Steuerklassen wechseln formular

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    Alleinerziehende in Steuerklasse 2

    Welche Steuerklasse als Alleinerziehend? Alleinerziehende werden in die Steuerklasse 2 eingeordnet, sofern sie mindestens ein minderjähriges und im gleichen Haushalt lebendes Kind betreuen.

    Wie viel Steuer kann man in Steuerklasse 2 sparen? Für Arbeitnehmer in Steuerklasse 2 findet der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Berücksichtigung. Dadurch fallen deutlich weniger Steuern für die betroffenen Personen an.

    Doch wie können Alleinerziehende in Steuerklasse 2 wechseln und wann muss ein solcher Wechsel erfolgen?

    Alleinerziehende in Steuerklasse 2: einfacher Weg in die Steuerklasse

    Grundsätzlich muss der Wechsel hin zu Steuerklasse 2 beim Finanzamt beantragt werden. Dafür steht dem Arbeitnehmer ein Formular zur Verfügung, das direkt beim zuständigen Finanzamt, per Post oder auch per Mail eingereicht werden kann.

    Anschließend führt die Behörde eine Prüfung der Angaben durch und gestattet den Wechsel in die Lohnsteuerklasse 2. Alle wichtigen Voraussetzungen für einen Wechsel in Steuerklasse 2 müssen erfüllt sein.

    • Über die Benachrichtung des Arbeitgebers muss sich der Alleinerziehende keine Gedanken machen. Dieser erfährt die geänderten Lohndaten direkt vom Finanzamt, das nach dem genehmigten Wechsel des Arbeitnehmers in die Lohnsteuerklasse 2 eine entsprechende Mitteilung an diesen abgibt.

    Direkt nach der Geburt des Kindes in Steuerklasse 2 wechseln

    Unter gewissen Umständen ist es für den Alleinerziehenden sogar möglich, direkt nach der Geburt des Kindes in die Lohnsteuerklasse 2 zu wechseln und von den wesentlich geringeren Abzügen in dieser zu profitieren.

    Voraussetzung hierfür ist es,

    • dass verheiratete Mütter und Väter schon im Jahr vor der Geburt getrennt gelebt haben.

    In diesem Fall ist ein weiterer Vordruck beim Finanzamt abzugeben. Dieser trägt die Bezeichnung Erklärung zum dauernden Getrenntleben.

    Sollten Mutter und Vater nicht verheiratet gewesen sein und auch keine Hausgemeinschaft geteilt haben, so ist der Wechsel in die Lohnsteuerklasse 2 direkt nach der Geburt des Kindes ebenfalls möglich.

    Die entsprechenden Vordrucke müssen nicht extra im Finanzamt abgeholt werden, sondern können auch direkt im Internet abgerufen werden.

    Sie stehen auf der Seite des Bundesfinanzministeriums zur Verfügung und können unter http://www.formulare-bfinv.de/ im Formularcenter ausgedruckt werden. In diesem Fall ist allerdings die Kennziffer vom eigenen Finanzamt einzutragen. Diese kann telefonisch erfragt werden.

    Voraussetzungen für Alleinerziehende in Steuerklasse 2

    Um die Vorteile der Steuerklasse in Anspruch nehmen zu dürfen, muss die steuerpflichtige Person die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

    • Es muss mindestens eine nicht volljährige Person im Haushalt leben. Darüber hinaus darf keine weitere volljährige Person im Haushalt leben, die als Erziehungsberechtigter auftreten könnte.

    Folgendes Beispiel verdeutlicht, in welchem Fall die Steuerklasse 2 greift.

    Beispiel: Eine Mutter hat einen minderjährigen und einen volljährigen Sohn

    Maria hat zwei Söhne, mit denen sie zusammenlebt. Benjamin ist 15 Jahre alt und somit minderjährig. Sein Bruder Jonas ist mit seinen 19 Jahren hingegen schon volljährig. In diesem Fall leben zwar zwei erwachsene Personen in einem Haushalt, da Jonas aber Marias Sohn und somit kein Erziehungsberechtigter für Benjamin ist, erfüllt Maria alle Voraussetzungen für Steuerklasse 2.

