Steuerkarte online

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    FAQ zur elektronischen Lohnsteuerkarte / ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM)

    Die Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 1. Januar 2013 durch das Verfahren der Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt. Bei den ELStAM handelt es sich um die Angaben, die bisher auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen wurden (zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal). Mit der erstmaligen Anwendung der ELStAM in 2013 wurde das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Seitdem Ihr Arbeitgeber das elektronische Verfahren nutzt, werden steuerlich bedeutsame Änderungen nach ihrer Eintragung im Melderegister (zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder Kirchenaustritt) automatisch für Ihren Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

    Warum wurde die Lohnsteuerkarte abgeschafft?

    Die Lohnsteuerkarte war bislang ein unverzichtbares Mittel, um dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Mit der Produktion, Versendung und Verwaltung der Lohnsteuerkarten war immer ein hoher Aufwand verbunden. Durch den technischen Fortschritt lässt sich die Bereitstellung der notwendigen Informationen besser organisieren. Durch die Umstellung auf das elektronische Verfahren wurde das Lohnsteuerabzugsverfahren schneller, sicherer und effizienter. Die bisherige Lohnsteuerkarte war daher nicht mehr notwendig.

    Welche Daten umfassen die ELStAM?

    ELStAM steht für ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale. Dabei handelt es sich um die Angaben, die letztmals auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte 2010 standen:

    • Steuerklasse,
    • Faktor (bei Steuerklasse IV),
    • Kirchensteuermerkmal,
    • Kirchensteuermerkmal des Ehepartners/Lebenspartners,
    • Zahl der Kinderfreibeträge,
    • Frei- und Hinzurechnungsbetrag.

    In späteren Ausbaustufen werden hinzukommen:

    • auf Antrag des Arbeitnehmers die Höhe der privaten Krankenversicherungs- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge für die Dauer von zwölf Monaten,
    • auf Antrag des Arbeitnehmers oder Arbeitgebers die Mitteilung über nach Doppelbesteuerungsabkommen steuerfreien Arbeitslohn.

    Was benötigt mein Arbeitgeber für die Lohnabrechnung von mir?

    Anstelle der Lohnsteuerkarte benötigt Ihr Arbeitgeber nur noch einmalig Ihre steuerliche Identifikationsnummer, Ihr Geburtsdatum sowie eine Auskunft darüber, ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt.

    Wo finde ich meine steuerliche Identifikationsnummer?

    Ihre steuerliche Identifikationsnummer wurde Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern ( BZS t) schriftlich mitgeteilt und ist bereits auf Ihrer Lohnsteuerkarte 2010, auf einer entsprechenden Ersatzbescheinigung oder auf Einkommensteuerbescheiden Ihres Finanzamts aufgedruckt. Zusätzlich ist Ihr Arbeitgeber ab dem 01. Juli 2013 verpflichtet, die Identifikationsnummer auf der Lohnabrechnung auszuweisen.

    Verfügen Sie nicht mehr über Ihre Identifikationsnummer (zum Beispiel Anschreiben ist nicht mehr auffindbar), haben Sie die Möglichkeit, beim Bundeszentralamt für Steuern die Übersendung eines Schreibens mit der Identifikationsnummer erneut zu veranlassen. Auf den Internetseiten des BZS t steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung. Die Nutzung dieses Formulars beschleunigt die Bearbeitung.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen die IdNr. aus datenschutzrechtlichen Gründen nur per Brief mitgeteilt werden kann. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.identifikationsmerkmal.de . Das neue Mitteilungsschreiben wird Ihre im BZS t gespeicherte Anschrift versendet. Ansprechpartner ist grundsätzlich das BZS t, das Finanzamt kann die Identifikationsnummer aber ebenso schriftlich mitteilen.

    Anschrift des Bundeszentralamts für Steuern:

    Bundeszentralamt für Steuern

    Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert?

    Es werden keine zusätzlichen persönlichen Daten erhoben. Bei der Finanzverwaltung werden nur die steuerrechtlichen Informationen gespeichert, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren sowie die melderechtlichen Daten, die wie bisher von den Gemeinden an die Finanzverwaltung übermittelt werden (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Die steuerlichen Informationen werden auch als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.

