Steuerklassen bedeutung

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    STEUERKLASSEN

    Willkommen bei Steuerklassen.biz

    Lohnsteuerklassen, Steuerklassenkombinationen, Faktorverfahren, Steuerklassenwahl, Steuerklassenwechsel + Steuerklassenrechner

    Die Lohnsteuerklassen 1, 2, 3 4, 5 und 6

    Die Steuerklassen sind als Lohnsteuerabzugsmerkmal auf der elektronischen Lohnsteuerkarte (ELStAM = Elektronische LohnSteuer Abzugs Merkmale) für die Höhe des Lohnsteuerabzugs entscheidend. Welche Steuerklasse für Sie in Frage kommt, erklären wir Ihnen nachfolgend und welche Steuerklasse für Sie am günstisten ist, können Sie mit dem Steuerklassenrechner ermitteln.

    Steuerklasse 1

    Steuerklasse 1 gilt für ledige und geschiedene Arbeitnehmer sowie für verheiratete Arbeitnehmer, deren Ehegatte im Ausland wohnt oder die von ihrem Ehegatten dauernd getrennt leben. Verwitwete Arbeitnehmer gehören ab dem Kalenderjahr 2015 ebenfalls in die Steuerklasse 1, wenn der andere Ehegatte vor dem 1. Januar 2014 verstorben ist. In die Steuerklasse I gehören auch Arbeitnehmer, die beschränkt einkommensteuerpflichtig sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.

    Steuerklasse 2

    Steuerklasse 2 gilt für die unter Steuerklasse 1 genannten Arbeitnehmer, wenn ihnen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende zusteht. Voraussetzung für die Gewährung des Entlastungsbetrags ist, dass der Arbeitnehmer alleinstehend ist und zu seinem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das ihm ein Freibetrag für Kinder oder Kindergeld zusteht und das bei ihm mit Haupt- oder Nebenwohnung gemeldet ist. Ist das Kind bei mehreren Personen gemeldet, steht der Entlastungsbetrag in der Regel demjenigen Alleinerziehenden zu, der einen Freibetrag für Kinder oder Kindergeld erhält. Lebt der Arbeitnehmer in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, kann der Entlastungsbetrag nicht gewährt werden. Das Gleiche gilt, wenn der Alleinerziehende mit einer anderen volljährigen Person, für die ihm kein Freibetrag für Kinder oder Kindergeld zusteht, einen gemeinsamen Haushalt führt. Mit anderen volljährigen Personen besteht dann keine Haushaltsgemeinschaft, wenn diese sich tatsächlich und finanziell nicht an der Haushaltsführung beteiligen. Die Fähigkeit, sich tatsächlich an der Haushaltsführung zu beteiligen fehlt bei Personen, bei denen mindestens ein Schweregrad der Pflegebedürftigkeit im Sinne von § 14 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (Pflegebedürftigkeit mit den Pflegestufen I, II oder III oder Blindheit) besteht. Die Fähigkeit, sich finanziell an der Haushaltsführung zu beteiligen, fehlt bei Personen, die kein oder nur geringes Vermögen besitzen (Vermögen bis zu 15.500 Euro) und deren Einkünfte und Bezüge 8.004 Euro im Jahr nicht übersteigen. Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag nicht vorliegen, steht dem Arbeitnehmer die Steuerklasse II nicht zu. Das Finanzamt darf die Steuerklasse 2 nur dann als ELStAM bilden, wenn der Arbeitnehmer dem Finanzamt schriftlich versichert hat, dass die Voraussetzungen für die Berücksichtigung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende vorliegen und ihm seine Verpflichtung bekannt ist, die Bildung der Steuerklasse 2 als ELStAM umgehend ändern zu lassen, wenn diese Voraussetzungen wegfallen. Für die Antragstellung kann der Arbeitnehmer den amtlichen Vordruck „Versicherung zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (Steuerklasse 2)“ oder wahlweise den amtlichen Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ verwenden.

