Steuererklärung letzter termin

    0
    70

    Steuererklärung letzter termin

    Auf diese Fristen müssen Sie achten

    06.05.2017, 11:48 Uhr | sk (CF), dpa-tmn

    Bei der Steuererklärung müssen Sie einige Fristen einhalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Die Einkommensteuererklärung ist für viele Arbeitnehmer Pflicht – aber nicht für alle. Sie kann sich allerdings trotzdem durchaus lohnen und zu einer Steuerrückerstattung führen. Hier erfahren, auf welche Fristen Sie achten müssen und welche Strafen im schlimmsten Fall drohen.

    Frist für Steuererklärung 2016

    Die Frist für die Steuererklärung 2016 ist der 31. Mai. Dies betrifft jeden, der gesetzlich verpflichtet ist, Steuern zu zahlen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Frist weiter nach hinten zu verlagern.

    Zum einen ist eine Fristverlängerung möglich, wenn Sie nicht selber Ihre Steuererklärung für 2016 machen, sondern ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein dies übernimmt. Dann muss der Papierkram erst bis zum 31. Dezember beim Finanzamt eingehen. Zum anderen können Sie einen Aufschub beim Finanzamt schriftlich beantragen. Dafür müssen Sie aber einen Grund angeben, warum das Einreichen Ihrer Steuererklärung bis Ende Mai nicht möglich war. Dazu zählen beispielsweise Krankheit oder berufliche Tätigkeit im Ausland.

    Wer ist verpflichtet eine Steuererklärung zu machen?

    Verpflichtend ist die Abgabe unter anderem für alle Steuerzahler, die 2016 Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro bezogen haben. Dazu gehören Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Mutterschaftsgeld, Aufstockungsbeiträge zur Altersteilzeit und oder Elterngeld.

    Um eine Steuererklärung herum kommen auch all diejenigen nicht, die Nebeneinkünfte aus einem zweiten Arbeitsverhältnis mit Steuerklasse VI hatten. Vermieter, die mehr als 410 Euro eingenommen haben, müssen die Formulare ebenfalls ausfüllen. Verpflichtet sind auch Ehegatten, die die Steuerklassenkombination IV mit Faktor oder die Steuerklassen III und V gewählt haben und beide berufstätig sind. Gleiches gilt für Arbeitnehmer, die einen Freibetrag in ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale aufgenommen haben.

    Versäumnis der Frist – Strafe bis zu 25.000 Euro

    Wer den 30. September für seine Steuererklärung 2016 als Frist verstreichen lässt, kriegt zunächst ein Erinnerungsschreiben vom Finanzamt mit einem weiteren Abgabetermin. Wird dieser Termin ebenfalls ignoriert, erhalten Sie einen zweiten Brief mit einer finalen Frist und der „Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes“ wie der Verein „Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.“ mitteilt.

    Schon vor dem zweiten Schreiben kann das Finanzamt ein Verspätungszuschlag festlegen. Dabei gilt die Regel: Je später Sie abgeben, desto teurer wird es für Sie. Der Zuschlag beläuft sich auf bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrages, maximal aber 25.000 Euro.

    Wenn Sie dann Ihrer Pflicht zur Steuererklärung immer noch nicht nachkommen, erhalten Sie ein Schreiben mit einer Zwangsgeldfestsetzung. Was bedeutet das? Das Finanzamt macht jetzt die Steuererklärung und schätzt Ihre Besteuerungsgrundlage. In der Regel müssen Sie am Ende mehr Steuern zahlen als eigentlich der Fall wäre.

    Wer freiwillig zahlt, hat länger Zeit

    Wer nicht per Gesetz verpflichtet ist, kann trotzdem seine Steuererklärung abgeben. Der Vorteil ist, dass Sie dann 4 Jahre Zeit haben. Wer also seine Steuererklärung für 2016 freiwillig machen möchte, hat somit bis zum 31. Mai 2019 Zeit. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat sogar Zeit bis zum 31.12.2019.

    Mehr zum Thema
    Shopping
    Funktionswäsche – für die kalten Wintertage
    jetzt bei Lidl.de
    Festliche Looks für strahlend schöne Feiertage
    gefunden auf otto.de

    Newsletter bestellen

    Tagesanbruch:

    Jeden morgen wissen, was wichtig ist

    Abonnieren Sie den Newsletter unserer Chefredaktion und wir schicken Ihnen jeden Morgen einen Überblick über die Top-Themen des Tages.