    Alleinerziehend: Welche Steuerklasse gilt wann?

    Alleinerziehende in Steuerklasse 2 – häufig gestellte Fragen

    Was sind die Unterschiede zwischen Steuerklasse 2 und Steuerklasse 1?

    Sowohl in Steuerklasse 1 als auch in Steuerklasse 2 befinden sich ledige Personen. Der Unterschied ist jedoch, dass die Ledigen in Steuerklasse 2 zudem alleinerziehend sein müssen.

    Nur wer mit mindestens einem minderjährigen Kind zusammenlebt und für dieses das Sorgerecht hat, kann in die Steuerklasse 2 eingeordnet werden. Darüber hinaus darf keine weitere volljährige Person im Haushalt leben, die als Erziehungsberechtigter auftreten könnte.

    Wer hingegen ledig und kinderlos ist oder nicht das Sorgerecht hat, wird der Steuerklasse 1 zugeordnet. Auch Personen, die mit ihrem Partner zusammenwohnen befinden sich in Klasse 1. Sie dürfen aber nicht verheiratet oder eine eingetragene Partnerschaft sein.

    Steuerlicher Unterschied: ein Rechenbeispiel

    Joachim ist ledig und Vater des 7-jährigen Ben. Bisher lebte der Junge bei seiner Mutter. Vor Kurzem hat aber Joachim das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommen, sodass Ben nun bei ihm wohnt.

    Bevor Joachim alleinerziehend war, gehörte er der Steuerklasse 1 an. Bei seinem monatlichen Bruttogehalt von 3200 Euro musste er 484,75 Euro Lohnsteuer zahlen.

    Bei Einzug von Ben wechselte Joachim in die Steuerklasse 2. Diese bietet dem Alleinerziehenden deutlich mehr Vorteile. Bei gleichem Gehalt muss Joachim in Klasse 2 nur noch 437,41 Euro Lohnsteuer zahlen und profitiert vom Entlastungsfreibetrag für Alleinerziehende.

    Wie kann die Steuerklasse 2 beantragt werden?

    Wer in Steuerklasse 2 wechseln möchte, muss dafür beim zuständigen Finanzamt einen Antrag stellen. Dafür sind entsprechende Formulare einzureichen.

    Die notwendigen Steuer-Formulare können Sie hier kostenlos herunterladen:

    Bei einer Änderung der Freibeträge reicht auch der

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern

    • Bei einem Steuerklassenwechsel führt kein Weg am Finanzamt vorbei.
    • Um die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, benötigt man ein spezielles Formular.
    • Nach einer Heirat erhalten beide Partner automatisch die Steuerklasse 4.
    • Sie können diese aber in eine andere Steuerklassenkombination ändern.

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – Voraussetzungen

    Um beim Finanzamt die Steuerklasse ändern zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

    So ist ein Steuerklassenwechsel immer dann möglich oder gar verpflichtend, wenn sich der Familienstand eines Steuerzahlers ändert.

    • Die freie Wahl der Steuerklasse haben grundsätzlich nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartner. Ihnen stehen drei mögliche Steuerklassenkombinationen zur Verfügung. Für alle anderen gibt es festgelegte Steuerklassen, die im Regelfall nicht gewechselt werden können.

    Ehepaare werden bei Heirat automatisch in die Steuerklasse 4 einsortiert. Die Steuerklassenkombination 4/4 ist immer dann für ein Paar günstig, wenn es in etwa gleich höhe Einkünfte hat. Liegen die Gehälter weit auseinander (Einkommensverhältnis von 60/40 Prozent oder mehr), bietet sich die Steuerklassenkombination 3/5 an. Auch die Variante 4/4 mit Faktor ist für Ehepaare denkbar. Mit dem Formular zur Änderung können Ehepaare die Steuerklasse beim Finanzamt ändern lassen.

    Singles mit/ohne Kinder

    Singles ohne Kinder werden in den allermeisten Fällen in die Steuerklasse 1. Singles mit Kindern werden nach Steuerklasse 2 veranlagt.

