Steuererklärung per post

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    Steuererklärung elektronisch abgeben oder auf Papier? Und was ist eigentlich Elster?

    Irgendwie müssen die Angaben, die Du in Deiner Steuererklärung machst, zum Finanzamt kommen. Früher hat man von Hand in grüne Formulare geschrieben. Heute geht es einfacher: Du gibst die Daten am Computer mithilfe einer Software ein und druckst dann alles auf ganz normalem Papier aus – die Formulare werden mitgedruckt; dass sie dabei meist grau herauskommen, ist dem Finanzamt egal. Es geht aber auch ganz ohne Papier. Das ist dann der elektronische Versand per Elster .

    Für die Steuererklärung ist eine besondere Form vorgeschrieben: Du musst dafür die amtlichen Formulare nutzen und ausfüllen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Streit, ob eine Steuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abgegeben wurde. Heute sieht die Finanzverwaltung das zum Glück sehr viel entspannter.

    Abgabe auf Originalformularen, auf kopierten Formularen, ausgedruckt auch in schwarzweiß, Formulare aus anderen Bundesländern

    Wie die Formulare verschickt werden dürfen, Einschreiben oder nicht, Erforderlichkeit einer elektronischen Unterschrift, mehrere Finanzämter in einem Gebäude

    Formulare und Formalitäten

    Abgabe auf Originalformularen, auf kopierten Formularen, ausgedruckt auch in schwarzweiß, Formulare aus anderen Bundesländern

    Die Finanzverwaltung besteht zwar auf den amtlichen Formularen, das Aussehen ist aber nicht mehr so wichtig. Man muss also nicht mehr die grünen Formulare verwenden, die das Finanzamt herausgibt und die man sich dort abholen kann.

    Inzwischen darfst Du auch selbst ausgedruckte, einseitig bedruckte und einzelne Blätter abgeben (diese letzten beiden Punkte waren früher auch verboten).

    Ein paar Formulare sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gestaltet – welches Du verwendest, ist egal. Es dürfen also ausdrücklich auch Formulare aus anderen Bundesländern benutzt werden. Wichtig ist nur, dass der Ausdruck oder die Kopie inhaltlich mit einem amtlichen Formular übereinstimmt.

    Ob Du die Steuererklärung lieber von Hand ausfüllst oder ob Du eine Steuererklärungs-Software benutzt, spielt ebenfalls keine Rolle. Es bleibt Dir überlassen, macht also einfach das, was Dir am leichtesten fällt!

    Eine Software hat natürlich den Vorteil, dass die Formulare automatisch ausgefüllt und ausgedruckt werden. Außerdem kannst Du die Steuererklärung dann auch ganz bequem elektronisch versenden (mehr dazu → hier).

    Falls Du Dich für den handschriftlichen Weg entscheidest: Die entsprechenden Formulare bekommst Du direkt beim Finanzamt.

    Achte darauf, dass die selbst ausgedruckte Steuererklärung gut zu lesen ist und spare nicht zu sehr an der Druckqualität. Denn eine unleserliche Steuererklärung darf das Finanzamt zurückweisen. Die Steuererklärung gilt dann als nicht abgegeben! Das ist besonders dann ärgerlich, wenn dadurch Fristen versäumt werden.

    Post, Elster oder doch selbst zum Finanzamt gehen?

    Wie die Formulare verschickt werden dürfen, Einschreiben oder nicht, Erforderlichkeit einer elektronischen Unterschrift, mehrere Finanzämter in einem Gebäude

    Du hast prinzipiell drei Möglichkeiten, Deine Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben:

    Du bringst die Steuererklärung selbst beim Finanzamt vorbei.

    Der Versand der Einkommensteuererklärung per Fax ist nicht möglich, ebenso wenig ist die Abgabe per E-Mail erlaubt.

    Abgabe per Post

    Du füllst die Formulare aus (mit entsprechender Software oder handschriftlich), unterschreibst und schickst die Steuererklärung mit den erforderlichen Anlagen und den Belegen ans Finanzamt.

    Normalerweise reicht dafür ein einfacher Brief völlig aus, Du musst kein Einschreiben schicken. Das lohnt sich eigentlich nur, Du für die Einhaltung einer Frist eine Eingangsbestätigung brauchst.

    Elektronischer Versand mittels Elster

    Wenn Du Deine Steuererklärung mit einer Software erstellst, kannst Du sie direkt aus der Software elektronisch via Internet ans Finanzamt senden. Dieses Verfahren heißt ELSTER, das steht für ELektronische STeuerERklärung .

