Steuererklärung prüfen lassen

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    Steuerbescheid ändern lassen

    Bei Fehlern innerhalb eines Monats Einspruch einlegen

    • Zuletzt aktualisiert: 8. Dezember 2017
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit einem schriftlichen Einspruch können Sie einen Steuerbescheid ändern lassen. Fast zwei Drittel aller Einsprüche sind erfolgreich.
    • Haben Sie nur einen punktuellen Änderungswunsch, weil Sie etwa einen Beleg vergessen haben, stellen Sie lieber einen „Antrag auf Änderung des Steuerbescheids“. Das geht sogar telefonisch oder per Mail.
    • Nach einem Einspruch überprüft das Finanzamt den kompletten Steuerbescheid und kann diesen sogar zu Ihren Ungunsten ändern (sogenannte Verböserung). Bei der „Änderung“ überprüft der Finanzbeamte nur den umstrittenen Sachverhalt.
    • In bestimmten Fällen darf das Finanzamt Steuerbescheide auch von sich aus ändern, zum Beispiel, falls der Bescheid unter Vorbehalt der Nachprüfung steht.
    • Irrt sich das Finanzamt zu Ihren Gunsten, müssen Sie nicht von sich aus darauf hinweisen – vorausgesetzt, Ihre Angaben in der Steuererklärung waren vollständig und richtig.

    So gehen Sie vor

    • Erstellen Sie Ihre Steuererklärung am besten mithilfe von Elster oder Steuersoftware auf elektronischem Weg. Mit der Funktion Bescheidprüfung können Sie später leicht Abweichungen zwischen Ihrer Erklärung und den vom Finanzamt anerkannten Werten feststellen.
    • Sobald Sie Ihren Steuerbescheid haben, sollten Sie ihn kritisch prüfen. Wenn Sie darin Fehler feststellen oder falls Sie Angaben in Ihrer Steuererklärung vergessen haben, müssen Sie innerhalb eines Monats aktiv werden.
    • Wenn Sie Einspruch einlegen, müssen Sie trotzdem die Steuerforderung bezahlen. Wollen Sie das nicht, müssen Sie zusätzlich eine „Aussetzung der Vollziehung“ beantragen.
    • Lehnt das Finanzamt Ihren Einspruch ab, dann können Sie beim zuständigen Finanzgericht Klage einlegen. Diese ist kostenpflichtig.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sofern Sie Ihre Steuererklärung pünktlich abgegeben haben, ist der Grundstein für mögliche Steuererstattungen gelegt. Ihr Finanzamt schickt Ihnen einige Wochen oder Monate danach per Brief einen Steuerbescheid. Bei einer elektronischen Steuererklärung mithilfe von Elster oder Steuersoftware können Sie freiwillig den Bescheid auch digital abholen.

    Sobald Sie dieses Dokument in den Händen halten, sollten Sie es umgehend prüfen. Weil das Steuerrecht immer komplizierter wird und Finanzbeamte auch nur Menschen sind, lassen sich Fehler im Steuerbescheid nie ausschließen.

    Falls das Finanzamt nicht alle Positionen in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt hat, können Sie sich dagegen wehren, indem Sie Einspruch einlegen. Auch vergessene Angaben und Unterlagen können Sie nachliefern, sofern Sie innerhalb eines Monats handeln.

    Frist und Begründung zählen

    Ein Einspruch ist auch möglich bei Kindergeldbescheiden der Familienkasse. Wollen Sie sich gegen den Bescheid einer kommunalen Steuer wie die Grundsteuer oder Hundesteuer wehren, so können Sie Widerspruch einlegen. Beachten Sie, dass die Begriffe „Einspruch" und „Widerspruch" in unterschiedlichen steuerlichen Zusammenhängen verwendet werden und daher nicht verwechselt werden sollten. Falls es doch passieren sollte, ist das kein Drama. Entscheidend ist, dass Sie die Fristen einhalten und baldmöglichst eine stichhaltige Begründung liefern.

    Einsprüche sind oft erfolgreich

    Ein Einspruch gegen den Steuerbescheid lohnt sich in den meisten Fällen. Laut Statistik des Bundesfinanzministeriums gingen 2015 fast 3,5 Millionen Einsprüche bei den deutschen Finanzämtern ein. Hinzu kommen noch die Einsprüche beispielsweise in Kindergeldfragen, für die die Familienkassen zuständig sind. In 65 Prozent der Fälle waren die Steuerzahler erfolgreich. In der Statistik heißt das „Erledigung durch Abhilfe“. Gemeint ist damit, dass der Bescheid danach geändert wurde.