    Von dieser Regelung gibt es jedoch bestimmte Ausnahmen. So kann die Steuerklasse 2 nur von Personen in Anspruch genommen werden, die dauerhaft mit einem minderjährigen Kind in einem Haushalt leben, für das sie das Sorgerecht besitzen und demzufolge auch kindergeldberechtigt sind. Des Weiteren darf keine zusätzliche volljährige Person mit im Haushalt wohnen, die als Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Eingetragene Lebenspartnerschaften

    Für eingetragene Lebenspartnerschaften war es bis einschließlich 2013 nicht in allen Bundesländern uneingeschränkt möglich, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Oftmals verblieben sie in der Steuerklasse 1 oder 2, hatten unter bestimmten Umständen aber durchaus Chancen, die Steuerklassenkombination 3/5 zu wählen.

    Mittlerweile sind eingetragene Lebenspartner mit Verheirateten gleichgestellt und können genau wie diese eine von drei Steuerklassenkombinationen (4/4, 3/5 und 4/4 mit Faktor) wählen. Um die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, können eingetragene Lebenspartnerschaften auf das Formular zur Änderung zurückgreifen.

    Übersicht: Für wen gilt welche Steuerklasse?

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – mögliche Gründe

    Die Wahl der Steuerklasse haben nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften. Doch wann ist ein Steuerklassewechsel für diese Personen sinnvoll und in welchen Situationen ist es auch für Ledige, Alleinerziehende und Verwitwete ratsam oder sogar erforderlich, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern?

    Bei Heirat oder Eintragung einer Lebenspartnerschaft

    Wer heiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht, wird automatisch von Steuerklasse 1 oder 2 in Steuerklasse 4 verlegt. Ist die Steuerklassenkombination 4/4 für das frischgebackene Ehepaar ungünstig, kann es einmal jährlich die Steuerklasse wechseln. Weitere Kombinationsmöglichkeiten sind 3/5 und 4/4 mit Faktor.

    Nach der Scheidung

    Entscheidet sich ein Ehepaar dazu, fortan getrennte Wege zu gehen, hat dies auch Einfluss auf die Steuerklassen. Im Jahr der Trennung, dem sogenannten Trennungsjahr, haben die Partner die Möglichkeit, weiterhin in ihren Steuerklassen zu bleiben. Sobald das Paar allerdings als geschieden gilt, werden die ehemaligen Partner nach Steuerklasse 1 verlangt.

    Einzige Ausnahme: Ist aus der Ehe ein Kind hervorgegangen, für das einer der Partner das alleinige Sorgerecht hat, kann er Steuerklasse 2 zugeordnet werden.

    Nach der Geburt eines Kindes

    Bekommt ein Ehepaar Nachwuchs, so hat dies zunächst keinen Einfluss auf die Steuerklasse. Bekommt eine ledige Person hingegen ein Kind, hat sie die Möglichkeit, von Steuerklasse 1 in Steuerklasse 2 zu wechseln.

    Voraussetzung für die Änderung der Steuerklasse: Die Person muss das alleinige Sorgerecht haben und darf mit keinem weiteren Volljährigen zusammenleben, der als Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Tod des Partners

    Stirbt ein Ehepartner, kann die verwitwete Person im Jahr des Todes und im darauffolgenden Jahr nach Steuerklasse 3 veranlagt werden. Nach dieser Zeit wird die Witwe bzw. der Witwer als ledig angesehen und der Klasse 1 zugeordnet.

    Ist ein minderjähriges Kind vorhanden, kann es in bestimmten Fällen für Witwen günstiger sein, die Steuerklasse 2 zu wählen. Entsprechend die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern, kann in diesem Fall auch vor Ablauf der Zeit in Lohnsteuerklasse 3 möglich sein.

    Änderung der Einkommensverhältnisse

    Erhält ein Ehepartner eine Gehaltserhöhung oder verringert sich das Einkommen eines Partners zum Beispiel aufgrund eines Jobwechsels, kann es für Ehepaare ratsam sein, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können zwischen den Steuerklassenkombinationen 4/4, 3/5 und 4/4 mit Faktor wählen.

