Steuererklärung versicherungen wo eintragen

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    Steuererklärung: Welche Versiche­rungen du absetzen kannst

    Wenn du deine Versicherungen beim Finanzamt geltend machst, erhältst du oft bares Geld zurück. Doch welche Versicherungen lassen sich überhaupt absetzen? Wo du deine Versicherungen in der Ein­kommen­steuer­erklärung einträgst und wie hoch dein Steuervorteil wirklich ist, beant­worten wir dir in diesem Artikel.

    Das musst du wissen:
    • Versicherungen zur Gesundheits­vorsorge und zur Ein­kommens­absicherung kannst du als Vorsorge­aufwen­dungen absetzen. Dazu zählen z.B. Kranken­versicherung, Haftpflicht-, Unfall-, Berufs­unfähig­keits- und Renten­versiche­rung.
    • Beruflich bedingte Versicherungen wie Arbeits­rechtsschutz-, Berufs­haftpflicht- oder Dienst­haftpflicht­versicherung machst du als Werbungs­kosten in deiner Steuer­erklärung geltend.
    • Steuerlich nicht absetzbar sind reine Sach­versicherungen wie Hausrat­versicherung, Kfz-Kaskoschutz, Gebäude-, Fahrrad- oder Reisegepäck­versicherung.

    Versicherungen sind nicht nur wichtig, sondern können dir auch helfen, Geld vom Finanzamt zurück zu erhalten. Absetzbare Versicherungsbeiträge mindern nämlich dein zu versteuerndes Einkommen. Wie hoch dein finanzieller Vorteil ausfällt, hängt von deinem persönlichen Steuersatz ab, der mit dem Einkommen steigt. Faustregel: Je höher dein Steuersatz und je mehr du ab­setzen kannst, um so größer ist deine Steuerersparnis!

    Hier findest du in alphabetischer Reihenfolge die wichtigsten Ver­siche­rungen und ihre steuerlichen Absetz­möglich­keiten:

    1) Basisrente

    Wenn du eine Basisrente (auch: Rürup-Rentenversicherung) abgeschlossen hast, kannst du die Beiträge nach dem Alters­einkünfte­gesetz zu einem jährlich wachsenden Anteil steuerlich als Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Absetzbar sind zurzeit 84 % des Jahresbeitrags (Stand 2017). Dieser Prozent­satz steigt mit jedem Jahr um 2 %, bis die Basisrente im Jahr 2025 zu 100 % absetzbar ist – maximal bis zu einem Höchstbetrag von 22.172 Euro für Ledige bzw. 44.344 Euro für Verheiratete.

    Beispiel: Simon zahlt als beruflich Selbst­ständiger 150 Euro im Monat in seine Basisrente ein. Das Finanzamt erkennt 82 % des Jahresbeitrags an, das sind 1.476 Euro pro Jahr. Bei einem persönlichen Steuersatz von 25 % spart Simon somit 369 Euro Einkommen­steuer – er erhält praktisch einen Zuschuss vom Staat zu seiner Alters­vorsorge.

    2) Berufs­haft­pflicht­versiche­rung

    Die Berufshaftpflichtversicherung ist für viele Freiberufler unerlässlich, zum Beispiel für Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Hebammen oder IT-Dienstleister.

    • Als Selbst­ständiger kannst du die Beiträge zu deiner Berufs­haft­pflicht­versicherung als Betriebsausgaben in deiner Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ansetzen. Dadurch mindert sich dein steuerpflichtiger Gewinn.
    • Wenn du angestellt arbeitest, zum Beispiel als Anwalt, Architekt oder Bauingenieur, kannst du die Kosten deiner Berufs­haft­pflicht­versiche­rung in voller Höhe als Werbungskosten geltend machen. Gib in diesem Fall den Jahresbeitrag ab Zeile 46 der Anlage N an.

    3) Berufs­unfähig­keits­versiche­rung

    In welcher Höhe du eine Berufs­unfähig­keits­versicherung (BU) von der Steuer absetzen kannst, hängt davon ab, ob es sich um einen eigenständigen Vertrag handelt oder um eine BU-Zusatz­versiche­rung in Kombination mit einer Rürup-Rente.

    • Die Beiträge zu einer eigenständigen Berufs­unfähig­keits­versiche­rung zählen steuerlich zu den Vor­sorge­auf­wendungen. Du kannst sie in Zeile 49 der Anlage Vorsorge­aufwand eintragen.
    • Falls du deinen Berufs­unfähigkeits­schutz als Zusatz­versiche­rung zu einer Basisrente abgeschlossen hast, trägst du den gesamten Beitrag für den Kombivertrag in Zeile 7 der Anlage Vorsorge­aufwand ein.

    4) Haftpflicht­versicherung

    Mit Haft­pflicht­versicherungen sorgst du dafür, dass von dir geschädigte Personen zuverlässig finanziell entschädigt werden. Der Gesetzgeber belohnt das und berücksichtigt deine Beiträge zu jeder Haft­pflicht­versicherung für den privaten Lebensbereich in der Steuer­erklärung als Vor­sorge­aufwen­dungen. Absetzbar sind Beiträge zu Haft­pflicht­policen wie:

    • Privathaftpflicht
    • Kfz-Haftpflicht
    • Hundehaftpflicht
    • Pferdehaftpflicht
    • Bauherrenhaftpflicht
    • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht
    • Gewässerschaden-Haftpflicht für Öltankbesitzer
    • Bootshaftpflicht
    • Jagdhaftpflicht

    Eine Haftpflichtversicherung ist in der Regel also steuerlich absetzbar. Deine Beiträge zu Haftpflichtpolicen kannst du zusammenrechnen und in Zeile 50 der Anlage Vorsorgeaufwand in deiner Steuer­erklärung angeben.