    Die elektronische Abgabe hat Vor- und Nachteile:

    Vorteil: Bevorzugte Bearbeitung. Mittlerweile sind die Finanzämter aller Bundesländer angewiesen, elektronische Steuererklärungen bevorzugt zu bearbeiten.

    Vorteil: Weniger Belege. Zur ELSTER-Steuererklärung musst Du nur gesetzlich vorgeschriebene Belege einreichen. Dazu gehören zum Beispiel Spendenquittungen.

    Vorteil: Weniger Eingabefehler. Durch die elektronische Datenübertragung verringern sich Aufwand und Eingabefehler beim Finanzamt.

    Nachteil: Genauere Überprüfung. Viele per ELSTER verschickte Erklärungen werden genauer geprüft. Du musst deshalb damit rechnen, dass Dein Finanzbeamter wie bisher alle übrigen Belege sehen möchte. Hebe also auf jeden Fall alle Belege auf!

    Für den elektronischen Versand kannst Du innerhalb der Software wählen, ob Du die Steuererklärung ohne oder mit elektronischer Unterschrift versenden möchtest.

    Versand ohne elektronische Unterschrift

    Bei dieser Versandart wird die Steuererklärung direkt an das Finanzamt übermittelt. Wenn die Übertragung erfolgreich war, wird automatisch eine sogenannte komprimierte Steuererklärung ausgedruckt. Diese musst Du unterschreiben und mit Deinen persönlichen Anlagen und den Belegen beim Finanzamt einreichen (also hinschicken oder in den Briefkasten werfen).

    Wichtig für die Einhaltung von Fristen: Die Steuererklärung gilt erst mit Eingang der komprimierten Steuererklärung beim Finanzamt als abgegeben, nicht schon mit der elektronischen Übermittlung.

    Versand mit elektronischer Unterschrift

    Wenn Du Deine elektronische Steuererklärung auch elektronisch unterschreiben willst (elektronisches Zertifikat), musst Du Dich im Internet-Portal der Finanzverwaltung registrieren (https://www.elsteronline.de / eportal/). Um die Registrierung solltest Du Dich rechtzeitig kümmern, denn das Verfahren dauert ein paar Tage.

    Der Vorteil der Verfahren mit elektronischem Zertifikat ist, dass es keine komprimierte Steuererklärung mehr gibt. Mit erfolgreicher Übertragung ist die Steuererklärung wirksam abgegeben. Allerdings musst Du trotzdem die gesetzlich vorgeschriebenen Belege einreichen. Solange die Steuererklärung innerhalb der Frist eingereicht wird, ist alles in Ordnung – die dazu gehörenden Belege dürfen dann auch nach Fristablauf beim Finanzamt eintreffen.

    Für den Versand mit elektronischer Unterschrift gibt es drei Varianten:

    ELSTER-Basis ist kostenlos. Bei diesem Verfahren schickst Du Deine Steuererklärung mit einem personalisierten Software-Schlüssel. Dieses Zertifikat wird als Datei auf Deinem Computer gespeichert.

    Willst Du Deine Steuererklärung mit ELSTER-Spezial abgeben, musst Du einen speziellen USB-Stick kaufen – den ELSTER-Stick . Darauf befindet sich die Software der Finanzverwaltung, zu der Du eine PIN erhältst. ELSTER-Spezial bietet mehr Sicherheit und Mobilität.

    Entscheidest Du Dich für ELSTER-Plus, kannst Du zusätzlich Deine Steuerkonten direkt einsehen. Für ELSTER-Plus benötigst Du eine Signaturkarte und einen Chipkartenleser, die Du Dir anschaffen musst; das ist die teuerste Variante der elektronischen Unterschrift.

    Unsere Empfehlung: Wenn Du nur elektronisch unterschreiben möchtest, ist das kostenlose Verfahren ELSTER-Basis sicherlich der erste sinnvolle Schritt. Nutzt Du mehrere Computer in Sachen Steuern, kann der ELSTER-Stick ganz praktisch sein.

    ELSTER auch ohne Software

    Auch ohne Steuer-Software kannst Du Deine Steuererklärung per ELSTER verschicken: über das ELSTER-Formular, das von der Finanzverwaltung kostenlos online zur Verfügung gestellt wird.

    Wir raten Dir trotzdem zur Software: Die ist nicht teuer und gibt auch noch Tipps zur Eingabe, damit Du nichts vergisst. Das bietet ELSTER-Formular nicht. Wer sich nicht auskennt, dem kann so eine Menge Geld durch die Lappen gehen. Die paar Euro für eine Einsteiger-Software hat man dagegen schnell wieder raus, da die Steuererstattung wahrscheinlich höher ausfällt als bei der Nutzung von ELSTER-Formular.