    Angaben für das Formular zur Änderung der Steuerklasse:

    Das Formular zur Änderung der Steuerklasse benötigt nur wenige Angaben. So muss unter anderem:

    • der Name und der Geburtsname
    • das Geburtsdatum
    • der Wohnort und
    • der Familienstand

    eingetragen werden. Darüber hinaus muss die Steuer-Nummer und die Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer angegeben werden und selbstverständlich muss der gewünschte Wechsel aufgeführt werden. Ehe- und Lebenspartner, die beim Finanzamt die Steuerklasse ändern möchten, können dies gemeinsam oder alleine tun.

    • Für wen ein Steuerklassenwechsel möglich ist, kann diesen einmal jährlich vollziehen. Der Stichtag ist der 30. November. Wer ein persönliches Gespräch bevorzugt, sollte einen Termin mit einem Ansprechpartner im zuständigen Finanzamt vereinbaren.

    Die Situation beim Steuerklassenwechsel früher und heute

    Seit dem 1.1.2013 ist das ELStAM-Verfahren (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) aktiv. Die Meldebehörde übermittelt nach einer Eheschließung oder Scheidung die Daten automatisch an das Finanzamt.

    Nach einer Heirat werden beide Partner automatisch in die Steuerklassen 4/4 eingeordnet. Möchte man die Steuerklassen 3/5, muss diese Änderung weiterhin per Formular beantragt werden.

    • Ändert ein Ehepartner seine Steuerklasse, hat dies zwangsläufig auch Konsequenzen für den anderen Partner. So ist zum Beispiel die Steuerklasse 3 nur in Kombination mit der Steuerklasse 5 und niemals mit der Steuerklasse 4 möglich.

    Viele kennen wahrscheinlich noch folgendes Verfahren: Wer die Steuerklasse beim Finanzamt ändern wollte, musste sich vorher die Lohnsteuerkarte vom Arbeitgeber aushändigen lassen.

    Erst dann konnte man sich zusammen mit dem Formular zur Änderung der Steuerklasse zum Finanzamt begeben. War die neue Steuerklasse eingetragen, konnte die Lohnsteuerkarte sofort wieder beim Arbeitgeber hinterlegt werden.

    Die Steuerklasse beim Finanzamt ändern – ein Fallbeispiel

    Mia und Max sind verheiratet und seit ihrer Eheschließung der Steuerklasse 4 zugeordnet. Da beide ein ähnlich hohes Einkommen haben, war diese Steuerklassenkombination bilang am sinnvollsten für das Paar.

    Nun hat Mia eine Gehaltserhöhung erhalten und erzielt damit ein wesentlich höheres Einkommen als ihr Ehemann. Aus diesem Grund entscheidet sich das Paar dazu, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern. Sie beantragen einen Wechsel hin zu der Steuerklassenkombination 3/5.

    Häufig gestellte Fragen zur Änderung der Steuerklasse beim Finanzamt

    Wann muss die Steuerklasse gewechselt werden?

    Ein Wechsel der Lohnsteuerklasse erfolgt zwingend immer dann, wenn die Grundlage für die bisherige Einstufung entfallen ist.

    So ist ein Wechsel in folgenden Fällen erforderlich:

    • Heirat
    • Scheidung
    • Geburt eines Kindes bei Alleinerziehenden
    • Tod des Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners

    In folgenden Situationen kann es für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner zudem sinnvoll sein, die Steuerklasse beim Finanzamt zu ändern:

    • Gehaltsprung bzw. Verringerung der Einkünfte
    • Bevorstehende Arbeitslosigkeit
    • Bevorstehender Bezug von Elterngeld

    Wann sollte man die Steuerklasse wechseln?

    Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, einen Wechsel der Lohnsteuerklasse zumindest in Erwägung zu ziehen.

    Zum Beispiel ist es ratsam, die Steuerklasse zu wechseln, wenn man verheiratet ist und einer der Partner einen deutlichen Gehaltssprung (in die eine oder andere Richtung) macht. Gewechselt wird in diesem Fall von der gemeinsamen Steuerklasse 4 in die Klassen 3 und 5.