    5) Kapital-Lebens­versiche­rung

    Die Beiträge zu einer Kapital-Lebens­versiche­rung kannst du nur dann als Vorsorge­aufwendungen von der Steuer absetzen, wenn der Ver­sicherungs­vertrag vor dem 1. Januar 2005 geschlossen wurde. Gib in diesem Fall den Jahresbeitrag in Zeile 51 der Anlage Vorsorge­aufwand ein.

    Ab 2005 abgeschlossene Kapital-Lebens­versiche­rungen sind nicht mehr steuerlich absetzbar. Im Gegenzug wird aber die spätere Auszahlung der Kapitals nur sehr gering besteuert, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

    • der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren,
    • die Ablaufleistung wird in einem Betrag ausgezahlt,
    • die Auszahlung erfolgt nach Vollendung des 60. Lebensjahrs (für Neuverträge seit 2012 nach Vollendung des 62. Lebensjahrs),
    • der Todesfallschutz beträgt mindestens 50 Prozent der Beitragssumme.

    6) Kfz-Versicherung

    Steuerlich absetzen kannst du den Beitragsanteil, der auf die Kfz-Haftpflichtversicherung entfällt. Ebenfalls absetzbar ist der Anteil für eine Personen-Unfallversicherung, sofern du diesen Baustein in deiner Kfz-Police abgeschlossen hast. Gib diese Kosten in Zeile 50 der Anlage Vorsorgeaufwand (Unfall- und Haft­pflicht­versiche­rungen) an.

    Kilometer­pauschale für den Weg zur Arbeit

    Du bist Arbeitnehmer? Dann kannst du auch die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte steuerlich geltend machen. Trage ab Zeile 31 in der Anlage N ein, an wie viel Arbeitstagen im Jahr du die angegebene Strecke zur Arbeits­stätte zurückgelegt hast. Je Entfernungskilometer erkennt das Finanzamt eine Pauschale von 30 Cent als Werbungskosten an.

    Geschäfts­fahrzeug: Versicherung ist Betriebs­ausgabe

    Falls du selbstständig bist und ein Auto geschäftlich nutzt, kannst du bei der Steuer­erklärung den gesamten Beitrag zur Kfz-Versicherung einschließlich Haftpflicht, Kasko und Unfallschutz als Betriebsausgabe in deiner Einnahmen-Ausgaben-Rechnung geltend machen. Dadurch vermindern sich der zu versteuernde Gewinn bzw. deine steuerpflichtigen Einkünfte.

    7) Kranken­versicherung

    Die Beiträge zu deiner Kranken­versicherung (KV) erkennt das Finanzamt in voller Höhe an, soweit sie das normale Leistungsniveau der gesetzlichen Kassen absichern („Basis­kranken­versicherung“).

    Wenn du als Angestellter gesetzlich kranken­versichert bist, trägst du den von dir finanzierten Arbeitnehmeranteil am Kranken­versicherungs­beitrag in Zeile 11 der Anlage Vorsorgeaufwand ein. Falls du zum Beispiel als Selbstständiger zeitweise freiwillig und ohne Anspruch auf Krankengeld gesetzlich versichert warst, gibst du den darauf entfallenden Beitragsanteil in Zeile 12 an. Sofern du einen Wahltarif mit Beitragsrückerstattung abgeschlossen hast, trägst du Rückerstattungen in den Zeilen 14 und 15 ein.

    Auch wenn du privat kranken­versichert bist, kannst du die Kosten steuerlich absetzen – sowohl den Beitrag für dich selbst wie auch für deinen Ehe- oder eingetragenen Lebens­partner und für deine Kinder.

    Voll absetzbar sind Beiträge zur privaten KV, soweit sie die medizinische Basisversorgung ähnlich einer gesetzlichen Kranken­versiche­rung abdecken. Von deinem Anbieter erhältst du eine Bescheinigung über den Beitragsanteil für diesen Basisschutz. Trage diesen Wert in Zeile 23 der Anlage Vorsorge­aufwand ein.

    Beitrags­erstattungen gibst du in Zeile 25 an. Beiträge für Extra­leistungen außerhalb der Basis­kranken­versicherung (z.B. für Einzelzimmer und Chef­arzt­behandlung in der Klinik) machst du in Zeile 27 geltend.

    8) Kranken­zusatz­versiche­rung

    Krankenzusatzversicherungen ersetzen Kosten, die nicht von den gesetzlichen Kassen getragen werden – zum Beispiel für teuren Zahnersatz, für Brille und Kontaktlinsen oder für Privatleistungen in der Klinik. Auch ein Kranken­haus­tage­geld kannst du absichern.

    Über die Basisversorgung hinausgehende Beiträge für solche Leistungsextras einer gesetzlichen Kasse gibst du in Zeile 22 der Anlage Vorsorge­aufwand an. Falls du eine private Kranken­zusatz­versiche­rung besitzt, trägst du den Jahresbeitrag abzüglich Beitrags­rücker­stattungen in Zeile 27 ein.

