Steuerklasse rechnen

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    Brutto und Netto bei Jahressonderzahlungen

    Jahressonderzahlungen sind zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Diese Sonderzahlungen werden vom Arbeitgeber zumeist ein oder zwei Mal jährlich gezahlt und können von Jahr zu Jahr auch variieren. Die Versteuerung von Jahressonderzahlungen erfolgt anders als bei einem normalen Bruttogehalt. Wie kann man die Jahressonderzahlung schnell mit einem Steuerrechner berechnen?

    Bei einer Jahressonderzahlung muss mit einem anderen Steuersatz gerechnet werden, sodass sich das Bruttogehalt für diesen Monat erhöht. Je nach Lohnsteuerklasse muss mit anderen Abzügen im Monat der Einmalzahlung gerechnet werden.

    Was sind Jahressonderzahlungen?

    Welche Sonderzahlungen leistet der Arbeitgeber? Zu den Jahressonderzahlungen gehören vor allem Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Der Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, Jahressonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld zu leisten. Zumeist berechnet der Arbeitgeber ein etwas geringeres Jahresgehalt, wenn Sonderleistungen gezahlt werden. Zu den Jahressonderzahlungen gehören Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Beim Weihnachtsgeld taucht dann häufig der Begriff 13. Gehalt auf.

    Sonderzahlung nach Tarif

    Es gibt eine tarifliche Regelung nach der Sonderzahlungen geleistet werden. Es gilt hier ein Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst, in dem eine Einmalzahlung für Ende des Jahres vorgesehen ist. Diese Sonderzahlung beträgt einen bestimmten Prozentsatz des Bruttogehalts.

    Versteuerung von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld

    Die auf die Jahressonderzahlung erhobenen Abgaben erscheinen hoch und es bleibt oft weniger Netto vom Brutto als erwartet. Tatsächlich wird die Steuer auf die Einmalzahlung in abweichender Weise von der üblichen monatlichen Berechnung auf das reguläre Gehalt ermittelt.

    Bei den sonstigen Bezügen, wie die Sonderzahlungen in der Lohnabrechnung heißen, wird die Lohnsteuer in verschiedenen Schritten berechnet. Die sonstigen Bezüge werden dabei im Verhältnis höher besteuert, weil die Jahrestabelle anstelle der Monatssteuertabelle eine Rolle spielt. Dies führt zu weniger Netto vom Brutto.

    • Spezielle Brutto Netto Online Rechner können berechnen, was vom sonstigen Bezug tatsächlich übrig bleibt. So kann man vorher entscheiden, wie viele Weihnachtsgeschenke man sich dieses Jahr vom Weihnachtsgeld leisten kann.

    Jahressonderzahlung: Versteuerung von Weihnachtsgeld Beispiel

    Ein Arbeitnehmer erhält ein reguläres Gehalt von 3.000 Euro bei Steuerklasse 1 und ein Weihnachtsgeld von zusätzlich 3.000 Euro, das im Dezember mit ausgezahlt wird.

    Versteuerung für Weihnachtsgeld als Beispiel:

    auf 6.000 Brutto (3.000 Gehalt + 3.000 sonstiger Bezug)

    Es verbleibt weniger Netto als vermutet, da der sonstige Bezug gut doppelt so hoch besteuert wird wie das normale Gehalt.

    Jahressonderzahlung: Die wichtigsten Fakten

    • Jahressonderzahlungen sind freiwillige Leistungen des Arbeitgebers
    • Zu den Jahressonderzahlungen gehören Urlaubs- und Weihnachtsgeld
    • Von einer Jahressonderzahlung bleibt häufig weniger Netto vom Brutto als gedacht
    • Der Brutto-Netto-Rechner hilft schnell zu ermitteln, wie viel von der Jahressonderzahlung übrig bleibt

    Jahressonderzahlungen: Die häufigsten Fragen

    Was sind Sonderzahlunge vom Arbeitgeber eigentlich?

    Sonderzahlungen werden auch deshalb Jahressonderzahlungen genannt, weil sie einmal jährlich ausbezahlt werden. Die Begriffe Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sind umgangssprachlich entstanden. Wer am Ende des Jahres eine Sonderzahlung vom Arbeitgeber erhält, kann diese gut für Mehrausgaben zu Weihnachten nutzen. Wer Mitte des Jahres eine Sonderzahlung erhält, kann diese gut für die große Urlaubszeit im Sommer nutzen.

