Steuerfreibetrag behinderte

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    Krankheiten, Soziales & Recht

    Inhaltsverzeichnis [Verbergen]

    2.1. Sonderausgaben

    2.1.1. Praxistipp

    2.2. Pauschbetrag fьr behinderte Menschen

    2.2.2. Kinder

    2.3. AuЯergewцhnliche Belastungen fьr Pflegepersonen

    2.4. Fahrten zur Arbeit

    2.5. AuЯergewцhnliche Belastungen durch private Kraftfahrzeugkosten

    3. Wer hilft weiter?

    4. Verwandte Links

    1. Das Wichtigste in Kьrze

    Durch Vorlage des Schwerbehindertenausweises oder des Bescheids ьber die Schwerbehinderung kцnnen behinderte Menschen oder ihre Eltern steuerliche Vergьnstigungen beim Finanzamt erreichen. Mцglich sind z.B. die Absetzung eines Pauschbetrags bis maximal 3.700 €, erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten oder auЯergewцhnlicher Belastungen wie Pflegekosten oder Kfz-Kosten.

    2. Umfang

    Zu den Steuervergьnstigungen zдhlen:

    • Kinderfreibetrag fьr erwachsene Kinder mit Behinderung, wenn die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist (§ 32 Abs. 4 Nr. 3 und Abs. 6 EStG, alternativ zum Kindergeld)
    • erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten
    • Pauschbetrag fьr behinderte Menschen
    • auЯergewцhnliche Belastungen bei Pflegepersonen, Pflegepauschbetrag
    • auЯergewцhnliche Belastungen durch private Kraftfahrzeugkosten
    • bei Merkzeichen G oder aG: Tatsдchliche Fahrtkosten zur Arbeit absetzbar

    Zudem kann es fьr schwerbehinderte Menschen Erleichterungen bei der Kraftfahrzeugsteuer, der Vermцgenssteuer, der Erbschafts- und Schenkungssteuer, der Hundesteuer (blinde, gehцrlose, hilflose Menschen) und der Umsatzsteuer geben.

    2.1. Sonderausgaben

    (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG)

    Als Sonderausgaben kцnnen fьr Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehцrenden Kindes unter 14 Jahren oder eines kцrperlich, geistig oder seelisch behinderten Kindes unter 25 Jahren, das seinen eigenen Unterhalt nicht bestreiten kann, zwei Drittel der Aufwendungen, maximal 4.000 € je Kind, geltend gemacht werden. Dies gilt nicht fьr Aufwendungen fьr Unterricht, die Vermittlung besonderer Fдhigkeiten sowie fьr sportliche und andere Freizeitbeschдftigungen.

    2.1.1. Praxistipp

    Bei Teilnahme an RehamaЯnahmen kцnnen Eltern Kinderbetreuungskosten auch als ergдnzende Leistung zu Rehabilitation erhalten.

    2.2. Pauschbetrag fьr behinderte Menschen

    Pauschbetrдge fьr behinderte Menschen sind Freibetrдge, die vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden (§ 33b EStG).

    • auf der Lohnsteuerkarte eingetragen

    oder

  • im Jahresausgleich rьckwirkend geltend gemacht werden.
  • Die Pauschbetrдge erhalten

    • Behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50
    • Behinderte Menschen mit einem GdB von mindestens 25,
      • denen wegen der Behinderung nach gesetzlichen Vorschriften Renten oder andere laufende Bezьge zustehen,

      oder

    • wenn die Behinderung zu einer dauernden EinbuЯe der kцrperlichen Beweglichkeit gefьhrt hat bzw. auf einer typischen Berufskrankheit beruht.

    Anmerkung zur Tabelle: Seit 1983 wird der Grad der Behinderung nur noch in Zehner-Schritten eingestuft. Das Finanzamt behдlt die alten Tabellen bei, weil auch behinderte Menschen mit alten Einstufungen in Fьnfer-Schritten erfasst werden mьssen.

    Die Pauschbetrдge werden stets in voller Hцhe gewдhrt, auch wenn die Voraussetzungen nicht wдhrend des ganzen Kalenderjahres vorgelegen haben. Wird der GdB verringert oder erhцht, gilt fьr das jeweilige Kalenderjahr der Pauschbetrag nach dem hцchsten GdB.

    Beim Pauschbetrag sind Nachweise fьr die einzelnen Aufwendungen nicht nцtig. Ьbersteigen allerdings die tatsдchlichen, zwangslдufigen Mehraufwendungen in der privaten Lebensfьhrung des behinderten Menschen die Pauschbetrдge, ist es besser, auf den Pauschbetrag zu verzichten und die tatsдchlichen Aufwendungen geltend zu machen. Diese mьssen dann mit Belegen nachgewiesen werden.