    Erfasst werden unter „Abhilfe“ auch die Sachverhalte, in denen erst im Einspruchsverfahren Steuerpflichtige eine Steuererklärung abgeben oder Aufwendungen geltend machen. Insofern bedeutet das nicht, dass alle angefochtenen Bescheide fehlerhaft waren. Tatsächlich erfolglos sind nach der Statistik nur 13 Prozent der Einsprüche. In 22 Prozent der Fälle hat der Steuerpflichtige seinen Einspruch zurückgenommen.

    So prüfen Sie Ihren Steuerbescheid

    Vor dem Einspruch steht eine gründliche Analyse des Bescheids. Wenn Sie für Ihre Steuererklärung eine marktübliche Steuersoftware oder das kostenlose Programm der Finanzverwaltung Elster-Formular genutzt haben, können Sie Ihren Steuerbescheid recht leicht kontrollieren. Die Programme können die Steuer in der Regel berechnen und das Ergebnis auf ähnliche Weise wie im Steuerbescheid darstellen.

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    Falls es deutliche Abweichungen zwischen Ihrem Bescheid und dem Berechnungsergebnis gibt, sollten Sie den Bescheid auf jeden Fall genauer prüfen: Zunächst haken Sie die Beträge auf der ersten Seite Ihres Bescheids ab, die Ihre Steuerschuld vermindern. Prüfen Sie auch anhand Ihrer Lohnsteuerbescheinigung von Ihrem Arbeitgeber, ob das Finanzamt die einbehaltene Lohnsteuer – gegebenenfalls inklusive Kirchensteuer – und den Solidaritätszuschlag zutreffend berücksichtigt hat.

    Wenn Sie den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen beansprucht haben, lohnt sich der Blick auf Seite 2 des Steuerbescheids. Den Abzugsposten finden Sie in der Regel unter „Berechnung der Einkommensteuer“.

    Sie können Ihren Steuerbescheid natürlich nur detailliert prüfen, wenn Sie Kopien Ihrer Erklärungsformulare oder das Berechnungsergebnis Ihrer Steuersoftware aufbewahrt haben. Außerdem sollten Sie zu größeren Kostenblöcken (zum Beispiel Werbungskosten wie Fahrten zur Arbeit, Fachliteratur, Ausgaben während einer Dienstreise) Aufzeichnungen zur Hand nehmen, um erkennen zu können, ob der Fiskus alles berücksichtigt hat. Auch die etwas komplizierte Berechnung der Sonderausgaben wie Vorsorgeaufwendungen und außergewöhnliche Belastungen – zum Beispiel Krankheitskosten – finden Sie im Steuerbescheid.

    Originalbelege kopieren

    Manchmal erwartet das Finanzamt Originalbelege. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Unterlagen vor dem Einreichen zu kopieren. Sonst können Sie Ihren Steuerbescheid später nicht prüfen, ohne selbst beim Finanzamt vorbeizuschauen oder um die Rücksendung eines Teils Ihrer Unterlagen zu bitten. Ab der Steuererklärung 2017 müssen Sie Ihre Belege nur noch aufbewahren, aber nicht mehr direkt mitschicken.

    Was der Erläuterungsteil bedeutet

    Unter „Erläuterungen“ gibt das Finanzamt unter anderem sogenannte Vorläufigkeitsvermerke an. Das liegt daran, dass es im Steuerrecht immer offene Fragen gibt, zu denen Musterverfahren vor einem obersten Gericht (zum Beispiel Bundesverfassungsgericht, Bundesfinanzhof, Europäischer Gerichtshof) anhängig sind. So will der Fiskus vermeiden, dass massenhaft Einsprüche eingelegt werden. Das Finanzamt erlässt Ihren Steuerbescheid dann in diesen Punkten nur vorläufig.

    Falls das Musterverfahren positiv für Steuerzahler ausgeht, kann das Finanzamt Ihren Steuerbescheid später noch zu Ihren Gunsten ändern, ohne dass Sie extra Einspruch einlegen müssten. In diesen Fällen können Sie einfach abwarten und sich freuen, wenn es eventuell Jahre später eine Steuererstattung gibt. Dann können sogar stattliche Zinsen vom Finanzamt dazukommen.

    Im Erläuterungsteil muss das Finanzamt auch erklären, ob es von Ihren Angaben in der Steuererklärung abgewichen ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es Ihre Werbungskosten oder außergewöhnlichen Belastungen nicht ganz steuermindernd berücksichtigt hat. Es kann jedoch vorkommen, dass das Finanzamt vergisst, gestrichene Positionen zu erwähnen.

