Steuerklassenwechsel berechnung

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    Steuerklassenrechner

    Der Steuerklassenrechner ist ein kostenloses Tool, das allen verheirateten Steuerzahlern hilft, die beste Steuerklassenkombination zu finden. Durch die Eingabe des Jahresbruttolohns sowie des Bundeslandes wird Ehepaaren und Personen in eingetragenen Lebenspartnerschaften dargestellt, wie hoch die Differenz zwischen Einkommensteuer und monatlich gezahlter Lohnsteuer am Jahresende ist. Somit zeigt der Steuerklassenrechner an, ob durch einen SteuerklassenwechselSteuern gespart werden können.

    Steuerklassenrechner und Brutto Netto Rechner

    Wer kann die Steuerklasse wechseln?

    Ein Steuerklassenwechsel ist möglich für

    • Ehepaare
    • eingetragene Lebenspartnerschaften
    • künftig alleinerziehende Personen, die das alleinige Sorgerecht haben und das Kindergeld beziehen
    • Es ist einmal jährlich erlaubt, die Steuerklasse zu wechseln. Stichtag ist der 30. November.

    Dazu ist es nötig, den Antrag auf Steuerklassenwechsel auszufüllen und zum Finanzamt zu schicken. Beide Partner müssen diesen unterschreiben.

    Steuerklassenrechner – Vor- und Nachteile im Überblick

    Steuerklassenrechner – Funktionsweise, Faktorverfahren und Ehegattensplitting

    Der Steuerklassenrechner erlaubt es, innerhalb von Minuten zu recherchieren, ob die Steuerklasse gewechselt werden sollte und wie sich ein Wechsel auswirken würde. Bei einer veränderten Lebenssituation können die Nutzer mittels des Rechners schnell herausfinden, wie sie bestmöglich reagieren.

    Künftige Ehegatten haben beispielsweise die Möglichkeit, zu simulieren, ob es für sie finanziell vorteilhafter wäre, gemeinsam die Steuerklasse 4 zu wählen oder in die Klassen 3 und 5 zu gehen. Sollte Arbeitslosigkeit drohen, kann die aktuelle Steuerklassenkombination ebenfalls überprüft werden.

    Ein weiteres Plus: Der Steuerklassenrechner ist einfach zu bedienen und ermöglicht so eine schnelle und unkomplizierte Recherche.

    • Eingetragen werden müssen lediglich die beiden Gehälter der Ehegatten (bzw. der Lohn der Einzelperson) sowie bei welchem der Partner ein Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist. Anschließend ermittelt das Programm eine Steuerlast und empfiehlt aufgrund dieser Daten eine Steuerklassenwahl. Die anderen Möglichkeiten werden ebenfalls angezeigt, um zu verdeutlichen, weshalb der Rechner gerade diese Steuerklassenkombination empfiehlt.

    Der Steuerklassenrechner wird laufend mit den aktuellen gesetzlichen Vorgaben ausgestattet. Die Verwendung ist kostenfrei und erfordert mit Ausnahme der Gehälter sowie des Kinderfreibetrags, die aus praktischen Gründen unverzichtbar sind, keine personenbezogenen Daten.

    Einem Programm wie dem Steuerklassenrechner sind einige pragmatische Grenzen gesetzt. So kann es beispielsweise nicht das Faktorverfahren zuverlässig als Variante zur Ermittlung der richtigen Steuerklassenkombination einbinden.

    • Dies liegt zum einen daran, dass der Datensatz, der zur Ermittlung für das Faktorverfahren benötigt wird, sehr groß ist. Zum anderen gibt es bis heute keine abschließende Einigkeit darüber, wann das Faktorverfahren, das oft auch als das optionale Teilungsverfahren bezeichnet wird, wirklich zum Einsatz kommen sollte.

    Seine Aufgabe ist es, eine zusätzliche Steuerklassenwahl zwischen der 3 und 5 sowie der Variante 4 und 4 für Ehegatten anzubieten.

