Steuererklärung kilometer

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    Entfernungspauschale

    30 Cent pro Kilometer für den Weg zur Arbeit

    • Zuletzt aktualisiert: 1. November 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Finanzamt erkennt für die Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte pro Arbeitstag jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke als Fahrtkosten an, und zwar pauschal mit 30 Cent.
    • Sie können in Ihrer Steuererklärung für Fahrten zur Arbeit grundsätzlich bis zu 4.500 Euro im Jahr ansetzen.
    • Die Entfernungspauschale ist verkehrsmittelunabhängig, das heißt sie gilt gleichermaßen für Fußgänger, Radler, Motorrad-, Bus- und Bahnfahrer sowie für Autofahrer und ihre Beifahrer. Ausgenommen sind Flüge.
    • Sonderregeln gelten für behinderte Menschen sowie für diejenigen, die Park & Ride nutzen, und für Fahrgemeinschaften.

    So gehen Sie vor

    • Wenn Sie an mehreren Orten arbeiten, muss Ihr Arbeitgeber einen davon als Ihre „erste Tätigkeitsstätte“ festlegen. Fahrten zu anderen Arbeitsorten können Sie als Dienstreise abrechnen – das heißt, Sie können Hin- und Rückfahrt statt nur die Entfernung ansetzen.
    • Nutzen Sie ausschließlich die Entfernungspauschale, müssen Sie grundsätzlich keine Belege sammeln.
    • Wohnen Sie weit weg vom Arbeitsplatz und fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kann sich das Belege-Sammeln doch lohnen. Denn es gibt Ausnahmen vom 4.500 Euro-Höchstbetrag im Jahr.
    • Diese Ausnahmen gelten, wenn Sie einen privaten Pkw oder einen Firmen- oder Dienstwagen nutzen, bei Familienfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung und wenn die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher sind.
    • Als Arbeitnehmer tragen Sie Ihre Angaben auf der zweiten Seite der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein.

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    Das tägliche Pendeln zur Arbeit kostet nicht nur Zeit und Nerven – es geht bei großen Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz auch so richtig ins Geld. Für die meisten Arbeitnehmer sind Fahrtkosten die größte Abzugsposition bei der Steuer. Diese dürfen Sie als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung absetzen, allerdings grundsätzlich nur pauschal.

    Für Ihre Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können Sie eine Entfernungsspauschale in Höhe von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung von der Steuer absetzen. Die Pauschale gehört zu den Werbungskosten und ist unabhängig davon, wie Sie zur Arbeit und wieder nach Hause gelangen. Gesetzlich geregelt ist die Entfernungspauschale in Paragraf 9 Absätze 1 bis 4. Details mit Beispielen hat die Finanzverwaltung zusammengestellt (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2014, Gz. IV C 6 – S 2145/10/10005).

    Diese Grundsätze gelten

    Einfache Entfernungsstrecke: Natürlich fahren Sie täglich zweimal die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, nämlich hin und zurück. Manche fahren über die Mittagspause oder als Schichtarbeiter mehrmals nach Hause. Den Fiskus interessiert dies aber alles nicht. Pauschal dürfen Sie für jeden Arbeitstag nur einmal die einfache Wegstrecke abrechnen.

    Kürzeste Straßenverbindung: Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung maßgebend, wobei das Finanzamt nur volle Entfernungskilometer berücksichtigt. Eine andere als die kürzeste Straßenverbindung können Sie aber angeben, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und Sie sie regelmäßig gefahren sind. Verkehrsgünstiger ist eine Strecke, sofern Sie Ihre regelmäßige Arbeitsstätte trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen normalerweise schneller und pünktlicher erreichen.

    Welches Verkehrsmittel Sie tatsächlich genutzt haben, spielt keine Rolle. Das heißt, die kürzeste Straßenverbindung zählt, auch wenn eine (Teil-)Strecke länger sein sollte, die Sie beispielsweise mit der Bahn zurückgelegt haben.

