Steuerfreibetrag ehrenamt

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    Ehrenamtspauschale

    Ehrenamtlich tätige Menschen dürfen als Entschädigung für freiwillig geleistete Arbeit pro Jahr 720 Euro steuerfrei einnehmen. Sozialversicherungsbeiträge müssen darauf ebenfalls nicht gezahlt werden. Selbstverständlich dürfen sie auch mehr für ihre ehrenamtliche Arbeit verdienen. Allerdings werden für alle Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit, die über 720 Euro liegen, Steuern und Sozialabgaben fällig.

    Der Steuerfreibetrag von 720 Euro wird als Ehrenamtspauschale bezeichnet.

    Pauschalierte Aufwandsentschädigung

    Was bedeutet die pauschalierte Aufwandsentschädigung (Ehrenamtspauschale) im Detail?

    Gem. § 3 Nr. 26 a EStG gibt es einen Steuerfreibetrag von 720 Euro im Jahr, wenn es sich um Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit handelt, die im gemeinnützigen, kirchlichen oder mildtätigen Bereich liegt (Stand 2017). Es handelt sich hierbei um eine Pauschale für Aufwendungen, die mit dem Ehrenamt verbunden sind. Alle Betriebsausgaben und Werbungskosten sollen unter diesen Tatbestand fallen. Von dieser Regelung können etwa Vereinsvorsitzende, Kassenprüfer oder andere Personen, die in einem gemeinnützigen Verein tätig sind, profitieren.

    Die Ehrenamtspauschale steht aber nicht neben anderen Steuerbefreiungen. So kann etwa die Steuerbefreiung von Reisekosten daneben nicht geltend gemacht werden. Wohl aber kann die Übungsleiterpauschale neben der Ehrenamtspauschale geltend gemacht werden, selbst dann, wenn die Tätigkeiten in demselben Verein stattgefunden haben. Es muss sich dann aber um zwei verschiedene, voneinander abgrenzbare Tätigkeiten handeln.

    Die Ehrenamtspauschale kann für alle Tätigkeit für gemeinnützige Vereine, kirchliche oder öffentliche Einrichtungen beansprucht werden, etwa für eine Tätigkeit

    – als Vereinsvorstand, etwa als Vorsitzender oder Kassenwart

    – als Platzwart oder Gerätewart

    – im Fahrdienst von Eltern zu Auswärtswettkämpfen von Kindern.

    Die Tätigkeit, für die die Ehrenamtspauschale in Anspruch genommen wird, muss also gemeinnützig oder mildtätig sein und für eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Organisation erfolgen. Das Ehrenamt muss also im Verein, in einem Pflegeheim, einer Einrichtung für Jugendliche oder Behinderte, im Tierschutz, der Schule, Uni, Volkshochschule oder Kirche oder einer ähnlichen Organisation verrichtet werden.

    Voraussetzungen

    Die Inanspruchnahme der Ehrenamtspauschale hat zur Voraussetzung, dass

    – die Tätigkeit der Förderung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient,

    – die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird, also zeitlich nicht mehr als ein Drittel eines vergleichbaren Vollzeitberufs ausmacht.

    Voraussetzung für die Gewährung der Ehrenamtspauschale ist also, dass es sich bei dem Ehrenamt um eine Nebentätigkeit handelt. Das ist dann der Fall, wenn Ehrenamtliche für die Freiwilligenarbeit im Jahr nicht mehr als ein Drittel der Zeit aufwenden, die sie für ihren Hauptberuf verwenden. . Der Hauptberuf muss keine bezahlte Arbeit im Sinne des Steuerrechts sein. Die Ehrenamtspauschale kann auch von Hausfrauen, Studenten, Arbeitslosen oder Rentnern geltend gemacht werden.

    Wie bereits oben dargestellt, sind Zahlungen einer (oder mehrerer) Einrichtungen für solche ehrenamtlichen Tätigkeiten nur bis zur Höhe von insgesamt 720 Euro pro Jahr und Person steuer- und sozialabgabenfrei. Werden darüber hinaus Zahlungen erbracht, müssen diese weitergehenden, die Summe von 720 Euro übersteigenden Beträge versteuert werden.