    Steuerklasse 3

    Steuerklasse 3 gilt auf Antrag für verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten im Inland wohnen, nicht dauernd getrennt leben und der Ehegatte des Arbeitnehmers keinen Arbeitslohn bezieht oder Arbeitslohn bezieht und in die Steuerklasse 5 eingereiht wird. Verwitwete Arbeitnehmer gehören im Kalenderjahr 2013 in die Steuerklasse 3, wenn der Ehegatte nach dem 31. Dezember 2011 verstorben ist, beide Ehegatten an dessen Todestag im Inland gewohnt und nicht dauernd getrennt gelebt haben.

    Steuerklasse 4

    Steuerklasse 4 gilt für verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn beziehen, im Inland wohnen und nicht dauernd getrennt leben.

    Steuerklasse 5

    Steuerklasse 5 tritt für einen der Ehegatten an die Stelle der Steuerklasse 4, wenn der andere Ehegatte auf Antrag beider Ehegatten in die Steuerklasse 3 eingereiht wird (siehe hierzu die folgenden Abschnitte).

    Steuerklasse 6

    Steuerklasse 6 gilt bei Arbeitnehmern, die nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn beziehen, für die Einbehaltung der Lohnsteuer vom Arbeitslohn aus dem zweiten und weiteren Dienstverhältnis. Den Lohnsteuerabzug nach der Steuerklasse 6 sollten Sie von dem Arbeitgeber vornehmen lassen, von dem Sie den niedrigeren Arbeitslohn (gekürzt um etwaige Freibeträge) beziehen.

    Steuerklassenwahl bei Ehegatten

    Bezieht der Ehegatte auch Arbeitslohn, so müssen Sie zunächst wissen, dass Ehegatten grundsätzlich gemeinsam besteuert werden können, wenn das für sie günstiger ist. Beim Lohnsteuerabzug eines Ehegattens kann aber nur dessen eigener Arbeitslohn zugrunde gelegt werden. Die Arbeitslöhne beider Ehegatten können erst nach Ablauf des Jahres zusammengeführt werden. Erst dann ergibt sich die zutreffende Jahressteuer. Es lässt sich deshalb oft nicht vermeiden, dass im Laufe des Kalenderjahres zu viel oder zu wenig Lohnsteuer einbehalten wird. Um dem Jahresergebnis möglichst nahe zu kommen, stehen den Ehegatten zwei Steuerklassenkombinationen und das Faktorverfahren zur Wahl.

    Grundsätzlich gelten die bisherigen Steuerklassenkombinationen der Ehegatten im nächsten Jahr weiter, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. Allerdings ist die Berücksichtigung eines Faktors jährlich neu zu beantragen. Es besteht die Möglichkeit zur Wahl einer anderen Steuerklasse. Das Recht die Steuerklasse zu wechseln besteht einmal im Kalenderjahr. Soll von der bisherigen Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4 mit Faktor abgewichen werden, ist für ein entsprechender Antrag beider Ehegatten bis zum 30.11. des Jahres beim Wohnsitzfinanzamt erforderlich (amtlicher Vordruck „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“).

    Steuerklassenkombinationen

    Die Steuerklassenkombination 4/4 (gesetzlicher Regelfall) geht davon aus, dass die Ehegatten gleich viel verdienen.

    Die Steuerklassenkombination 3/5 ist so gestaltet, dass die Summe der Steuerabzugsbeträge für beide Ehegatten in etwa der gemeinsamen Jahressteuer entspricht, wenn der Ehegatte mit Steuerklasse 3 ca. 60 % und der Ehegatte mit Steuerklasse 5 ca. 40 % des gemeinsamen Arbeitseinkommens erzielt. Das hat zur Folge, dass der Steuerabzug bei der Steuerklasse V im Verhältnis höher ist als bei den Steuerklassen 3 und 4. Dies beruht auch darauf, dass in der Steuerklasse 5 der für das Existenzminimum stehende Grundfreibetrag nicht, dafür aber in doppelter Höhe bei der Steuerklasse 3 berücksichtigt wird. Entspricht das Verhältnis der tatsächlichen Arbeitslöhne nicht der gesetzlichen Annahme von 60:40, so kann es zu Steuernachzahlungen kommen. Aus diesem Grund besteht bei der Steuerklassenkombination 3/5 die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Tipp: Berechnen Sie die optimale Steuerklasse und Faktor mit dem Steuerklassenrechner.

