Steuererklärung vergangenen jahren

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    Steuererklärung: Abgabefrist und wie man sie verlängert

    Die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung endet für Pflichtveranlagungsfälle am 31. Mai des Folgejahrs. Falls der Stichtag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verschiebt sich die Abgabefrist auf den nächsten Werktag.

    Schaffen Sie es bis dahin nicht, können Sie beim Finanzamt eine Fristverlängerung auf den 30. September beantragen. Dazu sind stichhaltige Gründe wie Krankheit, Arbeitsüberlastung oder das Fehlen von Unterlagen erforderlich.

    Wenn Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein mit Ihrer Einkommensteuererklärung beauftragen, verlängert sich die Abgabefrist automatisch auf den 31. Dezember. Bei begründeten Einzelanträgen kann der Berater die Frist bis zum 28. Februar des übernächsten Jahres verlängern lassen.

    Aktueller Hinweis: Die Bundesregierung plant derzeit eine Verlängerung der Abgabefristen um 2 Monate sowie eine Erhöhung der Strafe bei nicht rechtzeitiger Abgabe der Steuererklärung ab 2017 für die Steuerjahre 2016 und folgende.

    Was tun, wenn das Finanzamt den Antrag auf Fristverlängerung ablehnt?

    In einigen Finanzämtern ist es üblich geworden, Anträge auf Fristverlängerung automatisch abzulehnen. Hierfür ist eine zentrale Stelle im Finanzamt verantwortlich. Das amtliche Schreiben trägt aber Namen, Unterschrift und Durchwahl des bisherigen Sachbearbeiters – der Ihren Antrag auf eine längere Frist vermutlich nie gesehen hat.

    Steuer-Tipp: Rufen Sie Ihren Sachbearbeiter unter der angegebenen Telefonnummer an. In den meisten Fällen wird er Ihren "Wunschtermin" bereitwillig im Computersystem eintragen, ohne dass Sie noch einmal schreiben müssen. Auch beim Finanzamt arbeiten nur Menschen und ein freundliches Gespräch löst die meisten Probleme. Einziger Nachteil: Sie bekommen vom Finanzamt keine schriftliche Bestätigung. Notieren Sie sich daher unbedingt Datum, Uhrzeit und den Namen Ihres Gesprächspartners. Ein solches Protokoll dient notfalls dazu, das Ergebnis Ihres Gesprächs glaubhaft zu machen.

    Frist für die freiwillige Steuererklärung

    Wenn Sie in früheren Jahren keine Einkommensteuererklärung eingereicht haben, können Sie dies freiwillig nachholen. Eine Abgabe ist für die 4 vergangenen Steuerjahre möglich. Während 2012 dürfen Sie also noch Steuererklärungen für die Jahre 2008 bis 2011 beim Finanzamt einreichen.

    Eine nachträgliche freiwillige Abgabe kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn der Bundesfinanzhof oder das Bundesverfassungsgericht Kosten Steuern sparend anerkennt, die Ihnen in der Vergangenheit entstanden waren. Erst durch dieses steuerzahlerfreundliche Urteil erhalten Sie finanzielle Vorteile, wenn Sie für frühere Jahre Einkommensteuererklärungen nachreichen.

    Ein konkretes Beispiel hierfür war die Frage, ob sich die Aufwendungen für ein Erststudium nur beschränkt als Sonderausgaben oder aber voll als Werbungskosten geltend machen lassen. (Ein entsprechendes Urteil aus 2011 veranlasste viele aktive und ehemalige Studenten, Steuererklärungen nachzureichen, bis die Bundesregierung diesen Weg durch einen Trick versperrte.)

    Aufforderung zur vorzeitigen Abgabe

    Mit Verspätungszuschlägen zu drohen, wirkt bei vielen Steuerzahlern nicht. Deshalb fordern die Finanzämter seit 2015 immer häufiger die Steuerzahler gezielt auf, ihre Steuererklärung vorzeitig abzugeben, zum Beispiel vor dem 30. Oktober des nächsten Jahres. Wenn Steuerzahler diesen vorzeitigen Termin nicht einhalten, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen.

    Steuer-Tipp: Hat Ihr Finanzamt Sie zur vorzeitigen Abgabe Ihrer Steuererklärung aufgefordert? Dann beantragen Sie beim Finanzamt eine Fristverlängerung, in unserem obigen Beispiel bis 31. Dezember. Durch die Fristverlängerung vermeiden Sie trotz Abgabeaufforderung etwaige Verspätungszuschläge. Gleiches gilt, falls das Finanzamt nicht auf Ihren Antrag antwortet.