    Abgabefrist Steuererklärung

    Am 31. Mai endet die Frist für die Steuererklärung

    • Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss die Formulare bis zum 31. Mai des Folgejahres einreichen.
    • Ist abzusehen, dass Sie diesen Termin nicht einhalten können, sollten Sie beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.
    • Wer sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lässt, hat grundsätzlich länger Zeit.
    • Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 haben Sie für die Abgabe zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli des Folgejahres. Dies regelt das Steuermodernisierungsgesetz.
    • Ab 2019 werden Fristverstöße strenger verfolgt. Dann verlangt das Finanzamt auf jeden Fall einen Verspätungszuschlag. Dieser beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.
    • Wer seine Steuererklärung elektronisch abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei Monate mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Alle Jahre wieder: Ende Mai, wenn meist schönes Wetter ins Freie lockt, macht sich bei vielen Steuerpflichtigen Unruhe breit. Am 31. Mai endet die allgemeine Abgabefrist für jährliche Steuererklärungen – zumindest für diejenigen, die eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Wer nicht pünktlich abliefert, muss eventuell eine Strafgebühr zahlen.

    Zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind

    • diejenigen, die einen individuellen Freibetrag haben, der die Lohnsteuer senkt, die sie monatlich abführen müssen (Ausnahme: Behinderten-Pauschbetrag);
    • ein zusammenveranlagtes Paar, das die Steuerklassenkombination 3 und 5 beziehungsweise 4 mit Faktor hat, oder von denen einer die Steuerklasse 6 hat;
    • Steuerpflichtige, die mehr als 410 Euro an Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld erhielten oder
    • Menschen, die Vermietungs- oder Kapitaleinkünfte haben, die 410 Euro übersteigen.

    Sieben Monate mehr Zeit für den, der sich beraten lässt

    Wer sich professionelle Hilfe beim Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein holt, bekommt automatisch sieben Monate Aufschub. So gilt statt des 31. Mai der 31. Dezember als Abgabefrist für Steuerpflichtige, die sich beraten lassen. Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine können darüber hinaus nochmals zwei Monate Fristverlängerung beantragen, also bis Ende Februar des Folgejahres.

    Eine Sonderregelung gibt es in Hessen: Dort ist von vornherein bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit.

    Dort und auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gilt für die Steuererklärung 2016 zudem eine weitere Sonderregelung: Für die elektronisch abgegebene Steuererklärung gibt es zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli 2017. Voraussetzung hierfür ist, dass sich Steuerpflichtige bis Ende Mai 2017 im Elster-Online-Portal registrieren und bis Ende Juli eine Online-Steuererklärung abgeben. Sie können natürlich das kostenlose Programm Elster-Formular der Finanzverwaltung nutzen. Doch diese bietet keinerlei Steuertipps. Anders hingegen Steuersoftware, die Sie bereits zum regulären Preis ab 15 Euro kaufen können und die komplett als Steuerberatungskosten absetzbar sind.

    Vier Jahre Zeit für freiwillige Steuererklärung

    Was viele nicht wissen: Die meisten Arbeitnehmer sind gar nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Das betrifft beispielsweise Ehepartner, die beide die Steuerklasse 4 haben. In solchen Fällen bleiben vier Jahre Zeit, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben, die sogenannte Antragsveranlagung.

    Beispiel: Für das Jahr 2016 gilt Silvester 2020 als Stichtag. Bis dahin muss die Steuererklärung beim Finanzamt eingetroffen sein, entweder als Papierformular im Behördenbriefkasten oder elektronisch via Elster. Im Finanzamts-Deutsch ist von der vierjährigen Festsetzungsverjährungsfrist die Rede. Wer diese versäumt, kann danach keine Steuererstattung mehr erwarten.

    Spätere Abgabetermine ab 2019

    Anfang 2017 ist das Steuermodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Es verlängert erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2018 die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung. Diejenigen, die selbst eine Steuererklärung für das Jahr 2018 erstellen, haben dann zwei Monate mehr Zeit, nämlich bis zum 31. Juli 2019. Wer sich vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beraten lässt, für den läuft die Frist sogar erst am 2. März 2020 ab.

    Grundsätzlich ist in Zukunft der 31. Juli die neue allgemeine Abgabefrist für diejenigen, die ihre Erklärung allein erstellen, und der letzte Februartag des übernächsten Jahres für alle, die sich von Profis helfen lassen (in Schaltjahren gilt der 29. Februar als Stichtag). Falls der letztmögliche Abgabetag auf ein Wochenende fällt, ist erst der darauffolgende Montag Deadline.

    Diese Termine sollten Steuerzahler künftig noch viel ernster nehmen als bisher. Denn mit dem Steuermodernisierungsgesetz kommt ab der Steuererklärung für 2018 auch eine Verschärfung bei den Sanktionen. Wer bislang die Abgabefrist unentschuldigt versäumt, muss zwar einen Verspätungszuschlag seitens des Finanzamts fürchten. Doch weil die Behörde dabei einen Ermessensspielraum hat, kommt es deshalb immer wieder zu Streitigkeiten.