    Welche aktuellen ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie jederzeit über das ElsterOnline-Portal abrufen. Dazu ist eine Authentifizierung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer im ElsterOnline-Portal notwendig.

    Darüber hinaus ist Ihr zuständiges Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte zu Ihren gespeicherten ELStAM.

    Wie werden dem Arbeitnehmer seine ELStAM mitgeteilt?

    Die erstmalig gebildeten Lohnsteuerabzugsmerkmale wurden den Arbeitnehmern im Herbst 2011, in Form eines gesonderten Anschreibens durch das zuständige Finanzamt mitgeteilt. Alle künftigen Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale sind aus der Lohnabrechnung des Arbeitgebers ersichtlich und gelten damit als bekannt gegeben. Auskünfte zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen erteilt auch das zuständige Finanzamt . Jeder Arbeitnehmer kann seine persönlichen ELStAM auch im ElsterOnline-Portal abfragen. Voraussetzung hierfür ist eine kostenlose Registrierung mit Identifikationsnummer. Einzelheiten zur Registrierung finden Sie hier

    Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich dem Finanzamt anzeigen?

    Grundsätzlich gilt, dass alle antragsgebundenen Merkmale und Freibeträge jährlich neu zu beantragen sind. Den entsprechenden Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung können Sie für das Folgejahr ab Oktober des laufenden Jahres beim zuständigen Finanzamt stellen. Änderungsanträge für das laufende Kalenderjahr können nur bis zum 30. November gestellt werden. Änderungen, die im Dezember eintreten, können somit nicht mehr im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren des laufenden Kalenderjahres berücksichtigt werden.

    Sie haben eine Anzeigepflicht, wenn

    • bei Ihnen die Voraussetzung für eine ungünstigere Steuerklasse eingetreten ist (zum Beispiel die Eintragung der Steuerklasse I, weil Sie sich getrennt haben und seit dem „dauernd getrennt leben“ und somit die Voraussetzung für die Steuerklasse III ab dem auf die Trennung folgenden Jahr weggefallen ist).
    • eine geringere Zahl der Kinderfreibeträge zu berücksichtigen ist.
    • die Voraussetzungen für eine bescheinigte Steuerklasse II entfallen sind.

    Ändern sich Ihre Verhältnisse in der Art, dass ein bisher eingetragener Freibetrag verringert oder gestrichen werden muss (z. B. geringere Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Verringerung eines Verlustes aus Vermietung und Verpachtung), kann dies ohne eine Korrektur zu erheblichen Nachzahlungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung führen. Sie sind daher verpflichtet, eine Herabsetzung des Freibetrags dem Finanzamt anzuzeigen.

    Freibeträge können für längstens zwei Kalenderjahre ab Beginn des Kalenderjahres, für das diese erstmals gelten oder geändert werden, beantragt werden.

    Ein Pauschbetrag für behinderte Menschen und Hinterbliebene muss nur dann neu beantragt werden, wenn er nicht bereits gewährt wurde und sich der Grad der Behinderung bzw. die Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises geändert hat. Auch Kinderfreibeträge für minderjährige Kinder müssen nicht neu beantragt werden, da diese (anders als bei volljährigen Kindern) automatisch berücksichtigt werden.

    Wer kann meine Daten abrufen und welchen Einfluss habe ich darauf?

    Nur Ihr aktueller Arbeitgeber (Hauptarbeitgeber) ist zum Abruf der ELStAM berechtigt. Haben Sie mehr als einen Arbeitgeber, dürfen auch alle weiteren Arbeitgeber (Nebenarbeitgeber) die für die Lohnsteuerberechnung erforderlichen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht nur ein Teil der ELStAM zum Abruf zur Verfügung (Steuerklasse 6, Kirchensteuerabzugsmerkmale und gegebenenfalls ein Freibetrag).

    Sie können selbst bestimmen, welchem Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon ausgeschlossen sein sollen (Positivliste/Teilsperrung/Vollsperrung). Den dafür erforderlichen Antrag (ELStAM – Änderung Lohnsteuerabzugsmerkmale) können Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen.