    Höchstbetrag 4.500 Euro: Grundsätzlich ist die Entfernungspauschale auf einen Höchstbetrag von 4.500 Euro gedeckelt. Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie mit Ihrem eigenen oder einem zur Nutzung überlassenen Pkw, also einem Dienstwagen, zur Arbeit gefahren sind. Höhere Kosten müssen Sie jedoch nachweisen können. Weitere Ausnahmen sind Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung sowie tatsächlich höhere Kosten bei Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Mehrere Wohnungen: Wer nicht nur von einer Wohnung aus zur Arbeit fährt, kann Fahrten von der weiter entfernt liegenden Wohnung nur dann für die Entfernungspauschale zugrunde legen, wenn diese den Lebensmittelpunkt bildet und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird. Ein Reizthema war hierbei immer wieder beispielsweise das ehemalige Kinderzimmer bei den Eltern. Deshalb gilt seit 2014 als eine Bedingung, damit eine Wohnung als Ort des Lebensmittelpunkts gelten kann, dass Sie sich mit mindestens 10 Prozent der Lebenshaltungskosten für Miete, Lebensmittel und Ähnlichem beteiligen.

    Doppelte Haushaltsführung: Auch die Kosten für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung können über die Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4.500 Euro gilt bei Familienheimfahrten übrigens nicht. Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen steuerfreie Leistungen für Ihre Familienheimfahrten gezahlt haben, werden diese Zahlungen auf die für diese Fahrten anzusetzende Entfernungspauschale angerechnet.

    Was Sie absetzen können – und was nicht

    Verkehrsmittel spielt keine Rolle: Das Finanzamt berücksichtigt die Kilometerpauschale von 30 Cent grundsätzlich unabhängig vom Verkehrsmittel. In welcher Höhe Ihnen tatsächlich Aufwendungen entstanden sind, ist unerheblich.

    Hierhin in der Steuererklärung

    Ihre Angaben zu den Wegen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte machen Sie bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N in den Zeilen 31 bis 39.

    Öffentliche Verkehrsmittel: Die Entfernungspauschale können Sie also auch ansetzen, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen – dazu gehören auch Taxis. Falls Ihre Kosten für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale anzusetzenden Betrag übersteigen, können Sie die tatsächlichen Kosten stattdessen ansetzen. Seit 2012 überprüfen die Finanzämter nicht mehr tageweise, ob die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel die Pauschale übersteigen. Es wird nur noch jahresbezogen ermittelt, ob die Entfernungspauschale oder die Summe der Fahrtkosten höher ist. (FG Münster, Urteil vom 1. April 2014, Az. 11 K 2574/12 E). Als pauschale Kosten sind maximal 4.500 Euro absetzbar.

    Mischfall Park & Ride: Viele Arbeitnehmer nutzen für den Weg zur Arbeit verschiedene Verkehrsmittel, beispielsweise außer ihrem eigenen Auto auch Bus und Bahn. Auch in solchen Mischfällen ermitteln Sie erst einmal die Entfernung, die für die kürzeste Straßenverbindung maßgebend ist. Danach geben Sie nur noch an, wie viele Kilometer Sie mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt haben. Sie können dabei auch einen höheren Betrag als 4.500 Euro ansetzen.

    Folgendes Berechnungsbeispiel zeigt die beiden Optionen Pauschale und tatsächliche Kosten: Ein Arbeitnehmer fährt an 220 Arbeitstagen im Jahr zunächst 12 Kilometer mit dem Auto zum Bahnhof und fährt von dort weitere 100 Kilometer mit dem Zug zur Arbeit. Für die Bahncard 100, 2. Klasse, hat er 4.190 Euro selbst bezahlt. Im ersten Schritt ermittelt er seine Kosten für die beiden Teilstrecken nach der Pendlerpauschale:

    Autofahrt: 220 * 12 km * 0,30 Euro = 792 Euro

    Zugfahrt: 220 * 100 km * 0,30 Euro = 6.600 Euro, aber maximal bis zum Höchstbetrag 4.500 Euro

    Dann rechnet er beides zusammen:

    Entfernungspauschale: 792 Euro + 4.500 Euro = 5.292 Euro

    Nachdem dieser Betrag höher ist als die tatsächlichen Kosten für die Bahnfahrten (4.190 Euro), berücksichtigt das Finanzamt die Entfernungspauschale von 5.292 Euro.