    Dem geht der Fiskus künftig aus dem Weg, indem er bei Fristversäumnis einen obligatorischen Mindest-Verspätungszuschlag festsetzt. Dieser liegt dann nicht mehr im Ermessen eines Finanzbeamten. Die Höhe des Verspätungszuschlags ist nunmehr gesetzlich geregelt: Er beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

    Rechtzeitig Fristverlängerung beantragen

    Noch aber gilt der Stichtag 31. Mai. Wer absieht, dass er diese aktuelle Abgabefrist nicht einhalten kann, sollte möglichst schriftlich eine Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Oft gewährt die Behörde eine solche bis Ende September – sogar ohne schriftliche Bestätigung. Auf diese Kulanz können vor allem Steuerpflichtige hoffen, bei denen keine sogenannten Steuerausfallrisiken bestehen und die wegen des Lohnsteuerabzugs eher mit einer Rückerstattung rechnen können.

    Wer seine Steuererklärung elektronisch über Steuersoftware oder Elster abgibt, bekommt in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen zwei Monate

    mehr Zeit, um seine Steuererklärung 2016 abzugeben – bis zum 31. Juli 2017.

    Zinsen auf Steuererstattung

    Oft erhalten Steuerpflichtige erst recht spät zu viel bezahlte Steuern zurück, beispielsweise nach einem Finanzgerichtsurteil, das zu ihren Gunsten ergangen ist. 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, beginnt der Fiskus stattliche Zinsen auf die Steuererstattung zu zahlen: 0,5 Prozent für jeden vollen Monat, also 6 Prozent im Jahr. Achtung: Diesen Zinssatz müssen auch Sie zahlen, wenn das Finanzamt Sie zu Nachzahlungen verdonnert.

    Beratenen Steuerpflichtigen wird das Finanzamt künftig nur noch eine Fristverlängerung über Ende Februar des übernächsten Jahres hinaus gewähren, sofern sie das Säumnis nicht zu verschulden haben. Gründe dafür können eine längere Krankheit und ähnliche Vorfälle sein.

    Finanzamt darf Steuerklärung vorab anfordern

    Das Finanzamt kann sogar vorab vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Abgabe einer Steuererklärung verlangen. Allerdings muss es dies begründen – so ist die Rechtslage bis Ende 2017. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem Urteil übereifrige Finanzbeamte in seine Schranken verwiesen.

    Der Fall: Ein niedersächsisches Ehepaar hatte in den Vorjahren seine Steuererklärung immer wieder verspätet abgegeben, für 2010 aber einen Steuerberater damit beauftragt. Dieser hätte laut Gesetz bis zum 31. Dezember 2011 damit Zeit gehabt und reichte die Erklärung am 7. Dezember 2011 beim Finanzamt ein. Ein Finanzbeamter legte jedoch ohne konkrete Begründung die Abgabefrist auf den 31. August 2011 fest und verlangte dann 880 Euro Verspätungszuschlag, weil die Erklärung nach dem gesetzten Termin eintraf. Zu Unrecht, entschied der BFH (Urteil vom 17. Januar 2017, Az. VIII R 52/14).

    Die zunächst vom Finanzamt gelieferte formelhafte Begründung „es handele im Interesse einer ordnungsgemäßen Durchführung des Besteuerungsverfahrens“ sei nicht ausreichend. Die konkrete Begründung, dass die Steuerzahler öfter Fristen versäumten, wurde erst nach dem Einreichen der Steuererklärung nachgeschoben. Das war zu spät. Sowohl die Aufforderung zur vorzeitigen Abgabe der Steuererklärung als auch die Festsetzung des Verspätungszuschlags seien damit rechtswidrig. Das Finanzamt musste den Verspätungszuschlag zurückzahlen und die Prozesskosten der Kläger tragen.

    Abgabe der Steuererklärung Was, wenn man die Frist versäumt?

    Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür nicht mehr lange Zeit. Aber wie ernst muss man den Abgabestichtag eigentlich nehmen? Und wann kann man sich die Arbeit schenken?

    Die Zeit läuft: Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte sich langsam an die Arbeit machen, denn in weniger als vier Wochen endet die Abgabefrist. Aber der Termin gilt längst nicht für jeden. Und wenn man die Steuererklärung vertrödelt, ist das zunächst auch noch kein Problem.

    Belege sammeln, Kosten zusammenrechnen – wer viel absetzen will, muss für die Steuererklärung einigen Aufwand betreiben.

    Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung ist jeweils der 31. Mai des Folgejahres. Weil das Datum in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, reicht es, wenn die Formulare bis zum Montag den 2. Juni beim Finanzamt eintreffen. Übernimmt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung, verschiebt sich die Abgabefrist auf den 31. Dezember. Wer keine Steuererklärung abgeben muss, sich aber Geld vom Fiskus zurückholen möchte, hat dafür deutlich länger Zeit, nämlich vier Jahre. Die Steuererklärung für 2013 sollte also bis zum 31. Dezember 2017 beim Finanzamt sein, danach wird sie nicht mehr bearbeitet.

    Wer muss, wer nicht?

    Beeilen müssen sich also nur Steuerzahler, die pflichtveranlagt sind – und das sind längst nicht alle. Betroffen sind beispielsweise Rentner, wenn sie mehr als 1500 Euro Bruttorente im Monat bekommen oder weitere Einkünfte haben, mit denen sie über dem Grundfreibetrag von 8130 Euro (Verheiratete 16.260 Euro) liegen. Pflicht ist die Steuererklärung auch für Selbständige und Freiberufler. Bei Arbeitnehmern übernimmt die Firma den Lohnsteuereinzug, oft ist die Steuerschuld damit schon getilgt. Etwa jeder zweite Arbeitnehmer muss deshalb keine Steuererklärung abgeben. In den folgenden Fällen müssen aber auch Arbeitnehmer eine Steuererklärung machen:

    Freibeträge: Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen – entstehen solche Ausgaben regelmäßig, kann man beim Finanzamt Freibeträge eintragen lassen. Das Nettogehalt fällt dann höher aus. Allerdings muss man dann auch eine Steuererklärung abgeben. Kinder- oder Hinterbliebenenfreibeträge führen dagegen nicht zur Abgabepflicht.

    Andere Einkünfte: Egal ob Mieteinnahmen oder andere Nebeneinkünfte – wer 2013 Nebeneinkünfte über 410 Euro hatte, muss diese angeben und kommt deshalb um die Steuererklärung nicht herum. Das Gleiche gilt für Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld. Sie müssen zwar nicht versteuert werden, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt und erhöhen damit den Steuersatz.

    Steuerklassen: Wenn sich zusammenveranlagte Ehepaare nach der Kombination III und V versteuern lassen, werden möglicherweise Nachzahlungen fällig. So auch, wenn einer der Partner die Steuerklasse IV mit Faktor hatte. Dann muss die Steuererklärung sein.

    Außerordentliche Einkünfte: Abfindungen oder Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten gelten als außerordentliche Einkünfte, das heißt, sie entstehen nicht regelmäßig. Meistens werden sie ermäßigt nach der Fünftelregelung besteuert. Der Empfänger muss dann auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

    Was, wenn man die Abgabefrist verpasst?

    Der 31. Mai ist zwar der offizielle Stichtag, verpasst man ihn, ruft das aber nicht gleich die Steuerfahndung auf den Plan. Meistens haben die Finanzämter ohnehin erstmal genug damit zu tun, die eingegangenen Steuererklärungen zu bearbeiten. Schickt man die Steuererklärung also etwas später ab, hat das in der Regel keine Konsequenzen.

    Je nach Arbeitsbelastung verschickt das Finanzamt früher oder später eine Mahnung. Innerhalb von sechs Wochen ist die Steuererklärung dann einzureichen. An den gesetzten Stichtag sollte man sich halten. Denn danach kann das Finanzamt nach eigenem Ermessen Zwangsgelder und Verspätungszuschläge festsetzen. Meist gilt dabei das Prinzip: Je größer der Verzug, desto teurer wird es. Der Verspätungszuschlag darf bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags ausmachen.

    Wer die Aufforderung hartnäckig ignoriert, erhält irgendwann einen Steuerbescheid, in dem die Steuerlast geschätzt wird. Und diese Schätzung fällt für den Steuerzahler nur selten günstig aus.

    Ist abzusehen, dass man die Steuererklärung zum gesetzten Termin nicht fertig hat, kann man beim Finanzamt Aufschub beantragen. Dafür reicht ein formloser Brief mit der Bitte um "stillschweigende Fristverlängerung" bis zu einem bestimmten Datum. Gibt es keine Rückmeldung, gilt der Antrag als genehmigt. Zustimmen müssen die Finanzämter zwar nicht, die meisten sind aber kulant und akzeptieren es, wenn die Abgabe bis zum 30. September verschoben wird.

    Источники: http://www.t-online.de/finanzen/id_62187872/steuererklaerung-2016-fristen-termine-und-strafen.html, http://www.finanztip.de/steuererklaerung-abgabefrist/, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Was-wenn-man-die-Frist-versaeumt-article12792466.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here