Steuererklärung kurzfristige beschäftigung

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    Nebenjob als "kurzfristige Beschäftigung" oder "Saisonbeschäftigung"

    Eine ebenfalls oft in der in der Praxis angewandte Variante der geringfügigen Beschäftigung ist die sogenannte kurzfristige Beschäftigung

    Ein Minijob als "kurzfristige Beschäftigung" oder "Saisonbeschäftigung" ist zum Beispiel für Ferienjobs oder Saisonjobs eine beliebte Variante geringfügigen Beschäftigung. Das liegt vor allem daran, dass ein "kurzfristiger Minijob" sozialversicherungsfrei ist.

    Sozialversicherung und Steuern bei kurzfristigen Minijobs

    Wie gesagt: Kurzfristige BeschГ¤ftigungen sind sozialversicherungsfrei – und zwar fГјr beide Seiten: Sowohl fГјr den Arbeitnehmer als auch fГјr den Arbeitgeber. Das bedeutet, dass keine BeitrГ¤ge zur Sozialversicherung abgefГјhrt werden mГјssen: Auch fГјr den Arbeitgeber fallen, anders als bei einem Minijob auf 450-Euro-Basis, keine PauschalbeitrГ¤ge an.

    Im Grundsatz erfolgt die Versteuerung des Gehalts unter Vorlage der Lohnsteuerkarte des kurzfristig Beschäftigten. Dennoch kann auch der kurzfristige Minijob unter bestimmten Voraussetzungen pauschal und ohne dass eine Lohnsteuerkarte vorliegt, versteuert werden. Allerdings liegt der Steuersatz für die pauschale Steuer mit eine Steuersatz von 25 % über der zweiprozentigen Pauschalsteuer, die für 450-Euro-Minijobs erhoben wird.

    Wichtig Eine pauschale Versteuerung ist immer dann möglich, wenn der Arbeitnehmer an nicht mehr als 18 zusammenhängenden Arbeitstagen und nur gelegentlich, also nicht regelmäßig beschäftigt ist. Außerdem darf das durchschnittliche Gehalt nicht über 12 Euro pro Stunde (und 62 Euro je Arbeitstag) liegen.

    MГјssen Verdienstgrenzen beachtet werden?

    Nein, für kurzfristige Beschäftigung gibt keine Obergrenzen, die hinsichtlich des Verdienstes zu beachten sind. Wer möchte und wem sich die Gelegenheit bietet, kann also über den vertraglich festgeschriebenen Zeitraum so viel verdienen wie nur möglich.

    Rechtliche Definition des kurzfristigen Minijobs (Saisonbeschäftigung)

    Bei der kurzfristigen Beschäftigung handelt es sich um ein bereits im Vorfeld befristetes Arbeitsverhältnis. Entsprechend den ab dem 1.1.2015 geltenden Regelungen liegt eine Befristung dann vor, wenn.

    • Die BeschГ¤ftigung seit ihrem Beginn nicht mehr als drei Monate im Kalenderjahr erfolgt [diese Berechnung wird zugrunde gelegt, wenn die BeschГ¤ftigung an mindestens fГјnf Tagen in der Woche erfolgt]
    • Die BeschГ¤ftigung nicht lГ¤nger als 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres betrГ¤gt [diese Berechnung wird zugrunde gelegt, wenn die BeschГ¤ftigung regelmäßig an weniger als fГјnf Tagen in der Woche ausgeГјbt wird]
    • sie nicht "berufsmäßig" ausgeГјbt wird [berufsmäßig wird eine BeschГ¤ftigung dann ausgeГјbt, wenn sie fГјr die betreffende Person "nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist" (BSG), sie also zur Absicherung des Lebensunterhalts und nicht lediglich zur Aufbesserung des Einkommens dient.]