    Fahrgemeinschaften: Jeder Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft kann die Entfernungspauschale entsprechend der für ihn maßgeblichen Entfernungsstrecke ansetzen. Wer einen Umweg fahren muss, um Mitfahrer abzuholen, darf diese Strecke allerdings nicht in die Entfernungsermittlung einbeziehen. Der Höchstbetrag für die Entfernungspauschale von 4.500 Euro gilt auch bei einer wechselseitigen Fahrgemeinschaft, und zwar für die Mitfahrer der Fahrgemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihr eigenes Fahrzeug nicht einsetzen.

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    Diese Tipps helfen Ihnen, Steuern zu sparen

    Entfernungen bestimmen: Nutzen Sie kostenfreie Internetkartendienste wie Google Maps, um die kürzeste Entfernung zwischen Ihrem Wohn- und Ihrem Arbeitsort zu bestimmen. Die Finanzbeamten werden das voraussichtlich ebenfalls tun, sollten sie Ihre Angaben überprüfen.

    Antrag auf Lohnsteuerermäßigung: Um schon im Laufe des Jahres weniger Lohnsteuer zahlen zu müssen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Dann werden Ihre Werbungskosten – beispielsweise für Ihre Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte – als Freibetrag schon jeden Monat beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Das ist möglich, wenn Ihre Werbungskosten über 1.000 Euro liegen und zusammen mit anderen Beträgen, beispielsweise Sonderausgaben, der Grenzbetrag von 600 Euro überschritten wird.

    Botengänge

    Sind Sie während der Arbeitszeit für Ihren Arbeitgeber mit Ihrem eigenen Auto beispielsweise zur Post gefahren, um anschließend in die Mittagspause zu gehen, können Sie für diese Fahrten pauschal 0,30 Euro pro Kilometer ansetzen. Voraussetzung ist, dass Sie nicht privat einen Umweg gefahren sind und Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihre Kosten nicht erstattet hat. Grundsätzlich dürfen Sie für Dienstfahrten, die Ihnen nicht erstattet werden, 30 Cent pro gefahrenem Kilometer ansetzen.

    Erste Tätigkeitsstätte: Arbeitnehmer können nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben: die erste Tätigkeitsstätte. Wenn jemand an mehreren Orten arbeitet, muss der Arbeitgeber festlegen, welcher davon die erste Tätigkeitsstätte ist. Das Finanzamt geht von einer regelmäßigen Arbeitsstätte aus, wenn der Arbeitnehmer einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers vertraglich dauerhaft zugeordnet ist oder im Betrieb des Arbeitgebers täglich, einen vollen Tag pro Woche oder mindestens 20 Prozent seiner Arbeitszeit tätig ist.

    Fahrt zum Job als Dienstreise: Berufliche Fahrten, die Sie zu einer anderen Arbeitsstelle unternehmen, gelten dann als Dienstreisen und können mit 30 Cent für jeden Kilometer der Hin- und Rückfahrt als Reisekosten abgerechnet werden. Bei den Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte zählt nur die einfache Strecke, bei der Sie für jeden Kilometer 30 Cent als Entfernungspauschale ansetzen können.

    Unfallkosten: Falls Sie auf der Fahrt zur Arbeit oder auf dem Rückweg nach Hause einen Unfall hatten, können Sie die Folgekosten als außergewöhnliche Aufwendungen neben der Entfernungspauschale von der Steuer absetzen. Das gilt für alle Aufwendungen, die Ihr Arbeitgeber, Ihr Unfallgegner oder Ihre eigene Versicherung Ihnen nicht ersetzt hat. Sofern Sie Ihre Kfz-Kaskoversicherung in Anspruch genommen haben, ergeben sich die abziehbaren Werbungskosten meist aus den Reparaturkosten nach Abzug der Zahlungen Ihres Versicherers. Das entspricht häufig der Selbstbeteiligung.

    Pauschale für Unfallkosten?

    Aktuell ist die Finanzverwaltung bei Unfallkosten kulant. Passiert dieser auf dem Weg zur Arbeit, dürfen Sie die Reparaturkosten als außergewöhnliche Werbungskosten geltend machen.