    Der Steuerklassenrechner kann zudem nicht das Ehegattensplitting berücksichtigen. Auch hierfür sind umfassende Berechnungen erforderlich, die über die einfache Steuerklassenwahl hinausgehen. Das Splitting ist der Steuerklassenwahl ohnehin nachgelagert. Es macht am meisten Sinn, wenn die Ehegatten die Steuerklassenkombination 3 und 5 gewählt haben.

    Häufige gestellte Fragen zum Steuerklassenrechner

    Wer sollte den Steuerklassenrechner nutzen?

    Mit Ausnahme von kinderlosen Ledigen macht die Verwendung des Steuerklassenrechners für alle Personen Sinn, deren Lebens- und/oder Einkommenssituation eine Veränderung erfährt.

    • Alleinerziehende können beispielsweise simulieren, wie sich ihr Gehalt durch einen Wechsel in die Steuerklasse 2 ändert.
    • Verwitwete Ehegatten, die nicht länger in der Klasse 3 bleiben dürfen, können sich frühzeitig informieren, wie viel Geld sie im Monat weniger haben werden, wenn sie in der Steuerklasse 1 sind.
    • Ehegatten können jedes Jahr überprüfen, ob die Steuerklassenkombination 3/5 oder 4/4 besser für sie ist.

    Welche Angaben benötigt der Steuerklassenrechner?

    Der Steuerklassenrechner benötigt nur wenige Angaben.

    • Geburtsjahre beider Ehepartner
    • Kinderfreibeträge und
    • Kranken- und Rentenversicherungsentgelte eingegeben werden
    • jährlicher beziehungsweise monatlicher Bruttoverdienst

    Darüber hinaus sollte auch berücksichtigt werden, dass es in einigen deutschen Bundesländern bestimmte steuerliche Besonderheiten gibt.

    Damit der Steuerklassenrechner ein passgenaues Ergebnis liefern kann, sollte unbedingt der Wohnort beziehungsweise das Bundesland der steuerpflichtigen Personen in den Steuerklassenrechner eingegeben werden.

    Wann sollte ich meine Steuerklasse wechseln?

    Grundsätzlich sind die individuellen Rahmenbedingungen ausschlaggebend. Ledige Steuerpflichtige haben wenig Chancen auf einen Wechsel, für sie gilt Steuerklasse 1. Bei Eheschließung oder dem Eingehen einer Lebenspartnerschaft wird automatisch Steuerklasse 4 für beide Partner vergeben. Der Wechsel in die Kombination 3/5 oder 4 mit Faktor ist auf Grundlage des gemeinsamen Einkommens zu treffen. Lohnsteuerklasse 6 greift automatisch für einen Zweitjob beziehungsweise mehrere Nebenjobs.

    Welche Steuerklassenkombinationen gibt es für Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartnerschaften?

    Ob die Steuerklassenkombination 4/4 oder die Steuerklassenkombination 3/5 für ein Ehepaar günstiger ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dies hängt einzig und allein von der persönlichen Situation der Eheleute und dabei insbesondere von der Höhe der jeweiligen Bruttoverdienste ab.

    Sollten die Bruttoverdienste annähernd gleich sein, wäre die Steuerklassenkombination 4/4 besser, bei deutlich unterschiedlichen Bruttoverdiensten die Steuerklassenkombination 3/5. Das Einkommensverhältnis sollte hier 60:40 Prozent betragen. Der gut verdienende Ehepartner sollte dabei die Steuerklasse 3 und der schlechter verdienende Ehepartner die Steuerklasse 5 wählen.

    Dieses Verfahren, welches auch Ehegattensplitting genannt wird, führt nicht selten dazu, dass die Familie mehrere hundert Euro pro Monat an Steuern spart. Allerdings kommt es bei dieser Steuerklassenkombination nach der Steuererklärung häufig zu Nachzahlungen.

    Auch dann, wenn sich die persönliche Situation eines oder beider Ehepartner zum Beispiel durch Schwangerschaft oder Arbeitslosigkeit ändert, sollte ein Steuerklassenrechner zu Rate gezogen werden. So kann eindeutig geklärt werden, ob die bisherige Steuerklassenkombination noch passend ist.