    Von anhängigen Verfahren profitieren

    Haben Sie beispielsweise Werbungskosten wie ein häusliches Arbeitszimmer, deren Abzug steuerrechtlich umstritten ist? Auf der Website des Bundesfinanzhofs (BFH) können Sie gezielt nach „anhängigen Verfahren“ suchen. Das sind Revisionsverfahren, über die der BFH entscheiden wird. In der ersten Instanz hat schon ein Finanzgericht geurteilt, der Rechtsstreit wird aber vor dem höchsten deutschen Steuergericht fortgesetzt.

    Falls Sie gleiche steuerrechtliche Problem haben, können Sie Ihren Einspruch mit dem Aktenzeichen des beim BFH anhängigen Verfahrens begründen. Sie müssen also nicht selbst klagen, sondern klinken sich in den Rechtsstreit eines anderen Steuerzahlers ein.

    Fragen Sie einen Profi, wenn Sie nicht weiterwissen

    Insbesondere dann, wenn das Finanzamt Positionen wie das häusliche Arbeitszimmer, doppelte Haushaltsführung, Erhaltungsaufwendungen bei Vermietern und dergleichen streicht oder nur teilweise anerkennt, können Sie recht schnell an die Grenzen Ihres steuerrechtlichen Fachwissens stoßen.

    Am besten bitten Sie im ersten Schritt den Sachbearbeiter im Finanzamt, Ihnen die Situation zu erläutern. Das ist kostenlos, und eventuell bemerkt er den Fehler schon von selbst. Zumindest kann er seine Rechenweise erklären, was es Ihnen einfacher machen dürfte, die Widersprüche zwischen Ihrer Berechnung und dem Bescheid zu klären.

    In komplexeren Fällen könnte es sich lohnen, professionellen Rat hinzuzuziehen. Einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein können Sie auch dann beauftragen, wenn Sie die Steuererklärung selbst gemacht haben. Damit sollten Sie aber nicht lange warten, denn die Einspruchsfrist läuft, sobald der Bescheid Sie erreicht hat.

    Legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein

    Ergibt die Prüfung Ihres Steuerbescheids, dass Sie benachteiligt worden sind, sollten Sie innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Ein Grund für einen Einspruch kann aber auch sein, dass Sie selbst etwas vergessen oder falsch gemacht haben. Dafür würde allerdings in vielen Fällen eine „schlichte Änderung“ statt eines Einspruchs genügen (§ 347 AO).

    Fristberechnung – Als Tag der Bekanntgabe Ihres Steuerbescheids gilt der dritte Tag ab dem Datum auf dem Bescheid – auch wenn Sie das Schreiben vielleicht schon früher erhalten haben. Danach, also am vierten Tag, beginnt die einmonatige Einspruchsfrist.

    Beispiel: Auf Ihrem Einkommensteuerbescheid für 2016 steht das Datum 19. September 2017 (Dienstag). Steuerlich bekannt gegeben gilt der Bescheid daher am 22. September 2016 (Freitag). Sie haben bis einschließlich 23. Oktober 2017 (Montag), 23:59 Uhr, Zeit für Ihren Einspruch, weil der eigentliche Fälligkeitstag am 22. Oktober ein Sonntag ist.

    Die Einspruchsfrist verlängert sich oft wegen der sogenannten Sa-So-Fei-Regelung. Wenn das Ende der einmonatigen Frist auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verlängert sie sich automatisch bis zum Ablauf des nächstfolgenden Werktags. Diese Regelung gilt auch für den Tag der Bekanntgabe.

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand – Das Finanzamt muss Abweichungen von Ihrer Steuererklärung grundsätzlich schriftlich im Steuerbescheid begründen. Manchmal vergisst die Behörde das aber. Vielleicht bemerken Sie deshalb erst später, dass Ihr Bescheid falsch ist, und dann ist die Einspruchsfrist schon abgelaufen. In einem solchen Fall können Sie „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ beantragen – dann ist auch ein „verspäteter“ Einspruch noch möglich. Wenn das Finanzamt einen Steuerbescheid erlässt, dem keine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt ist, verlängert sich die Einspruchsfrist automatisch auf ein Jahr.

    Schriftlich – Seit August 2013 gilt: „Der Einspruch ist schriftlich oder elektronisch oder zur Niederschrift zu erklären“ (§ 357 AO). Letzteres bedeutet, dass Sie persönlich beim Finanzamt Ihren Einspruch einlegen können. Ansonsten müssen Sie dies schriftlich erledigen. Dies geht zum Beispiel per Fax. Auch ein Einspruch per E-Mail – ohne qualifizierte elektronische Signatur – ist möglich, sofern Ihr Finanzamt darüber erreichbar ist.

    Auch unter Mein Elster im Elster-Portal können Sie mittlerweile elektronisch einen Einspruch senden. Für die Begründung haben Sie dort allerdings nur 500 Zeichen Platz. Eine Klage können Sie hingegen nicht über Elster einlegen. Sie können einen Einspruch zunächst ohne Begründung erheben, sollten diese aber baldmöglichst nachliefern.