    Steuererklärung selbst beim Finanzamt abgeben

    Du füllst die Formulare handschriftlich aus oder erstellst die Steuererklärung mit einer entsprechenden Software, druckst sie aus, unterschreibst und machst Dich dann auf den Weg zum Finanzamt.

    Dieser Weg wird vor allem dann gerne gewählt, wenn man sowieso beim Finanzamt vorbeikommt oder man auf Nummer sicher gehen will, dass die Steuererklärung auch ankommt (z. B. wenn die Abgabefrist abläuft).

    Achte darauf, dass Du den richtigen Briefkasten erwischst! Oft sind Finanzamt, Finanzgericht und andere Behörden im gleichen Gebäude untergebracht. In größeren Städten sind manchmal auch zwei Finanzämter im gleichen Gebäude – in Mannheim zum Beispiel die Finanzämter Mannheim-Stadt und Mannheim-Neckarstadt . Droht die Abgabefrist abzulaufen, wäre ein Einwurf der Steuererklärung in den falschen Briefkasten fatal. Sie wird zwar weitergeleitet – bis sie beim richtigen Empfänger ist, kann die Frist aber schon abgelaufen sein.

    Bei vielen Finanzämtern kannst Du Deine Steuererklärung auch während der Öffnungszeiten bei Deinem Sachbearbeiter oder einem Mitarbeiter im Service-Center abgeben. Mit dem Sachbearbeiter kann man dann manchmal auch gleich die mitgebrachten Belege durchgehen und prüfen, ob alles da ist. Ganz fixe Sachbearbeiter geben Dir Deine Belege auch direkt wieder mit nach Hause.

    Einführung ab 2017 :  Steuererklärung ohne Stift und Papier

    Steuererklärungen sollen ab 2017 möglichst nur noch elektronisch eingereicht werden. Die Prüfung übernimmt ein Automat im Finanzamt.

    Die Deutschen machen Online- Banking, sie kaufen immer mehr Waren im Netz und kommunizieren miteinander über Facebook, Whatsapp oder Twitter. Ihr Verhältnis zum Finanzamt aber ist oft noch altmodisch. Viele schicken die häufig per Hand ausgefüllte Steuererklärung samt Belegen ausschließlich mit der Post ein. Doch nun soll sich auch beim Steuerzahlen die neue Zeit durchsetzen: Bund und Länder wollen die Bürger dazu bringen, ihre Steuerklärungen nur noch elektronisch abzugeben. Was bisher schon 16 Millionen Steuerzahler tun, nämlich das elektronische Elster-System zu nutzen, soll in einigen Jahren der Normalfall sein.

    Die Online-Steuererklärung für alle soll daher zügig kommen – und im Gegensatz zu heute auch komplett papierfrei sein. Das sieht der Gesetzentwurf vor, den Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an diesem Mittwoch ins Kabinett einbringt. Demnach soll die jährliche Steuererklärung in Zukunft nicht nur elektronisch eingereicht werden. Auf ausgefüllte Formulare und die bisher nötigen Belege auf Papier wollen die Finanzämter dann verzichten, jedenfalls in der Regel. Bislang müssen Unterlagen im Original per Post an die Finanzämter geschickt werden, bald soll das nur nach Aufforderung nötig und dann auch elektronisch möglich sein.

    Ziel des Finanzministeriums ist es, die Zahl der elektronischen Steuererklärungen, die Arbeitnehmer und Rentner einreichen, sukzessive zu steigern. Deren Prüfung – und das ist die eigentliche Neuerung – soll dann nur noch elektronisch erfolgen, in einem automatisierten Verfahren, wie es aus dem Ministerium heißt. Bisher gilt das nur für zwei bis drei Prozent der Steuererklärungen.

    Weiterhin keine Pflicht

    In Schäubles Ressort wird allerdings betont, dass es auch weiterhin keine Pflicht zur elektronischen Abgabe geben wird; alles basiere auf der Freiwilligkeit der Steuerbürger. Selbst wer elektronisch einreicht, soll per Klick eine persönliche Prüfung durch einen Finanzamtsmitarbeiter beantragen können. Um die Zahl der Onlinenutzer zu erhöhen, wolle man Anreize schaffen, auf das E-Verfahren umzusteigen – schon bisher werden Elster-Nutzer bevorzugt behandelt, bekommen Nachzahlungen also früher. Zudem dürfte die Zahl vorausgefüllter Erklärungen zunehmen – Daten, die das Finanzamt schon kennt, wie die Lohneinkommen oder die von Banken gemeldeten Kapitalerträge, müssen nicht mehr eingetragen werden.

