Steuererklärung umzug welches finanzamt

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    Umzugskosten

    So setzen Sie Ihre Kosten für den beruflichen Umzug ab

    • Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das sollten Sie wissen

    • Wechseln Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort, können Sie die Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten geltend machen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie durch einen neuen Arbeitsweg insgesamt mindestens eine Stunde Fahrzeit einsparen.
    • Kosten für einen Umzug aus privaten Gründen können Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Pro Jahr sind es 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal jedoch 4.000 Euro.

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    Ob neuer Job, Familiennachwuchs oder der Wunsch nach Veränderung: Es gibt viele Gründe für einen Wohnortwechsel – und meistens geht der Umzug ins Geld. Gut, dass das Finanzamt Teile der Kosten übernimmt. Sie können die Ausgaben als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung ansetzen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bundesumzugskostengesetz.

    Diese Voraussetzungen muss der Umzug erfüllen

    Wenn Sie aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln, können Sie die anfallenden Kosten in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Das gilt in folgenden Fällen:

    Verkürzter Arbeitsweg – Nach dem Umzug benötigen Sie für die Wege zur Arbeit und zurück jeweils mindestens eine halbe Stunde weniger. Es kommt nicht auf die Länge des Weges an, sondern auf die Zeitersparnis.

    Kürzerer Arbeitsweg

    Für den Nachweis einer Zeitersparnis beim Pendeln zum Job ist es nicht nötig, den Wohnort zu wechseln – auch innerhalb einer Stadt oder Gemeinde gilt der verkürzte Arbeitsweg. Dies betrifft vor allem Umzüge innerhalb von Großstädten wie beispielsweise Hamburg oder Berlin. Als Fahrzeit geben Sie einen durchschnittlichen Wert an, den zum Beispiel ein Routenplaner im Internet ermittelt.

    Ehepartner, die beide berufstätig sind, betrachten jeweils einzeln ihre Arbeitswege. Gibt es einen gemeinsamen Arbeitsweg, ist es nicht möglich, die jeweils eingesparte Zeit zusammenzurechnen, um so auf einen Wert von insgesamt einer Stunde zu kommen.

    Wechsel des Arbeitsplatzes – Beruflich veranlasst ist Ihr Umzug auch dann, wenn Sie Ihre erste Stelle in einer anderen Stadt antreten oder für Ihren Job den Wohnort wechseln, weil beispielsweise die Firma umzieht.

    Verbesserung der Arbeitsbedingungen – In Einzelfällen erkennt das Finanzamt verbesserte Arbeitsbedingungen alsberufsbedingten Grund für einen Umzug an. So gab der Bundesfinanzhof beispielsweise einem Krankenhausarzt recht, der aus freien Stücken in die Nähe des Krankenhauses zog, um stationär aufgenommene Patienten leichter betreuen zu können (Az. IV R 42/86).

    Rückkehr aus dem Ausland – Wenn Sie im Ausland gelebt haben und für eine neue Stelle zurück nach Deutschland ziehen, können Sie die anfallenden Umzugskosten ebenfalls steuerlich geltend machen (FG Niedersachsen, Az. 4 K 6/12).

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    Diese Kosten können Sie absetzen

    Die meisten Posten Ihrer Umzugsrechnung müssen Sie belegen. Weitere Kosten werden von einer Pauschale erfasst, die Sie von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen dürfen. Grundsätzlich können Sie geltend machen:

    Kein Abzug für Möbel

    Die Einrichtung Ihres neuen Heims gilt als Privatsache. Sie können daher nicht bei den Umzugskosten steuerlich abgesetzt werden. Sind Renovierungsmaßnahmen erforderlich, können Sie unter Umständen 20 Prozent der Lohnaufwendungen und der Fahrtkosten als Handwerkerkosten in Form einer Steuererstattung zurückholen.

    • 30 Cent pro Kilometer für Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen,
    • Maklergebühren für Mietimmobilien, aber nicht für Eigentum – diese Kosten zählen wie beispielsweise die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungskosten und müssen über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden,
    • doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate, falls Sie Ihre alte Wohnung nicht sofort kündigen können oder wollen,
    • maximal drei Monatsmieten für die neue Wohnung, die noch nicht genutzt werden kann,
    • Kosten für den Transport des Hausrats,
    • Kosten für einen Kochherd bis zu 230 Euro sowie für Öfen bis zu 164 Euro und
    • Reparaturen von Transportschäden.