    Wichtig Die zeitliche Begrenzung der Saisonbeschäftigung auf drei Monate bzw. 70 Tage wurde parallel zur Einführung des gesetzlichen Mindestlohns am 1.1.2015 angehoben. Es handelt sich dabei jedoch um eine Übergangsregelung, denn die Erhöhung der Zeitgrenzen ist von vornherein zeitlich begrenzt. Ab dem 1.1.2019 werden die Zeitgrenzen wieder auf den Stand vor 2015 gesetzt: Dann werden für eine kurzfristige Beschäftigung wieder maximal zwei Monate bzw. 50 Tage zulässig sein.

    Ein Beispiel für Berufsmäßigkeit bei einer kurzfristigen Beschäftigung

    Ein Beispiel für eine "berufsmäßige Ausübung" ist der Schulabgänger Marcel K., der bis zum Beginn seiner Ausbildung ein sozialversicherungsfreies, kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis annehmen möchte. Da Marcel K. jedoch mit der Beendigung seiner Schulzeit zum Kreis der berufsmäßigen Arbeitnehmer gehört und diese Beschäftigung somit auch berufsmäßig ausübt, ist eine kurzfristige sozialversicherungsfreie Beschäftigung nicht möglich. Marcel K. hat aber die Möglichkeit, auf Basis eines geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisses, also in einem Minijob bis 450 Euro Monatseinkommen zu arbeiten.

    Berufsmäßigkeit bei Studenten

    Auch bei Studenten gibt es den Begriff berufsmäßig. Hier gilt als berufsmäßig, wenn der Student im Laufe eines Jahres an mehr als 26 Wochen (bzw. 182 Kalendertagen) mit einer Wochenarbeitszeit von jeweils über 20 Stunden bei verschiedenen Arbeitgebern tätig ist.

    Eine Befristung ist nur dann erforderlich, wenn die Grenzen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung überschritten werden (also einem monatlichen Verdienst von über 400 Euro).

    Die Befristung muss klar zu Beginn der Tätigkeit festgelegt werden. Das bedeutet, dass sich die Befristung zum einen aus dem Arbeitsvertrag oder auch aus der Eigenart der Beschäftigung (zum Beispiel eine Aushilfstätigkeit bei einem Räumungsverkauf) ergeben muss.

    Ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis ist sozialversicherungsfrei. Es werden im Gegensatz zum geringfügig entlohnten Minijob keine pauschalen Sozialversicherungsbeiträge fällig.

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    Die aktuellen Regelungen

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    Häufig gestellte Fragen und Antworten

    Geringfügige Beschäftigung („Minijobs“)

    1. Ich bin Arbeitgeber. Wohin muss ich die einheitliche Pauschsteuer von 2% abführen?

    Die einheitliche Pauschsteuer von 2% führen Sie gemeinsam mit den Sozialabgaben an die Knappschaft-Bahn-See ab. Die Knappschaft-Bahn-See ist mit ihrer Minijob-Zentrale (www.minijob-zentrale.de) für den Einzug der Sozialabgaben und der einheitlichen Pauschsteuer zuständig und informiert Sie zu allen Fragen zum Thema Minijobs.

    Anschrift: Knappschaft-Bahn-See, Minijob-Zentrale, 45115 Essen

    Service-Telefon: 0355 2902-70799

    Fax: 0201 384979797

    2. Welche Grenzen sind bei Minijobs in Bezug auf Stundenlohn und wöchentliche Arbeitszeit zu beachten?

    Die monatliche Verdienstgrenze für geringfügige Beschäftigungen beträgt 450,00 Euro. Eine zeitliche Begrenzung auf eine bestimmte wöchentliche Stundenzahl oder eine Stundenlohngrenze besteht nicht.

    3. Ich bin Hausfrau. Kann ich mehrere Minijobs nebeneinander ausüben?

    Für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung, ob die 450 €-Grenze überschritten ist, werden allerdings die Arbeitsentgelte aus den einzelnen Beschäftigungen zusammengerechnet.

    4. Muss ich bei Ausübung eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses für den Lohnsteuerabzug meine individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) mitteilen?