    9) Pflege­versicherung

    Gesetzliche Pflege­versicherung

    Als Arbeitnehmer bist du gesetzlich pflegeversichert. Den Beitrag tragen dein Arbeitgeber und du je rund zur Hälfte. Den Arbeit­nehmer­anteil kannst du der Jahres-Lohnsteuer­bescheinigung entnehmen. Trage diesen Wert in Zeile 13 der Anlage Vorsorge­aufwand ein.

    Wenn du als Arbeitnehmer oberhalb der so genannten Versicherungspflichtgrenze verdienst, kannst du dich privat kranken- und pflegeversichern. Der Arbeitgeber übernimmt weiterhin rund die Hälfte des Beitrags. In diesem Fall gibst du deinen Arbeit­nehmer­anteil am Pflege­versiche­rungs­beitrag in Zeile 24 an.

    Pflege-Zusatz­versiche­rung

    Eine Pflege­zusatz­versiche­rung schließt die Lücke zwischen gesetzlicher Pflegeversicherung und tatsächlichem Finanzbedarf im Pflegefall. Falls du eine Pflege­zusatz­versiche­rung besitzt, machst du den Jahres­beitrag abzüglich Beitrags­rücker­stattungen in Zeile 28 der Anlage Vorsorge­aufwand geltend.

    10) Reisekranken­versicherung

    Auch die Kosten einer Reise­kranken­versiche­rung kannst du als als Vor­sorge­aufwen­dungen geltend machen. Als gesetzlich Kranke­nversicherter setzt du den Beitrag über Zeile 22 der Anlage Vor­sorge­aufwand ab, als Privat­versicherter über die Zeile 27.

    11) Rechtsschutz­versicherung

    Eine Rechts­schutz­versicherung ist anteilig absetzbar, sofern sie den Baustein “Arbeits­rechts­schutz” enthält. Die Kosten für den Arbeits­rechts­schutz kannst du in deiner Steuer­erklärung als Werbungskosten ansetzen.

    Im Regelfall ist der Anteil für den Arbeits­rechtsschutz gesondert in der Beitragsrechnung ausgewiesen. Falls nicht, frage einfach beim Rechts­schutz­versicherer an, welcher Teil des Beitrags auf den Arbeits­rechtsschutz entfällt.

    12) Riester-Rente

    Als Riester-Sparer erhältst du ohnehin staatliche Zulagen, dein Eigenanteil ist dann nicht zusätzlich absetzbar. Bis zu 2.100 Euro im Jahr an Riester-Beitrag erkennt das Finanzamt allerdings als Sonder­ausgaben an. Wenn du überdurchschnittlich verdienst und einen hohen persönlichen Steuersatz hast, kann sich dieser Sonder­ausgaben­abzug mehr lohnen als die staatlichen Zulagen. Mehr zu diesem Thema erfährst du auch in unserem Artikel „Riester-Rente: Zulagen oder Steuervorteil?“

    13) Risiko­lebens­versiche­rung

    Beiträge zu einer Risiko­lebens­versiche­rung, die ausschließlich im Todesfall leistet, werden vom Finanzamt steuerlich als Sonder­ausgaben anerkannt. Den Jahresbeitrag zu einer Risiko­lebens­versiche­rung machst du als Beitrags­zahler in Zeile 50 der Anlage Vorsorge­aufwand geltend.

    14) Unfall­versicherung

    Wenn du eine private Unfall­versicherung besitzt, machst du den Jahresbeitrag in Zeile 50 der Anlage Vorsorge­aufwand steuerlich geltend.

    Beiträge zu Unfallversicherungen, die ausschließlich gegen berufliche Unfälle schützen (einschließlich Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstätte), erkennt das Finanzamt als Werbungskosten an. Trage den Jahresbeitrag unter „weitere Werbungskosten“ ab Zeile 45 der Anlage N ein.

    15) Sterbe­geld­versicherung

    Die Sterbegeldversicherung ermöglicht eine würdevolle Beisetzung und schützt die Hinter­bliebenen des Versicherten vor unerwartet hohen Kosten.

    Sterbegeldversicherungen werden vom Gesetzgeber wie Kapital-Lebens­versiche­rungen behandelt: Die Beiträge sind nur noch steuerlich als Vorsorge­aufwand absetzbar, wenn der Vertrag vor 2005 geschlossen wurde. Den Jahresbeitrag machst du in diesem Fall in Zeile 50 der Anlage Vorsorge­aufwand geltend.

    16) Tierhalter-Haft­pflicht­versiche­rung

    Du besitzt als Tierbesitzer eine Haftpflichtversicherung für deinen Hund oder für dein Pferd? Dann kannst du die Beiträge wie andere Haft­pflicht­versiche­rungen auch als Sonder­ausgaben in Zeile 50 der Anlage Vorsorge­aufwand steuerlich geltend machen.

    Versicherungen absetzen: Wie sinkt meine Steuer­belastung?

    Steuerlich absetzbare Beiträge zu Versicherungen mindern dein zu versteuerndes Einkommen. Wie hoch dein Steuervorteil ausfällt, hängt von deinem persönlichen Steuersatz ab. Faustregel: Je höher dein Steuersatz und je mehr du absetzen kannst, um so größer ist deine Steuer­ersparnis.

    – Katrin ist Krankenschwester und verdient jährlich 36.000 Euro brutto. Als Arbeitnehmerin kann sie maximal 1.900 Euro an Vorsorge­aufwendungen absetzen. Diese Höchstgrenze erreicht sie schon mit ihren jährlichen Beiträgen zu Kranken- und Pflege­versiche­rung von 3.060 Euro, die in voller Höhe steuerlich anerkannt werden. Für ihre Berufshaftpflichtversicherung zahlt sie 240 Euro im Jahr, die sie als Werbungskosten* geltend macht.