    Damit beim Finanzamt keine Auslegungsprobleme aufkommen, sollten Sie den angefochtenen Steuerbescheid klar und unmissverständlich in Ihrem Einspruchsschreiben nennen sowie Ihren Standpunkt ausführlich erläutern. Außerdem müssen Sie unbedingt Ihre Steuernummer oder Steueridentifikationsnummer angeben.

    Wenn die Frist abgelaufen ist, wird es schwierig, noch erfolgreich Einspruch einzulegen. Sie müssen nämlich eine „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ erreichen. Das geht nur, wenn Sie nachweisen können, dass Sie unverschuldet – zum Beispiel durch einen längeren Krankenhausaufenthalt – verhindert waren, die Einspruchsfrist zu wahren.

    Das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht hat einem Steuerpflichtigen eine auf ein Jahr verlängerte Einspruchsfrist gewährt. Dieser hatte zuvor in einer Kindergeldangelegenheit verspätet Einspruch eingelegt. Die Finanzrichter rügten, dass keine korrekte Rechtsbehelfsbelehrung vorlag. In dieser fehlte nämlich der Hinweis, dass ein Einspruch elektronisch eingereicht werden könne (Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, Urteil vom 21. Juni 2017, Az. 5 K 7/16). Auf dem Briefbogen des angefochtenen Bescheids der Familienkasse stand zwar eine E-Mail-Adresse, doch dies genügte nicht für eine richtige Rechtsbehelfsbelehrung. Die Behörde hätte explizit darauf hinweisen müssen, dass ein Einspruch per E-Mail möglich sei.

    Klage – Falls das Finanzamt Ihren Einspruch ablehnt, wäre dies der folgerichtige Schritt, damit Sie zu Ihrem Recht kommen. Eine Klage können Sie nicht über Elster einlegen. Sie müssen sie schriftlich und unterschrieben beim zuständigen Finanzgericht einreichen. Dafür gibt es eigene rechtliche Regeln. Achtung: Eine Klage ist mit Kosten verbunden.

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    Sie können die Aussetzung der Vollziehung beantragen

    Der Einspruch an sich hat keine aufschiebende Wirkung. Das bedeutet: Das Finanzamt muss den angefochtenen Steuerbescheid vollziehen und die festgesetzte Steuer einfordern. Für Sie heißt das: Die Steuer ist fällig und Sie müssen sie zahlen. Nur wenn Sie eine „Aussetzung der Vollziehung“ (AdV) beantragen, hemmen Sie Ihre sofortige Zahlungspflicht.

    Wenn das Finanzamt die AdV gestattet, dann müssen Sie vorerst keine Steuern nachzahlen. Dies teilt Ihnen die Behörde per Bescheid schriftlich mit. Bedenken Sie aber: Für den Fall, dass Ihrem Einspruch nicht stattgegeben wird, müssen Sie nicht nur die Steuer, sondern möglicherweise auch hohe Zinsen ans Finanzamt zahlen – 0,5 Prozent für jeden vollen Monat, also 6 Prozent im Jahr. Diese berechnet der Fiskus auf seine Forderungen allerdings erst ab dem 16. Monat der Fälligkeit. Bekommen Sie im Nachhinein doch Recht, können Sie umgekehrt Zinsen vom Finanzamt kassieren, die Sie aber versteuern müssen.

    Mit dem Finanzamt können Sie sich alternativ darauf einigen, das Verfahren ruhen zu lassen. Dann kann der Bescheid in diesem Punkt offen bleiben. Dies hat vor allem dann Sinn, wenn bald eine Klärung der Streitfrage durch den BFH ansteht. Sie müssen aber trotzdem die zunächst festgesetzte Steuer zahlen.

    Wann die Gefahr der „Verböserung“ besteht

    Das Finanzamt muss bei einem Einspruch den gesamten Bescheid überprüfen. Es kann Ihren Steuerbescheid aufgrund Ihres Einspruchs auch zu Ihrem Nachteil ändern („Verböserung“). Allerdings muss es Sie auf die Möglichkeit einer verbösernden Entscheidung hinweisen, dafür Gründe angeben und Ihnen die Chance geben, sich dazu zu äußern.

    Wichtig: Sie haben danach Gelegenheit, Ihren Einspruch zurückzuziehen, bis das Finanzamt die Entscheidung darüber bekannt gibt. Aber sobald Sie eine Einspruchsentscheidung erhalten, ist es dafür zu spät.