    Muss ich auf Sonderzahlungen mehr Steuern zahlen?

    Insgesamt wird auf den Monat, in dem die Sonderzahlung erfolgt, ein höherer Steuersatz fällig, weswegen von der gleichen Summe brutto weniger netto bleibt. Das bedeutet, dass das zusätzliche Monatsgehalt höher besteuert wird.

    Muss Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber gezahlt werden?

    Prinzipiell sind Jahressonderzahlungen eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers. Es gibt allerdings im Öffentlichen Dienst einen Tarifvertrag, in dem Sonderzahlungen gesetzlich geregelt sind. Wer also als Beamter arbeitet, kann sich informieren, inwieweit ihm jährlich eine zusätzliche Zahlung zusteht.

    Einzelnachweise

    Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz

    Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein: Gesetz über die Gewährung jährlicher Sonderzahlungen

    Bundesministerium des Innern: Tarifvertrag Öffentlicher Dienst

    Brutto Netto und der Arbeitgeberanteil

    Wie hoch ist der Arbeitgeberanteil am Lohn? Nicht nur der Arbeitnehmer interessiert sich für die Höhe von Brutto und Netto bei der Lohnabrechnung. Auch der Arbeitgeber muss diese Werte kennen. Beide Größen stehen im Zusammenhang mit Kosten, die ihn über die Zahlung des Netto-Gehalts hinaus finanziell belasten.

    Die Rede ist vom Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung als einem Teil der Lohnnebenkosten. Die Bezugsgrößen Brutto und Netto spielen für den Arbeitgeber nicht nur bei den Gehaltsverhandlungen eine Rolle. Wichtig sind beide für die gesamte Kostenkalkulation auf Arbeitgeberseite, wenn es um seine Arbeitnehmer geht und so auch für die Sozialabgaben, an denen er sich zu beteiligen hat.

    Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

    Die Abgaben zur Sozialversicherung werden auf den Brutto-Lohn des Arbeitnehmers berechnet.

    Konkret zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des Rentenbeitrags in Höhe von 9,35 Prozent, die Hälfte zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 7,3 Prozent, einen Anteil zur Arbeitslosenversicherung in Höhe von 1,5 Prozent und einen Beitrag in Höhe von 1,275 Prozent zur Pflegeversicherung. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein in Höhe von 1,6 Prozent.

    Tabellarisch dargestellt teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge zur Sozialversicherung wie folgt:

    Zuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren 0,25 %

    Brutto Netto Rechner für Arbeitgeber

    Der Brutto Netto Rechner für den Arbeitgeberanteil rechnet die Sozialabgaben zusammen, die dann auf das Bruttogehalt aufzuschlagen sind. Dabei ist zum einen aus dem Brutto-Entgelt ein Netto-Gehalt zu ermitteln, das direkt an den Arbeitnehmer zu zahlen ist.

    Der Arbeitgeber investiert aber nicht nur das Netto-Entgelt in den Arbeitnehmer, sondern hat sich auch an den Sozialversicherungsbeiträgen zu beteiligen. Spezielle Online-Rechner können die mit einem Arbeitsverhältnis entstehenden Gesamtkosten vorab berechnen.

    Der Gesetzgeber verpflichtet ihn, den Arbeitnehmeranteil der auf das Brutto-Gehalt entfällt, einzubehalten und diesen zusammen mit seinem Anteil an den Sozialabgaben direkt an die staatlichen Träger abzuführen. Es ergeben sich als Gesamtlohnkosten so für ihn folgende Größen:

    • Bruttolohn für den Arbeitnehmer – einschließlich des Arbeitnehmeranteils der Abgaben
    • Rund die Hälfte der gesamten Sozialabgaben zusätzlich, diese hat der Arbeitgeber zu tragen

    Um sich über die zu erwartende Kostenbelastung pro Arbeitnehmer zu informieren, muss der Arbeitgeber also nicht nur den Bruttolohnbetrag kennen, sondern auch die Höhe der entsprechenden Sozialabgaben berechnen.

    Arbeitgeberbelastung Brutto und Netto – Grundsätzliches

    Das Netto-Gehalt ist für den Arbeitnehmer der um Lohnsteuer und Sozialabgaben bereinigte Bruttolohn. Für den Arbeitgeber hingegen ist die Bruttobelastung der mit dem Arbeitnehmer vereinbarte Bruttolohn zuzüglich des auf ihn entfallenden Anteils an den gesamten Sozialabgaben, da sich beide Parteien letztere fast teilen.