    – Leonard verdient als Industriekaufmann mit halber Stelle 22.000 Euro im Jahr. Er zahlt jährlich Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge von 1.900 Euro, so dass auch er weitere Vorsorge­versiche­rungen nicht absetzen kann. Die Kosten für seinen Arbeits­rechts­schutz von 110 Euro erkennt das Finanzamt als Werbungskosten an.

    – Marie ist Architektin, sie verdient brutto 45.000 Euro im Jahr. Als Selbst­ständige darf sie bis zu 2.800 Euro jährlich als Vorsorge­aufwendungen absetzen. Zusätzlich zu den Kosten ihrer privaten Kranken­versiche­rung von 1.920 Euro kann sie deshalb auch ihre Privathaftpflicht (Jahresbeitrag 60 Euro) und ihre Erwerbs­unfähig­keits­versiche­rung (Jahresbeitrag 820 Euro) geltend machen. Ihre Berufs­haft­pflicht­police (Jahres­beitrag 330 Euro) setzt sie als Werbungs­kosten ab.

    * Auch ohne Nachweis erkennt das Finanzamt 1.000 Euro pauschal als Werbungskosten an. Das Geltend­machen von Versiche­rungen als Werbungs­kosten lohnt sich also nur, wenn deine tatsächlichen Werbungskosten diese Pauschale übersteigen. Das ist aber oft schon der Fall, wenn du einen längeren Arbeitsweg hast, im Steuerjahr aus beruflichen Gründen umgezogen bist oder wenn du ein häusliches Arbeitszimmer absetzen kannst.

    Beispiel: Steuervorteil durch Versicherungsbeiträge (Werte geschätzt)

    Die absetzbaren Versicherungen mindern dein steuerpflichtiges Einkommen. Um deinen tatsächlichen finanziellen Vorteil zu ermitteln, multiplizierst du die Summe der absetzbaren Versicherungsbeiträge einfach mit deinem persönlichen Steuersatz.

    • Leonard aus dem Beispiel zahlt 14 % Ein­kommen­steuer und kann Versiche­rungs­beiträge von insgesamt 2.010 Euro absetzen. Sein Steuervorteil beträgt 281,40 Euro (2.010x 14 %).

    Deinen persönlichen Steuersatz kannst du mithilfe deines aktuellen Steuer­bescheids berechnen: Nimm die gezahlte Einkommensteuer mal Hundert und teile durch dein steuerpflichtiges Einkommen.

    • Katrin aus dem Beispiel zahlt 7.560 Euro Einkommensteuer bei einem Einkommen von 36.000 Euro. Ihr persönlicher Steuersatz liegt deshalb bei 21 % (7.560 x 100 / 36.000).

    Häufige Fragen

    Wie weise ich dem Finanz­amt meine Versicherungs­beiträge nach?

    Private Versicherungen wie Haftpflicht-, Unfall-, Lebens-, Berufs- oder Erwerbs­unfähigkeits­versiche­rung gibst du einfach in der Steuer­erklärung an. Falls das Finanzamt Belege verlangt, legst du Kopien des Versicherungs­vertrags und der jährlichen Beitragsrechnung vor.Wenn du eine laufende Versicherung einmal gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht hast, reicht in den Folgejahren als Beleg ein Nachweis der Zahlungen, zum Beispiel durch Kopien der Kontoauszüge.

    Wo kann ich Versicher­ungen in meiner Steuer­erklärung eintragen?

    • Die meisten Policen wie zum Beispiel Kranken­versiche­rung, Haftpflicht-, Berufs­unfähig­keits- oder Lebens­versiche­rungen gibst du in der Anlage Vorsorgeaufwand deiner Einkommens­teuer­erklärung an.
    • Beruflich bedingte Versicherungen wie Arbeitsrechtsschutz, Berufshaftpflicht- oder Diensthaft­pflichtver­sicherung machst du als Werbungskosten in der Anlage N geltend.
    • Beiträge zu Riester-Verträgen trägst du in der Anlage AV ein.
  • Wann muss ich meine Steuer­erklärung abgeben?

    Kann ich auch Versicherungs­beiträge für mein(e) Kind(er) absetzen?

    Welche Versicher­ungen sind nicht steuerlich absetzbar?

    Hans Frießem

    Als freier Wirtschaftsjournalist war Hans Frießem schon für viele namhafte Internetportale und Fachverlage tätig. Leidenschaftlich gern schreibt er über Versicherungen in einer Weise, die leicht verständlich ist und keine Vorkenntnisse voraussetzt.

    3 Kommentare

    Sehr übersichtlich und schlüssig aufgebaut. Sehr gute Anleitung für das Ausfüllen des Steuerbescheides.

    Leider sind einige Aspekte für Rentner nicht explizit mit herausgearbeitet. Dennoch eine „beruhigend“

    Mit freundlichen Grüßen!

    Hallo Herr Schmeil,

    danke für Ihren Kommentar! Rentner müssen nur dann Steuern bezahlen, wenn ihr Einkommen über einem bestimmten Freibetrag liegt. Bei der Steuererklärung werden für Rentner dann eine Reihe von Besonderheiten interessant, um einen Teil ihres Einkommens von der Steuer absetzen zu können. Dazu gehören beispielsweise der Altersentlastungsbetrag oder der Behindertenpauschbetrag. Auch bestimmte Ausgaben, die im Alter anfallen, lassen sich absetzen, wie beispielsweise eine Haushaltshilfe.

