Steuererklärung für studenten anleitung

    0
    122

    Steuererklärung Student: So kannst Du Steuern sparen!

    Steuererklärung für Studenten – einfach und schnell Dein Geld zurückholen

    Welcher Student kennt das nicht: Am Ende des Monats wird das Geld für Pizza und Bier knapp – und das, obwohl Du in den Semesterferien 6 Wochen lang gejobbt hast.

    Kein Wunder, denn schließlich hast Du dank Finanzamt von den verdienten 3.000 EUR nur 2.500 EUR auf Dein Konto bekommen. Hole Dir Dein Geld zurück – ganz einfach mit einer Steuererklärung! Warum dann nicht mal von dem Geld in den Semesterferien in Urlaub fahren?

    Freiwillige Steuererklärung Student: Das lohnt sich!

    In der Regel sind Studenten nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Das heißt aber nicht, dass sie keine abgeben dürfen. Eine freiwillige Steuererklärung kann sich richtig lohnen! Für diejenigen, die auf 450-EUR-Basis arbeiten, bringt das jedoch nichts. Es lohnt sich erst dann, wenn Lohnsteuer abgezogen wurde. Dies kannst Du Deiner Gehaltsabrechnung entnehmen.

    Wenn Du als Ferienjobber gearbeitet hast oder ein bezahltes Praktikum absolvierst, lohnt es sich meist, eine Steuererklärung abzugeben!

    Eine freiwillige Steuererklärung von einem Student muss spätestens nach 4 Jahren eingereicht werden. Es empfiehlt sich allerdings, dem Finanzamt die Steuererklärung schon früher zuzusenden. Denn es gilt: Wer früher seine Steuererklärung abgibt, bekommt früher sein Geld! Außerdem ist es wesentlich einfacher, wenn Du Belege vom Vorjahr zusammensuchst, als wenn Du Dich daran erinnern musst, was Du vor 3 Jahren gemacht hast.

    Pflicht eines Studenten zur Abgabe einer Steuererklärung

    Nur wenige Studenten müssen eine Steuererklärung abgeben. Du bist verpflichtet,

    • wenn Du als Selbstständiger auf Rechnung mehr verdienst als der Grundfreibetrag (2015: 8.472 EUR; 2016: 8.652 EUR; 2017: 8.820 EUR).
    • wenn Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte vorliegen, die in Summe mehr ergeben als der Grundfreibetrag.
    • wenn Du mehrere Arbeitgeber hattest.

    Wenn Du verpflichtest bist, eine Steuererklärung als Student einzureichen, dann musst Du diese bis zum 31.5. im darauf folgenden Jahr bei Deinem Finanzamt abgegeben. Das heißt, die Steuererklärung von 2017 muss bis zum 31.5.2018 vorliegen.

    smartsteuer – Die Online-Lösung für meine Steuererklärung

    • Steuererklärung in maximal 90 Minuten
    • Online ausfüllen
    • Keine Software oder Installation notwendig
    • Sichere Übermittlung Deiner Daten direkt ans Finanzamt
    • Bezahlt wird erst am Ende

    Steuererklärung Student: Was Du absetzen kannst

    Es gibt eine Vielzahl an Dingen, die Du in einer Steuererklärung als Student angeben kannst. Alles, was mit dem Studium zu tun hat, kann abgesetzt werden. Hier eine Übersicht:

    Wenn Du einen neuen Computer kaufst, wird er nur teilweise angerechnet. Das Finanzamt geht davon aus, dass Du ihn nicht nur für das Studium, sondern auch privat nutzt.

    Ebenfalls absetzen kannst Du eine doppelte Haushaltsführung. Wenn Du also beispielsweise für Dein Studium in eine neue Stadt gezogen bist, jedoch auch im Elternhaus noch eine Wohnung hast, so kannst Du diese angeben.

    Wichtig ist aber, dass Du auch regelmäßig dort bist. Es ist nicht möglich, nur ein Kinderzimmer anrechnen zu lassen. Du musst einen eigenen Wohnbereich haben und dafür Miete bezahlen. Dies kannst Du beispielsweise dadurch lösen, dass Deine Eltern Dir zu jedem Monatsbeginn einen Betrag zur Unterstützung überweisen und Du Mitte des Monats die Miete an Deine Eltern überweist. Dadurch wurde zwar unter dem Strich nur Geld von einem Konto auf das andere überwiesen, Du bist dadurch aber offiziell der Mieter der Wohnung und kannst sie in Deiner Steuererklärung als Student angeben.

