Steuererklärung wo abgeben

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    Zuständiges Finanzamt: Bei welchem Finanzamt muss ich meine Steuererklärung abgeben?

    Reichen Sie zum ersten Mal eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt ein? Sind Sie umgezogen? Oder haben Sie sich von Ihrem Ehepartner getrennt? In all diesen Fällen stellt sich die Frage nach dem nun für Sie zuständigen Finanzamt. Zwar gilt der Grundsatz der örtlichen Zuständigkeit, aber wie immer gibt es zahlreiche Ausnahmen. Wir haben die wichtigsten Konstellationen für Sie zusammengestellt.

    Warum es wichtig sein kann, welches Finanzamt für die Bearbeitung Ihrer Steuererklärungen zuständig ist, verdeutlicht der folgende Praxisfall:

    Heike Müller, ledig, ist nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Im Jahr 2014 wollte sie (für das Steuerjahr 2013) freiwillig eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen, weil sie wegen hoher Werbungskosten mit einer Steuererstattung rechnete. Allerdings schiebt sie die Erstellung der Steuererklärung immer wieder auf, bis sie die Steuererklärung schließlich in den Weihnachtsfeiertagen des Jahres 2016 erstellt und in den Briefkasten des einzigen, ihr bekannten Finanzamts in ihrer Gegend einwirft.

    Folge: 2 Wochen später erhält sie Post vom Finanzamt. Doch statt der erwarteten Steuererstattung wird ihr mitgeteilt, dass das Finanzamt nicht für sie zuständig ist. Sie reicht die Steuererklärung im Januar 2017 bei dem nun tatsächlich zuständigen Finanzamt ein. Dort verweigert man die Bearbeitung der Erklärung jedoch, weil die freiwillige Steuererklärung für 2013 zu spät eingereicht wurde. Die Frist endete zum 31.12.2016.

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    Zuständiges Finanzamt: Grundsatz zur örtlichen Zuständigkeit

    Im Normalfall ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk Sie im Zeitpunkt der Abgabe der Einkommensteuererklärung wohnen. Im Fachjargon spricht man vom so genannten Wohnsitzfinanzamt. Haben Sie mehrere Wohnsitze, hängt die Zuständigkeit des Finanzamts für Ihre Einkommensteuererklärung von Ihrem Familienstand ab. Je nachdem, ob Sie verheiratet oder ledig sind, gilt Folgendes:

    • Ledige: Bei mehreren Wohnorten ist das Finanzamt zustГ¤ndig, in dessen Bezirk Sie sich Гјberwiegend aufhalten.
    • Verheiratete: Ist die Ehe noch intakt, ist das Finanzamt zustГ¤ndig, in dessen Bezirk sich die Familie vorwiegend aufhГ¤lt (Familienwohnsitz).

    Tipp: Leben Sie in einer Großstand oder haben überhaupt keine Ahnung, welches Finanzamt für Sie zuständig ist, gehen Sie im Internet auf das Portal www.finanzamt.de. Suchen Sie sich ein Finanzamt in Ihrem Bundesland/Ihrer Stadt und Sie rufen dort an. Der Finanzamt-Mitarbeiter kann Ihnen dann das für Sie zuständige Finanzamt nennen.

    Zuständiges Finanzamt bei Trennung von Ehepartnern

    Problematischer wird es, wenn sich Ehepartner trennen, aber dennoch die steuerlich gГјnstige Zusammenveranlagung wГ¤hlen, weil die Trennung erst nach dem 1.1. des betreffenden Steuerjahrs erfolgte. In diesem Fall ist fГјr die Zusammenveranlagung folgendes Finanzamt zustГ¤ndig (OFD Hannover, VerfГјgung v. 9.6.2004, Az. S 0122 – 59 – StH 462/S 0122 – 10):

    • Bisheriges Finanzamt: Wohnt wenigstens ein Ehegatte nach der Trennung noch im Bezirk des bisherigen Finanzamts, ist das Finanzamt auch noch fГјr die Bearbeitung der SteuererklГ¤rung zustГ¤ndig.
    • Neues Finanzamt: Ziehen beide Ehegatten nach der Trennung in die Bezirke verschiedener FinanzГ¤mter, ist das Finanzamt desjenigen Ehepartners fГјr die Bearbeitung der gemeinsamen SteuererklГ¤rung zustГ¤ndig, der vor Abzug der Werbungskosten die hГ¶heren Einnahmen erzielt hat.