    Genau danach habe ich gesucht! Sitze gerade an meiner Steuererklärung und war mir nicht so sicher was ich absetzen kann und was nicht.

    Diese Versicherungen können Sie absetzen

    Die Beiträge für viele Versicherungen können im Regelfall als Sonderausgaben beziehungsweise als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden.

    Versicherungen sind teuer und können je nach Umfang und Anzahl der Versicherungspolicen jedes Jahr mehrere hundert Euro kosten. Daher fragen sich viele Steuerzahler, welche Versicherungen sie absetzen können und wie.

    Als Faustregel gilt: Kosten Ihrer Lebensführung, die unvermeidbar Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mindern, definiert der Gesetzgeber als Sonderausgaben. Aus diesem Grund werden Sie steuerlich begünstigt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Steuer ABC Was sind Sonderausgaben?

    Nicht von der Steuer absetzen kann man hingegen reine Sachversicherungen, da sie vermeidbar sind, also weder der Vorsorge dienen noch fГјr die AusГјbung desВ Berufes erforderlich sind.

    Welche Versicherungsbeträge kann ich absetzen?

    a) Altersvorsorgeaufwendungen (Basisversorgung)

    • Gesetzliche Rentenversicherung
    • Versorgungswerk / Alterskassen
    • Private Rentenversicherung: RГјrup-VertrГ¤ge

    ⇒ In der Steuererklärung 2015 bis maximal 22.172 Euro für Ledige. Bei Verheirateten das Doppelte. 2016 erhöht sich der Betrag auf 22.767 Euro für Ledige.

    In der Steuererklärung 2015 berücksichtigt das Finanzamt jedoch nur höchstens 80 Prozent dieser Maximalgrenze. Erst 2025 können Sie vom Höchstbetrag profitieren. Wenn Sie rentenversicherungspflichtig sind, wird Ihnen der Abzug zudem um den Arbeitgeberteil gekürzt.

    b) Riester-Verträge (Zusatzversorgung)

    Sie können die jährlichen Riester-Beiträge bis zur Höchstgrenze von 2.100 Euro als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung eintragen. Dazu gehören nicht nur die Beiträge, die Sie selbst einzahlen, sondern auch die staatliche Zulage. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Steuer ABC Was ist die Riester-Rente?

    c) Sonstige Vorsorgeaufwendungen

    Eine Auswahl der Häufigsten:

    • Arbeitslosenversicherung
    • Krankenversicherung
    • Pflegeversicherung
    • Zahnzusatzversicherung
    • Haftpflichtversicherung
    • Kfz-Haftpflichtversicherung
    • Erwerbs-/BerufsunfГ¤higkeitsversicherung
    • Unfallversicherung (fГјr den Bereich Freizeit)
    • Kranken- und Pflegezusatzversicherung
    • Krankentagegeld- / Krankenhaustagegeld-Versicherung В
    • Reise-Kranken-/Unfall-Versicherung
    • Risikolebensversicherung
    • Kapitallebensversicherung (wenn Sie vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde)
    • Sterbegeldversicherung (unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. Leistung nur im Todesfall)

    ⇒ Bis maximal 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beamte / 2.800 Euro für Selbstständige. Bei Verheirateten das Doppelte.

    Da die Absetzungsgrenze mit 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro sehr gering ist, werden die Steuerzahler nur wenig entlastet: Mit Basiskranken- und gesetzlicher Pflegeversicherung ist der Höchstbetrag oft schon erreicht. Dafür berücksichtigt das Finanzamt diese aber stets in tatsächlicher Höhe, auch wenn sie den Höchstbetrag übersteigen.

    Durch das Gesetz zur verbesserten steuerlichen BerГјcksichtigung von VorsorgeaufwendungenВ wurde der pauschale Ansatz von Vorsorgeaufwendungen im Veranlagungsverfahren mittels Vorsorgepauschale abgeschafft. Eine Vorsorgepauschale wird ab 2010 nur nochВ im Lohnsteuerabzugsverfahren berГјcksichtigt.В

    • Unfallversicherung (fГјr den Bereich Arbeit)
    • Berufshaftpflichtversicherung
    • Arbeitsrechtsschutzversicherung bzw. Berufsrechtsschutzversicherung

    ⇒ Diese Versicherungen können Sie unbegrenzt als Werbungskosten angeben.

    Welche Nachweise muss ich mitliefern?

    Alle Versicherungen, die auf Ihrem Lohnsteuerbescheid eingetragen sind, müssen Sie nicht nachweisen. Für alle anderen Versicherungen gilt: Sie dürfen nur absetzen, was Sie tatsächlich bezahlt haben. Eine Rechnung ist dem Finanzamt meistens nicht genug. Legen Sie daher einen Überweisungsbeleg oder einen Kontoauszug zur Rechnung dazu, wenn Sie Ihre Belege an das Finanzamt senden.

    Wo trage ich die Versicherungen ein?

    Die meisten Versicherungen tragen Sie in die Anlage Vorsorgeaufwand Ihrer EinkommensteuererklГ¤rung ein. Beruflich bedingte Policen hingegen werden bei der SteuererklГ¤rung unter den Werbungskosten angefГјhrt – Anlage N der SteuererklГ¤rung. FГјr Riester-VertrГ¤ge gibt es zusГ¤tzlich die Anlage AV.