    Hat der aktuelle Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach Steuerklasse 6 zu besteuern.

    Ist der Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob die ELStAM korrekt sind?

    Nein. Der Arbeitgeber ist an die mitgeteilten ELStAM gebunden. Sollten die ELStAM unzutreffend sein, können diese nur nach Antrag des Arbeitnehmers vom/über das Finanzamt geändert werden.

    Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer aber (insbesondere vor erstmaliger Anwendung der ELStAM) auf ihm bekannt gewordene Abweichungen zwischen den Eintragungen im Lohnkonto und den abgerufenen ELStAM hinweisen.

    Wozu benötigt mein Arbeitgeber diese Daten?

    Ihr Arbeitgeber benötigt diese Daten (Lohnsteuerabzugsmerkmale) ausschließlich für die Berechnung und Abführung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags sowie gegebenenfalls der Kirchensteuer.

    Ist der Arbeitgeber berechtigt, die IdNr. des Arbeitnehmers beim Finanzamt abzufragen?

    Nein. Die IdNr. kann ausschließlich über den Arbeitnehmer erlangt werden.

    Wo beantrage ich, dass keine Kinderfreibeträge ausgewiesen werden?

    Durch den Abruf der ELStAM des Arbeitnehmers bei der Finanzverwaltung erhält der Arbeitgeber auch Auskünfte über die Anzahl der Kinderfreibeträge des Arbeitnehmers. Dies kann jedoch auf Wunsch unterdrückt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt .

    Was muss ich tun, wenn ich feststelle, dass meine ELStAM fehlerhaft sind?

    Sollten Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Hinzurechnungsbetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal, Faktor) von Ihrer vorherigen Lohnabrechnung abweichen und sollte diese Abweichung nicht auf einer Änderung Ihrer persönlichen Lebensverhältnisse beruhen (zum Beispiel Heirat, Scheidung, Geburt eines Kindes), wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt.

    Soweit der Fehler dort aufgrund der Meldedaten technisch nicht richtig gestellt werden kann, stellt Ihnen Ihr Finanzamt eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber aus und sperrt die elektronische Abrufmöglichkeit des Arbeitgebers. Damit ist bis zur Beseitigung des technischen Problems der richtige Lohnsteuerabzug gewährleistet.

    Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

    So funktioniert Elstam

    • Zuletzt aktualisiert: 21. November 2016
    • Von: Ludwig Heinz

    Das sollten Sie wissen

    • Die Elektronischen Lohnsteuermerkmale, kurz Elstam, haben die Lohnsteuerkarte ersetzt.
    • Zum Datensatz gehören Ihre Steuerklasse, die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge, ob Sie Kirchensteuer zahlen und gegebenenfalls Ihr Freibetrag.
    • Ihr Arbeitgeber kann Ihre Daten elektronisch abrufen. Die beim Bundeszentralamt für Steuern gespeicherten Informationen sind verbindlich.
    • Bei einem Jobwechsel müssen Sie keine Lohnsteuerkarte mehr abgeben, sondern nur noch Ihre Steueridentifikationsnummer, Ihr Geburtsdatum und möglicherweise einen Lohnsteuerfreibetrag angeben.

    Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Seit 2013 hat die alte Lohnsteuerkarte aus Karton endgültig ausgedient: Arbeitgeber und Finanzamt stützen sich auf die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, kurz Elstam. Dieses Verfahren ist praktisch eine elektronische Lohnsteuerkarte.

    Elstam hat vor allem für Arbeitgeber zu organisatorischen Änderungen geführt. Es bringt allerdings auch für Arbeitnehmer Veränderungen mit sich: Wenn sich Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale ändern, ist zum Beispiel nicht mehr das Einwohnermeldeamt, sondern das Finanzamt Ihres Wohnorts dafür zuständig. Wollen Sie als Arbeitnehmer die Steuerklasse wechseln oder einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen, müssen Sie sich nun ebenfalls an das Finanzamt wenden. Änderungen melderechtlicher Daten hingegen, zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder -austritt, müssen Sie aber nach wie vor durch das Einwohnermeldeamt vornehmen lassen.

