Steuernachzahlung wegen elterngeld

    0
    85

    Steuernachzahlung wegen Elterngeld

    Es ist immer wieder verwunderlich, wenn die ganzen Hinweise ebensowenig bekannt sind, wenn es um "ein Minus" geht, dafür aber alles was an Geldern ohne Zutun erhältlich ist, ein Fachwissen vorhanden ist.

    Die "Sache mit dem Progressionsvorbehalt" steht sogar auf den Elterngeldanträgen. Allerdings gibt es erstaunlich viele, die das vor lauter Dollarzeichen in den Augen übersehen.

    Das es bei verheirateten Paaren durch den Bezug von Elterngeld zu einer Steuernachzahlung kommen kann ist aber doch nun mehr als bekannt. Da gab es doch schon tausende Beiträge.

    Aus folgendem Grund:

    Da aber der Sockelbetrag von 300 Euro z.B. beim Alg 2 (oder auch anderen Sozialleistungen) anrechnungsfrei bleibt und den Sockelbetrag auch jeder bekommt, egal ob er vorher Einkommen hatte oder nicht, kann man den Sockelbetrag genau genommen nicht als Lohnersatzleistung, sondern als Sozialleistung einstufen.

    Das war doch aber bekannt das viele Nachzahlen müssen. Wir haben glücklicherweise trotz EG über 2000 € zurück bekommen.

    Hallo an Euch drei,

    sehe es mal von der positiven Seite – Ihr habt wenigstens etwas Geld bekommen

    Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

    Forum: Finanzen & Beruf

    Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie – egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie Elterngeld, Kindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

    Eltern aufgepasst: Elterngeld kann zu Steuernachzahlungen führen

    Eltern, die im Jahr 2014 Elterngeld bezogen haben, dürften im Steuerbescheid 2014 eine böse Überraschung erleben. Wir sagen Ihnen, warum!

    Private & gewerbliche Steuererklärung mit einer Software

    Eltern aufgepasst: Elterngeld kann zu Steuernachzahlungen führen

    Haben Sie im Jahr 2014 erstmals Elterngeld bezogen, sollten Sie wissen, dass das Finanzamt dieses Elterngeld durch ein „Hintertürchen“ besteuert. Das kann in der Praxis zu Steuernachzahlungen oder zu niedrigeren Steuererstattungen im Vergleich zu den Vorjahren führen.

    Das Elterngeld, das Eltern auf Antrag erhalten, ist zwar grundsätzlich steuerfrei. Es wird jedoch bei Ermittlung der Steuerschuld in den so genannten Progressionsvorbehalt einbezogen. Das bedeutet im Klartext: Das Finanzamt ermittelt den Einkommensteuersatz für das zu versteuernde Einkommen der Eltern inklusive des Elterngelds, wendet diesen ermittelten Einkommensteuersatz anschließend jedoch nur auf das zu versteuerndes Einkommen ohne Elterngeld an.

    Sabine und Frank Maier wurden im Jahr 2014 Eltern. Sabine bezog im Jahr 2014 13.100 Euro Elterngeld. Das zu versteuernde Einkommen 2014 der beiden ohne Elterngeld beträgt 40.000 Euro. Folge: Die folgende Berechnung verdeutlicht, wie sich das Elterngeld auf die Höhe der Steuerschuld auswirkt:

    Zu versteuerndes Einkommen

    Steuerlast (Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag)

    Steuerliche Mehrbelastung wegen Elterngeld

    Bezogenes Elterngeld führt zu Pflichtveranlagung

    Nun könnten Eltern auf die Idee kommen, einfach keine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Damit wären drohende Steuernachzahlungen wegen des Elterngeldes vom Tisch. Doch das funktioniert leider nicht! Denn wer 2014 neben Arbeitslohn mehr als 410 Euro Elterngeld bezogen hat, muss zwingend für 2014 eine Einkommensteuererklärung abgeben.

    Eltern, die Elterngeld beziehen, sollten sich also nicht wundern, wenn ihre Steuererstattung deutlich niedriger als in den Vorjahren ausfällt oder sogar Steuernachzahlungen drohen. Um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, sollten Eltern einen Teil Ihres Elterngeldes als Steuerrücklage auf die Seite legen.

    Zuletzt aktualisiert

    Schlagwörter

    Artikel per E-Mail teilen

    Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Steuerwissen-Artikel. Zum Teilen des Artikels per E-Mail kopieren Sie einfach den untenstehenden Text in Ihr E-Mail-Programm.

    Dieser Artikel könnte Sie interessieren: „Eltern aufgepasst: Elterngeld kann zu Steuernachzahlungen führen“

    Steuerprogression: Das Elterngeld wird zur fiesen Steuerfalle

    Steuerprogression Das Elterngeld wird zur fiesen Steuerfalle

    Quelle: dpa/Armin Weigel

    I mmer mehr Väter bleiben einige Monate zu Hause, um sich um die Erziehung des Nachwuchses zu kümmern. Gut 70.000 Männer haben ein Jahr nach Einführung des Elterngeldes für einige Zeit das Büro mit dem Kinderzimmer getauscht. „Wir rechnen damit, dass der Anteil der Väter noch weiter ansteigt“, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei der Präsentation der Zahlen Ende Februar. Doch die meisten der rund 571.000 Bezieher von Elterngeld sind Frauen. Das soll sich künftig nach Vorstellungen der Bundesfamilienministerin ändern. „In der nächsten Legislatur wird die Zeit reif sein, die Väterkomponente auszuweiten“, kündigte von der Leyen im „Spiegel“ an. Dann soll das Elterngeld nur noch voll ausgezahlt werden, wenn die Väter länger als zwei Monate zu Hause bei dem Kind bleiben.

