Steuerklassenwechsel bei kind

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    Welche Steuerklasse mit Kind?

    Steuerklasse mit Kind: Die wichtigsten Fakten

    • Die richtige Lohnsteuerklasse mit Kind richtet sich nach Familienstand
    • Je nach Steuerklasse kann ein Kinderfreibetrag geltend gemacht werden
    • Alleinerziehend mit Kind sollte der Entlastungsbetrag in Steuerklasse 2 beantragt werden

    Welche Steuerklasse mit Kind ist die richtige? Diese Frage stellen sich viele Eltern und die, die es bald werden. Eine eindeutige Antwort kann nicht gegeben werden, denn je nach Lebenssituation bzw. Familienstand kommt eine andere Steuerklasse infrage.

    In den meisten Fällen wirkt sich der Nachwuchs weniger auf die Steuerklasse als auf die Lohnsteuer aus. Diese Tatsache resultiert aus dem Anspruch auf den Kinderfreibetrag. Einen Steuerklassenwechsel ruft ein Kind in der Regel nur dann hervor, wenn der Elternteil vorher in Steuerklasse 1 war.

    Steuerklassen mit Kind – Beispiele für Veränderungen

    Ist man verheiratet und befindet sich gemeinsam mit dem Partner in der Klasse 4, so ändert sich die Steuerklasse mit Kind nicht, wohl aber die Lohnsteuer. Denn beide Partner haben je Anspruch auf die Hälfte vom Kinderfreibetrag, der 7.356 Euro beträgt, also 3.678 Euro pro Person.

    Waren die beiden Eheleute in den Lohnsteuerklassen 3 und 5, so verändert sich die Steuerklasse mit Kind ebenfalls nicht. Allerdings erhält der Partner, der in der Lohnsteuerklasse 3 war, in diesem Fall den vollen zusätzlichen Freibetrag für das Kind.

    Eine wirkliche Veränderung der Steuerklasse mit Kind tritt ein, wenn man ledig ist: In diesem Fall war man zuvor in die Lohnsteuerklasse 1 eingestuft. Als Alleinerziehender/ Alleinerziehende gibt es allerdings eine spezielle Steuerklasse mit Kind – die Steuerklasse 2.

    Der Unterschied ist, dass hier zusätzlich zum Kinderfreibetrag ein Entlastungsbetrag in der Höhe von 1.908 Euro vorgesehen ist, der sich wie ein zweiter Freibetrag für das Kind auf die Lohnsteuer auswirkt.

    • Lebt ein unverheiratetes Paar mit dem eigenen Kind zusammen, bleiben beide Partner in Steuerklasse 1. Da sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, profitieren sie nicht von den Vergünstigungen für Alleinerziehende.

    Die richtige Steuerklasse mit Kind in der Übersicht

    Alleinerziehende: Welche Steuerklasse ist mit Kind am besten?

    Grundsätzlich gilt: Wer alleinerziehend ist und ein minderjähriges Kind betreut, das dauerhaft im eigenen Haushalt lebt, wird in Steuerklasse 2 eingeordnet. Die einzige Bedingung ist, dass keine weitere volljährige Person mit im Haushalt leben darf, die theoretisch als weiterer Erziehungsberechtigter fungieren könnte.

    Lebt eine ledige Person mit ihrem Lebenspartner zusammen und betreut sie gleichzeitig ihr minderjähriges Kind im gleichen Haushalt, erfüllt die Person nicht die Voraussetzungen für Steuerklasse 2. Sie wird dann in Steuerklasse 1 eingeordnet.

    Eheähnliche Gemeinschaft mit Kind – die Wahl der Steuerklasse

    Die Konstellation aus eheähnlicher Gemeinschaft und einem oder mehreren Kindern im gleichen Haushalt kommt sehr häufig vor.

    Eine eheähnliche Gemeinschaft liegt dann vor, wenn zwei volljährige Personen zusammenleben, aber nicht verheiratet sind oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft besteht.