    Wichtig ist, dass Du alle Belege aufbewahrst. Es besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt Deine Ausgaben überprüft und einen Nachweis fordert. Dann musst Du Rechnung, Quittung oder Kontoauszug auf Verlangen vorzeigen.

    Steuererklärung Student: Hilfen für Deine Steuererklärung

    Wenn Du eine Steuererklärung als Student erstellst, hast Du die Auswahl zwischen:

    • Steuererklärung selber machen mit einer Software
    • Steuererklärung durch einen Steuerberater

    Beispiel: Steuererklärung eines Studenten – die Einnahmen

    Durch einen Aushilfsjob von Juli bis August hat unser Beispiel-Student in den Semesterferien gut verdient. Der Grundfreibetrag wurde damit allerdings noch nicht überschritten.

    Erst durch die weitere Tätigkeit im Dezember und den Mieteinnahmen einer Immobile wird der steuerfreie Grundbetrag überschritten. Jetzt lohnt es sich, eine Steuererklärung abzugeben.

    Beispiel: Steuererklärung eines Studenten – die Ausgaben

    Die Kosten für die Privat-Uni sowie die Kosten für die vermietete Immobilie (im Juni wurde eine neue Eingangstüre eingesetzt) reduzieren das zu versteuernde Einkommen so stark, dass unser Beispiel-Student über seine Steuererklärung wahrscheinlich alle bezahlten Einkommensteuern zurückbekommt.

    smartsteuer – Die Online-Lösung für meine Steuererklärung

    • Steuererklärung in maximal 90 Minuten
    • Online ausfüllen
    • Keine Software oder Installation notwendig
    • Sichere Übermittlung Deiner Daten direkt ans Finanzamt
    • Bezahlt wird erst am Ende

    Vorsicht vor bestimmten Anbietern von Online-Steuererklärungen!

    In der Welt der Online-Steuererklärungen ist leider nicht alles Gold, was glänzt. Zwar gibt es vertrauenswürdige Anbieter wie smartsteuer.

    Aber auf dem Markt tauchen auch immer wieder Tools auf, die sich in ihrer Werbung und ihren Funktionalitäten nicht unbedingt seriös präsentieren. Gerade im Bereich der Steuererklärung für Studenten ist die Chance groß, dass unerfahrene "Steuererklärer" sich von beschönigten Zahlen in die Irre führen lassen. Lesen Sie hier nach, welche negativen Erfahrungen User jüngst mit bestimmten Steuererklärungs-Tools sammelten (z.B. "Studentensteuererklärung").

    Weitere Beispiele

    Familie Müller, 2 Kinder

    Marco, 32, selbstständig

    ist ein Steuerfuchs

    und zahlt als Gründer

    Werner, 65, Rentner

    zahlt aufgrund eines

    keine Steuern und

    spart somit 207 EUR Steuern

    Natalie, 23, Berufsanfängerin

    Zum nächsten Schritt

    Weitere Antworten zur ersten Steuererklärung

    Steuerformulare für die Steuererklärung

    Steuerformulare für die Einkommensteuererklärung

    Die Abgabe einer Steuererklärung muss in besonderer Form erfolgen. Damit die eingereichte Steuererklärung vom Finanzamt akzeptiert wird, müssen die amtlich vorgeschriebenen Formulare genutzt werden. Der Mantelbogen zur Steuererklärung ist das zentrale Steuerformular und muss von jedem ausgefüllt werden. Darüber hinaus ist die Steuererklärung in verschiedene Anlagen gegliedert. Jede Anlage steht dabei für eine bestimmte Einkunftsart oder für einen speziellen Aufwand, die im Rahmen einer Steuererklärung geltend gemacht werden können.

