Steuererklärung frist verpasst

    0
    41

    Abgabe der Steuererklärung Was, wenn man die Frist versäumt?

    Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür nicht mehr lange Zeit. Aber wie ernst muss man den Abgabestichtag eigentlich nehmen? Und wann kann man sich die Arbeit schenken?

    Die Zeit läuft: Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte sich langsam an die Arbeit machen, denn in weniger als vier Wochen endet die Abgabefrist. Aber der Termin gilt längst nicht für jeden. Und wenn man die Steuererklärung vertrödelt, ist das zunächst auch noch kein Problem.

    Belege sammeln, Kosten zusammenrechnen – wer viel absetzen will, muss für die Steuererklärung einigen Aufwand betreiben.

    Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung ist jeweils der 31. Mai des Folgejahres. Weil das Datum in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, reicht es, wenn die Formulare bis zum Montag den 2. Juni beim Finanzamt eintreffen. Übernimmt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung, verschiebt sich die Abgabefrist auf den 31. Dezember. Wer keine Steuererklärung abgeben muss, sich aber Geld vom Fiskus zurückholen möchte, hat dafür deutlich länger Zeit, nämlich vier Jahre. Die Steuererklärung für 2013 sollte also bis zum 31. Dezember 2017 beim Finanzamt sein, danach wird sie nicht mehr bearbeitet.

    Wer muss, wer nicht?

    Beeilen müssen sich also nur Steuerzahler, die pflichtveranlagt sind – und das sind längst nicht alle. Betroffen sind beispielsweise Rentner, wenn sie mehr als 1500 Euro Bruttorente im Monat bekommen oder weitere Einkünfte haben, mit denen sie über dem Grundfreibetrag von 8130 Euro (Verheiratete 16.260 Euro) liegen. Pflicht ist die Steuererklärung auch für Selbständige und Freiberufler. Bei Arbeitnehmern übernimmt die Firma den Lohnsteuereinzug, oft ist die Steuerschuld damit schon getilgt. Etwa jeder zweite Arbeitnehmer muss deshalb keine Steuererklärung abgeben. In den folgenden Fällen müssen aber auch Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen:

    Freibeträge: Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen – entstehen solche Ausgaben regelmäßig, kann man beim Finanzamt Freibeträge eintragen lassen. Das Nettogehalt fällt dann höher aus. Allerdings muss man dann auch eine Steuererklärung abgeben. Kinder- oder Hinterbliebenenfreibeträge führen dagegen nicht zur Abgabepflicht.

    Andere Einkünfte: Egal ob Mieteinnahmen oder andere Nebeneinkünfte – wer 2013 Nebeneinkünfte über 410 Euro hatte, muss diese angeben und kommt deshalb um die Steuererklärung nicht herum. Das Gleiche gilt für Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld. Sie müssen zwar nicht versteuert werden, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt und erhöhen damit den Steuersatz.

    Steuerklassen: Wenn sich zusammenveranlagte Ehepaare nach der Kombination III und V versteuern lassen, werden möglicherweise Nachzahlungen fällig. So auch, wenn einer der Partner die Steuerklasse IV mit Faktor hatte. Dann muss die Steuererklärung sein.

    Außerordentliche Einkünfte: Abfindungen oder Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten gelten als außerordentliche Einkünfte, das heißt, sie entstehen nicht regelmäßig. Meistens werden sie ermäßigt nach der Fünftelregelung besteuert. Der Empfänger muss dann auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

    Was, wenn man die Abgabefrist verpasst?

    Der 31. Mai ist zwar der offizielle Stichtag, verpasst man ihn, ruft das aber nicht gleich die Steuerfahndung auf den Plan. Meistens haben die Finanzämter ohnehin erstmal genug damit zu tun, die eingegangenen Steuererklärungen zu bearbeiten. Schickt man die Steuererklärung also etwas später ab, hat das in der Regel keine Konsequenzen.

    Je nach Arbeitsbelastung verschickt das Finanzamt früher oder später eine Mahnung. Innerhalb von sechs Wochen ist die Steuererklärung dann einzureichen. An den gesetzten Stichtag sollte man sich halten. Denn danach kann das Finanzamt nach eigenem Ermessen Zwangsgelder und Verspätungszuschläge festsetzen. Meist gilt dabei das Prinzip: Je größer der Verzug, desto teurer wird es. Der Verspätungszuschlag darf bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags ausmachen.

    Wer die Aufforderung hartnäckig ignoriert, erhält irgendwann einen Steuerbescheid, in dem die Steuerlast geschätzt wird. Und diese Schätzung fällt für den Steuerzahler nur selten günstig aus.

    Ist abzusehen, dass man die Steuererklärung zum gesetzten Termin nicht fertig hat, kann man beim Finanzamt Aufschub beantragen. Dafür reicht ein formloser Brief mit der Bitte um "stillschweigende Fristverlängerung" bis zu einem bestimmten Datum. Gibt es keine Rückmeldung, gilt der Antrag als genehmigt. Zustimmen müssen die Finanzämter zwar nicht, die meisten sind aber kulant und akzeptieren es, wenn die Abgabe bis zum 30. September verschoben wird.