    • Ein Arbeitnehmer erhält einen Bruttolohn von 3.000 Euro in Steuerklasse 1.

    Die Beiträge der Sozialabgaben sind:

    = 620,25 Euro Lohnnebenkosten

    Der Arbeitgeber muss für seinen Angestellten also Kosten von 3.620,25 Euro einplanen.

    Arbeitgeberanteil beim Brutto Netto: Häufige Fragen

    Arbeitgeberanteil für Unternehmer

    Mit einem entsprechenden Online Brutto Netto Rechner kann der Arbeitgeber durch Eingabe von wenigen arbeitnehmerspezifischen Angaben seine Gesamtlohnkostenbelastung für den Angestellten oder Arbeiter berechnen.

    Spezielle Rechner für Unternehmer berechnen nach Eingabe des Brutto-Gehalts daraus auch den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben.

    Wie kann man Lohnnebenkosten sparen?

    Als Arbeitgeber stellt man sich bei den hohen Lohnnebenkosten für einen Angestellten die Frage: Wie kann man als Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil besser anlegen? Das ist beispielsweise mit einer sogenannten Entgeltumwandlung möglich. Hier investiert der Arbeitgeber in die Anlage einer betrieblichen Altersvorsorge. Der Arbeitnehmer selbst zahlt einen Teil seines Bruttogehalts in die betriebliche Altersvorsorge ein und muss auf ein geringeres Bruttogehalt Sozialabgaben zahlen – genau wieder Arbeitgeber. Sein Anteil an den Sozialabgaben verringert sich dadurch ebenfalls.

    Müssen für jeden Arbeitnehmer zusätzlich zum Bruttolohn Abgaben gezahlt werden?

    Der Bruttolohn, den der Arbeitgeber zahlen muss, deckt den Anteil der Sozialabgaben, die der Arbeitnehmer abführt – nicht den Anteil, den der Arbeitgeber zahlt. Das heißt, dass der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn ca. die Summe der Sozialabgaben, die der Arbeitnehmer zahlt, auch noch auf den Bruttolohn zuschlagen muss.

    Ist der Arbeitgeberanteil auf der Lohnabrechnung zu sehen?

    Auf der Lohnabrechnung ist nicht verzeichnet, wie hoch der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben ist. Da sich Arbeitnehmern und Arbeitgeber die Sozialabgaben fast genau zur Hälfte teilen, kann man ganz einfach den Arbeitgeberanteil berechnen: Dazu muss man lediglich die Sozialabgaben Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Rentenversicherung zusammenrechnen und hat dann die Summe, die der Arbeitgeber an Sozialleistungen übernimmt.

    Steuerklassenrechner 2018 – Berechnen Sie Ihre optimale Steuerklasse

    Wenn zwei Menschen heiraten, steht ihnen eine Wahlmöglichkeit bezüglich der Steuerklassen offen. Je nach der Kombination innerhalb des Ehepaares werden andere Regeln der Berechnung genutzt. Durch die Zusammenlegung von Freibeträgen oder strikte Trennung der Einkommen kann je nach Einkommensunterschied gespart werden. Mit unserem Steuerklassenrechner können Sie erfahren, welche Kombination in Ihrem Fall die Günstigste ist.

    Der Rechner wird geladen .

    So funktioniert der Steuerklassenrechner

    Zunächst geben Sie für beide Ehepartner das Bruttoeinkommen im Rechner an. Die dann folgenden Einträge sind die Haupteinflussfaktoren für die Berechnung der für das jeweilige Einkommen zu zahlenden Lohnsteuer. Für beide Partner ermittelt der Rechner sodann anhand der Angaben die monatliche Lohnsteuer für die unterschiedliche Steuerklassen. Dabei werden genau jene Steuerklassen berücksichtigt, die bei einer Zusammenveranlagung möglich sind, nämlich Steuerklasse III, IV und V. Die wiederum möglichen Kombinationen dieser Steuerklassen werden aufgelistet und der gemeinsame monatliche Steueraufwand in Relation gesetzt.

    Die Eingaben

    Neben der Angabe des des Steuerjahrs und des Bruttoeinkommens für beide Ehepartner, können für die Berechnung der monatlichen Lohnsteuer folgende, die Steuer beeinflussende Eingaben gemacht werden.