    Wichtige Steuerformulare in der Übersicht

    • Mantelbogen: Dieses 4-seitige Hauptformular muss jeder ausfüllen. Hier werden allgemeine Angaben zur Person (Name, Adresse, Kontoverbindung etc.) gemacht, aber auch Handwerkerleistungen oder Behinderungen werden hier eingetragen.
    • Anlage N: Wenn du Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit erzielst und eine Lohnsteuerkarte hast, musst du dieses Formular ausfüllen. Hier trägst du u.a. deine Einkünfte, gezahlte Lohnsteuer und Werbungskosten ein.
    • Anlage S: Als Selbstständiger oder Freiberufler nutzt du dieses Formular, um deine Einkünfte oder Verluste anzugeben.
    • Anlage G: Wenn du einen Gewerbebetrieb angemeldet hast, trägst du Gewinne und Verluste hier ein.
    • Anlage Vorsorgeaufwand: Gezahlte Versicherungsbeiträge und Ausgaben für die Altersvorsorge gehören in dieses Steuerformular. Hierzu zählen etwa Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Aber auch Beiträge zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Unfall- und Haftpflichtversicherungen.
    • Anlage KAP: Wenn du Kapitalerträge durch Aktiendepots, Bankeinlagen etc. erzielst, musst du diese hier angeben.

    Wo bekomme ich die Steuerformulare?

    Wenn du deine Steuererklärung komplett selbst und auf Papier machen willst, bekommst du alle notwendigen Steuerformulare und Anlagen entweder vor Ort in deinem Finanzamt oder kannst diese auf der Webseite des Finanzministeriums herunterladen.

    Hinweis: Wenn du über kein ausgeprägtes Steuerwissen verfügst, wirst du schnell feststellen, dass das Ausfüllen der Formulare ganz schön kompliziert und zeitaufwändig ist. In der Regel wesentlich einfacher für Steuerlaien ist die Erstellung einer Steuererklärung mit Hilfe von Steuerprogrammen oder einer Online-Software wie der von StudentenSteuererklärung.

    Alternativen zu den Steuerformularen in Papierform

    Online-Software

    Eine moderne Lösung für eine Steuererklärung per PC, Laptop, Tablet oder Smartphone bieten dir verschiedene Online-Anbieter.

    ELSTER Formular

    Die offiziellen Steuerformulare gibt es auch als elektronische Version im ELSTER-Portal der Finanzämter.

    Steuer CD-ROM

    Du kannst dir eines von vielen Steuerprogrammen auf CR-ROM kaufen und deine Steuererklärung am Computer erstellen.

    Steuerberater

    Wenn du keine Lust darauf hast, selbst eine Steuererklärung zu machen, kannst du auch einen Steuerberater beauftragen.

    Vor- und Nachteile der Alternativen zu den klassischen Steuerformularen

    Eins vorneweg: Welche Variante zur Erstellung einer Steuererklärung die geeignetste ist, hängt natürlich nicht zuletzt von den persönlichen Vorlieben ab. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Menschen mit dem Ausfüllen von Steuerformularen ohne Hilfestellung schnell überfordert sind. Gerade für Studenten eignen sich die klassischen Steuerformulare in Papierform nur bedingt, da sie sich in erster Linie an Arbeitnehmer, Selbstständige oder Rentner richten und viele für Studenten typische Kosten- und Einnahmenpositionen nicht (oder nicht eindeutig) berücksichtigen.

    ELSTER-Formular

    • Wenn im Vorjahr bereits das Elster-Formular genutzt wurde, können viele Daten wieder übernommen werden.
    • Durch eine Plausibilitätsprüfung kann sichergestellt werden, dass das Finanzamt die gemachten Angaben akzeptiert.
    • Die Vergleichsfunktion ermöglicht die Überprüfung der Daten der Erklärung mit den Daten des Steuerbescheids auf Abweichungen hin.
    • Das Elster-Formular kann auch genutzt werden, wenn einem noch keine Steuernummer zugewiesen wurde.
    • Das Elster-Formular unterscheidet sich kaum von den Steuerformularen auf Papier.
    • Es eignet sich daher nur für all jene, die auch ohne Probleme mit den Formularen in Papierform zurechtkommen.
    • Für Studenten ist zudem nicht sofort ersichtlich, wo z.B. welche Studienkosten eingetragen werden können.
    • Relativ hoher Zeitauwand.

    Steuer CD-ROMs

    • Die Steuer CD-ROMs verzichten auf komplizierte Formulare.