    2.2.2. Kinder

    Bei behinderten Kindern ohne eigene Steuererklдrung kцnnen die Eltern den Pauschbetrag auf sich ьbertragen lassen.

    Voraussetzung ist, dass sie fьr das Kind Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag erhalten (§ 33b Abs. 5 EStG).

    Der Pauschbetrag eines behinderten Kindes wird jeweils zur Hдlfte auf beide Elternteile ьbertragen, auЯer die Eltern wьnschen beide eine andere Aufteilung.

    2.3. AuЯergewцhnliche Belastungen fьr Pflegepersonen

    Wer einen hilflosen (Merkzeichen H), schwerbehinderten (Behinderung mit einem GdB von mindestens 50) oder pflegebedьrftigen Menschen mit Pflegegrad 4 oder 5 persцnlich in seiner Wohnung oder in der des Pflegebedьrftigen pflegt, kann entweder die tatsдchlichen Kosten (sie sind nachzuweisen) oder einen Pflegepauschbetrag von 924 € jдhrlich absetzen. Die Kosten beziehungsweise der Pflegepauschbetrag gelten als auЯergewцhnliche Belastung und kцnnen zusдtzlich zu den o.g. Pauschbetrдgen geltend gemacht werden (§ 33b Abs. 6 EStG).

    Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson fьr die Pflege keine Einnahmen erhдlt. Pflegegeld gilt nicht als Einnahme.

    2.4. Fahrten zur Arbeit

    Steuerpflichtige kцnnen fьr Fahrten zur Arbeit und fьr Familienheimfahrten eine Entfernungspauschale von 30 ct/km fьr die einfache Strecke ansetzen. Aufwendungen fьr die Benutzung цffentlicher Verkehrsmittel kцnnen angesetzt werden, wenn sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag ьbersteigen.

    Alternativ kцnnen behinderte Menschen die tatsдchlichen Aufwendungen fьr diese Wege absetzen (§ 9 Abs. 2 Satz 3 EStG). Dies gilt bei

    oder

  • GdB mindestens 50 und die Bewegungsfдhigkeit im StraЯenverkehr ist erheblich beeintrдchtigt (Merkzeichen G oder Merkzeichen aG).
  • 2.5. AuЯergewцhnliche Belastungen durch private Kraftfahrzeugkosten

    Behinderte Menschen kцnnen behinderungsbedingte Fahrten (z.B. zum Arzt, zur Apotheke, zur Therapiebehandlung, zur Schule, zur Behцrde) als auЯergewцhnliche Belastung von der Steuer absetzen:

    Jдhrlicher Pauschbetrag von 900 € ohne Nachweis. Dies entspricht 3.000 km à 30 Cent. Hцhere behinderungsbedingte Fahrtkosten mьssen mit einem Fahrtenbuch nachgewiesen werden.

  • Merkzeichen aG,Merkzeichen BlundMerkzeichen H

    Fahrten bis zu 15.000 km jдhrlich (à 30 ct/km = 4.500 €) kцnnen abgesetzt werden, sofern sie nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden (z.B. durch ein Fahrtenbuch).

  • Diese Betrдge kцnnen auch bei Steuerpflichtigen berьcksichtigt werden, die nicht selbst behindert sind, sondern auf die der Pauschbetrag fьr behinderte Menschen ьbertragen wurde, und die den behinderten Menschen transportiert haben.

    Besondere Vergьnstigungen genieЯen behinderte Menschen auch bei der Kraftfahrzeugsteuer.

    3. Wer hilft weiter?

    Individuelle Auskьnfte zu allen steuerlichen Vergьnstigungen geben die zustдndigen Finanzдmter, speziell behinderte Menschen betreffend auch das Versorgungsamt. Fьr die Hundesteuer (Blindenhund) ist die jeweilige Gemeinde zustдndig.

    4. Verwandte Links

    Letzte Aktualisierung am 17.07.2017 Redakteur/in: Maria Kдstle

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    Krankheiten A-Z

    Zu Gender-Schreibweisen und zu Begriffen wie „Behinderte” oder „Ausländer” lesen Sie: Über das betanet.

    § 33b EStG – Pauschbeträge für behinderte Menschen, Hinterbliebene und Pflegepersonen

    (1) 1 Wegen der Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf können behinderte Menschen unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 anstelle einer Steuerermäßigung nach § 33 einen Pauschbetrag nach Absatz 3 geltend machen (Behinderten-Pauschbetrag). 2 Das Wahlrecht kann für die genannten Aufwendungen im jeweiligen Veranlagungszeitraum nur einheitlich ausgeübt werden.