    • Wer sich trennt, aber vor der Scheidung zumindest zeitweise noch zusammenlebt, muss nicht wechseln.

    Wann und wie wird der Wechsel der Steuerklasse vollzogen?

    Ändert sich die Lebenssituation, ist es problemlos möglich, einmal pro Jahr die Lohnsteuerklasse zu wechseln. Wie dies genau durchzuführen ist, wird weiter unten erläutert. Zunächst muss die Frage geklärt werden, wann bzw. warum es sich lohnt, die Steuerklasse zu wechseln.

    Die meisten Menschen versprechen sich sehr viel von einem Wechsel der Steuerklasse. Das liegt daran, dass viel Unklarheit über den Sinn und Zweck der Steuerklasse herrscht. Viele denken, dass der Wechsel in eine günstigere Steuerklasse auch zu einem höheren Einkommen führt. Das ist so jedoch nicht richtig.

    Der Wechsel in eine andere Steuerklasse kann zwar zu einem höheren monatlichen Nettoeinkommen verhelfen, im Rahmen einer Einkommensteuererklärung am Jahresende wird dies jedoch wieder nivelliert.

    Was muss vor dem Wechsel der Steuerklasse beachtet werden?

    Vor dem Wechsel der Steuerklasse ist zunächst einmal zu klären, wer überhaupt wechseln darf. Für die meisten Arbeitnehmer gelten gesetzlich festgelegte Steuerklassen, die sie eben nicht selbst wechseln können. So werden

    • Singles stets in Steuerklasse 1 eingeteilt
    • Alleinerziehende unter bestimmten Voraussetzungen in Steuerklasse 2
    • Menschen, die zusätzlich zu einem Vollzeitjob eine Nebentätigkeit ausführen, in Steuerklasse 6.

    Wählbar sind folglich nur die Steuerklassen 3, 4 und 5. Daraus ergibt sich, dass überhaupt nur Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften Steuerklassen wählen können.

    Die Steuerklasse wechseln

    Ein Steuerklassenwechsel sollte in Erwägung gezogen werden, wenn sich die Lebenssituation oder das Einkommensverhältnis einer Person ändert. Ein Wechsel kann einmal im Jahr vollzogen werden und bietet sich besonders für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner an.

    Aber auch nach der Scheidung bzw. bei Trennung, bei eintretender Arbeitslosigkeit oder beim Bezug von Elterngeld kann ein Wechsel sinnvoll oder gar erfoderlich sein.

    Dafür müssen die Steuerzahler nur ein ausgefülltes Formular an das zuständige Finanzamt schicken. Die Frist hierfür ist der 30. November eines Jahres. Mit einem Wechsel hin zu einer günstigeren Lohnsteuerklassenkombination – z. B. von 4/4 auf 3/5 oder umgekehrt – können letztlich Steuern eingespart werden.

    Steuerklasse wechseln – in der Praxis einfach

    Der eigentliche Wechsel der Steuerklasse ist sehr einfach. Dazu müssen die Betroffenen ein Formular ausfüllen und unterschrieben an das zuständige Finanzamt schicken.

    • Möchte ein Ehepaar oder eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft die Steuerklassen wechseln, ist es zwingend erforderlich, dass beide Partner mit dem Wechsel einverstanden sind und beide das Formular unterschreiben.

    Für wen ein Steuerklassenwechsel möglich ist, kann diesen einmal jährlich vollziehen. Wer ein persönliches Gespräch bevorzugt, sollte einen Termin mit einem Ansprechpartner im zuständigen Finanzamt vereinbaren.

    Steuerformulare 2017

    Wer kann/muss die Steuerklasse wechseln? – eine Übersicht

    Steuerklasse wechseln in besonderen Lebenssituationen

    Nach der Heirat werden alle Ehepaare automatisch in die Steuerklasse 4 eingeordnet. Ehepartner, die beide in etwa gleich verdienen, sollten bei dieser Steuerklassenkombination bleiben.