    Belege von privaten Helfern

    Umzugskostenpauschale

    Für sonstige Umzugskosten können Sie zusätzlich einen Pauschalbetrag ansetzen, ohne Einzelnachweise erbringen zu müssen. Die Umzugskostenpauschalen erhöht das Bundesfinanzministerium in der Regel jährlich (zuletzt per BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016, Az. IV C 5 – S 2353/16/10005). Zu den sonstigen Umzugskosten zählen:

    • Renovierung der alten Wohnung,
    • Trinkgelder und Verpflegung für Umzugshelfer,
    • Ändern von Vorhängen,
    • fachgerechtes Anbringen von Lampen,
    • Einbau von Küche und anderen elektrischen Geräten,
    • Umschreiben des Personalausweises,
    • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung,
    • Ummelden des Pkw und die
    • Änderung des Telefonanschlusses.

    Verpflegungspauschale

    Im Rahmen der doppelten Haushaltsführung können Sie für Ihren Umzug auch die Pauschale für Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen. Das sind 24 Euro pro Tag, die Sie für maximal drei Monate abrechnen können.

    Falls Sie höhere Aufwendungen als die Pauschale für sonstige Umzugsauslagen hatten, können Sie auf die Pauschale verzichten und stattdessen Ihre höheren Kosten mit entsprechenden Quittungen belegen. Einen Einzelnachweis verlangt das Finanzamt üblicherweise bei

    • einem Umzug, durch den eine doppelte Haushaltsführung anfängt, endet oder gewechselt wird oder
    • wenn ein Arbeitnehmer seine doppelte Haushaltsführung beendet, indem er ins Ausland zieht, wo er zuvor schon einmal gelebt hat.

    Für den Umzug können Sie allerdings nur die Kosten angeben, die Sie tatsächlich tragen. Bezahlt Ihr Arbeitgeber zum Beispiel das Umzugsunternehmen, können Sie diese Ausgaben nicht absetzen.

    Tipp: Wechseln Sie wegen eines neuen Jobs Ihren Wohnort, sollten Sie bei den Vertragsverhandlungen bei Ihrem Arbeitgeber nachfragen, ob er die Umzugskosten übernimmt; denn er kann die gesamten steuerlich absetzbaren Kosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten. Für die Firma sind das Betriebsausgaben. Wenn Sie keine Aufwendungen zu tragen haben, entstehen für Sie natürlich keine Werbungskosten.

    Umzugskostenpauschalen

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Kosten für Nachhilfeunterricht

    Oftmals müssen Kinder, die in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland umziehen, Unterrichtsstoff nachholen. An den Kosten für die Nachhilfe beteiligt sich das Finanzamt, wenn die Behörde den Umzug als berufsbedingt anerkennt.

    Als Nachweis gelten beispielsweise der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers. Wenn Sie die Rechnungen für den Unterricht einreichen, können Sie die Kosten bis zu den folgenden Höchstbeträgen geltend machen:

    Höchstbeträge für Nachhilfekosten

    Quelle: BMF-Schreiben vom 18. Oktober 2016

    Erstattungsfähig ist die Hälfte des in der Tabelle genannten Höchstbetrags der umzugsbedingten zusätzlichen Unterrichtskosten für ein Kind. Falls die Unterrichtskosten diesen erstattungsfähigen Betrag übersteigen, sind bis zu 75 Prozent des Höchstbetrags steuerlich absetzbar.

    Umzug aus privaten Gründen

    Selbst wenn Sie aus rein privaten Gründen umziehen, können Sie die Kosten dafür zum Teil steuerlich geltend machen. Im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie pro Jahr 20 Prozent der Ausgaben, maximal jedoch 4.000 Euro absetzen.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen

    Die Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 71 ein. Listen Sie die einzelnen Posten auf einem Extrablatt auf und fügen Sie Rechnungen und Kontoauszüge für die Überweisungen als Belege bei.

    Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung

    Ziehen Sie aus gesundheitlichen Gründen um, zum Beispiel nach einem Unfall oder wegen einer Behinderung, erkennt das Finanzamt die Kosten als außergewöhnliche Belastungen an, soweit sie einen zumutbaren Eigenanteil übersteigen. In diesem Fall brauchen Sie als Nachweis für das Finanzamt unbedingt ein ärztliches Attest.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Ausgaben für außergewöhnliche Belastungen tragen Sie in der Steuererklärung für 2015 im Mantelbogen in die Zeile 67 und 68 ein. Die einzelnen Posten listen Sie auf einem Extrablatt auf und heften es an.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

    Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.