    Entrichtet der Arbeitgeber für den Minijob einen pauschalen Beitrag zur Rentenversicherung , so kann er die Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz von 2% des Arbeitsentgelts erheben.

    Die Pauschalierungsmöglichkeit mit 2% ist als Kannvorschrift ausgestaltet. Anstelle der Pauschalierung kann der Arbeitgeber auch den Lohnsteuerabzug nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen durchführen. Für den Lohnsteuerabzug ist dem Arbeitgeber die Identifikationsnummer und das Geburtsdatum bekannt zu geben, damit dieser die von den Finanzbehörden elektronisch bereit gestellten Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) abrufen kann. Hierbei fallen bei Anwendung der Steuerklassen I bis IV allerdings keine Steuerabzugsbeträge an.

    5. Muss ich als Arbeitgeber die einheitliche Pauschsteuer von 2% zahlen oder kann ich den Lohnsteuerabzug anhand der individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale vornehmen?

    Sie haben die Wahl.

    Anstelle eine einheitlichen Pauschalsteuer von 2% an die Knappschaft-Bahn-See zu entrichten, können Sie auch nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen der Arbeitnehmer abrechnen. Zum Abruf der elektronisch bereit gestellten Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ist allerdings die Identifikationsnummer und das Geburtsdatum der Arbeitnehmer erforderlich.

    6. Muss ich meine Einkünfte aus dem Minijob in der Einkommensteuer-Erklärung angeben?

    Es gibt zwei Möglichkeiten.

    Wenn der Arbeitslohn pauschal versteuert wurde, bleibt dieser bei einer Veranlagung zur Einkommensteuer außer Ansatz und muss nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

    Erfolgte die Abrechnung nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen, müssen die Einnahmen bei Abgabe der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

    7. Ich habe andere Einkünfte (z.B. Vermietung u. Verpachtung, Kapitalvermögen oder Rente). Kann ich einen Minijob ausüben?

    Die Versteuerung des Mini-Jobs erfolgt entweder durch Entrichtung einer pauschalen Steuer durch den Arbeitgeber oder nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen.

    8. Kann ich bei meinem Arbeitgeber neben der Hauptbeschäftigung gleichzeitig einen Minijob ausüben?

    Ein Arbeitnehmer kann für denselben Arbeitgeber nicht in zwei (gegenwärtigen) Arbeitsverhältnissen beschäftigt sein. Es gilt der Grundsatz des einheitlichen Beschäftigungsverhältnisses, und zwar auch dann, wenn es sich um unterschiedliche Tätigkeiten handelt.

    9. Kann ich neben der Hauptbeschäftigung gleichzeitig bei einem anderen Arbeitgeber einen Minijob ausüben?

    Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung kann bei einem anderen Arbeitgeber eine geringfügige Beschäftigung ausgeübt werden. Für diese Nebenbeschäftigung sind die o.a. Pauschalabgaben vom Arbeitgeber abzuführen. Hinzu kommt aufgrund der Rentenversicherungspflicht für den Minijober die Differenz zwischen Regelbeitragssatz und Pauschalbeitrag in Höhe von 3,7% (bzw. 13,7% für Minijobber in Privathaushalten) des Arbeitslohns, sofern kein Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für den Minijob gestellt worden ist. Jede weitere geringfügige Beschäftigung wird mit der sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung zusammengerechnet (Ausnahme: Arbeitslosenversicherung).

    10. Ich bin Arbeitgeber. Kann ich die einheitliche Pauschsteuer von 2% auf den Arbeitnehmer abwälzen?

    Der Arbeitgeber kann die pauschale Steuer im wirtschaftlichen Ergebnis auf den Arbeitnehmer abwälzen, sofern arbeitsvertragliche Regelungen dem nicht entgegenstehen. Die Höhe der pauschalen Steuer ist vom vereinbarten Arbeitsentgelt abhängig.