    Verdient ein Ehepartner deutlich mehr, macht es in der Regel Sinn, dass sich der Besserverdiener in Lohnsteuerklasse 3 veranlagen lässt. Der Partner mit dem niedrigeren Einkommen wechselt in Steuerklasse 5.

    Der Wechsel der Steuerklasse resultiert in einem deutlich höheren Nettoeinkommen.

    Ein solcher Wechsel kann für Ehepaare bzw. gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften immer wieder sinnvoll sein. Erhält ein Partner beispielsweise eine deutliche Gehaltserhöhung, kann es auch hier von Vorteil sein, von der Steuerklassenkombination 4/4 zu 3/5 zu wechseln.

    Plant man eine Schwangerschaft, lohnt sich der Wechsel in die Steuerklassen 3/5. Dabei sollte der Partner, der später das Elterngeld bezieht, in die Steuerklasse 3 wechseln. Denn das Elterngeld wird auf Basis des letzten Nettoeinkommens berechnet. Da die Steuerklasse 3 die Klasse mit den geringsten Abzügen ist, fällt am Ende auch das Elterngeld höher aus.

    Paare, die sich zu einer Scheidung entschlossen haben, diese jedoch noch nicht vollzogen ist, können sich gemeinsam veranlagen lassen. Zwar gelten im Trennungsjahr Ausnahmen, doch wenn man belegen kann, dass man während des Trennungsjahrs immer noch zumindest teilweise zusammengelebt hat, wird auch hier eine gemeinschaftliche Veranlagung vom Finanzamt meistens akzeptiert.

    • Lebt man „nur“ in einer Lebenspartnerschaft, ist es nicht möglich, sich gemeinsam veranlagen zu lassen. Somit ist es auch nicht möglich, die Steuerklasse zu wechseln. Diese Lebenspartnerschaft ist nicht mit einer eingetragenen Lebensparterschaft zu verwechseln. Für diese gelten dieselben Möglichkeiten wie für Ehepaare.

    Droht in näherer Zukunft Arbeitslosigkeit, macht es Sinn, in eine günstigere Steuerklasse zu wechseln.

    Das Arbeitslosengeld wird basierend auf dem letzten Nettoeinkommen berechnet. Wechselt man rechtzeitig in eine Steuerklasse mit weniger Abzügen, kann man somit das Nettoeinkommen und folglich auch das Arbeitslosengeld etwas erhöhen.

    Alleinerziehende werden in der Regel in Steuerklasse 2 eingeordnet. Es muss jedoch die Voraussetzung erfüllt sein, dass sie mindestens ein minderjähriges und im gleichen Haushalt lebendes Kind betreuen. Des Weiteren darf die alleinerziehende Person mit keinem anderen Erwachsenen eine gemeinsame Haushaltsführung haben.

    Für Arbeitnehmer in Steuerklasse 2 findet der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b) Berücksichtigung. Dadurch fallen deutlich weniger Steuern für die betroffenen Personen an.

    Wer in Steuerklasse 2 möchte, muss beim zuständigen Finanzamt einen Wechsel beantragen. Dafür steht dem Arbeitnehmer ein Formular zur Verfügung, das direkt beim zuständigen Finanzamt, per Post oder auch per Mail eingereicht werden kann.

    • Durch erwachsene Kinder ohne Kindergeldanspruch im Haushalt entfällt der Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nach § 24b EStG.

    Sonderfall: Steuerklassenwechsel als Witwe

    Der Staat hilft einer Witwe bzw. einem Witwer nach dem Tod des Ehepartners, indem er besondere Einstufung der Steuerklasse vornimmt. Verwitwete werden für das Jahr, in dem der Partner verstorben ist sowie für das darauffolgende Jahr in die Steuerklasse 3 eingestuft. Der Vorteil dabei: In der Steuerklasse 3 erhält die Witwe bzw. der Witwer die höchsten Freibeträge.