    Das Elterngeld ist eine gute Sache. Unterm Strich profitieren alle davon. Das vor 2007 gezahlte Erziehungsgeld fiel mit 300 Euro im Monat deutlich geringer aus. Zudem kamen die Paare, deren Einkommen über 30.000 Euro lag (Alleinerziehende 23.000 Euro), überhaupt nicht in den Genuss der staatlichen Förderung. Anders hingegen beim Elterngeld: Der Staat zahlt unabhängig von der Höhe des Einkommens 67 Prozent des wegfallenden Nettolohns, maximal 1800 Euro, mindestens 300 Euro im Monat. Deutlich mehr als früher. Doch für viele junge Eltern kommt das böse Erwachen in diesen Wochen mit dem Steuerbescheid für das Jahr 2007. Mögliche Steuererstattungen fallen überraschend mickrig aus, in etlichen Fällen steht sogar eine dicke Nachzahlung ins Haus. In Internetforen wird bereits heftig debattiert.

    Das Elterngeld an sich ist steuerfrei, unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt und erhöht so die Steuerlast für das übrige Einkommen. „Das ist in Paragraf 32b des Einkommensteuergesetzes geregelt“, sagt Peter Kauth, Steuerexperte vom Internetportal Steuerrat24.de. Dieser Paragraf legt fest, dass Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Krankengeld und Elterngeld bei verheirateten Paaren den Einkünften des arbeitenden Partners zugeschlagen werden. Damit erhöht sich der Steuersatz. Davon betroffen sind all diejenigen, die verheiratet sind, Elterngeld bezogen haben und deren Partner berufstätig war. „Verheiratete müssen in vielen Fällen mit Steuernachzahlungen rechnen“, sagt Wolfgang Wawro, Vorsitzender des Steuerberaterverbands Berlin-Brandenburg. Wie hoch diese ausfallen, hängt von der Höhe des Elterngeldes sowie des Verdienstes ab.

    Ein Beispiel: Eine Familie hat im Jahr 2007 ein zu versteuerndes Einkommen von 40.000 Euro. Zusätzlich hat das Ehepaar Elterngeld in Höhe von 12.000 Euro erhalten. „Für die 40.000 Euro beträgt der durchschnittliche Steuersatz 14,25 Prozent“, sagt Steuerexperte Kauth. Daraus ergibt sich eine Steuerbelastung in Höhe von 5700 Euro. Wird das Elterngeld hinzu gerechnet, erhöht sich der Steuersatz auf 17,573 Prozent. Daraus ergibt sich dann eine steuerliche Mehrbelastung von 1329 Euro. Rechnet man noch Soli und Kirchensteuer hinzu, fallen 1521 Euro an Steuern an. Paare, die Elterngeld erhalten, sollten daher schon während des Jahres Geld zurücklegen. „Vor allem bei Geringverdienern fällt die steuerliche Mehrbelastung durch das Elterngeld besonders hoch aus“, sagt Steuerexperte Wawro. Denn bei geringen Einkommen steigt der Steuersatz besonders stark. Besserverdiener, die ohnehin den Spitzensteuersatz zahlen, können sich hingegen entspannt zurücklehnen. Sie sind von dem Progressionsvorbehalt nicht betroffen.

    Aufatmen können auch nicht verheiratete Paare und Alleinerzieher. Sie müssen das erhaltene Elterngeld nicht versteuern. Für sie ist der Progressionsvorbehalt kein Thema. „Trotzdem müssen Eltern, deren Elterngeld 410 Euro im Jahr übersteigt, eine Einkommensteuererklärung machen“, erklärt Kauth.

    Paare, die jetzt an der Steuererklärung für das Jahr 2007 sitzen, sollten prüfen, ob eine gemeinsame oder eine getrennte Veranlagung für sie unterm Strich günstiger ist. Pauschal lässt sich das nicht sagen. „Doch in den meisten Fällen rechnet sich trotz Elterngeld die Zusammenveranlagung“, sagt Steuerberater Wawro. Denn bei der getrennten Veranlagung entfällt der für viele wesentlich günstigere Splittingtarif.

    Geld Steuer-Urteil

    Geld Vermögen

    • Von Holger Zschäpitz
    • 03.10.2015

    Geld Anlagestrategien

    • Von Frank Stocker
    • 03.10.2015

    Verbraucher Hilfe vom Staat

    • Von Berrit Gräber
    • 22.10.2017

    Deutschland Abhängig vom Mann

    • Von Sabine Menkens
    • 08.12.2017

    Deutschland Sondierungsgespräche

    • Von Sabine Menkens
    • 14.11.2017

    Deutschland Geburtenzahl steigt

    • Von Sabine Menkens
    • 15.11.2017
    • Chevron Up

    Ein Angebot von WELT und N24. © WeltN24 GmbH

    Источники: http://m.urbia.de/archiv/forum/th-2037408/steuernachzahlung-wegen-elterngeld.html, http://www.quicksteuer.de/steuer-wissen/detailseite/news-action/detail/steuer-wissen/eltern-aufgepasst-elterngeld-kann-zu-steuernachzahlungen-fuehren.html, http://www.welt.de/finanzen/article1945272/Das-Elterngeld-wird-zur-fiesen-Steuerfalle.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here