    Einkommenssteuererklärung: Was passiert, wenn ich meine Steuererklärung nicht abgebe?

    Frist verpasst : Was passiert, wenn ich die Steuererklärung nicht abgegeben habe?

    Mist, die Steuererklärung. Den Papierkram schieben viele gern vor sich her. Bis die Erinnerung vom Finanzamt kommt. Eigentlich muss die Steuererklärung Ende Mai abgegeben sein, sonst droht ein Verspätungszuschlag.

    Für die meisten Bundesländer endete mit dem 31. Mai die Frist zur Abgabe der Steuererklärung. In Nordrhein-Westfalen gibt es sogar eine verlängerte Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung: Wer sich bis Ende Mai beim Online-Portal Elster angemeldet hat, hat noch bis Ende Juli Zeit. Die Fristen gelten allerdings nur für diejenigen Steuerzahler, die dazu verpflichtet sind, die Erklärung abzugeben.

    Wer sie freiwillig abgibt, hat dafür bis zu vier Jahre Zeit. Das bedeutet: Sie können bis zum 31. Dezember 2017 noch eine freiwillige Einkommensteuererklärung für das Jahr 2013 nachreichen.

    Was passiert, wenn man die Steuererklärung verspätet oder gar nicht abgibt?

    Bis zu 10 Prozent der Steuersumme (höchstens aber 25.000 Euro), die ein einzelner Steuerpflichtiger nachzahlen muss oder erstattet bekommt, kann das Finanzamt als Verspätungszuschlag verlangen. Entschieden wird im Einzelfall, nämlich durch den jeweils zuständigen Finanzbeamten.

    Der Sachbearbeiter prüft nach eigenem Ermessen, ob ein Steuerpflichtiger den Verspätungszuschlag zahlen muss oder nicht. Die Information, wie hoch der jeweilige Zuschlag ausfällt, erhalten Betroffene gemeinsam mit ihrem Steuerbescheid per Post.

    Das könnte Sie auch interessieren

    Steuerberater-Tipps : So einfach können Sie Handwerker-Kosten von der Steuer absetzen

    Oft falsch gemacht : Die zehn häufigsten Fehler bei der Steuererklärung

    Nachreichen – geht das?

    „Bürgerinnen und Bürger, die die Anmeldefrist verpasst haben, sollten die Abgabe der Steuererklärung schnellstmöglich nachholen“, rät Lars Fiethen vom Finanzministerium NRW. Er empfiehlt, das Finanzamt auf das verspätete Einreichen der Steuererklärung und die Gründe dafür hinzuweisen. „Nur so können nachvollziehbare Gründe für die verspätete Abgabe in die Entscheidung einfließen“.

    Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragen

    Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, muss sie erst bis Ende Dezember in diesem Jahr abgeben.

    Vorsicht, Steuerschätzung

    Wird erst gar keine Steuererklärung abgegeben, droht eine Steuer-Schätzung. Und eine solche Schätzung entbindet den Steuerpflichtigen nicht von der Abgabe einer Steuererklärung.

    Krankheit schützt vor Zuschlag nicht

    Unfall, Krankheit, Reha – wer aus gesundheitlichen Gründen seine Steuererklärung zu spät abgibt, muss das ausreichend und überzeugend begründen. Die bloße Tatsache, kurz vor der Abgabefrist krank gewesen zu sein, schützt in der Regel nicht vor einem Verspätungszuschlag. Das hat das Finanzgericht Köln in einem Urteil klargestellt (FG Köln vom 30.5.2012, Az.: 7 K 3652/11). Bei langen und schweren Krankheiten oder unvorhersehbaren Ereignissen kann im begründeten Einzelfall durchaus aber eine Fristverlängerung beantragt werden.

    Letztendlich ist es immer am besten, sich mit seinem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen, so kann die Situation am besten gelöst werden.

    Steuererklärung 2017: Frist verpasst – das droht Ihnen

    Aktualisiert: 13.06.17 16:13

    Zuschlag vom Finanzamt

    Steuererklärung 2017: Frist verpasst – das droht Ihnen

    Bis zum 31. Mai mussten diejenigen Deutschen, die dazu verpflichtet sind, ihre Steuererklärung abgeben. Doch was passiert eigentlich, wenn Sie es nicht tun?

    Haben Sie es auch verschwitzt? So manchen Deutschen wird es wohl jetzt wie Schuppen von den Augen fallen. Grund dafür: Am 31. Mai 2017 mussten einige Bürger ihre Steuererklärung für 2016 beim Finanzamt abgeben. Zumindest diejenigen, die dazu verpflichtet sind. Darunter zählen, Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende sowie Arbeitnehmer, die gleichzeitig mehrere Jobs haben und Gehälter beziehen.

