Steuerklassen rechnen

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    Lohnsteuerklassen

    Lohnsteuerklassen: Die wichtigsten Fakten

    • Lohnsteuerklassen regeln die Besteuerung von Arbeitseinkommen.
    • In Deutschland gibt es sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.
    • Welche Lohnsteuerklasse man erhält, entscheidet in erster Linie der Familienstand.
    • In bestimmten Fällen kann man die Lohnsteuerklasse wechseln.
    • Ehepaare haben mehrere Möglichkeiten bei der Wahl der Lohnsteuerklasse.

    Lohnsteuerklassen Übersicht

    Lohnsteuerklasse 1

    Lohnsteuerklasse 1 gilt für Arbeitnehmer, die unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind. Wer nicht verheiratet ist und in einer Partnerschaft lebt, die aber nicht eingetragen ist, wird ebenfalls in die Lohnsteuerklasse 1 eingeordnet. Nach einer Scheidung oder Trennung sowie nach dem Tod des Ehepartners wird man wieder nach Steuerklasse 1 besteuert. Ein Verbleib in Steuerklasse 1 nach Heirat ist nicht möglich. Steuerklasse 1 ist die gängige Lohnsteuerklasse für Ledige und Singles, die angestellt sind.

    Lohnsteuerklasse 2

    Wer nach einer Trennung alleinerziehend ist, kann in die Lohnsteuerklasse 2 eingeordnet werden. Das gilt aber nur, wenn kein anderer Erziehungsberechtigter im Haushalt lebt. Die Steuerklasse 2 bedeutet für Alleinerziehende eine Steuerentlastung durch einen zusätzlichen Freibetrag. Der Antrag auf den Entlastungsbetrag bei der Berechnung der Lohnsteuer muss allerdings gesondert beim Finanzamt gestellt werden. Hier greift der Paragraf 24b, der einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende regelt. Fällt die Grundlage für dieses Recht weg, beispielsweise in einer neuen Partnerschaft, muss wieder in eine andere Steuerklasse gewechselt werden. Die Steuerklasse 2 stellt für viele Alleinerziehende eine wichtige Entlastung im finanziellen Bereich dar.

    Lohnsteuerklasse 3

    Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Paare. Steuerklasse 3 gilt für einen Partner, wenn der andere Partner keinen Arbeitslohn bezieht oder in die Steuerklasse 5 eingeordnet ist. Weiterhin gilt die Steuerklasse 3 dann, wenn eine Trennung, Scheidung oder der Tod des Partners erfolgt ist. Allerdings gilt die Steuerklasse 3 dann nur noch für das laufende Kalenderjahr. Stichtag hierbei ist der 30. November. Danach erfolgt ein Wechsel in eine andere Steuerklasse. Die Lohnsteuerklasse 3 ist für den Ehepartner geeignet, der ein höheres Einkommen (wenn die Verteilung bei 60/40 Prozent liegt) bezieht. Durch Steuerklasse 3 werden direkt geringere Abzüge fällig, die insgesamt keine Steuerersparnis bedeuten. Jedoch ist bei der Lohnsteuerklasse 3 für den Arbeitnehmer/Partner mit dem höheren Einkommen eine geringere Vorauszahlung zu tätigen. Die Steuerklassenkombination 3/5 ist beliebt bei Ehepaaren, die beide arbeiten und bei denen einer der Partner, mehr Geld verdient.

    Lohnsteuerklasse 4

    Die Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Paare, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel verdienen. Abzüge in dieser Steuerklasse 4 werden ähnlich zu den Abzügen der anderen Steuerklassen berechnet. Der Kinderfreibetrag wird in Steuerklasse 4 zwischen den Eltern aufgeteilt. Die Steuerklasse 4 erhält man automatisch nach einer Heirat. Das zuständige Finanzamt wird über den Familienstand informiert. Möglich ist bei Steuerklassenkombination 4 der Ehepartner auch die Kombination Steuerklasse 4 mit Faktor.