    Faktorverfahren

    Anstelle der Steuerklassenkombinationen 3/5 oder ergänzend zur Steuerklassenkombination 4/4 können Sie das Faktorverfahren wählen. Durch die Steuerklassenkombination 4/4 in Verbindung mit dem vom Finanzamt zu berechnenden und als ELStAM zu bildenden Faktor wird erreicht, dass für jeden Ehegatten durch Anwendung der Steuerklasse 4 der für ihn geltende Grundfreibetrag beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt wird und sich die einzubehaltende Lohnsteuer durch Anwendung des Faktors von 0,… (stets kleiner als eins) entsprechend der Wirkung des Splittingverfahrens reduziert. Der Faktor ist ein steuermindernder Multiplikator, der sich bei unterschiedlich hohen Arbeitslöhnen der Ehegatten aus der Wirkung des Splittingverfahrens in der Veranlagung errechnet. Tipp: Berechnen Sie die optimale Steuerklasse und Faktor mit dem Steuerklassenrechner.

    Der voraussichtliche Arbeitslohn der Ehegatten A und B beträgt 30.000 Euro (A) und 12.000 Euro (B). Die Lohnsteuer beträgt bei Steuerklasse 4 für A 4.073 Euro und für B 142 Euro. Die Summe der Lohnsteuer 4/4 beträgt 4.215 Euro. Die Einkommensteuer beträgt für das gemeinsame Arbeitseinkommen 3.786 Euro (Splittingverfahren). Das ergibt den Faktor von (3.786 Euro : 4.215 Euro =) 0,898. Der Arbeitgeber von A wendet auf den Arbeitslohn von 30.000 Euro die Steuerklasse 4 nebst Faktor an: 4.073 Euro x 0,898 = 3.658 Euro. Der Arbeitgeber von B wendet auf den Arbeitslohn von 12.000 Euro die Steuerklasse 4 nebst Faktor an: 142 Euro x 0,898 = 128 Euro. Die Summe der Lohnsteuer nach dem Faktorverfahren für die Ehegatten beträgt 3.786 Euro und entspricht der für das gesamte Arbeitseinkommen festzusetzenden Einkommensteuer. Die Lohnsteuer beträgt bei Steuerklasse 3 für A 1.528 Euro und bei Steuerklasse 5 für B 1.254 Euro (Summe der Lohnsteuer 3/5: 2.782 Euro). Dies führt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer zu einer Nachzahlung von 1.004 Euro; das Finanzamt kann Einkommensteuer-Vorauszahlungen festsetzen. Diese Auswirkung wird bei Wahl des Faktorverfahrens vermieden, sofern keine an deren Einkünfte vorliegen.

    In den Fällen einer Eheschließung im Kalenderjahr 2013 wird Ihnen und Ihrem Ehegatten im elektronischen Verfahren zunächst automatisch die Steuerklasse 4 zugeteilt. Folglich erhalten Sie auch dann die Steuerklasse 4 (und nicht 3), wenn Ihr Ehegatte in keinem Beschäftigungsverhältnis steht. Die Berücksichtigung der Steuerklasse 3 setzt daher einen Antrag beim für Sie zuständigen Wohnsitzfinanzamt voraus. Möchten Sie nach der Eheschließung einen entsprechenden Antrag auf Berücksichtigung einer anderen Steuerklasse stellen, geht dadurch Ihr Recht auf den jährlichen Wechsel der Steuerklassenkombination nicht verloren. Arbeitnehmer, die bereits im Kalenderjahr 2012 in die Steuerklasse 3 eingereiht waren, erhalten weiterhin diese Steuerklasse. Ein Antrag hierfür ist nicht erforderlich.

    Lohnsteuerklasse IV/IV oder III/V oder Faktorverfahren?