    Steht der Bescheid unter dem „Vorbehalt der Nachprüfung“, muss das Finanzamt Sie nicht auf die Möglichkeit der Verböserung hinweisen. In normalen Fällen ohne diesen Vorbehalt wäre es ausreichend, wenn es Sie telefonisch darüber informiert. Aus Nachweisgründen macht es dies aber in aller Regel doch schriftlich.

    Warum ein Antrag auf Änderung manchmal besser ist

    Dass das Finanzamt Ihre Steuerfestsetzung aufhebt oder ändert, erreichen Sie allerdings auch, ohne Einspruch einzulegen: Sie können eine sogenannte Änderung des Steuerbescheids (§ 172 Abs. 1 Nr. 2a AO) beantragen. Damit bewirken Sie eine bestimmte Änderung Ihres Steuerbescheids. Sie müssen in Ihrem Antrag genau benennen, in welchen Punkten der Steuerbescheid geändert werden sollte.

    Diese Variante kommt zum Beispiel infrage, falls Sie vergessen haben, einen bestimmten Posten als Werbungskosten geltend zu machen, das Finanzamt Ihre Werbungskosten fälschlicherweise nicht anerkannt hat oder es sich um Zahlendreher oder Falschberechnungen handelt. Der Antrag ist nicht an eine besondere Form gebunden. Sie können ihn schriftlich, telefonisch oder per E-Mail stellen.

    Der Unterschied zu einem Einspruch besteht darin, dass Ihr Steuerbescheid nur in den Punkten geprüft und zu Ihren Gunsten geändert wird, für die Sie Ihren Änderungsantrag gestellt haben. Legen Sie Einspruch ein, darf Ihr Sachbearbeiter sich den gesamten Bescheid beziehungsweise Ihren gesamten Steuerfall noch einmal genauer ansehen und Ihren Steuerbescheid schlimmstenfalls zu Ihrem Nachteil ändern. Daher ist der Antrag auf Änderung des Steuerbescheids in vielen Fällen die bessere Wahl.

    Auch diesen Antrag müssen Sie vor Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist stellen. Sollte Ihnen noch mehr einfallen, müssen Sie sich beeilen, denn erweitern können Sie diesen Antrag ebenfalls nur innerhalb der Einspruchsfrist. Sollte das Finanzamt die gewünschte Änderung ablehnen, können Sie dagegen immer noch Einspruch einlegen.

    Rechen- und Schreibfehler jederzeit korrigierbar

    Bislang mussten Steuerpflichtige einen Rechen- oder Schreibfehler in ihrer Steuererklärung innerhalb eines Monats melden – ansonsten war es für eine Korrektur des Steuerbescheids zu spät. Das hat sich 2017 mit dem Steuermodernisierungsgesetz geändert. Jetzt müssen Finanzämter solche offenkundigen Fehler auch später noch berücksichtigen und den Bescheid ändern.

    Das Finanzamt kann sich die Nachprüfung vorbehalten

    Wenn das Finanzamt Teile einer Steuererklärung noch einmal prüfen möchte, kann es die Steuer unter einem Vorbehalt der Nachprüfung (§ 164 AO) festsetzen. Der Steuerbescheid wird so lange nicht bestandskräftig, kann also noch geändert werden. Vor allem bei Arbeitnehmern ergehen Steuerbescheide häufig endgültig und stehen nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Deshalb sollten diese Steuerzahler ihren Bescheid umgehend gründlich prüfen.

    Wenn sich neue Tatsachen ergeben

    Steuerbescheide muss das Finanzamt aufheben oder ändern, wenn nachträglich Tatsachen oder Beweismittel bekannt werden, die zu einer höheren oder einer niedrigeren Steuer führen. Ändert sich etwas zu Ihren Gunsten, dürfen Sie aber nicht daran schuld sein, dass die Tatsachen oder Beweismittel erst nachträglich bekannt geworden sind.

    Wenn Sie eine im Steuererklärungsformular ausdrücklich gestellte Frage übersehen und nicht beantworten, gilt das als grobes Verschulden. Ihren Steuerbescheid können Sie in diesem Fall nur innerhalb der Monatsfrist mit einem Einspruch oder einem Antrag auf schlichte Änderung korrigieren lassen.

    Ein neues Gerichtsurteil, von dem Sie hätten profitieren können, wenn es schon gefällt worden wäre, bevor Sie Ihre Steuererklärung abgegeben haben, zählt übrigens nicht zu den neuen Tatsachen (§ 173 AO).