    Lohnsteuerklasse 5

    Die Lohnsteuerklasse 5 ist nur für verheiratete Partner möglich. In dieser Steuerklasse existieren so gut wie keine Freibeträge wie beispielsweise Kinderfreibetrag. Die Freibeträge sind dem Partner in der Kombination mit der Steuerklasse 3 vorbehalten. Die Steuerklasse 5 kommt nur in Kombination mit der Steuerklasse 3 beim Ehepartner zustande. Nach Trennung, Scheidung oder Tod des Ehepartners ist der Wechsel in eine andere Steuerklasse Pflicht. Das gemeinsam veranlagte Einkommen in der Steuerklassenkombination 3/5 führt dazu, dass dem Ehepaar nach direktem Lohnsteuerabzug monatlich etwas mehr Geld bleibt als bei der Kombination der Steuerklassen 4/4. Insgesamt ist aber keine Steuerersparnis beim Lohnsteuerjahresausgleich bzw. der Steuererklärung zu erwarten.

    Lohnsteuerklasse 6

    Die Steuerklasse 6 gilt für mehrere gleichzeitige Minijobs sowie für Arbeitnehmer, die noch einen Zweit- oder sogar Drittjob besitzen. Die Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen und geringsten Freibeträgen. In der Steuerklasse 6 gibt es keinen Kinderfreibetrag und keinen Grundfreibetrag. Sinnvollerweise wird der Zweitjob mit dem geringeren Einkommen in die Steuerklasse 6 eingeordnet.

    • Steuerklasse 1 ist für unbeschränkt steuerpflichtige Singles und Ledige (auch nach Scheidung oder Tod des Partners) vorgesehen.
    • Lohnsteuerklasse 1 ist auch für unbeschränkt steuerpflichtige Lebens-/Ehepartner, wenn die Lohnsteuerklassen 3 oder 4 nicht in Frage kommen, vorgesehen.
    • Auch Arbeitnehmer mit beschränkter Einkommenssteuerpflicht gehören in die Lohnsteuerklasse 1.

    • Die Lohnsteuerklasse 2 gilt für Arbeitnehmer, bei denen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Berücksichtigung findet.
    • Lohnsteuerklasse 2 bietet für Alleinerziehende mit Kindern einen Steuervorteil, da weniger Steuern gezahlt werden müssen.

    • Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) keinen Arbeitslohn bezieht.
    • Auch verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) in Lohnsteuerklasse 5 eingestuft ist, bekommen die Steuerklasse 3.
    • Ebenfalls gehören verwitwete Arbeitnehmer, sofern der Partner voll einkommenssteuerpflichtig war, über das auf den Tod folgende Kalenderjahr in diese Lohnsteuerklasse. Danach muss die Steuerklasse wieder gewechsel werden. Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.
    • Bei einem hohen Einkommen bedeutet Steuerklasse 3 für den Besserverdiener einen Steuervorteil.

    • Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen.
    • Die Steuerklasse 4 beinhaltet verschiedene Besonderheiten bei der Berechnung von Feibeträgen wie dem Kinderfreibetrag.
    • Die Lohnsteuerklassenkombination 4/4 ist die gängige Kombination von Ehepaaren, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel Lohn erhalten.

    • Lohnsteuerklasse 5 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen – sofern der Ehepartner Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat.
    • Der Ehepartner mit dem höheren Einkommen wählt die Lohnsteuerklasse 3, während der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen Lohnsteuerklasse 5 wählt.

    • Arbeitnehmer mit mehreren Dienst-/Arbeitsverhältnissen oder falls die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (schuldhaft) nicht zur Verfügung gestellt werden, werden in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft.
    • Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen.

    Welche Lohnsteuerklasse gilt für wen?

    Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner, die Alleinverdiener sind

    (Partner in Steuerklasse 5)

    (Partner in Steuerklasse 3)

    Lohnsteuerklasse Rechner

    Ändert sich der Familienstand eines Steuerpflichtigen, bringt das in der Regel einen Steuerklassenwechsel mit sich. Dies ist beispielsweise bei einer Heirat der Fall. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Wechsel der Klasse nicht zwingend erforderlich ist, aber von Vorteil sein kann. Erhält beispielsweise ein Ehepartner eine Gehaltserhöhung, die zur Folge hat, dass sich das Einkommensverhältnis des Paares ändert, kann ein Wechsel ratsam sein.