    Auf die Frage welche Steuerklassenkombination oder Faktor optimal ist, gibt es keine allgemein gültige Antwort. Die Frage lässt sich letzten Endes nur nach Ihren persönlichen Verhältnissen und Interessen entscheiden. Möchten Sie erreichen, dass sich die Lohnsteuerbelastung und die Aufteilung der Lohnsteuer zwischen den Ehegatten im Wesentlichen nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne richtet, so sollten Sie das Faktorverfahren erwägen. Möchten Sie erreichen, dass Ihnen im Laufe des Kalenderjahres möglichst wenig Lohnsteuer einbehalten wird, prüfen Sie, bei welcher Steuerklassenkombination (3/5 oder 4/4) sich in Ihrem Fall insgesamt der geringste Steuerabzug ergibt. Tipp: Berechnen Sie die optimale Steuerklasse und Faktor mit dem Steuerklassenrechner.

    Durch die Steuerklassenwahl können Sie auch darauf Einfluss nehmen, ob sich nach Ablauf des Jahres eine Steuererstattung oder Steuernachzahlung ergibt. Bei der Steuerklassenkombination 3/5 und beim Faktorverfahren besteht die Pflicht zur Einkommensteuerveranlagung, wobei zu wenig oder zu viel gezahlte Steuern ausgeglichen werden. Bei der Steuerklassenkombination 4/4 können Sie zur Erstattung überzahlter Steuern die Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen. Wenn Sie zur Einkommensteuer veranlagt werden und mit einer Nachzahlung zu rechnen ist, kann das Finanzamt allerdings im Hinblick auf die voraussichtliche Einkommensteuerschuld Einkommensteuer-Vorauszahlungen festsetzen. Dadurch wird ein aufgrund Ihrer Steuerklassenwahl zu geringer Lohnsteuerabzug bereits im Laufe des Kalenderjahres korrigiert. Eine Steuernachzahlung wird jedoch in der Regel vermieden, wenn Sie die Steuerklassen 4/4 wählen. Eines muss aber betont werden: Die im Laufe des Kalenderjahres einbehaltene Lohnsteuer besagt nichts über die Höhe der zutreffenden Jahressteuer. Die Jahreseinkommensteuer wird auch nicht durch die Steuerklassenwahl beeinflusst.

    Denken Sie bitte daran, dass die Steuerklassenwahl (eine der beiden Steuerklassenkombinationen und das Faktorverfahren) auch die Höhe von Entgelt- und Lohnersatzleistungen wie beispielsweise Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Mutterschaftsgeld und Elterngeld oder die Höhe des Lohnanspruchs bei der Altersteilzeit beeinflussen kann. Eine vor Jahresbeginn getroffene Steuerklassenwahl wird bei der Gewährung von Entgelt- und Lohnersatzleistungen von der Agentur für Arbeit grundsätzlich anerkannt. Wechseln Ehegatten im Laufe des Kalenderjahres die Steuerklassen oder wählen sie das Faktorverfahren, können sich bei der Zahlung von Entgelt- und Lohnersatzleistungen, z. B. wegen Arbeitslosigkeit eines Ehegatten, oder der Höhe des Lohnanspruchs bei Altersteilzeit unerwartete Auswirkungen ergeben. Wenn Sie damit rechnen, in absehbarer Zeit Entgelt- und Lohnersatzleistungen in Anspruch nehmen zu müssen, oder solche bereits beziehen bzw. in Altersteilzeit gehen, sollten Sie daher vor der Neuwahl der Steuerklassenkombination zu deren Auswirkungen auf die Höhe der Entgelt- und Lohnersatzleistungen den zuständigen Sozialleistungsträger bzw. zur Höhe des Lohnanspruchs bei Altersteilzeit Ihren Arbeitgeber befragen.

    Weitere Informationen zur Steuerklassenwahl und zu anderen lohnsteuerlichen Fragen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums unter www.bundesfinanzministerium.de unter der Rubrik „Themen/Steuern/Steuerarten/Lohnsteuer/BMF-Schreiben“. Im Übrigen ist Ihnen auch Ihr Finanzamt gerne behilflich. Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder halten auf ihren Internetseiten neben dem unter www.abgabenrechner.de eingestellten Abgabenrechner auch eine Berechnungsmöglichkeit für den Faktor bereit, damit Sie die steuerlichen Auswirkungen der jeweiligen Steuerklassenkombination prüfen können.

    Steuerklassenrechner

    Was ist besser: Steuerklassenkombination IV/IV oder III/V oder Faktorverfahren? Berechnen Sie jetzt schnell und einfach die optimale Steuerklasse mit Faktor.