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    Zuständigkeit eines Finanzamts nach Umzug

    Zieht ein Steuerzahler um, wechselt die örtliche Zuständigkeit in dem Moment, in dem ein Finanzamt vom Zuständigkeitswechsel erfährt (§ 26 Abs. 1 AO). Reichen Sie die Steuererklärung trotz Umzug bei Ihrem bisherigen Finanzamt ein, wird es das neu für Ihren Wohnort zuständige Finanzamt informieren. Das neue Finanzamt ist dann für alle Belange im Zusammenhang mit der Steuererklärung zuständig.

    Tipp: Manchmal kann es auch sinnvoll sein, dass Sie einen Antrag stellen, dass ausnahmsweise das bisherige Finanzamt zuständig bleibt. Das ist immer dann empfehlenswert, wenn ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid noch nicht abschließend bearbeitet ist. Die Finanzämter können, sie müssen Ihren Ausnahmeantrag aber nicht annehmen.

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    22. Oktober 2014, 11:16 Uhr

    Steuern Wer kann freiwillig eine Steuererklärung abgeben?

    Viele Bürger in Deutschland sind nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Doch oft kann es sich lohnen, freiwillig Belege zu sichten und Formulare auszufüllen.

    Larissa Holzki, Jahrgang 1990, wurde in Hannover von der Nabelschnur getrennt und noch im Brutkasten von der Lokalpresse entdeckt (Babyboom: „Hebammen im Dauerstress“). Schreibt heute lieber selbst, auch über andere Berufsgruppen. Hat an der Kölner Journalistenschule gelernt und in Köln und Hamburg Sozialwissenschaften, Volkswirtschaft und Kriminologie studiert. Bei SZ.de zuständig für das Ressort Job und Karriere.

    In der Einkommensteuererklärung geben Bürger Auskunft über ihre Einkünfte des vergangenen Jahres. Auf dieser Grundlage berechnet das Finanzamt dann, in welcher Höhe der Steuerpflichtige Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zu zahlen hat. Aber nicht jeder ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (lesen Sie hier, wer eine Steuererklärung abgeben muss). Bei Arbeitnehmern zieht der Arbeitgeber die Lohnsteuer jeden Monat direkt vom Gehalt ab und gibt sie an den Staat weiter. Von der Abgabepflicht befreit sind alle, bei denen das Finanzamt davon ausgeht, dass es Ihnen damit genügend Geld abgezogen hat. Gerade deshalb kann es sich für Sie lohnen, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben. Unter Umständen bekommen Sie Geld zurück.

    Erfolgversprechend sind freiwillige Steuererklärungen unter anderem dann, wenn Ihre Werbungskosten im vergangenen Jahr die Grenze von 1000 Euro überschritten haben. Denn dieser Kostenpauschalbetrag wird jedem Arbeitnehmer vom Finanzamt automatisch angerechnet. Alles was darüber liegt, müssen Sie mit Hilfe einer Steuererklärung absetzen lassen.

    Zu den Werbungskosten gehört alles, was Sie bezahlen müssen, um überhaupt Geld verdienen zu können: Fahrkosten, Fortbildungen, Bewerbungsbilder und vieles andere. Eine umfassende Liste mit Posten, die Ihnen vielleicht nicht direkt einfallen, finden Sie hier. All diese Aufwendungen zusammen können schnell mehr als 1000 Euro betragen. Dann können Sie mit einer Steuerrückerstattung rechnen.

    Quittungen sammeln lohnt sich

    Auch der Pauschalbetrag für Sonderausgaben ist mit 36 Euro sehr niedrig angesetzt. Hier ist bestimmt mehr für Sie drin. Denn Sonderausgaben sind beispielsweise Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Ausbildungskosten und Schulgeld, Unterhaltskosten für geschiedene Ehepartner und Spenden. Sogar Beiträge für die Mitgliedschaft in gemeinnützigen Vereinen lassen sich absetzen.