    Behinderte Menschen: Behinderte können für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte statt der Entfernungspauschale ihre tatsächlichen Kosten ansetzen. Nutzen sie ihr eigenes Fahrzeug oder einen Dienst-/Firmenwagen, können sie ihre Fahrtkosten ohne Einzelnachweis pauschal mit 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer geltend machen, also doppelt so viel wie nicht-behinderte Arbeitnehmer. Unfallkosten, die auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte entstanden sind, können sie neben dem pauschalen Kilometersatz angeben. Nutzen sie unterschiedliche Verkehrsmittel, können sie ihr Wahlrecht (Entfernungspauschale oder tatsächliche Kosten) für sämtliche Teilstrecken allerdings nur einheitlich ausüben.

    Mehr als ein Arbeitgeber: Haben Sie mehrere Jobs bei verschiedenen Arbeitgebern, können Sie die Entfernungspauschale für jeden Weg zur Arbeit ansetzen, wenn Sie am Tag zwischenzeitlich in Ihre Wohnung zurückgekehrt sind. Fahren Sie von einer Arbeitsstätte gleich weiter zu Ihrem anderen Arbeitgeber, ohne zu Hause vorbeizuschauen, müssen Sie für die Entfernungsermittlung den Weg zur ersten Arbeitsstätte als Umwegstrecke zur nächsten Arbeitsstätte angeben. In diesem Fall gilt die Einschränkung, dass die für die Ermittlung der Entfernungspauschale anzusetzende Entfernung höchstens die Hälfte der Gesamtstrecke betragen darf.

    Kein eigener Aufwand bei Familienheimfahrten: Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil vom 18. April 2013 (Az. VI R 29/12) bestätigt, dass die Entfernungspauschale für eine wöchentliche Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung aufwandsunabhängig in Anspruch genommen werden kann. Steuerfreie Reisekostenvergütungen und Freifahrten des Arbeitgebers reduzieren jedoch den absetzbaren Betrag.

    Fahrten als Unternehmer

    Unternehmer können die Entfernungspauschale analog für ihre Wege zwischen Wohnung und Betrieb ansetzen.

    Flugstrecken und Sammelbeförderung: Die Entfernungspauschale gilt nicht für Flugstrecken und Strecken mit steuerfreier Sammelbeförderung. Für Flugstrecken setzen Sie Ihre tatsächlichen Kosten an. Falls Ihr Arbeitgeber eine steuerfreie Sammelbeförderung anbietet, dürfen Sie die so zurückgelegten Teilstrecken nicht in die Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte einbeziehen. Dagegen können Sie Ihre Kosten als Werbungskosten ansetzen, wenn Sie zu einer Sammelbeförderung Ihres Arbeitgebers etwas dazugezahlt haben.

    Arbeitgeberleistungen: Steuerfreie Sachbezüge und pauschal besteuerten Arbeitgeberersatz für Ihre Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte können Sie nicht als Werbungskosten ansetzen.

    Firmenwagen für Familienheimfahrten: Dürfen Sie für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung unentgeltlich einen Dienst- oder Firmenwagen ihres Arbeitgebers nutzen, ist ein Werbungskostenabzug ausgeschlossen (BFH, Urteil vom 28. Februar 2013, Az. VI R 33/11).

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Kilometerpauschale

    Führen Sie Fahrten bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit mit eigenem Fahrzeug durch, können Sie wählen:

    Sie setzen die tatsächlichen Kosten als Werbungskosten an.

    Alternativ können Sie ganz einfach die Reisekostenpauschale (Dienstreisepauschale) ansetzen – und zwar für jeden gefahrenen Kilometer.

    Dazu gehören alle Fahrten aus beruflichem Grund im Rahmen einer Auswärtstätigkeit (z.B. Dienstreisen). Das Interessante an Auswärtstätigkeiten: Sie werden steuerlich erheblich besser honoriert als die Tätigkeit an der regelmäßigen Arbeitsstätte, für die nur die Entfernungspauschale angesetzt werden darf.

    Welche Kilometerpauschale zum Ansatz kommt, richtet sich nach dem verwendeten Fahrzeug. Abrechnen dürfen Sie jeden gefahrenen Kilometer, also Hin- und Rückweg.

    jedes andere motorbetriebene Fahrzeug

    Die Kilometerpauschale für Fahrräder und die Erhöhung der Pauschale bei der Mitnahme weiterer Personen sind zum 1.1.2014 entfallen.