    Steuerklassenwechsel bei Ehegatten

    Die als ELStAM gespeicherte Steuerklasse können Sie bei Ihrem Finanzamt im Laufe des Kalenderjahres 2014 einmal, und zwar spätestens bis zum 30. November 2014, ändern lassen. Die Wahl des Faktorverfahrens durch beide Ehegatten gilt auch als Steuerklassenwechsel. Der Antrag ist beim Finanzamt von beiden Ehegatten gemeinsam auf dem amtlichen Vordruck „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“ und bei Wahl des Faktorverfahrens unter Angabe der voraussichtlichen Arbeitslöhne des Kalenderjahres 2014 oder auch in Verbindung mit einem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung zu stellen. In den Fällen, in denen im Laufe des Jahres 2014 ein Ehegatte aus dem Dienstverhältnis ausscheidet oder verstirbt, können Sie bei Ihrem Finanzamt bis zum 30. November 2014 auch noch ein weiteres Mal den Steuerklassenwechsel beantragen. Das Gleiche gilt, wenn Sie oder Ihr Ehegatte nach vorangegangener Arbeitslosigkeit wieder ein Dienstverhältnis eingehen, nach einer Elternzeit das Dienstverhältnis wieder aufnehmen oder Sie und Ihr Ehegatte sich im Laufe des Jahres auf Dauer getrennt haben. Der Steuerklassenwechsel kann nur mit Wirkung vom Beginn des auf die Antragstellung folgenden Monats vorgenommen werden.

    Formular Steuerklassenwechsel

    Aktualisierte endgültige Fassung – Hintergrund: neue Zahlenwerte durch die geänderten Programmablaufpläne für den Lohnsteuerabzug 2018 vom 23. November 2017 Ehegatten oder Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben und beide Arbeitslohn (aktives Beschäftigungsverhältnis, keine Versorgungsbezüge) beziehen, können bekanntlich für den Loh.

    Aktualisierte endgültige Fassung – Hintergrund: neue Zahlenwerte durch die geänderten Programmablaufpläne für den Lohnsteuerabzug 2018 vom 23. November 2017

    Auswirkungen der Steuerklassenwahl oder des Faktorverfahrens

    Antragstellung

    Steuerklassenwahl

    Faktorverfahren

    Ehegatten oder Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben und beide Arbeitslohn (aktives Beschäftigungsverhältnis, keine Versorgungsbezüge) beziehen, können bekanntlich für den Lohnsteuerabzug wählen, ob sie beide in die Steuerklasse IV eingeordnet werden wollen oder ob einer von ihnen (der Höherverdienende) nach Steuerklasse III und der ande.

    Auswirkungen der Steuerklassenwahl oder des Faktorverfahrens

    Antragstellung

    Steuerklassenwahl

    Faktorverfahren

    Der 3. Senat des Finanzgerichts Münster hat mit Urteil vom 10. November 2016 (Az. 3 K 1476/16 Erb) entschieden, dass eine Besteuerung von Erwerben durch Geschwister bzw. Nichten und Neffen des Erblassers mit 30 % nicht gegen Art. 6 GG verstoße. Die Kläger sind als Geschwister bzw. Nichten und Neffen des Erblassers aufgrund eines Testaments dessen Erben geworden. Das Finanzamt besteuerte die .

    Der 3. Senat des Finanzgerichts Münster hat mit Urteil vom 10. November 2016 (Az. 3 K 1476/16 Erb) entschieden, dass eine Besteuerung von Erwerben durch Geschwister bzw. Nichten und Neffen des Erblassers mit 30 % nicht gegen Art. 6 GG verstoße.

    Das zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und den obersten Finanzbehörden der Länder abgestimmte „Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind“ erleichtert die Steuerklassenwahl. Das „Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind“ finden Sie auf der Home.

    Welche Steuerklassen gibt es und was bedeuten sie?

    Wer arbeitet, zahlt Lohnsteuer. In welcher Höhe hängt von der Steuerklasse ab. Welche es gibt und was sich dahinter verbirgt, zeigt Ihnen unsere Tabelle.