    Auch aufgrund von außergewöhnlichen Belastungen kann sich die Steuererklärung für Sie bezahlt machen. Darunter fallen unter anderem Krankheitskosten und Ausgaben für die Beerdigung eines nahen Angehörigen. Auch wenn ein Hochwasser Ihre Einrichtung beschädigt hat, können Sie das Finanzamt mit der freiwilligen Steuererklärung an Ihren Unkosten beteiligen.

    Zeit und Mühe zu investieren, kann sich also lohnen. Manchmal ist eine satte Rückzahlung für Sie drin. Übrigens: Wer seine Steuererklärung freiwillig abgibt, hat vier Jahre dazu Zeit. Die Steuererklärung für 2014 muss erst zum 31. Dezember 2018 bei Ihrem Finanzamt liegen.

    Wer muss was, wann und wo abgeben? Steuererklärung für Einsteiger

    Nicht nur Ersttäter sind manchmal etwas ratlos, wenn es um die Steuererklärung geht. Muss man wirklich eine abgeben? Sollte man? Ist nach einem Umzug noch das bisherige Finanzamt zuständig? Und warum kann sich trödeln bei der Steuererklärung lohnen?

    Bis zum 31. Mai muss sie Steuererklärung fertig sein. So liest man es zumindest überall. Der Stichtag gilt aber längst nicht für alle. Wer kann sich wie lange Zeit lassen? Wer kann sich die Arbeit komplett sparen? Welche Belege braucht man? Und welches Finanzamt ist überhaupt zuständig, wenn man im letzten Jahr woanders gewohnt hat? Hier ist alles, was man als Steuererklärungs-Einsteiger wissen sollte:

    Wer muss die Steuererklärung machen und bis wann?

    Der 31. Mai ist Abgabestichtag für alle, die eine Steuererklärung machen müssen und sich dabei keine fremde Hilfe holen. Was Manche nicht wissen: Längst nicht jeder ist zur Steuererklärung verpflichtet. Für Arbeitnehmer ist der 31. Mai ist nur wichtig, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

    • Man hatte steuerpflichtige Nebeneinkünfte über 410 Euro, etwa Mieteinnahmen oder eine Rente.
    • Man hat Lohnersatzleistungen über 410 Euro bezogen, etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Elterngeld.
    • Man hat einen Freibetrag eintragen lassen und so während des Jahres weniger Steuern abgeführt.
    • Man hat parallel für mehrere Arbeitgeber gearbeitet.
    • Ein Ehe- oder Lebenspartner war zeitweise oder durchgängig in Steuerklasse fünf oder sechs veranlagt.
    • Es gab Kapitalerträge, auf die man noch keine Abgeltungssteuer gezahlt hat.
    • Das Finanzamt hat im Vorjahr einen Verlust festgestellt.

    Auch wenn man die Steuererklärung abgeben muss, ist man nicht starr auf den 31. Mai festgelegt. Normalerweise ist es kein Problem, etwas Aufschub zu bekommen. Kümmert sich ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Frist ohnehin bis zum Jahresende.

    Wer sollte freiwillig abgeben?

    Alle, die nicht zur Steuererklärung verpflichtet sind, können sich freiwillig veranlagen lassen. In vielen Fällen lohnt sich das, weil man sich Geld zurückholen kann. Zum Beispiel in diesen hier:

    Ohne das Sortieren von Belegen geht es leider nicht. Doch oft lohnt sich die Arbeit.

    • Die Werbungskosten lagen über 1000 Euro. Das ist normalerweise schon der Fall, wenn man mindestens 16 Kilometern zur Arbeit pendelt.
    • Die Sonderausgaben lagen über dem Pauschbetrag von 36 Euro. Als Sonderausgaben zählen beispielsweise Unterhaltszahlungen, Spenden und Kirchensteuer, aber auch Vorsorgeaufwendungen für die Altersvorsorge und andere Versicherungen.
    • Man hat haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerker im Haus bezahlt. Mieter können beispielsweise den Hausmeister oder den Reinigungsservice geltend machen.
    • Man hat Verluste gemacht, beispielsweise bei Vermietungsgeschäften.