    • Die Programme erlauben meist nur die Steuererklärung für ein bestimmtes Jahr.
    • Wer mehrere Steuererklärungen machen will, muss auch mehrere CD-ROMs kaufen.
    • Die CD-ROMs sind gerade für Studenten nur bedingt geeignet, da sie nicht eindeutig auf deren persönliche Situation eingehen.
    • Relativ hoher Zeitaufwand.

    Steuerberater

    • Umfassende Steuerberatung zur individuellen Lebens- und Studiensituation.
    • Der Steuerberater übernimmt bei Bedarf die Kommunikation mit dem Finanzamt.
    • Kaum Zeitaufwand für den Kunden selbst.
    • Die Dienstleistung eines Steuerberaters ist meist mit hohen Kosten verbunden.

    Online-Steuererklärungen

    • Keine komplizierten Formulare, sondern zumeist Datenabfrage in einfacher Interview-Form.
    • Viele Hilfen & Tipps ermöglichen eigenständige Erstellung einer Steuererklärung.
    • Oft geräteunabhängige Erstellung der Erklärung möglich: PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.
    • Automatische Übertragung der Angaben in das offizielle Steuerformular.
    • Steuerformular kann direkt online ans Finanzamt gesendet werden.
    • Internetverbindung als notwendige Voraussetzung.
    • Zumeist keine Berücksichtigung der speziellen Steuer-Situation von Studenten.

    Die Steuererklärung speziell für Studenten & Absolventen

    Wer keine Lust hat, sich durch eine Vielzahl an Steuerformularen zu kämpfen, der hat mit dem Steuer-Tool von StudentenSteuererklärung.de die Möglichkeit, seine Steuererklärung schnell und einfach online zu erstellen.

    Vorteile von StudentenSteuererklärung.de auf einen Blick

    • Einfaches Steuer-Interview statt komplizierter Steuerformulare.
    • Berücksichtigung aller Studienkosten und Pauschalen.
    • Übertragung der Angaben automatisch in das offizielle Steuerformular.
    • Von allen Finanzämtern in Deutschland anerkannt.
    • Maximale Erstattung der Ausgaben für Studium & Co.
    • Für "Steuerneulinge" sehr gut geeignet.

    Schnell & einfach

    Erstelle in kurzer Zeit deine Steuererklärung für die Studienzeit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

    Wir sind keine Steuerberater! Bei technischen Fragen zum Steuer-Tool helfen wir dir aber gerne weiter.

    Steuer-Ratgeber

    Mit unserem Blog versorgen wir dich fortlaufend mit relevanten Informationen zum Thema "Studium & Steuern".

    Max. Erstattung

    Viele Tipps & Tricks im Steuer-Tool helfen dir, eine maximale Erstattung deiner Studienkosten zu erzielen.

    Die erste Steuererklärung

    Geld zurück vom Staat – so geht es

    © Gina Sanders – Fotolia.com

    Früher oder später trifft es fast jeden: Die erste eigene Steuererklärung steht an. Manche müssen erst aktiv werden, sobald sie ihr erstes Gehalt verdienen. Für andere lohnt sich die Steuererklärung schon während des Studiums. Doch wie funktioniert das genau?

    1. Was ist eigentlich eine Steuererklärung?

    Die Steuererklärung ist eine Art Abrechnung des Steuerzahlers mit dem Finanzamt. Der Arbeitnehmer gibt dabei

    • seine steuerpflichtigen Einnahmen an und
    • die Ausgaben, die seine Steuerlast mindern.

    Aus diesen Angaben errechnet das Finanzamt, wie viel Steuern du genau zahlen musst und verrechnet diese mit den schon gezahlten Steuern. Am Ende bekommst du einen Steuerbescheid zugeschickt, die offizielle Berechnung des Finanzamts. Daraus ergibt sich, ob du zu viel Steuern gezahlt hast und Geld zurückbekommst, ob alles auf den Cent genau aufgeht, oder ob du zu wenig Steuern gezahlt hast und nachzahlen musst.

    2. Wer muss eine Steuererklärung machen? Auch Studenten?

    Gehen wir vom normalen Arbeitnehmer aus (90 Prozent aller Erwerbstätigen). Jeden Monat behält dein Arbeitgeber einen Anteil von deinem Gehalt ein und zahlt ihn als Steuern direkt ans Finanzamt. Fast immer kannst du einen Teil davon wiederbekommen. Daher ist eine Steuererklärung für die meisten sinnvoll.