    • Falls der Steuerklassenrechner ein Ergebnis liefert, das einen Wechsel nahelegt und Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich beim zuständigen Finanzamt genauer informieren. Viele Finanzämter bieten eine Beratungsstelle an, bei der man schnell und unkompliziert Hilfe und Rat bekommt.

    Welche Vorteile hat das Faktorverfahren?

    Ziel ist es, eine gerechte monatliche Besteuerung beider Ehepartner zu gewährleisten. Durch den Faktor auf der Lohnsteuerkarte zahlen die Ehegatten prozentual jeweils nur etwa so viel Steuern wie sie auch zum gesamten Haushaltseinkommen beitragen. Verdient ein Partner nur 15 Prozent der gemeinsamen Einkünfte, so zahlt er auch nur 15 Prozent Steuern.

    Das Faktorverfahren kann beim Finanzamt mit dem Steuerklassenwechsel beantragt werden. Es verhindert, dass Partner mit großen Gehaltsunterschieden unter Umständen eine Steuernachzahlung leisten müssen, sorgt aber dafür, dass der Besserverdiener monatlich mehr in der Kasse hat. Tatsächlich ist der Faktor sehr schwer zu berechnen und lohnt sich nur für wenige Ehepaare oder eingetragenen Lebenspartnerschaften.

    Partner mit großen Gehaltsdifferenzen (mindestens 60 zu 40 Prozent) sollten das Szenario jedoch zumindest einmal durchspielen. Den Faktor kann man berechnen, indem man die gemeinsame Steuerlast beider Partner nach dem Splitting durch die Steuerlast der Gatten ohne Splitting teilt. Das Ergebnis (z.B. 0,8) wird auf dem Lohnsteuerauszug beider Partner vermerkt. Anschließend wird die zu zahlende Lohnsteuer mit dem Faktor multipliziert.

    Wer den Faktor nur grob überschlagen und nicht sofort konkret berechnen möchte, kann folgende Faustformel verwenden: Er sollte wenigstens 0,8 betragen. Ist dies der Fall, lohnt sich eine konkrete Berechnung. Ein geringerer Faktor bringt keine steuerliche Vergünstigung.

    Wie berücksichtigt der Steuerklassenrechner Lohnsteuerabzugsmerkmale?

    Es gibt verschiedene Lohnsteuerabzugsmerkmale, welche die monatlich zu zahlende Lohnsteuer verringern. Sie werden elektronisch gespeichert. Der Steuerklassenrechner berücksichtigt hierfür den Grundfreibetrag für jede Steuerklassenkombination sowie den Kinderfreibetrag.

    • Es gibt weitere, individuelle Abzugsmerkmale, die von einem Steuerklassenrechner nicht berücksichtigt werden können.

    Welche Steuerklassenkombination muss im Trennungsjahr gewählt werden?

    Im Trennungsjahr muss die Steuerklassenwahl nicht überdacht werden. Die Ehegatten dürfen in den bisherigen Klassen verbleiben. Wünscht einer der Partner eine Veränderung, muss diese stattfinden. Entstehen dem anderen Partner aber durch den Wechsel der Steuerklassenkombination finanzielle Nachteile, müssen diese ersetzt werden.

    Warum sollte man die Steuerklasse vor Beginn der Elternzeit oder Arbeitslosigkeit wechseln?

    Wissen Ehegatten mit der Steuerklassenkombination 4/4, dass einer von beiden bald Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Elterngeld beziehen wird, kann ein Wechsel Sinn machen. Die Person, die künftig die Lohnersatzleistungen erhält, sollte in die Steuerklasse 3 wechseln.

    Die Höhe der Lohnersatzleistungen berechnet sich nach dem letzten Nettogehalt. Dieses wird durch die Klasse 3 deutlich erhöht, wodurch mehr Transferzahlungen fließen. Die höheren Lohnersatzleistungen fangen in der Regel den Verlust auf, der sich dadurch ergibt, dass der andere Partner durch die Steuerklasse 5 kurzzeitig mehr Steuern zahlen muss.

