Steuerklassenrechner elterngeld

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    FГјr wen sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt

    Heirat und Lebenspartnerschaft: Г„ndert sich das Gehalt oder ist ein Kind unterwegs, kann ein Steuerklassenwechsel mehrere tausend Euro bringen.

    Grundsätzlich können nur Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner ihre Steuerklasse wählen und aktiv wechseln. Kaum Spielraum in Sachen Steuerklassenwahl gibt es für Ledige. Sie bekommen vom Finanzamt automatisch die Steuerklasse I (1) oder II (2) zugewiesen, bis sich der Familienstand ändert.

    Geändertes Gehalt: Das ganze Jahr rückwirkend Vorteile nutzen

    Wer verheiratet oder verpartnert ist, kann bis zum 30. November eines Kalenderjahres die Lohnsteuerklasse beim Finanzamt wechseln. Die neue Kombination ist dann rückwirkend für das ganze letzte Jahr wirksam. Sinnvoll ist das für diejenigen Paare, bei denen sich das Gehalt verändert hat:

    • Verdient der eine deutlich mehr als der andere, ist die Kombination Steuerklasse III (3) und Steuerklasse V (5) steuerlich am besten.В
    • Verdienen beide in etwa das Gleiche, sollten sie die Kombination Steuerklasse IV (4) und IV (4) behalten – wer heiratet, erhГ¤lt diese Kombination automatisch.

    Außerdem gibt es noch eine dritte Kombination: IV und IV mit Faktor. Das Faktorverfahren stellt seit 2009 eine Ergänzung zum Ehegattensplitting mit den bekannten Steuerklassen-Kombination dar. Steuernachzahlungen werden dadurch weitgehend vermieden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Artikel Steuerklasse IV (4) mit Faktor: Das sind die Vorteile.

    In der Regel kann ein Ehegatte mit der Steuerklasse III (3) oder V (5) ohne Zustimmung seines Partners einen Wechsel der Steuerklasse beantragen. Beide haben dann Klasse IV (4).В В

    Arbeitslosigkeit: Lasse Sie sich im Vorfeld beraten!

    Problematisch wird es, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen-Kombination während der Arbeitslosigkeit wechseln möchten. Die Agentur für Arbeit berücksichtigt den Wechsel der Steuerklasse nur, wenn sich daraus ein niedrigeres Arbeitslosengeld ergibt. Deshalb lassen Sie sich bei drohender Arbeitslosigkeit im besten Fall schon im Vorfeld beraten, denn ein Steuerklassenwechsel kann sich lohnen.

    Elternzeit: Die ungГјnstigere Steuerklasse kann die bessere sein

    Nach der Geburt eines Kindes können Väter und Mütter für maximal 14 Monate Elterngeld beziehen – und den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Zwei weitere Monate gibt es, wenn der ebenfalls berufstätige andere Elternteil das Kind betreut. Der Staat zahlt Eltern zwischen 65 und 67 Prozent des Nettoverdienstes, aber mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro monatlich. Wie viel Elterngeld der Einzelne erhält, richtet sich nach dem Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate. Die einfache Faustregel: Wer viel verdient, der bekommt auch mehr Elterngeld.

    Neu ist, dass Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, dass sogenannte ElterngeldPlus beantragen können. Sie bekommen dann doppelt so lange Elterngeld und in maximal halber Höhe des Basiselterngeldes – also mindestens 150 Euro und höchstens 900 Euro monatlich.

    Ein Beispiel: Sabine und Ihr Mann arbeiten beide Vollzeit und haben sich für die Kombination IV/IV entschieden. Sabine ist schwanger und wird nach er Geburt Zuhause bleiben, um sich um das gemeinsame Kind zu kümmern. Da das Elterngeld deshalb anhand von Sabines Gehalt berechnet wird, wechselt sie in Steuerklasse III. In dieser Steuerklasse hat Sabine deutlich geringere Abzüge, also mehr Netto vom Brutto. Ihr Mann muss dann aber Steuerklasse V wählen, die eine höhere Steuerlast mit sich bringt.

    Der Steuerklassenwechsel vor der Geburt eines Kindes ist vom Gesetzgeber erschwert worden. Jeder, der in Elternzeit gehen und vorher seine Steuerklasse ändern will, muss das sieben Monate vor dem Beginn der Elternzeit tun. Demnach bleiben nach der Empfängnis zwei Monate Zeit, um einen Termin beim Finanzamt für den Steuerklassenwechsel für das Elterngeld zu machen.

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    Гњberblick

    Steuer ABC

    Wissenswert

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    Elterngeld

    Sie erwarten Nachwuchs? Hier erfahren Sie wie es in der nächsten Zeit finanziell aussieht. Wir errechnen aus Ihren aktuellen Brutto das maßgebliche Netto für die Berechnung des voraussichtlichen Elterngeldes.

    Informationen zum Freibetrag

    Informationen zur Steuerklassen

    die für jeden Arbeitnehmer in der Lohnsteuerkarte festgelegt werden.

