Steuerklasse fünf

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    Steuerklasse 5

    Die Steuerklasse V ist das Pendant zu Steuerklasse III und kann nur von verheirateten Paaren in Anspruch genommen werden. Die Steuerklasse IV kann von einem Ehepartner nur dann gewählt werden, wenn der andere Ehepartner gleichzeitig die Steuerklasse III wählt. Die Steuerklasse V ist für sich genommen der für den Steuerzahler ungünstigsten Steuerklasse neben der Steuerklasse VI für Nebenverdiensttätigkeiten. Wählt der Ehepartner die Steuerklasse V, so kann er keinen Grundfreibetrag und kein Kinderfreibetrag geltend machen. Der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro und die vom Einkommen abhängige Vorsorgepauschale stehen dem Inhaber der Steuerklasse V jedoch nach wie vor zur Verfügung.

    Vorteile von Steuerklasse 5

    Die Vorteile der Steuerklasse V ergeben sich in der Kombination mit der Steuerklasse III des Ehepartners für die Gemeinschaft als Ganzes. Mit der Wahl der Kombination der Steuerklassen III und V werden der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag von dem Inhaber der Steuerklasse V auf den Ehepartner mit der Steuerklasse III übertragen. Für Letzteren gilt also ein verdoppelter Grundfreibetrag von 17.640 Euro. Mit dieser Kombination wird verdeutlicht, dass beide Ehepartner mit der Ehe auch eine Einkommensgemeinschaft eingegangen sind. Im Gegensatz zu den anderen Steuerklassen besteht hier die Möglichkeit, mit der klugen Aufteilung der Steuerklassen III und V die Steuerlast zu minimieren und das eigene monatliche Nettoeinkommen zu erhöhen. Da alle Freibeträge von dem Ehepartner mit der Steuerklasse V auf den Ehepartner mit der Steuerklasse III übertragen wurden, sollte Letzterer der Allein- oder Hauptverdiener in der Ehe sein. Als solcher profitiert er davon, dass die Steuerpflicht und mit ihr die Steuerprogression erst spät einsetzt. Der Ehepartner mit der Steuerklasse V verzichtet zwar auf diesen Vorteil, jedoch werden beide Ehepartner gemeinsam geringer besteuert, da das höhere Einkommen des Besserverdienenden prozentual mehr belastet wird als das eigene.

    Klasse 5 für Geringverdiener

    Die Steuerklasse V sollte deshalb der Ehepartner wählen, der selbst kein Arbeitnehmer ist oder weniger verdient. Es gilt meistens, dass die Vorteile der Steuerklasse III schon dann einsetzen, wenn der Ehepartner mindestens 60 Prozent zum gemeinsamen Einkommen oder mehr beiträgt. Der andere Ehepartner wählt entsprechend die Steuerklasse V, wenn der eigene Beitrag zum gemeinsamen Einkommen 40 Prozent oder weniger beträgt. Da die Steuerklasse V nur von verheirateten Paaren gewählt werden kann, kann keine Alleinerziehendenentlastung beantragt werden.

    Für wen gilt die Steuerklasse 5?

    Die Steuerklasse V kann gewählt werden, wenn mindestens der Ehepartner ein monatliches Mindesteinkommen von 450 Euro erhält. Das Ehepaar darf nicht dauernd getrennt leben, denn dann würden Sie wieder in Steuerklassen I beziehungsweise Steuerklasse II rutschen. Ist man selbst nicht erwerbstätig, so wird einem automatisch die Steuerklasse V und dem erwerbstätigen Ehepartner die günstigeren Steuerklasse III zugewiesen. Sind dagegen beide Ehepartner steuerpflichtig erwerbstätig, so können sie zwischen der Steuerklassenkombination III und V sowie der Steuerklassenkombination IV und IV (zuzüglich der Variante des Faktorverfahrens) wählen.

    Abzüge Steuerklasse 5

    • Die Steuerklasse 5 ist Ehepaaren vorbehalten.
    • Derjenige Ehepartner, der weniger verdient, erhält diese Steuerklasse, der andere die Steuerklasse 3.
    • In der Steuerklasse 5 sind weniger Abzüge möglich.
    • In der Steuerklasse 5 gibt es keinen Grundfreibetrag.
    • Ein Tausch der Steuerklassen kann für den Bezug von Elterngeld sinnvoll sein.

    Steuerklasse 5 gilt nur in Verbindung mit einem anderen Ehepartner, der in Steuerklasse 3 eingeordnet ist. Wer die Steuerklassenkombination 3 und 5 wählt, muss darauf achten, dass:

    • das Verhältnis des Gesamtgehalts in einem Jahr mindestens 60% zu 40% beträgt
    • derjenige mit dem geringeren Einkommen die Steuerklasse 5 wählt
    • sich die Jobsituation vorausschaubar nicht in kurzer Zeit ändert
    • Wenn sich bei einem Ehepaar mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 grundlegend etwas ändert wie bei einer Trennung oder einem Jobwechsel mit anderen Gehaltskonditionen kann ein Steuerklassenwechsel NICHT sofort erfolgen.