    Für die Phase der Lohnersatzleistungen wird die Steuerklassenkombination noch einmal gedreht. Nun geht der andere Partner in die Klasse 3. Beide Partner müssen somit fast überhaupt keine Abgaben mehr zahlen und bekommen den höchstmöglichen Betrag bei den Lohnersatzleistungen.

    Und auch, wenn die Partner schon vorher die Kombination aus Steuerklasse 3 und 5 gewählt haben, kann ein Wechsel Sinn machen. Denn für die Berechnung der Lohnersatzleistungen sollte die betroffene Person im Idealfall in Steuerklasse 3 und nicht in 5 sein.

    Lohnsteuerklassen

    Lohnsteuerklassen: Die wichtigsten Fakten

    • Lohnsteuerklassen regeln die Besteuerung von Arbeitseinkommen.
    • In Deutschland gibt es sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.
    • Welche Lohnsteuerklasse man erhält, entscheidet in erster Linie der Familienstand.
    • In bestimmten Fällen kann man die Lohnsteuerklasse wechseln.
    • Ehepaare haben mehrere Möglichkeiten bei der Wahl der Lohnsteuerklasse.

    Lohnsteuerklassen Übersicht

    Lohnsteuerklasse 1

    Lohnsteuerklasse 1 gilt für Arbeitnehmer, die unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind. Wer nicht verheiratet ist und in einer Partnerschaft lebt, die aber nicht eingetragen ist, wird ebenfalls in die Lohnsteuerklasse 1 eingeordnet. Nach einer Scheidung oder Trennung sowie nach dem Tod des Ehepartners wird man wieder nach Steuerklasse 1 besteuert. Ein Verbleib in Steuerklasse 1 nach Heirat ist nicht möglich. Steuerklasse 1 ist die gängige Lohnsteuerklasse für Ledige und Singles, die angestellt sind.

    Lohnsteuerklasse 2

    Wer nach einer Trennung alleinerziehend ist, kann in die Lohnsteuerklasse 2 eingeordnet werden. Das gilt aber nur, wenn kein anderer Erziehungsberechtigter im Haushalt lebt. Die Steuerklasse 2 bedeutet für Alleinerziehende eine Steuerentlastung durch einen zusätzlichen Freibetrag. Der Antrag auf den Entlastungsbetrag bei der Berechnung der Lohnsteuer muss allerdings gesondert beim Finanzamt gestellt werden. Hier greift der Paragraf 24b, der einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende regelt. Fällt die Grundlage für dieses Recht weg, beispielsweise in einer neuen Partnerschaft, muss wieder in eine andere Steuerklasse gewechselt werden. Die Steuerklasse 2 stellt für viele Alleinerziehende eine wichtige Entlastung im finanziellen Bereich dar.

    Lohnsteuerklasse 3

    Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Paare. Steuerklasse 3 gilt für einen Partner, wenn der andere Partner keinen Arbeitslohn bezieht oder in die Steuerklasse 5 eingeordnet ist. Weiterhin gilt die Steuerklasse 3 dann, wenn eine Trennung, Scheidung oder der Tod des Partners erfolgt ist. Allerdings gilt die Steuerklasse 3 dann nur noch für das laufende Kalenderjahr. Stichtag hierbei ist der 30. November. Danach erfolgt ein Wechsel in eine andere Steuerklasse. Die Lohnsteuerklasse 3 ist für den Ehepartner geeignet, der ein höheres Einkommen (wenn die Verteilung bei 60/40 Prozent liegt) bezieht. Durch Steuerklasse 3 werden direkt geringere Abzüge fällig, die insgesamt keine Steuerersparnis bedeuten. Jedoch ist bei der Lohnsteuerklasse 3 für den Arbeitnehmer/Partner mit dem höheren Einkommen eine geringere Vorauszahlung zu tätigen. Die Steuerklassenkombination 3/5 ist beliebt bei Ehepaaren, die beide arbeiten und bei denen einer der Partner, mehr Geld verdient.