    Aufwandsspende

    Wer für sein Ehrenamt Ausgaben hat, also telefoniert, den Schriftverkehr per Post abwickelt, mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, kann sich den Aufwand von der Organisation, für die er tätig ist, erstatten lassen. Möglich ist es aber auch, sich das Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Dafür verzichtet man gegenüber der Organisation schriftlich auf eine Bezahlung und bekommt dafür eine Spendenbescheinigung. Diese Aufwandsspende macht man dann als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend. Man muss aber alle Quittungen und Belege aufheben und eine Fahrtenbuch führen. Möglich ist es auch, die ausgezahlte Vergütung zurückzuspenden und diese Rückspende von der Steuer abzusetzen.

    Bei einer Aufwandsspende verzichtet ein ehrenamtlich Tätiger also auf einen Anspruch auf Aufwendungsersatz. Dies kommt einer Geldspende gleich, da für eine die Steuerlast mindernde Spende kein Geldfluss erforderlich ist. In der Spendenquittung muss aber vermerkt sein, dass es sich um den Verzicht auf Aufwendungsersatz handelt. Ist das der Fall, so greift § 10 b EStG, nach dem Spenden an gemeinnützige Körperschaften steuermindernd wirken.

    Ehrenamtspauschale

    Ehrenamtlich tätige Menschen dürfen als Entschädigung für freiwillig geleistete Arbeit pro Jahr 720 Euro steuerfrei einnehmen. Sozialversicherungsbeiträge müssen darauf ebenfalls nicht gezahlt werden. Selbstverständlich dürfen sie auch mehr für ihre ehrenamtliche Arbeit verdienen. Allerdings werden für alle Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit, die über 720 Euro liegen, Steuern und Sozialabgaben fällig.

    Der Steuerfreibetrag von 720 Euro wird als Ehrenamtspauschale bezeichnet.

    Pauschalierte Aufwandsentschädigung

    Was bedeutet die pauschalierte Aufwandsentschädigung (Ehrenamtspauschale) im Detail?

    Gem. § 3 Nr. 26 a EStG gibt es einen Steuerfreibetrag von 720 Euro im Jahr, wenn es sich um Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit handelt, die im gemeinnützigen, kirchlichen oder mildtätigen Bereich liegt (Stand 2017). Es handelt sich hierbei um eine Pauschale für Aufwendungen, die mit dem Ehrenamt verbunden sind. Alle Betriebsausgaben und Werbungskosten sollen unter diesen Tatbestand fallen. Von dieser Regelung können etwa Vereinsvorsitzende, Kassenprüfer oder andere Personen, die in einem gemeinnützigen Verein tätig sind, profitieren.

    Die Ehrenamtspauschale steht aber nicht neben anderen Steuerbefreiungen. So kann etwa die Steuerbefreiung von Reisekosten daneben nicht geltend gemacht werden. Wohl aber kann die Übungsleiterpauschale neben der Ehrenamtspauschale geltend gemacht werden, selbst dann, wenn die Tätigkeiten in demselben Verein stattgefunden haben. Es muss sich dann aber um zwei verschiedene, voneinander abgrenzbare Tätigkeiten handeln.

    Die Ehrenamtspauschale kann für alle Tätigkeit für gemeinnützige Vereine, kirchliche oder öffentliche Einrichtungen beansprucht werden, etwa für eine Tätigkeit

    – als Vereinsvorstand, etwa als Vorsitzender oder Kassenwart

    – als Platzwart oder Gerätewart

    – im Fahrdienst von Eltern zu Auswärtswettkämpfen von Kindern.

    Die Tätigkeit, für die die Ehrenamtspauschale in Anspruch genommen wird, muss also gemeinnützig oder mildtätig sein und für eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Organisation erfolgen. Das Ehrenamt muss also im Verein, in einem Pflegeheim, einer Einrichtung für Jugendliche oder Behinderte, im Tierschutz, der Schule, Uni, Volkshochschule oder Kirche oder einer ähnlichen Organisation verrichtet werden.