    Welche Abzüge gibt es in der Steuerklasse 5?

    Insgesamt drei Abzüge dürfen in der Steuerklasse 5 dazu genutzt werden, um die zu zahlende Lohnsteuer zu reduzieren. Die Steuerklassen 5 und 6 sind dabei die einzigen Steuerklassen, in denen es keinen Grundfreibetrag gibt. Die Grenze für die Lohnsteuer liegt im Jahr 2017 in der Steuerklasse 5 bei lediglich 1272,99 Euro – entsprechend klein sind die Freibeträge.

    Häufig gestellte Fragen zu den Abzügen in der Steuerklasse 5

    Wann ist die Kombination der Steuerklassen 3 und 5 sinnvoll?

    Gewöhnlich raten Experten dazu, dass Eheleute die Klassen 3 und 5 wählen sollten, wenn ein Partner wenigstens 60 Prozent zum gemeinsamen Einkommen beisteuert. Der Partner, der höchstens 40 Prozent verdient, wählt die Steuerklasse 5.

    In einem Fall, in dem die beiden Eheleute tatsächlich 60 zu 40 verdienen, kann es aber für die Lohnsteuer günstiger sein, die Steuerklasse 4 mit Faktor zu wählen. Dann ist eine Einzelfall-Prüfung vorzunehmen.

    Wann sollte man die Steuerklasse 5 aufgeben?

    Kompliziert wird es, wenn der Partner in der fünften Steuerklasse in absehbarer Zeit eine staatliche Transferleistung beziehen soll.

    • Arbeitslosengeld oder beispielsweise Elterngeld hängen vom letzten Netto-Gehalt ab. Deshalb wäre es eigentlich sinnvoll, die Klassen 3 und 5 aufzugeben bzw. zu tauschen, um so die Nettobezüge so erhöhen. Beim Elterngeld muss dieses allerdings 7 Monate vor Erstbezug geschehen.

    Allerdings zahlt der Partner in der Steuerklasse 3 in einem solchen Fall auch wesentlich mehr Lohnsteuer.

    Es ist ratsam, einen solchen Fall mit einem Steuerklassenrechner durchzuspielen, um die beste Lösung zu finden.

    Welche Voraussetzungen müssen für die Steuerklasse 5 vorliegen?

    Um die Kombination der Klassen 3 und 5 wählen zu dürfen, müssen die beiden Partner über eine Ehe bzw. eine eingetragene Lebenspartnerschaft verbunden sein.

    Zudem muss bei dem Partner von der Person, die Mitglied in der fünften Steuerklasse werden möchte, laut § 38b EStG die Steuerklasse 3 in der Lohnsteuerkarte eingetragen sein.

    Eine Kombination der Steuerklassen 4 und 5 ist also beispielsweise nicht möglich.

    Zudem bestimmt das Mitglied in der Steuerklasse 3 über die gemeinschaftliche Einstufung. Lässt sich dieses in die 4 umschreiben, zieht automatisch auch der Partner um.

    Steuerklassen 4/4 oder 3/5?

    Was Ehepaare bei der Wahl der Steuerklassen berücksichtigen sollten

    Ehepaare können sich entscheiden, in welchen Steuerklassen sie das Einkommen versteuern lassen. Im Kern geht es um die Frage, welche Variante für Ehepaare am besten ist. Eine allgemeingültige Antwort gibt es jedoch nicht.

    Aus welchen Steuerklassenkombinationen können Ehepaare wählen?

    Wer verheiratet ist, also nicht dauerhaft getrennt lebt, und ein Arbeitseinkommen erzielt, kann die Steuerklasse so auswählen, dass die Lohnsteuer möglichst gering ausfällt. Folgende Optionen haben Verheiratete:

    Dies gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften. Das Bundesverfassungsgericht hat im Juni 2013 entschieden, dass das Ehegattensplitting auch bei eingetragenen Lebenspartnerschaften zur Anwendung kommen muss.

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    Was es bei der Wahl der Steuerklassen zu berücksichtigen gilt

    Die Steuerklassenwahl hat unterschiedliche Besteuerung und Freibeträge zur Folge. Je nach Kombination aus den Steuerklassen 3 und 5 oder 4 und 4 ergibt sich für ein Ehepaar eine optimale Steuerlast. Allerdings ist zu beachten, dass die Feststellung der tatsächlich zu zahlenden Steuern im Rahmen der Einkommensteuererklärung am Jahresende erfolgt. Die über die monatlichen Gehaltsabrechnungen einbehaltene Lohnsteuer sagt nichts über die tatsächliche Steuerlast aus. Diese wird im Rahmen der gemeinsamen Steuererklärung ermittelt. Die Höhe der Jahressteuer wird auch nicht durch die Steuerklassenwahl beeinflusst.