    Klingt kompliziert? Für die Beraterinnen und Berater der VLH gehört es zum Tagesgeschäft, die Versicherungen den richtigen Anlagen zuzuordnen. Gerne unterstützen wir auch Sie darin, sich die Steuervorteile zu sichern, die Ihnen zustehen. Hier können Sie sich Ihren Berater suchen: Beratersuche.

    Diese Versicherungen können Sie NICHT absetzen:

    • Privat- / Mietrechtsschutz- / Verkehrsrechtsschutzversicherung
    • Hausratversicherung
    • Kfz-Kaskoversicherung
    • Private Rentenversicherung: Kapitalanlage-Produkte
    • Kapitallebensversicherung (wenn Sie nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde, denn dann gilt Sie als Geldanlage)

    Auch für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sind keine Angaben in den Steuerformularen nötig. Grund: Die Beiträge werden bereits direkt von Ihrem Bruttogehalt abgezogen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel bAV: So funktioniert die private Altersvorsorge.

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    Lohnsteuer kompakt FAQs

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    Sonstige Versicherungen

    Sparen Sie mehr Steuern mit einer Berufs- oder Dienst-Haftpflichtversicherung?

    Beiträge zu einer Berufshaftpflichtversicherung oder einer Dienst-Haftpflichtversicherung sollten Sie nicht bei den Sonderausgaben angeben.

    Diese beiden Versicherungen sollten Sie als Werbungskosten geltend machen. Der Vorteil ist, dass es bei den Werbungskosten keine Obergrenze der absetzbaren Beiträge wie bei den Vorsorgeaufwendungen gibt.

    So können Sie höhere Beiträge absetzen für die Versicherungen, die Sie aus beruflichen Gründen abgeschlossen haben.

    Welche Arten von Unfall- und Haftpflichtversicherungen kann ich geltend machen?

    • Privathaftpflichtversicherung
    • Kfz-Haftpflichtversicherung
    • Hundehaftpflichtversicherung
    • Grundstückhaftpflichtversicherung
    • Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

    Zu den Unfallversicherungen zählen neben der eigentlichen Unfallversicherung auch die Insassenversicherung, die Kinderunfallversicherung und die Reiseunfallversicherung. Es spielt keine Rolle, wer durch die Unfallversicherung abgesichert ist. Wichtig ist, dass Sie der Versicherungsnehmer sind und die Beiträge zahlen. Außerdem fordert das Finanzamt Belege für die Zahlungen. Beiträge zur Unfallversicherung können geltend gemacht werden, wenn diese Versicherungen nur private Risiken abdecken. Versicherungen, die neben privaten auch berufliche Risiken abdecken sollen, können zur Hälfte als Sonderausgaben und zur Hälfte als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angegeben werden.

    Risiko-Lebensversicherungen können ebenso angegeben werden wie Beiträge für Witwen-/Waisenrentenversicherungen und oder Sterbekassen. Die Beiträge werden als Sonderausgaben in der Steuererklärung berücksichtigt. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der abzugsfähige Höchstbetrag von 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Rentner und 2.800 Euro für Selbständige noch nicht mit Beiträgen zur Basis-Kranken- und Pflegepflichtversicherung ausgeschöpft ist.

    Geben Sie diese Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder zusätzliche Beiträge noch geltend gemacht werden können.

    Nicht zu den Sonderausgaben zählen Rechtsschutz- und Hausratversicherungen.

    Lohnt sich eine private Unfallversicherung?

    Auf dem Hin- und Rückweg und natürlich während der Arbeit selbst sind Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, das gilt auch für Schüler und Studenten. Jedoch zwei Drittel aller Unfälle passieren in der Freizeit oder im privaten Bereich und nicht am Arbeitsplatz. Für diese Bereiche braucht man eine private Unfallversicherung.

    Eine private Unfallversicherung ist eine gute Vorsorge. Sie schützt den Versicherten und seine Familie zwar nicht vor dem Unfall, aber vor möglichen finanziellen Folgen.

    Den umfassendsten Schutz bei Berufsunfähigkeit bietet sicherlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber nicht alle, die es möchten, können eine solche Versicherung abschließen, weil sie zum Beispiel wegen einer Vorerkrankung von der Versicherung abgelehnt werden oder keinen anerkannten Beruf ausüben.

    Auch Personen, die nicht berufstätig sind, und Kinder werden in der Regel nicht in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen. Für sie ist eine Privatunfallversicherung auf jeden Fall ratsam und durchaus eine sinnvolle Alternative. Sie ersetzt im Schadensfall den Verlust der Arbeitskraft durch eine Kapitalauszahlung und/oder eine Rente.

    Das ist versichert: Die private Unfallversicherung umfasst alle Unfälle des täglichen Lebens einschließlich der Berufsunfälle und das weltweit. Die Privatunfallversicherung zahlt bei Invalidität durch Unfall, unabhängig davon, ob sie eine Berufsunfähigkeit nach sich zieht oder nicht. Das ist der große Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch eine Leistung für den Todesfall des Versicherten kann über die Unfallversicherung abgeschlossen werden. Um die Familie jedoch komplett im Todesfall des Hauptverdieners abzusichern, eignet sich eine Risikolebensversicherung weitaus mehr.

    Brauche ich eine Risikolebensversicherung?