    11. In welchen Fällen wird die Lohnsteuer bei geringfügigen Beschäftigungen (Mini-Jobs) mit 20% pauschaliert?

    Hat der jeweilige Arbeitgeber für das Arbeitsentgelt aus einer geringfügigen Beschäftigung einen pauschalen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung von 15% oder 5% (bei geringfügiger Beschäftigung in einem Privathaushalt) nicht zu entrichten (z.B. bei Überschreiten der Entgeltgrenze von 450,00 Euro wegen der sozialversicherungsrechtlichen Zusammenrechnung mehrerer geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse), so kommt auch die einheitliche Pauschsteuer von 2% nicht in Betracht.

    Der jeweilige Arbeitgeber kann aber die pauschale Lohnsteuer mit einem Steuersatz von 20% des Arbeitsentgelts erheben. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag (5,5% der Lohnsteuer) und die Kirchensteuer nach dem jeweiligen Landesrecht (in Bayern: 8% der Lohnsteuer).

    Maßgebend für die Lohnsteuerpauschalierung ist die sozialversicherungsrechtliche Einordnung als geringfügig entlohnte Beschäftigung. Dabei ist die Arbeitsentgeltgrenze arbeitgeberbezogen zu prüfen. Eine Zusammenrechnung des Arbeitsentgelts für geringfügige Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern erfolgt aus steuerlicher Sicht nicht.

    12. Wo erhalte ich Auskünfte zur Sozialversicherung?

    Fragen zur Sozialversicherung können von den Finanzämtern nicht beantwortet werden. Wenden Sie sich insoweit an die Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See, die Sie unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 oder im Internet unter www.minijob-zentrale.de erreichen. Dort finden Sie auch eine Vielzahl nützlicher Informationen und Broschüren rund ums Thema „Geringfügige Beschäftigung“ bzw. „Minijobs“.

    Weitere Auskünfte zu Lohnsteuerfragen erteilen die Finanzämter.

    13. Was versteht man unter einer kurzfristigen Beschäftigung? Wie ist hier die steuer- und sozialversicherungsrechtliche Handhabung?

    Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer eine Beschäftigung ausübt, die innerhalb eines Kalenderjahrs auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage (für Zeiträume vor 2015 und nach 2018: längstens zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage) nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.

    Eine kurzfristige Beschäftigung liegt dann nicht mehr vor, wenn sie berufsmäßig ausgeübt wird und das erzielte Arbeitsentgelt 450,00 Euro übersteigt. Berufsmäßig wird eine Beschäftigung u.a. dann ausgeübt, wenn sie nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Sie darf also nicht allein für die Sicherung des Lebensunterhalts bzw. Lebensstandards bestimmend sein. Berufsmäßigkeit liegt z.B. nicht vor, wenn die kurzfristige Beschäftigung neben einer Hauptbeschäftigung oder beispielsweise von Hausfrauen, Altersrentnern, Schülern und Studenten ausgeübt wird.

    Für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse fallen keinerlei Sozialversicherungsbeiträge an.

    In steuerlicher Hinsicht kann der Arbeitgeber bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen wählen, ob er den Arbeitslohn aus einer kurzfristigen Beschäftigung gem. § 40a Abs. 1 EStG pauschal mit 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) oder nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen versteuert.

    Die Voraussetzungen für eine pauschale Versteuerung weichen allerdings erheblich von den sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften für eine kurzfristige Beschäftigung ab. Voraussetzung für eine pauschale Versteuerung ist, dass der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und

    • der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 72,00 (bis 2016: 68,00) Euro durchschnittlich je Arbeitstag nicht übersteigt

    oder

  • die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird.
  • Außerdem darf der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer durchschnittlich je Arbeitsstunde 12,00 Euro nicht übersteigen. Bei Aushilfskräften in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft bestehen allerdings noch weitergehende Sonderregelungen.

    Sind die Voraussetzungen für eine Lohnsteuerpauschalierung nicht erfüllt oder verzichtet der Arbeitgeber auf eine mögliche Pauschalierung, muss eine individuelle Versteuerung mit den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ggf. Steuerklasse VI) durchgeführt werden.