    Alena Hecker arbeitet als freie Redakteurin für Finanztip. Sie hat Internationale Fachjournalistik mit dem Schwerpunkt Wirtschaft studiert und einen Master in European Studies gemacht. Beim anschließenden Volontariat Praxis4 an der Electronic Media School in Potsdam beschäftigte sie sich vor allem mit Themen rund um den Verbraucherschutz. Neben ihrer Tätigkeit für Finanztip arbeitet Alena Hecker unter anderem für den rbb und die Stiftung Warentest.

    Bei welchem Finanzamt musst Du Deine Steuererklärung abgeben?

    Deine Steuererklärung gibst Du bei dem Finanzamt ab, in dessen Bezirk Du zum Zeitpunkt der Abgabe wohnst. Man spricht deshalb auch von Wohnsitzfinanzamt . Wie so oft, gibt es aber auch hier Ausnahmen.

    Wenn Du mehrere Wohnsitze hast, kommt es darauf an, ob Du verheiratet bist oder nicht:

    Bei Verheirateten ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die Familie hauptsächlich aufhält – egal, ob ihr Zusammenveranlagung oder Einzelveranlagung wählt.

    Bei Nichtverheirateten zählt der Wohnsitz, an dem sie sich vorwiegend aufhalten. Das kann auch der Zweitwohnsitz sein!

    Du suchst die Adresse Deines Finanzamts? Dann schau hier nach: einfach rechts im Suchfeld unter Finanzamtsuche Ort oder Postleitzahl eingeben!

    Wer eigentlich zuständig ist und warum es manchmal besser ist, das zu ignorieren.

    Lass nicht zwei Finanzämter miteinander kommunizieren – nimm das lieber selbst in die Hand!

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    Wenn Du grade umgezogen bist

    Wer eigentlich zuständig ist und warum es manchmal besser ist, das zu ignorieren.

    Wenn Du gerade umgezogen bist, gibst Du Deine Steuererklärung beim Finanzamt des neuen Wohnsitzes ab.

    Bei einem Umzug nach Abgabe der Steuererklärung oder nachdem Du Einspruch gegen Deinen Steuerbescheid eingelegt hast, ist ebenfalls das Finanzamt an Deinem neuen Wohnsitz für Dich zuständig – und zwar ab dem Zeitpunkt, in dem das alte oder das neue Finanzamt von Deinem Umzug erfährt.

    Manchmal ist es aber praktischer, wenn das bisherige Finanzamt die Sache zu Ende bringt: Das ist möglich, wenn das neue Finanzamt zustimmt und es unter Wahrung der Interessen der Beteiligten [das bist auch Du] der einfachen und zweckmäßigen Durchführung des Verfahrens dient (so steht es in § 26 der Abgabenordnung).

    Normalerweise bittet das Finanzamt Dich, dass Du Dich dazu äußerst. Wirklichen Einfluss darauf, welches Finanzamt die Bearbeitung übernimmt, hast Du aber nicht.

    Umzug zwischen Erhalt des Steuerbescheids und Einspruchs-Einlegung

    Lass nicht zwei Finanzämter miteinander kommunizieren – nimm das lieber selbst in die Hand!

    Du ziehst um, nachdem Du den Steuerbescheid erhalten, aber bevor Du Einspruch eingelegt hast? Dann schick Dein Einspruchsschreiben am besten an Dein altes Finanzamt, das den Steuerbescheid erlassen hat. Schreib aber auch gleich Deine neue Adresse dazu.

    Es ist zwar auch möglich, den Einspruch beim neuen Finanzamt einzulegen. Davon raten wir aber ab! Denn das neue Finanzamt muss dem alten Dein Einspruchsschreiben innerhalb der Einspruchsfrist übermitteln. Stell Dir vor, Du legst erst am letzten Tag der Frist Einspruch ein. Das alte Finanzamt erhält aber erst nach Ablauf der Einspruchsfrist Dein Schreiben – die Einspruchsfrist ist damit versäumt).

    Um Dir Ärger mit dem Finanzamt zu sparen, legst Du deshalb am besten gleich bei Deinem alten Finanzamt Einspruch ein. Damit bist Du auf der sicheren Seite!

    Bist Du mit Deinem Finanzamt zufrieden?

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    Auf unserem Portal Steuertipps.de können unsere Besucher jedes Jahr die Kundenfreundlichkeit ihres Finanzamtes bewerten:

    Wie zufrieden warst Du mit der Freundlichkeit der Finanzamtmitarbeiter?