    Falls sich das Finanzamt zu Ihren Gunsten irrt

    Es kann sogar vorkommen, dass sich das Finanzamt beim Steuerbescheid zugunsten des Steuerpflichtigen irrt. Die gute Nachricht: Sie können in aller Regel auf die Richtigkeit des Bescheids vertrauen und müssen von sich aus das Finanzamt nicht über den Fehler aufklären. Ein Einspruch ist also nicht nötig. Dies gilt immer, wenn Sie selbst in Ihrer Steuererklärung korrekte und vollständige Angaben gemacht haben.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Steuererklärung: So überprüfen Sie Ihren Steuerbescheid

    Steuer-Wissen So überprüfen Sie Ihren Steuerbescheid auf Fehler

    E rnüchternd, aber wahr: Fast jeder dritte Einkommensteuerbescheid enthält Fehler, berichtet der Bund der Steuerzahler. Es lohnt sich also, den Steuerbescheid gründlicher unter die Lupe zu nehmen und im Zweifel auch Einspruch oder gar Klage einzulegen.

    Als Erstes sollten Steuerzahler die Zahlen prüfen – manche Angaben hat das Finanzamt bereits von Rentenversicherungsanstalten, beruflichen Versorgungswerken, Versicherern, Pensionskassen, Pensionsfonds, Arbeitsagenturen, Banken, Fondsgesellschaften oder auch etwa Lebensversicherungen übermittelt bekommen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat zwar klargestellt, dass Finanzbeamte diese nicht ungeprüft übernehmen dürfen (Az.: BFH VII B 9/11). Dennoch kommt das offenbar häufig vor.

    Steuerzahler sollten also sehr genau kontrollieren, ob das Finanzamt in irgendeinem Punkt von ihren Angaben abgewichen ist. Aber nicht nur das: Alle von ihnen gemachten Angaben sollten im Steuerbescheid auftauchen. Um dies kontrollieren zu können, sollten Steuerzahler vor der Abgabe eine Kopie der Steuererklärung machen, rät Rudolf Gramlich, Steuerreferent beim Lohn- und Einkommensteuer Hilfe-Ring Deutschland (Steuerring).

    Die Steuererklärung soll einfacher werden

    Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

    Eineinhalb Jahre wurde über die Vereinfachung der elektronischen Steuererklärung diskutiert. Nun hat das Kabinett sie auf den Weg gebracht. Künftig soll vieles automatisch und digital laufen.

    Quelle: Die Welt

    Hat sich das Finanzamt zugunsten des Steuerzahlers geirrt, braucht der das Finanzamt darauf nicht hinzuweisen. Den Vorwurf der Steuerverkürzung oder Steuerhinterziehung hat er dann nicht zu befürchten, urteilte der BFH im Jahr 2012 (Az.: VIII R 50/10 ).

    Selbst gemachte Fehler müssen korrigiert werden

    Das Finanzamt selbst kann solche offenbaren Fehler allerdings durchaus nachträglich korrigieren, urteilte das Finanzgericht Münster (Az.: 11 K 4239/07 ). Bemerken Steuerzahler allerdings, dass sie versehentlich selbst unvollständige oder falsche Angaben gemacht haben, müssen sie ihre Steuererklärung korrigieren. Tun sie das nicht, machen sie sich womöglich strafbar.

    Bei reinen Flüchtigkeitsfehlern und offensichtlich falschen Daten sollten Steuerpflichtige formlos im Finanzamt anrufen. In aller Regel reicht das. Hat der Steuerzahler Ausgaben oder Ausbildungs- oder Sparfreibeträge übersehen, kann er deren Berücksichtigung noch per Einspruch beantragen und nachmelden.

    Hat der Finanzbeamte geltend gemachte Angaben nicht anerkannt – Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen –, sollten Steuerzahler die im Steuerbescheid in den Erläuterungen vorgebrachten Argumente dafür prüfen und gegebenenfalls Einspruch gegen die Entscheidung einlegen.

    Einsprüche immer schriftlich begründen

    Den Einspruch müssen Steuerzahler binnen eines Monats schriftlich abfassen und begründen. Das Schreiben muss den Absender, die Steueridentifikations- und Steuernummer sowie die Information darüber enthalten, gegen welchen Bescheid der Steuerpflichtige Einspruch einlegt. Außerdem sollte das Schreiben die Wörter „Einspruch“, „Widerspruch“ oder „Einwand“ enthalten.

    Außerdem ist gerade bei nennenswerten Nachzahlungsforderungen ein Antrag auf sogenannte „Aussetzung der Vollziehung“ gleich im selben Schreiben ratsam. Nur so gibt es für die Forderung einen Zahlungsaufschub – sonst würde sie trotz Einspruchs fällig.

    Die Einspruchsfrist beginnt am dritten Tag nach Postversand zu laufen. Ausnahme: keine oder fehlerhafte Rechtsbehelfsbelehrung – dann verlängert sich die Frist auf ein Jahr. Versäumt ein Steuerzahler die Einspruchsfrist schuldlos – etwa wegen einer schweren Krankheit oder längeren Abwesenheit –, kann er die „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ beantragen.