    Das Finanzamt ordnet jedem Arbeitnehmer eine Lohnsteuerklasse, oder auch nur Steuerklasse genannt, zu. Insgesamt gibt es in Deutschland sechs Steuerklassen. Sie helfen dem Arbeitgeber dabei, die Lohnsteuer eines Mitarbeiters zu berechnen.

    Welche Steuerklasse gilt fГјr wen?

    Die Steuerklasse richtet sich in erster Linie nach dem Familienstand. Alleinstehenden ordnet das Finanzamt automatisch die Steuerklasse I (1) zu. Alleinerziehende sind in Steuerklasse II (2) und bekommen dort einem höheren Entlastungsbetrag. Wer mehrere Jobs hat, bekommt ab dem zweiten Job Steuerklasse VI (6) automatisch zugeordnet.

    Für Ehepaare gibt es eine Besonderheit in Sachen Steuerklasse: Sie können zwischen verschiedenen Steuerklassen wählen. Unsere Tabelle zeigt Ihnen übersichtlich, wen der Staat in welche Steuerklasse einteilt:

    (wenn Sie dauerhaft von Ihrem Ehepartner getrennt leben)

    (wenn Partner Steuerklasse V gewählt hat, oder der Partner nicht arbeitet)

    (wenn der Partner auch Steuerklasse IV wählt)

    (wenn der Partner Steuerklasse III wählt)

    (ab dem zweiten Job, wenn Sie mehrere Jobs haben und entsprechend mehrere Lohnsteuerkarten vorlegen mГјssen oder aber wenn Sie die Lohnsteuerkarte nicht vorlegen, obwohl Sie es mГјssten)

    Wann muss ich meine Steuerklasse Г¤ndern?

    Wenn sich die eigenen Familienverhältnisse ändern, wird auch die Steuerklasse angepasst. Das ist der Fall wenn.

    • Sie heiraten.
    • Sie sich von Ihrem Ehepartner trennen oder geschieden werden.
    • Ihr Ehepartner stirbt.
    • Sie als Alleinstehende ein Kind bekommen.
    • Sie zusГ¤tzlich zu Ihrem Hauptberuf einen Nebenjob annehmen, fГјr den Sie eine zweite
    • Lohnsteuerkarte brauchen.

    Welche Optionen gibt es fГјr verheiratete Paare?

    Ehepaare können sich zwischen drei Kombinationen der Steuerklassen entscheiden:

    1. Verdient ein Partner deutlich mehr als der andere, lohnt sich eine Kombination aus Steuerklasse III (3) und V (5). Der Vorteil: Der Besserverdienende hat in Steuerklasse III deutlich weniger Abzüge. Der Nachteil: Je größer die Schere zwischen den beiden Gehältern ist, desto höher ist die Steuernachzahlung am Ende des Jahres.

    Unser Steuerklasse-Rechner gibt Ihnen einen schnellen Гњberblick Гјber eine passende Kombination fГјr Sie und Ihren Ehepartner:

    Oder aber Sie schauen sich unser Video "Steuerklasse – was ist das?" an. Es zeigt Ihnen anschaulich alle KombinationsmГ¶glichkeiten auf einen Blick:

    Wann ist der Wechsel sinnvoll?

    Beispielsweise vor der Geburt eines Kindes: Elterngeld und Mutterschaftsgeld richten sich nach dem Nettoverdienst der letzten zwГ¶lf Monate vor der Geburt – und zwar der Nettoverdienst des Elternteils, der das Kind nach der Geburt Гјberwiegend betreuen wird.В Der Nettoverdienst kann hГ¶her werden, wenn man frГјhzeitig dieВ Steuerklasse Г¤ndert. Je hГ¶her der Nettoverdienst, desto hГ¶her fГ¤llt auch das Elterngeld aus. Mehr dazu in unserem Artikel FГјr wen sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt.

    Wie kann ein Ehepaar seine Steuerklasse wechseln?

    Paare wechseln ihre Steuerklasse beim zuständigen Finanzamt. Bringen Sie dazu einfach das ausgefüllte Formular "Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten" mit. Wer frisch verheiratet ist, braucht auch das Familienstammbuch.

