Steuerlicher freibetrag

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    Steuern: Freibeträge für Kinder

    Das Existenzminimum von Kindern im Alter von 0 bis grundsätzlich 25 Jahren wird aus verfassungsrechtlichen Gründen von der Steuer freigestellt. Die Freibeträge für Kinder erfüllen diesen Zweck.

    Infografik: Freibeträge für Kinder

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    Im Laufe eines Kalenderjahres erhalten Eltern zunächst das Kindergeld. Das Finanzamt prüft dann im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger ist. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

    Die Freibeträge für Kinder berücksichtigen:

    • das sächliche Existenzminimum für Kinder (Kinderfreibetrag) und
    • den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf.

    Die Freibeträge für Kinder (Kinderfreibetrag in Höhe von 4.608 Euro und Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs-, oder Ausbildungsbedarf in Höhe von unverändert 2.640 Euro) betragen zusammen 7.248 Euro. Der Kinderfreibetrag erhöht sich zum 1. Januar 2017 um 108 Euro auf dann 4.716 Euro.

    Den hälftigen Anteil des Freibetrags für Betreuung, Erziehung oder Ausbildungsbedarf des anderen Elternteils können Alleinerziehende auf Antrag auch unabhängig von der Übertragung des Kinderfreibetrages beanspruchen. Voraussetzung hierfür: das noch minderjährige Kind ist nicht bei dem anderen Elternteil gemeldet. Diese Übertragung ist jedoch nicht möglich, wenn der Übertragung widersprochen wird, weil der Elternteil bei dem das Kind nicht gemeldet ist, Kinderbetreuungs-kosten trägt oder das Kind in einem nicht unwesentlichen Umfang betreut.

    Video: Freibeträge für Kinder

    Höhe der Freibeträge

    Sind die Eltern verheiratet und werden zusammen veranlagt, betragen die Freibeträge für Kinder insgesamt 7.248 Euro. Bei getrennter Veranlagung von Ehegatten wird bei jedem Elternteil der Betrag in Höhe von 3.624 Euro berücksichtigt.

    Die Freibeträge für Kinder werden bei allen Eltern beim Solidaritätszuschlag und bei der Kirchensteuer berücksichtigt.

    Altersgrenzen

    Generell werden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

    1. Kinder, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und in Deutschland als Arbeit suchend gemeldet sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

    2. Kinder über 18 Jahre, die aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, werden berücksichtigt wenn sie:

    • für einen Beruf ausgebildet werden (Ausbildung, Studium)
    • sich in einer Übergangszeit von höchstens 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden
    • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können
    • ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst leisten

    3. Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

    Steuerfreibetrag für Rentner

    • Seit 2005 wird die Rente in Deutschland versteuert.
    • Auch Ruheständler haben Anspruch auf den Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro pro Person.
    • Die Altersbezüge müssen nicht vollständig versteuert werden, 2017 unterliegen 74% der Steuerpflicht.
    • Zu viel gezahlte Abgaben können bis zu vier Jahre zurückgefordert werden.
    • Zusätzliche Einnahmen, z.B. aus Kapitaleinkünften, vermindern den Grundfreibetrag.

    Steuerfreibetrag für Rentner: Höhe und zusätzliche Einkünfte

    Auch Rentner haben Anspruch auf den Grundfreibetrag. 2017 liegt der Freibetrag mit 8.820 Euro deutlich höher als noch 2016 mit 8.652 Euro pro Person.

    Die Besonderheit ist, dass die Altersbezüge allerdings nicht vollständig für die Besteuerung herangezogen werden müssen. Wer 2017 in Rente geht, für den werden 74% der Rente veranschlagt.

    Für das Jahr 2014 waren 68% der Rente steuerpflichtig. 2015 mussten Rentner 70% ihrer Altersbezüge versteuern. Im Jahr 2016 sind es schon 72% der Rente, die steuerlich veranschlagt werden.

    Wie man erkennen kann, steigt der Teil der Altersbezüge, die der Steuerpflicht unterliegen, sukzessive an. Dieser Prozess wird sich noch bis zum Jahr 2040 fortsetzen: Dann wird die Rente zu 100 Prozent versteuert. In diesem Moment kann nur noch der Grundfreibetrag als Steuerfreibetrag genutzt werden.

    • Viele Rentner machen Fehler beim anteiligen Versteuern ihrer Altersbezüge. Anfangs führten viele von ihnen zu wenig Abgaben ab und mussten hohe Nachzahlungen leisten. Inzwischen zahlen viele Ruheständler allerdings zu hohe Steuern, weil sie ihre Altersbezüge schon jetzt zu 100 Prozent versteuern.

    Die Ruheständler sollten ihre Einkommensteuererklärung deshalb genau kontrollieren. Bis zu vier Jahren können zu viel gezahlte Abgaben zurückgefordert werden. Allerdings kann der Fiskus über diesen Zeitraum auch Nachzahlungen verlangen.

    Viele Ruheständler verbuchen auch noch zusätzliche Einnahmen, weil sie beispielsweise Wohnräume vermieten, Kapitaleinkünfte haben oder noch arbeiten gehen.

    Mit Ausnahme der Einnahmen aus Minijobs oder der Einkünfte, die direkt der Abgeltungssteuer unterliegen, vermindern diese Gelder den Grundfreibetrag direkt.

    Bevor die Altersbezüge überhaupt herangezogen werden können, werden erst einmal die zusätzlichen Einkünfte vom Steuerfreibetrag abgezogen. Anschließend wird dieser um den zu versteuernden Teil der Altersbezüge reduziert.