    Helfer für die Steuererklärung

    Das sind die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale

    Bei den Elstam handelt es sich um die Informationen, die früher auf der Vorderseite Ihrer Lohnsteuerkarte aus Karton zu finden waren:

    • Steuerklasse
    • Kirchensteuermerkmal
    • Zahl der Kinderfreibeträge
    • Lohnsteuerfreibetrag

    Diese Daten sind beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert und können vom Arbeitgeber per Computer abgerufen werden. Für den Arbeitgeber sind grundsätzlich nur noch die elektronisch gespeicherten Daten verbindlich: Sie sind für die Dauer des Arbeitsverhältnisses von ihm anzuwenden. Änderungen, beispielsweise ein Wechsel der Steuerklasse des Arbeitnehmers, stellt die Finanzverwaltung dem Arbeitgeber zur Verfügung. Mit der entsprechenden Software können nicht nur Daten abgerufen werden, sie aktualisieren sich nach Änderungen auch automatisch. Ihr Arbeitgeber muss also selbst nichts weiter tun.

    Um die Elstam seiner Arbeitnehmer abrufen zu können, müssen sich Arbeitgeber für das Elster-Onlineportal registrieren. In der Regel besteht eine solche Anmeldung schon, weil dieser Weg für die Übermittlung von Lohnsteuerbescheinigungen bereits seit Längerem gesetzlich vorgeschrieben ist. Werden diese Aufgaben durch einen Steuerberater oder einen anderen Dienstleister wahrgenommen, erfolgt der Abruf der Daten über dessen Registrierung. In diesen Fällen ist die Registrierung des Arbeitgebers nicht erforderlich.

    Was Sie beim Jobwechsel beachten müssen

    Wenn Sie eine neue Stelle antreten, brauchen Sie zu Beginn dem Arbeitgeber nur folgende Informationen geben:

    • Ihr Geburtsdatum
    • Ihre Steueridentifikationsnummer
    • Ob es sich um ein Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt
    • Ob und in welcher Höhe ein Lohnsteuerfreibetrag besteht

    Mithilfe dieser Angaben kann Ihr neuer Arbeitgeber Sie in der Elstam-Datenbank anmelden. Daraufhin erhält er vom Bundeszentralamt für Steuern eine sogenannte Anmeldebestätigungsliste mit Ihren aktuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Damit kann Ihr neuer Arbeitgeber den individuellen Lohnsteuerabzug für Sie vornehmen.

    Wer die Daten abrufen kann

    Informationssperre

    Hat ein Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach der ungünstigsten Steuerklasse VI zu besteuern.

    Nur Ihr aktueller Hauptarbeitgeber ist zum Abruf der Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale berechtigt. Haben Sie weitere Arbeitgeber, können auch diese die für die Lohnsteuerberechnung notwendigen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht aber nur ein Teil der Elstam zur Verfügung, nämlich der mögliche Abzug von Kirchensteuer, gegebenenfalls ein Freibetrag und die Steuerklasse VI, die Sie automatisch für jeden Arbeitgeber außer dem Hauptarbeitgeber zugewiesen bekommen.

    Sie selbst können in einer Positivliste festlegen, welchem Ihrer Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon teilweise oder ganz ausgeschlossen sein sollen. So können Sie sicherstellen, dass nur das über Sie bekannt wird, was Ihr Arbeitgeber auch tatsächlich für Ihre Lohnabrechnung braucht. Einen Antrag müssen Sie beim für Sie zuständigen Finanzamt stellen.

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    So nutzen Sie Ihr Auskunftsrecht

    Auskünfte darüber, welche Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale beim Bundeszentralamt für Steuern für Sie gespeichert sind und welche Arbeitgeber sie in den letzten zwei Jahren abgerufen haben, erhalten Sie im Elster-Onlineportal. Dazu müssen Sie zwecks Registrierung Ihre Steuer-ID eingeben. Sie finden Ihre Daten meistens auch auf Ihrer Gehaltsabrechnung, sodass sie die Informationen abgleichen können. Darüber hinaus können Sie Auskünfte bei Ihrem zuständigen Finanzamt einholen.