    • du neben deinem Gehalt sonstige steuerpflichtige Einnahmen von mehr als 410 Euro hast (z.B. Einkünfte durch Vermietung)
    • du bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt warst (Steuerklasse VI)
    • du auf deiner Lohnsteuerkarte zusätzlich sogenannte Freibeträge hast eintragen lassen, weil du schon während des Jahres mehr netto wolltest, und dein Einkommen über 10.200 Euro beträgt.

    Mit smartsteuer kannst du nicht nur deine Steuerersparnis berechnen, sondern auch deine komplette Steuererklärung online abwickeln. e-fellows können das Tool kostenlos nutzen.

    3. Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben?

    Offizieller Abgabetermin ist immer der 31. Mai des Folgejahres bei dem Finanzamt, bei dem du momentan deinen Wohnsitz hast. Wenn du dir Hilfe von einem Steuerberater holst, verlängert sich die Frist bis zum 31. Dezember des Folgejahres. Fällt einem erst später auf, dass sich eine freiwillige Steuererklärung doch gelohnt hätte, so hat man dafür bis zu vier Jahre Zeit (Steuererklärung 2015 also bis Ende 2019).

    4. Welche Unterlagen muss ich sammeln?

    Als erstes brauchst du eine Steuer-ID. Diese gilt, anders als die alte Steuernummer, ein Leben lang. Die Steuer-ID wurde bis zum 31. Dezember 2008 jedem Bundesbüger zugeschickt. Hast du noch keine Post bekommen, wende dich an das Finanzamt, wo du deinen Hauptwohnsitz hast.

    Hast du schon mal eine Steuererklärung abgegeben?

    5. In welches Formular kommt was rein?

    Die Formulare gibt es entweder beim Finanzamt selbst oder über Elster (s.u.). Du kannst auch eine Steuersoftware nutzen.

    Obligatorisch für alle ist das Hauptformular (Mantelbogen). Hier trägst du deine persönlichen Daten ein sowie Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. (Was das ist, erfährst du unter Punkt 6.)

    • Anlage N: Für Arbeitnehmer
    • Anlage AV: Für alle Riester-Sparer
    • Anlage KAP (und eventuell AUS): Für Kapitaleinkünfte, trotz Abgeltungssteuer oft immer noch nötig
    • Anlage Kind
    • Anlage G bzw. S: gewerbliche Einkünfte und Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
    • Anlage Vorsorgeaufwand: Hier werden Beiträge zur Altersvorsorge und zur Krankenversicherung eingetragen, da diese teilweise die Steuerlast vermindern.

    6. Wie berechnet sich meine Steuer?

    Das Steuerrecht unterscheidet sieben verschiedene Einkunftsarten, bei denen du jeweils getrennt Einnahmen minus dafür aufgewendete Ausgaben berechnest. Bei Arbeitnehmern heißen diese Werbungskosten (= Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung des Arbeitslohns, s.u.):

    • Land- und Forstwirtschaft
    • Gewerbebetrieb
    • Selbstständige Arbeit
    • Nichselbstständige Arbeit (Arbeitnehmer)
    • Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden. )
    • Vermietung und Verpachtung
    • Sonstige Einkünfte (z.B. Renten. )

    Von der Summe dieser Einkünfte werden Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und eventuell Kinderfreibeträge abgezogen. Heraus kommt das zu versteuernde Einkommen. Steuern werden allerdings erst über dem Grundfreibetrag von 8.130 Euro fällig. Dabei ist der Steuersatz umso höher, je mehr du verdienst (progressiver Steuertarif: 14 Prozent bis 42 Prozent). Außergewöhnliche Belastungen sind zum Beispiel Kosten, die durch Krankheit, Scheidung oder Beerdigung von Angehörigen entstehen. (Details bei Wikipedia). Zu den Sonderausgaben siehe Punkt 8.