    Endet die Zeit in Steuerklasse 3, so wird die verwitwete Person in die Steuerklasse 1 eingestuft. Sie verliert folglich ihre Privilegien und wird vom Staat als eine ledige Person betrachtet. Jedoch gibt es hier auch Ausnahmen: Wer minderjährige, im Haushalt lebende Kinder hat oder als Witwe bzw. Witwer eine neue Ehe eingeht, wird nicht in Steuerklasse 1 einsortiert.

    • Die Einordnung des Hinterbliebenen in Steuerklasse 3 erfolgt automatisch. Die Meldeämter übermitteln den Zeitpunkt des Todes an die Datenbank der Finanzverwaltung.

    Häufig gestellte Fragen zum Steuerklassenwechsel

    Wann sollte man die Steuerklasse wechseln?

    Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, einen Wechsel der Lohnsteuerklasse zumindest in Erwägung zu ziehen.

    Zum Beispiel ist es ratsam, die Steuerklasse zu wechseln, wenn man verheiratet ist und einer der Partner einen deutlichen Gehaltssprung (in die eine oder andere Richtung) macht. Gewechselt wird in diesem Fall von der gemeinsamen Steuerklasse 4 in die Klassen 3 und 5.

    • Wer sich trennt, aber vor der Scheidung zumindest zeitweise noch zusammenlebt, muss nicht wechseln.

    Wird das Nettoeinkommen durch einen Wechsel der Steuerklasse grundsätzlich höher?

    Nein. Der Wechsel in eine andere Steuerklasse kann zwar zu einem höheren monatlichen Nettoeinkommen verhelfen, im Rahmen einer Einkommensteuererklärung am Jahresende wird dies jedoch wieder nivelliert. Vor allem in der Steuerklassenkombination 3/5 sind Steuernachzahlungen sehr häufig.

    Wann sollten Ehepaare die Steuerklasse wechseln?

    Die automatische Einstufung eines Ehepaares ist für beide Partner die Steuerklasse 4.Der Gesetzgeber hat jedoch erlaubt, dass Ehepaare auch die Steuerklassenkombination 4/4 mit Faktor wählen können. Hiermit soll erreicht werden, dass die zu zahlende Steuer in einem besseren Verhältnis zum tatsächlichen Einkommen steht: Wer mehr verdient, zahlt mehr, wer weniger verdient, zahlt weniger.

    Verdient ein Ehegatte deutlich mehr als der andere, macht ein Wechseln hin zu der Steuerklassenkombination 3 und 5 Sinn. Der Partner mit dem höheren Einkommen wählt die Klasse 3, der andere Steuerklasse 5. Auf das höhere Gehalt wird dann ein geringerer Steuersatz angewendet, was für den Partner mit der Steuerklasse 3 zu einem größeren Nettoeinkommen führt. Der Ehegatte in Steuerklasse 5 hat hingegen sehr hohe Abzüge. In Verbindung mit Steuerklasse 3 kann das Paar jedoch insgesamt einen maximalen steuerlichen Vorteil geltend machen.

    Welche Nachteile hat die Steuerklassenkombination 3/5?

    Die Wahl der Steuerklasse 3/5 hat jedoch den entscheidenden Nachteil, dass diese Paare in jedem Fall eine Steuererklärung am Jahresende abgeben müssen. Bei der Klassenkombination 4/4 ist das nicht erforderlich.

    Die Abgabe der Steuererklärung ermöglicht es dem Finanzamt, durch die Addition der beiden Einkommen und die Anwendung des Ehegattensplittings eventuell zu wenig gezahlte Steuern nachzufordern.

    • Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei der Steuerklasse 3/5 fast immer eine Steuernachzahlung erfolgt. Der Wechsel lohnt sich nur dann, wenn der Einkommensunterschied zwischen den beiden Einkommen mindestens 40/60 Prozent beträgt.

    Der Steuerklassenwechsel kann jedoch auch aus einem anderen Grund wichtig sein. Dadurch, dass sich bei einem Arbeitnehmer das Nettoeinkommen erhöht, hat er den Vorteil, dass bei allen staatlichen Zahlungen, die auf dem Nettoeinkommen beruhen, eine höhere Zahlung erzielt wird.

    Wirkt sich der Wechsel der Steuerklasse auf das Elterngeld aus?