    Das Geburtsjahr

    Wer vor Beginn eines Jahres 64 ist, hat ab diesem Jahr Anspruch auf den Altersentlastungsfreibetrag. Dieser betrug 2005 40% des Lohnes aber max. 1.900 Euro. Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vom Juli 2004 wird dieser Freibetrag ab 2005 jedes Jahr kontinuierlich gekürzt (2006: 38,4% und max. 1864 Euro) bis 2040 dieser Freibetrag ganz entfällt. Da Bestandsschutz besteht, ist zukünftig für die Höhe des Freibetrages das Erstberechtigungsjahr maßgebend. Deshalb wird hier anhand des Geburtsjahres ermittelt, ab welchem Jahr man bezugsberechtigt war. Wenn das Erstberechtigungsjahr vor 2005 liegt, gilt der Freibetrag von 2005.

    Bundesland der Arbeitsstätte

    Danach richtet sich die Beitragsbemessungsgrenze der Renten- (und Arbeitslosen-) Versicherung. Die westdeutschen Länder haben eine höhere Bemessungsgrenze. In Sachsen arbeitende Arbeitnehmer müssen zudem einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung tragen. Der Arbeitgeber wird dort entlastet. Dafür haben die Sachsen einen arbeitsfreien Tag mehr (Buß- und Bettag)

    Kinderlose ab 24 Jahren zahlen einen etwas höheren Beitrag zur Pflegepflichtversicherung.

    Rentenversicherungspflicht

    Löhne von rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern werden nach der Allgemeinen Tabelle versteuert. Personen, die keiner Rentenversicherungspflicht unterliegen, wie z.B. Beamte und Gesellschafter-Geschäftsführer, werden nach der Besondere Tabelle besteuert, die eine geringere Vorsorgepauschale berücksichtigt.

    Krankenversicherung

    Seit 2015 ist der Krankenkassen-Einheitstarif von der Bundesregierung auf 14,6% zzgl. Zusatzbeitrag (siehe unten) festgelegt. Dies ist der normale Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernehmen jeweils die Hälfte davon. Der ermäßigte Satz beträgt 14,0% zzgl. Zusatzbeitrag und gilt für Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Dazu gehören z.B. Vorruhestandsgeldbezieher und Arbeitnehmer die eine Rente oder eine Pension beziehen. Auch in diesem Fall wird der Beitrag zur Hälfte vom Arbeitnehmer geleistet. Nach Auswahl von "privat versichert " erhalten Sie weitere Eingabefelder zur Angabe Ihrer monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung.

    Kassenindividueller Zusatzbeitrag

    Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer müssen seit 2015 zudem einen von den gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeitrag leisten. Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag beträgt 2018 gemäß Bundesanzeiger 1,0 Prozent (2017: 1,1 Prozent) und gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze. In den Steuerjahren vor 2015 gab es diesen kassenindividuellen Zusatzbeitrag nicht. Stattdessen musste der Arbeitnehmer generell einen um 0,9 Prozentpunkte höheren Beitragsanteil leisten. Die durchschnittlichen Sätze von 1,1 %, 1,0 % bzw. der zuvor fixe Satz von 0,9 % werden hier abhängig vom gewählten Steuerjahr automatisch bei der Berechnung berücksichtigt.

    Jahres-Freibetrag aus Lohnsteuerkarte

    Auch dieser beeinflusst natürlich die Höhe der monatlich zu entrichtenden Steuer.

    Das Ergebnis der Steuerklassen-Berechnung

    Der Rechner liefert als Ergebnis Ihrer Eingaben für jede mögliche Steuerklassen-Kombination in den ersten drei Spalten die monatliche steuerliche Belastung für Sie, Ihren Partner und für beide zusammen. Die rechte Spalte zeigt die Differenz zur voraussichtlichen Einkommensteuer. Hieran können Sie ablesen, ob Sie bei Ihrem nächsten Lohnsteuer-Jahresausgleich eher mit einer Steuererstattung rechnen können oder zu einer Steuernachzahlung (bei negativem Wert) aufgefordert werden. Ob Sie die Wahl Ihrer Steuerklassen dabei so ausrichten, um eine Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung zu minimieren oder zu maximieren, entscheiden Sie selbst. Sie sollten für Ihre persönliche Situation entscheiden, welche Kombination der Steuerklassen für Sie die günstigste ist. Am Ende des Jahres zahlen Sie ohnehin eine von der Wahl der Steuerklasse unabhängige Einkommensteuer. Das heißt, der monatliche Effekt der Steuerklassenwahl spielt für die jährliche Einkommensteuerschuld keine Rolle. Unterm Strich zahlt man gleich viel.