    Voraussetzungen

    Die Inanspruchnahme der Ehrenamtspauschale hat zur Voraussetzung, dass

    – die Tätigkeit der Förderung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient,

    – die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird, also zeitlich nicht mehr als ein Drittel eines vergleichbaren Vollzeitberufs ausmacht.

    Voraussetzung für die Gewährung der Ehrenamtspauschale ist also, dass es sich bei dem Ehrenamt um eine Nebentätigkeit handelt. Das ist dann der Fall, wenn Ehrenamtliche für die Freiwilligenarbeit im Jahr nicht mehr als ein Drittel der Zeit aufwenden, die sie für ihren Hauptberuf verwenden. . Der Hauptberuf muss keine bezahlte Arbeit im Sinne des Steuerrechts sein. Die Ehrenamtspauschale kann auch von Hausfrauen, Studenten, Arbeitslosen oder Rentnern geltend gemacht werden.

    Wie bereits oben dargestellt, sind Zahlungen einer (oder mehrerer) Einrichtungen für solche ehrenamtlichen Tätigkeiten nur bis zur Höhe von insgesamt 720 Euro pro Jahr und Person steuer- und sozialabgabenfrei. Werden darüber hinaus Zahlungen erbracht, müssen diese weitergehenden, die Summe von 720 Euro übersteigenden Beträge versteuert werden.

    Aufwandsspende

    Wer für sein Ehrenamt Ausgaben hat, also telefoniert, den Schriftverkehr per Post abwickelt, mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, kann sich den Aufwand von der Organisation, für die er tätig ist, erstatten lassen. Möglich ist es aber auch, sich das Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Dafür verzichtet man gegenüber der Organisation schriftlich auf eine Bezahlung und bekommt dafür eine Spendenbescheinigung. Diese Aufwandsspende macht man dann als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend. Man muss aber alle Quittungen und Belege aufheben und eine Fahrtenbuch führen. Möglich ist es auch, die ausgezahlte Vergütung zurückzuspenden und diese Rückspende von der Steuer abzusetzen.

    Bei einer Aufwandsspende verzichtet ein ehrenamtlich Tätiger also auf einen Anspruch auf Aufwendungsersatz. Dies kommt einer Geldspende gleich, da für eine die Steuerlast mindernde Spende kein Geldfluss erforderlich ist. In der Spendenquittung muss aber vermerkt sein, dass es sich um den Verzicht auf Aufwendungsersatz handelt. Ist das der Fall, so greift § 10 b EStG, nach dem Spenden an gemeinnützige Körperschaften steuermindernd wirken.

    Ehrenamtspauschale

    720 Euro steuerfrei für Ehrenamtliche

    • Zuletzt aktualisiert: 16. September 2016
    • Von: Udo Reuß

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit 2013 dürfen Sie durch die Ehrenamtspauschale 720 Euro im Jahr steuerfrei annehmen als Entschädigung für freiwillig geleistete Mitarbeit.
    • Wenn Sie nicht mehr als ein Drittel der Zeit, die Sie für Ihren Hauptberuf aufwenden, im Ehrenamt tätig sind, können Sie es als nebenberufliche Tätigkeit geltend machen. Das gilt auch für nicht-steuerrechtliche Hauptberufe wie Hausfrau oder Student.
    • Begünstigt werden Tätigkeiten im ideellen Bereich, etwa in einem Altenheim, nicht aber im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, zum Beispiel als aktiver Sportler.
    • Anspruch auf den Ehrenamtsfreibetrag haben Sie nur, wenn Sie bei einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft arbeiten, die im mildtätigen, ideellen oder kirchlichen Bereich angesiedelt ist.
    • Wenn Sie bereits Aufwandsentschädigungen erhalten haben und vom Übungsleiterfreibetrag profitieren, können Sie nicht noch zusätzlich die Vorteile der Ehrenamtspauschale nutzen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    40 Prozent der Bundesbürger ab zehn Jahren engagieren sich ehrenamtlich. Das hat das Statistische Bundesamt in den Jahren 2012/2013 ermittelt. Die Menschen sind bei der Feuerwehr, in Sportvereinen, in Kirchen sowie in kulturellen oder sozialen Einrichtungen aktiv – und aktuell insbesondere in der Flüchtlingshilfe. Sie machen das nicht, um Geld zu verdienen, sondern aus Freude und der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit. Ohne die freiwilligen Helfer würde vieles nicht laufen. Darum hat die Politik Anreize geschaffen. Einer davon ist der Ehrenamtsfreibetrag, auch Ehrenamtspauschale genannt: Seit 2013 dürfen Ehrenamtliche für ihre freiwillige Mitarbeit 720 Euro im Jahr als Aufwandspauschale annehmen, ohne dass Sozialabgaben oder Steuern fällig werden.