    Eine Risikolebensversicherung zahlt beim Tod des Versicherten eine vorher vereinbarte Summe, unabhängig davon, wie viel bis dahin in die Police eingezahlt wurde. Stirbt der Versicherte während der Laufzeit nicht, erhält er allerdings – im Gegensatz zur Kapital-Lebensversicherung – am Ende auch kein Geld zurück.

    Die gesetzliche Rentenversorgung der Hinterbliebenen ist gering. Die große Witwen- und Witwerrente beträgt nur 55 Prozent der bis zu dem Zeitpunkt errechneten Rente wegen voller Erwerbsminderung. Allerdings haben Hinterbliebene erst nach einer Versicherungszeit von fünf Jahren Anspruch auf diese Rente, die immer nur einen Teil der bis dahin erwirtschafteten Rentenansprüche des Verstorbenen ausmacht.

    Besonders für junge Familien, die noch die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren müssen, ist die Risiko-Lebensversicherung sinnvoll. Auch Paare, die beispielsweise durch den Bau oder Kauf einer Immobilie, hohen finanziellen Belastungen ausgesetzt sind, sollten den Todesfall absichern. Überflüssig ist die Police nur für diejenigen, die keine Angehörigen zu versorgen haben, etwa Singles, Azubis und Studenten.

    Wie kann ich die Beiträge für meine Kfz-Versicherung absetzen?

    Die Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung können in der Steuererklärung angegeben werden, sie sind als Sonderausgaben absetzbar. Der Beitragsteil, der sich auf die Kaskoversicherung bezieht, wird dagegen nicht vom Finanzamt anerkannt.

    Der Grund: Es werden nur Policen berücksichtigt, die persönliche Lebensrisiken des Steuerzahlers abdecken und damit unter die Kategorie „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ fallen. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung zählt hingegen zu den Sachversicherungen. Ein Kaskoschutz kann daher von Privatpersonen nicht steuerlich abgesetzt werden.

    Wer zumindest den Anteil zum Kfz-Haftpflichtschutz bei der Steuererklärung angeben will, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

    Kfz-Versicherungsbeitrag als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzen

    Die Beiträge zu einer Auto-Haftpflichtversicherung sind grundsätzlich Sonderausgaben, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind.

    Wenn Sie das Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und für Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nutzen und diese Fahrten mit der Entfernungspauschale steuerlich abrechnen, so ist mit der Entfernungspauschale auch der anteilige Haftpflichtversicherungsbeitrag abgegolten. Aber die Finanzverwaltung zeigt sich hier großzügig: Erlaubt ist, dass Sie den Versicherungsbeitrag aus Vereinfachungsgründen doch in voller Höhe als Sonderausgaben absetzen dürfen (R 10.5 EStR).

    Kann ich Versicherungen, die ich für mein Kind zahle, in der Steuererklärung angeben?

    Ja, auch Eltern, die eine Versicherung für ein Kind abgeschlossen haben, beispielsweise eine Unfallversicherung oder eine private Haftpflichtversicherung, können die Beiträge hierfür in der Steuererklärung angeben.

    Versicherungsnehmer sind Sie selbst. Der Vertrag muss also auf Ihren Namen laufen, wer der Versicherte ist, ist unwesentlich. Es zählt die Beitragszahlung.

    Bis zu welcher Höhe kann ich Vorsorgeaufwendungen absetzen?

    Altersvorsorgeaufwendungen (Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen und zu Rürup-Rentenversicherungen) sind insgesamt absetzbar bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Sie wirken sich allerdings bis zum Jahre 2025 tatsächlich nur mit einem bestimmten Prozentsatz steuermindernd aus. Dieser Prozentsatz verändert sich jährlich, begann im Jahre 2005 mit 60 % und steigt bis zum Jahre 2025 auf 100 %.

    In den Jahren 2005 bis 2014 betrug der Höchstbetrag 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro (Alleinstehende / Verheiratete). Steuermindernd wirken sich die Beiträge in 2014 mit 78 % aus, höchstens 15.600 Euro / 31.200 Euro (das sind 78 % von 20.000 Euro / 40.000 Euro).

    Ab 2015 ist der Altersvorsorgehöchstbetrag variabel und gekoppelt an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Euro-Betrag. Im Jahre 2015 beträgt der Höchstbetrag 22.172 Euro / 44.344 Euro. Aber diese Beiträge wirken sich nur mit 80 % steuermindernd aus, höchstens 17.738 Euro / 35.476 Euro (80 % von 22.172 Euro / 44.344 Euro).

    Im Jahre 2017 sind die Altersvorsorgebeiträge insgesamt absetzbar bis zu 23.362 Euro bei Ledigen und 46.724 Euro bei Verheirateten. Diese Beiträge wirken sich mit 84 % steuermindernd aus, also mit höchstens 19.624 Euro / 39.248 Euro.

    Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen sind insgesamt bis 1.900 Euro abzugsfähig, wenn der Steuerzahler steuerfreie Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung oder Beihilfe zu den Krankheitskosten erhält. Bekommt er diese steuerfreien Zuschüsse nicht, kann er bis zu 2.800 Euro als sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Die Beiträge wirken sich sich jedoch nur dann steuermindernd aus, soweit der Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro noch nicht mit Beiträgen zur Basis-Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

    Wenn Sie geringere Beiträge in die Basis-Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen, haben Sie noch ein wenig Spielraum, um Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Haftpflichtversicherungen und weitere Versicherungen absetzen zu können.