    Um besser einschätzen zu können, wann ein Wechsel Sinn macht, kann ein Lohnsteuerklassen Rechner genutzt werden. Mit wenigen Angaben kann das Tool berechnen, ob ein Wechsel für ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft Vorteile haben würde.

    • Als kostenloses Tool kann der Steuerklassenrechner Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern helfen, die geeignetste Steuerklassenkombination zu finden.

    Zur Berechnung der Steuerklassen müssen nur wenige Angaben in den Lohnsteuer Rechner eingetragen werden. Die Angaben zum Jahresbruttolohn sowie zum Bundesland genügen für ein aussagekräftiges Ergebnis.

    Lohnsteuerklassen Rechner: die Vorteile

    • schnelles Ergebnis, ob sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt
    • einfach zu bedienen
    • kostenlos
    • aktuelle gesetzliche Vorgaben werden bei Berechnung laufend berücksichtigt

    Lohnsteuerklassen ändern – das muss beachtet werden

    Während Alleinstehende in Bezug auf die Lohnsteuerklassen kaum Wahlrechte haben, sind Ehepaare und eingetragene Lebenspartner hier privilegiert. Sie können zwischen drei möglichen Steuerklassenkombinationen wählen.

    Grundsätzlich unterscheidet sich der Abzug in den einzelnen Lohnsteuerklassen erheblich. Besonders stark wirkt sich der Abzug in der Steuerklasse 5 aus. Gerade wenn die Einkommen weit auseinanderliegen, können Verheiratete und eingetragene Lebenspartner durch die Wahl der richtigen Lohnsteuerklasse eine hohe Steuerlast vermeiden.

    Erweist sich ein Wechsel der Streuerklasse für ein Paar als sinnvoll, können die Partner die Lohnsteuerklasse ändern, indem sie über ein Formular den Wechsel beim Finanzamt beantragen.

    Eine Änderung der Lohnsteuerklasse ist einmal im Jahr möglich. Stichtag ist der 30. November.

    Steuerfreibetrag

    Die wichtigsten Fakten

    • Steuerfreibetrag ist ein Sammelbegriff für alle geltenden Freibeträge.
    • Es gibt z.B. den Grundfreibetrag oder den Kinderfreibetrag.
    • Dank des Grundfreibetrags werden pro Person nur Einkommen über 8.820 Euro versteuert.
    • Neben Erwerbstätigen profitieren vor allem auch Studenten vom Grundfreibetrag.
    • Einige Steuerfreibeträge müssen über den Antrag zur Lohnsteuer-Ermäßigung beantragt werden.

    Steuerfreibetrag – Welche Freibeträge gibt es?

    Je nach Steuerart und Lebenssituation können viele unterschiedliche Freibeträge geltend gemacht werden. Es gibt allerdings drei Freibeträge, die am häufigsten genutzt werden: der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und der Erbschaftssteuerfreibetrag.

    Der Grundfreibetrag beträgt 8.820 Euro pro Person und Steuerjahr.

    Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag in Höhe von 17.640 Euro.

    Das bedeutet: Wer genau oder weniger als 8.820 Euro jährlich verdient, bleibt steuerfrei. Alles ab 8.820 Euro muss versteuert werden.

    • Der Grundfreibetrag gilt automatisch für jeden Steuerpflichtigen und muss nicht extra beantragt werden.

    Für den Kinderfreibetrag gilt, dass er alternativ zum Kindergeld genutzt werden kann. Es ist nicht möglich, Kindergeld zu beziehen und gleichzeitig den Kinderfreibetrag zu nutzen.

    • In der Steuerklasse 4 teilt sich dieser Betrag auf beide Ehepartner auf. Jeder hat also einen Anspruch auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von 3.678 Euro.

    Der Erbschaftssteuerfreibetrag ist abhängig vom Verwandschaftsgrad des Erben und kann bis zu 500.000 Euro im Jahr betragen.

    Weitere Steuerfreibeträge in der Übersicht

    Wer kann welchen Steuerfreibetrag nutzen?