    Wer als alleinerziehende, ledige Person in einer solchen Konstellation zusammenlebt, wird nicht der Steuerklasse 2, sonder der Klasse 1 zugeordnet.

    • Sabine ist ledig und Mutter des 5-jährigen Tims. Lange lebte sie mit ihrem Sohn alleine. Da zu dieser Zeit alle Voraussetzungen für die Steuerklasse 2 zutrafen, wurde Sabine in ebendiese einsortiert. Vor Kurzem ist jedoch Sabines Freund Robert zu dem Mutter-Sohn-Gespann gezogen. Da jetzt von einer eheähnlichen Gemeinschaft gesprochen werden kann, wird Sabine Steuerklasse 1 zugeordnet.

    Verheiratet: Welche Steuerklasse ist mit Kind die richtige?

    Allgemein gilt: Ehepaare und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften können ihre Steuerklassen frei wählen. Je nach Einzelfall bieten sich die Steuerklassenkombinationen 4/4, 3/5 oder 4/4 mit Faktor an.

    Auch mit Kind besteht für Verheiratete und Lebenspartner diese Wahlmöglichkeit weiterhin. Lediglich die Verteilung des Kinderfreibetrages sieht bei den unterschiedlichen Kombinationen anders aus.

    • Bei der Kombination 4/4 erhalten beide Partner jeweils die Hälfte des Kinderfreibetrages.
    • Bei der Kombination 3/5 erhält der Partner in Steuerklasse 3 den vollen Kinderfreibetrag.

    Kein Entlastungsbetrag in Steuerklasse 3

    Praktisch passiert es immer wieder, dass sich auch Alleinerziehende in der Lohnsteuerklasse 3 befinden. Kommt es zu einem Ableben des Partners, darf der Witwer oder die Witwe für das laufende Jahr und das darauffolgende Jahr in der Steuerklasse 3 verbleiben.

    Oft ist dabei jedoch noch ein Kind im Haus. Die Klasse 3 ist allerdings nicht als Steuerklasse mit Kind konzipiert. Dies bedeutet, dass der Entlastungsbetrag hier nicht in Anspruch genommen wird. Eigentlich wäre deshalb ein Wechsel in die Klasse 2 anzuraten, die kann sich jedoch in einigen Fällen negativ auf die Lohnsteuer auswirken.

    Häufig gestellte Fragen

    Wann kann sich die Steuerklasse wegen eines Kindes ändern?

    Wird ein Kind geboren, hat das auf die Steuerklasse nur dann eine Auswirkung, wenn man nicht verheiratet ist. Denn dann war man zurvor der Steuerklasse 1 zugeordnet und wechselt mit dem Kind in Steuerklasse 2. Voraussetzung: Man ist sorgeberechtigt und auch nach der Geburt des Kindes weiter unverheiratet.

    Warum kann sich durch ein Kind die Steuerklasse ändern?

    Je nach Familienstand gibt es unterschiedliche Steuerklassen. Die Steuerklassen 3, 4 und 5 sind für verheiratete Personen, die Steuerklassen 1 und 2 für unverheiratete Personen.

    Bekommt eine unverheiratete Person ein Kind und zieht sie dieses Kind alleine auf, wechselt sie automatisch von Steuerklasse 1 in Steuerklasse 2. Denn diese bietete Alleinerziehenden steuerliche Vorteile.

    Alleinerziehend: Steuerklasse II (2) nutzen, Entlastungsbetrag sichern

    Sie sind alleinerziehend? Dann sichern Sie sich jetzt schnell Steuervorteile. Wir zeigen, wie das geht!

    Rund 8,2 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern gibt es in Deutschland. Der Anteil an Alleinerziehenden liegt bei knapp 20 Prozent und wächst weiter. Das hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2012 in seinem 28. "Monitor Familienforschung / Alleinerziehende in Deutschland" ermittelt.

    Doch wann ist man steuerlich gesehen Alleinerziehend?

    Um in den Genuss der Steuervorteile zu kommen, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Nämlich:

    • Sie leben mit Ihrem Kind in einer gemeinsamen Wohnung.
    • Ihnen steht Kindergeld oder der Kinderfreibetrag fГјr das Kind zu.
    • Sie sind unverheiratet.
    • Sie leben nicht in einer sogenannten Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen Person.