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    Artikel verfasst von

    ehemaliger freier Finanztip-Mitarbeiter

    Ludwig Heinz hat als freier Finanztip-Redakteur zu Themen rund um Verbraucherfinanzen geschrieben. Zuletzt arbeitete er als Teamleiter Anlagestrategie für Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien in Frankfurt, davor als Ressortleiter Wirtschaft und Politik bei der Anlegerzeitschrift Börse Online in München. Zudem war er in unterschiedlichen Positionen für mehrere Banken tätig, überwiegend im Research. Ludwig Heinz studierte nach einer Bankausbildung Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in München.

    Lohnsteuerkarte beantragen: alles, was man wissen muss!

    Auf der Lohnsteuerkarte wurden bis vor einigen Jahren alle personenbezogenen Daten eingetragen, die der Arbeitgeber für die Zahlung der Lohnsteuer benötigte. Das war allerdings mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden, da man tausende von Karten herstellen, verschicken und verwalten musste. Mit dem technischen Fortschritt und der zunehmenden Digitalisierung lassen sich die benötigten Daten heute allerdings besser elektronisch verwalten – daher wurde die Lohnsteuerkarte Anfang 2013 abgeschafft.

    Lohnsteuerkarte aus Pappe beantragen? Die gibt es nicht mehr!

    Die alte Lohnsteuerkarte aus Pappe gibt es seit dem 01. Januar 2013 nicht mehr. Allerdings wird natürlich auch weiterhin Lohnsteuer erhoben. Die dazu erforderlichen Daten werden aber nicht mehr auf einer Karte gespeichert, sondern von einem elektronischen papierlosen Verfahren verwaltet: Alle Daten für den Lohnsteuerabzug (sowie die Kirchensteuersteuer und den Solidaritätszuschlag) werden heute in der Datenbank ELStAM (Elektronische Lohnsteuer-Abzugsmerkmale) des Bundeszentralamts für Steuern gespeichert.

    Konkret heißt das: Ihr müsst keine Lohnsteuerkarte beantragen.Stattdessen teilt ihr eurem Arbeitgeber bei Beginn des Arbeitsverhältnisses eure Steuer-Identifikationsnummer und euer Geburtsdatum mit.

    Der Arbeitgeber teilt diese Daten (Im Fachjargon: Lohnsteuerabzugsmerkmale) dann dem Bundeszentralamt für Steuern mit und trägt sie in euer Lohnkonto ein. Das ist für euch wesentlich bequemer, als wie früher eine Lohnsteuerkarte selbst beim Amt zu beantragen. Dazu kommen weitere organisatorische Vorteile: Mit dem Ende der körperlichen Lohnsteuerkarte entfallen hohe Verwaltungskosten und -arbeiten bei den Meldebehörden, Arbeitgebern sowie Arbeitnehmern.

    Wir haben nachgefragt:

    Elektronische Abrechnung in der ELStAM-Datenbank

    Das Ende der alten Lohnsteuerkarte hat zur Folge, dass Arbeitgeber seit 2013 grundsätzlich dazu verpflichtet sind, Löhne und Gehälter elektronisch abzurechnen. Außerden bekommt der Arbeitnehmer seine Lohnsteuermerkmale nicht mehr von der Meldebehörde einmal im Jahr auf Pappe zugesandt. Diese stehen jetzt unter der jeweiligen persönlichen steuerlichen Identifikationsnummer in der ELStAM-Datenbank. Zu den Lohnsteuermerkmalen zählen die folgenden Daten des Arbeitnehmers:

    • Steuerklasse
    • Anschrift
    • Geburstdatum
    • Faktoren bei Ehepaaren in der Steuerklasse IV
    • Religionszugehörigkeit
    • Zahl der Kinderfreibeträge
    • Behindertenpauschbeträge
    • Lohnsteuerfreibeträge

    Verantwortlich für die Verwaltung dieser Merkmale ist das jeweilige Finanzamt: Die Behörde ist zuständig für Neuausstellung, Änderungen an der Steuerklasse, Religionszugehörigkeit, Namen, Kinderzahl und Wohnsitz sowie für das Eintragen von Frei- und Hinzurechnungsbeiträgen.