    Lohnsteuerklasse 4

    Die Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Paare, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel verdienen. Abzüge in dieser Steuerklasse 4 werden ähnlich zu den Abzügen der anderen Steuerklassen berechnet. Der Kinderfreibetrag wird in Steuerklasse 4 zwischen den Eltern aufgeteilt. Die Steuerklasse 4 erhält man automatisch nach einer Heirat. Das zuständige Finanzamt wird über den Familienstand informiert. Möglich ist bei Steuerklassenkombination 4 der Ehepartner auch die Kombination Steuerklasse 4 mit Faktor.

    Lohnsteuerklasse 5

    Die Lohnsteuerklasse 5 ist nur für verheiratete Partner möglich. In dieser Steuerklasse existieren so gut wie keine Freibeträge wie beispielsweise Kinderfreibetrag. Die Freibeträge sind dem Partner in der Kombination mit der Steuerklasse 3 vorbehalten. Die Steuerklasse 5 kommt nur in Kombination mit der Steuerklasse 3 beim Ehepartner zustande. Nach Trennung, Scheidung oder Tod des Ehepartners ist der Wechsel in eine andere Steuerklasse Pflicht. Das gemeinsam veranlagte Einkommen in der Steuerklassenkombination 3/5 führt dazu, dass dem Ehepaar nach direktem Lohnsteuerabzug monatlich etwas mehr Geld bleibt als bei der Kombination der Steuerklassen 4/4. Insgesamt ist aber keine Steuerersparnis beim Lohnsteuerjahresausgleich bzw. der Steuererklärung zu erwarten.

    Lohnsteuerklasse 6

    Die Steuerklasse 6 gilt für mehrere gleichzeitige Minijobs sowie für Arbeitnehmer, die noch einen Zweit- oder sogar Drittjob besitzen. Die Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen und geringsten Freibeträgen. In der Steuerklasse 6 gibt es keinen Kinderfreibetrag und keinen Grundfreibetrag. Sinnvollerweise wird der Zweitjob mit dem geringeren Einkommen in die Steuerklasse 6 eingeordnet.

    • Steuerklasse 1 ist für unbeschränkt steuerpflichtige Singles und Ledige (auch nach Scheidung oder Tod des Partners) vorgesehen.
    • Lohnsteuerklasse 1 ist auch für unbeschränkt steuerpflichtige Lebens-/Ehepartner, wenn die Lohnsteuerklassen 3 oder 4 nicht in Frage kommen, vorgesehen.
    • Auch Arbeitnehmer mit beschränkter Einkommenssteuerpflicht gehören in die Lohnsteuerklasse 1.

    • Die Lohnsteuerklasse 2 gilt für Arbeitnehmer, bei denen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Berücksichtigung findet.
    • Lohnsteuerklasse 2 bietet für Alleinerziehende mit Kindern einen Steuervorteil, da weniger Steuern gezahlt werden müssen.

    • Lohnsteuerklasse 3 gilt für verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) keinen Arbeitslohn bezieht.
    • Auch verheiratete Arbeitnehmer, deren Partner (beide einkommenssteuerpflichtig) in Lohnsteuerklasse 5 eingestuft ist, bekommen die Steuerklasse 3.
    • Ebenfalls gehören verwitwete Arbeitnehmer, sofern der Partner voll einkommenssteuerpflichtig war, über das auf den Tod folgende Kalenderjahr in diese Lohnsteuerklasse. Danach muss die Steuerklasse wieder gewechsel werden. Stichtag für den Wechsel ist der 30. November.
    • Bei einem hohen Einkommen bedeutet Steuerklasse 3 für den Besserverdiener einen Steuervorteil.

    • Lohnsteuerklasse 4 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen.
    • Die Steuerklasse 4 beinhaltet verschiedene Besonderheiten bei der Berechnung von Feibeträgen wie dem Kinderfreibetrag.
    • Die Lohnsteuerklassenkombination 4/4 ist die gängige Kombination von Ehepaaren, bei denen beide Partner ungefähr gleich viel Lohn erhalten.

    • Lohnsteuerklasse 5 gilt für verheiratete Arbeitnehmer bei beiderseitiger voller Einkommenssteuerpflicht und gemeinsamen Erwerbseinkommen – sofern der Ehepartner Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat.
    • Der Ehepartner mit dem höheren Einkommen wählt die Lohnsteuerklasse 3, während der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen Lohnsteuerklasse 5 wählt.