    Das deutsche Steuerrecht kennt viele unterschiedliche Steuerfreibeträge und unterscheidet dabei auch zwischen den Steuerarten:

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Einkommensteuer

    Ehepaare: 1.602 Euro

    Ab dem zweiten Kind: 2.148 Euro (Erhöhung pro Kind jeweils um 240 Euro)

    Weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen:

    • Volljährigkeit des Kindes
    • Kind wohnt nicht im Haushalt
    • für das Kind besteht ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Erbschaftssteuer

    Bei der Erbschaftssteuerwird zwischen sachlichen und persönlichen Freibeträgen unterschieden. Die drei Steuerklassen für die Erbschaftssteuer sind nicht mit den normalen Steuerklassen 1-3 zu verwechseln.

    Die Steuerklassen für die Erbschaftssteuer

    Kinder, Enkelkinder (wenn deren Eltern verstorben sind), Stiefkinder, Adoptivkinder

    Sachliche Freibeträge
    Persönliche Freibeträge

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Gewerbesteuer

    Der Freibetrag kann nicht von Kapitalgesellschaften genutzt werden, denn bei diesen wird der Gesellschafterlohn als Betriebsausgabe berücksichtigt.

    Die wichtigsten Fragen zum Steuerfreibetrag

    Wie kann ich einen Steuerfreibetrag in der Steuererklärung eintragen?

    Einen Steuerfreibetrag muss man zunächst beantragen. Dafür reicht man beim zuständigen Finanzamt einen ausführlichen oder einen vereinfachten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.

    Der vereinfachte Antrag kann genutzt werden, wenn sich der Freibetrag gegenüber dem Vorjahr nicht geändert hat, er geringer ausfällt oder wenn sich nur der Kinderfreibetrag ändert.

    Danach kann man den Betrag in die entsprechende Anlage im Formular eintragen.

    • Wer bei seiner Steuererklärung Hilfe braucht oder noch Fragen hat, muss nicht unbedingt zu einem Steuerberater gehen oder lange im Internet nach Informationen suchen. Viele Finanzämter haben Beratungsstellen, in denen ein Mitarbeiter schnell und unkompliziert Fragen beantwortet und Tipps gibt.

    Wie wird der Grundfreibetrag steuerlich berücksichtigt?

    Der Freibetrag ist immer mit der Einkommensteuer verbunden: Hier wird er so behandelt, als hätte es die Einkünfte der entsprechenden Höhe gar nicht gegeben: Verdient eine Person weniger oder exakt die Summe des Freibetrags (8.820 Euro), entsteht für sie also keine Abgabepflicht.

    • Für Freiberufler: Der Freibetrag hat mit der Umsatzsteuer nichts zu tun! Den eigenen Umsatz darf man nicht mit dem Freibetrag verrechnen und auf diese Weise als geringer ausgeben.

    Welchen Zweck hat der Grundfreibetrag?

    Dieser Steuerfreibetrag dient zwei Zielen:

    • der Existenzsicherung
    • als Anreiz, um arbeiten zu gehen

    Überschreitet das Einkommen den Freibetrag, müssen im Gegensatz zur Freigrenze nicht alle Einnahmen versteuert werden, sondern nur die Einnahmen, die den Freibetrag übersteigen.

    Der Freibetrag beträgt 8.820 Euro, was einem monatlichen Betrag von 735 Euro entspricht.

    Diesen Betrag braucht man nach Schätzungen, um zu überleben. Gäbe es den Freibetrag nicht, wäre die Versuchung zu groß, sich auf die sozialen Sicherungssysteme zu verlassen, statt einer Arbeit nachzugehen.

    Für Eltern reicht diese Summe nicht aus: Wer Kinder hat, darf deshalb einen zusätzlichen Freibetrag in Anspruch nehmen. Als Alternative können sich die Eltern aber auch für das Kindergeld entscheiden.

    • Freibetrag und Kindergeld können nicht gleichzeitig genutzt werden! Eltern können nur entweder das eine oder das andere beantragen.

    Steuerfreibetrag – Vorteile und Nachteile

    • verschafft finanziellen Spielraum
    • erleichtert die Aufnahme von Nebentätigkeiten
    • schafft Arbeitsanreize
    • hilft in schwierigen Situationen: z.B. wenn man alleinerziehend ist
    • die Berechnung der Steuerschuld wird schwieriger
    • die unterschiedlichen Freibeträge verlangen Recherchearbeit
    • die Steuererklärungen werden fehleranfällig, weil sich viele Menschen fälschlich auf einen Freibetrag berufen
    • die Freibeträge verkomplizieren das Steuersystem und sorgen für mehr Bürokratie

    Häufig gestellte Fragen zum Steuerfreibetrag

    Warum gibt es Steuerfreibeträge?