    Weitere Artikel zum Thema "Steuern"
    Tipps zur Steuererklärung

    Mehr Netto vom Brutto

    Steuervorteil Studienkosten

    Das Studium von der Steuer absetzen

    Finanzen im Studium

    7. Werbungskosten

    Werbungskosten sind bei Arbeitnehmern die wohl am häufigsten verwendete Steuersparkategorie. Der Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro wird immer dann vom Finanzamt automatisch herangezogen, wenn deine Ausgaben geringer sind – allerdings darf dein Einkommen durch den Werbungskostenpauschbetrag nicht negativ werden. Zu deinen Werbungskosten zählen zum Beispiel:

    • Bewerbungskosten: Kosten für Inserate, Kauf von Zeitschriften, Bewerbungsmappen, Telefongespräche, Fahrten (soweit nicht erstattet), Fachbücher usw. Laut FG Köln 7.7.2003, Az. 7 K932/03 kann auch pauschal 8,50 Euro pro Bewerbung angesetzt werden (2,50 Euro ohne Mappe, z.B. per E-Mail).
    • Beruflich veranlasste Umzugskosten: Diese kannst du absetzen, wenn du nach dem Studium für den Berufsantritt in eine andere Stadt umgezogen bist. Dazu zählen neben den Transportkosten, Reisekosten, doppelten Mietzahlungen und Maklergebühren auch sonstige Umzugskosten (Pauschale: 636 Euro, 1.271 Euro für Verheiratete).
    • Fortbildungskosten: Jede beruflich veranlasste Aus- und Weiterbildungsmaßnahme, die nach dem Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums besucht wird, näheres siehe unten.
    • Fahrtkosten: Mittlerweile wieder 30 Cent pro Kilometer und Arbeitstag unabhängig vom Verkehrsmittel. Prinzipiell ist die kürzeste Verbindung anzusetzen (auch das Finanzamt kennt Google Maps), Umwege sind möglich, zum Beispiel, wenn sie trotz längerer Strecke schneller sind.
    • Beiträge zu Berufsverbänden
    • Arbeitsmittel (Fachliteratur, Büromaterial, Computer, Schreibtisch, Aktentasche, Druckerpapier, Stifte. ) Kostet ein Arbeitsmittel über 487,90 Euro wird der Preis auf die Nutzungsdauer (gemäß AfA-Tabellen) verteilt. Eventuell musst du einen Teil abziehen, wenn du das Gerät auch privat nutzt (z.B. Computer).
    • Berufskleidung: Alles, was man auch privat tragen könnte, ist leider keine Berufskleidung. Damit fällt zum Beispiel der Anzug fürs Büro weg.
    • Berufliche Auswärtstätigkeit (Dienstreise): Tätigkeit abweichend von der regelmäßigen Arbeitsstätte
    • Arbeitszimmer: Wenn du ausschließlich zuhause arbeitest, weil dein Arbeitgeber dir kein Arbeitszimmer zur Verfügung stellen kann, kannst du die Miete für das Zimmer absetzen.
    • Kontoführungsgebühren: 16 Euro werden pauschal anerkannt, wenn keine höheren Kosten vorliegen.

    "Normalerweise sind Promotionskosten Ausbildungskosten und fallen somit unter die beschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben (4.000 Euro). Ist die Promotion jedoch relevant für den späteren Beruf, zum Beispiel bei einer Hochschulkarriere, und man begründet dies, fallen alle Promotionskosten unter die unbeschränkt abzugsfähigen Werbungskosten, da sie mit dem zukünftigen Einkommen zu tun haben."