    Steuerklasse II: Ledige oder Allein-Lebende mit Kindern

    Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener

    Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener

    Steuerklasse V: Verheirateter mit Nebenverdienst

    Steuerklasse VI: Nebenverdienst eines bereits anderweitig angestellten Arbeitnehmers.

    Das Elterngeld ist eine Zahlung für Eltern, die aufgrund der Betreuung eines Kindes nicht oder nicht voll erwerbstätig sind bzw. ihre Erwerbstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbrechen. Das Elterngeld soll Eltern bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlage unterstützen. Es wird über den Zeitraum des Mutterschutzes hinaus gezahlt, maximal für insgesamt 14 Monate. In Deutschland gilt dies für ab dem 01. Januar 2007 geborene Kinder. Für zwischen Anfang 1986 und Ende 2006 geborene Kinder wurde Erziehungsgeld gezahlt.

    Wie wird die Höhe des Elterngeldes bestimmt?

    Das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes ist in der Regel maßgebend für die Höhe des Elterngeldes. Hier gibt es folgende Staffelung: Bei Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent, bei Voreinkommen von 1.220 Euro zu 66 Prozent und bei Voreinkommen von mindestens 1.240 Euro zu 65 Prozent.

    Für Geringverdiener mit einem Gehalt unter 1.000 Euro vor der Geburt des Kindes steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent. Es gilt folglich: Je geringer das Einkommen der Eltern, desto höher ist die Ersatzrate. Die allgemeinen Beschränkungen für das Elterngeld sind absolut mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro.

    Das Mindestelterngeld von 300 Euro erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und eine Arbeitszeit von höchstens 30 Stunden in der Woche vorweisen können. Hierzu zählen auch Hausfrauen und Hausmänner, Studierende und Eltern, die aufgrund der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben.

    Netto-Gehalt: Vorsicht bei Kombination der Steuerklassen V und III

    Netto-Gehalt : Mehr Nettolohn mit der richtigen Steuerklasse

    Vorsicht bei Kombination der Steuerklassen V und III

    Wie sich die Wahl der Steuerklasse konkret auswirkt, zeigt ein Beispiel: Verdienen zwei kinderlose Angestellte (voll sozialversicherungspflichtig und gesetzlich krankenversichert) in Nordrhein-Westfalen zusammen 100.000 Euro brutto im Jahr, wovon ein Partner 20.000 Euro, der andere aber 80.000 Euro verdient, ergeben sich große Unterschiede je nach gewählten Steuerklassen. Würde der Besserverdienende die Steuerklasse III, der Geringverdiener die Steuerklasse V wählen, läge die laufende Lohnsteuer rund 1750 Euro unter der später fälligen Einkommensteuer (je nach individuellen Werbungskosten oder sonstigen steuerlich relevanten Posten kann das Ergebnis aber deutlich anders aussehen). Würden sie hingegen die eher unlogische Variante wählen, und den Geringverdiener in Steuerklasse III führen lassen, hätten sie laufend über 6000 Euro im Jahr zu viel an Steuer gezahlt.

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    Keine Pflicht zur Steuererklärung für Steuerklassen IV / IV

    Wegen dieser oft sehr großen Abweichungen bei der Kombination von Steuerklasse V und III zwischen laufender Lohnsteuer und der später festgesetzten Einkommensteuer, führt die Wahl dieser Steuerklassen auch immer zur Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben. Bei Steuerklasse IV ist das anders: Grundsätzlich sind Angestellte dann nicht verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen. Gleiches gilt auch für Alleinstehende, die mit Steuerklasse I geführt werden. Bestimmte andere Umstände, etwa hohe sonstige Bezüge, können aber auch in solchen Fällen zur Abgabepflicht führen.

    Wollten die Beispiel-Ehepartner ihre spätere Einkommensteuer möglichst genau treffen und sich vor Überraschungen schützen, könnten sie Steuerklasse IV mit Faktor wählen. Die Differenz zwischen laufender Lohnsteuer und späterer Einkommensteuer läge dann nur bei etwa 20 Euro.

    Dienstwagen :  Steuern sparen mit dem Fahrtenbuch

    Der Dienstwagen ist ein geldwerter Vorteil und muss entsprechend versteuert werden. Wie Selbstständige und Arbeitnehmer mit etwas Aufwand Tausende Euro gegenüber dem Finanzamt herausholen können.

    Verdienen beide Ehepartner hingegen ähnlich viel, führen die unterschiedlichen Steuerklasse-Alternativen kaum zu nennenswerten Unterschieden. Verdient ein Ehepartner etwa 50.000 Euro brutto im Jahr, der andere 60.000 Euro, lägen die verschiedenen Varianten dicht beieinander. Einzig wenn der etwas geringer verdienende Partner die Steuerklasse III bekäme, der andere die Steuerklasse V (also erneut die eher unlogische Aufteilung), würde der laufende Lohnsteuerabzug zu etwa 1200 Euro zu viel an gezahlter Steuer führen.