    Die Fahrtkosten können alternativ auch mittels individuellem Kilometersatz nachgewiesen werden. Bei Berechnung des individuellen Kilometersatzes können alle Kosten, die mit der Unterhaltung des Fahrzeugs im Zusammenhang stehen, berücksichtigt werden. Hierzu zählen:

    Ist das eigene Auto ein kostenintensives Modell (hoher Kaufpreis, hohe Unterhaltungskosten), lohnt sich der Nachweis der Werbungskosten mittels individuellem Kilometersatz.

    Gesetze und Urteile (Quellen)

    R 9.5 Abs. 1 Satz 5 LStR

    Doppelte Haushaltsführung: Alle Steuervorteile für die Zweitwohnung am Arbeitsplatz

    Bei vielen Angestellten und Beamten befindet sich der Arbeitsplatz weiter entfernt von der Hauptwohnung. Da benötigt man am Beschäftigungsort eine Unterkunft oder Zweitwohnung und schon liegt eine doppelte Haushaltsführung nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG vor. Nach neuer Rechtsprechung gilt das auch, wenn Sie Ihre Hauptwohnung vom Arbeitsort wegverlegen.

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    Die Pendlerpauschale fГјr Einsteiger

    Für Pendler gibt es Geld vom Staat zurück. Oder wie war das? So ähnlich. In jedem Fall lohnt sich die Pendlerpauschale für alle, die berufstätig sind.

    Ein Pendler ist steuerrechtlich gesehen ein Arbeitnehmer, der von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz geht oder fährt. Egal wie weit die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist oder ob er die Strecke zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Mofa oder Motorrad, mit Bus oder Bahn, dem eigenen Auto oder einem anderen Verkehrsmittel zurücklegt.

    Pendler sind also BerufstГ¤tige, die nicht von Zuhause aus arbeiten. Die Fahrtkosten, die jedem Pendler fГјr seinen Weg zur Arbeit entstehen, kann er steuerlich geltend machen. Ob der Arbeitnehmer dabei Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, spielt keine Rolle.В

    Wer mit einem Auto fährt, der kann prinzipiell alle Pendlerkosten von der Steuer absetzen. Wer allerdings mit dem Fahrrad, Motorrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit pendelt, darf nicht mehr als 4.500 Euro im Jahr angeben. Weitere Details dazu erfahren Sie in unserem Artikel Fahrtkosten – das müssen Sie wissen

    So wird die Pendlerpauschale berechnet

    Die meisten Berufstätigen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zur Arbeit fahren. Zum Beispiel Fabian, der frischgebackene Mediendesigner: Er pendelt täglich mit seinem Auto 25 Kilometer zur Arbeit hin und 25 Kilometer wieder nach Hause zurück.

    FГјr jeden Kilometer der einfachen Fahrtstrecke, also entweder der Hin- oder der RГјckfahrt, bekommt Fabian 30 Cent SteuervergГјnstigung vom Staat. Bei 220 Arbeitstagen im Jahr sieht Fabians Berechnung der Pendlerpauschale so aus:

    220 Arbeitstage x 25 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro PendlerpauschaleВ = 1.650 Euro

    Wer sich nicht sicher ist, wie oft er in einem Jahr, abzГјglich Urlaub oder Krankheit, zur Arbeit gefahren ist, kann das dank unseres Arbeitstage-Rechners mit wenigen Klicks herausfinden.

    Wie das mit der Pendlerpauschale funktioniert, zeigt Ihnen auch unser kurzes Video sehr anschaulich:

    Die Pendlerpauschale ist nicht die einzige Steuererleichterung, die einem BerufstГ¤tigen zusteht. Fabian kann,В wie alle anderen Arbeitnehmer in Deutschland, auch seine Гјbrigen WerbungskostenВ in seine SteuererklГ¤rung eintragen.В

    So wird die Pendlerpauschale erstattet

    Fabian weiß jetzt, wie viel ihm das Finanzamt für seinen Weg zur Arbeit erstattet – aber wie kommt das Geld auf sein Konto? Überhaupt nicht, Fabian bekommt seine 1.650 Euro Pendlerpauschale nicht überwiesen oder ausgezahlt. Stattdessen zieht sein Finanzamt diesen Betrag von Fabians Jahreseinnahmen ab. Nur auf den restlichen Betrag muss Fabian Steuern zahlen.