    Tipp von e-fellow Jan

    8. Sonderausgaben

    • Vorsorgeaufwendungen: Für die gesetzliche Rentenversicherung (2011: 20 Prozent deiner Beiträge) und für die Beiträge zur gesetzlichen Kranken-/Pflegeversicherung in voller Höhe. Für Privatversicherte stellt die Versicherung eine Aufteilung der Beiträge in abzugsfähige und darüber hinausgehende Beitragszahlungen aus. Sonstige Versicherungen (Berufsunfähigkeit / Haftpflicht / Unfall und so weiter) werden nur noch berücksichtigt, wenn die Beiträge zur Kranken-/Pflegeversicherung die Grenze von 1.900 Euro nicht überschritten haben. Da diese Grenze bereits ab einem Jahresgehalt von 21.500 Euro erreicht wird, fallen bei den meisten Arbeitnehmern die sonstigen Versicherungen leider unter den Tisch.
    • Kirchensteuer
    • Spenden: Maximal 20 Prozent vom Gesamtbetrag der Einkünfte, bis 200 Euro reichen Zahlungsbelege wie Kontoauszüge, darüber ist eine Spendenquittung nötig. Wenn deine Spenden höher sind, zum Beispiel, weil du nichts verdienst und trotzdem spendest, kannst du deine Spenden zeitlich unbegrenzt vortragen lassen, damit sie sich später lohnen, wenn du dein erstes Geld verdienst.
    • Studium: Kosten für eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium an Hoch-/Fachhochschulen und vergleichbaren Einrichtungen sind bis zu 6.000 Euro als Sonderausgaben absetzbar. Zu den abziehbaren Kosten gehören zum Beispiel Lehrgangsgebühren, Studiengebühren, Arbeitsmittel, Zinsen für Ausbildungsdarlehen, eventuell doppelte Haushaltsführung, Fahrtkosten und so weiter. Klingt toll, ist es aber in der Praxis nicht, da Sonderausgaben nur mit den Einkünften des selben Jahres verrechnet werden können und somit bei den meisten Studenten nutzlos verfallen. Näheres steht dazu im Artikel Studium von der Steuer absetzen.

    Automatisch berücksichtigt wird zudem der Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro, den aber fast jeder knacken kann.

    9. Elster und weitere elektronische Helfer

    Um deine Einkommenssteuer am Computer zu machen, kannst du Elster benutzen, die kostenlose Steuersoftware des Finanzamts. (Analogien zwischen dem diebischen Vogel und dem Finanzamt sind natürlich ganz zufällig. Anscheinend haben auch Finanzbeamte Humor. ) Vorteil: Das Programm übernimmt deine Vorjahresdaten und prüft, ob deine Einträge plausibel sind. Nachteil: Elster gibt natürlich keine Steuerspartipps.

    Wer das sucht, kann auf kostenpflichtige Programme zurückgreifen. Neben einer Ausfüllhilfe und einem Glossar zum Nachschlagen verfügen sie teilweise über eine Schnittstelle mit Elster, so dass du deine Daten gleich elektronisch übermitteln kannst. Allerdings solltest du dich vor dem Kauf gut über Qualität und Zuverlässigkeit des Programms informieren, da viele bei etwas komplexeren Fällen kapitulieren.

    Ob Elster oder eine andere Steuersoftware – eines bleibt dir nicht erspart: Nach dem Ausfüllen musst du die unterschriebene Erklärung und deine Belege per Post an das Finanzamt schicken.

    • Facebook Like
    • Derzeit 4.5 von 5 Sternen.
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5

    Bewertung: 4.5 /5 ( 137 Stimmen)

    Vielen Dank für deine Bewertung!

    Du hast diesen Artikel bereits bewertet.

    Bewertung wurde geändert.

    Stipendium gesucht?

    In der Stipendien-Datenbank findest du fast 900 Stipendien von 500 Institutionen – für Bachelor, Master, Praktikum und Promotion.

    Verwandte Artikel
    Anlagetipps fürs kleine Budget

    Donald oder Dagobert

    Wie reich sind Studenten?

    900 Euro im Monat

    Konsumverzicht ist für Studenten kein Fremdwort
    Bleib informiert

    Hol dir Karriere-Infos,

    Jobs und Events

    regelmäßig in dein Postfach

    Kommentare (3)

    Zum Kommentieren bitte einloggen.

    Hallo, ich habe den Link ausgetauscht – danke für den Hinweis! Melanie

    Der Link im Text führt ins Leere. Afa-Tabellen

    Wer seine Steuererklärung nicht macht, dem kann man auch nicht mehr helfen. Ich mache die sogar unter Linux und brauche lediglich einen ganzen Sonntag dafür: http://www.kammerath.net/steuererklaerung-linux.html – Einfach mal ein Programm kaufen und Schritt für Schritt machen, dann abschicken und auf das Geld freuen 🙂

    Das könnte dich auch interessieren
    Community-Fragen
    Community-Gruppen

    Das Online-Stipendium & Karrierenetzwerk

    Gesellschafter: ZEIT Verlagsgruppe, McKinsey & Company Inc

    Источники: http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuererklaerung-student.html, http://www.studentensteuererklaerung.de/elster-steuerformulare, http://www.e-fellows.net/Studium/Studienfinanzierung/Geld-sparen-als-Student/Die-erste-Steuererklaerung

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here