    Steuerfreibeträge haben in erster Linie den Sinn, Steuerzahler zu entlasten. Für ihr Vorhandensein gibt es verschiedene Gründe. Die wohl wichtigsten sind:

    • Manche Steuerfreibeträge sollen die Besteuerung vereinfachen.
    • Andere sollen einen finanziellen Ausgleich für diejenigen Steuerzahler schaffen, die sich gemeinnützig engagieren.
    • Steuerfreibeträge können auch dazu dienen, Steuerzahler mit geringem Einkommen zu entlasten.

    Was ist der Gewerbesteuerfreibetrag?

    Die Steuergerechtigkeit verlangt, dass nicht nur normale Einkommensbezieher, sondern auch Gewerbe einen Freibetrag erhalten. Oft genug sind die Einnahmen einer solchen Firma in Wahrheit die Einkünfte des Besitzers.

    Der Gewerbesteuerfreibetrag berücksichtigt, dass einige Einzelunternehmer und Personengesellschaften den Lohn nicht vom Gewinn abziehen dürfen.

    • Der Gewerbesteuerfreibetrag hat eine Höhe von 24.500 Euro.

    Wie hat sich der Steuerfreibetrag historisch entwickelt?

    Die Geschichte der Einkommensteuer begann nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland aufgrund der Währungsreform neu. Von Anfang an war dabei für die Einkommensteuer auch ein Grundfreibetrag vorgesehen, der allerdings sehr tief lag.

    Der Freibetrag wurde erst 1996 mit dem Existenzminimum verknüpft. Seitdem stieg er stetig an: Im Jahr 2007 lag er beispielsweise noch bei 7664 Euro. Für das Jahr 2014 hat er eine Höhe von 8354 Euro. Innerhalb von sieben Jahren hat er also um rund 700 Euro zugelegt.

    Steuerklassenrechner 2018 – Berechnen Sie Ihre optimale Steuerklasse

    Wenn zwei Menschen heiraten, steht ihnen eine Wahlmöglichkeit bezüglich der Steuerklassen offen. Je nach der Kombination innerhalb des Ehepaares werden andere Regeln der Berechnung genutzt. Durch die Zusammenlegung von Freibeträgen oder strikte Trennung der Einkommen kann je nach Einkommensunterschied gespart werden. Mit unserem Steuerklassenrechner können Sie erfahren, welche Kombination in Ihrem Fall die Günstigste ist.

    Der Rechner wird geladen .

    So funktioniert der Steuerklassenrechner

    Zunächst geben Sie für beide Ehepartner das Bruttoeinkommen im Rechner an. Die dann folgenden Einträge sind die Haupteinflussfaktoren für die Berechnung der für das jeweilige Einkommen zu zahlenden Lohnsteuer. Für beide Partner ermittelt der Rechner sodann anhand der Angaben die monatliche Lohnsteuer für die unterschiedliche Steuerklassen. Dabei werden genau jene Steuerklassen berücksichtigt, die bei einer Zusammenveranlagung möglich sind, nämlich Steuerklasse III, IV und V. Die wiederum möglichen Kombinationen dieser Steuerklassen werden aufgelistet und der gemeinsame monatliche Steueraufwand in Relation gesetzt.

    Die Eingaben

    Neben der Angabe des des Steuerjahrs und des Bruttoeinkommens für beide Ehepartner, können für die Berechnung der monatlichen Lohnsteuer folgende, die Steuer beeinflussende Eingaben gemacht werden.