    Wenn man die Steuererklärung freiwillig macht, ist der 31. Mai unwichtig. Man hat vier Jahre Zeit, sich Geld zurückzuholen, danach sind sie Ansprüche verjährt. Wer sich für 2012 noch eine Rückzahlung sichern will, muss die Steuererklärung bis zum 31. Dezember 2016 einreichen. Wird wider Erwarten eine Nachzahlung fällig, kann man den Antrag zur Veranlagung immer noch zurücknehmen, wenn der Steuerbescheid da ist.

    Es kann sogar sein Gutes haben, die Steuererklärung auf die lange Bank zu schieben. 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahrs beginnt nämlich der Verzugszeitraum. Ab dann werden Zinsen fällig – für jene, die Steuern nachzahlen müssen, aber auch für das Finanzamt, das Steuern zurückerstattet. Mit sechs Prozent p.a. ist der Zinssatz ist weit besser als bei jedem Festgeldkonto. Für jeden Monat im Verzugszeitraum gibt es 0,5 Prozent Zinsen auf die Rückerstattung. Ob man selbst für den Verzug verantwortlich ist, weil man die Steuererklärung nicht früher abgegeben hat, ist dabei übrigens unerheblich. Ausgezahlt werden die Zinsen aber nur, wenn mindestens 10 Euro zusammenkommen.

    Welches Finanzamt ist nach einem Umzug zuständig?

    Für die Steuererklärung ist immer das Finanzamt des aktuellen Wohnorts zuständig, egal, wo man im jeweiligen Steuerjahr gelebt hat. Wenn man umzieht, muss man das dem Finanzamt zwar nicht melden. Um Rückfragen zu vermeiden kann das aber nicht schaden.

    Schon Neugeborene bekommen seit 2008 eine Steuer-Identifikationsnummer, die sie dann ihr Leben lang begleitet. Beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) werden die elfstelligen IDs verwaltet, zusammen mit den dazugehörigen Daten wie Name, Geburtstag und –ort und Anschrift. Die persönliche ID hat man irgendwann per Brief bekommen. Sie steht aber auch auf dem letzten Steuerbescheid. Wer die ID nicht mehr findet, kann sie beim BZSt anfordern.

    Welche Unterlagen braucht das Finanzamt, welche nicht?

    Egal, ob am Rechner oder per Hand: Wer die Steuererklärung ausfüllen will, muss erstmal Unterlagen sortieren. Schließlich muss man wissen, was man eintragen kann. Ein Trost: Viele dieser Papiere und Belege muss man gar nicht oder nur auf Nachfrage beim Finanzamt einreichen.

    Mit abgeben muss man – so vorhanden: Spendenbescheinigungen, Nachweise über Behinderungen, Bescheinigungen über vermögenswirksame Leistungen und, wenn man die Anlage U ausfüllt, auch Nachweise zur Unterhaltsbedürftigkeit. Auch bei bestimmten Werbungskosten will das Finanzamt normalerweise Unterlagen sehen. Wer beruflich bedingte Umzugskosten absetzen möchte oder zum ersten Mal doppelte Haushaltsführung oder ein häusliches Arbeitszimmer angibt, kann die jeweiligen Belege gleich einreichen, um Rückfragen zu vermeiden.

    Alle anderen Quittungen und Nachweise, etwa zu Arbeitsmitteln, Versicherungsprämien und Beiträgen zu Berufsverbänden, muss man nur abgeben, wenn das Finanzamt einen dazu auffordert.

    Dass man die Unterlagen nicht einreichen muss, heißt aber nicht, dass man sie gleich wegwerfen kann. Das sollte man frühestens dann machen, wenn der Steuerbescheid da ist und rechtskräftig geworden ist. Das gilt auch für Kontoauszüge. Handwerkerrechnungen muss man – unabhängig von der Steuererklärung – zwei Jahre lang aufbewahren.

    Источники: http://www.steuern.de/zustaendiges-finanzamt.html, http://www.sueddeutsche.de/geld/steuern-wer-kann-freiwillig-eine-steuererklaerung-abgeben-1.2146459, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Steuererklaerung-fuer-Einsteiger-article17370946.html

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