    Wie bewertest Du die Geschwindigkeit der Bearbeitung der Steuererklärung?

    Wie gut empfandst Du die Erreichbarkeit bei Rückfragen?

    Nach Ablauf des Wahlzeitraumes wird zu jedem der drei Themenbereiche der Durchschnitt aller eingegangenen Bewertungen ermittelt. Das Finanzamt mit den besten Werten wird zu Deutschlands kundenfreundlichstem Finanzamt gekürt.

    Und: Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen!

    Welches Finanzamt ist für mich zuständig?

    Wer in einer mittelgroßen Stadt wohnt und nie umzieht, muss sich über die Frage der Zuständigkeit keine Gedanken machen. Auf wen das allerdings nicht zutrifft – und das dürfte die Mehrheit der Steuerzahler sein –, sollte wissen, wann welches Finanzamt zuständig ist.

    Es gibt zwei verschiedene Arten der Zuständigkeit:

    die sachliche Zuständigkeit, die regelt, welche Behörde für Ihr Anliegen zuständig ist. Für Ihre Steuererklärung ist das natürlich das Finanzamt.

    die örtliche Zuständigkeit, bei der Wohnsitz und Aufenthalt darüber entscheiden, welches Finanzamt konkret für Sie zuständig ist.

    Im Normalfall geben Sie Ihre Steuererklärung bei dem Finanzamt abgeben, in dessen Bezirk Sie bei Abgabe der Steuererklärung wohnen (Wohnsitzfinanzamt).

    Ausnahme 1: Doppelter Haushalt und mehrere Wohnsitze

    Bei mehreren Wohnsitzen kommt es darauf an, ob Sie verheiratet sind oder nicht:

    Bei Verheirateten, die nicht dauernd getrennt leben, ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält (Familienwohnsitz). Welche Veranlagungsart die Ehepartner wählen, spielt dabei keine Rolle.

    Bei Nichtverheirateten zählt der Wohnsitz, an dem sie sich vorwiegend aufhalten. Das kann auch ein zweiter Wohnsitz sein.

    Ausnahme 2: Wohnsitz in einer Kaserne

    Bei nicht verheirateten Angehörigen der Bundeswehr, der Bundespolizei und der Polizei, die in einer Kaserne oder ähnlichen Unterkunft leben, zählt der Wohnsitz, der in der Steuererklärung angegeben wird.

    Nach einem Umzug geben Sie Ihre Steuererklärung beim Finanzamt des neuen Wohnsitzes ab. Bei einem Umzug nach Abgabe der Steuererklärung oder nachdem Sie Einspruch eingelegt haben, ist ebenfalls das Finanzamt an Ihrem neuen Wohnsitz für Sie zuständig – und zwar ab dem Zeitpunkt, in dem das alte oder das neue Finanzamt von Ihrem Umzug erfährt.

    Manchmal ist es praktischer, wenn das bisherige Finanzamt die Sache zu Ende bringt. Das ist möglich, wenn das neue Finanzamt zustimmt und es unter Wahrung der Interessen der Beteiligten [das sind auch Sie] der einfachen und zweckmäßigen Durchführung des Verfahrens dient . Meist werden Sie gebeten, sich hierzu zu äußern. Wirklichen Einfluss darauf, welches Finanzamt die Bearbeitung übernimmt, haben Sie aber nicht.

    Ziehen Sie um, nachdem Sie den Steuerbescheid erhalten, aber bevor Sie Einspruch eingelegt haben? Dann schicken Sie Ihr Einspruchsschreiben am besten an Ihr altes Finanzamt, das den Steuerbescheid erlassen hat. Teilen Sie gleichzeitig Ihre neue Adresse mit.

    Ausnahme 4: Trennung vom Ehepartner

    Wenn Ehepartner sich trennen, können sie sich noch für das Jahr der Trennung zusammen veranlagen lassen. Das bisher zuständige Finanzamt ist dann auch noch für das Kalenderjahr der Trennung zuständig, wenn zumindest ein Ehepartner im Bezirk des bisherigen Finanzamtes wohnen bleibt. Ziehen beide Ehepartner um, ist das Finanzamt des Ehepartners zuständig, der vor dem Abzug von Werbungskosten die höheren Einnahmen hat.

    Bei getrennter Veranlagung kann jeder seine Steuererklärung bei seinem Wohnsitzfinanzamt abgeben.

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