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    Copyright: Bayerisches Landesamt für Steuern – Letzte Änderung: 10.10.2017 – 11:08

    Lohnsteuer bei einer kurzfristigen Beschäftigung

    Unbefristete Arbeitsverhältnisse sind in den letzten Jahren seltener geworden. Beschäftigungen von Arbeitnehmern finden häufiger in Form von geringfügigen Jobs oder kurzfristigen Beschäftigungen statt.

    Während geringfügige Beschäftigungen aus Sicht eines Arbeitgebers durch niedrige Sozialabgaben verlockend erscheinen, gelten für die kurzfristigen Beschäftigungen Besonderheiten.

    Eine betrifft die Lohnsteuer. Anders als im Rahmen der geringfügigen Arbeitsverhältnisse, die hinsichtlich der Gehaltshöhe engen Rahmenbedingungen unterliegen, ist eine kurzfristige Beschäftigung flexibler.

    Was sind kurzfristige Beschäftigungen?

    Die Schaffung verschiedener Arbeitsverhältnisse macht es Beschäftigten und Arbeitgebern schwer, den Überblick zu behalten.

    Von einer kurzfristigen Beschäftigung wird gesprochen, wenn:

    Beschäftigungszeit je Kalenderjahr nicht überschritten werden.

    Diese Fristen gelten für den Zeitraum von 01.Januar 2015 bis 31.Dezember 2018.Ab 2019 gelten wieder Beschäftigungszeiten von zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen.

    Laut der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See wird bei Arbeitszeiten von fünf Tagen je Woche die Drei-Monats-Regel angewandt. Liegt die Beschäftigungszeit unter fünf Wochentagen, gilt die Arbeitstageregelung.

    Lohnsteuer – Pauschalierung vs. Lohnsteuerkarte

    Im Rahmen des Abzugs der Lohnsteuer bei einer kurzfristigen Beschäftigung können Arbeitgeber zu zwei unterschiedlichen Durchführungswegen greifen – der Bemessung der Steuer nach individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen oder dem Pauschalabzug.

    Letzterer liegt bei 25 Prozent, ist aber an gewisse Rahmenbedingungen gebunden.

    • eine nur gelegentliche (keine regelmäßig wiederkehrende) Beschäftigung
    • nur eine maximale Arbeitszeit von 18 Arbeitstagen (zusammenhängend)
    • nur ein Arbeitstaglohn von 62 Euro (Durchschnitt Stundenlohn maximal 12 Euro)

    vorliegen. Sofern die kurzfristige Beschäftigung eine der genannten Rahmenbedingungen nicht mehr erfüllt, entfällt die Möglichkeit, Lohnsteuer nach der Pauschale abzuziehen. In diesem Fall ist die einzige Option der Abzug nach Merkmalen der Lohnsteuerkarte.

    • Ein Unternehmen beschäftigt einen Arbeitnehmer vom 13.Mai 2015 bis zum 08.Juni 2015 für täglich fünf Stunden zum Mindestlohn. Aufgrund der Tatsache, dass durch einen Feiertag die 18-Tageregel eingehalten wird und alle anderen Parameter stimmen, ist der Pauschalabzug der Lohnsteuer möglich. Nicht so bei Vollbeschäftigung, hier werden nämlich 68 Euro je Arbeitstag verdient.

    Für den Einzug der Lohnsteuer aus kurzfristigen Arbeitsverhältnissen ist das Finanzamt der Betriebsstätte zuständig. Diese gilt für beide Varianten. Zu beachten ist, dass der pauschalierte Abzug die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag nicht enthält, diese sind zusätzlich zu erheben.

    Источники: http://www.nebenjob.de/ratgeber_nebenjobs/ratgeber5.html, http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Haeufig_gestellte_Fragen/Geringfuegige_Beschaeftigung/, http://www.steuerklassen.com/steuern/lohnsteuer/kurzfristige-beschaeftigung/

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