    Man kann einen gewissen steuerlichen Vorteil erzielen, wenn man rechtzeitig aus der Steuerklassenkombination 4/4 in die Steuerklassenkombination 3/5 wechselt. Derjenige, der das Elterngeld bezieht, erhält die Steuerklasse 3. Dabei gelten allerdings enge Fristen, die insbesondere von den werdenden Mütter nur schwer eingehalten werden können.

    Wer die Fristen einhalten kann, für den lohnt sich dieser Wechsel, da das Elterngeld aufgrund des Nettoeinkommens der zurückliegenden 12 Monate berechnet wird.

    Die Fristen für den Wechsel:
    • Mütter sollten mindestens 7 Monate vor dem Mutterschutz die Steuerklasse wechseln,
    • Väter 7 Monate vor der Geburt.

    Ändert sich die Höhe des Arbeitslosengeldes nach einem Wechsel?

    In der Tat ist das Arbeitslosengeld von der Lohnsteuerklasse abhängig. So ist bei Steuerklasse 4 das Arbeitslosengeld höher als bei Steuerklasse 5.

    Wechselt zum Beispiel der Ehepartner, der einer Erwerbstätigkeit nachgeht, die Steuerklasse von 4 auf 3, kann es zu Problemen mit dem Arbeitsamt kommen, da der Wechsel erst bei bereits bestehender Arbeitslosigkeit erfolgt ist.

    • Es wird daher vor dem Antrag auf einen Wechsel der Steuerklasse dringend empfohlen, sich direkt an das Arbeitsamt zu wenden, und um Klärung zu bitten. Auf diese Weise können Probleme, die durch einen Wechsel der Steuerklasse während einer bestehenden Arbeitslosigkeit entstehen können, vermieden werden.

    Wer kann die Steuerklasse wechseln?

    Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften können die Steuerklassen wechseln. Zudem können Personen, die zukünftig alleinerziehend sind, das alleinige Sorgerecht haben und das Kindergeld beziehen, in eine andere Klasse wechseln.

    Steuerklasse wechseln: drei Beispiele

    Nachfolgend finden Sie drei Szenarien für den Steuerklassenwechsel.

    Szenario 1: Eheschließung zweier steuerpflichtiger Personen (keine Kinder)

    Für beschäftigte Singles gilt in Deutschland Lohnsteuerklasse 1 – sofern keine Kinder vorhanden sind. Im Zuge der Eheschließung wird automatisch eine Mitteilung an die Finanzbehörden erstellt.

    Diese ordnen beiden Ehepartnern im Anschluss die Merkmale aus Lohnsteuerklasse 4 zu. Ein Antrag auf Steuerklassenwechsel ist nicht erforderlich. Inzwischen gilt diese Regelung auch für Lebenspartnerschaften.

    Szenario 2: Eine steuerpflichtige Person erzieht ein Kind nach der Trennung allein

    Hier sind zwei Aspekte von Bedeutung: Einmal die Tatsache der Trennung und auf der anderen Seite der Aspekt Kind. Letzteres führt schlussendlich nicht dazu, dass der Steuerpflichtige in Steuerklasse 1 eingeordnet wird – sondern sich auf Antrag in Steuerklasse 2 einreiht und hier vom Entlastungsbetrag profitiert.

    Szenario 3: Ehepartner erwarten in einigen Monaten ein Kind

    In diesem Zusammenhang gilt vorab, dass beide Ehe- bzw. Lebenspartner (sofern es bisher keinen Anlass zum Wechsel der Steuerklasse gegeben hat) in Lohnsteuerklasse 4 eingeordnet sind.

    Da in Deutschland der Bezug von Elterngeld bzw. dessen Höhe an das Nettoeinkommen gekoppelt ist, bietet sich der Wechsel in Steuerklasse 3/5 an. Durch die günstigeren Freibeträge profitiert einer der beiden Partner später in Form eines höheren Leistungsbezugs.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/alleinerziehende-in-steuerklasse-2/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/steuerklasse-beim-finanzamt-aendern/, http://www.steuerklassen.com/steuerklasse-wechseln/

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