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    Steuererklärung rückwirkend abgeben: darum lohnt es sich

    Wusstest Du schon, dass Du die Steuererklärung rückwirkend abgeben kannst? Und zwar bis zu 4 Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres! Du brauchst nichts weiter zu tun, als eine freiwillige Steuererklärung (sog. Antragsveranlagung) auszufüllen und einzureichen – und kannst dann in aller Ruhe auf die Steuerrückerstattung warten. Denn in 9 von 10 Fällen erhältst Du mit einer Antragsveranlagung Geld zurück. Und zwar durchschnittlich 1.000 EUR. Wie und warum das geht, erklären wir Dir hier.

    Grundsätzlich können alle Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, ihre Steuererklärung auch rückwirkend abgeben – und zwar bis zu vier Jahre später. Wenn Du also beispielsweise für das Steuerjahr 2014 noch keine Steuererklärung abgegeben hast, kannst Du noch bis zum 31.12.2018 eine Antragsveranlagung einreichen – und die Steuererstattung einstreichen. Das geht ganz einfach, vor allem mit der richtigen Steuersoftware.

    Mit der Online-Lösung smartsteuer kannst Du Deine Steuererklärung direkt im Browser erledigen, eine Installation der Software ist nicht erforderlich. Der Interviewmodus von smartsteuer leitet Dich problemlos durch die Steuererklärung und sorgt dafür, dass alle Steuerformulare korrekt ausgefüllt sind. Das Beste daran: Du musst erst bezahlen, wenn Du Deine Steuererklärung tatsächlich ans Finanzamt schickst. Da Du vorher Deine Steuerrückerstattung berechnen kannst, musst Du also nur bezahlen, wenn sich die Abgabe der Steuererklärung auch wirklich für Dich lohnt. Deswegen: jetzt smartsteuer testen!

    Eine Steuererklärung rückwirkend einreichen

    • Eine Steuererklärung kann vier Jahre rückwirkend eingereicht werden.
    • Allerdings ist dies nur bestimmten Personen erlaubt.
    • Besonders für Studenten kann es sich lohnen, sie nachzureichen.

    Steuererklärung rückwirkend einreichen – Wer darf das?

    Wer nicht jedes Jahr dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, kann diese auch rückwirkend nachreichen.

    Der normale Arbeitnehmer, der monatlich seine Steuern über die Lohnsteuer bezahlt und keinen Ausgleich am Jahresende beantragt, kann dies also tun – der Freiberufler, der jedes Jahr seine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben muss, nicht.

    • Eine Einkommensteuererklärung kann für jedes Jahr nur einmal abgegeben werden. Ist dies bereits geschehen, ist es nicht möglich, dies noch einmal zu tun.

    Häufig gestellte Fragen zu Steuererklärung rückwirkend einreichen

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Steuererklärung rückwirkend einzureichen?

    • Steuerjahr liegt maximal vier Jahre zurück (in 2015 also bis 2011)
    • Man ist nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.
    • Für das Steuerjahr hat man noch keine Erklärung abgegeben.

    Wie lange kann man eine Steuererklärung rückwirkend abgeben?

    Im Jahr 2009 (Az. VI R 1/09) legte der Bundesfinanzhof (BHF) fest, dass die Abgabe vier Jahre rückwirkend möglich sein müsse. Grundlegend stützte sich der BHF dabei auf die Verjährungsfrist für Steuern.

    Wenn diese für den Bürger vier Jahre betrage, müsse dies auch für den Staat so sein, argumentierten die Richter.

    • 2015 konnte man deshalb auch noch rückwirkend für Steuererklärung für 2014, 2013, 2012 und 2011 abgeben.

    Steuererklärung rückwirkend einreichen – Lohnt sich für Studenten

    Während des Studiums müssen Studenten in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Danach sollten sie aber nachträglich eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen. Denn bei einem Zweitstudium können nachträglich Ausbildungskosten abgesetzt werden – und zwar unbegrenzt als Werbungskosten.

    Diese können nach dem Einstieg ins Berufsleben mit den Steuern auf die ersten Gehälter laut BHF verrechnet werden.

    • Wichtig dabei ist, dass man alle Werbungskosten (also für Bücher, Druckerpapier, etc.) mit Belegen nachweisen kann. Es lohnt sich also, die Kassenzettel aufzubewahren.

    Auszubildende, die keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten haben, können ebenfalls ihre Einkommensteuererklärung nachträglich beim Finanzamt einreichen.

    Auch sie dürfen die damals gezahlten Werbungskosten mit den aktuellen Steuern verrechnen.

    Wer allerdings eine finanzielle Vergütung für seine Ausbildung erhalten hat, darf dies nicht.

    Источники: http://www.steuer-schutzbrief.de/steuererklaerung/abgabefrist.html, http://www.meine-erste-steuererklaerung.de/steuerfragen/steuererkklaerung-rueeckwirkend-abgeben-darum-lohnt-es-sich.html, http://www.steuerklassen.com/steuererklaerung/ratgeber/steuererklaerung-rueckwirkend-einreichen/

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