    Für die Beraterinnen und Berater der VLH gehört es zum Tagesgeschäft, in Sachen Steuerklasse die für Sie günstigste Lösung zu finden. Gerne unterstützen wir auch Sie darin, sich die Steuervorteile zu sichern, die Ihnen zustehen. Hier können Sie sich Ihren Berater suchen: Beratersuche.

    Was passiert mit meiner Steuerklasse, wenn ich arbeitslos werde?

    Wenn Sie gerade Ihren Job verloren haben und Arbeitslosengeld bekommen, spielt die Steuerklasse erst einmal keine Rolle. Als Single bleiben Sie in Steuerklasse I (1), als Verheirateter in der Steuerklasse, die Sie mit Ihrem Partner gemeinsam gewählt haben.

    Problematisch wird es nur, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen-Kombination während der Arbeitslosigkeit wechseln möchten. Ein Beispiel: Der Ehemann ist der Besserverdiener und deshalb in Steuerklasse III (3), die Ehefrau in Steuerklasse V (5). Der Ehemann verliert unerwartet seinen Job und ist arbeitslos. Nun würde sich – steuerlich gesehen – ein Wechsel der Steuerklasse für das Ehepaar anbieten. Aber: Die Agentur für Arbeit berücksichtigt den Wechsel der Steuerklasse nur, wenn sich daraus eine niedrigere Leistung ergibt. Das bedeutet: Die Agentur für Arbeit lässt sich nur auf die neue Steuerklasse ein, wenn sie dann weniger Arbeitslosengeld bezahlen muss. Deshalb unser Tipp: Lassen Sie sich im Falle einer Arbeitslosigkeit im besten Fall schon im Vorfeld beraten.

    Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind der Steuerklasse I (1) zugeordnet – nämlich über 10 Millionen. Durchschnittlich verdient ein Arbeitnehmer in Steuerklasse I (1) 28.886 Euro. Das hat die "Geschäftsstatistik zur Einkommensteuer 2009" des Statistischen Bundesamtes ergeben.

    Laut dieser Statistik haben sich die meisten Ehepaare für die Kombination der Steuerklassen III (3) und V (5) entschieden. Der Besserverdiener in Steuerklasse III (3) hat dabei einen Durchschnittslohn von 40.924 Euro, während der Partner in Steuerklasse V (5) durchschnittlich nur 15.488 Euro verdient.

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    Steuerklasse 4 mit Faktor

    • Das Faktorverfahren bei der Steuerklasse 4 ist ein Anteilsmodell zur gerechteren Besteuerung ungleicher Einkommen.
    • Mit Steuerklasse 4 mit Faktor können Ehepaare die Besteuerung an die Höhe ihrer jeweiligen Einkommen besser anpassen.
    • Bei Steuerklasse 4 mit Faktor zahlt derjenige mit dem geringeren Einkommen auch weniger Lohnsteuer.
    • Allerdings lohnt sich das Faktorverfahren im Vergleich mit der Steuerklassenkombi 3/5 nicht immer. Ein Vergleich der möglichen Steuerklassen ist sinnvoll.

    Steuerklasse 4 mit Faktor: Das bedeutet das Faktorverfahren

    Berufstätigen Ehepaaren wird automatisch die Steuerklassenkombination 4/4 zugewiesen.

    Darüber hinaus haben sie die Wahl zwischen zwei weiteren Kombinationen:

    • 3/5
    • und 4-Faktor/4-Faktor.

    Bei Steuerklasse 4 mit Faktor handelt es sich um ein Anteilsmodell, das ein Optionsrecht für Ehepartner vorsieht. Es lässt Ehepartnern die Entscheidung, die Besteuerung je nach dem, welchen Anteil sie zum Familieneinkommen beitragen, zu wählen. (§ 39f EStG).

    Ziel des Faktorverfahrens ist es, dass beim jeweiligen Ehepartner beim Lohnsteuerabzug mindestens die Steuerentlastung geltend gemacht werden kann, die ihm zusteht.

    • Hat ein Paar die Steuerklassenkombination 4/4 je mit Faktor gewählt, zahlt jeder Partner nur so viel Prozent der Lohnsteuer wie er zum Gesamteinkommen beiträgt.