    Das Geburtsjahr

    Wer vor Beginn eines Jahres 64 ist, hat ab diesem Jahr Anspruch auf den Altersentlastungsfreibetrag. Dieser betrug 2005 40% des Lohnes aber max. 1.900 Euro. Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vom Juli 2004 wird dieser Freibetrag ab 2005 jedes Jahr kontinuierlich gekürzt (2006: 38,4% und max. 1864 Euro) bis 2040 dieser Freibetrag ganz entfällt. Da Bestandsschutz besteht, ist zukünftig für die Höhe des Freibetrages das Erstberechtigungsjahr maßgebend. Deshalb wird hier anhand des Geburtsjahres ermittelt, ab welchem Jahr man bezugsberechtigt war. Wenn das Erstberechtigungsjahr vor 2005 liegt, gilt der Freibetrag von 2005.

    Bundesland der Arbeitsstätte

    Danach richtet sich die Beitragsbemessungsgrenze der Renten- (und Arbeitslosen-) Versicherung. Die westdeutschen Länder haben eine höhere Bemessungsgrenze. In Sachsen arbeitende Arbeitnehmer müssen zudem einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung tragen. Der Arbeitgeber wird dort entlastet. Dafür haben die Sachsen einen arbeitsfreien Tag mehr (Buß- und Bettag)

    Kinderlose ab 24 Jahren zahlen einen etwas höheren Beitrag zur Pflegepflichtversicherung.

    Rentenversicherungspflicht

    Löhne von rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern werden nach der Allgemeinen Tabelle versteuert. Personen, die keiner Rentenversicherungspflicht unterliegen, wie z.B. Beamte und Gesellschafter-Geschäftsführer, werden nach der Besondere Tabelle besteuert, die eine geringere Vorsorgepauschale berücksichtigt.

    Krankenversicherung

    Seit 2015 ist der Krankenkassen-Einheitstarif von der Bundesregierung auf 14,6% zzgl. Zusatzbeitrag (siehe unten) festgelegt. Dies ist der normale Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernehmen jeweils die Hälfte davon. Der ermäßigte Satz beträgt 14,0% zzgl. Zusatzbeitrag und gilt für Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Dazu gehören z.B. Vorruhestandsgeldbezieher und Arbeitnehmer die eine Rente oder eine Pension beziehen. Auch in diesem Fall wird der Beitrag zur Hälfte vom Arbeitnehmer geleistet. Nach Auswahl von "privat versichert " erhalten Sie weitere Eingabefelder zur Angabe Ihrer monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung.

    Kassenindividueller Zusatzbeitrag

    Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer müssen seit 2015 zudem einen von den gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeitrag leisten. Der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag beträgt 2018 gemäß Bundesanzeiger 1,0 Prozent (2017: 1,1 Prozent) und gilt als Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze. In den Steuerjahren vor 2015 gab es diesen kassenindividuellen Zusatzbeitrag nicht. Stattdessen musste der Arbeitnehmer generell einen um 0,9 Prozentpunkte höheren Beitragsanteil leisten. Die durchschnittlichen Sätze von 1,1 %, 1,0 % bzw. der zuvor fixe Satz von 0,9 % werden hier abhängig vom gewählten Steuerjahr automatisch bei der Berechnung berücksichtigt.

    Jahres-Freibetrag aus Lohnsteuerkarte

    Auch dieser beeinflusst natürlich die Höhe der monatlich zu entrichtenden Steuer.

    Das Ergebnis der Steuerklassen-Berechnung

    Der Rechner liefert als Ergebnis Ihrer Eingaben für jede mögliche Steuerklassen-Kombination in den ersten drei Spalten die monatliche steuerliche Belastung für Sie, Ihren Partner und für beide zusammen. Die rechte Spalte zeigt die Differenz zur voraussichtlichen Einkommensteuer. Hieran können Sie ablesen, ob Sie bei Ihrem nächsten Lohnsteuer-Jahresausgleich eher mit einer Steuererstattung rechnen können oder zu einer Steuernachzahlung (bei negativem Wert) aufgefordert werden. Ob Sie die Wahl Ihrer Steuerklassen dabei so ausrichten, um eine Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung zu minimieren oder zu maximieren, entscheiden Sie selbst. Sie sollten für Ihre persönliche Situation entscheiden, welche Kombination der Steuerklassen für Sie die günstigste ist. Am Ende des Jahres zahlen Sie ohnehin eine von der Wahl der Steuerklasse unabhängige Einkommensteuer. Das heißt, der monatliche Effekt der Steuerklassenwahl spielt für die jährliche Einkommensteuerschuld keine Rolle. Unterm Strich zahlt man gleich viel.