    Der Antrag auf Steuerklassenwechsel ist an das zuständige Finanzamt zu richten. Das Formular finden Sie im Internet unter www.formulare-bfinv.de – Unterpunkte Steuern und dann Lohnsteuer („Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“).

    Übrigens: Paare, die sich trennen, müssen dem Finanzamt dies in einer „Erklärung zum dauernden Getrenntleben“ auch mitteilen und bekommen dann wieder je die Steuerklasse I. Entscheidend ist nämlich nicht eine rechtskräftige Scheidung – die vielleicht erst Jahre später erfolgt -, sondern das Ende der häuslichen Gemeinschaft. Kommt es zur Versöhnung, und ziehen beide wieder in einen gemeinsamen Haushalt, können sie wieder zurück wechseln. Auch dafür gibt es ein Extra-Formular: „Erklärung zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft/der Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz“. Dann können beide wieder zwischen den Kombinationen III/V und IV/IV wählen. Auch diese Erklärung sollte bis zum 30.November erfolgen, damit sie für das gesamte Jahr greift.

    Wer muss eine Einkommensteuererklärung machen?

    Keine Pflicht zur Steuererklärung

    Alleinstehende Arbeitnehmer, die nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, müssen in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Das ändert sich, wenn .

    Nebeneinkünfte

    – wenn Nebeneinkünfte von mehr als 410 Euro pro Jahr erzielt wurden.

    Mehrere Arbeitgeber

    – der Arbeitnehmer bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt ist oder war.

    Gesamtbetrag der Einkünfte über 8.130 Euro

    – keine Einkünfte aus einer Arbeitnehmertätigkeit mit Lohnabzug erzielt wurden, aber der Gesamtbetrag der Einkünfte bei einem Ledigen im Jahr 2016 beispielsweise durch eine Rente über 8.652 Euro liegt.

    Lohnersatzleistungen

    – Lohnersatzleistungen wie beispielsweise Arbeitslosen- und Elterngeld über 410 Euro pro Jahr bezogen wurden.

    Freibetrag eingetragen

    – auf der Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen wurde (– beispielsweise ein Freibetrag für Werbungskosten) und der Arbeitslohn über11.000 Euro liegt (20.900 Euro für zusammen veranlagte Ehegatten)

    Ehegatte in Steuerklasse V oder VI

    – der Arbeitnehmer verheiratet ist und einer der Ehegatten nach der Steuerklasse V oder VI besteuert wurde.

    Besteuerung nach Faktorverfahren

    – der Arbeitnehmer verheiratet ist und die Ehegatten nach dem sogenannten Faktorverfahren besteuert wurde.

    Sonstige Bezüge nicht einbezogen

    – der Arbeitnehmer nacheinander bei verschiedenen Arbeitgebern beschäftigt war und ein Arbeitgeber einen sonstigen Bezug (beispielsweise Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Abfindungen) versteuert hat, bei dem der Arbeitslohn beim anderen Arbeitgeber nicht mit einbezogen wurde.

    – der Arbeitnehmer geschieden wurde – oder der Ehegatte gestorben ist – und er im gleichen Jahr wieder geheiratet hat.

    Verlustvortrag

    – zum Ende des Vorjahres ein sogenannter Verlustvortag festgestellt wurde – beispielsweise Verluste aus Vermietung und Verpachtung.

    Mehr Elterngeld durch Wechsel

    Normalerweise bringt der Wechsel der Steuerklasse nur einen temporären Vorteil, der spätestens mit Steuererklärung und Steuerbescheid wieder korrigiert wird. Dauerhaft mehr Geld bringt die richtige Steuerklasse jedoch bei Lohnersatzleistungen, deren Höhe an das Nettogehalt geknüpft ist, wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld und Elterngeld. Meist lohnt es sich für Eltern, die zum Beispiel Elterngeld beziehen wollen, dass der Elternteil mit längerer Elternzeit die Steuerklasse III bekommt. Eine gesetzliche Änderung hat hier jedoch dazu geführt, dass sie sehr früh ihre Steuerklassen wechseln müssen, damit diese neue Steuerklassen bei der Berechnung der Höhe des Elterngeldes auch wirklich berücksichtigt werden. Mütter müssen die Steuerklasse jetzt wenigstens sieben Monate vor Start des Mutterschutzes, Väter wenigstens sieben Monate vor Geburt des Kindes gewählt haben.

    In der Praxis hat es gar schon Fälle gegeben, wo werdende Mütter ihre Schwangerschaft erst so spät bemerkten, dass es für den Wechsel der Steuerklasse schon zu spät war.

    • Seite 1: Mehr Nettolohn mit der richtigen Steuerklasse
    • Seite 2: Vorsicht bei Kombination der Steuerklassen V und III

    Stellvertretender Ressortleiter Geld

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    Источники: http://www.vlh.de/familie-leben/heirat/fuer-wen-sich-ein-wechsel-der-steuerklasse-lohnt.html, http://www.nettolohn.de/rechner/elterngeld.html, http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/netto-gehalt-vorsicht-bei-kombination-der-steuerklassen-v-und-iii/12585396-2.html

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