    Wechsel in Steuerklasse II (2)

    Um in die Steuerklasse II (2) wechseln zu können, muss Lydia das Formular "Antrag auf Lohnsteuerermäßigung" ausfüllen und bei ihrem Finanzamt abgeben. Das Finanzamt teilt Lydias Arbeitgeber den Wechsel automatisch mit, die junge Mutter muss sich selbst um nichts kümmern.

    Entlastungsbetrag bringt mindestens 1.908 Euro jährlich

    Alleinerziehenden in Steuerklasse II (2) steht ein sogenannter Entlastungsbetrag zu. Der liegt seit 2015В bei 1.908 Euro im Jahr fГјr das erste Kind. FГјr jedes weitere Kind gibt es weitere 240 Euro. Das heiГџt: Lydias Chef zieht ihr dank des Entlastungsbetrages jeden Monat weniger Lohnsteuer vom Gehalt ab, als in Steuerklasse I (1) – bei einem Kind immerhin 159 Euro pro Monat.В Lydia, wie alle Alleinerziehenden, muss nur die oben genannten Voraussetzungen erfГјllt.В

    Neue Ehe: Steuerklasse wechseln

    Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ein Viertel der Alleinerziehenden innerhalb der ersten drei Jahre den Status "alleinerziehend" wieder verliert, weil sie einen neuen Partner finden. Auch Lydia hat zwei Jahre nach der Trennung von ihrem ersten Mann einen neuen Partner und wird in wenigen Tagen erneut heiraten. Nach der Hochzeit muss Lydia die Steuerklasse wieder wechseln. Für Verheiratete gibt es drei mögliche Kombinationen, zum Beispiel Steuerklasse IV (4) und IV (4) mit Faktor.

    Unser Tipp:

    Um an das Formular "Antrag auf Lohnsteuerermäßigung" zu kommen, müssen Sie nicht erst den Weg zu Ihrem Finanzamt in Kauf nehmen. Denn das Formular steht auch bequem online zum Abruf bereit. Unter folgendem Link können Sie sich das Formular herunterladen und sich den Alleinerziehendenentlastungsbetrag in Höhe von 1.908 Euro für das erste Kind und weitere 240 Euro für jedes weitere Kind pro Jahr sichern: https://www.formulare-bfinv.de/

    Weitere Steuervorteile fГјr Eltern

    Darüber hinaus steht Alleinerziehenden – wie allen Eltern in Deutschland – natürlich auch Kindergeld oder der Kinderfreibetrag zu. Was viele nicht wissen: Auch Kosten, die für die Kinderbetreuung anfallen, können in der Steuererklärung eingetragen werden. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Tagesmutter, den Kindergarten oder den Babysitter. Einzige Einschränkung: Eltern können dafür maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr von der Steuer absetzen.

    Kindergeld und Kinderfreibetrag werden regelmäßig erhöht. Die letzte Erhöhung stand am 1. Januar 2017 an. Das Kindergeld wurde jeweils um 2 Euro monatlich je Kind erhöht. Der Kinderfreibetrag stieg auf 7.356 Euro.

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    FГјr wen sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt

    Heirat und Lebenspartnerschaft: Г„ndert sich das Gehalt oder ist ein Kind unterwegs, kann ein Steuerklassenwechsel mehrere tausend Euro bringen.

    Grundsätzlich können nur Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner ihre Steuerklasse wählen und aktiv wechseln. Kaum Spielraum in Sachen Steuerklassenwahl gibt es für Ledige. Sie bekommen vom Finanzamt automatisch die Steuerklasse I (1) oder II (2) zugewiesen, bis sich der Familienstand ändert.