    • Arbeitnehmer mit mehreren Dienst-/Arbeitsverhältnissen oder falls die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (schuldhaft) nicht zur Verfügung gestellt werden, werden in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft.
    • Lohnsteuerklasse 6 ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen.

    Welche Lohnsteuerklasse gilt für wen?

    Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner, die Alleinverdiener sind

    (Partner in Steuerklasse 5)

    (Partner in Steuerklasse 3)

    Lohnsteuerklasse Rechner

    Ändert sich der Familienstand eines Steuerpflichtigen, bringt das in der Regel einen Steuerklassenwechsel mit sich. Dies ist beispielsweise bei einer Heirat der Fall. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Wechsel der Klasse nicht zwingend erforderlich ist, aber von Vorteil sein kann. Erhält beispielsweise ein Ehepartner eine Gehaltserhöhung, die zur Folge hat, dass sich das Einkommensverhältnis des Paares ändert, kann ein Wechsel ratsam sein.

    Um besser einschätzen zu können, wann ein Wechsel Sinn macht, kann ein Lohnsteuerklassen Rechner genutzt werden. Mit wenigen Angaben kann das Tool berechnen, ob ein Wechsel für ein Ehepaar oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft Vorteile haben würde.

    • Als kostenloses Tool kann der Steuerklassenrechner Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern helfen, die geeignetste Steuerklassenkombination zu finden.

    Zur Berechnung der Steuerklassen müssen nur wenige Angaben in den Lohnsteuer Rechner eingetragen werden. Die Angaben zum Jahresbruttolohn sowie zum Bundesland genügen für ein aussagekräftiges Ergebnis.

    Lohnsteuerklassen Rechner: die Vorteile

    • schnelles Ergebnis, ob sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt
    • einfach zu bedienen
    • kostenlos
    • aktuelle gesetzliche Vorgaben werden bei Berechnung laufend berücksichtigt

    Lohnsteuerklassen ändern – das muss beachtet werden

    Während Alleinstehende in Bezug auf die Lohnsteuerklassen kaum Wahlrechte haben, sind Ehepaare und eingetragene Lebenspartner hier privilegiert. Sie können zwischen drei möglichen Steuerklassenkombinationen wählen.

    Grundsätzlich unterscheidet sich der Abzug in den einzelnen Lohnsteuerklassen erheblich. Besonders stark wirkt sich der Abzug in der Steuerklasse 5 aus. Gerade wenn die Einkommen weit auseinanderliegen, können Verheiratete und eingetragene Lebenspartner durch die Wahl der richtigen Lohnsteuerklasse eine hohe Steuerlast vermeiden.

    Erweist sich ein Wechsel der Streuerklasse für ein Paar als sinnvoll, können die Partner die Lohnsteuerklasse ändern, indem sie über ein Formular den Wechsel beim Finanzamt beantragen.

    Eine Änderung der Lohnsteuerklasse ist einmal im Jahr möglich. Stichtag ist der 30. November.

    Steuerklasse wechseln – hцheres Nettoeinkommen nach Heirat?

    Wer heiratet, gelangt in eine andere Steuerklasse. Das kann sich aufs Nettoeinkommen auswirken.

    Je nach Familienstand werden Arbeitnehmer verschiedenen Steuerklassen zugeteilt. Danach richtet sich, wieviel Lohnsteuer vom Bruttoeinkommen direkt ans Finanzamt geht, und wie hoch entsprechend das Nettoeinkommen ausfдllt.

    Fьr ledige Arbeitnehmer ohne Kinder gilt Steuerklasse I. Nach Heirat erhalten Ehepartner automatisch Steuerklasse IV. Das дndert zunдchst nichts am Nettoeinkommen. Haben die Eheleute deutlich unterschiedliche Einkommen, wird nun jedoch ьbers Jahr hinweg zuviel Lohnsteuer einbehalten.