    Worum handelt es sich beim Faktorverfahren

    Ehegatten können als Ersatz zur Steuerklassenkombination III/V auch die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wählen. Durch das Faktorverfahren wird erreicht, dass bei jedem Ehegatten oder den Lebenspartnern die steuerentlastenden Vorschriften beim eigenen Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Dieser Vorteil ist bei der Steuerklassenwahl bzw. beim Steuerklassenwechsel zu berücksichtigen. Mit dem Faktor wird außerdem die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens beim Abzug der Lohnsteuer berücksichtigt. Das Faktorverfahren ist nicht verpflichtend, sondern wird nur auf Antrag beider Ehegatten als Steuerklassenkombination angewendet.

    Die möglichen Steuerklassenkombinationen im Überblick

    III/V bzw. V/III

    Die Kombination der Steuerklasen III/V wird meist gewählt, wenn ein Ehepartner deutlich mehr als der andere verdient. Der besser verdienende erhält dann Steuerklasse III, während der geringer verdienende Ehepartner in Klasse V eingestuft wird. In Klasse III fallen verhältnismäßig wenig Steuern an, in V relativ viel. Somit wird die regelmäßige Steuerlast zunächst minimiert.

    Die Kombination IV/IV ist vorteilhaft, wenn beide Ehepartner ungefähr gleich viel verdienen.

    IV/IV mit Faktor

    Seit 2010 besteht bei Steuerklasse IV die Möglichkeit, das Faktorverfahren zu wählen. Das zuständige Finanzamt ermittelt auf Antrag den Faktor, der das Verhältnis der beiden Lohnsteuerbeträge widerspiegelt. Mit diesem Faktor werden die errechneten Lohnsteuern multipliziert. Dadurch wird die stärkere Belastung in Steuerklasse IV gemildert und Nachzahlungen vermieden.

    Tipp 1 zum Steuerklassenrechner : Gemeinsame Steuererklärung ist nicht immer die beste Wahl

    Das sogenannte Ehegattensplitting soll die Steuerlast für verheiratete Paare auf einem verträglichen Level halten. Bei der Einführung dieser Regelung war der Alleinversorger einer Familie das übliche Modell. Da ein einzelnes Einkommen für zwei Personen reichen sollte, wurde auch die Steuerlast auf beide Personen aufgeteilt. Bei Paaren, die beide berufstätig sind, zeigt sich jedoch immer häufiger, dass die getrennte Berechnung der Steuerlast günstiger ausfallen kann. Als Faustregel gilt, je höher der Einkommensunterschied ist, desto vorteilhafter ist die Steuerklassenkombination III/V.

    Tipp 2 zum Steuerklassenrechner : Günstigere Kombination bringt auch Verpflichtungen

    Wenn die Einkommenssituation die gemeinsame Steuererklärung sinnvoll macht, müssen beide Partner die entsprechende Steuerklasse beantragen. Wird die Beantragung versäumt, werden die Steuern weiterhin für beide nach Steuerklasse IV berechnet. Wenn der finanzielle Vorteil des Wechsels nur gering ist, bleibt die Überlegung, den Wechsel nicht zu beantragen. In Steuerklasse IV ist ein Arbeitnehmer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht jedoch bei der Kombination aus den Klassen III und V. Ein Wechsel der Steuerklassen wäre also nur sinnvoll, wenn die zu erwartenden Steuerrückzahlungen auch nach Abzug eventueller Kosten für einen Steuerberater noch relevant sind. Der Steuerklassenrechner teilt aus diesem Grund nicht nur die empfohlene Steuerklassenkombination mit, sondern berechnet auch, mit welchen Steuerlasten bei den verschiedenen Modellen zu rechnen ist. Im Formular können daher für beide Ehepartner detailliert alle steuerlich relevanten Daten eingegeben werden. Sollten natürlich Ausgaben bestehen, die unabhängig von den üblichen Pauschalen von der Einkommenssteuer abgesetzt werden können, kann sich die tatsächliche Steuerlast vom angegebenen Ergebnis unterscheiden.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/, http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/, http://www.smart-rechner.de/steuerklassen/rechner.php

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