    Steuerklassenkombination 3/ 5

    Diese Kombination lohnt sich bei Paaren mit größeren Gehaltsunterschieden oder Paaren in denen es einen Alleinverdiener gibt. Der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen erhält regelmäßig die Steuerklasse 5. Bei der Steuerklassenwahl 3 und 5 geht man davon aus, dass der in die Lohnsteuerklasse 3 eingestufte Ehepartner mindestens 60 Prozent des gemeinsamen Arbeitseinkommens erzielt. Für den in Steuerklasse 5 eingestuften Ehegatten rechnet man mit einem Einkommen von 40 Prozent und weniger vom Gesamteinkommen.

    In der Steuerklasse 5 ist der Abzug vom Lohn relativ gesehen höher als in den Steuerklassen 3 und 4. Der Grund liegt darin, dass der Grundfreibetrag, die Vorsorgepauschale und der Sonderausgaben-Pauschbetrag nicht berücksichtigt werden. Folglich fallen die angesprochenen Lohnersatzleistungen auch geringer aus. Bei der Steuerklassenkombination 3/5 besteht die Pflicht zur Einkommensteuerveranlagung, sprich am Ende des Jahres ist die Abgabe einer gemeinsamen Steuererklärung zwingend notwendig, wobei zu wenig oder zu viel gezahlte Steuern ausgeglichen werden. In der Steuerklasse 3 profitiert man im Gegenzug vom doppelten Abzug dieser Freibeträge.

    Grundsätzlich gilt für Ehepaare, bei denen beide Partner in etwa gleich viel verdienen, dass die Steuerklassen 4/4 sinnvoll sind. Bei dieser Steuerklassenkombination können Sie zur Erstattung zuviel gezahlter Steuern die Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen.

    Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer ist jedoch folgendes zu beachten: Das Finanzamt kann Einkommensteuer-Vorauszahlungen verlangen, wenn deutlich wird, dass Nachzahlungen zu leisten sind. Damit erfolgt eine Korrektur von zu geringen Lohnsteuern bereits unterjährig. Bei Wahl der Steuerklassen 4/4 wird eine Nachzahlung in der Regel vermieden.

    Die Abgabe einer gemeinsamen Steuererklärung ist bei dieser Kombination nicht zwingend notwendig.

    Steuerklassen 4/4 mit Faktorverfahren

    Seit 1. Januar 2010 gibt es eine neue Variante bei der Steuerklassenwahl, nämliche die Steuerklassenkombination 4/4 mit Faktor. Mit dem neuen Faktorverfahren sollen hohe Nachzahlungen an das Finanzamt vermieden werden. Dazu werden der Grundfreibetrag sowie die Wirkungen des Ehegattensplittings bereits beim Lohnsteuerabzug eingerechnet. Die monatliche Lohnsteuer ist somit nahe an der tatsächlichen Jahressteuer. Für das Faktorverfahren muss ebenfalls ein Antrag beim Finanzamt gestellt werden.

    Auswirkung der Steuerklassenwahl auf staatliche Leistungen wie Elterngeld oder Arbeitslosengeld

    Bei der Wahl der Steuerklasse sollte in jedem Fall zudem berücksichtigt, dass des Wahl auch Auswirkungen auf die Höhe verschiedener Lohnersatzleistungen hat. Die Wahl der Steuerklasse hat bspw. bei Eintritt von Arbeitslosigkeit auch Auswirkungen auf die Höhe des Arbeitslosengeldes. So erhält man bei der Veranlagung in Steuerklasse IV ein höheres Arbeitslosengeld als das bei Veranlagung in Steuerklasse V der Fall ist.

    Zu den Lohnersatzleistungen zählen Arbeitslosengeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Elterngeld und Mutterschaftsgeld sowie Leistungen aufgrund der Altersteilzeit. Wer also aufgrund der Steuerklasse 5 ein geringeres Nettoeinkommen aufweist, erhält im Leistungsfall geringere Ersatzleistungen.

    Weitere Tipps zur Wahl der Steuerklasse

    Die Steuerklassenwahl sollte wohl überlegt erfolgen. Das Bundesfinanzministerium bietet stets aktuelle Tabellen an, aus denen die Vorteilhaftigkeit der jeweiligen Steuerklassenkombinationen hervorgehen. Einen schnellen Überblick gibt Ihnen unser Steuerklassenrechner. Weitere Informationen, wie man die Steuerklasse wechseln kann und was man dafür benötigt, finden Sie unter „Steuerklassenwechsel“.

    Wer sich unsicher ist, welche Kombinationen für die eigene Situation die sinnvollste ist, sollte sich Rat bei einem Steuerberater oder bei einem Steuerhilfeverein einholen.

    Источники: http://www.steuerklassen.net/steuerklasse-5.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-5-abzuege/, http://www.cecu.de/steuerklassen-4-4-oder-3-5.html

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