    Beispiel: Steuerklasse 4 mit Faktor

    Carmen und Jürgen haben für sich die Steuerklassenkomination 4/4 mit Faktor gewählt. Jürgen verdient 4.000 Euro brutto monatlich. Seine Frau erhält ein geringeres Gehalt von 2.000 Euro brutto. Das Paar hat damit ein Gesamteinkommen von 6.000 Euro pro Monat.

    Zu diesem trägt Carmen ca. 33 Prozent bei. Da das Faktorverfahren zur Anwendung kommt muss sie daher auch nur 33 Prozent der anfallenden Lohnsteuer zahlen.

    Für wen lohnt sich die Kombination Steuerklasse 4 mit Faktor?

    Die Steuerklasse 4 mit Faktor lohnt sich nicht für alle berufstätigen Ehepaare. Nur, wenn beide Ehegatten in etwa gleich viel verdienen, macht ein Verbleib in der Steuerklasse 4 mit Faktor Sinn.

    Ist jedoch das Einkommen eines Ehepartners bedeutend höher, ist es sinnvoller, dass der Besserverdienende in Steuerklasse 3 wechselt. Derjenige, der weniger verdient, sollte in Steuerklasse 5 wechseln. Am Jahresende wird diese Verteilung der Steuerklassen keinen Unterschied bei der Jahressteuerschuld machen. Man zahlt dasselbe.

    Allerdings ist es weitverbreitet, dass man lieber sofort mehr Geld auf dem Konto hat als später eine größere Steuerrückerstattung zu erhalten.

    Die möglichen Steuerklassen für Ehepaare in der Übersicht

    Häufig gestellte Fragen zur Steuerklasse 4 mit Faktor

    Welche Rolle spielt die Steuerklassenkombination?

    Auf den ersten Blick mag die Tatsache, dass es bei der Jahressteuer keinen Unterschied macht, den Eindruck erwecken, dass die Wahl der Lohnsteuerklassenkombination keine Rolle spielt. Doch das entspricht nicht der Wahrheit, denn Lohnersatzleistungen wie

    werden durch die Wahl der Steuerklassen sehr wohl beeinflusst.

    Diese Lohnersatzleistungen hängen allesamt vom letzten Nettogehalt ab. Wer also damit rechnen muss, in naher Zukunft womöglich Arbeitslosengeld oder eine andere Lohnersatzleistung beziehen zu müssen, sollte die Wahl der Lohnsteuerklasse im Vorfeld vorsichtig abwägen.

    Denn bei diesen Leistungen erhalten Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn in Steuerklasse 3 oder 4 deutlich mehr als Arbeitnehmer bei gleichem Bruttogehalt in Steuerklasse 5.

    • Es wird empfohlen, einen Steuerklassen Rechner heranzuziehen, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie sich die einzelnen Steuerklassen auf das Nettogehalt auswirken.

    Wie wechselt man in Steuerklasse 4 mit Faktor?

    Beide Ehepartner teilen dem Finanzamt mit, dass Sie eine Anwendung des Faktorverfahrens wünschen und in Steuerklasse 4 mit Faktor eingestuft werden möchten. Zu Jahresbeginn teilen sie überdies dem Finanzamt die erwartete Höhe beider Jahresarbeitslöhne mit. Die Höhe beider zu erwartenden Jahreslöhne bildet die Basis der Berechnung.

    Das Finanzamt wird nun die Höhe der gemeinsamen Einkommenssteuer unter Zuhilfenahme des Splittingfaktors ermitteln und überdies die zu erwartende Höhe des Lohnsteuerabzugs errechnen. Sind diese beiden Werte bekannt, werden diese zueinander ins Verhältnis gesetzt. Das Resultat ist der „Faktor“.

    Möchte ein Paar die Steuerklasse wechseln, muss beim zuständigen Finanzamt ein Antrag gestellt werden.

    Mit folgendem Formular kann ein Steuerklassenwechsel beim Finanzamt beantragt werden:

    Источники: http://steuerklassen.biz/, http://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/welche-steuerklassen-gibt-es-und-was-bedeuten-sie.html, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-4-mit-faktor/

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