    (2) Die Pauschbeträge erhalten

    behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf mindestens 50 festgestellt ist;

    behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf weniger als 50, aber mindestens auf 25 festgestellt ist, wenn

    dem behinderten Menschen wegen seiner Behinderung nach gesetzlichen Vorschriften Renten oder andere laufende Bezüge zustehen, und zwar auch dann, wenn das Recht auf die Bezüge ruht oder der Anspruch auf die Bezüge durch Zahlung eines Kapitals abgefunden worden ist, oder

    die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht.

    (3) 1 Die Höhe des Pauschbetrags richtet sich nach dem dauernden Grad der Behinderung. 2 Als Pauschbeträge werden gewährt bei einem Grad der Behinderung

    3 Für behinderte Menschen, die hilflos im Sinne des Absatzes 6 sind, und für Blinde erhöht sich der Pauschbetrag auf 3.700 Euro.

    (4) 1 Personen, denen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt worden sind, erhalten auf Antrag einen Pauschbetrag von 370 Euro (Hinterbliebenen-Pauschbetrag), wenn die Hinterbliebenenbezüge geleistet werden

    nach dem Bundesversorgungsgesetz oder einem anderen Gesetz, das die Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes über Hinterbliebenenbezüge für entsprechend anwendbar erklärt, oder

    nach den Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung oder

    nach den beamtenrechtlichen Vorschriften an Hinterbliebene eines an den Folgen eines Dienstunfalls verstorbenen Beamten oder

    nach den Vorschriften des Bundesentschädigungsgesetzes über die Entschädigung für Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit.

    2 Der Pauschbetrag wird auch dann gewährt, wenn das Recht auf die Bezüge ruht oder der Anspruch auf die Bezüge durch Zahlung eines Kapitals abgefunden worden ist.

    (5) 1 Steht der Behinderten-Pauschbetrag oder der Hinterbliebenen-Pauschbetrag einem Kind zu, für das der Steuerpflichtige Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld hat, so wird der Pauschbetrag auf Antrag auf den Steuerpflichtigen übertragen, wenn ihn das Kind nicht in Anspruch nimmt. 2 Dabei ist der Pauschbetrag grundsätzlich auf beide Elternteile je zur Hälfte aufzuteilen, es sei denn, der Kinderfreibetrag wurde auf den anderen Elternteil übertragen. 3 Auf gemeinsamen Antrag der Eltern ist eine andere Aufteilung möglich. 4 In diesen Fällen besteht für Aufwendungen, für die der Behinderten-Pauschbetrag gilt, kein Anspruch auf eine Steuerermäßigung nach § 33.

    (6) (1) 1 Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die einem Steuerpflichtigen durch die Pflege einer Person erwachsen, die nicht nur vorübergehend hilflos ist, kann er anstelle einer Steuerermäßigung nach § 33 einen Pauschbetrag von 924 Euro im Kalenderjahr geltend machen (Pflege-Pauschbetrag), wenn er dafür keine Einnahmen erhält. 2 Zu diesen Einnahmen zählt unabhängig von der Verwendung nicht das von den Eltern eines behinderten Kindes für dieses Kind empfangene Pflegegeld. 3 Hilflos im Sinne des Satzes 1 ist eine Person, wenn sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedarf. 4 Diese Voraussetzungen sind auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder einer Anleitung zu den in Satz 3 genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist. 5 Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige die Pflege entweder in seiner Wohnung oder in der Wohnung des Pflegebedürftigen persönlich durchführt und diese Wohnung in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat belegen ist, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anzuwenden ist. (2) 6 Wird ein Pflegebedürftiger von mehreren Steuerpflichtigen im Veranlagungszeitraum gepflegt, wird der Pauschbetrag nach der Zahl der Pflegepersonen, bei denen die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 5 vorliegen, geteilt.

    anzuwenden in allen noch offenen Fällen – siehe Anwendungsvorschrift § 52 Absatz 46a EStG 2009 in der bis zum 31. Dezember 2013 gültigen Fassung

    § 33b Absatz 6 Satz 5 EStG in der Fassung des Artikels 2 des Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1809), anzuwenden ab dem 1. Januar 2013

    (7) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates zu bestimmen, wie nachzuweisen ist, dass die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Pauschbeträge vorliegen.

    Zu § 33b: Geändert durch G vom 1. 11. 2011 (BGBl I S. 2131) und 26. 6. 2013 (BGBl I S. 1809).

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    Steuerfreibeträge bekommen Menschen mit Behinderung. Der Steuerfreibetrag wird auch Pauschbetrag genannt. Dadurch sollen höhere Kosten, die aufgrund von Behinderung entstehen, ausgeglichen werden. Die Höhe des Freibetrags hängt vom Grad der Behinderung ab.