    Steuererklärung 2017: Wer verpflichtet ist, muss die Steuererklärung nachreichen

    Alle anderen können jetzt aufatmen: Sie haben bis zu vier Jahre Zeit, rückwirkend ihre Steuererklärung nachzureichen. Auch diejenigen, die in Nordrhein-Westfalen und Bayern wohnen, haben Glück – wer sie hier elektronisch über das Online-Portal Elster macht, darf sich sogar bis zum 31. Juli Zeit lassen.

    "Für all diejenigen, die authentifiziert per Elster ihre Steuererklärung abgeben, wird eine Neuregelung in Bayern vorgezogen und es gilt schon in diesem Jahr eine verlängerte Frist. Mit dem teilweisen Vorziehen der gesetzlichen Neuregelung schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz zur weiteren Digitalisierung der Steuerveranlagung", teilte Finanzminister Dr. Markus Söder mit.

    Doch Vorsicht: Achten Sie hier besonders auf das Wörtchen "authentifiziert". Denn nur wer sich auf ElsterOnline registriert und mit einem Aktivierungscode, den Sie per Post zugeschickt bekommen, die Authentifizierung bestätigt, hat bis Ende Juli Zeit.

    Wer dies nämlich ohne Zertifikat tut und zum Beispiel seine Steuererklärung über ElsterFormular an das Finanzamt elektronisch übermittelt, der muss dennoch eine komprimierte Version zusätzlich schriftlich an die zuständigen Finanzbehörden schicken. Räumen Sie sich also genug Zeit dafür ein. Doch was tun, wenn Sie nun dazu verpflichtet sind – und vergessen haben, Ihre Steuererklärung abzugeben?

    Steuererklärung: Frist verpasst – saftiger Verspätungszuschlag möglich

    Dann könnte es passieren, dass der Fiskus einen satten Verspätungszuschlag von Ihnen fordert. Und zwar bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro), die ein einzelner Steuerpflichtiger nachzahlen muss oder erstattet bekommt.

    Ob Sie den Zuschlag allerdings wirklich zahlen müssen, hängt von Ihrem zuständigen Finanzbeamten ab. Dieser entscheidet nämlich nach eigenem Ermessen darüber, ob Sie draufzahlen müssen oder nicht. Erfahren werden Sie es spätestens bei Ihrem Steuerbescheid, den Sie per Post erhalten.

    Zumindest sollten Sie sich nicht darum drücken und sobald wie möglich die Steuererklärung nachzureichen. "Bürgerinnen und Bürger, die die Anmeldefrist verpasst haben, sollten die Abgabe der Steuererklärung schnellstmöglich nachholen", rät Lars Fiethen vom Finanzministerium NRW.

    Zeigen Sie daher Mut – und weisen Sie die Finanzbehörden auf Ihre Verspätung hin. Zudem erklären Sie die Gründe, warum Sie Ihre Steuererklärung erst jetzt abgeben. So können Sie vielleicht noch auf die Kulanz des zuständigen Finanzbeamten hoffen.

    Steuererklärung 2017: So umgehen Sie den Verspätungszuschlag

    Achten Sie allerdings darauf, dass Ihre Gründe plausibel sind und sie gut und verständlich erklären können. Haben Sie zum Beispiel längere Zeit mit einer schweren Krankheit zu kämpfen gehabt oder waren sogar wochenlang auf Kur, bedeutet es nämlich noch lange nicht, dass Sie automatisch vom Zuschlag verschont werden. Allerdings stehen die Chancen dann besser, eine Fristverlängerung beantragen zu können. Das gleich gilt auch, wenn plötzliche Ereignisse wie ein Unfall eintreten.

    Es empfiehlt sich daher generell, um etwaige Komplikationen zu vermeiden, stets einen Steuerberater oder eine Lohnsteuerhilfe zu Rate zu ziehen. Vor allem, wenn Sie dazu verpflichtet sind, jährlich die Steuererklärung zu machen. Dann können Sie nämlich sogar bis zum 31. Dezember warten, bis Sie diese abgeben.

    Wer dagegen gar keine Steuererklärung abgibt und sich still hält, dem droht eine Steuer-Schätzung. Und diese entbindet Sie ebenfalls nicht davon, dennoch eine Steuererklärung vorzuweisen. Daher ist es wichtig, dass Sie in jedem Fall so schnell wie möglich Ihr zuständiges Finanzamt informieren – und mit ihm eine Lösung finden.

    Lesen Sie hier weiter, wie Sie bei Ihrer Steuererklärung für 2016 richtig viel Geld herausholen können.

    Auch interessant: Abgabefrist und gesetzliche Änderungen – das hat sich alles 2017 zwecks Steuererklärung geändert.  

    Erfahren Sie hier zudem, wie Sie ganz einfach die Abgabefrist umgehen können.

    Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Was-wenn-man-die-Frist-versaeumt-article12792466.html, http://mobil.ksta.de/ratgeber/finanzen/geld/frist-verpasst-was-passiert–wenn-ich-die-steuererklaerung-nicht-abgegeben-habe–23623168, http://www.merkur.de/leben/geld/steuererklaerung-2017-frist-verpasst-droht-ihnen-zr-8399443.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here