    Geändertes Gehalt: Das ganze Jahr rückwirkend Vorteile nutzen

    Wer verheiratet oder verpartnert ist, kann bis zum 30. November eines Kalenderjahres die Lohnsteuerklasse beim Finanzamt wechseln. Die neue Kombination ist dann rückwirkend für das ganze letzte Jahr wirksam. Sinnvoll ist das für diejenigen Paare, bei denen sich das Gehalt verändert hat:

    • Verdient der eine deutlich mehr als der andere, ist die Kombination Steuerklasse III (3) und Steuerklasse V (5) steuerlich am besten.В
    • Verdienen beide in etwa das Gleiche, sollten sie die Kombination Steuerklasse IV (4) und IV (4) behalten – wer heiratet, erhГ¤lt diese Kombination automatisch.

    Außerdem gibt es noch eine dritte Kombination: IV und IV mit Faktor. Das Faktorverfahren stellt seit 2009 eine Ergänzung zum Ehegattensplitting mit den bekannten Steuerklassen-Kombination dar. Steuernachzahlungen werden dadurch weitgehend vermieden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Artikel Steuerklasse IV (4) mit Faktor: Das sind die Vorteile.

    In der Regel kann ein Ehegatte mit der Steuerklasse III (3) oder V (5) ohne Zustimmung seines Partners einen Wechsel der Steuerklasse beantragen. Beide haben dann Klasse IV (4).В В

    Arbeitslosigkeit: Lasse Sie sich im Vorfeld beraten!

    Problematisch wird es, wenn Sie als Ehepaar die Steuerklassen-Kombination während der Arbeitslosigkeit wechseln möchten. Die Agentur für Arbeit berücksichtigt den Wechsel der Steuerklasse nur, wenn sich daraus ein niedrigeres Arbeitslosengeld ergibt. Deshalb lassen Sie sich bei drohender Arbeitslosigkeit im besten Fall schon im Vorfeld beraten, denn ein Steuerklassenwechsel kann sich lohnen.

    Elternzeit: Die ungГјnstigere Steuerklasse kann die bessere sein

    Nach der Geburt eines Kindes können Väter und Mütter für maximal 14 Monate Elterngeld beziehen – und den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Zwei weitere Monate gibt es, wenn der ebenfalls berufstätige andere Elternteil das Kind betreut. Der Staat zahlt Eltern zwischen 65 und 67 Prozent des Nettoverdienstes, aber mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro monatlich. Wie viel Elterngeld der Einzelne erhält, richtet sich nach dem Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate. Die einfache Faustregel: Wer viel verdient, der bekommt auch mehr Elterngeld.

    Neu ist, dass Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, dass sogenannte ElterngeldPlus beantragen können. Sie bekommen dann doppelt so lange Elterngeld und in maximal halber Höhe des Basiselterngeldes – also mindestens 150 Euro und höchstens 900 Euro monatlich.

    Ein Beispiel: Sabine und Ihr Mann arbeiten beide Vollzeit und haben sich für die Kombination IV/IV entschieden. Sabine ist schwanger und wird nach er Geburt Zuhause bleiben, um sich um das gemeinsame Kind zu kümmern. Da das Elterngeld deshalb anhand von Sabines Gehalt berechnet wird, wechselt sie in Steuerklasse III. In dieser Steuerklasse hat Sabine deutlich geringere Abzüge, also mehr Netto vom Brutto. Ihr Mann muss dann aber Steuerklasse V wählen, die eine höhere Steuerlast mit sich bringt.

    Der Steuerklassenwechsel vor der Geburt eines Kindes ist vom Gesetzgeber erschwert worden. Jeder, der in Elternzeit gehen und vorher seine Steuerklasse ändern will, muss das sieben Monate vor dem Beginn der Elternzeit tun. Demnach bleiben nach der Empfängnis zwei Monate Zeit, um einen Termin beim Finanzamt für den Steuerklassenwechsel für das Elterngeld zu machen.

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    Источники: http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/mit-kind/, http://www.vlh.de/familie-leben/kinder/alleinerziehend-steuerklasse-ii-2-nutzen-entlastungsbetrag-sichern.html, http://www.vlh.de/familie-leben/heirat/fuer-wen-sich-ein-wechsel-der-steuerklasse-lohnt.html

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