    Bei Rentnern gilt das für die elektronisch übermittelten Zahlen der Rentenversicherung. „Dies ist ein längst überfälliger Schritt, um Rentner von vermeidbarer Bürokratie zu verschonen“, sagte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Dienstag. Laut Gesetzentwurf soll das neue Zeitalter 2017 beginnen, doch rechnet das Ministerium mit einer Einführungsphase mindestens bis 2022. Das bisherige Elster-Verfahren soll in dieser Zeit weiterentwickelt werden.

    Automatisiertes Prüfsystem statt Finanzbeamter

    Die pauschale Prüfung der Masse der Steuererklärungen soll durch ein automatisiertes Kontrollsystem erfolgen, das die eingereichten Unterlagen durch einen „Risikofilter“ schickt, um herauszufinden, ob es Besonderheiten gibt, die doch eine Prüfung durch einen Finanzbeamten erforderlich machen. Wie viele das am Ende sein werden, ist unklar. „Schlüssige Steuererklärungen können so schneller bearbeitet werden“, sagte Schäfer.

    Bei den elektronisch eingereichten Steuererklärungen kann schon heute ähnlich verfahren werden – wer das Elster-Verfahren nutzt, kann sogar selbst am Computer eine Plausibilitätsprüfung machen. Zusätzlich dürften künftig Kriterien in den Filter eingebaut werden, anhand derer bestimmte Einkommensarten oder Berufsgruppen herausgefiltert werden können. Mit individuellen Stichprobenprüfungen müssen Steuerzahler aber auch künftig rechnen.

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    Mit dem rein elektronischen Abgabe- und Prüfverfahren will der Fiskus die Verarbeitung der Steuererklärungen einfacher, schneller und effizienter machen. Ein Ziel ist nicht zuletzt, Personal einzusparen und die Mitarbeiter der Finanzämter anders einzusetzen. Beim Fiskus rechnet man damit, dass aus demographischen Gründen künftig weniger Fachkräfte verfügbar sein werden. Diese sollten dann weniger mit den Masseverfahren beschäftigt sein, sondern mit „komplexeren Aufgaben“, wie es heißt – also mit Steuerprüfungen bei Unternehmen und Selbständigen und mit der Steuerfahndung. Hintergrund dürften aber auch die Haushaltsprobleme der Länder sein, die für die Finanzverwaltung zuständig sind. Die wachsende Zahl der Pensionäre führt zu Engpässen in den Haushalten – eine Steuerverwaltung mit weniger Personaleinsatz kann hier entlasten.

    Kritik vom Rechnungshof

    Nicht ganz einverstanden mit den Plänen des Bundesfinanzministers, der sich eng mit den Ländern abgestimmt hat, ist der Bundesrechnungshof. Auch in der Finanzverwaltung gelten die Gebote der Gleichmäßigkeit und der Verhältnismäßigkeit – kein Steuerzahler, keine Gruppe soll bevorzugt oder benachteiligt werden. Nun aber führt Schäuble zwei weitere Kriterien ein: Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Der Rechnungshof hält diese Begriffe für dehnbar und fürchtet, das Gebot der gleichmäßigen individuellen Besteuerung könnte durchbrochen werden. Die Neuregelung ermögliche es, die bisher übliche Einzelfallbetrachtung durch eine Gruppenbetrachtung zu ersetzen, steht in einer Stellungnahme.

    Will heißen: Steuerprüfungen könnten gezielt und pauschal auf bestimmte Gruppen von Steuerzahlern konzentriert werden. Zudem stößt sich der Rechnungshof daran, dass die Regelungen zur Geheimhaltung der Einstellungen des „Risikofilters“ auslegungsfähig seien und daher zu Rechtsstreitigkeiten führen könnten. In Schäubles Ressort hält man die Einwände der Kontrolleure nicht für stichhaltig.

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    Wie kommt Ihre Steuererklärung zum Finanzamt?

    Übers Internet oder mit der Post, mit einem Steuerprogramm oder mit Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins: Wie Sie Ihre Steuererklärung abgeben können, erfahren Sie hier.

    Eines vorweg: Egal,В ob Sie Ihre SteuererklГ¤rung selbst machen oder ob Sie diese von einem Lohnsteuerhilfeverein machen lassen, das zentrale Kriterium beim EinreichenВ derВ Formulare ist die fristgerechte Abgabe.В

    Daher warten Sie nicht bis zum letzten Tag der Frist.В Nehmen Sie sich genГјgendВ Bearbeitungszeit oder machen Sie rechtzeitig einen Termin bei Ihrem Berater aus.