    • Zusätzliche Einkünfte führen also dazu, dass entweder die Wahrscheinlichkeit steigt, überhaupt Steuern zahlen zu müssen, oder sich die Höhe der zu entrichtenden Abgaben steigert.

    Es ist deshalb ratsam, den Taschenrechner zu zücken und genau nachzurechnen, ob sich die zusätzlichen Einkünfte auf Sicht rentieren.

    Es darf nämlich vergessen werden, dass jedes Jahr ein größerer Anteil der Rente versteuert werden muss. Zusätzliche Einkünfte werden damit auch in jedem Jahr teurer.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie wird der Steuerfreibetrag für Rentner berechnet?

    Grundsätzlich unterliegt auch ein Rentner in Deutschland der Einkommenssteuerpflicht. Ob eine Steuererklärung abzugeben ist, richtet sich nach der Rentenhöhe. Wie viel Rente versteuert werden muss, wird durch den Renteneintritt beeinflusst.

    Der Rentenfreibetrag wird über die Jahre bis 2040 abgeschmolzen. Geht ein Beschäftigter 2016 in Rente, müssen bereits 72% der Rente versteuert werden – und zwar ein Leben lang. 2017 liegt die Steuerpflicht bei bereits 74%.

    Wo und wie kann der Steuerfreibetrag für Rentner beantragt werden?

    Wer eine Altersrente bezieht, bezahlt keine Lohnsteuer. Insofern ist an dieser Stelle auch keine Beantragung von Freibeträgen erforderlich. Ausnahme: Der Rentner geht weiterhin einer Beschäftigung nach.

    Abseits dieser Situation unterliegen auch Rentner dem geltenden Grundfreibetrag, der nicht beantragt werden muss. Der sogenannte Rentenfreibetrag – also der steuerfreie Anteil der Rentenbezüge – richtet sich nach dem Renteneintrittsalter. Dieser wird zum Renteneintritt festgelegt und bleibt lebenslang erhalten.

    Warum gibt es den Steuerfreibetrag für Renter und welche Vorteile bringt er?

    In Deutschland wurde 2005 die Besteuerung von Altersrenten reformiert (nachgelagerte Besteuerung). Ab 2040 unterliegen diese zu 100 Prozent der Einkommenssteuerbemessung. Im Rahmen einer Übergangsfrist schuf der Gesetzgeber die Möglichkeit einer stückweisen Anhebung des steuerrelevanten Rententeils.

    Die Folge: Jedes Jahr wird dieser um zwei Prozentpunkte angehoben. Auf der anderen Seite entsteht so der Steuerfreibetrag für Rentner. Entsprechend dem Jahr des Renteneintritts wird der steuerfreie Teil der Rente lebenslang festgeschrieben.

    • 2015 waren 30 Prozent der Rente steuerfrei. Erst wenn der steuerpflichtige Anteil den Grundfreibetrag übersteigt, ist eine Steuerzahlung fällig.

    Konkret bedeutet dies für 2015, das für Renten bis etwa 12.100 Euro (ohne Berücksichtigung von Freibeträgen und steuermindernden Faktoren) keine Einkommenssteuer zu zahlen ist.

    Steuerfreibetrag berechnen

    Wie kann man den Steuerfreibetrag berechnen?

    Der steuerliche Freibetrag meint eigentlich die Summe aller Freibeträge, auf die man einen Anspruch hat. Bei diesen handelt es sich nicht nur um um den Grundfreibetrag, sondern möglicherweise auch um den:

    • Kinderfreibetrag
    • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
    • Sparerpauschbetrag
    • Übungsleiterfreibetrag

    Bei der Berechnung zu berücksichtigen sind die Steuerklassen sowie die Art der Lebensumstände, die den Freibetrag rechtfertigen. Denn je nach individueller Lebenssituation und Steuerklasse gelten unterschiedliche Freibeträge.

    • Recherchieren Sie regelmäßig die aktuelle Höhe der Freibeträge. Aufgrund gesetzlicher Änderungen können sich die Werte für Steuerfreibeträge im Laufe der Jahre verändern.

    Hat man die Freibeträge ermittelt, die für die eigene Person geltend gemacht werden können, werden diese addiert und vom eigenen Einkommen abgezogen.

    Die Steuerfreibeträge in der Übersicht

    Wer kann welchen Steuerfreibetrag nutzen?

    Das deutsche Steuerrecht kennt viele unterschiedliche Steuerfreibeträge und unterscheidet dabei auch zwischen den Steuerarten:

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Einkommensteuer

    Ehepaare: 1.602 Euro

    Ab dem zweiten Kind: 2.148 Euro (Erhöhung um 240 Euro pro Kind)

    Weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen:* Volljährigkeit des Kindes

    • Kind wohnt nicht im Haushalt
    • für das Kind besteht ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Erbschaftssteuer

    Bei der Erbschaftssteuer wird zwischen sachlichen und persönlichen Freibeträgen unterschieden.

    Sachliche Freibeträge
    Persönliche Freibeträge

    Die Steuerfreibeträge im Rahmen der Gewerbesteuer

    Der Freibetrag kann nicht von Kapitalgesellschaften genutzt werden, denn bei diesen wird der Gesellschafterlohn als Betriebsausgabe berücksichtigt.

    Источники: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=39988.html, http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/rentner/, http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/steuerfreibetrag-berechnen/

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