    Grad der Behinderung und Pauschbetrag

    Die folgende Tabelle zeigt die Höhe der Pauschbeträge:

    Abkürzung für Grad der Behinderung.

    Menschen mit Behinderung, die „hilflos“ oder blind sind (mit den im

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    Ein Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

    Freibeträge werden beim Finanzamt auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Dadurch müssen Arbeitnehmer und Selbstständige schon im laufenden Jahr weniger Steuern bezahlen. Eltern können den Freibetrag für ihr Kind mit Behinderung auf sich übertragen lassen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie für das Kind Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag erhalten. Das geht aber nur, wenn das Kind nicht selbst arbeitet und den Freibetrag in Anspruch nimmt.

    Nachweis der Behinderung

    Um den Pauschbetrag zu erhalten, müssen Sie Ihre Behinderung nachweisen. Den Nachweis erbringen Sie durch:

    Schwerbehindertenausweis

    Ein Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

    Pauschbetrag rückwirkend beantragen

    Wird eine Behinderung rückwirkend festgestellt, kann auch der Pauschbetrag rückwirkend in Anspruch genommen werden. Dafür muss das Versorgungsamt bescheinigen, wann die Behinderung eingetreten ist. Das Finanzamt muss dann zu viel gezahlte Steuern zurück bezahlen.

    Steuerfreibetrag oder tatsächliche Kosten

    Es gibt zwei Möglichkeiten, um Steuern zu sparen. Entweder Sie nehmen den Freibetrag in Anspruch oder Sie geben die tatsächlich entstandenen Kosten beim Finanzamt an. Die tatsächlichen Kosten müssen Sie dann durch Quittungen und Belege nachweisen. Von diesem Betrag werden „zumutbare Belastungen“ abgezogen. Diese sind abhängig von Ihren Einkünften und Ihrem Familienstand. Steuerlich lohnt sich die Angabe der tatsächlich entstandenen Kosten also nur dann, wenn diese nach den Kürzungen höher sind als der Freibetrag.

    Außergewöhnliche Belastungen

    Über den Frei- oder Pauschbetrag hinaus werden auch außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigt. Als solche gelten unter anderem:

    • Außerordentliche Krankheitskosten. Etwa für einen Krankenhausaufenthalt oder eine Heil-Kur. Krankheitskosten können neben dem Pauschbetrag berücksichtigt werden. Bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln ist die medizinische Notwendigkeit nachzuweisen. Das kann ein Arzt oder Heilpraktiker machen.
    • Kosten für ein Kraftfahrzeug bei schwerer Geh- oder Sehbehinderung oder Hilflosigkeit.
    • Kosten für hauswirtschaftliche Dienstleistungen. Heim- oder Pflegeunterbringung können bis zu 624 Euro pro Kalenderjahr betragen, 924 Euro bei Unterbringung zur Pflege.
    • Barrierefreie Umbauten.
    • Pflege einer hilflosen oder schwerst-pflegebedürftigen Person in der eigenen Wohnung oder in der Wohnung der betreffenden Person. Es können entweder die tatsächlichen Kosten (nach Abzug der zumutbaren Belastung) oder ein Pflegepauschalbetrag von 924 Euro berücksichtigt werden.

    Kindergeld und Kinderfreibeträge

    Auch wenn Ihr Kind mit Behinderung älter als 18 ist, können Sie Kindergeld und den Kinderfreibetrag bekommen. Falls das Kind wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht selbst Geld verdienen kann, gibt es für Kindergeld und Freibetrag keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass die Behinderung des Kindes vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist.

    Nähere Informationen dazu erhalten Sie beim zuständigen Finanzamt.

    Entlastung von Alleinerziehenden

    Alleinerziehenden steht ein steuerlicher Freibetrag von 1.908 Euro im Jahr (also 159 Euro monatlich) zu. Der Entlastungsbetrag erhöht sich für das zweite und jedes weitere Kind zusätzlich um 240 Euro jährlich. (Stand: Januar 2017)

    Weitere Infos

    Der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. (bvkm) veröffentlicht Steuermerkblätter. Sie können diese kostenlos herunterladen.

    zuletzt aktualisiert: 05.12.2017

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    Источники: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Behinderung—Steuervorteile-384.html, http://www.steuertipps.de/gesetze/estg/33b-pauschbetraege-fuer-behinderte-menschen-hinterbliebene-und-pflegepersonen, http://www.familienratgeber.de/schwerbehinderung/nachteilsausgleiche/steuerfreibetraege.php

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