    Für bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten gilt sogar die Übungsleiterpauschale von 2.400 Euro. Diese fördert Tätigkeiten insbesondere im pädagogischen Bereich, also als Ausbilder, Trainer, Chorleiter oder Vortragsreferent. Andere Tätigkeiten können steuer- und sozialversicherungsfrei mit der Ehrenamtspauschale vergütet werden.

    Eine Kombination beider Pauschalen für dieselbe Tätigkeit ist jedoch nicht möglich.

    Ehrenamtspauschale ist ein Jahresbetrag

    Der Freibetrag von 720 Euro ist ein Jahresbetrag. Er ist daher nicht zeitanteilig aufzuteilen, wenn Sie die begünstigte Tätigkeit nur wenige Monate ausüben. Der Freibetrag wird allerdings auch dann nur einmal gewährt, wenn Sie mehrere begünstigte Tätigkeiten ausüben.

    Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

    Die Regelungen zur Ehrenamtspauschale finden Sie in Paragraf 3 Nummer 26a des Einkommensteuergesetzes (EStG).

    Nebenberufliche Tätigkeit – Ihr Ehrenamt gilt als nebenberufliche Tätigkeit, wenn Sie dafür im Kalenderjahr nicht mehr als ein Drittel der Zeit aufwenden, die Sie für Ihren Hauptberuf verwenden. Dieser Hauptberuf muss keine bezahlte Arbeit im steuerrechtlichen Sinne sein. Das heißt, Sie können eine nebenberufliche Tätigkeit ausüben auch als Hausfrau/Hausmann, Rentner, Student oder Arbeitsloser.

    Helfer für die Steuererklärung

    Begünstigte Tätigkeiten – Im Gegensatz zum Übungsleiterfreibetrag gibt es beim Ehrenamtsfreibetrag keine Vorgabe, welche Tätigkeit begünstigt ist. Einzige Voraussetzung ist, dass Sie Ihr Ehrenamt im ideellen Bereich, also in der Vereinsarbeit, oder in einem Zweckbetrieb ausüben. Das sind zum Beispiel Alten- und Pflegeheime, Mahlzeitendienste, Religionsgemeinschaften, Jugendherbergen oder Werkstätten für behinderte Menschen. Die genaue Definition für Zweckbetriebe finden Sie in den Paragrafen 65 bis 68 der Abgabenordnung (AO).

    Tätigkeiten im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sind nicht begünstigt. Ebenso ausgenommen vom Ehrenamtsfreibetrag sind aktive Sportler.

    Beispiele für begünstigte Tätigkeiten:

    • Vorsitzender, Geschäftsführer, Schatzmeister, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Jugendleiter,
    • Bürokraft in der Geschäftsstelle,
    • Hausmeister, Platzwart, Gerätewart, Reinigungskraft – sofern die Räume, Plätze oder Geräte dem ideellen Bereich oder dem Zweckbetrieb zugeordnet sind.

    Beispiele für nicht begünstigte Tätigkeiten:

    • Verkauf von Speisen oder Getränken bei einer Vereinsveranstaltung oder in der Vereinsgaststätte,
    • Verkauf von Sportartikeln im vereinseigenen Laden,
    • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von geselligen Veranstaltungen, für die ein Eintrittsgeld erhoben wird,
    • Gewinnung von Partnern für Banden- oder Trikotwerbung sowie Anzeigen in der Vereinszeitung.

    Öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Körperschaft – Anspruch auf den Ehrenamtsfreibetrag haben Sie nur, wenn Sie im Dienst einer öffentlich-rechtlichen oder einer gemeinnützigen Körperschaft beschäftigt sind. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft gelten unter anderem Universitäten, Fachhochschulen, Schulen und Volkshochschulen; eine gemeinnützige Körperschaft ist beispielsweise ein Sportverein, der Sportbund oder ein Sportverband.

    Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke – Um vom Freibetrag profitieren zu können, muss Ihr Ehrenamt zudem im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich angesiedelt sein.

    Organisationen mit einem gemeinnützigen Zweck sind darauf ausgerichtet, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Beispiele sind:

    • Förderung der Jugend- und Altenhilfe,
    • Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege,
    • Förderung des Tierschutzes sowie die
    • Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

    Einen mildtätigen Zweck verfolgen Sie mit Ihrem Ehrenamt, wenn Sie Menschen unterstützen, die wegen ihres geistigen, seelischen oder körperlichen Zustands oder ihrer wirtschaftlichen Lage Hilfe benötigen.

    Als förderungswürdige kirchliche Aufgaben können gelten Predigtdienst, Religionsunterricht oder die Verwaltung des Kirchenvermögens.

    Eine detaillierte Liste der Aufgaben, die als gemeinnützig, mildtätig oder als kirchliche Zwecke anerkannt sind, finden Sie in den Paragrafen 52 bis 54 der Abgabenordnung (AO).

    Kein weiterer Freibetrag für dieselbe Tätigkeit – Wenn Sie für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bereits Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen erhalten und den Übungsleiterfreibetrag nutzen, können Sie nicht zusätzlich vom Ehrenamtsfreibetrag profitieren. Bekommen Sie beispielsweise für Ihr Ehrenamt als Jugendtrainer von Ihrem Sportverein die Übungsleiterpauschale von 2.400 Euro und dazu weitere 720 Euro als Ehrenamtspauschale, müssen Sie die 720 Euro versteuern. Eine Kombination der beiden Freibeträge ist in diesem Fall nicht möglich.

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    Anlage N oder S in der Steuererklärung

    Die Ehrenamtspauschale ist im Gesetz keiner bestimmten Einkunftsart zugeordnet. Daher gehört sie in Ihrer Steuererklärung dorthin, wo Sie auch Ihre Einnahmen aus dem Hauptberuf eintragen.

    Selbstständige Arbeit: Wenn Sie selbstständig tätig sind, tragen Sie Ihre steuerfreien Aufwandsentschädigungen oder Einnahmen in den Zeilen 9 und 36 der Anlage S ein.

    Arbeitnehmertätigkeit: Als Arbeitnehmer tragen Sie Ihre steuerfreien Aufwandsentschädigungen oder Einnahmen bis zu 720 Euro in der Anlage N in Zeile 26 ein. Wenn die Zahlungen, die Sie steuerfrei erhalten haben, den Ehrenamtsfreibetrag übersteigen, tragen Sie den übersteigenden Betrag als Arbeitslohn in Zeile 20 der Anlage N ein.

    Möglich wäre auch, die Einnahmen als sonstige Einkünfte gemäß Paragraf 22 EStG zu versteuern. Diese wären dann in der Anlage SO einzutragen.

    Weitere Tipps zum Steuersparen

    Kombination von Ehrenamtsfreibetrag und Übungsleiterpauschale – Üben Sie unterschiedliche Ehrenämter aus, die gesondert vergütet werden, können Sie zusätzlich zur Übungsleiterpauschale auch von der Ehrenamtspauschale profitieren. Das ist dann zum Beispiel der Fall, wenn Sie als Trainer für einen Sportverein tätig sind und außerdem dessen Kasse verwalten.

    Kombination von Ehrenamtspauschale und Minijob – Anspruch auf die Ehrenamtspauschale haben Sie auch, wenn Sie geringfügig beschäftigt sind. Den Freibetrag können Sie sich entweder blockweise zum Beschäftigungsbeginn oder am Anfang des Jahres auszahlen lassen. Oder Sie teilen ihn auf und stocken Ihr Minijobgehalt um 60 Euro monatlich auf.