    Das klingt vielleicht nicht ganz so schГ¶n wie eine Гњberweisung, hilft Fabian aber beim Steuern sparen. Einzige Bedingung: Fabian muss seine SteuererklГ¤rung abgeben. Nur so weiГџ das Finanzamt genau, wie hoch seine Kosten sind und kann ihm die Pendlerpauschale als steuerfreien Vorteil anrechnen. Die 1.650 Euro Pendlerpauschale trГ¤gt er in der Anlage N auf Seite 2 gemeinsam mit der Adresse seiner ersten TГ¤tigkeitsstГ¤tte – also seines Arbeitsplatzes – ein. Sein Finanzbeamter wird kurz nachrechnen, ob Fabians Angaben stimmen.

    Wer jedes Jahr viel pendelt und das auch die nächsten Jahre tun wird, kann sich die Fahrten zur Arbeit als Lohnsteuerfreibetrag beim Finanzamt eintragen lassen. Dann erhalten Sie ein höheres Nettogehalt.

    Diese Ausnahmen werden vom Finanzamt anerkannt

    Grundsätzlich gilt, dass nur der kürzeste Weg von zu Hause bis zur Arbeit anerkannt wird. Aber es gibt Ausnahmen. Nehmen wir an, auf dem Weg zu Fabians Arbeitsplatz ist seit einigen Wochen eine Großbaustelle. Jeden Morgen steht der Mediendesigner auf der Autobahn im Stau. Fährt Fabian über die Landstraße, um den Stau zu vermeiden, ist das ein Umweg von gut zehn Kilometern.

    Dennoch ist er trotz Umweg schneller im Büro als über den rein rechnerisch kürzeren Weg via Autobahn. Fabian wird eine kleine Notiz in der Anlage N auf Seite 2 beifügen. Darin erklärt er dem Finanzbeamten kurz und formlos, warum er für einige Zeit einen Umweg gefahren ist und seine Pendlerpauschale deshalb höher ausfällt.

    Wann lohnt sich die Pendlerpauschale?

    Für alle, die einen langen Weg zur Arbeit haben, lohnt sich die Pendlerpauschale. Doch ab welcher Kilometerzahl profitiert der Berufstätige tatsächlich? Eine einfache Rechnung zeigt: Schon wer 220 Tage im Jahr arbeitet und 16 Kilometer von seinem Arbeitsort entfernt wohnt, kann am Jahresende allein für die Fahrtkosten zur Arbeit über 1.000 Euro in seiner Einkommensteuererklärung eintragen:

    220 Arbeitstage x 16В Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro PendlerpauschaleВ = 1.056 Euro

    Damit liegt der Berufstätige über der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro, die jedem Arbeitnehmer automatisch zusteht. Wenn der Arbeitnehmer jetzt noch weitere berufliche Ausgaben wie Fortbildungen oder Fachbücher hat, kann er diese zusätzlich geltend machen.

    FГјr alle Arbeitnehmer, die nur 15 Kilometer oder weniger zur Arbeit fahren, heiГџt das umgekehrt aber nicht, dass sich die Pendlerpauschale fГјr sie prinzipiell nicht lohnt. Wichtig ist die HГ¶he der beruflichen Ausgaben insgesamt. Wer also zum Beispiel eine 14 Kilometer lange Strecke zur Arbeit fГ¤hrt und zusГ¤tzlich mehrere Fortbildungen im Jahr besucht, kann ebenfalls profitieren. Entscheidend ist immer die individuelle Situation. Ihre VLH-Beraterin oder Ihr VLH-Berater hilft Ihnen gerne, die vielfГ¤ltigen beruflichen Ausgaben steuerlich geltend zu machen und berГ¤t Sie, ob Sie von der Pendlerpauschale profitieren kГ¶nnen. Hier geht es zur Beratersuche.В

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    Источники: http://www.finanztip.de/entfernungspauschale/, http://www.steuertipps.de/lexikon/k/kilometerpauschale, http://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/pendeln/die-pendlerpauschale-fuer-einsteiger.html

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