    Beiträge zur privaten und gesetzlichen Basiskrankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung berücksichtigt das Finanzamt stets in tatsächlicher Höhe, auch wenn sie den Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro übersteigen. Nur wenn diese Beträge nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen ausgeschöpft werden, können im verbleibenden Spielraum andere Versicherungsbeiträge abgesetzt werden.

    Welche steuerliche Änderung bei Arbeitslosen-, Haftpflicht- und anderen Versicherungen gelten seit 2010?

    Die Beiträge für Arbeitslosen-, Haftpflicht- und andere Versicherungen können die meisten Arbeitnehmer ab 2010 nicht mehr als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Dafür sind privat und gesetzlich Krankenversicherte ab 2010 steuerlich besser gestellt. Wenn Sie geringe Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen, können Sie auch weiterhin Ihre Ausgaben für Arbeitslosenversicherung, Haftpflichtversicherungen und weitere Versicherungen in die Steuererklärung eintragen.

    Beiträge zur privaten und gesetzlichen Basiskrankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung können in tatsächlicher Höhe in der Steuererklärung eingetragen werden. Sie werden in vollem Umfang anerkannt.

    Für andere Versicherungen – außer Altersvorsorgeaufwendungen – gibt es einen Höchstbetrag: Dieser beträgt für Angestellte, Beamte, Pensionäre, Rentner und deren Partner 1.900 Euro, für Selbständige 2.800 Euro. Bei zusammen veranlagten Ehegatten ergibt sich der gemeinsame Höchstbetrag aus der Summe der jedem Ehegatten zustehenden Höchstbeträge.

    Falls die Beiträge zur Basis-Krankenversicherung und Pflegepflichtversicherung höher sind als 1.900 Euro / 2.800 Euro, können Beiträge zu anderen Versicherungen nicht mehr abgesetzt werden. Sind die Beiträge jedoch niedriger, bleibt noch „Spielraum“ zur Berücksichtigung von anderen Versicherungen.

    Ein Hilfsarbeiter verdient im Monat 1.500 Euro brutto. Für seine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung zahlt er monatlich rund 132 Euro, jährlich 1.584 Euro. Das Finanzamt zieht von diesem Betrag vier Prozent ab. Somit erkennt es 1.521 Euro als Sonderausgaben an. Seinen Höchstbetrag von 1.900 Euro erreicht der Hilfsarbeiter also noch nicht. Er kann jetzt zusätzlich Aufwendungen für Arbeitslosen-, Haftpflicht- und andere Versicherungen bis zu dem Höchstbetrag von 1.900 Euro, geltend machen. Dazu zieht er die 1.531 Euro ab. Für den Hilfsarbeiter bedeutet das: Er kann 379 Euro an weiteren Versicherungsbeiträgen in der Einkommensteuererklärung eintragen.

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    Unfall- und Haftpflichtversicherungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer privaten Risiko-Lebensversicherung geleistet haben.

    Beiträge für Witwen-/Waisenrentenversicherungen und/oder in Sterbekassen können Sie hier ebenfalls eintragen.

    Beiträge können Sie als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der Vorsorgehöchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro noch nicht erreicht ist.

    Wichtig: Geben Sie diese Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder zusätzliche Beiträge noch geltend gemacht werden können.

    Kfz-Haftpflichtversicherungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer Kfz-Haftpflichtversicherung geleistet haben.

    Die Beiträge können Sie als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der Vorsorgehöchstbetrag noch nicht mit Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

    Wichtig: Geben Sie diese Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder zusätzliche Beiträge noch berücksichtigt werden.

    Private Haftpflichtversicherungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer privaten Haftpflichtversicherung geleistet haben.

    Zu den abzugsfähigen Haftpflichtversicherungen zählen u.a.:

    • Privathaftpflichtversicherung
    • Kfz-Haftpflichtversicherung
    • Hundehaftpflichtversicherung
    • Grundstückhaftpflichtversicherung
    • Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

    Die Beiträge können Sie als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der Vorsorgehöchstbetrag noch nicht mit Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

    Wichtig: Geben Sie die Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder zusätzliche Beiträge noch berücksichtigt werden.

    Unfallversicherungen

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer privaten Unfallversicherung geleistet haben.

    Die Beiträge können Sie als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der Vorsorgehöchstbetrag noch nicht mit Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

    Wichtig: Geben Sie die Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder zusätzliche Beiträge noch berücksichtigt werden.

    Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht

    Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer Rentenversicherung oder zu einer Kapitallebensversicherung mit Kapitalwahlrecht geleistet haben, die vor 2005 abgeschlossen wurde.

    Ein Kapitalwahlrecht haben Sie dann, wenn Sie zu Beginn der Auszahlungsphase entscheiden können, ob Sie eine Rente oder eine Einmalzahlung erhalten wollen. Nicht begünstigt sind fondsgebundene Lebensversicherungen.

    Beiträge zu Lebensversicherungen mit Kapitalwahlrecht werden nur zu 88 % erfasst.

    Arbeitslosenversicherungen

    Die Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung haben Sie bereits bei der Erfassung der Daten Ihrer Lohnsteuerbescheinigung eingetragen. Auf der folgenden Seite sind alle bereits erfassten Daten zusammengefasst.

    Zusätzlich können Angaben zu freiwilligen Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit eingetragen werden.

    Источники: http://getsurance.de/ratgeber/steuererklaerung-versicherungen/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/diese-versicherungen-koennen-sie-absetzen.html, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2017/470/sonstige_versicherungen

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