    Worum handelt es sich beim Faktorverfahren

    Ehegatten können als Ersatz zur Steuerklassenkombination III/V auch die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wählen. Durch das Faktorverfahren wird erreicht, dass bei jedem Ehegatten oder den Lebenspartnern die steuerentlastenden Vorschriften beim eigenen Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Dieser Vorteil ist bei der Steuerklassenwahl bzw. beim Steuerklassenwechsel zu berücksichtigen. Mit dem Faktor wird außerdem die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens beim Abzug der Lohnsteuer berücksichtigt. Das Faktorverfahren ist nicht verpflichtend, sondern wird nur auf Antrag beider Ehegatten als Steuerklassenkombination angewendet.

    Die möglichen Steuerklassenkombinationen im Überblick

    III/V bzw. V/III

    Die Kombination der Steuerklasen III/V wird meist gewählt, wenn ein Ehepartner deutlich mehr als der andere verdient. Der besser verdienende erhält dann Steuerklasse III, während der geringer verdienende Ehepartner in Klasse V eingestuft wird. In Klasse III fallen verhältnismäßig wenig Steuern an, in V relativ viel. Somit wird die regelmäßige Steuerlast zunächst minimiert.

    Die Kombination IV/IV ist vorteilhaft, wenn beide Ehepartner ungefähr gleich viel verdienen.

    IV/IV mit Faktor

    Seit 2010 besteht bei Steuerklasse IV die Möglichkeit, das Faktorverfahren zu wählen. Das zuständige Finanzamt ermittelt auf Antrag den Faktor, der das Verhältnis der beiden Lohnsteuerbeträge widerspiegelt. Mit diesem Faktor werden die errechneten Lohnsteuern multipliziert. Dadurch wird die stärkere Belastung in Steuerklasse IV gemildert und Nachzahlungen vermieden.

    Tipp 1 zum Steuerklassenrechner : Gemeinsame Steuererklärung ist nicht immer die beste Wahl

    Das sogenannte Ehegattensplitting soll die Steuerlast für verheiratete Paare auf einem verträglichen Level halten. Bei der Einführung dieser Regelung war der Alleinversorger einer Familie das übliche Modell. Da ein einzelnes Einkommen für zwei Personen reichen sollte, wurde auch die Steuerlast auf beide Personen aufgeteilt. Bei Paaren, die beide berufstätig sind, zeigt sich jedoch immer häufiger, dass die getrennte Berechnung der Steuerlast günstiger ausfallen kann. Als Faustregel gilt, je höher der Einkommensunterschied ist, desto vorteilhafter ist die Steuerklassenkombination III/V.

    Tipp 2 zum Steuerklassenrechner : Günstigere Kombination bringt auch Verpflichtungen

    Wenn die Einkommenssituation die gemeinsame Steuererklärung sinnvoll macht, müssen beide Partner die entsprechende Steuerklasse beantragen. Wird die Beantragung versäumt, werden die Steuern weiterhin für beide nach Steuerklasse IV berechnet. Wenn der finanzielle Vorteil des Wechsels nur gering ist, bleibt die Überlegung, den Wechsel nicht zu beantragen. In Steuerklasse IV ist ein Arbeitnehmer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht jedoch bei der Kombination aus den Klassen III und V. Ein Wechsel der Steuerklassen wäre also nur sinnvoll, wenn die zu erwartenden Steuerrückzahlungen auch nach Abzug eventueller Kosten für einen Steuerberater noch relevant sind. Der Steuerklassenrechner teilt aus diesem Grund nicht nur die empfohlene Steuerklassenkombination mit, sondern berechnet auch, mit welchen Steuerlasten bei den verschiedenen Modellen zu rechnen ist. Im Formular können daher für beide Ehepartner detailliert alle steuerlich relevanten Daten eingegeben werden. Sollten natürlich Ausgaben bestehen, die unabhängig von den üblichen Pauschalen von der Einkommenssteuer abgesetzt werden können, kann sich die tatsächliche Steuerlast vom angegebenen Ergebnis unterscheiden.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/brutto-netto-rechner/jahressonderzahlungen/, http://www.steuerklassen.com/brutto-netto-rechner/arbeitgeberanteil/, http://www.smart-rechner.de/steuerklassen/rechner.php

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