    In diesem Fall kann der Ehepartner mit dem hцheren Einkommen in die gьnstigere Steuerklasse III wechseln, wдhrend der andere Ehepartner die (wenn auch etwas ungьnstigere) Steuerklasse V erhдlt.

    Auf die tatsдchliche Steuerlast hat das zwar keinen Einfluss: Die wird anhand der Steuererklдrung ermittelt und bei Bedarf entsprechend ausgeglichen (**). Je nach Wahl der Steuerklasse kommt so aber ьbers Jahr mehr Nettoeinkommen auf dem Konto an.

    Der Gehaltsrechner zeigt Ihnen, wie sich Ihr Nettoeinkommen in diesem Fall дndert und hilft Ihnen, die vorteilhaftere Variante zu finden.

    Frau Sanchez ist 27 Jahre alt und frisch verheiratet. Das Finanzamt hat sie in Steuerklasse IV gesetzt. Frau Sanchez verdient aber deutlich mehr als ihr Mann. Deshalb will sie wissen, ob es fьr ihr Nettoeinkommen gьnstiger wдre, in Steuerklasse III zu wechseln.

    Frau Sanchez hat ein monatliches Bruttogehalt von 3.500 Euro. Ihr Mann verdient nur 2.000 Euro. Sie wohnt und arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann in Baden-Wьrttemberg. Dabei ist sie versicherungspflichtig in der Renten- und Arbeitslosenversicherung, sowie gesetzlich regulдr krankenversichert. AuЯerdem zahlt sie Kirchensteuer. Frau Sanchez hat noch keine Kinder, und keine anderweitigen Freibetrдge auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

    Damit liegt ihr monatliches Nettoeinkommen (nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben) fьr das Jahr 2013 und in Steuerklasse IV bei 2.099,41 Euro. Das ist genau so viel wie frьher in Steuerklasse I.

    Wie hoch wдre Frau Sanchez´ Nettoeinkommen, wenn sie in Steuerklasse III wechselte?

    Berechnung

    Zur Berechnung dieses Beispiels tragen Sie die gegebenen Werte wie folgt in den Gehaltsrechner ein:

    • Monatliches Bruttogehalt: 3.500 Euro
    • Jдhrlicher Steuerfreibetrag: 0 Euro
    • Steuerklasse: III auswдhlen
    • Kinderfreibetrдge: 0,0
    • Bundesland der Arbeitsstelle: Baden-Wьrttemberg
    • Geburtsjahr: nach 1948
    • Krankenversicherung: gesetzlich regulдr
    • Markieren Sie unter Zusдtzliche Angaben die folgenden Punkte:
      • Kirchensteuerpflichtig
      • Kinderlos und mindestens 23 Jahre alt
      • Rentenversicherungspflichtig
      • Arbeitslosenversicherungspflichtig
    • Abrechnungsjahr: 2013 wдhlen
    • Klicken Sie dann auf Berechnen.

    (**) In Steuerklasse IV/IV zahlen Eheleute oft zuviel Lohnsteuer. Bei Abgabe einer Einkommensteuererklдrung erhalten sie dann eine entsprechende Steuerrьckzahlung. In Steuerklasse III/V kann im ungьnstigen Fall jedoch zu wenig Lohnsteuer einbehalten werden, sodass eine Steuernachzahlung erforderlich werden kann. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, sagt Ihnen Ihr Finanzamt.

    Rechner aufrufen

    (*) Personennamen sind frei erfunden und beziehen sich nicht auf real existierende Personen. Eine eventuelle Ьbereinstimmung mit Namen realer Personen ist nicht beabsichtigt und wдre rein zufдllig.

    Steuerklasse wechseln – hцheres Nettoeinkommen nach Heirat?

    Lohn- und Gehaltsrechner

    Wieviel Netto bleibt vom Brutto? Der aktuelle Gehaltsrechner 2018 ermittelt, was von Ihrem Lohn oder Gehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben als Nettolohn ьbrig bleibt.

    Источники: http://www.steuerklassen.com/steuerklassenrechner/, http://www.steuerklassen.com/lohnsteuerklassen/, http://m.zinsen-berechnen.de/nettolohn/steuerklasse-nettoeinkommen.php

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