danach in der Regel die VerГ¤uГџerung von anderen WirtschaftsgГјtern als GrundstГјcken und grundstГјcksgleichen Rechten, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und VerГ¤uГџerung weniger als ein Jahr betrГ¤gt (В§ 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Hiervon ausgenommen ist allerdings die VerГ¤uГџerung von WirtschaftsgГјtern, deren Verbrauch (Wertverzehr) typischerweise der privaten LebensfГјhrung zuzurechnen ist. Hierbei handelt es sich also um WirtschaftsgГјter des „tГ¤glichen Gebrauchs“ (GebrauchsgegenstГ¤nde), die zunГ¤chst zur Verwendung im Rahmen der privaten LebensfГјhrung angeschafft wurden (z. B. Kleidung, EinrichtungsgegenstГ¤nde, PKW). Eine Steuerpflicht tritt Гјberdies grundsГ¤tzlich erst ein, wenn der Gewinn aus allen VerГ¤uГџerungsgeschГ¤ften eines Jahres zusammengerechnet mehr als 511 Euro betrГ¤gt. Der Gewinn ist dabei der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Gegenstands und dem bei dessen VerГ¤uГџerung erzielten ErlГ¶s. ZusГ¤tzlich kГ¶nnen die VerГ¤uГџerungskosten ebenfalls abgezogen werden. Wenn Sie allerdings wiederholt An- und VerkГ¤ufe tГ¤tigen und daraus Gewinne erzielen, kann schon ab dem ersten An- oder VerkaufsgeschГ¤ft auch eine gewerbliche BetГ¤tigung vorliegen. In diesem Fall sind die erzielten Gewinne steuerpflichtig unabhГ¤ngig davon, wie lange der Zeitraum zwischen Anschaffung und VerГ¤uГџerung ist. AuГџerdem entfГ¤llt die Freigrenze von 511 Euro, so dass Sie -ggf.- auch niedrigere Gewinne versteuern mГјssten. DarГјber hinaus kГ¶nnen die An- und VerkГ¤ufe auch zur Umsatzsteuerpflicht fГјhren. Dies gilt insbesondere, wenn Sie die GegenstГ¤nde nicht zum eigenen persГ¶nlichen Bedarf, sondern zum Zwecke des baldigen Verkaufs anschaffen. In diesem Fall verhalten Sie sich wie ein HГ¤ndler am Markt und bereits wenige VerkaufsgeschГ¤fte machen Sie zum Unternehmer. Umsatzsteuer wird dann in der Regel allerdings nur anfallen, wenn Ihre Einnahmen aus den VerkГ¤ufen und ggf. weiteren unternehmerischen BetГ¤tigungen die Kleinunternehmergrenze des В§ 19 Abs. 1 UStG von 17.500 Euro jГ¤hrlich Гјberschreiten.

    Die Frage, ab welchem Umfang Veräußerungsgeschäfte als eine gewerbliche Betätigung zu beurteilen ist, kann nur im Einzelfall und nicht generell beantwortet werden. Sollten hierzu weitere Fragen bestehen, wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt oder einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe.

    Frage: Ich bin umgezogen, wo muss ich jetzt meine Einkommensteuererklärung abgeben?

    Sie müssen Ihre Steuererklärung bei dem Finanzamt abgeben, in dessen Bezirk Sie Ihren Wohnsitz im Zeitpunkt der Abgabe haben. Wenn Sie z.B. im ganzen Jahr 2008 im Bezirk des Finanzamts Alfeld gewohnt haben und ab dem 01.01.2009 im Bezirk des Finanzamts Northeim wohnen, müssen Sie Ihre Einkommensteuererklärung in Northeim abgeben.

    Frage: Bisher habe ich die Steuererklärungsvordrucke immer automatisch zugeschickt bekommen. Nun habe ich gehört, dass dies künftig nicht mehr gemacht werden soll. Wie ist das zu verstehen?

    Da die Vordrucke in den meisten Fällen bei den Gemeinden und auf jedem Fall in den Finanzämtern erhältlich sind, wird zur Kosteneinsparung von einem zentralen Versand abgesehen.

    Lohnsteuer kompakt FAQs

    Die ganze Welt des Steuerwissen

    Wo erhalte ich persönliche Hilfe bei Fragen zur Steuererklärung?

    Laut Steuerberatungsgesetz darf eine geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuerfragen nur von befugten Personen und Vereinigungen ausgeübt werden. Dies können z.B. Steuerberater sein, deren hohe Vergütung auf Basis der Steuerberatergebührenverordnung insbesondere bei komplexeren Steuerfällen wirtschaftlich sinnvoll und durch Haftpflichtversicherungen abgesichert ist.

    Anbieter von Steuerberatungs-Software oder -Online-Anwendungen hingegen dürfen keine individuellen Steuerfragen beantworten und müssen sich auf die Lösung technischer Probleme beschränken. Dennoch kann Ihnen der umfangreiche Online-Ratgeber von Lohnsteuer kompakt bei der Beantwortung vieler praktischer Fragen helfen.

    Unter Umständen erhalten Sie eine hilfreiche kostenlose Antwort von den Sachbearbeitern Ihres Finanzamts zu einfachen Steuerfragen, doch diese sind unverbindlich.

    Wenn Sie dagegen zu schwierigeren Sachverhalten eine verlässliche Auskunft benötigen, können Sie eine verbindliche Auskunft beantragen. Dazu müssen Sie schriftlich den Sachverhalt genau darlegen, die Frage formulieren und die eigene Rechtsauffassung auch gleich mitliefern, sodass der Finanzbeamte im Wesentlichen nur mit ja oder nein antworten muss. Seit 2007 wird für eine verbindliche Auskunfrt eine Gebühr fällig, deren Höhe nicht vom Schwierigkeitsgrad der Frage abhängt, sondern vom Wert der steuerlichen Auswirkung, dem sog. Gegenstandswert. Dabei wenden die Finanzämter die Tabelle für Gerichtsgebühren gemäß § 34 GKG an.

    Die Mindestgebühr bei einem Gegenstandswert von 10.000 Euro beträgt 241 Euro, und die Höchstgebühr bei einem Gegenstandswert von 30 Mio. Euro beträgt sage und schreibe 109.736 Euro. In einem Fall verlangte das Finanzamt diese Höchstgebühr, obwohl der Arbeitsaufwand vielleicht 150 bis 180 Arbeitsstunden betrug, was einer Zeitgebühr von lediglich 15.000 bis 18.000 Euro entsprach (FG Schleswig-Holstein vom 1.10.2010, 1 K 282/07).

    Wichtig: Die Gebühr ist nicht nur dann zu bezahlen, wenn die beantragte Auskunft erteilt wird, sondern auch dann, wenn das Finanzamt eine negative Auskunft gibt, eine Auskunft aus formalen Gründen ablehnt oder der Bürger seinen Antrag zurücknimmt.

    • Steuerberaterkosten berechnen: Die Steuerberater-Vergütungsverordnung (StBVV) regelt ganz genau welche Gebühren ein Steuerberater abrechnen darf. Unser Rechner sagt Ihnen, mit welchen Kosten Sie abhängig von Ihrem Steuerfall rechnen müssen.
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      Источники: http://www.mdr.de/sachsenradio/programm/expertenrat-einkommen-steuererklaerung-fragen-antworten100.html, http://www.lstn.niedersachsen.de/steuer/haeufige_fragen_faq/haeufige-fragenfaq-68035.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/0/184/wo_erhalte_ich_persoenliche_hilfe_bei_fragen_zur_steuererklaerung

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