    Steuerzahler kann Einspruch zurückziehen

    Wichtig: Die Frist ist auch ohne Begründung gewahrt – die können Steuerpflichtige also schriftlich nachreichen. Sicherheitshalber sollten sie den Versand ihres Einspruchs sowie gegebenenfalls der Ergänzungen und Erläuterungen belegen können – per Fax mit Sendebericht und per Post mit dem Einlieferungsbeleg für ein Einschreiben.

    Mit etwas Glück stellt das Finanzamt nach einiger Zeit einen korrigierten Steuerbescheid zu. Bleibt es dagegen bei seiner Auffassung, kommt eine förmliche Einspruchsentscheidung ins Haus. Der Steuerpflichtige muss dann entweder die mit dem zuvor ergangenen Bescheid geforderte Steuer bezahlen oder vor dem Finanzgericht klagen.

    Möglicherweise will das Finanzamt den Steuerbescheid auch zum Nachteil des Steuerzahlers ändern – darauf muss der Finanzbeamte den Steuerpflichtigen aber zuvor hinweisen. Der kann seinen Einspruch dann noch zurücknehmen und dies so verhindern. Spätestens nun ist Beratung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein sinnvoll.

    Auf Vorläufigkeitsvermerk achten

    Ist der Grund für einen Einspruch eine Rechtsfrage – beispielsweise über die Anerkennung von Kosten – sollten Steuerzahler prüfen, ob bereits für sie relevante Verfahren zu der Frage im Gang sind, oft zeigt das schon eine Internetrecherche zu Stichwort „Finanzgericht“ oder „Bundesfinanzhof“.

    Auf das laufende Verfahren sollten sie dann in ihrem Einspruch verweisen – mit Aktenzeichen. Bei Verfahren vor dem Bundesfinanzhof ruht ihr Einspruchsverfahren automatisch, bis das Urteil ergangen ist.

    Ein Blick in die Erläuterungen zeigt, ob das Finanzamt bereits laufende Verfahren zu relevanten Fragen vor dem BFH oder dem Bundesverfassungsgericht berücksichtigt, der Steuerbescheid also in einzelnen Punkten vorläufig ergeht. Steuerzahler profitieren von einem Urteil nämlich nur dann, wenn ein entsprechender Vorläufigkeitsvermerk enthalten ist – sie sollten das daher kontrollieren.

    Wenn der Fiskus BFH-Urteile ignoriert .

    Einspruch brauchen sie dann nur noch einzulegen, falls sie mit Blick auf die offene Rechtsfrage einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung für die strittige Steuernachforderung stellen wollen – das geht tatsächlich nur bei Einspruch oder einer Klage.

    Lehnt das Finanzamt den Einspruch ab, können Steuerzahler eine Klärung mit dem Finanzamt versuchen. Hat der Fiskus nachträglich erläuterte Sachverhalte oder auch etwa einschlägige BFH-Rechtsprechung außer Acht gelassen, ist das ratsam.

    Hier arbeiten die nettesten Finanzbeamten

    Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

    Die Steuererklärung zu machen gehört wohl zu den verhasstesten Aufgaben. Aber einige Finanzbeamte versuchen, es ihren Kunden leicht zu machen. Wir verraten, wo die freundlichsten Finanzämter sind.

    Quelle: Die Welt

    Auch bei Einsprüchen gegen Vollstreckungs- und Zwangsmaßnahmen wäre ein wichtiger Schritt – nach gegebenenfalls erfolgloser Klärung – ein Schreiben an den Sachgebietsleiter und danach an den Leiter des Amtes – am besten unterstützt von einem Berater.

    Erfolgsquote der Klagen liegt bei gut 40 Prozent

    Scheuen sollten Steuerzahler aber auch nicht den Weg vor das Finanzgericht. Erfolgsquoten von bis zur Hälfte der Fälle vor den Finanzgerichten und von gut 40 Prozent vor dem BFH 2013 sprechen dafür. Klage vor dem zuständigen Finanzgericht müssen Steuerzahler binnen eines Monats nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung einlegen.

    Gerichtskosten von mindestens 220 Euro werden in jedem Fall fällig. Außerdem findet bei Prozessen vor den Finanzgerichten meist ein Erörterungstermin mit den Prozessgegnern sowie den Richtern statt. „Die Chancen lassen sich schon dann recht gut einschätzen“, erklärt Franziska Peters, Richterin und Sprecherin am Finanzgericht Münster.

    Die wichtigsten Informationen zu Ihrer Steuererklärung – zugeschnitten auf Ihre persönliche Situation – sowie Ratschläge von Experten und Rechner, mit denen Sie Ihre Steuerlast ermitteln können, finden Sie in unserem großen Steuer-Ratgeber.