    Lohnsteuer mit Steueridentifikationsnummer verwalten: so geht’s

    Anstatt eine Lohnsteuerkarte zu beantragen, müsst ihr als Arbeitnehmer heute die folgenden Schritte ausführen, sobald ihr eine neue Beschäftigung antretet:

    1. Beginnt das neue Arbeitsverhältnis, muss der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber nur noch seine Steueridentifikationsnummer sowie sein Geburtsdatum mitteilen.
    2. Außerdem müsst ihr angeben, ob es sich bei diesem Arbeitsverhältnis um die Hauptbeschäftigung (Steuerklassen I, III, IV) oder eine Nebenbeschäftigung (Steuerklasse VI) handelt.
    3. Wichtig: Verwechselt nicht die Steuer-ID mit der Steuernummer.

    Hat sich der Arbeitgeber authentifiziert, kann er die Steuermerkmale des Arbeitnehmers anschließend aus der ELStAM-Datenbank abrufen. Diese Berechtigung entfällt mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Mit dem Finanzamtsformular „Antrag zu den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen ELStAM“ kann der Arbeitnehmer und Lohnsteuerpflichtige einzelne berechtigte Arbeitgeber benennen oder auch ausschließen.

    Steuermerkmale herausfinden: Mit der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung

    Natürlich kann nicht nur der Arbeitnehmer eure Lohnsteuermerkmale abrufen – auch hier habt Zugriff auf diese Daten.

    • Die persönlichen Steuerabzugsmerkmale entnimmt der Arbeitnehmer am leichtesten seiner Lohn- oder Gehaltsabrechnung – der Arbeitgeber ist verpflichtet, die ELStAM-Daten dort auszuweisen.
    • Darüber hinaus könnt ihr auch das Finanzamt fragen oder die Daten im Elster-Onlineportal überprüfen.
    • Für das Elster-Portal benötigt ihr neben eurer Steuer-ID oder der Steuernummer ein elektronisches Zertifikat, das ihr dort auch beantragen könnt.
    • Dies macht wegen des Aufwandes meist nur dann Sinn, wenn ihr das Elster-Onlineportal auch für andere Möglichkeiten wie die fast papierlose Steuererklärung nutzt.

    Wie bisher fließen die persönlichen Daten – auch Änderungen im Laufe eines Jahres – z.B. die Zahl der Kinder, Religionszugehörigkeit, Geburt, Heirat, Todesfall oder Kircheneintritt oder –austritt über die Meldeämter in den jeweiligen Gemeinden in die Datei ein. Andere Merkmale, wie z. B. Lohnsteuerfreibeträge, kommen direkt vom Finanzamt. Das Wohnsitzfinanzamt ist auch für Änderungsanträge zuständig. Das Formular „Antrag auf Korrektur der . (ELStAM)“ gibt’s beim Finanzamt oder online beim Bundeszentralamt für Steuern im Formularcenter unter Lohnsteuer.

    Die geänderten Merkmale gehen dann an das Bundeszentralamt für Steuern, dieses stellt sie dem Arbeitgeber zur Verfügung. Leider kann die Änderung von Daten einige Zeit in Anspruch nehmen. Und nicht vergessen: Lohnsteuerfreibeträge müssen jährlich neu beantragt werden.

    Video: Ganz leicht zur Steuererklärung

    Weitere Links zum Thema Steuern

    Alles zu SteuerSparErklärung 2014

    Eigentlich ziemlich praktisch, dass man keine extra Pappkarte für die Lohnsteuer beantragen muss, oder?

    Источники: http://www.berlin.de/sen/finanzen/steuern/informationen-fuer-steuerzahler-/faq-steuern/artikel.16762.php, http://www.finanztip.de/elstam/, http://www.giga.de/downloads/steuersparerklaerung-2014/tipps/lohnsteuerkarte-beantragen-alles-was-man-wissen-muss/

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