    1. Online und kostenlos mit Elster schicken

    Das Internet-Portal der deutschen Finanzverwaltung heißt Elster. Dort können Sie sich ausführlich informieren, wie das papierlose Ausfüllen und Abschicken Ihrer Steuererklärung funktioniert.

    Wenn Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie sich einmalig registrieren bzw. ein Benutzerkonto bei erstellen. Hierfür benötigen Sie eine E-Mail-Adresse und Ihre Steuer-Identifikationsnummer. Im Anschluss an den Authentifizierungsprozess erhalten Sie ein Zertifikat (elektronische Signatur) und können dann Ihre Steuererklärung online abschicken, ohne sie ausdrucken oder unterschreiben zu müssen. Es gilt das Eingangsdatum im Rechenzentrum der Finanzverwaltung.

    WollenВ Sie sich nicht authentifizieren lassen, kГ¶nnen Sie auch ElsterFormular nutzen. Auch hiermitВ kГ¶nnen Sie die SteuerklГ¤rung elektronisch an das fГјr Sie zustГ¤ndige Finanzamt Гјbermitteln. Danach mГјssen Sie aber eine sogenannte komprimierte SteuererklГ¤rung ausdrucken und diese unterschreiben. Ohne die unterschriebene SteuererklГ¤rung kann das Finanzamt Ihre Daten nicht bearbeiten. WICHTIG: Es gilt das Eingangsdatum der postalischen Einsendung – nicht das der elektronischen Гњbermittlung.

    2. Mit Hilfe eines kostenpflichtigen Steuerprogramms

    Kostenpflichtige Steuerprogramme gibt es als DVD im Handel oder auch zum Herunterladen im Internet. Doch die Zertifizierung, mit der Sie alles online abschicken kГ¶nnen, gibt es nur imВ Online-Finanzamt Elster. Das bedeutet, auchВ wenn Sie ein Steuerprogramm nutzen, mГјssen Sie sich in Elster registrieren lassen. Erst dann kГ¶nnen Sie Ihre SteuererklГ¤rung online abschicken – ohne Ausdruck und Unterschrift.В

    Wir, die VLH, kГ¶nnen dieses Vorgehen allen empfehlen, die zum einen in Steuer- und EDV-Fragen versiert genug sind und bei denen zum anderen keine komplizierten steuerrechtlichen Sachverhalte vorliegen.В

    3. Per Post an Ihr zuständiges Finanzamt

    Sie wollen Ihre Steuererklärung ohne elektronische Hilfe ganz klassisch per Post abgeben? Dafür benötigen Sie einen Ausdruck der Steuerformulare. Diesen bekommen Sie beim Finanzamt oder auf dem Formularserver der Bundesfinanzverwaltung. Jetzt müssen Sie nur noch alles handschriftlich ausfüllen, unterschreiben und die nötigen Belege in den Umschlag stecken. Danach schicken Sie die Unterlagen per Post an Ihr zuständiges Finanzamt oder geben den Umschlag persönlich vor Ort ab.

    Der Bundesfinanzhof, Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, hat am 7. Januar 2015 entschieden, dass die Frist bei der Abgabe einer Einkommensteuererklärung auch gewahrt wird, wenn die unterschriebene Steuererklärung per Fax an das Finanzamt gesendet wurde.

    4. Гњber einen Lohnsteuerhilfeverein, zum Beispiel die VLH

    Wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung Hilfe benötigen, können Sie sich an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden. In einem ersten Beratungsgespräch bespricht Ihr Berater oder Ihre Beraterin Ihre Lebens- und Vermögenssituation, um sämtliche Steuervorteile für Sie zu ermitteln, die Ihnen zustehen. Anschließend übergeben Sie Ihre Unterlagen, Rechnungen, Quittungen und Kassenbons Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin. Ihre Steuererklärung wird dann für Sie erstellt und an das zuständige Finanzamt geschickt – Sie müssen vorher nur noch unterschreiben.

    Interessiert? Dann wГ¤hlen Sie sich eine Beraterin oder einen Berater aus, zum Beispiel mit Hilfe unserer Beratersuche – als größter Lohnsteuerhilfeverein in Deutschland sind rund 3.000В VLH-Beratungsstellen bundesweit fГјr Sie da.

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    Steuer ABC

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    Источники: http://www.steuertipps.de/die-erste-steuererklaerung/finanzamt-und-formalitaeten/steuererklaerung-elektronisch-abgeben-oder-auf-papier-und-was-ist-eigentlich-elster, http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/einfuehrung-ab-2017-steuererklaerung-ohne-stift-und-papier/12692584.html, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wie-kommt-ihre-steuererklaerung-zum-finanzamt.html

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