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    Steuerbescheid prüfen

    Selbst in Zeiten von ELSTER kann der Steuerbescheid vom Finanzamt fehlerhaft sein. Es ist also wichtig, seinen Steuerbescheid genau zu prüfen, um kein Geld zu verschenken.

    Mit Lohnsteuer kompakt geht das auch ohne Steuerberater.

    Ob man zu viel gezahlte Steuern zurückbekommt oder nachzahlen muss, geht aus der Festsetzungs-Tabelle hervor. Hier gilt es zu prüfen, ob die gezahlten Beträge für Einkommensteuer, Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag mit Ihren übermittelten Daten übereinstimmen.

    Vor der Prüfung der Berechnung sollten Sie unbedingt auch Ihre persönlichen Daten, inklusive Ihrer Kontoverbindung auf Fehler kontrollieren. Es wäre doch sehr ärgerlich, wenn Ihre Steuererstattung wegen eines Zahlendrehers nicht auf Ihrem Konto landet.

    Nach den persönlichen Informationen folgt eine Übersicht mit den Angaben zur Steuerberechnung. Prüfen Sie Ihren Bescheid auch auf diese Punkte sorgfältig.

    Gleich auf der ersten sehen Sie, ob und wie viel Geld vom Finanzamt erstattet werden. Kontrollieren Sie hier, ob der Steuerabzug vom Lohn richtig übernommen wurde. Vergleichen Sie dazu die Zahlen aus den Lohnsteuerbescheinigungen Ihrer Arbeitgeber. Hat der Finanzbeamte möglicherweise zu viel Lohnsteuer berechnet? Besonders genau hinschauen sollten Sie, wenn Sie im Steuerjahr bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren. Prüfen Sie an dieser Stelle auch, ob die Sparzulagen für vermögenswirksame Leistungen korrekt ausgewiesen sind.

    2. Ihre Einkünfte und Werbungskosten

    Im nächsten Schritt prüfen Sie die Übersicht Ihrer Einkünfte. Hat das Finanzamt hier alle Werbungskosten richtig erfasst oder etwas nicht anerkannt? Wenn Sie mit Ihren Werbungskosten unterhalb der 1000-Euro-Grenze liegen, sollten Sie darauf achten, dass der Arbeitnehmer-Pauschbetrag in dieser Höhe abgezogen wurde. Wenn Sie Kinder haben sollten auch die Kinderbetreuungskosten richtig erfasst worden sein (2/3 der Kosten, maximal 4.000 Euro)

    3. Die Aufwendungen für die Altersvorsorge

    Hat das Finanzamt alle Aufwendungen für die Altersvorsorge angerechnet? Sind die Beiträge für Riester-Verträge angerechnet worden? Kontrollieren Sie die angegeben Höhe der Einzahlungen mit Ihren eigenen Unterlagen. Maximal zieht das Finanzamt 2.100 Euro einschließlich der Zulagen ab.

    4. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen

    Stimmen die Ausbildungskosten mit den eigenen Daten überein? Wurden alle Spendenzahlungen berücksichtigt? Sind die Aufwendungen für die Haushaltshilfe, die Heimunterbringung oder den Unterhalt korrekt, ebenso wie die Kosten für die haushaltsnahen Dienstleistungen?

    Wenn Sie im Steuerjahr steuerfrei Leitungen erhalten haben, sollten Sie diesen Passus genau prüfen. Auch wenn Krankengeld, Elterngeld oder Kurzarbeitergeld steuerfeie Einnahmen sind, haben sie doch Einfluss auf die Höhe des Steuersatzes. Kontrollieren Sie also die Erläuterungen zu diesen Punkten.

    Last but not least prüfen Sie, ob alle Frei- und Pauschbeträge wie der Kinderfreibetrag oder der Ausbildungsfreibetrag vom Finanzamt berücksichtigt wurden.

    Unser Tipp: Achten Sie insbesondere auf die „Erläuterung zur Festsetzung“ (Fließtext unter der Berechnung des Finanzamtes), da dort das Finanzamt genau angibt, wenn es bestimmte Werbungskosten oder Sonderausgaben nicht anerkannt hat! Hier kann es auch hilfreich sein, bei Ihrem Finanzamt telefonisch nachzufragen, welche Werbungskosten nicht anerkannt wurden und warum.

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    Источники: http://www.finanztip.de/steuerbescheid-aendern/, http://www.welt.de/finanzen/ratgeber-steuern/article143194780/So-ueberpruefen-Sie-Ihren-Steuerbescheid-auf-Fehler.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/der-steuerbescheid-ist-da-prufen-sie-ihn/

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