    Aufwendungsersatz – Unabhängig davon, ob Sie für Ihr Ehrenamt Geld bekommen oder nicht, haben Sie per Gesetz immer Anspruch darauf, Aufwendungen für das Ehrenamt ersetzt zu bekommen. Dabei geht es beispielsweise um Reisekosten, Gebühren für Telefongespräche oder Materialkosten.

    Aufwands- und Rückspende – Wenn Sie als ehrenamtlicher Mitarbeiter kein Geld von Ihrer Organisation annehmen möchten, können Sie eine Verzichtserklärung aussprechen. Damit Sie diese Aufwandsspende als Sonderausgabe absetzen können, müssen Sie jedoch einige Bedingungen erfüllen. Wichtig ist, dass Ihnen eine Bezahlung ernsthaft angeboten wurde und Sie nicht von vorneherein darauf verzichten sollten. In einer schriftlichen Vereinbarung muss stehen, dass Sie Anspruch auf Ersatz Ihrer Aufwendungen haben, auf den Sie jedoch freiwillig verzichten. Nachträglich ausgestellte Bescheinigungen erkennen die Finanzämter in der Regel nicht an.

    Bislang galt: Wird die Ehrenamtspauschale, die Übungsleiterpauschale oder ein anderer Aufwendungsersatz regelmäßig – meist monatlich – gezahlt, muss auch im Fall einer Rückspende der Verzicht regelmäßig erklärt werden, und zwar bisher alle drei Monate. Nun hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben vom 24. August 2016 festgelegt, dass hierfür eine jährliche Verzichtserklärung genügt (Az. IV C 4 – S 2223/07/0010 :007).

    Von einer Rückspende spricht man, wenn das Geld zunächst ausbezahlt wurde und Sie es danach an die Organisation spenden. Der Verein, für den Sie tätig sind, stellt dafür eine Spendenbescheinigung aus. Diesen Betrag geben Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung an – und zwar auf Seite 2 des Mantelbogens ab Zeile 45.

    Werbungskosten absetzen

    Im eingeschränkten Umfang dürfen Sie die Aufwendungen für Ihr Ehrenamt als Werbungskosten absetzen. Heben Sie alle Quittungen auf und führen Sie gegebenenfalls ein Fahrtenbuch, um Ihre Fahrtkosten und weitere Aufwendungen belegen zu können.

    Rückspende – Wenn Sie als ehrenamtlicher Mitarbeiter kein Geld von Ihrer Organisation annehmen möchten, können Sie die ausgezahlte Aufwandspauschale direkt als Rückspende zurückgeben. Der Verein, für den Sie tätig sind, stellt Ihnen dafür eine Spendenbescheinigung aus. Diesen Betrag geben Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung an – und zwar auf Seite 2 des Mantelbogens ab Zeile 45. Dies senkt Ihre Steuerlast. Aber zuvor benötigen Sie eine schriftliche Vereinbarung. Darin muss stehen, dass Sie tatsächlich Anspruch auf Ersatz Ihrer Aufwendungen haben, auf den Sie jedoch verzichten. Nachträglich ausgestellte Bescheinigungen erkennen die Finanzämter in der Regel nicht an.

    Aufwendungsersatz – Unabhängig davon, ob Sie für Ihr Ehrenamt Geld bekommen oder nicht, haben Sie per Gesetz (§ 27 BGB) immer Anspruch darauf, Aufwendungen für das Ehrenamt ersetzt zu bekommen. Dabei geht es beispielsweise um Reisekosten, Gebühren für Telefongespräche oder Materialkosten.

    Werbungskosten – Falls Ihre Aufwendungen nicht erstattet wurden, die Ihnen im Rahmen des Ehrenamts entstanden sind, ist in eingeschränktem Umfang der Abzug von Werbungskosten oder Betriebsausgaben möglich. Grundsätzlich dürfen Ausgaben, soweit sie mit steuerfreien Einnahmen in unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, nicht als Werbungskosten abgezogen werden (§ 3c EStG).

    Es gibt im Einkommensteuergesetz jedoch eine Ausnahmeregelung (§ 3 Nr. 26a.3 EStG): Überschreiten die Einnahmen den steuerfreien Betrag, dürfen die mit dem Ehrenamt in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Ausgaben nur insoweit als Werbungskosten abgezogen werden, als sie den Betrag der steuerfreien Einnahmen übersteigen.

    Ob mit „steuerfreier Betrag“ die tatsächlich steuerfrei ausgezahlte Vergütung oder der Freibetrag von 720 Euro gemeint ist, ist umstritten und noch nicht höchstrichterlich geklärt. Finanzämter fordern, dass für einen Werbungskostenabzug sowohl die Einnahmen aus der Tätigkeit als auch die jeweiligen Ausgaben über 720 Euro liegen müssen. Einige Finanzgerichte sehen das anders und stellen darauf ab, dass der die steuerfreien Einnahmen überschießende Ausgabenbetrag abzugsfähig ist. Manche der Gerichte vertreten zudem die Ansicht, dass es auf das Überschreiten des Freibetrags nicht ankomme.

    Faktisch möglich ist jedenfalls, dass Ausgaben dazu führen können, dass Sie aus Ihrer Ehrenamtstätigkeit einen Verlust erwirtschaften und dieser mit den positiven Einkünften – beispielsweise dem Lohn als Angestellter – verrechnet wird. Konsequenz: Falls Sie als Arbeitnehmer bereits die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro ausschöpfen, mindern die Werbungskosten aus Ihrem Ehrenamt insgesamt die Einkommensteuer des betreffenden Jahres.

    Im Ratgeber Übungsleiterpauschale finden Sie einige Berechnungsbeispiele, die aus Urteilen von Finanzgerichten stammen. Zudem nennen wir dort die Aktenzeichen der Urteile zur Übungsleiterpauschale.

    Werbungskostenpauschale – Eine Hausfrau, die als einzige Einnahme 1.720 Euro für ihre nebenberufliche Tätigkeit als angestellte Pflegerin in einem gemeinnützigen Tierheim erhält, muss darauf keine Steuern zahlen. Denn zusätzlich zum Ehrenamtsfreibetrag von 720 Euro kann sie noch 1.000 Euro Arbeitnehmer-Pauschbetrag geltend machen. Falls das Tierheim Lohnsteuer einbehalten hat, kann sie sich diese mit der Steuererklärung zurückholen.

    Freigrenze bei sonstigen Einkünften – Die Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit könnten als „sonstige Einkünfte“ qualifiziert werden.

    Beispiel: Ein nebenberuflich tätiger Amateur-Schiedsrichter bekommt im Jahr 900 Euro. Zunächst ist die Ehrenamtspauschale von 720 Euro davon abzuziehen. Die verbleibenden 180 Euro liegen unter der Freigrenze von 256 Euro, die Paragraf 22 Nummer 3 Satz 2 Einkommensteuergesetz vorsieht. Bis 256 Euro im Jahr darf jeder Steuerpflichtiger steuerfrei einnehmen. Ergebnis: Der Schiedsrichter muss auf die 900 Euro keine Steuern zahlen.

    Mehr dazu im Ratgeber Steuererklärung

    Experte für Steuern

    Das Wichtigste zur Einkommensteuer:

    • Welche Formulare Sie bis wann ausfüllen müssen.
    • Wer eine Steuererklärung abgeben muss – und wer sollte.
    • Welche Ausgaben die Steuern mindern.

    Weitere hilfreiche Ratgeber:

    Ausführungen zu steuerfreien Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit aus Sicht der Finanzverwaltung finden Sie in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 21. November 2014.

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Experte für Steuern

    Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter [email protected] .

    freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

    Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.

    Источники: http://www.ehrenamt-deutschland.org/verguetung-aufwandsentschaedigung/ehrenamtspauschale.html, http://www.ehrenamt-deutschland.org/verguetung-aufwandsentschaedigung/ehrenamtspauschale.html, http://www.finanztip.de/ehrenamtspauschale/

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